Amicella

KOLUMNEN

Gunnar SohnKlassik trifft Tech-Revoluzzer

Unser Wirtschaftssystem ist satt. Glücklicherweise gibt es kleine Störenfriede, die den alten Säcken auf die Nerven gehen und sie herausfordern. // von Gunnar Sohn

Technologie (Bild: Gunnar Sohn)

Klassik trifft Tech-Revoluzzer, so habe ich das Konzept der diesjährigen CeBIT auf einen Nenner gebracht, um vom Image einer langweiligen IT-Computermesse herunterzukommen, die seit Jahrzehnten das gleiche Lied summt. Und das betrifft nicht nur den legendären Auftritt von Apple-Mitgründer Steve Wozniak, der die CeBIT-Konferenz rockte. Sein alter Weggefährte Steve Jobs hätte es nicht besser machen können.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 20. März

In unseren Lesetipps geht es heute um Social Porn, Minimalismus im Konsum, Windows XP im Bundestag, Paid Content im Journalismus und das Home Office. Ergänzungen erwünscht.

  • SEXUALITÄT The Guardian: Social porn – why people are sharing their sex lives online: Die Regel 34 des Internets besagt: Wenn es existiert, gibt es Online-Pornos darüber. YouTube – PornTube, Pinstagram – Pinsex, Instagram – Pornostagram, etc. Websites über Sex folgten meist den Entwicklungen von sozialen Netzwerken, denn Sex – also wer mit wem – ist ebenfalls ein sozialer Aspekt unseres Lebens. Frances Perraudin setzt sich im Guardian lesenswert mit Social Porn auseinander.
  • MINIMALISMUS Becoming Minimalist: 10 Reasons to Escape Excessive Consumerism: Unser Konsum ist Grundlage von ökonomischen Innovationen, aber auch gesellschaftlichen Problemen. Deshalb ist in den letzten Jahren eine Minimalismus-Bewegung entstanden, die sich bewusster mit ihrem Konsumverhalten auseinandersetzt und sich in Effizienz und Verzicht übt. Joshua Becker ist einer von ihnen und zählt in seinem Blog 10 Gründe auf, wieso sich ein minimalistischer Konsum persönlich lohnen kann.
  • SOFTWARE Handelsblatt: Wie Windows XP den Bundestag gefährdet: Das Problem ist symptomatisch für die deutsche Verwaltung und nicht auf den Bundestsag beschränkt, aber dem PArlament droht ein gewaltiges Sicherheitsproblem, wie Christof Kerkmann im Handelsblatt schreibt. Der Grund sind Computer, die immer noch mit dem Betriebssystem Windows XP laufen. Dafür bietet Microsoft bald keine Sicherheits-Updates mehr an, auf ein modernes oder sogar offenes Betriebssystem wurde aber noch nicht umgestellt.
  • PAID CONTENT G! gutjahrs blog: Ein neues Bezahlmodell für Journalismus: Lange haben Presseverlage die sogenannte Gratismentalität im Netz beklagt. Suchmaschinenbetreiber, Blogger und Leser wurden gar als Schnorrer verunglimpft. Zeit für einen Neustart, findet Richard Gutjahr und tritt zusammen mit dem Münchner Startup LaterPay den Beweis an, dass man mit Journalismus im Netz sehr wohl Geld verdienen kann, wenn man seine Leser ernst nimmt.
  • HOME OFFICE Netzwertig.com: Warum die Möglichkeiten des Home Office immer noch unterschätzt werden: Heimarbeit ist in Deutschland auf dem absteigenden Ast. Dabei ist die Möglichkeit gerade bei Webworkern eine gute Alternative, die auch immer größeren Verkehrsproblemen entgegen wirken kann. Jürgen Vielmeier findet auf Netzwertig.com, dass es wird Zeit, mit einigen Vorurteilen gegen das Home Office aufzuräumen.

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Tobias SchwarzGoogle plant ein YouTube für Kinder

Laut einem Bericht von The Information arbeitet Google an einem YouTube für Kinder – die neue Video-Plattform soll frei von “unangebrachten Inhalten” sein. // von Tobias Schwarz

Children Notebook (Bild: Lucélia Ribeiro [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Momentan diskutiert die deutsche Bundespolitik über deinen neuen Versuch der Novellierung des Staatsvertrag über den Schutz der Menschenwürde und den Jugendschutz in Rundfunk und Telemedien (kurz: JMStV), nach dem das Gesetzgebungsverfahren im Jahr 2010 gescheitert ist. Im JMStV werden die Jugendmedienschutzbestimmungen geregelt, in Zeiten von Spotify, YouTube & Co. auch auf digitalen Plattformen. Google könnte diesem deutschen Gesetz jetzt vorgreifen, denn laut The Information-Redakteur Amir Efrati plant YouTube eine eigene Plattform für Kinder unter 10 Jahren.

