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Dota2 Weltmeister besiegt von der KI „Five“

Künstliche Intelligenz besiegt Dota2 Champions.

Das Online-Spiel Dota2 ist neben League of Legends eines der beliebtesten und komplexesten MOBA-Games unserer Zeit. Die jährlichen Championships sind mit über 25 Millionen US-Dollar Gewinn dotiert. Diesen riesigen Preis nahm im letzten Jahr, in der Saison August 2018, das Team OG mit nach Hause. Doch nun musste sich das Team in einem Freundschaftsspiel gegen einen Gegner beweisen, mit dem sie nicht gerechnet hatten: Einer künstlichen Intelligenz, die in einem best-of-three Match die Weltmeister in die Knie zwang.

OpenAI steckt hinter dem Projekt

Das Unternehmen OpenAI, über dessen KI wir bereits vor einiger Zeit berichteten, tüftelte in den vergangenen Monaten an einer künstlichen Intelligenz, der es möglich sein sollte, die komplexen Spielabläufe von Dota2 zu analysieren und daraufhin eigene Spielzüge zu erstellen. Heraus kam dabei dann die KI „Five“, die insgesamt das Äquivalent von 45.000 Jahren Dota-Erfahrung gespeichert hat. Die Forscher ließen die KI also Spiele mit einer Gesamtlaufzeit von 250 Jahren pro Tag simulieren und aus den Matches lernen.

Dafür musste Dota2 jedoch zunächst angepasst werden. Die KI lernte ganz zu Beginn mit einer sehr abgespeckten Version des Originaltitels und lernte über die Zeit immer mehr Komponenten, wie verschiedenste Attacken, Ausrüstungen und Champions in die Kalkulationen aufzunehmen. Trotzdem fand das Match von Five gegen OG letztendlich nicht unter den klassischen Bedingungen statt. Die Reaktionszeit von Five musste ein wenig heruntergeschraubt werden, das wäre ansonsten aufgrund der motorischen Fähigkeiten der Menschen dem Team OG gegenüber nicht fair gewesen. Außerdem musste die KI auf Items verzichten, die die Minions im Spiel kontrollieren. Dass eine KI besser micromanagen kann als jeder Mensch, sahen die Entwickler als gegeben und somit unfair an. Five konnte hingegen noch immer nicht mit allen Champions umgehen, weswegen nur eine geringe Anzahl Charaktere zur Auswahl standen.

Wie verlief das Spiel?

Wer sich selbst noch einmal die Matches ansehen möchte, der kann das hier tun. Zusammenfassend kann man aber sagen: Five hat seinen Zweck erfüllt. Auch wenn die künstliche Intelligenz im ersten Spiel gegen OG relativ lange brauchte, um ihre im Spiel gewonnenen Vorteile in einen handfesten Sieg zu verwandeln. Das zweite Spiel dauerte dann nicht einmal halb so lang und dieses Mal hatte OG wenig Chancen, gegen Five anzukommen. Bereits nach 15 Minuten standen die Five-Bots vor den Toren der OG Base und fünf Minuten später war das Match gewonnen.

Doch den Profis aus dem menschlichen Team fielen einige Schwächen der KI auf, die sie im Verlauf des Turnieres zu ihrem Vorteil nutzten. Five hat Schwierigkeiten damit, Gold zu farmen, was aber ein wichtiger Bestandteil ist, um im Spiel Items kaufen zu können. Stattdessen ist die KI zu sehr auf Spielzüge gegen die Gegner fokussiert. Darüber hinaus sind einige der Feinheiten des Spiels für den künstlichen Gegenspieler schwer zu verstehen. Five hat Schwierigkeiten mit unsichtbaren, sprich plötzlich auftauchenden Gegnern, umzugehen und kommt um Schilder, die von den Spielern aufgestellt werden, einfach nicht herum. Und damit treffen wir hier wieder auf die Grenzen der künstlichen Intelligenz. Sie mag 600 Menschenleben an Erfahrung im Dota2-spielen haben, aber sie kann nicht mit unvorhergesehenen Aktionen umgehen. Vor jedem Spielzug, den sie so noch nicht erlebt hat, bleibt die KI stecken.

Five für kurze Zeit für alle zugänglich

Für drei Tage konnten auch normale Spieler auf der ganzen Welt versuchen, gegen Five in einem Match zu bestehen. Dafür musste man sich allerdings vorher registrieren. Wer genug davon hat gegen die KI zu verlieren, dem sollte es auch möglich sein mit ihr zusammen zu spielen. Denn als Teamplayer eignet sich Five nach Angaben der Entwickler überraschend gut.


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Von der Fiktion in die Wirklichkeit: Diese Dinge aus dem Roman QualityLand sind schon Realität

„Come to where the quality is! Come to QualityLand”, sind die ersten Worte aus dem Reiseführer für QualityLand, die uns in Marc-Uwe Klings Bestseller aus 2017 begrüßen. Die in diesem Buch libertär-dystopische Zukunftsversion einer Welt, in der nur noch Gewinnmaximierung und Fortschritt zählt, hat viele Leser regelrecht vor dem Buch gefesselt. Wohl auch aufgrund der gewohnt sympathischen Figuren Klings, die sich oft einem beinahe kafkaesken System gegenübersehen. Erst kürzlich verkündete der Autor selbst auf Twitter, der amerikanische Fernsehprogrammanbieter HBO würde seinen Roman in eine Serie umwandeln. Wir sind in jedem Fall gespannt auf das Endergebnis. Gleichzeitig kommen wir nicht umhin, uns zu fragen: Wie realistisch sind die dystopischen Vorstellungen im Roman? Oder anders ausgedrückt: Wie viel QualityLand steckt in unserer Realität? Wir haben einmal fünf Zukunftstechniken aus QualityLand zusammengetragen, die sich bereits in der Wirklichkeit anbahnen.

Die Zukunft des Online-Shopping

„Exakt in dem Augenblick, als Peter zu Hause ankommt, trifft eine Lieferdrohne von TheShop ein. Über Zufälle dieser Art wundert sich Peter schon lange nicht mehr. […] Wer sich durch nur einen Kuss auf sein QualityPad für OneKiss anmeldet, bekommt fortan alle Produkte, die er bewusst oder unbewusst haben will, zugeschickt, ohne sie bestellen zu müssen.“ (Marc-Uwe Kling, QualityLand, Ullstein Buchverlage GmbH, 2018, Seite 17-18)

Dass Drohnen Pakete liefern ist nicht unbedingt eine Neuigkeit. Amazon arbeitet schon seit geraumer Zeit an einer zuverlässigen Technik, die das Liefern mit Drohnen ermöglichen soll. Drohnen sollen dann den Kunden innerhalb von 30 Minuten ihr Wunsch-Produkt liefern. Auch deutsche Unternehmen wie DHL probieren sich im Moment in Beta-Tests an den Drohnen aus. Wirklich interessant ist aber der zweite Teil des Zitats. Google und Co werten schon heute unser User-Daten aus und auch Onlineshops speichern genau, was wir auf ihren Websites angucken. Aus all diesen Daten lassen sich schon heute sogenannten Predictive Analysen erstellen, die schon jetzt herausfinden können, ob jemand schwanger ist, oder an einer Krankheit leidet. Diese Technik ist natürlich auch für Online-Händler höchst interessant. Sie könnten mit diesen Verhaltens-Analysen vorhersagen, was ihre Kunden wann kaufen wollen.

Online-Shopping wird interaktiver

„Denise guckt ihre Lieblingsserie. Es ist eine alte Show über vier Frauen, die in einer Stadt namens New York leben. „Stopp“, sagt sie, und das Bild friert ein. „Die Bluse von Carrie Bradshaw.“ Auf dem Bildschirm wird die Bluse markiert, die die Schauspielerin trägt. Produktname, Markenname und aktueller Preis bei TheShop […] werden eingeblendet.“ (Marc-Uwe Kling, QualityLand, Ullstein Buchverlage GmbH, 2018, Seite 126)

Nicht nur künstliche Intelligenzen und Predictive Analysen werden das Online-Shopping beeinflussen, sondern auch die Art wie wir einkaufen wird sich verändern. Erst kürzlich integrierte Instagram in den USA ein Bezahlsystem, das es ermöglicht, sofort in der App zu shoppen. Bei Snapchat soll es bald sogar eine Funktion geben, mit der man zum  Beispiel ein Bild von einer Handtasche machen, und sofort Online-Shops vorgeschlagen bekommen kann, wo es diese Handtasche zu kaufen gibt. Die neue Funktion Google Lens für Smartphones schlägt ebenfalls in diese Kerbe. Wenn der User seine Kamera auf Gebäude oder Gegenstände richtet, erkennt Google Lens die Objekte und gibt Informationen und bei Produkten auch Online-Shops vor. Hier sind wir der Idee in QualityLand also schon fast ebenbürtig.

Fokussieren auf die wichtigen Dinge

„Eine neue Frage erscheint auf Sandras Brille: „Möchtest du, dass QualityPartner automatisch Ort und Termin für ein Rendezvous mit deinem Partner ausmacht?“ Sandra fokussiert ihre Pupillen wieder auf „OK“.“ (Marc-Uwe Kling, QualityLand, Ullstein Buchverlage GmbH, 2018, Seite 49)

Es ist vielleicht eher ein kleines Detail, auf das wir uns hier stützen. Aber die Technologie hinter Eyetracking ist einfach zu interessant, um sie an dieser Stelle nicht einmal zu erwähnen. Gerade für Menschen mit eingeschränkten motorischen Fähigkeiten durch Alter, Unfälle oder Behinderung gibt es schon heute technische Geräte, die sich komplett mit der Eyetracking-Technologie steuern lassen. Ein Beispiel gefällig: Der Tobii Eye Tracker 4C ist ein Gerät, das für 150 Euro online gekauft und dann mit einem PC mit Windows 10 verbunden werden kann. Das längliche Board erkennt anhand von Infrarot-Strahlen, wie sich die Augen des Benutzers bewegen und ermöglichen Laut Test der COMPUTER BILD eine komplette Benutzung der Windows Oberfläche, nur mit den Augen.

KIs übernehmen die Kunstszene

„Ich bin Kalliope 7.3. Die weltbekannte E-Poetin. Verfasserin des erfolgreichen historischen Romans „Die Praktikantin und der Präsident.“ […] „Es ist Ihnen vielleicht auch bekannt, dass schon seit geraumer Zeit die erfolgreichsten Romane von E-Poeten verfasst werden, also von künstlichen Intelligenzen, die die marktkonformste Zusammenstellung von Wörtern ausrechnen?“ (Marc-Uwe Kling, QualityLand, Ullstein Buchverlage GmbH, 2018, Seite 65)

Wir berichteten vor Kurzem von AICAN, der ersten KI, die eigenständig Gemälde erstellt und diese für bis zu 18.000 US-Dollar verkauft. So weit hergeholt ist die Idee hinter Kalliope 7.3 also nicht. Denn auch aus der Welt der Literatur gibt es inzwischen schon einige KIs, die ihre Fähigkeiten als „E-Poeten“ unter Beweis stellen wollen. Der Autohersteller Lexus ließ sich vor Kurzem zum Beispiel das Drehbuch für seinen Werbespot von einer künstlichen Intelligenz schreiben. Auch die KI der Firma OpenAI versucht sich jetzt an kreativen Geschichten, und damit ist sie erfolgreicher, als die meisten anderen ihrer Art. Trotz all diesen Fortschritten stehen künstliche Intelligenzen, die kreativ sein sollen, aber noch vor einigen Herausforderungen, wie wir bereits einmal erörtert haben. Auf eine ausgeklügelte KI wie Kalliope 7.3 müssen wir also noch ein wenig warten. Diese leidet im Buch übrigens an einer Schreibblockade, übernimmt also sogar menschliche Fehler.

Autos übernehmen bei Unfällen

„Als sich Peter Arbeitsloser in einem autonomen Fahrzeug auf dem Weg nach Hause befindet, beginnt er eine Unterhaltung mit der KI des Autos. Diese teilt ihm mit, dass sie bei Autounfällen selbst die Kontrolle übernimmt und ausrechnet, welcher Ausgang des Unfalls den kleinstmöglichen Schaden verursachen würde. Daraus resultiert die KI: „Eine Maschine reagiert viel schneller und hat Zeit für genau diese komplexe Überlegung. Für uns beinhaltet fast jeder Unfall eine moralische Entscheidung.“ (Marc-Uwe Kling, QualityLand, Ullstein Buchverlage GmbH, 2018, Seite 154)

Ja, auch in diese Richtung wird im Moment schon geforscht. In einem Experiment des nature-Wissenschafts-Magazines wurde getestet, wie sich autonome Autos im Falle eines Unfalls verhalten würden. Wie sie sich zum Beispiel entscheiden würden, wenn entweder die Insassen des eigenen Fahrzeuges sterben müssten, oder drei Rentner, die die Straße gerade überqueren. In dem Experiment versuchten die Wissenschaftler zu analysieren, welche Moralvorstellungen überhaupt in die KIs implementiert werden sollten. Sie fanden heraus, dass Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen auch unterschiedliche Moralvorstellungen vertreten. Diese einer künstlichen Intelligenz beizubringen dürfte eine große Herausforderung der Zukunft sein.

Es ist erstaunlich zu sehen in welchem Tempo sich im Moment die Technik weiterentwickelt. Dabei kommen wir der Fiktion des Sci-Fis und fiktionalen Zukunftsszenarien aus allen Genres immer näher. Bei der Recherche wurde ich selbst ein wenig überrumpelt, wie viele Dinge aus dem Roman von Marc-Uwe Kling inzwischen schon in der Realität auffindbar sind. Dass die technische Revolution in der Zukunft unseren Alltag umkrempeln wird, dessen sind sich viele sicher. Bleibt zu hoffen, dass wird dafür, anders als die Charaktere in QualityLand, nicht unsere Demokratie und Freiheit aufgeben müssen.

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Huawei P30 lite: Günstige Alternative zum Pro mit Triple-Kamera und KI

Huawei P30 lite

Nur wenige Tage nach der Vorstellung des Huawei P30 und P30 Pro, bekommt die Smartphone-Familie Zuwachs. Das Huawei P30 lite kostet deutlich weniger, bietet aber trotzdem viele Features der Top-Geräte.

