Björn Rohles

Björn RohlesBjörn Rohles ist Medienwissenschaftler und arbeitet als Projektmanager für das Netz. Natürlich hat er sein eigenes Blog jorni.de, in dem er seine Gedanken und Entdeckungen zu digitalem Papier bringt.

Björn RohlesTheatercamp – Social Media für die Bühne

Kann Social Media in Zeiten klammer Kulturkassen dem Theater ein Revival bringen? Das und mehr im Gespräch mit Karin Janner.

Theatercamp – Social Media für die Bühne

Passt die neue Social-Media-Welt zum klassischen Theater? Ein Gespräch mit Karin Janner, der Organisatorin des ersten Barcamps zu Theater und Social Media, über Marketing mit und Herausforderungen durch Social Media für die Bretter, die die Welt bedeuten.

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Björn RohlesStudie von Google-Ergebnissen: SEO durch die Augen der Nutzer

The droids we’re googling forSuchmaschinenoptimierung, tägliches Brot und mit Vorurteilen gespicktes Hassobjekt, spielt täglich in unserem Netzleben eine große Rolle. Hendrik Terbeck hat nun unter dem Titel „Der Einfluss sozialer Empfehlungen auf das Selektionsverhalten in Suchmaschinen“ eine Bachelorarbeit vorgelegt, die mittels Blickaufzeichnung und problemzentrierter Nutzerbefragung Antworten auf brennende SEO-Fragen geben möchte.

Suche: keine Muster mehr, sondern heterogene Strategien

Zunächst einmal widmet er sich bekannten und oft gestellten Fragen: Wonach selektieren Nutzerinnen Inhalte bei der Suche? Welche Elemente animieren sie zum Klick? Gibt es Muster in der Ergebnisselektion?

Wenig Bedeutung kommt der Studie zufolge älteren Modellen wie dem F-Muster oder dem goldenen Dreieck zu, da Suchende angesichts der immer vielfältiger werdenden Ergebnisdarstellungen heterogene Strategien wählen – wenn Suchmaschinen von reinen Textlinks zur Darstellung von Bildern, Anzeigen, lokalen Ergebnisse, sozialen Empfehlungen und vielem mehr übergehen, haben alte Selektionsmuster wenig Bestand. Wichtig sind vielmehr neben der Position der Ergebnisse (Hypothese 5, wenngleich nicht uneingeschränkt, wie in den Hypothesen 12 bis 14 gezeigt wird) die Bekanntheit der Marke (Hypothese 6) und besonders Titel (Hypothese 4) und URL (Hypothese 7) – ein Grund mehr für ein flexibles Content-Management-System wie etwa WordPress, das die freie Anpassung dieser Elemente erlaubt.

Bis zu diesem Punkt ist die Studie ein interessante Beleg für bereits bekannte oder stark vermutete Erkenntnisse. Richtig spannend werden jedoch die folgenden Fragen zu den sozialen Empfehlungen.

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Björn RohlesEducamp #ecco12: Flugstunden in Köln

Am vergangenen Wochende war ich in Köln beim neunten Educamp – einem Barcamp über Bildung mit den Neuen Medien. Hier kommt mein kleiner Rückblick – mit Lernapps ohne Programmierkenntnissen, Screencasts in der Schule, digitalen Lerntypen, der Identität in digital sowie einigen Überlegungen zum Verhältnis von Medien, Wissen und Lernen.

Es war mein zweiter Besuch bei einem Educamp – 2009 verschlug es mich nach Ilmenau, die anderen passten zeitlich nicht oder waren zu weit weg. Ausreden, ich weiß. Beim Kölner Educamp konnte ich sie beim besten Willen nicht gelten lassen, und so möchte ich euch hier meine persönlichen Erlebnisse auf dem neunten Educamp schildern. Ihr könnt einzelne Themen gerne überspringen, wenn sie euch nicht interessieren – die Überschriften geben genügend Anhaltspunkte.

