Nun ist es also bald soweit. Der Protect IP Act soll die verschiedensten noramerikanischen Rechteinhaber vor Verwerfungen im Internet schützen, die das normale Urheberrecht nicht ahnden kann bzw. wo es sich als zahnlos erwiesen hat. Damit werden dann ganze Websites geblockt durch die Internet Provider, sodass Hinz und Kunz nicht mehr an die bösen emules, piratebay und edonkeys und wie sie alle heißen ran kommen.
Die Wellen schlagen hoch, weil man damit natürlich auch ein prima Zensurinfrastruktur in den Händen hält. Unliebsamen Websites muss man dann nur noch einen Verstoß gegen ein Verwertungsrecht nachweisen, weil ein Video oder eine Musik unrechtmäßig eingebunden ist und schon wird landesweit der Stecker abgeklemmt. Alle großen Verbände der Unterhaltungsindustrie machen mit: United States Chamber of Commerce, Motion Picture Association of America, American Federation of Musicians, Directors Guild of America, International Brotherhood of Teamsters und die Screen Actors Guild. Es geht also zunächst hauptsächlich um Musik und Filme. Es gibt zwei Versionen, die Senatsvorlage ist etwas schwächer als die Vorlage beim Repräsentantenhaus. Dort will man es privaten Firmen erlauben die Internet Provider dafür haftbar zu machen, wenn über iher Kunden irgendwelche Filme oder Musik illegal verbreitet wird.
Klingt fies, ist es auch. Falls dann also irgendwelche internen E-Mails aus einer Firma publik werden, die keine guten Nachrichten über selbige verbreiten, müsste die Firma einfach alle Service Provider mit 300.000 Dollar Strafe belegen, die das Verbreiten dieser Inhalte NICHT unterbinden. Und schon haben wir ein gut funktionierende Zensurmaschine mitten im Land der verfassungsmäßig verbrieften freien Meinungsäußerung. Unter dem Begriff SOPA (Stop Online Piracy Act) wird das Regelwerk gerade sehr kontrovers in den Staaten diskutiert. Hoffen wir alle, dass es nicht in die Realität umgesetzt wird, weder die Senatsversion noch die schlimmere des Repräsentantenhauses.
Dann also keinen herzlichen Glückwunsch, Amerika, zum American Censorship Day! [MEHR]Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.
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[MEHR]Google+ möchte gern groß werden. So groß wie Facebook, wäre der feuchte Traum der Macher. Experten, Auguren und einige begeisterte Nutzer sind daher schon gespannt, wann Google die Funktionen öffnet um Dritten externe Apps zu ermöglichen. Jetzt ist es soweit. Den Anfang machen die Rechte rund um Bild- und Video-Daten. Mit der neuen API sollen professionelle Photographen, die es bereits zu Hunderten bei Google+ gibt sowie alle stolzen Väter und Mütter ihre visuellen Schätze besser verwalten können. Und das, wo sie doch gerade ein cooles Tool bekommen haben und innerhalb von Google+ jetzt auch im geringen Maße ihre Fotos bearbeiten können. Aber es geht in der neuen API zunächst um das Ordnen, also einen Read-Only-Zugriff:
Google+ gives users full control of their information, and we’re starting with read-only access to public albums, photos, and videos. Google also supports Creative Commons licensing, which we expose so developers can easily respect copyrights.
Using the new API, developers can get a list of public albums from a Google+ user, and list the photos and videos within each album. Combined with our existing public data and search APIs, I’m hoping to see new services such as a family-focused ‘screen saver’, a new way to crowdsource great images, or a live photo wall for a party.
Wir werden sehen, ob und wie das Ganze weitergeht. Als Anfang ganz nett. Aber es muss weitergehen - und nicht nur rund um Photos. Vor allem das Thema FirmenPages sollte einen besonderen Editor bekommen, da könnte ein Staging-System mit Freigabe o.ä. helfen. Gibts mittlerweile versuchsweis schon für hootsuite! Und auch bei Hangout könnte man die ohnehin tolle Funktion rund um Videokonferenzen noch erweitern für professionelle Kunden. Wir werden berichten. Mehr zur neuen Photo-API findet ihr hier.
