Gunnar Sohn

Gunnar SohnGunnar Sohn ist Diplom-Volkswirt, lebt in Bonn und ist Wirtschaftsjournalist, Kolumnist und Blogger, sowie Herausgeber des Online-Magazins NeueNachricht.

Gunnar SohnDigital und Mittelstand – Symbiose gewünscht

Warum wir digital scheitern – Mittelstand und Netzszene im Zustand des gegenseitigen Nichtverstehens! Ein Umdenken ist längst überfällig. // von Gunnar Sohn

Network (adapted) by Claus Rebler (CC BY-SA 2.0) via Flickr

Mehr denn je braucht Deutschland für den neuartigen, disruptiven Wandel von Ökonomie und Gesellschaft den Dialog zwischen Mittelstand und Netzszene. Ein “Weiter so” ist ebenso wenig eine Option wie eine Dialogunfähigkeit zwischen den relevanten Gruppen. Die Wirklichkeit sieht allerdings so aus.

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Gunnar SohnWenn nur noch Zynismus hilft

Kommunikation in Unternehmen besteht oft nur noch aus positiven Phrasen. Wenn Mitarbeiter dann zynisch werden, ist es meistens schon zu spät. // von Gunnar Sohn

"Close up smartphone" (adapted) by Japanexperterna.se (CC BY-SA 2.0)

Der Smarter-Service-Blogger Bernhard Steimel prangert in einem lesenswerten Beitrag die Hybris der Social-Media-Priester an: Sie würden Wasser predigen und Wein saufen. Sie selbst seien im Ego-Shooter-Modus unterwegs und pflegten die Kunst der Selbstinszenierung.

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Gunnar SohnKönnen Sie E-Mails schreiben?

Digitale Tools gehören in der Berufswelt längst zum Alltag. Branchen-Experten auf der re:publica in Berlin erklären unserem Kolumnisten, was die meisten von uns falsch machen. // von Gunnar Sohn

You have a mail (adapted) by Pierre (Rennes) (CC BY 2.0) via Flickr

Totgesagte leben länger. Seit der E-Mail-Geburtsstunde hat sich die Art und Weise, wie wir mit Nachrichten umgehen, nicht wesentlich geändert. Nur die Flut der E-Mails steigt rasant an. Im Berufsleben erhält man durchschnittlich 122 elektronische Mitteilungen. Parallel dazu werden immer neue Kommunikationsplattformen eröffnet – soziale Netzwerke, Kurznachrichten, Instand Messaging und mehr. Die Zahl der Botschaften, die ständigen Unterbrechungen und die unterschiedlichen Präferenzen für Kommunikation sind generationsübergreifend eine große Herausforderung. Die E-Mail wird immer noch für Zwecke genutzt, für die sie nicht konzipiert wurde. Stefan Pfeiffer von IBM im Interview mit The European auf der re:publica in Berlin moniert:

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Gunnar SohnNetz-Diskurse ohne Imponier-Gehabe

Printmedien existieren heutzutage auch weiterhin neben dem Internet. Allerdings gibt es grundlegende Unterschiede zwischen Print und Online. Nicht zuletzt zeigt sich das in der Diskussionskultur beider Formate.// von Gunnar Sohn

Reading the Newspaper (Image Nick Page [CC BY 2.0], via Flickr)

Im Internet wird grundlegend anders diskutiert als im Print-Journalismus. Jetzt müssten das nur noch die Journalisten begreifen. Die Kolumnistin Renée Zucker versucht sich in einer biologistisch-evolutionstheoretischen Einordnung der Posting-Sucht:

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Gunnar SohnMerve-Verlag und die Lust an der Respektlosigkeit

Erst marxistisch, dann daneben. Der Publizist Peter Gente hielt sich nicht an die Regeln – und schuf so ein erfrischend gut gelauntes Lebenswerk. // von Gunnar Sohn

"Outdoor Bücher" (Adapted) by Robert Agthe (CC BY 2.0)

Vor rund 45 Jahren wurde in Berlin der Merve-Verlag gegründet – und galt nach anfänglichen marxistischen Ausflügen als publizistische Zentrale von Postmoderne und Dekonstruktion. So bilanzierte der entkollektivierte Merve-Gründer Peter Gente Ende der 1970er Jahre, dass man an der Dialektik irre werde. Das Verlags-Kollektiv zerbröselte irgendwann. Unter dem Deckmantel des „proletarischen Erfahrungsinteresses“ flüchteten die Genossen ins partikulare Private: Bluesmusik, Nietzschelektüre, Malen, Biokost und Esoterikliteratur. Peter Gente entdeckte das Nachtleben.