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Björn RohlesLeistungsschutzrecht für Presseverlage: Linke Links

Die Koalition ist sich einig, dass unbedingt ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger her müsse, das kommerzielle Verlinker zur Kasse bittet. Das ist ein „schwarzer Tag für das Urheberrecht“, und Auswirkungen wird es auch hier geben.


Gute Links, böse Links – und viele Fragen

Bisher ist das Leistungsschutzrecht wenig mehr als eine Absichtserklärung, doch mit den Ergebnissen der Koalitionsrunde dürfte es langsam konkret werden und uns einige spannende Diskussionen bescheren. Im Grunde geht es jedoch hierum:

    Gewerbliche Anbieter im Netz, wie Suchmaschinenbetreiber und News-Aggregatoren, sollen künftig für die Verbreitung von Presseerzeugnissen (wie Zeitungsartikel) im Internet ein Entgelt an die Verlage zahlen. (Koalitionsrundenergebnis-Papier, 4)

Eine Lex Google also, die Geld von erfolgreichen Netzdiensten in die Kassen der Presseverlage spülen soll, weil sie Links mit Beschreibungstexten setzen. Offen bleibt vorerst, wie viel Geld das sein soll und wie die Verteilung organisiert werden soll – und wer überhaupt davon profitieren darf. Bin ich bald auch Presseverleger?

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Björn RohlesKindle Touch im Test: Touch-A touch me

Ende September stellte Amazon neue Kindles vor, und der Kindle 4 wurde in der Zwischenzeit mehrfach rezensiert. Während sich deutsche Nutzer derzeit noch mit dem einfachen Kindle begnügen müssen, steht US-Kunden auch die touch-gesteuerte Variante und der farbige Kindle Fire zur Auswahl – letzterer verfolgt jedoch ein anderes Konzept. Denn anders als Amazons Multimedia-Maschine Kindle Fire legen Kindle 4 und Kindle 4 Touch den Schwerpunkt aufs Lesen und setzen konsequent auf das dafür hervorragend geeignete eInk-Display – Details dazu gibt es in Martin Lindners Test des Kindle 3.

Bild: Der Kindle Touch (vorne) ist etwas größer als sein betasteter Bruder – und verfügt über einige Features mehr.


Da der Kindle 4 für mich nicht in Frage kam (Details weiter unten), teste ich hier den Kindle 4 Touch auf Herz und Nieren – den bekommt man in Deutschland entweder per Import über eine US-Adresse, etwa bei Borderlinx, oder beim österreichischen Buchclub mexxbooks.

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Björn RohlesAG Podcasting: Podcasts als Bildungsmedium

Podcasts sind seit ihrem großen Hype im Jahr 2005 in der Netzlandschaft angekommen. Doch sind es nicht einfach nur Audiosendungen im Internet, sondern nicht selten spielen interessante Konzepte im Hintergrund eine Rolle. Ein Beispiel dafür ist die AG Podcasting, bei der Andreas Auwärter an der Universität Koblenz das Medium in Bildungskontexten einsetzt. Wir waren vor Ort…

Bild: Hörstoff über RSS – das Podcast-Logo von Peter Marquardt (Lemotox, CC BY SA)

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Björn RohlesJesse Stiles: Zwischen Medien und Elektronik

Bild: Jesse Stiles bei einem Auftritt – Elektronik und Performance-Kunst (Fotograf nicht genannt)

Wer sich vor ein paar Wochen „Leaky World: A Playable Theory“ von Molleindustria angeschaut hat, ist schon über die Musik von Jesse Stiles gestolpert. Bei dem amerikanischen Künstler und Musiker (* 1978), der an einer modernen Verbindung verschiedenster Medien arbeitet, gibt es jedoch noch einiges mehr zu entdecken. [Mehr]

Björn RohlesSeries-Netlabel: Elektro-Klänge aus Lateinamerika

In den Weiten des Webs tummeln sich eine Unmenge von Netlabels, die spannende Musik veröffentlichen. Eines davon stelle ich euch heute vor: Series Media, das sich auf elektronische Musik aus Lateinamerika spezialisiert hat.