Eine Triple-Kamera mit KI für die Mittelklasse

Mit eine Preis von rund 370 Euro zählt das Huawei P30 lite zur gehobenen Mittelklasse im Smartphone-Markt. Dennoch ist eine Triple-Kamera mit drei Objektiven in diesem Preisbereich noch keine Selbstverständlichkeit. Die Triple-Kamera setzt sich dabei zusammen aus einer Weitwinkelkamera mit 48-Megapixel-Sensor, eine Ultraweitwinkelkamera mit 8-Megapixel-Sensor und einer Kamera mit 2-Megapixel-Sensor. Letztere ist nur für das Bokeh zuständig. Eine weitere Brennweite bietet sie nicht. Damit verfügt das P30 lite über weniger Brennweiten-Optionen als die teureren P30-Modelle.

Dagegen sind ein Nachtmodus sowie eine Super-Slow-Motion-Funktion, die 16-fache Zeitlupen in UHD ermöglicht, mit an Board. Für eine möglichst korrekte Belichtung selbst unter schwierigen Lichtbedingungen soll wie auch bei den beiden anderen P30-Geräten eine Künstliche Intelligenz (KI) sorgen. Sie erkennt Szenerien und Motive und nimmt dann Einstellungen vor, die über die herkömmliche Motivautomatik hinaus gehen. 

Auch in der Frontkamera des Huawei P30 lite kommt KI zum Einsatz. Dort soll sie vor allem zu Porträtaufnahmen mit möglichst exakter künstlerischer Hintergrundunschärfe verhelfen. Aufgenommen werden Bilder und Videos mit einer Auflösung von 24 Megapixeln.

Großes 6,1-Zoll-Display und hohes Alltagstempo

Während im P30 und P30 Pro OLED-Displays für besonders kräftige Farben sorgen, kommt im Huawei P30 lite ein günstiges LC-Display mit 6,15-Zoll-Diagonale zum Einsatz. Hell und brillant genug dürfte es aber trotzdem sein. Mit einer FHD+-Auflösung von 2.312 x 1.080 Bildpunkten und einer Pixeldichte von 415 ppi löst es auf jeden FAll scharf auf. Das Display füllt die Vorderseite fast vollständig aus, wenn auch mit etwas mehr Rand als bei den anderen P30-Geräten.

Im Huawei P30 lite ist außerdem ein Mittelklasse-Prozessor verbaut, der Kirin 710 aus eigenem Hause. Dieser ist nicht so leistungsstark wie der Kirin 980 im P30 Pro. Aber zusammen mit den vier Gigabyte Arbeitsspeicher erwarten wir ein völlig ausreichend schnelles Arbeitstempo für Alltagsaufgaben und einfache Spiele. Bedient wird das Gerät über Android 9 Pie und Huaweis Oberfläche EMUI 9.0.1.

Die 128 Gigabyte des Systemspeichers sind durch eine MicroSD-Speicherkarte um bis zu 512 Gigabyte erweiterbar. Ferner bietet das P30 lite Platz für zwei Nano-SIM-Karten.

Den nötigen Strom für das Ganze liefert ein 3.340 mAh großer Akku. Dieser kann über USB-C mit Quick Charge geladen werden. Huawei verspricht dabei bis zu 21 Stunden Sprechzeit. Ein Fingerabdrucksensor rundet die Ausstattungsliste ab.

Marktstart im Mai für das Huawei P30 lite

Ab dem 8. Mai wird das Huawei P30 lite in Deutschland für 370 Euro in den Farben Peacock Blue, Midnight Black und Pearl White erhältlich sein. Vorbesteller bekommen außerdem die Huawei FreeBuds gratis dazu, wenn sie das Smartphone zwischen dem 24. April und dem 7. Mai kaufen.

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Huawei P30 Pro: Super-Smartphone mit fünffachem Tele-Zoom vorgestellt

Huawei P30 Pro in Breathing Crystal

Mit dem Dreifach-Zoom des P20 Pro und Mate 20 Pro war Huawei bislang schon spitze – kein Smartphone kommt ohne digitale Effekte näher ans Motiv heran. Weder Samsung noch ein anderer Hersteller hat die Zeit genutzt, daran vorbeizuziehen. Nun legt Huawei selbst eine Schippe drauf. Das jetzt vorgestellte Huawei P30 Pro erweitert die Standard-Brennweite um das Fünffache. Für ein 125-Millimeter-Tele-Objektiv mit guter Qualität musste man bisher noch zu einer Kompaktkamera greifen. Doch anders als diese bleibt das Mobiltelefon von Huawei genauso dünn wie andere auch. Dies erreicht Huawei durch den Einsatz eines Prismas. Doch das ist nicht die einzige Neuheit beim neuen Android-Stern am Smartphone-Himmel.

Neuer Sensor setzt mit ISO 409.000 Maßstäbe in der Low-Light-Fotografie

Darüber hinaus hat sich Huawei die bewährte Bauweise von Bildsensoren vorgeknöpft und umgekrempelt. Anstelle des sonst üblichen Bayer-Filters mit den Primärfarben Rot, Grün und Blau (RGB) verwendet Huawei eine Architektur, in der eine gelbe statt grüne Schicht mehr Licht durchlässt. Dadurch lässt sich die Empfindlichkeit bei schlechtem Umgebungslicht deutlich steigern, ohne dass das Rauschen gleichermaßen zunimmt. Den wahnwitzigen ISO-Wert von 409.600 können Nutzer des P30 Pro in der Kamera-App anwählen – so viel traut Huawei dem neuen Modell. In der Praxis dürfte allerdings weiterhin ein deutlich niedriger Wert empfehlenswert sein.

Statt drei Kameras verbaut Huawei auf der Rückseite erstmals ein Quartett. Die vierte Kamera bietet allerdings keine weitere Brennweite, sondern misst mit dem leistungsstarken Time-of-Flight-Verfahren (ToF) den Abstand zum Motiv. Das soll ein besonders akkurates Bokeh bei Porträts simulieren. Auch Samsung will im Galaxy S10 5G eine ToF-Kamera einbauen. Huawei kommt dem Rivalen nun zuvor.

Die Kamera-Daten des Huawei P30 Pro im Überblick:

  • Ultraweitwinkel (16 Millimeter, F2.2) mit 20 Megapixel, 
  • Standardweitwinkel (27 Millimeter, F1.6) mit 40 Megapixel
  • Telebrennweite (125 Millimeter, F3.4) mit 8 Megapixel
  • Time-of-Flight-Kamera für Bokeh-Berechnung
  • Frontkamera (28 Millimeter, F2.0) mit 32 Megapixeln

Um aus der unverändert miniaturhaften Kamera-Hardware eine gute Bildqualität heraus zu holen, setzt Huawei weiterhin auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Beispielsweise für Porträts im Gegenlicht oder Schwachlicht sorgt eine KI-gestützte HDR-Funktion dafür, mehrere Bilder in schneller Folge aufzunehmen und für mehr Dynamikumfang übereinanderzulegen. Auch Videoaufnahmen mit dem Tele-Objektiv soll die KI viel besser stabilisieren als herkömmliche Verfahren. Apropos Video: Die Rechenleistung des Huawei P30 Pro ist stark genug, um mit der Ultraweitwinkel- und der Tele-Kamera für mehr Schnittmaterial zwei Videos parallel aufzunehmen. Dual-View-Modus nennt Huawei diese Funktion. Im Test von DxOMark Mobile überzeugt das Huawei P30 Pro als derzeit bestes Kamera-Smartphone.

Display nur in Full-HD, Lautsprecher im Bildschirm

Bei der Display-Auflösung entscheidet sich Huawei nicht für das maximal Machbare, sondern belässt es bei konservativem Full-HD+ (2.340 x 1.080 Pixel). Mit einer Pixeldichte von 400 ppi ist der 6,47-Zoll große Bildschirm dennoch sehr fein strukturiert. Angesichts eines OLED-Panels ist von kräftigen und brillanten Farben auszugehen.

Huawei P30 Pro und P30 Display-Vergleich
Das Display des Huawei P30 Pro (links) misst 6,5 Zoll, das des P30 (rechts) 6,1 Zoll in der Diagonale. Image by Huawei.

Wie gehabt bedeckt das Display fast die ganze Vorderseite des Smartphones, die Frontkamera findet in einer tränenförmigen Kerbe am oberen Rand Platz. Um Rand einzusparen verzichtet Huawei auf einen Telefon-Lautsprecher und ersetzt diesen durch eine Akustik-Display-Technologie mit schwebendem In-Display-Lautsprecher. Der Fingerabdrucksensor befindet sich ebenfalls erneut unter dem Deckglas des Displays. Trotzdem ist Gehäuse wegen der aufwendigen Kamera-Konstruktion mit zehn Millimetern Dicke nicht ganz so schmal wie üblich.

Top-Prozessor, starker Akku

Im „Maschinenraum“ setzt Huawei auf den Top-Prozessor aus eigenem Hause, den Kirin 980. Ihm stehen zwei NPU für KI-Berechnungen und üppige 8 GB RAM zur Seite. Ihre Daten legen Nutzer wahlweise auf 128 GB oder 256 GB internen Speicher ab. Erweitern lässt er sich mit einer Karte in Huaweis eigenem Format Nano Memory.

Huawei P30 Pro in Aurora, Black, Breathing Crystal, Amber Sunrise
Das Huawei P30 Pro ist in vier Farben erhältlich: Aurora, Black, Breathing Crystal und Amber Sunrise.

Mit Energie versorgt das Huawei P30 Pro ein 4.200 mAh starker Akku. Das ist im Vergleich an sich schon viel für ein Oberklasse-Smartphone. Doch zusätzlich lässt der Energiespeicher sich auch besonders schnell aufladen, weil Huawei ein 40-Watt-Netzteil in den Karton packt.

Huawei P30 (ohne Pro) als günstige Alternative

Wer nicht das Beste vom Besten braucht und weniger Geld ausgeben möchte, findet im Huawei P30 eine Alternative. Die Einbußen sind überschaubar. Dem P30 fehlt die ToF-Kamera und der Fünffach-Zoom. Außerdem fallen das Display mit 6,1 Zoll und der Akku mit 3.650 maA etwas kleiner aus. Statt 8 GB unterstützen den Prozessor 6 GB RAM. Der interne Nutzerdaten-Speicher ist auf 128 GB begrenzt.

Huawei P30 in Aurora, Black und Breathing Crystal
In drei Farben ist das Huawei P30 ab April erhältlich: Aurora, Black und Breathing Crystal. Image by Huawei

Preis und Verfügbarkeit

Das Huawei P30 Pro und P30 starten im April 2019 in den Handel. Die 128-GB-Version des P30 Pro ist für 999 Euro und wie das P30 in den Farbvarianten Black, Amber Sunrise, Breathing Crystal und Aurora zu haben. Die Pro-Variante mit 256 GB ist nicht in Amber Sunrise erhältlich und kostet 1.099 Euro. Für 749 Euro erscheint das Huawei P30. Alle Modelle sind als Single- oder Dual-SIM-Varianten verfügbar. Wer eines der neuen Geräte zwischen dem 26. März und 4. April vorbestellt, erhält den Alexa-Lautsprecher Sonos One als Bonus. Günstiger als das P30 (Pro) ist übrigens das P30 lite, das Huawei inzwischen vorgestellt hat.

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Die künstliche Intelligenz, die ein Künstler war

Was hat der kulturell versierte Geschäftsmann von heute in seiner Wohnung hängen? Natürlich ein Bild, erschaffen von einer künstlichen Intelligenz. Einer Maschine also, die mit großer Wahrscheinlichkeit selbst nicht so ganz versteht, was sie dort erschaffen hat. Dass Menschen mit Maschinen zusammenarbeiten um Kunst zu erschaffen ist nichts Neues. Auch, dass bei dem kreativen Prozess künstliche Intelligenzen eingesetzt werden, gab es schon vorher. Doch mit der KI AICAN steht uns mit einem Mal eine Maschine entgegen, die ihre Kunstwerke ganz alleine fabriziert.

AICAN mischt die Kunstszene auf

Bereits 2017 hat die künstliche Intelligenz AICAN ihre erste eigene Kunstgalerie in Los Angeles und später auch in Frankfurt präsentiert. Aber nun mal ganz langsam: Wie kam es überhaupt dazu? AICAN wurde im Art and Artificial Intelligence Laboratory erschaffen, von Dr. Ahmed Elgammal. Die künstliche Intelligenz wurde hier mit fünf Jahrhunderten an westlicher Kunst gefüttert und sollte schließlich ihre eigenen Bilder erstellen. Besonders faszinierend war dabei, dass AICAN von selbst erkannte, in welcher chronologischen Reihenfolge die Bilder, die ihm zugeführt wurden, erstellt wurden. So wusste die KI von selbst, dass zum Beispiel die Epoche der Renaissance lange vor der des Impressionismus stattfand.

Was nun die Bilder der künstlichen Intelligenz angeht, so variieren diese in ihrem Stil stark. Für besonderes Aufsehen sorgte nun die New Yorker Contemporary-Art Ausstellung mit dem Titel „Faceless Portraits Transcending Time“, in der AICAN Porträt-Bilder erstellte, die für 3000 bis 18000 US-Dollar verkauft wurden. Die „Menschen“ auf den Bildern sind dabei eher schemenhaft dargestellt, und gehen sehr ins Abstrakte. Ebenfalls sehr interessant ist, dass laut einer Umfrage, durchgeführt von der Conrell University, 75 Prozent der Befragten glaubten, die Bilder von AICAN seien von Menschen gemalt worden.

Die Kunstwelt ist gespalten

Der Einsatz einer solchen KI wirft natürlich viele Fragen in der Kunst-Szene auf. Werden wir irgendwann nur noch die Kunst von künstlichen Intelligenzen betrachten und konsumieren? Müssen wir AICAN vielleicht sogar eine Art „Persönlichkeit“ zusprechen, wenn er/sie/es sich in Kunst ausdrücken kann? Ist AICAN ein vollwertiger Künstler? Es ist zugegebenermaßen interessant zu sehen, welche Interpretationen in die Werke der KI gelegt werden und wie versucht wird, das, was AICAN tut, in Worte zu fassen.

Trotz der Tatsache, dass AICAN mit 500 Jahren Kunstgeschichte gefüttert wurde, erstellt die KI zunehmend abstrakte Bilder. Und das aus dem einfachen Grund, dass AICAN weiß, dass diese Art der Kunst gerade am meisten Anklang in der Welt findet. Die KI hat schließlich nicht 80.000 Bilder umsonst analysiert. AICAN ist also in gewisser Weise auf das ausgerichtet, was wir Menschen gerade interessant finden. Selbst der Erschaffer der KI sagt jedoch, dass er keine Kontrolle über das hat, was AICAN am Ende präsentiert. Die KI ist also wirklich die erste Maschine, die vollkommen autonom kreative Werke erstellt. Aber am besten sollte AICANs Kunst für sich selbst sprechen:

Die Zukunft der kunsterschaffenen KIs

Allerdings sollte man relativieren, wie viel Relevanz tatsächlich hinter AICAN steckt. Natürlich ist es erst einmal etwas total Neues, dass eine KI selbstständig Kunstwerke erschafft. Aber es gibt eben doch noch etwas, was auch dieses fortgeschrittene Programm von einem „richtigen“ Künstler unterscheidet. Echte Menschen sind inspiriert von den Orten, den Menschen und dem sozialen Kontext, in dem sie sich selbst bewegen. Sie interpretieren ihre eigene Außenwelt und verarbeiten sie in Kunst. Das kann AICAN nicht leisten, da die KI ausschließlich in ihrer eigenen Datenwelt existiert.