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Gunnar SohnWarten auf Erleuchtung

In einem Kraftakt möchte Deutschland die sogenannte “Industrie 4.0″ einführen – und damit die Industrie vernetzen. Bislang ruft das Konzept aber bloß Ahnungslosigkeit hervor. // von Gunnar Sohn

{Explore}(adapted) by Marius Brede (CC BY-SA 2.0) via Flickr

“Mit der digitalen Vernetzung der Produktion wird sich unser Verständnis von Industrie so nachhaltig verändern wie niemals zuvor”, so VDMA-Präsident Reinhold Festge zur Eröffnung der Hannover Messe. Die deutschen Hersteller seien für diese globale Veränderung bestens gerüstet, betont der oberste Maschinenbau-Lobbyist. “Für die deutsche Industrie formuliere ich dabei nicht weniger als den globalen Führungsanspruch.”

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Gunnar SohnDie parasitäre Netzwelt

Konzerne wie Google und Amazon haben sich bereits fest in unseren Alltag geklickt. Der Wissenschaft fehlt jedoch noch jegliche Idee, wie mit diesen Monopolen künftig umzugehen ist. // von Gunnar Sohn

Silicon Valley Financial Center by Christian Rondeau (CC BY 2.0)

Arno Rolf, Professor i. R. im Fachbereich Informatik der Universität Hamburg, hat einen spannenden „FAZ“-Gastbeitrag über den „Zustand“ der Wirtschaftsinformatik in Deutschland veröffentlicht. Sie ringe mit ihrer gestaltungsorientierten Tradition um mehr internationale Anerkennung. „Aus diesem Dilemma einen Ausweg aufzuzeigen, bemühten sich die Altvorderen der Wirtschaftsinformatik, Ernst-August Scheer, Peter Mertens, Hans-Ulrich Buhl und Wolfgang König, in der Panel-Diskussion ,Impact Engineering oder gesellschaftliche Verantwortung‘ auf der 12. Internationalen Tagung Wirtschaftsinformatik in Osnabrück“, schreibt Rolf.

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Gunnar SohnUnternehmertum in der Demografie-Falle

Die Überalterung der Gesellschaft hat die Unternehmen erreicht. Streams könnten Abhilfe schaffen. // von Gunnar Sohn

Former Intel CEO Gordon Moore in his cubicle by  Intel Free Press (CC BY-SA 2.0) via Flickr

Wir debattieren seit Jahren aus guten Gründen über die Überalterung unserer Gesellschaft. Es geht dabei in erster Linie um die Finanzierung der Rentenversicherung über das Umlageverfahren, um die Kosten der Altenpflege, Fachkräftemangel, Probleme bei der Unternehmensnachfolge oder um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ein blinder Fleck im politischen Diskurs ist die alternde Unternehmerschaft in Deutschland, die sich nur über die Erfolge der Vergangenheit definiert. Klingt nicht gerade aufregend. Aber wir erleben gerade eine digitale, innovative und investive Spaltung der Wirtschaft. Alte Unternehmer leben von der Substanz, investieren kaum und verdrängen die Notwendigkeit von Erweiterungsinvestitionen sowie Innovationen. Das erklärt vielleicht auch die Aversionen der liebwertesten Chef-Gichtlinge gegen die Digitalisierung.

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Gunnar SohnDer Mittelstand im digitalen Partisanen-Kampf

Sie sind der Motor der deutschen Industrie. Die Mittelständler oder auch “Hidden Champions”. So ehrenhaft der Status auch klingt, sie müssen ihren Weg ins Zeitalter der Digitalisierung finden. Besser heute, als morgen. // von Gunnar Sohn

Social Media (Bild: narcisio1 [CC 0], via pixabay)

Sobald es um die Heldentaten der stolzen deutschen Industrienation geht, werden Politiker und Lobbyisten nicht müde zu betonen, wie wichtig sie für uns sind – die sogenannten “Hidden Champions”, die Mittelständler, die Industrie- und Technologieunternehmen. Mit knapp 16 Millionen Beschäftigten erwirtschaften sie rund 2,1 Billionen Euro pro Jahr, heißt es im Ankündigungstext des republica-Vortrages von Marco Petracca mit dem verheißungsvollen Titel “Online? Bringt uns nichts! – Ein deprimierender Lagebericht aus den Chefbüros deutscher Industrieunternehmen”.

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Gunnar SohnNeue Visionen braucht das Land

Deutschland ist stolz auf seine Ingenieure. Aber schon jetzt schrumpft deren Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Nicht mehr die Hardware sorgt für Reichtum, sondern visionäre Ideen. // von Gunnar Sohn

 Armageddon [Bild: TheGuyCalledDennis [CC BY 2.0] via Flickr)Jetzt werden wieder von den liebwertesten Industrie-Gichtlingen die üblichen Gegenargumente zu meinen kritischen Industriethesen gepostet, die ich beim Webmontag in Frankfurt vorgetragen habe: “Vom gegenseitigen Haareschneiden können wir nicht leben” (kann man auch abwandeln mit Pizza-Lieferservice oder Maniküre oder, oder, oder). Gleich danach folgen: “Wir sind ein Land des Maschinenbaus und des Ingenieurwesens” sowie “Deutschland ist doch eine Exportnation”. Noch einmal: Wie viele Arbeitsplätze stellt denn der Maschinenbau in Deutschland? Wie hoch ist der Wertschöpfungsanteil der industriellen Produktion, der das Label “Made in Germany” wirklich verdient?

