KOLUMNEN

Kolumne

Daniel KuhnFacebook und Instagram machen uns irgendwie glücklich

Konsum macht nicht glücklich, Erlebnisse dagegen schon – ausgerechnet Facebook, Instagram und Co. beschleunigen diesen Sinneswandel immer mehr. // von Daniel Kuhn

Convenience (Image: Ildar Sagdejev [GFDL], via Wikimedia Commons)

Wir alle sammeln über die Jahre Dinge an, obwohl diese uns nicht glücklich machen. Zumindest nicht dauerhaft – die anfängliche Freude hält nicht lange an und dann liegen die meisten Dinge vernachlässigt in der Ecke. Experientialismus, also die Fokusverschiebung von Konsumgütern hin zu Erlebnisse ist ein Gegenentwurf zur schnöden Konsumgesellschaft, findet immer mehr in sozialen Netzwerken eine Plattform. Doch auch wenn die ständigen Status-Updates und Fotos auf allen Kanälen durchaus sozialen Stress mit sich bringen, helfen Facebook, Instagram und Co. uns letztendlich dabei, glücklicher zu werden.

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Ole WintermannKann uns die Digitalisierung zu mehr Nachhaltigkeit verhelfen?

Immer wieder wird die Digitalisierung auf ihre rein technische Dimension reduziert. Sie kann uns aber helfen, mehr Nachhaltigkeit in unseren Alltag zu bringen. // von Ole Wintermann

Kann die Digitalisierung für mehr Nachhaltigkeit sorgen? (Bild: Ole Wintermann)

Die Debatte darüber, ob die gegenwärtige Volkswirtschaftslehre in der Lage ist, Modelle für das Erreichen eines nachhaltigen marktwirtschaftlichen Systems zu skizzieren, ist alles andere als neu und hat ihren Widerhall in den letzten Jahren in verschiedenen Kontexten gefunden.

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Daniel Peter5 Lesetipps für den 25. März

In unseren Lesetipps geht es heute um das Verhältnis der SPD zur Digitalisierung, einen Zweitmarkt für E-Books, Native Journalism, Algorithmen als Kunst und einen Überlebensratgeber für Künstler. Ergänzungen erwünscht.

  • DIGITALISIERUNG der Freitag: Innere Sicherheit. Gerechtigkeit. Solidarität: Die SPD kommt beim Thema Digitalisierung nur schwer in die Gänge. Dabei müsste sie sich doch nur auf die eigenen Wurzeln besinnen. Eines der frühesten Ziele der Partei war es doch, den Menschen die Fähigkeiten zu geben, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Und keine andere technologische Innovation hat ein solch enormes „Empowerment“-Potenzial wie das Internet. Yannick Haan sieht die Zeit gekommen, dass sich die SPD das Internet zunutze macht, um ihre alten Versprechen einzuhalten.

  • E-BOOKS heise online: Autoren und Verleger gegen Zweitmarkt für E-Books: Während eines Fachgesprächs der Grünen im Bundestag sprachen sich Autoren und Branchenvertreter gegen einen Zweitmarkt für E-Books und eine Ausweitung der Online-Ausleihe bei öffentlichen Bibliotheken aus. Die Schriftstellerin Nina George begründet ihre Ablehnung unter anderem damit, dass Kunden keine neuen Exemplare mehr kaufen würden, sondern auf E-Books aufweichen würden, die zum Weiterverkauf angeboten werden, da E-Books im Vergleich zu analogen Büchern keine Abnutzungserscheinungen aufweisen. Verbraucherschützer kritisieren dagegen die starre Haltung der Branchenvertreter.

  • FACEBOOK The Awl: Time Borrowed: “Native journalism” soll das nächste große Ding werden: keine Links mehr, die von den sozialen Netzwerken auf externe Inhalte verweisen; Artikel, die natürlich in den Newsfeed von Social Media eingebunden werden; Leser müssen nicht erst durch reißerische Überschriften dazu gebracht werden, auf einen Link zu klicken. Facebook will zu einer Publisher- und Contentplattform werden und sucht dafür seit einiger Zeit Medienpartner. Diesen winken zahlreiche Vorteile, wenn sie sich vor der Konkurrenz dazu entscheiden mit dem sozialen Netzwerk zusammenzuarbeiten.

