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Samsung Galaxy S10 5G: Ab Juni auch in Deutschland

Am 5. April war in Südkorea Verkaufsstart des Samsung Galaxy S10 5G. Neben dem 5G-Modem wertete Samsung sein Prunkstück auch noch in anderen Bereichen auf. Nun soll das Samsung Galaxy S10 5G im Juni auch in Deutschland und weiteren europäischen Ländern erscheinen.

5G ohne passendes Netz

Das wichtigste Feature des neuen Android-Smartphones werden Käufer zunächst jedoch nicht nutzen können. Mehr als 300 Bietrunden gab es bereits bei der Versteigerung der 5G-Mobilfunklizenzen und noch ist kein Ende in Sicht. Da sind uns andere europäische Länder wie Österreich, die Schweiz oder Großbritannien bereits ein Stück voraus.

Trotz des 5G-Modems ist das Samsung Galaxy S10 5G aber nicht nutzlos. Bis zum neuen Standard lässt sich auch das 4G-Netz problemlos nutzen.

Großes 6,7 Zoll Display

Auch abseits von 5G ist das Samsung Galaxy S10 5G das stärkste Modell der Serie. Das Display ist mit 6,7 Zoll noch einmal um 0,3 Zoll größer als das Samsung Galaxy S10 Plus. Bei einer gleichbleibenden Auflösung von 3.040 x 1.440 Bildpunkten ergeben sich aber „nur“ noch 502 ppi, statt den 525 ppi des S10 Plus. Trotzdem dürfte der AMOLED Bildschirm noch immer gestochen scharf sein.

Samsung Galaxy S10 5G mit Vierfach-Kamera

Verbessert wurde auch die Kamera nochmal. Während die Standard- und Plus-Variante bereits mit einer starken Triple-Kamera ausgestattet waren, wird diese beim Samsung Galaxy 10 5G mit einem zusätzlichen 3D-Tiefensensor ausgestattet, mit dem ihr unter anderem unkompliziert Objekte und Räume abmessen könnt.

Die Kamera-Daten des Samsung Galaxy S10 5G im Überblick:

  • 16 Megapixel f/2.2 Ultra-Weitwinkel
  • 12 Megapixel Dual-Pixel-Sensor f/1.5 bis f/2.4 und optischem Bildstabilisator
  • 12 Megapixel Teleobjektiv f/2.4
  • 3D-Tiefensensor HQVGA
  • Frontkamera: 10 Megapixel Dual-Pixel-Sensor f/1.9
  • Frontkamera: 3D-Tiefensensor HQVGA

Bisher größter Akku der Galaxy S-Serie

5G, die Mehrfachkamera und der Exynos 9820-Chip brauchen natürlich ordentlich Saft. Diesen liefert der mit 4.500 mAh bislang stärkste Akku der Galaxy S-Serie. Zum Vergleich: Das S10 verfügt nur über 3.400 mAh, das S10 Plus über 4.100 mAh.

Im Vergleich zu S10 und S10 Plus, lässt sich der Speicher des S10 5G übrigens nicht per Micro-SD erweitern. An dieser Stelle müsst ihr mit den 256 Gigabyte Speicher des Geräts auskommen.

Release und Verfügbarkeit

Das Samsung Galaxy S10 5G kommt ab Juni in den Handel, ein genaues Datum wurde noch nicht genannt. In Deutschland wird die 5G-Variante über die Deutsche Telekom und Vodafone erhältlich sein. 

Für das S10-System gibt es übrigens schon einiges an Zubehör.

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Samsung Galaxy Tab S5e ab sofort erhältlich

Auch wenn Samsung mit dem Release ihres Samsung Galaxy Fold zurückrudert, gibt es heute auch gute Neuigkeiten vom koreanischen Hersteller. Das Samsung Galaxy Tab S5e ist ab heute im Handel erhältlich. Das ultraleichte Tablet möchte sowohl Zuhause, als auch unterwegs für viel Komfort sorgen.

Ein kräftiges Leichtgewicht

Mit einem Kampfgewicht von nur 400 Gramm und einer Bauhöhe von nur 5,5 mm ist es das bislang dünnste Tablet von Samsung. Zum Vergleich: Das Samsung Galaxy Tab 4 hat eine Bauhöhe von 7,9 mm und wiegt zudem fast 100 Gramm mehr. Trotzdem macht das S5e im Design keine Kompromisse und verfügt über ein elegantes, gleichsam aber auch robustes Metallgehäuse. Das 10,5 Zoll große Super AMOLED-Display des Samsung Galaxy Tab S5e zählt zwar nicht zu den größten Vertretern seiner Art, ist aber genau so groß, wie das des Apple iPad Air. Da die Home-Taste unsichtbar unter dem Display versteckt, nimmt der Bildschirm außerdem nahezu die gesamte Vorderseite des Bildschirms ein und lenkt somit nicht vom ungestörten Seriengenuss ab.

Die Akkukapazität von 7.040 verspricht laut Hersteller bis zu 15 Stunden Videowiedergabe, ehe das schlanke Tablet wieder aufgeladen werden muss. Darüber hinaus verfügt das Tablet über eine 13 MP Hauptkamera und einer 8 MP Frontkamera. Die nötige Rechenleistung stellt ein Qualcomm Snapdragon 670 Mobile Platform zur Verfügung, der je nach Variante von 4, bzw 6 GB RAM unterstützt wird.

 

 

Samsung Galaxy Tab S5e mit Sound von AKG

Für besonders guten Klang bietet das Samsung Galaxy Tab S5e einen Quad-Lautsprecher mit Dolby Atmos-Unterstützung. Für den satten, dreidimensionalen Surround Sound arbeitete Samsung mit dem österreichischen Soundspezialisten AKG Acoustics zusammen. Dank Auto-Rotate-Stereo-Technologie kann sich der Sound sogar automatisch an die Ausrichtung des Tablets anpassen. 

Auf der Produktseite empfiehlt Samsung zudem die AKG Y500 Wireless-Kopfhörer für den perfekten Klang unterwegs. 

Das Samsung Galaxy Tab S5e ist ab sofort in den Farben Black, Gold und Silver im Handel erhältlich. Außerdem gibt es zwei Varianten, von denen eine mit Wi-Fi, die andere mit LTE ausgestattet ist.

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Samsung Galaxy Fold: Verkaufsstart nach #FoldGate verschoben

Samsung Galaxy Fold

Das war wohl ein Schuss in den Ofen. Als erster großer Anbieter wollte Samsung am 26. April ein Smartphone mit faltbarem Display auf den Markt bringen. Nun verzögert sich der Start, da es Probleme mit den Displays des Falt-Smartphones gab. Einen neuen Termin für den Verkaufsstart gab Samsung bislang noch nicht bekannt. Zuvor kam es vermehrt zu Problemen mit den zum Test ausgelieferten Modellen des Samsung Galaxy Fold. Unter dem #FoldGate trendeten die Probleme bald schon auch auf Twitter. Probleme macht ausgerechnet das neue Feature eines faltbaren Displays. Teils haben Tester versehentlich eine Schutzschicht abgezogen, die sie fälschlicherweise für eine entfernbare Schutzfolie hielten und merkten kurz darauf, dass die Schicht für das Display essenziell wichtig ist. Andere Fälle von teils nur auf einer Hälfte kaputten Displays kamen aber auch trotz vorhandener Schutzschicht zustande.

Samsung bessert nach #Foldgate nach

Das #FoldGate blieb natürlich auch dem Hersteller nicht verborgen. „Um dieses Feedback vollständig auswerten und weitere interne Tests durchführen zu können, haben wir uns entschieden, die Veröffentlichung des Galaxy Fold zu verschieben“, gibt das Unternehmen in einem offiziellen Statement bekannt. 

Außerdem gibt Samsung schon erste Informationen zu den möglichen Ursachen des Problems an: „Erste Ergebnisse aus den Auswertungen der gemeldeten Display-Probleme zeigen, dass die Ursache am Scharnier liegen kann.“ Bei einem faltbaren Smartphone ist diese Stelle besonders elementar, da das Smartphone mehrfach am Tag der Belastung standhalten muss. „Wir werden Maßnahmen ergreifen, um den Schutz und die Stabilität des Displays zu verstärken.“, schreibt Samsung weiter. Auch das Missverständnis mit der Schutzschicht des Samsung Galaxy Fold geht der koreanische Hersteller an. „Wir werden auch die Anleitung zur Pflege und Verwendung des Displays einschließlich der Schutzschicht verbessern, damit unsere Kunden das Beste aus ihrem Galaxy Fold herausholen können.“

Konkurrenz aus China für das Samsung Galaxy Fold

Für Samsung dürfte das ein herber Schlag sein, stehen sie nämlich in einer Vorreiterrolle. Aus China naht zudem schon die Konkurrenz. Der hierzulande unbekannte Hersteller Royole stellte sein biegsames Flexpai bereits vor der Ankündigung des Samsung Galaxy Fold vor. Die größte Konkurrenz droht jedoch von dem chinesischen Hersteller Huawei, der sich mittlerweile auch im Westen etabliert hat. Dessen Huawei Mate X geht im Sommer an den Start und hat ein sehr pfiffiges Design. Sicherlich darf das Mate X nach den Problemen des Samsung Galaxy Fold ebenfalls einige Extrarunden im Test drehen, um kein ähnliches Debakel zu erleben. 

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Samsung stellt Galaxy A80 mit rotierender Triple-Kamera sowie Galaxy A20e und Galaxy A40 vor

Mit der Samsung Galaxy A-Serie will Samsung die eigene Mittelklasse weiter ausbauen.

Nicht zu viel Schnickschnack, sondern Premium-Funktionen zum erschwinglichen Preis – dafür stehen Smartphones der Galaxy-A-Klasse von Samsung. Mit drei neuen Modellen baut der Hersteller die Serie nun aus. Das Galaxy A20e, das Galaxy A40 und das Galaxy A80 richten sich an eine jüngere Zielgruppe, die Wert auf Displayqualität, hohe Performance und gute Kameras legt. Den Höhepunkt stellt dabei das Galaxy A80 dar, das über eine rotierende Triple-Kamera verfügt. Sie kombiniert Front- und Rückkamera in einem Modul.

Galaxy A20e – das Einsteigermodell

Mit seinem 5,8 Zoll großen Display, das in HD+ auflöst, ist das A20e der kleinste Vertreter der A-Serie. Ausgestattet ist das Smartphone mit einer 8-Megapixel-Frontkamera sowie einer Dual-Kamera hinten. Diese besteht aus einem Weitwinkel-Objektiv mit 13-Megapixel-Sensor und einem Ultraweitwinkel-Objektiv mit 5-Megapixel-Sensor. Im Inneren des A20e sind 3 GB Arbeitsspeicher verbaut. Der Exynos 7884B, ein Achtkern-Prozessor mit einer maximalen Taktrate von 1,6 Ghz, sorgt dabei für ein ausreichendes Arbeitstempo im Alltag. Der interne Speicher von 32 GB lässt sich mit einer Micro-SD-Karte um bis zu 512 GB erweitern. Mit der nötigen Energie wird das Gerät von einem 3.000 mAh Akku versorgt.

Galaxy A40 – die Mittelklasse der Mittelklasse

Im Unterschied zum Galaxy A20e hat Samsung dem Galaxy A40 ein Super AMOLED Infinity-U-Display verpasst. Mit 1.080 x 2.220 Pixeln entspricht die Auflösung dem Standard Full-HD+. Während sich das Smartphone mit seinen 5,9 Zoll großen Bildschirm nur unbedeutend von dem A20e unterscheidet, wartet es jedoch mit einer besseren Performance auf. Im Galaxy A40 ist nämlich ein Exynos 7904 Achtkern-Prozessor mit einer etwas höheren Taktrate von 1,8 Ghz verbaut. Unterstützt wird dieser von 4 GB Arbeitsspeicher. Auch hier kann der interne Speicher von 64 GB mit einer Micro-SD-Karte um bis zu 512 GB erweitert werden.

Kameratechnisch übertrumpft das Galaxy A40 seinen kleinen Bruder ebenfalls und ist mit einer 25-Megapixel-Frontkamera dem Galaxy A20e weit überlegen. Die Dual-Hauptkamera des A40 ist außerdem mit einer Weitwinkel-Kamera (16 Megapixel) und einer Ultraweitwinkel-Kamera (5 Megapixel) versehen. Ein 3.100 mAh Akku versorgt das Smartphone dabei mit Energie.

Galaxy A80 fotografiert mit rotierender Triple-Kamera

Das Galaxy A80 bildet das Flaggschiff der Galaxy-A-Serie und verfügt über ein 6,7 Zoll großes Super-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 1.080 x 2.400 Pixeln (Full-HD+). Auch vom Prozessor her hebt sich das A80 deutlich von den restlichen A-Modellen ab. Zum Einsatz kommen ein leistungsstarker Achtkern-Prozessor vom Typ Qualcomm Snapdragon SM7150 mit einer eine Taktrate von 2,2 Gigahertz.

Das Highlight des Galaxy A80 ist allerdings die rotierende Triple Kamera. Anstatt wie üblich eine schwächere Frontkamera und eine stärkere Hauptkamera zu verbauen, hat man das Galaxy A80 mit nur einer Triple-Kamera bedacht. Diese ist an der Rückseite des Gerätes verbaut und lässt sich hochschieben. Für ein Selfie dreht sie sich automatisch um 180 Grad, wodurch bei der Frontkamera keine Kompromisse in der Bildqualität eingegangen werden müssen.

Durch die fehlende Frontkamera verfügt das Galaxy A80 außerdem über ein Full-Infinity-Display und der Bildschirm kann voll genutzt werden. Die Triple-Kamera selbst besteht dabei aus einer 48-Megapixel-Kamera mit  Weitwinkel-Objektiv, einer 8-Megapixel-Kamera mit Ultraweitwinkel-Objektiv und einer Time-of-Flight-Kamera. Letztere misst den Abstand zum Motiv für eine bessere Bokeh-Simulation.

Das Samsung Galaxy A80 erscheint voraussichtlich im Mai. Starttermine für die beiden anderen Geräte nannte Samsung allerdings noch nicht. Auch die Höhe der Preise des Trios behält der Hersteller noch für sich. 

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Das S10-System: Zubehör fürs Samsung Galaxy S10 (Plus) im Check

Samsung Galaxy S10, S10+, S10e

Das Galaxy Fold ist zwar Samsungs aktueller Smartphone-Star. Aber weil es sich um ein teures Pionier-Produkt handelt, greifen nur Enthusiasten zu, denen ein paar technische Kinderkrankheiten nichts ausmachen. Dagegen eine sichere Nummer ist Samsungs S-Klasse, die in der mittlerweile zehnten Generation auch sehr ausgereift ist. Aber über die eigentlichen Smartphones hinaus, ist die S-Klasse mittlerweile auch ein Ökosystem. Wir zeigen euch, was das Zubehör fürs Samsung Galaxy S10 (Plus) im Check zu bieten hat.

Das Samsung Galaxy S10 (Plus) im Check

Von den drei erhältlichen S10-Modellen ist das Samsung Galaxy S10 Plus das Flaggschiff. Im mehrwöchigen Test überzeugte uns vor allem das große 6,4-Zoll-Display, das nicht nur durch Detailreichtum (WQHD-Auflösung) und Farbbrillanz (AMOLED-Panel), sondern auch durch eine hohe Helligkeit besticht. Mit bis zu 1.000 Nits lässt sich das Display auch noch erträglich im Sonnenlicht ablesen. Trotz der üppigen Displayfläche sind die Außenmaße fast genauso groß wie beim Galaxy S9 Plus, das weniger Display bietet. Statt in einer Notch, platziert Samsung die Frontkamera in einem Loch im Display. Es stört uns aber im Test nicht, weil keine gängige App dort Bedienelemente positioniert.

Samsungs erster Fingerabdrucksensor unter dem Displaydeckglas zeigt Licht und Schatten. Er akzeptiert dank Ultraschall zwar selbst feuchte und eingecremte Finger, entsperrt aber langsamer als ein optischer Sensor im Button.

Die rückseitige Triple-Kamera mit drei Brennweiten liefert eine Top-Bildqualität. Vorne sind zwar zwei Kameras sichtbar, doch die zweite misst den Abstand fürs Bokeh, sodass nur eine Brennweite wirklich nutzbar ist.

Ein irre schnelles Arbeitstempo lässt beim Samsung Galaxy S10 Plus im Check keine Wünsche offen. Alltagsaufgaben sind keine Herausforderung und selbst anspruchsvolle Games wie PUBG Mobile laufen in bester Qualität flüssig. An Arbeitsspeicher (6 oder 8 GB) und internem Nutzerdatenspeicher (512 oder 1.024 GB) besteht auch kein Mangel.

Der Akku des Samsung Galaxy S10 Plus ist mit 4.100 mAh zwar nominell sehr groß, leert sich aber für ein Top-Smartphone auch viel zu schnell. Nur wenn wir viele Komfort-Features deaktivieren, kommen wir mit dem Samsung Galaxy S10 Plus im Check über einen Tag hinaus. Cool: Das S10 (Plus) und S10e lassen sich nicht nur selbst kabellos aufladen. Der Akku kann kabellos auch andere Geräte mit neuer Energie versorgen. Im Gegensatz zum Huawei Mate 20 Pro sogar zwei gleichzeitig.

Unterschiede zwischen Galaxy S10e, Galaxy S10 und Galaxy S10 Plus

Für das Gebotene verlangt Samsung viel. Rund 1.000 Euro aufwärts kostet das Galaxy S10 Plus (Provisionslink) mindestens. Wer weniger ausgeben möchte, zieht das Galaxy S10 (ab 800 Euro, Provisionslink) und das Galaxy S10e (rund 700 Euro, Provisonslink) in Betracht. Im Unterschied zum Plus-Modell bieten sie weniger Displaydiagonale (S10: 6,1 Zoll, S10e: 5,8 Zoll) und einen kleineren Akku. Außerdem bietet das Galaxy S10e hinten nur eine Dual-Kamera – das Ultraweitweitwinkel-Objektiv fehlt ihm. Ferner verfügt es über einen klassischen Fingerabdrucksensor in der Power-Taste statt unter dem Displaydeckglas. Der Prozessor hingegen ist identisch, Unterschiede beim Arbeitsspeicher werden die wenigsten im Alltag spüren.

Samsung Galaxy S10e Wireless PowerShare Galaxy Watch Active
Alle S10-Modelle können andere Geräte gemäß dem Qi-Standard kabellos aufladen, auch das „günstige“ S10e, wie hier im Fall der Galaxy Watch Active. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Darüber hinaus bietet das Galaxy S10 Plus noch ein Alleinstellungsmerkmal, das weder ein anderes S10 noch überhaupt ein Mainstream-Smartphone vorzuweisen hat. Die Rückseite ist nämlich aus Keramik. Dadurch ist sie deutlich unempfindlicher gegenüber Kratzer als Rückseiten aus Glas. Nur wenige Materialien sind härter, etwa Diamant.

Zubehör fürs Samsung Galaxy S10 (Plus) im Check: Schutzhüllen

Beim Galaxy S10 Plus ist die Keramik-Rückseite zwar sehr gut geschützt gegen Kratzer. Aber die anderen beiden Geräte kommen mit Glas. Und gegen Stürze ist natürlich keines resistent. Außerdem ist beim allen drei Modellen die Glas-Vorderseite so robust bzw. empfindlich wie bei jedem anderen Top-Smartphone. Als Fallschutz und Displaycover ist daher eine Hülle sehr empfehlenswertes Zubehör fürs Samsung Galaxy S10 (Plus).

Samsung bietet selbst einige Hüllen aus Kunststoff und Leder, zum Teil nur als Backcover, aber auch als Folio. Die Modelle sind teilweise sogar in ausgefallenen Farben wie Gelb und Blau zu haben. Wirklich heraus sticht aus Samsung-Sortiment aber das LED-Cover mit schimmernden Lichteffekten und anpassbaren LED-Symbolen auf der Rückseite. Es verfügt zwar nur über weiße statt bunte Leuchtdioden wie das Alcatal A5. Aber trotzdem war es für uns auf dem Launch-Event von Samsung einer der auffälligsten Hingucker. Weil es keine eigene Batterie braucht, ist es relativ dünn. Seine Energie bezieht es induktiv vom S10-Akku. Das LED-Cover kostet für das S10+ rund 40 Euro (Provisonslink) und für das S10 etwa 38 Euro (Provisionslink).

Samsung Galaxy S10 LED-Cover
„Highlight“ des Schutzhüllen-Sortiments von Samsung für das Galaxy S10 (Pllus) ist ein LED-Cover, dessen Leuchtdioden abwechselnde Symbole und Leuchtformationen anzeigen. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Wenn es weniger um Optik als eher um robuste Nehmerqualitäten geht, bietet sich alternativ eine Hülle von Speck an. Das Modell Speck Presidio Grip für 20 bis 30 Euro (Provisionslink) in Blau oder Schwarz schützt das Galaxy S10 (Plus) laut Hersteller selbst bei Stürzen aus bis zu 2,40 Metern. Ausprobiert haben wir das mit unserem Test-Smartphone dennoch lieber nicht. Unübersehbar ist allerdings der Nachteil, dass die Speck-Hüllen relativ dick auftragen. Inklusive Hülle wirkt insbesondere das Galaxy S10 Plus im Check schon recht groß in der Hand.

Speck Presidio Grip Samsung Galaxy S10 Plus
Gegen Stürze aus einer Höhe von zu 2,40 Metern sollen die Hüllen vom Typ Speck Presidio Grip schützen. Image by Speck

Für besseren Halt hat der Hersteller das Produkt Speck GrabTab im Programm. Dabei handelt es sich um eine kleine Halteschlaufe für die Rückseite, die vom Einsatzzweck her vergleichbar mit den populären Pop-Sockets ist. Die Speck GrabTabs als Zubehör fürs Samsung Galaxy S10 (Plus) oder andere Smartphones gibt es in verschiedenen Farben bei Amazon für unter 10 Euro (Provisonslink).

Zubehör für das Samsung Galaxy S10 (Plus) im Check: Schutzfolien

Invisible Shield Ultra Clear Samsung Galaxy S10+
Will das Galaxy S10 (Plus) gegen Kratzer schützen: die Folie Invisible Shield Ultra Clear. Image by Zagg

Wollt ihr euer kostbares Samsung Galaxy S10 (Plus) nur auf der Vorderseite schützen, hat Zubehör-Spezialist Zagg etwas Passendes im Programm. Die Folie Invisible Shield Ultra Clear soll vor Kratzern und sogar vor Aufprallschäden schützen. Geprüft haben wir das nicht. Stattdessen haben wir die Montage, Bedienung und Haptik ausprobiert.

Montagezubehör und Anleitung sind sehr ausführlich. Unmissverständlich formuliert ist die Beschreibung aber nicht. Daher brauchten wir mehrere Anläufe fürs Aufbringen. Bedauerlich finden wir außerdem, dass sich kein Führungsrahmen zum Lieferumfang gehört. Die Oberfläche der Folie fühlt sich glasähnlich an und ist – korrekt befestigt – kaum zu sehen. Die Touch-Bedienbarkeit schränkt sie nicht ein. Allerdings erfordert sie ein erneutes Anpassen des Fingerabdrucksensors unter dem Displaydeckglas, weil dieser unsere Finger sonst nicht erkennt. Die Folie Invisible Shield Ultra Clear kostet für das Galaxy S10, S10 Plus und S10e gleich viel, nämlich rund 25 Euro.

Schicke Smartwatch: Samsung Galaxy Watch Active ausprobiert

Bis auf die Apple Watch lässt sich die S10-Reihe ja mit praktisch jeder gängigen Smartwatch dieser Welt verbinden. Dennoch hat Samsung eine eigene Computeruhr am Start – mittlerweile sogar in fünfter Generation. Die Galaxy Watch Active wird als Zubehör fürs Samsung Galaxy S10 (Plus) beworben, funktioniert aber natürlich auch mit anderen Smartphones. Wir konnten die Smartwatch auf einem Launch-Event ausprobieren und erste Eindrücke sammeln.