Dabei ist das Programm von Dr. Elgammal noch für ganz andere Dinge bestimmt. Denn mithilfe dieser KI könnte es in Zukunft möglich sein, Trends in der Kunstszene vorherzusagen. Oder Kunstwerke zu bewerten und einen möglichen Preis zu ermitteln. Letztendlich ist der Handel mit Kunst für viele zu einer guten Einnahmequelle geworden. AICAN könnte potenziellen Kunsthändlern helfen, geeignete Stücke für ihre Sammlung auszuwählen.

Die Entwicklungen rund um künstliche Intelligenzen in der Kunstwelt sind vor allem eines: Unglaublich spannend. Denn noch nie zuvor hat es einen anderen „Creator“, quasi einen „Erschaffer“ gegeben, der nicht menschlich, ja nicht einmal tierisch, sondern künstlich ist. Und der direkt mit den Menschen durch Kunst kommuniziert. Auch, wenn sich AICAN natürlich nicht seiner selbst, oder einer möglichen Bedeutung seiner Kunstwerke bewusst ist. Viele Experten gehen davon aus, dass KIs  in Zukunft eher ein weiteres Werkzeug für Künstler sein werden. Wie ein Fotograf, der heute mit automatischer Bildverbesserung arbeitet. Wie es im Moment aussieht wird der Hype um künstliche Intelligenzen in der Kunst jedoch irgendwann wieder abflauen und die Kunstwelt sich dann wieder in eine andere Richtung weiterentwickeln.


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Out of Office: Über den Wandel der Arbeit

Arbeit verändert sich. Automatisierung und Künstliche Intelligenz führen dazu, dass wir Menschen vielleicht bald gar nicht mehr arbeiten müssen. Oder was anderes machen und das dann Arbeit nennen. Vielleicht kommt es aber auch ganz anders, denn manchmal sind es gerade die Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Wie zum Beispiel die Elektrizität.

Als ich Ende Februar das Hamburger Museum der Arbeit besuchte, war diese Kleinigkeit kurz weg und schon ging kein Gerät mehr. Power is the new Wi-Fi, witzelt man gerne im Berliner St. Oberholz. An diesem Tag führte die Abwesenheit der Elektrizität dazu, dass ich kein Ticket für das Museum kaufen konnte und umsonst in die Ausstellung „Out of Office“ durfte.

Im dritten Stock der 1871 gebauten ehemaligen Fabrik der „New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie“ in Barmbek, wird sich noch bis zum 19. Mai 2019 dem digitalen Wandel der Arbeitswelt angenommen. In 11 Stationen können sich Museumsgäste der Dimension der Veränderung und den damit einhergehenden Diskussionen unserer Gesellschaft widmen.

Wir sind mitten im Wandel – wie immer

1996 konnte der Schachweltmeister Garry Kasparov noch gegen den Schachcomputer „Deep Blue“ gewinnen, ein Jahr später schon nicht mehr. Die Maschine hatte den Menschen besiegt. Heutzutage nutzen wir Künstliche Intelligenz in Übersetzungsprogrammen, für bessere Bilder mit unserem Smartphone und auch, um besser von A nach B zu kommen.

Dies verändert nicht nur unsere Leben, sondern auch, wie wir arbeiten. Technische Entwicklungen gab es aber schon immer in der Arbeitswelt. Sie sind nicht neu und auch Technologien brauchen stets ein bisschen, bevor sie Alltag in Orten der Arbeit werden. Der Wandel, den wir momentan erleben, ist nur der Wandel unserer Zeit. Mehr auch nicht.

Bisher haben wir allerdings den sozialen Aspekten dieses Wandels nicht die Bedeutung eingeräumt, die sie haben. Dabei drehen sie sich vermutlich um die besten Antworten auf den Wandel, wie uns die Geschichte der Technik selbst lehrt. Die Antwort auf die Industrielle Revolution, der letzten großen Veränderung der Arbeitswelt, war nämlich der Sozialstaat.

Das Eisenwalzwerk (Moderne Cyklopen)“ von Adolph von Menzel, 1872 – 1875, Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin

Es braucht Orientierung im Wandel

Anstatt sich also am Technikdiskurs abzuarbeiten, wie das viel zu viele Panik-Bücher verkaufende Autor*innen gerne machen, bedarf es Orientierung in Zeiten des Wandels. Die Ausstellung „Out of Office“, die mit Adolph von Menzels „Das Eisenwalzwerk“ beginnt und mit Fragen nach nötigen Fähigkeiten in der neuen Arbeitswelt endet, schafft dies ganz hervorragend.

Die Ausstellung belehrt einen nicht, sondern schafft auf angenehme Weise, manchmal mit Anekdoten der technologischen Entwicklung, eine Wissensgrundlage zum Thema. Darauf aufbauend werden auch die gesellschaftlich relevantesten Fragen mitgegeben, die es zu klären gibt. Als ich da war, sah ich auch drei intensiv diskutierenden Schulklassen. Ein schönes Bild der Jugend.


Image: „Tagging Robot“ by Banksy, picture alliance, via Stiftung Historische Museen Hamburg)

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Netzpiloten @Rise of AI

Egal ob Autonomes Fahren, Smart Home oder Journalismus – Künstliche Intelligenz wird immer mehr zu einer der beherrschenden Kräfte unseres Lebens. Seit fünf Jahren findet zu diesem Thema nun schon die Rise of AI-Konferenz statt. Am 15. und 16. Mai werden in Berlin wieder rund 800 Teilnehmer, 100 KI-Unternehmen, sowie 60 Speaker erwartet. Die Netzpiloten sind wieder als Medienpartner mit dabei, wenn sich zwei Tage lang alles um die Maschinenintelligenz dreht.

Welche Speaker werden da sein?

Die Eröffnungskeynote zum aktuellen Stand der künstlicher Intelligenz hält Fabian Westerheide von Asgard. Zu den mehr als 60 Speakern zählt auch Telekom CCO Manuela Mackert, die über den ethischen Rahmen für KI referiert. Einblicke aus dem Bundestag zur deutschen KI-Strategie gibt es von Andreas Steier (CDU). Prof. Dr. Moritz Helmstaedter stellt künstliche und natürliche Intelligenz gegenüber. Kann das Gehirn uns besseres Machine Learning beibringen? Und schließlich erklärt uns  Aleksandar Stojanovic wie er mit Deep Data die Welt sicherer machen will.

Welche Themen erwarten euch?

Auf vier Bühnen erwartet euch ein starkes Programm mit diesen Schwerpunkten:

  • Was ist KI und wie bringen wir ihr Moral und Ethik bei?
  • Sollten Regierungen Maschinenintelligenz regulieren?
  • Welchen Einfluss übt sie auf die Gesellschaft und unser Leben aus?
  • Wie schaut das Zusammenleben von Mensch und Maschine auf lange Sicht aus?
  • Finanzen, Versicherung und Banking
  • Fahrzeuge, Logistik und Fabrikation
  • Marketing, Verkauf und Telekommunikation

Und sonst noch?

Die AI World Exhibition, der Ausstellungs-Teil der Rise of AI, lädt zum Netzwerken ein. Mit der Networking App könnt ihr euch an einem der speziellen Meeting-Points treffen. Mehr als 20 Unternehmen warten auf euren Besuch an ihren Ständen. Wer die Rise of AI besuchen möchte, sollte sich schnell ein Ticket sichern. In den vergangenen Jahren waren die Tickets schnell ausverkauft. Ein begrenztes Kontingent vergünstigter Tickets gibt es für Studenten und Wissenschaftler. Wir wünschen euch viel Spaß!

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Die Künstliche Intelligenz scheitert an der Sprache

Von allen Seiten des Internets sieht man gefühlt nur Artikel, die uns davor warnen, wie gefährlich uns künstliche Intelligenz in der Zukunft werden kann. Es geht darum, dass Deep-Learning Techniken letztendlich dazu führen würden, dass Maschinen sich ohne unser Wissen selbst verbessern, bis wir nicht mal mehr verstehen, was genau sie dort lernen. Auch von einem großen Arbeitsplatzverlust, durch das Ersetzen aller möglichen Stellen mit intelligenten Systemen, ist die Rede. Man spricht von „Superintelligenzen“, die in den Augen einiger Autoren die Weltherschafft an sich reißen könnten. Doch sind viele dieser Ansätze realistisch? Sieht so wirklich unsere Zukunft aus? Ein gerade veröffentlichter Artikel der Website MIT Technology Review zeigt ein deutlich „gemildertes“ Bild der künstlichen Intelligenzen von heute. Eines, wo diese noch starke Probleme aufweisen, bei so vergleichsweisen simplen Aufgaben wie dem Interpretieren von Sprache.

Binär-Code ist nicht gleich humanistische Sprache

Die künstlichen Intelligenzen, die heute entwickelt werden, kommunizieren auf einem ganz anderen Level als wir. Wenn sie untereinander kommunizieren, tun sie das durch das Übertragen von Datensätze. Die Daten werden 1:1 von der anderen Maschine gelesen und ausgeführt. Wenn es jedoch darum geht mit dem Benutzer aus Fleisch und Blut zu kommunizieren, stehen die künstlichen Intelligenzen vor ganz anderen Herausforderungen. Das Online-Magazine MIT Technology Review hat nun ein wenig gefiltert, woran es im Moment noch bei den künstlichen Intelligenzen harkt.

Künstliche Intelligenzen wissen nicht, was sie tun

Und das ist wohl das größte Problem. Viele sprach-basierte KIs sind darauf programmiert, aus ihnen zugeführten Texten zu analysieren, welche Wörter wie oft, in welchem Kontext, verwendet werden. Daraus ziehen sie einfach Schlüsse und versuchen dann, die Sprachwiedergabe nachzuahmen. Aber dabei verstehen sie selbst den Sinn hinter ihren eigenen Sätzen nicht und bemerken somit auch offensichtliche Fehler nicht. Was dabei rauskommen kann, sieht man an dem Beispiel, als eine KI versuchte, eigenständig ein Harry Potter-Buch zu schreiben.

Aber es gibt schon Beispiele wo KIs erfolgreich mit Menschen interagieren! Wie zum Beispiel bei Alexa. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass sie einzig darauf programmiert ist, aus gesprochenen Sätzen die Eckpfeiler „was, wann, wo und wer“ herauszufiltern. Wenn sie in ihrem System diese Fragen beantworten kann, gibt sie eine Antwort, die Sinn macht. Ihr Vorteil ist also, dass sie Sätze in Bausteine zerlegen und diese separat analysieren kann. Nuancen kann sie jedoch bis heute noch nicht erkennen und kreatives Schreiben ginge erst recht nicht.

Die Nuancen der Semantik

Dann gibt es in der menschlichen Kommunikation aber auch noch die sogenannte Model-theoretische Semantik. Diese ist für das Übermitteln einfacher Informationen von Mensch zu Mensch verantwortlich. Künstliche Intelligenzen, die dieses Wissen wiedergeben sollen, sind basierend auf der Annahme programmiert, dass alles menschliche Wissen einfach in einen Code umgeschrieben und den KIs gefüttert werden kann. Allerdings verhalten sich künstliche Intelligenzen hier wie ein Kleinkind: Man muss ihnen buchstäblich alles eigenhändig beibringen. Der Artikel des MIT Technology Review führt hier einen sehr guten Vergleich an. Wenn man einer KI beibringt: Adler sind Vögel, Vögel können fliegen, also können Adler fliegen, wird das spätestens bei den Pinguinen wieder zu einem Problem. Die sind schließlich auch Vögel, sie können aber nicht fliegen. Unterm Strich: Es gibt zu viele Ausnahmen in der Welt, als dass man einer KI alle Nuancen beibringen könnte.

Und schließlich für die Hobby-Psychologen hier noch ein Extra: Sprache ist auch immer sehr stark abhängig vom jeweiligen Kontext. Selbst wenn wir nur im Englischen bleiben würden, und somit zunächst die Bedeutung verschiedener Wörter/Betonungen in anderen Sprachen außer Acht lassen würden, ist Sprache ein sich ständig veränderndes Feld. Sie wird von jedem Individuum, selbst innerhalb einer Kultur, unterschiedlich verstanden und benutzt. Sprache ist immer auch ein Ergebnis unsere eigenen Erfahrungen, unseres eigenen sozialen Umfelds und letztlich auch unserer individuellen Prägung. Und gerade in der kreativen Literatur wird sie oft aus dem Kontext genommen, abgewandelt und umgeändert, damit etwas Neues und eben Kreatives dabei entsteht.

OpenAI versucht sich am kreativen Schreiben

Bis die Maschinen sich den Menschen soweit annähern, dass sie alle diese Nuancen und Bedeutungen verstehen, sodass von künstlicher Intelligenz geschriebene Manuskripte Sinn ergeben, wird es also wohl noch dauern.

Ursprung für den Artikel von MIT Technology Review war der Durchbruch der Firma OpenAI, die eine KI erschaffen hat, die fast perfekte Texte verfassen kann. Aber eben nur fast. In diesem Test hat ein Mensch die „Rahmenhandlung“ erfunden, Wissenschaftler hätten Einhörner entdeckt. Daraufhin sollte die KI die Geschichte weiterspinnen. Was sie daraus gemacht hat, ist zumindest unterhaltsam.


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Netzpiloten @Internet World Expo

Die Internet World Expo gehört zu den renommiertesten und größten Veranstaltungen im E-Commerce Bereich. Am 12. und 13. März  findet die führende Messe bereits zum 22. Mal in München statt. Wir Netzpiloten sind wieder als Medienpartner mit dabei und neugierig darauf, welche Strategien, Neuheiten und Trends den Online-Handel beherrschen. Alle Retail-relevanten Themen werden aufgegriffen und in Seminaren, Workshops und von vielen interessanten Speakern vertieft, wie etwa von Max Amordeluso von Amazon. Wir freuen uns drauf!

Welche Speaker werden da sein?