  • ALGORITHMUS Artsy: Are Algorithms Conceptual Art’s Next Frontier?: Algorithmen sammeln Daten und sortieren diese nach relevanten Kriterien – und spielen in immer mehr Lebensbereichen eine Rolle: sie wählen Lieder oder Filme aus, die uns gefallen sollen; sie zeigen uns an, welche Nachrichten für uns relevant sein sollen; sie machen uns auf Produkte aufmerksam, die wir brauchen sollen. Nicholas O’Brien stellt sich deswegen die Frage, was ist, wenn das noch nicht das Ende ist. Was ist, wenn Algorithmen bestimmen, was Kunst ist? Was ist, wenn Algorithmen selbst zu Kunst werden?

  • SPOTIFY MIT Technology Review: Survival in the Age of Spotify: Wie kann man als Künstler ein lebenswertes Leben führen, nachdem der freie und digitale Zugang zu Musik die ganze Branche erschüttert hat? Diese Frage will Cory Doctorow in seinem Buch “Information Doesn’t Want to Be Free” beantworten und sammelt dafür einige Vorschläge für die Betroffenen. Das Musiker-Duo The Both, bestehend aus Aimee Mann und Ted Leo, hat das Buch gelesen. Sie haben zwar einiges zu bemängeln, nehmen beim Lesen jedoch auch positive Dinge mit.

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Franziska TürkWG-Portal vermittelt Wohnraum für Flüchtlinge

Mit dem eigenen Online-Portal “Flüchtlinge Willkommen” suchen Ehrenamtliche freie Zimmer für Flüchtlinge in WGs. // von Franziska Türk

Flüchtlinge Willkommen (Bild: Jean-Paul Pastor Guzmán [CC BY-SA 3.0], via Flüchtlinge Willkommen)

Es gibt eine Menge praktischer Internetseiten. Manche zeigen, wie man mit einfachen Tricks die heimische Wohnung verschönert, andere machen den geneigten Beobachter zum Sternekoch – und wieder andere verändern ein ganzes Leben. Letzteres trifft auf die Website “Flüchtlinge Willkommen” zu, die Flüchtlinge und WGs mit freiem Zimmer zusammenbringt.

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Tobias SchwarzLernen, Lehren und Managen 2.0 – auf dem Weg zur Schule 2020

Mit dem Konzept “Lernen, Lehren und Managen 2.0″ will Sachsen-Anhalt sein Bildungssystem fit für die digitale Zukunft machen. // von Tobias Schwarz

Schule der Zukunft (Bild: evanst10000 [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Das Bundesland Sachsen-Anhalt möchte mit seinem Bildungskonzept “Lernen, Lehren und Managen 2.0″ die Basis für die Schaffung eines integrierten Wissens-, Informations- und IKT-Management im schulischen Bereich des Landes legen. Auf der CeBIT stellte Frank Bonse vom Finanzministerium des Landes Sachsen-Anhalt das Konzept vor und erklärte es im Interview.

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Jakob SteinschadenMedien: Ist Satire die Zukunft der Politikvermittlung?

#Varoufake, “Der Postillon” in Deutschland oder “Die Tagespresse” aus Österreich: Wer ein junges Zielpublikum erreichen will, der muss auf satirische Inhalte setzen. // von Jakob Steinschaden

Last Week Tonight: John Oliver und das Cookie Monster

Die Anschläge auf die Satire-Zeitschrift “Charlie Hebdo” in Paris, der Medien-Coup des Jan Böhmermann (#Varoufake) und stark wachsende Zugriffszahlen bei satirischen Webseiten in Deutschland und Österreich: Können Medienmacher mit Hilfe der Satire aus ökonomischen und politischen Zwängen ausbrechen?

