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Android Q – das erwartet uns im neuen Google Betriebssystem

Wir haben nun schon über einige Neuankündigungen von der diesjährigen Google I/O Keynote berichtet. Wie zum Beispiel über die Implementierung der Programmiersprache Kotlin oder der Ankündigung von gleich zwei neuen Smartphones aus dem Hause Google. Aber als Erfinder eines der meist genutzten Betriebssysteme ließ es sich Google natürlich nicht nehmen, schon mal die neuen Features aus dem nächsten Android Update mit bisherigem Beta-Namen „Android Q“ vorzustellen.

Erleichterte Bedienung

Eine der größten Neuerungen in Android Q ist das Erstellen von automatischen Untertiteln unter jedem Video, Podcast und sogar jeder Sprachnachricht. Ganz egal ob online oder offline. Das jeweilige Smartphone kann mit dem neuen Update selbstständig Untertitel generieren – in jeder Anwendung, in der eine Sprachausgabe erkannt wird. Zudem kommt Android Q, wie auch Apples neuestes Update, iOS 13, mit einem vollwertigen Dark Mode um die Ecke. Zum Schutze des Akkus und der Augen. Auch im Bereich „Digital-Wellbeing“ ändert sich etwas in Android Q. In Zukunft können Eltern die Benutzungszeit für Apps für ihre Kinder einschränken.

Für alle Menschen, die schnell vom Smartphone ablenken lassen, wenn sie eigentlich arbeiten sollten, hat sich Google noch etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Mit dem Update auf Android Q können User einen sogenannten „Focus Mode“ einrichten, bei dessen Aktivierung unwichtigen Apps nicht mehr angezeigt und Benachrichtigungen nicht mehr weitergeleitet werden. Wichtige Anrufe und Nachrichten erhalten die Nutzer weiterhin. Dieser Modus lässt sich natürlich in den Einstellungen auch wieder mit einem Klick zurücksetzen. Des Weiteren erweitert das US-Unternehmen die Funktionen der Smart Reply. Für Android-Nutzer soll es somit in Zukunft noch leichter sein, vorgefertigte Antworten auf Nachrichten zu geben oder direkt die relevanten Informationen aus den erhaltenen Messages zu filtern. Auch eine Bildschirm-Aufnahme-Funktion gesellt sich zu den Neuerungen.

Neue Features im Bereich Sicherheit und Kontrolle

Der diesjährige Fokus für Innovationen liegt für Google ganz klar bei der Verbesserung der Nutzer-Sicherheit. Deswegen können Benutzer jetzt auch in Android Systemen festlegen, welche Apps Zugriff auf ihren Standort bekommen dürfen. Außerdem werden Sicherheitsupdates direkt im PlayStore zum Download bereitgestellt, sodass Google einen stärkeren Einfluss auf die Datenschutzverbesserungen hat, als noch zuvor. Denn vor Android Q haben die jeweiligen Smartphone-Hersteller selbst für Sicherheitsupdates gesorgt. Das nimmt Google jetzt in die Hand.

Android Q – gemacht für Faltdisplays

Mit den ersten faltbaren Smartphones, die bereits in den Startlöchern stehen, ist auch der Bedarf nach kompatibler Software sehr groß. Google verspricht in seinem Android Q Update eine automatische Anpassung der App-Größe und Ausrichtung. Diese richtet sich danach, wie das Falt-Handy gehalten wird. Mit dem Feature „Screen Continuity“ für faltbare Smartphones soll es den Usern darüber hinaus auch beim Drehen und Klappen des Handys möglich sein, direkt an der gleichen Stelle wie zuvor weiterzuarbeiten.

Schon jetzt können User Android Q in der Beta-Version auf ausgewählten Smartphones testen. Allerdings auf eigene Gefahr, da vereinzelt noch Fehler zu Datenverlust oder anderen Software-Problemen führen können.


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Google I/O – Kotlin für Android als bevorzugte Programmiersprache

Google kündigt auf der diesjährigen I/O an: Kotlin wird die bevorzugte Programmiersprache für Kotlin.

Auf der diesjährigen Google I/O in Kalifornien hat Google eine ganze Reihe von Ankündigungen gemacht, die besonders für Android-Entwickler spannend sein dürften. Unter anderem wolle man zukünftig auf Kotlin als bevorzugte Programmiersprache für Android setzen.

Nun stößt Kotlin Java vom Thron

Bereits auf der Google I/O 2017 gab der Tech-Konzern an, Kotlin als offizielle Programmiersprache für Android unterstützen zu wollen. Daraufhin folgte mit Android Studio 3.0 die Integration in die eigene IDE (Entwicklungsumgebung) und die Sprache existierte eine Weile gemeinsam neben Java – der bisherigen Hauptsprache – im Android-Kosmos.

Die offizielle Unterstützung von Kotlin für Android war damals durchaus nahe liegend. So lässt sich die von JetBrains entwickelte Sprache genau wie Java in der JVM (Java Virtual Machine) kompilieren, bietet aber gerade für Entwickler einiges mehr an Komfort. Zudem deutet die große Beliebtheit der Sprache ebenfalls darauf hin. So verwenden laut Google mittlerweile über die Hälfte der professionellen Android-Entwickler Kotlin.

Das tschechische Software-Unternehmen JetBrains ist unter anderem für die Java-IDE IntelliJ verantwortlich. Diese benutzen viele Entwickler neben Android Studio in der Android-Entwicklung.

Nun verkündet Google, dass die typisierte Sprache nicht mehr bloß neben Java existieren soll, sondern dass künftig Kotlin für Android die bevorzugte Programmiersprache darstellen wird. Man empfiehlt Entwicklern dabei sogar, die Sprache für künftige Projekte zu nutzen. Auch will man gemeinsam mit JetBrains und der 2018 gegründeten Kotlin Foundation die Tools und Dokumentationen zur Programmierung mit Kotlin verbessern. Nebenher sollen unter dem Titel „Kotlin/Everywhere“ Trainings zum Umgang mit der Sprache angeboten werden.

Was macht Kotlin so besonders?

Vielen Entwicklern dürfte Kotlin bereits geläufig sein, erfreut sich die Sprache doch jetzt schon großer Beliebtheit. Veröffentlicht wurde sie dabei erst 2016 in einer stabilen Version. Für diejenigen, die die Sprache noch nicht kennen, geben wir einen kleinen Überblick:

Neben der Android-Entwicklung eignet sich Kotlin auch fürs Web und lässt sich in JavaScript übersetzen. Dabei ist die Interoperabilität zu Java besonders praktisch. Kotlin wurde unter der Anforderung mit Java kompatibel zu sein, entwickelt. Deshalb lässt sich in Projekten durchaus Code aus beiden Sprachen verwenden. Das macht Kotlin für Android besonders geeignet und erleichtert sicher in vielen Projekten den Übergang. So kann in bestehendem Java-Code problemlos Kotlin-Code aufgerufen werden. Weiterhin müssen Entwickler in neuen Projekten, die direkt in Kotlin angelegt sind, nicht auf ihre Java-Bibliotheken verzichten und können diese einfach importieren.

Eine moderne Syntax, die das Leben erleichtert

Der eigentliche Vorteil der Sprache liegt aber in seiner modernen und einfachen Syntax. Schließlich lässt sich mit Kotlin eine ganze Menge Boilerplate-Code vermeiden, der in Java noch unumgänglich war. Auch bietet die Sprache einige praktische Funktionen, die die Fehleranfälligkeit des Codes drastisch verringert. So müssen Entwickler beispielsweise explizit deklarieren, ob Variablen den Wert „null“ enthalten können, da sonst Compiler-Errors auftreten. Viele Entwickler werden aufatmen bei dem Gedanken, sich nicht mehr über Javas „NullPointerExceptions“ zur Laufzeit ärgern zu müssen. Vermutlich sind es diese moderneren Aspekte der Sprache, die Google dazu veranlassen, Kotlin als bevorzugte Programmiersprache für Android einzusetzen.

Für mehr Informationen zu Kotlin, solltet ihr euch unbedingt die sehr umfangreiche Dokumentation zu der Sprache aus dem Hause JetBrain anschauen. Google bietet auf seiner Seite ebenfalls eine umfassende Dokumentation zu der Sprache. Zudem findet ihr hier diverse Tutorials zur Nutzung von Kotlin für Android.

Das Buch „Android mit Kotlin – kurz & gut“ hilft euch beim Einstieg in die Programmiersprache (Provisionslink)


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Google stellt das Pixel 3a und Pixel 3a XL vor

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Der I/O Keynote vom Technik-Giganten Google fieberten wir schon seit einiger Zeit entgegen. Nun ist es endlich soweit. Neben zahlreichen Neuerungen für den Google Assistant hat das Unternehmen aus den USA heute gleich zwei neue Smartphones vorgestellt: Zum Einen das Pixel 3a und zum anderen das Pixel 3a XL. Sie sollen nun das Mittelklassen-Segment aufmischen.

Google hat, ähnlich wie Apple, seit einigen Jahren mit sinkenden Verkaufszahlen ihrer Smartphones zu kämpfen. Laut dem Google VP of Product Management Mario Queiroz liegt das hauptsächlich an den hohen Preisen, die man inzwischen für Premium-Smartphones bezahlen müsse. Und genau aus diesem Grund möchte Google nun in die Welt der Mittelklassen-Smartphones einsteigen. Dafür bringt das Unternehmen gleich zwei neue Smartphones an den Start.

Pixel 3a mit HTC Design

Der Philosophie von Google folgend geht es bei den Neuvorstellungen auf der I/O 2019 Keynote um die inneren Werte der Geräte. Das Design für die neuen Smartphones wurde sich von HTC geholt. Das Innenleben ist dann wieder ganz Google. Im Vergleich zum Google Pixel 3, welches einen Snapdragon 845 Prozessor verbaut hat, wurde die Leistung für die neuen Smartphones ein wenig heruntergeschraubt. Es ist ausgestattet mit einem Snapdragon 670 Prozessor. Auch bei der Speicherkapazität hat Google bei dem Pixel 3a ein wenig gespart. Das Smartphone ist auf 64 Gigabyte limitiert. Zudem ist Wireless Charging bei den neuen Modellen Pixel 3a und Pixel 3a XL nicht mehr möglich.

Dafür warten die neuen Smartphones aber mit ganz anderen Funktionen auf. Die Mittelklasse von Google ist ebenfalls mit einem OLED-Display ausgestattet, sowie HDR+-Technologie in der Kamera. Das Pixel 3a soll laut Hersteller innerhalb von 15 Minuten für sieben Stunden Nutzung geladen werden können. Bei einem komplett aufgeladenen Akku soll sogar eine Benutzungszeit von 30 Stunden möglich sein.

Neuerungen der Software

Fans von Google-Produkten werden sich über diese Neuigkeiten besonders freuen. Auf der diesjährigen Keynote wurden viele neue Features für den Google Assistant und andere Google-Anwendungen vorgestellt, die es natürlich auch auf den neuen Smartphones von Google geben wird. So soll es bald eine Augmented Reality Funktion für die Navigations-App geben. Somit können Nutzer ihre Umgebung scannen und durch die Kamera direkte Hinweise zur Wegfindungen sehen.

Die Funktion Google Lens kann in Zukunft noch mehr Details zu Restaurant-Karten und Ähnlichem geben. Darüber hinaus soll Google Lens gleich errechnen können, wie viel Geld, plus Trinkgeld, ihr für euer Essen bezahlen werdet bzw. würdet. Zudem wird der Google Assistant auch in die Mobilitäts-App Waze integriert, sodass ihr diese während der Autofahrt per Sprachsteuerung bedienen könnt. Alles weitere zu den Software-Neuerungen der I/O 2019 Keynote findet ihr hier.

Weitere Daten zum Pixel 3a und Pixel 3a XL

Sowohl das Pixel 3a, als auch das Pixel 3a XL werden in den Farben „Just Black“ und „Clearly White“ erhältlich sein. Auch bei den Farben hält es Google also lieber simpel bei diesem Modell. Das Pixel 3a verfügt über einen 5,6 Zoll-Bildschirm und ist ab 399 Euro zu haben. Das Modell Pixel 3a XL hat einen sechs Zoll Bildschirm und kann ab 479 Euro erstanden werden. Beide Modelle können ab sofort online bestellt, oder in ausgewählten Technik-Läden gekauft werden.


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Umgekehrte Bildersuche mit Google – so geht’s auf dem Smartphone

umgekehrte Bildersuche Google Symbolbild

Wie man mit Google auch direkt nach Bildern suchen kann, wissen viele Internet-Nutzer. Ebenso praktisch  kann es aber sein, umgekehrt zu suchen und herauszufinden, auf welchen Webseiten bestimmte Bilder verwendet werden. Dadurch lassen sich Hinweise auf Erstveröffentlichungen, unterschiedliche Formate und die Originalquelle finden. Umgekehrte Bildersuche – wir erklären, wie das mit Google klappt.

Umgekehrte Bildersuche auf dem Desktop

Am Desktop lässt sich eine umgekehrte Bildersuche ohne Weiteres sehr leicht vornehmen. Mit Googles Chrome braucht ihr beispielsweise nur auf einem beliebigen Bild per Rechtsklick die Funktion „Mit Google nach Bild suchen“ auswählen. Schon werden Bildgrößen und Quellen für das gesuchte Bild angezeigt. Das gleiche gilt auch, wenn ihr im Suchfenster von Google Bilder auf das Kamera-Icon drückt und dann entweder die Bild-URL einfügt oder das Bild hochlädt.

Lange Zeit funktioniert dies auf dem Smartphone so nicht. Stattdessen war ein Umweg nötig, beispielsweise über eine Web-App des Bloggers Amit Agarwal. Doch inzwischen hat Google nachgebessert und die umgekehrte Bildersuche auch auf dem Smartphone integriert.

Umgekehrte Bildersuche auf dem Smartphone

Die Bilder-Suche ist ein wichtiger Bestandteil von Google. Daher ist eine entsprechende Rubrik auch in der Suche auf dem Smartphone zu finden. Wechselt für die umgekehrte Bildersuche von der Rubrik „Alle“ in die Rubrik „Bilder“. Anschließend gebt ihr im Textsuchfeld die Suchbegriffe ein, mit denen ihr Bilder finden wollt. Dann werden euch Treffer angezeigt.

Im nächsten Schritt öffnet ihr mit einem Tipp auf das Bild eine große Einzelansicht. In dieser Einzelansicht aktiviert ihr mit einem langen Fingerdruck auf das Bild ein Kontextmenü. Darin findet ihr den Eintrag „In Google nach dem Bild suchen“. Bingo! Da habt ihr es. Jetzt zeigt Google euch ausschließlich Fundstellen mit diesem Bild an. Diese Vorgehensweise für die umgekehrte Bildersuche funktioniert mit Android-Smartphones sowie iPhones und iPads übrigens gleichermaßen.

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Von der Fiktion in die Wirklichkeit: Diese Dinge aus dem Roman QualityLand sind schon Realität

„Come to where the quality is! Come to QualityLand”, sind die ersten Worte aus dem Reiseführer für QualityLand, die uns in Marc-Uwe Klings Bestseller aus 2017 begrüßen. Die in diesem Buch libertär-dystopische Zukunftsversion einer Welt, in der nur noch Gewinnmaximierung und Fortschritt zählt, hat viele Leser regelrecht vor dem Buch gefesselt. Wohl auch aufgrund der gewohnt sympathischen Figuren Klings, die sich oft einem beinahe kafkaesken System gegenübersehen. Erst kürzlich verkündete der Autor selbst auf Twitter, der amerikanische Fernsehprogrammanbieter HBO würde seinen Roman in eine Serie umwandeln. Wir sind in jedem Fall gespannt auf das Endergebnis. Gleichzeitig kommen wir nicht umhin, uns zu fragen: Wie realistisch sind die dystopischen Vorstellungen im Roman? Oder anders ausgedrückt: Wie viel QualityLand steckt in unserer Realität? Wir haben einmal fünf Zukunftstechniken aus QualityLand zusammengetragen, die sich bereits in der Wirklichkeit anbahnen.

