Amicella

KOLUMNEN

Katharina BrunnerWert des Internets: Das Bruttoinlandsprodukt unterschätzt das Internet

Nutzer bezahlen nichts für Dienste wie Wikipedia, YouTube oder MOOCs zahlen und haben deshalb keinen Einfluss das Bruttoinlandsprodukt. Mit dem Internet ist es so wie mit der Generation Praktikum: Mitte 20, kein Einkommen. // von Katharina Brunner

Internet Café (Bild: San José Library [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

In einer Volkswirtschaft zählen zählen nur Güter und Dienstleistungen zum Einkommen, dem Bruttoinlandsprodukt (BIP), die einen Preis haben – und der fehlt bei kostenlosen Angeboten im Internet. Doch vielleicht generiert Wikipedia Nutzen und Wohlstand, vielleicht schrumpft die Wirtschaft durch Facebook, weil so viele Leute Zeit verplempern. Wie dem auch sei, ohne Preisschild bzw. einem Preis von Null haben kostenlose Dienste keine Auswirkungen auf das BIP.

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Tobias GillenNun beschlossen: Einheitliche Ladekabel kommen 2017

Das EU-Parlament hat am Donnerstag über einheitliche Ladekabel für Smartphones und Tablets abgestimmt: Ab 2017 gilt die neue Regelung. // von Tobias Gillen

Ladekabel (Bild: Sebastian Michalke [CC BY 2.0], via Flickr)

Nachdem eine freiwillige Vereinbarung der Gerätehersteller für gemeinsame Standards bei Ladegeräten von Smartphones und Tablets gescheitert ist, hat das EU-Parlament nun entschieden, dass ab 2017 in allen neuen Geräten ein und dieselben Anschlüsse verbaut werden müssen. Dies ist nicht nur gut für die Verbraucher, sondern auch für die Umwelt. Für die Unternehmen wird das erst einmal mühsam, denn sie müssen sich nun auf gemeinsame Standards einigen.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 14. März

In unseren Lesetipps geht es heute um visuelle Kommunikation, das Silicon Valley und Europa, Cybercrime, E-Government in deutschen Rathäusern sowie Überwachung. Ergänzungen erwünscht.

  • VISUELLE KOMMUNIKATION Digitales & Reales: Visual Trends und wie sie einzuordnen sind: Am Dienstag hat Daniel Rehn vor den Mitgliedern des Vereins für Medieninformation und Mediendokumentation (vfm) in Bonn einen Vortrag zu “Visual Trends” gehalten, den er auf Slideshare veröffentlicht hat. Die Präsentation stellt einen guten Einstieg in das Thema visuelle Kommunikation dar.
  • SILICON VALLEY Lummaland: Die Sache mit Silicon Valley und Europa: Anlässlich der parallel stattfindenden Konferenzen CeBIT in Hannover und des SXSW in Austin hat Netzpiloten-Kolumnist Nico Lumma angefangen, sich Gedanken über das Silicon Valley und Europa zu machen. Sein erstes Fazit: mehr über die Vorteile von Europa reden und weniger über die Verheissungen des Silicon Valley. Meinungen dazu?
  • CYBERCRIME MDR: Erfolgreiche Verbrecherjagd im Internet: Als Magdeburger bin ich es gewohnt, dass viele nicht wissen, wo sich diese Elbmetropole genau befindet, dabei gibt es auch da spannende Sachen zu entdecken, wie zum Beispiel das erste von einem Bundesland gegründete Cyber Crime Competence Center, kurz 4C, auf das der MDR nach zwei Jahren Arbeit zurückblickt. Ein kritischer Blick auf im Internet agierende Ermittlungsbehörden fehlt leider im Beitrag, er stellt aber einen guten Einstieg in das Thema dar.
  • E-GOVERNMENT Deutschlandfunk: Was aus den großen Versprechen des E-Governments in Kommunen geworden ist: In einer Sendereihe hat sich der Deutschlandfunk in den letzten sieben Tagen mit dem Thema E-Government im Rathaus auseinandergesetzt und dabei entdeckt, dass die Versprechen der neuen Möglichkeiten noch weit entfernt von der Realität sind. Ein hörenswerter Einblick in deutsche Amtsstuben im Jahr 2014.
  • ÜBERWACHUNG Deutschlandradio Kultur: Überwachung – Beobachten und Strafen: Nach Meinung des Publizisten Michael Seemann machen wir es uns zu einfach, wenn wir technische Beobachtungsmöglichkeiten und Überwachung gleichsetzen. Vielmehr kommt es immer darauf an, wer beobachtet, wie Seemann auf Deutschlandradio Kultur erklärt.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.


