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Antstream: Das Netflix für Retro-Games angespielt – jetzt mit Kickstarter-Kampagne

Antstream Test Double Dragon

Cloud-Gaming wird seit Jahren als nächster großer Computing-Trend diskutiert. 2019 könnte endlich der Durchbruch bevorstehen. Branchen-Giganten wie beispielsweise Apple, Microsoft, Google und Electronic Arts haben große Pläne und wollen PlayStation Now von Sony nacheifern. Die Idee dahinter leuchtet ein. Erledigt die meiste Rechenarbeit ein Cloud-Server, müssen sich Gamer so gut wie keine Gedanken mehr darum machen, ob ihr eigener Computer schnell genug ist. Einen anderen Ansatz verfolgt der Anbieter Antstream. Ihm geht es weniger darum, den Verzicht auf top-aktuelle Hardware zu ermöglichen, sondern den Zugang zu Spiele-Klassikern anzubieten, für die es heutzutage praktisch gar keine Hardware mehr gibt. Bis Ende März 2019 wollte das „Netflix für Retro-Games“ eigentlich an den Start gehen. Das hat es nicht geschafft. Stattdessen plant der Betreiber jetzt eine Early-Access-Phase ab Ende Mai. Über eine Kickstarker-Kampagne können sich Interessenten einen Zugang dazu sichern. Wir konnten den Streaming-Dienst bereits einem Test unterziehen.

Antstream bringt Games für Amiga und C64 zurück in die Zukunft

In den 1980er Jahren und frühen 1990er Jahren boten Computerspiele noch Klötzchenbilder und polyphonen Synthesizer-Sound statt 4K-Grafik und Dolby-Atmos-Raumklang. Trotzdem zogen sie viele Spielefans in ihren Bann und rufen bei ihnen auch heute noch begeisternde Erinnerungen an durchzockte Nächte wach. Über damalige Heimcomputer wie den Amiga und C64 verfügen aber nur noch Sammler und Technik-Museen.

Ob nun für Nostalgiker oder junge Spielergenerationen, die auf reduzierte Grafik stehen – Antstream will Retro-Games zurückbringen und auf gängiger Hardware lauffähig machen. Zum Marktstart sollen auf PC, Mac, Xbox One, Tablets und Smartphones anfänglich rund 400 Spiele verfügbar sein. Da Antstream sich die Rechte an über 2.000 Titeln gesichert hat, soll der zugängliche Katalog schnell wachsen. Hier ist der vorläufige Katalog einzusehen.

Für unseren Test konnten wir auf 64 Spiele über eine PC-Software auf einem Windows-Laptop vom Typ Razer Blade 2018 Basis zugreifen. Zur Auswahl standen dabei klassische Arcade-Games, in denen wir uns seitlich oder aus der Vogelperspektive durch Gegnerhorden schossen und prügelten. Puzzles, Plattformer und ein Rollerball-Titel komplettierten die kleine Auswahl an Test-Titeln.

Antstream Test Startscreen
Zum Marktstart will Antstream 400 Retro-Games anbieten. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

Das englischsprachige Menü ist übersichtlich aufgebaut. Wie von Diensten für Video-Streaming gewohnt, sind die Spiele nach Genres einsortiert. Sie lassen sich anhand von Kategorien wie „Amiga Games“, „Action Games“, „Fighting Games“ und mehr durchstöbern. Screenshots, eine Mini-Beschreibung und das Erscheinungsjahr informieren über jeden Titel. Der älteste davon stammt aus 1985, der jüngste von 1995.

Für mehr spielerische Motivation, baut Antstream Herausforderungen in die Titel ein. Deren Erreichen erhöht unsere Erfahrungspunkte, lässt uns Rangstufen hinaufsteigen und belohnt uns mit Trophäen. Über unser Vorankommen informiert uns ein Nutzerprofil. Vorgesehen ist, dass wir Leistungsdaten mit anderen Spielern teilen können, wenn wir uns mit ihnen beispielsweise über Facebook vernetzen.

So spielt sich das Netflix für Retro-Games

Für den Test vergnügten wir uns ein paar Stunden lang beispielsweise mit dem Rambo-Klon Ikari III und dem Prügler Double Dragon. Steuern konnten wir die Spiele wahlweise per Tastatur oder Gamepad. Für Mobilgeräte ist auch eine Touchbedienung vorgesehen, die wir mangels berührungsempfindlichen Displays aber nicht ausprobiert haben.

Weil der Dienst nur eine amerikanische Tastaturbelegung mit vertauschtem Y und Z anbietet, haben wir einen Xbox One Controller vorgezogen. Verzögerte Eingaben, ein berüchtigter Stolperstein beim Cloud-Gaming, haben wir nicht festgestellt. Stattdessen reagierten die gestreamten Spiele vorbildlich schnell auf unsere Tastenbefehle.

Generell hinterließ die Streaming-Qualität einen einwandfreien Eindruck auf uns. Beispielsweise starteten die Spiele sofort ohne nennenswerte Ladezeiten. Unterbrechungen von Bild und Ton oder störungsbedingte Grafik-Artefakte begegneten uns ebenfalls nicht. Dabei bot unsere Internet-Verbindung noch nicht einmal die von Antstream empfohlene Übertragungsqualität mit einem Ping von unter 15 ms. Vielmehr stand uns im Test nur eine mittelprächtige Latenz von 24 ms zur Verfügung.

Hingegen Down- und Upload-Geschwindigkeit spielen offenbar keine Rolle. Allerdings dürften die Grafik- und Sound-Pakete der Retro-Games zugegebenermaßen auch keine großen Anforderungen an die Bandbreite stellen. Antstream bietet die reine Lehre und hat offenbar keines der von uns getesteten Spiele technisch herausgeputzt. Selbst die früher üblichen Monitor-Formate von 4:3 und 1:1 bleiben unangetastet. Daher werden auf unserem Laptop-Display in 16:9 alle Spiele von dicken schwarzen Balken rechts und links eingefasst.

Antstream in Bildern

Test-Fazit: Antstream ist ein Spaß für Retro-Fans

Unser Test wurde uns als eine Art Werkstattbesuch angekündigt, da sich Anstream noch im Alpha-Status, also einer sehr frühen Entwicklungsphase befinde. Das ist aber wenige Monate vor dem angepeilten Marktstart wohl ein wenig tiefgestapelt. Tatsächlich macht der Streaming-Dienst für Retro-Games zumindest unter Windows bereits einen sehr fertigen Eindruck. Die Streaming-Qualität war in unserem Test auf einem aktuellen Gaming-Laptop makellos – trotz nicht idealer Internet-Bedingungen auf unserer Seite. Der Katalog bietet das typische Arcade-Erlebnis und dürfte Fans von Retro-Games viel Freude bereiten.

Wie viel Abonnenten für Antstream ausgeben müssen, steht noch nicht fest. Wir gehen allerdings von einer monatlichen Gebühr aus, die dem Netflix-Niveau entspricht. Genaueres will der Anbieter erst zum Marktstart bekanntgeben. Spätestens dann erfahren wir auch welche Anforderungen die Hardware und das Betriebssystem erfüllen soll. Ein Minimum an Rechenarbeit müssen Endgeräte trotz Cloud-Gaming schließlich trotzdem übernehmen – selbst bei Retro-Games. Wer direkt beim Start dabei sein möchte, kann sich hier per E-Mail benachrichtigen lassen.

Wer nicht so lange warten möchte, kann sich jetzt schon an der Kickstarter-Kampagne beteiligen und das Projekt mit einer Finanzspritze schneller ans Ziel bringen. Die Beitragsspanne reicht von einer moralischen Unterstützung in Höhe von 1 GBP, also etwa 1,20 Euro, bis hin zu 1.185 GBP (etwa 1.400 Euro). Für letztere Option verspricht Antstream nicht zur Early Access zum Spiele-Dienst, sondern auch fünf Abos auf Lebenszeit.

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Screenshots by Berti Kolbow-Lehradt

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Apple Arcade: Abo-Service für Spiele auf iPhone, Mac und TV

Apple Arcade kommt auf iPad, iPhone, Mac und Apple TV

2019 wird das Jahr der Abo-Dienste für Spiele. Nach Google hat nun überraschend auch Apple eine entsprechende Plattform vorgestellt. Apple Arcade heißt das Angebot, das ab Herbst dieses Jahres für eine pauschale Abo-Gebühr unbegrenzten Zugang zu einer Spielesammlung in den App Stores von Apple ermöglichen soll.

100 Exklusiv-Spiele zum Start von Apple Arcade

Zum Start soll der Katalog über 100 unveröffentlichte Titel für Spieler jeden Alters umfassen. Dabei setzt Apple auf Exklusivität. Sämtliche Spiele sollen daher auf keiner anderen Plattform verfügbar sein. Zu den Highlights zählen Spiele wie Sonic Racing, Beyond a Steel Sky, Lego Brawls und Oceanhorn 2: Knights of the Lost Realm. Die komplette Liste nannte Apple aber noch nicht.

Große Studios sind ebenso wie Indie-Entwickler an Bord. Unter Vertrag hat Apple unter anderem Annapurna Interactive, Bossa Studios, Cartoon Network, Finji, Giant Squid, Klei Entertainment, Konami, Lego, Mistwalker Corporation, Sega, Snowman, ustwo Games. Außerdem seien selbstproduzierte Spiele von Game Designern wie Hironobu Sakaguchi, Ken Wong, Will Wright und anderen enthalten.

Apple will die Spiele für die Sammlung nicht nur auswählen, sondern sich auch den Entwicklungskosten beteiligen. Der Schwerpunkt liegt somit stark auf kleineren Produktionen, die zwar oft Kritiker begeistern, aber kein Massenpublikum erreichen.

Apple Arcade mit Flatrate-Modell und Offline-Nutzung

Wer Apple Arcade nutzen möchte, braucht ein Apple-Gerät. Das Spiele-Abo wird auf dem iPhone, iPad, dem Apple TV und Mac-Computern verfügbar sein. Wie viel Apple Arcade für Anwender kosten wird, verrät das Unternehmen noch nicht.

Fest steht, dass die Plattform wie bei Netflix per Flatrate nutzbar ist. Daher können Kunden so viele Spiele aus der Sammlung ausprobieren, wie sie wollen. Weder In-App-Käufe noch Werbung sollen den Dienst finanzieren.

Ähnlich wie beispielsweise Microsofts Spiele-Abo Xbox Gamepass baut Apple auf die Infrastruktur seiner App Stores auf. Abonnenten nutzen einfach die Download-Plattformen für iOS auf dem iPhone und iPad, für tvOS auf dem Apple TV und macOS für iMac und MacBook, um ein im Abo enthaltenes Spiel zu installieren.

Via Internet gleicht Apple Arcade alle Spielstände ab. Daher können Nutzer beispielsweise ein Spiel auf dem iPhone anfangen und auf dem Mac fortsetzen. Eine ständige Internetverbindung ist allerdings nicht nötig. Denn alle Spiele sollen sich auch offline ausführen lassen. Um einen reinen Dienst für Cloud Gaming wie bei Google Stadia, Antstream und Microsoft xCloud handelt es sich somit nicht. Weil dann aber die Rechenleistung mobiler Geräte ausreichen muss, ist nicht damit zu rechnen, dass auch richtig große AAA-Titel wie für Xbox und PlayStation 4 ihren Weg zu Apple Arcade finden werden.

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Images by Apple

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Stadia – Google kündigt Cloud Gaming-Dienst an

Auf der diesjährigen Game Developer Conference in San Francisco kündigte Google seine neue Cloud Gaming-Plattform Stadia an. Damit will Google unseren zukünftigen Zugang zu Videospielen verändern.

Videospiele für alle!

Laut Sundar Pichai, dem CEO von Google, schafft das Unternehmen mit Stadia eine Cloud Gaming-Plattform, die Spiele jedem zugänglich macht und Barrieren für die Spieler aufhebt. So soll es möglich sein, grafisch anspruchsvolle Spiele auf verschiedenen Endgeräten zu spielen, ohne dass diese eine sonderlich große Leistungsfähigkeit vorweisen müssen. Auf Fernsehern, Notebooks, Tablets, Desktop-PCs oder Smartphones können Nutzer dann Spiele wie Assassin’s Creed Odyssey mit einer Auflösung von bis zu 4K und mit 60 Bildern die Sekunde spielen. In der Zukunft will Goolge sogar Auflösungen bis zu 8K und 120 Bilder die Sekunde möglich machen.

Spiele werden schneller und einfacher zugänglich

Indem Google die benötigte Rechenleistung von den Geräten der Spieler auf ihre eigenen Rechenzentren verlegt, wollen sie die Zugänglichkeit von Spielen für die Nutzer erhöhen. User müssen keine Inhalte mehr herunterladen oder ein Spiel erst installieren. Sie können das Spiel ganz einfach starten und loslegen. In der Keynote zu Stadia zeigt Phil Harrison, Vice President und General Manager von Google Stadia, wie das Gaming-Erlebnis auf und zwischen den verschiedenen Endgeräten aussehen kann. Ein Spiel kann mit Stadia beispielsweise auf einem Smartphone begonnen und dann nahezu nahtlos auf einem anderen Gerät, wie dem heimischen Fernseher fortgesetzt werden.

Auch wird es die Möglichkeit geben, Spiele direkt aus einem YouTube-Video über einen Play-Button zu starten. Der Start des Spiels aus YouTube heraus soll dabei angeblich nicht länger als fünf Sekunden dauern. So will man mit Stadia den Weg zwischen der Begeisterung für ein Spiel und dem tatsächlichen Spielen verkürzen.

Auch gemeinsames Spielen wird unterstützt

Auch das gemeinsame Spielen soll mit Stadia im Splitscreen und online ruckelfrei möglich sein. Gerade im Bereich der Multiplayer-Spiele bietet Stadia den Spieleentwicklern eine echte Neuerung. In traditionellen Multiplayer-Titeln verbinden sich die einzelnen Spieler (Clients) selber mit den Servern des Spiels, wodurch einem Spiel durch die einzelnen Internetgeschwindigkeiten der Clients gewisse Grenzen gesetzt sind. Mit der Streaming-Plattform können jetzt sowohl der Client, als auch der Server in Stadias Infrastruktur ausgeführt werden. Der Weg vom Client zum Server ist damit berechenbar und das macht den Entwicklern das Leben deutlich einfacher.

Mehr Spaß für Entwickler

Generell versucht Google mit ihrem Game-Streaming-Dienst nicht nur Spielern etwas zu bieten. Auch Entwickler sollen von den neuen Möglichkeiten profitieren. Da die Spiele nicht mehr auf den Endgeräten der Gamer ausgeführt werden, müssen sich die Entwickler zum Beispiel nicht mehr so stark an Hardware-Begrenzungen halten und können ihre Werke eher nach ihren Vorstellungen entwickeln. Außerdem will Google mit Unity, Unreal, CryTec, Havok und diversen anderen Game-Engines und Tools zusammenarbeiten, um die Entwicklung für Spiele auf und in der Stadia-Plattform zu vereinfachen. Auch soll eine eigene KI bei der Spieleentwicklung unterstützen.

Ein eigener Stadia Controller

Neben der Plattform selbst kündigte Goolge den Stadia Controller an. Dieser ist direkt mit dem Rechenzentrum von Google verbunden, um die bestmöglichste Performance zu bieten. Google hat nach eigener Aussage extra mit Gamern gesprochen hat, um deren Wünsche zu erfahren und den Controller entsprechend zu gestalten. Optisch unterscheidet sich der Controller dabei nicht so stark von denen der PS4 oder der Xbox ONE. Er verfügt aber über einen eingebauten Button, mit dem Gameplay-Material in einer Auflösung von bis zu 4K gespeichert und direkt geteilt werden kann. Außerdem sind in den Controller eine Taste und ein Mikrofon zur Nutzung des Google Assistants eingebaut.

Wann wird Stadia veröffentlicht und was wird es kosten?

Stadia soll noch dieses Jahr in den USA, Kanada, Großbritannien und weiten Teilen Europas verfügbar sein. Was die Kosten anbelangt, lässt uns Google aber derzeit noch im Dunkeln.


Images Google Stadia by Google Stadia

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Netzpiloten @Digital Kindergarten

Im kleinen analogen Kindergarten im Kiez entdecken Kinder die Welt. Im großen Digital Kindergarten im Hamburger Millerntor-Stadion entdecken Erwachsene die Welt der digitalen Trends, Technologien, des Marketings und der Kommunikation. Am 6. Juni laden mehr als 50 Aussteller und 50 Speaker auf die Gadget-Spielweise ein. – Alles ohne Tech-Arroganz, zum Anfassen und zum Ausprobieren. Das ist eine Veranstaltung ganz nach unserem Geschmack! Wir Netzpiloten freuen uns als Partner mit dabei zu sein.

Welche Speaker werden da sein?

Die wunderbare Verena Pausder hält einen Vortrag darüber, dass wir die Zukunft der Digitalisierung mit kräftigem Willen gestalten müssen. Die Unternehmerin Tijen Onaran gibt uns ihre „Zehn Gebote für erfolgreiches Networking“ weiter. Formel 1-Weltmeister Nico Rosberg weiß natürlich alles, wie man positiv nach vorne stiebt. Mit Will Rolls von Facebook und Roman Willenbrock von Google Germany sind auch Vertreter von zwei besonders einflußreichen Unternehmen vertreten. Seite an Seite mit dem deutschen Erfolgs-Startup About You, von deren 360 Grad Content Creation Julian Jansen berichten wird.

Welche Themen erwarten euch?

Der Digital Kindergarten will inspirieren und uns netzwerken und vieles ausprobieren lassen:

  • KI und Kreativität
  • Voice, Podcasts und Bots
  • Gaming und E-Sports
  • Virtual- und Augmented Reality
  • eCommerce
  • Smart Cities und Smart Home
  • Filterblasen und Robotik
  • Diversity und Female Power

Und sonst noch?