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Tobias SchwarzFacebook sperrt die Fan-Seite des Magazins Cicero

Wieder einmal ist ein deutsches Medium in seiner freien Berichterstattung an den Richtlinien des sozialen Netzwerks Facebook gescheitert – diesmal traf es den Cicero. // von Tobias Schwarz

cicro_teaser

Das politische Magazin Cicero hat auf seiner Website einen Artikel über das Thema Abtreibung als Frauenrecht veröffentlicht und den Bericht mit einem Bild von protestierenden Aktivistinnen versehen, die im Stil der Femen-Bewegung “oben ohne” demonstrieren. Als der Artikel von Andrea Dernbach im sozialen Netzwerk Facebook geteilt wurde, ist die Facebook-Seite des Magazins gesperrt wurden. Wieder einmal kommt es zum Konflikt zwischen Nutzungsbedingungen und dem Social Media-”Zwang” der Berichterstattung.

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Daniel KuhnFoursquare weiß, was du gleich essen willst

Der Check-In-Dienst Foursquare will in Zukunft das Nutzerverhalten antizipieren und dem Anwender nicht nur sagen wo er essen soll, sondern auch was. // von Daniel Kuhn

Foursquare (Bild: John Fischer [CC BY 2.0], via Flickr)

Foursquare befindet sich im Umbruch – das Unternehmen will sich schon lange vom reinen Check-In-Service mit Gameification-Modell entfernen und vielmehr die wichtigste Empfehlungs-App auf dem Smartphone sein. Dabei soll anticipatory computing eine Hauptrolle spielen, wie Firmengründer Dennis Crowley gegenüber Read Write Web in einem langen Interview verrät. Die über die Jahre gesammelten Datensätze sollen dabei helfen, im Voraus zu erahnen, was der Nutzer essen oder trinken will.

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Julian HeckCrowdfunding und der Erfolgsdruck

Projekte, die auf Crowdfunding setzen, sind eine Art Überraschungsei: Erst zahlen, dann auspacken. Wer die Erwartungen nicht erfüllt, der darf sich auf einen Kritikhagel gefasst machen. // von Julian Heck

Veronica Mars (Bild: vagueonthehow [CC BY 2.0], via Flickr)

Eine erfolgreiche Serie zu verfilmen ist kein ungewöhnlicher Vorgang; die Serienfans an der Finanzierung des Films zu beteiligen allerdings schon. Veronica Mars-Produzent Rob Thomas und Hauptdarstellerin Kristen Bell gingen genau diesen Weg und riefen Fans dazu auf, sich per Crowdfunding an den Kosten für die Verfilmung der Kultserie “Veronica Mars” zu beteiligen – mit Erfolg. Das Budgetziel von zwei Millionen Dollar wurde bei Weitem übertroffen: 5,7 Millionen Dollar spülte das Crowdfunding ein. Über 90.000 Unterstützer kamen zusammen. Zufrieden waren die Fans mit dem fertigen Produkt dann aber nicht. Ein Drama für alle Betroffenen.

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Tobias SchwarzTechnologie am Scheideweg: Smart Home oder Überwachung?

Durch die Analyse elektromagnetischer Wellen lassen sich Rückschlüsse auf das Verhalten von Menschen ziehen – im Smart Home auch rund um die Uhr. // von Tobias Schwarz

Smart Home (Bild: wissenschaftsjahr [CC BY 2.0], via Flickr)

Die Aussagekraft von Daten wächst mit zunehmender Dichte des Aufkommens von Daten, ein in Zeiten der Digitalisierung unserer Gesellschaft zunehmender Prozess. Die beiden Wissenschaftler Shuyu Shi und Stephan Sigg werten elektromagnetische Wellen von Funkgeräten aus, wie zum Beispiel Radios, Smartphones oder WLAN-Routern. Schon jetzt können sie anhand von WLAN-Signalen Rückschlüsse auf das Verhalten von Menschen ziehen, im Smart Home der Zukunft wäre somit auch die Totalüberwachung, neben anderen Nutzungsmöglichkeiten, in den eigenen vier Wänden möglich.

