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Super Social Media Week Hamburg!

Vergangene Woche fand die Social Media Week in Hamburg statt. Prunkstück der Social Media Week war die dreitägige Fachmesse in Hamburg Altona. Bereits vor Konferenzstart waren die Free- und Standard-Tickets vergriffen und der Veranstalter zieht mit rund 3.000 Teilnehmern ein erneut durchweg positives Fazit. Auch wir haben die Konferenz an allen drei Tagen besucht und können schon einmal so viel verraten: Es war großartig!

Drei sehr unterschiedliche Hubs

Die Konferenz der Social Media Week fand auf drei Hubs verteilt statt, die auf gerader Linie und dicht beieinander lagen. Die University of Applied Science Europe war direkt am Ausgang des Bahnhofes zu finden. Hier fand das Programm des Premium Passes, die Workshops und Masterclasses statt. Auch gab es eine Lounge für Premium Pass-Besitzer, die sich hier stärken oder an ihrem Laptop arbeiten konnten.

Das Altonaer Museum bot allen Ticket-Besitzern ein buntes Programm auf zwei Bühnen, sowie eine kleine Interactive Area mit Ständen der SMWHH-Partnern. Auch konnte man sich hier etwas ausruhen oder networken. Die Interactive Area bot zugegeben nicht wirklich viel um dort länger zu verweilen. Dafür war der Galionsfigurensaal der absolute Hingucker der Social Media Week.

Das Altonaer Theater erweiterte die Konferenz erstmals als dritter Hub und bot zusätzlich eine sehr große Bühne für Keynotes, Panels und andere Vortragsformate.

Ein spannendes „Standard“-Programm

Auch wenn ich stolzer Besitzer eines Premium-Tickets war, stand für mich am Mittwoch „nur“ das Standardprogramm an. Den Anfang machte ein Beitrag über den Kampf gegen die German Angst, der Angst der Deutschen vor Veränderung – in diesem Falle, technologischem Wandel. Eine sehr spannende Keynote, die leider relativ spärlich besucht war. Vielleicht lag es aber auch am ersten Veranstaltungstag und der frühen Uhrzeit.

Nach dem Mittag stand für mich dann E-Sports an. Erfolgsfaktoren und Best Practise für Brand-Engagement waren Thema des Panels. Für mich interessant war, das zur Gesprächsrunde auch Marketing-Experten von Wüstenrot und Warsteiner gehörten, zweier eigentlich sehr klassischer Unternehmen. Da merkt man erst, wie stark das E-Sport-Thema tatsächlich in der Breite angekommen ist. Das Panel fand im Galionsfigurensaal des Hamburger Museums statt, der für mich ein Highlight war. Der Saal war fast immer gut gefüllt und die Themen vielfältig. Außerdem war er – mit den Galionsfiguren an der Längsseite, lila beleuchtet in Szene gesetzt – ein absoluter Hingucker.

In beiden Locations gab es übrigens auch eine Social Media Wall. Mit etwas Glück konnte man dort sogar den ein oder anderen eigenen Tweet finden. Allgemein war im Social Media, entsprechend der Thematik, eine Menge los und auch in den Panels, Keynotes, Masterclasses und Workshops waren mehr Smartphones als Notizbücher zu finden, immer mal wieder eines nach oben gereckt, um ein Foto zur eigenen Dokumentation oder für Twitter und Co zu schießen.

In die Tiefe mit dem Premium Pass

Am Donnerstag ging es dann so richtig los. Gleich drei Angebote des Premium Passes standen für mich an und machten die Universität an diesem Tag zu meinem Arbeitsplatz. Hier war deutlich mehr Zeit, um in die Tiefe zu gehen. Während die Vorträge auf den großen Bühnen meist um die 45 Minuten gingen, waren die Slots der Workshops und Masterclasses doppelt so lang. Auch die Räume waren deutlich kleiner und damit der Austausch etwas direkter.

Die Themen waren bunt gemischt. Der Schlaumacher erklärte in seinem Workshop, warum YouTube für Unternehmen interessant ist und wie der Suchalgorithmus funktioniert. Im nächsten Workshop lernte ich einiges über Artificial Storytelling, also KI-Technologie in Journalismus und Marketing. Wichtige Erkenntnis: KI wird uns Redakteure weniger ersetzen, als uns viel mehr zu unterstützen. Den Abschluss meines zweiten Tages bildete ein Beitrag über das Nutzen der Reichweite von Influencern für die eigenen Inhalte.

Durch die ganzen Workshops und Masterclasses konnte ich leider nicht zur Podiumsdiskussion zum Thema New Work, bei der auch unser Editor-at-Large Tobias Kremkau auf der Bühne war. Zum Glück hat er aber einen Artikel über seine Eindrücke geschrieben, bei der auch die Aufzeichnung eingebettet ist.

Am nächsten Tag ging es nochmals in die Universität für eine Gesprächsrunde über konstruktiven Journalismus. Es entstand eine kritische Diskussion über die Auswirkung der vorherrschenden Negativ-Berichterstattung und wie man damit brechen kann. 

Gespannt aufs nächste Jahr

Für mich war die Social Media Week ein kleines Abenteuer, da ich beruflich erst seit kurzem in der Medienwelt unterwegs bin. Hier merkte ich aber, was für ein breites Wissen ich mir bereits als YouTuber angeeignet habe, da ich bei vielen Programmpunkten einen eher überschaubaren Erfahrungsgewinn hatte. Trotzdem gab es natürlich zahlreiche Impulse und auch Anregung für künftige Artikel. Auch die gesamte Atmosphäre und die rege Social Media-Aktivität haben mich richtig begeistert. Überrascht war ich, dass der in den sozialen Medien so heiß diskutierte Uploadfilter, hier nicht ein einziges Mal Erwähnung fand.  

Schon jetzt bin ich auf die nächste Social Media Week gespannt. Dann bin ich weniger grün hinter den Ohren und kann auch Vergleiche zur vorigen Veranstaltung ziehen. Die Veranstalter wollen bis dahin weiter die Strukturen ausbauen. Wie wichtig die Social Media Week für den Digitalstandort Hamburg ist, erkennt auch Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Mit der Social Media Week Hamburg hat unsere Stadt einen festen Platz im globalen Netzwerk der Digital- und Kreativwirtschaft“, äußerte sich dieser zur Konferenz.


Image by Malte Klauk: Die CARL GROUP im Expertengespräch mit Natascha Ochsenknecht, Jonas Kölln, Flemming Pinck und Sönke Nieswand. 

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Wie YouTube die Erde flach macht

Dass die Erde keine Scheibe ist, gehört eigentlich längst zur Selbstverständlichkeit. Schon Aristoteles erkannte vor rund 2.300 Jahren, dass von Schiffen stets erst die Mastspitze zu sehen war und leitete daraus die Kugelgestalt der Erde ab. Auch Unterschiede in Sternenbildern trugen zu dieser Erkenntnis bei. Trotzdem gibt es sie noch: Die Verfechter einer Erde in Scheibenform – und nicht einmal von vier Elefanten getragen, die ihrerseits auf einer durchs All schwimmenden Schildkröte stehen, wie in Terry Pratchetts humorstrotzenden Scheibenwelt-Romanen.

Die Verfechter der Flat Earth-Bewegung vermehren sich derzeit sogar, oder treten zumindest präsenter auf den Plan. Schuld daran: Ausgerechnet die digitale Videoplattform YouTube. So zumindest eine Studie der Texas Tech University.

Durch YouTube zum Flat Earther

Grundlage der Studie sind Interviews mit 30 Teilnehmern der Flat Earth Conference, der größten Konferenz der Flat Earth-Bewegung. Zugegeben, 30 Interviews sind keine stichhaltige Basis, trotzdem sind die Erkenntnisse aus den Interviews sehr interessant. So gaben 29 der 30 Befragten an, durch YouTube-Videos überzeugt worden zu sein. „Die einzige Person, die das nicht behauptete, war mit seiner Tochter und seinem Schwiegersohn da, die es auf YouTube gesehen und ihm davon erzählt haben“, sagt Asheley Landrum, Leiterin der Studie, an der Texas Tech University. Die Videovorschläge tauchten neben Videos zu anderen Verschwörungstheorien, wie etwa zum 11. September oder einer inszenierten Mondlandung, auf.

Hier greifen die Videos also genau die Personen auf, die ohnehin schon eine Skepsis bezüglich offizieller Darstellungen haben. Einige gaben aber auch an, die Videos angeschaut zu haben, um die Theorien widerlegen zu wollen. Schließlich konnten die Videos sie aber doch überzeugen.

Auch YouTube sieht Handlungsbedarf

Das Problem ist dem Videoportal jedoch nicht fremd. Bereits vor Veröffentlichung der Studienergebnisse sprach YouTube das Thema selbst im Rahmen ihres Blogs an. YouTube kündigte Änderungen in den Empfehlungen an, um extremen Inhalten entgegen zu wirken. Dabei werden sogar explizit auch die Flat Earth-Videos erwähnt. „Zu diesem Zweck werden wir beginnen, die Empfehlung grenzwertiger Inhalte und Inhalte, die den Nutzer auf schädliche Art falsch informieren – wie Videos, die eine erfundene Wunderheilung bewerben, die Erde als flach bekennen oder unverhohlen falsche Aussagen über historische Ereignisse wie 9/11 machen – zu reduzieren.“

Die Inhalte verbieten möchte YouTube trotzdem nicht. Man möchte weiterhin eine Plattform für freie Meinungsäußerung bleiben, extreme Inhalte aber nicht noch befeuern. Die Änderung soll über eine Kombination aus maschinellem Lernen und der Zusammenarbeit mit menschlichen Experten erreicht werden. Die Änderungen betreffen vorerst nur eine kleine Auswahl amerikanischer Videos. Sobald das System zuverlässig funktioniert, soll es aber auch auf andere Länder ausgeweitet werden.

Wir brauchen auch andere Videos

Landrum sieht YouTube übrigens nicht explizit als schädlich an. „Es gibt viele nützliche Informationen auf YouTube, aber eben auch viele Fehlinformationen“, erklärt sie gegenüber TheGuardian. „An eine flache Erde zu glauben ist an sich nichts Schlimmes, aber es kommt zusammen mit einem allgemeinen Misstrauen gegenüber Institutionen und Experten. Wir möchten, dass die Menschen Informationen kritisch hinterfragen, aber eben ausgewogen.“ Auch die Wissenschaft sieht sie in der Pflicht. „Wir wollen kein YouTube, voll mit Videos, die begründen die Erde sei flach. Wir brauchen auch andere Videos, die beweisen, warum diese Gründe falsch sind und Wege zeigen, wie man es selbst herausfinden kann.“

Auch die Scheibenwelt-Romane bieten eine flache Welt – mit einer Prise Humor und Gesellschaftskritik (Provisionslink)


Image by Kevin Carden via stock.adobe.com

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Der Traum vom Geld – So viel verdienen YouTuber

Popstar und TV-Sternchen waren einmal. Immer mehr junge Leute träumen heute davon, YouTuber zu werden. Vor der Kamera rumblödeln und dabei noch Geld verdienen – das klingt nach einem guten Leben. Mindestens genau so stark ist jedoch auch die Gegenseite, die den Kopf darüber schüttelt, wie man mit sowas überhaupt Geld verdienen kann. Dabei ist „YouTube Money“ nicht so einfach verdient, wie es sich zunächst anhört.

Abos? Likes? Kommentare? – Zählt (fast) nichts

Doch womit wirft ein Kanal jetzt Geld ab? Als erste Zahl eines YouTube-Kanals fallen uns die Abonnenten auf. Diese sind aber nicht relevant für die Auszahlung. Genau so wenig sind es die Likes oder die Kommentare die unter einem Video zu finden sind.

Was wirklich wichtig ist, sind die Views, die Aufrufzahlen eines Videos. Der YouTuber schaltet nämlich vor und in seinen Videos Werbung. Für jeden Aufruf erhält er anteilig Geld. Nicht überspringbare Videos bringen zwar das meiste Geld, kommen aber bei den Zuschauern möglicherweise schlecht an – weshalb zumeist überspringbare Werbevideos und kleine Bannereinblendungen genutzt werden.

Ganz unwichtig sind die anderen Zahlen trotzdem auch nicht. Abonnenten und Interaktion steigern indirekt auch die Aufrufzahlen, da Abonnenten über neue Videos informiert werden und hohe Interaktion Videos höher in der Suche platziert.

Außerdem gibt es mittlerweile Kanalmitgliedschaften. Abonnenten können ihren YouTuber mit einem monatlichen Beitrag unterstützen und erhalten im Gegenzug ein paar Goodies, die sich je nach Kanal unterscheiden können. Derzeit gibt es nur eine Mitgliedschaft für 4,99 Euro, doch YouTube testet bereits ein mehrstufiges System für ausgewählte Kanäle.

Für 1.000 Aufrufe gibt es eine Kugel Eis

Geld für jeden Aufruf und kostenpflichtige Mitgliedschaften – Ist YouTube Money doch so schnell gemacht, wie man oft sagt? Dafür müssen wir einen genaueren Blick auf die Auszahlung werfen. Werbeinblendungen werden automatisiert und in Echtzeit versteigert. Einflussfaktoren sind das Thema des Videos, potentielle Zielgruppe, Herkunft des Zuschauers und vieles mehr. Der sogenannte CPM-Wert (Cost per Mille), zu Deutsch TKP (Tausend-Kontakt-Preis) , beziffert den Wert, den Werber für 1.000 Aufrufe ihrer Werbung zahlen.

Obwohl die Werbung im Internet deutlich zielgerichteter an die Zielgruppe gebracht werden, ist dieser TKP deutlich geringer, als im linearen Fernsehen. Nehmen wir einen noch sehr großzügigen TKP von 4 Euro, müssen wir davon nochmal 45 Prozent abziehen, die an YouTube gehen. Durch Adblocker und Einbettungen auf externen Seiten müssen nochmal 50-70 Prozent abgezogen werden.

Am Ende bleibt von 1.000 Aufrufen gerade noch genug Geld für eine Kugel Eis. Schaut man auf den Wikipedia-Eintrag zum Tausend-Kontakt-Preis, wird ein Beispiel aus der Süddeutschen Zeitung genannt. Dort kostete eine viertelseitige Anzeige 2013 umgerechnet 42,43 Euro pro tausend Leser. Ein gewaltiger Unterschied zur Kugel Eis des YouTubers.

Weitere Verdienstmöglichkeiten

Um rein von Werbeeinblendungen leben zu können, bräuchte ein YouTuber also schon monatliche Aufrufe im mehrfachen Millionenbereich. Eine monatliche Unterstützung über externe Portale wie Patreon fällt langsam weg, da YouTube selbst eben dies mit den Premium Mitgliedschaften anbietet. Davon behält YouTube allerdings 30 Prozent selbst.

Vor allem im Gaming-Bereich sind Livestreams eine weitere Einnahmequelle. Vor allem Twitch ist bekannt dafür, dass man den Streamer direkt Geld spenden kann. Bei Livestreams sitzt das Geld oftmals etwas lockerer, die Zuschauer fühlen sich integrierter und spenden aus dem Impuls heraus.

Sobald eine gewisse Reichweite erreicht ist, eröffnen auch außerhalb YouTubes diverse Möglichkeiten zur Werbung, etwa durch Produktplatzierung auf Instagram. Wenn es jedoch rein um YouTube selbst geht, ist die Geschichte vom einfachen Geld eher ein Märchen. Sollte man es tatsächlich schaffen, monatlich millionenfach geschaut zu werden, hat man sich das Geld jedenfalls hart verdient. 


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Apex Legends: (Fast) aus dem Nichts zum Millionenerfolg

Was für eine Erfolgsgeschichte. Völlig aus dem Nichts veröffentlichten Electronic Arts und Respawn Entertainment letzte Woche das Battle Royale-Spiel Apex Legends. Keine Vorankündigung, keine große Marketing-Trommel und Free to Play. Und das obwohl mit Anthem Konkurrenz aus dem eigenen Haus in den Startlöchern steht.

Nach 72 Stunden zählte Apex Legends bereits zehn Millionen Spieler, zwischenzeitlich sogar eine Million Spieler, die zeitgleich im Spiel unterwegs waren. Mittlerweile hat das kostenlose Spiel sogar 25 Millionen Spieler zu verzeichnen. Ein Erfolg, der nicht ganz so zufällig ist, dessen Dimension aber niemand erahnen konnte.