Das Active-Modell ist fühlbar kleiner und leichter als die Galaxy Watch des Vorjahres. Es passt dadurch besser um zierlichere Handgelenke. Samsung spart Platz und Gewicht, indem die Lünette wegfällt. Mit dem Touch-Display und zwei physischen Tasten gibt es aber trotzdem genug Zugriffsmöglichkeiten. Wie gehabt, ladet ihr euch Apps aus dem Galaxy Store statt von Google Play, weil die Uhr mit Samsungs Tizen-System läuft.

Von der Funktion des Herzfrequenzsensors konnten wir uns einen ersten Eindruck bilden, der keine Schwächen aufdeckte. Ein weiteres Highlight ist das integrierte GPS-Modul, dank dessen das Smartphone während des Joggens zuhause bleiben kann.

Samsung Galaxy Watch Active
Die Galaxy Watch Active fällt kleiner und graziler als Samsungs Sportuhr aus dem Vorjahr aus. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Das 1,1 Zoll große Display ist ausreichend scharf (360 x 360 Pixel). Der Akku ist im Vergleich zur Galaxy Watch geschrumpft, soll aber für 45 Aktivitätsstunden reichen. Laden lässt sich die Galaxy Watch Active kabellos per Qi-Standard. Daher passt sie auch ideal zum Galaxy S10 (Plus), das sie auf der Rückseite mit neuer Energie betanken kann.

Wir konnten einen Blick auf das weiße und schwarze Armband aus Kunststoff werfen. Beide fühlten sich angenehm an. Zusätzlich gibt es das Armband auch in Pink und weiteren Farben. Die Galaxy Watch Active ist bei Amazon für unter 240 Euro zu haben (Provisonslink).

Kabellos Musik hören: Galaxy Buds im Test

Zeitgleich zur neuen S-Klasse hat Samsung auch seine True-Wireless-Kopfhörer aktualisiert.  Sie heißen jetzt Galaxy Buds statt Gear IconX. Erstmals lassen sich nicht nur die Ohrknöpfe selbst, sondern auch das Lade-Etui kabellos aufladen. Außerdem sind die Ohrknöpfe im Vergleich zum Vorgänger etwas geschrumpft.

Mit unserem Test-Smartphone lassen sich die Galaxy Buds im Test einfach verbinden, was nicht überrascht, da sie ja als offizielles Zubehör fürs Samsung Galaxy S10 (Plus) beworben werden. Sie auf das Display zu legen genügt dafür – ähnlich wie bei den Apple Airpods. Direkt ab Werk finden wir den Sound zu dünn. Wenn wir in der Galaxy-Wearable App allerdings per Software die Dynamik erhöhen, klingen die Galaxy Buds deutlich voller und kräftiger.

Samsung Galaxy Buds
Kommen ohne Kabel aus und eigenen sich daher prima für die Beschallung beim Sport: Die True Wireless Ohrhörer Samsung Galaxy Buds. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Aktive Geräuschunterdrückung haben die Galaxy Buds nicht an Bord. Dennoch schirmen sie gut ab. Für manchen womöglich etwas zu gut. Daher lassen sich per App die Außenmikrofone aktivieren und die Umgebungsgeräusche durchschleifen. Laut Samsung halten die Akkus in den Ohrknöpfen bis zu sechs Stunden bis zum nächsten Aufladen durch, was nach unseren Praxiserfahrungen ungefähr hinkommt. In Weiß, Gelb oder Schwarz sind die Samsung Galaxy Buds bei Amazon zum Preis von 160 bis 170 Euro erhältlich (Provisonslink).

Zubehör fürs Samsung Galaxy S10 (Plus) im Check: Stationen für kabelloses Laden

Während Apple die Ladematte AirPower nach langem Vertrösten einkassiert, liefert Samsung seine Version davon einfach ab. Wireless Charger Duo Pad heißt die Ladematte, mit der sich beispielsweise ein Galaxy S10 (Plus) und eine Galaxy Watch Active gleichzeitig frisch betanken lassen. Schnelles Laden mit bis zu 12 Watt ist möglich. Exklusives Zubehör fürs Samsung Galaxy S10 (Plus) ist die Ladematte nicht. Geräte anderer Hersteller lassen sich nämlich ebenfalls aufladen, sofern sie den Qi-Standard unterstützen. Die Verarbeitungsqualität der Ladematte hinterließ beim Ausprobieren auf dem Launch-Event von Samsung einen verlässlichen Eindruck. Zur Ladegeschwindigkeit in der Praxis können wir nichts sagen. Das Wireless Charger Duo Pad ist bei Amazon für rund 70 Euro zu haben (Provisionslink).

Samsung Wireless Charger Duo Pad
Das Samsung Wireless Charger Duo Pad ist orignales Zubehör fürs Samsung Galaxy S10 (Plus), lädt aber auch andere Geräte. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Für etwas über 80 Euro (Provisionslink) ist als Alternative die Ladestation Terratec ChargeAir All verfügbar. Im Vergleich zum Samsung-Produkt kann sie sogar bis zu drei Geräte aufladen, wobei der mittlere Ladeplatz allerdings für eine Apple Watch reserviert ist. Für Android-Smartwatches kommen die beiden Ladeplätze jeweils rechts und links davon infrage. Diese beiden Ports laden mit bis zu 10 Watt, sofern dies auch das jeweilige Geräte akzeptiert.

Terratec ChargeAir All
Lädt zwei Smartphones bzw. Smartwatches und eine Apple Watch kabellos: Terratec ChargeAir All. Image by Terratec

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Samsung Galaxy Fold: ab Mai ist das Falt-Smartphone erhältlich

Samsung Galaxy Fold

Spätestens seit Samsung sein erstes faltbares Smartphone namens Galaxy Fold im Februar offiziell vorgestellt hat, ist die Vorfreude von Fachwelt und Fans auf die neue Smartphone-Generation groß. Nun steht fest, wann das wegweisende Gerät in Deutschland erhältlich ist. Demnach erscheint das Samsung Galaxy Fold im Mai 2019 im Online-Shop des Herstellers sowie bei der Deutschen Telekom, Teléfonica und Vodafone. Ein Schnäppchen ist das Pionier-Produkt nicht: 2.000 Euro werden dafür fällig. Immerhin legt Samsung noch die kabellosen Ohrknöpfe Galaxy Buds und ein hochwertiges Kevlar-Cover als Bonus obendrauf.

Aus Zwei mach Eins, aus Eins mach Zwei

Was steckt hinter dem Konzept. Das Samsung Galaxy Fold ist, wie der Name schon sagt, ein faltbares Smartphone und besteht aus zwei Displays. Im ausgeklappten Zustand wartet das AMOLED Infinity Flex-Display mit einer Diagonale von 7,3 Zoll auf. Das Seitenverhältnis misst dabei 4.2:3 und die Auflösung beträgt 2.152 x 1.536 Pixel. Klappt man das Falt-Smartphone zusammen, verringert sich die Bildschirmdiagonale des kleineren Front-Bildschirms auf kompakte 4,9 Zoll mit 1.950 x 840 Pixeln und einem Seitenverhältnis von 21:9. Im Unterschied zum Huawei Mate X wird das Samsung Galaxy Fold nach innen und nicht nach außen geklappt.

Laut Samsung sollen die Übergänge der Apps zwischen dem Front- und dem Hauptdisplay beim Auf- und Zuklappen nahtlos funktionieren. Im ausgeklappten Zustand sollen Nutzer dank Multi-Active Window bis zu drei Apps gleichzeitig bedienen können.

Top-Hardware für ein hohes Arbeitstempo

Auch unter der Haube hat das faltbare Smartphone viel zu bieten. Im Inneren des Samsung Galaxy Fold sorgen ein Sieben-Nanometer-Prozessor sowie zwölf Gigabyte RAM für Geschwindigkeit. Außerdem ist ein 512 Gigabyte Flash-Speicher vom Typ UFS 3.0 an Bord. Damit ist für ein ordentliches Arbeitstempo sowie ausreichend Speicherplatz gesorgt. Damit genügend Energie vorhanden ist, wird das Gerät von zwei Akkus mit einer Gesamtkapazität von 4.380 mAh versorgt.

Sechs Kameras für das Samsung Galaxy Fold

Insgesamt sechs Kameras verbaut Samsung im Galaxy Fold. Dabei befindet sich alleine auf der Rückseite eine Triple-Kamera bestehend aus zwei Weitwinkel- und einer Tele-Optik mit Zweifach-Zoom. Die Front- und Innenseite sind außerdem mit jeweils einer Selfie-Kamera bestückt. Zu guter Letzt dient eine zweite Innenkamera dazu, Abstandsmessungen und die Bokeh-Berechnung für besonders gelungene Porträtaufnahmen durchzuführen.

Das Galaxy Fold kommt dabei in den vier verschiedenen Farbvarianten Space Silver, Cosmos Black, Martian Green und Astro Blue und wird mit der Android Version Android 9 Pie laufen.

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Die Smartphone-Trends 2019: Falten, Löcher und immer mehr Linsen

Das Huawei Mate X: Faltbare Smartphones sind einer der Smartphone-Trends 2019

Das Jahr 2019 nimmt langsam Fahrt auf. Viele große Hersteller haben bereits ihre Flaggschiff-Smartphones für dieses Jahr ins Rennen geschickt, andere stehen kurz vor der Präsentation. Mit dabei sind auch die ganz Großen, wie Samsung und seine neue Galaxy-S10-Serie oder etwa Huawei mit der aktuellen Mate 20-Reihe, sowie dem faltbaren Modell Huawei Mate X. Doch auch weitere namhafte Hersteller haben ihr Smartphone-Portofolio für 2019 bereits aktualisiert. So zeigt sich mittlerweile, was die Smartphone-Trends 2019 sind. Wir zeigen euch, mit welchen Features euer Smartphone gerade voll im Trend liegt.

1. Falten sind jetzt In: Der Vormarsch der Foldables

Lange wurde getüftelt und nun scheinen die ersten Hersteller damit in den Startlöchern zu stehen. Die Rede ist hier von faltbaren Smartphones, die wohl den fortschrittlichsten unter den Smartphone-Trends 2019 darstellen. In den vergangenen Monaten kamen immer wieder neue Patente und Informationen unterschiedlichster Hersteller in dieser Richtung ans Licht. Zudem durften wir ganz zu Beginn des Jahres auch einen Blick auf die ersten Prototypen werfen. Den Anfang machte zur Überraschung ein eher kleiner Hersteller auf der CES 2019 in Las Vegas. Das Royole FlexPai war der Aufmerksamkeits-Magnet auf der Technikmesse im Januar. Doch nicht lange danach zeigten auch Samsung und Huawei ihre faltbaren Smartphones – und zwar auf dem MWC 2019 in Barcelona. 

Der Smartphone-Trend 2019: Faltbare Smartphones
Einmal aufgeklappt, einmal zusammengefaltet: Das Huawei Mate X. Image by Huawei

Sowohl das Samsung Galaxy Fold als auch das Huawei Mate X besitzt eine Faltstelle, mit der sich das Display auf eine Tablet-Größe ausklappen lässt. An dieser Stelle ist das Display, dessen Panel auf der OLED-Technologie beruht, so flexibel, dass es den Faltvorgang zulässt. Gleichzeitig ist es bislang auch noch die größte Schwachstelle des innovativsten Smartphone-Trends 2019. Die größte Herausforderung für die Hersteller wird es sein, dass sich über die Zeit keine Dellen, Wellen oder sogar Bruchstellen im Display bilden.

Auch LG und Motorola haben Geräte dieser Art geplant. Zusätzlich ist der chinesische Hersteller Xiaomi hier ebenfalls auf dem Vormarsch. Einige Patentskizzen zeigten auch bereits Smartphones, die über zwei Faltstellen verfügen. Es bleibt also spannend, wie es mit faltbares Smartphones weitergeht. Denn bislang handelt es sich dabei um eine äußerst kostspielige Angelegenheit. Über 2.000 Euro wird das Huawei Mate X kosten. Es scheint also noch ein weiter Weg zu sein, bis faltbare Smartphones zum Alltag werden könnten.

2. Smartphones haben nun Löcher

Auf dem Weg zu immer mehr Display für das Smartphone wurde 2017 durch das iPhone X die Notch besonders populär. Die Einkerbung am oberen Displayrand beherbergt in den meisten Fällen mindestens die Frontkamera und einige Sensoren bzw. den Frontlautsprecher. Daneben ist dann mehr Platz für das Display. Doch hier scheiden sich die Geister. Während es die einen modern finden, ist die Notch für andere einfach nur hässlich. Und so wie es scheint, soll der 2017-er Smartphone-Trend nur eine Übergangsphase auf dem Weg zu einer höheren Screen-to-Body-Ratio gewesen sein. Denn derzeit sieht das Ganze in diesem Jahr schon wieder ganz anders aus. Zu den Smartphone-Trends 2019 zählt nämlich unter anderem die Loch-Notch.

Einer der Smartphone-Trends 2019: Die Loch-Notch
Das Honor View 20 mit kleiner Loch-Notch. – Image by Honor

Honor war mit dem View 20 hier am schnellsten, doch auch Samsung zog zügig mit seiner aktuellen Galaxy S10-Serie nach. Sowohl der chinesische Hersteller als auch das südkoreanische Unternehmen haben ein Loch in das Display ihrer Smartphones gestanzt. Die Frontkamera wird erstmals vollständig vom Bildschirm umrandet.

Doch so richtig los sind wir die Notch damit nicht. Wieder gibt es am oberen Displayrand etwas, dass das Bild „stört“. Deswegen zeigen sich immer wieder neue Varianten, wie beispielsweise ausfahrbare Frontkameras oder Smartphones, wie das Nubia X, mit einem zweiten Display auf der Rückseite. Für 2019 heißt der Smartphone-Trend also weiterhin Notch – nur in Loch-Form. Es bleibt jedoch spannend zu sehen, was 2020 auf uns wartet.

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3. Mehr ist mehr? Die Zahl der Kameralinsen steigt

Erst zwei, dann drei, dann vier und nun sogar fünf?! 2019 hat mehr Smartphone-Kameras im Gepäck, als jemals zuvor. Und das kommt nicht von ungefähr. Spätestens seit dem Erfolg des Huawei P20 Pro mit Triple-Kamera, setzen immer mehr Hersteller auf „Mehr ist mehr“. So zeigte uns Samsung mit dem Galaxy A9 bereits vier Linsen für die Hauptkamera in der Mittelklasse. Markeninhaber HMD Global setzt mit dem Nokia 9 PureView nun einen drauf und präsentiert ein Smartphone mit Penta-Kamera. Es macht fast den Anschein, als habe die Dual-Kamera ausgedient. Mindestens drei Linsen sollten es nun schon sein. Deswegen macht die Triple-Kamera auch einen weiteren der Smartphone-Trends 2019 aus. 

Smartphone-Trends 2019: Mehr Kameralinsen
Das Nokia 9 PureView kommt mit ganzen fünf Kameras auf der Rückseite. Image by Jessica Julia Mrzik

Besonders Huawei scheint seit seinem P20 Pro hier ein Erfolgskonzept zu sehen. Deswegen stellte der chinesische Hersteller ebenfalls seine aktuellste Flaggschiff-Serie Mate 20 Pro mit einer Drei-Linsen-Kamera vor. Und auch neue P30-Reihe verfügt über drei Kameras mit unterschiedlichen Brennweiten. Im P30 Pro ist sogar eine vierte Kamera, die aber nur Abstandsinformationen misst. Zusätzlich präsentierte Samsung auch seine aktuellen Flaggschiffe Galaxy S10 und Galaxy S10+ mit Triple-Kamera.

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4. Fingerabdrucksensor im Display

Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite ist mittlerweile zur Standard-Ausstattung eines Smartphones geworden. Für Home Buttons à la iPhone 8 und Co. ist frontseitig einfach kein Platz mehr. Doch für den nächsten Smartphone-Trend 2019 verschwindet der Fingerabdrucksensor wieder von der Rückseite – und wandert zurück nach vorne. Doch diesmal integrieren ihn die Hersteller direkt unter das Displayglas. Das OnePlus 6T war Ende 2018 das erste erhältliche Mainstream-Smartphone mit so einer Komponente. Weitere Hersteller folgten. Der In-Display-Fingerabdrucksensor ist geboren und ist ganz eindeutig einer der Smartphone-Trends 2019.

So setzt Huawei für seine aktuellen Top-Modelle Mate 20 Pro und P30 Pro auf einen Fingerabdruckscanner unter dem Display. Und auch Tochterunternehmen Honor verbaut den Fingerabdrucksensor im aktuellen Flaggschiff View 20 unter dem Display. Bei beiden Modellen gibt es jedoch kritische Stimmen, was die Zuverlässigkeit der optischen Scanner anbelangt. Zu langsam, zu ungenau. Genau hier will Samsung mit seiner Galaxy S10-Reihe Abhilfe schaffen. Denn im Galaxy S10 und Galaxy S10+ kommt zum ersten Mal ein Ultraschall-Fingerabdruckscanner unter dem Display zum Einsatz. Dieser soll nicht nur zuverlässiger und schneller arbeiten. Auch feuchte, schmutzige oder eingecremte Finger sollen damit kein Problem mehr darstellen. Die Technologie, die von Qualcomm stammt, hat dem In-Display-Fingerabdrucksensor somit einen Schub verpasst und macht ihn zurecht zum Smartphone-Trend für 2019.

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5. Sound-On-Display: Wenn das Display zum Lautsprecher wird

Doch nicht nur der Fingerabdrucksensor findet mittlerweile unter dem Display Platz. So wie es scheint, ist 2019 das Jahr, in dem das Display viele neue Aufgaben erhält. Denn nun kann es sogar Musik abspielen. Es ist einer der etwas kleineren Smartphone-Trends 2019, doch das Interesse wächst: Sound-On-Display. Den Anfang machte das Xiaomi Mi Mix 2, das über eine piezoelektrische Klangübertragung verfügt. Doch auch LG zieht mit seiner „Crystal Sound Display“-Technologie im neuen LG G8 ThinQ nach, Huawei nennt das im P30 Pro „Akustik-Display-Technologie“. Das Display des Smartphones ist in der Lage, eine Lautsprechermembran zu simulieren und so Akustik an die Umgebung abzugeben. Für uns bedeutet das dann, dass wir diese Schwingungen als Sound wahrnehmen. 

Zunächst wurde auch vermutet, dass Samsung für die Galaxy-S10-Serie diesen Ansatz verfolgt. Doch das südkoreanische Unternehmen hat sich hier für einen schmalen Frontlautsprecher zwischen Display und Gehäuserand entschieden. Dennoch sehen wir hier das Potential, zukünftig noch mehr Screen-to-Body-Ratio heraus zu holen. 

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6. Der neue Netzstandard: 5G-Smartphones häufen sich

Last but not least ist 5G einer der Smartphone-Trends 2019. Der neue Netzstandard ist mittlerweile in aller Munde und war auf dem MWC 2019 das große Thema. Damit soll künstliche Intelligenz, wie sie bereits in einer Vielzahl von Smartphones eingesetzt wird, erst seine volle Wirkung entfalten können. Von einer stabileren und schnelleren Netzwerk-Infrastruktur soll zudem die rasend fortschreitende Digitalisierung profitieren. Deswegen zeigten erste Hersteller bereits 5G-Smartphones, die sie in ihr Portfolio aufgenommen haben. Mit darunter ist das Galaxy S10 5G, das in dieser Variante den neuen Netzstandard unterstützt. Auch das faltbare Huawei Mate X kommt mit 5G-Unterstützung. Den Anfang machte jedoch Motorola mit seinem Moto Z3 – dank Moto Mod. Dabei handelt es sich um ein Ansteckmodul, das separat erworben und an das Smartphone angedockt werden kann. Voraussetzung dafür ist natürlich ein vorhandener 5G-Ausbau. Und wie es damit in Deutschland voran geht, wird die Zeit zeigen.

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Apple TV+: Video-Streaming vom iPhone-Konzern kommt

Apple TV+ Logo

Wer gerne Filme und Serien im Abo streamt, muss sich nach Disney+ künftig zwischen noch einem weiteren Dienst entscheiden. Wie erwartet startet Apple sein eigenes Angebot für Video-Streaming namens Apple TV+ ab Herbst diesen Jahres. Außerdem überarbeitet der iPhone-Konzern seine TV-App und veröffentlicht sie im Mai für weitere Geräte, auch für die anderer Hersteller.

TV-App von Apple kommt für Mac, Smart TVs und Fire TV Stick

Apple will seine TV-App als zentrale Anlaufstelle für Video-Streaming etablieren und kehrt sie dafür von innen nach außen. Bisher diente sie auf iPhone, iPad und der Set-Top-Box Apple TV als Sammelbecken für bei iTunes gekaufte Sendungen, sowie die woanders gebuchten Streaming-Abos wie etwa Amazon Prime Video. Das bleibt auch so. Doch künftig können Nutzer in der TV-App direkt kostenpflichtige Programme anderer Anbieter abonnieren, darunter die von HBO und Showtime. Apple TV Channels heißt dieses neue Angebot. Darüber hinaus soll die TV-App stärker als bisher die Rolle eines Programm-Guides übernehmen und Nutzern personalisierte Vorschläge unterbreiten.

Apple TV-App 2019
Die neue TV-App von Apple soll noch mehr zur zentralen Anlaufstelle für Fernsehinhalte werden, sodass die Grenzen zwischen den Anbieter-Apps verschwimmen. Image by Apple

Apple-Nutzer finden die TV-App ab Mai 2019 auch auf Geräten anderer Hersteller. Im Frühjahr erscheint sie erstmals auf Smart TVs von Samsung, später folgen Fernseher von LG, sowie der Streaming-Stick Amazon Fire TV. Auf Mac-Computern ist die TV-App ab Herbst verfügbar. Selbst wer die TV-App nicht verwendet, kann künftig trotzdem leichter Medien aus dem Apple-Kosmos auf Fernsehgeräten schauen. Ab diesem Jahr unterstützen Smart TVs von Samsung, LG und Sony nämlich AirPlay 2, weswegen sich Inhalten vom iPhone und iPad auch ohne den Umweg über die Streaming-Box Apple TV dort spiegeln lassen.

Video-Streaming mit Apple TV+

Eine Schlüsselrolle für den Durchbruch der TV-App soll Apples eigener erster Dienst für Video-Streaming spielen: Apple TV+. Dort will Apple ausschließlich „Originals“, also Produktionen mit eigener Beteiligung zeigen. Dafür nimmt der Konzern offenbar Milliarden in die Hand und Branchengrößen wie Steven Spielberg, J.J. Abrams und M. Night Shyamalan unter Vertrag. Apple TV+ wird in die TV-App integriert und startet frühestens im Herbst 2019. Erst dann will Apple nennen, was der Dienst für Nutzer kostet und welche Inhalte in Deutschland verfügbar sind. Zur gleichen Zeit kommt übrigens auch Apple Arcade, ein Abo-Dienst für Spiele.

TV-Geräte mit HomeKit automatisieren

Mit dem jetzt veröffentlichten Update auf iOS 12.2 für iPhone und iPad, integriert Apple auch auf andere Weise Fernsehgeräte in das eigene Ökosystem. Damit lassen sich iPhone und iPad als Fernbedienungen für Fernseher verwenden, die demnächst HomeKit unterstützen. Für die Smart-Home-Plattform von Apple wollen sich LG, Sony und teilweise Samsung öffnen. Dadurch können kompatible TV-Geräte auch Teil von automatisierten Abläufen werden, etwa im Zusammenspiel mit smarten Lampen.

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Samsung Galaxy M20 im Flashsale: Das ist die neue Einsteiger-Klasse

Für Fans der Samsung J-Reihe gab es vor einiger Zeit die Hiobsbotschaft: Der südkoreanische Technik-Riese stampft die Einsteiger-Smartphone-Serie ein. Doch das ist kein Grund, in Zukunft auf neue Samsung-Modelle der günstigsten Preisklasse zu verzichten. Denn nun kommt die Ablösung – in Form des Samsung Galaxy M20. Mit der M-Serie stellt der Hersteller seine neue Einsteiger-Klasse vor und bringt sie nun erstmals nach Deutschland. Jedoch gilt es hier, aufmerksam und schnell zu sein. Warum, zeigen wir euch hier. Zusätzlich erklären wir die neue Aufstellung der verschiedenen Modell-Klassen des südkoreanischen Herstellers.