Die Zukunft des Online-Shopping

„Exakt in dem Augenblick, als Peter zu Hause ankommt, trifft eine Lieferdrohne von TheShop ein. Über Zufälle dieser Art wundert sich Peter schon lange nicht mehr. […] Wer sich durch nur einen Kuss auf sein QualityPad für OneKiss anmeldet, bekommt fortan alle Produkte, die er bewusst oder unbewusst haben will, zugeschickt, ohne sie bestellen zu müssen.“ (Marc-Uwe Kling, QualityLand, Ullstein Buchverlage GmbH, 2018, Seite 17-18)

Dass Drohnen Pakete liefern ist nicht unbedingt eine Neuigkeit. Amazon arbeitet schon seit geraumer Zeit an einer zuverlässigen Technik, die das Liefern mit Drohnen ermöglichen soll. Drohnen sollen dann den Kunden innerhalb von 30 Minuten ihr Wunsch-Produkt liefern. Auch deutsche Unternehmen wie DHL probieren sich im Moment in Beta-Tests an den Drohnen aus. Wirklich interessant ist aber der zweite Teil des Zitats. Google und Co werten schon heute unser User-Daten aus und auch Onlineshops speichern genau, was wir auf ihren Websites angucken. Aus all diesen Daten lassen sich schon heute sogenannten Predictive Analysen erstellen, die schon jetzt herausfinden können, ob jemand schwanger ist, oder an einer Krankheit leidet. Diese Technik ist natürlich auch für Online-Händler höchst interessant. Sie könnten mit diesen Verhaltens-Analysen vorhersagen, was ihre Kunden wann kaufen wollen.

Online-Shopping wird interaktiver

„Denise guckt ihre Lieblingsserie. Es ist eine alte Show über vier Frauen, die in einer Stadt namens New York leben. „Stopp“, sagt sie, und das Bild friert ein. „Die Bluse von Carrie Bradshaw.“ Auf dem Bildschirm wird die Bluse markiert, die die Schauspielerin trägt. Produktname, Markenname und aktueller Preis bei TheShop […] werden eingeblendet.“ (Marc-Uwe Kling, QualityLand, Ullstein Buchverlage GmbH, 2018, Seite 126)

Nicht nur künstliche Intelligenzen und Predictive Analysen werden das Online-Shopping beeinflussen, sondern auch die Art wie wir einkaufen wird sich verändern. Erst kürzlich integrierte Instagram in den USA ein Bezahlsystem, das es ermöglicht, sofort in der App zu shoppen. Bei Snapchat soll es bald sogar eine Funktion geben, mit der man zum  Beispiel ein Bild von einer Handtasche machen, und sofort Online-Shops vorgeschlagen bekommen kann, wo es diese Handtasche zu kaufen gibt. Die neue Funktion Google Lens für Smartphones schlägt ebenfalls in diese Kerbe. Wenn der User seine Kamera auf Gebäude oder Gegenstände richtet, erkennt Google Lens die Objekte und gibt Informationen und bei Produkten auch Online-Shops vor. Hier sind wir der Idee in QualityLand also schon fast ebenbürtig.

Fokussieren auf die wichtigen Dinge

„Eine neue Frage erscheint auf Sandras Brille: „Möchtest du, dass QualityPartner automatisch Ort und Termin für ein Rendezvous mit deinem Partner ausmacht?“ Sandra fokussiert ihre Pupillen wieder auf „OK“.“ (Marc-Uwe Kling, QualityLand, Ullstein Buchverlage GmbH, 2018, Seite 49)

Es ist vielleicht eher ein kleines Detail, auf das wir uns hier stützen. Aber die Technologie hinter Eyetracking ist einfach zu interessant, um sie an dieser Stelle nicht einmal zu erwähnen. Gerade für Menschen mit eingeschränkten motorischen Fähigkeiten durch Alter, Unfälle oder Behinderung gibt es schon heute technische Geräte, die sich komplett mit der Eyetracking-Technologie steuern lassen. Ein Beispiel gefällig: Der Tobii Eye Tracker 4C ist ein Gerät, das für 150 Euro online gekauft und dann mit einem PC mit Windows 10 verbunden werden kann. Das längliche Board erkennt anhand von Infrarot-Strahlen, wie sich die Augen des Benutzers bewegen und ermöglichen Laut Test der COMPUTER BILD eine komplette Benutzung der Windows Oberfläche, nur mit den Augen.

KIs übernehmen die Kunstszene

„Ich bin Kalliope 7.3. Die weltbekannte E-Poetin. Verfasserin des erfolgreichen historischen Romans „Die Praktikantin und der Präsident.“ […] „Es ist Ihnen vielleicht auch bekannt, dass schon seit geraumer Zeit die erfolgreichsten Romane von E-Poeten verfasst werden, also von künstlichen Intelligenzen, die die marktkonformste Zusammenstellung von Wörtern ausrechnen?“ (Marc-Uwe Kling, QualityLand, Ullstein Buchverlage GmbH, 2018, Seite 65)

Wir berichteten vor Kurzem von AICAN, der ersten KI, die eigenständig Gemälde erstellt und diese für bis zu 18.000 US-Dollar verkauft. So weit hergeholt ist die Idee hinter Kalliope 7.3 also nicht. Denn auch aus der Welt der Literatur gibt es inzwischen schon einige KIs, die ihre Fähigkeiten als „E-Poeten“ unter Beweis stellen wollen. Der Autohersteller Lexus ließ sich vor Kurzem zum Beispiel das Drehbuch für seinen Werbespot von einer künstlichen Intelligenz schreiben. Auch die KI der Firma OpenAI versucht sich jetzt an kreativen Geschichten, und damit ist sie erfolgreicher, als die meisten anderen ihrer Art. Trotz all diesen Fortschritten stehen künstliche Intelligenzen, die kreativ sein sollen, aber noch vor einigen Herausforderungen, wie wir bereits einmal erörtert haben. Auf eine ausgeklügelte KI wie Kalliope 7.3 müssen wir also noch ein wenig warten. Diese leidet im Buch übrigens an einer Schreibblockade, übernimmt also sogar menschliche Fehler.

Autos übernehmen bei Unfällen

„Als sich Peter Arbeitsloser in einem autonomen Fahrzeug auf dem Weg nach Hause befindet, beginnt er eine Unterhaltung mit der KI des Autos. Diese teilt ihm mit, dass sie bei Autounfällen selbst die Kontrolle übernimmt und ausrechnet, welcher Ausgang des Unfalls den kleinstmöglichen Schaden verursachen würde. Daraus resultiert die KI: „Eine Maschine reagiert viel schneller und hat Zeit für genau diese komplexe Überlegung. Für uns beinhaltet fast jeder Unfall eine moralische Entscheidung.“ (Marc-Uwe Kling, QualityLand, Ullstein Buchverlage GmbH, 2018, Seite 154)

Ja, auch in diese Richtung wird im Moment schon geforscht. In einem Experiment des nature-Wissenschafts-Magazines wurde getestet, wie sich autonome Autos im Falle eines Unfalls verhalten würden. Wie sie sich zum Beispiel entscheiden würden, wenn entweder die Insassen des eigenen Fahrzeuges sterben müssten, oder drei Rentner, die die Straße gerade überqueren. In dem Experiment versuchten die Wissenschaftler zu analysieren, welche Moralvorstellungen überhaupt in die KIs implementiert werden sollten. Sie fanden heraus, dass Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen auch unterschiedliche Moralvorstellungen vertreten. Diese einer künstlichen Intelligenz beizubringen dürfte eine große Herausforderung der Zukunft sein.

Es ist erstaunlich zu sehen in welchem Tempo sich im Moment die Technik weiterentwickelt. Dabei kommen wir der Fiktion des Sci-Fis und fiktionalen Zukunftsszenarien aus allen Genres immer näher. Bei der Recherche wurde ich selbst ein wenig überrumpelt, wie viele Dinge aus dem Roman von Marc-Uwe Kling inzwischen schon in der Realität auffindbar sind. Dass die technische Revolution in der Zukunft unseren Alltag umkrempeln wird, dessen sind sich viele sicher. Bleibt zu hoffen, dass wird dafür, anders als die Charaktere in QualityLand, nicht unsere Demokratie und Freiheit aufgeben müssen.

Das Buch von Marc-Uwe Kling bestellen (Provisionslink)


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April, April! Die besten Aprilscherze im Netz

Na, seid ihr heute auch schon reingelegt worden? Zugegeben sind weder alle Aprilscherze geschmackvoll, noch mag man in jeder Situation zum Opfer eines solchen werden. Viele große Unternehmen nutzen den Tag jedoch für kleine und größere Späße, die teilweise echt gut sind. Für manche ist es sogar eine gute Möglichkeit, virales Marketing zu betreiben. Einige große Unternehmen machen bereits seit Jahren mit und wissen, dass Teile des Internets geradezu auf die neuesten Absurditäten warten. 

Wir haben das Internet durchforstet, um euch die tollsten Aktionen am 1. April zu zeigen. 

Artikel 13 im Eilantrag abgelehnt

Einen ganz fiesen Aprilscherz erlaubte sich Christian Solmecke von der Kanzlei WBS. Der bekannte Rechtsanwalt erlangte jüngst einen großen Bekanntheitsschub durch seinen Einsatz gegen den umstrittenen Artikel 13. Ausgerechnet diesen Einsatz nimmt er zum Aufhänger eines Aprilscherzes und verkündet, dass Artikel 13 durch eine Eil-Abstimmung im EU-Parlament gekippt wurde. Dass er damit einige Zuschauer auf dem falschen Fuß erwischt hat, zeigt sich an der hohen Zahl negativer Bewertungen. Bereits in der Beschreibung wird aber darauf hingewiesen, dass das Video am 1. April erschien und nicht am 31. März, wie YouTube es darstellt. Auch im angepinnten Kommentar schreibt die Kanzlei WBS „Für uns ist #Artikel13 eben einfach nur ein schlechter Scherz! #gehtwaehlen P.S.: Sorry an alle, die kurz Hoffnung hatten…“.

Die Rückkehr der Telefonzelle

Auch T-Mobile besinnt sich auf einen alten Hut, den sie natürlich als innovative Neuigkeit präsentieren. Kennt ihr auch das Problem, dass ihr mit dem Smartphone einfach keine ruhige Umgebung habt, weil ständig jemand um euch herum ist? Die T-Mobile BoothE soll Abhilfe schaffen. Eine Zelle für eine einzelne Person soll euch auch unterwegs ein ungestörtes Telefon-Erlebnis bieten. Wir finden diese Innovation super!

Google Maps lässt euch Snake spielen

Google Maps lässt euch dieses Jahr einen alten Spieleklassiker neu erleben. Bild: Stefan Reismann.

Google Maps bringt schon seit Jahren immer wieder lustige Spielereien. Unter anderem zeigte sich der Kartendienst bereits im Look einer Overworld-Map, wie sie einem alten Supernintendo-Spiel hätte entspringen können. Schade, dass diese Features anschließend wieder verschwinden.

Vor vier Jahren konntet ihr außerdem Pac-Man auf dem berühmten Kartendienst spielen. Die Straßen wurden einfach zum Labyrinth, in dem die gelbe Spielfigur ihren berühmten Heißhunger auf Punkte stillt und dabei den farbig eingefärbten Gespenstern aus dem Weg gehen muss.

Dieses Jahr gibt es auch wieder Retro-Spaß für Gaming-Fans. Google-Maps gibt es nicht nur wieder im Pixel-Look, ihr könnt dieses Mal sogar Snake darauf spielen. Statt einer Schlange dürft ihr allerdings den öffentlichen Nahverkehr bedienen. Neben Fahrgästen müsst ihr gelegentlich auch Wahrzeichen der gewählten Stadt mitnehmen, die euch zusätzliche Punkte versprechen. Lasst euch von eurem Spieltrieb aber nicht komplett von der Arbeit ablenken.

Elon Musk rappt über Harambe

Eine ganz kuriose Aktion macht auch Elon Musk. Der Tesla-Gründer veröffentlicht einen Rap-Song über den Gorilla Harambe, der 2016 erschossen wurde, nachdem er einen dreijährigen Jungen durchs Wasser zog, der ins Gehege gefallen war. Die Reaktion des Zoos sorgte damals schon für starke Kritik, aber auch für etliche Memes. Nun erinnert Musk mit dem Rap „RIP Harambe“ wieder daran zurück. Das Lied von „Emo G Records“ ist auf Soundcloud verfügbar. Kurz nach Veröffentlichung schrieb Musk, der sich derzeit „Jung Musk“ nennt, auf Twitter: „Ich bin enttäuscht, dass mein Musiklabel gescheitert ist“.

Smartphone-Spuren in U-Bahn-Stationen

Auch für Verkehrsverbünde gehört Social Media mittlerweile zum gängigen Handwerk. Die Wiener Linien haben sich zum 1. April etwas ganz besonderes einfallen lassen. Auf einem Bild zeigen sie gekennzeichnete Wege für Smartphone-Nutzer und Smartphone-Verweigerer. Das Konzept der getrennten Wege soll das Zusammenleben verbessern und für weniger Zusammenstöße sorgen. Ein harmloser, aber lustiger Aprilscherz.


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Stadia – Google kündigt Cloud Gaming-Dienst an

Auf der diesjährigen Game Developer Conference in San Francisco kündigte Google seine neue Cloud Gaming-Plattform Stadia an. Damit will Google unseren zukünftigen Zugang zu Videospielen verändern.

Videospiele für alle!

Laut Sundar Pichai, dem CEO von Google, schafft das Unternehmen mit Stadia eine Cloud Gaming-Plattform, die Spiele jedem zugänglich macht und Barrieren für die Spieler aufhebt. So soll es möglich sein, grafisch anspruchsvolle Spiele auf verschiedenen Endgeräten zu spielen, ohne dass diese eine sonderlich große Leistungsfähigkeit vorweisen müssen. Auf Fernsehern, Notebooks, Tablets, Desktop-PCs oder Smartphones können Nutzer dann Spiele wie Assassin’s Creed Odyssey mit einer Auflösung von bis zu 4K und mit 60 Bildern die Sekunde spielen. In der Zukunft will Goolge sogar Auflösungen bis zu 8K und 120 Bilder die Sekunde möglich machen.

Spiele werden schneller und einfacher zugänglich

Indem Google die benötigte Rechenleistung von den Geräten der Spieler auf ihre eigenen Rechenzentren verlegt, wollen sie die Zugänglichkeit von Spielen für die Nutzer erhöhen. User müssen keine Inhalte mehr herunterladen oder ein Spiel erst installieren. Sie können das Spiel ganz einfach starten und loslegen. In der Keynote zu Stadia zeigt Phil Harrison, Vice President und General Manager von Google Stadia, wie das Gaming-Erlebnis auf und zwischen den verschiedenen Endgeräten aussehen kann. Ein Spiel kann mit Stadia beispielsweise auf einem Smartphone begonnen und dann nahezu nahtlos auf einem anderen Gerät, wie dem heimischen Fernseher fortgesetzt werden.

Auch wird es die Möglichkeit geben, Spiele direkt aus einem YouTube-Video über einen Play-Button zu starten. Der Start des Spiels aus YouTube heraus soll dabei angeblich nicht länger als fünf Sekunden dauern. So will man mit Stadia den Weg zwischen der Begeisterung für ein Spiel und dem tatsächlichen Spielen verkürzen.

Auch gemeinsames Spielen wird unterstützt

Auch das gemeinsame Spielen soll mit Stadia im Splitscreen und online ruckelfrei möglich sein. Gerade im Bereich der Multiplayer-Spiele bietet Stadia den Spieleentwicklern eine echte Neuerung. In traditionellen Multiplayer-Titeln verbinden sich die einzelnen Spieler (Clients) selber mit den Servern des Spiels, wodurch einem Spiel durch die einzelnen Internetgeschwindigkeiten der Clients gewisse Grenzen gesetzt sind. Mit der Streaming-Plattform können jetzt sowohl der Client, als auch der Server in Stadias Infrastruktur ausgeführt werden. Der Weg vom Client zum Server ist damit berechenbar und das macht den Entwicklern das Leben deutlich einfacher.

Mehr Spaß für Entwickler

Generell versucht Google mit ihrem Game-Streaming-Dienst nicht nur Spielern etwas zu bieten. Auch Entwickler sollen von den neuen Möglichkeiten profitieren. Da die Spiele nicht mehr auf den Endgeräten der Gamer ausgeführt werden, müssen sich die Entwickler zum Beispiel nicht mehr so stark an Hardware-Begrenzungen halten und können ihre Werke eher nach ihren Vorstellungen entwickeln. Außerdem will Google mit Unity, Unreal, CryTec, Havok und diversen anderen Game-Engines und Tools zusammenarbeiten, um die Entwicklung für Spiele auf und in der Stadia-Plattform zu vereinfachen. Auch soll eine eigene KI bei der Spieleentwicklung unterstützen.