Wichtige Streamer eingespannt

Es ist schon lange kein Marktgeheimnis mehr, dass Streamer und YouTuber eine starke Zugkraft besitzen. Bereits im Vorfeld wurden mehrere bekannte Streamer für das Spiel im Titanfall-Universum eingebunden. Unter anderem auch der bekannte Battle Royale-Streamer Shroud. In einem Stream erklärte dieser kürzlich, dass sein Feedback sogar starken Einfluss auf das Gunplay hatte.

Die ursprünglichen Pläne der Entwickler sahen einen zufälligen Rückstoß der Waffen vor. Durch das Feedback wurde schließlich jeder Waffe ein individueller aber fester Rückstoß verpasst. Dieser lässt sich einschätzen und mit Erfahrung gut gegensteuern.

Sogar Ninja, der zwischenzeitlich mit Fortnite zum größten Streamer wurde, spielt derzeit Apex Legends und erklärt das neue Spiel im Stream sogar für besser als Fortnite.

Mit so viel prominenter Unterstützung hatte das Spiel gleich zu Beginn starken Rückhalt, da Apex Legends bereits ab der ersten Sekunde von den Größen der Szene gespielt wurde. Da das Spiel kostenlos ist, können Zuschauer umstandslos selbst ins Spiel abtauchen, das Twitch derzeit mit großem Vorsprung dominiert. Eine geschickte und vor allem sehr zielgruppenorientierte Marketing-Maßnahme. Hinter dem vermeintlichen Überraschungserfolg steckt also auch ziemlich viel Kalkül. Die Dimension des Erfolges dürfte jedoch selbst die Marketingabteilung überrascht haben.

Leidtragender des Erfolgs könnte jedoch Anthem sein. Lange und intensiv wurde der Coop-Shooter der Spiele-Edelschmiede Bioware beworben und nun stiehlt ihnen die EA-interne Konkurrenz Apex Legends kurz vor Release die Show.

Kursrettung für Electronic Arts

Für Electronic Arts kommt das Spiel gerade richtig. Am 6. Februar musste der Publisher den stärksten Verlust seit 2008 wegstecken. Es ist aber nicht auszuschließen, dass der taktisch seltsam anmutende Release von Apex Legends diesen Absturz zuerst befeuerte. Nur wenige Tage später hat sich Electronic Arts nicht nur von dem kurzzeitigen Absturz erholt, sondern auch noch eine ganze Schippe auf der Börse draufpacken können.

Auch für Entwickler Respawn Entertainment ist das Spiel ein Erfolg auf ganzer Linie. Nicht nur, dass Apex Legends selbst gerade Rekorde einstampft, auch ihre Titanfall-Reihe, in dessen Universum auch Apex Legends spielt, profitiert derzeit stark vom Hype. Auf allen Plattformen haben sich die Spielerzahlen mindestens verdoppelt. Das sowohl solo in der Kampagne, als auch online spielbare Shooterspektakel mit den namensgebenden Titanen, verkaufte sich trotz guter Bewertungen unter den Erwartungen. Der Erfolg von Apex Legends weckt in Fans der Reihe derzeit Hoffnung auf einen dritten Teil.

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Image by Respawn Entertainment / Electronic Arts

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Artikel 13: Uploadfilter doch nicht gekippt, sondern verschärft

Als der Rechtsausschuss des EU Parlaments im Juni 2018 den Artikel 13, einen Uploadfilter für hochgeladene Inhalte beschloss, ging ein Aufschrei durch das Internet. Das Internet, so wie wir es kennen, ist in Gefahr – so zumindest der Tenor vieler Gegner des Filters. Auch auf YouTube fürchteten Kanäle um ihre Zukunft und die Untergangspropheten sprossen (mal wieder) aus dem Boden empor.

Vor kurzem dann die große Erleichterung. Der EU-Ministerrat legte die Einführung des Leistungsschutzrechts (Artikel 11) und des Uploadfilters (Artikel 13) vorerst auf Eis. Da sich elf Mitgliedsstaaten, darunter auch Deutschland, gegen den rumänischen Kompromissvorschlag stellten, ergab sich keine gemeinsame Verhandlungsposition.

Nun ist der Uploadfilter wieder zurück auf dem Verhandlungstisch – in einer noch aggressiveren Form als zuvor. Die Nachrichtenseite Politico leakte eine Einigung zwischen Deutschland und Frankreich in Bezug auf die Filterpflicht. Diese Übereinkunft schließt nur noch wenige Unternehmen aus der Pflicht eines Uploadfilters aus.

Was ist an der Deutsch-Französischen Lösung anders?

Zwar gibt es wie bei vorigen Kompromissen Ausnahmen aus der Filterpflicht, doch diese gestalten sich in der neuesten Version als ziemlich gering. Laut des Leaks sind Plattformen von der Filterpflicht ausgeschlossen, die keine der folgenden Ausnahmen erfüllen:

  • Die Plattform ist weniger als drei Jahre alt
  • Der Jahresumsatz beträgt weniger als zehn Millionen Euro
  • Die Plattform hat weniger als fünf Millionen Nutzer

Während die letzten beiden Bedingungen kleinere Dienste ausklammern, ist die erste Bedingung umso härter. Sie würde auch kleinere Communities wie etwa Diskussions-Foren mit einschließen, die teils nicht einmal kommerzielle Absichten verfolgen.

Was ist der Artikel 13 eigentlich?

Artikel 13 ist ein Teil des „Vorschlags für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt“. Es geht um eine gemeinsame europäische Richtlinie zum Schutz des Urheberrechts.

Der Artikel 13 dieses Entwurfes macht Betreiber von Internetdiensten haftbar für Urheberrechtsverletzungen ihrer Nutzer. Teil des Artikels ist auch ein Uploadfilter, der Urheberrechtsverletzungen schon beim Hochladen von Dateien erkennen und blockieren soll.

Warum die Aufregung?

Wenn das geistige Eigentum geschützt wird, müsste das ja eigentlich gut sein, möchte man meinen. Doch die Internetkultur ist von der Popkultur durchzogen. In den schlimmsten Interpretationen eines solchen Uploadfilters würden auch die im Internet bekannten Memes, oft mit Bildern aus Filmen, aussterben. Das hätte Einfluss auf weite Teile des Internets, allen voran soziale Medien, in denen die Antwort per Bild oder animiertem GIF Alltag ist.

Auch auf YouTube befürchten viele Kanalbetreiber und Nutzer, das ein großer Teil der Inhalte dem Filter zum Opfer fallen würden. Man befürchtet auch, dass ein solcher Uploadfilter zu streng sein könnte und Inhalte sperrt, die eigentlich keinen Rechtsverstoß begehen. YouTube nutzt eigentlich bereits einen sehr hochentwickelten Filter um Rechtsverstöße, vor allem bei der Verwendung von Musik, zu erkennen.

Ist schon etwas beschlossen?

In Stein gemeißelt ist nachwievor nichts. Man rechnet damit, dass am Freitag, den 8. Februar, die Ratsposition beschlossen wird und schon am 11. Februar der Trilog stattfinden könnte. So nennt sich die Verhandlung der Vertreter nationaler Regierungen, bei denen Parlament, Rat und Vertreter der EU-Kommission am Tisch sitzen. Ein Artikel der Tagesschau erklärt übrigens genauer, wie ein EU-Gesetz entsteht.


Image by tanaonte via stock.adobe.com

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It’s a small world – Musik auf Taschenrechnern

YouTube versorgt uns mit einer Vielzahl von Videos, die uns mit ihren Ideen überraschen. Einer dieser ganz speziellen Kanäle ist „It’s a small world“. Doch was gibt es auf dem Kanal so Besonderes? Ganz einfache Antwort: Musik. Ich weiß, ihr werdet euch jetzt fragen, was an Musik denn bitte so außergewöhnlich ist. Na gut, ich verrate es euch.

Wenn Taschenrechner zu Instrumenten werden

Ein großer Teil der Videos auf It’s a small world verwendet ein ganz besonderes Instrument: Den Taschenrechner AR-7778. Ihr habt sicherlich alle mal die Musik von Super Mario gehört – oder aber auch das bekannte Theme des Kinohits Fluch der Karibik. Dieser Kanal verwendet dafür aber die Sounds eines einfachen Taschenrechners. Und da ein Taschenrechener allein nicht für sonderlich komplexe Kompositionen taugt, verwendet die Kanalbetreiberin gleich bis zu fünf der praktischen Rechenhelfer für ihre unterhaltsamen Videos.

Der Anfang war ein Kinderspiel

Die ersten beiden Videos des Kanals beinhalteten übrigens noch keine Taschenrechner. Stattdessen spielte It’s a small world auf einem nicht wesentlich größeren Spielzeug-Piano, das einen lächerlichen Tonumfang von gut zwei Oktaven bot. Darauf coverte sie ein Lied von Selena Gomez, sowie das bekannte Intro der Rekord-Serie Game of Thrones.

Bald darauf folgten dann aber schon die Videos mit den Taschenrechnern. Die Lieder sind zum großen Teil bekannte Lieder großer US-Stars wie Justin Bieber oder Ed Sheeran. Doch auch Nerds dürfen sich über zahlreiche Stücke aus Filmen, Serien und Spielen freuen.

Alles, außer gewöhnlich

Ein wenig eigen mag die etwas schüchterne Musikerin wirken, die auch erst in den neueren Videos ihr Gesicht vor der Kamera zeigt. Zuvor gab es nur ihre Hände und die „Instrumente“ zu sehen. Als erstes „Face Reveal“, veröffentlichte sie übrigens ein Video, in dem sie ihr Gesicht aus Ton selbst nachgeformt hat. Das passt irgendwie wunderbar zum etwas kuriosen Inhalt, der auch Bilder mit Fingerfarben beinhaltet, sowie auf der Tastatur gespielte Lieder.

Ebenso spielt sie Lieder auf dem Launchpad und dem Otamatone. Das Launchpad ist eine frei belegbare Oberfläche vieler in einem Gitter angeordneter Buttons. Auf diese werden Sounds und Effekte gelegt, mit denen man eigene Performances und Remixes erstellen kann. Das Otamatone ist hingegen ein Musiksynthesizer in Form einer Achtelnote, dessen Ton aus einem Mund im Notenkopf austritt. Die Tonhöhe wird über die Fingerposition am Notenhals geändert und lässt sich damit sehr ähnlich einer Geige spielen.

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Image by Aaron Amat via stock.adobe.com

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Hytale – Der langersehnte Minecraft-Nachfolger?

Blickt man auf die Geschichte der Early Access-Spiele zurück, nimmt Minecraft unweigerlich eine prominente Rolle ein. Das ehemals von Markus „Notch“ Persson entwickelte Spiel setzte neue Maßstäbe, als es sich bereits vor Fertigstellung millionenfach verkaufte. Es war eines der ersten Spiele, die man bereits in einem frühen Entwicklungsstadium erwerben konnte. Das Indie-Spiel war derart erfolgreich, dass Microsoft das Studio Mojang samt seiner bekannten Marke für 2,5 Milliarden Dollar aufkaufte. Mittlerweile hat sich das Spiel plattformübergreifend mehr als 154 Mal verkauft. 

Minecraft wurde zum Wegbereiter des Early Access und des Crowd Fundings und löste eine regelrechte Welle erfolgreicher Indie-Spiele aus – darunter auch zahlreiche Klone des erfolgreichen Open-World-Spiels. Nun tritt ein Spiel auf dem Plan, das eine ernsthafte Bedrohung für Minecraft werden kann.

Enthüllungs-Trailer erobert YouTube im Sturm

Die Rede ist vom Spiel Hytale. Obwohl bislang niemand das Spiel selbst anspielen konnte, versetzt der Trailer Genrefans in Verzückung. 34 Millionen Aufrufe (22.01.2019) verzeichnet der Trailer bereits – und das ohne großes Marketing. Zum Vergleich: Der enthüllende Trailer zu Battlefield 5 bringt es nach acht Monaten auf 13 Millionen Aufrufe – trotz Markenbekanntheit und großer Marketingmaschinerie im Hintergrund.

Ein wichtiger Faktor sind die YouTuber. Trotz seines Alters und des aktuellen Battle Royal-Trends ist Minecraft noch immer eines der beliebtesten Spiele auf YouTube. Mittlerweile berichten viele größere YouTuber über Hytale und setzen hohe Erwartungen in das Spiel. Doch was macht Hytale zum potentiellen Thronerben?

Diese Features bietet Hytale

Als erstes überzeugt das Design von Hytale. Der Klötzchen-Look erinnert zwar stark an den Urvater, ist jedoch um einiges liebervoller umgesetzt. Vor allem in den Charakter- und Monstermodellen steckt deutlich mehr Liebe zum Detail. Im Gegensatz zum damaligen Ein-Mann-Projekt, steckt hinter Hytale allerdings auch ein mehr als 40-köpfiges Team.

Der Trailer lässt erahnen, dass Hytale bereits jetzt einen Großteil der Minecraft-Features besitzt, diese jedoch vor allem in der Erkundung ausbaut. Wo Minecraft oft eine reine Sandbox war, möchte Hytale mehr auf Erkundungsreize und Storytelling setzen. So kann man unter anderem auf Magiertürme treffen, die von Monstern überrannt wurden. Zum Start soll eine große Palette unterschiedlicher Szenarien kein Abenteuer dem anderen gleichen lassen. Auch wird man mit Fortschreiten der Geschichte in immer gefährlichere Regionen der Welt vordringen. 

Der Trailer zeigt bereits jetzt neben Riesen, Golems, Drachen, Höllenhunden, Goblins und Skeletten auch eine lebendige Tierwelt an Land und unter Wasser. Auch Reittiere, einen herumtollenden Hund und eine sich auf einer Truhe putzende Katze kann man dort bewundern. Die Kämpfe wirken deutlich spektakulärer inszeniert und die Welt vielfältig gestaltet. Wer nicht kämpfen mag, kann sich offenbar auch als reiner Handwerker versuchen oder Landwirtschaft betreiben. Auch die beliebten Loren dürfen natürlich nicht fehlen.

Ein etwas amüsantes Feature ist das gemeinsame Schauen von Videos im Spiel. Der Trailer zeigt einen im Spiel gebauten Kinosaal, voll besetzt mit Spielfiguren – teils mit Popcorn in der Hand. Auf der Leinwand des Saals läuft ein Tiervideo. Es ist kein essentielles Spiel-Element, aber in seiner Präsentation einfach sympathisch.

Aus der Community für die Community

Die Gameplay-Features sind aber nur eines von drei Säulen, auf die das Team von Hypixel Studios setzt. Die anderen beiden Säulen sind der proaktive Support für Minispiele und für Content Creator auf Twitch und YouTube. Hier macht sich deutlich, dass das Team seine Wurzeln in der Modding-Szene hat und das Wissen über die Community-Bedürfnisse direkt einfließen lässt.

Minispiele sind kompetetive und oft sehr schnelle Spielmodi. Eines der bekanntesten ist Bed Wars – zufällig auch von Hypixel Studios erschaffen. Hytale fördert Minispiele mit mächtigen Tools und mit einem Auge auf die Unterbindung von Cheats. Eltern bekommen zudem die Möglichkeit, den Zugang zu Onlinefeatures zu kontrollieren. An dieser Stelle ein großes Lob, auch in diese Richtung zu denken.

Moddern werden übrigens die gleichen Tools zur Verfügung gestellt, mit denen auch die Entwickler arbeiten. Auch der Server Code wird offen sein, sodass private Server alle Freiheiten besitzen. Sogar Tools für Texturen, Modellierung und Animation möchte Hytale direkt zur Verfügung stellen.

Cinematische Werkzeuge erlauben Videomachern außerdem hochwertiges Material zu produzieren – inklusiver eigener Partikeleffekte und Animationen.

Klingt fast schon zu gut, um wahr zu sein

Ich muss gestehen, dass sich während der Recherche für den Artikel auch bei mir eine erhöhte Speichelproduktion bemerkbar gemacht hat. Zwar habe ich Minecraft seit Jahren nicht mehr angefasst, doch das Klötzchenfieber von damals regt sich wieder in mir.