Galaxy M20 startet in Deutschland: Viel Display für kleines Geld

Für besonders preisbewusste Smartphone-Nutzer hatte Samsung Anfang des Jahres ein neues Blatt in der Hinterhand – mit der neuen M-Serie. Nachdem klar wurde, dass die Einsteiger-Klasse Galaxy J eingestellt werden soll, musste eine neues, günstiges Modell-Angebot her, um besonders im asiatischen Raum konkurrenzfähig zu bleiben. Deswegen starteten vor knapp zwei Monaten das Samsung Galaxy M10 und Galaxy M20 in Indien. Nun kommt letzteres Modell auch hierzulande an.

Mit dem Samsung Galaxy M20 bietet euch der südkoreanische Smartphone-Riese ein Infinity-V-Display in der Einsteiger-Klasse. Das 6,3 Zoll große FullHD+-Display erstreckt sich fast über die gesamte Front des Smartphones. Lediglich die tropfenförmige Notch und ein schmaler unterer Rand unterbrechen das „randlose“ Erlebnis. Die kleine Aussparung am oberen Display-Rand, die „Notch“ genannt wird, beherbergt die 8-Megapixel-Kamera des Galaxy M20. Rückseitig verbaut Samsung eine Dual-Kamera in seiner neuen Einsteiger-Klasse. Mit an Bord ist hier ein Hauptsensor, der mit 8 Megapixel und einer f/1.9-Blende knipst. Unterstützt wird dieser von einem 5-Megapixel-Weitwinkelobjektiv. 

Das läuft und läuft: Mega-Akku in der Einsteiger-Klasse

Unter der Haube wird das Samsung Galaxy M20 vom Exynos 7904 angetrieben. Dabei handelt es sich um einen Octa-Core-Prozessor der einfachen Mittelklasse und stellt eine Abwandlung des Exynos 7889 dar. Dem Chipsatz stehen zudem 4 GB RAM zur Verfügung. Der interne Speicher hingegen kommt ab Werk mit 64 GB für eure Bilder und andere Dateien. Zusätzlich habt ihr aber auch die Möglichkeit, den Speicher des Galaxy M20 per Micro-SD-Karte auf bis zu 512 GB zu erweitern. Doch das eigentliche Highlight – neben dem Infinity-V-Display – zeigt sich in puncto Akku. Ganze 5.000 mAh Kapazität bringt die Batterie des Einsteiger-Smartphones mit sich. Das macht den Akku zu einem der leistungsstärksten, die Samsung je eingesetzt hat. Geladen wird er dank Schnellladefunktion über die USB-Typ-C-Schnittstelle recht zügig.

Samsung Galaxy M20 in Ocean Blue mit Infinity-V-Display.
Mit Infinity-V-Display dank Notch-Design: Das Galaxy M20 von Samsung.

Flashsale-Aktionen: Galaxy M20 exklusiv bei Amazon und Samsung erhältlich

Sollte das neue Samsung Galaxy M20 genau das Smartphone sein, das ihr sucht, könnt ihr das Einsteiger-Modell zur UVP von 229 Euro in den Farben Charcoal Black und Ocean Blue ab sofort ergattern. Doch hier gilt es, aufmerksam zu sein. Denn das Smartphone ist einerseits exklusiv bei Amazon als auch in Samsungs Onlineshop erhältlich, doch es gibt eine zeitliche Eingrenzung. So startete heute um 10 Uhr der erste von drei Flashsales, der 24 Stunden anhält. Danach ist das Samsung Galaxy M20 erst wieder am 25. März sowie nochmal am 1. April ab 10 Uhr für 24 Stunden im Flashsale bei den genannten Anbietern erhältlich. Eine dauernde Marktverfügbarkeit ist bislang unklar. Hier wird Samsung wohl zunächst die verkauften Stückzahlen der jeweiligen Flashsales beobachten.

Galaxy A, Galaxy M, Galaxy J? Samsungs-Serien kurz erklärt

Für dieses Jahr hat sich Samsung, was seine einzelnen Smartphone-Reihen angeht neu aufgestellt. Doch für die Nutzer kann es manchmal schwierig sein, im Dschungel der Modell-Bezeichnungen den Überblick zu behalten. Deswegen schaffen bringen wir hier ein wenig Licht ins Dunkle. 

Wie bereits erwähnt, löst die neue Samsung Galaxy M-Serie, beginnend hierzulande mit dem Galaxy M20, die vorherige preisgünstigste J-Klasse ab. Somit handelt es sich weiterhin um die Einsteiger-Kategorie von Samsung-Smartphones. Doch auch mit der A-Serie bedient Samsung Kunden, die sich für günstigere Modelle interessieren. Dennoch muss man die A-Serie klar von der neuen M-Reihe trennen. Während die Galaxy M-Smartphones die unterste Preiskategorie abdecken, ist die A-Serie von Samsung in der Mittelklasse angesiedelt. Demnach kommen hier auch einige abgespeckte High-End-Merkmale zum kleineren Preis zum Einsatz. So hat das aktuellste Modell Galaxy A50 bereits eine Triple-Kamera mit an Bord. Die oberste Klasse bedienen dann die Flaggschiff-Serien, wie beispielsweise die aktuellsten Galaxy S10-Modelle oder das Stift-Phablet Galaxy Note 9.

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Samsung Q900 ausprobiert: So schön starten 8K-Fernseher in die neue TV-Ära

Samsung Q900 8K-Fernseher

Wer jetzt mit neuem Fernsehgerät liebäugelt, wird ein 4K- bzw. UHD-Modell in den Blick nehmen. Das ist der vorherrschende Standard bei Bildschirmen, die jetzt auf den Markt kommen. Aber die nächste Generation steht bereits in den Startlöchern: 8K-Fernseher. Auf der IFA 2018 haben drei Hersteller entsprechende Geräte in Aussicht gestellt. Doch nur Samsung hat als einziger jetzt schon geliefert und drei Produkte in den Handel gebracht. Zu Preisen von rund 5.000, 7.000 und 15.000 Euro handelt es sich bei der Serie namens Samsung Q900 beileibe noch nicht um Ware für den Massenmarkt. Aber als Pionierprodukte setzen sie zwangsläufig Maßstäbe. Daher haben wir sie uns bei einem Hands-on-Event im Samsung Showcase in Frankfurt am Main gern angeschaut. Das Ergebnis: Samsungs 8K-Fernseher begeistern mit einer fantastischen Bildqualität, sind ihrer Zeit aber noch voraus.

Was sind nochmal 8K-Fernseher?

Die Abkürzung 8K steht für die Anzahl an Bildpunkten, die die neue Generation der TV-Geräte waagerecht in einer Linie darstellen kann. Ein 8K-Fernseher löst 7.680 x 4.320 Pixel auf. Aufgerundet zählt jede horizontale Zeile also rund 8.000 Bildpunkte, im Jargon also 8K. Insgesamt finden damit rund 33 Millionen Pixel auf der Displayfläche Platz. Das ist viermal so viel wie bei modernen 4K-Fernsehern und 16-mal soviel wie bei den immer noch sehr verbreiteten TV-Geräten mit FullHD-Standard. Bei der hohen Pixeldichte von 8K sind einzelne Bildpunkte für das menschliche Auge kaum mehr klar erkennbar – auch aus nächster Nähe betrachtet nicht. Das ist praktisch, wenn Fernseher mit immer größeren Diagonalen Einsatz finden, aber der Sitzabstand unverändert bleibt. Das ist auch das Szenario, für das Samsungs neues Trio gemacht ist. Denn mit 65 Zoll (163 cm), 75 Zoll (189 cm) und 85 Zoll (216 cm) sind die neuen Geräte nur als XXL-Versionen verfügbar.

Samsung Q900 im Hands-On: 8K in den Blick genommen

Der Effekt funktioniert. Mit einem Sitzabstand von etwa 1,50 Metern vor dem 85-Zoll-Display war die Kinoreihe im Showroom von Samsung nicht zu nah platziert. Selbst wenn wir unrealistisch dicht, quasi unmittelbar an die Bildschirme, herantreten, können wir bei 8K-Inhalten kein Pixelraster erkennen. Hochskaliertes 4K-Material wirkt etwas weniger scharf als natives 8K. Diesen Unterschied bemerken wir jedoch nur bei einer Distanz von unter 40 Zentimetern – weiter weg wirkt alles knackscharf. Damit ist der Mindestabstand für ultrahochaufgelöstes Material aber immer noch sehr gering. Sendungen in FullHD oder niedrigeren Auflösungen lagen nicht vor, dürften aber bei einer üblichen Distanz zwischen zwei und drei Metern auch noch makellos scharf wirken.

Samsung Q900 8K-Fernseher Hands-On
Die Netzpiloten-Redaktion gehört zu den ersten Journalisten, die einen neuen Blick auf die 8K-Fernseher von Samsung werfen konnten. Image by Samsung

AI Upscaling: Künstliche Intelligenz macht die Pixel schön

Für die Praxis sind SD-, FullHD- und 4K-Sendungen auch beim Einsatz von 8K-Fernsehern weiter relevant. Denn bis auf wenige Test-Videos gibt es noch keinen Hollywood-Blockbuster, keine Amazon-Serie und keine Fernsehshow, die nur annähernd schon im neuen Standard produziert wird. Mit einer nennenswerten Auswahl ist erst in zwei bis fünf Jahren zu rechnen. Daher spielt Samsung Bildverbesserungssoftware auf, die niedriger aufgelöstes Material hochskaliert.

Zeitgemäß kommen dabei Rechenverfahren der Künstlichen Intelligenz zum Einsatz. AI Upscaling heißt das Zauberwort. Dem im TV-Gerät verbauten Prozessor hat Samsung anhand von Tausenden Paaren originaler und perfekt skalierter Bildsequenzen maschinell beigebracht, wie sich Inhalte für die außergewöhnlich hohe Zahl sehr kleiner Pixel aufbereiten lassen. Beim Mimikri von 4K zu 8K funktioniert dieser Vorgang während unserer Inaugenscheinnahme sehr ansehnlich. Auf Blu-ray zugespielte 4K-Filme wie Tomb Raider und Fantastische Tierwesen sehen insbesondere auf der riesigen 85-Zoll-Variante des Samsung Q900 umwerfend aus. Stehen wir nicht gerade direkt vor dem Gerät, stellen wir keinen Schärfeverlust fest. Auf unserer Sitzposition etwa 1,20 Meter vor dem Samsung Q900, wirkt das 4K-Material wie für das 8K-Display gemacht.

Ein Vergleich der Bildqualität von einem nativen 4K-Fernseher mit den neuen 8K-Modellen ist allerdings nicht möglich. Samsung hat nach eigenen Angaben bewusst darauf verzichtet, um dem Vorwurf zu entgehen, die niedriger aufgelösten Geräte durch entsprechende Einstellungen schlechter aussehen zu lassen. Daher muss der Eindruck der 8K-Modelle in dem Hands-On für sich sprechen. Und der ist zweifellos überzeugend.

Famose Farben und Lichtstimmung dank HDR

Die neuen 8K-Fernseher überzeugen auch in anderen Kriterien der Bildqualität. So bringen die drei Samsung Q900 Sendungen mit hohem Dynamikumfang (HDR) stimmungsvoll zur Geltung. Weil sie die Leuchtkraft der Quantum LEDs auf bis zu 4.000 Nits aufdrehen können, wirken sehr helle Bildbestandteile eben auch realistisch hell, ohne dass sie an den Rändern an Zeichnung verlieren und schwarze Bildbereiche grau wirken. Ein gutes Beispiel dafür ist die Netflix-Eigenproduktion Bright, in der die Protagonisten während einer Szene in einem nur von Kerzen beleuchteten Raum vor einen Oberschurken treten. Die Flammen leuchten hell ohne auszufressen, gleichzeitig bieten die im Schatten liegenden Flächen sattes Schwarz ohne abzusaufen. Hier wirkt HDR besonders lebensecht und detailreich.

Die Blickwinkelstabilität ist bei LCD-Fernsehern dieser Preiskategorie auch kein Manko. Farben wirken von allen Seiten kontrastreich, kein Schleier stellt sich bei seitlichem Blick ein. Mit schnellen Bildänderungen haben die drei Samsung Q900 ebenfalls kein Problem. Beim Xbox-Rennspiel Forza Horizon 4 erkennen wir daher keine Schlieren – außer dort, wo die Game-Designer sie als Blur-Effekt bewusst platziert haben. Weil die FreeSync-Technik unterstützt wird, eignen sich die neuen Modelle auch fürs Gaming, wofür Samsung sie ausdrücklich bewirbt.

Sound braucht keine zusätzlichen Lautsprecher

Insbesondere beim vielfältigen Soundtrack von Forza Horizon 4 überrascht uns der kraftvolle Sound der im 75-Zoll-Modell eingebauten Lautsprecher. Sie spielen so stark auf, dass Käufer auf die Extra-Anschaffung externer Boxen verzichten können. Hier macht sich das größere Gehäusevolumen von XXL-Fernsehern positiv bemerkbar, das den Einbau leistungsstärkerer Schallwandler ermöglicht.

Samsung 8K-Fernseher Gaming
Fürs Gaming eignet sich der Samsung Q900 wegen der Anti-Schlieren-Technik Freesync und wegen des kraftvollen Sounds. Image by Samsung

Wer aber doch Lautsprecher anschließen möchte, kann das natürlich tun. Auch ohne Anschlüsse auf der Fernseherrückseite, denn die sind in der One-Connect-Box ausgelagert. Nur ein einziges Kabel führt von dort hin zum Fernseher. So verfährt Samsung bei seinem teureren Fernseher seit einer Weile, wie beispielsweise bei The Frame. Dadurch lassen sich neuere Verbindungsstandards durch den Austausch der One-Connect-Box nachrüsten. Da die 8K-Technik am Anfang steht, bleibt der Kauf eines Pionierprodukts aus der Q900-Serie zumindest zukunftssicher. Das Auslagern der Kabelschnittstellen in die One-Connect-Box soll auch die Rückseite des Fernsehers aufgeräumter aussehen lassen und ihn damit besser fürs freie Aufstellen eignen. Bei den drei Samsung Q900 unterbrechen allerdings unerwartet viele kleinere Aussparungen das puristische Design der Rückwand. Für die Wandhängung sind die XXL-Displays schon eher geeignet.

Die bei diesen Modellen mitgelieferte One-Connect-Box ist etwas größer als bisher. Dennoch lässt sie sich weiterhin in einer TV-Bank verstauen. Nur gut belüftet und nicht fest umschlossen sollte sie sein. Uns fällt nämlich auf, dass die Box unter Last mehr als handwarm wird.

Das sagen die anderen über Samsung Q900

Die Messergebnisse von Test-Zeitschriften bestätigen unseren subjektiven Eindruck. Video (Ausgabe 12/2018) lobt neben der Farbwiedergabe und Helligkeitssteuerung durch das sogenannte lokale Dimmen der QLEDs vor allem die KI-Bildaufbereitung. Zwar beklagt die Zeitschrift neben dem hohen Preis vor allem den Stromverbrauch des 85-Zöllers von bis zu 200 Watt die Stunde. Aber unter dem Strich lautet das Testurteil von video „überragend (92%)“. Die Computerbild spricht vom „derzeit brillantesten Fernseher“, wobei der 8K-Standard eher das Sahnehäubchen sei, weil das Bild eben auch ohne Extra-Auflösung erstklassig aussehe. Wie uns, begeistert die Computerbild die HDR-Darstellung. Das mündet in der Testnote „gut (1,6)“.

Fazit: Überragender Eindruck vom 8K-Fernseher Samsung Q900

Die neuen 8K-Fernseher aus der Serie Samsung Q900 sind eine Wucht. Nicht nur wegen der XXL-Größe, sondern natürlich vor allem wegen der Bildqualität. Schärfe und Leuchtkraft begeistern uns! Da fällt gar nicht negativ auf, dass es noch gar keine 8K-Inhalte gibt, sondern Samsung sie höchstens von 4K hochrechnet. Der Eindruck ist dennoch famos, denn Samsung gelingt die Bildaufbereitung per KI-Software meisterhaft. In dieser Hinsicht deckt sich unsere subjektive Wahrnehmung mit den Messwerten von Test-Zeitschriften.

Dennoch stellt sich Frage, wer die 8K-Modelle von Samsung Q900 kaufen soll. Mit den Preisen liegt der Hersteller jenseits dessen, was die meisten Menschen für Fernseher ausgeben. Selbst Samsungs bisheriges 4K-Referenzgerät Q9FN, das ebenfalls überragende Test-Resultate erzielt hat, ist in der 65-Zoll-Variante „auf der Straße“ schon für 2.500 Euro zu bekommen. Also für die Hälfte des Preises, den Samsung Händlern für das gleich große neue 8K-Modell empfiehlt. Wer nicht ungewöhnlich nah dran sitzt und den Vergleich zu den neuen 8K-Geräten nicht erkennt, wird aber bei Top-4K-Geräten nichts vermissen.

Vermutlich geht es Samsung bei der Q900-Serie aber auch gar nicht um einen massenhaften Absatz und Verkaufserfolg. Viel wertvoller ist es, dass der Hersteller überhaupt schon auf dem Markt ist und Konkurrenten wie LG und Sharp nicht die Rolle des Innovators für 8K-Fernseher überlässt. Das ist Samsung gelungen.

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Tablet-Test: Das starke Samsung Galaxy Tab S4

Samsung Galaxy Tab S4 Test

Kinofeeling, atemberaubender Sound, mehr Produktivität und viele weitere neue Features verspricht Samsung mit dem Samsung Galaxy Tab S4, dem Nachfolger des Tab S3 (hier zum Test). Ich hatte die Möglichkeit, das neue Tablet mit dem Samsung Book Cover Keyboard und dem S Pen zu testen.

Das Tablet war für knapp zwei Wochen mein treuer Begleiter und hat meinen Alltag verschönert. Von morgens auf dem Weg in das Büro bis abends auf der Couch hat das Tab S4 überzeugt. Zu Beginn hatte ich als voreingenommene iOS-Nutzerin tatsächlich meine Zweifel. Ich war anfangs leicht überfordert, denn der klassische Homebutton fehlte mir bei der Bedienung schon ein wenig. Doch die Zweifel haben sich gelegt und ich habe mich schnell an das Android 8.1 Oreo-Betriebssystem gewöhnt.

Gesichtserkennung und Irisscanner

Nachdem ich das Tablet aus dem Karton herausholte, war ich direkt erstaunt, wie leicht es für seine Größe ist. Das Samsung Galaxy Tab S4 wiegt bei einer Displaygröße von 26,72 cm (10,5 Zoll) gerade mal 482 Gramm. Bei der Einrichtung konnte ich zwischen der Gesichtserkennung und dem Irisscanner wählen. Ich entschied mich für die Gesichtserkennung, die sogar bei schwacher Beleuchtung funktioniert. Bei der Benutzung des Irisscanners gab es zu Beginn leider leichte Komplikationen und meine Iris wurde nicht erkannt. Natürlich kann man sein Tablet auch zusätzlich mit einer PIN schützen.

Galaxy Tab S4 überzeugt durch modernes Design

Beim Samsung Galaxy Tab S4 fiel mir vor allem das Design positiv auf. Das Tablet ist auf der Vorder- und auf der Rückseite in Glas gefasst. Dazwischen befindet sich ein Rahmen aus Metall. Das Design wirkt sehr modern und klassisch. Zudem liegt das Tablet gut in den Händen.

Durch das Glas wirkt das Gerät meiner Meinung nach allerdings auch sehr zerbrechlich und zieht zudem schnell die Fingerabdrücke an. Das gibt einen kleinen Minuspunkt. Das Keyboard mit eingebauter Schutzhülle kam mir da also sehr gelegen. Gerade wenn man viel unterwegs ist und das Tablet in der Tasche verstaut, bietet eine Schutzhülle gute Sicherheit.

Kinofeeling und fesselnder Sound

Das Samsung Galaxy Tab S4 verfügt gleich über vier Lautsprecher mit Dolby Atmos-Technologie, die für einen hervorragenden und fesselnden Sound sorgen. Die Lautsprecher wurden von Akkustik-Experten von AKG entwickelt und liefern ein räumliches Klangbild. Als ich mir die Spotify-App runtergeladen hatte, testete ich direkt den Sound – und war beeindruckt. Das Klangbild passt sich automatisch an die Ausrichtung des Tablets an und auch die Lautstärke kann man überraschend hoch einstellen.

Auch für Serienliebhaber wie mich eignet sich das Samsung Galaxy Tab S4 hervorragend. Denn mit dem 10,5 Zoll große Super AMOLED-Display und einem Seitenverhältnis von 16:10, sowie einem besonders schlanken Rahmen sind alle Videos, Filme und Serien in einem gestochen scharfen Bild zu genießen. Ich verbrachte während des Testes eine Menge Zeit auf Netflix und war jedes Mal wieder begeistert von dem räumlichen Sound und der beeindruckenden Bildschirmauflösung.

Zeichnungen und Notizen erstellen mit dem S Pen

Der Samsung S Pen sticht vor allem durch seine feinen Gummispitze hervor. Zudem liegt er gut in der Hand und fühlt sich wie ein hochwertiger Kugelschreiber an. Mit seiner feinen Spitze von gerade mal 0,7 Millimetern Dicke lässt sich das Tablet einwandfrei bedienen. So kann man kreativ werden und ein paar nette Kunstwerke in der Pen.Up-App erstellen. Wenn man sich schnell etwas notieren möchte, aber keinen Zettel und Stift dabei hat, kann man ganz einfach seine Notizen mit dem S Pen im Modus namens Screen-Off-Memo erstellen.

S Pen Samsung Galaxy Tab S4
Das Samsung Galaxy Tab S4 verfügt über einen überarbeiteten S Pen. Image by Lina Schilling

Langer Videogenuss dank hoher Akkukapazität

Auch nach mehreren Stunden über knapp drei Tage verteilt auf Netflix, Instagram und mehreren Schreibeinheiten hat der Akku immer noch mitgespielt. Das Samsung Tab S4 hat eine Akkukapazität von 7.300 mAh und soll 16 Stunden andauernden Videogenuss ohne Pause ermöglichen. Ich war tatsächlich überrascht, wie lange ich das Tablet nutzen konnte, ohne es aufladen zu müssen. Als der Akku dann doch irgendwann mal leer wurde, war das Tab S4 innerhalb von knapp drei Stunden wieder voll aufgeladen. Auch der Speicher verfügt über eine große Kapazität und bietet viel Platz für Filme, Musik, Bilder und weitere Daten.

Mehr Produktivität mit Samsung DeX und dem Book Cover Keyboard

Mit Samsung DeX kann das Tab S4 sogar wie ein Desktop funktionieren. Wenn man das Tablet mit dem separat erhältlichen Samsung Book Cover verbindet, startet automatisch die Samsung DeX Funktion. Die Tastatur und das Tablet werden mit einem magnetischen POGO-Anschluss verbunden und es dauert nur paar Sekunden bis das Keyboard einsatzbereit ist.

Zunächst hatte ich ein paar Probleme mit der Bedienung der Tastatur, da sie im Gegensatz zu einer Standard-Tastatur doch recht klein ist. Doch je mehr mit dem Keyboard schrieb, desto mehr fand ich Gefallen daran. Für Vielschreiber und alle, die viel unterwegs sind, eignet sich das Tab S4 mit dem Keyboard also perfekt.

Mit dem Samsung DeX war das Arbeiten fast wie am PC möglich. Das Betriebssystem erinnert an Windows 10: Man kann mehrere Fenster und Anwendungen gleichzeitig öffnen, wie zum Beispiel Google Tabellen und Word.

Verbesserungsfähige Kamera

Die Rückkamera des Samsung Galaxy Tab S4 wartet mit 13 Megapixel auf und konnte nur ausreichend Leistung bringen, wenn die Lichtverhältnisse stimmten. Aber auch für schnelle Schnappschüsse im Sonnenschein ist die Kamera durchaus geeignet. Die Frontkamera überzeugte mich schon eher. Sie verfügt über acht Megapixel und macht ganz passable Bilder. Allerdings gehört der Komfort nicht zu den Lieblingsthemen von Samsung: Die Aufnahmen mit einem Tablet finde ich generell etwas umständlich und greife im Alltag dann doch lieber zu meinem iPhone.