Tickets für den Digital Kindergarten erhaltet ihr über Xing. Wir sehen uns im Stadion und lesen uns auf Twitter unter #dk2019.

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Die Arcade Virtual Reality Lounge bietet fantastische 3D-Welten

Virtual Reality hat ein ganz neues Gamingerlebnis zu uns gebracht. Die Möglichkeit, via VR-Brillen in den eigenen vier Wänden in die 3D-Spielwelten zu tauchen, hat das das Gaming, so wie wir es kennen, wohl endgültig revolutioniert. Etwa zeitgleich schossen diverse VR-Zentren und VR-Arenen aus dem Boden. Für – teilweise nicht wenig – Geld kann man sich mit Freunden in großen Zimmern aufhalten und VR-Welten erkunden. Gerade mit Freunden macht das einen Riesenspaß. In der Arcade Virtual Reality Lounge in Kassel wird dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt.

VR-Vergnügen in Gruppen

In der Arcade Virtual Reality Lounge können VR-Fans sich mit Gruppen so richtig austoben. Ausgestattet mit Rucksack und Laserwaffen, bietet die 130m² große Fläche ein einzigartiges Spielvergnügen. Genau wie in kleineren VR-Zentren, können Begleiter das Geschehen auf den Monitoren verfolgen. Für Spieler wirkt das Ganze aber noch um einiges echter.

Die große Spielfläche ist eigentlich für das bloße Auge ziemlich leer und dunkel, bedeutet aber für die Spieler ein Wahnsinns Spielerlebnis. Der hallenähnliche Kellerraum in einem Kasseler Hinterhofgebäude verwandelt sich beim Aufsetzen der VR-Brillen unter anderem in ein Raumschiff. Verschiedene Spielstationen ermöglichen den Spielern entweder in Gruppen anzutreten oder Wettkämpfe auszutragen, gegen Zombies zu kämpfen oder einen virtuellen Jahrmarkt zu besuchen.

Wer und was steckt dahinter?

Hinter der Arcade Virtual Reality Lounge verbergen sich Dariusz Kaleta, Kai Schiek und Hüseyin Uzun. Das Startup findet seinen Ursprung 2017 in Bad Hersfeld und zog kurze Zeit später, als sie merkten, dass vor Ort der Kundenmarkt nicht groß genug war, in die Nähe des Kasseler Bahnhofs.

Hier erleben Spieler einen 130 m² Free Walkeinen der ersten aus ganz Deutschland. Möglich macht das freie Bewegen der Rucksack-PC, den ihr auf dem Rücken bei euch tragt. Ein spezielles Kamerasystem überträgt die Bewegungen des Spielers, sodass ihr euch in Echtzeit bewegen könnt. Die Laufwege sind besonders gestaltet, wodurch die VR-Welt unendlich erweitert wird. Zusätzlich erhaltet ihr einen Controller zum Spiel. Selbst das Gewicht des Controllers und das haptische Feedback vermitteln euch ein unglaublich echtes Gefühl beim Spielen.

In der VR Lounge steht vor allem das Miteinander im Vordergrund. Bei gemütlichem Ambiente und kalten Getränken können Spieler die gesamte Lounge buchen und bis zu vier Stunden in VR-Welten abtauchen.

Im Tower Tag geht es um Wettkämpfe. Kämpft gegen Freunde oder Fremde im Turniermodus, in Gruppen wie zwei gegen zwei oder drei gegen drei. Ziel ist es hier, von einer Plattform auf die nächste zu kommen und Gegner abzuschießen. Neben Shooter-Fans werden auch e-Sport-Begeisterte hier auf ihre Kosten kommen, wobei ihr eine Mannschaft bildet und an Turnieren teilnehmt.

Einfach mal in andere Welten abtauchen

Wer sich unbedingt diesem Spieleerlebnis hingeben möchte, der kann das natürlich zu verschiedenen Anlässen tun. Bestens geeignet sind hierfür Junggesellenabschiede, Geburtstage oder auch Betriebsausflüge. Allerdings lohnt es sich auch einfach mal so vorbeizuschauen und sich dort ein paar erlebnisreiche Stunden zu bescheren. Hierfür bietet die Arena in Kassel verschiedene Preise und Buchungspakete an.

Auch in Mönchengladbach und in Hofheim könnt ihr Virtual Reality und spannende 3D-Welten erleben, müsst hier allerdings auf den Free Walk verzichten.


Image by db via stock.adobe.com

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Life Is Strange 2 im Test: Episode 2 “Rules” ab sofort spielbar

Life Is Strange 2 Test Episode 2 Rules

“Same same, but different” ist das Motto bei Life Is Strange 2 – dem Nachfolger des Überraschungshits Life Is Strange vom Entwickler Dontnod Entertainment aus dem Jahr 2015. Dem Basisspiel folgte im Sommer 2017 das Prequel Life Is Strange: Before the Storm – wie Teil 1 ebenfalls von Square Enix vertrieben – in dem man statt der Protagonistin Max Caulfield die Rolle ihrer rebellischen Freundin Chloe Price eingenommen hat. Die Wartezeit auf den lange angekündigten zweiten Teil des episodischen Adventures wurde dann durch das kostenlose Spiel The Awesome Adventures of Captain Spirit verkürzt.  Anderes Setting, andere Charaktere, andere Superkräfte, gleichzeitig aber dieselbe atmosphärische Inszenierung und sensible Thematisierung sozialer Motive. Das Leben ist auch in Teil 2 durch und durch seltsam. Hier erfahrt ihr, wieso.

Episode 1: Roads – Überzeichnet politisch, überraschend feinfühlig

Der Spieler übernimmt in Life Is Strange 2 die Rolle des 16-jährigen Sean, der mit seinem kleinen Bruder Daniel und dem mexikanischen Vater Esteban Diaz in einem Vorort von Seattle wohnt. Zu Beginn des Spiels ist seine größte Sorge noch das Beschaffen von Alkohol für eine Party oder wie er seine Flamme Jenn am Abend am besten rumkriegen kann. Das Schicksal nimmt allerdings eine unerwartete Wendung. Denn ein tödlicher Vorfall, der enthüllt, dass Daniel über telekinetische Fähigkeiten verfügt, stellt das Leben der Diaz-Brüder schlagartig auf den Kopf. Von heute auf morgen muss der 16-Jährige als Ersatz-Elternteil für Daniel fungieren und ums bloße Überleben auf den Straßen von Washington State kämpfen.

Life Is Strange 2 Test Diaz Haus
Life Is Strange 2 dreht sich um die Familie Diaz, genauer um die Beiden Brüder Daniel und Sean. Image by Dontnod

Setting und Charaktere

Coming-of-age steht bei Life Is Strange im Mittelpunkt. Während der erste Teil Cybermobbing, sexuellen Missbrauch und Suizid in den Fokus rückte, schlägt Teil 2 eine klar politische Route ein. Das Spielgeschehen setzt zum 26. Oktober 2016 ein, also knapp zwei Wochen bevor Donald J. Trump zum 45. Präsidenten der USA gewählt wird.

Vor allem die Nebencharaktere veranschaulichen den Zustand eines zerstrittenen Amerikas. Da haben wir zum einen Hank Stamper, den rassistischen Betreiber und angedeuteten Trump-Unterstützer einer Tankstelle irgendwo südlich von Seattle. Die Brüder und er geraten aneinander. Im Streit äußert er sich unterschwellig rassistisch: „You’re the reason we need to build that wall.“

Im starken Kontrast zu Hank Stamper steht mein persönlicher Favorit Brody, ein klares Porträt des liberalen Klischee-Millenials. Brody stammt aus einer wohlhabenden Familie, entflieht den materiellen Fesseln aber. Als nomadischer Reise-Blogger und Podcaster lebt er in seinem Auto in den Tag hinein. Dabei trifft er ebenfalls auf die Brüder.

Die Gegenüberstellung dieser beiden Charaktere und ihrer politischen Ansichten wirkt dramatisch überspitzt, sorgt aber immerhin für eine spannende Neben- und Rahmenhandlung. Für meinen Geschmack hat der französische Entwickler Dontnod mit seiner Gesellschaftskritik dennoch etwas zu stark in der Klischee-Kiste gekramt.

Life Is Strange 2 Test Grafik
In einer rührenden Geschichte mit toller Grafik schlagen sich zwei Brüder durch die Wildnis. Image by Dontnod.

Gameplay

Episode 1 lässt in Sachen Gameplay noch Luft nach oben. Die Exposition ist etwas langatmig und rätselarm. In diesem Sinne gibt es wenig Spannendes zu tun. Zudem spielen übernatürliche Kräfte hier noch kaum eine Rolle, womit im Vergleich zum ersten Spiel ein reizvolles Element fehlt.

Positiv aufgefallen ist mir hingegen, dass das Spiel die kleinen und großen Entscheidungen, die man als Sean trifft, nicht mit dem Holzhammer kennzeichnet. Ich erinnere im Vergleich dazu an Telltale-Spiele wie The Walking Dead, bei denen dem Spieler oft ganz und gar nicht subtil mitgeteilt wird “Clementine will remember that”, sobald man eine kritische Entscheidung fällt. In Life Is Strange 2 ist das glücklicherweise nicht der Fall. Daher muss man als Sean sehr genau auf sein Verhalten gegenüber dem kleinen Bruder achten. Beispielsweise sollte man Daniel vor dem Schlafengehen keine Gruselgeschichten erzählen oder nicht vor seinen Augen stehlen, um ihn nicht zu Dieb zu erziehen.

Episode 2: Rules – Endlich etwas Superhelden-Spirit

Unser Tipp bevor ihr in Episode 2 startet: Spielt unbedingt die kostenlose Demo “Die fantastischen Abenteuer des Captain Spirit”. Sie wurde im Juni 2018, im Vorfeld zum Release von Episode 1, sozusagen als Teaser veröffentlicht. Die Handlung dieses etwa eineinhalb-stündigen Adventures, das ebenfalls im Universum von Life Is Strange verankert ist, sollte man sich nicht entgehen lassen, da es direkt mit der Handlung von Episode 2 zu tun hat. Es ist für PC, PlayStation und Xbox One erhältlich.

Life Is Strange 2 Episode 2 Sean Kräfte
Wenn Daniel in Episode 2 seine Kräfte entdeckt, wird es spannend. Image by Dontnod

Setting und Charaktere

Bereits einen Monat lang sind Sean und Daniel in der Wildnis auf sich alleine gestellt, wenn wir ihnen als Spieler in Episode 2 wieder begegnen. Im Fokus steht mittlerweile Daniels Ausbildung zum “Jedi-Meister”. Dabei vermittelt Sean ihm, seine unerklärlichen Kräfte zu kontrollieren und gezielt einzusetzen. Gelegentliche Gefühlsausbrüche lassen sich dennoch nicht vermeiden und treiben das Spiel konfliktreich voran.

Gameplay

In Episode 1 vermisste ich insbesondere Rätsel-Passagen und der Gebrauch von Daniels Kräften. Episode 2 legt im Vergleich dazu genau darauf den Schwerpunkt, was das Spielgeschehen ein wenig abwechslungsreicher gestaltet. Fans wird es freuen, dass Life Is Strange 2 damit einen beliebten Aspekt des Vorgängerspiels wieder aufgreift.

Bisheriges Fazit zu Life Is Strange 2 nach zwei Episoden

Die beiden ersten Episoden von Life Is Strange 2 überzeugen mit der rührenden Geschichte zweier Brüder und ihres großen Abenteuers. Die neuen Schauplätze und Charaktere sind eine willkommene Ergänzung zum Vorgängerspiel. Während Episode 1 aber noch etwas lahmt, wird es mit dem Gebrauch von Daniels Kräften in Episode 2 richtig spannend. Gelungen ist auch der “Interactive Fiction”-Aspekt. Entscheidungen die der Spieler als Sean trifft, ob kleine in Dialogen oder große in entscheidenden Momenten des Spielverlaufs, haben oft folgenreiche Auswirkungen auf Daniel und die weiteren Charaktere. Das vermittelt nicht nur ein hohes Maß an Authentizität, sondern lässt Spieler auch sehr tief ins Geschehen eintauchen.

Entwickler Dontnod Entertainment hat es erneut geschafft ein durch und durch stimmiges Grafik-Adventure zu gestalten. Charaktere, Setting, Drehbuch, Soundtrack und Bildsprache überzeugen! Einem modernen Kult-Klassiker wie Life Is Strange das Wasser zu reichen, ist schwer, aber die Gebrüder Diaz sind auf dem besten Weg, sich ähnlich wie Chloe und Max einen festen Platz in den Herzen der Spieler zu sichern.

Life Is Strange 2: Roads, die erste Episode, ist seit dem 27. September 2018 verfügbar, und Episode 2, mit dem Titel Rules, seit dem 24. Januar 2019. Das Episoden-Adventure kann auf Windows, PlayStation 4 und Xbox One gespielt werden. Mac- und Linux-Versionen des Spiels sollen im Laufe des Jahres folgen.

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Images by Dontnod

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Echo Buttons im Test: Spieleabend und Smart Home mit Alexa

Amazon Echo Buttons Test Collage

Die Echo Buttons sind kleine Buzzer, die sich mit smarten Lautsprechern vom Typ Amazon Echo verbinden und über den Sprachassistenten Alexa bedienen lassen. Die Knöpfe taugen zum einen für interaktive Quiz-Spiele. Zum anderen lassen sich mit ihnen neuerdings auch Smart-Home-Geräte steuern. Zu diesem Zweck habe ich die Echo Buttons in meiner Wohnung in Betrieb genommen und einem ausführlichen Test unterzogen. Lohnt sich der Kauf dieser Gadgets?

Im Test schnell und einfach eingerichtet

Die Echo Buttons kommen im Zweierpack. Jeder ist vier Zentimeter hoch und hat einen Durchmesser von 7,5 Zentimetern. Auf der Oberseite befindet sich die einzige, buzzerartige Taste des Gadgets. Die Einrichtung ist relativ einfach: im Lieferumfang befindliche Batterien einlegen und Alexa bitten nach Echo Buttons zu suchen. Infrage kommen Lautsprecher wie der große Amazon Echo aber auch der kleine Echo Dot.

Nun bittet Alexa euch den Button für zehn Sekunden zu drücken, bis das Licht orange leuchtet und schon ist die Verbindung hergestellt. Die verbaute LED ist ziemlich hell und lässt den Button in bunten Farben leuchten. Nun habt ihr zwei Möglichkeiten die Buttons zu nutzen: zum Spielen oder um Smart-Home-Routinen zu starten.

Spieleabend 2.0

Wenn ihr mit Alexa und den Echo Buttons spielen wollt, könnt ihr aus über 30 Spielen wählen. Alle verfügbaren Spiele sind gratis und lassen sich als Alexa Skill installieren. Mein Favorit im Test war der Klassiker „Trivial Pursuit“, der dem Original ziemlich ähnelt.

Um zu spielen, bittet man Alexa Trivial Pursuit zu starten. Daraufhin fragt sie, wie viele Spieler mitspielen wollen. Jeder Spieler benötigt einen Button und wird aufgefordert, diesen einmal zu drücken, um das Spiel zu starten. Nun liest Alexa Fragen aus den bekannten Kategorien von Trivial Pursuit vor und die Buttons leuchten in den entsprechenden Farben. Wer die Antwort auf eine Frage weiß, drückt seinen Button und kann Alexa anschließend die Antwort nennen.

Echo Buttons Alexa Skill Trivial Pursuit
Auf dem Echo Show den Alexa Skill Trivial Pursuit herunterladen und mit den Echo Buttons verknüpfen – dann läuft der Spieleabend 2.0. Image by Timo Brauer

Bereits nach der ersten Runde hat man das Spielprinzip verstanden und wer Trivial Pursuit noch als Brettspiel kennt, muss sich nicht viel umgewöhnen. Insgesamt sind die Spiele mit den Echo Buttons kurzweilig und ein lustiger Zeitvertreib mit mehreren Leuten.

Per Knopfdruck zum Smart Home

Wenn ihr Smart-Home-Geräte mit eurer Alexa steuert, oder sogar schon Routinen in der Alexa-App eingerichtet habt, so könnt ihr diese mit den Echo Buttons ausführen. Legt dazu einfach, falls noch nicht geschehen, eine Routine in der Alexa-App an und wählt bei der Option „wenn folgendes passiert“ „Echo Button“. Dann fordert die App euch auf, den gewünschten Button zu drücken und ihr könnt auswählen, was auf Knopfdruck passieren soll.

Da die Buttons relativ robust sind, stehen euch hierbei viele Einsatzszenarien offen. Ich habe beispielsweise einen Button neben meiner Wohnungstür auf dem Boden platziert. Dadurch kann ich mit einem Fuß beim Verlassen der Wohnung alle Lichter ausschalten und die Heizung runterdrehen.

Echo Buttons Alexa App Routine
In der Alexa-App lässt sich sehr schnell und einfach eine Routine mit den Echo Buttons verknüpfen. Image by Timo Brauer

Aber auch ohne ein smartes Zuhause, lassen sich die Echo Buttons in Routinen einsetzen. So könnt ihr auch Musik abspielen lassen, einen Podcast oder Nachrichten starten oder Alexa einen Wecker stellen lassen.

Test-Fazit: Amazon Echo Buttons als praktische Ergänzung im Alexa-Zuhause

Die Echo Buttons sind dank des großen Spieleangebotes ein unterhaltsames Gadget für alte und junge Spielefreunde. Durch die neue Möglichkeit mit den Buttons auch Routinen und Smart-Home-Geräte zu steuern, sind sie außerdem für Smart-Home-Nutzer einen Blick wert. Einrichtung und Bedienung sind einfach, der Nutzen im Alltag ist groß. Für einen Preis von rund 20 Euro im Doppelpack kann man nicht viel falsch machen.