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Katharina GroßeApps der nächsten Generation müssen Informationsvielfalt schützen

Apps sorgen dafür, dass unsere bereits eingeschränkte Nutzung der Informationsvielfalt weiter begrenzt wird. Das müssen wir verhindern! // von Katharina Große

Information (Bild: John Cooper [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Die Vielfalt, die uns das Internet bietet, nutzen wir kaum, denn wir bewegen uns in einer sehr begrenzten Blase, die durch unsere Freunde und durch Technik geformt wird. Je mehr wir über mobile Endgeräte im Netz sind, desto kleiner wird unsere Blase und das gefährdet die Demokratisierung von Informationen, die Hochzeit des nutzergenerierten Inhalts und die neugewonnene many-to-many Interaktion. Deswegen brauchen wir eine neue Generation von Apps, die uns hilft, aus dieser Blase auszubrechen und die Möglichkeiten zu nutzen, die uns das Internet bietet.

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Tobias SchwarzInternet Governance: Mitmachen, Mitwirken und Mitgestalten!

Mitte Juni wird in Berlin beim Internet Governance Forum Deutschland und dem EuroDIG auf gleich zwei Konferenzen in Berlin die Entwicklung des Internets diskutiert. // von Tobias Schwarz

Stuhlkreis (Bild: Gregor Fischer-re:publica [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Das Internet spielt eine immer wichtigere Rolle in unserem alltäglichen Leben, weshalb wir die Gestaltung und Nutzung des digitalen Raums als Gesellschaft ernster nehmen müssen und das Internet nicht den Regierungen oder dem Privatsektor überlassen dürfen. Auf den beiden Konferenzen “Internet Governance Forum Deutschland” (IGF-D) und der “EuroDIG” haben wir im Juni in Berlin als Zivilgesellschaft die Möglichkeit, in einem Multistakeholder-Dialog mitzusprechen.

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Jakob SteinschadenPimp your Android: 11 Apps, die am iPhone unvorstellbar wären

Google sein mobiles Betriebssystem Android lässt sich viel freier nutzen als sein Konkurrent von Apple, wenn man weiß wie und mit welchen Apps. // von Jakob Steinschaden

Android (Bild: JD Hancock [CC BY 2.0], via Flickr)

Auch wenn man die Marktanteilszahlen von Android (weltweit angeblich bereits bei plus 80 Prozent) lieber mit Vorsicht genießen sollte (“ausgeliefert” heißt nicht “gekauft”, “gekauft” heißt nicht “genutzt”, “Second Hand”-Geräte, usw.), eines ist schon klar: Es gibt viele Millionen Leute im deutschsprachigen Raum, die Googles mobiles Betriebssystem auf ihrem Smartphone laufen haben. Im Unterschied zu Apples iOS gilt Android als viel offenere Software, die dem Nutzer viel mehr Dinge erlaubt. Also warum sollte man diese Offenheit nicht auch nutzen?

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Hannes RichterVideokolumne vom 16. März

In der Videokolumne geht es heute um ein literarisches Meisterwerk, bloggende Frauen aus aller Welt und tolle Antworten auf virale Hits. // von Hannes Richter

stansic

Ein Autor mit bosnischen Wurzeln schreibt über die deutsche Provinz, mit riesigem Erfolg. Auf der Leipziger Buchmesse plaudert er über die Entstehung seines neuen Buchs und die Verknüpfung mit seiner eigenen Geschichte. Eine unterhaltsame Antwort auf die wortreiche Kritik im Feuilleton. Bloggerinnen weltweit: arte stellte in der vergangenen Woche einige von Ihnen vor, ein Nachklapp zum Frauentag. Und Isabella Rossellinis Tierimitationen hätten das Zeug zum viralen Hit, aber die ganze Welt spricht von der Kusskampagne und ist Happy. Wir auch.

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Katharina BrunnerWert des Internets: Das Bruttoinlandsprodukt unterschätzt das Internet

Nutzer bezahlen nichts für Dienste wie Wikipedia, YouTube oder MOOCs zahlen und haben deshalb keinen Einfluss das Bruttoinlandsprodukt. Mit dem Internet ist es so wie mit der Generation Praktikum: Mitte 20, kein Einkommen. // von Katharina Brunner

Internet Café (Bild: San José Library [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

In einer Volkswirtschaft zählen zählen nur Güter und Dienstleistungen zum Einkommen, dem Bruttoinlandsprodukt (BIP), die einen Preis haben – und der fehlt bei kostenlosen Angeboten im Internet. Doch vielleicht generiert Wikipedia Nutzen und Wohlstand, vielleicht schrumpft die Wirtschaft durch Facebook, weil so viele Leute Zeit verplempern. Wie dem auch sei, ohne Preisschild bzw. einem Preis von Null haben kostenlose Dienste keine Auswirkungen auf das BIP.

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