5 Tipps zu Google Stadia

Es noch nicht lange her, dass Google auf der Game Developer Conference seinen kommenden Cloud-Gaming-Dienst Stadia ankündigte. Wir haben bereits darüber berichtet, was das Funktionsprinzip des Dienstes ist und welche Vorteile er bietet. Viele liegen auf der Hand: Die benötigte Rechenleistung wird von Googles eigenen Rechenzentren bereitgestellt. Zeitaufwendiges Herunterladen sowie langatmige Installationen werden mit Stadia ebenfalls überflüssig. Das gilt beispielsweise auch für den Streaming-Dienst Antstream, der sich auf Retro-Games spezialisiert hat (hier geht es zu unserem Test). Der Release von Stadia rückt immer näher. Wir haben für euch die wichtigsten Tipps zusammengestellt. 

1. Es gibt ein kostenloses Abo-Modell

Google wird für seinen Streaming-Dienst zwei Abo-Modelle anbieten: Stadia Base und Stadia Pro. Wer pünktlich zum Release über Stadia streamen und spielen möchte, muss sich die zeitlich limitierte Stadia Founder’s Edition sichern, die einige spannende Boni bereithält. 

Stadia Base richtig sich an Sparfüchse, Gelegenheitszocker oder einfach Spieler, die keine allzu hohen Ansprüche haben. Einer der wichtigsten Tipps zu Google Stadia ist deshalb: Stadia Base ist kostenlos. Allerdings wird es erst nächstes Jahr verfügbar sein. Mit diesem Modell können Spieler mit einer Auflösung von bis zu 1080p (Full HD) und 60 FPS sowie gewöhnlichem Stereo-Sound streamen. Auf exklusive Stadia-Pro-Angebote können die Nutzer dieses Grundmodells erwartungsgemäß nicht zugreifen. Genau so wenig auf zusätzliche sowie kostenlose Titel, die von Stadia angeboten werden. 

Wer sich hingegen für Stadia Pro entscheidet, hat sogar die Möglichkeit, mit einer Auflösung von bis zu 4K bei 60 FPS zu streamen. Nutzer der Pro-Variante dürfen sich zudem über einen 5.1-Surround freuen – allerdings kostet der Spaß dann auch etwas: 9,99 Euro verlangt Google monatlich dafür. Außerdem besteht die Möglichkeit, auf die bereits erwähnten zusätzlichen Titel und Exklusiv-Angebote zurückzugreifen. 

Für einmalige 129 Euro stellt Google seine zeitlich limitierte Stadia Founder’s Edition zur Verfügung: Nur wer hier zuschlägt, hat die Möglichkeit, direkt zum Release im November Spiele zu streamen. Die Sonderedition enthält nicht nur einen Zugangscode für drei Monate Stadia Pro. Ein Buddy Pass ist auch dabei. Mit diesem könnt ihr es einem Freund ermöglichen, ebenfalls drei Monate Stadia Pro zu testen. Aber das ist noch nicht alles: Ein vollständiger Zugriff auf Destiny 2 mit allen DLCs ist auch Teil der Founder’s Edition. Obendrauf gibt es noch einen Stadia-Controller sowie den Zugang zu Google Chromecast Ultra. Wer also jetzt schon weiß, dass er gern mit Stadia über seinen Fernseher Spiele streamen möchte, sollte überlegen, hier zuzuschlagen. 

2. Ein Stadia-Controller ist keine Pflicht 

Stadia-Controller, Image by Google Stadia

Die aktuellsten Informationen lassen sich aus den Google-Stadia-FAQs entnehmen. Demnach wird es auch möglich sein, dank eines lokalen Multiplayer-Modus mit bis zu vier Spielern über einen Stadia-Account gemeinsam zu spielen. Google erklärt ferner, dass der Besitz eines Stadia-Controllers keine Voraussetzung ist, um den Dienst zu nutzen. Dies gilt beispielsweise dann, wenn Spieler sich dazu entschließen, einen gewöhnlichen HID-Controller via USB-C mit dem PC oder mit einem Smartphone beziehungsweise Tablet zu verbinden. Mit Maus und Tastatur lässt selbstverständlich ebenfalls spielen. Wer hingegen direkt über seinen Fernseher streamen möchte, benötigt einen Stadia-Controller sowie den Streaming-Player Google Chromecast Ultra.

Googles hauseigener Controller wird in drei Farben (Clearly White, Just Black, Wasabi) zum Release des Gaming-Cloud-Dienstes für 69 Euro verfügbar sein. Voraussichtlich soll Stadia im November diesen Jahres starten. Um die Eingabeverzögerung so gering wie möglich zu halten, wird sich der Stadia-Controller via WLAN direkt mit dem Rechenzentrum verbinden. Die Einrichtung des Controllers auf einem der bereits erwähnten Geräte wird via Bluetooth aber auch mit einem USB-C-Kabel möglich sein.