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Images by Timo Brauer

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Stylisch und verspielt: Ultramobiler Gaming-Laptop Razer Blade Stealth im ersten Eindruck

Razer Blade Stealth 2019 Hands-On

„Stealth“ steht im Gaming-Jargon für eine Spielweise, bei der man nicht unter Gebrüll mit der Tür ins Haus fällt, sondern diskret seine Wucht entfaltet. Mit der Produktlinie namens Blade Stealth hat Hersteller Razer dieses Prinzip auf Gaming-Laptops übertragen. Äußerlich gehen die handlich und minimalistisch designten Mobilrechner im 13-Zoll-Format als Business-Laptop durch, während sich im Inneren große Rechenpower Bahn bricht. Nach der Premiere Anfang 2016 folgt jetzt die Fortsetzung. Das aktualisierte Modell Razer Blade Stealth 13 (2019) startet jetzt in den Handel. Wir konnten uns bereits vorab einen ersten äußeren Eindruck bilden.

Kantigeres und kompaktes Design

Der neue Razer Blade Stealth legt die geschwungene Linienführung des Originals ab und übernimmt die kantige Design-Sprache, die die Smartphones und Laptops von Razer seit 2017 prägt. Dabei wirkt das Gerät keinesfalls sperrig. Mit einer Bauhöhe von 14,8 Millimeter ist das Razer Blade Stealth (2019) für ein rechenstarkes Gaming-Modell sehr schlank. Außerdem ist das Gehäuse in der Breite um 16,4 Millimeter geschrumpft, weswegen es einen nochmals kompakteren Gesamteindruck als das des Originals von 2016 abliefert.

In der Hand fühlt sich das Razer Blade Stealth (2019) überraschend leicht an. Obwohl das Gehäuse aus einem CNC-gefrästen Aluminium-Block besteht, belastet es mit nur etwa 1,3 Kilo das Handgepäck nicht. Razer will sich eigenen Angaben nach durch eine besonders hochwertige Verarbeitung von Wettbewerb im Gaming-Bereich abheben und auch Business-Nutzer ansprechen. Dabei hat der Hersteller für unseren Geschmack einen guten Kompromiss aus Robustheit und Handlichkeit getroffen. Schade jedoch, dass die mattschwarze eloxierte Oberfläche schnell verschmiert, wenn auch längst nicht stark wie Klavierlack oder Glas.

Display mit vielen Pixel und wenig Rand

Den Trend zu möglichst randlosen Displays greift Razer beim neuen Blade Stealth auf und fasst den Bildschirm in einen nur 4,9 Millimeter schmalen Rahmen ein. Allerdings schummelt der Hersteller bei diesem prestigeträchtigen Merkmal und verschlankt nur drei Seiten, während die untere Seite sogar breiter als bei vielen anderen Laptops ist! Über diesen seltsamen optischen Eindruck können wir nur deshalb hinwegsehen, weil das Display ansonsten eine Augenweide ist.

Sowohl die mattierte FullHD-Variante (1.920 x 1.080 Pixel) als auch die touchfähige und spiegelnde Alternative mit 4K-UHD-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) machen jeweils auf ihre eigene Weise eine gute Figur. Die 4K-Option richtet sich an Kreative, beispielsweise an Fotografen, die möglichst präzise auf Pixelebene arbeiten wollen. Dafür trüben beim mattierten FullHD-Display keine Reflexionen den Blick. Außerdem leuchtet es deutlich heller als die höheraufgelöste Variante und übertrifft in unserem Direktvergleich auch die Leuchtkraft des Vorgängermodells. Die Farbdarstellung und Blinkwinkelstabilität wirkten auf uns in beiden Fällen einwandfrei. Denn selbst von der Seite betrachtet, stellt sich kein Grauschleier ein.

Razer Blade Stealth 2019 Hands-On
Der Rand oben und an den Seiten ist sehr schmal. Erstmals hat Razer eine Kamera für Windows Hello in einen Laptop eingebaut. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Für zusätzliche Sicherheit und mehr Komfort beim Entsperren, hat Razer über dem Display im Blade Stealth erstmals eine Infrarot-Webcam mit der Gesichtserkennung Windows Hello verbaut. Beim Microsoft Surface Pro hat uns diese Lösung bisher gut gefallen, beim Razer-Gerät konnten wir sie aber noch nicht ausprobieren.

Viel Leistung für Business und Gaming

Was das Razer Blade Stealth 2019 in Sachen Bild und Ton bei grafisch aufwendigen Spielen auf die Beine stellt, konnten wir nicht testen. Während des Präsentationstermins lagen laut Razer noch nicht alle Treiber für die Grafik und die vier eingebauten Dolby-Atmos-Lautsprecher vor.

Auf dem Papier sind die Leistungsdaten jedoch respektabel. Unter der Haube rechnet ein Intel-Prozessor vom Typ Core i7 (8565U) der 8. Generation (Whiskey Lake). Darüber hinaus können Käufer zwischen drei Konfigurationen wählen.

Das Basis-Modell bietet neben dem FullHD-Display einen Grafikchip vom Typ Intel Graphics UHD 620, eine Festplatte mit 256 GB und 8 GB Arbeitsspeicher (2133 MHz Dual-Channel Memory). Damit eignet es sich weniger fürs Gaming und eher für den produktiven Einsatz.

Für grafisch etwas aufwendigere Spiele gedacht, sind zwei weitere Modellvarianten mit doppelt so viel Arbeitsspeicher (16 GB) und je einem zusätzlichen Grafikchip vom Typ Nvidia Geforce MX150 (25W) mit 4 GB DDR5-Arbeitsspeicher. Dabei handelt es sich um Grafiklösungen aus dem Einstiegsegment. Der Festplattenspeicher ist ebenfalls schneller und größer. Außerdem wird diese Ausstattung einmal mit einem FullHD und einmal mit einem 4K-Touchdisplay komplettiert.

Vorbildlich anschlussfreudig

Die Konnektivität lässt bei allen drei Modellvarianten keine Wünsche offen. So unterstützt einer von zwei USB-C-Steckplätzen Thunderbolt 3 mit vier PCI-Express-Lanes für Geschwindigkeiten von bis zu 40 Gbps. Mittels USB-C lässt sich zudem der 53,1-Wh-Akku mit Strom laden. Ein 65W starkes USB-C-Netzteil gehört zum Lieferumfang.

Razer Blade Stealth 2019 Hands-On
Viermal USB, darunter auch einmal Thunderbolt 3, sowie ein Klinkenstecker – das Razer Blade Stealth ist vorbildlich ausgestattet.

Da MX-Grafikkarten von Nividia kein Highend-Gaming ermöglichen, können besonders anspruchsvolle Spieler über Thunderbolt 3 außerdem Razer Core, eine Box für externe Desktop-Grafikkarten, mit dem Blade Stealth koppeln. Dadurch lassen sich besonders leistungsstarke Chips in das Windows-10-System einbinden. Ferner sind zwei Schnittstellen vom Typ USB-A und ein 3,5-Millimeter-Komboanschluss an Bord.

Viel Akku, nicht ganz so bunte aber gute Tastatur 

Bis zu 13 Stunden soll der eingebaute Akku ohne Steckdosenkontakt durchhalten, wobei Razer nicht erklärt, unter welchen Einsatzbedingungen dieser interne Messwert zustande gekommen ist. Dass der Akku aber soviel hergibt, soll auch daran liegen, dass die Tastatur auf eine nicht ganz so ausgefeilte Hintergrundbeleuchtung wie andere Razer-Laptops setzt. Zwar können die LEDs immer noch 16,8 Millionen Farbnuancen darstellen, aber dies nur einheitlich über das ganze Keyboard hinweg. Unterschiedliche Farbkombinationen unter jeder einzelnen Taste sind nicht möglich.

Razer Blade Stealth 2019 Hands-On
Die Tastatur bietet gute Office-Qualitäten und ist farbig beleuchtet. Vernachlässigbar: Verschiedene Farben für jede Taste gleichzeitig sind nicht mehr möglich. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Trotzdem sieht das beleuchtete Keyboard schick aus und bietet ungeachtet des Schauwerts ein gutes Schreibgefühl. Ein knackiger Druckpunkt und ein relativ tiefer Hub ermöglichen präzises Tippen. Zusammen mit dem großen Glas-Touchpad lässt sich das Razer Blade Stealth 13 (2019) im Business-Alltag angenehm bedienen.

Preis und Verfügbarkeit des Razer Blade Stealth 13 (2019)

Rund 1.500 Euro, 1.700 Euro und 2.000 Euro ruft Razer für die drei Varianten des neuen Modells Razer Blade Stealth 13 (2019) auf. Zu diesen Preisen erhalten Käufer bei anderen Marken zum Teil deutlich mehr Grafik- und Rechenleistung. Allerdings müssen sie dann auf so ein vortreffliches Display in einem so kompakten und edlen Gehäuse im 13-Zoll-Format verzichten. Insofern schnürt Razer ein preislich attraktives Laptop-Paket für den Office-, Kreativ- und Gaming-Einsatz, wobei das Spielen aber nicht ganz im Vordergrund steht, wie bei anderen Blade-Rechnern.

Das Razer Blade Stealth 13 (2019) ist bereits im Hersteller-Shop gelistet und kommt jetzt nach und nach in den Handel.

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M7M Esport Factory – Deutschlands erstes E-Sport-Zentrum

Wenn sich in Südkorea tausende Fans in einem ausverkauften Stadion versammeln, folgen sie nicht unbedingt einem Ball. Der E-Sport, das kompetitive Gaming, ist bei den Südkoreanern ein großes Ding. Profis werden wie Popstars gefeiert und die sogenannten PC-Bangs, praktisch Internet-Cafés, finden sich an so ziemlich jeder Ecke.

Zwar zeigt sich der E-Sport auch hierzulande immer weiter im Aufwind, doch die E-Sport-Infrastruktur lässt stark zu wünschen übrig. Mit der M7M Esport Factory entsteht nun Deutschlands erstes Zentrum für den E-Sport.

Auf den insgesamt 1.200 Quadratmetern Grundfläche entsteht ein Bootcamp für Teams mit Übernachtungsmöglichkeiten und Catering. Damit auch die körperliche Fitness nicht zu kurz kommt, verfügt die Esport Factory auch über einen Fitnessraum mit Geräten zum Kardio- und Kraft-Training, sowie eine angrenzende Dusche. Darüber hinaus gibt es auch genug Platz für Tischkicker, Konsolen Fights und andere Entspannung.

Auch für Esport-Produktionen interessant

Nicht nur E-Sport-Teams dürfen sich über eine professionelle Umgebung freuen. Auch für Events und Videoproduktionen ist die Esport Factory ausgestattet. Die Bühne im unteren Bereich lässt Anmoderationen vor Publikum, Interviews im Outdoor-Bereich und 1on1-Setups mit eingebundenen Spielerbildern zu. Außerdem verfügen die Räumlichkeiten über drei separate Studios, die auch im Verbund nutzbar sind.

Studio A bietet mit 80 Quadratmetern eine modulare Studiofläche, die sich nach Kundenwünschen anpassen lässt. Eine großzügige Traversenkonstruktion sorgt zudem für ideale und individuelle Beleuchtung. Studio B ist kleiner aber dank einer TV-Rückwand bestens dafür geeignet, laufende Produktionen live zu begleiten. Beide Studios bieten eingelassene Fenster für Blickkontakt zwischen Regie und Studio. Das kleine Studio C soll mehr für Livestreaming oder Produktpräsentation ausgelegt sein.

Im vollausgestatteten Tonstudio lässt sich außerdem der Ton professionell abmischen und die Produktion durch Soundeffekte oder extra produzierte Jingles und musikalische Untermalungen abrunden.

Auch interesssant für Turnier-Veranstalter: die Esport Factory muss nur wissen, wann und wie das Turnier ablaufen soll. Um den reibungslosen Ablauf, das Catering und auf Wunsch auch den Shuttleservice zum Hotel kümmert sich dann die Esport Factory.

Erstes großes Event steht fest

Auf Facebook hat die Esport Factory bereits bekannt gegeben, mit dem Finale der UML (United Masters League) ein CS:GO-Event mit Topteams aus Europa auszutragen. Dort geht es dann um einen Preispool von stattlichen 150.000 US-Dollar.

Bei Erfolg der Einrichtung stehen übrigens noch weitere 6.000 Quadratmeter optionierte Hallenfläche in Aussicht.

Das Buch „Bildschirm-Athleten: Das Phänomen E-Sports“ auf Amazon (Provisionslink)


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Diablo Immortal: Eine Fankultur in Gefahr

Starcraft, Warcraft, Overwatch und Diablo sind Marken, bei denen viele Gamer auch heute noch leuchtende Augen bekommen. Während andere Hersteller im jährlichen Rhythmus einen neuen Teil ihrer Cashcows veröffentlichen, sind Blizzard-Spiele langfristiger ausgelegt und Nachfolger etwas Besonderes.

Blizzard Entertainment ist fast schon eine Art Apple der Computerspiele. Die BlizzCon, eine Blizzard-eigene Spielemesse, ist jedes Jahr mit 26.000 Besuchern ausverkauft. Heiß erwartet sind vor allem Ankündigungen zu Updates oder neuen Spielen des kalifornischen Spieleentwicklers.

Diablo Immortal erntet Shitstorm

Dieses Jahr geriet die größte Ankündigung der Messe allerdings zum größten Debakel der BlizzCon-Geschichte. Vor einem Publikum aus eingefleischten PC-Spielern, verkündete einen Mobile-Ableger der Traditionsserie Diablo. Die sonst übliche Begeisterung blieb bei Diablo Immortal aus und beim anschließenden Diablo-Panel entlud sich die Enttäuschung auch in Buhrufen. Es kam sogar die Frage auf, ob die Ankündigung ein verspäteter Aprilscherz sei. Die Anspielstationen für das neue Spiel blieben ebenso ungewohnt leer.

Auch der Trailer ist zum Ausdruck des Entsetzens über Blizzards vermeintliche Neuorientierung geworden. Am 8. November standen auf YouTube 20.000 Likes ganzen 531.000 Dislikes gegenüber. Die Bewertung ist nicht der Maßstab für das Gezeigte – der Trailer wirkt für ein Mobile-Game tatsächlich sehr ansprechend – sondern ist vor allem ein Ausdruck der Fans über ein Studio, dass seine treusten Anhänger im Regen stehen lässt.

Blizzard hätte es wissen müssen

Eigentlich hat Blizzard ein dankbares Publikum für Ankündigungen. Die Fans zahlen viel Geld, um jedes Jahr ihre Lieblingsspiele zu feiern und freuen sich über neue Inhalte und Spiele. Entsprechend war Blizzard völlig überrumpelt von der Reaktion und selbst auf der Bühne war man teilweise völlig aus dem Konzept.

Dabei hätte so ziemlich jeder Fan oder Gamingexperte genau diese Reaktion vorhersagen können. Außerdem ließ Blizzard schon im August verlauten, an mehreren Diablo-Projekten zu arbeiten. Fans erhofften sich daher schon ein Diablo 4 oder zumindest neue Inhalte für Diablo 3. Hätte man den Diablo Immortal-Trailer als Ergänzung zu einem neuen PC-Diablo gebracht, wäre der Aufschrei nicht so groß gewesen. Nun haben viele Fans das Gefühl übergangen worden zu sein.

Mobilmarkt ist riesig

Aus Geschäftssicht kann man Blizzard die Expansion auf den Mobilmarkt nicht einmal übel nehmen. Vor allem in China ist Mobile Gaming beliebt. Daher arbeitet Blizzard für Diablo Immortal auch mit dem chinesischen Spieleentwickler NetEase Games zusammen – die übrigens auch mit CCP an einem mobilen Ableger von EVE Online arbeiten.

Diablo Immortal wird übrigens nur der Anfang einer größeren Kampagne sein. Gegenüber dem Magazin Digitial Trends verriet Allen Adham, Mitbegründer von Blizzard Entertainment:

„Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, kann ich sagen, dass wir große Pläne für den Mobilbereich haben. Es ist eine große Initiative für Blizzard und ihr könnt zu einem bestimmten Zeitpunkt erwarten, weitere Mobile-Spiele von uns zu sehen, die alle unsere Marken umfassen.“

Gelebte Fankultur. Fans erscheinen in teils spektakulären Kostümen | Image by Blizzard Entertainment

Auf die alten Fans nicht angewiesen

Da der Mobilmarkt ein riesiges Potential bietet und in den nächsten Jahren noch weiter wachsen wird, könnten die Mobilspiele trotz des Shitstorms ein kommerzieller Erfolg für Blizzard werden. Eine Kursänderung bedeutet aber auch eine Veränderung der Fankultur.

Blizzard Entertainment gilt als eines der wenigen Studios, die vor allem PC-Spiele entwickeln. Auch genoss das Studio bislang großes Vertrauen in die Qualität, dass die Kaufentscheidung für Fans selten von irgendwelchen Tests abhing. Blizzard ist eine Art Güte-Etikett und die Spiele verkaufen sich allein schon wegen des Entwicklers. Spieler von World of Warcraft und Konsorten lieben ihre Marken mit einer Fankultur, die wirklich beispiellos ist. Die BlizzCon selbst, stets ausverkauft und mit vielen verkleideten Fans, ist das beste Beispiel.

Mit einer Neuausrichtung Blizzards steht diese Fankultur auf dünnem Eis. PC-Spieler sehen selbst Spielekonsolen oft kritisch und haben zu Mobilspielen noch mehr Distanz. Blizzard muss es schaffen, auch die alteingesessenen Spieler wieder zu erreichen, damit diese Spieler sich nicht gänzlich abwenden.