Es klingt allerdings fast schon etwas zu gut, was Hytale verspricht. Unmengen Features und alle erdenklichen Tools, die man Moddern und YouTubern an die Hand geben kann. Da besteht die Gefahr, dass Hypixel Studios mehr will, als es stemmen kann. Auf der anderen Seite ist das Team tief im Genre verwurzelt und bringt reichlich Erfahrung aus Minecraft mit.

Bis wir uns eigenhändig von Hytale überzeugen dürfen, wird allerdings noch einige Zeit vergehen. „Einfach gesagt, haben wir keine genaue Zeitplanung, die wir euch geben können – aber wir können immerhin sicher sagen, dass die Beta nicht innerhalb der nächsten paar Monate starten wird“, heißt es in einem FAQ-Update im Entwickler-Blog. Bis dahin bleibt Hytale aber zumindest ein Spiel, das man auf dem Radar behalten sollte.

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Image by Hypixel Studios

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YouTube: Kanalmitgliedschaften bald in mehreren Abstufungen?

Seit Juni 2018 gibt es auf YouTube die Möglichkeit einer Kanalmitgliedschaft. Diese Mitgliedschaft ermöglicht dem Zuschauer, seine liebsten Kanäle monatlich zu unterstützen. Dafür mussten YouTuber zuvor auf Patreon zurückgreifen. Patreon ist quasi eine Crowdfunding-Plattform, auf der man Künstler nicht nur einmalig, sondern auch monatlich unterstützen kann. Doch nun gibt es auch auf YouTube eine hauseigene Lösung.

Allerdings hat diese Lösung noch einen Haken: Es gibt keine Abstufungen. Bislang kostet die Mitgliedschaft 4,99 Euro – und damit unterstützt man lediglich einen einzelnen Kanal. Für einen Fernsehsender mit nur einer Stunde Sendezeit pro Tag würde man das als glatten Wucher bezeichnen. Doch es ist zumindest Besserung in Sicht.

Bald mit neuen Abstufungen

Ein User des deutschen YTForums ist darauf aufmerksam geworden, dass es erste Kanäle gibt, die eine mehrstufige Mitgliedschaft anbieten. Unter anderem hat der YouTube-Streamer KreekCraft (600.000 Abos) dieses Feature bereits auf seinem Kanal. Auf Twitter schreibt er, dass das Feature noch Early Access ist und vermutlich im Februar breiter ausgerollt wird. Sicher ist er sich dabei aber nicht.

Folgende Abstufungen, sind auf seinem Kanal verfügbar

  • 1,99 Dollar
  • 4,99 Dollar (bisheriger Preis)
  • 9,99 Dollar
  • 14,99 Dollar
  • 24,99 Dollar

Für jede Stufe der Mitgliedschaft lassen sich zudem individuelle Goodies einstellen. Teurere Mitgliedschaften können so also exklusive Vorteile erhalten.

Auf dem Kanal KreekCraft stehen bereits mehrere Abstufungen zur Auswahl | Screenshot by Stefan Reismann

YouTube greift tief in die Tasche

Mit der Kanalmitgliedschaft zog YouTube unter anderem auch im Kampf mit Twitch nach, die eine Mitgliedschaft schon länger anbieten. Doch nicht nur im Konkurrenzkampf macht der Schritt Sinn, sondern auch geschäftlich. YouTube kann mit dieser neuen Finanzierungsmöglichkeit nämlich auch selbst kräftig verdienen.

Auf YouTubes Supportseite gibt das Videoportal nämlich an, dass lediglich 70 Prozent des Mitgliedschaftsumsatzes – nach Abzug der lokalen Mehrwertsteuer – an den Kanalbetreiber gehen. 30 Prozent landen also bei YouTube selbst. Im Vergleich behält sich Twitch mit 50 Prozent allerdings einen noch größeren Teil ein. Patreon verlangt übrigens nur fünf Prozent Patreon-Gebühr + weitere 2,9 Prozent + 0,35 Dollar Service-Gebühr und ist damit deutlich günstiger als die beiden Video-Anbieter.

Besonders clever: Kanalmitgliedschaft und das werbefreie YouTube-Premium sind voneinander unabhängig. YouTube kann also zugleich an Werbung, als auch an den Mitgliedschaften eines Kanals mitverdienen.

Wichtiger Schritt mit Verbesserungspotential

Auch wenn YouTube einen großen Teil vom Kuchen abhaben möchte, ist der Schritt auch wichtig, um attraktiv für Kanäle zu bleiben. Twitch wurde für viele Kanäle immer beliebter, was nicht nur an den Kanalmitgliedschaften lag, sondern auch an den Spenden im Stream – direkt im Geschehen eingebunden zu sein, lässt das Geld oft nochmal lockerer sitzen.

Livestreams erlaubt YouTube mittlerweile schon länger, doch Twitch ist nach wie vor der unangefochtene Platzhirsch auf seinem Kerngebiet. Zeitgleich mit den Mitgliedschaften und den YouTube-Premieren wurde zudem auch der Verkauf von Merchandise über YouTube angekündigt. Dafür ging YouTube eine Partnerschaft mit dem Anbieter Teespring ein.

Merchandise-Artikel lassen sich mittlerweile direkt über YouTube verkaufen. Sie werden gleich unterhalb der Beschreibung platziert. | Screenshot by Stefan Reismann

Die Abstufungen der Mitgliedschaften schließen nun eine Lücke. Schade ist nur, dass es lediglich eine günstigere Stufe gibt, dafür aber gleich drei noch teurere. Hier hätte ich mir lieber noch eine Mitgliedschaft für 99 Cent gewünscht – ein Betrag, der sich auch leichtfertiger für mehrere Kanäle ausgeben lässt. In der Masse ließe sich dadurch womöglich sogar mehr Geld für YouTube und die Kanäle verdienen.

Auch wenn ich selbst das Feature noch nicht nutze, würde ich mir eine Anpassbarkeit der Preisabstufungen wünschen. Nicht jeder Kanal ist gleich und darum sollte der Creator ein Stück weit selbst bestimmen können, wie viel sein Content und die Goodies für eine Mitgliedschaft wert sind. Für manche Kanäle jedoch, könnte eine erfolgreiche Finanzierung über Mitgliedschaften sogar ein Grund sein, auf Werbung zu verzichten oder diese zumindest entsprechend gering zu halten.


Image by Surtan via stock.adobe.com

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PetitTube und Forgotify: Die unbekannten Tiefen des Internets

Ihr kennt ihn doch sicherlich auch: Diesen Moment, wenn ihr ein fragwürdiges Bild, Lied oder Video im Internet entdeckt und plötzlich das Gefühl habt, nun wirklich alles gesehen zu haben. Meist sind aber selbst diese zweifelhaften Inhalte bereits von Tausenden oder Millionen anderer Nutzer geklickt wurden. Darum hat man sie ja schließlich ebenfalls gefunden.

Unter der Oberfläche schlummert aber noch ein Potential an schlechtem und gutem Content, das bislang völlig unentdeckt blieb. Ihr habt jedoch die Möglichkeit, auch diese völlig unbekannten Inhalte zu entdecken. Doch erwartet nicht, dass diese Inhalte wirklich sehens- oder hörenswert sind. Eher tun sich riesige Abgründe auf.

PetitTube – Videos die noch keiner sah

Kaum ein Social Network kann so niederschmetternd sein wie YouTube. Wer keine Reichweite hat und Videos produziert, die in der Suche völlig untergehen, kann schnell ungesehen bleiben.

Die französische Seite PetitTube, oder auch die deutsche Variante ZeroTube, haben ein Herz für die Unbekannten und zeigt euch Videos, die bislang noch niemand auf YouTube angeschaut hat. Da können schon echte Perlen mit dabei sein. Schließlich fängt jedes Video zum Release ohne Views an, auch wenn große Kanäle schon nach Sekunden die ersten Aufrufe verzeichnen. Ebenso gibt es auch ständig neue Kanäle oder YouTuber, die zwar gute Videos machen, aber keine Ahnung von ihrer Vermarktung haben.

Das sind auf PetitTube aber zugegeben die Ausnahmen. In erster Linie erwartet euch auch qualitativ der Bodensatz des YouTube-Contents. Aber Trash-TV ist ja bekanntlich nicht erst eine YouTube-Erfindung.

Ich sah zum Beispiel erst ein achtsekündiges Video einer Familie, bei dem vorwiegend der nicht ganz saubere Boden zu sehen war. Danach folge ein kurzes Video einer Katze im Käfig, dass offenbar mit einem Bild pro Sekunde aufgenommen wurde. Anschließend durfte ich eine Minute lang Insektenlarven in einer Tupperdose zuschauen. Was ein Arzt mit einer Zange in der Nase eines Patienten gemacht hat, führe ich besser erst gar nicht aus. Zuletzt wurde mir auf dem Kanal eines Maklers eine hübsche Immobilie in Gibstown, New Jersey gezeigt.

Wäre ich auf Immobiliensuche, hätte mich PetitTube womöglich nach Gibbstown, New Jersey gebracht – Screenshot by Stefan Reismann

Forgotify – Lieder, die noch keiner hörte

Einen ähnlichen Ansatz wie PetitTube, verfolgt auch Forgotify. Der Name lässt allerdings schon den Bezug zu Spotify vermuten. Als die Seite erstellt wurde, gab es rund vier Millionen Lieder auf dem Musikdienst, die noch nie jemand angehört hat. Das mussten die Betreiber von Forgotify natürlich ändern.

Ob einmal über die Seite gehörte Lieder aus der Liste rausfallen, lässt sich allerdings anzweifeln, da der Vorrat an Liedern begrenzter ist, als bei den 300 Stunden Videomaterial, die minütlich auf YouTube hochgeladen werden. Zudem wurde Forgotify bereits von BBC, Time, VICE Motherboard und The Guardian beworben.

Mein erstes Hörerlebnis auf Forgotify waren indische Trommelklänge des Filmkomponisten und Playbacksängers Ghantasala Venkateswararao. Danach folgte etwas, das mit viel gutem Willen noch als Warteschleifenmusik durchgehen könnte. Anschließend lief dafür die schmissige Nummer „Tenessee-Woman“ des bekannten Bluesmusikers Charlie Musselwhite. Da hätte ich schon mit ein paar Spotify-Aufrufen gerechnet – doch vielleicht legen Genrefans auch einfach lieber die gute alte Platte auf. Anschließend ging es mit einem Stück von Beethoven, vorgetragen vom String Quartet der renommierten Julliard School weiter.

Auch ohne Spotify-Abo lassen sich auf Forgotify immerhin die ersten 30 Sekunden der Lieder anhören – Screenshot by Stefan Reismann

Underviewed – Videos mit generischem Namen

Auch die Seite Underviewed macht sich auf die Suche nach verborgenen Schätzen in den YouTube-Tiefen. Anders als PetitTube dürfen die Videos aber durchaus Views haben. Als „Qualitätsmerkmal“ dient in diesem Fall der Titel.

Geräte speichern Dateien standardmäßig nach einem bestimmten Muster ab. GOPR1337.MP4 ist beispielsweise ein typischer Name einer Aufnahme per GoPro-Kamera. Wer die Datei einfach mit dem Standardnamen hochlädt und nichts weiter auf YouTube daran ändert, hat diesen völlig ideenlosen Dateinamen auch als Titel auf YouTube.

Underviewed sucht nach genau solch einer Namensstruktur und listet alle zu dem Dateinamen gefundenen Videos auf. Entsprechend des generischen Titels, haben diese Videos selten großartige Aufrufzahlen.

GoPro-Videos mit dem gehaltvollen Titel GOPR1246.MP4 versprechen zumindest etwas Action – Screenshot by Stefan Reismann

Nur wenig Substanz am Grund der Internetmedien

Natürlich war davon auszugehen, dass ein Großteil dieser nie entdeckten Medien zurecht ihr unbeachtetes Dasein fristen. Vor allem PetitTube und Underviewed boten vorwiegend Videos, die bereits technisch ganz schlecht aufgenommen waren. Es ist ein wenig wie ein Autounfall, wo man trotzdem irgendwie hinschaut. Dass es überhaupt Personen gibt, die einige Inhalte für hochladenswert halten, ist die erschreckendste Erkenntnis.

Forgotify hingegen überraschte mich positiv. Es hatte einen sehr interessanten Genremix und mit manchen Liedern oder Künstlern konnte ich sogar halbwegs etwas anfangen. Womöglich habe ich auch einfach Glück gehabt und die schlimmsten Lieder verpasst. 


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YouTube Premieren – Livestream aus der Konserve

Am 21. Juni 2018 kündigte YouTube mehrere neue Features an, mit denen sich Kanäle ganz neue Möglichkeiten öffnen. Kostenpflichtige Kanalabos für 4,99 US-Dollar sollen nicht nur Geld in die Kasse spülen, sondern auch das Ranking der Kanäle zusätzlich verbessern. Für diese Premium-Mitgliedschaft winken neue Emojis, Badges und Sonderrechte für den Community Tab. Ab 10.000 Abonnenten soll es in den USA zudem möglich werden, Merchandise über YouTube zu verkaufen. Dafür schloss YouTube eine Kooperation mit dem Anbieter Teespring.

Als drittes großes Feature wurden die YouTube Premieren angekündigt, die Vorteile aus dem Livestreaming auch in die gewohnten On Demand-Videos einfließen zulassen. Ich habe endlich Zugriff auf das neue Feature bekommen und es sofort auf meinem Kanal ausprobiert. Es weist gewisse Ähnlichkeiten zu dem neuen Facebook Watch-Feature auf.

Ich plane eine YouTube Premiere

Es fiel mir auf, als ich die erste Folge eines neuen Projektes planen wollte. Oberhalb der Veröffentlichungsart und der Uhrzeit erschien ein Schalter für das neue Feature „Premiere“, inklusive eines Erklärungstextes und einem weiterführenden Link.

Das Feature verspricht mir, die YouTube Premieren zusammen mit meinen Zuschauern in Echtzeit ansehen zu können und dabei zu chatten. Schon vorher hatte ich von dem Feature gehört und war extrem gespannt. Ich plane das Video also als Premiere und bin erstaunt, dass das Video bereits vor Release für die Zuschauer angezeigt wird. Anschauen können sie es jedoch erst, wenn die Premiere startet.

Bei der Video-Planung erscheint das Premieren-Feature sehr auffällig auf der rechten Seite

YouTube Premieren – Livestream ohne „live“

Die ersten drei Premieren starten leider ohne mich. Ich bin nicht zuhause, als die Videos online gehen. Allerdings habe ich das Gefühl, dass YouTube den Premieren einen leichten Push gibt und sie etwas besser platziert als sonst. Auch die Daumen nach oben sind gefühlt mehr.

Am Samstag ist es dann soweit. Aufgeregt bin ich schon vor Start des Videos da und harre der Dinge, die auf mich zukommen. 16 Uhr startet das Video dann, bzw. ein Zwei-Minuten-Countdown, der vorweg läuft, damit auch Nachzügler noch rechtzeitig vor Ort sind. Anpassen lässt sich die Darstellung des Countdowns bislang leider nicht.

Als das Video startet, kommt Ernüchterung auf: Außer mir sind lediglich zwei andere im Video und ich bin der Einzige, der etwas im Chat geschrieben hat. In den nächsten Minuten füllt sich die Premiere aber. Neun Zuschauer sind live dabei und es entsteht ein schönes Gespräch mit Zuschauern, die ich sonst in den Kommentaren noch nie gesehen habe. Am Sonntag sind es sogar 14 Zuschauer, über die ich mich freue.

Wer zu spät kommt, kann sich übrigens auch während der Premiere das Video von Anfang an anschauen – ist dann aber eben nicht auf dem gleichen Stand wie die anderen Zuschauer. Auch der Superchat wurde vom Livestream in die Premieren übertragen. Damit könnt ihr eure Nachricht im Chat mittels finanzieller Unterstützung prominenter platzieren. Der YouTube-Kanal muss dieses Feature allerdings dafür aktiviert haben.

Während der YouTube Premiere könnt ihr wie in einem Livestream nebenher chatten. Der Kanalbetreiber wird gesondert hervorgehoben

YouTube Premiere muss sich erst rumsprechen

Auffallend ist, dass das Feature unter den Zuschauern noch nicht wirklich bekannt ist. Die meisten denken, es handle sich um einen tatsächlichen Livestream. Ich erkläre ihnen, was es mit den Premieren auf sich hat – die Mehrheit zeigt sich trotzdem begeistert von dem neuen Feature.