Test-Fazit Samsung Galaxy Tab S4

Das Samsung Galaxy Tab S4 ist für alle, die häufig unterwegs sind und viel schreiben, der richtige Begleiter. Auch für Streaming-Junkies, die viel Wert auf Sound und Auflösung setzen, hat das Tab S4 viel zu bieten. Die separat erhältliche Tastatur lohnt sich und auch die DeX Funktion ist leicht zu bedienen. Allerdings ist das Konstrukt noch nicht  hundertprozentig ausgereift, denn einige Apps, wie beispielsweise Netflix, lassen sich nicht im Vollbildmodus öffnen.

Insgesamt hat mir das Tab S4 sehr gut gefallen und ich hab mich schnell an das Android Betriebssystem gewöhnt. Auch die Bedienung mit dem Keyboard und Samsung DeX haben meinen Alltag erleichtert.

Für knapp 700 Euro (und zusätzlich noch einmal 150 Euro für das separat erhältliche Book Cover Keyboard) ist das Samsung Galaxy Tab S4 nicht gerade günstig, aber hat für seinen Preis doch eine Menge zu bieten.

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Samsung Galaxy A9 fotografiert mit vier Hauptkameras

Samsung Galaxy A9 2018 Quad-Kamera

Nach dem Megapixel-Rennen wetteifern die Smartphone-Hersteller nun darum, wer die meisten Kameras in ein Gerät einbauen kann. Samsung prescht vor und stattet das kürzlich vorgestellte Galaxy A9 mit vier Hauptkameras auf der Rückseite des Mittelklasse-Smartphones aus. Die Quad-Kamera des Samsung Galaxy A9 soll bessere Bildqualität und mehr fotografische Flexibilität in verschiedenen Situationen bieten.

Kamera-Quartett mit Spezialaufgaben

Die Einführung einer Quad-Kamera war eine erwartbare Folge der Dual-Kameras in vielen Modellen und der Triple-Kamera in Huawei-Geräten. Samsung führt mit dem Quartett dabei allerdings keine neuen Funktionen ein, die Smartphone-Kameras bisher noch nicht beherrschen. Stattdessen werden einzelne Funktionen auf mehr Schultern verteilt.

  • Eine 24-Megapixel-Hauptkamera soll für klare und helle Bilder auch bei schlechten Lichtbedingungen sorgen. Dazu werden von der Bildsoftware vier Pixel zu jeweils einem zusammengeschaltet. Dadurch blieben mehr Details erhalten, während Bildrauschen reduziert wird.
  • Für eine Zoomfunktion sorgt eine 10-Megapixel-Kamera. Sie bietet einen optischen Zweifach-Zoom. Dadurch können Nutzer ihr Motiv nah heranholen, müssen aber keine Einbußen bei der Auflösung in Kauf nehmen, was der Fall ist, wenn Nutzer mit einer Zangengeste auf dem Display ins Bild hineinzoomen.
  • Wollen Nutzer Panoramen von Landschaften oder Städteansichten festhalten, können sie auf eine 8-Megapixel-Kamera mit Ultra-Weitwinkelobjektiv umschalten. Sie fotografiert mit einem Bildwinkel von 120 Grad.
  • Für Porträts mit künstlerischem Unschärfe-Effekt im Hintergrund (Bokeh) liefert eine 5-Megapixel-Kamera die nötigen Messdaten hinzu. Kombiniert mit Informationen der anderen Kameras kann das Smartphone die unterschiedliche Entfernung zwischen Vorder- und Hintergrund berechnen. Der Hintergrund wird daraufhin unscharf gestellt. Die Schärfentiefe können Nutzer nachträglich von Hand in der App verändern.

Für sehr hoch aufgelöste Selfies ist das Samsung Galaxy A9 außerdem mit einer 24-Megapixel-Frontkamera ausgestattet. Zusätzlich zur umfangreichen Hardware hat Samsung die Software der Kamera-App aufgebohrt. Beispielsweise soll eine automatische Mängelerkennung helfen, gelungene Aufnahmen zu erstellen, indem sie Fotos überprüft und den Nutzer benachrichtigt, sobald sie vordefinierte Mängel erkennt.

Samsung Galaxy A9 bietet großes Display und ist schnell genug für den Alltag

Es handelt sich um ein sehr großes Smartphone, dessen Display eine Diagonale von 6,3 Zoll (15,95 cm) aufweist. Weil der Bildschirm auf Super-AMOLED-Technologie basiert, ist mit satten Kontrasten, tiefem Schwarz und kräftigen Farben zu rechnen. Mit einer Akkukapazität von 3.720 mAh ist das Samsung Galaxy A9 sehr üppig ausgestattet. Daher sollte er Energiespeicher für weit mehr als einen Tag halten. Für die Aufnahmen, Musik und Apps stehen etwa 128 GB Speicherplatz zur Verfügung, die sich per microSD-Karte um bis zu 512 GB erweitern lassen. Außerdem können Anwender beim Galaxy A9 zwei SIM-Karten gleichzeitig nutzen, ohne auf eine microSD-Karte als Speichererweiterung verzichten zu müssen. Dadurch ist eine komfortable Trennung von privaten und beruflichen Gesprächen möglich.

Unter der Haube rechnet eine Mittelklasse-Prozessor vom Typ Snapdragon 660. Ihm stehen 6 GB Arbeitsspeicher zur Seite. Diese Kombination ist schnell genug für Alltagsaufgaben aller Art und dürfte auch bei grafisch nicht zu aufwendigen Spielen eine flüssige Darstellung abliefern.

Das Galaxy A9 ist ab November 2018 in den auffälligen Farben „Caviar Black“, „Lemonade Blue“ und „Bubblegum Pink“ zum Preis von 599 Euro (UVP) erhältlich.

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Für 8K-Fernseher hebt sich der Vorhang allmählich

Samsung Q900 8K-Fernseher

Wie viele Bildpunkte ein Fernseher darstellen kann, hat großen Einfluss auf die Bildqualität. Obwohl Geräte mit 4K-Auflösung sich noch gar nicht flächendeckend durchgesetzt haben, nehmen die Hersteller schon die nächste Auflösungsevolution in den Blick. 8K-Fernseher zogen auf der zurückliegenden Technik-Messe IFA 2018 viele Blicke auf sich. Marktführer Samsung und Hidden Champion Sharp präsentierten gigantische Displays, die spektakuläre 33 Millionen Pixel darstellen. LG Electronics zeigte immerhin einen Prototyp. Was bringt die neue Generation der TV-Geräte? Lohnt es sich schon jetzt, dafür die alte Mattscheibe auf den Elektro-Schrott zu stellen?

Was 8K fürs Fernsehen genau bedeutet

Die Abkürzung 8K steht für die Anzahl an Bildpunkten, die die neue Generation der TV-Geräte waagerecht in einer Linie darstellen kann. Ein 8K-Fernseher löst 7.680 x 4.320 Pixel auf. Aufgerundet zählt jede horizontale Zeile also rund 8.000 Bildpunkte. Im Jargon wird dies eben als 8K bezeichnet. Insgesamt finden damit rund 33 Millionen Pixel auf der Displayfläche Platz. Das ist viermal so viel wie bei modernen 4K-Fernsehern und 16-mal soviel wie bei den immer noch sehr verbreiteten TV-Geräten mit FullHD-Standard.

Bei der hohen Pixeldichte von 8K sind einzelne Bildpunkte für das menschliche Auge kaum mehr klar erkennbar – auch aus nächster Nähe betrachtet nicht. Selbst wer nah an das Display herangeht, nimmt den Bildinhalt scharf und detailreich wahr. Dadurch erhält das Dargestellte mehr Tiefe und wirkt viel realistischer.

Zu diesem natürlichen Eindruck trägt ebenfalls bei, dass der Bildschirm den Inhalt nicht nur viel feiner, sondern auch mit mehr Farbnuancen darstellt. Auf diese Weise können Betrachter feine Strukturen und Details erkennen, die bei einem niedrigeren Qualitätsstandard vermutlich verborgen bleiben.

Weil kaum jemand schon 8K-Material gesehen hat, dürften sich die Wenigsten die Verbesserung vorstellen können. Aus diesem Grund hat R/GA, eine von Samsungs Agenturen, deshalb auch zu einem besonderen Kniff gegriffen. Um das Plus an Realismus zu visualisieren, haben echte Schauspieler typische Filmposter-Szenen in Schauboxen mit TV-Format nachgestellt. Staunende Blicke von faszinierten Passanten waren den Installationen während der IFA in Berlin sicher.

Samsung 8K Filmposter-Installation Berlin
Ein „Filmposter“ mit echten Schauspielern als Sinnbild für den zusätzlichen Realismus, den 8K-Fernseher bieten sollen. Image by R/GA / Samsung

Je lebensechter Bilder wirken, desto einfacher wird das Eintauchen ins Geschehen. Genau dies macht den Reiz von möglichst hoch aufgelösten Displays aus. Dies macht sich vor allem aus kurzer Distanz bemerkbar, bei größerem Sitzabstand ab etwa vier Metern nicht mehr. Um außerdem das volle Potenzial der besseren Darstellungsqualität abzurufen, sind Empfangsteile, Zuspielgeräte und die TV-Elektronik nötig, die das Display mit ausreichend hochwertigem Material füttern.

Was 8K-Fernseher jetzt schon bringen

In ihren Pressemitteilungen betonen die Hersteller durchaus zu Recht die Vorzüge der neuen Hardware. Gleichzeitig finden sie zum Teil sehr elegante Umschreibungen dafür, dass es praktisch noch keine Inhalte in 8K-Qualität gibt. Denn alle Produktionen für TV, Kino und Videokonsolen entstehen maximal im 4K-Standard. Die meisten Fernsehsender begnügen sich sogar damit, ihr Programm in FullHD oder dem noch älteren HD auszustrahlen. Hingegen kommt 8K bislang maximal für Testreihen infrage, etwa bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Südkorea und dem kommenden Wettbewerb in Japan 2020.

Dennoch sind 8K-Fernseher nicht beschäftigungslos. Mit dem sogenannten Upscaling-Verfahren verleihen die Hersteller ihrer neuen Gerätegeneration einen Sinn. Dabei knöpft sich eine Bildverbesserungssoftware das niedrig aufgelöste Material vor und bereitet es so auf, dass es annähernd wie 8K-Inhalte aussieht.

So gingen die Hersteller auch schon bei der Einführung von 4K-Geräten vor. Deren Algorithmen rechnen älteres Material mit immer besseren Ergebnissen schön. Neue Bildpunkte können solche Bildverbesserungstechnologien natürlich nicht einfach „erfinden“ und hinzufügen. Trotzdem sieht der Bildinhalt nach dem Upscaling klarer und sauberer aus.

Ihr ganzes Können werden 8K-Fernseher aber erst abrufen können, wenn in diesem Standard produzierte Inhalte vorliegen. Bis dahin können noch einige Jahre ins Land gehen. Obwohl 4K bzw. Ultra-HD bereits 2013 eingeführt wurde, gibt es heute immer noch eine begrenzte Auswahl an Serien, Filmen und Videospielen in dieser Qualität. Bei Netflix und Amazon und iTunes werden Streamer immer öfter fündig, bei den Sendern Sky und RTL in Einzelfällen, bei Sat1 und ZDF nur übers Internet in der Mediathek.

Alle anderen Sender sondieren die Lage. Dass bei ihnen angesichts ein paar neuer TV-Geräte alle Dämme brechen und sie ihre Infrastruktur jetzt schnell und umfassend auf 8K umstellen, ist unwahrscheinlich.

Für wen sich 8K-Fernseher jetzt schon lohnen

Alle Hersteller argumentieren gleichermaßen damit, dass höhere Auflösungen dem Wunsch nach größeren Displaydiagonalen entsprechen. Immer mehr Konsumenten zieren ihr Wohnzimmer mit XXL-Displays. Aber der Abstand von Sessel oder Couch zum Display bleibt dabei natürlich unverändert. Weil mit der Größe der Displayfläche auch die der Pixel wächst, drohen die Bildpunkte dann wie ein grobes Raster zu wirken. Genau an dieser Stelle sollen die neuen 8K-Displays mit deutlich zahlreicheren und dadurch viel kleineren Bildpunkten ins Spiel kommen.

LG 8K OLED TV IFA 2018
Bei 8K-Fernsehern sinkt der nötige Betrachtungsabstand erheblich. Weil die Displays so hoch aufgelöst sind, werden auch gigantische TV-Größen in kleinen Wohnzimmern praktikabel, wie dieser Prototyp von LG auf der IFA 2018 demonstriert. Image by LG Electronics

Bislang gilt bei ultrahochaufgelösten Fernsehern die Faustregel, dass der Sitzabstand mindestens der zweifachen Bilddiagonale entsprechen sollte. Bei einem Modell mit 65 Zoll (163 cm) wären das also etwa 3,20 Meter. Jedoch bei 8K-Fernsehern können Zuschauer deutlich näher heranrücken, im Fall von bestem Quellmaterial durchaus deutlich unter zwei Meter Abstand.

In kleineren Wohnungen bzw. eng gestellten TV-Bereichen bieten 8K-Fernseher also einen Mehrwert. Je weiter Zuschauer vom Display weg sitzen, desto mehr schwindet allerdings dieser Vorteil.

Ein anderer sinnvoller Einsatzzweck ist schon jetzt das Betrachten sehr hoch aufgelöster Fotos. Auf 8K-Fernsehern können Fotografen endlich ihre Aufnahmen in vollkommener Pracht betrachten. Schließlich werden diese bei 4K- oder FullHD-Geräten immer heruntergerechnet. Dabei lässt die gigantische Auflösung von 8K-Modellen sogar noch etwas Reserve übrig. Denn nur wenige Fotokameras verfügen über Sensoren, die 33 Megapixel oder mehr zu bieten haben.

Welche Modelle es gibt und welche Kosten anfallen

Seit drei Jahren überbieten sich Hersteller zwar mit Vorabankündigungen. Aber erst jetzt wird das Thema 8K für Kaufinteressierte überhaupt relevant. Nach der Modellstudie The Wall hat Samsung nun auf der IFA 2018 drei 8K-Modelle vorgestellt, die als Q900-Serie ab Mitte Oktober 2018 in den Handel starten.

Typisch für ein Innovationsthema, ruft Samsung für die Erstlingsgeneration hohe Preise auf. Das Modell GQ65Q900 in 65 Zoll (163 cm) kostet rund 5.000 Euro, für das Modell GQ75Q900 in 75 Zoll (189 cm) werden 7.000 Euro fällig und für das Spitzenmodell GQ85Q900 in 85 Zoll (216 cm) wechseln sensationelle 15.000 Euro den Besitzer.

Samsung QC85Q900
Samsungs 8K-Fernseher kommen Mitte Oktober 2018 zu Preisen von 5.000 Euro bis hin zu 15.000 Euro für das hier abgebildete 85 Zoll große Modell der Q900-Serie in den Handel. Image by Samsung

Zusätzlich zum Kauf von Samsungs Q900-Fernsehern müssen Heimkino-Fans mittelfristig auch Geld für die Anschaffung eines 8K-fähigen Players zurücklegen. Schließlich ist damit zu rechnen, dass das Angebot an 8K-Inhalten zunächst auf Discs größer ist als bei Streaming-Anbietern oder gar im Fernsehen.

Für den Datendurchsatz von 8K werden Zuspielgeräte und TV-Bildschirme künftig voraussichtlich den Verbindungsstandard HDMI 2.1 verwenden. Über diesen verfügen die Modelle Samsung GQ65Q900, Samsung GQ75Q900 und Samsung GQ85Q900 zum Start noch nicht. Er wird sich aber mittels der Verteilerstation One Connect Box nachrüsten lassen, versichert Samsung.

Bisher weitestgehend unbemerkt ist ein 8K-Modell von Sharp im Handel erschienen. Zu einem Preis von rund 10.000 Euro ist der 70-Zöller mit der Modellbezeichnung Sharp Aquos LV-70X500E aber gepfeffert bepreist. Zudem brauchen Käufer ein wenig Optimismus, weil angesichts fehlender Empfangsteile und aufrüstbarer HDMI-Anschlüsse ungewiss ist, ob das Pionierprodukt dereinst mit 8K-Zuspielgeräten zusammenarbeiten wird. Im Zweifelsfall wird der Sharp LV-70X500E auf ewig nur hochskaliertes 8K darstellen können.

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Images by Samsung, R/GA, LG Electronics

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Im Test: Samsung Gear Sport und Samsung Gear IconX (2018)

Samsung Gear Sport und Gear IconX (2018)

Auch wenn es draußen noch so heiß ist. Sport und Fitness bleiben für viele Menschen wichtig. Selbst im Urlaub wollen mindestens 20 Prozent der Urlauber nicht auf Smartwatch und Fitnesstracker verzichten, hat der Bitkom herausgefunden. Und Sportfunktionen sind nunmal die beliebtesten Eigenschaften der Computeruhren. Mit der Samsung Gear Sport und den passenden In-Ear-Kopfhörer Samsung Gear IconX (2018) haben wir zwei besonders gut aufeinander abgestimmte Fitness-Wearables getestet. Beispielsweise lassen sich Spotify-Playlisten auf der Uhr und den Kopfhörern abspeichern, sodass beim Jogging kein Smartphone und keine Internetverbindung nötig sind.

Beide Geräte kamen in hochwertigen Verpackungen an, die ein ähnliches Design haben. Gear Sport ist mit Gear IconX kompatibel und beides sorgt für ein einzigartiges Sporterlebnis mit den Lieblingsliedern, die dazu motivieren sich zu bewegen. Das farbenfrohe Duo hat mich überzeugt und dazu gebracht mehr Sport zu treiben. Hier die Details meines Tests im Zusammenspiel mit einem iPhone.

Samsung Gear Sport Blue

Die Samsung Gear Sport ist die Nachfolgerin der Gear 3, die wir neben der Apple Watch als die derzeit beste Smartwatch betrachten. Auch in der vierten Generation hat die Gear-Uhr ein rundes Display und ein Armband aus Silikon. Auf dem Markt sind zwei Farbvarianten des Bandes verfügbar: blau und schwarz. Die Uhr erweckt einen sportlichen Eindruck. Am Rande des Displays montierte der Hersteller eine drehbare Lünette, mit der man zwischen den Bildschirmen wechseln kann. Das Gerät ist in zwei Knöpfe ausgestattet, einmal „Zurück“ und einmal „Home“.

Kompatibilität mit iOS

Idealerweise verfügt man, neben der Gear Sport über ein Samsung-Smartphone, damit alle Funktionen einwandfrei mitmachen. Mit einem iPhone verläuft das ganze zwar etwas ruckeliger, dennoch funktioniert die Samsung-Uhr unter iOS grundsätzlich. Ein Samsung-Account ist erforderlich, um auf die Gear S App zuzugreifen und die Uhr mit dem iPhone zu verbinden. Anschließend ist es auch empfehlenswert, die Samsung Health App zu installieren, um die Aktivität, die Mahlzeiten, den Schlaf und das Gewicht im Überblick zu haben. Die Health-App von Samsung zählt zu den besten Sport-Apps der großen Android-Hersteller.

Kompatibilitätstabelle, Quelle: samsung.com

Technische Daten

Mit einem Super AMOLED-Display, das in der Diagonale 30,2 Millimetern misst, ist die Samsung Gear Sport groß genug, sodass man alles erkennen kann. Trotzdem sieht sie nicht klobig aus. Sie passt also sowohl auf einen männlichen sowie einen weiblichen Handgelenk.

In der Uhr befindet sich ein 1 GHz Dual-Core Prozessor und fünf Sensoren: Beschleunigungs-, Lage-, Puls- und Lichtsensor, sowie ein Barometer. Mit vier Gigabyte Gerätespeicher eignet sich die Uhr perfekt für Spotify-Playlists, die man im Offline-Modus über die kompatiblen Gear IconX EarPods hören kann.

Die Batterielaufzeit beträgt dabei bis zu sechs Tagen, abhängig von der Nutzungshäufigkeit. Das Gerät kann man innerhalb von zwei Stunden wieder komplett aufladen.

Apps und Notifications

Die Computeruhr ist eine prima Nachrichtenzentrale. Auf die Smartwatch werden Benachrichtigungen von Instagram, WhatsApp, Snapchat, Telegram, Kicker, Slack, Twitter, Facebook Messenger und vielen weiteren übertragen.

Samsung Gear Sport zählt eure Schritte und erkennt, wenn man länger unterwegs ist. Dies stuft sie dann als Spaziergang ein und somit als leichtes Workout. Das Tempo wird auch erkannt.

Sollte man einen Bürojob ausüben und länger als eine Stunde inaktiv bleiben, fragt die Smartwatch, ob man Torsodrehungen machen möchte. Fünf reichen, um die Aktivität auf dem richtigen Stand zu halten.

Eine Überraschung war für mich die Schlafbewertung. Ich empfehle es, die Uhr nachts oder wenigstens nachmittags beim Schlafen anzubehalten. Die Gear Sport verfolgt deinen Schlafrhythmus und schickt Feedback. Nach dem Aufwachen erscheint eine kurze Übersicht. Dort ist einsehbar, wie tief man geschlafen hat, die tatsächliche Schlafzeit, die Effizienz und die Anzahl der verbrannten Kalorien.

Samsung Gear Sport und Fitness

Nun aber zum Sport. Den meisten Spaß bringt die Fitnessübersicht. Wer gerne läuft, schwimmt oder Rad fährt, ist mit der Samsung Gear Sport bestens ausgestattet. Die Smartwatch ist wasserdicht, also muss man sich keine Sorgen machen, dass sie beim Schwimmen kaputt geht.

Ich habe das Gerät beim Joggen ausprobiert und bin mit der Leistung völlig zufrieden. Die Uhr teilt einem die durchgemachte Strecke mit, sowie die durchschnittliche Geschwindigkeit, die verbrannten Kalorien und den Puls. Die Gear Sport unterteilt dann die Leistung anhand des Pulses in der Abstufung mäßig über heftig bis Maximum.

Wer jedoch lieber ins Fitnessstudio geht und mit den Geräten trainiert, für den habe ich schlechte Neuigkeiten. Die Smartwatch ist für die Latzugmaschine, Beinpresse, Ab- und Adduktionsmaschine und alle sonstigen Geräte so gut wie nutzlos. Im Menü „Trainieren“ findet man bestimmte Übungen, die angeklickt werden müssen, um das Training zu starten. Eine Ausnahme ist die Rudermaschine, die als eine der Optionen erscheint. Natürlich hat Samsung die Gear Sport in eine Funktion ausgestattet, die sich „Anderes Workout“ nennt, doch außer Zeitmessung kann dir die Uhr hier nicht weiterhelfen.

Samsung Gear Sport
Samsung Gear Sport im Fitnessstudio. Image by Nina Brzeska

Doch nicht alles ist im Fitnessstudio verloren. Die Smartwatch ist in die Funktionen „Laufband“, „Stepper“, „Heimtrainer“ und „Ellipsenmaschine“ ausgestattet. So kannst du deine Ausdauer gezielt trainieren und überwachen. Die Gear Sport vermittelt am Ende, ähnlich wie beim Joggen, wie dein Training gelaufen ist und stuft die Anstrengung in mäßig, heftig und Maximum ein.

Perfektion sieht anders aus

Ein paar Kleinigkeiten, die mich an der Uhr stören: Sie sollte jedes Mal aufleuchten, wenn ich mein Handgelenk so drehe, als würde ich die Zeit kontrollieren wollen. Das tut sie leider nicht immer. Öfter will ich schnell die Zeit überprüfen, was mir durch die Fehlfunktion nicht gelingt. Dann muss ich die Lünette einmal drehen, um den Bildschirm anzuschalten.

Ein weiterer Aspekt ist das Versprechen, dass die Gear Sport erkennt, wenn man mit dem Auto unterwegs ist und keine Benachrichtigungen durchkommen lässt, um den Fahrer nicht abzulenken. Mehrfach jedoch habe ich die Vibration an meinem Gelenk gespürt, während ich am Steuer saß. Die Erklärung dafür liegt wahrscheinlich an meinem Fahrverhalten – ich besitze einen Wagen mit automatischem Getriebe und habe die rechte Hand öfter am Lenkrad als die linke. Da ich die Uhr am linken Handgelenk trage, ist es wahrscheinlich, dass der Mangel an Bewegung des linken Armes die Smartwatch glauben lässt, ich wäre nicht am Steuer des Fahrzeuges.

