Durchs Jahr mit den Netzpiloten: Kein hitzefrei

Während sich das Land in (wahlweise) kollektiver Trauer um das verpasste WM-Finale befand oder ebenso kollektiv an den Stränden der Welt bräunte, werkelten unsere Autoren weiter an neuen Texten. Wobei man sagen muss, dass wir im Juli und August nicht so ganz unbeeinflusst waren von den Jahreszeiten.

Lifestyle bei den Netzpiloten: Skybars und Kultur

Bild: Das New Yorker Rare Bar and Grill – eine der Locations aus unserer Skybar-Reihe

Sommer und Lifestyle – das passt natürlich gut zusammen. Wer die Temperaturen zum Anlass für ausgedehnte Städtetouren unter freiem Himmel nehmen wollte, konnte in unserer Skybar-Serie spannende Tipps finden – Gaststätten in luftigen Höhen etwa in Shanghai, Berlin, New York und Amsterdam lockten die Weltenbummlerin und den Globetrotter.

Musikalisch ging es weiter mit Janelle Monáe, Die Antwoord und ZPYZ. Das gedruckte Wort kam ebenfalls zu Ehren: Jörg Wittkewitz rezensierte Bernhardt Jodeleits „Social Media Relations“, Silke Lamberts betrachtete Todd Selbys „The Selby is in your place“ als Beispiel für den Vom-Blog-zum-Buch-Trend. Zudem gab es eine Filmrezension des Dokumentarstreifens „Patent Absurdity“.

Netzgeschehen kommentiert: Netzneutralität, Google vs. China und ein bunter Themenstrauß

Ein wichtiges Thema blieb die Netzneutralität, etwa in Helga Hansens Kommentar zur Kooperation von Google und Verizon. Die Statements von Telekom-Pressesprecher Philipp Blank nahm Jörg Wittkewitz kritisch unter die Lupe. Die facettenreiche Frage, wie sich Google in China verhalten solle, wurde schön zusammengefasst von Christiane Schulzki-Haddouti. Zur langen Diskussion um das Verhältnis von Bloggern und Journalisten holten wir eine Reihe spannender Statements ein.

Und dann gab es da noch eine ganze Reihe von Beiträgen mit bunt gemischter Themenausrichtung. Markenführung im Netz, die Arbeitswelt der Zukunft und die Lust am Gaffen kamen zur Sprache, mit WeTransfer schauten wir uns einen noch recht unbekannten Dienst zur Übertragung großer Dateien an, und in der Klassiker-Reihe wurde die Soziologin Sherry Turkle behandelt. Die Spieler dürften sich über das Browsergame „Die Verdammten“ gefreut haben. Es gab ein Plädoyer für den Einsatz von Creative Commons im Journalismus, Karin Janner erläuterte ihre Idee eines kollaborativ entwickelten Brettspiels, und die gegenseitigen Vorwürfe in der Debatte um die Vorratsdatenspeicherung und Konsorten erinnerten mich an zwei literarische Großwerke, die gegeneinander ausgespielt werden sollen.

Björn Rohles

ist Medienwissenschaftler und beobachtet als Autor („Grundkurs Gutes Webdesign“) und Berater den digitalen Wandel. Seine Themenschwerpunkte sind User Experience, anwenderfreundliches Design und digitale Strategien. Er schreibt regelmäßig für Fachmedien wie das t3n Magazin, die Netzpiloten oder Screenguide. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.


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