World of Warcraft Shadowlands – radikale Veränderungen im nächsten Addon

Kurz vor Jahresende gab Blizzard bekannt, dass zum Ende 2020 das achte Addon für das beliebte MMORPG World of Warcraft erscheien soll. Es trägt den Namen Shadowlands, und wird die Spieler vor viele Veränderungen und Neuerungen stellen. Wir fassen für euch zusammen, was bisher bekannt ist und wie sich Azeroth in Zukunft verändern wird.

Neues Leveling System

Die größte Veränderung von Shadowlands ist das komplett veränderte Leveling-System. Anstatt wie bisher bis Level 120, levelt ihr ihn Shadowlands bis Level 60. Dafür wird die gesamte Struktur des Spieles entsprechend angepasst. Wenn ihr euch einen Charakter auf Level 1 erstellt, könnt ihr mit dem Update entscheiden, ob ihr normal durch die Anfangsgebiete questen wollt, oder in ein gesondertes Startgebiet mit Namen Exile’s Reach. Dieses neue Startgebiet soll vor allem für blutige Anfänger geeignet sein, die ganz neu in World of Warcraft einsteigen, da ihr hier durch eine Art Tutorial durchgeführt werdet. Außerdem fangen auch die Heldenklassen, Todesritter und Dämonenjäger, in Zukunft auf Level 1 an. Lediglich wenn ihr ein verbündetes Volk spielt, startet ihr auf Level 10.

Doch erst ab diesem Level geht der Spaß dann so richtig los. Denn zwischen Level 10 und Level 50 stehen euch alle Erweiterungen zum kompletten Durchspielen offen. Ihr könnt selbst entscheiden, ob ihr zum Beispiel erst einmal Mists of Pandaria durchspielen wollt, oder Battle for Azeroth. Ob ihr eine Erweiterung mit Level 10 oder 30 anfangt ist dabei egal. Alle Gebiete stehen allen Spielern offen. Die Idee dahinter ist, dass ihr in Zukunft ganze Kampagnen von vorne bis hinten durchspielen könnt, ohne, dass eure aktuelle Stufe zu hoch für das Questgebiet wird. Natürlich könnt ihr auch zwischendrin immer zwischen den unterschiedlichen Erweiterungen wechseln. Einzig die zusammenhängende Story könnte unter dieser Änderung leiden.

Wer aktuell einen Charakter auf dem Maximallevel, also 120 hat, der wird in World of Warcraft Shadowlands zunächst auf Level 50 zurückgestuft. Allerdings könnt ihr weiterhin in den derzeitigen Raids und Dungeons besondere Gegenstände oder Ruf farmen. Die alten Gebiete bleiben Spielern auf Level 50 in jedem Fall erhalten. Doch erst ab Level 50 kommt ihr in die neuen Gebiete – die Shadowlands.

Vier neue Gebiete und ein Endgame-Gebiet

Wir erinnern uns: Mit dem Ende der Battle for Azeroth Storyline hat Silvanas ein Portal in eine andere Welt geöffnet. Um genau zu sein, in das Reich der Toten: Die Shadowlands. Diese unterteilen sich jetzt in vier Quest-Gebiete und ein Endgame-Gebiet, in das ihr erst mit Level 60 kommt. Vorher allerdings geht es daran in der Bastion, Maldraxxus, dem Ardenwald oder Revendreth Quests abzuschließen.

Die Bastion

Das Gebiet die Bastion ist eine engelsgleiche Umgebung, in der die Kyrianer zu Hause sind. Sie muten ein wenig wie griechische Gottheiten an. Dementsprechend sieht auch ihr Gebiet aus, auch wenn die Einflüsse von Elfen-Architektur aus WoW klar zu erkennen sind. Die Aufgabe der Kyrianer ist es, den Seelen der neu Verstorbenen in das Reich der Toten zu verhelfen. Doch wie so oft in World of Warcraft sieht sich die Bastion vor einigen Problemen. Und da kommt ein Held aus der Welt der Lebenden genau richtig.

World of Warcraft Shadowlands
Die Zone Bastion in World of Warcraft Shadowlands ist offensichtlich von griechischer Mythologie beeinflusst. – Image by Blizzard

Maldraxxus

Wer keine Lust auf Pastellfarben und Weichzeichner hat, für den ist das neue Gebiet Maldraxxus vielleicht genau richtig. Das Land leidet schon seit einiger Zeit unter den Folgen des Krieges. Außerdem befindet sich hier der Quell der nekromantischen Magie, der die Verstorbenen in untote Armeen verwandelt. Wer sich in dieser Welt behaupten will, der sollte mit Monstrositäten und lebenden Toten umgehen können.