In Zukunft werde ich meine Videos jedenfalls weiterhin als Premieren veröffentlichen. Es wird noch einige Aufklärungsarbeit zu dieser Art der Videos nötig sein, aber für mich ist es ein Feature nach dem Motto „ganz oder gar nicht“. Es muss sich in der Community erst herumsprechen, dass es diese Premieren gibt und meine Hoffnung ist es, dass zunehmend mehr Zuschauer zu den Premieren anwesend sind und die Interaktion damit viel stärker wird. Das wird wohl kaum funktionieren, wenn ich die Premieren nur sporadisch einstreue.

Livestreams schaffe ich nicht, da ich lieber flexible Zeiten für meine Aufnahmen mag. Darum kommen für mich die Premieren sehr gelegen. Ich kann nun einfach in die Premiere reinschauen, wenn ich die Zeit habe, und ein bisschen im Chat mitmischen. Die Premiere läuft zum Glück auch ohne mich. Ist der Stream vorbei, steht das Video wie gewohnt zur Verfügung.

Nicht für alle Videos geeignet

Aus meiner Sicht eignet sich das neue Feature aber nicht gleich für jeden Kanal. Entscheidend dafür ist sowohl das Format des Videos als auch die Dauer.

Für Let’s Plays ist YouTube Premiere ideal. Zwar bietet Livestreaming einen noch höheren Grad der Interaktion, da man live auf Zuschauer reagieren kann, aber nicht jeder mag oder kann regelmäßig Live-Videos anbieten. Die Premieren sind da ein toller Kompromiss, um zumindest das Gefühl des gemeinsamen Schauens in vorproduzierte Videos zu bekommen. Ein weiterer praktischer Anwendungsfall wären größere Ankündigungen oder Produktvorstellungen von Unternehmen. Sie können dann bereits vor Veröffentlichung des Videos den Link teilen und damit gezieltere Werbung für das Video machen. Konzertmitschnitte könnten ebenfalls interessant werden durch den gemeinsamen Austausch unter den Zuschauern.

Wenig geeignet ist das neue Feature für kurze Videos unter fünf Minuten. Damit entgehen einen die Nachzügler, die erst einige Minuten nach Start auf das Video aufmerksam werden. Außerdem baut sich in so kurzer Zeit kein brauchbares Gespräch auf. Je länger das Video, desto mehr haben sowohl Creator als auch Zuschauer von der Premiere.

Auch Bedarfsvideos wie Tutorials, die man dann schaut, wenn man gerade etwas Bestimmtes wissen will, kann ich mir kaum als YouTube Premiere vorstellen. Es braucht Zuschauer, die wissen wann und worüber ein Video kommt, damit sie dann auch zur Premiere anwesend sind.

Noch nicht für alle Kanäle verfügbar

Falls sich jetzt einige Kanalbetreiber wundern: YouTube Premieren sind noch nicht für alle Kanäle verfügbar. Den Anfang machten Kanäle mit mehr als 100.000 Abonnenten. Mittlerweile rollt YouTube das Feature nach und nach auch für andere Kanäle aus. Größe des Kanals scheint da keine oder zumindest nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. Ich habe das Feature jedenfalls trotz einer eher geringen Zahl von 1.500 Abonnenten erhalten.

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YouTube dominiert on-Demand-Musik – Music Consumer Insight Report

Der Weltverband der Phonoindustrie (IFPI) hat kürzlich den diesjährigen Music Consumer Insight Report veröffentlicht. Die Studie geht der Frage auf den Grund, wie die Menschen weltweit Musik konsumieren. Ein Ergebnis beeindruckt vor allem: Mit 47 Prozent fällt der größte Teil gestreamter Musik auf YouTube. Insgesamt machen Video-Portale 52 Prozent aus, kostenpflichtige Audio-Streamingdienste 28 Prozent und ihren kostenlose Konkurrenz 20 Prozent. Ein Drittel der Befragten gab die Verfügbarkeit auf YouTube übrigens als Hauptgrund an, keinen kostenpflichtigen Audio-Streaming-Dienst zu nutzen.

Wer glaubt die modernen Medien würden die alten Musikkanäle verdrängen, wird überrascht sein. 86 Prozent der Konsumenten hört noch immer Radio und überhaupt geht ein Viertel des gesamten Musikkonsums auf das Radio zurück.

Musik ist überall

Musik zieht sich quer durch unser Leben. Durchschnittlich hört der Mensch fast 18 Stunden Musik pro Woche – meist unterwegs. Zwei Drittel der Befragten gaben an, Musik im Auto zu hören. Mit 77 Prozent müssen sich die Deutschen in ihrem liebsten Fortbewegungsmittel nur Südafrika geschlagen geben. Auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln (54 Prozent) und während der Arbeit oder des Lernens (40 Prozent) lassen wir uns gerne beschallen. Dass nur 36 Prozent ihre liebsten Künstler live auf Konzerten und Festivals hören, ist da fast schon ein bisschen traurig.

In Zukunft wird sich der Konsum aber weiter wandeln. Die jüngeren Teilnehmer der Studie neigen bedeutend eher dazu, ihre Lieblingsmusik unterwegs zu hören. Mehr als die Hälfte der Befragten zwischen 16 und 24 Jahren gaben außerdem an, sich für das Smartphone zu entscheiden, wenn sie nur ein Gerät zur Musikwiedergabe haben könnten. Das Smartphone ist zudem vor allem in südamerikanischen Ländern beliebt. Mexiko, Brasilien und Argentinien führen das Ranking an.

Andere Länder, andere Musik

Beim Musikgeschmack gibt es starke Unterschiede zwischen den Ländern. Zwar erfreuen sich vor allem Pop, Rock und Elektro globaler Beliebtheit, doch viele Kulturen sind auch noch fest mit ihren heimischen Genres verwurzelt. In Japan hören beispielsweise 66 Prozent der Befragten J-Pop und 29 Prozent Soundtracks speziell aus Animes. In Frankreich wird hingegen noch viel Chanson gehört und lateinamerikanische Musik ist in ihren Herkunftsländern auch noch immer sehr beliebt.

Beeindruckend ist auch der Stellenwert von Soundtracks. 30 Prozent der Befragten gaben an, gerne Soundtracks aus Film und Fernsehen zu hören – Platz 4 in den beliebtesten Genres weltweit.

Nicht immer legal

Um an die Musik zu kommen, sehen es viele nicht allzu eng mit Verletzungen des Urheberrechts. 17 Prozent gaben an, in Suchmaschinen nach illegalen Downloadmöglichkeiten zu suchen. Immerhin 23 Prozent downloaden Musik über File Hoster oder P2P-Anbieter. Ganze 32 Prozent laden sich jedoch Lieder illegal von Audio- oder Videostreams runter.


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YouTube Gaming wird abgeschafft – und bleibt trotzdem erhalten

2015 erst startete „YouTube Gaming“ – eine neue Internetseite des Videoportals, speziell auf den großen Markt der Gaming-Videos zugeschnitten. Damit wollte YouTube dem auf Livestreaming konzentrierten Konkurrenten Twitch den Kampf ansagen. Der Internetriese Amazon hatte den Streamingdienst erst ein Jahr zuvor übernommen.

Nun, drei Jahre später, verkündet YouTube, seinen Gaming-Ableger März 2019 zu schließen. Dem Spielesektor den Rücken kehren will YouTube aber keinesfalls. Die YouTube Gaming-Features werden bis zur Abschaltung in die Hauptseite integriert. Grund für diese Entscheidung seien Rückmeldungen der Nutzer, die von der Trennung der beiden Seiten irritiert waren oder nicht einmal von der Existenz einer eigenen Gaming-Seite wussten.

Gegenüber Techcrunch äußerte sich Ryan Wyatt, Director of Gaming Content, wie folgt:

„We have 200 million people that are logged in, watching gaming content every single day. And the majority of them, quite frankly, are just not using the YouTube Gaming app for their gaming experiences.“

Mit 200 Millionen eingeloggten Besuchern, die täglich Gaming Content schauen, sei man sehr zufrieden. Der größte Teil schaut sich die Videos aber nach wie vor über die normale YouTube -Seite an.

Wie geht es weiter?

Wenn im ersten Quartal 2019 der Stecker gezogen wird, müsst ihr trotzdem auf nichts verzichten. Bereits jetzt ist die neue Themenseite über „Mehr von YouTube“ auf der Startseite oder direkt über die neue Seite erreichbar.

Hier könnt ihr gewohnt Spiele auswählen und habt die aktuellen Top-Livestreams sofort im Blick. Ebenso abonniert ihr nicht nur einzelne Kanäle, sondern bei Bedarf auch ganze Spiele. YouTube spendiert euch sogar eine Gaming-bezogene Trendseite. Auch für kleinere Kanäle gibt es Grund zur Freude: „On the Rise“ nennt sich ein neues Programm, das Gaming-Kanäle hervorheben soll, die gerade auf dem Vormarsch sind. 

Die Features werden Schritt für Schritt in die neue Themenseite implementiert. Damit findet ein flüssiger Übergang von der alten in die neue Welt statt, ehe YouTube Gaming im März 2019 vom Netz genommen wird. Ob die neue Themenseite besser angenommen wird, wird sich dann zeigen.


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Netzpiloten @INREACH

INREACH 2018

Kamera an für Influencer und Markenmacher – es ist wieder soweit! Am 19. Oktober findet in Berlin die INREACH Konferenz statt. Die Netzpiloten begleiten zum zweiten Mal das Event der Agentur Brandpunkt und wir sind gespannt was sich in den letzten zwölf Monaten getan hat im sich rasant entwickelnden neuen Werbemarkt. 

Wen könnt ihr erwarten?

Die INREACH ist derzeit eine der wichtigen Veranstaltungen in der Branche. Dieses Jahr erwarten euch Vorträge von Speakern wie dem YouTuber Luca, der unter dem Namen ConCrafter Millionen von Followern bespaßt. Auch Carsta Maria Müller, die für Social Media verantwortliche Direktorin bei ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH, erscheint auf der Bühne. Prof. Dr. Stefan Engels, Rechtsanwalt bei DLA PIPER, und Cornelia Holsten, Direktorin der Landesmedienanstalt Bremen, beschäftigen sich mit dem Thema Recht auf dem Influencer-Markt.

Welche Themen werden besprochen?

  • WWE Insights: Social Media & Influencer Marketing Strategien zum Aufbau einer globalen Fanbase
  • Mit Branded Channels den Erfolg der eigenen Marke stärken
  • #INLAW – auf der sicheren Seite bei der Abmahnwelle, Kennzeichnungspflichten & Vertragsgestaltung
  • Germany’s Next Topmodel auf Instagram: Von null auf 2,5 Millionen Follower in vier Monaten

Und sonst noch?

Es gibt viel zu lernen und auszutauschen auf der INREACH und für gute Atmosphäre zum Networken ist gesorgt. Mischt euch unter die teilnehmenden rund 500 Markenvertreter von Audi, Instagram, Pinterest, Zalando und Adidas. Und nähert euch live den rund 250 Influencern wie zum Beispiel Fabiola Giunco, Florian Bornschier, Yannik Michael und Charlotte Schüler.

Tickets gibt es hier. Wir sehen uns in Berlin!

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • INSTAGRAM Heise: Instagram TV attackiert Youtube: Hochkant-Videos mit bis zu 60 Minuten Laufzeit: Jeder, der gerne Insta-Storys dreht weiß, dass normalerweise nach 15 Sekunden Schluss ist und die nächste Story gestartet werden muss. Für diejenigen, für die das nicht reicht, soll es bald die Möglichkeit geben 60-minütige Instastorys zu drehen. Das wird der Videoplattform YouTube ganz schön zusetzen, denn Instagram hat es sich fest zum Ziel gemacht, somit die jüngere Zielgruppe anzusprechen, die keine Lust auf klassisches Fernsehen hat. Unter dem Namen IGTV sollen die Hochkant-Videos, die den kompletten Bildschirm auf dem Smartphone ausfüllen, neben Privatpersonen auch Influencer ansprechen. Die Videos werden, ähnlich wie beim klassischen Fernsehen, in Kanälen gesammelt, um einen geordneten Überblick zu schaffen. Schon in den nächsten Wochen soll IGTV weltweit verfügbar sein.

  • FACEBOOK Computer Base: Paywall: Facebook testet kostenpflichtige Gruppen: Muss bald für Facebook-Gruppen bezahlt werden? Derzeit testet Facebook nämlich kostenpflichtige Gruppen, bei denen die Administratoren von ihren Gruppenmitgliedern einen monatlichen Beitrag zwischen fünf und 30 US-Dollar kassieren können. Die sogenannten Subscription Groups beschränken sich testhalber auf eine kleine Anzahl von Gruppen innerhalb der USA. Aber was steckt hinter dem Gedanken von den Gruppenmitgliedern Geld einzufordern? Facebook möchte mit diesen Beiträgen die Arbeit der Gruppen-Administratoren honorieren. Doch hofft das soziale Netzwerk auch, dass somit exklusive Inhalte innerhalb der Gruppen entstehen werden. Nutzer können, sobald sie ein Abo abgeschlossen haben, dieses auch wieder monatlich kündigen.

  • DIGITAL KEY GameStar: Digital Key 1.0 – Autos per Smartphone öffnen und starten: Wie wäre es, wenn man künftig sein eigenes Auto mit dem Smartphone öffnen und auf das lästige Schlüssel suchen verzichten könnte? Car Connectivity Consortium (CCC) möchte genau das möglich machen. Hinter dem Namen CCC versteckt sich eine interindustrielle Kollaboration von Auto- und Smartphone-Herstellern. Mit dem sogenannten Digital Key können Autofahrer dann ihr Auto mit dem Smartphone öffnen, starten und schließen. Zudem können mithilfe dieser Technologie auch weitere Schlüssel für das Auto erstellt oder auch geteilt werden. Was steht dabei im Fokus? Laut dem CCC soll natürlich der Komfort, die Bequemlichkeit und die sichere Nutzung der Fahrzeughalter im Vordergrund stehen.

  • GOOGLE Golem: Google veröffentlicht eigene Podcast-App: Wer ein Fan von Podcasts ist, für den hat Google jetzt eine neue Android-App unter dem Namen Google Podcast vorgestellt. Über den Google Assistant ist die App somit auf allen Geräten integriert. Somit können auch über Googles smarte Lautsprecher per Spracheingabe Podcasts aufgerufen und gehört werden. Startet man beispielsweise einen Podcast auf dem Smartphone, so kann dieser später über ein anderes Gerät weiter gehört werden, da die Hörstücke synchronisiert werden. Zudem können sich die Nutzer Empfehlungen zukommen lassen, die auf die Hörgewohnheiten der jeweiligen Nutzer abgestimmt sind. Wie genau das funktioniert, hat Google bisher noch nicht bekanntgegeben, dennoch steckt hier der Einsatz von künstlicher Intelligenz dahinter.

  • AMAZON Internetworld: Amazon lässt mit Alexa bezahlen: Online Banking ist ja schon was Feines und dann ist es noch so bequem und einfach. Allerdings kann online Bezahlen bald noch einfacher werden. Amazon möchte Kunden nämlich ermöglichen in Zukunft ihre Käufe per Sprachbefehl zu erledigen. Das Ganze wird derzeit noch getestet, aber soll sogar noch in diesem Jahr verfügbar gemacht werden. Ganz ohne Risiken ist diese Bezahlmethode natürlich nicht. Vielmehr bietet sich diese Art zu Bezahlen eher für Produkte des täglichen Bedarfs an, wie etwa Produkte, die man zum Kochen benötigt.

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • YOUTUBE MUSIC golem: Google attackiert Spotify mit kostenlosem Musikstreaming: Spotify, Amazon Music und Co. bekommen Konkurrenz! Auch Youtube möchte jetzt einen eigenen Musikstreamingdienst anbieten. Wie die Konkurrenz,  soll dieser Dienst zum Teil werbefinanziert und dafür kostenlos sein. Weitere Funktionen würde es dann gegen Bezahlung geben. Außerdem kommt das Modell Youtube Premium nach Deutschland, welches ein Nachfolgemodell von Youtube Red darstellt und hierzulande nie angeboten wurde. Youtube Music soll laut Google noch im Mai in den USA und zu einem späteren Zeitpunkt in Deutschland erscheinen.