Ein eigener Stadia Controller

Neben der Plattform selbst kündigte Goolge den Stadia Controller an. Dieser ist direkt mit dem Rechenzentrum von Google verbunden, um die bestmöglichste Performance zu bieten. Google hat nach eigener Aussage extra mit Gamern gesprochen hat, um deren Wünsche zu erfahren und den Controller entsprechend zu gestalten. Optisch unterscheidet sich der Controller dabei nicht so stark von denen der PS4 oder der Xbox ONE. Er verfügt aber über einen eingebauten Button, mit dem Gameplay-Material in einer Auflösung von bis zu 4K gespeichert und direkt geteilt werden kann. Außerdem sind in den Controller eine Taste und ein Mikrofon zur Nutzung des Google Assistants eingebaut.

Wann wird Stadia veröffentlicht und was wird es kosten?

Stadia soll noch dieses Jahr in den USA, Kanada, Großbritannien und weiten Teilen Europas verfügbar sein. Was die Kosten anbelangt, lässt uns Google aber derzeit noch im Dunkeln.


Images Google Stadia by Google Stadia

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Google stellt E-Mail-Dienst Inbox ein

Bei Google ist Frühjahrsputz angesagt. Um Platz für neue Produkte zu machen, trennt sich das Unternehmen von einigen weniger erfolgreichen Diensten. Dazu gehört zum einen das Social Network Google+, das seiner Bestimmung als Facebook-Killer nicht wirklich nachkam, sowie auch der alternative Gmail-Dienst Inbox. Dieser bot einige interessante neue Features, konnte aber nicht wirklich viele Nutzer anlocken. Beide Dienste werden nun ab dem 2. April eingestellt. 

Inbox mit vielen praktischen Features

Ziel von Inbox war es, auf Basis der Erfahrungen mit Gmail einen E-Mail-Client zu entwickeln, das weit mehr als nur die klassischen E-Mail-Funktionen bietet. Dabei sind einige praktische Funktionen entstanden, die teils auch ihren Weg nach Gmail gefunden haben.

Schlummer-Funktion

Gerade wer geschäftlich einen regen E-Mail-Verkehr pflegt, leidet oft unter dem Zwang, jede Mail auch sofort beantworten zu wollen und bringt sich damit selbst um die wohlverdiente Ruhe. Mit der Schlummer-Funktion könnt ihr Mails ausblenden, die dann erst nach der festgelegten Zeit wieder auftauchen. In einem gesonderten Tab könnt ihr aber auch diese ruhenden Mails aufrufen.

Erinnerungen

Dass Mail-Clients auch Kalenderfunktionen anbieten, ist nichts Neues. Die meiste Zeit verbringen wir aber im Posteingang. Mit den Erinnerungen können wir uns daher wichtige Termine auch direkt im Posteingang anzeigen lassen.

Wichtige Informationen sofort sehen

Wichtige Inhalte, wie Bestellstatus, Reservierungsdetails oder Bilder lassen sich mit Inbox anzeigen, ohne dass man direkt in die Mail schauen will. Der Client versorgt uns in einer Vorschau mit den wichtigsten Daten. Bei einer Amazon-Bestellung wäre das beispielsweise die Artikelbezeichnung, der voraussichtliche Liefertermin, sowie ein Link zur Sendungsverfolgung.

Gruppierungen

Gruppierungen sorgen für Ordnung im Postfach. Indem ihr Mails bestimmten Gruppierungen zuweist, lernt Inbox dazu und ordnet die Mails nach und nach selbstständig den richtigen Gruppierungen zu. Gmail nutzt mittlerweile von Haus aus Gruppierungen wie Werbung und Social Media, die sehr zuverlässig Inhalte sortieren.

Ende bereits letztes Jahr angekündigt

Das Ende von Inbox kommt nicht all zu überraschend. Bereits im September kündigte Google an, den Dienst Ende März 2019 einzustellen. Die Ressourcen wolle man nutzen, um alle Energie in Gmail zu stecken, das bereits stark durch Inbox-Entwicklungen profitiert hat. Auch das Entwicklungsteam von Inbox geht in das bestehende Gmail-Team über. Der Übergang dürfte dem von YouTube Gaming in die Haupt-App sehr ähnlich sein.

Wie bei YouTube Gaming fehlte es auch Inbox einfach an der breiten Aufmerksamkeit. Wer eine Gmail-Adresse hat, nutzt sie im Normalfall auch über Gmail. Dass es dafür auch einen etwas innovativeren Dienst gibt, ist vielen nicht einmal bewusst. Machte in so fern nichts aus, da Inbox auch eine Spielwiese für mögliche Gmail-Features war. Nun hat man offenbar eine Produktreife erreicht, die eine solche Spielwiese nicht mehr benötigt. Neue Features wird es für Gmail aber sicherlich noch geben.


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20 Jahre der Giganten – Das Internet im Wandel

Google, Facebook, Microsoft, Apple und Amazon sind die großen, digitalen Konzerngiganten, mit denen man vermeintlich auch weite Teile des Internets abgedeckt hat. Eine aktuelle Grafik von Visual Capitalist zeigt die Entwicklung der größten Internetunternehmen in den vergangenen 20 Jahren. Es entsteht eine Zeitreise der ganz besonderen Art, mit dem Aufstieg und dem Fall vieler großer Unternehmen.

Lasst uns einen Blick darauf werfen, welche Unternehmen die Jahre 1998, 2003, 2008, 2013 und 2018 im Internet dominierten und einige Schlüsse aus der Entwicklung ziehen. Die Zahlen beziehen sich auf den ComScore und damit auf die USA. Trotzdem lassen sich damit auch international interessante Tendenzen erkennen.

Courtesy of: Visual Capitalist

Yahoo und AOL – vereidigte Urgesteine des Marktes

Man munkelt, dass es bereits eine Zeit vor Google gab, in der bereits Suchmaschinen existierten. Eine der bekanntesten war Yahoo. Ursprünglich dokumentierten die Yahoo-Gründer einfach nur die Internetseiten, die sie besucht haben. Nach und nach wuchs diese Liste an, sodass sie erst kategorisiert, später mit einer Suchfunktion ausgestattet wurde. Wie viele andere Suchmaschinen, baute auch Yahoo sein Angebot um neue Produkte aus.

Ebenso ist AOL ein alter Hase im Geschäft. „America Online“, der ausgeschriebene Name des Unternehmens, beschrieb das eigene Ziel, Amerika ans Netz zu bringen. Das klappte so gut, dass AOL Anfang der 2000er mit 30 Millionen Kunden weltweit, der größte Internetanbieter war. Bis zum Vormarsch des DSL war AOL auch in Deutschland der größte Konkurrent der Deutschen Telekom.

Die Grafik zeigt, dass sich beide Unternehmen trotz des Aufstiegs der heutigen Riesen und dem Platzen der Dotcom-Blase, erstaunlich stabil in den vorderen Rängen halten konnten. Trotzdem wurde die Luft oben in den letzten Jahren dünner. Beide Unternehmen wurden schließlich vom Telekommunikationskonzert Verizon übernommen.

2017 gründete Verizon Communications das Tochterunternehmen Oath. Seiner Übersetzung „Eid“ entsprechend, ist Oath ein Zusammenschluss von über 50 Technik- und Medienfirmen. Zu diesen gehören neben AOL und Yahoo weitere bekannte Namen wie Engadget, The Huffington Post, Tumblr und Techcrunch. Die Hauptniederlassungen der beiden ehemaligen Internet-Riesen sind nun die Zentralen von Oath. Im gemeinsamen Verbund kann sich Oath immerhin noch auf dritter Position hinter Google und Facebook behaupten.

Lost in Space – die verschollenen Big Player

Es ist schon spannend zu sehen, welche Unternehmen vor 20 Jahren vorne mitgespielt haben, sich dann aber nicht dort halten konnten. Mir fielen einige Dienste ins Auge, die ich selbst früher genutzt habe. So war Altavista meine erste Suchmaschine, später aber mehr und mehr durch Lycos abgelöst – das war die Suchmaschine mit dem Hund. Katzen überdauern im Internet dann offenbar wirklich besser. Mein Wechsel zu Lycos kam mehr oder weniger mit meinem ersten Webspace bei Tripod. Tripod ist ein Webhoster, der 1998 von Lycos aufgekauft wurde.

Auch ZDNet ist nicht unbekannt und zugegeben auch heute noch eine beliebte Quelle für IT-News. Allerdings gehört die Nachrichten Website mittlerweile zu CBS Interactive. Aber das gilt für fast jedes dieser verschollenen Relikte aus 1998. Sie alle wurden irgendwann von jemand Größeren geschluckt. Nicht wenige wanderten sogar gleich durch mehrere Hände. So zum Beispiel der von Yahoo aufgekaufte Webhoster GeoCities oder der von AOL übernommene Browser Netscape. Sowohl Yahoo als auch AOL gehören ihrerseits mittlerweile, wie bereits beschrieben, zu Verizon.

Die heutigen Giganten

Auch wenn die alten Titanen AOL und Yahoo als Oath weiter vorne mitspielen, sind uns vor allem Google, Facebook, Microsoft, Amazon und Apple bekannt.

Die beiden Computerriesen Microsoft und Apple sind bereits alte Hasen im Geschäft. Während Apple zwischenzeitlich einen sehr tiefen Absturz erlebte, spielte Microsoft die letzten Jahrzehnte stets vorne mit. Apple stieg unter Steve Jobs durch eine radikale Verschlankung der Produktpalette wie ein Phönix aus der Asche empor und machte Smartphones und Tablets in kurzer Zeit zum Alltagsgerät. Die mobilen Betriebssysteme zwangen auch Microsoft neue Wege zu gehen. Cloud Computing hielt Microsoft gerade noch rechtzeitig im Rennen um die Spitze.

Die Grafik zeigt auch, dass Amazon kein Neuling ist. Als sich der heutige Universalhändler 1998 noch auf Bücher beschränkte und in dem Jahr erstmals Bücher in Deutschland verkaufte, war er bereits eine der größten Marken im Netz und konnte sich mehr und mehr auch gegen eBay durchsetzen.

Google wurde zwar immerhin 1998 gegründet, doch finanzierte sich das Unternehmen einige Zeit durch Investoren. Erst als Google bereits die führende Suchmaschine war, begann man tatsächlich ein Geschäftsmodell daraus zu machen. Heute ist Google nicht nur die dominierende Suchmaschine, sondern auch der größte Werbeanbieter der Welt.

Facebook ist mit seiner Gründung in 2004 am ehesten noch der junge Wilde unter den Großen. Social Networks wurden mit Facebook zum Massenphänomen und mittlerweile gehören Facebook mit WhatsApp und Instagram zwei der größten Konkurrenten im eigenen Umfeld.

Mittlerweile haben Microsoft, Apple, Amazon, Facebook und Google ihre Hände übrigens tief in den verschiedensten Bereichen, darunter auch zahlreiche Zukunftstechnologien. Dazu zählen unter anderem Künstliche Intelligenz, autonomes Fahren und sogar medizinische Forschung.

(Alte) Neulinge in 2018

Twitter existiert bereits seit 2006, konnte sich aber vorerst nie in den Top 20 etablieren – bis 2018. Dabei hatte man noch wenige Jahre zuvor den Untergang des Microblogging-Dienstes befürchtet. Vielleicht ist es ja die Nutzung durch hochrangige Politiker und Firmenchefs wie Trump und Musk, die Twitter einen kräftigen Schub nach vorne brachte.

Snapchat hingegen ist vor allem bei der Jugend beliebt und brachte den bildgewaltigen Instant-Messaging-Dienst immerhin auf Platz 19. Da Jugendliche immer wieder neue Plattformen suchen, auf denen ihre Eltern noch nicht vertreten sind, dürfte es nicht der letzte Aufsteiger im Social Network-Bereich sein.

Interessant ist auch die Rückkehr Disneys. Das amerikanische Medienunternehmen war bereits 2003 in der Liste, ist dann aber aus den Top 20 untergetaucht. 2018 nimmt Disney sofort den achten Platz ein. Die Übernahme der Star Wars-Marke und die verstärkte Internetstrategie dürfte der Marke zuträglich gewesen sein. 2019 geht Disney sogar mit einem eigenen Video-on-Demand-Service an den Start.

Ein weiterer interessanter Neuzugang ist Paypal. Wenngleich der Zahlungsdienst schon lange weltweit etabliert ist, gehörte er lange Zeit zu eBay. 2015 trennte sich Paypal dann als eigenständiges Unternehmen von eBay ab. Während eBay dadurch aus den Top 20 gefallen ist, konnte Paypal immerhin den elften Platz aus 2013 retten.

Viel Altes und Neues

Visual Capitalist hat mit seiner Grafik aufgezeigt, wie sich die Machtverhältnisse im Internet gestalten. Ich selbst war überrascht, dass sich die vorderen Plätze, trotz des steten Wandels im Netz, vergleichsweise wenig geändert haben. Trotzdem erkennt man doch einige Entwicklungen, die man selbst miterlebt hat. Der Weg vom Webhosting in Richtung Social Networks beispielsweise oder die Übernahme bekannter Marken durch noch größere Konzerne.

Ich bin gespannt, welche Entwicklungen die nächsten fünf Jahre mit sich bringen. Stolpern die Titanen über ihre eigene Größe? Bringen neue Technologien neue Figuren ins Spiel? Erhebt sich ein altes Unternehmen mit neuer Strategie aus der Asche empor? Fünf Jahre sind im Internet eine lange Zeit, in der viel passieren kann.

Mehr über die Internetwirtschaft gibt’s im Buch „Silicon Valley: Was aus dem mächtigsten Tal der Welt auf uns zukommt“ auf Amazon (Provisionslink).


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Wikipedia erhält von Google zwei Millionen Dollar – und mehr

Wer regelmäßig Wissenslücken über Wikipedia schließt, kennt sicherlich die Spendenaufrufe der Seite. Wikipedia finanziert sich nämlich nicht durch Werbung, sondern durch freiwillige Spenden. Bei der Größe der Seite und seiner Infrastruktur, kommen dabei schon einige Kosten zusammen. Schon in der Vergangenheit gab es auch größere Spenden von Google. Nun spendet Google erneut eine große Summe und bietet darüber hinaus kostenlose Cloud- und Machine-Learning-APIs für die freie Enzyklopädie.

Zwei Millionen Dollar und Machine Learning

Google erweitert sein Engagement für Wikipedia gleich um zwei Millionen US-Dollar. Die gesamte Unterstützung durch Google beläuft sich mittlerweile auf 7,5 Millionen Dollar. Neben der monetären Unterstützung bietet Google jedoch auch noch kostenlosen Zugriff auf einige seiner Cloud- und Machine-Learning-Werkzeuge.

Damit möchte Google helfen, Wikipedia-Inhalte noch mehr Nutzern zugänglich zu machen. Im Google-Blog äußert sich das Unternehmen, das viele Sprachen auf Wikipedia noch stark unterrepräsentiert sind. Um die Verbreitung von Inhalten in mehreren Sprachen zu fördern, stellt Google seine Google Translate API zur Verfügung. Diese umfasst viele Sprachen, die Wikipedia bislang noch gar nicht anbietet.

Außerdem weitet Google seine Project Tiger-Initiative für Wikimedia aus. Die Initiative möchte mit technischer Ausstattung und anderen Anreizen bislang schwach vertretene Sprachen zu mehr Artikeln motivieren.

Auch Wikipedia selbst ist sich der ungleichen Sprachverteilung bewusst. Die Wikimedia Foundation machte kürzlich selbst darauf aufmerksam, dass lediglich drei Prozent der Internet-Inhalte auf arabisch verfügbar sind. Arabisch wird allerdings von mehr als 420 Millionen Menschen gesprochen. Auch Zulu wird erwähnt mit mehr als zwölf Millionen Sprechern, aber nur rund 1.100 Wikipedia-Artikeln.

Cloud-Dienste für Quellen

Die Google Cloud Custom Search API soll Redakteuren zusätzlich die Suche nach nutzbaren Quellen erleichtern und sicherstellen, dass Inhalte angemessen von ihren Quellen zitiert werden. Das ist unter anderem wichtig, da nicht jedes Land Urheberrecht so genau nimmt. Die Cloud Vision API soll Redakteuren ermöglichen, frei zugängliche Bücher in indischen Sprachen zu digitalisieren. Dies soll für vielfältigere und verlässliche Quellen sorgen.