Zu den vielen internationalen Gästen gehört unter anderem Stefano Balestra, Head at Collabary bei Zalando. Er widmet sich dem Thema Influencer und ihren Einfluss auf das Konsumverhalten („Holistischer Influencer Marketing“). Des Weiteren darf man sich auch auf Laura Noltemeyer freuen, der Founderin von Designdschungel, die über Marketingmodelle im Social Media Bereich berichten wird. Ein weiterer herausragender Redner ist Prof. Sami Haddadin von der Technischen Universität München, der über Zusammenhänge und die Notwendigkeit von Robotik und künstlicher Intelligenz im E-Commerce spricht.

Welche Themen und Formate erwarten dich?

  • E-Commerce, B2B
  • Multichannel
  • Online Marketing
  • Logistik
  • Software
  • E-Payment
  • Usability
  • Social Media

Und sonst noch?

Die zwei-tägige Großveranstaltung punktet auch mit zahlreichen Side-Events, wie die POS connect und die Amazon World Expo. Tickets für die Veranstaltung findet ihr hier. Wir sehen uns in München!

 

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Codewise – Online Marketing mit KI

Viele sehen sie im Bildschirm aufleuchten. Meistens im Hintergrund und scheinbar zufällig, stechen uns die markanten Werbebanner reflexartig in den Sehnerv. Nur selten kann man sich dieser Form des Merchandisings entziehen. Jedoch hat man oft den Eindruck, dass manche ihr Ziel verfehlen, da sie im Bilderdickicht des World Wide Web verschwinden. So geht aber auch eine Menge Kapital flöten. Die Optimierung und Skalierung von Online-Kampagnen ist jedoch entscheidend für die Monetarisierung und das Wachstum eines Unternehmens. Eine völlig neue Satzung ist die logische Konsequenz. Um die Vorgaben zu erfüllen und ökonomisch zu verwerten, benötigt man entweder eine hohe neuronale Vernetzungsintelligenz oder ein passendes Werkzeug. Das polnische Startup-Unternehmen Codewise hat nun ein Tracking-Werkzeug entwickelt, das mit künstlicher Intelligenz arbeitet und eine optimale Platzierung von Anzeigen-Traffic verspricht. Die Software nennt sich Voluum und basiert auf einer Offer Automation-Technologie.

Automatisiertes Marketing statt manuelle Tests

Die Ki-gestützte Engine des Voluum ermittelt aufgrund der Performance automatisch die optimale Verteilung des Datenverkehrs und passt sie in Echtzeit an. Sie arbeitet mit einer Präzision, die mit manuellen Tests nicht möglich wäre. Die Kapitalrentabilität steigt dadurch genauso, wie die Konversionsrate und Einnahmen pro Besucher. Durch die simultane Angleichung entfällt die bis dahin erforderliche Anpassung der Traffic-Flow-Strategie. Ein weiterer Vorteil ist die beinahe grenzenlose Kapazität mit der man Kampagnen verarbeiten kann, einschließlich der Skalierbarkeit, die jederzeit möglich ist. Damit der Voluum-Tracker auf dem neuesten Stand bleibt, wird ihre KI für die Erfolgsmessung und Optimierung der Werbekampagnen kontinuierlich mit neuen Fähigkeiten aufgewertet. Durch die regelmäßige Anpassung wird eine konstante Performance garantiert und die Wettbewerbfähigkeit erhalten. Bei einer manuellen Verteilung der Ad-Traffic würde der Zeit- und Budgetaufwand steigen, da man nicht weiß, welches Angebot das Beste ist. Die Offer-Funktion hingegen wertet alle verfügbaren Daten aus und setzt sie automatisch um. 

Codewise gehört weltweit zu den führenden Entwicklern von Ad-Exchange und Ad-Measurement-Plattformen. Das polnische Unternehmen wurde im Jahre 2011 von Robert Gryn gegründet und gehört zu den zweitstärksten wachsenden Unternehmen in Europa. Er ist mit seiner Firma zugleich der kreative Wegbereiter für KI-gestützte Lösungen im Online-Marketing-Bereich zur Messung der Wirkung und Verwaltung von Online Werbung. Mit der automatisierten Verfahrenstechnik konnten viele Unternehmen eine bessere Performancerate erzielen und ihre Renditen signifikant steigern. Das Produkt ist auch in der Lage, große Datenmengen zu verarbeiten, was ein weiterer Vorteil ist. Ein weiteres Codewise Produkt heißt Zeropark. Es bietet hochwertigen Push-, und Domain Traffic für Marketing Kampagnen an. Auf der Plattform kann man den Traffic von geparkten Domains einkaufen und weitervermitteln. Damit sind meist die Vertipper-Varianten von Domains gemeint. Der Inhaber solch einer Domain, kann die Besucher die aus Versehen bei ihm landen, weitervermitteln und somit Geld verdienen.


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Exoskelette – LGs futuristischer CLOi Suitbot

Die ersten Exoskelette wurden vom amerikanischen Militär gebaut, um Soldaten leistungsfähiger zu machen. So entwickelte man in den 60er Jahren eine Rüstung, die dem Träger erlaubte mithilfe von Hydraulik und Elektrizität, seine Kraft um den Faktor 25 zu steigern. Exoskelette wurden aber vorallem in der Medizin entwickelt und dienten hauptsächlich für therapeutische Zwecke. Der erste seiner Art war ein Laufsimulator namens HapticWalker, der Schlaganfall-Patienten beim Gehenlernen helfen sollte. Die Technik hat sich seitdem ständig weiterentwickelt und bietet heute Bots an, die weit in den Privatsektor reichen.

LGs CLOi Suitbot

Roboteranzüge, beziehungsweise Orthesen, sind in der Medizin seit langem im Einsatz. Der Anblick und die erste Begegnung mit dem LG Suitbot, mutet jedoch spektakulär an. LGs futuristischer CLOi Suitbot sieht aus wie die martialische Hülle eines Kampfroboters, ist aber in Wirklichkeit so harmlos wie eine Pusteblume. Manche unter euch kennen sicherlich den gleichnamigen Hausroboter CLOi, der zur peinlichen Berühmtheit gelangte, weil er bei seiner Präsentation komplett versagte. Für diejenigen, die CLOi nicht kennen sollten: CLOi ist die innovative Roboter-Serie von LG. Die Serie verspricht smartes Wohnen mithilfe von künstlicher Intelligenz. Während die CLOi Serie bisher nur im Servicebereich zum Einsatz kam, sollen Suitbots gewerbliche Ansprüche erfüllen. Dabei sollen sie dem Träger helfen, seine Arbeitskraft zu erhöhen und sein Verletzungsrisiko auf ein Minimum verringern. Es ist vorwiegend für den Einsatz in der Industrie gedacht, wie z.B. in der Warenabfertigung, im Baugewerbe oder im Gesundheitswesen, indem er die Mobilität seiner Träger optimiert.

Der Suitbot von LG ist eine Art Exoskelett, den man wie eine Rüstung anlegt. Durch die integrierte AI-Technologie ist sie auch lernfähig. Sie kann sich mit Robotern aus der gleichen Serie vernetzen. Das Skelett hilft ganz konkret dabei die Wirbelsäule bzw. die Glieder zu stabilisieren und die Muskelkraft zu steigern, um das Verletzungs- und Ermüdungsrisiko bei physischer Arbeit zu verringern. Der Mechanismus unterstützt den Träger bei bestimmten Haltungen und Bewegungen, indem er eine Drehung um 50 Grad und eine Beugung um 90 Grad entwickelt. Die Unterstützung schaltet sich ein, sobald man sich in einem Winkel von 65 Grad beugt. Bei aufrechter Position schaltet sich der Roboter dann wieder aus. Der Suitbot kann vier Stunden durcharbeiten und wird mit einer Batterie betrieben, die sich in einer Stunde komplett aufladen lässt. In ersten Tests haben die Bots ihre Tüchtigkeit und ihren besonderen Nutzen unter Beweis gestellt. Sie konnten tatsächlich die Arbeitskraft erhöhen.


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Autonomes Fahren – Wie die Zukunft des Automobils aussehen könnte

Der Traum von einem führerlosen Fahrzeug rückt immer näher. Elektromobilität und autonomes Fahren bilden dabei den Hauptkern gegenwärtiger Konzeptstudien. Die tatsächliche Umsetzung könnte allerdings noch einige Jahre dauern, da die Infrastruktur und juristischen Rahmenbedingungen noch fehlen, um ein vollständig autarkes Fahrerlebnis zu ermöglichen. Die Technologie hingegen scheint unbehindert voranzuschreiten und verspricht große Neuerungen auf dem Gebiet. Während die Automacher noch an der Grundidee und dem Design herum feilen, bieten die Autozulieferer bereits konkrete Ideen und präsentieren intelligente Lösungsmodelle eines hochautomatisierten Kraftfahrzeugs mit Selbstfahrerfunktion. Dabei überrascht ein wenig der Umstand, dass darunter auch Unternehmen vertreten sind, die eher untypische Aufgaben übernehmen, wie z.B. der Elektronikhersteller Pioneer, der zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung einen Frontscheinwerfer mit Lasertechnologie vorstellte. NVIDIA setzt längst seine Chips und KI-Systeme für Steuerungsanlagen ein und präsentierte kürzlich den Drive Autopilot. Die Prozessoren darin ermöglichen ein fotorealistisches, digitales Armaturenbrett und neueste Sicherheitsanwendungen für intelligente Steuerung.

Das Fahrzeugmodul für mehr Mobilität

Es herrscht spürbare Euphorie in den Werksabteilungen der Fahrzeughersteller. Die Entwickler experimentieren munter weiter und investieren große Summen in zukünftige Projekte. Das zeigen vor allem experimentelle Konzepte, die bereits über die bloße Möglichkeit hinausgehen und konkrete Lösungen für bestimmte Dienstleistungen anbieten. AEV-Robotics hat beispielsweise ein modulares Fahrzeugkonzept entwickelt mit einer sogenannten Base. Diese besteht aus einem flachen vierrädrigen Fundament und enthält eine Batterie, einen Elektromotor und alle nötigen technischen Anschlüsse wie Antrieb, Achsen und Lenkung. Auf dieses Fundament lassen sich nach Bedarf unterschiedliche Pods montieren. So sind Gehäuse für Taxis, Lieferwagen oder die Müllabfuhr möglich, die schnell auswechselbar sind. Ein ähnliches Konzept bietet Mercedes mit seiner Studie des Vision Urbanetic. Genauso wie der Robotics-Baukasten lässt sich der Urbanetic mit dem integrierten Modulkonzept für unterschiedliche Zwecke nutzen. Die Version „People Mover“ beispielsweise, ist für den Personentransport gedacht und kann bis zu 12 Personen fahrerlos befördern.

Die hohe Funktionalität soll nicht nur dem Gast dienen, sondern auch unterschiedliche Aufgaben bewältigen und Einsparungen bringen. Durch ihre integralen Bestandteile können die Modulfahrzeuge effektiver eingesetzt werden und einen höheren Nutzen generieren. Sie könnten als Ruftaxi, Shuttle-Bus oder für Warentransporte individuell eingesetzt werden.

Vision oder Realität

Diese Konzepte sollen eine effizientere und nachhaltigere Form von Mobilität schaffen und viele Dinge vereinfachen. Die Pläne der Autohersteller zeigen dabei nicht nur wirtschaftliche Aspekte, wie die Erschließung neuer Strukturwege und zukünftiger Transportmöglichkeiten. Sie spiegeln auch die Selbstsicherheit der Branche wieder, die von ihrer Vision des automatisierten Fahrens, beziehungsweise von der Idee eines gesellschaftlichen Mehrwerts durch autarke Formen des Fahrens überzeugt sind. Ob dieser Wunsch in Erfüllung geht, lässt sich nicht voraussagen. Neben der fehlenden Verkehrsinfrastruktur, fehlt vor allem auch der Aufbau eines leistungsfähigen Datennetzes, um die erforderlichen Datenmengen, die dadurch entstehen, zu verarbeiten. Es könnte noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern, um eine hinreichende Breitbandtechnik zu installieren, die in der Lage ist, die Summe der Aufgaben zu bewerkstelligen. Die Autoindustrie bleibt jedoch zuversichtlich und hält an der Idee des fahrerlosen Automobils fest.


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Facebook sponsert TU München mit 6,5 Millionen Euro für KI-Forschung

Universitäten sind für ihre Forschungen auf Geldgeber angewiesen. Zum Großteil finanzieren sich die deutschen Hochschulen aus öffentlicher Hand, doch gelegentlich gibt es auch Geldgeber aus der Wirtschaft. Die Technische Universität München (TUM) bekam jüngst prominente Unterstützung durch Facebook. Das bekannte US-Unternehmen fördert eine neue Initiative der TUM. Diese befasst sich mit der Ethik künstlicher Intelligenz.

An der TU München zählen auch ethische Werte

In der neuen Leitstrategie der TU München werden Forschung und Lehre fortan im Kontext eines „Human-Centered Engineering“ ausgestaltet. Das bedeutet, dass auch Disziplinen wie Philosophie, Ethik, Soziologie und Politikwissenschaften gefordert sind. Mit diesem Ausbauprogramm für Geistes- und Sozialwissenschaften, möchte man eine kulturelle und gesellschaftliche Rückverankerung der teils sprunghaft fortschreitenden Entwicklung sicherstellen.

Aus diesem Ziel entstand übrigens 2012 im Rahmen der Exzellenzinitiative das Munich Center for Technology in Society (MCTS). Das MCTS macht sich zum Ziel, die Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft zu verstehen und selbst zu gestalten.

Prof. Christoph Lütge vom Peter Löscher-Stiftungslehrstuhl für Wirtschaftsethik formuliert die übergeordneten Ziele: „Wir wollen Leitlinien liefern für die Identifikation und Beantwortung ethischer Fragen der Künstlichen Intelligenz für Gesellschaft, Industrie und Gesetzgeber.“

Facebook-Unterstützung ohne weitere Vorgaben

Facebook unterstützt das neue TUM Institute for Ethics in Artificial Intelligence mit 6,5 Millionen Euro. Dabei stellt das bekannte Unternehmen keine weiteren Vorgaben.

„Bei Facebook ist der verantwortungsvolle und umsichtige Umgang mit der KI für alles, was wir tun, von grundlegender Bedeutung. Die KI wirft jedoch komplexe Probleme auf, die Menschen und Gesellschaft betreffen und die die Industrie allein nicht beantworten kann“, sagt Joaquin Quiñonero Candela, Director of AI bei Facebook. „Wir freuen uns, die Gründung des unabhängigen TUM Institute for Ethics in AI unterstützen zu können, und sind überzeugt, dass das Institut das wachsende Forschungsfeld der Ethik im Bereich der neuen Technologien vorantreiben und grundlegende Fragen im Zusammenhang mit der Nutzung und den Auswirkungen von AI untersuchen wird.“

Die Zuwendung wurde außerdem auf der Konferenz „Digital-Life Design“ in München von Facebook-COO Sheryl Sandberg offiziell bestätigt.


