Razer Mercury Collection – Gaming und Office in hübschem Weiß

Mit der Razer Mercury Collection hat Razer einige seiner Peripherie-Geräte neu aufgelegt. Statt des typischen Schwarz-Grüns bekommen wir hier nun klassisches Weiß in eleganter Optik. Für Leute wie mich, denen die Schwarz-Grüne Gamer-Ästhetik nie zugesagt hat, ein Grund zur Freude. Deshalb habe ich drei der Geräte aus der Razer Mercury Collection getestet und zeige euch in diesem Test, was die Razer Atheris Wireless Mouse, das Razer Black Widow Lite Keyboard und das Razer Seiren X USB-Mikrofon auf der Arbeit und beim Daddeln so alles können. 

Razer Atheris Wireless Mouse

Die Razer Atheris war in meinem Test der vermutlich treuste Begleiter. Sie ist als kabellose Maus sehr klein und portabel und kann in jeder Tasche mitgenommen werden. Allerdings ist das Weiß sehr schmutzanfällig, weshalb eine separate Tasche hier durchaus Sinn ergeben kann. Alternativ gibt es das Gerät auch in Schwarz. Die Maus kann mit dem Computer sowohl über Bluetooth, als auch über Razers eigene kabellose 2,4 Ghz Frequenztechnologie verbunden werden. Der entsprechende USB-Dongle befindet sich unterhalb der oberen Schale, unter der auch die Fächer für die Batterien liegen.

Haptik und Form der Razer Atheris

Trotz ihrer Größe hat die Razer Atheris aus der Razer Mercury Collection ein sehr angenehmes Gewicht. Mit den benötigten AA-Batterien kommt sie auf etwa 113 Gramm und liegt damit bei der Benutzung gut in der Hand. Die geringe Größe empfinde ich als sehr angenehm und handlich. Die Akku Laufzeit beträgt laut Razer etwa 300 Stunden, sollte die Maus im Bluetooth-Modus benutzt werden. In der kurzen Zeit konnte ich das nicht überprüfen, bin aber auch nie an die Grenzen der Batterie-Kapazität gestoßen. Obwohl ich natürlich permanent vergessen habe, die Maus bei Nicht-Gebrauch auszuschalten.

Das Mausrad der Razer Atheris ist außerdem deutlich größer als bei so manch anderer Maus, was sich gerade bei der geringen Größe positiv auf die Gaming-Erfahrung auswirkt. So wird das Mausrad in vielen Spielen benötigt, um durch Waffen oder Fähigkeiten zu scrollen und sollte dabei gut mit dem Finger bedienbar sein. Die geriffelte und gummierte Oberfläche des Rads unterstützen dabei. Ebenso bietet es einen guten Widerstand und rastet bei jeder Drehung ein Stück weiter ein. Eine geriffelte Gummierung findet sich ebenso an den Seiten der Maus und erzeugt eine großartige Haptik.

Genauigkeit und Präzision

Der optische Sensor in der Razer Atheris sorgt mit 7.200 DPI und 220 IPS für eine hohe Präzision und schnelle Reaktionszeiten beim Gaming und Arbeiten. Die Mausgeschwindigkeit kann mit einem kleinen Knopf oberhalb des Mausrades stufenweise durchgeschaltet werden.

Razer Atheris Fazit:

Die Razer Atheris erfüllt sowohl die Gaming-, als auch Work-Anforderungen sehr zufriedenstellend. Sie ist laut Razer mit der Xbox One für grundlegende Eingaben kompatibel. In meinem Test konnte ich sie außerdem mit der PS4 benutzen. Bei einem Preis von 59,99 Euro bekommt man hier eine Maus, die zu einer hohen Präzision in der Lage ist. Die kompakte Größe mit den ungefähren Maßen 99,7 x 62,8 x 34,1 mm macht sie außerdem zu einem optimalen Begleiter im Alltag.

Razer Black Widow Lite

Die Razer Black Widow Lite ist mit 99,99 Euro die günstigere der beiden Tastaturen aus der Razer Mercury Collection. Die mechanische Tastatur verzichtet auf ein Nummernfeld und auf eine bunte Untergrundbeleuchtung. Damit erzeugt sie auch auf der Arbeit keine ungewollte Aufmerksamkeit. Die obere Seite des Gehäuses ist aus Aluminium gefertigt, wobei die weißen Tasten eine optisch sehr schöne Ergänzung dazu geben. Die ebenfalls weiße Beleuchtung der Tasten erzeugt einen sehr edlen und wertigen Look und lässt sich bei Bedarf auch deaktivieren.

Unterhalb der Tasten befinden sich die mechanischen Switches von Razer und vermitteln ein wirklich tolles Gefühl beim Tippen. Sie sind sehr präzise und setzten genaue Druckpunkte. In meinem ganzen Test ist es nicht einmal passiert, dass ich eine Taste gedrückt habe und das entsprechende Zeichen nicht gesetzt wurde. Der Widerstand der Tasten ist gerade richtig – sprich, nicht so stark, als dass es mich anstrengen würde und nicht so leicht, als dass Tasten aus Versehen mitgedrückt werden.

Die Akustik der Razer Black Widow Lite

Das Geräusch einer Tastatur ist zumindest in meinen Augen ein ebenso wichtiger Faktor, wie das Gefühl beim Tippen. Auch wenn Razer hier eine Büro-kompatible Lautstärke verspricht, muss ich sagen, dass die Tastatur doch sehr laut ist. Zwar empfinde ich persönlich das helle Klackern als ungemein befriedigend, es ist jedoch verständlich, sollten sich Kollegen gestört fühlen. Abhilfe schaffen hier allerdings die Unterlegscheiben, die in mühevoller Kleinarbeit unter die Tasten geklemmt werden können und die Lautstärke geringfügig reduzieren. Das Klackern der Tasten wird dabei zumindest etwas dumpfer.