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Joshua BentonÜber die Macht von WhatsApp & Co. und das Teilen von Nachrichten

WhatsApp kann Websites viel Traffic bringen, manchmal sogar noch mehr als Facebook. Brauchen Medien einen WhatsApp-Button? // von Joshua Benton

Chat-Apps (Image: Álvaro Ibáñez [CC BY 2.0], via Flickr)

Vor fünf oder sechs Jahren war es nicht unüblich, am Ende eines Blogposts reihenweise winzige Symbole zu sehen, die auf verschiedene soziale Netzwerke hinweisen sollten und dabei fast wie frei erfunden wirkten. In der letzten Zeit sind Facebook und Twitter enorm gewachsen, also reduzierten viele Seiten diese Stelle auf diese beiden Dienste.

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Simon OwensSlate verdoppelt sein Podcast-Publikum

Das Online-Magazin Slate konnte im letzten Jahr seine Podcast-Hörerschaft verdoppeln – auf Audio und gegen Video gewettet zu haben, macht sich bezahlt. // von Simon Owens

Slate Podcast Gabfest (Image: Steve McFarland [CC BY-NC 2.0], via Flickr)

Das Serial Spoiler Special – der Podcast von Slate, der wöchentlich die neuesten Serienepisoden analysiert – war der schnellste veröffentlichte Podcast, wenn man die Zeit misst, die zwischen Idee und Debüt vergangen ist. “Vier Wochen, nachdem der Podcast ‘Serial’ veröffentlicht wurde, hat jeder darüber gesprochen“, sagt Andy Bowers, der ausführende Produzent des Podcast auf der Website. “Ich habe einen Anruf von einem Redakteur bekommen, der vorschlug: ‘Wieso nehmen wir nicht einfach die Gespräche auf, die wir so führen, und machen einen Podcast über den Podcast?’ Und ich meinte: ‘Super Idee!’ Zwei Tage später haben wir ihn dann gegründet.

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Justin EllisDas Archiv beflügelt die neue Paywall des New Yorker

Seit dem letztjährigen Relaunch von NewYorker.com und der neuen Paywall sind sowohl die Besucherzahlen als auch die Abonnentenzahlen gestiegen. // von Justin Ellis

The New Yorker (Image: Esther Vargas [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Der Trick, um Leser in eine Horde hamsternder Gierschlunde zu verwandeln, lautet wie folgt: Man teile ihnen mit, sie können tief in das Archiv des New Yorker eintauchen und mit so vielen Geschichten wieder herauskommen, wie sie mit ihren eigenen Händen tragen können.

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Daniel KuhnApples Musik-Streaming-Dienst: Das Ende der kostenlosen Musik?

Wenn es nach den großen Plattenfirmen geht, soll es kostenlose Musik-Streaming-Dienste wie Spotify bald nicht mehr geben und Apple scheint sie dabei zu unterstützen. // von Daniel Kuhn

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Spotify befindet sich trotz aller Beliebtheit bei den Nutzern dauerhaft im Feuer der Kritik. Zunächst waren es immer wieder Künstler, die die geringen Einnahmen aus Spotify-Plays monierten, und nun wächst der Druck durch die großen Plattenfirmen. Ihnen ist das kostenlose Streaming-Angebot ein Dorn im Auge. Während sie es bisher unter Kritik versucht haben zu akzeptieren, scheint der Wind sich nun zu drehen. Den wachsenden Druck verstärkt Apple zudem noch, denn der Konzern spielt nach den Regeln der Mächtigen der Industrie indem man beim kommenden iTunes-Streaming-Service auf eine kostenlose Option verzichtet.

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Annika KremerNeues vom Staatstrojaner oder wie das BSI die IT-Sicherheit schwächt

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) arbeitete wohl am Staatstrojaner mit – ein Desaster für die IT-Sicherheit in Deutschland. // von Annika Kremer

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Das BSI soll an der Entwicklung des sogenannten “Staatstrojaners”, einer Software, mit der die Behörden heimlich auf die Rechner Verdächtiger zugreifen können, beteiligt gewesen sein. Das belegen interne Dokumente, die dem Blog Netzpolitik.org  zugespielt wurden. Bisher hatte die Behörde eine Verbindung zu dieser höchst umstrittenen Angelegenheit stets dementiert. Das Verhalten des BSI schadet nicht nur der Freiheit, sondern auch der IT-Sicherheit in Deutschland erheblich.

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