Kann Social Media in Zeiten klammer Kulturkassen dem Theater ein Revival bringen? Das und mehr im Gespräch mit Karin Janner.

Passt die neue Social-Media-Welt zum klassischen Theater? Ein Gespräch mit Karin Janner, der Organisatorin des ersten Barcamps zu Theater und Social Media, über Marketing mit und Herausforderungen durch Social Media für die Bretter, die die Welt bedeuten.
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Vor einigen Wochen habe ich bereits meine Bedenken bezüglich des Leistungsschutzrechts für Presseverlage geäußert. Der nun öffentlich gewordene Gesetzesentwurf zeigt: Es betrifft gerade auch die Nutzerinnen und Nutzer und ist eine Gefahr für den demokratischen Meinungsaustausch.
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Suchmaschinenoptimierung, tägliches Brot und mit Vorurteilen gespicktes Hassobjekt, spielt täglich in unserem Netzleben eine große Rolle. Hendrik Terbeck hat nun unter dem Titel „Der Einfluss sozialer Empfehlungen auf das Selektionsverhalten in Suchmaschinen“ eine Bachelorarbeit vorgelegt, die mittels Blickaufzeichnung und problemzentrierter Nutzerbefragung Antworten auf brennende SEO-Fragen geben möchte.
Suche: keine Muster mehr, sondern heterogene Strategien
Zunächst einmal widmet er sich bekannten und oft gestellten Fragen: Wonach selektieren Nutzerinnen Inhalte bei der Suche? Welche Elemente animieren sie zum Klick? Gibt es Muster in der Ergebnisselektion?
Wenig Bedeutung kommt der Studie zufolge älteren Modellen wie dem F-Muster oder dem goldenen Dreieck zu, da Suchende angesichts der immer vielfältiger werdenden Ergebnisdarstellungen heterogene Strategien wählen – wenn Suchmaschinen von reinen Textlinks zur Darstellung von Bildern, Anzeigen, lokalen Ergebnisse, sozialen Empfehlungen und vielem mehr übergehen, haben alte Selektionsmuster wenig Bestand. Wichtig sind vielmehr neben der Position der Ergebnisse (Hypothese 5, wenngleich nicht uneingeschränkt, wie in den Hypothesen 12 bis 14 gezeigt wird) die Bekanntheit der Marke (Hypothese 6) und besonders Titel (Hypothese 4) und URL (Hypothese 7) – ein Grund mehr für ein flexibles Content-Management-System wie etwa WordPress, das die freie Anpassung dieser Elemente erlaubt.
Bis zu diesem Punkt ist die Studie ein interessante Beleg für bereits bekannte oder stark vermutete Erkenntnisse. Richtig spannend werden jedoch die folgenden Fragen zu den sozialen Empfehlungen.
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Am vergangenen Wochende war ich in Köln beim neunten Educamp – einem Barcamp über Bildung mit den Neuen Medien. Hier kommt mein kleiner Rückblick – mit Lernapps ohne Programmierkenntnissen, Screencasts in der Schule, digitalen Lerntypen, der Identität in digital sowie einigen Überlegungen zum Verhältnis von Medien, Wissen und Lernen.
Es war mein zweiter Besuch bei einem Educamp – 2009 verschlug es mich nach Ilmenau, die anderen passten zeitlich nicht oder waren zu weit weg. Ausreden, ich weiß. Beim Kölner Educamp konnte ich sie beim besten Willen nicht gelten lassen, und so möchte ich euch hier meine persönlichen Erlebnisse auf dem neunten Educamp schildern. Ihr könnt einzelne Themen gerne überspringen, wenn sie euch nicht interessieren – die Überschriften geben genügend Anhaltspunkte.
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Die Koalition ist sich einig, dass unbedingt ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger her müsse, das kommerzielle Verlinker zur Kasse bittet. Das ist ein „schwarzer Tag für das Urheberrecht“, und Auswirkungen wird es auch hier geben.
Gute Links, böse Links – und viele Fragen
Bisher ist das Leistungsschutzrecht wenig mehr als eine Absichtserklärung, doch mit den Ergebnissen der Koalitionsrunde dürfte es langsam konkret werden und uns einige spannende Diskussionen bescheren. Im Grunde geht es jedoch hierum:
Eine Lex Google also, die Geld von erfolgreichen Netzdiensten in die Kassen der Presseverlage spülen soll, weil sie Links mit Beschreibungstexten setzen. Offen bleibt vorerst, wie viel Geld das sein soll und wie die Verteilung organisiert werden soll – und wer überhaupt davon profitieren darf. Bin ich bald auch Presseverleger?
