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Game of Thrones: Staffel 8 schauen: Wo? Wann? Und wie teuer?

In der Nacht vom 14. auf den 15. April ist es so weit: Die finale Staffel Game of Thrones startet. Unglaublich, dass die erste Folge bereits acht Jahre zurückliegt. Damals ahnte noch niemand, dass die Serie sich bald schon zu einem der größten Machwerke der Fernsehgeschichte entwickeln würde. Game of Thrones wurde sogar zum Wegbereiter einer ganzen Welle hochwertig produzierter Serien. Außerdem sprach der Kampf um den Eisernen Thron, mehr noch als bereits der Herr der Ringe, eine breite Masse an. Das Fantasy-Genre durfte sein Nerd-Stigma zum Teil ablegen und erhielt breiten Einzug in die Populärkultur.

Sieben Staffeln lang hieß es immer, dass der Winter naht (oder zuletzt schon da war). Nun naht der Abschluss der epischen Saga und wir haben die wichtigsten Informationen, wie ihr diesen genießen könnt.

Game of Thrones: Staffel 8 zu Release erst auf Sky

In Deutschland liegen die Rechte zur Erstausstrahlung der 8. Staffel erneut beim Pay-TV-Sender Sky. Als Abonnent der Dienste Sky Q, Sky Go oder Sky Ticket kommt ihr somit als erstes in den Genuss der neuen Folgen.

Wann könnt ihr die Folgen schauen?

Die neuen Folgen Game of Thrones: Staffel 8 laufen ab dem 15. April immer in der Nacht von Sonntag auf Montag um 3 Uhr auf dem Sender Sky Atlantic HD. Ab 4 Uhr stehen die Episoden schließlich auch via Sky Ticket, Sky Go und Sky Q bereit. Auch mit Sky Go und Sky Ticket könnt ihr Sky Atlantic als Live-Programm um 3 Uhr einschalten.

So viel kostet Game of Thrones: Staffel 8 über Sky

Für die letzte Game of Thrones Staffel bietet Sky derzeit ein Game of Thrones Special an. Für 14,99 Euro statt 19,98 Euro erhaltet ihr das Sky Entertainment Ticket, mit dem ihr zwei Monate auf ein breites Entertainment-Angebot zugreifen könnt, zu dem auch die neue Staffel sowie alle bisherigen Staffeln Game of Thrones gehören. Zu den weiteren Serien gehören unter anderem The Walking Dead, 9-1-1 und Westworld.

Während der Kampf um den Eisernen Thron tobt, steht die Zukunft Westeros‘ durch eine ganz andere Bedrohung auf dem Spiel. Können Jon Schnee (Kit Harrington) und Daenerys Targaryen (Emilia Clarke) den Kontinent retten? Image by Helen Sloan/HBO

Ab Dienstag über Amazon Prime Video, iTunes und Google Play kaufen

Eine Alternative zu Sky bieten diverse Plattformen, auf denen die Folgen in der Regel jeweils am Dienstag zur Verfügung stehen.

Amazon Prime Video

Auf Amazon könnt ihr die einzelnen Folgen für 2,99 Euro in HD (Provisionslink) kaufen. Das dürfte sich auch für die 8. Staffel nicht großartig ändern. Wie viel die 8. Staffel als Komplettpaket kostet, lässt sich aufgrund der Folgenlänge schwer sagen, der Preis dürfte aber unter 17 Euro liegen. Einmal gekauft, könnt ihr die Folgen sowohl auf Deutsch, als auch im Originalton schauen. 

iTunes

Auch auf iTunes findet ihr alle bislang erschienenen Staffeln von Game of Thrones. Die achte Staffel dürfte auch bald erhältlich sein. Im Gegensatz zu Amazon Prime Video, könnt ihr über iTunes jedoch nur komplette Staffeln kaufen.

Google Play

Unter den großen Anbietern darf natürlich auch Google Play nicht fehlen. Die Folgen der 7. Staffel werden derzeit einzeln für 2,49 Euro, als Staffel für 16,49 Euro, angeboten. Die kommende 8. Staffel dürfte sich in einem ähnlichen Preis-Rahmen bewegen.

Weniger Folgen, dafür länger

Bereits die 7. Staffel umfasste lediglich sieben Folgen. Game of Thrones: Staffel 8 hat nochmal eine Folge weniger. Dafür sind die letzten vier Folgen allesamt in Spielfilm-Länge.

  • Folge 1 (15. April, 3 Uhr): 54 Minuten
  • Folge 2 (22. April, 3 Uhr): 58 Minuten
  • Folge 3 (29. April, 3 Uhr): 82 Minuten
  • Folge 4 (06. Mai, 3 Uhr): 78 Minuten
  • Folge 5 (13. Mai, 3 Uhr): 80 Minuten
  • Folge 6 (20. Mai, 3 Uhr): 80 Minuten

Vorsicht vor Spoilern

Wer die neuen Folgen nicht gleich in der Erstausstrahlung schaut, sollte im Internet aufpassen. Zwar werden einige Portale sicherlich darauf achten, Fans nicht übermäßig zu spoilern, doch andere werden sich klickträchtige Überschriften nicht verkneifen. Noch gefährlicher sind sogar die sozialen Medien. Meidet bestimmte Hashtags oder schaltet sie besser gleich stumm, wenn ihr erst später in den Genuss kommt. Kopfhörer können euch zudem vor ungewollten Spoilern auf dem Weg zur Arbeit schützen. 

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Image by Helen Sloan/HBO

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10 Jahre App Store – von der Revolution in den Scheintod?

App Store Man holding smart phone with colorful application icons comming out

Der 10. Juli 2008 ist ein historischer Tag in der Geschichte der Smartphone-Applikationen. Denn an jenem Tag, etwa ein Jahr nachdem das erste iPhone auf den Markt gekommen ist, ging der Apple iTunes Shop an den Start, heute als Apple App Store bekannt. Auch nach zehn Jahren beschäftigen wir uns täglich mit Apps und seit Jahren wird ihnen ein baldiger Tod vorausgesagt. Aktuelle Statistiken aber behaupten das Gegenteil – was ist dran?

Ist die App doch nicht tot? Zur Perspektive des App Store

Seitdem es Apps gibt wurde aus dem Smartphone nicht nur ein mobiles Telefon mit Internetzugang, sondern ein Gerät, das dem Nutzer in fast jeder Lebenslage behilflich sein kann. Lange Zeit wurde den Apps das unausweichliche Ende vorhergesagt. Sie würden durch Ergänzungen in den Smartphone-Betriebssystemen ausgetauscht und Big Player à la Facebook und Google würden mit ihren Marken den App-Markt quasi beherrschen. Eine aktuelle Studie des Bitkom-Verbands beweist allerdings, dass sich App-Umsätze auf einem Rekordhoch befinden und die Downloads im App Store von Apple und Google brummen.

In Deutschland ergaben die Umsätze durch Apps in 2018 bisher rund 1,6 Milliarden Euro. Das ist fast eine Verdreifachung im Vergleich zu 2013, als der Umsatz bei 547 Millionen Euro lag. Auch App-Downloads erfuhren ein Hoch und stiegen 2018 bisher um 17 Prozent. Das teilt der Digitalverband Bitkom auf Basis von Daten des Marktforschungsinstituts research2guidance mit. Die Devise dabei ist: weg vom bezahlten Download, hin zu In-App-Käufen!

Die App scheint also trotz vieler Voraussagen noch lange nicht auf ihr Ende zuzusteuern, ausgenommen kostenpflichtiger Apps, die wohl aber auf Dauer immer zurückgehen werden. Tatsächlich verzeichnete der App Store 2018 bereits den größten Zuwachs in seiner zehnjährigen Geschichte.

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Was sind Zombie-Apps?

Sogenannte Zombie-Apps sind solche, die in der schieren Flut der täglich hochgeladenen Anwendungen scheinbar untergehen – digitale Untote. Laut Berichten des Technik-Portals TechCrunch löscht Apple monatlich rund 14.000 Apps, die nur etwa null bis einige wenige Downloads erziehlen und so auch nicht im Store-Ranking auftauchen.

Die Anzahl der neuen Apps hat sich in den letzten Jahren beinahe verdoppelt. Zum Start des App Store 2008 waren rund 500 Anwendungen online, 2018 sind es rund 6 Millionen – 3,8 im Google Play Store und 2 Millionen im Apple App Store. 

WeChat – die ultimative App?

Bei uns im Westen hat man meist eine oder zwei Messenger-Apps, Shopping-Apps, Social-Media-Plattformen und vielleicht einen E-Wallet. Dafür benötigt der Nutzer schon einmal eine Hand voll verschiedener Apps. In China gibt es eine App, die alle von diesen Funktionen beinhaltet – und mehr! WeChat, eine App aus dem Hause Tencent, hat das Land im Sturm erobert und als Bürger in China kommt mal wohl kaum drum herum – selbst auf dem Wochenmarkt wird mit dem sogenannten WeChat Wallet bezahlt.

Ob sich Giganten wie Facebook oder Google bald an den Kollegen aus China angleichen bleibt abzusehen. In China ist die Plattform ein unverzichtbarer Marketingkanal, den hierzulande immerhin das Kaufhaus Breuninger schon nutzt.

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Fit und entspannt mit dem iPhone: Die 5 besten Yoga-Apps

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Wenn es draußen kühler wird und die Blätter sich gelb und rot verfärben, bis sie schließlich vom nächsten Windstoß auf den Boden getragen werden, wissen wir: es ist Herbst. So schön es auch anzusehen ist, werden wir in den kälteren und dunkleren Jahreszeiten oftmals müde und kraftlos. Um also beim nächsten Couch-Marathon nicht für immer in der Sofaritze zu verschwinden, müssen wir Körper und Geist wieder in Bewegung bringen. Dafür eignen sich Yoga-Apps hervorragend. Es verhilft zu neuer Energie, baut stress ab und wer weiß, vielleicht können sie uns auch noch zu einem knackigen Hintern verhelfen.

Wie schlimm kann es also sein? Egal ob Anfänger oder Yoga-Meister: Eine kleine Hilfestellung kann uns allen nicht schaden und womöglich sogar motivieren. Aus diesem Grund möchte ich euch die meiner Meinung nach fünf besten Yoga-Apps für das iPhone vorstellen. Alle Yoga-Apps stehen zum kostenlosen Download zur Verfügung, sodass der innere Schweinehund zumindest kein preisliches Gegenargument hervorbringen kann.

1. Asana Rebel

Beginnen wir mit der Nummer 61 aus der App-Store Kategorie „Gesundheit und Fitness“: Asana Rebel.

Diese Yoga-App aus Berlin bietet eine Vielzahl von Funktionen, die ihr erst sehen könnt, wenn ihr euch einen Account angelegt habt. Wahlweise könnt ihr euch per E-Mail oder Facebook anmelden. Zu Beginn wählt ihr euer Ziel aus, welches entweder „Fit werden“ oder „Gewicht verlieren“ ist. Auf dem Startbildschirm von Asana Rebel angekommen, könnt ihr eines aus fünf kostenlosen Workouts wählen. Diese bestehen aus einer guten Mischung an Übungen, die alle einen anderen Fokus besitzen und unterschiedlich lang sind. Zudem gibt es täglich kleinere Fünf-Minuten-Workouts, die ebenfalls kostenlos sind.

Wollt ihr Zugriff auf alle Inhalte der App haben, müsst ihr den Premium-Zugriff aktivieren. Für Starter gibt es ein dreimonatiges Abonnement für 12,66 Euro pro Monat (ihr zahlt beim Checkout 37,99 Euro). Für eine zwölfmonatige Laufzeit kostet das Abo 4,92 Euro pro Monat (ihr zahlt beim Checkout 58,99 Euro). Wollt ihr für immer einen Premium-Zugriff haben und habt gerade 329,99 Euro übrig, gehört dieser euch.

Die Workouts kommen als Video-Einheiten auf eurem iPhone daher. Die angenehm gesprochenen Anweisungen begleiten die Übung und erklären die gerade gezeigte Pose. Das Workout könnt ihr jederzeit pausieren und ihr habt sogar eine Auswahl an Musikstücken, die im Hintergrund gespielt werden. Während der Einheiten läuft auf eurem iPhone-Display ein Timer mit. So könnt ihr den zeitlichen Rahmen verfolgen. Die Übungssequenzen können außerdem heruntergeladen werden. Diese Funktion steht aber nur mit dem Premium-Zugriff zur Verfügung. Zudem bietet euer Profil bei Asana Rebel einen Kalender, in dem ihr festhalten könnt, wann und wie viele Workouts ihr gemacht habt und wie viele Kalorien ihr dabei verbrannt habt.

Ein bisschen Übung schadet nie: Schwierig für Anfänger

Trotz der guten Nutzbarkeit ohne Abonnement ist die Yoga-App von der Asana Yoga GmbH aus Berlin für Anfänger nur bedingt geeignet. Die einzelnen Posen werden zwar gezeigt und beschrieben, jedoch wird dabei nicht genug ins Detail gegangen. Ich habe zwar bereits etwas Übung, dennoch finde ich, dass gerade bei Anfängern mehr darauf geachtet und kommentiert werden sollte, welche Muskeln bei den einzelnen Übungen beachtet werden müssen. Zudem vermisse ich, dass die gesprochenen Anweisungen nicht auf mögliche Haltungsfehler hinweisen. Die Atmung wird ebenfalls etwas vernachlässigt. Der Timer ist zwar ganz nützlich, wenn es darauf ankommt, ich hätte mir aber gewünscht, dass man diesen ein- und ausblenden kann.

Alles in allem ist Asana Rebel eine schöne und strukturierte App. Wenn man bereits etwas Übung besitzt oder andere Yoga-Apps bereits kennt, kann man mit den kostenlosen Workouts eine Menge erreichen. Will man aber das volle Potenzial der App nutzen, muss man den Premium-Zugang freischalten. Dieser kann sich aber durchaus lohnen und ist immer noch günstiger als ein Yoga-Kurs oder eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Asana Rebel stellt den dynamischen Yoga-Stil ganz klar in den Vordergrund – die Bezeichnung „Asana“ für „Körperhaltungen“ verrät dies bereits. Wem es beim Yoga also eher um die Meditation geht, für den ist die App eher ungeeignet.

2. Daily Yoga

Beim Stöbern durch die unterschiedlichen Yoga-Apps ist mir eine weitere Anwendung ins Auge gefallen: Daily Yoga. Ähnlich wie bei Asana Rebel müsst ihr für die Nutzung von Daily Yoga einen Account anlegen. Einige Workouts stehen euch auch hier kostenlos zur Verfügung. Für die volle Nutzung der App müsst ihr aber wieder einen Premium-Zugriff buchen. Im Gegensatz zu Asana Rebel gibt es bei Daily Yoga immerhin mehrere kostenlos nutzbare Übungssequenzen. Zudem ist der Premium-Zugriff bei Daily Yoga günstiger zu haben. Es gibt dabei zwei Optionen: Silber und Gold. Erstere ist bereits für 1,87 Euro pro Monat bei einjähriger Laufzeit zu haben.

Damit schaltet ihr sieben Privilegien frei, wie beispielsweise die Nutzung aller Pro-Kurse, Werbefreiheit, das Deluxe-Music-Packet und die Möglichkeit, die App auf fünf Endgeräten gleichzeitig zu nutzen. Mit der Gold-Option, die ihr für 3,42 Euro pro Monat bei ebenfalls einjähriger Laufzeit haben könnt, schaltet ihr zwölf Privilegien frei. Zusätzlich bekommt ihr hier alle Workshops, einen auf euch abgestimmten Yoga-Plan, erweiterte Gesundheitsdaten und die Nutzung auf acht Endgeräten gleichzeitig.