Samsung Gear IconX

Die kabellosen Kopfhörer Gear Icon X in der Modellgeneration 2018 sind nach dem Konzept von True Wireless konzipiert. Ebenso wie etwa die Jaybird Run oder die Apple Airpods verfügen sie wirklich über kein Verbindungskabel mehr. Auch über keines zwischen den beiden Lautsprechern. Bereits das erste Modell hat uns gefallen. Die Version von 2018 wurde minimal ergonomischer designt und verfügt über mehr Software-Funktionen.

Die Gear Icon X (2018) sind in den Farben Grau, Schwarz und Pink verfügbar. Ich habe sie in der letzteren Farbe erhalten. Die kleinen Stöpsel sind nicht größer als eine Traube und kommen mit einem Ladeetui der Größe eines Eis. In der Box befindet sich außerdem ein Aufladekabel mit einem USB-Anschluss und ein Tütchen mit verschiedenen Eartips und Wingtips (Größen: S, M, L). Auf den ersten Blick wirken die Kopfhörer wie normale Ohrstöpsel, worauf ich mehrmals angesprochen wurde.

Samsung Gear IconX 2018
Samsung Gear IconX 2018. Image by Nina Brzeska

Kompatibilität mit anderen Geräten

Zwar funktioniert Samsung Gear IconX (2018) als MP3-Player ohne zusätzliche Geräte, doch viele Nutzer beruhen heute auf der Musikauswahl von Streaming-Diensten wie Spotify oder Deezer. Dies macht es unmöglich, Lieder auf die Kopfhörer herunterzuladen, denn das Gerät sieht keine App-Installation vor. Wer aber noch über Lieder im MP3-Format verfügt, kann sich über 3,4 Gigabyte Speicher freuen.

Mit dem Smartphone verbindeen sich Gear IconX (2018) problemlos über Bluetooth. Genauso mit der Smartwatch. Wichtiger Tipp: Wer gerne Musik über die Gear Sport hören möchte, muss erst mal die Verbindung zwischen den Kopfhörern und dem Handy manuell trennen. Sonst sitzt man eine Stunde lang da und wundert sich warum nichts funktioniert.

Samsung Gear IconX 2018: das verbirgt sich dahinter

Über den Sound der Kopfhörer kann man sich echt nicht beschweren. Dafür, dass die IconX so klein sind, ist der Klang beeindruckend. Unterwegs hört man so gut wie nichts von der Außenwelt. Im Vergleich zu den Standard-Kopfhörern sind sie von sehr guter Qualität.

Wie bereits erwähnt, besitzen die Ohrhörer drei Sets an Aufsätzen in verschiedenen Größen, um sich perfekt ans Ohr anzupassen. Beim ersten Aufsetzen ist mir direkt aufgefallen, dass die bereits aufgesetzte Wingtips und Eartips in Größe M zu groß sind. Ich habe die S Aufsätze genommen und der Tragekomfort ist definitiv gestiegen. Doch trotzdem scheint es so, als wären meine Ohrmuscheln zu klein sogar für das kleinste Aufsatz-Set. Nach etwas mehr als einer Stunde drücken die Hörer gegen meine Ohren, sodass ich sie irgendwann weglegen muss. Ein großer Pluspunkt: es ist so gut wie unmöglich, dass die IconX während des Laufens rausfallen.

Eine hervorragende Funktion für alle Android-Nutzer ist der eingebaute Fitnesstracker. Wer Spaziergänge oder Joggen als sportliche Aktivität bevorzugt, kann sich freuen, dass das Gerät die Durchschnittsgeschwindigkeit, Distanz und den Kalorienverbrauch aufzeichnet. Diese Funktion bleibt leider für iOS-User aus, denn die erforderliche App „Samsung Gear“ ist nicht im App Store verfügbar.

Steuerung

Was die Gear IconX (2018) interessant macht, sind die Touchpads an beiden Hörern, die die Steuerung einfacher machen. Einmaliges Tippen bedeutet Pause/Wiedergabe. Mit zweimal tippen kommt man zum nächsten Lied, durch dreimal tippen – zum vorherigen. Einmal tippen und halten bedeutet Anruf ablehnen oder Menüoptionen vorlesen (hier wieder die eigeschränkte Kompatibilität mit iOS). Zweimal tippen und halten switcht zur nächsten Playlist, was für Streamingdienste nicht funktioniert. Um die Lautstärke zu erhöhen oder zu reduzieren muss man hoch- oder runterwischen.

Der Hersteller verspricht eine Akkulaufzeit von fünf Stunden beim Streamen der Musik vom anderen Gerät. Diese Laufzeit bezieht sich jedoch nicht auf die Hörer selbst, sondern auf die Laufzeit des Etuis. Das heißt: einmalig halten die Gear IconX maximal zwei Stunden. Das Etui kann den Ohrhörern eine Laufzeit von fünf Stunden insgesamt verleihen, bevor man wieder das Kabel anschließen muss, um das Etui aufzuladen.

Test-Fazit

Die Smartwatch Samsung Gear Sport hat mich dazu gebracht, wieder mehr Sport zu treiben. Sie ist der perfekte Begleiter für Einsteiger und Fortgeschrittene. Im Alltag kann sie schnell langweilig werden, da die Funktionen eingeschränkt sind (vor allem für iPhone-Nutzer). Für den nicht all zu niedrigen Preis von 350 Euro, den Samsung anbietet, würde es nicht schaden, die Funktionen zu perfektionieren.

Die Smartwatch von Samsung ist ein cooles Gadget für mehr Motivation beim Sport, das aber eine überschaubare Auswahl an Funktionen für den Büro-Alltag anbietet.

Die Samsung Gear IconX (2018) sind für meinen Geschmack mit einem Preis von 230 Euro zu teuer angesetzt. Kabellose Kopfhörer sind zwar eine nette Abwechslung zu den ewig verknoteten Kopfhörern mit Kabel, doch trotzdem nehme ich meine Standard-Kopfhörer überallhin mit. Wenn der Akku bei den IconX leer ist, greife ich zu meinen alten Hörern zurück. Für diejenigen, die sich das Leben ohne kabellosen Ohrhörer nicht mehr vorstellen können, sind die IconX aber keine schlechte Idee.

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Images by Samsung; Nina Brzeska

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Samsung The Frame 2018: Dieser bildhübsche Design-Fernseher hat etwas zu verbergen

Samsung The Frame 2018

Trotz Fußball-WM sind Fernseher derzeit keine Volltreffer. Nach einem Boom im Vorjahr fällt es den Herstellern in der aktuellen Modellsaison schwer, Kunden für neue TV-Geräte zu begeistern. Wenn schon die atemberaubendsten Bildwiedergabe-Technologien die Kunden nicht zum Kauf verführen, könnten ihnen vielleicht außergewöhnliche Design-Ideen die Köpfe verdrehen. Diesen Ansatz verfolgt beispielsweise der Marktführer. Das Modell Samsung The Frame sieht buchstäblich bildhübsch aus und verbirgt ausgeschaltet, dass es sich überhaupt um einen Fernseher handelt. Auf den IFA Innovations Media Briefing (IMB) 2018 präsentierte Samsung uns die neue Version. Im Vergleich zur Vorjahrespremiere wirkt die Neuauflage sogar noch etwas geheimnisvoller.

Ein Kunstwerk mit fast unsichtbarem Kabel

Eingeschaltet handelt es sich bei Samsung The Frame um einen Fernseher, im Standby um einen sehr großen digitalen Bilderrahmen. Wo ausgeschaltete TV-Geräte Betrachter sonst mit einer schwarzen Fläche angähnen, zeigt Samsung The Frame Fotografien aus Kunstsammlungen oder dem eigenen Familienalbum.

Samsung The Frame 2018 Verbindungskabel
Mehr als dieses drei Millimeter dünne Verbindungskabel benötigt der Fernseher nicht. Daher lässt er sich unauffällig aufhängen. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Während im vergangenen Jahr ein dickes Netzkabel das Modell als Technik-Gerät outete, hat Samsung dies in 2018 gekappt. Stattdessen versorgt The Frame nur noch ein drei Millimeter dünnes Glasfaserkabel mit Bild, Ton und Strom. Wegen der halbtransparenten Isolierung lässt sich die Verbindung recht unauffällig verlegen. Geschickt platziert, ist der Fernseher daher noch weniger als solcher zu erkennen.

Samsung The Frame 2018 One Connect Box
Alle Anschlüsse lagert Samsung in diese Verteilerstation namens One Connect Box aus.

Das dünne Verbindungskabel führt wie beim Modell aus 2017 zu einer Verteilerstation (One Connect Box), die diverse Eingänge für Bluray-Spieler, Sound-Anlage und Spielekonsole bereitstellt. Weil sie nun auch das Netzteil beherbergt, fällt die One Connect Box etwas größer aus als im Vorjahr, ist aber immer noch sehr einfach in einem TV-Möbel zu verstauen. Eine Freude für Liebhaber aufgeräumten und puristischen Einrichtungsdesigns!

Große Fotokunst für kleines Geld

Neben der dezenten Verbindungstechnik kennzeichnet Samsung The Frame weiterhin eine ansprechende Einfassung, die ihn zusätzlich wie einen Bilderrahmen anmuten lässt. So können Käufer die Metallkanten wahlweise mit Zierleisten in Weiß, Schwarz, Blau, einer hellen Holzfarbe oder Walnuss verdecken. Diese sind magnetisch und lassen sich daher leicht anbringen und wechseln.

Samsung The Frame 2018 Rahmen
Mit Zierrahmen in unterschiedlichen Farben lässt sich der Charakter eines Technik-Produkts verbergen. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Für den „Art Mode“ im Standby können Betrachter wahlweise 100 kostenlose Kunstwerke aus der Samsung Collection anzeigen oder Gemälde und Fotografieren per monatlicher Flatrate für 5 Euro mieten bzw. für 20 Euro einmalig kaufen. Im Vergleich zum Preis für hochwertige Drücke ist das schlankes Geld. Weltbekannte Galerien und Museen wie Lumas, Albertina, das Museo del Prado, seit kurzem die Staatlichen Museen zu Berlin und viele mehr, präsentieren bereits ausgewählte Werke im Art Store. Weitere Werke, wie „Der Mönch am Meer“ von Caspar David Friedrich, kommen regelmäßig hinzu. Bis zum Jahresende überschreitet die Anzahl der verfügbaren Kunstwerke die Marke von 1.000, kündigte Samsung an.

Samsung The Frame Bilder kaufen
Kunstwerke lassen sich mieten oder kaufen. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Die liebsten Kunstwerke lassen sich als Favoriten abspeichern und erstmals auch als automatisch wechselnde Bildergalerie präsentieren. Wie hell die Hintergrund-LEDs das Kunstwerk beleuchten und welche Farbe das Passepartout hat, wählen Nutzer nach Belieben aus. Neu: Statt mit einer Smartphone-App können sie dies nun auch direkt mit der Fernseher-Fernbedienung einstellen. Auch die Empfindlichkeit des Helligkeitssensor und des Bewegungssensors lassen sich nun direkt am Fernseher ändern. Dadurch lässt sich das Gerät automatisch ausschalten, wenn niemand im Raum ist.

Samsung The Frame 2018 Einstelllungen
Statt mit dem Smartphone lassen sich Layout, Helligkeit und Passepartout-Farbe der Bilder nun direkt am Fernseher einstellen. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Diese Einstellungen vorzunehmen klappt beim Ausprobieren erwartungsgemäß schnell und einfach. Zwar hätte es dafür nun wirklich kein neues TV-Modell benötigt, sondern auch einfach ein Software-Update getan. Aber Samsung verdient sein Geld nun einmal als Hardware-Hersteller.

Samsung The Frame in neuer Zollgröße

Als reiner Bilderrahmen wäre Samsung The Frame 2018 dann doch ein wenig zu schade. Daher handelt es sich auch um einen gut ausgestatteten TV-Schirm aus der Oberklasse. Bilder gibt er in 4K-UHD wieder. Sofern die Inhalte entsprechend aufbereitet sind, strahlt er sie auch in HDR aus. Dafür nutzt der Fernseher die bewährte LCD-LED-Technik. MicroLED ist noch kein Thema.

Samsung The Frame 2018 fernsehen
Die TV-Technik gehört zur Oberklasse. Samsung The Frame zeigt Bilder in UHD und HDR. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Bislang gab es Samsung The Frame in drei Zollgrößen: 43 (108 cm), 55 (138 cm) und 65 (163 cm) Zoll. Die 2018-Version ist zusätzlich in der neuen Größe 49 Zoll (123 cm) erhältlich. Das Modell bleibt unverändert ein Hochpreis-Produkt. Zwischen 1.200 Euro und 2.500 Euro müssen Design-Fans dafür berappen. Die One Connect Box, ein fünf Meter langes Verbindungskabel und eine Wandhalterung gehören zum Lieferumfang. Wer Samsung The Frame partout nicht aufhängen möchte, kann ihn auch auf einer Staffelei aufstellen. Die kostet allerdings extra. Erhältlich ist die auf der IFA IMB gezeigte Neuauflage wenn die große IFA startet, also ab Ende August 2018.

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Studie: Online-Fashion bei Apple-Nutzern am beliebtesten

Apple-Nutzer sind offenbar modebewusster und interessieren sich mehr für Online-Fashion als Nutzer andere Smartphone-Hersteller. Diesen Schluss legen wenigstens die Zahlen aus dem “Online Fashion Panel“ der Performance-Agentur AnalyticaA nahe. So stammen 43 Prozent des Traffics in Online-Fashion-Stores von Apple-Nutzern. Auf Platz zwei folgen Samsung-User mit rund 30 Prozent – mit deutlichem Abstand platziert sich Huawei mit knapp vier Prozent Traffic in Fashion-Shops. Das Ergebnis ist einerseits überraschend, weil die Marktanteile bei den verkauften Geräten ein völlig anderes Bild zeichnen. Im IDC Worldwide Quarterly Mobile Phone Tracker von Mai 2018 liegt Samsung vor Apple und Huawei.

Online-Fashion  Brand
Das Online Fashion Panel zeigt den Nutzer-Anteil nach den verschiedenen Smartphone-Marken. Image by AnalyticA

Andererseits sieht Thomas Less, Managing Partner bei AnalyticaA damit das bestehende Markenimage von Apple bestätigt: „Apple-Jünger sind offenbar deutlich trendbewusster als die eher rational tickenden Samsung- und Huawei-Verwender. Online Shops sollten ihre Website entsprechend auf diese Gegebenheiten optimieren“.

Online-Fashion: mobile Traffic überholt Desktop

Für die Studie “Online Fashion Panel“, wertete AnalyticaA die Nutzerdaten von 40 Mono-Label Online-Shops im deutschen Markt aus. Interessant dürfte dieser Umstand aber auch für die Betreiber von Multi-Label-Shops sein. Immerhin macht der Mode-Bereich nach Elektronik und Medien den zweitgrößten Umsatzanteil im eCommerce aus. Laut Trend des Digital Market Outlook von Statista ist die Modebranche zurzeit außerdem einer der am stärksten wachsenden Bereiche im Onlinehandel.

Infografik Online-Fashion Trend bis 2022
Modebranche ist das zweitgrößte Marktsegment im eCommerce und wächst weiter stark. Image by Statista

Die Zahlen von AnalyticaA legen aber noch einen anderen deutlichen Trend offen. Der mobile Traffic in den Fashion-Stores im Web ist weiter auf Wachstumskurs; innerhalb eines Jahres wuchs der Anteil an Smartphone-Traffic um sechs Prozentpunkte. Nämlich von 33 Prozent im ersten Quartal auf 39 Prozent im vierten Quartal. Damit stellen Tablets und Smartphones zusammen einen größeren Anteil am Traffic als Desktop-PCs, die rund 45 Prozent des Traffics ausmachen. Die Mehrheit der Kaufabschlüsse kommt zwar momentan noch über den Desktop zustande, aber dieses Nutzer-Verhalten ändert sich auch beim Modekauf gerade konsequent.

Online-Fashion Traffic nach Device
Der Anteile an Smartphone- und Tablet-Traffic übertrifft Desktop-Besucher. Image by AnalyticA

Zukünftig noch mehr Mode-Käufe am Smartphone

Das bedeutet: Nutzer haben ihr mobile Endgerät längst als Shopping-Plattform für sich entdeckt und verbringen viel Zeit an den mobilen Geräten, um nach Online-Fashion zu stöbern. „Das Online-Nutzungsverhalten der deutschen Verbraucher ändert sich gerade fundamental“, erklärt Thomas Less.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass auch im Fashion-Bereich das Smartphone der wesentliche Trigger ist. Hierüber werden die Kaufabschlüsse nach unseren Prognosen perspektivisch signifikant steigen: Noch erfolgt die Customer Journey am Ende zweistufig – im Shop wird gestöbert, am Desktop eingekauft. Beides wird künftig immer öfter integriert am Mobiltelefon erfolgen.

Der Trend zu immer mehr mobile Umsätzen ist aber nicht erst seit heute oder nur bei Online-Fashion zu beobachten. Shopbetreiber sollten sich beim Marketing generell stärker auf die User-Journey am Smartphone konzentrieren und sich noch besser auf mobile Technologien wie Sprachsuche oder AR-Anwendungen einstellen.

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Images by AnalyticaA und Statista

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Huawei P20 Pro lenkt alle Augen auf die erste Triple-Kamera

Huawei P20 Pro Triple-Kamera

Mit Dual-Kameras versuchen immer mehr Smartphone-Hersteller die Foto-Qualitäten ihrer Modelle denen von herkömmlichen Kameras mit Wechselobjektiv anzunähern. Huawei hat dieses Prinzip mit dem P9 populär gemacht. Mit dem Ur-Enkel, dem Huawei P20, geht der Hersteller einen Schritt weiter und präsentiert das erste Smartphone mit drei Kameras auf der Rückseite. Die zwei preisgünstigeren Geschwistermodelle, das P20 lite und das P20 ohne Namenszusatz verzichten auf diese Weltneuheit, sind ansonsten allerdings technisch ebenfalls stark ausgestattet.

Huawei P20 Pro: Drei Kameras für einen fünffachen Zoom

Das Leistungsvermögen von Smartphones ist etwas mehr als zehn Jahre nach dem ersten iPhone zwar fast ausgereizt. Bei den Foto-Qualitäten geht aber noch was. Denn der Abstand zu den kreativen Möglichkeiten herkömmlicher DSLR und kompakter Systemkameras ist noch groß. Daher preschte Smartphone-Marktführer Samsung kürzlich mit einem Modell vor, dessen Objektiv erstmals die Blende variieren kann. Allerdings ist der praktische Mehrwert dieser Funktion in der ansonsten sehr guten Dual-Kamera des Galaxy S9+ gering.

Huawei Mate 20 Pro
Das Huawei P20 Pro. Image by Huawei

Samsungs Verfolger Huawei kontert jetzt mit einem Modell, das trotz Smartphone-typischer Bauweise einen bis zu fünffachen Zoom anbietet. Dafür sollen drei Sensoren deren Aufnahmen zu einer Bilddatei verrechnet werden. Dabei handelt es sich um einen Farbsensor mit 40 Megapixel, einen Schwarz-Weiß-Sensor mit 20 Megapixeln und einen Farbsensor mit 8 Megapixel. Vor dem 8-Megapixel-Sensor befindet sich zudem Vario-Summilux-Objektiv von Leica optischen Dreifach-Zoom, der einer Brennweite von 80 Millimetern (Kleinbild-äquivalent) entspricht.

Durch das Plus an Bildinformationen und den optischen Zoom sollen Nutzer den Bildausschnitt im Sinne eines Hybrid-Zooms bis zu fünffach vergrößern können, ohne dass es zu nennenswerten Einbußen in der Qualität kommt. Wie bei den vorherigen Flaggschiff-Geräten von Huawei stand die Traditionsmarke Leica Pate. 

Auf der Front bleibt Huawei bei einer Aufnahmeeinheit. Diese ist jedoch ungewöhnlich hoch aufgelöst. Denn der Sensor zählt satte 24 Megapixel.

Super-Zeitlupe, Studiolicht-Effekte und KI-Bildstabilisator

Darüber hinaus ist das Huawei P20 Pro in der Lage, Videos mit 960 Bildern pro Sekunde aufzunehmen und in Super-Zeitlupe in einer HD-Auflösung (720p) abzuspielen. Diese rechenintensive Funktion bieten sonst nur noch Spitzenmodelle von Samsung und Sony.

Huawei P20 Pro
Wie Samsung und Sony ermöglicht Huawei eine Super-Zeitlupe mit 960 Bildern pro Sekunde.

Außerdem bietet das Huawei P20 Pro einen Porträtmodus, der neben dem Bokeh-Effekt auch Lichteinstellungen wie im Studio simuliert. In diesem Punkt eifert Huawei dem Vorbild des iPhone X nach. 

Wie schon das Mate 10 nutzt auch das P20 Pro Verfahren des Maschinellen Lernens (Künstliche Intelligenz, KI), um dem Fotografen bei der Belichtung zu helfen. Die schlauen Algorithmen sollen Motive viel besser identifizieren und automatisch belichten als dies die Szenenprogramme herkömmlicher Kameras können.

Huawei NPU
Die KI-gestützte Kamera-Software soll die Belichtung in über 500 Szenarien präzise automatisch einstellen.

Außerdem soll die interne KI im Zusammenspiel mit dem optischen Bildstabilisator Langzeitbelichtungen aus freier Hand bis bis zu 8 Sekunden Länge ermöglichen. Huawei AIS nennt der Hersteller diese Funktion, die ein Stativ entbehrlich machen soll. Das sind große Worte, die wir bei nächster Gelegenheit durch einen Praxistest prüfen werden.

Huawei AIS
Huawei will mit einem KI-gestützten System das Stativ bei Langzeitbelichtungen überflüssig machen.

Huawei stattet das P20 Pro mit Technik vom Feinsten aus

Auch Display und Rechenleistung und sonstige Ausstattung des Huawei P20 Pro zählen zur Créme de la Créme dessen, was der Markt für Smartphone-Komponenten derzeit hergibt. Beim Bildschirm setzt Huawei auf eine aufwendig zu produzierende Konstruktion fast ohne Rahmen an allen Seiten, aber mit einem Sensorsteg am oberen Ende. Trendgemäß verfügt das 6,1 Zoll in der Diagonale messende Display über das langgezogene 19:9-Format. Das farbstarke OLED-Panel löst in knackscharfe 2.240 x 1.080 Pixel auf und verspricht damit eine hervorragende Bildqualität.

Ein sehr schnelles Arbeitstempo gewährleistet der von Huawei selbst gefertigte Prozessor vom Typ Kirin 970. Neben acht Rechenkernen verfügt er auch über die aus dem Huawei Mate 10 bekannte Prozessoreinheit, die Aufgaben mit Künstlicher Intelligenz löst. Dem Kirin 970 an die Seite stellt Huawei imposante 6 GB Arbeitsspeicher, was für schnelle App-Starts und flüssiges Multitasking sorgen dürfte. Mit 128 GB Festspeicher bietet das P20 Pro auch viel Platz für Apps, Fotos und Musik. Allerdings ist er nicht erweiterbar, denn auf einen Slot für eine Micro-SD-Karte verzichtet Huawei.

Auch bei der übrigen Ausstattung lässt Huawei sich nicht lumpen. Das Betriebssystem ist mit Android in der Version 8.1 topaktuell, der Akku ist mit einer Kapazität von 4.000 mAh recht groß dimensioniert und gemäß IP67-Standard ist das Modell auch sicher vor Wasser und Staub.

Dieses vorzüglich zusammengestellte Paket hat natürlich auch seinen Preis. So ruft Huawei zum Marktstart im April 899 Euro für das in drei Farbvarianten erhältliche Top-Smartphone auf. Der Unterschied zum Luxus-Preis des iPhone X schmilzt somit bei Android-Geräten immer mehr.

