Razer Blade Stealth: Ein Ultrabook zum Zocken

Auf der IFA 2019 hat der amerikanische Hersteller Razer sein neues Razer Blade Stealth vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Ultrabook, mit dem man aber auch leistungsstarke Spiele zocken können soll. Ich habe das Razer Blade Stealth ausprobiert.

Gewohnt schlichtes Design beim Razer Blade Stealth

Neben einem 100-Watt USB-C Netzteil befindet sich kein weiteres Zubehör in der schlicht schwarz gehaltenen Box. Das Notebook selber ist relativ kantig und besitz ein schwarzes Aluminiumgehäuse. Dieses ist sehr wertig verarbeitet. Die einzigen Schrauben befinden sich an der Unterseite des Gerätes. Insgesamt erinnert das Razer Blade Stealth wenig bis gar nicht an ein Gaming-Gerät. Auch das Razer-Logo auf der Rückseite ist Ton-in-Ton in das Gehäuse eingelassen und fällt nur bei genauerem Hinsehen auf. Meiner Meinung nach ist das Design echt gelungen und kommt auch für Leute infrage, die ein Notebook mit viel Power brauchen, aber keine Gamer sind.

Genug Power

Das Razer Blade Stealth kommt in drei Konfigurationen. Ich hatte die High-End-Version im Test. Diese kommt mit einem Intel Core i7 Prozessor der 10. Generation. Der Core i7-1065G7 ist neu auf dem Markt und besitzt 4 Kerne mit einer Grundfrequenz von 1,3 GHz. Wenn mehr Leistung benötigt wird, können diese jedoch auf 3,9 GHz hochtakten. Dem Prozessor stehen 16 Gigabyte RAM zur Verfügung. Um die Grafik kümmert sich eine Nvidia GeForce GTX 1650 Max-Q mit 4 Gigabyte Grafikspeicher. Diese schafft es nahezu alle aktuellen Spiele in Full-HD flüssig darzustellen. Als Speicher steht eine 512 Gigabyte SSD bereit, die per PCIe direkt mit dem Mainboard verbunden ist. Dies sorgt für eine extrem schnelle Lesegeschwindigkeit von 3.100 MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von 2.000 MB/s. Im Vergleich zu einer normal per SATA-Kabel verbundenen SSD ist das ungefähr 6-mal so schnell.

Auch die restliche Leistung kann sich sehen lassen. Spiele wie Forza Horizon, Plants vs. Zombies GW 2 oder GTA 5 lassen sich ohne Probleme in Full-HD Auflösung spielen. Auch mit Videoschnitt und Fotobearbeitungssoftware hat das Notebook absolut keine Probleme. Bei leistungshungrigen Spielen dreht der Lüfter merkbar auf, kühlt das Notebook jedoch zuverlässig. Auch nach mehreren Stunden spielen überhitzt das Razer Blade nicht.

Mittlere und Basis Konfiguration

Die mittlere Konfiguration unterscheidet sich bis auf das verwendete Display nicht. Bei diesem Modell verbaut Razer nur mattes Full-HD Display ohne Touch-Funktion. Gerade für Gamer, die ja nicht unbedingt auf einen Touchscreen angewiesen sind, dürfe dieses Modell die bessere Wahl sein. Außerdem lässt sich das matte Display nochmals besser bei Sonnenlicht ablesen.

Die Basiskonfiguration besitzt ein weißes Gehäuse und hat keine dedizierte Grafikkarte verbaut. Als Prozessor kommt ein weniger leistungsstarke Variante mit 25 Watt zum Einsatz. Als Grafikkarte dient die integrierte Intel Iris Plus Grafik. Diese liefert einen OpenCL-Score von 39.484 (103.605 bei der GTX 1650). Auch der Speicher ist mit 256 GB nur halb so groß wie bei den anderen Modellen. Da diese Konfiguration jedoch nur 65-Watt, statt 100-Watt wie die anderen benötigt, kann man das Notebook unterwegs mit vielen gängigen Powerbanks aufladen.

Vielseitige Anschlüsse beim Razer Blade Stealth

Neben zwei klassischen USB 3.1 Anschlüssen (Typ A) stehen auch zwei USB-C 3.1 Ports zur Verfügung. Diese können beide zum Aufladen verwendet werden, sodass man den Stecker immer in die passende Seite stecken kann. Außerdem dient einer der Ports als Thunderbolt 3 Port, mit dem man Zubehör wie externe Grafikkarten verbinden kann. Ein 3,5-Millimeter Kopfhöreranschluss ist ebenfalls vorhanden.

Akkulaufzeit

Das Razer Blade Stealth besitzt einen 53,1 Wattstunden großen Akku. Laut Razer soll dieser für eine Akkulaufzeit von bis zu 13 Stunden reichen. Bei der Office-Nutzung bin ich im Test immer gut durch einen kompletten Arbeitstag gekommen. Beim Spielen von leistungshungrigen Spielen fällt die Akkulaufzeit logischerweise deutlich kürzer aus. So hielt der Akku im Test keine zwei Stunden beim Spielen von Plants vs. Zombies GW 2 durch.

Eingabegeräte

Die Tastatur des Razer Blade Stealth fühlt sich sehr hochwertig an. Das Tippgefühl darauf ist angenehm. Für meinen Geschmack ist der Tastenhub jedoch etwas flach. Die Hintergrundbeleuchtung lässt sich mit verschiedenen Farben und Effekten frei konfigurieren. Es ist auch möglich sie zur Musik pulsieren zu lassen. Wirklich positiv überrascht war ich von dem verbauten Trackpad. Dieses ist relativ groß und besitzt eine Oberfläche aus Glas. In meinem Test reagierte das Trackpad wirklich zuverlässig und setzte auch Multitasking-Gesten zuverlässig um.

Fazit des Razer Blade Stealth: Viel Power für unterwegs

Das Notebook hat im Test wirklich Spaß gemacht. Sämtliche Spiele und andere grafisch aufwändige Anwendungen ließen sich ohne Probleme nutzen. Das Notebook selber ist mit rund 1,4 Kilo recht leicht und absolut hochwertig verarbeitet. Besonders gut gefallen hat mir die Möglichkeit, das Notebook an beiden Seiten via USB-C und unterwegs mit meiner Powerbank aufzuladen. Wer viel Power unterwegs benötigt und trotzdem ein leichtes und portables Notebook sucht, wird beim Razer Blade Stealth fündig. Preislich beginnt das Notebook bei 1500 Euro. Die Konfiguration in meinem Testbericht liegt bei 2000 Euro. Das Notebook ist ab sofort bei Razer erhältlich.


Image by Timo Brauer

Timo Brauer

beschäftigt sich mit jedem Technikprodukt, das ihm unter die Finger kommt. Besonders Gadgets fürs Smart Home haben es ihm angetan. Wenn er nicht gerade mit Technik herumspielt, ist er auf Reisen - Smartphone und Kamera immer dabei.


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