Ob Wikimedia diese technischen Hilfen annimmt, steht natürlich auf einem anderen Stein – schließlich würde man sich damit gewissermaßen von Google abhängig machen. Andererseits stellen die APIs eine potentielle Bereicherung dar, um das Wissen einfacher auch in bislang schwächer vertretene Sprachen zu übersetzen.


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Google sagt den Fake News den Kampf an

Das Wort „Fake News“ hat inzwischen eine so negative Behaftung wie nur irgend möglich. Sofort kommen einem Berichte zu der Manipulation der US-Wahlen oder des Brexits in den Sinn. Doch auch hierzulande machen Parteien wie die AfD oder Bewegungen wie Pegida Stimmung mit Falschaussagen und fehlerhaften Berichten. Dass es an der Zeit ist, die Bürger vor diesen Fake News zu schützen, oder sie zumindest kenntlich zu machen, ist inzwischen vielen klar geworden. Genau aus diesem Grund hat sich die Organisation Poynter, in Zusammenarbeit mit Google, das Ziel gesetzt, den Fake News entgegenzuwirken. Sie setzen dort an, wo die Digital Natives zu Hause sind: Bei den Jugendlichen.

Aufklärung statt Verklärung

Im Rahmen des Projektes „MediaWise“ sollen Schüler aus den USA den bewussten Umgang mit Google und anderen Informations-Medien lernen. In speziellen Unterrichtseinheiten lernen die Jugendlichen zum Beispiel, wie sie die Echtheit von Bildern im Internet überprüfen können. Zudem bekommen sie Seiten gezeigt, auf denen sich unbeeinflusste Fakten zu bestimmten Themen finden lassen. Darüber hinaus können die Schüler auf den Social Media Kanälen von MediaWise an Umfragen und ähnlichem teilnehmen. Das schult zusätzlich das Auge für Fake News.

Drei Millionen Dollar hat Google Poynter zukommen lassen, um bis 2020 einer Million Schüler den Zugang zu dem Projekt zu ermöglichen. Außerdem sollen mindestens 50 Prozent der teilnehmenden Schüler aus einkommensschwachen Umfeldern sein, da erfahrungsgemäß gerade diese Kinder anfälliger für Fake News sind.

Was steckt dahinter?

Poynter selbst ist eine renommierte Journalisten-Schule in den USA. Auf ihrer Website betonen sie, dass sie sich zur Demokratie bekennen und allen Bürgern den Zugang zu Informationen ermöglichen möchten. Neben ihrer Zusammenarbeit mit Google veranstalten sie jährlich zahlreiche Fortbildungen und Schulungen für Journalisten und die, die es noch werden wollen. Das gesamte Projekt wird zusätzlich unterstützt von der Local Media Association und der Stanford Graduate School of Education. Aus Stanford stammen auch einige der Studien zu Fake News, mit denen im Projekt MediaWise gearbeitet wird.

Dieses Projekt ist in jedem Fall ein Schritt in die richtige Richtung und damit sicher eine Idee, die auch in Deutschland Anklang finden würde.


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Google stellt neues Google Pixel 3 und Pixel 3 XL vor

Google hat zwei neue Top-Smartphones vorgestellt, mit denen das Unternehmen wieder ganz oben auf dem Markt mitmischen will. Die größten Neuerungen betreffen dabei den integrierten Google Assistant und die Kamera.

Im Design hat sich nicht allzu viel verändert. Mit einem 5.5“ Bildschirm beim Pixel 3 und einem 6.3“ Bildschirm beim Pixel 3 XL ist die dritte Generation des Google Pixel ein wenig größer als der Vorgänger. Ansonsten weist es das typisch moderne und schlanke Design vor, das man auch schon von den Vorgängermodellen kennt. Das Smartphone soll Staub- und Wasserresistent sein und hat einen speziellen Sicherheits-Chip integriert. Er heißt Titan M und soll die Datensicherheit des Handys unterstützen.

Große Neuerungen bei der Kamera

Google stellt mit seinem Pixel 3 und dem Pixel 3 XL ein Smartphone vor, das noch stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Benutzer eingestimmt sein soll.

Die Kamera soll mithilfe einer integrierten KI verbessert werden. Die neue Funktion „Super Res Zoom“ soll den Zoom verbessern und zudem gibt es nun „Night Sight“ in der Kamera. Dank dieser soll es endlich möglich sein, auch bei sehr schlechten Lichtverhältnissen, wie abends noch gute Bilder zu schießen. Mit dem „Group Selfie“ soll die Kamera noch einmal um 184 Prozent erweitert sein, sodass man auch Gruppen ohne Probleme auf ein Bild bekommt. Das Feature „Fotobooth“ erkennt automatisch, wenn man lächelt oder eine Grimasse schneidet und schießt anschließend von selbst ein Selfie. Damit muss man nicht mehr selbst den Auslöser betätigen und hat keine Hand mehr im Bild.

Die Kamera des Google Pixel 3 fokussiert nun auch automatisch beim Filmen. Wenn man zum Beispiel ein Haustier filmt, bleibt die Kamera immer auf diesem gerichtet. Auch wenn man sich bewegt. Gleichzeitig versucht die Kamera durchgängig das Bild zu stabilisieren. Zudem bietet Google seinen Kunden mit dem Google Pixel 3 unbegrenzten Speicherplatz für die Bilder. Diese sollen automatisch online bei Google Photos gespeichert werden.

Mehr Phone-Live-Balance

Wie auch schon Apple in seinem Update auf iOS 12 es getan hat, wird es nun auch auf dem neuen Google Pixel möglich sein einzustellen, wie lange man welche App benutzen möchte.

Außerdem kann man einsehen, wie lange man das Handy genutzt hat und man kann nun den „Wind Down“–Modus nutzen, um besser einschlafen zu können.

Ein weiteres tolles Feature ist die integrierte Google Lens. Unter Verwendung dieser soll man sofort durch die Kamera des Google Pixel 3 Texte aus seiner Umgebung übersetzt bekommen, oder ähnliche Kleidung finden wie die, die man vor sich sieht. Und zum Beispiel auch Pflanzen und Tiere kann die Kamera erkennen. Google Lens scannt die Umgebung und erkennt, wozu es mehr Informationen anzeigen kann.

Neue Funktionen beim Google Assistant

Doch Google denkt noch viel weiter mit seiner KI. Denn auf dem Google Pixel 3 sollen eingehende Spam-Anrufe zum Beispiel von Reisegesellschaften oder Verkäufern automatisch erkannt werden. Sobald eine Nummer anruft, die nicht eingespeichert ist, kann der Benutzer aus mehreren Optionen wählen. Er kann auch auswählen, den Google Assistant abheben zu lassen. Die KI nimmt den Anruf entgegen und teilt dem Gesprächspartner mit, dass er mit einer KI spricht und diese das Gesagte in schriftlicher Form dokumentiert und an den Besitzer des Handys weitergibt. Handelt es sich bei dem Anruf um Werbung, kann man dem Google Assistant gleich mitteilen, er soll dem Gesprächspartner sagen, diese Nummer in Zukunft nicht mehr zu wählen. Das knüpft direkt an die Technik an, mit der man ebenfalls Friseurtermine oder Arztbesuche bequem mit der KI abschließen können soll. Diese Funktion wird es zunächst allerdings nur in den USA geben.

Wie auch schon bei dem Google Pixel 2 wird der Akku innerhalb von 15 Minuten geladen und soll dann sieben Stunden halten.

Erhältlich ist das Google Pixel 3 für 799 Dollar (694,46 Euro) und das Google Pixel 3 XL für 899 Dollar (781,37 Euro) im Moment zum vorbestellen.

Hier lest ihr unseren Test zum Google Pixel.


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Bye bye Google+

Nun ist es also soweit: Nach Jahren des Herumquälens und der geringen User-Zahlen hat Google sich entschieden, seine Social Media Plattform Google+ einzustampfen. In einem kürzlich auf ihrem Blog veröffentlichten Statement gab das Unternehmen zu, dass die User-Zahlen nie so gewesen seien, wie sie es sich gewünscht hätten.

Es musste ja irgendwann so kommen. Wer den Launch von Google+ vor einigen Jahren mitbekommen hat, der weiß, dass sich die Plattform von Anfang an schwer tat, die User auf die Seite zu ziehen. Irgendwie war Google+ immer zu sperrig, zu kompliziert und dann einfach: Nicht Community genug. Es gab zwar einige interessante Channels und Gruppen, in denen diskutiert wurde, doch wenn man nicht mit anderen Usern interagieren kann, weil einfach niemand da ist, verliert eine Social Media Plattform schnell an Reiz.

Sicherheitslücke war Auslöser

Der eigentliche Grund, warum Google+ nun endgültig gelöscht wird, ist jedoch ein ganz anderer. Durch mehrere Tests ist Google aufgefallen, dass Unternehmen von außerhalb durch sogenannte APIs Zugriff auf über 500.000 Accounts hatten. Auf diesen konnten die Firmen Informationen wie Alter, Name und Geschlecht einsehen. Hier seht ihr, welche Daten sonst noch betroffen waren. Problematisch ist dabei, dass besagte Firmen auch Zugriff auf Informationen hatten, wenn der User angegeben hatte, diese nicht öffentlich machen zu wollen. Ein Fehler, der nicht so einfach zu beheben ist. Im Moment wertet das Unternehmen noch aus, welche Accounts genau betroffen sind.

Allerdings konnte Google versprechen das keine Chats, Fotos, oder intern ausgetauschte Daten von Google+ weitergeleitet wurden. Zudem betont das Unternehmen, dass sie bis jetzt keine Hinweise darauf haben, dass irgendeine ihrer Partnerfirmen die Daten der User missbraucht oder zu eigenen Zwecken verwendet hätte. Auch sollen keine Informationen aus anderen Google-Anwendungen oder Apps betroffen sein. Nur eben Google+, das mit diesem Fehler nun seinen Gnadenschuss erfährt.

Gone but not forgotten

Ein bisschen darf der Geist von Google+ aber noch weiterleben. Erst im nächsten August soll die Social Media Plattform endgültig abgeschaltet werden. Bis dahin möchte Google die User der Plattform dabei unterstützen, ihre Daten sicher zu exportieren. Darüber hinaus gab Google bekannt, dass es weiterhin eine Enterprise-Version von Google+ geben soll. Eben für Unternehmen, die laut Google sehr rege auf der Plattform unterwegs seien.

Google betont in seinem Statement, jetzt wieder mehr auf Datensicherheit zu setzen. Sie wollten Google+ ursprünglich als sichere Plattform anbieten und gestehen sich nun ein, Fehler begangen zu haben. In Zukunft soll es für die Benutzer von Google einfacher werden, die Datensicherheit zu überblicken. So soll es möglich sein, für jede App, die man mit seinem Google-Konto verbindet, individuell zu entscheiden, auf welche Daten diese zugreifen darf. Außerdem will Google seine API Data Policy dahingehend verändern, dass externe Services nicht mehr einfach auf Gmail Accounts zugreifen können. Es bleibt also zu hoffen, dass Google etwas aus dem Google+ Debakel gelernt hat und die Datensicherheit tatsächlich zunehmen wird.


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Google wird 20 – neue Funktionen und Verbesserungen sind angekündigt

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Im September 1998 wurde Google gegründet und wird in dieser Woche 20 Jahre alt! Passend zum Geburtstag kündigt Google neue Funktionen und Verbesserungen für die Websuche an. Die Funktionen sollen den Nutzern dabei helfen leichter und schneller die gewünschten Ergebnisse zu erhalten. Doch was genau erwartet uns jetzt Neues bei dem Suchmaschinenbetreiber?

Deine Suche fortsetzen mit den neuen „Aktivitätskärtchen“

Zu den größten Neurungen gehören die sogenannten „Aktivitätskärtchen“. Hier werden dir deine Suchverläufe angezeigt und du kannst deine Suche da fortsetzen, wo du aufgehört hast. Die Kärtchen befinden sich direkt unter dem Eingabefeld. Sie sind verbunden mit den Internetseiten, die du besucht hast. So kannst du die Schritte deiner Suche zurückverfolgen. Das ist sehr praktisch, wenn du dich nicht mehr genau daran erinnern kannst, auf welcher Website du interessante und nützliche Informationen gefunden hast. Zudem ist es möglich die Anzeige des Kärtchens zu pausieren oder Ergebnisse aus dem Verlauf gezielt zu löschen. Wenn dir diese neue Funktion nicht zusagt und du dir Google so zurückwünschst, wie du es gewohnt bist, dann kannst du die Anzeige der Aktivitätskärtchen komplett unterbinden.

Besseren Überblick über gesuchte Inhalte bekommen

Mit den neuen „Sammlungen“ bietet Google euch eine wesentlich bessere Übersicht über all eure gesuchten Inhalte. Bisher war diese Funktion unter „Google Saves“ bekannt. Doch jetzt gibt es einige Neuerungen. Ihr könnt hier weiterhin Inhalte hinzufügen, die für euch nützlich sind. Das können Webseiten, Bilder oder Artikel sein. Mit dieser Funktion ist alles, was euch interessiert, in einer guten Übersicht sichtbar. Um eure Inhalte noch besser zu organisieren, könnt ihr jetzt sogar die erwähnten „Aktivitätskärtchen“ in eine eurer Sammlungen hinzufügen. Die neue Funktion erinnert an eine Art digitale Pinnwand und ähnelt der Aufmachung der App „Pinterest“. Im Hintergrund der neuen Sammlungen von Google ist eine künstliche Intelligenz dafür zuständig, dass der Nutzer immer mehr neue Ergebnisse zu sehen bekommt

Was steckt hinter der neuen „Discover“ Funktion?

Wer neue interessante Inhalte und Themen entdecken möchte, der ist bei der neuen „Discover“-Funktion genau richtig. Diese Funktion findet man direkt auf der mobilen Startseite. Bisher hatte der Google Feed keinen Namen. Doch jetzt gibt es ein neuen Namen und sogar ein neues Design, das es einfacher macht interessante Inhalte zu entdecken. Wenn einem ein aufgelistetes Thema zusagt, dann reicht schon ein Klick aus und man kann mehr darüber erfahren und entdecken.

Objekterkennung bei der Bildersuche mit „Google Lens“

Die Technologie „Google Lens“ ist eine mobile Bilderkennungs-Anwendung. Künftig soll es mit der Technologie möglich sein erkannte Gegenstände in den Fotos hervorzuheben. Wenn man anschließend auf das jeweilige Objekt klickt, dann sucht Google nun nach ähnlichen Dingen.


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Google Assistant für Android Auto – der Assistent für unterwegs

Google Assistant für Android Auto

Mit Google Maps, bzw. dem Google Assistant sind schon viele Menschen gut durch den Verkehr und an ihr gewünschtes Ziel gekommen. Eine einfache App, die einem die Route anzeigt, die Fahrzeit und möglichen Stau und die dadurch resultierende Wartezeit. Ein Nachteil ist natürlich, dass man das Navi von Hand bedienen muss. Ein Mix aus einem digitalen Assistenten und Maps, würde das Ganze noch einmal abrunden. Zu Beginn des Jahres konnten sich dann Nutzer von Google Assistant in den USA über eine Neuerung freuen. Denn der Google Assistant ist jetzt für Android Auto verfügbar. So bleiben seitdem die Hände am Lenkrad und die Augen auf die Straße gerichtet. Nun ist Google Assistant für Android Auto auch in Deutschland erhältlich und steht Nutzern nach und nach zur Verfügung.

Was erwartet uns bei Google Assistant für Android Auto?

Anstatt der Hände, können Nutzer ihre Stimme im Auto einsetzen und somit das Unfallrisiko um einiges verringern. Wer Spotify oder Google Music Play während der Fahrt bedienen möchte, der braucht das nicht mehr direkt auf dem Gerät mit den Fingern einzustellen. Auch Nachrichten via WhatsApp können während der Fahrt bequem abgehört und verschickt werden.

Wichtig ist für die Nutzung, dass euer Fahrzeug mit Android Auto kompatibel ist. So ist gewährleistet, dass ihr den Google Assistant für Android Auto bei verbundenem Smartphone auf dem Display in eurem Auto nutzen könnt.

Für wen eine Verbindung über ein Autodisplay nicht möglich ist, der kann den Google Assistant für Android Auto natürlich auch direkt auf dem Smartphone benutzen. Hierfür könnt ihr euch im Google Play Store die App runterladen.