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Auch Daily Yoga setzt wie andere Yoga-Apps auf Übungsvideos mit angenehmen Audio-Anweisungen und sanften Hintergrundklängen. Die Workouts könnt ihr jedoch nicht sofort abspielen, sondern ihr müsst sie vorher herunterladen. Diejenigen unter euch, die das chronische „Kein Speicherplatz“-Syndrom kennen, wird das sicherlich nicht sehr freuen. Nichtsdestotrotz gibt den Punkt „Download-Management“, unter dem ihr Übungen, die euch nicht gefallen oder ihr nicht mehr benötigt, löschen könnt.

Es wirkt ein wenig so, als würden die Entwickler gerade erst die deutschsprachige Version einführen. Einige Inhalte findet ihr auf Deutsch, andere nur auf Englisch. Mich persönlich stört es nicht zwingend. Es sei aber trotzdem gesagt, denn nicht jeder möchte Yoga-Apps auf einer anderen Sprache nutzen.

Schritt für Schritt mit Yoga-Apps besser werden – auch als Anfänger

Ich kann Daily Yoga für Anfänger definitiv empfehlen, da die App auf eurem iPhone mit einem zwölftägigen kostenlosen Einstiegskurs daher kommt. Dabei werden Grundlagen Schritt für Schritt erklärt. Angefangen bei der richtigen Atmung über das richtige Sitzen bis hin zu flüssigen Bewegungsabläufen. Wenn man die Anweisungen genau beachtet, kann man ein gutes Gespür für die Yoga-Praxis entwickeln. Grundsätzlich sollte man jedoch, wenn man Yoga korrekt erlernen möchte, zumindest einmal eine richtige Yoga-Stunde besuchen.

Daily Yoga ist also eine App, die euch ähnliche Funktionen wie andere Yoga-Apps, zum Beispiel Asana Rebel, bietet. Für Anfänger ist sie jedoch ein wenig besser geeignet, es gibt mehr kostenlose Inhalte und ist in der Premium-Version günstiger. Wen es nicht stört, dass einige Workouts auf Englisch sind (was sich vielleicht noch ändert), dem bietet Daily Yoga eine schöne App für die Yoga-Praxis.

3. Down Dog

Benannt nach der typischen Yoga-Pose ist Down Dog eine App, die neben anderen Yoga-Apps einen sehr schlichten und übersichtlichen Eindruck macht. Sie kommt ohne viel Schnick-Schnack daher und ist intuitiv bedienbar.

Es werden verschiedene Kurse für fünf unterschiedliche Schwierigkeitsstufen angeboten, was mir sehr gut gefällt. Dabei könnt ihr entscheiden, wie lang die Übung sein soll. Das funktioniert so: Ihr wählt erst, ob ihr eine volle Übung, eine kurze Übung, einen kurzen Flow oder eine Entspannungsübung machen möchtet. Dann wählt ihr euer Level, ich habe es mal mit „Intermediate 2“ probiert, was gut gepasst hat, da ich seit circa zehn Monaten Yoga praktiziere. Zuletzt könnt ihr auswählen, wie lang die Übung sein soll und schon startet der Download. Die heruntergeladenen Übungen sind nachträglich löschbar, ähnlich wie bei Daily Yoga.

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Die Übungen werden zwar als Video mit gesprochenen Anweisungen und Musik dargestellt, aber im Vergleich zu anderen Yoga-Apps besteht ein markanter Unterschied. Down Dog bietet eher eine Aneinanderreihung von Fotos der Yoga-Trainerin, die die gerade gewünschte Übung ausführt. Ich finde jedoch, dass es den Videos trotzdem an nichts fehlt, da die Audio-Anweisungen sehr deutlich sind. Der visuelle Part dient hier eher dem Zweck der Hilfestellung.

Die Musik könnt ihr während der Übung beliebig verändern. Dafür skippt ihr einfach die Songs, bis euch einer gefällt. In den Einstellungen könnt ihr zuvor auch auswählen, aus welcher app-eigenen Playlist die Songs kommen sollen. Zudem könnt ihr euch den Namen der gerade gezeigten Pose auf Englisch oder in Sanskrit anzeigen lassen, oder eben nicht. Sobald ihr den Bildschirm berührt, pausiert die Übung und ihr könnt von dort aus zu der nächsten oder vorherigen Position gelangen, was mein Lieblingsfeature von Down Dog ist.

Down Dog überzeugt mit viel kostenlosem Inhalt

Trotz der Funktionalität und guten Übersichtlichkeit gehört Down Dog zu den Yoga-Apps, die sich eher für Fortgeschrittene eignen. Es gibt keine einführenden Workouts oder an die Posen heranführenden Sequenzen. Dafür werdet ihr unter dem Punkt „Pose Breakdowns“ auf den YouTube Channel von Adrienne Kimberley Yoga weitergeleitet, wo alle Posen als ausführliches Video vorhanden sind. Wen das als Anfänger nicht stört, kommt so ebenfalls Schritt für Schritt an die Yogaübungen heran.

Alle beschriebenen Features – und das sind nicht wenige – sind kostenfrei. Es gibt auch bei Down Dog die Möglichkeit, eine Premiumversion zu buchen, jedoch konnte ich nicht herausfinden, wie viel mehr ihr dafür bekommt. Die Kosten dafür belaufen sich auf entweder 8,99 Euro pro Monat oder 56,99 Euro im Jahr.

Einziges Manko: Die App gibt es nur auf Englisch. Wer das gut genug beherrscht, bekommt mit Down Dog eine funktionale und übersichtliche App. Die App bietet euch eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten, so dass ihr genau das aus der App holen könnt, was ihr braucht. Wer aber lieber mit klassischen Trainingsvideos Yoga macht, für den ist Down Dog nicht unbedingt das Richtige, da bei der Übung nur Fotos der Posen gezeigt werden.

4. Gotta Yoga

Die komplett deutschsprachige App Gotta Yoga punktet mit einem süßen Design im Comic-Stil und Übersichtlichkeit auf eurem iPhone. Hier wirkt viel Liebe zum Detail auf eure Sinne. Auch diese App bietet wieder Übungssequenzen in Form von Videos, mit denen ihr Yoga praktizieren könnt.

Die App ähnelt im Aufbau den vorherigen, kann aber mit einigen netten Details punkten. Auch Gotta Yoga kann mit einer intuitiven Bedienung überzeugen. Während der Yoga-Sequenz könnt ihr die App durch Berührung auf dem Display pausieren. In diesem Zustand könnt ihr sehen, wann welcher Abschnitt der Übung kommt und, wenn nötig, vor- oder zurückspulen. Die Stimme, die euch anweist, ist sehr beruhigend und die harmonischen Klänge im Hintergrund lassen euch abschalten.

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Leider könnt ihr kostenlos nur eine Übungsreihe nutzen, je nach dem, ob ihr zu Beginn angegeben habt, dass ihr Anfänger oder Fortgeschrittene seid. Das Abonnement, um den vollen Umfang der App nutzen zu können, beläuft sich auf 9,99 Euro pro Monat. Momentan gibt es einen 50 prozentigen Nachlass auf die Ein-Jahres-Version, die ihr euch statt 79,99 Euro für lediglich 39,99 Euro klicken könnt.

Was mir bei Gotta Yoga als kleines Feature sehr gut gefällt, ist der Yoga-Baum. Zu Beginn seht ihr nur Wiese, doch sobald ihr mit der Yoga-Praxis loslegt, fängt ein kleiner Baum an zu wachsen. Der Gedanke dahinter ist wirklich sehr schön: Der Baum wächst mit euch.

5. Yogaia

Abschließend möchte ich euch die App Yogaia nicht vorenthalten. Die App unterscheidet sich ziemlich von den anderen vorgestellten Yoga-Apps. Denn diese englischsprachige App konzentriert sich vor allem auf Live-Sessions. So fühlt es sich schon fast an wie eine richtige Yoga-Stunde. Ihr könnt euch für die Kurse anmelden oder ihr seht euch Aufzeichnungen der vergangenen Übungen an. Dabei gibt es viele unterschiedliche Trainer, die euch durch die Übungen führen.

Eine aufgenommene Sequenz ist kostenlos, für alle anderen Inhalte müsst ihr zahlen: 15 Euro pro Monat bei dreimonatiger Laufzeit oder zehn Euro pro Monat bei einjähriger Laufzeit. Yogaia ist von allen vorgestellten Yoga-Apps die einzige, bei der ich sagen würde, dass man die Zahlungsoption tatsächlich braucht, da ein einziges kostenloses Workout recht wenig ist. Doch dafür bekommt ihr Live-Sessions, bei denen ihr sogar eure Kamera einschalten könnt und somit Feedback vom Trainer erhaltet. Fast wie ein echter Kurs. Und trotzdem viel günstiger.

Keep calm and Yoga on

Nun liegt die Entscheidung bei euch: Probiert euch gerne durch die unterschiedlichen Yoga-Apps. Habt ihr einmal die passende Yoga-App für euer iPhone gefunden, dann nichts wie ran an die Yoga-Matten! Damit ihr endlich der Müdigkeit und Kraftlosigkeit trotzen könnt.

Namaste.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Screenshots / Teaser-Image by Jessica Julia Mrzik


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Der langsame Abschied vom Apple iPod: Ein Blick zurück

ipod

Falls ihr euch einmal überlegt habt, einen Apple iPod anzuschaffen, standet ihr sicherlich spätestens bei der Recherche nach dem geeigneten Modell vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe. Bei den zahlreichen Modellen mit unterschiedlichen Funktionen und in verschiedenen Generationen, kann man anfangs schon mal leicht den Überblick verlieren. Aber damit ist im Store von Apple jetzt Schluss. Apple nimmt euch die Entscheidung ab, welchen Music-Player ihr kaufen wollt. Übrig bleibt nämlich nur noch ein Modell, da der Nano und Shuffle aus dem Sortiment geflogen sind. Reisen wir also einmal gemeinsam durch die Zeit und sehen uns an, wie sich Apples Klassiker in den vergangenen 17 Jahren entwickelt hat.

Zuerst gehen wir zurück ins Jahr 2001, als Steve Jobs der Welt erstmals einen Musik-Player von Apple präsentierte. Anfänglich hielt sich die Begeisterung damals allerdings in Grenzen. Vor allem, weil der erste Apple-MP3-Player nur mit Apples eigenen Computern kompatibel war, wurde der erste iPod kritisiert. Obwohl die erste Variante für heutige Verhältnisse riesig war, wies sie eine schlankere Linie als seine Konkurrenz-Geräte auf. Mit seinen fünf GB Speicherplatz besaß das erste Modell zudem richtig viel Speicherplatz. Dies ließ sich Apple gehörig was kosten: Er wurde zu einem Preis von 399 US-Dollar eingeführt. Die Keynote mit Steve Jobs aus 2001 könnt ihr euch hier ansehen:

Apples Click Wheel kam erst mit der 3. Generation

Obgleich nur wenige Monate vergangen waren, präsentierte Apple noch im selben Jahr die nächste iPod-Generation. Sie war mit einer zehn oder 20 GB großen Festplatte ausgestattet und konnte außerdem mit Windows-Computern verbunden werden. Somit erreichte Apple wesentlich mehr Menschen mit dem iPod. Der erste Nachfolger, der sich optisch von den ersten beiden Geräten abhob, gehört allerdings zur dritten Generation, die Apple 2003 mit bis zu 40 GB Speicherplatz auf den Markt brachte. Das berühmte und beliebte Click Wheel nahm hier konkrete Formen an. Bis zum Jahr 2009 sollten noch sechs weitere Classic-Modelle folgen, die sich Schritt für Schritt zügig den technischen Möglichkeiten anpassten und beispielsweise mit Farbdisplays und Video-Funktionen ausgestattet waren.

Anschließend präsentierte Apple die erste Auskopplung mit Namenszusatz „mini“ im Jahr 2004. Der iPod mini war, wie der Name schon sagt, kleiner als der Classic, fasste dafür aber auch maximal 6 GB an Daten. Der Mini gilt infolgedessen als der Vorreiter des iPod nano. Dieser erschien erst im Jahr 2005 mit einem rund 60 Prozent kleinerem Gehäuse als sein Vorgänger. Der Nano war vorerst in den drei Speichergrößen 1 GB, 2 GB und 4 GB, sowie in Schwarz oder Weiß erhältlich. Vom allseits bekannten Nano als Miniatur-Viereck war damals allerdings noch nichts zu sehen.

Der klassische Miniatur-iPod mit Touch-Display kam erst im Jahr 2010 auf den Markt. Trotz des Displays sollte der Nano der sechsten Generation mit seinen 21,1 Gramm das Fliegengewicht seiner Klasse bleiben. Immerhin war das 1,54-Zoll-Display erstmals über Multi-Touch bedienbar und bot eine Auflösung von 240 x 240 Pixeln. Wohingegen sein Nachfolger, der Nano der siebten Generation, 2012 präsentiert, merklich in die Höhe gewachsen war. Es sollte übrigens der letzte, jemals produzierte iPod nano in Apples Sortiment sein.

Alle iPod-Generation in der Übersicht

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Images by Apple

Der Shuffle – geliebt oder verhasst

Parallel zum Nano der ersten Generation präsentierte Apple im Folgenden einen Musikspieler, dessen Funktionsweise auf ein Minimum reduziert wurde. Wie sein Name bereits verrät, kann der Shuffle Musik folglich nur in fester Reihenfolge beziehungsweise zufälliger Reihenfolge (eng. to shuffle) wiedergeben. Dies entschied der Besitzer, indem er einen Stellschalter betätigte. Aber nicht jeder wollte seinem Musik-Player einfach die Kontrolle über die Playlist überlassen. Insofern fand der Shuffle entweder leidenschaftliche Anhänger oder kopfschüttelnde Verweigerer. Zwischen 2006 und 2010 sollten ferner drei weitere iPod Shuffle die außergewöhnliche Produktlinie komplettieren. Allerdings bekam keiner der Shuffle je ein Display spendiert.

Wem die Shuffle-Geschichte zu lästig war, konnte zum Beispiel auf den deutlich luxuriöseren iPod Touch zurückgreifen, den Apple erstmals im 2007, im Erscheinungsjahr des iPhones, der Öffentlichkeit präsentierte. Dabei sah der Touch dem ersten iPhone zum Verwechseln ähnlich. Auch funktional leistete der Touch mit den Jahren immer mehr, sodass die jüngste Generation aus 2015 alles kann, was das iPhone ebenfalls bietet. Ein fehlender SIM-Karten-Slot für mobiles Internet, Telefonate oder SMS unterscheidet den iPod Touch aber grundlegend vom iPhone.