Gunnar SohnDie Grenzen von Big Data

Forensiker gegen Big Data-Denunziantentum: Warum man den Sozialingenieuren der Datenwelt Grenzen setzen muss. // von Gunnar Sohn

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Big-Data-Anbieter sind großartige Verkäufer, wenn sie in der Öffentlichkeit von den Vorzügen der schönen neuen Datenwelt fabulieren können. Sie gieren nach Analysen möglichst großer Datenberge, um Grippewellen vorherzusagen, Euro-Krisen zu verhindern, den Autoverkehr staufreier zu machen oder Prognosen über den Verkaufserfolg von Rollkragenpullovern in roter Farbe abzugeben. [Mehr]


Thomas VorreyerUmsonst ist umsonst – das lehrt uns die Umsonstkultur

Die Umsonstkultur nimmt immer seltsamere Züge an. Mittlerweile kann selbst Gratis-Musik manche Konsumenten nicht mehr befriedigen. // von Thomas Vorreyer

Free Beer (Bild: Duncan Hull [CC BY 2.0], via Flickr)

Während Finanz-Selbstbediener Uli Hoeneß vor Gericht steht und in den Supermärkten die Taschentüchervorräte schwinden, schwenkt das Magazin de:bug im Angesicht mit der grassierenden Umsonstkultur die weiße Fahne. Der Produzent Skrillex veröffentlicht derweil sein neues Album “Recess” mit einer Gratis-App – und erntet dafür paradoxer Weise den Unmut zahlreicher Fans.

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Tobias SchwarzRooster – die Zukunft von Büchern

Mit Rooster will Plympton das Lesen im Zeitalter von Blogs und Streaming revolutionieren und in die Zukunft retten. // von Tobias Schwarz

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In unseren Lesetipps haben wir heute über die App Rooster des E-Publisher Plympton berichtet, die das durch soziale Medien und Streaming-Diensten geförderte Verhalten des Konsums kurzer Informationshappen für das Lesen von Büchern nutzen will. Denn oft fehlt es uns an Zeit fürs Lesen von Büchern. Mit der iOS-App Rooster will das Startup Plympton aus San Francisco uns das Lesen wieder näher bringen.

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Tobias SchwarzBlogger dürfen wieder aus dem Bundestag berichten

Blogger dürfen wieder aus dem Bundestag berichten – von der inakzeptablen Einschränkung der Pressefreiheit nimmt die Verwaltung des Bundestags Abstand. // von Tobias Schwarz

Blog (Bild: Rogers Cadenhead [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Mit der Begründung “Zu viele Blogger haben versucht sich zu akkreditieren“, wurde mir Ende der Dezember die Akkreditierung als Pressevertreter für den Bundestag verweigert. Trotz der hauptberuflichen Tätigkeit als Projektleiter von Netzpiloten, wurde ich nicht als gleichberechtigt mit anderen Journalisten anerkannt. Ähnlich erging es Markus Beckedahl von Netzpolitik.org und Tilo Jung von Jung&Naiv, denen beide eine Jahresakkreditierung verweigert wurde. Nach wochenlangen Protesten gibt die Verwaltung des Bundestags jetzt nach.

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RedaktionWarum muss das Netz frei bleiben, Bastian Unterberg?

Die Netzpiloten feiern 15 Jahre Expeditionen in den Cyberspace und fragen prominente Wegbegleiter nach ihrem denkwürdigsten Erlebnis der digitalen Revolution. – Heute den Gründer & CEO von jovoto.com, Bastian Unterberg.

Bastian_Unterberg_postHerzlichen Glückwunsch zum Jubiläum. Für mich ist es immer wieder beeindruckend zu erleben, dass die digitale Revolution Menschen auf der ganzen Welt dazu befähigt, Ihr Leben selbstbestimmter zu leben, weil Ihnen digitale Geschäftsmodelle dafür die grundlegende Sicherheit bieten. 

Ob dies nun Geschäftsmodelle sind, die ungenutzte Assets nutzbar machen, wie Collaborative Consumption Plattformen, wie AirBnB oder Crowdfunding Plattformen wie Kickstarter, die eigene Herzensprojekte finanzieren – oder ob es Plattformen sind, die Zugang zu neuen Opportunities und Jobs schaffen, wie jovoto. 

Diese Auswirkungen der digitalen Revolution, die auf der ganzen Welt das Leben von Millionen von Menschen nachhaltig verändern sind es, die mich motivierten jovoto zu gründen. Bei jovoto erlebe ich diese Auswirkungen in der Art, dass Menschen ausreichend Vertrauen in Einkommensperspektiven und Netzwerkeffekte unserer Plattform fassen, um endlich die wenig geliebte Anstellung niederzulegen. Die meisten dieser Menschen fühlen sich mit der Entscheidung befreit und sind als Architekt Ihres eigenen Lebens wesentlich zufriedener und vor allem eines: Freier. 