Huawei P20 und P20 lite bieten viel Leistung für weniger Budget

Dem neuen Vorzeige-Gerät an die Seite stellt Huawei zwei preisgünstigere Geschwistermodelle: Das Huawei P20 für 649 Euro und das Huawei P20 lite für 369 Euro. Wegen des niedrigeren Preises sind einige Leistungsdaten im Vergleich zum P20 Pro abgespeckt.

Huawei P20
Das Huawei P20. Image by Huawei

Wer auf die Triple-Kamera verzichten kann, sollte das P20 in Betracht ziehen. Es verfügt über eine Dual-Kamera mit Know-how von Leica, deren Sensoren mit 20 und 12 Megapixel auflösen. Das Display basiert auf der helleren, aber nicht so farbstarken LCD-Technologie. Außerdem ist es mit 5,8 Zoll in der Diagonale etwas kleiner als beim Pro-Modell. In das Gehäuse passt daher auch nur ein Akku mit 3.400 mAh Kapazität. Der Arbeitsspeicher zählt 4 GB, was aber immer noch gehoben ist. Wie beim Pro-Modell unterstützt eine KI Smartphone-Nutzer beim Fotografieren.

Das P20 Lite (zu unserem Test) setzt wie das P20 auf ein vergleichbar großes LC-Display. Die Dual-Kamera auf der Rückseite nutzt einen 16-Megapixel- und einen 2-Megapixel-Sensor. Der Akku fasst 3.000 mAh. Statt dem neusten Android kommt die Hauptversion 8.0 zum Einsatz. Im Gegensatz zum P20 und P20 Pro ist der 64 GB große Festspeicher des „kleinen“ Modells dafür durch eine Micro-SD-Karte erweiterbar. Unter der Haube rechnet nicht der KI-Prozessor, sondern ein Mittelklasse-Rechenknecht namens Kirin 659.

Huawei P20 lite
Das Huawei P20 lite. Image by Huawei

Insbesondere das Preis-Leistungsverhältnis des Huawei P20 lite ist äußerst attraktiv. Denn obwohl es auf Spitzen-Technik verzichtet, bietet es immer noch eine gehobene Ausstattung für vergleichsweise kleines Geld. Ein Smartphone mit fast rahmenlosen und nahezu vollflächigen Display (abgesehen von der Notch) ist in dieser Preisklasse neu.

Porsche Design Huawei Mate RS mit Fingerabdruckleser im Display

Neben der P20-Serie kündigte Huawei in Paris auch eine neues Luxus-Modell namens Porsche Design Mate RS an. Es wird Mitte April für 1.699 Euro erscheinen. Neben einem besonderen Design und dem Prestige eines exklusiven Modells erhalten Käufer dann das erste Gerät, das über einen Fingerabdrucksensor im Display verfügt. Außerdem ist Spitzentechnik aus dem Huawei P2o Pro dabei. So sind die Triple-Kamera von Leica mit 40 Megapixeln, die KI-gestützte Fotografie, ein 4.000-mAh-Akku und der IP67-Wetterschutz an Bord.

Welchen ersten Eindruck das Huawei P20 Pro macht, berichtet Jonathan Kemper in diesem Kurztest. Er war als Autor von Netzpiloten Android bei der Vorstellung der P20-Serie in Paris vor Ort.

Das P20 bei Amazon (Provisions-Link)
Die Pro-Variante des P20 bei Amazon (Provisions-Link)
Die lite-Variante des P20 bei Amazon (Provisions-Link)
Das Porsche Design Huawei Mate RS bei Amazon (Provisions-Link)


Images by Huawei; Sebastian Seitz; Berti Kolbow-Lehradt

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  • SPOTIFY golem: Spotify wählt einen ungewöhnlichen Börsengang: Der Musikstreaming-Gigant Spotify hat seinen Gang an die Börse nun auch offiziell angemeldet. Dafür wählt das Unternehmen allerdings einen eher unkonventionellen Weg, bei dem keine neuen Aktien freigegeben werden. Stattdessen wird Spotify bestehende Aktien durch Direktplatzierung an der New York Stock Exchange in den Umlauf bringen. In einer Mitteilung an die Börsenaufsicht werden dafür zwar stark steigender Umsatz, aber auch sehr starke Verluste für die Plattform angegeben. Der weltweite Marktfüher im Musikstreaming wird momentan mit einem Wert von über 22 Milliarden US-Dollar gehandelt.

  • SAMSUNG zdnet.de: Galaxy S9+: Kamera gewinnt DxOMark-Test: Samsungs neustes Smartphone, das Galaxy S9+, ist Testsieger. Beim DxOMark-Test erreichte das Samsung Galaxy S9+ in gleich mehreren Kategorien Bestwerte. Während das Googles Pixel 2 dem Galaxy S9+ in puncto Videos überlegen ist, führt Samsungs Flagschiff sowohl in der Kategorie Kamera, als auch bei der Gesamtpunktzahl, und erhält hier Bestnoten. Die hervorragenden Noten basierten auf zuvor erfassten und bewerteten Testbildern und Videos der DxOMark-Ingenieure.

  • MICROSOFT chip: Gegen Spectre und Meltdown: Microsoft veröffentlicht neue Updates für Windows 10: Gute Nachricht für Nuter von Microsoft Windows 10. Der Computer-Riese hat ein weiteres Sicherheitsupdate für seine Nutzer freigegeben. Das neue Update soll gegen die gefundenen Sicherheitslücken “Meltdown” und “Spectre” schützen. Außerdem aktualisiert Microsofts Update erstmals den Prozessor mit einem Microcode, welcher den Prozessor steuert. Im Vergleich zu vergangenen Software-Updates müssen sich Nutzer dieses Mal allerdings nicht durch ein kompliziertes BIOS-Update kämpfen. Der Vorgang wird für den Kunden in diesem Fall völlig unbemerkt vonstatten gehen. Wann das Update für andere Versionen verfügbar sein wird, ließen Microsoft und Intel dagegen offen.

  • FACEBOOK t3n: Kurzes Vergnügen: Facebook macht den Entdecker-Feed wieder dicht: Nach nur 4 Monaten wird Facebook den Entdecker-Feed bereits wieder abschaffen. Erst im Oktober 2017 hatte Facebook sein Tool zur Auslieferung von News mit womöglichem Interessenbezug präsentiert. In einer Mitteilung ließ Facebook verlauten, dass das Experiment, Beiträge von Freunden und öffentlicher Seiten gleichzeitig zu zeigen, nun beendet sei. Aufgrund des mangelnden Erfolges des Feeds, ist entschieden worden, dass es für eine Weiternutzung nicht effektiv genug ist.

  • E-PERSONALAUSWEIS heise: E-Personalausweis: Was den digitalen Amtsgang ausbremst: Eigentlich sollte er den Zugang zu staatlichen Dienstleistungen erleichtern, doch bis jetzt ist der E-Personalausweis ein großes Missverständnis. Zwar besitzt der Großteil der Deutschen den Person für den digitalen Zugang, nutzen tut ihn allerdings nur jeder zehnte. Dabei vereinfacht er den Alltag ungemein und erfordert nicht mehr als ein zertifiziertes Lesegerät oder oder compatibles Smartphone. Der E-Personalausweis macht beispielsweise Behördenanträge, Kontoeröffnungen oder Versicherungsangelegenheiten leicht und entspannt. In der Praxis lösen die Deutschen ihre Anliegen dennoch nach wie vor lieber persönlich.

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Netzpiloten auf der CES 2018: Verfolgt unsere Erlebnisse live

CES 2018

Die Technik-Welt fiebert der größten Consumer-Electronics-Messe entgegen. Vom 9. bis 12. Januar 2018 öffnet die CES in Las Vegas traditionell ihre Pforten. Bereits im Vorfeld finden zahlreiche Presse-Events, Veranstaltungen und Keynotes statt. Auch die Netzpiloten werden auf der CES 2018 vertreten sein. Welche Veranstaltungen wir für euch live in unseren Social-Media-Kanälen begleiten werden, erfahrt ihr in dieser Übersicht.

Der CES 2018 gehen zwei Medien-Tage voran, auf denen Journalisten aus der ganzen Welt neue Produkte und Trends aus dem Elektronikbereich sehen werden. Am Sonntag, den 7. Januar finden bereits einige Konferenzen statt. So wird NVIDIA im MGM Grand Conference Center Neuheiten in Sachen Grafikprozessoren präsentieren. Aber auch die wichtige Vor-Messe „CES Las Vegas Unveiled“ findet bereits am Sonntag statt. Die Unveiled-Events zeigten in der Vergangenheit vor allem Technik-Trends und Innovationen regionaler Unternehmen und stellen einen kleinen Ausblick auf die eigentliche CES dar. Bereits auf der CES Unveiled in Amsterdam konnte die Redaktion von Netzpiloten erste Eindrücke für die Technik-Trends 2018 sammeln.

Technik-Trends – um dieses Thema wird es am Sonntag vor Messe-Start auch im Haupt-Konferenz-Center der Messe, dem Mandalay Bay, gehen. Unter dem Motto „2018 Trends to watch“ sollen Journalisten und Medienvertreter einen Vorgeschmack erhalten, welche Themen auf der CES 2018 besonders ausgeprägt sein werden. Hier erwarten wir vor allem in Sachen autonomes Fahren, Internet der Dinge, Mixed Reality und Robotic große Neuheiten und Innovationen.

CES 2018: LG mit neuen Fernsehern und Lautsprechern

Der zweite Medientag findet am Montag, dem 8. Januar statt. An diesem Tag geben sich bereits die ersten Elektronik-Unternehmen die Ehre und zeigen Neuheiten im Rahmen ihrer Keynotes. LG geht morgens um acht Uhr Ortszeit (17 Uhr deutscher Zeit) voran und präsentiert aller Voraussicht nach neue Fernseher und Lautsprecher. Es folgen der deutsche Werkzeughersteller Bosch, Audio-Spezialist Monster und Automobil-Unternehmen Toyota mit ihren Neuheiten. Am Montag wird zudem im Rahmen einer Konferenzrunde das Thema Virtual- und Augmented Reality im Entertainment-Bereich diskutiert.

Panasonic, Reifenhersteller Continental und Hisense folgen mit ihren Pressekonferenzen. Interessant wird zudem die Diskussionsrunde zum Thema „The new normal in Smartphones“. Keith Cressin, Produkt-Manager bei Qualcomm, und Jeff Yee, Produkt-Manager bei Smartphone-Hersteller ZTE, sprechen über Innovationen auf dem Smartphone-Markt und die Trends 2018.

Am Nachmittag des zweiten Medientages hält außerdem Elektronik-Hersteller Samsung seine Pressekonferenz. Smartphones sind zwar nicht zu erwarten, dafür wird das Unternehmen wohl neue Fernseher und Trends aus dem Bereich AR und VR präsentieren. Haushaltsgeräte wie Kühlschränke und Staubsauger könnte Samsung ebenfalls zeigen. Auf der Keynote von Qualcomm dürfte es während der CES 2018 hingegen keine großen Überraschungen geben. Der Prozessor-Hersteller hat sein Flaggschiff für 2018 mit dem Snapdragon 845 bereits Anfang Dezember vorgestellt. Denkbar ist allerdings, dass Qualcomm im Rahmen der Keynote in Las Vegas weitere Exklusiv-Partner vorstellt, die ihre Flaggschiffe 2018 mit dem High-End-Chip ausstatten werden.

Asus, Sony und Fossil zeigen Neuheiten

Am Dienstag, dem 9. Januar startet die CES 2018 offiziell und öffnet auch für Verbraucher die Türen. Da alle Hersteller zu diesem Zeitpunkt die Arbeiten an ihren Messe-Ständen beendet haben werden, finden in den darauffolgenden Tagen zahlreiche Gespräche und Interviews auf der Messe statt. So werden wir Samsung, Sony und Asus einen Besuch abstatten und über zukünftige Strategien und Produkte sprechen. Aber auch Fossil zeigt uns neue Smartwatches und Hybrid-Smartwatches. Audio-Pionier Libratone hat neue Lautsprecher an Bord. Bei HTC werden wir Neuigkeiten zur Vive für euch herausfinden. 

Unsere Erfahrungen auf der CES 2018 werden wir euch auf unseren Social-Media-Kanälen live präsentieren, sodass ihr Morgens beim Aufstehen alle Infos zu unseren Erlebnissen auf der Messe direkt in unseren Kanälen findet. Folgt uns auf Twitter, Instagram und Facebook, um die neuesten Technik-Trends und Innovationen des Jahres 2018 live mitzuerleben.


Image (adapted) by Consumer Technology Association (CTA)


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iPhone & Co.: Mehr Akku für alle dauert nicht mehr lange

Battery (adapted) (Image by 3dman_eu [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Es geht in jedem Jahr weiter mit den Veröffentlichungen von Apple – und natürlich auch mit dem Medienrummel. Es ist viel über das iPhone X, das Ende des Home-Buttons, die „Face ID“-Funktion, das drahtlose Aufladen und noch über vieles mehr geschrieben worden. Irgendwo auf der Liste der Neuerungen war eine verbesserte Akkulaufzeit, zumindest für das iPhone X. Dies wird Dank seines neuen, aufgemotzten A11-Bionik-Prozessors ermöglicht.

Apple sagt, dass das neue Gerät bis zu zwei Stunden länger halten wird als das iPhone 7. Dies könnte eine Netzsession von gut 14 Stunden bedeuten. Die Akkulaufzeit auf dem iPhone 8 scheint dagegen mit der seines Vorgängers vergleichbar zu sein. Das kabellose Aufladen – eine Entwicklung, zu der Apple erst spät dazustößt – macht bei der Akkuleistung keinen Unterschied.

Verbesserungen an den Batterien sind bei neuen Smartphone-Modellen für Verbraucher enorm wichtig. Bei Samsung gab es hier viele wichtige Neuerungen, als sie im vergangenen Monat das Galaxy Note 8 auf den Markt brachten. Zwar wurde hier die Akkulaufzeit nicht wirklich verlängert, aber immerhin wurde dafür gesorgt, dass die Probleme des Vorgängermodells Note 7S, das gerne mal in Flammen aufging, umgangen werden konnten.

Doch auch die besten Produkte sind nach Jahrzehnten in der Mobile-Computing-Revolution noch relativ begrenzt in Sachen Ladung und Akkuleistung. Auch die Geräte von Apple sind innerhalb der letzten zehn Jahre nur mäßig fortgeschritten.

Bislang konzentrierten sich die Hersteller eher auf die Verbesserung der Batterietechnologie und packten immer mehr Energie auf immer weniger Raum. Das Galaxy Note 7S schreckte durch seine Entflammbarkeit eher ab. So lernten die Hersteller ihre Lektion, wenn es um die Frage ging, was schief gehen kann, wenn die Akku-Energie als Wärme freigesetzt wird. Die Hersteller bemühen sich auch um die Verbesserung anderer mobiler Hardware, die Energie verbraucht – einschließlich Display, WiFi, GPS und Zentraleinheit (CPU). Die verbesserten CPUs und OLED-Bildschirme der neuen iPhones machen sie beispielsweise batteriefreundlicher.

Ein Bereich, der erstaunlich wenig Beachtung gefunden hat, ist jedoch der Energieverbrauch von Software. Um genau zu sen, geht es um die Energie, die von der CPU verbraucht wird, wenn sie eine bestimmte Software ausführt. Weder Samsung noch Apple schienen mit ihren neuesten Entwicklungen sonderlich große Schritte in diese Richtung zu machen. Dieses Thema könnte jedoch einen großen Unterschied in der Frage ausmachen, wie lange wir unsere Geräte in Zukunft aufladen müssen.

Softwareentwicklung auf einem neuen Level

Vor Jahrzehnten, als Computer noch tausendmal langsamer waren, haben die Entwickler den Code mit der Hand nahezu perfekt abgestimmt, um jedes bisschen Leistung aus der Maschine herauszuholen. Aber weil auch die Software immer komplizierter geworden ist – dank neuer Funktionen, verbesserter Benutzererfahrung und so weiter – ist dies nicht mehr möglich.

Die Softwareentwicklung ist nun sehr weit von dem einfachen binären Code entfernt, den die CPU ausführt. Entwickler verlassen sich auch auf Sammlungen mit bereits vorhandenem Code, weil es zu lange dauern würde, jede Anweisung von Grund auf neu zu erstellen. Beide Änderungen verringern den Aufwand und beschleunigen die Entwicklungszeit erheblich. Aber der finale Code enthält oft Teile, die in einer bestimmten Anwendung redundant sind. Oder aber er könnte mit effizienteren, maßgeschneiderten Segmenten verbessert werden.

Diese Nachteile versuchen die Entwickler oft dadurch abzumildern, dass sie ihren Code so schnell wie möglich durchlaufen lassen. Was allerdings in der Theorie den Energieverbrauch reduziert. In der Praxis funktioniert das aber nicht immer, da manche Anleitungen mehr Prozessorleistung verbrauchen als andere und den Nutzen letztlich neutralisieren können. Daraus folgt, dass der Energieverbrauch der Software im Laufe der Jahre deutlich gestiegen ist. Niemand kümmerte sich darum, da die meisten Programme auf Maschinen liefen, die mit Netzstrom betrieben wurden. Dies hat sich geändert, seit wir immer mehr mobile Geräte nutzen. Gleichzeitig nimmt die Besorgnis über den Zusammenhang zwischen Stromverbrauch und Klimawandel zu.

Die KIs werden es schaffen

Es gibt noch einen weiteren Grund, warum die Entwickler dieses Problem nur langsam angegangen sind. Der Energieverbrauch von jeder Software war sehr schwer zu messen. Das liegt daran, dass die Konfiguration jedes Geräts unterschiedlich ist. Der Energieverbrauch kann sich ändern, je nachdem, ob ein Programm schon einmal gelaufen ist oder ob andere Programme laufen.

In letzter Zeit gibt es jedoch Fortschritte. Sie verwenden maschinelles Lernen, um den Energieverbrauch einzuschätzen, indem sie bestimmte Codezeilen oder Softwarekomponenten analysieren und Energiedaten aus anderen Programmen, die auf vielen anderen Geräten ausgeführt werden, referenzieren. Wird dies erfolgreich ausgeführt, könnte der Computer, den schweren Teil der Arbeit erledigen. Er soll nach alternativen Programmen suchen, die die Software leistungsfähiger machen.

Willkommen beim suchebasiertem Software-Engineering. Es funktioniert so einfach wie das Auffinden von redundanten Codes oder die Feinabstimmung der Konfiguration. Es kann sich auch auf den bestehenden Quellcode erstrecken. Unsere eigene Arbeit hat sich sowohl mit der Auswahl alternativer Softwarekomponenten aus bestehenden Sammlungen als auch mit der Generierung neuer Code-Stückchen beschäftigt. Wir haben es sogar geschafft, mehrere hundert Fehler in Hadoop, einem sehr weit verbreiteten Software-Framework, zu finden und zu reparieren.

Wir haben die Vision, dass diese suchebasierten Methoden zur Verbesserung der Energieeffizienz in die sogenannte „Compiler“-Phase integriert wird, wenn Computercodes, die von Menschen stammen, in Nullen und Einsen umgewandelt werden und die die Maschine versteht. Diese Suchvorgänge würden automatisch ablaufen und Entwickler müssten nicht an sie denken – ihr Code wäre sofort effizient.

Eines ist klar: Es liegt noch ein langer Weg vor uns.

Die Hauptschwierigkeit besteht darin, den Energieverbrauch der Software richtig einzuschätzen, insbesondere für viele verschiedene Geräte gleichzeitig. Aber das Potenzial der nächsten fünf Jahre macht uns neugierig. Wir konnten eine Reduzierung des CPU-Energieverbrauchs um 40 Prozent bis sogar 70 Prozent für eine Reihe spezifischer Aufgaben aufzeigen. Und es ist nicht unvorstellbar, dass dies eines Tages über die gesamte laufende Software repliziert werden kann.

In Kombination mit besseren Batterien und mehr Verbesserungen der Hardware-Leistung, wie beispielsweise Bildschirmen, die keine zusätzliche Energiequelle benötigen, könnten wir von gravierenden Verbesserungen der Akkulaufzeit sprechen. Die führenden Hersteller sprechen in Zukunft vielleicht nicht mehr von einer schrittweisen Verbesserung der Akkulaufzeit. Sie könnte sich auch schon bald um viele Stunden und vielleicht sogar Tage erhöhen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Battery“ by 3dman_eu (CC0 Public Domain)


The Conversation

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  • TELEKOM t3n: Bundesnetzagentur untersagt Teile des Stream-On-Tarifs der Telekom: Der umstrittene Streamingdienst von Telekom – StreamOn – wurde jetzt von der Bundesnetzagentur geprüft und einige Details davon untersagt. Der Tarif ermöglicht es bestimmte Dienste wie Netflix oder Spotify nicht aufs Datenvolumen anrechnen zu lassen. Das Verbot geht auf die Kritik zurück, dass das Angebot nicht europaweit verfügbar ist. Entsprechende Aktivisten werfen der Telekom also eine Verletzung der Netzneutralität vor, die Roamingfreiheit wird also verletzt. Neben der Telekom ist auch Vodafone seit Ende September mit einem solchen Tarif auf dem Markt. Nach aktueller Aussage der Telekom teile man die Auffassung der Behörde aber nicht. Die Bundesnetzagentur hat hier ebenfalls eine Prüfung angekündigt.

  • SAMSUNG curved: Galaxy S9 soll im Februar vorgestellt werden: Das neue Modell der beliebten Samsung Galaxy Reihe – das Galaxy S9 – soll Gerüchten zufolge im Februar 2018 vorgestellt werden. Dieser Meinung ist zumindest der rusissche Redakteur Eldar Murtazin auf Twitter, der auch schätzt, dass das Smartphone mit dem Snapdragon 845 ausgestattet werden wird, dem Nachfolger-Chipsatz des Snapdragon 835. Mit einer Präsentation im Februar 2018 würde Samsung nach dem Galaxy Note 7 Akku-Disaster 2016 und der verspäteten Veröffentlichung des Galaxy S8 2017 wieder zum gewohnten Zeitplan von Präsentationen im Frühjahr zurückkehren. Eine Veröffentlichung während des nächsten Mobile World Congress scheint also wahrscheinlich.

  • GOOGLE t3n: Auch Google findet massenhaft Politik-Anzeigen aus Russland: Nicht nur Facebook sei zum US-Wahlkampf im Auftrag Russlands für Anzeigensysteme genutzt worden sein, auch Google-Dienste wären laut eines Zeitungsberichts der Washington Post von ähnlichen Anzeigen mit Falschinformationen betroffen gewesen. Der Konzern habe Hinweise auf entsprechende Werbung zum Beispiel bei Google-Tochter YouTube und beim E-Mail-Dienst Gmail entdeckt. Facebook hatte im September Stellung zu den Inhalten genommen und wird sich, ebenso wie Twitter, zum 1. November nochmals vor dem US-Kongress zu dem Thema äußern. Google hat sich bisher noch nicht zum Thema geäußert und ob der Konzern ebenfalls an der Anhörung teilnehmen wird, bleibt offen.

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Mit der Samsung Gear 360 (2017) mittendrin in der Kunst

Gear 360 (2017) Parthenon der Bücher Documenta

Viele Lehrer und Schüler wünschen sich eine bessere Ausstattung an digitalen Lehrmaterialien. Das kostet viel Geld, und bis sich Schulen dies flächendeckend leisten können, springen private Unternehmen in die Bresche. Etwa Samsung. Ein Beispiel, wie Bildung und Kultur von digitalen Technologien profitieren kann, ist die kürzlich zu Ende gegangene Kunstausstellung Documenta in Kassel. Dort hat Samsung Schüler in Workshops mit smarten Gadgets ausgestattet. Wie Technologie die Auseinandersetzung mit Kunst verändert, konnte ich während eines „Digital Art Walk“ zum Abschluss der Documenta selbst ausprobieren – und dabei auch gleich die aktuelle Generation von Samsungs 360-Grad-Kamera Gear 360 (2017) ausprobieren.