Wie funktioniert Google Assistant für Android Auto?

Der Google Assistant hat mich neugierig gemacht (zugegeben ich hatte ihn noch nie benutzt) und da ich viel im Auto sitze und Autobahn fahre, weiß ich, wie praktisch es ist, wenn Nachrichten einfach so per Sprachbefehl verschickt oder abgehört werden können. Auch das Steuern der Musik ist ziemlich sinnvoll. Also habe ich mir den Google Assistant für Android Auto heruntergeladen und direkt ausprobiert.

Google Assistant Android für Auto Screenshot by Jennifer Eilitz
Startbildschirm des Google Assistant für Android Auto mit vereinfachtem Bedienfeld – Navi, Telefon und Musik. Screenshot by Jennifer Eilitz

Das Grundprinzip der Bedienung ist ziemlich einfach. Die App zeigt einen vereinfachten Bildschirm an, damit man mit nur einem Fingertipp einen Befehl ausführen kann. Mit dem einfachen Satz „Ok Google“ macht man das Gerät auf sich aufmerksam. Wenn die einzelnen „Sprech-Punkte“ auf dem Bildschirm erscheinen, dann kann man Google sein Anliegen mitteilen.

Leider hat das Ansprechen von Google während der Fahrt bei mir überhaupt nicht funktionieren wollen. Nach mehreren Malen „Ok Google“ habe ich es dann mit einer erhöhten Lautstärke probiert, doch hat mein Gerät noch immer nicht reagiert, sodass ich im Auto saß und quasi mein Smartphone angeschrien habe. Das konnte ganz schön nervig sein und zudem muss es wirklich komisch für andere ausgesehen haben. Um aber Google Assistant für Android Auto zum Leben zu erwecken, reicht allerdings auch ein Tipper auf das Mikrofon am oberen Bildschirm und schon kann man sich mit dem Google Assistant unterhalten.

Sobald ich es zu Hause im Stillen erneut probiert habe, den Assistant anzusprechen, hat es wiederum sehr gut funktioniert.

Das Empfangen von WhatsApp-Nachrichten finde ich gut gelungen, denn hier weist mich der Assistant auf eine neue Nachricht hin und ich kann ihm sagen, dass er sie mir vorlesen soll. Google Assistant liest mir dann meine Nachricht vor und sagt mir, von wem diese stammt. Anschließend werde ich gefragt, ob ich antworten möchte oder, ob das alles ist. Möchte ich antworten, dann sage ich meinen Text auf und Google wiederholt ihn noch einmal zur Sicherheit. Abschließend kann ich sagen „Senden“ oder „Ändern“, dann sage ich die Nachricht gegebenenfalls noch einmal auf.

Einfach ist auch das Tätigen von Telefonanrufen. „Ok Google, ruf … an“ und schon wird der Anruf hergestellt. Während meines Tests, hat das ebenfalls wunderbar geklappt.

Auch das Öffnen meiner Spotify-App hat bestens funktioniert, doch hier kam bei mir schnell die Enttäuschung. Zwar wird die App geöffnet, aber alle Sprachbefehle, die ich hier gebe wie beispielsweise „Öffne meine Playlist …“ kann der Google Assistant nicht ausführen oder ignoriert meinen Befehl einfach. Sofern ich sage „Ok Google, spiele meine Musik ab“, dann spielt Google auch Musik ab, nur leider nicht meine gewünschte Playlist. Die muss ich im besten Fall vor der Fahrt schon auswählen. Wenn Google allerdings meine Musik beenden soll, dann tut sich gar nichts.

Ein persönlicher Assistant mit Stärken und Schwächen

Ich persönlich bin von dieser Technologie und die Möglichkeiten, die man anhand eines Sprachbefehls hat, sehr begeistert. Was allerdings einen bitteren Beigeschmack mit sich bringt, sind die gefühlt tausend Einwilligungen in das Mitlesen von Nachrichten, die Einblicke in mein Telefonbuch, und was man nicht alles der App erlaubt. So spannend ich das Ganze auch finde, so „überwacht“ fühle ich mich leider auch. Hier muss man wirklich abwägen, ob es einem egal ist, dass Google beinahe „alles“ mitbekommt, mithören und mitlesen darf, oder ob man doch mehr Wert auf seine Privatsphäre legt.

Google erleichtert einen die Bedienung während des Autofahrens um einiges. Eben mal schnell einen Telefonanruf tätigen, wenn man kein super technisch ausgestattetes Auto besitzt, kann einem da wirklich weiterhelfen. Auch das Versenden von Nachrichten ist eine bequeme und praktische Angelegenheit. Für alle diejenigen, die auch unterwegs einige Nachrichten, Telefonanrufe, oder Termineintragungen im Kalender tätigen müssen, lohnt sich ein Blick in die neue App jedoch allemal.

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Deutsche dissen Digital-Riesen

Schlechte Zahlen für die digitalen Marktführer: Laut einer aktuellen Civey-Umfrage haben 80 Prozent der Deutschen wenig oder gar kein Vertrauen in Digitalkonzerne wie Google, Amazon oder Facebook. Den Grund dafür sehen die Meinungsforscher vor allem in der Intransparenz der Arbeitsweise der großen Firmen. Die Technik entwickelt sich rasant schnell aber sie ist nicht für jeden erfassbar. 51 Prozent der Befragten gaben sogar an, sie würden sich eine stärkere Regulierung der großen Digitalkonzerne wünschen.

Als Vorbereitung auf die Digital-Konferenz Next18 am 20. und 21. September in Hamburg (wir Netzpiloten sind Medienpartner) haben die Veranstalter eine Reihe von Fragen zur Zufriedenheit der Deutschen im Umgang mit der vermeintlich schönen neuen Digitalwelt gestellt. – Wenig verwunderlich: Datenskandale und Hatespeech bringen allgemeine Verstimmung. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz schafft erstmal kein Vertrauen. Auf der NEXT18 sind diese Umfragewerte beste Voraussetzung zur kritischen Diskussion und Ansporn für ihr Konferenz-Motto „Let’s Fix Digital!“

Mehr Informationen zur Umfrage ab Donnerstag, 20.September, 9 Uhr im Live-Stream der Next Conference.


Image: unsplash.com

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10 Jahre Google Chrome – großes Update ruft auch Kritik hervor

Benutzerfreundlichkeit, Effizienz und eine ansprechende Benutzeroberfläche. Dies waren schon immer Eigenschaften, die man mit dem Google Chrome Browser assoziieren konnte. In dem großangelegten Update zum zehnjährigen Jubiläum von Chrome wird nun noch einmal so einiges aufpoliert und verbessert. Zunächst zur Optik. Google hat das Interface des Browsers noch einfacher und bunter gestaltet und will neue Symbole etablieren. Das soll nicht nur das Äußere des Browsers ansprechender machen, sondern auch die Bedienung vereinfachen. In der iOS-Version rutscht die Symbolleiste nach unten, was ebenfalls für bessere Bedienbarkeit beim mobilen Surfen sorgen soll. Desweiteren gibt es in der neuen Version 69.0. vom 3. September 2018 über alle Plattformen hinweg Änderungen bei den Eingabeaufforderungen, Menüs und insbesondere der Adressleiste.

Tab-Messie? Kein Problem!

Eine der größten Neuerungen in Chrome betrifft die Tabs. Sie sind nicht mehr kantig sondern abgerundet und die Kontur ist weggefallen, wodurch die Icons der aufgerufenen Websites besser zur Geltung kommen. Gleichzeitig gibt es in der „Omnibox“ – eine Mischung aus Suchmaschine und Adressenfeld – eine Suchfunktion für Tabs. Verliert man sich also mal ausversehen in drei geöffneten Fenstern und 20 verschiedenen Tabs, so kann man oben in der Leiste nach dem Tab suchen und Chrome teilt einem mit, ob man diese Website bereits geöffnet hat. Ist dies der Fall, wird man zu dem geöffneten Tab dirigiert, ansonsten wird die jeweilige Adresse aufgerufen.

Chrome alte Version
Die Browsertabs in der Vorgängerversion Chrome 68 sind kantiger und konturiert. Screenshot by Lena Simonis
Chrome neue Tabs
Die runderen Browsertabs ohne Konturen sollen dafür sorgen, dass man Icons besser wahrnimmt. Screenshots by Lena Simonis

Aber noch etwas anderes fällt uns hier auf: Chrome zeigt die URL in der Adressleiste nicht mehr vollständig an. Nutzer können also nicht mehr auf den ersten Blick erkennen, auf welcher Webseite genau sie sich befinden. Das Verschwinden der URL aus der Adressleiste und Googles langjähriges Bemühungen, das URL-Prinzip zu verändern, sehen viele Experten äußerst kritisch. Mit dem letzten Update haben die Chrome-Entwickler die Location www nun zu einer trivialen Subdomain gemacht, die der Browser in der Adressbar automatisch verbirgt. Dadurch könnten User den Eindruck bekommen, dass die Location keine Rolle spiele, obwohl sie durch das tatsächliche Weglassen von www zu einem ganz anderen Ziel gelangen können, wie etwa das Beispiel http://www.pool.ntp.org vs http://pool.ntp.org zeigt.

In der alten Chrome-Version sehen wir die Location www. Screenshot by Lena Simonis
In der neuen Chrome-Version wird die Location www wie jede beliebige Subdomain behandelt und dem Nutzer nicht angezeigt. Screenshot by Lena Simonis

Erweiterung der Passwort-Speicherung

Google möchte Chrome-Nutzer außerdem dazu bringen, ihre Daten bei Google zu speichern und zu verwahren. Adressen, Kreditkartennummern und Passwörter lassen sich nun im Browser abgespeichern und im Anschluss auf das Google-Konto übertragen. Damit sollen Prozesse, etwa beim Online-Shopping oder Reise-Buchungen, noch einfacher von der Hand gehen. In der heutigen Flut an Zugängen und Passwörtern, die man nicht nur erstellen, sondern sich im besten Fall auch noch alle merken sollte, bietet Chrome an, selbstständig Passwörter mit hoher Sicherheitsstufe zu generieren und ebenfalls zu speichern. Auch das soll Geräteübergreifend möglich sein.

Personalisierungen

Wer schon immer von den eintönigen Seiten genervt war, die sich einem auftun, wenn man auf „Neuer Tab“ klickt, den wird die letzte größere Änderung im Chrome Browser gefallen. Usern ist es nun möglich, eigene Fotos als Hintergrundbild für die sonst so leeren Seiten auszuwählen. Zuletzt können Nutzer die eigenen Lieblingswebsites mit Shortcuts noch schneller über die „Neuer Tab“ Seite erreichen.


Image the digital artist via pixabay / Screenshot by Lena Simonis

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Art Selfie: Google sieht jeden als Kunstwerk

Image by Stale Grut unsplash com

Google expandiert im Bereich Unterhaltung. Vor kurzem hat der Großkonzern eine neue App vorgestellt – Google Arts & Culture, eine App mit der man ein Art Selfie schießen kann. Ein was?

Jeder, der ein Smartphone besitzt und durchschnittlich mehr als eine Stunde mit Browsen verbringt, musste schon mal auf Bilder von normalen Menschen in Museen gestoßen sein, die den Kunstwerken auffällig ähnlich sind. Wenn nicht, dann seht ihr hier ein Beispiel. Solche Zufälle gibt es, aber diese passieren so selten, dass man letztendlich niemals alle unterhaltsamen Ähnlichkeiten sehen wird.

Doch Google hat sich eine Idee einfallen lassen, die dies einfacher macht. Die neue App ermöglicht es ein Art Selfie zu machen. Zuerst ist es ein ganz normales Bild. Dann vergleicht es Google mit unzähligen Kunstwerken, die von verschiedenen Museumspartnern zur Verfügung gestellt wurden. Im Anschluss werden das Selfie und das Gemälde zusammengestellt, sodass man die Ähnlichkeit besser erkennen kann. Es wird nicht nur ein Werk gezeigt, sondern mehrere. Daneben der prozentuale Anteil der Reminiszenz.

Leider kann man keine gespeicherten Bilder verwenden, um sie mit den Gemälden zu vergleichen. So sehe ich bei Müdigkeit aus, wie das Porträt von Godschalck van Halmale, welches im Rijksmuseum hängt. Na toll.

Art Selfie by Nina Brzeska

Bietet die App mehr als nur Art Selfie?

Art Selfie ist nur eins der vielen Tools in der Google Arts & Culture App. Auf dem eigenen Handy kann man sich auf eine virtuelle Tour durch die Top 10 Museen der Welt begeben oder Artikel über fremde Kulturen durchstöbern. Detaillierte Aufnahmen von berühmten Kunstwerken gehören auch zu den Highlights des Programms. Alles natürlich beschriftet und erklärt.

Die Idee hinter dieser Entwicklung ist es, die Kultur und Kunst der heutigen Gesellschaft näher zu bringen. Museen werden heutzutage nur von der jungen Generation besucht, wenn es ein fester Punkt einer Klassenfahrt ist. Viele Jugendliche haben keinen Lieblingsmaler, weil sie die Künstler nicht kennen. Mit einer auf den ersten Blick banalen App schafft es Google vielleicht Kunst wieder ins Leben zu rufen! Und vielleicht findet der eine oder andere seine Leidenschaft darin, dadurch dass er einfach mal sehen wollte, welchem Kunstwerk er ähnelt.

Eine Frau in St. Louis, USA, hat sogar durch ihr Art Selfie das Portät ihrer Urgroßmutter gefunden, so der offizielle Blog von Google.

Eure Art Selfies könnt ihr in der kostenlosen Google Arts & Culture App schießen. Diese ist für iOS und Android verfügbar.


Image by Stale Grut / unsplash.com

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LG ThinQ WK7 im Test: Der Google Assistant, der gut zuhört – und gut klingt

LG ThinQ WK7

LG ThinQ WK7 ist ein mit Google Assistant ausgerüsteter Lautsprecher. Die südkoreanische Firma hat sich bei diesem Produkt mit dem britischen Audio-Spezialisten Meridian zusammengetan. Das Ziel: ein smarter Lautsprecher, der nicht nur gut zuhört, sondern auch gut klingt. Auf diese Weise will LG eine Alternative zu Google Home bieten. Ich hatte die Möglichkeit, den sprachgesteuerten Speaker zu testen. Hier erfahrt ihr, was der LG ThinQ WK7 drauf hat.

LG ThinQ WK7 und die ersten Eindrücke

Der LG WK7 misst gerade mal 21,1 Zentimeter in der Höhe und 13,5 Zentimeter im Durchmesser. In den Händen wirkt er zwar groß und klobig. Aber auf der Kommode, wo er seinen Platz in meinem Schlafzimmer gefunden hat, fügte er sich sehr dezent ein.

Das schwarze Gehäuse verleiht dem Speaker einen eleganten Look. Alle Tasten, die man zur Bedienung braucht, befinden sich auf der Oberseite des Gerätes. Die Stromversorgung erfolgt durch ein Kabel. Um den Lautsprecher mit dem WLAN zu verbinden, brauchte ich nur mein Smartphone. Für die Installation habe ich circa zehn Minuten gebraucht, es war kinderleicht. Anders als etwa WLAN-Lautsprecher von Sonos, empfängt der LG ThinQ WK7 auch Audio-Signale via Bluetooth.

Der LG ThinQ WK7 ist ein Monolautsprecher, was heißt, dass der Hersteller keine Paarung mit einem weiteren WK7 Lautsprecher für das Stereo-Erlebnis vorsieht.

LG ThinQ WK7
Der LG ThinQ WK7 Speaker in einem Wohnzimmer, Image by LG

Wofür ist der LG ThinQ WK7 gut?

Der Lautsprecher ist über die Cloud mit Googles Sprachdienst Google Assistant verbunden. Mittels eingebauter Mikrofone lässt er sich daher leicht durch Sprachanweisungen bedienen. Dadurch eignet sich der Lautsprecher  zur Sprachsteuerung von Smart-Home-Geräten. Die zwei grundlegende Befehle sind: „OK, Google!“ oder „Hey, Google!“. Nach den Worten reicht es den Wunsch zu äußern, wie zum Beispiel: „Hey, Google, mach das Licht an.“

Ich habe den Smart Speaker aber meistens zur Musikwiedergabe genutzt. Ab und zu habe ich Google nach dem Wetter gefragt oder wie lange ich zur Arbeit brauche.