Series ist ein Netlabel aus Medellín im Nordwesten Kolumbiens, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Künstlern ohne Plattenvertrag ein Forum zu bieten – meist elektronische Musik, stilistisch im Bereich von Minimal und Ambient verordnet. Wie für Netlabels typisch, stehen alle Werke auf Series Media unter einer Creative-Commons-Lizenz – in ihrem Fall die BY-NC-ND. Alle Veröffentlichungen kommen mit eigenem Artwork und ordentlichen id3-Tags. [Mehr]

Björn RohlesLesetipps für den 5. Januar

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.
  • INTERNETSPERREN  Gegen die Zensur im Internet: Günter Krings (CDU) wettert auf n24.de gegen den Branchenverband eco – Spam filtern zu wollen und gegen Netzsperren zu sein sei nicht miteinander vereinbar – und offenbart dabei einige Lücken im Verständnis des Internets, …
  • INTERNETSPERREN  Offener Brief an MdB Dr. Günter Krings: Gegen die Zensur!: … die ihm der Branchenverband eco gerne füllt.
  • FILME  2010 – Unsere Tops und Flops: Die Fünf Filmfreunde über das Filmjahr 2010 – und an „Inception“ scheiden sich die Geister.
  • LIQUID FEEDBACK  Offener Brief: Liquid Democracy in der Piratenpartei: Seitdem ich Tim Pritloves Podcast darüber gehört habe, halte ich Liquid Feedback für eine hochinteressante Software zur demokratischen Entscheidungsfindung. Jetzt gibt#039;s Neuigkeiten: Die Köpfe dahinter sind frustriert und werden die Entwicklung der Software in Zukunft losgelöst von der Partei vorantreiben.
  • ARD  Frau Piel, wir müssen reden: Das Interview von Monika Piel (hatten wir gestern im Tipp) schlägt hohe Wellen – hier fragt Stefan Niggemeier in einem offenen Brief, warum die ARD für bereits finanzierte Inhalte noch einmal Geld verlangen möchte, und ob das überhaupt mit dem Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vereinbar ist.
  • ARD  We’re all going over that cliff: Dirk von Gehlen verkettet zwei Texte, die er am Montag gelesen hat – Monika Piels Aussagen und Nick Biltons Buch „I live in the future and here is how it works“ – und kommt dabei zu einer spannenden Frage: Müssen Verlage und Anstalten weg vom Verkaufen von Inhalten und sich stärker auf das Storytelling beziehen?
  • ARD  Wirre Aussagen zum Medienwandel von der neuen ARD-Vorsitzenden: Auch Marcel Weiss versteht Piels Aussagen nicht. Besonders schön: Seine kurze, aber treffende Frage „Und was ist mit dem Kartellrecht passiert?“.
  • ARD  Gestatten, Monika Piel, erste öffentlich-rechtliche Verlegerin: Julius Endert kann derweil auf Carta nicht so recht glauben, dass Frau Piel meint, was sie sagt – es sei sonst eine Aufforderung zur Kartellbildung.
  • JOURNALISMUS  Detroit in ruins: The Observer hat eine großartige Fotoreihe zusammengestellt, die den Verfall von Detroit zeigt.
  • CES  3 Things We Expect to See at CES 2011: Mike Melanson über die Dinge, die er auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas erwartet: Internet-TV, viele App Stores, und das Netz der Dinge.
Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.

Björn RohlesMädchenmannschaft: Wahl zur Bloggerin des Jahres

Bei der Mädchenmannschaft wird gevotet – und zwar für die Bloggerin bzw. das Bloggermädchen des Jahres. Aus hundert Vorschlägen wurden von der Redaktion zehn Auserwählte nominiert – gewählt werden darf bis Ende des Monats. Nominiert sind Charlott Schönwetter, Urmila Goel, Anke Gröner, Antje Schrupp, Kathrin Weßling, Elke Brüns, Annina Luzie Schmid, Vera Bunse, Barbara Mürdter und Eva Ricarda Lautsch – für die Nominierung schon einmal herzlichen Glückwunsch!

Zum Abstimmen bitte hier entlang.