  • WHATSAPP chip: Großes Update für WhatsApp: Gruppen bekommen neue Funktionen: Ein neues Update für die Messenger-App hält viele Neuerungen bereit, die vor allem für Gruppen interessant sind. Die neuen Features sind bereits in den Beta-Versionen von WhatsApp für iOS und Android zum Testen verfügbar. Zu den neuen Features zählt eine Gruppenbeschreibung odere genauere Admin-Berechtigungen, Gruppengründer dürfen beispielsweise nicht mehr aus Gruppen entfernt werden. Auch Gruppenbilder und -beschreibungen können nicht mehr von jedem Mitglied einfach geändert werden. Alle Neuerungen hat euch Chip in ihrem Artikel zusammengefasst.

  • GOOGLE PAY curved: Deutschlandstart von Google Pay: Erste Nutzer haben die App schon: Bargeldlose Bezahlen ist nach wie vor ein großes Thema. Auch Googles Bezahldienst Google Pay könnte in Deutschland bald an den Start gehen. Erste Nutzer haben die App zum bargeldlosen Bezahlen bereits auf dem Smartphone. Die App funktioniert an Terminals, die kontaktloses Bezahlen ermöglichen. Dafür muss man das Smartphone einfach über das Terminal halten und den Einkauf mit einem Code oder Fingerabdruck bestätigen. Der Dienst soll schon bald starten – sollte das wirklich so sein, wäre Google der Konkurrenz einen Schritt voraus, die ihren kontaktlosen Bezahldienst bisher noch nicht launchte.

  • DSGVO heise: Last-Minute-Hilfe gegen Abmahnungen und Bußgelder: Zum 25. Mai 2018 wird die EU-Datenschutzgrundverordnung wirksam. Der Wirbel in der Onliner-Welt und die Angst um Abmahnwellen und Bußgelder ist groß. Was am 25. Mai wirklich passieren wird, ist nicht ganz klar, wichtig ist es aber vorbereitet zu sein und zu prüfen, ob man DSGVO-konform ist. Aktuelle Entwicklungen und konkrete Leitfäden haben die Kollegen von Heise und c’t zusammengefasst.

  • STEAM LINK computerbase: Steam Link App im Test: Die Hardware per Software getötet: Hochauflösende PC-Spiele auf dem Handy zocken soll mit der Steam Link App bald möglich sein. Die App wahrscheinlich noch im Mai für iOS und Android erscheinen. Gamer erhalten so die Möglichkeit ihre Steam-PC-Games auch auf dem Smartphone zu zocken. Das Ganze funktioniert dann mit dem hauseigenen Steam-Controller, aber auch mit den meisten anderen Bluetooth-Controllern. Die Steam Video App soll dann im Sommer folgen.

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Die Netzpiloten sind Partner der AFBMC & AIMC 2018

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Als Partner der Veranstaltung können wir euch auch wieder einen tollen Rabatt in Höhe von 15 Prozent für die Tickets anbieten. Der jeweilige Rabattcode lautet NETZPILOTENAFBMC oder NETZPILOTENAIMC. Lasst euch die beiden Events nicht entgehen!


Wenn ihr einen Wissensvorsprung in Sachen Influencer Marketing und Facebook Marketing haben wollt, dann sind die AFBMC und AIMC die richtigen Events für euch! Ausgeschrieben sind das dann die AllFacebook Marketing Conference und die AllInfluencer Marketing Conference. Der Veranstalter Rising Media lädt euch am 20. und 21. März zu den beiden Events in das ICM der Messe München ein!

AllFacebook Marketing Conference

Für einen Tag wird München der Hotspot in Sachen Social Media Marketing. Nicht nur Themen zu Facebook, sondern auch zu Instagram, WhatsApp, Pinterest, Twitter oder YouTube werden auf vier Bühnen von über 40 Speakern behandelt. Unter anderem spricht Carsta Maria Müller, ihrerseits Director of Social Media bei ProSiebenSat. 1 TV, über die größten Social Media Fehler von ProSiebenSat. 1 und was daraus gelernt werden kann oder Nadine Neubauer, Brand Development Lead bei Instagram, darüber wie die Plattform für visuelles Storytelling genutzt werden kann. Einen besseren Überblick über das Programm und die Speaker bekommt ihr auf der Website der Veranstaltung. 

Schaut doch mal auf dem Hashtag #AFBMC vorbei! Eure Tickets für die Veranstaltung gibt es hier, am Ende dieses Beitrags haben wir zudem einen Rabattcode in Höhe von 15 Prozent für euch! Die 5. AFBMC findet am 20. März im ICM der Münchner Messe statt.

AllInfluencer Marketing Conference

“Learn. Connect. Inspire. Influence” ist das Motto der AIMC! Passend zum Motto wurden auch viele interessante Referenten eingeladen, die von ihren Erfahrungen im Influencer Marketing berichten werden. Christina Dörr – oder “nutellacinderella” in den sozialen Medien – ist selbst Influencerin und war schon im Produktionsmanagement für TV-Formate wie “Germany’s Next Topmodel” oder “The Taste” tätig. Sie ist Expertin im Bereich Social Media und Influencer Marketing und wird auf der AIMC in einer Session zu ihren Erfahrungen referieren. Weitere Infos zum Programm und zu den anderen Referenten erhaltet ihr auf der Website der AIMC.

Mit dem Hashtag #AIMC bleibt ihr während der Versnstaltung auf dem Laufenden. Tickets bekommt ihr hier, vergesst aber nicht den Rabattcode am Ende des Beitrags! Die 2. AIMC findet am 21. März im ICM der Münchner Messe statt.

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Ecosia – die Suchmaschine für den Umweltschutz

Lost-In-The-Wilderness-adapted-Image-by-Asso-Myron-CC0-Public-Domain-via-Unsplash

Für gewöhnlich überspringe ich Youtube-Werbung nach den ersten fünf Sekunden. Meine Aufmerksamkeitsspanne reicht da meist nicht mal für einen 15-sekündigen Spot. Bei der Werbung für den Dienst von Ecosia (zur Webseite) bin ich allerdings ausnahmsweise hängen geblieben und verrate euch wieso.

Beim Surfen Bäume pflanzen

Mit einer Suchmaschine zum Umweltschutz beitragen klingt erst mal komisch, ist aber so! Die Grundidee von Ecosia ist also ganz leicht. Ihr nutzt Ecosia als Ersatz für die bisherige Suchmaschine eurer Wahl, wie beispielsweise Google. Ähnlich wie bei der Konkurrenz werden dann für jeden Suchbegriff auch entsprechende Anzeigen gezeigt. Wenn ihr dann auf eine der Anzeigen klickt, bekommt Ecosia eine Vergütung dafür, welche dann für das Pflanzen eines Baumes genutzt wird. Das selbsternannte Social Business verspricht mit den Einnahmen der Klicks auf Werbeanzeigen in ihren Suchergebnissen pro Klick einen Cent-Betrag an Aufforstungsprogramme zu spenden. Insgesamt fließen rund 80 Prozent der Werbeerlöse in solche Programme.

Seit der Gründung Ende 2009 hat das Social Business bereits über 17 Millionen Bäume durch das Klicken auch Suchmaschinenanzeigen finanzieren können. Das Ziel ist bewusst hoch angesetzt. Irgendwann sollen durch die Ecosia-Einnahmen eine Milliarde Bäume gepflanzt werden. Derzeit werden diverse Projekte in Mittel- und Südamerika, Afrika und Südostasien unterstützt, über die man sich auf dem zugehörigen Blog auf dem Laufenden halten kann.

Ecosia: So funktioniert’secosia

Das Angebot könnt ihr nutzen, indem ihr einfach auf der Website vorbeischaut und sie dort als eure Standard-Suchmaschine einrichtet. Der Suchmaschine liegt die Suchfunktion von Microsoft Bing zugrunde. Bing ist nach Google die zweitgrößte Suchmaschine der Welt und beliefert mit ihrer Suchfunktion auch Yahoo! Search. Ganz im Sinne der Philosophie von Ecosia war es dann auch erfreulich, als Microsoft – somit auch Bing – sich im Mai 2012 freiwillig dazu verpflichtet hat, kohlenstoffneutral zu arbeiten.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Klicktipps.


Image (adapted) „Lost In The Wilderness“ by Asso Myron (CC0 Public Domain)

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  • CES 2018 stern: TV-Giganten und knuffige Alltags-Helfer: Das sind die Highlights der CES 2018: Die Consumer Electronics Show – oder kurz CES – 2018 neigt sich dem Ende zu – und wir waren übrigens auch vor Ort! Wie jedes Jahr stellt die Messe den Auftakt für das folgende Tech-Jahr dar und setzt die kommenden Trends. Eines lässt sich aber jetzt schon sagen: künstliche Intelligenzen und Sprachassistenten werden die Technik-Welt und auch den Alltag vieler Nutzer weiterhin beschäftigen. Aber auch die Automobil-Industrie und TV-Hersteller sorgten in Las Vegas für Aufsehen.

  • SMART HOME androidpiloten: Google Home Mini vs. Echo Dot: der große Vergleich: Kampf der Mini-Giganten: die Androidpiloten haben sich die Mini-Versionen der beiden größten Smart-Home-Hersteller mal genauer angesehen. Google Home Mini versus Amazon Echo Dot – wer hat die Nase vorn? Was viele vor ein bis zwei Jahren noch skeptisch machte, hält heute schon Einzug in viele Haushalte. Sprachassistenten in smarten Lautsprechern lagen 2017 vielerorts unter den Weihnachtsbäumen. Technik-Experte Timo Brauer hat sich die beiden Helferlein genauer angesehen und weiß, welcher sich für welchen Nutzer eignet.

  • FACEBOOK spiegelonline: Neuer Newsfeed: Facebook stuft Inhalte von Medien und Firmen zurück: Facebook führt einen neuen Feed ein. Inhalte durch Medienhäuser, Unternehmen und politische Gruppen sollen zurückgestuft werden. Dafür sollen dann Beiträge von Freunden und Familien wieder sichtbarer werden. Zuckerberg möchte, auf den Wunsch vieler Nutzer, Facebook damit wieder zum Urpsrungsgedanken zurückbringen und die Plattform zum Austausch persönlicher Verbindungen zurückführen. Inhalte von Facebook-Seiten werden zwar trotzdem noch im Feed auftauchen, der Algorithmus wird aber so geändert, dass Beiträge von Facebook-Freunden priorisiert werden. Unternehmens-Seiten müssen also künftig noch tiefer in die Tasche greifen, um sichtbar zu bleiben.

  • INFLUENCER t3n: Wenn ein Youtube-Star eine Leiche filmt: Wie viel Verantwortung haben Influencer?: Das neue Jahr hatte kaum begonnen und schon war es wohl einer der Aufreger des Jahres: Youtuber filmt Leiche. Der US-amerikanische Content-Creator Logan Paul lädt ein Video zu seinem Besuch im japanischen “Suizidwald” hoch und stößt auf einen Mann, der sich an einem Baum erhängt hat. Statt die Kamera auszumachen hält Paul weiterhin drauf, zeigt den Körper nr spärlich zensiert. Was darauf folgte war ein Shitstorm sondergleichen, warf aber gleichzeitig auch Fragen auf. Wie haben Plattformen und Influencer auf solche Fälle zu reagieren, wo liegt die Verantwortung? Influencer-Experte Simon Staib von Blogfoster weiß mehr.

  • INSTAGRAM handelsblatt: Kein Kuscheln mit Quokkas auf Instagram: Sie zählen sicherlich zu den niedlichsten Tieren der Welt. Quokkas waren eine ganze Zeit lang ein viraler Hit, zahlreiche User posierten mit den knuffigen Tieren für Selfies, um das dann mit dem Hashtag #quokkaselfie auf Instagram hochzuladen. Tierschützer haben sich jetzt aber gegen den Trend ausgesprochen, die Selfies würden die Wildtiere zu sehr stressen. Instagram pflichtet dem zu und schaltet sich ein. Wenn dieser oder ähnliche Hashtags also gesucht werden, zeigt Instagram dem Nutzer künftig einen Hinweis zu Umweltschutz.

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Wishlist – Webserie um eine verhängnisvolle App

Wishlist (adapted) (Screenshot by Lisa Kneidl via Wishlist Youtube)

Stell dir vor du kannst dir etwas wünschen, egal was, und eine App erfüllt dir diesen Wunsch? Genau das ist das Grundprinzip der fiktiven App Wishlist der gleichnamigen Serie. Aber alles hat seinen Preis und am Ende wünschen sich die Protagonisten nichts mehr, als die App nie installiert zu haben.

Die Webserie Wishlist geht in die nächste Runde

2016 sorgte die Produktion des öffentlich-rechtlichen Jugendsenders Funk bereits für Aufsehen. Im Dezember 2017 geht sie endlich in die zweite Runde. Doch was verbirgt sich hinter dem ominösen Titel?

Die Prämisse erinnert zunächst an den Film Nerve aus dem gleichen Jahr. Eine mysteriöse App kommt auf den Markt und geht bei Jugendlichen in Umlauf. Möchte man seinen Wunsch erhalten, muss man auch eine entsprechende Gegenleistung erfüllen. Je größer der Wunsch, desto schwieriger oder verheerender die Aufgabe. Irgendwann geraten die Ereignisse so außer Kontrolle, dass sich die Protagonisten rund um die 17-jährige Mira dazu entschließen, die App und diejenigen die dahinter stecken zu zerstören.

Die Beta-Phase ist vorbei

Hinter der Idee zur Serie steckt Autor Marcel Becker-Neu, Produzenten sind Marc Schießer und die Youtuberin Christina Ann “Hello Chrissy” Zalamea. Gedreht wurde das Ganze in 4K und die Serie hat trotz des Status als Webserie dadurch einen sehr professionellen Look. Bereits über 130 Tausend Abonennten (Stand Dezember 2017) bestätigen den Erfolg des Projekts. Mit der ersten Folge der zweiten Staffel “Die Beta-Phase ist vorbei” geht es nun weiter. Hier gibt’s den Trailer zur 2. Staffel, wer Angst vor Spoilern hat oder die 1. Staffel noch nicht gesehen hat, kann diesen aber auch gerne überspringen.

Gelobt wird an der Serie der medienkritische Aspekt neuen Medien und dem Umgang junger Erwachsener damit. Das Format erinnert damit an die britische Produktion Black Mirror, die gleichermaßen aktuelle Technologien und Medien aus einer beinahe dystopischen Perspektive betrachtet.

Funk – Öffentlich-Rechtliche in “hip”?

Verantwortlich für die Serie ist wie bereits erwähnt das Medienangebot Funk, das von ARD und ZDF getragen wird. Das Angebot ging selbst erst zum 1. Oktober 2016 an den Start und richtet sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene.

Die öffentlich-rechtlichen haben ja bekanntlich generell ein eher angestaubtes Image. Da sind neue Formate, gerade aus dem Online-Bereich, erfrischend und bekommen durch Funk die nötige finanzielle Unterstützung. Neben Wishlist werden durch Funk zudem das deutsche Youtube-Urgestein Coldmirror, das GIGA-Erbe Game Two und das Kliemannsland unterstützt.


Screenshot by Lisa Kneidl via Youtube


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  • YOUTUBE t3n: Youtube will eigenen Musik-Streamingdienst starten: Damit die Nutzer endlich bezahlen, plant Youtube im kommenden Jahr seinen eigenen Streamingdienst. Hierfür habe die Plattform schon das Musiklabel Warner Music Group an Land gezogen. Zudem sei Youtube auch mit Sony und Universal im Gespräch. Diese Gespräche finden allerdings schon seit über einem Jahr statt. Der Versuch von der Plattform einen Streamingdienst einzuführen, ist jedoch nicht das erste Mal. Schon im Jahr 2014 wurde Youtube Music Key ins Leben gerufen, was im Jahr 2016 zu Youtube Red wurde. Die Nutzer zeigten daran nur wenig Interesse. Bleibt abzuwarten, wie sich der neue Streamingdienst, der unter dem Namen Remix erscheinen soll, bei den Nutzern im kommenden Jahr durchsetzen wird.