Warcraft 3: Reforged gab immerhin für Warcraft-Fans einen Grund zur Freude. Allerdings ist es auch „nur“ ein Remake des letzten Teils – für das übrigens auch alte Karten und Mods größtenteils funktionieren sollen. Da Warcraft 3 mittlerweile mehr als 15 Jahre auf dem Buckel hat, ist das Remake zumindest ein willkommenes Lebenszeichen für Strategie-Fans.

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So war es auf der PLAY18

Gaming ist mittlerweile in großen Teilen der Gesellschaft akzeptiert und auch die Gamescom kann immer wieder neue Rekordzahlen bei den Besuchern melden. Dort dominieren aber die großen Hersteller. Zwar gibt es dort mittlerweile auch eine Ecke für Indiespiele, trotzdem geht Innovation im Schatten der Massentauglichkeit unter. In Hamburg fand dafür die PLAY18 statt, eine vergleichsweise kleine Veranstaltung, die den Beinamen „Creative Gaming Festival“ trägt.

Spielend die Zukunft verändern

Bereits am Donnerstag bekam ich eine Führung durch die Ausstellung der PLAY18, in der verschiedene kreative Spiele zur Verfügung standen. Unter dem diesjährigen Motto „Ready Game Change – Create a new tomorrow“ deckten die Spiele Themen wie Gentrifizierung, Arbeitslosigkeit, Migration, Überwachung und Revolutionen ab.

In „RIOT – Civil Unrest“ wurden beispielsweise Demonstrationen in Echtzeit spielbar. Jeweils zwei Spieler übernahmen die Rollen von Demonstranten und Einsatzkräften. Mit Mitteln wie Handwaffen bis hin zu Gasgranaten war das Spiel nicht nur ziemlich unverblümt – es bewertete am Ende zudem noch das Verhalten beider Seiten.

In „Not Tonight“ wurde das Thema Brexit auf dystopische Art in Angriff genommen. Als EU-Bürger wird man plötzlich zum Ausländer und landet im Umsiedlungsblock B. Dort müssen wir hart als Türsteher arbeiten, um eventuell doch noch im Land bleiben zu dürfen. In eine ähnlich humorvolle Kerbe schlägt „Get Bad News“, wo ihr Fakenews verbreiten müsst. Der Clou dabei: Übertreibt ihr es, werdet ihr zu unglaubwürdig.

Neben Zukunfts- und Gesellschaftsthemen gab es auch einfach verdammt kreative Spiele. Im Spiel „The Book Ritual“ mussten Seiten aus Büchern bemalt und geschreddert werden – wofür aber auch wieder neues entsteht. In „Höme Improvisation“ durften die Spieler digital Möbel zusammenbauen – allerdings ohne Anleitung. Die kreativste Auslebung gab es allerdings in der „Micro Game Factory“, in der man die Spielfeder selbst auf Papier gemalt hat. Mit Kamera und Projektor wurde das gemalte Spiel dann zum Leben erweckt.

Beim Spiel „The Book Ritual“ dürft ihr den Papierschredder mit leckeren Buchseiten füttern.

Die großen Schülermassen

Als ich am Freitag dann zum ersten offiziellen Tag der PLAY18 ging, fühlte ich mich erst einmal deplatziert. Es war ein Wochentag und noch vergleichsweise früh, sodass vor allem Schulklassen auf der Veranstaltung zu finden waren und ich mich selbst mit meinen 30 Jahren ungewohnt alt fühlte. Allerdings war das Programm auch sehr gut auf Schulklassen zugeschnitten.

Im „Studio Zukunft“ konnten Besucher in fünf Stationen ihr eigenes Spiel designen. In den Zelten ging es um die Themen Storytelling, Character Design, World Building, Game Design und Spielecontroller. Neue Welten konnten mit Minetest entwickelt werden, einem kostenlosen Minecraft-Klon. Die Spielecontroller konnten aus Elektroschrott hergestellt werden und das Storytelling wurde in Form von Textadventures mit Twine geschrieben.

Neben dem Studio Zukunft gab es auch zahlreiche Workshops. Dafür ging es in die Räumlichkeiten der angrenzenden Jugendbibliothek – eine ziemlich kuriose Umgebung für eine Gaming-Veranstaltung. Unter anderem gab es einen Workshop zu Let’s Plays. Unter dem Thema „Ready Play Change“ ging es allerdings um Let’s Plays von Spielen mit politischem oder gesellschaftlichem Fokus.

Die Stationen des „Studio Zukunft“ waren jeweils in Zelten aufgebaut, in denen man an seinen eigenen Spiele-Ideen arbeiten konnte.

Eine spielbare Show

Mich selbst trieb es aber mehr an die Bühnen. Neben dem schon länger feststehenden Programm auf der Hauptbühne gab es dieses Jahr erstmals die Speaker’s Corner. Dort konnten sich selbst während der Veranstaltung Speaker für freie Slots melden. Die Themen reichten von Diversität in Spielen über rechtliche Auseinandersetzungen zwischen Serverbetreibern bis hin zur Vorstellung eines Gaming-bezogenen Theaterstückes vom Fundus Theater.

Auf der Hauptbühne sah ich noch den Rest des Artist Talks mit OddNina, die als Bloggerin und Streamerin im Netz unterwegs ist. Unter anderem erzählte sie von der Wichtigkeit, trotz aller Community-Nähe noch eine gewisse Privatsphäre aufrecht zu erhalten. Wie nah sie trotzdem ihrer Community ist, zeigt sich an kuriosen Geschenken, die sie von ihren Zuschauern erhält – sogar selbstgebrautes Bier bekam sie schon zugeschickt.

Richtig gespannt war ich aber auf die Incredible Playable Show. Alistair Aitcheson, übrigens auch der Schöpfer des lustigen Schredderspiels, hat Spiele programmiert, die das ganze Publikum als Kollektiv meistern muss. Mit guter Laune, Charme und Witz bricht der Brite schnell das Eis und drückt einem Zuschauer einen Barcode-Scanner in die Hand. Shirts mit Barcodes auf der Vorderseite wirft Aitcheson auch noch ins Publikum. Mit dem Scanner müssen unter Zeitdruck möglichst viele Paare Memory-artig gescannt werden. Bald schon hilft das ganze Publikum mit, die richtigen Pärchen zu finden.

Später werden Farben durch den Raum gerufen und aufblasbare Fische und Gurken fliegen durch die Menge. Es ist keine Show, bei der man nur gemütlich herumsitzt und zuschaut – manche schaffen es,  sich ums Mitmachen zu drücken, aber am Ende hat fast jeder im Publikum zum Erfolg oder Misserfolg der Spiele beigetragen.

In der „Incredible Playable Show“ flog auch so manches aufblasbares Gemüse durchs Publikum

Mach mir den Larry

Deutlich ruhiger wurde es später, als es um das neue Larry-Spiel ging. Maurice Alain Hagelstein, einer der Autoren des Spiels, war zum Talk auf der Bühne geladen. Wie lässt sich ein Spiel wie „Leisure Suit Larry“ in Zeiten von #MeToo überhaupt noch machen? Mittlerweile waren die Schulklassen langsam im Wochenende – was angesichts des Themas vielleicht auch besser war. Allerdings kam es zur amüsanten Erkenntnis, das kaum einer der Anwesenden seine erste „Larry-Erfahrung“ im Erwachsenenalter hatte.

Nach der sehr anregenden Diskussionsrunde, in der auch kurze Ausschnitte des Spiels gezeigt wurden, hieß es für mich dann Abschied nehmen. Ein wenig traurig war ich schon, am Samstag keine Zeit gehabt zu haben. Zwar hätte ich mir die PLAY18 gerne etwas größer gewünscht, aber die Impulse des Creative Gaming Festivals waren äußerst interessant. Ich bin schon gespannt, mit welchen Themen die PLAY18 im nächsten Jahr aufwartet.


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Red Dead Redemption 2 im Test: Der wilde Westen lebt

Mein Name ist Arthur Morgan. Unsere Bande hat in der Stadt Blackwater einen herben Schlag einstecken müssen. Auf der Flucht vor den Pinkertons haben wir uns in die Berge gerettet. Dutch, unser Anführer, gibt sein Bestes, um alle durchzubringen, doch das Wetter macht uns zu schaffen. Es ist Mai und doch lassen Schneestürme die Grizzlies West im Schnee versinken. Zum Glück haben wir einen Unterschlupf gefunden, in dem unsere Gruppe die kommenden Tage überstehen kann.

Red Dead Redemption 2 wirft uns zu Beginn gleich in den unwegsamen Norden. Keine Kakteen, keine Windhexen, die die Wege entlangrollen. Stattdessen stapfen wir in den Anfangsstunden durch tiefen Schnee und sorgen dafür, dass die Gruppe irgendwie durchkommt. Schon zu Beginn wird deutlich: Dieses Spiel ist nichts für Liebhaber rasanter Action. Ihr werdet eine Menge Zeit auf den Pferden und mit Gesprächen verbringen. Red Dead Redemption 2 kann sich diese Entschleunigung allerdings auch leisten, da es einfach genial umgesetzt ist.

Am Anfang kämpft sich Arthur Morgan durch den tiefen Schnee der Berge.

Die Bande ist unsere Familie

Red Dead Redemption 2 hat eher etwas von einer Serie als von einem Film. Dreh- und Angelpunkt dieser „Serie“ ist das Lager unserer Diebesbande. War man im Vorgänger noch meist alleine unterwegs, ist man hier Teil einer Gemeinschaft.

Allgemein ist die Bande rund um Dutch Van der Linde ein genialer Schachzug von Rockstar Games, da sie einen tollen Bezugspunkt zur Entwicklung der Story bietet. Die Aufträge schicken uns immer wieder mit einzelnen Mitgliedern der Bande auf Reise. Nach und nach lernen wir so unsere Weggefährten kennen und lieben. Die Gruppe wird dabei angenehm lebendig inszeniert. Schauen wir zwischendurch im Lager vorbei, kommt immer wieder jemand auf uns zu. Wir erfahren, wem wir helfen können und wo sich ein lohnenswertes Ziel befinden könnte. Während der Gespräche können wir uns sogar gemütlich durchs Lager bewegen.

Wollen wir dann einen Auftrag starten, müssen wir die jeweilige Person ins Visier nehmen und die Kommunikation beginnen. Auch wenn wir eine Quest starten, fängt sie angenehm aus dem Leben heraus an. Die Charaktere stehen nur selten sinnlos in der Landschaft herum in der Hoffnung, dass Arthur sich mal blicken lässt. Stattdessen sind sie meist inmitten einer Tätigkeit.

Der Detailgrad der Charakterstudien ist dabei einzigartig. Jeder hat seine eigene Art zu reden, eine andere Gestik, andere Ziele und Träume. Das ist keine Gruppierung gleichartig gesinnter Charaktere und nicht alle werdet ihr mögen. Trotzdem sitzen alle im selben Boot und tragen ihren Teil zur Gemeinschaft bei, ob von Herzen oder eher widerstrebend.

Bei einem Fest im Lager habe ich etliche Minuten zugebracht, einfach nur zu beobachten, was passiert. Kleine Gruppen finden sich im Lager, singen Lieder und tanzen zur Musik. Zwei entfliehen später sogar ins Zelt, um intimer zu werden. Diese Geschichten geschehen passiv, ohne dass wir selbst aktiv Dialoge führen. Wo in anderen Spielen alles nur über unseren Charakter geschieht, zeigt die Van der Linde-Bande ein Eigenleben, das gelegentlich einfach zum Zuschauen einlädt.

Im Camp wird gefeiert. Am Feuer kommen alle zusammen bei Musik und Alkohol.

Mein bester Freund, das Pferd

Der wichtigste Begleiter ist allerdings nicht Vaterfigur Dutch, sondern das Pferd an unserer Seite. Nicht nur, dass es uns durch die Welt trägt – das Pferd ist auch unser mobiles Lager. Wir können nur eine begrenzte Anzahl Waffen mit uns herumtragen. Der Rest wird bei unserem Pferd gelagert, ebenso wie diverse Ausrüstung. Erlegte Tiere oder deren Felle werden sogar sichtbar über das Pferd gelegt. Kochen lassen sich die Tiere am Lagerfeuer, das ebenfalls über das Pferde-Menü aufgebaut wird.

Die Beziehung zum Pferd hat zudem Einfluss auf seine Werte wie Gesundheit, Geschwindigkeit oder Ausdauer. Das Pferd ist somit nicht einfach austauschbar, da wir zu einem neuen Pferd erst wieder eine Bindung aufbauen müssen.

Das Pferd lässt sich auch optisch den eigenen Wünschen anpassen. Wir können beispielsweise Schweif und Mähne unseres Begleiters frisieren oder auch den Sattel sehr frei gestalten. Allgemein lässt sich in Red Dead Redemption 2 vieles anpassen. Dazu gehört die Kleidung genauso wie die Frisur des Protagonisten und sein immer größer werdendes Waffenarsenal.

Red Dead Redemption 2 ist fast schon zu detailverliebt

Manchmal stellt sich die Detailverliebtheit sogar selbst ein Bein. Es ist schon beeindruckend, wenn im Lager ein Lied gesungen wird und die unterstützenden Handbewegungen des Sängers genau so aussehen, wie man es sich auch in echt vorstellen würde. Beim Plündern eines Hauses wird es hingegen anstrengend, wenn jeder Schrank erst geöffnet und die Gegenstände einzeln in recht langsamer Bewegung herausgenommen werden.

Auch beim Kochen müssen wir für jedes Stück Fleisch eine längere Animation erdulden und Pokerspiele bieten kaum Möglichkeiten, das Mischen oder Kartenausteilen zu verkürzen. Doch selbst am Spieltisch hat man nie das Gefühl, gegen Klone zu spielen. Es entsteht auch Smalltalk und die Spieler scheinen unterschiedliche Spielweisen zu haben.

Das größte Manko von Red Dead Redemption 2 ist die Steuerung. Vor allem das Auswahlrad des Pferdes gerät zur Tortur, wenn man mit L1 das Menü aufrufen muss, mit R1 in die Gebrauchsgegenstände geht, L1 weiter gedrückt halten halten muss und erst loslassen darf, wenn man mit dem Stick den Gegenstand ausgewählt hat. Die Steuerung wirkt für den Umfang und die Entwicklungszeit dieses Spiele-Kolosses einfach unangenehm unausgegoren. Unspielbar ist die Bedienung trotzdem nicht und geht mit der Zeit auch ins Muskelgedächtnis über.

Rhodes ist eines der zahlreichen Siedlungen in Red Dead Redemption 2

Perfekte Vertonung, aber nicht auf Deutsch

Viel Liebe zum Detail wurde auch in die Vertonung des Spiels gesteckt. Mehr als 1.000 Synchronsprecher hauchen selbst den belanglosen NSCs mit ihren Stimmen Leben ein.. Schon aus dem Ton der Stimme lässt sich oft schon auf Stimmung oder Verhältnis zwischen Charakteren schließen. Dialekte und Slangs geben den Charakteren auch hörbare Ecken und Kanten.

Nur leider ist dieser Genuss nur im Originalton zu hören. Wer des Englischen nicht all zu mächtig ist, muss auf die Untertitel zurückgreifen. Schade, dass ein Spiel mit diesem Produktionsaufwand nicht noch ein bisschen Geld für die wichtigsten Lokalisierungen in die Hand nimmt.

Die Welt, der eigentlich Star

Die Narrative des Spiels ist schon eine Klasse für sich. Die Story überzeugt mit interessanten Charakteren, perfekten Charakterstudien, abwechslungsreichen Aufträgen und unerwarteten Wendungen. Selten sah ich ein Spiel, das trotz offener Welt den erzählerischen Anspruch von Filmen, Serien oder gar Büchern derart ebenbürtig ist. In dieser Hinsicht schlägt es sogar The Witcher 3: Wild Hunt, auch wenn der Hexer viel mehr Einfluss durch Dialogoptionen bot.

Der eigentlich Star von Red Dead Redemption 2 ist trotz der starken Geschichte die Spielwelt. Rockstar Games hat einfach ein Händchen für lebendige Welten und hat sich in ihrem Western-Epos erneut übertroffen. Egal ob Steppen, Wälder, Sümpfe, Gebirge oder die große Stadt – die riesige Welt sieht einfach grandios aus. In Red Dead Redemption 2 hat Rockstar Games nochmals eine Schippe draufgepackt. Die Welt ist nicht nur mit einer sehr abwechslungsreichen Pflanzenwelt bestückt, sondern auch von mehr als 200 Tierarten bewohnt. Bei der Jagd müsst ihr zudem nicht nur leise sein, sondern am besten auch die Windrichtung beachten, damit sie euch nicht wittern. Je nach Tierart sind außerdem unterschiedliche Waffen zu nutzen, will man das Fell möglichst wenig beschädigen.

Das Licht taucht unser Lager in eine ganz eigene Stimmung.

Fazit: ein Meisterwerk, aber nicht für alle

Wie gerne würde ich doch eine uneingeschränkte Empfehlung für Red Dead Redemption 2 aussprechen. Die Welt schafft eine noch nie dagewesene Illusion der Realität und das Storytelling ist auf einem Niveau, das seinesgleichen sucht. Doch gerade dieser Detailgrad schmeckt nicht jedem. Hier wird einem kein Fast Food serviert, sondern ein 8 Gänge-Menü oberster Sternekategorie, dessen Geschmacksnuancen man  genießen muss. Wer unkomplizierte Action sucht oder ohne deutsche Sprachausgabe nicht spielen mag, der wird mit Red Dead Redemption 2 nicht glücklich. Wer sich jedoch darauf einlässt, erlebt aber einen Meilenstein der Spielegeschichte, bei dem die etwas hakelige Bedienung den Gesamteindruck nicht schmälern kann. Red Dead Redemption 2 ist die neue Referenz an der sich Open World-Spiele fortan messen müssen.