Deshalb ist es so wichtig, dass wir die digitale Revolution schützen. Unser Netz muss frei bleiben! Nur so können Menschen wirklich Vertäuen fassen. Ein kontrolliertes und regulierbares Netz ist ein Unsicherheitsfaktor für jeden Internetunternehmer und für all diejenigen die auf diese digitalen Geschäftsmodelle Ihr Leben aufbauen.


Tobias SchwarzContent Marketing – Bedrohung oder Chance traditioneller Medien?

Immer mehr Marken entdecken das Publizieren für sich und werden Konkurrenten traditioneller Medien, denn Content Marketing wird immer wichtiger, um die eigene Kundschaft zu unterhalten. // von Tobias Schwarz

Content Marketing (Bild: DigitalRalph [CC BY 2.0], via Flickr)

Content Marketing ist eine Marketing-Technik, mit der Markenunternehmen ihre eigene Kundschaft gezielt und informativ ansprechen können, um von der eigenen Marke zu überzeugen, aber auch neue Kunden zu gewinnen. Dies verändert nicht nur den Charakter von Werbung, sondern stellt die traditionellen Medien vor gleich zwei Probleme: die Einnahmen aus der Werbung werden weniger und die Werbenden sind direkte Konkurrenten um Aufmerksamkeit.

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Daniel KuhnPheme: Lügendetektor für Twitter in Arbeit

Ein Team von Wissenschaftlern hat es sich zur Aufgabe gemacht, unter dem Namen Pheme einen Lügendetektor für Twitter zu entwickeln. // von Daniel Kuhn

Fuente de la Fama (Bild: Luis García [CC-BY-SA-3.0-es], via Wikimedia Commons)

Das Internet ist zwar ein unerschöpflicher Quell an Informationen, allerdings ebenso auch voll von Halbwahrheiten, Gerüchten und Lügen, die sich oftmals in Sekundenschnelle wie ein Lauffeuer in der ganzen Welt verbreiten. Zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden ist hier nicht immer ganz einfach. Ein Forschungsprojekt von 5 europäischen Universitäten und 4 Unternehmen, nimmt dieses Problem in Angriff und entwickelt mit Pheme einen Lügendetektor für Twitter.

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Tobias SchwarzWie informiere ich mich über Netzpolitik?

Netzpolitik ist die politischen Gestaltung des gesellschaftlichen Raums Internet – doch wo informiert man sich, um sich eine Meinung zu bilden? // von Tobias Schwarz

Netzpolitik (Bild: redcctshirt [CC BY 2.0], via Flickr)

Auf einem Shirt habe ich einmal gelesen, dass Netzpolitik die moderne Form von Gesellschaftspolitik ist. Doch wenn dem so ist, dann steht es schlecht um unsere Gesellschaft gestaltene Politik über oder für das Internet. Wichtige Themen werden nur in kleinen Expertenzirkeln diskutiert, was fünf Dutzend Twitter-Nutzer aufregt, interessiert auf der Fahrt im Bus zur Arbeit vielleicht keinen Menschen. Dies hat viele Ursachen, einer hat was mit Medien zu tun.

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Miriam PielhauMiriam Pielhau über die neue Generation “Nach unten”

“Cloudcuckoohome – Geschichten aus der digitalen Wolke!” Hier resümiert die Netzpiloten Kolumnistin Miriam Pielhau regelmäßig über ihr tagtägliches Leben in der digitalen Welt.

Miriam_Pielhau_post

Mit der verbalen “Stempelisierung” von Umständen, Personengruppen oder Ereignissen,  vorzugsweise durch kreative Wortschöpfungen, macht man mir generell eine große Freude. Unbedeutend in dem Fall, ob dann nach anständiger Be- oder Abnutzung des  Begriffs durch Mensch und Medien die Schmähung als Unwort-des-Jahres folgt. Gerne bin ich die erste, die sich an der Neukombination von Buchstaben zur Frisch-Etikettierung von Trends ergötzt. [Mehr]


Julian HeckNonprofit Journalismus – die Lösung der Krise?

Der Verein Netzwerk Recherche setzt sich für einen gemeinnützigen Journalismus ein. Doch ist das die Lösung aller Branchenprobleme? // von Julian Heck

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Die Einnahmen vieler Verlage sinken und die journalistische Qualität gleich mit ihnen. Das Ergebnis: Klickgeilheit, PR-Journalismus und Agenturmeldungen, wohin das Auge reicht. Weil die Verlage sich ihrer schlechten Qualität scheinbar bewusst sind, verstecken sie ihre Inhalte hinter einer Paywall, hinter jene die Masse nicht blickt. Für einen Nonprofit Journalismus setzt sich nun der Verein Netzwerk Recherche ein. Denn die Profitgier der Verlage mache einen guten Journalismus quasi unmöglich.

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