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Gunnar SohnWas Industrie-Siggi noch lernen muss

Digitalisierung bleibt Fremdwort: Mental sind die deutschen Politiker am Ende des 19. Jahrhunderts zu verorten. // von Gunnar Sohn

Sigmar Gabriel (Bild: Christliches Medienmagazin pro [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Ein Gegensatz zwischen “realer” und “virtueller” Welt existiert nicht – so lautet ein Grundsatz der Digitalpolitik der Bundesregierung, meint zumindest Professor Tobias Kollmann, Vorsitzender des Beirats “Junge Digitale Wirtschaft” im BMWi. Digitaler Wandel, Digitale Transformation, Digitale Wirtschaft, Digitale Gesellschaft, Digitale Zukunft und viele andere “Digitalthemen” seien kein Sonderfeld oder gar nur ein vorübergehendes, tagespolitisches Momentum, sondern die elementare Herausforderung für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft für diese und die nächsten Generationen. [Mehr]

Gunnar SohnDie Denkfallen der Industrie-4.0-Initiative

Die Industrie-4.0-Initiative steckt in einer Denkfalle: Wenn der deutsche Mittelstand nicht entscheidende Entwicklungen verschlafen will, braucht es mehr Team-Spirit und weniger Normierungswahn. // von Gunnar Sohn

lineal (Bild: Dennis Skley (CC BY-ND 2.0)

Viele Unternehmen haben nach einer Mind-Business-Studie noch nicht den Einstieg in den digitalen Wandel gefunden. Es fehlt die notwendige Expertise, um die Chancen digitaler Technologien für das eigene Geschäft zu erkennen, zu bewerten und zu erschließen. Fehlender Leidensdruck in den Chefetagen verhindert oder verschleppt den Wandel, der von der Organisation bereits gesehen und gewünscht werde. Es mangelt dabei nicht an der Wahrnehmung der Umbrüche. Die Führungskräfte der deutschen Wirtschaft scheinen jedoch von schwerfälligen und komplexen Business-Systemen und -Prozessen “paralysiert” zu sein.

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Gunnar SohnDie 68er-Generation in Politik und Wirtschaft

Obwohl als “Alt-Hippies” verrufen, bringen die 68er frischen Wind in die Führungsebenen. Aber auch sie stoßen an ihre Grenzen – wie das Beispiel Telekom zeigt. // von Gunnar Sohn

hippie (Bild: CasparGirl (CC BY 2.0)

Die 68er-Bewegung war wohl weit mehr als eine Protestnote der revoltierenden Studenten gegen die Biedermeier-Atmosphäre der Adenauer-Ära. Liest man die jüngst herausgegebenen Autobiografien des Politik-Managers Peter Radunski und des früheren Telekom-Personalvorstandes Thomas Sattelberger, war diese Phase des universitären Daseins ein Trainee-Programm fürs Leben. Der Eine nutzte sie als “alternativer 68er” für eine Karriere in der CDU, der Andere brachte es zu einflussreichen Posten in DAX-Konzernen.

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Gunnar SohnAbgesang auf die Macho-Chefs

Im Management von heute dreht sich alles um Effizienz. Wenn Unternehmensziele so utopisch sind wie sowjetische Fünfjahres-Pläne, müssen das oft die Angestellten ausbaden. // von Gunnar Sohn

Drill Instructor (Bild: John Kennicutt [CC], via wikipedia.org)

Als Schule der Intrigen mit Macho-Kultur bezeichnet der Ex-Telekom-Vorstand Thomas Sattelberger im Spiegel-Interview die düstere Realität auf Chefetagen. Er muss es wissen. Deutsche Unternehmen seien viel stärker auf pure Effizienz fixiert als etwa angelsächsische oder skandinavische. [Mehr]

Gunnar SohnInnoviert Euch!

Christian Lindner beklagt in einer Wutrede fehlenden Unternehmergeist. Damit hat er Recht, denn ohne Innovation kann die Weltwirtschaft in eine neue, schwere Krise stürzen. // von Gunnar Sohn

Innovation (Bild: Boegh [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Da denkt man, keiner interessiert sich für wirtschaftspolitische Themen, für Startups oder netzökonomische Belange und nur Spaßvögel wie Slimani können virale Hits im Web lostreten. “Dann kommt Christian Lindner mit seiner Wutrede im NRW-Landtag über die Verachtung von Unternehmertum in Deutschland und in zwei Tagen wird die Rede allein bei welt.de 2,1 Millionen Mal angeklickt und über 18.000 Mal geteilt“, bemerkt Wirtschaftshistoriker und Management-Professor Klemens Skibicki auf Facebook.

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