Creative Commons auf Flickr tendenziell restriktiv

Nach einer aktuellen Studie von Creative Commons tendieren Flickr-Nutzer dazu, ihren Werken verhältnismäßig restriktive Rechte zuzuteilen. Drei Viertel der Nutzer (76%) schließen kommerzielle Verwendung ihrer Werke aus, bzw. verlangen für diesen Fall persönliche Vereinbarungen. Anders sieht das Bild aus, wenn es um kreative Abwandlungen geht: etwa zwei Drittel (63%) erlauben Bearbeitungen ihrer Bilder. Gewählte Creative-Commons-Lizenzen im Detail Das oben skizzierte Bild bestätigt sich bei einem Blick auf die tatsächlich gewählten Lizenzen. Die restriktivste Version (BY-NC-ND), die keinerlei Bearbeitungen und kommerzielle Nutzung erlaubt, ist mit 33% die beliebteste, gefolgt von BY-NC-SA mit 29%. Verhältnismäßig freie Lizenzen wie BY und BY-SA sind unbeliebter (12% und 8%). Die Wachstumsrate von Creative-Commons-Bilder ist nach einem Hoch 2006 auf stabil bleibende 4% gesunken. Insgesamt werden über 100 Millionen Bilder auf Flickr unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht. Die Zahlen belegen, dass Creative Commons sich auf Flickr etabliert haben, die Fotografen jedoch bedacht mit ihren Werken umgehen und für kreative Projekte (Abwandlungen, Collagen etc.) tendenziell offen sind, kommerzielle Verwendungen allerdings kontrollieren möchten. Für Einsteiger: was bedeuten die Abkürzungen? Creative Commons erlauben die flexible Bestimmung der Rechte an einem Werk. Genauere Erklärungen gibt es in unserem Beitrag zum Update der Creative Commons auf Version 3.0. Die Abkürzungen stehen für:

  • BY: Namensnennung
  • NC: no commercial, keine kommerzielle Verwendung
  • SA: share alike: Weitergabe unter der gleichen Lizenz
  • ND: no derivatives, keine Bearbeitung

In den Flickr-Einstellungen kann jeder Nutzer seine bevorzugte Lizenz einstellen. Standardmäßig steht sie auf „all rights reserved“ (keine Creative Commons), alternativ kann sie für jedes Bild separat gewählt werden. [via readwriteweb]

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Björn Rohles

Björn Rohles

ist Medienwissenschaftler und beobachtet als Autor („Grundkurs Gutes Webdesign“) und Berater den digitalen Wandel. Seine Themenschwerpunkte sind User Experience, anwenderfreundliches Design und digitale Strategien. Er schreibt regelmäßig für Fachmedien wie das t3n Magazin, die Netzpiloten oder Screenguide.

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