Procaster: Mogulus meets Desktop-Application

procaster-logoMogulus ist mit einem eigenen Live-Video-Produktions-Tool an den Start gegangen, dass die Erstellung von Live-Sendungen vereinfachen soll: Procaster. Wer bisher Mogulus über das Web genutzt hat, kann jetzt also auch mit einem eigenen Desktop-Client arbeiten. Wer will, kann sich bei Procaster einige sehenswerte Videos anschauen, die die Funktionsweise demonstrieren; oder aber ihr folgt unserem Test unmittelbar nach dem Sprung.

Wie funktioniert Procaster?

Procaster ist eine Software, die man auf seinem Rechner installieren muss, um Live-Sendungen zu produzieren. Erhältlich bisher nur für Windows-Dosen. Eine Mac-Version ist derzeit in der Mache, über Linux schweigt sich die Website aus. Wer jedoch die Rechner-Voraussetzungen erfüllt, kann nach Download und Installation schon loslegen: einfach mit dem Mogulus-Account anmelden, und schon steht einem das Procaster-Interface zur Verfügung. Unschönes Detail: Der Login-Screen unterstützt kein Copy&Paste – wer also seine Passwörter in einer zentralen Software verwaltet und bei Bedarf in das Feld reinkopieren will, muss tippen.

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Das Interface wirkt aufgeräumt und kommt mit schönen Transparenz-Effekten daher. Man kann die Qualitätsstufe des Videos wählen, zwischen Kamera-, Screen- und Game-Modus umschalten, mit einem Klick auf den unübersehbaren „Go Live“-Button den eigenen Kanal bespielen und verschiedene Quellen zusammenmischen. Im Live-Modus bekommt man dann übersichtlich den Bereich angezeigt, der gerade gefilmt wird, kann über Maus oder Shortcuts zoomen oder den Bereich verschieben und in den entsprechenden Fenstern mit seinen Zuschauern chatten. Umfangreiche Einstellungen verbergen sich unter „Preferences“.

Für wen ist Procaster gedacht?

Im Grunde genommen richtet sich Procaster an alle, die auch vorher schon Mogulus genutzt haben, denn das Tool bietet einfachen Zugriff auf alle Funktionen. Die Beschränkung auf Windows schließt einen Teil der Zielgruppe natürlich noch aus, Microsoft-Nutzer aber können ihre ganze Prozessor-Kraft auf Live-Sendungen verwenden und sind nicht mehr auf die Beschränkungen des Browsers angewiesen.

Blogpiloten-Urteil

Wer Mogulus und Windows nutzt, kommt an Procaster kaum herum. Das Tool ist kinderleicht zu bedienen, bietet jedoch dennoch direkten Zugriff auf ausgefuchste Features. Man hat nicht nur alle Mogulus-Funktionen griffbereit, sondern kann sich direkt mit seinem Twitter-Account einloggen und die ganze Welt wissen lassen, dass man gerade live ist. Das Interface ist nicht nur optisch gelungen, sondern bietet über Shortcuts schnellen Zugriff auf die wichtigen Funktionen. Die Einarbeitungszeit ist überraschend kurz. So muss ein gelungenes Tool aussehen. Fehlen nur noch Mac- und Linux-Unterstützung.

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Björn Rohles

Björn Rohles

ist Medienwissenschaftler und beobachtet als Autor („Grundkurs Gutes Webdesign“) und Berater den digitalen Wandel. Seine Themenschwerpunkte sind User Experience, anwenderfreundliches Design und digitale Strategien. Er schreibt regelmäßig für Fachmedien wie das t3n Magazin, die Netzpiloten oder Screenguide.

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