Studie: Online-Fashion bei Apple-Nutzern am beliebtesten

Apple-Nutzer sind offenbar modebewusster und interessieren sich mehr für Online-Fashion als Nutzer andere Smartphone-Hersteller. Diesen Schluss legen wenigstens die Zahlen aus dem “Online Fashion Panel“ der Performance-Agentur AnalyticaA nahe. So stammen 43 Prozent des Traffics in Online-Fashion-Stores von Apple-Nutzern. Auf Platz zwei folgen Samsung-User mit rund 30 Prozent – mit deutlichem Abstand platziert sich Huawei mit knapp vier Prozent Traffic in Fashion-Shops. Das Ergebnis ist einerseits überraschend, weil die Marktanteile bei den verkauften Geräten ein völlig anderes Bild zeichnen. Im IDC Worldwide Quarterly Mobile Phone Tracker von Mai 2018 liegt Samsung vor Apple und Huawei.

Online-Fashion  Brand
Das Online Fashion Panel zeigt den Nutzer-Anteil nach den verschiedenen Smartphone-Marken. Image by AnalyticA

Andererseits sieht Thomas Less, Managing Partner bei AnalyticaA damit das bestehende Markenimage von Apple bestätigt: „Apple-Jünger sind offenbar deutlich trendbewusster als die eher rational tickenden Samsung- und Huawei-Verwender. Online Shops sollten ihre Website entsprechend auf diese Gegebenheiten optimieren“.

Online-Fashion: mobile Traffic überholt Desktop

Für die Studie “Online Fashion Panel“, wertete AnalyticaA die Nutzerdaten von 40 Mono-Label Online-Shops im deutschen Markt aus. Interessant dürfte dieser Umstand aber auch für die Betreiber von Multi-Label-Shops sein. Immerhin macht der Mode-Bereich nach Elektronik und Medien den zweitgrößten Umsatzanteil im eCommerce aus. Laut Trend des Digital Market Outlook von Statista ist die Modebranche zurzeit außerdem einer der am stärksten wachsenden Bereiche im Onlinehandel.

Infografik Online-Fashion Trend bis 2022
Modebranche ist das zweitgrößte Marktsegment im eCommerce und wächst weiter stark. Image by Statista

Die Zahlen von AnalyticaA legen aber noch einen anderen deutlichen Trend offen. Der mobile Traffic in den Fashion-Stores im Web ist weiter auf Wachstumskurs; innerhalb eines Jahres wuchs der Anteil an Smartphone-Traffic um sechs Prozentpunkte. Nämlich von 33 Prozent im ersten Quartal auf 39 Prozent im vierten Quartal. Damit stellen Tablets und Smartphones zusammen einen größeren Anteil am Traffic als Desktop-PCs, die rund 45 Prozent des Traffics ausmachen. Die Mehrheit der Kaufabschlüsse kommt zwar momentan noch über den Desktop zustande, aber dieses Nutzer-Verhalten ändert sich auch beim Modekauf gerade konsequent.

Online-Fashion Traffic nach Device
Der Anteile an Smartphone- und Tablet-Traffic übertrifft Desktop-Besucher. Image by AnalyticA

Zukünftig noch mehr Mode-Käufe am Smartphone

Das bedeutet: Nutzer haben ihr mobile Endgerät längst als Shopping-Plattform für sich entdeckt und verbringen viel Zeit an den mobilen Geräten, um nach Online-Fashion zu stöbern. „Das Online-Nutzungsverhalten der deutschen Verbraucher ändert sich gerade fundamental“, erklärt Thomas Less.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass auch im Fashion-Bereich das Smartphone der wesentliche Trigger ist. Hierüber werden die Kaufabschlüsse nach unseren Prognosen perspektivisch signifikant steigen: Noch erfolgt die Customer Journey am Ende zweistufig – im Shop wird gestöbert, am Desktop eingekauft. Beides wird künftig immer öfter integriert am Mobiltelefon erfolgen.

Der Trend zu immer mehr mobile Umsätzen ist aber nicht erst seit heute oder nur bei Online-Fashion zu beobachten. Shopbetreiber sollten sich beim Marketing generell stärker auf die User-Journey am Smartphone konzentrieren und sich noch besser auf mobile Technologien wie Sprachsuche oder AR-Anwendungen einstellen.

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Images by AnalyticaA und Statista


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