  • TAXIMARKT Handelsblatt: Angriff auf das Taxi-Monopol: Auf dem Taximarkt herrscht in Deutschland ein stetiger Wandel. App-Anbieter wie Uber, Mytaxi oder auch BlaBlaCar nehmen einen zunehmend großen Stellenwert in der Personenbeförderung ein. Für neue Anbieter wird der Eintritt in den Markt durch verschiedene Regelungen jedoch immer schwieriger. Experten raten der Politik daher, dass sie die Chancen der Digitalisierung nutzen müsse, um den Taximarkt zu liberalisieren. In der vergangenen Legislaturperiode, sah das noch so aus: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CDU) sah zum Thema „Liberalisierung des Taxi-Markts“ keinen Handlungsbedarf. Nun heißt es allerdings vom Digital- und Verkehrsexperten der Unions-Bundestagsfraktion, Thomas Jarzombek (CDU), dass eine neue Koalition sich mit der Modernisierung des Personenbeförderungsrechts auseinandersetzen sollte.

  • GROUPON Horizont: Groupon bietet neuen Service für die Geschenksuche: Noch keine Weihnachtsgeschenke zu Weihnachten? Der Rabatt-Anbieter Groupon kann da weiterhelfen. Mit einer SOS-Hotline und einem Geschenke-Guide, soll das Finden von Geschenken für die Liebsten nun einfacher ablaufen. Die Weihnachtskampagne “Die Unbeschenkbaren” stellt daher einen Telefondienst zur Verfügung, der von “echten Schwiegermüttern” besetzt ist. Der Geschenke-Guide bietet zudem Präsent-Empfehlungen an, die dem Suchenden Inspirationen zum Schenken liefern sollen. Wer also auf der verzweifelten Suche nach Geschenken ist und einen “Unbeschenkbaren” in der Familie oder im Freundeskreis hat, sollte dort einfach mal vorbeischauen.

  • CHROME t-online: Warum Sie den Chrome-Browser aktualisieren sollten: Über eine kritische Schwachstelle im Chrome Browser konnten Angreifer ganze Computer übernehmen. Insgesamt gab es 37 Schwachstellen der letzten Version des Browsers, die jetzt mit einem Update geschlossen wurden. In vielen Fällen könnten Angreifer Speicherfehler provozieren und so Schadcodes ausführen. Falls das Update nicht automatisch ausgeführt wird, sollten User beachten es manuell im „Hilfe“-Menü zu installieren. Gleichzeitig zum Sicherheitsupdate wurden zudem die Chrome-Apps aus dem Web-Store genommen. Bereits installierte Apps sollen laut Google noch bis Anfang 2018 funktionieren.

  • INSTAGRAM Giga: Instagram plant Angriff auf WhatsApp mit Aufspaltung: Nach Snapchat sagt Instagram jetzt auch indirekt dem Messenger WhatsApp den Kampf an. Die Facebook-Tochter testet derzeit eine neue App, den Kurznachrichtendienst „Direct, der so mit WhatsApp und dem Facebook Messenger in direkter Konkurrenz stehen soll. Sowohl WhatsApp und Instagram gehören zwar beide zum Facebook-Konzern, ähnlich wie dort sollen aber private Nachrichten und öffentliche Inhalte in Instagram besser getrennt werden. In sechs Ländern ist Direct zum Testen bereits verfügbar und bewirbt sich selbst mit exklusiven Filtern, um sich den Usern schmackhaft zu machen.

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  • WLAN Chip: Experten warnen: Sicherer WLAN-Standard vollständig geknackt: Böse Überraschung für Nutzer der Verschlüsselungsmethode WPA2: Jahrelang galt, wer sein WLAN mit WPA2 verschlüsselt hatte, musste sich keine Sorgen um Angriffe machen. Sicherheistforscher haben nun jedoch gravierende Sichrheitslücken im Protokoll gefunden. Unter anderem sollen die gefundenen Lücken erlauben, das Netzwerk zu entschlüsseln und mitzuschneiden. Nur eine zusätzliche Verschlüsselung, kann das Abhören aller Inhalte über das WLAN verhindern. Auch scheint eine Manipulation des Traffics durch die Lücken möglich zu sein, jedoch nur wenn sich der Angreifer in unmittelberer Reichweite des Netzwerks befindet. Doch auch wenn das Ausmaß der Sicherheitslücken noch unklar ist, so können nach den ersten Mitteilungen des US-Certs praktisch alle Router, Notebooks, Smartphones und andere Geräte betroffen sein, die WLAN unterstützen.

  • MICROSOFT zeitonline: Supreme Court entscheidet über die Zukunft der Cloud: Microsoft stellt sich gegen die US-Regierung: Diese möchte auf im Ausland gespeicherte Daten zugreifen, sofern diese Anbieter wie Microsoft nutzen. Das Unternehmen hatte 2013 einen Durchsuchungsbefehl der US-Regierung für das E-Mail-Konto eines mutmaßlichen Drogendealers bekommen, weigerte sich jedoch, die E-Mails herauszugeben, da diese auf einem Server in Irland gespeichert waren. Microsoft war der Meinung, der Untersuchungsbefehl der USA ist in einem anderen Land nicht gültig. Die US-Regierung stützte sich mit dem „Electronic Communications Privacy Act“ (ECAP) von 1986 auf ihr Recht, verlor jedoch nach jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen gegen Microsoft. Der Supreme Court fällt nun ein Urteil zu solchen Sachverhalten, voraussichtlich bis Sommer 2018.

  • NETFLIX t3n: Attacke auf Netflix: Die Milliarden-Schlacht um die Streaming-Krone: Die Jagd nach dem nächsten Streaming-Hit hat begonnen: Vor nicht einmal fünf Jahren hat Netflix mit „House of Cards“ seinen ersten großen Serienhit gelandet. Damit wurde auch klar, dass TV-Unterhaltung nun keinen Kabelanbieter oder dicke Senderpakete mehr braucht – das Streaming war angekommen. Und das Geschäft mit Online-Videodiensten boomt immer noch: Netflix größter Streaming-Rivale ist derzeit Amazon und auch Google mischt neuerdrings beim Online-Streaming mit. Diese Umstände entfachten eine regelrechte Ausgabenschlacht um den nächsten Streaming-Megahit: Netflix möchste in diesem Jahr sechs Milliarden Dollar in exclusive Inhalte stecken, Amazon nach Schätzungen 4,5 Milliarden Dollar, YouTube erhöht ebenfalls seinen Einsatz und Disney eröffnet offiziell die Kriegskasse mit seinem Streaming-Service für den Sportsender ESP, der für 2018 geplant ist.

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  • TELEKOM t3n: Bundesnetzagentur untersagt Teile des Stream-On-Tarifs der Telekom: Der umstrittene Streamingdienst von Telekom – StreamOn – wurde jetzt von der Bundesnetzagentur geprüft und einige Details davon untersagt. Der Tarif ermöglicht es bestimmte Dienste wie Netflix oder Spotify nicht aufs Datenvolumen anrechnen zu lassen. Das Verbot geht auf die Kritik zurück, dass das Angebot nicht europaweit verfügbar ist. Entsprechende Aktivisten werfen der Telekom also eine Verletzung der Netzneutralität vor, die Roamingfreiheit wird also verletzt. Neben der Telekom ist auch Vodafone seit Ende September mit einem solchen Tarif auf dem Markt. Nach aktueller Aussage der Telekom teile man die Auffassung der Behörde aber nicht. Die Bundesnetzagentur hat hier ebenfalls eine Prüfung angekündigt.

  • SAMSUNG curved: Galaxy S9 soll im Februar vorgestellt werden: Das neue Modell der beliebten Samsung Galaxy Reihe – das Galaxy S9 – soll Gerüchten zufolge im Februar 2018 vorgestellt werden. Dieser Meinung ist zumindest der rusissche Redakteur Eldar Murtazin auf Twitter, der auch schätzt, dass das Smartphone mit dem Snapdragon 845 ausgestattet werden wird, dem Nachfolger-Chipsatz des Snapdragon 835. Mit einer Präsentation im Februar 2018 würde Samsung nach dem Galaxy Note 7 Akku-Disaster 2016 und der verspäteten Veröffentlichung des Galaxy S8 2017 wieder zum gewohnten Zeitplan von Präsentationen im Frühjahr zurückkehren. Eine Veröffentlichung während des nächsten Mobile World Congress scheint also wahrscheinlich.

  • GOOGLE t3n: Auch Google findet massenhaft Politik-Anzeigen aus Russland: Nicht nur Facebook sei zum US-Wahlkampf im Auftrag Russlands für Anzeigensysteme genutzt worden sein, auch Google-Dienste wären laut eines Zeitungsberichts der Washington Post von ähnlichen Anzeigen mit Falschinformationen betroffen gewesen. Der Konzern habe Hinweise auf entsprechende Werbung zum Beispiel bei Google-Tochter YouTube und beim E-Mail-Dienst Gmail entdeckt. Facebook hatte im September Stellung zu den Inhalten genommen und wird sich, ebenso wie Twitter, zum 1. November nochmals vor dem US-Kongress zu dem Thema äußern. Google hat sich bisher noch nicht zum Thema geäußert und ob der Konzern ebenfalls an der Anhörung teilnehmen wird, bleibt offen.

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  • AMAZON Onlinehändler-News: Bewertungen: Jede fünfte Amazon-Rezension ein Fake?: Eine Analyse des Softwareunternehmens Reviewmeta hat sich die Bewertungen auf dem Online-Marktplatz Amazon einmal genauer angesehen und ist zu dem Schluss gekommen, dass etwa jede fünfte Rezension auf Amazon gefälscht ist. Hierfür hat der Softwareanbieter rund sieben Millionen Bewertungen aus verschiedenen Ländern unter die Lupe genommen. Zudem bietet Reviewmeta ein Analyse-Tool auf seiner Webseite an, bei dem Nutzer die URL ihres gewünschten Produkts dort angeben und dies auf Fake-Rezensionen prüfen können.

  • DHL Welt: DHL und VW testen Paket-Zustellung in den Kofferraum: Beinahe jeder kennt das Warten auf den Postboten und auf das langersehnte Paket. Volkswagen hat sich jetzt etwas ganz Besonderes ausgedacht: Das Liefern von Paketen direkt in den Kofferraum. Das Pilotprojekt startet derzeit in Berlin und soll etwa ein halbes Jahr lang getestet werden. Die Art wie das Ganze ablaufen soll, ist ganz einfach. DHL bietet hierfür die Lieferoption an, dass das Paket im Kofferraum hinterlegt werden soll. Das Auto muss lediglich in einem Zeitfenster von zwei Stunden an einem angegeben Platz stehen. Der Zusteller bekommt dann einen Code gesendet, mit dem er sich einmal einen Zugang zum Kofferraum verschaffen kann. Wer als Tester zur Verfügung stehen möchte, kann sich bei VW bewerben.

  • YOUTUBE t3n: Youtube Kids: Kostenloses Angebot für Kinder ab sofort in Deutschland und Österreich nutzbar: YouTube für die Kleinen – bereits seit zwei Jahren läuft YouTube Kids schon in den USA, jetzt soll es auch für Deutschland und Österreich verfügbar sein. Hierbei handelt es sich um kindergerechte und familienfreundliche Inhalte, die von den Eltern kontrolliert und individuell angepasst werden können. YouTube Kids gibt es als App für Andorid und iOS und ist vor allem für Kinder im Vorschul- und im Grundschulalter gedacht. YouTube Kids eignet sich zudem gut dafür, auch die Eltern an die Mediennutzung der Kinder heranzuführen.

  • WINDOWS10 CHIP: Neue Zahlen zeigen: Windows 10 kommt nicht in die Gänge: Windows 10 kommt nicht gegen den Vorgänger Windows 7 an – das von Microsoft gesteckte Ziel, dass bis 2018 eine Milliarde Nutzer Windows 10 auf ihren Geräten installiert haben, hat das Unternehmen schon zurückgezogen. Die Zahlen stagnieren, das Wachstum läuft nur schleppend. Lediglich für die Gamer hat das Betriebssystem einen hohen Stellenwert und ist bei ihnen beliebter als Windows 7. Das mag daran liegen, dass Microsoft den Fokus bei dem aktuellen Betriebssystem auf den Bereich Gaming gelegt hat – was sich wenigstens hier bislang gut auszahlt.

  • APPS Focus: Kamera-Apps funken persönliche Daten nach China: Dass man mit seinen Daten vorsichtig sein soll, ist allen bekannt. Das gilt natürlich auch bei Apps für das Smartphone. Experten von Stiftung Warentest haben sich jetzt besonders Kamera-Apps genauer angesehen. Eigentlich dienen sie lediglich der Verbindung zwischen Kamera und Smartphone, doch einige Apps versenden persönliche Daten der App-Nutzer. Vor allem die App „Mirrorless“ des Herstellers Yi war besonders auffällig. Sie sendet auf Server in China unter anderem Daten wie Name und Kennwort des WLAN-Netzes.

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  • WHATSAPP Chip: WhatsApp kündigt neues Geschäftsmodell an: App bald nicht mehr für alle kostenlos: Der Messenger WhatsApp möchte zukünftig Firmen-Profile einführen: Mit der neuen Funktion möchte der Messenger die Kommunikation für Unternehmen vereinfachen und hat sich somit offiziell aus Business-Plattform ausgesprochen. Doch dieser Service soll vor allem für große Unternehmen nicht auf Dauer kostenlos bleiben.

  • YOUTUBE MacTechNews: YouTube-mp3: Musikindustrie bewirkt Ende des Streaming-Rippers: Dem YouTube-Streaming wird in Zukunft ein Riegel vorgeschoben – nach einer Klage namhafter Musikilabels, unter andrem Warner Bros und Sony Music, wird die Webpräsenz der Internetseite YouTube-mp3.org ein Ende haben. Der Vorwurf richtete sich vor allem auf die Verletzung von Urheberrechten und der Nichtbeachtung der Kopierschutzrechte von YouTube.

  • GOOGLE STREET VIEW GoogleWatchBlog: Streetview: Google kündigt verbesserte Kameras und Technologien zur Gebäude-Erkennung an: Seit gut acht Jahren ist die Technologie zum Schießen der Fotos für Google Street View die gleiche – das soll sich nun ändern. Zum zehnten Geburtstag des Online-Dienstes hat Google ein großes Update angekündigt, mit einer deutlich verbesserten Kamera-Technologie. Die Kameras sind nicht nur in ihrer Anzahl deutlich weniger, sondern versprechen auch eine bessere Bildqualität, die für die Informationssammlung von großem Vorteil ist.

  • VERBRAUCHERZENTRALE Heise: Smart Home: Verbraucherschützer fordern Recht auf analoges Wohnen: Der Bundesverband der Verbraucherzentrale hat sich im Zuge der zunehmenden Zahl vernetzter Heimgeräte für mehr Sicherheit im dialogen Zuhause ausgesprochen. Das vom vzbv verfasste Hintergrundpapier Smart Home fordert die Prüfung gesetzlicher Rahmen für Smart-Home-Produkte. Dies umfasst unter anderem Haftungsfragen und auch Datenschutzgesetze.

  • EY-STUDIE t3n: Mehr Analoges wagen: Studie rät von unreflektierter Nutzung digitaler Tools ab: Dass digitale Kommunikation nicht nur von Vorteil ist, lässt sich anhand von Studien beweisen. Nach einer aktuellen Umfrage der Beratungsfirma EY führt die fortschreitende Digitalisierung zunehmend zu Stress am Arbeitsplatz. Somit werden analoge Kommunikationsformen in Zukunft an Bedeutung gewinnen, da auch Fach- und Führunskräfte diese als sehr hilfreich eingestufen.

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Der coole Kanal: Youtuber als Wahlhelfer

YouTuber (adapted) (Image by StockSnap) (CC0 Public Domain) via Pixabay

Bei der Bundestagswahl 2017 spielt YouTube als Plattform für die Kommunikation mit jüngeren Zielgruppen eine besondere Rolle. Auch Kanzlerin Merkel macht mit.