 

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Die PlayStation 1 kommt zurück!

Für die einen ist es komplettes Neuland, für die 90er-Generation wohl die Nachricht schlechthin! Wer schon vor etwa 24 Jahren die ersten Gaming-Schritte auf der PlayStation 1 gemacht hat, in dem dürften jetzt wohl nostalgische Gefühle aufflackern. Denn wie Sony nun vorgestellt hat, dürfen wir uns auf die klassische PS1 im neuen und kompakten Format freuen!

Wer hat damals auch so unendlich viele Stunden damit zugebracht auf der PS1 zu zocken und mit Crash Bandicoot durch den Dschungel zu laufen oder mit Spyro – dem kleinen lila Drachen – eine Vielzahl an Welten zu durchreisen und gegen das Böse zu kämpfen? Oder seid ihr lieber wilde Autorennen mit Need for Speed gefahren oder habt Autos verfolgt im Kultspiel Driver? Egal, was ihr gerne gespielt habt, ihr könnt es wieder tun. Ab dem 3. Dezember gibt es die PS1 wieder zu kaufen.

In alte Zeiten abtauchen

Die PS1 kommt aber etwas kompakter daher, als wie wir sie bisher kennen. Die Nachbildung ist perfekt, nur ist sie zu 45 Prozent kleiner als ihr Vorgänger aus dem Jahr 1994. Ein Power-, ein Reset- und der Open-Button auf der Oberfläche sind ebenfalls geblieben. Zudem bringt sie einige Überraschungen mit sich, denn kaum einer kann sich vorstellen, dass man Controller noch an ein Gerät anschließen, oder auf einer Memory Card seinen Spielstand speichern muss. Aber tatsächlich ist auch das geblieben: Zwei kabelgebundene Controller, ein HDMI-Kabel, um das Gerät an den Fernseher anzuschließen und eine virtuelle Speicherkarte. Nostalgie-Fans kommen also voll und ganz auf ihre Kosten!

Auch in Sachen Spiele können PS1 Fanatiker noch einmal ihre schönsten PlayStation-Momente durchleben, denn die PS1 hat einige Spiele mit im Gepäck. So können wir uns auf 20 Spiele der original PlayStation freuen, wie unter anderem Tekken 3, Final Fantasy VII oder Jumping Flash. Weitere Spiele sind bisher noch nicht bekannt. Die Auflösung unterstützt 480p bis maximal 720p.

Schnell sein lohnt sich

Es ist noch nicht klar, wie viele Konsolen von Sony produziert werden. Daher lohnt es sich natürlich,  beim Vorbestellen schnell zu sein. Die Konsole erscheint am 3. Dezember und ist schon in sämtlichen Onlineshops wie unter anderem bei Amazon zum Vorbestellen für rund 99 Euro verfügbar.

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Razer Blade 15 – Neues Basismodell mit Ethernet und dualem Speicher

Razer bringt im November ein neues Basismodell für sein Blade 15 auf den Markt. Der Preis des neuen Modells ist deutlich geringer, obwohl Razer dem Blade 15 erstmals einen Ethernet-Anschluss spendiert. Im Gegensatz zu den bisherigen Modellen wird der Speicher in eine SSD (128 GB bzw. 256 GB) und eine HDD (1 TB, bzw. 2 TB) geteilt.

1.699,99 Euro, bzw. 1.879,99 Euro kosten die Varianten des Basismodells.

Mit einer NVIDIA GeForce GTX 1060 Max-Q ausgestattet, reicht die Grafikpower nicht ganz an die teuersten Modelle heran. Diese haben eine GeForce 1070 verbaut, sind aber mit 2.449,99 Euro und mehr deutlich teurer. Auch beim Bildschirm muss bei den Varianten des neuen Modells mit 60 statt 144Hz vorliebgenommen werden. Die Tastatur setzt statt einer Beleuchtung der einzelnen Tasten im neuen Basismodell auf eine Zonenbeleuchtung.

Durch das veränderte Innenleben kommt das neue Blade 15 mit einer preiswerteren Kühlung aus und braucht nur noch ein 180W Netzteil. Die anderen Modelle benötigen 200W, bzw. 230W.

Mit 65Wh statt 80Wh fällt die Akkuleistung des neuen Modells geringer aus. Trotzdem wird die Laufzeit, wie bei den bisherigen Modellen mit bis zu 6 Stunden angegeben.

Insgesamt klingt das neue Basismodell nach einer sinnvollen Ergänzung. Mit Einsparung in einzelnen Bereichen sind die Varianten deutlich günstiger ohne großartig Leistung einzubüßen.

 


Images by Razer

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Project xCloud – Microsoft kündigt Streaming-Dienst für Spiele an

Bereits auf der E3 hat Microsoft angekündigt, neue Wege im Gaming zu gehen. Im Konsolenvergleich mit Sony weit abgeschlagen, soll ein Streaming-Dienst die entstandene Lücke schließen. Eine Art Netflix für Spiele, bei dem man für einen überschaubaren Monatsbeitrag Zugriff auf eine große Bibliothek an Spielen erhält.

In ihrem offiziellen Blog wird Microsoft nun konkret. „Project xCloud“ heißt das neue Projekt, das Spiele auf eine Stufe mit Musik und Filmen bringen soll. Gaming auf Abruf, zu jeder Zeit und auf jedem Gerät. Entsprechend laufen die Spiele auf den Microsoft-eigenen Servern und der Nutzer braucht lediglich ein Gerät zum Empfangen des Bildes. Zudem werden Eingabegeräte oder ein touchfähiger Bildschirm für die Steuerung benötigt.

Öffentliche Tests in 2019

„Die Skalierung und der Ausbau von Project xCloud ist eine mehrjährige Reise für uns. Wir werden 2019 mit öffentlichen Test beginnen, um mit unterschiedlichen Größen und Standorten lernen und dimensionieren zu können“, heißt es im Blog. Als Ziel habe man, Entwicklern eine Plattform zu geben, ihre Spiele hunderten Millionen neuer Spieler über verschiedenste Geräte hinweg zur Verfügung zu stellen. Entwicklern wird es außerdem möglichst einfach gemacht, ihre Spiele auf den Streaming-Dienst zu bekommen.

Eigenes Overlay für Touch-Eingaben

Touchsteuerung von Project xCloud | Bild: Microsoft

Bereits jetzt testet Microsoft intern das neue Streamingprojekt. Die Tests laufen dabei auf verschiedenen Mobilgeräten (Smartphones, Tablets) mit einem angeschlossenen Xbox-Controller oder per Touchsteuerung.

Da die Steuerung der meisten Spiele die Nutzung vieler Tasten, Knöpfe, Sticks und Trigger einschließt, arbeitet Microsoft an einem neuen, spielorientierten Overlay für Touchsteuerung. Das Overlay soll unterschiedliche Geräte unterstützen und dabei möglichst wenig Platz einnehmen. Auch anderen Anforderungen ist sich das Unternehmen bewusst.

Der Herausforderung gewachsen

Für die Herausforderungen einen Streamingdienstes sieht sich Microsoft dank ihrer Cloud-Computing-Plattform Azure bestens gewappnet. Die Azure-Dienste sind in 140 Ländern verfügbar und mit Rechenzentren in 54 Azure-Regionen ist eine starke Infrastruktur vorhanden. Außerdem lässt Microsoft für Project xCloud seine Erfahrung aus dem Konsolenbereich einfließen. Daher stattet Microsoft seine Rechenzentren mit neuen Blades aus, welche die Leistung mehrerer Xbox Ones in sich vereinen.

Project xCloud soll nicht nur Spiele-Streaming in 4G ermöglichen, sondern auch bereit für die schnelleren 5G-Netzwerke sein, sobald der Standard weltweit eingeführt wird. Aktuelle Tests laufen bei einer Übertragungsrate von 10 Megabits pro Sekunde. Allerdings will Microsoft auch bei niedrigeren Bitraten eine hochwertige Spielerfahrung gewährleisten. Das soll zum Beispiel durch Fortschritte in der Netzwerkstruktur und der Videokodierung erreicht werden.

 


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YouTube Gaming wird abgeschafft – und bleibt trotzdem erhalten

2015 erst startete „YouTube Gaming“ – eine neue Internetseite des Videoportals, speziell auf den großen Markt der Gaming-Videos zugeschnitten. Damit wollte YouTube dem auf Livestreaming konzentrierten Konkurrenten Twitch den Kampf ansagen. Der Internetriese Amazon hatte den Streamingdienst erst ein Jahr zuvor übernommen.

Nun, drei Jahre später, verkündet YouTube, seinen Gaming-Ableger März 2019 zu schließen. Dem Spielesektor den Rücken kehren will YouTube aber keinesfalls. Die YouTube Gaming-Features werden bis zur Abschaltung in die Hauptseite integriert. Grund für diese Entscheidung seien Rückmeldungen der Nutzer, die von der Trennung der beiden Seiten irritiert waren oder nicht einmal von der Existenz einer eigenen Gaming-Seite wussten.

Gegenüber Techcrunch äußerte sich Ryan Wyatt, Director of Gaming Content, wie folgt:

„We have 200 million people that are logged in, watching gaming content every single day. And the majority of them, quite frankly, are just not using the YouTube Gaming app for their gaming experiences.“

Mit 200 Millionen eingeloggten Besuchern, die täglich Gaming Content schauen, sei man sehr zufrieden. Der größte Teil schaut sich die Videos aber nach wie vor über die normale YouTube -Seite an.

Wie geht es weiter?

Wenn im ersten Quartal 2019 der Stecker gezogen wird, müsst ihr trotzdem auf nichts verzichten. Bereits jetzt ist die neue Themenseite über „Mehr von YouTube“ auf der Startseite oder direkt über die neue Seite erreichbar.

Hier könnt ihr gewohnt Spiele auswählen und habt die aktuellen Top-Livestreams sofort im Blick. Ebenso abonniert ihr nicht nur einzelne Kanäle, sondern bei Bedarf auch ganze Spiele. YouTube spendiert euch sogar eine Gaming-bezogene Trendseite. Auch für kleinere Kanäle gibt es Grund zur Freude: „On the Rise“ nennt sich ein neues Programm, das Gaming-Kanäle hervorheben soll, die gerade auf dem Vormarsch sind. 

Die Features werden Schritt für Schritt in die neue Themenseite implementiert. Damit findet ein flüssiger Übergang von der alten in die neue Welt statt, ehe YouTube Gaming im März 2019 vom Netz genommen wird. Ob die neue Themenseite besser angenommen wird, wird sich dann zeigen.


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FollowUs @Gamescom – Lesetipps aus Blogs & Mags

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    • Für uns Netzpiloten ist die Gamescom natürlich jedes Jahr ein wichtiger Stop-over. Unser Autor

Timo Brauer

    • war dieses Jahr für uns vorort (

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Ran an die Konsole – Gründe, die fürs Gaming sprechen

Gaming

Bist du ein Gaming-Fan und zockst gerne? Manchmal stundenlang am Stück oder auch nur gelegentlich? Ganz egal, was du bist – Vorurteile gegen Zocker gibt es viele. Aber neben den vielen Gründen, die gegen das Gedaddel an der Konsole, dem PC oder sogar dem Smartphone sprechen, sollte man diese schöne Nebensache aus einer anderen Perspektive betrachten und sich die Gründe anschauen, die für das Zocken sprechen.

Only4gamers.de hat dies gemacht und sich mit den Punkten auseinandergesetzt, die dafür sprechen, einfach mal ein paar Stunden vor der Konsole zu sitzen. In einer ansprechenden Infografik gibt es viele interessante Aspekte. Wir stellen dir einmal die wichtigsten vor.

Interessante Argumente für stundenlanges Zocken

Du bist entscheidungsfreudiger! Wenn du gerne Action-Games daddelst, dann entscheidest du dich um bis zu 25 Prozent schneller, als diejenigen, die einen großen Bogen um die Flimmerkiste machen. Zudem bist du auch noch schneller im Denken und bekommst eine schnellere Situationsanalyse zustande.

Du bist kreativer! Wenn es darum geht seine Kreativität in Tests unter Beweis zu stellen, dann sind Zocker um bis zu 23 Prozent besser darin. Zu diesen Tests zählen beispielsweise gemalte Bilder oder geschriebene Geschichten.

Du hast eine bessere Aufmerksamkeitsspanne! Durch das Zocken fällt es dir leichter, länger aufmerksam zu sein. Zudem fällt es dir weniger schwer, deine Aufmerksamkeit selektiv zu steuern. Das bedeutet, dass du gut darin bist Wichtiges von unwichtigem zu trennen.

Du hast eine bessere Sehkraft! Dass Zocken schlecht für die Augen ist, muss nicht unbedingt stimmen. Im Gegenteil: Durch Action-Games kannst du deine Sehkraft schärfen und somit bestimmten Augenkrankheiten aus dem Weg gehen.

Du bist glücklich! Laut der Infografik haben Games eine ganz besondere Stärke: Sie können Depressionen beseitigen und zudem dein allgemeines Wohlbefinden verbessern. Also ran an die Konsole und lächle!

In Probleme lösen bist du ziemlich gut! Es gibt ein Problem – du löst es. Durch Rollenspiele, Strategie- oder Rätselspiele wird deine Fähigkeit zur Problemlösung verbessert.

Gaming tut also dem Körper und der Seele gut

Es ist erstaunlich, was für einen guten Einfluss Gaming eigentlich auf den Menschen haben kann. Wer sich einmal die ganzen 19 Argumente fürs Gaming anschauen möchte, der sollte sich unbedingt die komplette Infografik von only4gamers anschauen! Hier findet ihr auch eine Übersicht über die Studien zum Thema und den Quellen. Frohes Zocken!

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Gaming für Anfänger – welche Konsole passt am besten zu dir?

Carl Raw - unsplash com

Es ist Wochenende, das Wetter draußen lädt nicht dazu ein das Haus zu verlassen und du weißt nicht wohin mit dir? Wie wäre es denn mit Gaming? Hört sich erstmal gut an, aber die Auswahl ist viel zu groß: es gibt Xbox, PlayStation, Nintendo und Online-Spiele am PC, Tablet oder Smartphone. Man müsste schauen, welche Konsole am besten zu einem passt, in Abhängigkeit davon, nach welcher Unterhaltung gesucht wird.

Die einzelnen Konsolen unter der Lupe

Xbox One: Fangen wir mal mit dem Preis an. Bei Amazon variiert dieser zwischen 229 und 321 Euro. Eine gebrauchte Konsole findet man aber schon ab 110 Euro auf eBay. Manche Spiele gibt es in der Xbox One X Enhanced Version, was bedeutet, dass der Entwickler diese manuell für die erweiterte Xbox-Variante optimiert hat. Dazu zählen unter anderem Diablo III, Fallout IV, Outlast II und FIFA 18. Wer also auf Action- oder Sportspiele steht, ist hier gut aufgehoben. Leider muss man für den Multiplayer-Modus einen zusätzlichen Preis zahlen. Dieser fängt bei 6,99 Euro für einen Monat an und endet bei 59,99 Euro für eine 1-Jahres-Mitgliedschaft.

PlayStation 4: Preislich liegt die PS4 höher als die XB1. Eine neue Konsole kostet mindestens 249 Euro, der Preis kann sogar bis auf 399 Euro steigen. Es gibt berühmte Spiele, die für die teurere Version der Konsole – die PlayStation 4 Pro  – optimiert wurden. Dies wären unter anderem Battlefield I, Call of Duty, Hitman, Skyrim: Special Edition und The Last Of Us: Remastered. Zusätzlich kann die PS4 über Exklusiv-Spiele wie Uncharted IV oder Beyond: Two Souls verfügen, welche es nicht für Xbox gibt. So gilt die PS4 als die abwechslungsreichste Plattform auf dem Markt. Der Multiplayer-Modus kostet auch hier extra: 7,99 Euro für einen Monat und zwölf Monate für 59,99 Euro.

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Nintendo Switch: Die Nintendo Switch ist die neueste Nintendo Konsole auf dem Markt. Preislich liegt sie bei ca. 400 Euro. Ein großer Vorteil im Vergleich zu den zwei oben stehenden Alternativen ist, dass man die Nintendo Switch problemlos in einer Tasche transportieren kann, wenn man zum Beispiel Freunde besucht und mit ihnen spielen möchte. Die Spiele werden importiert, egal wo sie ursprünglich verkauft wurden. Die Auswahl ist bei der Nintendo Switch ganz anders als bei der PS4 oder der XB1. Im eShop stehen viele Indie-Spiele zu Verfügung, wie Stardew Valley, Overcooked oder Shovel Knight. Wer sich also eher für komplexe Spiele mit Story und einer hervorragenden Grafik interessiert, sollte die Switch lieber anderen Nutzern überlassen.

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Online-Spiele auf PC, Smartphone und Tablet: Diese Version von Spielen ist preislich am günstigsten, denn man braucht dafür lediglich einen Computer, Tablet oder Smartphone, die die meisten schon so oder so besitzen. Viele Plattformen, die Online-Spiele anbieten sind kostenfrei nutzbar, sie finanzieren sich über Werbeeinblendungen. Die Auswahl variiert auch stark, von Koch-Spielen, über Racing, bis zu Action und Multiplayer. Zu den berühmtesten Online-Spielen gehören Forge of Empires, Farmerama, World of Tanks oder Die Siedler. Die Qualität der Unterhaltung ist dann auch von der Internetverbindung abhängig und die Grafikqualitäten lassen auch oft Luft nach oben.

Wie man also sieht, ist für jeden etwas unter den verschiedenen Plattformen dabei. Gaming kann teuer werden, also wären Online-Spiele ein guter Einstieg in diese Unterhaltungswelt. Und die Zeit wird zeigen, ob es sich lohnt in eine andere Konsole zu investieren.