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Das Digitale Denken

Unlängst finden Debatten statt, inwiefern die Digitalisierung der Gesellschaft einen Nutzen bringt. Mittlerweile haben sich unterschiedliche Disziplinen mit dem Thema befasst. Verschiedene Parteien haben sich gebildet und ihre Anhänger positionieren sich. Es wird eifrig geschrieben und hart gebattlet. Während die einen von einem neuen Zeitalter schwärmen, verkünden die anderen das Ende der zivilisierten Welt. Ganz im Sinne von Kraus´ Endzeit Epos befinden wir uns im Niedergang. Eine digitale Übermacht droht nämlich unsere geistige Existenz zu vernichten, so die Kritiker, Defätisten und Verweigerer. Neulich entdeckte ich einen Kommentar („Wir Fingerwesen- eine Kritik der Digitalisierungsideologie“) in der Neuen Zürcher Zeitung über zügellose Umtriebe digitaler Machenschaften. Es klang wie eine unheilvolle Prophezeiung, wie ein verzweifelter Aufruf an eine leblose Leserschaft. Bevor wir aber in ferne Parallelwelten vorstürmen und herumspekulieren: Pioniere der Neuzeit, Transhumanisten und Anhänger neuronaler Schaltkreise – Macht euch auf die dunkle Seite gefasst.

Digitalisierungsideologie

Im Kommentar ist nämlich die Rede von Digitalisierungsideologie und Homogenisierung. Gemeint ist damit die Epidemiologie der Gesellschaft durch künstliche Intelligenz. Den einzigen Nutzen sehen die Kritiker in praktischen und alltäglichen Dingen, während die Mär von „We make life better“  bloß eine Phantasmagorie sei, die Erleichterung mit Fortschritt verwechsle. Wir seien zu Fingerwesen verkommen, da nur noch das Tippen und Wischen mit dem Smartphone unser Handeln und Tun bestimme. Wir würden subtil gesteuert und versklavt. Der freie Wille und das Bewusstsein würden dadurch sukzessive abgeschafft, die Eigenständigkeit des Denkens und unsere Handlungsfähigkeit dezimiert. Dies führe langfristig zu einer Vereinheitlichung des Menschen und letztendlich zu seiner Abschaffung. Digitalisierung könne darüber hinaus keine gesellschaftspolitischen Lösungen anbieten. Eine ominöse Herrschaft, die er mit Intelligenzen tituliert, bemächtige sich der Vorteile und ziehe materiellen Nutzen, während der Rest der Gesellschaft in der Einfallslosigkeit monotoner Tastaturwischerei verschwinde. Die Lösung sei „natürliche“ Intelligenz zu fördern.

Das Unbehagen

Der Autor zeichnet das Bild einer debilen, vollkommen desillusionierten Menschheit nach, welche durch die zunehmende Digitalisierung allmählich in eine irreversible Schieflage gerät, bevor sie im Datensumpf undurchsichtiger Codes und Zahlen versinkt. Ziemlich düstere Aussichten und eine befremdliche Entwicklung würde ich behaupten, angesichts vieler Tatsachen die unerwähnt bleiben. Die Kritik wirkt auf mich stellenweise grotesk und einseitig, stellenweise aber auch nachvollziehbar. Es gibt Tendenzen die absolut beunruhigend sind. Geistige Amputation ist zweifellos eine schlimme Sache, manchmal vergisst man aber die Wahrheit. Ist diese Angst der Einverleibung begründet? Oder unterliegen wir wieder der maßlosen Hysterie unserer Eindrücke, die diese Ängste schüren?

Dystopien

Hybridwesen sind längst Realität. Anderes wiederum könnte in Zukunft Wirklichkeit werden. Der slowenische Philosoph Slavoj Zizek etwa sinniert in einem Beitrag in der NZZ („Das Ende der Menschlichkeit“) über Formen der Symbiose als nächste Evolutionsstufe. So stelle man sich eine Maschine oder Apparatur vor, die nahezu fehlerfrei arbeitet und mehr von uns weiß als wir selbst. In diesem digitalen Hirn, so Zizeks Gedankenexperiment, wird unser komplettes Ich erfasst, selbst unsere Stimmungen, Ängste und Bedürfnisse.

Es beinhaltet jedes erfassbare Detail und ergibt ein Gesamtbild, das dem Selbstbild nicht nur ähnelt. Es ist praktisch ident mit ihm, mit dem Unterschied, dass es als Einheit besteht, während das Menschen-Selbst amorph lebt und nur eine brauchbare Fiktion darstellt, um uns zu beschreiben. Ein beunruhigender Gedanke, wie ich spontan urteile. Er sieht darin aber zuerst einmal ungeahnte Möglichkeiten. Da der Mensch in seinen Gedanken oft diffus bzw. strukturlos vorgehe, habe er oftmals keine klare Vorstellung über seine Absichten, sobald er sie artikuliert. Die Abrufgewalt ist auch nicht immer verfügbar. Zu viele Faktoren behindern ihn dabei.

Daten und Variablen

Diese Inkohärenz des Selbst wirke sich auf unsere Entscheidungen aus und entspreche nicht immer der äußeren Realität. Die Maschine hingegen könne die gesammelten Eindrücke und Inhalte besser eruieren, da es zunächst die Daten liest und unnötige Variablen ausschließt. Mir scheint als würde man dem Menschen hier einiges an Unvermögen attestieren. Doch lesen wir weiter. Diese Erkenntnis könnte schließlich auch auf andere Bereiche erweitert werden. Konkret spricht er von politischen Wahlen. Die Maschine würde demnach alle Faktoren ausrechnen und ein fertiges Ergebnis präsentieren. Sie sei rationaler als der Mensch.

Es sei daher auch möglich, dass die Maschine bessere Entscheidungen trifft als der Mensch. Sobald er aber die Entscheidungsmacht abgibt oder weiter delegiert, verliert er einen Teil seines Selbst. Dem Menschen entgleite damit die Kontrolle. So führe die Digitalisierung der Gesellschaft schrittweise zum Selbstverlust. Folglich diene sie auch der Menschheit nur begrenzt.

Die Mensch-ine

Vieles scheint obsolet. Mein Unmut ist davon ausgenommen. Die Mensch-ine entwickelt sich zu einem Überwesen, während die Biomasse Mensch zu einem Geisterwesen schrumpft. Wie weit ließe sich so eine Supermaschine weiterentwickeln? Wer hätte Zugriff darauf? Die Rede ist vom Homo deus, einer gottähnlichen Maschine, die unumschränkte Macht besitzt. Zizek befürchtet, dass solche Maschinen innerhalb der Gesellschaft zu Konflikten führen könnten. Auf der Suche nach Optimierung würden sie zur grenzenlosen Bedrohung ausarten.


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Technik-Trends für das Jahr 2019

Es ist schon wieder soweit: Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu und 2019 erscheint langsam am Horizont. In diesem Jahr gab es viele technische Neuerungen. Gerade die Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz und die Verbesserung vieler Wearables-Produkte bestimmten die News aus der Technik-Branche. Doch was hält das neue Jahr bereit? Was sind die technischen Themen, die uns 2019 begleiten werden? Wir wagen einen Blick in die Zukunft.

„Alte“ Trends bleiben bestehen

Auch im neuen Jahr werden wir auf altbekannte Trends stoßen, die bereits 2018 für Aufsehen sorgten.

So wird zum Beispiel die Künstliche Intelligenz ein Forschungs- und Entwicklungsfeld mit hoher Relevanz bleiben. Ganz egal ob intelligente Service-Systeme oder Home-Assistants wie Google Home und Amazons Alexa. Auch in 2019 werden wir in diesem Feld einige Verbesserungen und Neuerungen sehen, die die Künstliche Intelligenz dem menschlichen Verstand noch näherbringen wird. Außerdem wird in diesem Zusammenhang das Machine Learning im Mittelpunkt stehen. So nennt sich das selbstständige Erlernen von neuen Fähigkeiten, ohne dass es von Menschenhand programmiert wurde. In 2019 werden Künstliche Intelligenzen fähig sein, Bilder und andere äußere Einflüsse besser zu analysieren und zu verarbeiten, um somit den eigenen „Horizont“ selbstständig zu erweitern.

Auch der Bereich Blockchain wird uns 2019 in der Technik weiter beschäftigen. Dass Blockchain noch viel mehr kann, als nur für die Verwaltung von Kryptowährungen herzuhalten, haben wir bereits in diesem Jahr gelernt. Wie diese Systeme verbessert und vor allem sicherer gemacht werden können, werden wir dann im neuen Jahr sehen. Das Forbes Magazine spricht in seinen Voraussagungen für das neue Jahr zum Beispiel von innovativen B2B2C-Beziehungen, also wirtschaftlichen Beziehungen zwischen mehreren Firmen und Endkunden, die durch das Einsetzen von Blockchain vereinfacht werden könnten. Des Weiteren wird die Verbesserung der derzeitigen Sicherheits-Mechanismen ein großes Thema im Blockchain sein.

The Internet of Things bleibt im Trend

Wer sich schon jetzt beschwert, dass das WLAN vom Toaster mal wieder nicht funktioniert, oder einen Kleinkrieg mit seinem Router-gebundenen Rauchmelder führt, den wird im Jahr 2019 mit dem Internet of Things noch mehr Spaß erwarten. Denn das Vernetzen und Verbinden von verschiedensten Haushalts- und Arbeitsgeräten wird im ausgehenden Jahrzehnt weiterhin eine große Rolle spielen. Auch hier ist zum Beispiel die Verwendung von sprachgesteuerten Assistenten ein großes Zukunftsfeld. Letztendlich geht der Trend des Internet of Things auch in 2019 zu einer angenehmeren User-Erfahrung. Hierbei bleibt das Ziel natürlich immer, Technik so nahtlos wie möglich in unseren Alltag zu integrieren und damit unser Leben zu erleichtern.

Neue spannende Technik-Bereicherungen in Sicht

Doch nun ist es an der Zeit sich den spannenden Trends zu widmen, die in 2018 zwar schon absehbar, aber noch nicht im Mainstream angekommen waren. Wie zum Beispiel der E-Sport. Wir haben schon öfters darüber berichtet, wie die Community rund um den elektronischen Sport wächst. Aber in 2019 werden noch einmal ganz neue Dimensionen in Punkto Wachstum angesteuert. Es wird davon ausgegangen, dass die E-Sport Szene im nächsten Jahr 1.1 Milliarde US-Dollar wert sein wird. Mit namenhaften Sponsoren wie Coca Cola, die schon jetzt diese besondere Industrie unterstützen. Außerdem wird beobachtet, wie immer mehr Sport-Clubs auf der Welt sich E-Sport Teams aufbauen, um an diesen noch relativ jungen Events teilzunehmen.

Währenddessen werden wir auch im Bereich Retail-Technologie große Fortschritte sehen. Denn wo Supermarktketten wie Famila mit Selbstbedienungskassen ansetzen, ist noch viel Luft nach oben. Kontaktloses Bezahlen, Essen vom Supermarkt nach Hause liefern lassen, oder benutzerdefinierte Angebote bekommen. Für den Bereich Einzelhandel haben derzeitig entwickelte Technologien bereits viel zu bieten. Infolgedessen wird uns in 2019 eine noch angenehmere Einkaufs-Erfahrung erwarten. Immer abgestimmt auf unsere Vorlieben und Bedürfnisse.

Zuletzt möchten wir auf einen Technik-Trend aufmerksam machen, der sich bisher noch im Hintergrund gehalten hat. Das sogenannte Quantum Computing. Der Begriff steht für den Versuch einen Computer zu bauen, der auf den Gesetzen der Quantenphysik beruht. Einfach gesagt ist damit das Verarbeiten und Kategorisieren, sowie Archivieren von großen Datensätzen deutlich leichter, als mit herkömmlichen PCs und Servern. Derzeit befinden sich diese auch als „Supercomputer“ bezeichnete Geräte noch in der Entwicklung. Aber das Rennen um das Erfinden des ersten effizienten Quantencomputers wird 2019 in seine heiße Phase gehen.

Hier einmal ein Video, welches die Quantencomputer-Experimente des Hardware-Herstellers IBM zeigt:

Die Zukunft wird noch interaktiver

Was ist also festzuhalten? Viele Technologien, die sich über die Jahre entwickelt haben, werden in 2019 einen Feinschliff erfahren. Der allgemeine Trend der Technik richtet sich immer stärker danach, die individuellen Bedürfnisse der Nutzer besser zu verstehen. Somit soll auch die Technik „sensibilisiert“ werden- frei nach dem Motto: Die Maschine dient dem Menschen, und nicht anders herum. Wir sind gespannt, was das nächste Jahr an Entwicklungen bereithält und werden für euch auch in 2019 Trends, Tipps und Geschichten aus der digitalen Welt aufbereiten.


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Netzpiloten @Big Data Marketing Day

Data Driven Marketing ist eines der beherrschenden Themen in der Digital-Marketing-Branche. Auf dem Big Data Marketing Day am 14.Februar in München und am 19.Februar in Wien erfahrt ihr die neusten Entwicklungen rund um das Thema datengetriebenes Marketing. Veranstaltet wird die eintägige Konferenz von Smile Communication und wir Netzpiloten sind zum dritten Mal als Medienpartner  mit dabei.

Welche Speaker werden da sein?

In ihrer Eröffnungs-Keynote wird die bekannte Kommunikationswissenschaftlerin und Chefin der Möller Horcher Public Relations Gabriele Horcher über die Veränderungen im Marketing durch den Einfluss der Digitalisierung und den Einsatz von KI sprechen. Alexander Gänsdorfer (Senior Manager IoT für T-Mobile Austria) wird über die spannende Frage referieren, ob die Anreicherung mit externen Daten den Kampagnenerfolg bei Bewerbungen unterstützt. Lehrreich wird sicher auch der Vortrag von  Dr. Markus Wübben, Geschäftsführer von CrossEngage, der eine Auswahl der besten Tools zur Datenverarbeitung für das Marketing vorstellt.

Um welche Themen wird es gehen?

  • Wie die Digitalisierung das Marketing verändert
  • Die Zukunft des Marketings gestützt durch Datensätze
  • Innovationen für das Marketing von Unternehmen
  • Mobile Werbung und Customer to Business Relations

Und sonst noch?