Der LG ThinQ WK7 unterscheidet dank Künstlicher Intelligenz (KI) bis zu sechs verschiedene Stimmen. Praktisch, wenn man eben nach dem Weg zur Arbeit fragt. So gelang es der KI-Software meine Stimme und die meines Freundes auseinander zu halten und berechnete entsprechend unterschiedliche Wegstrecken zur Arbeit. Die Adresse des Arbeitsplatzes kann man ohne weiteres in der Google Home App angeben, die kostenlos im App Store und im Google Play Store verfügbar ist. Um Musik wiederzugeben, muss das Standardprogramm in der App ausgewählt werden, in meinem Fall ist es Spotify.

Hier ist bei dem LG ThinQ WK7 noch Luft nach oben

Leider hat der WK7 ein paar Problemchen. Das größte: Die Fehler-Erkennung der Sprechbefehle. Erstens, man muss sehr deutlich sprechen, wenn der Google Assistant gebraucht wird. Das gibt einen fetten Minuspunkt, wenn man den WK7 mit Amazon Echo vergleicht. Wenn die Musik gerade laut spielt, muss geschrien werden, damit der Lautsprecher reagiert. Zweitens: Der LG ThinQ WK7 erkennt nicht immer, welcher Künstler gemeint ist. „Years & Years“ verwandelt er in „John Williams“. Dabei muss man erwähnen, dass der Speaker fast ausschließlich Deutsch versteht, also verändert er Lieder, die ein Datum enthalten (zum Beispiel 1942 von G-Eazy). Aus Nineteen Fourty-two wird Neunzehnhundertzweiundvierzig oder ein Tausend Neunhundert Zweiundvierzig.

Der Lautsprecher missversteht auch manche Gespräche als Befehle, was mich weiterhin nicht stören würde, wenn es nichts nachts passieren würde. Ein paar Mal saß ich nachts im Schlafzimmer und telefonierte, wenn ein plötzliches „Das habe ich leider nicht verstanden“ oder „Danke für dein Feedback“ erklang. Nichts übernatürliches, aber beunruhigend um zwei Uhr morgens.

Meridian Technology und weitere Vorteile

Durch die Meridian-Technologie und den beeindruckenden Bass klingt jedes Lied bei jeder Lautstärke hervorragend. Mein ultimativer Indikator ist „Snow“ von Red Hot Chili Peppers. Ich war äußerst positiv überrascht. Jede Note klingt sauber, es gibt keinerlei Störungen. Sowohl bei 20 Prozent als auch bei 100 Prozent der Lautstärke kommt der Klang gut und verzerrungsfrei rüber.

Was ich an dem WK7 als sehr angenehm empfand, war die deutliche Trennung von Musikbespielung und anderen Audioquellen bei der Bedienung mittels Smartphone. Klar, kann man die Musikauswahl jederzeit vom Handy aus steuern, aber das Lied wird nicht unterbrochen, sobald man Videos auf Facebook oder Instagram schaut. Das sind die Vorteile einer WLAN-Verbindung, dank derer die Bluetooth-Verbindung nicht konstant aktiv sein muss, um Musik zu wiedergeben.

LG ThinQ WK7
Elegante schlanke Form, Google-Steuerung und guter Klang. Das ist der LG ThinQ WK7

Fazit

Trotz der kleinen Zickereien, die das Gerät machte, ist es dennoch einen genaueren Blick wert. Die 160 Euro, die man für den LG ThinQ WK7 auslegen muss, sind angesichts der hohen Soundqualität und kinderleichten Bedienung gut investiert. Und für jeden, der darüber hinaus noch Smart-Home-Geräte besitzt, ist dieser Lautsprecher sehr praktisch. Der Speaker sieht zudem elegant aus. Er wird schnell zu einem praktischen Begleiter im Alltag, den er mit smarten Infos und gutem Klang bereichert.

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10 Jahre App Store – von der Revolution in den Scheintod?

App Store Man holding smart phone with colorful application icons comming out

Der 10. Juli 2008 ist ein historischer Tag in der Geschichte der Smartphone-Applikationen. Denn an jenem Tag, etwa ein Jahr nachdem das erste iPhone auf den Markt gekommen ist, ging der Apple iTunes Shop an den Start, heute als Apple App Store bekannt. Auch nach zehn Jahren beschäftigen wir uns täglich mit Apps und seit Jahren wird ihnen ein baldiger Tod vorausgesagt. Aktuelle Statistiken aber behaupten das Gegenteil – was ist dran?

Ist die App doch nicht tot? Zur Perspektive des App Store

Seitdem es Apps gibt wurde aus dem Smartphone nicht nur ein mobiles Telefon mit Internetzugang, sondern ein Gerät, das dem Nutzer in fast jeder Lebenslage behilflich sein kann. Lange Zeit wurde den Apps das unausweichliche Ende vorhergesagt. Sie würden durch Ergänzungen in den Smartphone-Betriebssystemen ausgetauscht und Big Player à la Facebook und Google würden mit ihren Marken den App-Markt quasi beherrschen. Eine aktuelle Studie des Bitkom-Verbands beweist allerdings, dass sich App-Umsätze auf einem Rekordhoch befinden und die Downloads im App Store von Apple und Google brummen.

In Deutschland ergaben die Umsätze durch Apps in 2018 bisher rund 1,6 Milliarden Euro. Das ist fast eine Verdreifachung im Vergleich zu 2013, als der Umsatz bei 547 Millionen Euro lag. Auch App-Downloads erfuhren ein Hoch und stiegen 2018 bisher um 17 Prozent. Das teilt der Digitalverband Bitkom auf Basis von Daten des Marktforschungsinstituts research2guidance mit. Die Devise dabei ist: weg vom bezahlten Download, hin zu In-App-Käufen!

Die App scheint also trotz vieler Voraussagen noch lange nicht auf ihr Ende zuzusteuern, ausgenommen kostenpflichtiger Apps, die wohl aber auf Dauer immer zurückgehen werden. Tatsächlich verzeichnete der App Store 2018 bereits den größten Zuwachs in seiner zehnjährigen Geschichte.

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Was sind Zombie-Apps?

Sogenannte Zombie-Apps sind solche, die in der schieren Flut der täglich hochgeladenen Anwendungen scheinbar untergehen – digitale Untote. Laut Berichten des Technik-Portals TechCrunch löscht Apple monatlich rund 14.000 Apps, die nur etwa null bis einige wenige Downloads erziehlen und so auch nicht im Store-Ranking auftauchen.

Die Anzahl der neuen Apps hat sich in den letzten Jahren beinahe verdoppelt. Zum Start des App Store 2008 waren rund 500 Anwendungen online, 2018 sind es rund 6 Millionen – 3,8 im Google Play Store und 2 Millionen im Apple App Store. 

WeChat – die ultimative App?

Bei uns im Westen hat man meist eine oder zwei Messenger-Apps, Shopping-Apps, Social-Media-Plattformen und vielleicht einen E-Wallet. Dafür benötigt der Nutzer schon einmal eine Hand voll verschiedener Apps. In China gibt es eine App, die alle von diesen Funktionen beinhaltet – und mehr! WeChat, eine App aus dem Hause Tencent, hat das Land im Sturm erobert und als Bürger in China kommt mal wohl kaum drum herum – selbst auf dem Wochenmarkt wird mit dem sogenannten WeChat Wallet bezahlt.

Ob sich Giganten wie Facebook oder Google bald an den Kollegen aus China angleichen bleibt abzusehen. In China ist die Plattform ein unverzichtbarer Marketingkanal, den hierzulande immerhin das Kaufhaus Breuninger schon nutzt.

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  • INSTAGRAM LITE handy.de: Instagram Lite: Spar-Version der Foto-App schon jetzt testen: Facebook hat es schon vorgemacht und Instagram zieht jetzt nach! Mit Instagram Lite wird demnächst die abgespeckte Version der Foto-App in Deutschland erscheinen. Mit nur rund 573 KB braucht die Light-Version nur einen Bruchteil des Speicherplatzes der Haupt-App – der beträgt rund 32 MB. Die App ist als Einsteigerversion der Haupt-App zu betrachten, Funktionen umfassen das Posten von Stories und Beiträgen im Feed. Lediglich das Senden von Direktnachrichten und die Einbindung ist nicht möglich – zumindest noch nicht. Auch diese Funktionen seien geplant und sollten in den nächsten Monaten implementiert werden.

  • GOOGLE DUPLEX t-online: Das sagen die ersten Tester über Google Duplex: Eine KI-Stimme, die fast nicht von einem Menschen zu unterscheiden ist. Als Google erstmals ihren Assistenten Duplex ankündigte, reagierte die Öffentlichkeit gleichermaßen mit Schrecken und Faszination. In einem aktuellen Demo-Video zeigt Google jetzt den Telefon-Assistenten. Der kann beispielsweise Reservierungen für den Nutzer tätigen, ohne dass dieser selbst zum Hörer greifen muss. Jetzt gibt es die ersten Tester-Stimmen zum smarten Assistenten. Google Duplex soll dann in den nächsten Wochen auf den Markt kommen.

  • PATENTSTREIT tagesschau: Apple und Samsung einigen sich – Patentstreit ums Smartphone beendet: Sieben Jahre hat er angedauert – der Patentstreit zwischen Apple und Samsung. Der große Apfel hat seinem koreanischen Konkurrenten 2011 Plagiat vorgeworfen – Samsung soll das Design von iPad und iPhone gestohlen haben. Die Unternehmen legten den Streit jetzt bei, stellten das Verfahren ein und konnten sich außergerichtlich einigen. Ursprünglich startete Apple-Gründer Steve Jobs die Fehde, um den Konkurrenten Samsung zu untermauern. In einem ersten Verfahren hat das Gericht Apple schließlich auch Recht gegeben. Die Konkurrenz durch die Koreaner besteht aber bis heute.

  • AR golem: Pokémon Go – Niantic öffnet seine AR-Plattform für Drittentwickler: Augmented Reality soll bald so flüssig wie nie funktionieren. In 2016 löste die Firma Niantic mit ihrer AR-App Pokémon Go einen globalen Hype aus. Einwandfrei funktionierte die AR-Technologie zu diesem Zeitpunkt aber nicht immer. Jetzt hat Niantic ein englisches Startup übernommen, sich in London niedergelassen und eine neue AR-Technologie vorgestellt, die das Verschmelzen der echten und simulierten Welt noch flüssiger macht. Das Stichwort dabei ist Machine Learning – dadurch sollen sich die echte und erweiterte Realität noch besser verstehen.

  • TRANSPARENZ t3n: Facebook und Twitter zeigen euch alle Anzeigen eines Accounts: Auf Facebook und Twitter soll künftig wieder für mehr Transparenz gesorgt werden. Der Nutzer kann jetzt einsehen, welche Anzeigen ein Account erstellt hat. Im Jahr 2016 gerieten die Plattformen während der US-Wahl mächtig in Kritik. Im Zuge des Wahlkampfes machten Fehlinformationen auf Social Media die Runde. Wie die Anzeigen eines Seitenbetreibers bei Facebook oder Twitter eingesehen werden können, zeigen die Kollegen von t3n.

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YouTube Music: La-La-La-Lauch

YouTubeMusic_Titel by lena Simonis

YouTube Music ist eine “Lauch-App“. Nachdem ich einige Meinungen gelesen und mir auch selbst einen Überblick in der App verschafft habe, komme ich auf keinen besseren Vergleich: Alle Zutaten für ein Festessen sind da, das Essen ist auch schon fast fertig und es fehlt nur diese eine raffinierte Zutat, die aus dieser Malzeit ein 5-Sterne-Gericht zaubern würde. Aber Google kommt mit Lauch für 10 Euro das Kilo um die Ecke – und das ist kein Bio-Bärlauch.

YouTube Music im Club der Streamingdienste

YouTube Music gibt es bereits seit zwei Jahren, ist seit letzter Woche aber auch hierzulande verfügbar. Die Applikation hat Google für Nutzer konzipiert, die Audio über YouTube konsumieren wollen. Aber im Vergleich zu anderen Musik-Streaming-Diensten wie Spotify, Deezer, Apple Music oder Qobuz kann sie wenig. Im Gegenteil bietet die App in der kostenlosen Version nicht einmal dieses kleinen Feature, mit dem YouTube als Streaming-App überhaupt zu gebrauchen wäre und man die User so viel glücklicher machen würde. Natürlich sprechen wir von der Hintergrundwiedergabe, die kostenlose Drittanbieter-Apps wie OG YouTube so beliebt machen.


Die lange Liste des Nichtkönnens

Noch unsinniger werden die Beschränkungen bei der Nutzung von Google-Assistant-Lautsprechern. Die App möchte erstmal ein Upgrade in die Premium-Variante, bevor sie die Inhalte an den Lautsprecher sendet. Zwar lässt sich Musik über die Google-Home-App dann doch irgendwie an die Speaker senden. Aber selbst über die Premium-App reagieren die Google-Speaker nicht auf Sprachbefehle des Nutzers. Die zahlreichen nichtvorhandenen Funktionen und Features hat Golem bereits ausführlich besprochen. In etwa so, als hätte man Safran fürs Essen gebraucht und erklärt nun ausgiebig, wieso Curry außer der Farbe nichts damit gemeinsam hat.

Musikvideos ohne Bild = Audio in schlechter Qualität

Das größtes Manko: die Qualität der Musik lässt nicht einstellen, wie das etwa Apple Music erlaubt. Je nach Verbindung lädt die App mit maximal 128 Kilobit pro Sekunde im AAC-Format. Ist die Verbindung schlechter, gibt YouTube Music Dateien mit nur 64 Kilobit pro Sekunde aus. Und obwohl man als PlayMusic-Abonnent bei Google auch kostenlos Zugriff auf YouTubeMusic-Premium erhält, synchronisiert sich YouTubeMusic nicht mit PlayMusic, so dass man zwei Musikbibliotheken gleichzeitig pflegen muss. Andererseits übernimmt YouTube Music automatisch alle Daten aus der YouTube-App, lässt Nutzer die Daten aber nicht unabhängig managen, sondern löscht Musik immer automatisch in beiden Apps. Die neue App spielt Musik außerdem nicht auf Amazon Echos oder der Playstation von Sony ab.

YouTube Music ziemlich textsicher

Zwei praktische Funktionen, mit denen sich YouTube Music von anderen Apps abheben kann, gibt es aber doch. Die Suche nach Liedzeilen und in der Bezahl-Variante auch das Offline-Mixtape. Die smarte Suche lässt sich mit Textzeilen füttern und findet so tatsächlich meistens die passenden Titel dazu. Sucht man in YouTube Music unter „Heartbeats drifting together“ erscheint der gesuchte Metronomy-Song (Reservoir) an erster Stelle sowie zwei weitere Vorschläge. Klappt auch mit „Crying zeros and I’m hearing 111s“ von Alt-J (In Cold Blood) oder „Keine Atempause Geschichte wird gemacht“ von Fehlfarben (1 Jahr). Ein paar Fehlversuche gab es aber auch hier.

Offline-Mixtape
 vom Algorithmus

In meiner Jugend gab es Mixtapes, die man sich für besondere Gelegenheiten oder Menschen zusammen stellte. Das Kassettendeck im Auto, den Walkman für die Zugreise oder als Erinnerung an gute Zeiten für die Freunde im Ausland. Bei YouTubeMusic mixen kluge Algorithmen unsere Musikauswahl zusammen und machen Vorschläge, die sich an der Tageszeit und dem Standort des Nutzers orientieren. Und das ist zwar irgendwie praktisch, aber auch ein bißchen langweilig, vorhersehbar und unpersönlich.

…nicht von Herzen

Dennoch bietet YouTube Music in der Bezahl-Variante eine besondere automatische Playlist – das sogenannte Offline-Mixtape. Wenn man es möchte, speichert die App hier automatisch bis zu 100 favorisierte Lieder, je nachdem wie viel Platz auf dem Device zur Verfügung steht und wie hoch die Kompressionsrate ist. Diese Titel lassen sich dann auch ohne Internet-Verbindung abspielen. Einen Offline-Modus haben aber auch andere kostenpflichtige Streaming-Apps von Apple Music über Spotify bis Deezer.