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Bethesda, EA, Sony & Co.: Bisherige E3 2018 Highlights und die kommenden Konferenzen

E3 2018 Symbolbild REDPIXEL - stock adobe com

Alle Jahre wieder trifft sich die Videospiel-Welt zum Gaming-Mekka. Seit 1995 findet die Electronic Entertainment Expo – kurz E3 – in Los Angeles – außer zweier kleinen Abstecher in Atlanta – statt. Die Publisher konnten die Haupt-Show der E3 2018 beinahe gar nicht erwarten und so regnete es schon im Vorfeld Ankündigungen und Teaser-Trailer, wie beispielsweise den ominösen Ankündigungs-Stream zu Fallout 76. Bevor die Messe aber am 12. Juni beginnt regnet es erstmal Teaser und Trailer auf der Konferenz-Bühne. Let the games begin!

EA und die kürzeste Wartezeit ever!

Ein neuer FIFA-Teil ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Die Infos zu FIFA 19 waren deshalb absehbar und wenig berauschend. Auch zu Battlefield V gab es im Vorfeld schon Informationen.

Was tatsächlich niemand ahnen konnte war die Ankündigung von Unravel Two. Schon 2016 begeisterte das kleine Faden-Wesen Yarni die Spieler, eine Fortsetzung des Indie-Abenteuers war also absehbar. Die Überraschung dabei: das Game wurde im gleichen Moment direkt veröffentlicht. Unravel Two ist also ab sofort für PC, Playstation 4 und Xbox One verfügbar. Neu ist ein optionaler Koop-Modus!

EA will auch in Zukunft weiterhin ihre Star Wars Lizenz nutzen. Trotz des holprigen Starts von Star Wars: Battlefront 2 hat der Publisher noch Hoffnung und große Pläne für das Spiel – geplant sind zukünftige Inhalte zur Clone Wars Ära. Auch ein neuer Titel namens Star Wars Jedi: Fallen Order wurde angekündigt, der zwischen den Episoden 3 und 4 spielen wird. Ein Release sei aber erst für das vierte Quartal 2019 geplant.

Weitere Titel der Show waren beispielsweise Sea of Solitude, ein Adventure des Berliner Studios Jo-Mei Games, das zeigt, welche Monster aus Menschen in Einsamkeit werden können, sowie der Online-Shooter Anthem aus dem Hause BioWare, welches am 22. Februar 2019 erscheinen soll.

Bethesda – erstes neues Franchise in 25 Jahren

Der neue Online-Titel Fallout 76 war ohne Frage einer der Stars des Bethesda-Streams, aber durch die Ankündigung im Vorfeld keine große Überraschung. Der Fallout-Ableger kommt noch 2018, genauer gesagt am 14. November.

Beinahe vergessen konnte man den Teaser zu Starfield – dem ersten neuen Bethesda Franchise in 25 Jahren. Denn dieser wurde quasi in einem Nebensatz erwähnt und mit der Ankündigung eines Ablegers zu einem der erfolgreichsten Bethesda-Reihen regelrecht überrannt: The Elder Scrolls 6. 

Gleichzeitig hat sich der Publisher auch ein wenig selbst auf den Arm genommen und angedeutet, auf welchen Plattformen Skyrim in einer „Very Special Edition“ eigentlich noch ausgeschlachtet werden könnt. Aber seht selbst:

Außerdem wurde der kostenlose Titel Fallout Shelter für alle Plattformen und The Elder Scrolls – Blades als erster mobiler Ableger der beliebten Reihe angekündigt.

Die größten Pressekonferenzen der E3 2018 auf einen Blick

Wenn sich Sony, Nintendo, EA und Co. gegenseitig das Mikrofon auf der Bühne der E3 2018 in die Hand drücken, schaut die Gaming-Welt gespannt zu. Hier fassen wir euch nochmal die wichtigsten Pressekonferenzen der größten Publisher zusammen und wo ihr sie nachholen könnt!

Montag, 11. Juni, 19 Uhr: SQUARE ENIX

Hier freuen sich Fans vor allem auf Infos zum langersehnten Kingdom Hearts 3, dem 3. Teil der „Tomb Raider“ Reboot-Reihe Shadow of the Tomb Raider sowie zum Remake des Klassikers Final Fantasy 7.

Den Square Enix Stream könnt ihr hier verfolgen.

Montag, 11. Juni, 22 Uhr: UBISOFT

Nachdem die „Assassins Creed“-Reihe von Ubisoft schon häufig dafür in Kritik geraten ist neue Teile zu inflationär im Jahrestakt auf den Markt zu werfen, gibt es nur ein Jahr nach Assassin’s Creed: Origins womöglich noch in diesem Jahr einen neuen Ableger. Das Ganze trägt dann den Titel Assassin’s Creed: Odyssey und wird in Griechenland spielen und mit ziemlicher Sicherheit hierzulande pünktlich zur Gamescom anspielbar sein.

Weitere Titel auf der Ubisoft Agenda sind u.a. Beyond Good and Evil 2, Skull & Bones und Tom Clancy’s The Division 2

Den Ubisoft Stream könnt ihr hier verfolgen:

Live-Video von Ubisoft auf www.twitch.tv ansehen

Dienstag, 12. Juni, 0 Uhr: PC GAMER

Im Vordergrund dieser Präsentation stehen – auf der sonst sehr konsolen-lastigen Veranstaltung – die PC-Spiele im Mittelpunkt. In diese Stream wird es demnach Infos Jurassic World Evolution, Psychonauts 2 und Shadow of the Tomb Raider geben.

Die PC Gaming Show könnt ihr hier verfolgen.

Dienstag, 12. Juni, 3 Uhr: SONY

Sony hat auf der E3 2018 gleich zwei heißbegehrte Games im Gepäck. The Last of Us: Part 2 ist die langersehnte Fortsetzung des Blockbusters aus dem Jahr 2013 und Death Stranding mit „The Walking Dead“-Star Norman Reedus als neues Projekt von „Metal Gear Solid“-Schöpfer Hideo Kojima.

Den Sony Stream könnt ihr hier verfolgen.

Dienstag, 12. Juni, 18 Uhr: NINTENDO

Bestätigte Titel für die Nintendo Pressekonferenz sind ein neuer Teil der Super Smash Bros Reihe und Pokemon Let’s Go Pikachu und Evoli, die bereits im Vorfeld der E3 2018 angekündigt wurden. Letztere Titel werden auf der E3 2018 spielbar sein und Fans können mit weiteren Infos rechnen. Es werden zudem Infos zu Metroid Prime 4 und jeweils neuen Ablegern der Fire Emblem und Paper Mario Reihen erwartet.

Den Nintendo Stream könnt ihr hier verfolgen.

Live-Video von Nintendo auf www.twitch.tv ansehen/center>
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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • iOS 12 t3n: iOS 12: Apple will, dass ihr eure iPhones weniger nutzt: Ab Montag findet in San José, Kalifornien die Worldwide Developers Conference 2018 statt. Apple soll auf dem Event wohl in einer Keynote iOS 12 ankündigen. Mit dem Software-Update sollen iPhone-Nutzer dazu angehalten werden, ihre Smartphone-Nutzung besser unter Kontrolle zu halten. Das neue Feature wird sich darum drehen nicht mehr Zeit am Smartphone zu verbringen, sondern weniger und gezielter. Am Montag wird in der Keynote bekannt gegeben, welche Features bis zum Release noch erwartet werden können.

  • GAMES welt: Dürfen Androiden aus Notwehr Menschen töten?: Mit „Detroit: Become Human“ wurde jetzt das neuste Spiel des Entwicklers Quantic Dream veröffentlicht. In dem düsteren Setting des Spiels sind Androiden die Sklaven der Menschen – sie müssen die schweren und unangenehmen Arbeiten der Menschen verrichten. Das dystopische Game wirft fragen über die Zukunft von künstlichen Intelligenzen auf und trifft den Zeitgeist. Die ganze Review zum Game könnt ihr bei Welt.de nachlesen.

  • ARBEIT politik-digital: Mit dem Turing-Bus durch die Arbeitswelten der Zukunft: Alan Turing war einer der einflussreichsten Theoretiker der frühen Computerentwicklung und Informatik. Die Gesellschaft für Informatik e.V. hat ihr mobiles, digitales Bildungsprojekt nach dem Urvater des Computers benannt – der Turing-Bus. Das Bildungsangebot reist unter dem Motto „Arbeitswelten der Zukunft“ zu Schulen, Jugendclubs und lokalen Institutionen in kleine und mittelgroße Städte in Deutschland. Heute, am 1. Juni, wird die zweite Station Rangsdorf angesteuert.

  • DIGITALISIERUNG gründerszene: Warum die Hypo-Vereinsbank ihre Digital-Pläne zurückdreht: Die Hypovereinsbank stellt Innovationsprojekte ein. Einst wurde beispielsweise der Einstieg beim Finleap-Startup Moneymap hoch angepriesen. Diese Beteiligung wurde jetzt allerdings verkauft. Damit hat die HVB binnen kurzer Zeit ihre beiden offenbar einzigen direkten Fintech-Beteiligungen abgestoßen. Wie kann es sein, dass sich eine der wichtigsten deutschen Banken aus ihren Fintech-Beteiligungen zurückzieht – während die übrige Branche, darunter inzwischen auch die Deutsche Bank, in die entgegengesetzte Richtung steuert?

  • KI handelsblatt: Merkel will Deutschland für KI-Forscher flexibler machen: Viele Forscher im Bereich der Künstlichen Intelligenz verlassen Deutschland. Die Kanzlerin möchte den Trend aufhalten. In einer Diskussionsrunde mit dem portugiesischen Ministerpräsidenten Antonio Costa äußerte sich die Kanzlerin, dass Deutschland in Sachen Digitalisierung und Zukunftstechnologien flexibler und wettbewerbsfähiger werden soll.

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Razer Blade 2018: Gaming-Flunder mit Dampfkammer

Image by Razer

Gaming wird für immer mehr Menschen zur Alltagskultur. Dies ermutigt den bisherigen Peripherie-Hersteller Razer sein Portfolio zu einem Ökosystem mit spieletauglichen Smartphones, Computern und einer Download-Plattform auszubauen. Jüngstes Ergebnis dieser Entwicklung ist die verbesserte Neuauflage des Gaming-Laptops Razer Blade 2018. Zwecks größerer Massentauglichkeit setzt Razer hier vor allem auf ein ultraflaches Design, das weniger nach Technik und eher nach Lifestyle-Gadget anmutet.

Flunderflaches und fast rahmenloses Design

Weil Gaming-Laptops nicht nur jede Menge Leistung bringen, sondern auch was her machen sollen, baut Razer das Gerät sehr kompakt. Der Hersteller bezeichnet es als den weltweit flachsten Gaming-Laptop mit 15,6 Zoll Bildschirmdiagonale, Windows 10 und separater Grafikkarte. Im zusammengeklappten Zustand ist er demnach nur 0,66 Zoll (16,8 mm) dick. Der Bildschirm ist nahezu rahmenlos. Das Gehäuse wurde aus einem einzigen Aluminium-Block CNC-gefräst und mit einem kratzfesten, eloxierten schwarzen Finish versehen.

Dampfkammer kühlt den Gaming-Hitzkopf

Unter der Haube sorgen ein sechskerniger Prozessor vom Typ Intel Core i7-8750H der achten Generation sowie eine Nvidia-Grafikkarte der GeForce-GTX-10-Serie für gehörig Rechenleistung. Dabei können Käufer zwischen der GeForce GTX 1060 und der GeForce GTX 1070 wählen. Damit das Razer Blade 2018 mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen kann, stattet der Hersteller das Gerät mit 16 GB 2667 MHz Dual-Channel System Memory und einer schnellen PCIe SSD Festplatte aus – wahlweise mit bis zu 512 GB. Der RAM kann auf bis zu 32 GB und die Festplattenkapazität auf bis zu 2 TB erweitert werden.

Außerdem können Käufer sich für unterschiedliche Bildschirm-Auflösungen entscheiden. Zur Auswahl stehen Full HD (1920 x 1080 Pixel) oder 4K (3840 x 2160 Pixel). Die 4K-Variante ist zudem Touch-fähig. Für eine sehr flüssige Darstellung sorgt bei jeder Bildschirm-Konfiguration eine Bildwiederholrate von 144 Hz.

Damit der Laptop auch bei Höchstleistung nicht überhitzt, kühlt Razer das System mit einer Dampfkammer-Technologie und verzichtet auf herkömmliche Heat Pipes. Dabei trägt eine in einer Vakuum-Dampfkammer befindliche, verdampfende Flüssigkeit dazu bei, die von anderen Komponenten erzeugte Hitze innerhalb des Laptops umzuleiten.

Für Gamer, Smart-Home-Enthusiasten und Kreative

Damit die Zielgruppe nicht zu eng wird, verbaut Razer einige Funktionen, die weitere Käuferkreise ansprechen. Weil das Gerät die Razer-Chroma-Technologie unterstützt, können Smart-Home-Enthusiasten ihre Philips-Hue-Leuchten auf die Lichtfarben von Filmen und Lieblingsspielen anpassen. Kreative adressiert Razer beispielsweise mit farbkalibrierten Bildschirmen für Grafikarbeiten, mit einem sehr präzisen und großen Touchpad sowie mit großzügigen Anschlussmöglichkeiten. So können Anwender über den eingebauten Mini DisplayPort, einen HDMI- und einen Thunderbolt-3-Anschluss bis zu drei externe Monitore an das neue Razer Blade 2018 anschließen.

Razer Blade 2018
Mit farbkalibriertem Display, großem Touchpad und vielen Monitoranschlüssen will Razer auch Kreative ansprechen. Image by Razer

Razer Blade 2018 ist für rund 2.000 Euro aufwärts ab sofort erhältlich

Dieser Gaming-Luxus hat seinen Preis. Je nach Konfiguration kostet das Razer Blade 2018 zwischen 1.950 Euro und 2.900 Euro. Es ist ab sofort im Online-Shop von Razer sowie ausgewählten Händlern verfügbar.

Gaming-Rechenpower für deutlich weniger Geld bietet Razer hingegen Nutzern, die sich statt für einen neuen Laptop für eine externe Grafikkarte entscheiden. Parallel zum neuen Razer Blade 2018 hat der Hersteller nämlich ferner das externe Grafikkartengehäuse Razer Core X angekündigt. Nutzer können in das Aluminium-Gehäuse eine Nvidia- oder AMD-Grafikkarte einbauen und dann per Thunderbolt 3 (USB-C) mit aktuellen Windows-Laptops und MacBooks verbinden. Razer Core X kostet 299 Euro. Eine Grafikkarte kaufen Nutzer extra.

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Images by Razer

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Barrierefreies Gaming: Xbox stellt Adaptive Controller vor

Xbox Adaptive Controller (Image by Microsoft)

Zum Controller oder der Maus zu greifen um eine Runde mit seinem aktuellen Lieblings-Game zu verbringen, ist für die meisten Gamer Alltag. Lebt man jedoch als Mensch mit einer Behinderung, gestaltet sich das gar nicht so leicht. Wie sieht barrierefreies Zocken aus?

Xbox stellt barrierefreien Controller vor

In Vorbereitung auf eines der größten Gaming-Events des Jahres, der E3 in LA, häufen sich die Ankündigungen. Vor allem neue Controller-Modelle erregen Aufsehen, denn neue Games und Engines gibt es in regelmäßigen Abständen. Hardware-Neuerungen sind da eher seltener. Nach einem Twitter-Leak musste Microsoft nun nachziehen. Zum Global Accessibility Awareness Day wurden offiziell Informationen zu ihrem neuen Xbox Adaptive Controller bekannt gegeben, dem ersten barrierefreien Controller für die Xbox One und Windows 10. 

Das Ziel Microsofts mit dem neuen Controller ist es, Gaming für so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen. Der Controller wird mit zwei großen Buttons und einem Steuerkreuz daherkommen. Das Key-Feature sind allerdings die Ports – ganze 19 AUX-Ausgänge – mit welchen je nach Bedürfnissen verschiedenste Erweiterungen von Drittherstellern an den Controller angeschlossen werden können. Auf der E3 will Microsoft weitere Infos über den Xbox Adaptive Controller bekanntgeben. Ein Verkaufsstart ist noch für 2018 geplant.

Gaming für jedermann

Der Xbox Adaptive Controller ist aber lange nicht der erste oder einzige barrierefreie Gaming-Controller. Kleinere Hersteller und Organisationen arbeiten schon lange daran, Gaming für Menschen mit Beeinträchtigungen zugänglicher zu machen. Der Quadstick-Controller beispielsweise ist ein Joystick, den man mit dem Mund bedient und der mit der PS3, PS4 und der Nintendo Switch kompatibel ist. Warfighter Engaged hat es sich zur Aufgabe gemacht, individuelle barrierefreie Controller für Kriegsveteranen herzustellen. Genauso wie SpecialEffect, einer Organisation aus Großbritannien, die an der Entwicklung des Xbox Adaptive Controllers beteiligt war. 

An vielen Fronten wird daran gearbeitet, die Gaming Accessability zu fördern. Der Xbox Adaptive Controller wird hoffentlich einen großen Beitrag dazu leisten, das Nischenthema der Barrierefreiheit beim Gaming auch in den Mainstream zu holen. 


Image by Microsoft

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Spyro – ein Kult-Drache kehrt zurück

Screenshot by Jennifer Eilitz via YouTube

Erinnerst du dich noch? Verschiedene Welten, die bunter kaum sein können. Schafe, die auf Stelzen laufen und fiese Zauberer, die dir an den Kragen wollen? Eine Libelle, die um keinen frechen Spruch verlegen ist? Fans, die vor etwa zwanzig Jahren als kleiner Drache durch diese Welten gerauscht sind, werden wissen, wovon hier die Rede ist.

