Jörg WittkewitzWenig Hoffnung für Steve Jobs

Der Mann, der Apple gegründet und zweimal geboren hatte, ist todkrank. Die Ärzte geben im noch 6 Wochen. Pankreas Krebs. Er war und ist umstritten. Nicht seine Leistung als Visionär wird bezweifelt- die Helmut Schmidt sicherlich dazu veranlasst hätte, ihn schon früher zum Arzt zu schicken. Es war die dogmatische Haltung, die Apple immer wieder verbreitete. Sie führte dazu, dass Applekäufer sich oft als Gemeinschaft fühlten. So wie Fahrer einer Ente 2CV oder Motorradfahrer sich per Geste auf der Straße grüßten, waren Apple-Kunden früher eine Art Sekte der besonderen Marketingbotschaften. Aber auch interne Mitarbeiterstrukturen waren umstritten.

Wenngleich Guy Kawasaki und viele andere Marketingspezialisten an der Werbung herum gestrickt hatten, die wahre Botschaft bestand immer darin, dass alles wie warme Semmel verkauft wurde, was Jobs für wenig Minuten in die Luft hielt. Bis vor ein paar Jahren, war die Hardware sogar wirklich etwas Besonderes.

Die Netzpiloten wünschen Steve Jobs noch eine schöne Zeit im Kreis seiner Familie, seiner engsten Freunde und Verwandten und ein Wunder. Denn ohne ihn würde der digitalen Gemeinde der Adelsstand abhanden kommen...

Nach seiner Leberstransplantation und seinem siebenjährigen Kampf gegen den Krebs gilt Jobs nach Ansicht vieler Ärzte als austherapiert. Wer ihn aktuell gesehen hat, ist bestürzt. Es gibt wenig Hoffnung.

Die Aktionäre von Apple werden sich warm anziehen müssen in den nächsten Monaten. Klingt makaber, aber es wird nicht nur menschlich ein globaler Verlust.

Foto: acaben


Über den Autor
  ist seit 1999 als Freier Autor und Freier Journalist tätig für nationale und internationale Zeitungen und Magazine, Online-Publikationen sowie Radio- und TV-Sender. (Redaktionsleiter Netzpiloten.de von 2009 bis 2012)
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9 Kommentare zu “Wenig Hoffnung für Steve Jobs”
11:40 | Feb 18' 2011| ralf schwartz schreibt:

Nun, vielleicht solltest Du dazu sagen, daß da (lt. Artikel hinter Deinem Link) zwei Ärzte nur auf Photos eines abgemagerten Steve Jobs geschaut haben und dann diese 6-Wochen-Diagnose stellten.
Warten wir also mal ab, was dran ist an der Geschichte.

 
11:48 | Feb 18' 2011| Jörg Wittkewitz schreibt:

Also eine gute Bekannte von mir lebt in seiner Nähe und hat ihn in letzter Zeit ab und zu gesehen – auch dort im Stanford Center. Das hätte ich hier so nie veröffentlicht. Aber mit dieser Quelle zusammen dann schon.

 
13:04 | Feb 18' 2011| Torsten schreibt:

Man sollte vielleicht auch dazu sagen das die Meldung im National Enquirer kam. Das ist nicht einmal BILD Niveau. Wer 6 Wochen zu leben hätte würde sicher nicht mit Zuckerberg und Schmid zu Obama fliegen.
Was das Stanford Center angeht: wen wunderts? Es ist bekannt das er Krank ist, was er hat und die Folge sind nun medizinische Checks.

 
13:38 | Feb 18' 2011| fred schreibt:

ch hoffe nur, es geht Jobs wieder besser. Die Bilder gestern und die Meldung, dass er in wenigen Wochen sterben könnte, haben mich wirklich entsetzt!
http://alturl.com/jqafn

 
15:53 | Feb 18' 2011| Carsten schreibt:

“Das Klatschmagazin “National Enquirer” will erfahren haben, es stehe schlimm um Jobs und verbreitete das Gerücht, der legendäre Manager habe möglicherweise nur noch wenige Wochen zu leben. Im Internet wurde ein Foto veröffentlicht, auf dem ein abgemagerter Steve Jobs zu sehen sein soll. Wann und unter welchen Umständen das Bild gemacht wurde, ist völlig unklar. Auch zeigt es den angeblichen Jobs von hinten. Das Magazin hat wegen diverser Sensationsgeschichten eine äußerst schlechte Reputation.”

–> Stammt aus einer weiteren Quelle, die du hier selbst verlinkt hast. Ich wäre vorsichtig mit derartigen Spekulationen, solange es kein offizielles Statement von Jobs oder Apple gibt; immerhin geht es hier um ein Menschenleben, nicht um das Aussterben eines Produktes. Gerade als Jobs-Sympathisant wäre ein bisschen mehr Contenance angebracht.

 
16:12 | Feb 18' 2011| Jörg Wittkewitz schreibt:

Es geht um das Leben eines besonderen Menschen. Es geht aber auch um viele andere Menschen und deren Interessen. Das kann u. U. auch das Wissen über die Ernsthaftigkeit einer Krankheit sein. Die ist nicht jedem bewußt. Es ist also ein Abwägen, ob und wie man darüber schreibt, dass es um ihn nicht gut steht. Ich bin übrigens weder ein Apple- noch ein Jobs-Sympatisant. Das UNIX bei Apple ist bescheiden. Die Hardware seit der Entscheidung für die Intel-Plattform austauschbar und die Zuverlässigkeit war mal deutlich höher. Zum iPhone kann ich nichts sagen, da Telefone, deren Akku nur maximal 24h hält für mich inakzeptal und vorsintflutlich sind.

 
18:26 | Feb 19' 2011| Anne schreibt:

Finde den Artikel geschmacklos, klingt eher wie ein dahingerotztes Geschmiere. Ich finde es schon krass, dass ihr Quellen wie den N.E. unüberprüft zitiert und dann so eine ekelhafte Abhandlung draus macht. Schickt das doch demnächst an die BILD!!!! Ekelhaft!!!!!!

 
00:01 | Feb 24' 2011| otomo schreibt:

Allerdings ist dieser Artikel geschmacklos und hat gerademal so eben BILD-Niveau. Im verlinkten Gizmodo Artikel wird ja gerade diese Klatschmeldung kritisch hinterfragt. Etwas womit der Autor hier wohl etwas überfordert war.

 
08:24 | Feb 24' 2011| Jörg Wittkewitz schreibt:

Liebe Kommentatoren, nur damit ich es besser weiß, wäre folgende Überschrift und Artikel geschmackvoller gewesen? “Apple rüstet sich für die Zeit nach Steve Jobs” http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/apple-ruestet-sich-fuer-die-zeit-nach-steve-jobs/3874974.html

 
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