Es geht natürlich in erster Linie um praxistaugliche Lösungen und tolle Best-Practise Beispiele. Deshalb sind neben dem Networking vorort auch die Dokumentationen hinterher von großem Wert. Im Moment gibt es noch die Super Early Bird Tickets zu kaufen.  Wir sehen uns in München oder Wien!

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Wenn Künstliche Intelligenz den nächsten Bestseller ausfindig macht

Wer als Autor unterwegs ist, der weiß mit Sicherheit, wie schwer es ist, einen Verlag für den eigenen Roman zu finden. Ist die letzte Zeile niedergeschrieben und alles überarbeitet, fehlt nur noch das Exposé. Im Anschluss reicht man das Manuskript entweder bei Verlagen oder aber an Literaturagenturen ein. Umso trauriger ist es, wenn die Absagen nach und nach eintrudeln und die Herzensgeschichte kein neues Zuhause findet. Bei der Vielzahl an unverlangt eingesandten Manuskripten ist es allerdings kein Wunder. Verlage bekommen täglich unzählige Exemplare auf den Schreibtisch. Aus diesem Grund wird nun einmal viel ausselektiert und teilweise ungelesen wieder zurückgeschickt.

Über dieses Problem hat sich ein Hamburger Startup ganz besonders Gedanken gemacht.

Bestseller-Potenzial: QualiFiction weiß wie es geht

QualiFiction nennt sich das Hamburger Startup, mit dessen Software Manuskripte auf Bestseller-Potenzial geprüft werden können. Bei der Vielzahl an eingesandten Manuskripten geht zu viel unter und mit diesem Analyse-Tool könnte das Problem vielleicht schon in naher Zukunft kein Thema mehr sein. Hierfür sorgt unter anderem die Option Bestseller-DNA. Sie basiert komplett auf der Grundlage von Künstlicher Intelligenz. So zeigen sich schon im Vorfeld die Erfolgsaussichten für den Roman. Zusätzlich zeigt das Tool auf, mit wie vielen Auflagen vom Manuskript nach der Veröffentlichung zu rechnen ist.

Aber wie kann ein Algorithmus eigentlich darüber entscheiden, ob ein Buch wirklich Potenzial hat oder nicht? Hier kommt Machine Learning zum Einsatz. Die Software wird mit tausenden Bestsellern ausgestattet, die bereits erschienen sind. Um nun ebendieses Potenzial in neuen Manuskripten zu entdecken, schaut die KI hier nach bestimmten Mustern, die einen Erfolg ausmachen sollen.

Mit LiSA zum neuen Bestseller?

Wenn es um die Thematik bei Manuskipten geht, kann außerdem LiSA helfen. Das Startup hat hier ein Tool entwickelt, um den Stil der Texte zu analysieren und darauf zu achten, um welches Thema es sich handelt. Steht das Thema Freundschaft oder Liebe im Fokus oder doch eher Verbrechen? Dabei klärt LiSA Fragen, die einen Ausblick darauf geben, ob es sich um einen Spannungsroman oder um eine leichte Lektüre handelt. Auch das Ende wird genau gesichtet. Das Analysetool stellt fest, um was für ein Ende es sich handelt. Erwartet den Leser ein Happy-End oder eher doch nicht?

Was vor allem verblüfft, ist die Schnelligkeit mit der das Tool arbeitet. Das Auswerten der Manuskripte dauert dabei gerade einmal 30 Sekunden.

Es bleibt abzuwarten, inwiefern sich diese Innovation in der Verlangsbranche durchsetzt. Wer weiß wann wir in Zukunft einen Bestseller in der Hand halten, der exklusiv von einer Künstlichen Intelligenz ausgesucht wurde. Wir finden das Thema ganz besonders spannend und behalten es auf jeden Fall im Blick!


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5 Best Cases für innovatives KI-Storytelling

Im privaten Umfeld gewöhnen wir uns bereits nach und nach an die digitale Media-Intelligenz von Sprachassistenten wie Alexa, Siri und Google Assistant. Es stehen weltweit aber schon viele weitere smarte Medienanwendungen bereit, die über kurz oder lang in unserem persönlichen Medienkonsum eine Rolle spielen können. Die künstliche Intelligenz nimmt Einfluss aufs Geschichtenerzählen. In einem Best Cases Report der Medieninitative nextMedia.Hamburg in Kooperation mit dem InnoLab der Hamburg Media School werden zehn spannende Beispiele zum Thema Artificial Storytelling porträtiert. Hier sind die ersten fünf davon:

1. Sheldon County – Ein individueller Podcast

Podcasts erfreuen sich derzeit großer Beliebtheit. PhD-Student James Ryan hat die Vision, individuelle Podcasts für jeden Hörer zu erstellen. „Sheldon County“ heißt sein KI-basierter Podcast, der nach dem KI-Pionier Sheldon Klein benannt ist. Auf Grundlage einer beliebigen Zahl wird ein eigener exklusiver Podcast im Universum von Sheldon County generiert.

Handlungsstränge, Personen, Charakterzüge und Beziehungen werden aus einer Datenbank zu einer Geschichte zusammengefügt. Anschließend liest ein Sprachsynthesizer den Text und speichert ihn als Podcast. 2019 soll Sheldon County als Betaversion erscheinen. Bis dahin gibt es aber bereits die ersten Folgen auf Soundcloud zu hören.

2. KI-Autoren schreiben Bücher

Nicht nur Podcasts, auch ganze Bücher möchte man mit Hilfe von Artificial Storytelling erschaffen. Zack Thoutt, begeisterter Game of Thrones-Anhänger, konnte das lange Warten auf den nächsten Band nicht mehr aushalten. Er fütterte ein rekurrentes, neuronales Netz mit den bereits erschienenen fünf Bänden. Entstanden sind fünf Kapitel, die zwar nicht gerade ein Meisterwerk sind, aber durchaus zeigen in welche Richtung es gehen kann.

Der Japaner Hitoshi Matsubara trat mit seinem von einer KI erschaffenen Werk „The Day a Computer writes a Novel“ an einem Wettbewerb an. Er kam damit sogar in die zweite Runde des „Nikkei Hoshi Shinichi Literary Award“.

3. Fußball als 3D-Hologramm

Konstantinos Rematas und seine Kollegen von der University of Washington sehen die Zukunft des Fußballs in 3D-Hologrammen. Das 3D Hologramm entsteht dank AR-Technologie direkt auf dem Tisch. Als Grundlage dienten 12.000 Spielermodelle aus dem Computerspiel FIFA von EA Sports.

In Zukunft wollen sie die Technologie aber so weit ausbauen, dass auch Live-Spiele als Augmented Reality-Erlebnis Wirklichkeit werden. 3D-Hologramme funktioniert so derzeit aber nur in Verbindung mit der HoloLens von Microsoft.

4. ANGELINA – Neue Möglichkeiten im Game-Design

Künstliche Intelligenzen werden in der Spieleentwicklung eher für kleine Aufgaben genutzt. Die KI ANGELINA (Akronym für „A Novel Game-Evolving Labrat I’ve Named Angelina“) entwickelt hingegen komplette Spiele samt Spielregeln und Umgebungen.

Die Spiele gestaltet Angelina beispielsweise auf Basis von Fotos. Charaktere orientieren sich an News von Webseiten oder Social Media-Plattformen. KIs wie Angelina sollen laut Entwickler Michael Cook trotzdem eher eine unterstützende Rolle in der Programmierung einnehmen, anstatt den Menschen zu ersetzen.

5. Dreamwriter – Journalismus aus der Dose

Tencent heißt der chinesische Social Media-Riese, die mittlerweile genau so umsatzstark ist wie Facebook. Deren AI Dreamwriter ist in der Lage, selbstständig journalistische Texte zu schreiben. Die Rede von Zach Seward, Executive Editor bei Quartz wurde bei der Media Summit 2017 bereits aufbereitet und veröffentlicht, bevor Seward die Bühne verlassen hatte.

Neugierig auf fünf weitere zukunftsweisende Anwendungen?

Die kompletten 10 Cases stehen bei nextMedia.Hamburg zum kostenlosen Download bereit!

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der Medieninitative nextMedia.Hamburg und dem InnoLab der Hamburg Media School.


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Netzpiloten @Digital Transformation Summit

Wir kennen keinen Bereich, der nicht mit den Herausforderungen der Digitalisierung befasst ist. Der Digital Transformation Summit will am 22. November in Berlin das wichtige Thema im Festival-Style auf zwei Bühnen und mit Workshop-Areas vermitteln. Wir Netzpiloten sind wieder mit dabei, wenn der Veranstalter WirtschaftsWoche bewährt hochkarätig die Unternehmerschaft weiterbildet.

Welche Speaker werden da sein?

Zur Keynote-Rede werden wir Digitalisierungs-Ministerin Dorothee Bär hören. Die Ohren spitzen werden wir außerdem bei Helge Braun, dem Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramts, wenn er darüber referiert, wie Deutschland zum KI-Spitzenreiter werden wird. Ganz besonders interessant dürfte der Vortrag von Daniel Krauss, Dirk Kügler und Andreas Sujata werden. In ihrer Präsentation wird es um die urbane Mobilität in der Zukunft gehen. Die drei bringen als Mitbegründer & CIO von Flixbus, Institutsdirektor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und als Director Sales & Marketing für StreetScooter auf jeden Fall eine geballte Ladung Fachwissen für ihren Vortrag mit.

Um welche Themen wird es gehen?

  • Künstliche Intelligenz und Roboter
  • Mobility
  • Financing
  • Industrie 4.0

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Huawei Mate 20 Pro: Super-Smartphone ersetzt Kompaktkamera und lädt andere Geräte auf

Huawei Mate 20 Pro

Wer dachte, Smartphones seien zehn Jahre nach deren „Erfindung“ ausentwickelt, der irrt. Hersteller Huawei bringt jetzt mit dem Mate 20 Pro ein technisch außergewöhnlich gut ausgestattetes Spitzen-Modell in den Handel. Eine Dreifach-Kamera deckt einen optischen Zoom von 16 bis 82 Millimeter ab und macht damit viele Kompaktkameras entbehrlich. Dank „Reverse Charge“ kann das Huawei Mate 20 Pro außerdem induktiv über die Rückseite andere Geräte aufladen. Ferner lässt es sich als erstes Mainstream-Smartphone durch einen Fingerabdruckscanner entsperren, der im Display statt auf einem Steg darunter platziert ist. Auch die restlichen Daten des Android-9-Modells sind beeindruckend und das Flaggschiff-Modell Galaxy Note 9 des direkten Konkurrenten Samsung geradezu langweilig erscheinen. Gleichzeitig hält Huawei der Preis unter der psychologisch wichtigen Marke von 1.000 Euro und sendet damit schöne Grüße an Apple.

Die Triple-Kamera ist erneut der Star

Schon beim P20 Pro sorgte Huawei mit einer Triple-Kamera auf der Gehäuserückseite für Furore. Im Mate 20 Pro knüpft der Hersteller daran an. Neben der normalen Linse (40 Megapixel bei 27 mm) und einem dreifachen optischen Telezoom (8 Megapixel bei 83 mm), gesellt sich nun auch ein Ultraweitwinkelobjektiv (20 Megapixel bei 16 mm) dazu. Dafür entfällt allerdings der Monochrom-Sensor, der im P20 Pro und Mate 10 für besonders scharfe und detailreiche Bilder gesorgt hat.

Künstliche Intelligenz in Form von maschinell trainierter Kamera-Software ist ebenfalls wieder an Bord. Die „Master AI“ soll jetzt noch mehr Motive noch schneller erkennen. Dafür hat Huawei einen zweiten KI-Prozessor (NPU) eingebaut.

Riesiges Display mit integriertem Fingerabdruckscanner

Ein buchstäblicher Hingucker ist auch das an den Seiten abgerundete 6,39-Zoll große Display, das mit 3.120 x 1.440 Pixeln außerordentlich fein aufgelöst ist. Für den Nutzer nicht sichtbar ist ein technisches Schmankerl hinter dem Displayglas. Dort hat Huawei nämlich den Fingerabdruckscanner hin verlegt. Nutzer drücken also nun auf den Bildschirm statt auf einen Knopf darunter. Weil dieser Knopf entfällt, braucht das Huawei Mate 20 Pro keine breite untere Begrenzung. Bis auf eine kleine Kerbe für die Frontkamera bedeckt der Bildschirm fast vollständig die Front des Huawei Mate 20 Pro.

Die Frontkamera selbst bietet ein weiteres Highlight. Sie ermöglicht eine Entsperrung des Geräts mit einem räumlichen Scan des Gesichts. Dieses von Huawei „3D Face Unlock“ genannte Verfahren gilt als sehr sicher, weil dreidimensionale Profile von Gesichtern äußerst individuell sind und schwer ausgetrickst werden können. Apple setzt seit dem iPhone X darauf, nennt sein Verfahren aber Face ID.

Starker Akku hält lange und lädt andere Geräte drahtlos auf

Damit dem Mate 20 Pro trotz ausführlicher Foto-Sessions nicht zu schnell die Puste ausgeht, verfügt es über einen 4.200 mAh starken Akku, was eine vergleichsweise sehr hohe Kapazität ist. Im Schnellverfahren lässt er sich in rund 30 Minuten zu 75 Prozent aufladen. Das dafür nötige 40W-Super-Charge-Netzteil gehört zum Lieferumfang. Wer etwas länger Zeit hat, kann das Huawei Mate 20 Pro aufladen, indem er die Rückseite auf einer Qi-Ladestation ablegt. Dabei kann Energie auch in umgekehrte Richtung fließen. Andere Qi-kompatible Smartphones können daher das Mate 20 Pro als Powerbank verwenden.

Starke Rechenhardware, Android 9 und Nano Memory

Als eines der ersten Smartphones neben dem Google Pixel 3 wird das Huawei Mate 20 Pro mit der neusten Version von Googles Betriebssystem, Android 9, ausgeliefert. Für eine flüssige Bedienung mit hoher Leistungsreserve wird Huaweis selbstentwickelter Prozessor Kirin 980 mit acht Kernen sorgen. Ein Arbeitsspeicher mit 6 GB runden die Rechenhardware des Kraftpakets ab.

Der interne Speicher bietet mit 128 GB reichlich Platz und lässt sich durch Nano Memory Cards um bis zu 256 GB erweitern. Diese sind eine Neuentwicklung von Huawei und sollen noch ein Stück kleiner sein als MicroSD-Karten.