WoW Shadowlands
Das Gebiet Maldraxxus kommt um einiges dunkler daher als die Bastion. – Image by Blizzard

Der Ardenwald

Jedes Lebewesen, dass zu Zeiten seiner Existenz ein gutes Verhältnis mit der Natur hatte, wird am Ende im Ardenwald die Ewigkeit verbringen. Dieser verträumte Wald voller Magie und wundersamen Wesen ist das dritte neue Gebiet in WoW Shadowlands. Regiert von den Nachtfae, die sich um die Traumbäume kümmern, die die Essenzen der Seelen trinken und letztlich die Geister der Natur damit versorgen. Sodass sie eines Tages wiedergeboren werden können. Die Nachtfae begleiten darüber hinaus alle Wesen, die in ihr Reich kommen, in ihrem ewigen Kreis zwischen Leben, Tod und Wiedergeburt.

WoW Shadowlands
Der Ardenwald ist die Region, in die die Naturwesen nach ihrem Tod kommen. – Image by Blizzard

Revendreht

Müsste man im Reich der Toten ein Gebiet als Hölle deklarieren, dann würde Revendreth diesen Titel bekommen. Stilistisch ist die Umgebung an gotische Architektur und transsilvanische Vampir-Fantasien angelehnt. Die Personen, die hier landen, müssen Buße tun für all die Sünden, die sie zu Lebzeiten begangen haben. Dabei werden sie von Aufsehern beobachtet, den sogenannten Venthyr. Dass es hier immer wieder zu Konflikten kommt, die wir als Helden von Azeroth beilegen müssen, ist nicht verwunderlich.

WoW nächstes Addon
Revendreht zeigt gotische Einflüsse. – Image by Blizzard

Der Schlund

Sobald ihr Level 60 erreicht habt, steht euch die Endgame-Zone zur Verfügung. Dieses Gebiet, bezeichnet als der Schlund, ist quasi der Kern allen Übels in den Schattenlanden. In die Hauptstadt Oribos gelangt ihr bereits zuvor, doch erst mit Maximallevel gelangt ihr in die Kerker dieser Welt. Im Schlund wurden ursprünglich die schlimmsten Verbrecher und durchtriebensden Charaktere aus dem WoW-Universum festgehalten. Doch seit einiger Zeit funktioniert die Verteilung der Toten nicht mehr richtig und es landen automatisch alle Personen im Schlund. Diesen Missstand sollt ihr beheben und seht euch dem Kerkermeister des Gefängnisses gegenüber. Im Zuge dieser Missionen erwartet euch auch das Endlosdungeon Torghast. Die Struktur des Dungeons ändert sich immer wieder, sodass euch nicht langweilig wird.

Das ist die Endzone aus Shadowlands
In Shadowlands erwartet euch eine Endgame-Zone der besonderen Art. – Image by Blizzard

Pakte und Seelenbande

Seid ihr erst einmal mit einer Kampagne in den Schattenländern durch, dann könnt ihr euch am Ende entscheiden, mit einem der vier Völker einen Pakt einzugehen. Der Pakt gewährt euch einen Bewegungsskill und eine klassenspezifische Fähigkeit. Darüber hinaus habt ihr die Möglichkeit einen Seelenband mit einem der Hauptcharaktere der Storys einzugehen und somit passive Boni zu erhalten. Natürlich gibt es ebenfalls wieder spezielle Rüstungen, Reittiere und andere Items, die sich je nach Schattenland-Gebiet unterscheiden. Wer alle vier Gebiete durchspielen möchte, der kommt wohl oder übel nicht darum herum, auch vier Charaktere zu spielen. Denn habt ihr einmal einen Pakt oder ein Seelenband eingegangen, ist es schwer, das nachträglich zu ändern.

World of Warcraft Shadowlands: Lernt Blizzard aus WoW Classic?

Vor allem die Entscheidung das Maximallevel in World of Warcraft von 120 auf 60 abzusenken wird als klares Indiz gesehen, dass Blizzard sich die Kritik am aktuellen Status des Spiels in Battle for Azeroth durchaus zu Herzen nimmt und eventuell wieder auf einige Features aus WoW Classic zurückgreift, die dort gut funktionieren. Darüber hinaus ist die Schnelllebigkeit aber vor allem auch die Unübersichtlichkeit über die Quests und extra Features in World of Warcraft den Fans schon länger ein Dorn im Auge. Mit Shadowlands, so scheint es, versucht Blizzard wieder eine klare Linie in das MMORPG zu bekommen und somit auch für Anfänger den Einstieg zu vereinfachen. Bisher gibt es noch einige Kleinigkeiten, die Blizzard nicht bekannt gegeben hat. Zum Beispiel wurde angedeutet, dass die Weltquests überarbeitet werden sollen. Allgemein erwarten uns wohl noch einige kleinere Änderungen. Doch bis zum Release Ende 2020 ist schließlich auch noch etwas Zeit.

World of Warcraft Shadowlands kann ab sofort auf der Blizzard-Website vorbestellt werden.


Images by Blizzard

Leonie Werner

interessiert sich für alles, was mit Medien zu tun hat. Insbesondere für Themen im digitalen Bereich ist sie offen und in Sachen Gaming immer auf dem neuesten Stand.


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