Quo vadis, Delicious?

Das wäre ja mal ein Paukenschlag: Offenbar steht der Social-Bookmarking-Dienst Delicious vor dem Aus. Bereits am Mittwoch ist bekannt geworden, dass das Delicious-Mutterunternehmen Yahoo 560 Mitarbeiter entlassen hat. Eric Marcoullier, Mitgründer von MyBlogLog, hat gestern Abend ein Foto getweeted, auf dem einige Yahoo-Dienste auf einer ominösen Sunset-Liste zu sehen sind – neben anderen MyBlogLog und Delicious. Die offizielle PR-Antwort Yahoos Techcrunch gegenüber lässt nichts Gutes erahnen – man plane, einige Nebenschauplätze zu schließen, um sich stärker um das Kerngeschäft kümmern zu können. Klingt irgendwie stark nach „Ja“.

Update (18. Dezember 2010): Wie es scheint, möchte Yahoo Delicious nicht schließen, sondern verkaufen.

Björn Rohles

ist Medienwissenschaftler und beobachtet als Autor („Grundkurs Gutes Webdesign“) und Berater den digitalen Wandel. Seine Themenschwerpunkte sind User Experience, anwenderfreundliches Design und digitale Strategien. Er schreibt regelmäßig für Fachmedien wie das t3n Magazin, die Netzpiloten oder Screenguide. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.


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3 comments

  1. Die US-Regierung realisiert öffentlich Medienzensur bzw. ängstigt Studenten mit Jobperspektive und macht sich damit zum Hanswurst der Welt. Yahoo schließt die einzige Quelle gute Weblinks – neben twitter. Aus meiner Sicht betteln sie alle mit diesem Schritt nach einer Gegenreaktion: Nach dem Nextnet, nämlich einem vollständig P2Pbasierten globalen Netz, dass den Hanswürsten dieser Welt die Macht über Informationen grundlegend und nachhaltig entzieht, indem die Knotenpunkte des Web in millionen private Hände verlegt werden .

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