Somit ist der iPod Touch der einzige Musikspieler, der von Apple ab sofort offiziell vertrieben wird. Apple senkt außerdem die Preise für die sechste Generation des Touch-Players um bis zu 100 Euro. Allerdings bietet Apple nur noch die 32-GB-Variante für 199 Euro und die 128-GB-Version für 299 Euro im Apple Store online oder in einer Filiale an. Wenn ihr trotzdem noch eines der Auslaufmodelle Nano oder Shuffle kaufen möchtet, werdet ihr im Internet noch bei zahlreichen Elektronik-Händlern fündig.

iPod nano und shuffle passen nicht mehr ins Apple-Konzept

Ungeachtet dessen verschlankt Apple nun sein MP3-Player-Angebot deutlich. Denn die beiden Urgesteine der iPod-Produktfamilie passen einfach nicht mehr ins iTunes-Konzept. Apple möchte unter dem Strich mit seinem 2003 eingeführten Music-Store vor allem die Apple-Music-Abonnements in die Höhe treiben. Weder der Nano noch der Shuffle waren bisher mit dem Musik-Streaming-Dienst kompatibel. Deshalb bleibt nur der iPod Touch im Programm. Das ist schließlich das einzige Modell, das derzeit auf Apple Music zugreifen kann. Da immer mehr Menschen ihre Musik mit Streaming-Diensten konsumieren und dabei auch immer häufiger das Smartphone nutzen, ist es nicht verwunderlich, dass Apple sich von zwei Legenden verabschiedet. Daher sagen wir schlussendlich: Bye, bye iPod Nano und iPod Shuffle.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten


Teaser Image „iPod“ (adapted) by herbert2512 (CC0 Public Domain)
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  • FACEBOOK wired: Gerichtsurteil: Mit dem Tod erlischt auch der Facebook-Zugang: Am gestrigen Tag wurde bereits über den Fall vor dem Berliner Kammergericht berichtet, bei dem die Eltern einer Tochter auf deren Facebook-Profil zugreifen wollten, um eventuell aus Chatverläufen oder Ähnlichem Gründe für den Tod des Mädchens zu erschließen. 2012 wurde die 15-jährige von einer U-Bahn erfasst, die genauen Umstände bleiben bis heute rätselhaft. Das Gericht beschloss jetzt jedoch erneut in zweiter Instanz, dass Profile weiterhin nicht für Außenstehende zugänglich gemacht werden.

  • COVFEFE welt: Clinton zieht Trumps „covfefe“ gnadenlos durch den Kakao: Es scheint kaum ein Tag zu vergehen, an dem der 45. US-Präsident Donald Trump keine fragwürdige Bemerkung äußert oder sonderbares Verhalten an den Tag legt. So verfiel das Internet – vor allen Dingen Twitter – gestern in einen regelrechten Aufruhr, als Trump sich in einem Tweet mit “covfefe” verschrieb. Eigentlich erstmal nichts weltbewegendes, aber binnen kürzester Zeit häuften sich Reaktionen und Häme, so auch von Ex-Konkurrentin Hillary Clinton.

  • STREAMING curved: iTunes könnte Filme zeitgleich zum Kinostart zeigen: Anbieter von Video-on-Demand-Diensten wie Amazon, Google, Apple und Netflix stehen in ständiger Konkurrenz und Rennen miteinander, nicht nur wer welche Inhalte anbietet, sondern wer sich auch zuerst anbieten kann. Der Mitbegründer von Napster, Sean Parker, ist aktuell damit beschäftigt, Filmstudios von seinem neuen Unternehmen „Screening Room“ zu überzeugen. Die Idee ist es, Kinofilme, die so auch aktuell noch dort gezeigt werden, gegen eine entsprechend hohe Gebühr On-Demand bereit zu stellen. Dem Bericht zufolge laufen die Verhandlungen aber recht zäh.

  • NOKIA3310 spiegel: Endlich mal wieder „Snake“ spielen: Das Nokia 3310 ist Kult. Das Mobiltelefon aus den Nullerjahren ist ein wahrer Klassiker und vielen noch ein Begriff. Jetzt wurde der Handyklassiker neu aufgelegt und war in Großbritannien auch direkt ausverkauft. Mit gerade einmal 16 Megabyte – ja, Mega, nicht Giga – hat das Handy zwar 16-mal so viel Speicherplatz wie das Original damals, aber ob der Retrofaktor über die praktischen Abstriche hinwegtrösten kann ist fraglich. Die Kollegen von Spiegel haben das Nokia 3310 direkt auf Herz und Nieren getestet.

  • WEBVIDEOPREIS rp-online: Der Kampf um die Zuschauer: Wenn aus einer Szene eine Branche wird. Am heutigen Abend wird in Düsseldorf der bereits 7. Webvideopreis verliehen. Moderiert wird die Veranstaltung von Barbara Schöneberger und ehrt Content-Creator und Influencer von Video-Plattformen wie Youtube. Der nach Angaben des Veranstalters größte Social-Media-Award verstärkt den Branchen-Status des ehemals eher als “Szene” bezeichneten Mediums. Die schnelllebige Welt der Webvideos stecke jedoch derzeit in einer Krise – Grund dafür: der Youtube-Algorithmus.

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  • HACKER sueddeutsche: WannaCry, NSA und BND: Globaler Cyber-Angriff zeigt, wie riskant die Arbeit der Geheimdienste ist: Seit Freitag sind weltweit Hunderttausende Computer von dem Hackerangriff rund um den Wurm „WannaCry“ betroffen. Die Attacke scheint zunächst gestoppt, ist aber noch nicht ganz überstanden. Die Hacker haben den Notausgang, den ein IT-Spezialist eher zufällig fand und dadurch die Weiterverbreitung von WannaCry stoppte, aus der Ransomware entfernt, erneute Angriffe seien also möglich. Betroffen waren große Konzerne wie Renault oder die Deutsche Bahn und ausgelöst wurde die Attacke, wenn auf einen E-Mail-Anhang geklickt wurde.

  • DIGITALISIERUNG t3n: Bahnchef will die Fahrkarte abschaffen: Laut Bahnchef Richard Lutz ist der klassische Bahn-Fahrschein bald passé. Die Digitalisierung nimmt auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln Einzug und nun soll auch das digitale Ticketing eingeführt werden. In Zukunft soll der Zug über das Handy des Passagiers erkennen, wann dieser ein- und aussteigt und infolgedessen automatisch einen Betrag abbuchen. Das dafür benötigte WLAN-Netzwerk wird derzeit bereits ausgebaut. Nicht unbeteiligt an dieser Entwicklung war sicherlich auch der weltweite Wanna-Cry-Hackerangriff am Freitag, von dem auch die Deutsche Bahn betroffen war.

  • KONFERENZ heise: Cube Tech Fair: Zum Abschluss rockt Steve Wozniak das Haus: Am Freitag endete die neue, dreitägige Startup-Messe Cube Tech Fair in Berlin. Zu den Stargästen zählten Tech-Aktivistin Robin Wright und Apple-Mitgründer Steve Wozniak. Der Job von „The Woz“ auf der Messe war es, einen mit einer Millionen Euro dotierten Startup-Preis zu verleihen, nicht ohne aus seinem bewegten Leben zu erzählen. Insgesamt konnte die Messe rund 5.000 Besucher versammeln und soll auch im nächsten Jahr wieder stattfinden.

  • MICROSOFT spiegel: Windows 10 öffnet sich für iOS und Android: Vergangene Woche hat auch Microsofts hauseigene Entwicklerkonferenz, die “Build 2017”, stattgefunden. So eine Konferenz kommt selbstverständlich nicht ohne große Ankündigungen aus und so war auch Windows 10 ein zentrales Thema. Microsoft hat auf der Build 2017 das Windows 10 Fall Creators Update der Öffentlichkeit präsentiert und will damit insgesamt einen viel größeren Fokus auf Nutzer mobiler iOs- und Android-Geräten legen. Windows 10 zeigt sich offen wie nie und holt sogar den größten Konkurrenten an Bord: Apples iTunes wird im Windows Store verfügbar sein.

  • WIRTSCHAFT faz: Delivery Hero: Frisches Geld für Foodora-Muttergesellschaft: Der südafrikanische Investor Naspers hat jetzt 387 Millionen Euro in die “Lieferheld”, “Foodora” und “Pizza.de” Muttergesellschaft gesteckt. Das Internet-Beteiligungsunternehmen Rocket Internet hat für den Essenslieferdienst Delivery Hero einen weiteren Investor gefunden. Damit sinkt der Anteil des Internet-Brutkastens an Delivery Hero von zuletzt knapp 38 Prozent auf etwa 33 Prozent.Schon 2015 und 2016 war der Börsengang für Delivery Hero geplant, 2017 soll es nun nach einem Wachstumssprung des Unternehmens soweit sein.

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  • E-BAN sueddeutsche: Laptop-Verbot auf USA-Flügen zeichnet sich ab: Reisende in die USA dürfen wahrscheinlich in Zukunft ihren Laptop nicht mehr im Handgepäck mitführen. Das Verbot für Elektronikgeräte betraf zuvor nur eine zehn Flüghäfen in Nah Ost, soll jedoch auch auf Europäische Flughäfen ausgeweitet werden, so die Sicherheitsbehörden der Vereinigten Staaten. Die folgenden Sicherheitskontrollen können nicht nur zu erheblichen Verspätungen führen, sondern auch einem Buchungsrückgang für Fluggesellschaften. Derzeit ist noch unklar wann genau der E-Ban eintritt, es müssen noch viele Fragen geklärt werden.

  • FACEBOOK golem: Facebook geht gegen Ad-Schleudern vor: Beiträge von Webseiten, die mit minimalem Inhalt und viel Werbung, sollen demnächst durch einen neuen Algorithmus aus dem Newsfeed der Nutzer herausgefiltert und weniger angezeigt werden. Einige Beispielseiten wurden in eine künstliche Intelligenz eingespeist und diese soll ähnliche Webseiten identifizieren und filtern. Für Contentproduzenten, die Wert auf Inhalte legen könnte das einen Zuwachs von Lesern bedeutet, da ihre Posts deutlich häufiger angezeigt werden sollen.

  • POWERPOINT t3n: Powerpoint kann Präsentationen jetzt in Echtzeit übersetzen: Ab sofort keine Sprachbarrieren mehr bei Powerpoint Präsentationen. Microsoft stellte auf der Entwicklerkonferenz Build eine neue Funktion für das Präsentationsprogramm vor, mit der Folien in Echtzeit übersetzt werden können. Die Übersetzungen sollen als Untertitel angezeigt werden. Bis jetzt kann die Erweiterung insgesamt zehn Sprachen verstehen, unter anderem auch Deutsch. Die Funktion soll nicht nur Übersetzungsschwierigkeiten beheben, sondern auch für Hörgeschädigte eine Erleichterung sein.

  • STREAMING welt: Amazon veranstaltet künftig exklusive Konzerte: Wo sind die Grenzen für die Angebote des Internetriesen aus Seattle? Nach Tablets, E-Readern, Smart-Homes und Streaming will Amazon zukünftig auch Konzerte über seinen Prime Service übertragen. Die Konzerte sollen eine begrenzte Zuschauerzahl haben, um eine Exklusivität zu garantieren. Andere Streaming Services wie Netzflix haben ebenfalls damit begonnen Shows von Stand-Up Comedians über ihre Plattform zu übertragen, Apple veranstaltet ebenfalls seit Jahren das Apple Music Festival – Live gestreamt für Nutzer. Ob Amazon in diesem Markt sein nächstes Standbein findet, wird sich zeigen.

  • UBER spiegel online: EU-Generalanwalt ergreift Partei für Taxibetriebe: In den USA ist der Fahrdienstvermittler Uber schon etabliert, in Europa hat sich der EU-Generalanwalt nun für die Taxi-Betriebe ausgesprochen. Da die App dem Verkehrssektor zuzuordnen sei, stehe es den Staaten frei, die Tätigkeit der Firma zu reglementieren, erklärte der zuständige Generalanwalt. Das Unternehmen selbst sieht sich als reiner Online-Vermittlungsdienst, und wollte sich somit den Regelungen für Taxi-Unternehmen entziehen. Das Urteil des EuGH folgt.

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Backup-Strategien: So bleiben eure Daten unter macOS und iOS sicher

Backup-Mac-Time-Machine-Applepiloten

Es ist die absolute Horror-Story: Man arbeitet an einem wichtigen Dokument, schreibt die Bachelor-Arbeit oder sucht nach den Urlaubsfotos von letztem Jahr – und die Daten sind weg. Es gibt mehrere Möglichkeiten, eure Daten auf MacBook, iMac, iPhone und iPad zu sichern. Ich stelle euch Vor- und Nachteile verschiedener Backup-Strategien vor.

Einmal gesichert ist gar nicht gesichert

Wusstet ihr, dass eine Festplatte im laufenden Betrieb durchschnittlich nur fünf Jahre hält? Nicht viel besser sieht es mit gebrannten CDs aus, sie halten etwa fünf bis zehn Jahre. Was also könnt ihr tun, um eure Daten verlässlich zu sichern?

Voll und ganz fahrlässig ist es, Daten nur auf einem einzigen Datenträger zu haben. Mindestens ein zweiter muss her. Das Motto: Einmal gesichert ist gar nicht gesichert. Es bringt aber auch nichts, Laptop und Backup-Festplatte im gleichen Raum aufzubewahren, wenn bei einem Feuer beides zu Siliziumbrei verschmilzt. Gleiches gilt für eine zusätzlich in den Rechner eingebaute Platte. Deshalb ist die goldene Regel: Mindestens zwei Backups an mindestens zwei räumlich getrennten Orten.

Dabei gilt: Eure Backup-Strategien sollte zwar sicher, aber gleichzeitig so einfach wie möglich sein. Denn: Je mehr Aufwand ihr mit der Datensicherung habt, desto wahrscheinlicher ist es, dass ihr sie nicht regelmäßig genug durchzieht.

macOS-Variante 1: Time Capsule und andere externe Festplatten

Backup-Strategien Apple Time Capsule
Die Rückseite der Apple Airport Time Capsule. Image by Apple

Die Standardvariante ist eine externe Festplatte als Backup-Medium. Die gibt es in unzähligen Ausführungen und Preisklassen. Am günstigsten und schnellsten sind 3,5-Zoll-Festplatten. Etwas handlicher, aber minimal langsamer sind die kleineren 2,5-Zoll-Festplatten ohne eigenes Netzteil. Noch praktischer sind Festplatten mit Funkübertragung wie die Time Capsule von Apple, die allerdings mehr als dreimal so viel kostet. Das aktuelle Modell kostet in der kleineren Variante mit 2 TB bei Apple 329 Euro.

Eine wichtige Rolle spielt die Backup-Software. Im Idealfall nimmt sie automatisch Backups vor, sodass ihr nicht immer an eine Datensicherung denken müsst. Apple-Nutzern nimmt das die in macOS integrierte Lösung Time Machine ab. Sie arbeitet inkrementell. Das heißt: Bei jedem Sicherungsvorgang wird nur das gesichert, was sich seit dem letzten Mal verändert hat. Das ist genauso sicher und spart sowohl Zeit als auch Speicherplatz. Ist alles eingerichtet, startet das Backup automatisch, sofern die Festplatte angeschlossen ist und das MacBook oder der iMac am Strom hängt.

Ob ihr Time Machine nun mit einer Time Capsule oder einer anderen Festplatte nutzt – von folgenden Vorteilen profitiert ihr immer: Die Einrichtung ist selbsterklärend. Zudem macht die optional wählbare Verschlüsselung das Backup für potenzielle Datendiebe unbrauchbar. Zudem bleiben die Daten unter eurer Kontrolle. Allerdings muss man aktiv etwas dafür tun: Die Festplatte kaufen, einrichten und dann immer wieder anschließen. Auch die räumliche Trennung erfordert etwas Disziplin.

macOS-Variante 2: Ab in die Cloud damit

Heutzutage ein immer beliebterer Aspekt im Rahmen von Backup-Strategien ist es, Daten virtuell zu sichern: Über Cloud-Anbieter wie iCloud Drive, Dropbox oder OneDrive. Der Vorteil: Die Sicherung funktioniert vollautomatisch, solange die Dateien im richtigen Ordner liegen und noch Online-Speicherplatz frei ist. Arbeitet man direkt in einem synchronisierten Ordner, werden Dateien bei jedem Speichern sofort hochgeladen.