Fazit: Lauch bleibt Lauch



YouTube Music erscheint unfertig und übereilt auf den Markt geworfen. Wann Google PlayMusic und YouTube Music endgültig zu einer App verschmelzen, ist noch nicht bekannt. Solange dürfen PlayMusic-Abonnenten auch die Premium-Variante von YouTube Music nutzen, können aber die Bibliotheken nicht synchronisieren. Der automatische Download in der kostenpflichtigen App ist zwar praktisch und die smarte Suche nach Liedzeilen macht Spaß, um damit die Nutzer von anderen Diensten wegzulocken, genügen die Funktionen meiner Meiner nach aber nicht.

Zum Launch bietet Google eine dreimonatige, kostenlose Testphase von YouTube Music Premium an, die ihr hier für iPhone und Android herunterladen und mit einem Google-Konto nutzen könnt. Anschließend kostet das Abo regulär 9,99 Euro, über die iPhone-App jedoch 12,99 Euro im Monat. Googles unübersichtliche Preisgestaltung macht das Angebot sicher nicht attraktiver. Wenn ihr das Test-Abo kündigt, könnt ihr es dennoch bis zum Ende des Zeitraumes testen.

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  • INSTAGRAM Heise: Instagram TV attackiert Youtube: Hochkant-Videos mit bis zu 60 Minuten Laufzeit: Jeder, der gerne Insta-Storys dreht weiß, dass normalerweise nach 15 Sekunden Schluss ist und die nächste Story gestartet werden muss. Für diejenigen, für die das nicht reicht, soll es bald die Möglichkeit geben 60-minütige Instastorys zu drehen. Das wird der Videoplattform YouTube ganz schön zusetzen, denn Instagram hat es sich fest zum Ziel gemacht, somit die jüngere Zielgruppe anzusprechen, die keine Lust auf klassisches Fernsehen hat. Unter dem Namen IGTV sollen die Hochkant-Videos, die den kompletten Bildschirm auf dem Smartphone ausfüllen, neben Privatpersonen auch Influencer ansprechen. Die Videos werden, ähnlich wie beim klassischen Fernsehen, in Kanälen gesammelt, um einen geordneten Überblick zu schaffen. Schon in den nächsten Wochen soll IGTV weltweit verfügbar sein.

  • FACEBOOK Computer Base: Paywall: Facebook testet kostenpflichtige Gruppen: Muss bald für Facebook-Gruppen bezahlt werden? Derzeit testet Facebook nämlich kostenpflichtige Gruppen, bei denen die Administratoren von ihren Gruppenmitgliedern einen monatlichen Beitrag zwischen fünf und 30 US-Dollar kassieren können. Die sogenannten Subscription Groups beschränken sich testhalber auf eine kleine Anzahl von Gruppen innerhalb der USA. Aber was steckt hinter dem Gedanken von den Gruppenmitgliedern Geld einzufordern? Facebook möchte mit diesen Beiträgen die Arbeit der Gruppen-Administratoren honorieren. Doch hofft das soziale Netzwerk auch, dass somit exklusive Inhalte innerhalb der Gruppen entstehen werden. Nutzer können, sobald sie ein Abo abgeschlossen haben, dieses auch wieder monatlich kündigen.

  • DIGITAL KEY GameStar: Digital Key 1.0 – Autos per Smartphone öffnen und starten: Wie wäre es, wenn man künftig sein eigenes Auto mit dem Smartphone öffnen und auf das lästige Schlüssel suchen verzichten könnte? Car Connectivity Consortium (CCC) möchte genau das möglich machen. Hinter dem Namen CCC versteckt sich eine interindustrielle Kollaboration von Auto- und Smartphone-Herstellern. Mit dem sogenannten Digital Key können Autofahrer dann ihr Auto mit dem Smartphone öffnen, starten und schließen. Zudem können mithilfe dieser Technologie auch weitere Schlüssel für das Auto erstellt oder auch geteilt werden. Was steht dabei im Fokus? Laut dem CCC soll natürlich der Komfort, die Bequemlichkeit und die sichere Nutzung der Fahrzeughalter im Vordergrund stehen.

  • GOOGLE Golem: Google veröffentlicht eigene Podcast-App: Wer ein Fan von Podcasts ist, für den hat Google jetzt eine neue Android-App unter dem Namen Google Podcast vorgestellt. Über den Google Assistant ist die App somit auf allen Geräten integriert. Somit können auch über Googles smarte Lautsprecher per Spracheingabe Podcasts aufgerufen und gehört werden. Startet man beispielsweise einen Podcast auf dem Smartphone, so kann dieser später über ein anderes Gerät weiter gehört werden, da die Hörstücke synchronisiert werden. Zudem können sich die Nutzer Empfehlungen zukommen lassen, die auf die Hörgewohnheiten der jeweiligen Nutzer abgestimmt sind. Wie genau das funktioniert, hat Google bisher noch nicht bekanntgegeben, dennoch steckt hier der Einsatz von künstlicher Intelligenz dahinter.

  • AMAZON Internetworld: Amazon lässt mit Alexa bezahlen: Online Banking ist ja schon was Feines und dann ist es noch so bequem und einfach. Allerdings kann online Bezahlen bald noch einfacher werden. Amazon möchte Kunden nämlich ermöglichen in Zukunft ihre Käufe per Sprachbefehl zu erledigen. Das Ganze wird derzeit noch getestet, aber soll sogar noch in diesem Jahr verfügbar gemacht werden. Ganz ohne Risiken ist diese Bezahlmethode natürlich nicht. Vielmehr bietet sich diese Art zu Bezahlen eher für Produkte des täglichen Bedarfs an, wie etwa Produkte, die man zum Kochen benötigt.

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Von Google Drive zu Google One

Du nutzt die kostenpflichtige Variante von Google Drive? Dann musst du dich in Zukunft auf eine Umstellung gefasst machen, denn Google Drive wird sich verändern. Neue Preise, neue Services und ein neuer Name. Das künftige Google Drive wird dann unter dem Namen Google One im Netz zu finden sein.

Was wird sich ändern?

Zum einen können sich Nutzer über eine Familienoption freuen, bei dem bis zu fünf Personen auf den Speicher zugreifen können. Zum anderen fallen auch die Preise. Für den 100 GB-Tarif müssen Kunden dann in Zukunft 1,99 US-Dollar und für den 200 GB-Tarif 2,99 US-Dollar bezahlen. Außerdem wird es auch die 1 Terabyte-Option, die Nutzer derzeit nutzen können, nicht mehr geben, denn diese wird durch 2 Terabyte ersetzt und kostet dann 9,99 US-Dollar.

Des Weiteren legt Google künftig noch eine ausgebaute Service-Funktion obendrauf. Hier können Kunden einen direkten Chat-Kontakt zu Google-Experten herstellen, sobald Probleme oder Fragen auftreten.

Ein kleines Extra obendrauf

Wer außerdem ein kleines Geldgeschenk von Google in Form von Google-Pay-Guthaben erhaschen möchte, bekommt in Zukunft die Möglichkeit dazu. Das heißt, dass Nutzer für eine kleine Prämie lediglich neue Kunden anwerben müssen.

Bisher wird Google One jedoch nur in den USA gelauncht und anschließend auch global. Doch genau ist es noch nicht abzusehen, wann wir in Deutschland mit der neuen Version von Google Drive rechnen können.


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  • YOUTUBE MUSIC golem: Google attackiert Spotify mit kostenlosem Musikstreaming: Spotify, Amazon Music und Co. bekommen Konkurrenz! Auch Youtube möchte jetzt einen eigenen Musikstreamingdienst anbieten. Wie die Konkurrenz,  soll dieser Dienst zum Teil werbefinanziert und dafür kostenlos sein. Weitere Funktionen würde es dann gegen Bezahlung geben. Außerdem kommt das Modell Youtube Premium nach Deutschland, welches ein Nachfolgemodell von Youtube Red darstellt und hierzulande nie angeboten wurde. Youtube Music soll laut Google noch im Mai in den USA und zu einem späteren Zeitpunkt in Deutschland erscheinen.

  • WHATSAPP chip: Großes Update für WhatsApp: Gruppen bekommen neue Funktionen: Ein neues Update für die Messenger-App hält viele Neuerungen bereit, die vor allem für Gruppen interessant sind. Die neuen Features sind bereits in den Beta-Versionen von WhatsApp für iOS und Android zum Testen verfügbar. Zu den neuen Features zählt eine Gruppenbeschreibung odere genauere Admin-Berechtigungen, Gruppengründer dürfen beispielsweise nicht mehr aus Gruppen entfernt werden. Auch Gruppenbilder und -beschreibungen können nicht mehr von jedem Mitglied einfach geändert werden. Alle Neuerungen hat euch Chip in ihrem Artikel zusammengefasst.

  • GOOGLE PAY curved: Deutschlandstart von Google Pay: Erste Nutzer haben die App schon: Bargeldlose Bezahlen ist nach wie vor ein großes Thema. Auch Googles Bezahldienst Google Pay könnte in Deutschland bald an den Start gehen. Erste Nutzer haben die App zum bargeldlosen Bezahlen bereits auf dem Smartphone. Die App funktioniert an Terminals, die kontaktloses Bezahlen ermöglichen. Dafür muss man das Smartphone einfach über das Terminal halten und den Einkauf mit einem Code oder Fingerabdruck bestätigen. Der Dienst soll schon bald starten – sollte das wirklich so sein, wäre Google der Konkurrenz einen Schritt voraus, die ihren kontaktlosen Bezahldienst bisher noch nicht launchte.

  • DSGVO heise: Last-Minute-Hilfe gegen Abmahnungen und Bußgelder: Zum 25. Mai 2018 wird die EU-Datenschutzgrundverordnung wirksam. Der Wirbel in der Onliner-Welt und die Angst um Abmahnwellen und Bußgelder ist groß. Was am 25. Mai wirklich passieren wird, ist nicht ganz klar, wichtig ist es aber vorbereitet zu sein und zu prüfen, ob man DSGVO-konform ist. Aktuelle Entwicklungen und konkrete Leitfäden haben die Kollegen von Heise und c’t zusammengefasst.

  • STEAM LINK computerbase: Steam Link App im Test: Die Hardware per Software getötet: Hochauflösende PC-Spiele auf dem Handy zocken soll mit der Steam Link App bald möglich sein. Die App wahrscheinlich noch im Mai für iOS und Android erscheinen. Gamer erhalten so die Möglichkeit ihre Steam-PC-Games auch auf dem Smartphone zu zocken. Das Ganze funktioniert dann mit dem hauseigenen Steam-Controller, aber auch mit den meisten anderen Bluetooth-Controllern. Die Steam Video App soll dann im Sommer folgen.

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Auf der Jagd nach dem richtigen Emoji

Auf die Plätze, fertig, suchen! Im kostenlosen Browsergame Emoji Scavenger Hunt von Google treffen Machine Learning, Künstliche Intelligenz und Augmented Reality aufeinander. Ein netter Zeitvertreib für zwischendurch, den ich dir hier einmal genauer zeigen möchte.

Suche nach vorgegebenen Emojis

Die App ist ganz einfach über den Browser auf eurem Smartphone oder Tablet zu öffnen. Keine Anmeldung, keine Angaben, nichts, womit du rausrücken musst. Allerdings benötigt Google, damit du Emoji Scavenger Hunt spielen kannst, den Zugriff auf deine Smartphone-Kamera. Dem musst du natürlich zustimmen, sonst funktioniert das nicht. Hast du eingewilligt, kann es schon losgehen.

Der Emoji Scavenger Hunt Startbildschirm. Screenshot by Jennifer Eilitz

Nachdem der Countdown von drei herunter gezählt hat, bekommst du zu Beginn angezeigt, nach welchem Emoji du Ausschau halten musst. Diese können ganz unterschiedlich sein. Von einer Glühbirne über ein Smartphone bis hin zur Socke wird dir alles Mögliche angezeigt. Anschließend beginnt der Timer von 20 runterzuzählen und du musst dich auf die Suche nach dem Gegenstand in deiner Umgebung machen. Mir wurde unter anderem ein Hand-Emoji angezeigt, was natürlich sehr einfach zu finden ist. Lediglich die Hand vor die Kamera halten und das Spiel analysiert, ob du mit dem Gegenstand vor der Kamera richtig liegst. Die kleine Detektivin am unteren Bildschirmrand unterhält dich zudem nebenbei, indem sie deine gezeigten Gegenstände genauer unter die Lupe nimmt.

Auf der Suche nach einer Hand. Screenshot by Jennifer Eilitz

Achtung, die Zeit rennt

Ist die Zeit vorbei und du hast nicht den richtigen Gegenstand gefunden, hast du leider verloren und musst von vorn beginnen. Eigentlich könnte man meinen, dass das Spiel unheimlich einfach ist. Dennoch gibt es immer wieder Gegenstände, die du leider nicht so schnell griffbereit haben wirst. Wenn du es aber schaffst in der vorgegebenen Zeit den richtigen Gegenstand vor die Kamera zu bekommen, erhältst du automatisch für jeden richtigen Fund einen Zeitbonus in der nächsten Runde.

Netter Zeitvertreib mit einigen Fehlern

Emoji Scavenger Hunt weist zwar noch einige Fehler auf, die allerdings zu entschuldigen sind. Beispielsweise erkennt das Spiel manche Gegenstände schon dann, wenn man noch nicht einmal die Kamera drauf gerichtet hat. Zudem werden so manche Dinge falsch gedeutet oder schlichtweg nicht erkannt. Dennoch ist es beeindruckend, zu was die Technologie fähig ist und wie einfach eine Smartphone-Kamera Dinge erkennen kann. Ich kann das Spiel auf jeden Fall empfehlen, wenn einmal die Langeweile aufkommt oder du dir mit deinen Freunden ein spannendes Such-Match leisten möchtest. Für dieses Spiel gibt es einen Daumen-Hoch-Emoji!


olehslepchenko / stock.adobe.com

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  • WHATSAPP CHIP: Werbung in WhatsApp: Alptraum vieler Nutzer wohl bald Realität: Bisher war die Nutzung von WhatsApp fernab von jeglicher Werbung. Allerdings könnte sich dieses bald ändern. Das soziale Netzwerk Facebook möchte nun mit dem WhatsApp-Messenger Geld machen. Das Ganze könnte dann etwa so aussehen, dass User die ersten fünf Chats in ihrem Verlauf sehen und anschließend einen Werbebanner über Produkte und Dienstleistungen vorfinden, auf welchen sie dann klicken können. Ebenso könnte es möglich sein, dass WhatsApp-Nutzer sich auf Push-Nachrichten mit Werbetexten einstellen müssen. Bleibt abzuwarten, wie lange wir WhatsApp noch angenehm werbefrei nutzen können.

  • GOOGLE NEWS GoogleWatchBlog: Bericht: Google Play Kiosk wird eingestellt; Magazine, Abos & YouTube werden in Google News integriert: Ein großes Update für Google News steht an. Hierbei soll sich neben der direkten Integration von YouTube-Videos auch die gesamte Oberfläche erneuern. Zudem ist eine Magazin-Sektion geplant, bei dem User einzelne Abos verwalten können. Nutzer sollen dann alles noch schneller finden können, was sie benötigen. Der eher weniger populäre, jedoch häufig genutzte Google Play Newsstand, soll dann komplett eingestellt werden.

  • SKY Q Netzwelt: Sky Q: Neue Oberfläche ab sofort verfügbar: In Deutschland hält Sky Q jetzt Einzug auf unseren Bildschirmen. Nachdem es schon eine ganze Weile in Italien und Großbritannien verfügbar ist, können wir nun auch das Home-Entertainment-System des Pay-TV-Senders nutzen und ebenfalls auf die On-Demand-Inhalte von Sky Go und Sky Kids zugreifen. Zum Teil sollen diese Inhalte sogar in Ultra HD ausgestrahlt werden. Allerdings erwartet Sky-Nutzer noch mehr. Somit haben diese Zugriff auf die ARD- und ZDF-Mediatheken und weiteren Smart-TV-Apps. Über Sky Q soll zudem auf fünf Geräten gleichzeitig auch das Programm aus dem deutschen Free-TV abrufbar sein. Ein weiterer Ausbau von Sky Q ist bereits im Sommer vorgesehen.

  • TWITTER Tagesschau: Sicherheitslücke bei Twitter entdeckt: Twitter-Nutzer sind derzeit aufgerufen, ihr Twitter-Passwort vorsorglich zu ändern. Grund dafür ist eine Sicherheitslücke bei der Passwörter in einer internen Protokolldatei ungeschützt gespeichert wurden. Diese Panne sei schon seit mehreren Wochen bekannt. Mittlerweile ist der Fehler wieder behoben und es gebe bisher auch keine Hinweise darauf, dass Daten geklaut oder missbraucht wurden. Um aber auf der sicheren Seite zu sein, sollten Nutzer sich dennoch ein neues Passwort zulegen.