Bereits bei der Wahl von Frank-Walter Steinmeier zum neuen Bundespräsidenten wurde die gestiegene Bedeutung von Youtubern für die Politik sichtbar. In die Bundesversammlung, die das deutsche Staatsoberhaupt wählt, entsenden die Landesparlamente neben Berufspolitikern gerne auch Prominente, die Mitglied einer Partei sind oder ihr nahe stehen. Nach Kulturschaffenden, Stars aus Film und Fernsehen sowie Sportlern hat sich 2017 eine neue Klientel für die Mitarbeit in diesem Verfassungsorgan qualifiziert. Dafür verantwortlich ist nicht nur die Piratenpartei, in deren Fraktion gleich zwei Youtuber mit politischem Profil vertreten waren: Rayk Anders und Tilo Jung. Auch Julien Bam, einer der populärsten deutschen Youtuber, war auf Betreiben der damaligen Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen zum Mitglied der Bundesversammlung gewählt worden. Wobei Hannelore Kraft (SPD) sich selbst schon an einem Video-Blog über ihre Arbeit als Regierungschefin versucht hat. Ihr Oeuvre ist aber nach der Löschung des Profils bei der Video-Plattform nicht mehr verfügbar.

Die neuen Meinungsmacher

Nachdem die Bundeskanzlerin 2015 unter dem Titel “#NetzFragtMerkel” LeFloid im Kanzleramt eine Audienz für ein halbstündiges Interview gewährt hat, wird es im Wahljahr nun eine Nummer größer. Angela Merkel (CDU) trifft am 16. August im YouTube Space Berlin in einem einstündigen Livestream nacheinander auf vier Fragesteller, die unterschiedliche Facetten repräsentieren. Mirko Drotschmann behandelt als MrWissen2go „Allgemeinwissen zu aktuellen und historischen Themen.

Dazu gehört auch die aktuelle Bundestagswahl, zu der er bereits einige Erklär-Clips produziert hat. Lisa Sophie liefert in ihrem Kanal “ItsColeslaw” eher Persönliches aus der Perspektive einer jungen Frau. AlexiBexi präsentiert ein Potpourri vom Technik-Test bis zur Comedy. Und schließlich Ischtar Isik, die laut Pressemitteilungmit gerade einmal 21 Jahren eine der erfolgreichsten deutschen Social-Media-Expertinnen im Bereich Fashion, Beauty und Lifestyle” ist. Formuliert hat diese Einschätzung das Studio71, das das Event produziert und redaktionell betreut. Das Tochterunternehmen der ProSiebenSat.1 Media SE vermarktet zahlreiche Youtuber international insbesondere im Rahmen kommerzieller Kampagnen des Influencer-Marketings.

Das gesamte Setting der Veranstaltung reflektiert einerseits die Kritik an der eher harmlosen Aufzeichnung von LeFloid und entspricht andererseits in etwa dem, was das Weiße Haus unter Obama etabliert hat. Beim US-Präsident war das Format allerdings klar als Regierungskommunikation im Anschluss an seine jährliche Rede zur Lage der Nation ausgerichtet. Hier wie da fungieren die Youtuber als Katalysatoren und Multiplikatoren, die sich im Vorfeld der Veranstaltung mit der durch die Abonnenten ihrer Kanäle konstituierten Community über relevante Themen austauschen und unter dem Hashtag #DeineWahl auch deren Fragen erheben.

So sollen Zielgruppen erreicht werden, die nicht mehr dort anzutreffen sind, wo sie einst Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) vermutet hat, als er die Parole ausgab: „Zum Regieren brauche ich nur BILD, BamS und Glotze.“

Nun hat allerdings gerade die heiße Phase des Wahlkampfs begonnen, und da würde ein Interview ausschließlich mit der Amtsinhaberin ihr doch Vorteile verschaffen. Sei es durch die exklusive Ansprache des Publikums der Youtuber oder dadurch, dass sie ihr Image damit aufpolieren kann, dass über das Event eben bei “BILD, BamS und Glotze” berichtet wird. Die Verantwortlichen scheinen sich dieser Problematik bewusst zu sein und stellen weitere Events dieser Art mit Politikern anderer Parteien in Aussicht.

TV-Duelle und Wahlabend bei YouTube

Unabhängig davon werden am 17. September rund 15 Youtuber in einem mehrstündigen „Community Live Stream“ mit ihren Fans zum Thema “Wahlen” in Dialog treten. Und auch die TV-Duelle am 4. und 5. September werden bei YouTube im Livestream zu sehen sein. Schließlich produziert Studio71 am Abend der Bundestagswahl für das öffentlich-rechtliche Online-Outlet funk.net unter dem Titel “Wahlgemeinschaft” eine mehrstündige Show: “Mehrere Moderatoren (…) führen durch den Abend und begrüßen prominente Youtuberinnen und Youtuber sowie aufstrebende Nachwuchs-Politikerinnen und -Politiker zum Talk. Das Format soll politische Inhalte für 14- bis 29-Jährige interessant aufbereiten, Informationen zum Wahlausgang vermitteln und natürlich unterhalten. Neben den Talks sind Auftritte von Musikerinnen und Musikern und spannende Live-Showelemente geplant.

Challenge und Comedy als politische Bildung

Auch die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) bedient sich der Influencer und platziert eine zehnteilige ‚YouTube-Reihe zur Sensibilisierung für demokratische Wahl- und Entscheidungsprozesse‘: „Das Angebot ‚#erstewahl2017‚ richtet sich primär an Menschen, die zu ihrer Informations- und Meinungsbildung über gesellschaftliche und politische Zusammenhänge primär Ressourcen der Sozialen Netzwerk-Dienstleister und des Social Web nutzen.”. Dabei wird das Format der “Challenge” genutzt. In der Pilotfolge von Fitness-Vloggerin Sofia Martinez werden verschiedene Optionen vorgestellt. Die Zuschauer können abstimmen, welcher Herausforderung sie sich stellen muss. Es geht also um die Konsequenzen von Abstimmungen. Weitere Beiträge zu diesen und ähnlichen Aspekten des Wählens liefern Alycia Marie, Moritz Garth, Malternativ, Salomé Sylvana und Silvi Carlsson.

Ab dem 11. September 2017 beschäftigt sich dann das Comedy-Duo Space Frogs in ihrer „Space Cabin“ im Auftrag der BpB mit unterschiedlichen Themen der Wahl. “In fünf Folgen, die täglich vom 11.-15. September 2017 auf ihrem YouTube-Kanal ‘Space Radio’ erscheinen, fragen sie etwa: Wie funktioniert die Bundestagswahl überhaupt? Welchen Stellenwert nehmen Bildung oder Digitalisierung in den Programmen der Parteien ein? Und welche Gestaltungsideen haben die Parteien für die Zukunft der Rente oder Europas?

Abseits solcher koordinierten Aktivitäten wird Tilo Jung zur Bundestagswahl wieder mit exponierten Vertretern von Parteien in seinem bekannten “Jung & Naiv”-Format reden. Pointiert setzt er dabei einen Kontrapunkt zum Kanzlerinnen-Interview indem er mit dem Spitzenkandidaten der AfD, Alexander Gauland, gestartet ist. Und dem “Alex” fast zwei Stunden lang “naive” Fragen stellt.


Image (adapted) „YouTube“ by StockSnap (CC0 Public Domain)


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  • AMAZON heise: Amazon Prime Reading: Prime-Mitglieder bekommen Lesestoff: Eine Amazon Prime Mitgliedschaft ermöglicht seinen Mitgliedern seit längerer Zeit schon schnellen Versand oder das Streaming von Filmen- und Serieninhalten. Jetzt kommen auch Leseratten in den Genuss einer Leseflatrate. Ohne weitere Zusatzkosten – außer der Prime-Mitgliedschaft – können nun hunderte E-Books, E-Magazine und Comics gelesen werden. Ein Amazon E-Reader ist nicht notwendig, lesen geht auch per Leseapp auf dem Smartphone und ist auf iOs und Android verfügbar.

  • ÜBERWACHUNG br: „Staatstrojaner“ passiert den Bundestag: Gestern hat die schwarz-rote Koalition im Bundestag das „Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens“ verabschiedet – und das beinhaltet auch den Einsatz sogenannter Staatstrojaner. Künftig müssen also auch Hehler, Drogendealer und Steuersünder damit rechnen, dass Strafverfolger eine digitale Wanze auf ihrem Handy platzieren. Das war bislang nur bei schwersten Straftaten wie zum Beispiel terroristischen Anschlägen oder deren Vorbereitung erlaubt.

  • YOUTUBE techcrunch: YouTube chops 360 video in half with new VR180 format: Die Video-Plattform Youtube hat jetzt ein neues Videoformat vorgestellt – aus 360 wird 180 Grad! Das 360-Grad-Videoformat wird zwar nicht vernachlässigt, wird aber laut Youtube von VR-Videogestaltern nicht zum vollsten Potential genutzt. Produktions- und Hardwareprobleme seien ein Grund, wieso viele Videoschöpfer noch eher von VR abgeschreckt sind. Außerdem würden sich die Filmschaffenden meist eher auf den 180 Grad-Bereich direkt vor ihnen beschränken. Die Videos werden für mobile Headsets wie Cardboard oder Daydream bereitgestellt und werden auch Livestreaming unterstützen.

  • SNAPCHAT t3n: Snap Maps: Wie Snapchat sich Instagram vom Leib halten will: In der Welt der Social-Media-Apps ist es wohl ein Kampf der Titanen – Snapchat und Instagram liefern sich schon seit einiger Zeit einen heftigen Schlagabtausch. Die zu Facebook zugehörige Bilder-Plattform Instagram kopiert schon seit einiger Zeit schamlos Funktionen des Konkurrenten des Snap-Konzerns, wie die Story- oder Filterfunktion – und verbucht deutlich mehr Nutzer. Die fast schon „letzte Instanz“ für Snapchat soll jetzt eine Location-Sharing-Funktion namens „Snap Maps“ werden und das Teilen des eigenen Standorts mit Freunden für spontane Treffen zu ermöglichen oder besondere Events in der Nähe zu entdecken.

  • STEAM chip: Steam Summer Sale 2017 gestartet: Mit diesen Tipps gibt’s die besten Schnäppchen: Seit gestern 19 Uhr ist der halbjährliche Gamer-Shopping-Wahnsinn wieder in vollem Gange. Beim Steam Summer Sale werden bis zum 5. Juli wieder allerhand Schnäppchen-Games angeboten und die Spiele-Bibliotheken bis zum Zerbersten mit Titeln gefüllt, die man eh nie spielen wird. Zu den besten Angebotstiteln zählen „The Witcher 3: Wild Hunt“ oder der Unterwasser-Indie-Titel „Abzu“.

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  • FACEBOOK wired: Gerichtsurteil: Mit dem Tod erlischt auch der Facebook-Zugang: Am gestrigen Tag wurde bereits über den Fall vor dem Berliner Kammergericht berichtet, bei dem die Eltern einer Tochter auf deren Facebook-Profil zugreifen wollten, um eventuell aus Chatverläufen oder Ähnlichem Gründe für den Tod des Mädchens zu erschließen. 2012 wurde die 15-jährige von einer U-Bahn erfasst, die genauen Umstände bleiben bis heute rätselhaft. Das Gericht beschloss jetzt jedoch erneut in zweiter Instanz, dass Profile weiterhin nicht für Außenstehende zugänglich gemacht werden.

  • COVFEFE welt: Clinton zieht Trumps „covfefe“ gnadenlos durch den Kakao: Es scheint kaum ein Tag zu vergehen, an dem der 45. US-Präsident Donald Trump keine fragwürdige Bemerkung äußert oder sonderbares Verhalten an den Tag legt. So verfiel das Internet – vor allen Dingen Twitter – gestern in einen regelrechten Aufruhr, als Trump sich in einem Tweet mit “covfefe” verschrieb. Eigentlich erstmal nichts weltbewegendes, aber binnen kürzester Zeit häuften sich Reaktionen und Häme, so auch von Ex-Konkurrentin Hillary Clinton.

  • STREAMING curved: iTunes könnte Filme zeitgleich zum Kinostart zeigen: Anbieter von Video-on-Demand-Diensten wie Amazon, Google, Apple und Netflix stehen in ständiger Konkurrenz und Rennen miteinander, nicht nur wer welche Inhalte anbietet, sondern wer sich auch zuerst anbieten kann. Der Mitbegründer von Napster, Sean Parker, ist aktuell damit beschäftigt, Filmstudios von seinem neuen Unternehmen „Screening Room“ zu überzeugen. Die Idee ist es, Kinofilme, die so auch aktuell noch dort gezeigt werden, gegen eine entsprechend hohe Gebühr On-Demand bereit zu stellen. Dem Bericht zufolge laufen die Verhandlungen aber recht zäh.

  • NOKIA3310 spiegel: Endlich mal wieder „Snake“ spielen: Das Nokia 3310 ist Kult. Das Mobiltelefon aus den Nullerjahren ist ein wahrer Klassiker und vielen noch ein Begriff. Jetzt wurde der Handyklassiker neu aufgelegt und war in Großbritannien auch direkt ausverkauft. Mit gerade einmal 16 Megabyte – ja, Mega, nicht Giga – hat das Handy zwar 16-mal so viel Speicherplatz wie das Original damals, aber ob der Retrofaktor über die praktischen Abstriche hinwegtrösten kann ist fraglich. Die Kollegen von Spiegel haben das Nokia 3310 direkt auf Herz und Nieren getestet.

  • WEBVIDEOPREIS rp-online: Der Kampf um die Zuschauer: Wenn aus einer Szene eine Branche wird. Am heutigen Abend wird in Düsseldorf der bereits 7. Webvideopreis verliehen. Moderiert wird die Veranstaltung von Barbara Schöneberger und ehrt Content-Creator und Influencer von Video-Plattformen wie Youtube. Der nach Angaben des Veranstalters größte Social-Media-Award verstärkt den Branchen-Status des ehemals eher als “Szene” bezeichneten Mediums. Die schnelllebige Welt der Webvideos stecke jedoch derzeit in einer Krise – Grund dafür: der Youtube-Algorithmus.

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Youtube-Pranks gone wrong: Was wir aus dem Fall DaddyOFive lernen können

Screenshot by Niklas Hamburg

Der US-amerikanische Youtube-Kanal DaddyOFive, der einen Mann und eine Frau aus Maryland zeigte, die ihren Kindern „Streiche spielten“, hat alle seine Videos zurückgezogen und eine öffentliche Entschuldigung für die Vorwürfe des Kindesmissbrauchs veröffentlicht. Bei den „Streichen“ haben die Eltern ihre Kinder immer wieder denken lassen, dass sie in Schwierigkeiten wären, bis sie sie zum Weinen gebracht hatten – und sie erlösten sie erst mit den Worten „Es war nur ein Streich“, als sie das Schluchzen der Kinder auf Video hatten.

Trotz der Entfernung gibt es die Inhalte immer noch in zusammengeschnitten Videos von Philip DeFranco und anderen bekannten YouTubern zu sehen, die den DaddyOFive-Kanal kritisieren. Ebenso gibt es immer noch andere Kanäle auf YouTube, auf denen Eltern Videos hochladen, wie sie ihren Kindern Streiche spielen. Aber die Videos eröffnen auch die Debatte über Kinder in Online-Medien, insbesondere wenn mit den Videos Geld verdient wird. Bei über 760.000 Abonnenten wird geschätzt, dass DaddyOFive jährlich zwischen 200.000 und 300.000 US-Dollar durch Werbeeinnahmen von YouTube verdient hat.

Der Anstieg von Einflüssen

Auf YouTube ist das Phänomen, dass Kinder auf etwas reagieren und dabei gefilmt werden, ein beliebtes Genre, wobei die Bandbreite der Videos, die Eltern hochladen, von das Kind eine Zitrone probieren lassen bis zu den ersten Worten ihres Babys reicht. Solche Videos haben ihren Vorlauf im Internet, ehe sie dann in „America’s Funniest Home Videos“ ab 1989 und anderen beliebten Fernsehsendungen gezeigt werden und im Anschluss vermarktet werden können.

Im Zeitalter der mobilen Geräte und der vernetzten Kommunikation ist es einfacher als je zuvor, das Verhalten der Kinder zu dokumentieren und online zu teilen. Jeden Tag teilen, speichern und übertragen Eltern Bilder und Videos ihrer Kinder um ihre Freunde an ihren Erfahrungen teilhaben lassen zu können. Und das passiert sogar mit den besten Absichten. Auf diese Weise, hat ein Teammitglied von uns (Tama) argumentiert, können Fotos und Videos, die geteilt werden, unabsichtlich zu „intimer Überwachung“ führen, wenn Online-Plattformen und Konzerne die Daten nutzen, um detaillierte Profile von Kindern zu erstellen.