Zum Anfixen bietet praktisch jeder Anbieter ein wenig Gratis-Speicherplatz an. Bei Apples iCloud sind das etwa 5 GB. Für ein größeres Backup reicht das natürlich nicht. Wollt ihr mehr Speicher, zahlt ihr im Abo. Für 50 GB im Monat nimmt Apple 0,99 Euro, für 2 TB nimmt das Unternehmen 19,99 Euro. Das ist im Vergleich moderat. Mit der Funktion iCloud Drive könnt ihr die Daten, die in eurem Dokumente- und Schreibtisch-Ordner des Macs auch unterwegs mitnehmen.

Backup-Strategien iCloud Drive
Mit iCloud Drive könnt ihr Dokumente und den Schreibtisch des Macs sichern. Image by Apple

Eine automatische Spiegelung der kompletten Festplatte wie etwa Time Machine nimmt aber keiner der bekannten Cloud-Anbieter vor. Wollt ihr ein inkrementelles Auto-Backup, schaut euch mal Mozy Home oder Backblaze an. Mit monatlich 5 US-Dollar für unbegrenzten Speicherplatz ist Backblaze extrem günstig.

Praktisch alle Cloud-Dienste haben ein Web-Interface mit einem Account, den es mit Zugangsdaten zu schützen gilt. Wie leicht etwas schiefgehen kann, zeigen etliche Skandale, bei denen die Accounts prominenter User kompromittiert wurden. Kommt das vor, ist oft ein zu schwaches Passwort schuld. Nutzt ihr die von Apple angebotene Zwei-Faktor-Authentifizierung, ist iCloud so sicher, wie eine Cloud nur sein kann.

Das hilft aber nichts, wenn ihr ein Passwort wählt, das Hacker leicht herausfinden können. Auf Seiten wie How secure is my Password könnt ihr herausfinden, wie sicher ein Passwort ist. Aus taktischen Gründen ist es klüger, lieber ein ähnliches und nicht genau euer eigenes Passwort auszuprobieren. Wichtig ist auch, für verschiedene Dienste verschiedene Passwörter zu verwenden.

Nehmt ein willkürliches und möglichst kompliziertes Passwort mit Eselsbrücke. Ein Beispiel: Aus dem Satz „Das ist eins der 500 geilsten Passwörter überhaupt!“ wird „Di1d500gPü!“. Groß- und Kleinbuchstaben: Check. Zahlen: Check. Sonderzeichen: Check. Über zehn Zeichen: Check. Wirklich sicher? Nicht mehr, seit es in diesem Artikel steht, also überlegt euch lieber ein eigenes.

macOS-Variante 3: Mit einer privaten Cloud behaltet ihr die Kontrolle

Ihr solltet noch einen anderen Aspekt in euren Backup-Strategien berücksichtigen. Und zwar den Ort, an dem die Daten gespeichert werden. Die Server aller oben genannten Dienste stehen in den USA. Dort gilt ein vergleichsweise schwacher Datenschutz.

Wollt ihr wirklich sichergehen, auf welchen Festplatten eure Daten landen, aber nicht auf die Vorteile der Cloud verzichten, bleibt ein Mittelweg. Legt euch eine private Cloud dazu!

Bei einer solchen Lösung richtet ihr euch einen eigenen Server ein und greift darauf von überall über ein verschlüsseltes Web-Interface zu (an das sichere Passwort denken!).

Backup-Strategien Lima Ultra
Mit dem Netzwerk-Speicher LIma Ultra baut ihr eure eigene Cloud auf. Image by Lima Technology

Sehr flexible Möglichkeiten bietet aber auch viel Aufwand erfordert der Dienst OwnCloud, den ich bereits als mobile Version vorgestellt habe. Eine standardisierte und intuitivere Lösung ist Lima. Den privaten Cloud-Speicher Lima Ultra haben wir hier getestet.

Backup-Strategien für iOS: So sichert ihr euer iPhone und iPad

OwnCloud und Lima helfen euch auch weiter, wenn ihr die Daten eures iPhones oder iPads sichern wollt. Per iCloud könnt ihr das alternativ auch mit Apples Bordmitteln erledigen.

Backup-Strategien OwnCloud
Bei Owncloud hostet ihr eure Backups auf eurem eigenen Server. Screenshot by Anton Knoblach

Sofern in den Einstellungen aktiviert, sichert Apples Speicherdienst viele eurer Daten in der Cloud. Das ist einerseits extrem praktisch: Sobald euer eben geschossenes Foto hochgeladen ist, könnte das iPhone im schlimmsten Fall auch geklaut werden, die Daten wären noch da. Allerdings ist hier die Frage noch relevanter, ob ihr das möchtet. Bei vielen Bildern ist es egal, wer sie sieht – bei manchen jedoch nicht.

Überlegt euch deshalb gut, wie ihr euer Smartphone konfiguriert und geht lieber vom schlimmsten Fall aus: Was wäre, wenn all eure iCloud-Fotos veröffentlicht würden? Jede Antwort außer „kein Problem“ wäre ein Grund, die Sache zu überdenken.

Wer all seine Fotos oder gar ein vollständiges Backup seines iPhones oder iPads in iCloud speichern möchte, kommt an einem kostenpflichtigen Abo zu oben genannten Preise nicht vorbei.

Völlig kostenlos hingegen könnt ihr ein Backup mit iTunes realisieren. Ihr könnt euren Mac so einstellen, dass er stets das neueste Backup zieht, sobald das iDevice per Kabel oder WLAN verbunden ist.

Egal für welche der Backup-Strategien ihr euch entscheidet: In allen Fällen solltet ihr beachten, dass auch die Geräte selbst gut geschützt sind. iOS-Geräte lassen sich zusätzlich so einstellen, dass alle Daten nach zehn erfolglosen Zugriffsversuchen gelöscht werden. Das solltet ihr natürlich nur machen, wenn der Datensatz auch noch woanders gesichert ist.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Images & Screenshots by Anton Knoblach; Apple; Lima Technology


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10 Jahre Apple TV: Vom iTunes-Adapter zur vollwertigen Entertainment-Konsole

apple-tv (adapted) (Image by ToomaCZ [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Nicht nur das iPhone feiert dieses Jahr ein 10-jähriges Jubiläum. Auch der Apple TV wird ebenso alt. Der Apple TV wurde als Fernseher erwartet, war tatsächlich eine verwunderliche Set-Top-Box und hat heute starke Konkurrenz bekommen. Ich blicke auf 10 Jahre Heimvideo-Geschichte mit dem kleinen Kasten zurück.

Set-Top-Box statt Fernseher: Die Anfänge

„Es ist auf deinem Computer, es ist auf deinem iPod und jetzt ist es auf dem TV,“ hieß es im ersten Werbespot für Apple TV. Vor 10 Jahren hat Steve Jobs auf der Macwold im Früjahr 2007 die erste Generation von Apples Interpretation einer Set-Top-Box vorgestellt.

Vorher brodelte die Gerüchteküche nicht nur unter den Apple-Fans. Man munkelte, Apple wolle mit „iTV“ das Wohnzimmer erobern, wie vorher den Markt für MP3-Player mit dem iPod. Zunächst war nicht klar, ob Apple nicht gleich einen kompletten Fernseher konstruieren würde. Die Idee wurde jedoch zugunsten eines reinen Abspielgeräts verworfen.

Es war noch mutig und ungewöhnlich, dass Apple in die TV-Box keinen der damals noch sehr weit verbreiteten DVD-Player einbaute. Aber Jobs und die Apple-Ingenieure bewiesen wieder einmal visionäre Weitsicht. Sie trugen dem Umstand Rechnung, dass jeder Haushalt sowieso schon Geräte zum Abspielen von CDs und auch DVDs hatte. Was jedoch fehlte, war die direkte Verbindung zu iTunes und damit der kompletten Mediensammlung vom Mac.

Bei der Vorab-Präsentation sollte „iTV“ noch ein reiner WLAN-Empfänger werden, tatsächlich war die erste Generation Apple TV eine Art Multimedia-Festplatte oder großer iPod für den Fernseher. Nur ohne Display natürlich, dafür aber mit zunächst 40 und später 160 GB Platz für Musik, Fotos und Filmen. Auch vom Produktnamen „iTV“ ließ Apple kurz vor Toresschluss ab, um möglichen Ärger mit einem ähnlich benannten britischen Fernsehsender aus dem Weg zu gehen.

Apple TV
Sehr klobig – der erste Apple TV. Image by Apple

Ein TV-Zuspieler mit Internet-Anschluss

Im Vergleich zur heutigen Version wirkt der erste Apple TV klobig, war nicht nur optisch dem Vorbild Mac mini ähnlich, sondern fast genau so groß und das Gerät wurde im Betrieb so heiß, dass man Eier drauf braten konnte. Dennoch funktioniert er bis heute prächtig. Die Medien ließen sich per WLAN oder Ethernet über iTunes auf den Apple TV synchronisieren, um dann von dort auf den TV zu gelangen. Beim Betriebssystem baute Apple auf die solide Basis der Computer-Software Mac OS X.

Seltsam war, dass der Apple TV nie irgendwelche Tasten zum Ein- oder Ausschalten hatte. Bis heute kann das Gerät nur per Fernbedienung in einen Ruhemodus versetzt werden.

Auch war der Apple TV nie ein Festplattenrecorder, was damals noch bei anderen Herstellern hoch im Kurs stand. Stattdessen konzentrierte sich Apple voll auf Inhalte aus dem Internet und dem iTunes Store. In weiteren Betriebssystem-Updates lernte der Apple TV Video-Clips von YouTube und Kinotrailer von der Quicktime-Website abzuspielen. Später kam der Einkauf bei iTunes dazu, zunächst mit Musik, Musikvideos und dann Filmen.

Apple TV 3. Image by Wadzifox

Mehr Auswahl und Rechenpower für Generation Zwei und Drei

Mit der zweiten Generation des Apple TV im Jahr 2010 konnten HD-Filme angeschaut sowie Fotos und Musik direkt vom Rechner gestreamt werden. Per AirPlay konnten Filme und Musik auch direkt von iPhone oder iPad über Apple TV unkompliziert auf den Fernseher kommen. Die dritte Generation war eigentlich in erster Linie ein Upgrade: Mehr Hauptspeicher und ein Apple A5 Prozessor ermöglichten Filme in Full-HD.

Apple TV 4 wird mit Apps zur Entertainment-Konsole

Ein echter Quantensprung war die vierte Generation, die im Herbst 2015 vorgestellt wurde und auch die aktuelle Version ist. Die Form des Apple TV erinnert zwar noch an den Vorgänger, ist nur etwas kompakter aber höher geworden. Tim Cook stellte die Neuauflage nicht mehr als Hobby, sondern vollmundig als nichts Anderes als die „Zukunft des Fernsehens“ vor.

Apple TV 4
Apple TV 4. Image by Apple

Um dies zu erreichen machen Siri und die verbesserte Remote-Fernbedienung per Spracheingabe beziehungsweise Touch-Pad das Navigieren und Suchen von Inhalten bequemer als zuvor. Zudem spendierte Apple dem Gerät erstmals ein eigenes Betriebssystem namens tvOS sowie einen App Store.

Die Inhalte von TV-Sendern, Sport- und Streaming-Anbietern aus der ganzen Welt sollen nur noch per App auf den neuen Apple TV kommen. In Sachen Musik bringt der hauseigene Streaming-Dienst Apple Music große Streaming-Auswahl mit.

Aber es dreht sich nicht alles um Unterhaltung: Bei den Apps locken auf dem Apple TV auch alle möglichen Apps vom Aquarium-Bildschirmschoner bis zum Fitness-Trainer, die im App Store gekauft oder kostenlos geladen werden können. Weiterhin bleibt der Apple TV eine prima Lösung, um Inhalte vom iPhone oder iPad an ein TV-Gerät zu streamen.

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Der Apple TV 4 hat einen eigenen App Store. Image by Stefan von Gagern

Der will doch nur spielen

Des Weiteren will der Apple TV 4 auch eine Spielkonsole sein. Eigentlich ein logischer Schritt. Der TV ist die fast natürliche Umgebung für Spiele: Großer Bildschirm, fetter Heimkino-Sound. Eigentlich müssten die beliebten iOS-Spiele im Wohnzimmer noch mehr Spaß machen. Doch die Steuerung und das Spiele-Angebot bieten durchwachsene Ergebnisse.

Die Fernbedienung des Apple TV reagiert nicht nur auf Knopfeingaben, sondern auch auf Drehungen. Damit bietet sie bei Bowling- und Tennis-Spielen einen Fuchtel-Faktor, wie man ihn von der Konsole Nintendo Wii kennt. Im App Store finden sich dafür eigens entwickelte Titel, die oft Klone von Spielen für die Nintendo-Konsole sind.

Leider funktioniert das neue Steuerungskonzept nicht bei allen Genres. Hakelig wird es bei Rennspielen, wo die Fernbedienung in Querausrichtung Fahrzeuge steuert. Entweder wird mit dem Touch-Pad per virtuellem Steuerkreuz oder durch Kippen der Fernbedienung gelenkt. Das klappt mal besser und mal schlechter – jedenfalls ist ein optionaler mit Bluetooth betriebener Game-Controller eine gute Investition. Sonst ist Frust durch zu häufiges Landen in der Bande vorprogrammiert.

Zwar sehen die meisten Spiele für den Apple TV grundsätzlich gut aus und machen auf dem großen Bildschirm Spaß. Doch können sie nicht in Sachen Grafikdetails, Umfang und flüssiger Performance mit der Konsolenklasse Playstation 4 und Xbox One mithalten. Besonders deutlich wird das dort, wo sich direkte Vergleichsmöglichkeiten ergeben. Das ist bei Titeln wie Skylanders und Guitar Hero der Fall. An ihnen erkenne ich, dass die Apple-TV-Versionen optisch hinterherhinken.

Apple TV 4
Spiele, die sich wie der Nintendo Wii per Gesten steuern lassen, sind eine Besonderheit des Apple TV mit seiner Siri Remote Fernbedienung. Image by Stefan von Gagern

Jüngst hat Apple den Entwicklern zugestanden, auch Spiele, die größere Downloads ermöglichen, in den App Store für tvOS zu bringen. Bislang war die Größe auf ein paar Gigabytes gedeckelt, was die Veröffentlichung von komplexen Titeln einschränkte. Dies nährt die Hoffnung, dass bald nun auch AAA-Titel das Spieleerlebnis am Apple TV aufwerten könnten.

Starke Konkurrenz trübt die Aussichten

Der Apple TV hat sich als Pionier gegen Geräte wie Festplattenrekorder und DVD-Player durchgesetzt. Und das trotz der Fragezeichen, die eine Box ohne Knöpfe und Medieneinschub anfangs aufwarf.

Dennoch sieht die nahe Zukunft nicht sehr rosig aus. Bei der Präsentation der letzten Quartalszahlen bestätigte Apples Finanzchef sinkende Verkäufe von Jahr zu Jahr seit dem Start der vierten Generation. Kein Wunder, denn mit Produkten wie Amazons Fire TV oder Googles Chromecast gibt es günstige und starke Konkurrenz.