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Musikstreaming ist im Trend – Simfy wurde t3n-Startup des Jahres, eine Vielzahl von Anbietern drängen auf den deutschen Streaming-Markt, Spotify lässt noch auf sich warten. Für die Netzpiloten habe ich mir das sympathische Simfy angeschaut – und bei aller Sympathie – auch handfeste Kritikpunkte gefunden.
Ende September stellte Amazon neue Kindles vor, und der Kindle 4 wurde in der Zwischenzeit mehrfach rezensiert. Während sich deutsche Nutzer derzeit noch mit dem einfachen Kindle begnügen müssen, steht US-Kunden auch die touch-gesteuerte Variante und der farbige Kindle Fire zur Auswahl – letzterer verfolgt jedoch ein anderes Konzept. Denn anders als Amazons Multimedia-Maschine Kindle Fire legen Kindle 4 und Kindle 4 Touch den Schwerpunkt aufs Lesen und setzen konsequent auf das dafür hervorragend geeignete eInk-Display – Details dazu gibt es in Martin Lindners Test des Kindle 3.
Bild: Der Kindle Touch (vorne) ist etwas größer als sein betasteter Bruder – und verfügt über einige Features mehr.
Da der Kindle 4 für mich nicht in Frage kam (Details weiter unten), teste ich hier den Kindle 4 Touch auf Herz und Nieren – den bekommt man in Deutschland entweder per Import über eine US-Adresse, etwa bei Borderlinx, oder beim österreichischen Buchclub mexxbooks.
Nach unserer Vorstellung von Series Media wird es Zeit für das nächste Netlabel, das auf Hörer wartet. Bei der Musik auf 8bitpeoples bleibt es elektronisch, doch mit einem sehr speziellen Ansatz.
Podcasts sind seit ihrem großen Hype im Jahr 2005 in der Netzlandschaft angekommen. Doch sind es nicht einfach nur Audiosendungen im Internet, sondern nicht selten spielen interessante Konzepte im Hintergrund eine Rolle. Ein Beispiel dafür ist die AG Podcasting, bei der Andreas Auwärter an der Universität Koblenz das Medium in Bildungskontexten einsetzt. Wir waren vor Ort…
Bild: Hörstoff über RSS – das Podcast-Logo von Peter Marquardt (Lemotox, CC BY SA)
Bild: Jesse Stiles bei einem Auftritt – Elektronik und Performance-Kunst (Fotograf nicht genannt)
Wer sich vor ein paar Wochen „Leaky World: A Playable Theory“ von Molleindustria angeschaut hat, ist schon über die Musik von Jesse Stiles gestolpert. Bei dem amerikanischen Künstler und Musiker (* 1978), der an einer modernen Verbindung verschiedenster Medien arbeitet, gibt es jedoch noch einiges mehr zu entdecken. [Mehr]
In den Weiten des Webs tummeln sich eine Unmenge von Netlabels, die spannende Musik veröffentlichen. Eines davon stelle ich euch heute vor: Series Media, das sich auf elektronische Musik aus Lateinamerika spezialisiert hat.
Series ist ein Netlabel aus Medellín im Nordwesten Kolumbiens, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Künstlern ohne Plattenvertrag ein Forum zu bieten – meist elektronische Musik, stilistisch im Bereich von Minimal und Ambient verordnet. Wie für Netlabels typisch, stehen alle Werke auf Series Media unter einer Creative-Commons-Lizenz – in ihrem Fall die BY-NC-ND. Alle Veröffentlichungen kommen mit eigenem Artwork und ordentlichen id3-Tags. [Mehr]
Vor ein paar Tagen stieß ich bei rebelart auf einen kurzen Beitrag über das neue Onlinegame von Molleindustria: „Leaky World“, eine spielbare Version von Julian Assanges 2006er Essay „Conspiracy as Governance“, der seine Theorie der Verschwörung ausformulierte. [Mehr]
Bei der Mädchenmannschaft wird gevotet – und zwar für die Bloggerin bzw. das Bloggermädchen des Jahres. Aus hundert Vorschlägen wurden von der Redaktion zehn Auserwählte nominiert – gewählt werden darf bis Ende des Monats. Nominiert sind Charlott Schönwetter, Urmila Goel, Anke Gröner, Antje Schrupp, Kathrin Weßling, Elke Brüns, Annina Luzie Schmid, Vera Bunse, Barbara Mürdter und Eva Ricarda Lautsch – für die Nominierung schon einmal herzlichen Glückwunsch!
Zum Abstimmen bitte hier entlang.
Sehenswert: diese gezeichnete Video, das einen Vortrag von Sir Ken Robinson visualisiert, Experte für Bildung und Kreativität. Aus der Reihe „RSA Animate“, die schon in unserer Good-School-Liste vorgestellt wurde.