Preis und Verfügbarkeit von Huawei Mate 20 Pro und Mate 20

Das Huawei Mate 20 Pro erscheint Ende Oktober für 999 Euro. Wer weniger ausgeben möchte, kann das Mate 20 für 799 Euro in Betracht ziehen. Im Gegensatz zur Pro-Variante bietet es ein nicht so sattes IPS- statt OLED-Display. Außerdem lösen die drei Kameras etwas niedriger auf. Unter der Haube stehen zwei GB Arbeitsspeicher weniger zur Verfügung. Fingerabdrücke scannt das Mate 20 über einen herkömmlichen Sensor auf der Rückseite statt im Display. Trotz dieser Abstriche handelt es sich ebenfalls um sehr stark ausgestattetes Gerät. Käufer können bei beiden Geräten zwischen den Farben Schwarz, Blau und „Twilight“ wählen. Das Mate 20 gibt es zudem in Grün.

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Image by Huawei

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SwiftKey – die App, die von dir lernt

Rund 55 Milliarden Nachrichten werden täglich durch den Messenger-Dienst Whatsapp versendet. Umgerechnet bedeutet das eine bedeutende Menge an Tipparbeit. Diese „Arbeit“ zu verändern und zu vereinfachen, ist das Ziel der App SwiftKey. Die App ist eine der ersten Keyboard-Apps, die mithilfe einer künstlichen Intelligenz das individuelle Tippverhalten des Users studiert und sich dessen anpasst. In einer Zusammenarbeit mit Microsoft kam nun ein weiteres tolles Feature dazu – das direkte Übersetzen von Nachrichten in der App. Bisher gibt es die App nur für Android im Google Play Store.

SwiftKey im Überblick

Die App besteht schon seit einigen Jahren und konnte schon immer die User mit den tollen Features überzeugen. So kann man bei SwiftKey aus hunderten von vorgefertigten Tastatur-Designs wählen, oder sein ganz eigenes erstellen. Also ist dank SwiftKey schon mal Schluss mit der endlosen Screen-Eintönigkeit. Des Weiteren kann man mit SwiftKey ganz einfach in einem Schwung alle Buchstaben anwählen, die man für das jeweilige Wort benötigt. Nachdem man ein Wort eingegeben hat, wird es automatisch korrigiert. Wer seine Nachrichten ein wenig auflockern möchte, der kann mit SwiftKey problemlos Sticker, GIFs und Emojis einfügen. Außerdem kann man eigene Fotos direkt im Keyboard bearbeiten und dann verschicken.

Ähnlich wie bei der Standard iOS-Tastatur lernt Swiftkey von den eigenen Schreibgewohnheiten und schlägt Wörter vor, die man als nächstes verwenden könnte. Etwas, das nicht jede Tastatur bietet, ist die Möglichkeit, in fünf verschiedenen Sprachen zu tippen, die die App automatisch erkennt und dementsprechend die Rechtschreibung in der jeweiligen Sprache überprüft. Insgesamt unterstützt SwiftKey das Tippen in über 200 Sprachen.

Neue Features

Micrsoft übernahm SwiftKey in 2016. Zusammen haben die Unternehmen nun ein neues Feature integriert, das Sprachbarrieren beim Chatten in Zukunft beseitigen soll. Dank einer neuen künstlichen Intelligenz wird das Getippte direkt in die Sprache übersetzt, die der Chat-Partner verwendet. Zudem ist es möglich, empfangene Nachrichten direkt in der App in die eigene Muttersprache zu übersetzen. Insgesamt soll diese Neuerung fähig sein, in über 60 verschiedene Sprachen zu übersetzen.

Dieses Feature solle vor allem die Kommunikation zwischen Familien, Freunden und Kollegen aus aller Welt vereinfachen. So die Senior Product Managerin Colleen Hall von SwiftKey London. Man wolle eine möglichst einfache Kommunikation ermöglichen.

Hier seht ihr, wie die KI funktioniert:

Um das neue Tool zu aktivieren, muss der User nur auf das Microsoft Translator-Icon klicken. Außerdem merkt sich die App automatisch, welche Sprachen man mit welcher Person verwendet und welche Sprachen von dem User besonders häufig verwendet werden. Wenn man auch offline darauf zugreifen möchte, sollte man sich den Microsoft Translator herunterladen.


Image by freestocks / unsplash.com

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Netzpiloten @Science & People

Angesichts der rasanten Entwicklung der digitalen Welten müssen wir unbedingt auch Schritt halten mit den gesellschaftlichen Fragen dieser Revolution. Am 6. November widmet sich im Rahmen der Berlin Science Week die Veranstaltung Science&People den schwierigen Fragen der Ethik, die selbstverständlich auch Technologien wie selbstfahrende Autos oder intelligente Kühlschränke betreffen. Wir Netzpiloten sind mit dabei, wenn über den Einfluß der Algorithmen debattiert wird.

Welche Speaker werden da sein?

Es diskutieren die Institutsleiterin des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme Ina Schieferdecker, die Professorin für Digitalisierung, Marketingcontrolling & Analytics an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Katharina Simbeck. Besonders freuen wir uns auf den langjährigen Netzpiloten-Bekannten und Gründer von Algorithm Watch Matthias Spielkamp.

Zentrale Fragen der Veranstaltung

  • Können Algorithmen objektive Entscheidungen treffen?
  • Werden unsere eigenen Entscheidungen zunehmend von Algorithmen gesteuert?
  • Unterdrücken uns Algorithmen?

Und sonst noch?

Wer mit dabei sein möchte, meldet sich hier an. Wir sehen uns in Berlin!

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Mit Adobe Acrobat DC PDF-Dateien jetzt auch auf dem Tablet editieren

Adobe Acrobat DC Tablet PDF editieren

PDF-Dateien sind das Rückgrat für den Austausch von Dokumenten und Adobe Acrobat das Standard-Programm dafür. Und zwar nicht nur am Laptop und Schreibtisch-Rechner, sondern immer öfter auch unterwegs an Smartphone und Tablet. Aus diesem Grund hat Adobe sein Abo-Paket Adobe Acrobat DC stark überarbeitet und um wichtige Funktionen für mobiles Arbeiten im Team ergänzt. Dazu zählen mobiles Einfügen von Text und Fotos am Tablet, was bisher nur am Desktop ging. Außerdem können Anwender den Versand und Verbleib von Projektdateien leichter nachvollziehen und für eine Freigabe unterschreiben lassen.

Dokumente leichter unterwegs bearbeiten

Dokumente werden zwar häufig als PDF verschickt, damit sie sich gerade nicht nachträglich verändern lassen. Aber manchmal möchte man als Autor oder Projektbeteiligter selbst doch noch etwas einfügen. In der Desktop-Variante von Adobe Acrobat DC ist das schon immer möglich gewesen. In der mobilen Version für iOS und Android hingegen ließen sich PDF-Dateien bisher nur mit Anmerkungen versehen. Ab sofort können Anwender jedoch die Text- und Bildelemente eines PDFs auch bearbeiten, zumindest auf einem Tablet. Einen Satz zu ergänzen oder ein Foto auszutauschen, geht dadurch auch unterwegs deutlich leichter und schneller als das Ursprungsdokument anzufassen.

Außerdem lassen Formulare sich in Acrobat Reader mit der Unterstützung von Adobes KI-Verfahren namens Adobe Sensei leichter ausfüllen. Sensei erkennt Formularfelder und unterbreitet Text- und Zeichenvorschläge, sodass Anwender die Dokumente schneller mit Inhalt befüllen und unterschreiben können.

Wer die Scannen-Funktion in der mobilen Acrobat-App aktiviert, wird seit längerem automatisch zur eigenständigen Anwendung Adobe Scan weitergeleitet, um ein Dokument zu digitalisieren und in der Document Cloud von Adobe zu speichern. Nun ist Adobe Scan auch in der Lage, Visitenkarten als solche zu erkennen und in digitale Kontaktdaten zu verwandeln. Dabei können Visitenkarten neben Deutsch auch in Englisch, Italienisch, Französisch und Spanisch vorliegen. Auch dabei kommt Adobe Sensei zum Einsatz und soll dank maschinellem Lernen Daten präzise und möglichst fehlerfrei konvertieren.

Bessere Übersicht und Zusammenarbeit: Projektdateien leichter ändern und freigeben lassen

Wer Textbeiträge, Angebote oder Präsentationen gemeinsam mit anderen erstellt und auf Feedback angewiesen ist, kann sich diesen Vorgang künftig mit einem Überprüfungsdienst erleichtern. PDFs können aus Acrobat heraus an beliebig viele Personen per Link versandt und mit Erinnerungen und Fristen versehen werden. Änderungen und der aktuelle Status werden zentral erfasst. Das soll überflüssige Feedbackschleifen vermeiden und E-Mail-Postfächer entschlacken.

Für das rechtsgültige Unterschreiben von Freigaben und Dokumenten kommt Adobe Sign zum Einsatz. Diese Signatur-Dienst war bislang ein separates Paket und nur über eine Browsermaske am Desktop zugänglich. Nun ist es direkt in Adobe Acrobat integriert und ersetzt das bisherige Werkzeug „Zum Unterschreiben senden“.

Startansicht Adobe Acrobat DC
Die neu gestaltete Startansicht soll sowohl auf dem Desktop als auch auf dem Smartphone und Tablet für eine bessere Übersicht bei PDF-Projekten sorgen. Image by Adobe

Zu einem besseren Überblick bei Dokumentenprojekten soll außerdem eine neu gestaltete Startansicht von Acrobat DC und Acrobat Reader beitragen. Sie dient als Zentrum für den Dateizugriff sowie alle anfallenden und erledigten Aufgaben. Das betrifft sowohl Dateien, die Anwender zur Überprüfung oder Unterschrift versandt als auch zu diesem Zweck erhalten haben. Anstehende Aufgaben zeigt die Startansicht in Form von To-Do-Karten an. Ferner unterbreitet die Startansicht in der Liste zuletzt geöffneter Dateien Vorschläge für Werkzeuge und Dienste, die beim Erledigen von Aufgaben hilfreich sein könnten.

Update für Adobe Acrobat DC ab sofort verfügbar

Wer die neuen Funktionen nutzen möchte, kann das Update ab sofort an Desktop- und Mobilgeräten einspielen. Neukunden erhalten beim Download vom Start weg die aktuelle Version. Der Einsatz der Bearbeitungs-, Überprüfungs- und Freigabefunktionen setzt ein kostenpflichtiges Abo für die Document Cloud ab 16 Euro monatlich oder für die Creative Cloud ab 60 Euro im Monat voraus. PDFs zu lesen und mit Hinweisen zu versehen, bleibt mit dem Acrobat Reader weiterhin kostenlos.

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Images by Adobe

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Neue KI von Deezer erkennt Emotionen in Musik

Sobald ich meine Musikmediathek öffne, springen sie mir entgegen: Hunderte Playlists, Alben, Künstler und einzelne Titel. Wer auch nur ansatzweise so ein Playlist-Messie ist wie ich, der kennt das Problem: Welche Musik will ich jetzt hören? Zumal ich nicht nur „aufgeräumte“ Playlists habe, für bestimmte Interpreten oder Situationen. Sondern auch Playlists, in denen sich einfach alles Mögliche befindet. Ein einziges Chaos also, das oft darin mündet, dass ich ständig Songs skippe oder durch verschiedene Playlists nach genau diesem einen Song suche, von dem ich mir sicher war, er wäre hier irgendwo…

Der französische Streamingdienst Deezer hat nun einen großen Schritt getan, Playlist-Messies wie mir in Zukunft unter die Arme zu greifen. In einem kürzlich veröffentlichten Dokument haben die Forscher des Musik-Streamingdienstes ein Experiment vorgestellt, in dem sie ihre neue KI zur automatischen Emotions-Erkennung in Songs mit bisher „herkömmlichen“ Methoden vergleichen.

Die bisherigen Methoden

Bisherige Versuche, große Datensätze an Musik mithilfe von Computern eindeutigen Stimmungen und Emotionen zuzuordnen, verliefen eher schleppend. Denn die meisten Experimente in diese Richtung basierten auf festen Datenvorgaben. Betrachtet werden dabei bei jedem Track das Audio-Signal und die Songtexte. Für jeden Song wird vorher festgelegt, ob er eine negative oder positive Stimmung hat, und ob er ruhig oder aufbrausend ist. Doch durch diese einfache Kategorisierung ist nicht genug Differenzierung zwischen einzelnen Tracks möglich gewesen. Somit waren auch die Playlists, die von vorherigen Systemen zusammengestellt wurden, immer noch chaotisch.

Was die KI von Deezer besser macht

Deezer stützt seine KI nun auf ein zweidimensionales Stimmungs-System. Das bedeutet, dass ein Song nun auf einem Skala-Feld liegt. Ein Song kann dann z.B. als 85 Prozent positiv, 15 Prozent negativ, 30 Prozent ruhig und 70 Prozent aufregend eingestuft werden. Aus diesen Daten ergibt sich der genaue Punkt des Songs, den er auf dieser zweidimensionalen Skala einnimmt. Und aus diesem individuellen Punkt lässt sich dann die Emotion bestimmen. Das ermöglicht der KI deutlich mehr zu differenzieren und zudem repräsentiert dieses System die Emotionen-Vielfalt eines Menschen deutlich besser.

Das erste Experiment mit dieser neuen KI wurde mithilfe der Daten von 18.000 Songs durchgeführt. Das Ergebnis dessen war, dass die KI durchaus besser darin ist, zu erkennen ob ein Song eher positiv oder negativ ist. Allerdings ist die Trefferquote bei der Einteilung in ruhige und aufregendere Songs vergleichbar niedrig, wie bei älteren Methoden. Noch hat das Deezer-Team also einige Fehler zu beheben.

Wie diese KI die Art wie wir Musik hören beeinflussen könnte

Jedoch ist der Ansatz, eine KI für die Einteilung von Musik zu verwenden, gar nicht so verkehrt. Die Forscher von Deezer meinten, sie bräuchten Datensätze von synchronisierten Texten zu den Audio-Stücken, um die KI zu verbessern. Sollte diese oder ähnliche KIs dann aber irgendwann ausgereift sein, könnten sie die Art, wie wir Musik konsumieren, revolutionieren. Denn die Idee hinter diesen Vorhaben ist, dass man eines Tages in der Lage ist, die Stimmung von Musikkonsumenten automatisch zu erfassen und genau passende Playlists vorzuschlagen. Individualisiert man diesen Prozess noch weiter, könnten wir irgendwann ein perfekt auf unsere Hörgewohnheiten abgestimmtes Netzwerk aus Künstlern, Playlists und Titeln vorgeschlagen bekommen. Dann würden wir auch automatisch zu den besten Songs, die zu unserer derzeitigen Stimmung passen, geleitet. Und das Playlist-Chaos hätte ein Ende.