Tim Cook gibt sich aber längst nicht geschlagen und will mit Video-Eigenproduktionen den Apple TV attraktiver machen. Worum es sich dabei genau handelt, ist noch unklar. Aber eins ist sicher: Für Cupertino ist der Apple TV längst kein Hobby mehr, Apple hat ihn fest auf seiner Rechnung. Die Zeit des Apple TV ist noch nicht vorbei. Ich freue mich auf weitere Jahre mit der kleinen Box.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Image (adapted) „Apple TV“ by ToomaCZ (CC0 Public Domain)


 

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • APP STORE golem: iOS-Entwickler können auf Kundenbewertungen antworten: Schon länger bemängeln Kritiker die Vermarktungsmöglichkeiten im iTunes App Store: es sei nicht möglich, teure Anwendungen so zu verkaufen, wie es in der Softwarebranche üblich sei. Nun können Entwickler  mit Kunden direkt in Kontakt treten, da Apple eine Antwortfunktion für Kritiken im iTunes App Store eingerichtet hat. 

  • APPLE apfelpage: „Kino-Modus“: Apple Watch kann auch unauffällig: Die Apple Watch soll mit dem Betriebssystem WatchOS 3.2 einen Kinomodus erhalten. Die Funktion verhindert, dass Zuschauer durch das hell aufleuchtende Display gestört werden und ist vergleichbar mit dem Flugmodus, durch den bestimmte Verhaltensweisen der Hardware kurzfristig deaktiviert werden.

  • MICROSOFT heise: Microsoft erweitert OneDrive-Funktionen für Unternehmen: Im aktuellen Update des Cloud-Speicherdienstes OneDrive finden sich neue Funktionen für Unternehmen. So hat der Konzern das Synchronisieren von Daten zwischen OneDrive, OneDrive for Business und SharePoint Online freigeschaltet. Nutzer von Office 365 sollen so überall mit ihren Dokumenten arbeiten können.

  • NETZNEUTRALITÄT t3n: Trumps neuer FCC-Chef will Netzneutralität abschaffen: Der neue US-Präsident Donald Trump hat den Konservativen Ajit Pai zum Chef der Telekommunikationsaufsichtsbehörde FCC (Federal Communications Commission) ernannt. Pai sieht die Regelung für eine Netzneutralität kritisch. Die Gefahr, die eine solche Regelung verhindern soll, existiere gar nicht. 

  • ANDROID golem: Android-Ransomware tarnt sich als Batteriespar-App: Eine Android-Malware mit dem Namen Charger verbreitet sich über Googles Playstore. Die App kopiert SMS und Kontaktinformationen, außerdem wird das Display des Nutzers gesperrt und mit einem Hinweis versehen. Darin werden die Nutzer erpresst, es wird gedroht, private Informationen „alle 30 Minuten auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen“. 

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Willkommen in der musikalischen Zeitmaschine: Das Radiogefühl unserer Kindheit ist zurück

Vielleicht ist dieses Erlebnis an den Millenials vorbeigegangen, aber ältere Semester dürften diese Erinnerung mit einem nostalgischen Gefühl verbinden: Endlose Stunden im Auto, meist auf dem Rücksitz und auf einer Fahrt in den weit entfernten Urlaub, die Eltern vorn nicht nur am Lenkrad, Gas und Bremse, sondern auch am Autoradio-Knopf – und irgendwann wurden die lokalen Radiosender durchprobiert.

Meistens hat das eine ganze Weile gedauert, bis man etwas gefunden hat, auf das sich alle einigen konnten, denn man kam auf der Suche an einer Menge Ungeliebtem vorbei – von urigen Blasmusiksendern über langweilige Dudelfunk-Gewinnspielsendungen bis hin zu ellenlangen Wortbeiträgen in fremder Sprache. Denn: Nicht immer gab es den Komfort der Auswahl zwischen verschiedenen, sorgfältig zusammengestellten Playlists oder Streams wie heutzutage.

Was vor einigen Jahren wie eine Erlösung vom lokalen Radiodiktat erschien, könnte jetzt aber wieder Trend werden. Eine Homepage stellt sich als mutiger Einzelkämpfer gegen die glattgebügelten, immergleichen, werbefinanzierten und allzeit verfügbaren Streams und gibt sich unberechenbar. Das Projekt radiooooo.com (geschrieben mit mindestens fünf und höchstens etwa 25 „O“) gibt dem Nutzer das unwiederholbare Erlebnis zurück, das es früher nur im Analogradio gab: Sich in Geduld zu üben und einen Song tatsächlich bis zum Ende anzuhören.

Back for Good: Das Radio, das man nicht vorspulen kann

Im Gegensatz zu randomisierten Streaming-Angeboten wie Spotify, Deezer oder den auf Empfehlungen basierenden YouTube-Playlisten, die andere Nutzer erstellt haben, definiert sich radiooooo.com durch seine Zufälligkeit und Unwiederholbarkeit. Eine Pause-Taste gibt es nicht, einen Zurück- oder Vorspul-Button sucht man ebenso vergeblich. Die einzige Auswahlmöglichkeit, die die Hörer haben, besteht darin, dass ungefähre Jahrzehnt und das Land, in das man musikalisch und gedanklich reisen möchte, auszuwählen – die Urlaubs-Assoziation und die Neugierde auf fremde Kulturen und Szenen muss also durchaus gegeben sein. Eine liebevoll gezeichnete Landkarte, auf der man sich zwecks Länderauswahl bewegt, hilft beim Navigieren.

In der Songauswahl kann der Nutzer die etwas ungenaue, aber deshalb nicht unspannende Auswahl zwischen den verschlagworteten Stilrichtungen „Slow“, „Fast“ und „Weird“ treffen. Zusätzlich gibt es noch einen „Taxi-Modus“, der den Hörern an mehrere Ziele bringt und eine Art Playlist erlaubt. Jeder Song, auch die Taxi-Strecke, kann natürlich auf sämtlichen sozialen Netzwerken geteilt und geliked werden – und so hoffentlich noch mehr Inspirationen hereinbringen. Außerdem erlaubt ein Link zum iTunes-Store, die Neuentdeckungen direkt zu kaufen.

Screenshot Homepage (Image via radiooooo.com)

Die Zeitspanne des musikalischen Repertoires umfasst etwa die letzten 100 Jahre – wer immer schon einmal wissen wollte, wie sich chinesische Volksmusik der 30er Jahre, russische Schmusehits der 70er oder echte Merkwürdigkeiten aus Ländern, die man musikalisch sonst eher nicht auf dem Schirm hat (hier sei nur die Antarktis, eine geheimnisvolle Insel namens „Lazy Island“ oder die verheißungsvolle „Party Island“ genannt), anhören möchte, sollte sich hier ausführlicher umschauen.

Mit Crowdfunding zum Radioprojekt

Entstanden ist diese Idee, wie sollte es auch anders sein, beim Autofahren. Benjamin Moreau, ein junger französischer DJ, wollte laut Gründungslegende den Oldtimer-Sportwagen seines Vaters testen – natürlich inklusive laut aufgedrehter Soundanlage. Als er das Autoradio anstellte, machten die kommerziellen Sender ihm aber einen Strich durch die Rechnung: stampfende Beats und verzerrte Autotune-Gesänge wollten so gar nicht zu den edlen Ledersitzen und dem mondänen Fahrgefühl passen.

Natürlich hätte sich Moreau auch einfach einen x-beliebigen YouTube-Stream suchen und auf das Beste hoffen können, doch die Algorithmen sind oft genug enttäuschend oder allzu vorhersagbar – jeder, der sich schon einmal im Laufe eines Abends im YouTube-Dschungel verirrt hat, kann das sicherlich bestätigen. Als DJ verfügte Moreau nicht nur über eine riesige Plattensammlung und jede Menge Unterstützer, sondern wusste auch, wie mühsam es sein konnte, sich seine Songs und Versionen zusammenzusuchen: „Das Internet sorgt dafür, dass man fast alles finden kann. Man muss aber wissen, wo man suchen muss.“ Ein eigenes Projekt musste also her.

Als die Idee der „musikalischen Zeitmaschine“ genug gereift war, wandte man sich an eine Crowdfunding-Plattform. Der Ansatz passte perfekt: Die Community sollte von vorn herein eingebunden werden, zunächst finanziell, später auch mit Inhalten. Die Idee hat sich auch auf die fertige Seite übertragen: Die Nutzer der Seite können in die Community eintreten und Songs aus ihrem Fundus aus allen Epochen hinzufügen, um zu diesem auditiven, weltumspannenden Puzzle etwas beitragen zu können – völlig ohne Algorithmen.

DJs und Musikliebhaber: Das Team von radiooooo.com (Image via radiooooo.com)
DJs und Musikliebhaber: Das Team von radiooooo.com (Image via radiooooo.com)

Die Urheberrechtsfrage wird umgedreht

Die komplizierte Frage nach dem Urheberrecht hat sich natürlich auch bei diesem Projekt gestellt. Die Betreiber operieren hier erfreulicherweise sehr offen: Jeder Song, den ein Nutzer hochlädt, wird zunächst vor der Freigabe von einem Urheberrechtsexperten geprüft. Im Anschluss wird das entsprechende Label angefragt, ob man deren Inhalte nutzen darf, und erst dann findet er Eingang in die Songdatenbank. Auf diese Weise kann eine Fehlermeldung umgangen werden und kein Nutzer muss juristische Konsequenzen fürchten.

In Fragen der Usability muss dem Entwicklerteam hier definitiv ein großes Lob ausgesprochen werden. Auch sollen vorrangig lokale Künstler und die Kulturszene gefördert werden – kommerzielle Hits wird man hier also, abgesehen von dem ohnehin beabsichtigten Zufallsprinzip, eher selten vorfinden.

Die Datenbank muss wachsen

Während dieser Beitrag entstanden ist, versuchte die Autorin, einen möglichst diversen Eindruck der Seite zu bekommen. Hierbei tat sich jedoch ein hausgemachtes Problem auf: je abseitiger und genauer die Angaben wurden, desto geringer war natürlich die Songauswahl – aserbaidschanische Musik aus den Zwanzigern hat schließlich nicht jeder auf der Festplatte. Leider ergibt sich hier irgendwann eine gewisse Wiederholung. Doch dieser kann jeder Nutzer entgegenwirken, in dem er selbst teilnimmt und Songs aus seinem Fundus hinzufügt. Einen Effekt hat die Seite auf jeden Fall bewirkt: sie will neugierig machen auf andere Epochen und Kulturen – mit Erfolg!

Mit der Aussage, von nun an müsse man „nie mehr in der Mittelmäßigkeit des Internets herumkramen“, haben sich die Entwickler sicherlich ein hehres Ziel gesetzt – doch diese Herausforderung, seine musikalischen Schätze mit der Welt zu teilen, nimmt sicherlich jeder Musikliebhaber gerne an.


Images by radiooooo.com


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Wie wird ein Podcast zum iTunes-Hit?

Mic (adapted) (Image by mindthaw [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Der monatliche Podcast-Konsum steigt stark an. Mehr als einer von fünf Amerikanern gibt den auf einem neuen Blog von Edison Research veröffentlichten Daten zufolge an, im letzten Monat einen Podcast angehört zu haben. Genauer gesagt berichten 21 Prozent (schätzungsweise 57 Millionen), dies getan zu haben, was einen ziemlich deutlichen Anstieg im Vergleich zum Jahr 2015 darstellt, als 17 Prozent aller befragten Amerikaner dieses Verhalten zu Protokoll gaben. 2014 lag diese Zahl bei 15 Prozent, das Wachstum scheint sich also zu beschleunigen. Eine andere nette Art es auszudrücken: Der monatliche amerikanische Podcast-Konsum wuchs zwischen 2015 und 2016 um ungefähr 24 Prozent. Muss man Statistik nicht einfach lieben? Die Daten sind in jedem Fall ermutigend für alle Podcast-Enthusiasten, die Podcasts als die Zukunft des Radios/Audios/Bloggings ansehen. Da könnte man natürlich leicht das Gefühl bekommen, dass all die Begeisterung und all der Hype, den das Podcasting im letzten Jahr erlebt hat, tatsächlich zu messbarem, weitreichendem Wandel führt. Als plausibles Gegenargument könnte man sich aber fragen: Ist diese Zahl ein echtes Abbild von solidem, unverfälschtem, nachhaltigem Konsumentenzuwachs (und dessen Erhalt), quer durch das Medium, oder repräsentiert sie eher eine Periode, in der Leser lediglich das Format ausprobieren? Diese Frage ist, bis zu einem gewissen Grad, aus zwei Gründen irrelevant. Erstens ist es eine Frage ohne aussagekräftige, direkte Antwort, da der Prozess noch im Gange ist. Und zweitens ist die Zahl selbst ein Einflussfaktor – es ist leicht vorstellbar, dass diese Statistik als ein positiver, öffentlicher Indikator, der die Vision und die Selbstdarstellung der Branche antreibt, in die Pitch Decks unzähliger Leute einfließen wird, die sich ein neues Geschäft innerhalb des Mediums aufbauen wollen. Damit wird sie zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Was heißen soll: Diese Daten sind sehr gut und ich werde meine Mama anrufen und ihr sagen, dass ich mein Leben nicht versaut habe, indem ich in diese Branche gegangen bin. Ja? Gut. Jedenfalls ist Edisons Datenmaterial hier ein Auszug aus der viel größeren Studie namens Infinite Dial 2016, die später ein paar Tage später veröffentlicht werden soll. Die Studie ging aus einer Partnerschaft zwischen Edison Research und Triton Digital hervor, einem Unternehmen für Werbung und digitale Audiotechnologie. Darüber werde ich später in einem anderen Artikel berichten.

Midroll verschlankt seine Marke

Die zu Scripps gehörende Midroll Media gibt diese Woche ihr Wolfpop Podcast-Netzwerk auf. Wolfpop war zuvor als Midrolls eigenbetriebener, Popkultur-orientierter Zweig vermarktet und von Komiker Paul Scheer kuratiert worden — als Gegenstück zu der Comedy-orientierten Marke Earwolf, dem Aushängeschild des Unternehmens. (Jep, es ist ein bisschen verwirrend. Ich könnte mir vorstellen, dass das vermutlich der Grund für diesen Zusammenschluss ist). Zehn von Wolfpops 13 Podcasts werden nun unter der Schirmherrschaft von Earwolf weiterlaufen. Die drei Sendungen, die ihre Verbindung zu Midroll nicht weiterführen werden, sind “Rotten Tomatoes”, “Picking Favorites“ und “Off Camera with Sam Jones”. Das Unternehmen gab außerdem bekannt, dass “Hello From the Magic Tavern”, ein heiß geliebter und ausgesprochen merkwürdiger Podcast, der bisher von der “Chicago Podcast Cooperative” unterstützt wurde, sich dem Netzwerk anschließt. Midrolls Programmchef Chris Bannon machte vor wenigen Tagen in den Earwolf Foren eine Ankündigung. Er sagte: “Diese Veränderung ist eine Möglichkeit für uns, Earwolf zu einem größeren, besseren und integrativeren Netzwerk zu machen”. Ich kontaktierte Bannon, der zuvor Vizepräsident für Contententwicklung und Produktion bei WNYC war, und fragte ihn, ob wir in nächster Zeit eine Nachrichtensendung von Earwolf erwarten können. “Ich werde definitiv gründlich darüber nachdenken, wie wir dazu beitragen können, das Bedürfnis unserer Hörer nach einem intelligenten Nachrichtenprogramm zu decken”, schrieb er zurück. “Im Moment sieht es allerdings so aus, als würden viele der Nachrichtenleute ziemlich tief in den Bereich Comedy vorstoßen. Wir werden bald Ankündigungen machen, welche die Nachrichtenfront betreffen.” Zurückhaltend, dieser Bannon. Sehr zurückhaltend. Diese Entwicklung ließ sich dank einer Stellenanzeige, die das Unternehmen letzte Woche postete, vorausahnen. Sie enthielt die folgende Selbstbeschreibung:

Diese Gruppe, die von unserem Leiter der Geschäftsentwicklung angeführt wird, erkennt tolle neue Podcasts und deren Schöpfer und holt sie an Bord zu unseren drei Hauptgeschäftszweigen: Midroll, der Marktführer in Sachen Werbeeinnahmen für Podcasts, Earwolf, unser eigenproduziertes Podcast-Netzwerk; und Howl, unser Premium Audio-Abodienst.

