Google sagt den Fake News den Kampf an

Das Wort „Fake News“ hat inzwischen eine so negative Behaftung wie nur irgend möglich. Sofort kommen einem Berichte zu der Manipulation der US-Wahlen oder des Brexits in den Sinn. Doch auch hierzulande machen Parteien wie die AfD oder Bewegungen wie Pegida Stimmung mit Falschaussagen und fehlerhaften Berichten. Dass es an der Zeit ist, die Bürger vor diesen Fake News zu schützen, oder sie zumindest kenntlich zu machen, ist inzwischen vielen klar geworden. Genau aus diesem Grund hat sich die Organisation Poynter, in Zusammenarbeit mit Google, das Ziel gesetzt, den Fake News entgegenzuwirken. Sie setzen dort an, wo die Digital Natives zu Hause sind: Bei den Jugendlichen.

Aufklärung statt Verklärung

Im Rahmen des Projektes „MediaWise“ sollen Schüler aus den USA den bewussten Umgang mit Google und anderen Informations-Medien lernen. In speziellen Unterrichtseinheiten lernen die Jugendlichen zum Beispiel, wie sie die Echtheit von Bildern im Internet überprüfen können. Zudem bekommen sie Seiten gezeigt, auf denen sich unbeeinflusste Fakten zu bestimmten Themen finden lassen. Darüber hinaus können die Schüler auf den Social Media Kanälen von MediaWise an Umfragen und ähnlichem teilnehmen. Das schult zusätzlich das Auge für Fake News.

Drei Millionen Dollar hat Google Poynter zukommen lassen, um bis 2020 einer Million Schüler den Zugang zu dem Projekt zu ermöglichen. Außerdem sollen mindestens 50 Prozent der teilnehmenden Schüler aus einkommensschwachen Umfeldern sein, da erfahrungsgemäß gerade diese Kinder anfälliger für Fake News sind.

Was steckt dahinter?

Poynter selbst ist eine renommierte Journalisten-Schule in den USA. Auf ihrer Website betonen sie, dass sie sich zur Demokratie bekennen und allen Bürgern den Zugang zu Informationen ermöglichen möchten. Neben ihrer Zusammenarbeit mit Google veranstalten sie jährlich zahlreiche Fortbildungen und Schulungen für Journalisten und die, die es noch werden wollen. Das gesamte Projekt wird zusätzlich unterstützt von der Local Media Association und der Stanford Graduate School of Education. Aus Stanford stammen auch einige der Studien zu Fake News, mit denen im Projekt MediaWise gearbeitet wird.

Dieses Projekt ist in jedem Fall ein Schritt in die richtige Richtung und damit sicher eine Idee, die auch in Deutschland Anklang finden würde.


Image by Rawpixel/ unsplash.com

Leonie Werner

interessiert sich für alles, was mit Medien zu tun hat. Insbesondere für Themen im digitalen Bereich ist sie offen und in Sachen Gaming immer auf dem neuesten Stand.


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