tripwolf: um die Welt mit Web2.0

Wir leben in einem mobilen Zeitalter. Reisen gehören für viele zum Muss eines jeden Jahres, und zeitweise oder dauerhafte Umzüge werden immer häufiger. Aber wie kommt man an die wertvollen Informationen, die man für einen Aufenthalt in einer neuen Umgebung braucht? tripwolf schickt sich an, eine Alternative für stundenlanges Googlen zu werden: Reisefieber trifft auf Web2.0!

Wie funktioniert tripwolf?

Nach der Anmeldung die erste Überraschung: tripwolf kann automatisch ein Facebook-Profil importieren und erspart einem so einiges an Tipparbeit. Natürlich kann man sich mit seinen Freunden vernetzen und Nachrichten schreiben, der interessante Teil von tripwolf sind aber die Reiseempfehlungen. Man kann Lieblingsstädte angeben und sie mit Empfehlungen aller Art versehen, ob Sehenswürdigkeit, Restaurant oder Bahnhof, garniert mit Fotos. Oder man schaut sich an, was andere Leute am nächsten Reiseziel empfehlen. Praktisch: bei einigen Orten gibt es sogar interessante Fakten obendrauf, wie etwa die Öffnungszeiten eines Restaurants. Die Reise lässt sich dann komfortabel in einem Reisetagebuch dokumentieren, und man kann entscheiden, wer dieses Tagebuch lesen darf.Screenshot tripwolf

Wer noch keinen genauen Ort für die nächste Reise kennt, kann sich von einem „trip guru“ beraten lassen, der sich mit einer bestimmten Region auskennt. Interessante Orte lassen sich einfach durch Drag&Drop im persönlichen Notizbuch ablegen, um sie nicht zu vergessen. Das interessanteste Feature war zum Zeitpunkt des Tests allerdings noch nicht verfügbar: eine Rubrik namens „Trips“. Ob sich darunter nutzergenerierte Reisevorschläge verbergen?

An wen richtet sich tripwolf?

tripwolf dürfte vor allem für Globetrotter interessant sein, die gegen Pauschalangebote allergisch sind. Hier finden sich viele Anregungen für die nächste Reise, die abseits der bekannten Reiserouten liegen. Aber auch, wer sich aus welchen Gründen auch immer in einer fremden Stadt wiederfindet, kann durchaus einen Blick in tripwolf riskieren. Denn wer kennt dieses Gefühl nicht: man ist in einer fremden Stadt und sucht ein gutes Restaurant oder eine schöne Bar, aber man weiß einfach nicht, wo man hingehen soll.

Blogpiloten-Urteil

tripwolf verheißt eine interessante Plattform zu werden, allerdings merkt man ihm seinen Status als private beta noch an. So fehlen etwa wichtige Features wie die „Trips“ und für viele Städte sind noch keine Fotos verfügbar. Die Stärke im Vergleich zu etablierten Reiseportalen liegt wie so oft im Web 2.0 in der Partizipation: wenn tripwolf es schafft, sich eine gute Community aufzubauen, wird es für alle Globetrotter unschätzbar wichtig werden. Wer beim Aufbau des Portals helfen möchte, sollte sich auf der tripwolf-Homepage registrieren, um auf dem Laufenden zu bleiben.


Screenshots by ”tripwolf”


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Björn Rohles

Björn Rohles

ist Medienwissenschaftler und beobachtet als Autor („Grundkurs Gutes Webdesign“) und Berater den digitalen Wandel. Seine Themenschwerpunkte sind User Experience, anwenderfreundliches Design und digitale Strategien. Er schreibt regelmäßig für Fachmedien wie das t3n Magazin, die Netzpiloten oder Screenguide.

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