Wo wir schon bei Midroll sind: Das Unternehmen hat auch Jenny Radelet, die zuvor ausführende Medienproduzentin für den Launch von Apples Beats 1 Dienst war, als leitende Redakteurin für Howl, den Abodienst des Unternehmens, eingestellt. Sie begann gestern mit der Arbeit.

Lokaljournalismus mit begrenzter Laufzeit

Vor wenigen Tagen hat WNYC die neue Produktion “There Goes the Neighborhood” gestartet, eine limitierte Podcast-Serie, die sich mit dem Thema der Gentrifizierung in Brooklyn auseinandersetzen wird. Ich persönlich bekomme alle meine New Yorker Gentrifizierungs-Nachrichten von “The Awl”, aber ich finde es interessant zu sehen, dass die Sendung in Zusammenarbeit mit The Nation produziert wird – ein weiteres Beispiel für die Zunahme der Kollaborationen zwischen Audiounternehmen und existierenden Sendeformaten (siehe “Modern Love” von WBUR, die “New Yorker Radio Hour” von WNYC, das kürzlich beendete “The Awards Show” von KPCC und den Großteil von Panoplys Geschäftsmodell). Die Sendung umfasst acht Folgen und wird von Kai Wright, dem Kulturredakteur der Nation, moderiert. “There Goes the Neighborhood” sticht meiner Meinung nach aus zwei Gründen hervor. Erstens sieht es nach einem starken Stück Lokaljournalismus aus, etwas, von dem ich nicht viel im Podcastland sehe. Klar, es ist in New York ansässig, dem wahrscheinlich am meisten übersättigten Medienmarkt der Welt, aber trotzdem. Zweitens ist es das erste größere Audioprojekt, in das Rebecca Carroll involviert ist, die letzten Oktober als Produzentin von Sondersendungen über Rasse in New York City zu WNYC kam.

Ich bin hier, um Ideen zu entwickeln, meinte Carroll vor wenigen Tagen zu mir, als ich sie nach ihrer Rolle innerhalb des Senders fragte. Wir erleben einen Zeitpunkt innerhalb der amerikanischen Kultur, an dem unser berühmtester Intellektueller Ta-Nehisi Coates ist, an dem wir die #BlackLivesMatter-Bewegung, Black Twitter und eine Wahl haben, die von den Stimmen der Schwarzen entschieden werden wird. Es ist ein Zeitpunkt, an dem den Schwarzen und der schwarzen Kultur zugehört wird, und mein Ziel ist es, diesen Moment zu ergreifen und ihn auf die kreativste, innovativste, interessanteste und am meisten  lebensverändernde Art zu nutzen und zu verbreiten.

Der Podcast “There Goes the Neighborhood” ist Anfang März angelaufen.

Ein Indielabel erwacht zum Leben

Night Vale Presents, das neue Indie Podcast Label – so nenne ich es jetzt einfach mal – gegründet von Joseph Fink und Jeffrey Cranor, den Schöpfern des extrem beliebten Podcasts “Welcome to Night Vale”, veröffentlicht heute seinen ersten Titel. “Alice isn’t dead” ist ein Hörspieldrama von Fink, der eine Folge wöchentlich über zehn Wochen verteilen wird. “Alice” ist auf vielerlei Art die Quintessenz von “Night Vale”. Es teilt die spezielle Art von Grusel seines Vorgängers – das heißt, es konfrontiert den Hörer abwechselnd mit banalen Dingen und fetten Momenten des Horrors – und wie Night Vale auch zeigt “Alice” Finks Faszination mit der Americana-Kultur. Wo “Night Vale” eine Liebeserklärung an das Kleinstadtamerika darstellt, ist “Alice” eine Betrachtung der weitläufigen, trostlosen Bildsprache der Highways, welche die Mitte des Landes prägen. Ich habe Ausschnitte aus den ersten zwei Folgen gehört und die haben mir verdammt gut gefallen. “Night Vale Presents” entstand aus einer logistischen Notwendigkeit heraus. Fink und Cranor wollten weitere Projekte abgesehen von ihrer Kernsendung entwickeln und bauten Night Vale Presents als Stützbalken für diese Projekte auf. “Wir haben keine Pläne, zu versuchen es zu einem Imperium auszuweiten oder Investorengelder für Technik zu nehmen oder irgendwie sowas”, teilte mir Fink in einer E-Mail mit. “Wir hoffen, weiterhin neue Podcasts machen zu können –   sowohl unsere eigenen als auch Arbeiten von anderen Künstlern, die bisher noch nicht im Podcast-Bereich gearbeitet haben”.

Über iTunes, Teil 1

Die häufigste Frage, die ich von unseren Lesern gestellt bekomme, kommt in Form einer Beschwerde: “Wie genau funktionieren die iTunes-Charts?” (Die zweithäufigste Frage, für die Neugierigen: “Wie viel verdient Derundder?” Das ist… ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Das hebe ich mir für später auf.) Es ist eine Frage, von der ich mich aus einem einfachen Grund fernzuhalten versuche: Ich denke nicht, dass das etwas ist, worauf man seinen Fokus legen sollte. Klar, 70 Prozent aller Podcasts werden über iTunes oder die native iOS Podcast-App gehört (zumindest habe ich das gehört – es ist ehrlich gesagt unmöglich zu überprüfen, wenn man den Entwicklungsstand der Podcastmessung betrachtet). Aber es gibt viele, viele andere Wege für Podcastmacher, ein potenzielles neues Publikum zu erreichen, die bisher noch nicht ausreichend genutzt wurden, einschließlich ziemlich grundlegender Sachen wie Search-and-Social-Netzwerken. Außerdem würde es dem Medium als Ganzes zu Gute kommen, wenn sich mehr Schaffende stärker auf Kanäle konzentrieren würden, die nicht iTunes sind. Denkt mal darüber nach: Versuche, über die Plattform iTunes ein neues Publikum zu gewinnen, sind ein Spiel um abgenutzte, vermutlich schon voll ausgelastete Podcasthörer. Und wenn jeder Podcastmacher eine Strategie verfolgt, in deren Zentrum iTunes steht – und damit die Plattform im Allgemeinen und die Charts im Besonderen – dann konkurrieren alle Podcastmacher im Grunde um genau denselben Pool an Ohren. Das war also mein Gedankengang. Aber je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass es einen Vorteil bringen könnte, sich einmal gründlich durch die Theorie und den Kontext der iTunes-Charts zu denken und die Frage zu stellen: Wie formen die Charts den Raum? Aber um das zu tun, würde ich erst versuchen müssen, zu verstehen, wie sie überhaupt funktionieren. Und das ist genau das, was ich in den letzten Wochen versucht habe. An diesem Punkt werde ich zwei Kernhypothesen aufstellen, und ich werde ihre theoretische Genauigkeit untermauern, indem ich erkläre, dass sie sich auf eine Kombination dieser Dinge stützen: Eine Umfrage, die ich neulich unter Hot Pod-Newsletter-Abonnenten durchgeführt habe (ich habe 18 repräsentative Antworten herausbekommen, die ihr euch hier anschauen könnt), Gespräche mit vielen, vielen, vielen Podcastmachern, Zeug, das von anderen Podcastleuten veröffentlicht wurde, die in der Vergangenheit mit Vertretern von iTunes zu tun hatten, und meine eigene Erfahrung mit meinem alten Arbeitgeber. Vertreter von iTunes haben es verständlicherweise abgelehnt, öffentlich Kommentare abzugeben. Meine Hypothesen lauten folgendermaßen:

  • Die Charts berücksichtigen insbesondere neue Abos und in gewissem Maße auch Interaktionen mit dem iTunes-Link und Engagement in Form von Reviews.Das erscheint sinnvoll: iTunes, wie auch Facebook und jede andere Plattform, die aktiv davon profitiert, ihre Nutzer innerhalb des Ökosystems zu halten, hat einen Anreiz, das Engagement zu maximieren. Daher wird das Erreichen von einer halben Million Downloads außerhalb von iTunes sich für eine Sendung nicht so sehr lohnen, wie dieselbe Zahl auf iTunes zu schaffen – und so weiter.
  • Die Charts sind hauptsächlich als ein Entdeckungswerkzeug gestaltet worden, und sie erfüllen ihre Pflicht, in dem sie Podcasts mit einer gewissen Schwungkraft identifizieren und belohnen. Was also belohnt wird, ist die relative positive Veränderung – wenn man 1000 Interaktionen zusätzlich zu einer Basis von 10000 Interaktionen (sagen wir, Abonnenten) bekommt, dann wird einen das schneller aufsteigen lassen als zusätzliche 1000 bei einer Basis von 100000. Auch das klingt logisch: Wenn die Charts dazu gedacht wären, ein Auflistung der erfolgreichsten Sendungen zu zeigen, dann würden sich die Top-10 Platzierungen schlicht und einfach nie ändern, da die bestehenden größten Shows einfach immer größer werden. Und weil iTunes einen guten Grund hat, eine Liste zur Verfügung zu stellen, die tatsächlich einen Mehrwert für die Nutzer darstellt, um sie auf der Plattform zu halten, müssen sie sich auf einen Entdeckungsmechanismus verlassen, der es den Topplatzierungen erlaubt, sich ständig zu ändern. Auf vielerlei Art und Weise sind die Charts ziemlich demokratisch.

Diese zwei Hypothesen erklären die Charts nicht in ihrer Gesamtheit (nichts könnte das so wirklich, es sei denn, der Algorithmus entwickelt ein eigenes Bewusstsein), aber ich glaube, sie sind gute Startpunkte, um die Charts zu verstehen. Um es zusammenzufassen: Die Charts sind zur Entdeckung gemacht, aber der Mechanismus, auf dem sie aufbauen, sind iTunes Interaktionen – und so klettern Podcasts in den Charts, weil sie mehr Abos und Downloads auf iTunes erzeugen, denn Aufstieg ist eine Form der Belohnung. Wenn man sich damit angefreundet hat, fangen einige Dinge an, Sinn zu ergeben. So rutscht ein Podcast für Disney-Fans in die Top 5 zwischen den neuesten Folgen von “Serial” und “Alice Isn’t Dead” – so geschehen am 4. März 2016 um 16 Uhr. So gelangt zur gleichen Zeit auch ein satirischer Sportschau-Podcast auf die Top-Platzierung, ob wohl es davon nur eine Vorschau gibt. (Das Erfolgsrezept hierbei ist relativ eindeutig: Wenn du in den Charts mitmischen willst, dann optimiere dein Marketing für iTunes Interaktionen. Das wollte ich eigentlich nicht erwähnen, aber zur Hölle, jetzt bin ich schon so weit gegangen). Und hier kommen wir zurück zu meiner eigentlichen Frage: Welchen Einfluss hat dieses spezielle Chartsystem auf den Podcastingbereich? Wenn ich von dem Inhalt meines Posteinganges ausgehe, dann verursacht es eine Menge Unsicherheit. Ich würde behaupten, dass dieses Gefühl aus der Interpretation herrührt, dass die iTunes-Podcast-Charts als Mechanismus dienen sollten, die auf angemessene Weise den Wert eines Podcasts wiedergeben. Was eine verständliche Interpretation ist, da (und hier bediene ich mich einer weitgefächerten Verallgemeinerung) so etwas wie Charts typischerweise als ein Werkzeug zur Anzeige von Wert entwickelt werden. Und die Sache ist die: Dafür sind die iTunes Charts nicht gedacht. Sie wurden entwickelt, um das Engagement auf ihrer Plattform zu optimieren und nicht, um eine direkte und eindeutige Repräsentation dessen aufzuzeigen, was wertvoll ist. (Obwohl der raketenhafte Aufstieg eines Podcasts in den Charts einen gewissen Wert anzeigt – wir bekommen jedoch nur einen Platzhalterwert gezeigt.) Aber es gibt eine starke Tendenz, iTunes als den wichtigsten Vermittler von Wert anzusehen, denn, nun ja, wir haben nichts anderes. Ohne weiteren Kontext und Mittel zur Auswertung führt eine einzelne Rangliste dieser Art zu einer eher wirren Repräsentation der Podcastinglandschaft, da sie jede Interpretation relativer Werte zwischen Podcasts fast unmöglich macht. Und dies stellt eine schlechte Feedbackschleife für Podcastmacher dar, denn ein großer Teil des Wissens um den Gesundheitszustand einer Sendung wird davon ausgemacht, dass man weiß, wie sie sich im Vergleich zu anderen Sendungen behauptet. Aber hier ist die andere Sache: Für mich ist das hier kein Artikel über das Problem mit iTunes – was mich betrifft, gibt es kein Problem mit iTunes, denn iTunes ist eben iTunes. Es ist eher ein Artikel darüber, dass das Medium sich selbst nicht richtig kennt, und über die Tatsache, dass die Branche sich hauptsächlich auf eine einzelne, unglaublich unvollständige Sichtweise verlässt. Okay, jetzt geht mir gerade der Platz aus und ich wollte eigentlich noch über zwei andere Sachen sprechen: Wie die iTunes Charts die Beziehung zwischen Podcastmachern und Werbekunden beeinflussen, und welche Vermarktungsmöglichkeiten sich in dieser Situation verbergen. Mit Ersterem fangen wir in einem anderen Artikel demnächst an.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “Nieman Journalism Lab” unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Mic“ by mindthaw (CC0 Public Domain)


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5 Lesetipps für den 18. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um Airbus und die Idee der fliegenden Autos, Facebook, das kostenlose iTunes Radio, Netflix und die Industrie 4.0. Ergänzungen erwünscht.

  • AIRBUS trendingtopics.at: Airbus und Uber lassen Nutzer Hubschrauber per App bestellen: Elektroautos vermehren sich immer mehr und irgendwann werden sie zu unserem Alltag gehören. Deswegen denkt Airbus schon einen Schritt weiter: Fliegende Autos. Für eine kostengünstige Entwicklung sei die Technologie immerhin schon weit genug fortgeschritten und auch das Know-How sei vorhanden. Neben diesen interessanten Ideen hat Airbus auch bekannt gegeben, künftig Airbus Group Ventures zu starten, um in Startups aus dem Flug- und Raumfahrtbereich zu investieren.

  • FACEBOOK t3n: Facebook-Test: So soll der neue In-App-Browser aussehen: Um Nutzer noch stärker an sich zu binden, hat Facebook eine neue Idee. Denn das soziale Netzwerk testet derzeit einen neuen In-App-Browser. Hier wird dann eine eigene URL in die Browserzeile eingegeben. Die gewünschte Seite wird anschließend besucht, ohne dass man die Facebook-App verlassen muss. Auch eine Lesezeichen-Funktion ist möglich. Die App befindet sich schon seit Dezember 2015 in der Testphase, was bedeutet, dass die neue Funktion schon bald für alle nutzbar sein kann.