Wie und warum Samsung Technologie und Kultur fördert

Auf der Documenta kamen diverse Samsung-Geräte für die Installation und das Betrachten der Exponate zum Einsatz. Weil Samsung Displays zur Verfügung stellte, wurden die Werke einiger Videokünstler erst möglich. Zudem ermöglichten Tablets und andere Gadgets von Samsung gerade jungen Besuchern einen modernen Zugang zur ausgestellten Kunst. Bei interaktiven Spaziergängen besuchten Schüler in rund 100 Workshops verschiedene Documenta-Standorte und hielten ihre Eindrücke mit den mobilen Flachrechnern in Text, Ton und Bild Notizen fest. Anschließend kreierten sie zusammen mit dem Künstler Anton Kats im Kulturzentrum Narrowcast-House daraus multimediale Collagen. Mit dieser Art der Kultur- und Bildungsförderung möchte Samsung zu einer Lernkultur beitragen, die Schüler motiviert, sich mit Kunst zu beschäftigen und davon inspirieren zu lassen. „Wir möchten Schülern mithilfe von digitalen Technologien ermöglichen, sich auf und kreative Weise mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen und es ihnen gleichzeitig erleichtern, andere an ihrer Wahrnehmung teilhaben zu lassen“, erklärt Steffen Ganders, Director Corporate Affairs bei der deutschen Samsung-Niederlassung.

Documenta 14 Gear 360 (2017)
Teilnehmer des Digital Art Walk auf der Documenta 14 / Image by Berti Kolbow-Lehradt

Schüler und Lehrer wünschen sich Virtual Reality im Unterricht

Samsung verfolgt damit selbstredend kommerzielle Interessen, trifft damit aber auch einen gesellschaftlichen Nerv. Laut einer Bitkom-Umfrage wünschen sich acht von zehn Deutschen mehr Digitaltechnik und digitale Lernmittel an Schulen. Viele halten den Ausbau der digitalen Infrastruktur an Schulen für genauso wichtig wie Investitionen in Schulgebäude. Das Spektrum an im Unterricht potenziell einsetzbarer Hard- und Software ist denkbar breit. Ergebnissen eigener Umfragen zufolge sieht Samsung vor allem großes Interesse bei Schülern und Lehrern, Technik für Virtual Reality im Unterricht einzusetzen. Dies könnte auf spielerische Weise die Motivation zum Lernen beflügeln, und realitätsnahe Erlebnisse dabei helfen, schwierige Sachverhalte leichter zu verstehen. Zudem können Schüler beispielsweise im Erdkunde- oder Geschichtsunterricht Erfahrungen mittels VR machen, die in der Realität so nicht möglich wären.

Mit der Gear 360 (2017) beim „Digital Art Walk“

Samsung ist im Bereich mobiler Virtual Reality stark vertreten. Neben VR-Headsets stellt das Unternehmen mit der Kamera-Reihe Gear 360 auch passende Aufnahmegeräte her. Wie der Einsatz von 360-Grad- und VR-Technik die Wahrnehmung von Kunst positiv verändern kann, konnte ich während eines Presserundgangs namens „Digital Art Walk“ auf der Documenta am eigenen Leib ausprobieren. Mit einer 360-Grad-Kamera wie der Gear 360 (2017) eine Kunstausstellung zu besuchen, bietet tatsächlich besondere Vorteile. Nicht zwingend für die eigene Erinnerungsproduktion. Dies gelingt auch mit einer herkömmlichen Kamera prima. Viel interessanter finde ich die Möglichkeit, anderen, die nicht vor Ort sind, meine Eindrücke zu vermitteln, so als wären sie selbst dabei.

Ein Beispiel ist die „Blutmühle“ genannte Installation des mexikanischen Künstlers Antonio Vega Macotela auf der Documenta. Die riesige hölzerne Installation steht für Arbeitsungerechtigkeiten bei der historischen Metallproduktion. Als Besucher konnte ich die Mühle über ein Drehkreuz selbst antreiben und dabei mittels 360-Grad-Video die Mühe und Beklemmung in dieser Höllenvorrichtung auch einem Facebook-Publikum nahebringen. Da die Gear 360 (2017), wie immer mehr andere Modelle auch, direkt zu Facebook oder YouTube streamen kann, ist das unter idealen Umständen sogar in Echtzeit möglich. Wegen schwächelndem Netzes entschied ich mich aber für eine Videokonserve und lud sie gleich im Anschluss hoch. Das mit der Gear 360 (2017) aufgenommene Video ist hier zu sehen.

Die Gear 360 (2017) ausprobiert

Die Gear 360 (2017) zählt zu den kompaktesten 360-Grad-Kameras. Im Gegensatz zum wuchtigeren Vorgänger passt sie besser in die Hosentasche. Zudem ist ein Handgriff gleich in die Gehäuseform integriert. Dafür ist das neue Modell ohne zusätzliches Stativ nicht so stabil. Weiterer Unterschied: Die Auflösung der beiden Sensoren ist mit 8,4 MP nur knapp halb so hoch. Bei der Betrachtung auf einem Smartphone fällt das jedoch nicht ins Gewicht.

Im Unterschied zu anderen 360-Grad-Kameras sind die Gear-360-Modelle nur mit Samsung-Smartphones kompatibel, weshalb meines für den Rundgang mit einem Galaxy S8 gekoppelt war. Der Vorteil des geschlossenen Systems ist jedoch, das alle Komponenten gut miteinander harmonieren. Die herstellereigene App ist eine zwingende Voraussetzung um die beiden Fisheye-Bilder zu einem Kugelpanorama zusammenzufügen. Erst dann kann die Aufnahme vernünftig betrachtet werden. Alternativ lässt sich das mit der Windows-Software Gear 360 ActionDirector erledigen.

Gear 360 (2017) und Samsung Galaxy S8
Samsung Gear 360 (2017 und Samsung Galaxy S8. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Mich auf diese Weise mit den Exponaten zu beschäftigen, macht Spaß. Neben der Blutmühle war das Parthenon der Bücher sehr geeignet für 360-Grad-Aufnahmen. Der mit verbotenen Büchern dekorierte Nachbau des Tempels auf der Akropolis in Athen war das Wahrzeichen der Documenta 2017. Da nur für die Dauer der Ausstellung errichtet, ist ein 360-Grad-Video tatsächlich die einzige Möglichkeit, das Werk auch nach dessen Abbau im Rundumblick zu betrachten. Vor allem die Möglichkeit, Aufnahmen direkt im Social Web zu teilen, faszinierte mich. Übertreiben sollte man es damit aber nicht. Denn dies erfordert trotz der intuitiven Bedienung ein paar Einstellungen, die während eines geführten Rundgangs ablenken können. Sich nicht von der Technik vereinnahmen zu lassen, so faszinierend sie auch ist, und die Umgebung mit eigenen Sinnen wahrzunehmen, liegt dann doch noch in der Eigenverantwortung des Betrachters.

Der Text entstand in Zusammenarbeit mit Samsung.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


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  • IPHONE X t3n: Samsung reagiert auf iPhone X mit faltbarem Smartphone – 2018: Gestern erst fand die Keynote zum neuen Apple-Smartphone – dem iPhone X – statt. Da der Markt der smarten Mobiltelefone nicht schläft, gibt es jetzt schon dir Antwort von Samsung. Denn für das nächste Jahr will der südkoreanische Hersteller, genau genommen der Mobile-Chef DJ Koh, ein Smartphone der Note-Serie mit faltbarem Display auf den Markt bringen. Bisherigen Gerüchten zufolge plant Samsung unter dem Codenamen „Project Valley“ die Veröffentlichung zweier Modelle frühestens 2018.

  • WLAN heise: EU-Parlament stimmt für kostenloses WLAN an öffentlichen Orten: Überall unbegrenztes und kostenloses WLAN ist noch ein eher utopischer Gedanke für die digitalisierte Gesellschaft. Die EU will diese Vision jetzt aber mit einem millionenschweren Programm fördern. Bis zu 8.000 kostenlose Hotspots sind an öffentlichen Orten wie Bibliotheken, Krankenhäusern oder ähnlichem angedacht. Das Projekt nennt sich WiFi4EU und soll mit rund 120 Millionen Euro unterstützt werden. Die Gemeinden und öffentlichen Einrichtungen sollen sich über ein Online-Portal für Internet-Gutscheine bewerben können, mit denen die Anfangskosten gedeckt werden sollen.

  • DMEXCO horizont: Das war der erste Dmexco-Tag: Gestern und heute trifft sich die Branche des digitalen Marketings wieder in der Kölnmesse zum größten deutschen Branchen-Event des Jahres – der dmexco! HORIZONT-Chefredakteur Volker Schütz fasst einige Höhepunkte von Tag 1 zusammen und kommt zum vorläufigen Fazit, dass sich die digitale Transformation irgendwo zwischen „digitaler Besoffenheit und neuem Realismus“ befindet. Zumindest um das Buzzword „Transformation“ scheint man am 1. Konferenztag kaum herumzukommen.

  • KI wired: Warum zur Hölle wollen Forscher homosexuelle Menschen am Gesicht erkennen?: Oftmals hört man von diversen US-Studien, die einfach nur lächerlich oder unnötig wirken. Diese neueste Studie setzt dem Fass jetzt aber die Krone auf. Michal Kosinski und Yilun Wang von der Stanford University hatten eine Studie vorgestellt, bei der sie mehr als 130.000 Portraits von einer Dating-Website von einer Software für Gesichtserkennung hatten analysieren lassen. Diese KI soll dann angeblich mit 83-prozentiger Wahrscheinlichkeit erkannt haben, ob die abgelichtete Person homosexuell ist. WIRED-Kolumnist bringt auch unsere Gedanken dazu auf den Punkt: Warum zur Hölle fertigt jemand so eine Studie überhaupt erst an?

  • TESLA golem: Teslas „Autopilot“ trug zu tödlichem Unfall bei: Autonome Fahrzeuge sind die Zukunft, dass früher oder später aber etwas passieren würde, ist fast traurige Gewissheit. Im letzten Jahr führte eine Fahrt mit dem Tesla-Autopiloten zum Tod des Fahrers. Das National Transport Safety Board – kurz NTSB, also die US-Behörde für transportsicherheit – ist nun zum Schluss gekommen, dass der Tesla zumindest eine Teilschuld trägt. Für die Unfallermittler vom NTSB war der tödliche Crash ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

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  • BUNDESTAGSWAHL Welt: Experten sehen Sicherheitslücken in Bundestagswahl-Software: Ein Sprecher des Bundeswahlleiters sprach von einem „ernsten Problem“ : In Berlin haben Sicherheitsforscher gravierende Mängel in der Software gefunden, die die Wahlergebnisse der Bundestagswahl in etlichen Kommunen zusammentragen soll. So hätte das Software-Programm selbst nie eingesetzt werden dürfen, da allein der Zugriff auf dieses die Weiterleitung manipulierter Wahldaten ermöglicht.

  • HUAWEI Chip: Huawei überholt Apple: China-Smartphones jetzt gefragter als das iPhone: Zwar fehlt dem chinesischen Smartphone-Hersteller Huawei bis jetzt noch ein Topseller-Produkt, dennoch hat das Unternehmen es in den letzten zwei Monaten geschafft, einen höheren Marktanteil als Apple bei den Verkäufen zu erlangen. Damit könnte Huawei bald zur meistverkauften Smartphone-Marke werden.

  • FRITZBOX ntv: Fritzbox lässt Google alt aussehen: Bald wird für viele Fritzbox-Nutzer reibungsloser WLAN-Empfang in allen Ecken des Hauses möglich sein: Ein Update auf FritzOS 6.90 soll die Mesh-Fähigkeit der Router verstärken und für besseren Empfang zwischen den Geräten sorgen. Im Test macht sich das Mesh-Netz bereits bewährt und stellt – vor allem durch seine guten Reichweite – Google-Wifi-Geräte in den Schatten.

  • GOOGLE t3n:Google in „finalen Verhandlungsgesprächen“ mit HTC : Dass HTC schon länger um sein Überleben kämpft, ist bekannt – denn trotz guter Geräte, möchte niemand die Produkte der Taiwaner kaufen. Einem aktuellen Finanzbericht zufolge war der August der bisher schlimmste Monat seit 13 Jahren für den Hersteller. Eine letzte Hoffnung stellen nun die Verhandlungsgespräche mit Google dar: Das Unternehmen könnte eine strategische Partnerschaft mit HTC eingehen oder dieses komplett übernehmen. Solch eine Investition wäre auch für Google nicht uneigennützig.

  • IPHONE8 GameStar: Apple iPhone 8 verspätet sich – Hoher Preis soll an Samsung liegen: Das neue iPhone8 wird teurer als seine Vorgänger – Gerüchten zufolge soll der Preis zwischen 1000 und 1200 US-Dollar schwanken. Grund dafür soll der App-Konkurrent Samsung sein: Als Zulieferer der OLED-Displays soll Samsung nun rund 75 Dollar mehr pro OLED-Panel verlangen als für bisherige Modelle. Damit wird sich auch die Veröffentlichung des iPone8 um einige Zeit verspäten.

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Fitnesstracker in der Übersicht: Das sind die besten Modelle

Fitness-Tracker

Der Markt der Fitnesstracker ist ziemlich unübersichtlich, die einzelnen Hersteller liefern sich erbitterte Kämpfe oder kaufen sich gegenseitig auf. Wir sagen euch, bei welchen Modellen ihr selten falsch liegt. „Fitbit“ hat für die dezenten Gesundheits-Überwacher inzwischen fast die gleiche Bedeutung wie “Tempo” für Taschentücher. Dennoch ist Fitbit längst nicht mehr der größte Hersteller weltweit: Die Konkurrenz drängt aus China auf den Plan.

Fitnesstracker: Garmin und Xiaomi springen auf

Xiaomi ist ein nicht ganz unbekannter Name, obwohl man offiziell nicht außerhalb des Heimatlandes verkauft. Das Xiaomi Mi Band 2 wurde zum echten Geheimtipp, verbreitet durch Online-Händler, die zu kleinem Aufpreis auch nach Deutschland exportieren.

Ebenfalls in den Top 5 der erfolgreichsten Firmen der Branche vertreten sind üblicherweise Garmin, Samsung und Apple. Diese Tracker respektive Uhren sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn Apple stellt im traditionellen Sinne keine Fitnesstracker, sondern Smartwatches mit Fitness-Funktionen her. Auch Samsung legt den Schwerpunkt auf hochcomputerisierte Computeruhren wie die Gear S3. Samsung schafft es, mit nur wenigen Produkten für gute Verkaufszahlen zu sorgen. Garmin hatte sich über die Jahre ja eigentlich einen Namen durch Navigationsgeräte gemacht, ist jedoch schon seit einiger Zeit auch breit mit Fitnesstrackern aufgestellt. 

Fitbit schluckt Pebble, Nokia kauft Withings

Ende 2016 wurde der Smartwatch-Pionier Pebble von Fitbit aufgekauft, ein großer Teil der Mitarbeiter wurde dabei übernommen. Viel gemerkt hat man seitdem davon nicht. Die alten Pebble-Uhren wurden nicht mit neuem Branding versehen oder eine neue Smartwatch mit E-Paper-Display von Fitbit veröffentlicht. Das E-Paper-Display brachte eine bessere Ablesbarkeit in der Sonne und einen äußerst geringen Stromverbrauch mit sich.

Mit diesem Feature hatte Pebble damals nämlich die zahlreichen Unterstützer beim Crowdfunding gewinnen können und ebnete den Weg für viele weitere Smartwatches. Allgemein hält sich Fitbit allerdings noch aus dem Smartwatch-Business raus und beschränkt sich auf Fitnesstracker. Die Auswahl ist riesig, doch muss man sich eigentlich nur auf ein paar wenige Modelle beschränken.

Ein fast genauso bedeutender Kauf in dem Bereich war der von Withings durch Nokia. Der schwächelnde Ex-Finne konnte mit dem modernen Telefonmarkt nicht so wirklich Schritt halten und versuchte es daher offenbar mithilfe der Franzosen. Großartige Auswirkungen hatte die Akquisition allerdings nicht, noch immer ist Withings eher ein Geheimtipp für Personen, die einen möglichst analog anmutenden Fitnesstracker bevorzugen, wie zum Beispiel den Withings Steel HR. Günstige Geräte ganz ohne Display wie das Withings Go runden das Sortiment ab.

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Image by Withings

Ähnliche Funktionen, unterschiedliche Ausführung

So unterschiedlich die vielen Fitnesstracker an sich schon sind: Ganz wichtig beim Vergleich ist das Ökosystem des Herstellers. Da die kleinen und spartanischen Displays nur wenig Platz zur Auswertung der gesammelten Daten bieten, sind die Smartphone-Apps und Online-Dienste essentiell. Grundlegend bieten sie alle ähnliche Funktionen, doch die Ausführungen sind unterschiedlich. Zumeist ist auch ein Socializing-Feature dabei, durch das ihr euch mit euren Freunden messen könnt.

Fitbit: Was geht, Alta?

Wenn die Auswahl bei Fitbit etwas erschlägt, sollte man sich nicht all zu viele Sorgen machen. Grundlegend beschränkt sich die Liste der nennenswerten Produkte nämlich auf vier Stück: Flex 2, Alta, Charge 2 und Blaze. Die Fitbit Flex 2 ist der schlankste und günstigste Fitnesstracker aus dem Hause und bleibt optisch sehr minimalistisch. Ohne Smartphone informiert das Flex 2 ausschließlich via LEDs.

Wer mehr Daten direkt am Handgelenk ablesen will, sollte sich die Alta genauer ansehen. “Das schlankste Herzfrequenz-Armband der Welt”, wie es vom Hersteller beworben wird, ist auch ohne das HR-Feature erhältlich, dann auch deutlich billiger. Auf dem monochromen Display werden zum Beispiel Uhrzeit, Schrittzahl und Puls dargestellt. Bei Verbindung mit dem Smartphone werden auch Benachrichtigungen weitergeleitet, sodass man nichts mehr verpasst.

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Image by Fitbit

Das alles und etwas mehr finden sich auch im Flaggschiff-Modell Charge 2. Ebenfalls an Bord sind unter anderem Support für mehrere Sportarten, Stockwerkzählen und das Nutzen der GPS-Verbindung des gekoppelten Telefons. Etwas aus dem Rahmen fällt die Fitbit Blaze, auch preislich liegt sie über seinen Geschwistern. Die Blaze ist der erste Versuch im Smartwatch-Geschäft. Allerdings setzt Fitibit hier auf eine proprietäre Software-Lösung, die jedoch den etablierten Herstellern überlassen werden sollte. Schließlich fehlen so viele Apps, die Entwickler nicht extra für die neue Plattform portieren werden.

Garmin: Viel hilft viel weniger

Noch mehr Auswahl als Fitbit bietet der Navigations-Profi Garmin. Von Übersichtlichkeit kann hier gar keine Rede sein. Hilfreich ist es bei diesem Hersteller allerdings, den Fokus ausschließlich auf die klassischen Sport-Tracker zu legen – besonders stark vertreten sind die Schweizer nämlich mit GPS-Uhren wie die Fenix 5.

Vollkommen in den Schatten stellt die Garmin vivofit 3 seine Konkurrenz. Bis zu ein Jahr Akkulaufzeit verspricht der Hersteller, und erreicht dies trotz des üblichen Schrittzählers, Aktivitätstracking und Verbindung mit dem Smartphone. Das niedrig auflösende Display ist nach Aktivierung sogar hintergrundbeleuchtet.

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Image by Garmin

Wie bei Trackern üblich, muss die Vivosmart 3 einmal in der Woche an den Strom. Diesen Preis muss man zum Beispiel für eine durchgehend genaue Pulsmessung, Berechnung des Stresslevel und Trainingszustand oder einen berührungssensitiven Bildschirm bezahlen.

Noch eine Nummer größer ist die Garmin Vivoactive HR. Der Fitnesstracker bietet ein Farbdisplay, auf dem bereits umfangreiche Statistiken angezeigt werden können. Außerdem ist ein GPS-Empfänger verbaut. Das schlägt sich jedoch auch im Preis nieder: Der Vivoactive HR kostet knapp doppelt so viel, wie andere Fitnesstracker. 

Polar: Von günstig bis High-End

Zwar verlässt sich die Polar Loop 2, der günstigste Fitnesstracker der finnischen Firma, auch nur auf Anzeige durch LEDs, diese ist jedoch sehr klug umgesetzt. Die 85 Lämpchen können Uhrzeit, Trainingslevel und sogar grob den Inhalt von Benachrichtigungen wiedergeben.

Während sich die Loop 2 noch recht günstig präsentiert, muss man bei der Polar A370 tief in die Tasche greifen. Die A370 eignet sich auch bestens für Schwimmer dank Wasserdichte. Beim Joggen kann das Smartphone zuhause bleiben, denn der Tracker erfasst durch die Armbewegungen und GPS automatisch, welche Strecke zurückgelegt wurde.

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Image by Polar

Xiaomi Mi Band 2: Nicht nur für Einsteiger empfehlenswert

Wie schon eingangs erwähnt, hat sich Xiaomi eigentlich mit nur einem einzigen Produkt einen Platz ganz oben auf dem Treppchen ergattern können. Das Xiaomi Mi Band 2 liegt im unteren Preissegment und beherrscht die wichtigsten Fitnesstracker-Funktionen. Es zählt Schritte, überwacht den Schlaf dank Pulsmesser und leitet sogar Benachrichtigungen vom Smartphone weiter.

Im Angebot bei diversen China-Händlern kostet das Multitalent oft nur bis 15 Euro – bei Amazon kostet es 30 Euro. Ein kleines Manko ist das Ökosystem, welches verglichen mit der hier vorgestellten Konkurrenz ohne Frage das schlechteste ist. Die Einrichtung in der teilweise nur auf Englisch übersetzten App funktioniert zwar, Online-Wettkämpfe mit Freunden kann man aber getrost vergessen. Eine richtige Einordung der Fitnessdaten erfolgt ebenfalls nicht.

Fazit: Günstig anfangen

Eine glasklare Empfehlung kann ich kaum aussprechen, jeder Tracker muss auch zum persönlichen Einsatzzweck passen. Denn ganz billig sind die meisten – abgesehen vom Xiaomi Mi Band 2 – auch nicht. Wenn du erst einmal schauen möchtest, ob so ein Fitness-Tracker etwas für dich ist, kannst du blind zu dem China-Wearable greifen. Von hier ausgehend merkst du vielleicht, welche Aspekte dir wichtig sind, so dass du dich zum entsprechenden Tracker filtern kannst.

(Update 23.8.: Notwendigkeit, beim Polar-Gerät das Smartphone dabei zu haben, korrigiert.)

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


Image (adapted) „Polar A360“ by Stevepb (CC0 Public Domain) / Images by Polar, Withings, Fitbit


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  • TV-DUELL merkur: TV-Duell im Netz: „Ich wünsch mir Claus Strunz als Kanzler“: Twitter ist sicherlich eines der beste sozialen Medien, um in einem regelrehcten Bewusstseinsstrom seine Meinung kund zu tun. So blieb selbstverständlich das gestrige TV-Duell zwischen den Kanzlerkandidaten Angela Merkel und Martin Schulz nicht unkommentiert. Schon eine Stunde vor Beginn der Übertragung zählt #tvduell schon zu den deutschen Trending Topics. Beim vermeintlichen Höhenpunkt des Wahlkampfes blieben aber genau diese aus, zahlreiche Themen seien zu kurz gekommen. Einige Reaktionen aus dem Netz lassen den Abend noch einmal Revue passieren.

  • CARSHARING t3n: Der Digitalchef von VW prophezeit das Ende des Carsharings: In größeren deutschen Städten teilt man sich schon lämngere Zeit die Autos per App. Carsharing gehört laut dem Chief-Digital-Officer von Volkswagen, Johann Jungwirth, jedoch nicht zur digitalen Zukunft und Transformation. Sein Fokus: Telematik und das vernetzte Fahrzeug.  Stattdessen sehe er einen Paradigmenwechsel im Bereich Autonomes Fahren und was schon in naher Zukunft marktfähig sein soll. Denn genau diese Transformation soll Carsharing obsolet machen.