Spyro der kleine lila Drache wird zu neuem Leben erweckt. Vor etwa zwanzig Jahren begeisterten die Spiele „Spyro the Dragon“, „Spyro 2: Gateway to Glimmer“ und „Spyro: Year of the Dragon“ eine Vielzahl an PlayStation-Spielern und genau die können sich jetzt besonders freuen. Schon im September dieses Jahres wird es ein Remake der Spyro-Trilogie geben, die wir einst wie die Verrückten auf der PS1 gezockt haben.

Ein Klassiker neu aufgemacht

Hierbei werden die drei originalen Spiele der Trilogie neu auferlegt. Besonders toll ist hier vor allem, dass eigentlich alles beim Alten bleibt. Nur die optische Darstellung wird besser, bunter, aufregender. Bei der Neuauflage des Spiels soll es mehr als 100 Level geben, die der kleine Drache bestreiten muss. Selbst der Soundtrack lässt die Erinnerungen an den beliebten Drachen wieder aufleben.

Der Trailer zum Game sieht auf jeden Fall schon mal sehr vielversprechend aus und lässt mein Spyro-Fan-Herz um einiges höher schlagen.

Für diejenigen, die Spyro auch schon auf der PS3 haben fliegen lassen, konnten schon die optischen Fortschritte und Veränderungen beobachten. Auch ich war von den Spielen für PS3 schwer begeistert, aber auf das Remake freue ich mich schon sehr. Nicht nur, dass die Spiele ihren niedlichen Charakter, sondern auch die Details, die die Spiele ausmachen, beibehalten werden. Aber nicht nur PS4-Gamer können sich freuen, denn das Kult-Spiel wird auch für die Xbox One erhältlich sein.

Wenn du einmal in die Vergangenheit abtauchen und die Entwicklung der Spiele verfolgen möchtest, dann schau dir am besten einmal dieses Video an. Hier kannst du die einzelnen Games von 1998 bis 2018 ganz genau betrachten.


Screenshot by Jennifer Eilitz via YouTube

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Wann kommt die Playstation 5 und was kann sie?

Fabian Albert - unsplash com

Dass die Playstation 5 kommen wird gilt als sicher. Spiele-Entwickler arbeiten angeblich bereits mit der neuen Konsole. Doch wann sie kommt und welche neuen Features und Eckdaten Sony ihr verpassen wird, wird nach wie vor heiß diskutiert. Gerüchte über die PS5 nehmen in letzter Zeit zumindest dramatisch zu. Und dies nicht aus heiterem Himmel, denn nach und nach kommen vereinzelt immer mehr Informationen bezüglich der neuen Playstation ans Licht. Dennoch gehen die Meinungen über Details der Konsole, selbst unter Analysten und Experten, teilweise weit auseinander.

Das Unternehmen Sony und der Vorgänger

Die japanische Technik-Firma Sony gehört zu den weltweit be- und anerkanntesten Herstellern seiner Branche. Das 1946 gegründete Unternehmen mit Sitz in Minato (Japan) ist mit 125.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 61,5 Milliarden Euro hinter Hitachi und Panasonic der drittgrößte Elektronik-Konzern in Japan.

Als Anbieter von Unterhaltungselektronik liegt Sonys Hauptaufgabengebiet im Vertrieb von TV-Geräten, Mobiltelefonen, Kameras,  und Konsolen. Flaggschiff ist dabei die Playstation, welche sich momentan in der vierten Generation befindet und seit jeher im Konkurrenzkampf mit der Xbox-Konsole von Microsoft steht. Zusammen mit Nintendo teilen die drei Unternehmen den Konsolen-Markt quasi komplett untereinander auf. Nicht zuletzt deshalb genießt die Playstation höchsten Stellenwert bei Sony.

Alleine die PS4 verkaufte sich seit ihrem Release weltweit fast 75 Millionen Mal. Auch die Vorgänger PS1, PS2 und PS3 waren Verkaufsschlager. Mit der Ankündigung bezüglich der Planung einer Playstation 5 entschied sich Sony, die erfolgreiche Serie weiter fortzusetzen.

Was man von der Playstation 5 erwarten darf

Was genau Benutzer von der PS5 erwarten können, lässt sich bisher größtenteils nur vermuten oder erahnen. Dennoch gelten einige wenige Eckdaten der Konsole als quasi sicher oder zumindest als recht wahrscheinlich.

So wird sich der technische Aufbau nicht sonderlich von dem der PS4 unterscheiden. Sony greift wohl auch weiterhin auf Chips von AMD zurück, weshalb ein 8-Kern-Prozessor auf Zen-Basis zu erwarten ist. Außerdem plant AMD für 2019 die Einführung einer Navi-Grafikkartenarchitektur, was eine 4K-Konsole ermöglichen würde. An dem Generationenwechsel hin zu 4K-Gaming (60 Bilder pro Sekunde) führt eh kaum noch ein Weg vorbei, will man auf dem Gaming-Markt weiterhin mithalten. Bislang nutzt Sony für Spiele noch die Zwischenauflösung 1440p.

Die PS5 wird daher vermutlich mit deutlich mehr Power, Grafik und auch Speicher aufwarten. Besonders beim Speicher macht ein SSD-Speicher aufgrund langer Ladezeiten der PS4 Sinn. Gerechnet wird mit einem SSD-Speicher dennoch nicht, zumal die klassische Festplatte erhebliche Kosteneinsparungen bedeutet. Dafür wird gilt eine Aufstockung von 1 TB auf 2 TB Speicherplatz als realistisch.

Außerdem lässt die Ähnlichkeit zur PS4 auf eine lange ersehnte Abwärtskompatibilität hoffen, was bedeuten würde, dass auch Spiele von Vorgängermodellen problemlos auf der neuen Konsole gezockt werden könnten. Ebenfalls nicht ausgeschlossen ist aufgrund der Auflösung ein kabelloses Nachfolgermodell der PSVR (Playstation Virtuell Reality). Dies ist jedoch lediglich Spekulation.

Viel sinnvoller und wahrscheinlicher erscheint, dass Sony seinem Konkurrenten Microsoft in mehrerer Hinsicht nachzieht. So könnte eine Fernseh-Funktion und das DLNA-Steaming Einzug in Sonys Pläne erhalten. Auch eine Spiele-Flatrate, ähnlich dem Game Pass bei Microsoft, scheint möglich. Die Xbox macht alle diese Funktionen bereits erfolgreich vor.

Über Design und Preis ist dagegen bisher wenig zu erfahren, weshalb weiterhin abgewartet werden muss. Erwarten darf man hier allerdings wohl auch nicht allzugroße Veränderungen, weshalb der Preis wieder zwischen 399 und 499 Euro liegen wird, machte Sony doch in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit zu hohen Preisen.

Zukunftsaussichten für Sony und die PS5

Letztendlich handelt es sich in Bezug auf die Playstation 5 noch um viel Spekulation. Nichts desto trotz kann man sicher davon ausgehen, dass Sony an vielen Stellen nachgebessert und einige Neuheiten einbauen wird. Um welche es sich zum Schluss handeln wird ist offen, allerdings deutet viel auf Grafik (4K), Speicher (2TB) und einen Ausbau des Entertainment-Systems hin.

Außerdem gibt es mit Blick auf die Zukunft berechtigte Annahmen, dass die PS5 die vorerst letzte Konsole des Unternehmens sein könnte. Bereits jetzt läuft das Spiele-Streaming bei PS-Now äußerst gut, weshalb Sony künftig komplett auf den Umweg über eine Konsole verzichten könnte. Womöglich reicht in Zukunft ein DUALSHOCK-Controller mit 4K-fähigem Fernseher samt Streaming-Dienst (PS-Now). Für 2019 rechnet man in den USA mit 50 Prozent und weltweit etwa 35 Prozent solcher TV-Geräte. Auch deshalb rechnet man mit einem Release frühestens 2019.

Weitere Gründe für einen Release 2019 wäre die Einführung der Navi-Grafikkartenarchitektur seitens AMD, sowie die zwei Fakten, dass sich die noch recht junge PS4 Pro (2017) weiterhin gut verkauft und dass im Jahr 2018 bisher noch keinerlei Werbung in dieser Richtung gemacht wurde, was bei diesjähriger Veröffentlichung eigentlich an der Zeit wäre.

Die allgemeine Meinung von Branchen-Kennern und auch die Fakten sprechen damit für einen wahrscheinlichen Release in erst ein bis zwei Jahren. Dann allerdings vermutlich als voll ausgerüstetes Flaggschiff und mit großartigen Zukunftsaussichten für Sony. Die Gaming-Szene jedenfalls darf sich schon mal auf die Playstation 5 freuen.


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Google gibt Google Maps für Videospielhersteller frei

tumisu - pixabay com

Der Technik-Gigant Google ist längst in diversen Branchen tätig. Nun will Google mit seiner Plattform Google Maps einen weiteren Markt erschließen. Das amerikanische Unternehmen kündigte an, eine Schnittstelle seines Kartendienstes freizugeben. Dies soll Spieleentwicklern künftig ermöglichen und erleichtern reale Umgebungen in Videospiele zu integrieren.

Der Online-Kartendienst Google Maps

Google Maps wurde von der US-Amerikanischen Firma Google ins Leben gerufen und im Februar 2005 offiziell gestartet. Der Dienst ermöglicht es Nutzern, die Oberfläche der Erde als Straßenkarte oder als Luft- beziehungsweise Satellitenbild zu betrachten. Desweiteren können durch die für Android und iOS erhältliche App auch bekannte Objekte oder sogar Institutionen gesehen werden. Seit dem 10. März 2018 ist in der Navigations-Funktion des Dienstes bis zum 16. März 2018 ein „Easteregg“ als Werbemaßnahme enthalten. In Kooperation mit dem japanischen Videospielhersteller Nintendo installierte Google statt der blauen Nadel als Standpunkte den Videospiel-Kulthelden Super Mario im Gokart. Und das aus besonderem Grund.

Was Google Maps Videospielherstellern bietet

So wie es nämlich eben Nintendo in Zusammenarbeit mit Niantic mit Pokemon GO bereits vormachte, will auch Google nachziehen. Im Zuge der Werbeaktion verkündete Google daher seine Pläne für Videospiel-Kooperationen mit Reality Bezug. Um seine Pläne in Zukunft umsetzen zu können, gibt der Suchgigant jetzt also seine Kartendaten in einem Entwicklungs-Toolkit heraus. Dieses können Macher von Computerspielen mittels des Spieleengine „Unity“ nutzen. Damit gewehrt Google Zugriff auf über 100 Millionen Straßen, Plätze, 3D-Gebäude, Sehenswürdigkeiten und sonstige Topografie aus mehr als 200 Ländern. Mit der Aktion will Google Entwicklern nach eigenen Aussagen die Nachbildung von echten Umgebungen in Videospielen vereinfachen.

Was Gamer erwarten können

Mit dem Projekt will Google es Videospiel-Liebhabern vor allem ermöglichen, ein Spiel mit Realitätsbezug zu erleben. Der Clou soll dabei vor allem das Spielen an bekannten oder sogar vertrauten Plätzen sein. Gamer sollen sich für Autorennen, Monsterjagden oder andere Abenteuer und Missionen an alle möglichen Orte begeben können. Von Sehenswürdigkeiten wie dem Time Square oder dem Kolosseum über Orte wie Macchu Picchu oder die Chinesische Mauer bis hin zur eigenen Straßenecke ist alles möglich. Reale Daten können dabei zusätzlich mit animierter Grafik kombiniert werden, um eine futuristische Welt zu schaffen. Anders jedoch als bei Pokemon GO müssen Spieler für diese Erlebnisse weder das Haus verlassen noch die Kamera fokussieren.

Aussichten für die Zukunft

Sollte Google sein Versprechen tatsächlich wie gewünscht umsetzen, wäre dies nicht nur eine gravierende Ausbreitung in einer weiteren Branche, sondern sogar ein weiterer Meilenstein auf dem Gebiet. Dass Virtual, Augmented und Mixed Reality auch im Spielegeschäft hoch gefragt sind, bewies bereits Pokemon GO, was den Erfolg von Google nur erahnen lässt. Zudem hat Google bereits weitere Details zum Vorhaben für die Spielemesse GDC in San Francisco vom 19. bis 23. März angekündigt. Gamer dieser Welt dürfen sich auf eine spannende und innovatiove Zukunft, wenn nicht sogar Revolution der Gaming-Szene freuen.


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Die Netzpiloten sind Partner des Tengelmann e-day 2018

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Zum nunmehr achten Mal wird am 15. März in Mülheim an der Ruhr zum e-day eingeladen. Zum jährlichen Get-together des Handelskonzerns Tengelmann werden rund 400 Gäste erwartet. Der Hauptsitz der Tengelmann Ventures Management GmbH wird wieder Schauplatz für das Zusammentreffen von Vertretern aus der “Old Economy” und der “New Economy”.

Handel im digitalen Zeitalter

E-Commerce wird für den Konzern immer wichtiger, deswegen dient der Ganztageskongress als Plattform zum Austausch von Fragen und Antworten zum Thema Handel im digitalen Zeitalter. Von 8 bis 18 Uhr teilen Branchen-Experten in Keynotes ihre Erfahrungen und informieren über künftige Herausforderungen im digitalen Handel.

Eröffnet wird die Veranstaltung wieder durch den Tengelmann Geschäftsführer Karl-Erivan W. Haub. Von “Handel im Amazon-Zeitalter” bis “The Power Of A Plant” hat der e-day auch dieses Jahr wieder viele interessante Programm-Punkte und Speaker im Angebot.

Das Fernbus-Unternehmen FlixBus beispielsweise hat kürzlich erst fünfjähriges Jubiläum gefeiert. Gründer Jochen Engert zeigt in seiner Keynote „FlixBus – from a German startup to a European Mobility Platform“ am eigenen Beispiel den Weg von der Idee zum trans-europäischen Verkehrsunternehmen. Ralf Reichert ist CEO der Electronic Sports League – kurz ESL – und spricht in seinem Konferenz-Beitrag “Rise of esports – Sport der digitalen Generation” über die wachsende Bedeutung von eSport in der Gaming-Szene und den Mainstream-Medien.

Start-up Gründer aufgepasst!

Das Event in Mülheim richtet sich an Business Angels, Investoren, Startups, sowie etablierte Online- und Offline-Händler. Zugang gibt es nur auf Einladung, auf der Website kann man sich dafür bewerben. Achtung: Bis Freitag, den 02.03 können sich Startup-Gründer noch mit ihrer Geschäftsidee als Gast für das exklusive Event bewerben! Zur Anmeldung geht es hier und in Videorückblicken kann sich zusätzlich vom Event überzeugt werden.

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Razer Turret bringt Vorzüge des PCs auf die Xbox One

Was Komfort in der Eingabe angeht, liegt der PC oft noch eine Nasenlänge vor den Konsolen. Maus und Tastatur lassen sich zwar anschließen, können aber ohne Adapter nur für Texteingaben genutzt werden. Außerdem ist diese Art der Steuerung auf dem Sofa, so ganz ohne Tisch, nicht gerade optimal.

Razer Turret for Xbox One bringt nun Gaming-Peripherie in Form von Maus und Tastatur für Microsofts aktuelle Konsole. Es orientiert sich am Razer Turret für Laptops, ist aber speziell auf die Bedürfnisse der Xbox-Besitzer angepasst.

Kabelloses Zocken und dynamische Beleuchtung

Die aktuellen Konsolen verzichten schon längst auf Kabel bei ihren Controllern. Im Gegensatz zu den meisten PC-Tastaturen, hält sich Razer Turret mehr an die Design-Philosophie der Konsolen und verzichtet auf eine Kabelverbindung. Stattdessen wird auf eine 2.4 GHz-Verbindung über einen einzigen Dongle für Tastatur und Maus gesetzt.

Fans bunter Beleuchtung dürfen sich über Xbox Dynamic Lightning und Razer Chroma-Technologie freuen. Damit kommen Gamer in den Genuss eines Beleuchtungs-Ökosystem, das aus 16,8 Millionen Farboptionen für Maus und Tastatur besteht. In Zusammenarbeit mit Spieleentwicklern, möchte Razer mit zur Spielsituation passenden Beleuchtung für größere Immersion in Titeln wie „X-Morph: Defense“ und „Warhammer: Vermintide 2“ sorgen.

Die Razer Turret an der Xbox One. Am Tisch ohne ausgezogenes Mauspad. | Image by Razer

Mit Beleuchtung deutlich geringere Laufzeit

Die Beleuchtung wirkt sich deutlich auf die Akku-Laufzeit aus. Ohne Beleuchtung läuft die Tastatur bis zu 43 Stunden. Mit Beleuchtung sind es laut Herstellerangaben elf Stunden. Die Maus schafft 50 Stunden ohne und 30 Stunden mit Beleuchtung.

Praktisch für Konsolengamer: Die Tastatur ist mit seinen 1.860 Gramm kein Leichtgewicht und fällt etwas größer aus, als die Tasten Platz brauchen. Das sollte ein bisschen mehr Stabilität bringen, wenn man sie auf dem Schoß hat. In der Tastatur ist zudem ein rausziehbares Mauspad integriert. Somit hat auch die auf der Razer Mamba Wireless basierende Maus ohne Tisch eine stabile Lauffläche. Diese bietet einen performanten 5G Optical Mouse Sensor und mechanische Maustasten für bis zu 50 Millionen Klicks.

Die Tastatur verfügt über mechanische Razer-Switches auf Gaming-Niveau. Sie bieten eine Lebensspanne von 80 Millionen Tastenanschlägen. Eine spezielle Xbox-Taste lässt euch direkt von der Tastatur das Xbox One-Dashboard aufrufen. Die Tastatur lässt sich auch problemlos am PC nutzen.