YouTube und andere soziale Medien haben die Vergrößerung des Einflussfaktors gesehen, wenn augenscheinlich gewöhnliche Nutzer dafür bezahlt werden, wenn sie ihre Meinungen und von ihnen genutzte Produkte im Internet teilen. Den Verbrauchern wird das Gefühl von Nähe und Intimität zu ihren YouTubern vermittelt und sie werden so zu einem interessanten Ziel von Werbung, wie beispielsweise durch Advertorials und Produktplatzierungen in den Videos. Während der DaddyOFive-Kanal ganz klar profitorientiert war, ist die Unterscheidung zwischen echten und bezahlten Inhalten oft nicht ganz so einfach.

Von der Gebärmutter zur Berühmtheit

Wie bei DaddyOFive können YouTuber auch ganze Familien einschließen, inklusive Kindern, deren Rechte zu entscheiden, ob sie teilnehmen wollen oder nicht, nicht immer berücksichtigt werden. In manchen Fällen sind die Kinder selbst der Star. Sie werden kleine Berühmtheiten, die von ihren Eltern in Szene gesetzt und gefördert werden.

Yebin, ein Kleinkind aus Südkorea, wurde erstmals im Alter von drei Jahren in einem Video online gezeigt, wie seine Mutter ihm beibringt, fremde Menschen zu meiden. Seither haben Yebin und ihr jüngerer Bruder verschiedene Agenturen beauftragt, ihre Inhalte zu verwalten, basierend auf einer Reichweite ihres Kanals von 21 Millionen Anhängern.

Seitdem virale Videos marktfähiger und die Reaktionen von Kindern lukrativer wurden, sind auch die Situationen und Aufbauten immer aufwendiger geworden. Trotz ihrer Prominenz in den sozialen Medien sind die Kinder von in den Medien berühmter Familien nicht eindeutig von den traditionellen Arbeitsplatzstandards (wie dem Kinderarbeitsgesetz und dem Coogan-Gesetz in den USA) geschützt. Die Gesetze sollten ursprünglich Kinderstars in der Mainstream-Medienbranche gegen Ausbeutung schützen.

Dies ist ein Problem, seit Erwachsene ihre Kinder nicht nur in Advertorials und kommerziellen Kontexte einbinden, sondern eine neue Generation von „Mini-Kinderstars“ kreieren, deren Karrieren schon in der Gebärmutter beginnen.

Durch die Abwesenheit formaler Richtlinien für die Kinderstars sozialer Medien, sind es die Freunde der YouTuber und die Plattformen selbst, die das Wohlergehen der kleinen Kinder zu kontrollieren haben. So haben prominente YouTuber sich dafür stark gemacht, die Eltern hinter dem DaddyOFive Kanal, denen Kindesmissbrauch vorgeworfen wird, zu verurteilen und sie haben ihren Einfluss ebenso dazu genutzt, um die Vorgehensweise der Eltern diversen Kinderschutzdiensten zu melden. YouTube hat angeblich ebenfalls reagiert, indem sie jegliche Werbung aus dem Kanal entfernt haben. YouTuber, die eine gemeinsame moralische Position vertreten, sind zweifellos hilfreich.

Größere Transparenz

Die Frage nach Kindern, Handel und Arbeit in sozialen Medien kann nicht nur auf YouTube beschränkt werden. Die australische PR-Leiterin Roxy Jacenko hat sich zum Beispiel gegen die Vorwürfe der Ausbeutung verteidigt, nachdem sie einen kommerziellen Instagram-Account ihrer kleinen Tochter Pixie erstellt und gemanagt hat. Pixie wurde schon im Alter von drei Jahren als „Prinzessin von Instagram“ bezeichnet. Trotzdem muss Jacenkos Entscheidung für Pixie von denen vieler anderer Eltern unterschieden werden, da sie, aus der PR-Branche stammend, in der Lage ist, begründete und ausgewählte Entscheidungen über die Anwesenheit ihrer Tochter in den sozialen Medien zu treffen.

Einige YouTuber versichern außerdem dem Publikum, dass die Teilnahme der Kinder freiwillig und optional ist, und dass sie es nicht als unangenehm empfinden. Dies wird sichergestellt, indem ihre Eltern Material über die Entstehung der Videos hochladen.
Außerdem macht auch das Fernsehen das Beste aus den Kindern in den sozialen Medien – wie beispielsweise die Ellen DeGeneres Show, die regelmäßig YouTube-Videos in der Show nutzt und oftmals auch die Kinder aus den Videos zu sich in die Show einlädt. Oft sollen sie die im Video gezeigten Handlungen live in der Show vor dem Publikum vorführen. Die Show verbreitet diese Programm-Clips auf seinem kooperierenden YouTube Kanal, für den sie manchmal auch Kinder mit hoher medialer Aufmerksamkeit vertraglich verpflichten, für ihre eigenen wiederkehrenden Show Teile daraus zur Verfügung zu stellen.

Letztlich unterliegen die Kinder, die im Fernsehen erscheinen, bestimmten Gesetzen und Vorschriften, die ihr Wohlbefinden sicherstellen sollen. Auf gewinnorientierten Kanälen wie YouTube und anderen Social-Media-Plattformen gibt es ein wenig Transparenz über die Rolle, die die Kinder spielen, die Bedingungen ihrer Arbeit. Außerdem kann man sich informieren, wie sie finanziell ausgeglichen werden – und ob dies überhaupt geschieht.

Kinder können durchaus in den Videos ihrer Eltern mitmachen – egal, ob dies nun zufällig geschieht, oder sie als Star der Show aufgebaut werden. Über dieses gesamte Spektrum hinweg müssen soziale Medien wie YouTube Regeln aufstellen, sodass die Beteiligung der Kinder transparent gestaltet und ihre Wohlbefinden sichergestellt wird.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image „Screenshot „DaddyOFive Apology“ via YouTube“ by Niklas Hamburg


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  • WHATSAPP meedia: 175 Millionen Status-Nutzer: Auch WhatsApp überholt Snapchat beim Stories-Feature: Es war nur ein Nebensatz von Mark Zuckerberg auf der Telefonkonferenz mit Analysten, doch er hatte es in sich. Die zugekaufte Facebook-Tochter WhatsApp bringt es gerade mal zehn Wochen nach dem Start ihres Stories-Features, das bei der Messenger-App Status heißt, bereits auf 175 Millionen tägliche Nutzer. Stories-Pionier Snapchat wurde damit binnen weniger Wochen ein zweites Mal von einer Facebook-Tochter abgehängt. CEO Evan Spiegel kann an der Wall Street aber wenigstens mit einer Nachricht zur Werbevermarktung punkten.

  • SPACEX dw: SpaceX erstmals in militärischer Mission: Bislang hat die Firma des Milliardärs Elon Musk Aufträge für die zivile Raumfahrt erledigt. Jetzt beförderte eine Rakete von SpaceX zum ersten Mal ein militärisches Objekt ins All, vermutlich einen Spionagesatelliten. Nachdem der ursprünglich für Sonntag geplante Start wegen eines defekten Sensors verschoben wurde, hob die Falcon-9-Rakete am Montagmorgen (Ortszeit, 13.15 Uhr MESZ) in Cape Canaveral in Florida ab. An Bord war ein offiziell nicht näher beschriebenes Objekt des Nationalen Aufklärungsamtes der USA (NRO). Dabei handelt es sich um einen militärischen Nachrichtendienst, der Spionagesatelliten herstellt und betreibt. Bekannt ist mit der Bezeichnung NROL-76 lediglich der Name des Objekts,

  • DIGITALISIERUNG politik-digital: „Wenn die Möglichkeit da ist, unterrichte ich digital!“ Einblicke in die Lehrerwelt: Facebook, Twitter, Youtube und Co sind für viele Lehrkräfte eher Fluch als Segen. Die Ablenkung durch soziale Medien beeinträchtigt das Lernverhalten der Schüler. Doch ist dies wirklich der Fall? Denn im Zusammenhang mit der Digitalisierung und der Bildung wird auch viel über die Lehrer und Lehrerinnen geredet. Kommen sie mit dem Wandel gut klar? Wollen sie überhaupt irgendwas ändern? Um diese Mutmaßungen zu beenden, wurde nachgefragt. Im Gespräch mit dem Schweizer Deutschlehrer Philippe Wampfler geht es um seinen eigenen digitalen Unterricht, Tipps für Neueinsteiger und das Mädchen-Jungen-Klischee.

  • UBER sueddeutsche: Das Chaosprinzip: Irgendwie ist Uber nichts Halbes und nichts Ganzes. Zumindest in vielen europäischen Städten. Die Idee von Uber ist klasse, setzt sich in einigen Ländern nur nicht so richtig durch. Sei es durch rechtliche Verordnungen oder negative Eskalationen der Uber-Spitze. Also was hilft diesem mittlerweile 70 Milliarden teuren Dienstleistungsunternehmen? Das Prinzip Chaos hält an, obwohl mittlerweile auch schon Kai Diekmann zum Beratergremium gehört.

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YouTubes Kampf mit den Marken könnte Content-Sharing drastisch verändern

Youtube logo (adapted) (Image by Rego Korosi [CC BY-SA 2.0] via flickr)

Führende Marken boykottieren den Werbeservice auf der Google-eigenen Plattform YouTube, nachdem ihre Anzeigen neben Inhalten, die sie als unangemessen erachten, platziert und – schlimmer noch – ihnen sogar in Rechnung gestellt wurden. Die lange Liste beinhaltet bekannte Namen wie Starbucks, Pepsi, Walmart, Tesco, die BBC und die Regierung von Großbritannien. Einige davon hatten sogar angedeutet, dass sie möglicherweise unbeabsichtigt Extremisten und andere hassgetriebene Gruppen mit Spenden im Wert von über 250.000 britische Pfund unterstützt haben könnten.

Um zu verstehen, wie das möglich ist, sollte man sich erneut ins Gedächtnis rufen, wie Google-Angebote wie YouTube funktionieren. Wenn wir ein Video ansehen, sehen wir möglicherweise Werbung, die wir dann häufig überspringen. Für Google sind diese Werbungen allerdings sehr wichtig – immerhin kommen ungefähr 90 Prozent der Einnahmen aus dem Verkauf von Anzeigen. Wenn eine Anzeige neben dem YouTube-Video platziert wird, berechnet Google das dem Werbetreibenden und gibt einen Teil der Einnahmen an den Nutzer, der das Video hochgeladen hat, weiter. Vlogger wie Zoella machen ziemlich gutes Geld damit. Googles Targeting-Mechanismen erlauben es den Werbetreibenden zudem, ihre Anzeigen um eine bestimmte Art von Video zu platzieren oder sie ausschließlich einer bestimmten Zuschauergruppe zu zeigen.

Was ist also das Problem? Ist es für die Marken in Ordnung, auszuwählen, welche Inhalte sie sponsern? Das machen sie schließlich auch in traditionellen Medien, oder nicht? Da die Marken ihre Anzeigen ja bereits gezielt ausspielen können, muss es etwas anderes sein, das schief läuft.

Über die Firewall

Natürlich haben die Marken das Recht danach zu fragen, neben welchen Inhalten ihre Anzeigen erscheinen. In traditionellen Medien ist es beispielsweise möglich, dass eine Marke ihre Anzeige nicht neben einem Bericht über einen Terroranschlag platziert haben möchte. Allerdings ist es nicht akzeptabel, wenn die Marken fordern, dass Zeitungen überhaupt nicht über derartige Angelegenheiten berichten sollten. Um diesem Konflikt zu entgehen, trennen traditionelle Medienunternehmen Nachrichten und Informationen von Werbung.

Das Problem mit Services wie dem von Google und anderen Social-Media-Plattformen ist, dass eine derartige organisierte Firewall nicht existiert. Daher kann es zu indirekten Vorurteilen kommen, wenn Werbetreibende darauf bestehen, dass die Inhalte zu ihren „Firmenwerten“ passen. Ironischerweise wurde dieses Problem bereits im Jahr 1998 in einem Aufsatz von den Google-Gründern Sergey Brin und Larry Page angedeutet.

Sie schrieben, dass die „Ziele des Werbe-Wirtschafts-Modells nicht immer mit einer qualitativen Suche der Nutzer übereinstimmen“. Sie zitierten ein Beispiel aus einer ersten Version von Google, das Nutzern bei der Suche mit ihren Mobiltelefonen eine Studie über die Risiken des Telefonierens während dem Autofahren aufzeigte. Sie kamen zu dem Entschluss, dass ein Suchmaschinen-Unternehmen, das Geld für Anzeigen auf Mobiltelefonen annimmt, Probleme haben würde, diese Ergebnisse vor werbetreibenden Kunden zu rechtfertigen. Brin und Page schlussfolgerten, dass „sich aus Werbung finanzierende Suchmaschinen eine angeborene Neigung hin zu den Werbetreibenden und weg von den Bedürfnissen der Konsumenten haben werden.

Dieser Glaube erklärt, warum die Google-Suche zwischen gesponserten Links und organischen Suchergebnissen unterscheidet. Auf YouTube wird die Verantwortlichkeit für den Inhalt der Videos und die Platzierung der Anzeigen allerdings über die Nutzungsbedingungen und Werberichtlinien an die Zuschauer, Nutzer und Marken weitergegeben.

Meine Analyse von 45 Fällen, die von der britischen Advertising Standards Authorithy bezüglich YouTube veröffentlicht wurden, zeigt tatsächlich, dass YouTube insgesamt 44 Mal antwortete, dass Nutzer, Zuschauer und Marken für die Anzeigen, die auf der Plattform sichtbar sind, verantwortlich sind – und nicht sie selbst. In einem einzigen Fall erkannte YouTube nach einer Beschwerde der ASA an, dass eine Anzeige von der Plattform genommen werden sollte.

Eine Betrachtungsmöglichkeit auf den derzeitigen Boykott ist es also, dass die Marken versuchen die Verantwortlichkeit für die Inhalte und die Platzierung an Google – beziehungsweise YouTube -, die bisher sehr erfolgreich damit waren, eben diese Verantwortlichkeit auf die Marken und Nutzer zu übertragen, zurückzugeben.

Aussortieren

Es gibt allerdings auch einen andere Möglichkeit, die Sache zu betrachten, und diese beinhaltet den indirekte Weg der Marken, mehr Macht über die Art der Inhalte, die die Nutzer online teilen können, für sich zu beanspruchen. Wenn Google „extremistische Sichtweisen aussortieren“ muss – wie Politiker wie beispielsweise Yvette Cooper verlangen -, muss erst definiert werden, was extremistisch ist.

Das Problem dabei ist, dass Googles Herangehensweise, wie mit anderen Institutionen darüber zu beraten sei, wie gearbeitet wird, oft sehr eigen ist – genau das zeigt die Zusammenarbeit mit der ASA. Wenn sie nur darauf hören, was die Marken wollen, werden sie sehr anfällig für jene schleichenden Vorurteile, die Brin und Page schon 1998 in ihrem Aufsatz ansprachen: der Definition von „werbefreundlichen Inhalten“. Könnten sie also damit anfangen, Nutzer zu werbefreundlichen Inhalten zu leiten? Sie können durchaus, beispielsweise indem sie andere Inhalte weiter unten in den Suchergebnissen anzeigen und stattdessen bestimmte Videolisten empfehlen.

Was wird Google also als nächstes im Patt mit den großen Marken tun? Chief Business Officer Philip Schindler sagte zu Bloomberg, dass das Unternehmen seine Fähigkeit, beleidigende Videos zu erkennen und sofort zu deaktivieren, verbessert habe. Er enthüllte auch, dass der Pharmakonzern Johnson & Johnson seinen Boykott in einigen wichtigen Märkten beendet habe. Die langfristige Lösung für Google muss allerdings ein deutlich transparenteres Handeln sein, das an den Gesellschaften, mit denen es zusammenarbeitet, interessiert ist. Google muss auf die Marken und Konsumenten und auch auf die anderen sozialen Institutionen reagieren. Wir alle müssen entscheiden, welche Inhalte akzeptabel sind – und nicht irgendein Algorithmus oder irgendwelche Marken, Politiker oder einzelne YouTube-Nutzer.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Youtube logo“ by Rego Korosi (CC BY-SA 2.0)


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