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[MEHR]Jetzt im Moment räumt die Polizei mit großem Aufgebot den seit Monaten besetzten Zucotti Park, in dem die Occupy Wall Street Bewegung OWS sozusagen ihre Heimat gefunden hat. "Da ist unser Heim!" schrien die Aktivisten als sie ab zwei Uhr nachts an Händen und Füßen auseinandergezogen und einzeln abgeführt wurden. "Gewaltlos" war einmal mehr das Moto, das alle sich gegenseitig zuriefen, um sich nicht provozieren zu lassen, was angesichts der Uhrzeit und den schlaftrunkenen Menschen offensichtlich keine einfache Sache ist. Angeblich geht es wieder um die Sauberkeit. Schon einmal hatten alle vorbildlich aufgeräumt und alles gesäubert. Warum es diesmal die Leute nicht selbst machen sollten, ist bisher unklar. Der Bürgermeister hatte eine halbe Stunde vorher per twitter eine Ankündigung im Netz verbreitet:
Occupants of Zuccotti should temporarily leave and remove tents and tarps. Protesters can return after the park is cleared. Die New York Times berichtet, dass ein Polizist gewichtigere Gründe für die Aktionen offenbarte:"The city has determined that the continued occupation of Zuccotti Park poses an increasing health and fire safety hazard."
Im Livestream nach dem Klick ist einiges dazu zu sehen:
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[MEHR]Wenn Steve Jobs das noch erlebt hätte: Es geht in der kalifornischen Gerüchteküche die Legende, dass Adobe kein Mobile Flash mehr entwickeln wird, sondern zukünftig auf HTML5 setzt. Android und Playbook sollen noch weiterhin mit Bugfixes und Securitys-Updates für Flash versorgt werden. Könnte sein, dass Silverlight der nächste Kandidat ist, der den Fähigkeiten von HTML5 zum Opfer fällt. Mehr dazu hier...
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Die Operation Facebook, bei der anonymous einen Angriff auf die Datenkrake Facebook am 5.11. 2011 realisieren wollte, ist ausgefallen. Offenbar war es nur ein einzelner Aktivist, der dies ohne ausreichende Rückendeckung der Community, losgetreten hatte. Facebook war schon im vorhinein gelassen, weil es im Netz kaum Beifall zu der Aktion gab. Überhaupt scheint sich diese weitgehend selbstorganisierte Bewegung nur zu fokussieren, wenn es wirklich um etwas Ernstes geht. So ist an diesem Wochenende der Staat Israel bzw. dessen Sicherheitsbehörden Ziel von Attacken der Hacktivisten geworden. Das war ein Protest gegen die israelische Blockade der Schiffe mit Hilfsgütern für Gaza. Einige Server von Ministerien und des Geheimdienstes waren vom Netz. Offiziell war die Ursache ein technisches Problem. In den deutschen Medien wurden schon einige Stimmen laut, dass die Expertise in der Bewegung gering sei und deren größte Gefahr in der Überschätzung ihrer Möglichkeiten läge. Denn facebook blieb ungehacked und mit der mexikanischen Mafia hatte man sich offenbar eine zu große Nummer geangelt. Denn sie zog mit einem enormen Drohpotenzial gegen die Hacker ins Feld. Aber auch immer mehr Behörden nehmen diese Bewegung zum Anlaß, um Freiheiten der Nutzer im Netz zu limitieren. Offenbar hält nicht jeder anonymous für harmlos. Besser ist das.
Diese 20minütige Dokumentation diskutiert Auswirkungen der vernetzten Gesellschaft auf eine spannende Weise:
In On The Brink we discuss the past, present and future of connectivity with a mix of people including David Rowan, chief editor of Wired UK; Caterina Fake, founder of Flickr; and Eric Wahlforss, the co-founder of Soundcloud. Each of the interviewees discusses the emerging opportunities being enabled by technology as we enter the Networked Society. Concepts such as borderless opportunities and creativity, new open business models, and today's 'dumb society' are brought up and discussed...
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