WoW Classic Guide: 5 Tipps für Einsteiger

Der Hype um World of Warcraft Classic erlebt gerade seinen absoluten Höhepunkt. Inzwischen wird WoW Classic sogar öfter im Internet gesucht als Fortnite. Die bisher bekannten Server sind hoffnungslos überlaufen und auf Twitch schauten in der Release-Nacht über eine Million Zuschauer zu. Hat auch euch das World of Warcraft Fieber gepackt, aber ihr wisst nicht so recht, wie ihr ins Spiel einsteigen sollt? Egal ob ihr euch jetzt direkt ins Getümmel stürzt oder wartet, bis der erste Hype abgeklungen ist: Hier ist unser ultimative WoW Classic Guide für Einsteiger.

Nehmt euch Zeit

World of Warcraft Classic ist kein Game zum „mal eben nebenbei Zocken“. Die aktuelle WoW Erweiterung Battle For Azeroth ist um einiges schnelllebiger als die Classic Variante. In Battle For Azeroth schafft ihr es im Moment von Level eins auf Level 20 an nur einem Abend. Eine Bestzeit, die in World of Warcraft Classic nicht zu erreichen sein wird. Der Trend zum schnellen Gameplay ist aber nicht nur in WoW ersichtlich, sondern auch in Spielen wie Fortnite. Den meisten Spielern geht es um schnelle Ergebnisse in möglichst kurzer Zeit. Deswege empfehlen wir euch in unserem WoW Classic Guide: Wenn auch ihr zu den Gamern gehört, die ganz casual mal eben ein paar Level aufsteigen wollen, werdet ihr in mit diesem Spiel regelrecht vor eine Wand laufen. Denn hier geht nichts „mal eben so“.

Dank fehlender Questmarkierungen lauft ihr die riesigen Gebiete eben so lange ab, bis ihr das Ziel der Quest selbst gefunden habt. Und oftmals dürft ihr gleich zwei bis drei Mal zum gleichen Ort hin und zurück laufen. Statt wie im aktuellen WoW mit Level 20, gibt es in Classic erst ab Level 40 ein Reittier, wohlgemerkt für 90 Gold, die man auch erst einmal zusammenbekommen muss. Es ist also Geduld angesagt in WoW Classic. Mal eben so auf das Maximallevel 60 kommen, ist nicht möglich. Doch genau hier liegt auch der Charme von Classic verborgen. Das hier ist kein MMORPG wie man es heute kennt, das hier ist die Entschleunigung in Spieleform.

Frustrationstoleranz ist wichtig

Ihr trefft auf einen Gegner, der ein Level über euch ist? Tot. Ihr werdet von zwei Gegnern gleichzeitig angegriffen? Tot. Ihr versucht euch, einem Bosskampf alleine zu stellen? Dreimal dürft ihr raten.

World of Warcraft Classic kann den Otto-Normalspieler schon ganz schön an die Grenzen seiner Frustrationstoleranz treiben. Nicht nur sind die Questgebiete wirklich riesig (das können wir nicht oft genug betonen), auch einige Aufgaben sind schwer zu lösen. Oftmals müsst ihr euch genau überlegen, wie ihr euch am besten positioniert, damit nur ein Gegner zur Zeit auf euch aufmerksam wird, und nicht das ganze Lager. Solltet ihr das Zeitliche segnen, müsst ihr mit eurem Geist vom Friedhof zurück zu eurer Leiche laufen, um wiederbelebt zu werden. Auch das kann einige Zeit dauern, denn in Classic gibt es nur einen Friedhof pro Gebiet.

Ach ja, und noch als extra Hinweis in unserem WoW Classic Guide: Alle Fähigkeiten müssen bei Trainern gegen Gold bzw. Silber und Kupfer erworben werden. Selbst wenn ihr also ein Level aufgestiegen seid, heißt das nicht automatisch, dass ihr euch die neuen Fähigkeiten finanziell leisten könnt.