  • ITUNES ZDNet: Apple Music: Kostenloses iTunes Radio wird Ende Januar eingestellt: Apple-Kunden haben eine besondere E-Mail in ihrem Postfach vorgefunden. Demnach werden die werbefinanzierten Radiosender von iTunes Radio Ende Januar eingestellt. Wer kein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen hat, dem steht nur noch Beats 1 kostenlos zur Verfügung. Trotz der vielen verschiedenen Songs, wird dieser Radiosender nicht alle Geschmäcker treffen können, da der Mix zum größten Teil aus der neuesten Musik besteht, was nicht immer jedem gefällt.

  • NETFLIX DIE WELT: Online-Videodienst: Netflix will deutsche TV-Serie ins Programm nehmen: Eine deutsche TV-Serie bei Netflix? Das plant der Online-Videodienst noch in diesem Jahr. Die richtige Sendung ist allerdings noch nicht gefunden. Fest steht jedoch, dass das Genre bislang egal sei. Ob Krimi- oder Komödie, der Sender sei da sehr offen. Durch die globale Reichweite, sollen überall auf der Welt mehr Filme und Serien produziert und ausgestrahlt werden. Doch ein wichtiger Markt fehlt noch: China. Wann aber Netflix dort verfügbar sein wird, wisse der Online-Videodienst noch nicht.

  • INDUSTRIE 4.0 DEUTSCHE MITTELSTANDS NACHRICHTEN: Industrie 4.0 kostet fünf Millionen Arbeitsplätze: Dass die Digitalisierung vieles verändert, steht außer Frage. Aber auch die Arbeitswelt ist von ihr stark betroffen. Der zunehmende Einsatz von Robotern und die fortschreitende Digitalisierung werden unter anderem dafür verantwortlich sein, dass die Industrieländer in den nächsten fünf Jahren rund fünf Millionen Jobs verlieren werden. Am stärksten betroffen sind dann vor allem die Stellen in der Verwaltung und in den Büros. Das geht aus einer Studie hervor. Allerdings stehen dem Verlust gegenüber zwei Millionen neue Stellen, die im Bereich Computer und Technik neu geschaffen werden sollen. Besonders Deutschland ist, laut der Studie, am stärksten vom digitalen Wandel betroffen.

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Apple Music: Showdown gegen Spotify ab 30. Juni

Apple Music auf dem iPod (Image 393943 [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Kann Apple den derzeit führenden Streaming-Dienst Spotify vom Thron stoßen? Einiges spricht dafür, einiges dagegen. Der 30. Juni ist für Musik-Streaming-Aficionados ein wichtiger Tag, denn da wird auch in Deutschland und Österreich Apple Music starten, ein laut Apple „revolutionärer“ Streaming-Dienst, der vorerst für iOS-, Mac- und Windows-Geräte, im Herbst auch für Android zu haben sein wird. Doch so „revolutionär“ ist Apple Music bei genauerer Betrachtung gar nicht.

Warum ist das wichtig? Mit Apple Music wird demnächst der aussichtsreichste Gegner von Spotify starten – und viele Konsumenten fragen sich, ob sie wechseln sollen.


  • Apple will, dass Nutzer für sein Musik-Streaming zahlen, weswegen es, anders als bei Spotify, keine wirkliche Gratisversion gibt.

  • Durch den schwierigen Export von Playlists sind langjährige Spotify-Nutzer ziemlich fest an die schwedische Firma gebunden.

  • Apple kann auf sein riesiges Ökosystem mit mehr als einer Milliarde iOS-Geräte und mehr als 800 Mio. iTunes-Accounts bauen.


Apple weiß natürlich, dass es dem Platzhirsch Spotify, der mittlerweile bei 75 Millionen Nutzern (20 Millionen davon zahlende Abonnenten), die Stirn bieten muss, weswegen es zum Start eine drei Monate lange, kostenlose Testphase gibt (Spotify bietet bis 5. Juli 60 Tage Gratis-Testphase an). Hier die beiden Dienste im direkten Vergleich:

Die Chancen stehen gut, dass Apple viele Konsumenten auf seine Seite holen kann, denn immerhin hat man mehr als eine Milliarde iOS-Geräte verkauft und etwa 800 Millionen Kunden, die bereits einen iTunes-Account haben. Zudem muss Apple zu Beginn nicht zwingend Geld mit Musik-Streaming verdienen, weil der Dienst wie viele andere (z.B. Apple Pay) als Stütze seines Geschäftsmodells gedacht ist – nämlich Kunden an sein Ökosystem zu binden und diese regelmäßig neue Smartphones, Tablets und Macs kaufen zu lassen.

Schweden gegen Silicon Valley

Spotify hingegen ist noch immer nicht in den schwarzen Zahlen und hat erst kürzlich wieder Anteile in einer Investmentrunde (u.a. an Telia Sonera aus Schweden) verkauft, um sich frisches Kapital für die Expansion ins Haus zu holen. Zudem nutzen laut Techcrunch 50 Prozent der Spotify-Nutzer auch regelmäßig iTunes, was diese schnell auf die Idee bringen könnte, zu Apple Music zu wechseln. Ein Hürde für langjährige Spotify-Nutzer ist aber sicher, die oft in mühsamer Kleinarbeit erstellten Playlists von A nach B zu migrieren – wie man das schafft, bleibt noch abzuwarten. Kündigen lässt sich Spotify jedenfalls monatlich ohne großen Aufwand.

Wer erwartet, bei Apple einen umfangreicheren Musikkatalog zu bekommen, könnte enttäuscht werden. Den Vertrag mit den Indie-Labels hat der iPhone-Konzern noch nicht im Sack (ca. 13 Millionen Songs fehlen noch), und auch die Beatles wird Apple nicht zum Streamen anbieten, sehr wohl aber weiterhin zum iTunes-Download.

Und was bleibt den Künstlern übrig?

Spannend wird sein, ob Apple den Künstlern selbst endlich mehr Einnahmen via Streaming verschaffen kann. Immer wieder beklagen Musiker, dass sie selbst bei Millionen Streams nur sehr wenig Geld ausgezahlt bekommen (pro Stream sind es maximal 0,0084 Euro). Der „Federation of the Phonographic Industry“ (IFPI) zufolge bringt ein zahlender Streaming-Kunde 26-mal mehr Umsatz als ein Gratisnutzer (diese bringen Werbeeinnahmen). Wenn Apple es schafft, die vielen Gratisnutzer, die sich etwa bei Spotify tummeln, zu zahlenden Kunden zu machen, dann könnten den Musikern am Ende mehr Einnahmen winken. Indie-Labels bekommen von Apple 58 Prozent der Umsätze, für die drei Majors (Universal, Sony, Warner) dürfte etwas mehr vom Apple-Music-Kuchen übrig bleiben – wie viel dann an die Künstler selbst geht, ist wiederum Vertragssache zwischen ihnen und den Plattenfirmen.


Teaser & Image by 393943 (CC0 Public Domain)


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5 Lesetipps für den 8. Juni

In unseren Lesetipps geht es heute um das Urteil gegen den Blogger Badawi, die App „Hound“, den Instagram-Account der Bundeskanzlerin, HackerOne und iTunes-Neuerungen. Ergänzungen erwünscht.

  • BADAWI heise online: Hartes Urteil gegen saudischen Blogger Badawi bleibt bestehen: Das Urteil von 10 Jahren Haft, 1000 Peitschenhieben und 240.000 Euro gegen den saudischen Blogger Raif Badawi bleibt bestehen. Das höchste Gericht in Saudi-Arabien hat das Urteil bestätigt und damit dem Blogger das letzte Rechtsmittel um die Strafe zu umgehen genommen. International wurde das Urteil stark gerügt. Badawi war 2012 verhaftet wegen seiner liberalen Ansichten und Kritik an der saudischen Religionspolizei verhaften worden. Verurteilt wurde er allerdings für die vermeintliche Beleidigung des Islams. Öffentlich bekam er bereits im Januar die ersten 50 Peitschenhiebe, aus gesundheitlichen Gründen sind bisher keine weiteren vollzogen worden. In Saudi-Arabien folgt die Rechtssprechung einer Sharia-Interpretation.

  • HOUND t3n: So fantastisch könnten Siri, Cortana und Google Now sein: Demo zeigt das Potenzial von Sprachassistenten: Die neue App „Hound“ zeigt die Zukunft im Umgang mit Sprachassistenten, wie zum Beispiel Siri, Cortana oder Google Now. Während Siri schon Beziehungen zu Seriencharacteren eingegangen ist (Raj aus „Big Bang Theory“), kann sie auch sehr witzig und ironisch antworten, beispielsweise wenn man sie mit „Hi, Cortana“ oder „OK, Google“ anspricht. Die Spracherkennungsapp „Hound“ wurde jetzt in einer YouTube-Demo vorgestellt und sie geht noch einen Schritt weiter als ihre Kollegen: Zwar verfügt Hound noch nicht über Humor und Ironie, allerdings schafft die App es Fragenketten der Reihe nach zu beantworten und nachträgliche Ergänzungen zu berücksichtigen. Noch ist Hound nicht öffentlicht verfügbar.

  • BUNDESKANZLERIN SPIEGEL ONLINE: Merkel auf Instagram: Angriff von russischen Trollen: Der neue Instagram-Account der Bundeskanzlerin wird massiv von russischen Trollen zugespamt. Neben harmlosen Bildern von der Bundeskanzlerin spamen diese meist auf kyrillischer Schrift die Kommentare zu – das Social Media Team der Bundeskanzlerin ist machtlos. Nur wenige Mitarbeiter sind der russischen Sprache mächtig. Nach anfänglichen Versuchen, alle Texte zu übersetzen, werden jetzt alle Kommentare, welche nicht in englischer oder deutscher Sprache verfasst sind gelöscht, das allerdings komplett händisch. Andere deutschsprachigen Usern fällt das auch auf und sie rufen zum kommentieren in deutscher Sprache auf. Die russischen Accounts bestehen meist nur aus dem Benutzernamen, daher ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um gezielte Trollaccounts handelt.

  • HACKERONE NYTimes.com: HackerOne Connects Hackers With Companies, and Hopes for a Win-Win: HackerOne verbindet Unternehmen mit Hackern und versucht somit, eine Win-Win-Situation für alle zuschaffen. 2011 entwarfen zwei dänische Hacker eine List mit 100 High-Tech Unternehmen, die sie gerne hacken würden. Schnell fanden sie verwundbare Stellen bei Facebook, Google, Apple, Microsoft, Twitter und 95 anderen Systemen. Daraus ist jetzt ein Unternehmen entstanden, welches versucht das Melden von Fehlern für die Hacker lukrativer und attraktiver zu machen, als das Verkaufen der Schwachstellen auf dem Schwarzmarkt. Während bisher viele gemeldete Fehler weiterhin von den Unternehmen ignoriert oder nicht genug honoriert worden sind, versucht HackerOne das nun zu ändern und hat damit großen Erfolg.

  • ITUNES DIE WELT: WWDC: Apple baut Musikdienst nach Vorbild von Spotify um: Apple ist mit seinem iTunes Music Store mit Abstand Marktführer, musste aber in den letzten Jahren zusehen, wie Musikstreaming-Dienste wie Spotify immer kräftiger zulegen. Nach 12 Jahren werden jetzt Neuerungen auf einer Entwicklerkonferenz präsentiert: Das neue Konzept wird Spotify ähneln, Lieder werden also gestreamt. Es wird aber keine werbeunterstütze Kostenlos-Version geben. Allerdings sind die Versuche, den Dienst günstiger als Spotify anbieten zu wollen, gescheitert. Gegen eine Gebühr von circa 10 Euro oder Dollar soll der Dienst verfügbar sein und auch auf Android-Smartphones funktionieren. Des weiteren wird wohl ein Ausblick auf die neuen Versionen von iOS und OSX gegeben, wobei der Fokus auf Verbesserungen und nicht auf neuen Funktionen liegen wird.

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Apples Musik-Streaming-Dienst: Das Ende der kostenlosen Musik?

Day 242/365 - Apple guitar sign (Prepping for their September 1 event) (adapted) (Image by Anita Hart [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Wenn es nach den großen Plattenfirmen geht, soll es kostenlose Musik-Streaming-Dienste wie Spotify bald nicht mehr geben und Apple scheint sie dabei zu unterstützen. Spotify befindet sich trotz aller Beliebtheit bei den Nutzern dauerhaft im Feuer der Kritik. Zunächst waren es immer wieder Künstler, die die geringen Einnahmen aus Spotify-Plays monierten, und nun wächst der Druck durch die großen Plattenfirmen. Ihnen ist das kostenlose Streaming-Angebot ein Dorn im Auge. Während sie es bisher unter Kritik versucht haben zu akzeptieren, scheint der Wind sich nun zu drehen. Den wachsenden Druck verstärkt Apple zudem noch, denn der Konzern spielt nach den Regeln der Mächtigen der Industrie indem man beim kommenden iTunes-Streaming-Service auf eine kostenlose Option verzichtet.

Nur wer zahlt, hört auch etwas

Im Juni soll es endlich so weit sein, zumindest wird in der Branche gemunkelt, dass dann der Beats-Music-Nachfolger von Apple unter der iTunes-Flagge gelauncht wird. Bisher gab es noch keine Demo oder genauere Angaben zu den Funktionen, was aber bereits durchgesickert ist, dürfte einen großen Einfluss auf die Konkurrenz haben. Apple hat sich nämlich entschieden, auf eine kostenlose Streaming-Option, wie Spotify sie bietet, zu verzichten. Wer den Dienst nutzen will, muss dafür zahlen. Ganz überraschend ist diese Entscheidung aber nicht, denn sie spiegelt das derzeitige Umdenken in der Musikindustrie wieder, dass das Freemium-Modell finanziell nicht überlebensfähig ist.

Kostenlose und Werbefinanzierte Angebote wie YouTube, Spotify und Pandora reichen einfach nicht aus, erklärte Lucian Grainge, CEO der Universal Music Group gegenüber Re/Code. Stattdessen will das Unternehmen die Verbreitung von kostenpflichtigen Abos vorantreiben. Das bedeutet, dass mit neuen Strategien experimentiert werden muss, um Geschäftsfelder zu finden, für die der Kunde zu zahlen bereit ist. Kevin Kelleher, CFO bei Sony Music hat gegenüber dem Wall Street Journal erklärt, dass das Unternehmen die Unterstützung für kostenlose Streaming-Angebote überdenken will und auch Warner Music Group CEO, Stephen Cooper, ist der Meinung, dass kostenlose Musik-Services mehr Nutzer in zahlende Abonnenten konvertieren müssen. Woher dieses Umdenken allerdings so plötzlich kommt, ist nicht ganz klar, denn an sinkenden Zahlen kann es eigentlich nicht liegen. Der Umsatz ist bei den Downloads im vergangenen Jahr zwar um 12 Prozent zurück gegangen, konnte aber durch einen Zuwachs von gewaltigen 74 Prozent beim Streaming ausgeglichen werden. Dass dieser Kurswechsel auch innerhalb der Branche nicht ganz unumstritten ist, wird im Übrigen durch den Weggang mehrerer hochrangiger Mitarbeiter bei Universal sehr deutlich.