  • FACEBOOK Handelsblatt: So will Facebook uns verkuppeln: Auf Facebook haben rund 200 Millionen Menschen ihren Status als Single angegeben. Für Mark Zuckerberg ist das etwas, woran man arbeiten sollte. Also wird Facebook jetzt unter anderem zur Datingseite. Wie genau das Ganze aussehen soll, ist noch nicht bis ins Detail bekannt. Es gibt jedoch einige Anzeichen, was Nutzer erwartet. Die Dating-Funktion läuft über einen neu angelegten Account, bei dem der Nutzer nur mit seinem Vornamen zu sehen sein wird. Lediglich Flirt-Interessierte können das Profil sehen – für die eigenen Facebook-Freunde wird das Flirt-Profil nicht sichtbar sein und diese werden auch nicht als Flirtpartner vorgeschlagen. Mit einem Klick auf ein Herzsymbol gelangen Nutzer dann direkt zum Dating-Profil. Für Zuckerberg liegen bei der neuen Funktion vor allem der Datenschutz und die Privatsphäre der Nutzer im Fokus.

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Destination Check: HR Future Day 2018

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Die Human Ressource Abteilungen in Medienhäusern müssen seit Beginn der Digitalisierung verschiedene Herausforderungen bewältigen. Die Akademie der Deutschen Medien hat dieses Jahr den HR Future Day in Kooperation mit Bommersheim Consulting abgehalten und die aktuell interessantesten Themenfelder diskutiert.

New Work, Employer Branding, HR-Tech, HR-Strategien und Personalentwicklung im digitalen Medienhaus. Mit diesen Themenfeldern hat die Akademie der Deutschen Medien den HR Future Day 2018 angeteast. Und das hat geklappt. Viele Interessenten aus dem Medienbereich haben den Weg ins Literaturhaus München angetreten. Hier haben sie Lösungen für die verschiedensten Herausforderungen ihres Arbeitsalltags gefunden. Ansätze für diese Lösungen sollten die Speaker der Konferenz bringen.

Hier haben die Veranstalter einen Hochkaräter nach dem anderen aufgefahren. Haufe Group, Bertelsmann, TU München, Google Germany, Axel Springer und ProSiebenSat.1 Media. In kurzen Spotlight-Sessions wurden außerdem Gründer von Startups eingeladen, die den Teilnehmern interessante Entwicklungen im HR-Bereich näher gebracht und die Arbeit ihrer Unternehmen erklärt haben. Für WhatsBroadcast war zum Beispiel der Head of Content, Jo Lenz, auf dem HR Future Day. In seiner Session wurde klar, was für eine unglaubliche Power in Messengerdiensten steckt. Außerdem wurde besprochen wie man diese zum Recruiting junger Talente nutzen kann. Hier wurde schnell ein Gespräch zwischen mehreren Teilnehmern gestartet, die ihre Erfahrungen im Recruiting über Messenger teilten und so anderen Lösungen für Probleme mitgeben konnten.

Nah am Mitarbeiter sein

Die einzelnen Speaker haben über verschiedene Themenfelder im HR-Bereich gesprochen. Als Fazit konnte man am Ende jedes Panels allerdings heraushören, dass es immer darum geht, wirklich nahe am Mitarbeiter zu sein. Mária Heydebreck ist HR Business Partner Tech bei Google Germany und gab den letzten Vortrag vor der Mittagspause. Google setzt verstärkt auf Transparenz. Zudem will Google dem Mitarbeiter zeigen, dass im Unternehmen Information kein Machtsymbol sei. Jede Woche findet Donnerstag (TGIAF) oder Freitag (TGIF) der Google Livestream statt. Jeder Mitarbeiter kann diesen Livestream von überall verfolgen und wird über die News der vergangenen Woche informiert.

Von Bertelsmann war Dr. Nico Rose auf dem HR Future Day 2018. In seinem Vortrag setzte er die Konzentration auf positive Psychologie im Arbeitsalltag. Mitarbeiter müssen den Sinn in ihrer Arbeit erkennen und von den Führungspositionen die nötige Anerkennung bekommen. Das ist für Nico Rose der Treiber des Unternehmenserfolgs.

„One size fits all“ wird aussterben

Prof. Dr. Isabell Welpe von der TU München sieht in der richtigen Organisation von New Work den zukünftigen Erfolg der digitalen Medienhäuser. Unternehmen müssen Bewerbern die Chance geben alternative Arbeitsmöglichkeiten zu bieten. Also zum Beispiel im Homeoffice von überall arbeiten zu können. „One size fits all“ wird laut Prof. Dr. Welpe in naher Zukunft aussterben. Auch beim letzten Vortrag, der von Yvonne Riedel gehalten wurde, hört man diesen Ton heraus.

Yvonne Riedel ist Head of Employer Branding bei der ProSiebenSat.1 Mediengruppe. Für sie ist klar: Young Talents müssen sich nicht mehr bei Unternehmen bewerben, sondern Unternehmen bei den Talents. Sie gab den Teilnehmern des HR Future Days mit, dass, wenn man Geld investiert, muss das auf jeden Fall in die Karriereseite fließen! Die perfekte Präsentation ist essentiell, um Bewerber anzuziehen.

Wir waren vom diesjährigen HR Future Day begeistert und fanden die Speaker der Vorträge und Spotlight Sessions sehr interessant. Wie Veranstalter, Speaker und Teilnehmer den HR Future Day wahrgenommen haben, könnt ihr in den folgenden Statements sehen.


Teilnehmer: Dominic Bönisch, Gründer und Geschäftsführer von Joblocal GmbH


Wie ist dein Eindruck vom HR Future Day?

Gutes Spektrum an Referenten und Themen, die von wissenschaftlichen Blickwinkeln, wie Dr. Nico Rose oder Prof. Dr. Welpe bis hin zu konkreten Case Studies am Beispiel Google oder P7S1, gereicht haben. Innerhalb eines Tages konnte man so verschiedensten Input für die eigene HR-Strategie aufsammeln und spart sich das „Vor-Recherchieren“ der eventuell infrage kommenden Themen. Die Veranstaltung ist ein guter Auftakt, um die Themen zu selektieren und dann gezielt zu vertiefen. Super war auch der Austausch mit den Referenten.

Welcher Vortrag war dein Highlight und warum?

Dr. Nico Rose mit seinem „Return on Sinnvestment“ hat mir tolle Gedankenanstöße gegeben, die ich bereits eine Woche später in unserem Managementworkshop umsetzen konnte (zum Beispiel KAARMA für Führungskräfte).

Hat dir etwas gefehlt, oder hättest du über ein bestimmtes Thema gerne mehr gehört?

Working out loud. Gibt es hier Case Studies zur erfolgreichen Umsetzung?!

Würden Sie den HR Future Day weiterempfehlen?

Ja! Definitiv!


Veranstalter: Leonie Rouenhoff, Akademie der Deutschen Medien


Was ist euer Fazit von der Konferenz?

Wir sind begeistert! Der HR Future Day war ein voller Erfolg! Das Programm aus Strategievorträgen und Fallbeispielen von HR-Experten aus der Verlagsbranche, digitalen Vorreitern und Wissenschaftlern ist bei den Teilnehmern sehr gut angekommen. Und das ist natürlich unser schönster Erfolg. Die Diskussion gemeinsamer Fragestellungen rund um die Themen New Work, Employer Branding und HR-Tech und auch der Blick über den Tellerrand auf andere Branchen haben das Event ausgemacht!

Was war euer Highlight?

Die Highlights waren die innovativen Vorträge mit interaktiven Elementen. Schön, dass sowohl interessante Erfolgsbeispiele, aber auch harte Lessons Learned geteilt wurden. Ein Highlight waren natürlich auch die Teilnehmer aus der Medien-, aber auch aus anderen Branchen, die HR-Innovation in ihren Häusern vorantreiben. Es wurde rege mitdiskutiert. Das war eine tolle Atmosphäre, hier im Literaturhaus. Intensiver Austausch und Networking!

Was erwartet ihr vom nächsten HR Future Day?

Was wir erwarten? Die Verlagsbranche befindet sich im stetigen Wandel. Wir hoffen daher, dass sich der HR Future Day inhaltlich so spannend weiterentwickelt wie in den letzten Jahren. Und dass sich der Austausch zwischen den verschiedenen Branchen, zwischen Unternehmen und Startups weiter intensiviert.


Image by Akademie der Deutschen Medien; (adapted) by Nils Hansen

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  • DATENSCHUTZ t-online: EU plant härtere Strafen für Facebook und Google: Als Konsequenz aus dem jüngsten Daten-Skandal bei Facebook plant die Europäische Union zum Datenschutz von Verbrauchern striktere Gesetze und härtere Strafen für Facebook, Google, Amazon und andere Internet-Plattformen. Das geht aus einem Dokument der EU-Kommission hervor. Bei Zustimmung durch das Europäische Parlament und seine Mitgliedsstaaten wird das Gesetz in absehbarer Zeit verabschiedet. Die Maßnahme soll in erster Linie Transparenz und Einhaltung von Bürger- sowie Datenrechten garantieren und gewährleisten. In Zukunft ist für die großen digitalen Plattformen also Vorsicht geboten.

  • BLOCKCHAIN t3n: Google investiert in Blockchain-Startups – und plant eigene Produkte: Internet-Gigant Google will nun auch den Blockchain-Markt erobern. Mitarbeiter der Firma sind dabei zur Zeit auf verschiedene Projekte fokussiert. Neben dem zuletzt regelrecht aggressiven Aufkauf anderer Blockchain-Unternehmen, bastelt der Konzern wohl auch an eigenen Produkten in dem Bereich. Nachdem Marktforscher dem Blockchain-Markt schon seit längerem ein enormes Wachstum voraussagen, will auch Google den Anschluss an die Branche nicht verlieren. Laut eigenen Angaben beobachtet man das Potenzial von Blockchain, Pläne über Einsatzgebiete sind aber wenn überhaupt noch in der frühen Anfangsphase.

  • FIREFOX chip: Firefox Roadmap 2018: Mit diesen Überraschungen plant der Super-Browser: Der Online-Browser-Riese Firefox hat für 2018 neue Funktionen und Erweiterungen angekündigt. In der Firefox Roadmap 2018 veröffentlichte das Mozilla-Team die geplanten Neuerungen. So sind zum Beispiel höhere Geschwindigkeit, mehr Persönlichkeit und ein Durchsetzen auf dem mobilen Markt vorgesehen. Einen besonderen Wert legt man dabei auf eine möglichst hohe Individualität des Browsers – je nach den Wünschen des Benutzers. Nachdem man zudem Mobil den Anschluss deutlich verloren hat, will Firefox außerdem mit Smartphone und Tablets aufwarten. Nutzer können sich auf jeden Fall auf mehrere neue Highlights freuen.

  • ELEKTROFAHRZEUGE golem: MAN baut Elektrotransporter ab Juli in Serie: Der deutsche Fahrzeug- und Maschinenbau Konzern MAN hat offiziell angekündigt, noch 2018 den Elektrotransporter eTGE in Serie zu bauen. Der dem Ford Transit ähnliche Kleintransporter soll schon im Juli 2018 für den Lieferverkehr gefertigt werden. Das Unternehmen, welches zu 75 Prozent der Volkswagen AG gehört, ließ des weiteren verlauten, die Fahrzeuge seien zunächst nur für innerstädtische Lieferungen gedacht. Dies ist laut der Pressemitteilung mit der geringen Reichweite und einem gedrosselten Leistungslimit verbunden. Nach der geplanten Markteinführung im Juli ist der MAN eTGE jedenfalls für 69.500 Euro verfügbar.

  • ELEKTRONISCHES GEHIRN heise: Forscher entwickeln neuartiges elektronisches Gehirn:Forschern von der University of Manchester ist ein großer Schritt in Sachen neuromorpher Hardware gelungen. Der leitende Forscher Steve Furber bestätigte, dass das neuartige elektrische Gehirn seinem realen Pendant schon deutlich näher kommt. Zwar sind künstliche neuronale Netze nach wie vor extrem vereinfachte Abbilder von einem echten Gehirn, dennoch gibt das Modell KI-und Hirnforschern eine gute Forschungsbasis. Der gigantische Rechner namens SpiNNaker schafft bereits eine Konnektivität, welche mit der des menschlichen Gehirns zumindest vergleichbar ist. Eine genau definierte Aufgabe hat das elektronische Gehirn bisher allerdings noch nicht.

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Google gibt Google Maps für Videospielhersteller frei

tumisu - pixabay com

Der Technik-Gigant Google ist längst in diversen Branchen tätig. Nun will Google mit seiner Plattform Google Maps einen weiteren Markt erschließen. Das amerikanische Unternehmen kündigte an, eine Schnittstelle seines Kartendienstes freizugeben. Dies soll Spieleentwicklern künftig ermöglichen und erleichtern reale Umgebungen in Videospiele zu integrieren.

Der Online-Kartendienst Google Maps

Google Maps wurde von der US-Amerikanischen Firma Google ins Leben gerufen und im Februar 2005 offiziell gestartet. Der Dienst ermöglicht es Nutzern, die Oberfläche der Erde als Straßenkarte oder als Luft- beziehungsweise Satellitenbild zu betrachten. Desweiteren können durch die für Android und iOS erhältliche App auch bekannte Objekte oder sogar Institutionen gesehen werden. Seit dem 10. März 2018 ist in der Navigations-Funktion des Dienstes bis zum 16. März 2018 ein „Easteregg“ als Werbemaßnahme enthalten. In Kooperation mit dem japanischen Videospielhersteller Nintendo installierte Google statt der blauen Nadel als Standpunkte den Videospiel-Kulthelden Super Mario im Gokart. Und das aus besonderem Grund.

Was Google Maps Videospielherstellern bietet

So wie es nämlich eben Nintendo in Zusammenarbeit mit Niantic mit Pokemon GO bereits vormachte, will auch Google nachziehen. Im Zuge der Werbeaktion verkündete Google daher seine Pläne für Videospiel-Kooperationen mit Reality Bezug. Um seine Pläne in Zukunft umsetzen zu können, gibt der Suchgigant jetzt also seine Kartendaten in einem Entwicklungs-Toolkit heraus. Dieses können Macher von Computerspielen mittels des Spieleengine „Unity“ nutzen. Damit gewehrt Google Zugriff auf über 100 Millionen Straßen, Plätze, 3D-Gebäude, Sehenswürdigkeiten und sonstige Topografie aus mehr als 200 Ländern. Mit der Aktion will Google Entwicklern nach eigenen Aussagen die Nachbildung von echten Umgebungen in Videospielen vereinfachen.

Was Gamer erwarten können

Mit dem Projekt will Google es Videospiel-Liebhabern vor allem ermöglichen, ein Spiel mit Realitätsbezug zu erleben. Der Clou soll dabei vor allem das Spielen an bekannten oder sogar vertrauten Plätzen sein. Gamer sollen sich für Autorennen, Monsterjagden oder andere Abenteuer und Missionen an alle möglichen Orte begeben können. Von Sehenswürdigkeiten wie dem Time Square oder dem Kolosseum über Orte wie Macchu Picchu oder die Chinesische Mauer bis hin zur eigenen Straßenecke ist alles möglich. Reale Daten können dabei zusätzlich mit animierter Grafik kombiniert werden, um eine futuristische Welt zu schaffen. Anders jedoch als bei Pokemon GO müssen Spieler für diese Erlebnisse weder das Haus verlassen noch die Kamera fokussieren.

Aussichten für die Zukunft

Sollte Google sein Versprechen tatsächlich wie gewünscht umsetzen, wäre dies nicht nur eine gravierende Ausbreitung in einer weiteren Branche, sondern sogar ein weiterer Meilenstein auf dem Gebiet. Dass Virtual, Augmented und Mixed Reality auch im Spielegeschäft hoch gefragt sind, bewies bereits Pokemon GO, was den Erfolg von Google nur erahnen lässt. Zudem hat Google bereits weitere Details zum Vorhaben für die Spielemesse GDC in San Francisco vom 19. bis 23. März angekündigt. Gamer dieser Welt dürfen sich auf eine spannende und innovatiove Zukunft, wenn nicht sogar Revolution der Gaming-Szene freuen.


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