Wollt ihr direkt zum Release über ein mobiles Endgerät spielen, müsst ihr Besitzer eines Pixels 3 (XL), eines Pixels 3a (XL) oder eines Tablets sein, das mit Chrome OS läuft. Zukünftig soll der Support für noch mehr Geräte ausgebaut werden. Zudem versichert Google, dass Games auf Stadia weiterhin verfügbar bleiben sollen, selbst wenn sich ein Spiele-Publisher dazu entschieden hat, den Stadia-Support einzustellen.

3. Auch eine moderate Internetverbindung reicht aus

Dies ist wohl einer der überraschendsten Tipps zu Google Stadia: Eine Internetverbindung von mindestens 10 Mbits pro Sekunde reicht bereits aus, um Spiele über Stadia mit einer Auflösung von mageren 720p zu streamen. Für eine Auflösung von 1080p (Full HD) bei 60 FPS benötigt ihr eine Internetverbindung von 20 Mbits pro Sekunde. Wer eine noch schnellere Breitbandverbindung hat (30 Mbits pro Sekunde oder mehr), kann sogar mit einer 4K-Auflösung spielen. Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob eure heimische Internetverbindung die Voraussetzungen erfüllt, könnt ihr hier den Stadia-Speedtest machen.

4. Es gibt für jeden die passenden Games 

Google hat bereits eine Reihe von Spielen (über 30) verkündet, die direkt zum Start verfügbar sein werden. Bekannte Publisher wie zum Beispiel Deep Silver, Bethesda, Square Enix, 2K Games aber auch Ubisoft konnte Stadia für sich gewinnen. Große Titel wie Metro: Exodus, Assassin’s Creed Odyssey (hier geht es zu unserem Test) oder Borderlands 3 werden sich demnach streamen lassen. Außerdem wurden bereits Spiele für Stadia und andere Plattformen angekündigt, die noch gar nicht veröffentlicht wurden: Watch Dogs: Legion und Marvel’s Avengers. Beide Titel sollen kommendes Jahr auf den Markt kommen. Auf der ersten Stadia Connect erfolgte sogar die überraschende und offizielle Ankündigung des RPGs Baldur’s Gate 3. Einen Release-Termin gibt es allerdings bisher noch nicht. Hier eine Übersicht weiterer Titel, die über Stadia gestreamt werden können: 

  • Dragon Ball Xenoverse 2
  • DOOM Eternal 
  • Wolfenstein: Youngblood
  • GRID
  • Thumper
  • Final Fantasy XV
  • Rage 2
  • Tomb Raider Trilogy
  • Samurai Showdown
  • Football Manager 2020
  • Get Packed
  • The Elder Scrolls Online
  • Gylt
  • The Crew 2
  • The Division 2
  • Ghost Recon Breakpoint
  • Just Dance 
  • Trials Rising
  • NBA 2K
  • Landwirtschaftssimulator 19
  • Mortal Kombat 11
  • Darksiders Genesis 

5. Das Interesse an Cloud-Gaming ist noch sehr gering  

Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos MORI ist das Interesse von Spielern an Diensten wie Stadia in Deutschland, Großbritannien, Frankreich sowie Spanien sehr gering. Insgesamt haben nur 15 Prozent ihr Interesse bekundet. Die überwiegende Mehrheit, rund 70 Prozent, zeigt sich hingegen überhaupt nicht neugierig auf die Streaming-Dienste. In Deutschland ist das Interesse besonders niedrig. Lediglich 10 Prozent gaben an, Gaming-Cloud-Diensten Aufmerksamkeit schenken zu wollen. Der Umfrage zufolge ist auch die anhaltende Beliebtheit von Spielverpackungen ein Grund dafür. Die Sorge, dass die Internetverbindung zu schlecht sein könnte teilen wiederum offenbar nur die Wenigsten.

Ihr müsst nicht bis zum Start von Stadia warten, um Metro: Exodus zu spielen (Provisionslink).


Image by Google Stadia

Lennard Braesen

studiert Deutsch sowie Philosophie an der CAU zu Kiel und schreibt dort nicht nur gern Hausarbeiten, sondern auch Artikel für die Hochschulzeitung. Einer seiner Studienschwerpunkte ist die Technikphilosophie. Er interessiert sich für alles, was in kommenden Jahren unsere Gesellschaft revolutionieren könnte – damit ist er bei den Netzpiloten gut aufgehoben.


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