Mo Money, Mo Problems

Aus diesem Umdenken könnte sich ein großes Problem für Spotify ergeben. Denn bisher hat CEO Daniel Ek immer wieder betont, wie wichtig die kostenlose Option für das Unternehmen ist und dass sie quasi wie eine Einstiegsdroge funktioniert, denn 80 Prozent der 15 Million zahlenden Abonnenten haben zuvor kostenlos Musik über Spotify gehört. Sollten die Plattenfirmen jetzt allerdings drastisch gegen das Freemium-Modell vorgehen, dürfte sich das ziemlich schlecht auf das Wachstum von Spotify auswirken. Das Unternehmen hat mehrfach betont, dass es aus Sicht des Unternehmens keinen Sinn ergibt, eine kostenlose Option abzuschaffen, die sich darin bewährt hat, Nutzer zum Bezahlen zu bewegen, wenn es nach wie vor kostenlose Angebote wie YouTube und illegale Kanäle gibt.

YouTube hat zwar deutlich mehr Nutzer als Spotify, diese konsumieren allerdings nicht alle nur Musik-Clips und wirklich nutzerfreundlich ist die Videoplattform zum Musik-hören auch nicht gerade. Daran arbeitet Google zwar auch, allerdings ist der Service dann nicht mehr kostenlos. Doch YouTube und Filesharing sind in diesem Fall ohnehin nicht die größten Probleme und Konkurrenten Spotifys, sondern Apple. Und wenn Apple nur eine kostenpflichtige Option bietet, die dafür dann aber auch noch etwas günstiger macht als die Konkurrenz, gerät das schwedische Unternehmen ziemlich unter Druck. Wobei der Preiskampf wohl weniger dramatisch wird, als ursprünglich vermutet – Apple ist auf Druck der Plattenfirmen inzwischen von den anvisierten 5 Dollar pro Monat abgerückt und peilt nun einen Preis zwischen 8 und 10 Dollar an. Ob das allerdings eine gute Nachricht für die Künstler ist, muss sich erst noch zeigen.

Es ist nicht schwer vorherzusagen, dass das Angebot von Spotify in einem Jahr deutlich anders aussehen wird, als heute. Das Unternehmen wird sich dem Druck der Konkurrenz und der Plattenindustrie irgendwie beugen müssen. Ideen dazu gibt es ja genug. Werbung alleine reicht allerdings ganz offensichtlich nicht, um genug Einnahmen zu verzeichnen, die sowohl Labels als auch Künstler zufrieden stellen. Das wiederum dürfte für Taylor Swift sicher wie Musik in den Ohren klingen, die ja bekanntlich im vergangenen Jahr in einem Blogpost verkündet hat, dass Musik ihrer Meinung nach nicht kostenlos sein sollte. Nachdem sie dann auch noch medienwirksam ihre Musik von Spotify zurückgezogen hat, hat sie quasi die Chefetagen der Major Labels aufgeweckt und den Umdenkprozess in Gang gesetzt. Mit Apple hat man nun einen mächtigen Verbündeten ins Boot geholt, der bei der Umsetzung des neuen profitablen Plans eine Schlüsselrolle spielen soll. Ob es auf diese Art allerdings gelingen kann, die Bestrebungen im Internet, Musik kostenlos konsumieren zu können, ein für alle Mal beendet werden können, darf angezweifelt werden.


Image (adapted) „Day 242 / 365 – Apple guitar sign (Prepping for their September 1 event)“ by Anita Hart (CC BY-SA 2.0)


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Was deutsche Ingenieure von Apple lernen können

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Apple verkauft viel mehr als nur Produkte – der Kunde wird Teil eines Kosmos. Die Konkurrenz scheint das nicht zu begreifen. // von Gunnar Sohn

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Das Online-Magazin „Business Insider“ wartet mit einer kleinen Quiz-Frage auf, die selbst Kenner der Technologiebranche aus dem Stegreif nicht korrekt beantworten können. Welches Apple-Produkt wächst am stärksten? Wer jetzt an iPhone oder iPad denkt, liegt falsch. Im E-Commerce über iTunes, iBooks und den App-Store erreicht der Cupertino-Konzern Rekordzahlen. So legte der Verkauf von Nicht-Apple-Produkten im ersten Quartal 2014 um 19 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar zu. Auf das gesamte Jahr gerechnet kommt man auf über 16 Milliarden Dollar – da schrumpfen selbst E-Commerce-Ikonen wie Zappos mit einem Jahresumsatz von zwei Milliarden Dollar zu Zwergen.

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#rp13: APP-laus für die fleißigen Entwickler

Heute beginnt die re:publica und in der siebten Ausgabe der beliebten Digitalkonferenz gibt es zum ersten mal eine breite Palette an Apps, die einem helfen, die Übersicht zu behalten.

rp13-Apps (Bild: Tobias Schwarz, CC BY-SA 3.0)

Dieses Jahr werden über 450 Sprecherinnen und Sprechern insgesamt 263 Vorträge, Diskussionen und Workshops leiten, verteilt auf 11 Bühnen. Aber wir wollen uns nicht beschweren, denn wir haben es ja so gewollt. Und mit diversen Apps wird es in diesem Jahr sogar sehr einfach, den Überblick zu behalten – stilecht mit dem Smartphone natürlich.

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Google Now: Update der Google-Suche für iOS

Seit dem iPhone 4S ist Siri, der Sprachassistent für iOS erhältlich und sorgt neben Hilfestellung auch immer wieder für Belustigung. Googles Idee eines Smartphone-Assistenten, Google Now kommt zwar deutlich weniger humoristisch daher, ist nun aber auch offiziell für iPhone und iPad erhältlich.

googlenowios

Zusammen mit der Veröffentlichung von Android 4.1 hat Google auch seine eigene Vorstellung eines persönlichen Assistenten für Smartphones und Tablets unter dem Namen Google Now vorgestellt. Dieser funktioniert grundlegend anders als Apples Siri, da das Nutzungsverhalten viel stärker analysiert wird und Informationen oder Hilfestellung nicht nur auf Anfrage präsentiert werden. Bisher war Google Now ausschließlich Android-Geräten vorbehalten – vor ein paar Wochen sind aber bereits erste Anzeichen aufgetaucht, dass Google auch an einer iOS-Umsetzung arbeitet. Diese ist heute nun mit dem Update der Google-Suche auf Version 3.0 von Apple freigegeben worden und im iTunes-Store gelandet.

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Der große Verlierer des iOS 6-Maps-Chaos ist: Nokia

Als Apples iOS-Maps floppten und Google sich lächelnd zurückgelehnte, war die Zeit reif für einen Dritten – Nokia. Doch die haben das Machtvakuum nicht genutzt.

Der große Verlierer des iOS 6-Maps-Chaos ist: Nokia

Es hat ein wenig gedauert bis sie da war, aber schlussendlich schlug das Release der Google-Maps-App für iOS, am Mittwoch-Abend, dann doch ein wie eine Bombe. Binnen weniger Stunden kletterte die Applikation ganz nach oben in die iTunes-Charts. Die Bewertungen waren grandios. Fast ausschließlich fünf Sterne wurden da vergeben. Das lässt nicht nur Apple blöd aussehen. Der größte Loser dürfte wohl Nokia sein. Die haben es nämlich nicht verstanden, in dem Gerangel, das Machtvakuum für sich zu nutzen.

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„Unser-Sandmännchen“-App – ein Evergreen goes mobile

Das Sandmännchen beschreitet digitale Wege. Eine App zur Sendung bringt den Sandmann auf das Smartphone und den Tablet-PC.

unser sandmännchen

Nun muss man selbst im Urlaub nicht auf das Sandmännchen verzichten, denn die täglichen Folgen werden in der Applikation bereits um 18 Uhr, eine Stunde vor dem Sendetermin im rbb, dem MDR und KiKa, ausgestrahlt. Dazu gibt es viele kleine Features und Funktionen zu entdecken, wie z.B. den Intro-Song in diversen Weltsprachen. Ein Blick hinein lohnt sich.

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Blux Camera – eine Foto-App die spricht

Eine neue Foto-App macht von sich reden. Blux Camera ist seit dieser Woche im iTunes-Store und ein starker Konkurrent für Camera+ und ProCamera.

Blux Camera

Intuitiv soll eine App sein. Handgriffe sollen vereinfacht werden. Das ist es, was man sich von guten Applikationen erhofft und was als Indikator für ein Erfolgsprodukt verstanden werden darf. Blux Camera vereint diese Attribute, nutzt bereits vorhandene Innovation und ergänzt sie um ein paar Features. Wir haben uns die iOS-App mal angeschaut und vergeben eine deutliche Empfehlung.

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O`zapft is! – Oktoberfest Manager zur Wiesn spielen

Gestern haben die Wiesn begonnen. Wer nicht dabei sein kann, der darf mit dem „Oktoberfest Manager“ das Spektakel auf dem iPad nachspielen.

Ja, die Wiesn. Für die einen das Highlight des Jahres. Für die anderen ein Inferno an schlechten Sitten und ein einziges Saufgelage. Wir wollen uns in diese Diskussion nicht einmischen, aber wir wollen gerne den aktuellen „Oktoberfest Manager“ vorstellen. Eine Simulator-App, die zum „Bessermachen“ einlädt – oder eben nicht.

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Eisenhower-App: Zeitmanagment nach der Eisenhower-Methode

Ein gutes Zeitmanagment und einen Überblick seiner täglichen Aufgaben zu haben, ist unabdingbar für eine effiziente Arbeitsweise.

eisenhower appJeder hat da so seine eigenen kleinen Tricks und Methoden seine täglichen To-dos zu organisieren. Einige nutzen das Pareto-Prinzip, andere die ABC-Analyse. Wiederum andere schwören auf die Eisenhower-Methode, die die zu erledigende Aufgaben in vier Quadranten einteilt: wichtig und nicht wichtig, sowie dringend und nicht dringend. Diese vier Quadranten werden in einer Matrixform gegenübergestellt und helfen bei der Prioritätensetzung.

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Amazing Alex: Rube-Goldberg-Maschinen aus dem Hause Rovio

Angry Birds war gestern. Rovio kommt mit einem neuen Spiel um die Ecke und setzt dabei auf die Faszination der Rube-Goldberg-Maschinen. Jenen einfallsreich ausgetüftelten Installationen die abgefahrene Kettenreaktionen auslösen. Es gibt 100 Levels zu erklimmen und wem das nicht reicht, der darf auch selber ausgefallene Spielverläufe erstellen.

Kettenreaktionen erwünscht

Die Neuerscheinung Amazing Alex ist von langer Hand geplant, denn das Game ist heißbegehrt im letzten Jahr von Rovio gekauft worden. Der damalige Name war Casey’s Contraptions und damals schon ein Verkaufsschlager. Jetzt nach einem Jahr im Rovio-Lab haben wir allerdings noch einiges mehr zu bestaunen.

Amazing AlexDer Spielverlauf ist nicht sonderlich kompliziert. Alex ist der Kurator des Spieles, der dir Aufgaben stellt. Er gibt dir verschiedene Geräte und Werkzeuge in die Hand, die du in Reihe schaltest, um mithilfe ausgefallener Installationen, Bälle in Körbe oder Luftballons unter Regale zu manövrieren. Ist Objekt A am Ende bei Objekt B ist das Level gewonnen.

100 Levels warten somit auf dich, die es zu bestreiten gibt. Wer dann noch Lust hat, darf auch selber Level kreieren und diese an seine Freunde teilen.
Amazing Alex ist seit heute im iTunes Store erhältlich und kostet 0,79 Euro für das iPhone und 2,39 Euro für das iPad.

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Cardagram – Postkarten per Smartphone verschicken (+ Verlosung)

cardagramDie Smartphone-App Cardagram ist (nach Postagram) eine der ersten, die aus Smartphone-Fotos echte Postkarten erstellt und per Click in die ganze Welt verschickt. Dabei können auch bereits vorhandene Bilder von Facebook, Instagram oder Handyalben verwendet und einfach mit einem individuellen Text versehen werden. Hat man das Design bestimmt, drucken die Entwickler die übertragenen Postkarten und verschicken sie an die bevorzugten Empfänger. Innerhalb Europas in maximal vier Arbeitstagen.

Die App wird voraussichtlich in wenigen Tagen als deutsche Version für das iPhone erhältlich sein, für Android folgt die Version in den Tagen darauf. Der Download der App ist kostenlos, für die Versendung der Karte muss man nur 0,99 Cent zahlen. Die Zustellung ist dann natürlich inklusive. Durch Cardagram spart man sich nicht nur das lästige Briefmarkensuchen und vereinfacht das Senden von Postkarten aus dem Urlaub, man kann mit Sicherheit auch damit rechnen, dass eine Postkarte mal während der Urlaubszeit ankommt und nicht wie so oft tagelang durch Gegend irrt.

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3 Retro-Spiele für dein iPhone und iPad zum halben Preis

3 Retro-Spiele für dein iPhone und iPad zum halben Preis

Retro-Spiele von Kairosoft haben einen besonders guten Ruf. Zum einen sind sie cool designed und zum anderen sind diese kleinen Zeitfresser einfach spaßig. Das lässt sich die App-Game-Schmiede auch was kosten. Im Normalfall zahlt man für eine dieser kleinen Entwicklungen bis zu 3,99 Euro. Aktuell gibt es jedoch drei Spiele zum halben Preis im iTunes App-Store. Welche das sind, präsentieren wir euch hier.

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Gabi – eine iPhone-App wertet Facebook-Aktivitäten aus

Gabi LogoEs gibt nicht Wenige auf Facebook, die Ihren Freunden und Followern Links, Filme und Bilder etc. präsentieren und somit die Rolle des Kurators einnehmen. Das ist gewollt. Gerade Menschen, die sich beruflich mit dem Web oder dem Produzieren von Inhalten beschäftigen, können auf diese Weise in aller Munde bleiben und sich stetige Resonanz sichern. Anders, als es bei Facebook-Pages möglich ist, kann man allerdings mit dem privaten Account keine Statistiken anfertigen. Eine App mit dem ungewöhnlichen Namen Gabi soll das jetzt ändern.

Gabi versteht sich darauf eine Nische zu bedienen, die bisher keiner für sich entdeckt hat. Die App, die von den beiden Berlinerinnen Gabriel Palomino und Stefanie Hoffmann entwickelt wurde, wertet die Resonanz auf gepostete Statusmeldungen, Fotos und vieles mehr im persönlichen Freundeskreis aus. Außerdem gibt sie einen Eindruck was dieser gerade so postet und erstellt ein Ranking der am häufigsten geteilten Inhalte aller Buddys. Alles in allem ein sehr umfangreiches Tool, nicht nur für Statistikliebhaber.

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WhoSampled: Cover-Versionen beliebter Songs entdecken

WhoSampledManchmal hört man einen Song und weiß ganz genau, dass dieser gecovert wurde. Doch von wem war das Original? Was der geneigte Musikfan nicht mehr weiß, ist WhoSampleds täglich Brot. Denn die App hat eine riesige Musikbibliothek im Hintergrund, die sie nach der Komposition abfragt.

Gleichzeitig erhält man auch noch Spezialwissen, welches den Nutzer glänzen lässt. Wie viele Remixes gibt es von dem Stück? Wie viele Cover-Versionen? Und wie oft wurde der Song bereits gesampled? Alles Fragen auf die WhoSampled seit einigen Tagen eine Antwort gibt. Nicht zuletzt auch mit Hilfe einer intuitiven Suchfunktion. Doch auch die eigene Musikbibliothek auf dem iPod, iPhone oder iPad kann durchleuchtet werden. Dafür muss man sich nur im WhoSampled-Dienst anmelden – entweder per Anmeldedaten oder Facebook-Login.

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