  • MICROSOFT heise: Windows Mixed Reality: Warum Microsoft seine VR-Brillen „Mixed Reality“ nennt: Der Virtual Reality-Markt wird derzeit überlaufen wie fast kein anderer. Klar, dass sich mancher Hersteller deswegen auch von der Konkurrenz abheben will. Microsoft bietet mit seinen VR-Brillen nämlich sogenannte „Windows Mixed Reality“ Brillen an. Nach der Definition von Greg Sullivan, Director of Communcations for Mixed Reality bei Microsoft, ist Mixed Reality ein Spektrum – zurzeit befinden sich auf der einen Seite reine AR-Produkte, auf der anderen Seite sind es VR-Geräte wie die Windows-Headsets.  Im Gespräch mit Heise CT verrät Greg Sullivan Details zur Software und zum Tracking.

  • IFA zeit: IFA mausert sich zur Smartphone-Messe: Halbzeit bei der Internationalen Funkmesse – noch bis Mittwoch kann die IFA 2017 in Berlin, eine der größten Elektronikmessen Deutschlands, besucht werden. Gerade das Smartphone scheint nun beispielsweise immer mehr im Fokus zu bestehen bezoehungsweise scheint die IFA eine bedeutsamere Plattform für die Smartphone-Schau zu werden. Am 12. September wird voraussichtlich das neue iPhone präsentiert und die aktuellen Samsung Modelle wurden vor Wochen präsentiert, trotzdem kann man in diesem IFA-Jahr nicht nur neue Mittelklasse-Smartphones sehen, die sich an ein weniger zahlungskräftiges Publikum richten, sondern auch frische Spitzenmodelle. 

  • WLAN welt: Mesh-Netze bringen das Heim-WLAN in jede Ecke: Viele WLAN-Nutzer haben das Problem, dass ihr Haus nicht ausreichend von ihrem Funknetzwerk abedeckt ist -steht der Rooter im Erdgeschoss, bleibt das WLAN im 1. Stock oft schlechter. Eine neue Technik namens Mesh-WLAN soll jetzt den Internetempfang verbessern. Sie soll ein großes Problem gängiger WLAN-Repeater beheben. Mesh-WLAN soll ein Funknetz sein, dass quasi aus mehreren Knoten besteht und über jeden dieser Knoten einen Zugangspunkt zum Netzwerkk bietet. Die einzelnen Zugangspunkte spannen dann ein vermaschtes Netz in der Wohnung auf und steuern den Datenverkehr der verbundenen Geräte.

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  • GOOGLE GLASS t3n: Google Glass ist zurück – und soll diesmal die Industrie erobern: 2014 wollte Google die Augmented-Reality-Brille im Konsumentenbereich etablieren und konnte sich im Handel nicht durchsetzen. Ein Jahr später wurde der Verkauf bereits gestoppt. Jetzt soll die Brille – jetzt nur noch Glass genannt, da sie nicht mehr von Google entwickelt wird – ein Hilfswerkzeug für Handwerker werden. In Kooperation mit verschiedenen Dienstleistungspartnern hat das Unternehmen „X“ individuell zugeschnittene Lösungen. Mögliche Einsatzbereiche sind Medizin, Logistik, Marketing oder Industrielle Arbeit wie Autoherstellung. Ersten Ergebnissen eines Testunternehmens zufolge, soll die Brille die Produktivität in der Fertigung um 25 Prozent gesteigert haben.

  • QR CODE wired: The Curious Comeback of the Dreaded QR Code: QR Codes schienen lange wie die Innovation der Zukunft, bis sie von ihre Popularität verloren. Ihre Handhabung war zu umständlich für viele Nutzer. Aber mit der Entwicklung von Social Media QR Codes hat das System ein schleichendes Comeback gefeiert. Unternehmen wie Snapchat, Facebook oder Spotify nutzen ein QR Code System um Nutzer schnell miteinander verbinden zu können. Grund für das Comeback ist unter anderem auch der Fortschritt der Kameras, die mittlerweile auch ohne spezielle QR Code App diese erkennen und scannen können. War das System also nur zu weit vor seiner Zeit?

  • ZALANDO handelsblatt: Warum Zalando Amazon nicht fürchten muss: Abo-Dienste für Premium Kunden sind in der heutigen Zeit keine Besonderheit mehr. Zalando führt nun in Konkurrenz zu Amazon Prime ebenfalls einen Premium Abo Service „Zet“ ein. Dienstleistungen des Service sollen taggleicher Versand oder ein Stylisten-Beratungsservice. Zuvor hatte Amazon mit „Prime Wardrobe“ ein neues Konzept angekündigt, mit welchem Kunden vor Bezahlung die Klamotten anprobieren konnten und Zalando so vor eine kommende Krise gestellt.

  • NOTE 7 heise: Samsung schlachtet Debakel-Smartphone Galaxy Note 7 aus: Das südkoreanische Unternehmen Samsung kündigte in einer Pressemitteilung an, dass sie konkrete Recycling Pläne für das zurückgerufene Smartphone Galaxy Note 7 erarbeitet haben. Die Smartphone sollen demnächst ausgeschlachtet werden, um zum Beispiel die Edelmetalle, die in der Technik der Geräte verarbeitet sind zu extrahieren. Noch intakte Bauteile wie OLED-Displays oder Kameramodule sollen als Ersatzteile für Reperaturen genutzt werden. Mit diesen und weiteren Maßnahmen möchte Samsung Nachhaltig handeln. Das Problem des Smartphones war in erster Linie der Akku, der bei Überhitzung in Flammen aufging.

  • KOOPERATION golem: Microsoft will an autonomen Autos mitentwickeln: Das Softwareunternehmen Microsoft ist eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Unternehmen Baidu eingegangen, um an der Entwicklung von autonomen Autos mitzuwirken. Baidu hatte erst kürzlich ein Open-Source-Betriebssystem vorgestellt, dass jede Autofirma nutzen kann. Neben Microsoft sollen auch Nvidia, Ford und Intel an der Entwicklung dieses Open-Source-Systems beteiligen.

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  • AKTIEN t3n: Google, Apple, Amazon: Warum am Montag die Aktien aller Techkonzerne gleich viel wert waren: Einigkeit bei den Technikkonzernen? Zumindest bei den Aktienkursen, die standen nämlich am Montag alle auf 123,47 US-Dollar. Was war passiert? In Wirklichkeit handelte es sich einfach um einen technischen Fehler, der Kursschwankungen anzeigte, die eigentlich gar nicht passiert waren. Allgemeines Aufatmen also, denn wenn überhaupt sanken die Aktienpreise bei den Konzernriesen wie Google und Apple nur minimal.

  • SAMSUNG golem: Samsung soll größte OLED-Fabrik der Welt bauen:
    Die weltweite Nachfrage nach OLEDs steigt und aus diesem Grund will Samsung mit einem Bau einer neuen OLED-Fabrik reagieren. Noch ist die Fabrik nicht produktiv, dies soll sich aber ab 2019 ändern, mit einem Treffen diesen Monat sollen die endgültigen Investitionspläne verabschiedet werden. Das sich diese Investition lohnt, zeigt ein Bericht von Nikkei, nach dem Apple 70 Millionen OLED-Bildschirme für das neue iPhone 8 vorbestellte, zum Marktstart des neuen iPhones ist die Fabrikeröffnung jedoch zu spät.

  • DATENSCHUTZ update: Die Branche im Schatten des Datenschutzes: Die EU-Datenschutzgrundverordnung tritt im Mai 2018 in Kraft, was diese jedoch für die Onlinebranche bedeuten könnte, wurde auf dem Werbeplanung.at Summit 2017 besprochen. Sie kamen zu den verschiedenen Ansätzen, dass die DSGVO an und für sich gut und wichtig sei. Wichtig sei jedoch auch eine Schulung des Personals, um auf Hackerangriffe schnell zu reagiere, da Unternehmen durch die neue Verordnung gezwungen sind, ihre Kunden innerhalb von 3 Tagen zu informieren. Auch der Spagat zwischen der Finanzierung der Digitalwirtschaft via Cookies und dem Datenschutz, den Cookies laut dem EU-Gesetzgeber untergraben könnten, war Teil der Diskussion.

  • BAHN heise: Bahn nutzt Digitaltechnik gegen Pannen – Weiche ruft selber Techniker:
    Die Bahn möchte fortan Digitaltechnik nutzen um über Pannen schnellstmöglich informiert zu werden, um diese schnell zu beheben und die Verspätungen einzudämmen. Hierbei sollen die Weichen an eine Dauer-EKG angeschlossen werden, wobei eine App dann dem Techniker über Störungen Bescheid geben könnte. Bis 2020 werden 30.000 Weichen mit Sensoren bestückt. Der Fahrgastverband Pro Bahn ist über das vorrausschauende Denken und Handeln sehr erfreut, teilte der Pro-Bahn-Sprecher Karl-Peter Naumann mit.

  • SPIONAGE faz: Ankara lässt geflüchtete Soldaten im Ausland ausspähen: Nach dem Putschversuch vergangenen Juli in der Türkei werden Soldaten nun überwacht. Es wird recherchiert wo sie wohnen, ob sie Asylanträge gestellt hätten und sie Kontakte zu westlichen Medien bzw. der Regierung hätten. Dieses Vorgehen ist unter anderem ein Grund für die derzeitige, etwas eisige, Beziehung zwischen Ankara und Berlin. Die Bundesanwaltschaft ermittelt überdies, aufgrund des Verdachtes der türkische MIT spioniere Anhänger der Gülen-Bewegung in Deutschland aus, gegen das Vorehen der türkischen Regierung. Die Gülen-Bewegung geriet in das Visier der türkischen Regierung, weil sie verdächtigt wurde, verantwortlich für den Putschversuch zu sein.

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Samsung DeX, Mirabook & Co.: Wie ein Desktop-Dock mobiles Arbeiten verändern könnte

Samsung-DeX-Galaxy-S8 (adapted)

Wer heutzutage unterwegs arbeiten möchte, greift auf Notebooks von Apple, Lenovo, Asus und Co zurück. Dank immer potenteren Smartphones könnte sich das in Zukunft ändern. Mit DeX hat der koreanische Elektronikhersteller Samsung ein innovatives Desktop-Dock vorgestellt, über das deren aktuelles Flaggschiff Galaxy S8 mit einem Monitor verbunden werden kann. Und mit Mirabook und Superbook existieren um vielfaches finanzierte Crowdfunding-Projekte, die das Mobiltelefon in einen Laptop transformieren. Befindet sich unser Büro schon bald in der Hosentasche?

Smartphones besitzen bereits umfangreiche Office-Features

Schon jetzt nimmt das Smartphone einen großen Bestandteil in unserem mobilen Büroalltag ein. Sind wir unterwegs werden E-Mails gecheckt und beantwortet, Dokumente gelesen und kontrolliert oder auch Meetings geplant und im Kalender eingetragen. Geistesblitze landen in Form von Notizen auf dem digitalen Helferlein. Die schnelle Internetanbindung vereinfacht die unkomplizierte Recherche in Bus und Bahn.

Doch nicht nur das. Aufgrund der raschen Entwicklung in Sachen Qualität, Funktionsumfang und Performance ist für viele das Smartphone die Digitalkamera Nummer 1. Das gilt im Job sowohl für Naturwissenschaftler und Betriebswirtschaftler, vor allem aber für Kulturschaffende. All das paaren die Hersteller mit einer flotten, zeitoptimierten User-Experience dank starker Rechenleistung. Einer Rechenleistung, die wir im Alltag kaum ausgereizen. Warum also nicht das Smartphone in einen Laptop verwandeln und so zusätzliche Geräte sparen?

Desktop-Dock Samsung DeX verspricht produktiveres Arbeiten

Mit DeX präsentierte das Unternehmen Samsung unlängst ein erstes kommerzielles System für den freien Markt. Das Desktop-Dock besteht lediglich aus einer kompakten Basisstation, in die das Smartphone eingesetzt wird. Zusätzliche Anschlüsse garantieren eine gute Konnektivität. Für den Betrieb ist ausschließlich ein herkömmlicher Monitor vonnöten, über den die Bildinformationen ausgegeben werden. Die Bedienung ist dann deutlich entspannter und vor allem produktiver.

Unser Autor Anton konnte das Feature bereits auf dem Launch-Event in London ausprobieren, sieht allerdings auch noch Verbesserungsbedarf. Der größte Wermutstropfen: Das Dock versteht sich nur mit dem teuren High-End-Smartphone Galaxy S8 (Plus). Nutzer anderer Geräte schauen in die Röhre oder vielmehr auf einen schwarzen Monitor. Bleibt das so, könnte die DeX-Lösung das gleiche Schicksal ereilen wie Continuum von Microsoft. Weil kaum jemand Smartphones mit Windows 10 Mobile nutzt, ist auch das Desktop-Dock nicht verbreitet. Aus dem gleichen Grund hat sich auch das Padfone-Konzept von Asus nicht etablieren können.

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Anton Knoblach hat Samsung DeX beim Launch des Galaxy S8 in London ausprobiert.

Superbook mit 11,6 Zoll Display und 10 Stunden Akkulaufzeit

Wer ein Gerät eines anderen Herstellers sein Eigen nennt, der ist bei den nahezu gleichzeitig gestarteten Crowdfunding-Kampagnen Superbook und Mirabook an der richtigen Adresse. Dabei besteht die Schnittstelle zwischen Smartphone und Monitor nicht etwa aus einem Desktop-Dock, sondern einem Laptop-Dock. Das Mobiltelefon wird unkompliziert per USB-Kabel an die Hardware angeschlossen.

Da das preisintensive Innenleben fehlt, können die Hersteller einen geringen Preis aufrufen. Im Falle des Superbook sind das lediglich 189 US-Dollar. Mit insgesamt knapp drei Millionen US-Dollar wurde der Zielbeitrag um das 60-fache überschritten. Neben einem 11,6 Zoll großen FullHD-Display, einer beleuchteten Tastatur und USB-Schnittstellen spendiert Produzent Andromium einen leistungsstarken Akku, der Energie für einen kompletten Arbeitstag liefern soll. Für den Betrieb reichen Download und Ausführen der entsprechenden Android-App. Die ersten Modelle sind bereits in den USA verfügbar. Ob und wann das Superbook nach Deutschland kommt, ist unklar.

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Das Superbook verwandelt das Android-Smartphone in einen Laptop. Image by Andromium

Mirabook für Android-Telefone und Windows-Sticks

Das Team um den direkten Mitbewerber Mirabook hat sich die ultimative Kompatibilität auf die Fahne geschrieben. Das per Indiegogo bereits erfolgreich finanzierte Produkt arbeitet sowohl mit Android-Geräten als auch mit Smartphones mit Windows-Phone- und Ubuntu-System. Ferner unterstützt das Mirabook portable PC-Sticks wie den Asus VivoStick oder selbstgebastelte Raspberry-Lösungen.

Die Akkulaufzeit soll wie auch beim Superbook über zehn Stunden betragen, mit einem Kilogramm Masse ist es zudem angenehm leicht. Das FullHD-Display des Mirabook ist mit 13,3 Zoll minimal größer. Besonders intelligent haben die Entwickler die Smartphone-Schnittstelle ausgeführt: Das USB-Kabel lässt sich in einer Nut versenken, die Demontage entfällt. Dadurch kann das Kabel nicht verloren gehen. Mit 180 US-Dollar bewegt sich das Mirabook in einer ähnlichen Preisregion wie das Superbook. Die Serienproduktion soll Ende dieses Jahres anlaufen.

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Das Mirabook eignet sich sowohl für Büromenschen, als auch für Gamer. Image by Miraxess

Praktische Ausrüstung für Coworking-Spaces

Die praktischen Gadgets sind die ideale Erweiterung für mobile Büroarbeiter, die außer einfachen Mail-, Office- und Browserfunktionen keine ressourcenfressenden Anwendungen benötigen. Selbst Bildbearbeitung lässt sich mittlerweile ohne Probleme mit der Power eines Smartphones erledigen. Die portable Hardware erweitert dabei kinderleicht die Produktivität ohne den Einsatz eines vollwertigen Notebooks.

Gerade deshalb dürfte sich das Konzept besonders für Orte neuartiger Arbeit, den sogenannten Coworking Spaces eignen. Wären die Großraumbüros mit der entsprechenden Hardware ausgestattet, bräuchten Digitalnomaden lediglich ihr Smartphone und das Büro wäre im Handumdrehen einsatzbereit. Nicht zuletzt erlaubt das Konzept maximale Flexibilität und so ein deutlich freieres Arbeiten. In diesem Sinne dürfen wir gespannt sein, ob und wann auch andere namhafte Hersteller mit eigenen Lösungen nachziehen und so gemeinsam die Arbeitswelt nachhaltig verändern.

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Images by Samsung, Superbook, Miraxess und Anton Knoblach


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Honor 8 Pro: Das unerwartete Flaggschiff im Test

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Kurz nach der Vorstellung des Samsung Galaxy S8 hat die Huawei-Tochter Honor ein Smartphone präsentiert, das auf den ersten Blick so gar nicht zur Marke passt. Während Honor bisher für Geräte im unteren und mittlerem Regal stand, greift die Marke jetzt nach ganz oben. Denn das Honor 8 Pro ist ein ernstzunehmendes und gut ausgestattetes Flaggschiff.

Der Underdog will in die erste Liga aufsteigen

Die noch ziemlich junge Marke der Chinesen gilt nach wie vor als Geheimtipp. Bisher robbt sie sich mit guten Geräten für kleines Geld unter 300 Euro an den Android-Platzhirsch Samsung heran.
Das von uns zu Jahresbeginn getestete Honor 6X oder das Honor 7 und Honor 8 sind dafür gute Beispiele. Deswegen wurden bei der Produktpräsentation einige Augen groß, als die Specs des neuen Smartphones verkündet wurden. Sie entsprechen, ebenso wie der Preis von 550 Euro, dem Niveau von Top-Geräten des Android-Marktes.

Schlank und schick

Der erste Blick begeistert. Schon die Verarbeitung ist tadellos und macht einen sehr guten Eindruck. Das Gerät kommt in einem optisch und auch haptisch schönen Metall-Unibody, hat angenehm weiche Kanten und nahtlose Übergänge. Die einzigen drei Buttons liegen auf der rechten Seite. Sie regeln den Ein/Aus-Zustand und die Lautstärke.

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Image by Anton Knoblach

Der Fingerabdrucksensor liegt wie beim Galaxy S8 auf der Rückseite und ist intuitiv platziert. Zum Entsperren reicht das Auflegen eines gespeicherten Fingers, auch einfache Gesten lassen sich umsetzen wie beispielsweise das Blättern durch Fotos oder das Herunterklappen des Benachrichtigungs-Overlays. Das funktioniert gut und ohne nennenswerte Verzögerung.

Das Honor 8 Pro reiht sich mit seinem 5,7 Zoll großen Display in die gerade sehr beliebte Phablet-Kategorie ein. Es ist größer als ein herkömmliches Smartphone, aber kleiner als ein Tablet. Auch Samsung wirft mit dem Galaxy S8 und S8 Plus ein Auge auf dieses Marktsegment. Trotz der Displayflache ist das Honor 8 Pro mit 6,9 Millimetern Tiefe sogar ein kleines bisschen schlanker als das Phablet-Modell iPhone 7 Plus, das bei 7,3 mm nur ein 5,5-Zoll-Display bietet.

Hochauflösendes Display für Reise in die Virtual Reality

Auch nach dem Anschalten gibt es nichts zu meckern. Das farbbrillante 5,7-Zoll-Display ist mit 2.560 x 1.140 Pixeln (Quad-HD) sehr hoch aufgelöst. Endlich zieht Honor mit den Spitzengeräten von Samsung und LG gleich. Bisher boten alle Honor-Smartphones maximal Full-HD.

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Image by Anton Knoblach

Die hohe Auflösung qualifiziert das Smartphone auch für Virtual Reality, wo eine hohe Pixeldichte für den Genuss unerlässlich ist. Mitgeliefert ist – passend zum Zeitgeist – eine kleine VR-Brille zum Selberbasteln: Aus der Verpackung lässt sich mit ein paar Handgriffen ein Okular bauen. Das Smartphone selbst wird mit Display nach oben einfach in den Karton gelegt. Die Idee ist definitiv sehr nett. Mit einem ausgewachsenen mobilem VR-System wie Samsung Gear VR kann die Cardboard-Lösung nach wie vor nicht mithalten.

Ein wahrer Performance-Protz

Auch die inneren Werte zeigen, das der Hersteller beim Honor 8 Pro auf Performance setzt. Die Specs lesen sich wie die von High-End-Flaggschiffen. Für Rechenpower sorgt der achtkernige Spitzenprozessor Kirin 960 aus der Chipschmiede von Huawei. Ihm zur Seite stehen imposante 6 Gigabyte Arbeitsspeicher sowie 64 Gigabyte Festspeicher. Wem der Speicher noch nicht ausreicht, kann ihn mit einer microSD-Karte um bis zu 128 GB erweitern.

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Image by Anton Knoblach

Von dieser Power sollen vor allem komplexe 3D-Spiele profitieren. Zum Beweis kooperiert Honor mit den Enwicklern des bald erscheinenden Mobil-Krachers „Galaxy on Fire 3: Manticore“. Käufer des Honor 8 Pro sollen bei den In-App-Käufen besondere Vorteile erhalten. Für eine bessere Detaildarstellung bei Spielen unterstützt das Honor 8 Pro auch die Vulkan API.

Trotz dieser Leistungsstärke soll das Honor 8 Pro soll mit einer Akkuladung zwei Tage lang durchhalten. Immerhin bietet der integrierte Energiespeicher 4.000 mAh. Angesichts des Preises ist das insgesamt eine überragende Ausstattung.

Das Honor 8 Pro in der Praxis

Was direkt auffällt: Das Honor 8 Pro ist verdammt schnell. Sogar schneller als das iPhone 7 soll es sein, also habe ich den Test gemacht. Und tatsächlich: Bei alltäglichen Aufgaben ist das Honor ein gutes Stück schneller. Egal ob Google Maps, Instagram oder Spotify – beim Öffnen von Apps hat das Honor 8 Pro fast immer die Nase vorn. Natürlich geht es hier um Sekundenbruchteile, die höhere Geschwindigkeit ist aber deutlich spürbar.

Auch bei Benchmarks muss sich das 8 Pro nicht verstecken: Beim Multicore-Test von Geekbench schlägt es das iPhone knapp, beim AnTuTu-Benchmark kommt es zumindest nah ran. Anders sieht es allerdings bei rechenintensiven Aufgaben aus. Beim Export einer Sequenz in Adobe Premiere Clip zum Beispiel gewinnt das iPhone.

Doppelt knipst besser: Tolle Dual-Kamera

Wie beim iPhone 7 Plus oder dem Honor 6X gibt es zwei rückseitige Kameras, das Konzept aber ist anders. Die zweite Kamera dient nicht für einen optischen Zoom oder die Berechnung von Bokeh im Hintergrund, sondern soll für mehr Lichtstärke und Detail sorgen. Verbaut sind zweimal 12 Megapixel, von denen ein Sensor ein reines Schwarzweiß-Bild liefert. Die andere Kamera reichert dieses Bild dann mit Farbinformation an.

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Image by Anton Knoblach

Die mitgelieferte App lässt sich wie von Android gewohnt in einen Profi-Modus schalten, in dem alle wichtigen Einstellungen manuell getroffen werden können, zusätzlich kann man auch im RAW-Format fotografieren.

Im Kurztest macht die Kamera einen guten Eindruck. Das Honor 8 Pro macht helle und scharfe Bilder mit realitätsgetreuen Farben. Auch bei wenig Licht klappt das gut.

Fazit

Mit dem Honor 8 Pro platziert sich der Hersteller im ernstzunehmenden High-End-Sektor, ohne aber dessen Preise abzurufen. Das Smartphone ist ein würdiger Konkurrent zum deutlich teureren Samsung Galaxy S8, dem Huawei Mate 9, dem LG G6 und dem HTC 10. Das Top-Gerät lässt Kaufinteressierte den Haken in technischen Daten und Materialqualität vergeblich suchen. Wer die Größe mag und viel Power haben will, hat mit dem Honor 8 Pro nun eine leistungsmäßig ebenbürtige Alternative zu den Android-Smartphones von bekannteren Marken. Und das auch noch zu einem verdammt guten Preis.

In Deutschland wird das Honor 8 Pro vorerst exklusiv beim Mobilfunk-Provider O2 erhältlich sein. Entweder als Einmalkauf für 549 Euro oder per Ratenzahlung mit und ohne Vertrag.

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Images by Julia Froolyks, Anton Knoblach


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