Vorerst nur in den USA

Bis die Konsolen-Tastatur nach Deutschland kommt, müssen wir uns allerdings noch gedulden. Bislang ist nur der Release im US-Layout für das erste Quartal 2019 geplant. Wir informieren euch aber, wenn Razer einen Europa-Release ankündigt. Den Preis des Razer Turret gibt der Hersteller mit 249,99 Dollar an.

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Image by Razer

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Trick or Cheat: 5 Horror-Games zu Halloween 2017

oxenfree_screen_6 (adapted) (Image by Night School Studio)

Zugegebenermaßen bin ich ein richtiger Angsthase, was Horror-Games angeht. Anders als bei Horrorfilmen nimmt man in Horror-Games meist die Rolle einer Hauptfigur ein und erlebt die Geschehnisse durch die Augen dieser Figur. Das Hineinfühlen in den Raum einer virtuellen Welt wird dadurch viel immersiver, wie Medientheoretiker sagen würden. Gerade dieses Phänomen verstärkt ja den wohligen Schauer und macht Horror-Games erst interessant. Falls ihr noch nach ein wenig nervenaufreibender Unterhaltung während der schaurigsten Zeit des Jahres sucht, ist hier vielleicht der ein oder andere Mac- und iPhone-taugliche Spieletipp für euch dabei. Hier stelle ich euch fünf schaurige-schöne, atmosphärische – nicht immer, aber meistens – Horror-Games für die Hosentasche und Zuhause vor! Natürlich könnt ihr sie nicht nur an Halloween 2017, sondern auch an jedem anderen Tag spielen.

Oxenfree – das Stranger Things der Horror-Games

Mit Oxenfree geht es erstmal sachte los, denn das Game ist eigentlich mehr Mystery als Horror. Die schräge Stimmung und die unerklärlichen Ereignisse im Spiel haben mir beim Zocken im Dunkeln dann aber schon das ein oder andere Mal einen kalten Schauer über den Rücken gejagt. Das Spiel beginnt mit einer Gruppe Teenager, die sich mit einer Fähre zum Feiern auf eine kleine Insel begibt. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Alex, die stets bemüht ist zwischen den Freunden zu schlichten, denn schon zu Beginn gibt es Spannungen. Teenie-Zoff allein ist schon der Stoff, aus dem Albträume gemacht sind. Als es aber auf der Insel nach und nach zu mysteriösen Zwischenfällen kommt, läuft alles aus dem Ruder. Schon nach kurzer Zeit ist nichts und niemand mehr so wie es scheint und man sieht sich mit verschiedenen Zeitlinien, Dimensionen und Versionen seiner Freunde und seiner selbst konfrontiert. Es braucht nicht immer Splatter oder Jumpscares, um den Spielern das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Oxenfree schafft es auf seine Weise eine einzigartige Stimmung aufzubauen – sei es subtiler Psychohorror, wie ein alternatives Spiegelbild von Alex oder der großartig schaurige Synthesizer-Soundtrack!

Der Indie-Titel stammt vom US-Entwickler Night School Studio und wurde 2016 zunächst für PC und aktuelle Konsolen und im Laufe des Jahres 2017 auch für iOS und Android veröffentlicht. Das Grafik-Adventure war 2016 für die LA Times das Stranger Things der Videospielwelt und so fühlt es sich auch an.

Limbo – alles will dich töten!

Limbo ist ähnlich wie Oxenfree ein Sidescroller. Es wurde vom dänischen Indie-Entwickler Playdead entwickelt und 2010 von Microsoft herausgegeben. Bei dem 2D-Sidescroller spielt man einen namenlosen Jungen, der sich auf der Suche nach seiner Schwester durch einen angsteinflößenden Wald begeben muss. Begegnungen mit Menschen und Tieren hat man nur vereinzelt, eines haben sie aber alle gemeinsam – alle wollen dich töten! Wegen seines hohen Schwierigkeitsgrades ist das Spiel regelrecht zum Haare raufen. Man kann gar nicht aufzählen, auf wie viele Weisen man an ein und derselben Stelle im Spiel sterben kann. Der schwarz-weiß Look und die schiere Tristesse schaffen es aber, eine unverwechselbare Atmosphäre herzustellen. Da kann man gerne darüber hinwegsehen, dass man diverse Male in Folge an derselben Stelle gestorben ist.

Limbo (Image by Playdead)
Image by Playdead.

Limbo ist für iOS, Android, PC und aktuelle gängige Konsolen erschienen erschienen.

Gone Home und das Spiel mit der Erwartung

Gone Home ist ein Walking Simulator aus dem Jahr 2013. Entwickelt wurde das Game von The Fullbright Company, allen voran vom leitenden Entwickler Steve Gaynor. Ich wiederhole mich, aber mit der Atmosphäre steht und fällt ein Game dieser Genrezugehörigkeit. Gone Home spielt mit der Erwartung des Spielers. Und zwar mit den Tropes vorhergegangener Spiele aus dem Genre der Horror-Games und den möglichen Jumpscares, die man auf Schritt und Tritt erwartet. Aber zunächst mal zur Synopsis. In Gone Home schlüpft man in die Rolle – und Ego-Perspektive – von Kaitlin Greenbriar, die am 7. Juni 1995 nach einem Auslandsjahr zurück nach Hause kehrt. Soweit so gut, aber dann geht es direkt mit den ersten Horror/Mystery-Klischees weiter. Es herrscht ein verheerendes Unwetter, Kaitlin findet ihr Zuhause komplett verlassen vor und stößt dabei nur auf eine Reihe verwirrender Briefe ihrer Schwester. Im richtigen Kontext kann selbst das eigene Zuhause zu einem angsteinflößenden Ort werden.

Gone Home (Image by The Fullbright Company)
Image by The Fullbright Company.

Gone Home ist erhältlich für Microsoft Windows, macOS, Linux, Xbox One und PlayStation 4.

Five Night’s at Freddy’s – sie wollen doch nur spielen…

Five Night’s at Freddy’s muss man eigentlich kaum mehr erwähnen. Das Game, das 2014 erschienen ist, wurde im Alleingang von Scott Cawthon entwickelt und mauserte sich binnen kürzester Zeit zum Kult-Titel. Ein Let’s Player nach dem anderen versuchte sich an dem Horror-Titel und verhalf dem Spiel zu außergewöhnlicher Bekanntheit. Schauplatz des Horror-Games ist eine Pizzeria, in der ihr als Hauptcharakter einen neuen Job als Nachtwächter beginnt. Erstmal ein leichter Job, schließlich müsst ihr einfach nur die animatronischen Figuren bewachen – oder etwa nicht? Diese verselbstständigen sich nachts nämlich und ab da beginnt für euch ein Kampf um Elektrizität und vor allem euer Leben!

Five Night’s at Freddy’s ist erhältlich für Microsoft Windows, Android, iOS und Windows Phone.

SOMA – auf dem Meeresgrund hört dich niemand schreien

SOMA entführt seine Spieler ähnlich wie die Bioshock-Reihe tief unter die Meeresoberfläche. Das Survival-Horror-Game ist 2015 erschienen und von Frictional Games entwickelt worden. Wer also die Atmosphäre der Unterwasserstadt Rapture in Bioshock 1 und 2 mochte, wird auch in SOMAs verlassener Forschungsstation auf seine Kosten kommen. Dabei schlüpft man in die Rolle des Simon Jarrett, eines Kanadiers, der nach einem Autounfall unter gesundheitlichen Problemen leidet. Deswegen entscheidet er sich experimentellen neurologischen Untersuchungen zu unterziehen. Wie es nicht anders kommen kann, geht das Experiment schief und Simon erwacht im Jahr 2103 auf dem Meeresgrund. Wie es dazu gekommen ist, wieso er – scheinbar – alleine ist und was es mit der dystopisch-schaurigen Forschungsstation auf sich hat, heißt es herauszufinden. SOMA könnt ihr auf der PlayStation 4, Microsoft Windows, macOS und Linux spielen.

Ihr interessiert euch eher für starke Geschichten, bei denen ihr viel beeinflussen könnt? Dann probiert doch mal unsere Tipps aus dem Interactive-Fiction-Genre!

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.de.


Images by Night School Studio, Playdead & The Fullbright Company


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Zwischen Konsolen, Cosplayern und der Kanzlerin – die Gamescom 2017!

Gamescom 2017 (adapted) (Image by Sergey Galyonkin [CC BY-SA 2.0] via Flickr

Zwischen Konsolen, Cosplayern und der Kanzlerin hat vom 22. bis 26. August 2017 die nunmehr 9. Gamescom in Köln stattgefunden. Auf über 200.000 Quadratmetern öffnete die Messe unter dem diesjährigen Motto “The Heart of Gaming” ihre Tore für einen neuen Besucherrekord von über 350.000 Menschen. Meine Reise begann für viele andere Fachbesucher schon am Montag vor dem ersten Messetag. Meinen noch „jungfräulichen“ Füßen grauste es bereits vor den 123.124 Schritten, die sie in den nächsten fünf Tagen auf der Gamescom 2017 laufen würden.

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Merkel lobt die Videospielbranche als kulturell wertvoll. Image by Lisa Kneidl.

Bereits an ihrem ersten Tag sollte die Gamescom 2017 bereits historisch sein, denn zum ersten Mal eröffnet ein deutsches Regierungsoberhaupt die Messe. Gegen 13 Uhr trifft Angela Merkel in der Messe ein, eröffnet die Messe offiziell und begibt sich nach der obligatorischen Pressekonferenz sogar auf einen offiziellen Rundgang. Neben üblichen politischen Floskeln – Frau Merkel hatte es irgendwie geschafft, im Kontext von Videospielen auch Schiller zu zitieren – und der Ermahnung zu mehr Medienkompetenz wurde aber auch beschlossen, dass Videospiele nun doch Kulturgut seien. Da dachten wir noch, das Internet wäre doch Neuland.

Gamescom 2017: Meine Presse-Premiere

Zwar bin ich seit 2012 begeisterte Privatbesucherin der Gamescom, aber erst in diesem Jahr konnte ich die “heiligen Hallen” erstmals auch mit meiner Akkreditierung um den Hals betreten. Der Consumer-Bereich ist trotz Fachbesuchertag dennoch bereits gut gefüllt, aber im Vergleich zu den folgenden 4 Tagen eine brachliegende Landschaft. Nachdem ich mir einen Überblick über die altbekannten Hallen verschafft hatte – Ubisoft, Blizzard und Co. platzieren sich meist in der gleicher Formation an den üblichen Stellen – war ich gespannt auf den Business-Bereich.

Wo der Consumer-Bereich mit Farben, Figuren und allgemeiner Reizüberflutung klotzt, hält sich der Business-Bereich eher zurück. In meiner bisherigen journalistischen Laufbahn habe  ich schon ein paar Tech-Messen mitgemacht und muss die Gamescom für ihren Elan und das tolle Feeling loben. Das Lob war allerdings auf den Consumer-Bereich bezogen. Der Business-Bereich enttäuschte mich dementsprechend ein wenig. Es lockten die immergleichen steril-weißen Messestände mit Keksen und Kaffee, die Spiele wurden in kleinen, versteckten Räumen hinter verschlossener Tür vorgestellt – alles top secret eben.  Business und professionelles Networking ist wichtig, aber es ist nicht meine Welt – zumindest nicht auf der Gamescom.

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Der Blizzard-Hit Overwatch ist auch auf der diesjährigen Gamescom ein Besuchermagnet. Image by Lisa Kneidl.

Der Reiz war für mich anderswo: Die Messe lebt von ihren extravaganten Ständen, den lauten Shows und den vielen tollen Cosplays. Würde alles exakt so wie im Business-Bereich ablaufen, hätte die Messe sicher keinen derartigen Erfolg. Bleibt nur die Frage, wieso die Messe den Consumern dann den Messe-Sonntag genommen hat und stattdessen einen Werktag mehr ins Programm genommen hat.

The Hype is real, or is it?

Vermeintliche Sensationen hatte die Gamescom einige, mit Neuankündigungen und Weltpremieren hält sich die Messe aber zurück. Dafür gibt es ja noch die circa zwei Monate vorher stattfindende E3 in Kalifornien. Blizzard hat sogar eine eigene Convention, für die sie sich die richtigen großen Happen aufheben. Maximal das neue Anno 1800 vom französischen Entwickler Ubisoft durfte in Köln jetzt Premiere feiern.

Auch Virtual Reality ist nach wie vor ein großes Thema, auch auf der Gamescom 2017 kam man kaum daran vorbei. Bei fast jedem zweiten Stand musste man in Deckung gehen, um nicht von den ausladenden Gesten eines temporär blinden VR-Spielers erschlagen zu werden. Eigentlich hatte VR seinen Durchbruch bereits, dennoch scheint es noch fast nur ein Messe-Gimmick zu sein. In den wenigsten Wohnzimmern die ich kenne liegt bereits eine VR-Brille.

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Maximale Immersion: Ein Fallout-Cosplayer beim Fallout-VR spielen. Image by Lisa Kneidl.

Außerdem regnet es Triple-A-Fortsetzungen: Far Cry 5, Assassins Creed: Origins, Call of Duty XYZ, Star Wars: Battlefront 2, Destiny 2, Uncharted: The Lost Legacy und wie sie nicht alle heißen. Davon wirkten nur die wenigsten wirklich innovativ. Weitaus mehr Spaß hatte ich dabei mit neuen, eigenständigen Titeln wie dem Open-World-Action-RPG Biomutant von THQ Nordic oder Detroit: Become Human vom Entwickler Quantic Dream, die schon Spieleblockbuster wie Heavy Rain herausbrachten.

Mehr Indie braucht das Land!

Zu meinen persönlichen Highlights zählt in jedem Jahr der Indie Arena Booth. Die Idee stammt vom Entwickler Oliver Eberlei und das Ganze wird heute vordergründig von dem Hamburger Entwicklerstudio THREAKS auf die Beine gestellt. Was im Jahr 2013 noch gerade mal bescheidene 40 Quadratmeter Fläche umfasste, hat sich bis zum Jahr 2017 geradezu exponentiell vergrößert und nimmt nun mit über 1.000 Quadratmetern etwa ein Viertel einer Gamescom-Halle ein. Hier präsentieren internationale und unabhängige Entwicklerstudios ihre Titel – eine Möglichkeit, die sie anderweitig oder alleine auf der Messe mit den entsprechend hohen Standpreisen nicht hätten.Bleibt nur die Frage, ob das nun noch Indie ist.

Wem die zum Teil bis zu sechs Stunden Wartezeit an den Triple A-Titeln in den anderen Hallen zu anstrengend sind, ist auf der Gamescom 2017 in der Indie-Arena bestens aufgehoben. Kurze Wartezeiten, clevere und charmante Spiele und ausgedehnte Gespräche mit den erklärfreudigen Entwicklern wirken um einiges ansprechender als stundenlanges Warten für wenige Minuten immergleiche Balllerei!

Gamescom_Indie Arena Booth
Ein kleiner Teil des Indie Arena Booth. Image by Lisa Kneidl.

Mein persönlicher Favorit: Rite of Ilk, ein Co-op Titel aus dem niederländischen Hause der Turtleneck Studios, der bei den Indie Arena Booth Awards auch direkt doppelt ausgezeichnet wurde. Nach einem kurzen Plausch mit dem Game-Designer Jori Kamp entpuppte sich das Game als Notlösung und Ersatz für das Abschlussprojekt des Entwicklerteams. Das Gameplay erinnert stark an den Videospiel-Klassiker Ico – die beiden Spielfiguren sind das gesamte Spiel hinweg mit einem Seil verbunden. Das stellt die Spieler vor einige Schwierigkeiten, bietet aber manchmal auch eine genial Lösung für Probleme in dem Puzzle-Plattformer.

 

Mehr als 80 Entwickler-Teams aus 26 Ländern waren in diesem Jahr vertreten – und der Trend nimmt nicht ab! Ein paar sehenswerte Stellvertreter aus der deutschen Indie Szene sind “Orwell” von Osmotic Games, “The Inner World” von Studio Fizbin und “All I Have Is Time” von THREAKS.

“The Heart of Gaming” lässt Gamer-Herzen höher schlagen

Immer gern gesehen sind auf der Gamescom zudem die Cosplayer, also kostümierte Fans, die in liebevoller Handarbeit ihre Verkleidungen herstellen, um so einen fiktiven Charakter nachzustellen. Umso erfreulicher ist es dabei, dass auch die Gaming-Branche langsam Wind von dieser Subkultur bekommt und sie fürs Marketing entdeckt. Langsam aber sicher lösen die kostümierten Fans die sogenannten “Booth Babes” an den großen Ständen ab. Eine Win-Win-Situation für beide Parteien: Cosplayer erhalten die verdiente Anerkennung für Ihre Arbeit und Publisher erhalten für Marketing begeisterte und zum Produkt informierte Werbe-Models.

Auch wenn gerade von den großen Entwicklern meiner Meinung nach die Innovationen ausblieben, ist die Gamescom ein Erlebnis, das ich Jahr für Jahr nicht missen möchte. Ich gehe schon lange nicht mehr nur für die Spiele zur Gamescom. Ich gehe für das Feeling, die Leute, darunter vor allem auch die Rocket Beans, die dieses Jahr erstmals die offizielle TV-Berichterstattung der Messe übernommen haben – kurz: Für das Gesamterlebnis. Fünf geballte Tage mit Hunderttausenden gut gelaunten Nerds an einem Fleck – die Gamescom 2017 war das Woodstock der Nerds!


Header (adapted) „Gamescom 2017“ by Sergey Galyonkin (CC BY-SA 2.0)
Images by Lisa Kneidl


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