So klingt die Tastatur ohne Unterlegscheiben:

 

So klingt die Tastatur mit Unterlegscheiben:

 

Die erhöhten Tasten der Tastatur sorgen außerdem dafür, dass sich beinahe kein Dreck unter den Tasten sammeln kann.

Razer Black Widow Lite Fazit:

Auch die Black Widow Lite aus der Razer Mercury Collection hat es mir angetan. Eine angenehme Haptik, bequemes und präzises Tippen, das schicke und doch gemäßigte Design haben sie zu meiner Go-To-Tastatur sowohl beim Gaming, als auch bei der Arbeit gemacht. Dank der kompakten Maße von 13,3 x 36,1 x 3,6 cm eignet sich die Tastatur auch zum Mitnehmen, was ich allerdings nur selten getan habe, da ich an einem Laptop arbeite. Laut Razer ist die Tastatur für grundlegende Eingaben auch mit der Xbox One kompatibel. In meinem Test konnte ich das ebenfalls mit der PS4 überprüfen.

Razer Seiren X

Als Hobby-Podcaster und gelegentlicher Streamer ohne nennenswerte Zuschauer hat mich natürlich auch das Mikrofon aus der Razer Mercury Collection interessiert. Mit einem Preis von 109,99 Euro ist es kein super teures, aber auch kein billiges Mikrofon. Zum Vergleich: Das Blue Yeti USB Mikrofon kostet etwa genau so viel, bietet aber Einstellungen wie den Gain am Mikrofon und verschiedene Richtcharakteristika.

Die Qualität der Aufnahme ist durchaus gut. Allerdings empfiehlt es sich, einen extra Mikrofon-Arm zu kaufen und damit das Mikrofon näher an den Mund zu bringen. Bei normaler Verwendung zum Streamen beträgt der Abstand von Mund zu Mikrofon etwa 40 Zentimeter. Der Raumklang wird hier etwas stärker mit aufgenommen und die Stimme kommt nicht ganz so voll und satt daher. In diesem Soundfile kommt der Eindruck des Razer Seiren X aus der Razer Mercury Collection wohl am ehesten rüber.

Das Mikrofon selbst verfügt über einen Micro-USB Eingang, worüber das Gerät durch das mitgelieferte Kabel mit dem Computer verbunden werden kann. Zusätzliche Treiber müssen beim Anschließen nicht selbst installiert werden. An der Vorderseite gibt es einen Lautstärke-Regler, mit dem die Ausgangslautstärke des Razer Seiren X reguliert werden kann. Der Mute-Button darunter leuchtet rot, wenn ihr das Mikrofon stumm schaltet.

Neben dem Micro-USB Eingang verfügt das Mikro außerdem über einen 3,5 mm Monitor Ausgang über den der Audioeingang wieder ausgegeben wird. Gerade beim Podcasten und Streamen ist es sehr angenehm, die eigene Stimme zu hören.

Razer Seiren X Fazit:

Das Razer Seiren X ist ein gutes Mikrofon, dass sich nicht nur mit dem PC, sondern auch mit der PS4 verwenden lässt. Die Tonqualität an sich ist gut und die Stimme wird voll und klar aufgenommen. Mich persönlich überzeugt zu dem Preis das Yeti von Blue ein wenig mehr. Wie auch das Seiren X lässt es sich als USB-Mikrofon einfach verwenden und liefert ein wenig mehr Optionen.

Etliche Konfigurationsmöglichkeiten mit Razer Synapse

Die Black Widow Lite und die Atheris aus der Razer Mercury Collection können außerdem mit dem Cloud-Basierten Konfigurationstool Razer Synapse angepasst werden. Hier könnt ihr neben der Beleuchtung auch Funktionen für Tasten, Macros oder die DPI der Maus einstellen. Razer Synapse funktioniert nicht nur mit Razer-Geräten der Razer Mercury Collection, rundet aber mein Paket aus Tastatur, Maus und Mikrofon perfekt ab.

Meine Razer Black Widow Lite hat beispielsweise ein amerikanisches Layout und mir fehlten die Zeichen „< “ und „>“. Mit Synapse konnte ich diese als Sonderfunktion auf die Tasten meiner Wahl legen.

Fazit: Gaming und Arbeit – VEREINT!

Abschließend lässt sich nur sagen, dass die drei hier beschriebenen Produkte aus der Razer Mercury Collection wirklich von hoher Qualität sind. Maus und Tastatur erfüllen ihren Zweck sowohl zum Spielen, als auch zum Arbeiten sehr gut und sehen dabei endlich nicht mehr aus wie „Klischee-Gaming-Equipment“. Das Mikrofon liefert hochwertige Audioaufnahmen und ist sehr kompakt. Für insgesamt 269,97 Euro bieten Razer Atheris, Black Widow Lite und Seiren X auf jeden Fall ein super Set-Up für Hobby-Streamer und digital arbeitende. 

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Teaserimage by Razer

Productimages by Moritz Stoll

Moritz Stoll

studiert Medieninformatik an der HAW und schreibt für die Netzpiloten. Nebenbei betreibt er einen Comedy-Podcast, und arbeitet als freiberuflicher Programmierer. Die Digitale Welt ist für ihn ein Ort voller Möglichkeiten und spannender Technologien, um damit Neues zu erschaffen und ganz viel auszuprobieren.


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