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Auch die Charaktermodelle wurden wieder an Classic angepasst. – Image by Blizzard

World of Warcraft Classic ist kein Spiel für Einzelgänger

Aber World of Warcraft Classic wäre nicht World of Warcraft Classic, wenn da nicht noch die Community wäre. Sie ist es auch, die euch helfen kann, wenn ihr bei Quests scheitert, Fragen habt oder schlicht Gold braucht. Am besten ihr versucht, direkt in einer Gilde unterzukommen, in der ihr hilfsbereite Mitspieler findet. Ein großer Kritikpunkt an WoW war seit längerer Zeit, dass man nicht mehr wirklich zusammenspielen musste, um etwas zu erreichen. Das hat sich in Classic wieder komplett gewandelt. Ohne eure Community wird es deutlich schwerer, euch durch Azeroth zu kämpfen.

Habt ihr das richtige Netzwerk für euch gefunden, ist es auch einfacher, Gruppen für Dungeons und Raids zu organisieren und somit die volle WoW Erfahrung mitzunehmen.

Klasse und Beruf sind wieder wichtig

In WoW Battle For Azeroth kann man seine komplette Skillung, also die Fähigkeiten, auf die man sich als Spieler spezialisiert hat, innerhalb weniger Klicks umschmeißen. War man eben noch ein Schattenpriester, kann man mit einem Klick zum Holy Priest werden. In WoW Classic ist das nicht mehr der Fall, denn hier liegt der Fokus des Gameplays wieder viel stärker darauf, wer welche Rolle innerhalb der Gruppe hat. Habt ihr einmal eure Spezialisierung gewählt, wird es sehr schwierig, sie wieder zu ändern. Somit müsst ihr euch schon früh im Game entscheiden, welche Rolle ihr im Teamspiel, und natürlich auch alleine beim Questen, einnehmen wollt.

Ähnliches gilt für Berufe. In World of Warcraft Classic sollten eure Berufe, die ihr für gewöhnlich ab Stufe fünf wählen könnt, gut ausgewählt sein. Denn wenn ihr sie richtig verfolgt, können sie euch wichtige Vorteile bringen. Als Jäger könnt ihr zum Beispiel Kürschnerei und Lederverarbeitung lernen, um euch eigene Rüstungsteile herzustellen. Oder ihr lernt als Magier Schneiderei. Damit macht ihr euch im Übrigen gleich bei den anderen Spielern beliebt, denn als Schneider könnt ihr Taschen herstellen und die sind im Game wirklich Mangelware.

WoW Classic: Der Weg ist das Ziel

Wenn man Erfolge in World of Warcraft Classic erlebt, dann hat man sie sich auch redlich verdient. Allerdings geht es bei WoW Classic nicht darum, direkt Level 60 zu sein und jeden Raid auseinanderzunehmen. Viel mehr geht es darum, mit Freunden gemütlich zu Questen, ein wenig zu Farmen und die Welt um sich herum zu genießen. Auch wenn die Grafik aus Classic nicht an die aus dem modernen WoW heranreicht, so macht das Fünkchen Nostalgie das auch wieder wett. Selbst wenn man zu Zeiten als WoW 2005 veröffentlicht wurde, nicht selbst dabei war, bemerkt man beim Spielen, dass WoW Classic aus einer anderen Zeit kommt. Diesen Gedanken im Hinterkopf behaltend, fällt es gar nicht mehr so schwer, sich an die vergleichsweise „rückschrittigen“ Aspekte des Gameplays zu gewöhnen. Wer sich auf die entschleunigte Reise durch das teilweise pixelige Azeroth einlässt, der wird die Spielwelt bald in sein Herz schließen, so wie es auch die Community getan hat.

Eine MMO-Maus wie etwa die ROCCAT Nyth ist wie gemacht für World of Warcraft Classic (Provisionslink)


Image by Blizzard

Leonie Werner

interessiert sich für alles, was mit Medien zu tun hat. Insbesondere für Themen im digitalen Bereich ist sie offen und in Sachen Gaming immer auf dem neuesten Stand.


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