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Netzpiloten @new.New Festival

new.New Festival 2018

Enthusiasten der Künstlichen Intelligenz aufgepasst! Bereits zum zweiten Mal sind die Netzpiloten Partner des new.New Festival und begleiten euch bei diesem spannenden Event von CODE_n. Dieses Jahr werden die Gäste vom 8. bis zum 10. Oktober in der berühmten Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Stuttgart empfangen. Das Event dreht sich rund um die AI und den Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens.

Welche Speaker sind beim new.New Festival?

Ein sehr spezieller Gast des Events ist Sophia The Robot, ein sehr fortgeschrittener menschenähnlicher Roboter der Entwicklerfirma Hanson Robotics. Sophia wird an den Diskussionen teilnehmen und verschiedene Partner interviewen Zu den Speakern zählen dieses Jahr unter anderen: Dr. Sarah Atkinson, Head of Culture, Media & Creative Industries auf dem King’s College in London,  Dr. Costas Bekas, Researcher der IBM Gruppe aus Zürich,  Peter Breuer, Senior Partner bei McKinsey & Partner und  Susanne Tarkowski Tempelhof, Gründerin von BITNATION.

Welche Themen bietet das new.New Festival?

  • Ethics for AI
  • Software, Logistic & Automotive
  • The Future of Work
  • Show me the money

Und sonst noch? – 20% Netzpiloten-Rabatt!

Das new.New Festival bietet nicht nur zahlreiche Vorträge sondern auch Orte, wo man abschalten kann. Denn am jedem der drei Tage werden die Gäste den Meditation Room besuchen können, um dort die innere Ruhe zu finden. Drei verschiedene Bands liefern erstklassige Sounds. Abends erleben die Gäste das Pioneers‘ Dinner.

Tickets findet ihr hier. Der Netzpilote-Rabatt-Code (20% Nachlass) lautet: newNew18_Netzpiloten. Wir sehen uns in Stuttgart!

 

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Mehr Persönlichkeit für BMW mit dem Intelligent Personal Assistant

Mit BMW hat man Freude am Fahren! Das sagt zumindest der Werbeslogan des bayerischen Autoherstellers. Ab dem nächsten Jahr soll das Fahren mit dem BMW dann noch mehr Spaß bringen – und mehr Persönlichkeit.

Demnach können wir ab dem kommenden März 2019 dann mit unserem Auto sprechen, denn BMW bekommt einen intelligenten Charakter – den BMW Intelligent Personal Assistant. Mit der Anrede „Hey BMW“ kann der Fahrer künftig die Bedienung und Funktionen ganz einfach per Sprachbefehl steuern. Damit wagt BMW einen Schritt in eine neue Ära.

Doch nicht nur im Auto kann der Sprachassistent dem Fahrer behilflich sein. Zudem findet die Kommunikation auch außerhalb des Fahrzeugs statt wie beispielsweise über einen Smart Speaker oder über das Smartphone.

Auf was können sich Fahrer einstellen?

Das Fahrerlebnis wird laut Dieter May, Senior Vice President Digital Products BMW Group, neu definiert. Aber was genau kann man sich unter dem Sprachassistenten im Auto vorstellen?

Das Auto lernt. Dabei werden hier die Vorlieben, Gewohnheiten und Abläufe des Fahrers genau beobachtet und gespeichert. Der Sinn dahinter ist es, den Fahrzeughalter in seinem Alltag zu unterstützen. So werden beispielsweise die Einstellungen personalisiert wie unter anderem die Sitzheizung oder die Fahrziele im Navigationssystem. Unter dem einfachen Befehl „Bring mich nach Hause“ wird dann die übliche Route für Zuhause angezeigt, beim Befehl „Hey BMW, mir ist kalt“ wird die Temperatur automatisch angepasst.

Allerdings ist der persönliche Sprachassistent nicht nur für wichtige Zieleingaben und Einstellungen geeignet, sondern auch als netter Zuhörer und Gesprächspartner. „Hey BMW, was ist der Sinn des Lebens?“ Wenn man selber gerade keine Antwort hat, dann hat der Sprachassistent eine. Wer allerdings noch persönlicher mit seinem Fahrzeug werden möchte, der kann dem smarten Assistenten natürlich auch einen Namen geben.

Das Auto wird zum Büro

Durch die Anbindung von Microsoft Office 365 und Skype for Business verwandelt BMW das Auto in ein persönliches Büro. So kann der Fahrer etwa vereinfacht Termine festlegen, Telefonate führen oder bekommt die eingegangenen Mails und Nachrichten vom Sprachassistenten vorgelesen. Auch die Erinnerung für wichtige Meetings gibt der Assistent fristgerecht wieder, damit keine Termine untergehen.

BMW Intelligent Personal Assistant; Image by BMW

Gefahrenquellen sicher entgehen

Spannend ist das Wissen, was hinter dem BMW Intelligent Personal Assistant steckt, denn mit ihm hat man seinen eigenen Ratgeber mit an Bord. Fragen über bestimmte Funktionen, über den aktuellen Ölstand, den Reifendruck oder Warnhinweise werden dem Fahrer umgehend beantwortet. Dabei setzt BMW nicht nur auf das technische Befinden, sondern auch auf das menschliche. Wer müde ist, braucht das nur zu sagen und der eingebaute Assistent bestimmt die Lichtstimmung, die Temperatur und die Musik im Auto, damit der Fahrer sich besser fühlt.

Der BMW Intelligent Personal Assistant hat eine ganze Reihe an spannenden Funktionen mit im Gepäck und er könnte das Fahren durchaus revolutionieren. Wer den Assistenten in seinem Fahrzeug nutzen möchte, benötigt einen BMW mit dem neuen BMW Operating System 7.0.

Ab März 2019 ist der Einzug des Assistenten in den BMW geplant und wird in 23 Sprachen verfügbar sein.


Images by BMW

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Netzpiloten @Servus KI!

Warum der Zukunft nicht einfach mal ein zünftiges „Servus!“ entgegenrufen! Wir sind dabei wenn am 28. September im schönen Nürnberg das Servus KI! Festival steigt. Alles dreht sich um das Trendthema „Künstliche Intelligenz“ – stark bezogen auf die Region. Veranstaltet von Deutschlands erste Akademie für digitale Transformation sind wir schon mal sehr gespannt, welche Impulse von diesem Herbsttag ausgehen werden. 

Was gibt es auf der Servus KI! zu entdecken?

Die Teilnehmer erwartet neben aufschlussreichen Vorträgen von Wissenschaftlern, Strategen oder Gründern auch viel Interaktives mit Paneldiskussionen, Workshops und sogar einer Erlebnisfläche mit sechs Ausstellern. Alles steht unter dem Motto „Verbinden, erleben, inspirieren“. Freut euch zum Beispiel auf den Vortrag der Gründerin von datanizing, Stephanie Fischer, den Innovationsmanager Daniel Betsche (Fiducia & GAD IT AG) und auch auf Prof. Dr. Ulf Pillkahn von der FOM University for Economy and Business.

Welche Themen erwarten euch?

  • Machine Learnig
  • Industrie 4.0
  • AI in the wild
  • KI trifft auf Altbewährtes, wie könnte die Zukunft aussehen?
  • Gesundheitsanalyse per KI
  • Risiken und Chancen von KI
  • selbstfahrende Autos
  • digitale Sprachassistenten 
  • künstliche und organische Intelligenz

Das wars noch nicht!

Wir wären ja nicht im freundlichen Frankenland, wenn es sich hier nicht bei angenehmster Atmosphäre (und Bier und Brotzeiten) bestens vernetzen ließe. Sichert euch jetzt die Tickets. Wir sehen uns in Nürnberg!

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Netzpiloten @IoTcamp

Mit smarten Technologien und interaktiven Geschäftsmodellen das Leben der Menschheit einfacher gestalten – ein guter Ansatzpunkt über den ihr mehr auf dem IoTcamp erfahren könnt. Dafür versammeln sich alle Interessierten, Unternehmer und Gründer am 12. und 13. Oktober im innovativen  Space Shack Berlin.

Worum es genau geht? – Um die Vollvernetzung und um Künstliche Intelligenz im Zeichen des Internet of Things. Es geht um Fragen, die unsere Zukunft betreffen und unsere Realität. Zudem erfahrt ihr mehr über aktuelle Forschungen und Entwicklungsstände. Anlass genug, um sich das Barcamp – veranstaltet von der Cassini Consulting GmbH – nicht entgehen zu lassen.

Beim IoTcamp spontan die Themen mitbestimmen

Was ist eigentlich ein Barcamp? Bei dem aus der Bloggerszene entstanden völlig freien Format (wir lieben es!), werden weder die einzelnen Sessions noch die Sprecher vorher festgelegt. Und das macht das Ganze so spannend. Die Teilnehmer entscheiden erst am Morgen des Konferenztages, wie die Planung verläuft.

Es ist das erste Mal, dass das IoTcamp an zwei Tagen veranstaltet wird. Während wir also am 12. Oktober spannende Businessaspekte und Entwicklungen neuer Geschäftsmodelle kennenlernen, geht es dann am 13. Oktober über Entwicklungs- und Anwendungsfragen.

Um welche Themen wird es gehen?

  • Business-Modellentwicklung
  • IoT-Strategie
  • Success Stories
  • Industrial Internet of Things

Dabeisein ist alles!

Wer sich das spannende Barcamp und den sicherlich angeregten Austausch untereinander nicht entgehen lassen möchte, sollte also nicht lange zögern und sich die passenden Tickets sichern. Wir wünschen zwei tolle Tage!

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Netzpiloten @solutions.hamburg

„Digitalisierung ist Teamsport!“ – Wir finden, das ist ein super Motto unter dem in diesem Jahr die solutions.hamburg vom 12. bis zum 14. September stattfindet. Wir Netzpiloten sind gerne mit dabei wenn sich drei Tage lang in einer von Hamburgs besten Locations – der internationalen Kulturfabrik Kampnagel – alles um die große digitale Transformation dreht. Veranstaltet vom Silpion Team werden in verschiedenen Vortragsräumen und Hallen alle Digitalisierungsinteressierten jede Menge Wissenswertes, Trends, Strategien und Lösungsansätze für Unternehmen im digitalen Wandel erfahren.

Was die solutions.hamburg so spannend macht? Das ausgefeilte Programm! Die drei Kongresstage sind unterteilt in drei Themenbereiche, sodass jeder auf seine Kosten kommt. Erlebt den Mittwoch im Zeichen des Strategy Day. Lasst euch hier zeigen, wie digitale Schlüsseltechnologien auf strategischen Ebenen zu erfassen sind. Der Donnerstag widmet sich ganz dem Thema innovative Technologien und Lösungsansätze aus den Bereichen Künstliche Intelligenz oder Virtual Reality. Den Freitag verbringt ihr mit Themen rund um die Technologie. Blickt gemeinsam mit Experten in die Gegenwart und Zukunft und erlangt praktisches Wissen für eure Arbeit im Unternehmen.

Welche Speaker werden da sein?

Die solution.hamburg fährt rund 500 tolle Experten auf. Das macht sie ganz klar zu einem der größten Digitalisierungskongresse. Wir sind gespannt auf inspierende Vorträge wie etwa vom Wissenschaftsjournalisten und Autor Ranga Yogeshwar, der seine Keynote direkt am Mittwoch halten wird. Zudem wird uns Dr. Markus Durstewitz – Innovation Manager bei Airbus – etwas zum Thema Design Thinking erzählen. Spannend wird auch der Vortrag von Jenny Kornmacher, der Projektleiterin der Hamburg Kreativ Gesellschaft, die uns neue Impulse für die Industrie liefern wird. – Und wir freuen uns natürlich auf unseren Blogger-Freund Sascha Lobo!

Welche Formate und Themen erwarten dich?

  • Erfahrungsberichte, Impulsvorträge, Workshops und Netzwerkveranstaltungen
  • Zukunft Kundenkommunikation
  • KI Revolution
  • New Work & Digital Collaboration
  • Blockchain
  • AI in Brand Management
  • Mensch und Technik im Wandel

Und sonst noch?

Mit mehr als 5.000 Besuchern und mit über 400 Sessions, erwartet die Teilnehmer ein immenser Input. Haushaltet schön mit euren Kräften und wählt gut aus ;) Tickets gibt es hier! Wir seh’n uns auf Kampnagel!

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LG Q Stylus: Digitalstift für die Smartphone-Mittelklasse

LG Q Stylus_2

Smartphones und Digitalstifte assoziieren viele Menschen vor allem mit der Samsung-Geräten, wie etwa dem Samsung Galaxy Note 9. Weniger bekannt ist, dass auch LG immer mal wieder Modelle mit Stiftunterstützung herausbringt. Jetzt für der Hersteller dieses Feature in seine Mittelklasse-Serie Q ein, dass bislang aus de Q6 und Q7 besteht. Nutzer können mit dem LG Q Stylus handschriftliche Notizen vornehmen und auf diese Weise Dateien oder E-Mails zu bearbeiten. Das soll für mehr Komfort und Funktionalität sorgen, als die typische Nutzung einer Bildschirmtastatur zulässt.

LG Q Stylus erkennt Handflächen

Dank eines ein intelligenten Systems zur Handflächenerkennung kann der Anwender seine Hand während des Schreibens auf dem Display ablegen, ohne die Eingabe zu beeinflussen. So verhält sich der Screen ähnlich wie ein Notizblock. Darüber hinaus erkennt und verarbeitet das LG Q Stylus handschriftliche Notizen auch bei ausgeschaltetem Display. Der Stylus lässt sich ebenfalls verwenden, um animierte GIFs zu erstellen.

Riesiges Display, intelligente Kamera

Das randlose und 6,2 Zoll große FullVision-Display bietet ein Seitenverhältnis von 18:9 und eine FHD+Auflösung 389 Pixeln /Inch. Im Inneren des des LG Q Stylus sorgen ein Octa-Core-Prozessor mit 1,5 Gigahertz Taklung und ein Arbeitsspeicher von drei Gigabyte für die entsprechende Leistung. Die 32 Gigabyte Festspeicher lassen sich mit einer externen microSD auf bis zu zwei Terrabyte erweiterbar. Als Betriebssystem ist Android 8.1.0 Oreo im Einsatz. Zur Ausstattung des LG Q Stylus gehören auch eine 16 Megapixel große Hauptkamera und eine acht Megapixel große Selfie-Kamera. Im Porträt-Modus steht dem Nutzer unter anderem ein Bokeh-Effekt zur Verfügung.

Das LG Q Stylus bietet außerdem QLens, das die Bilderkennungsfunktionen von künstlicher Intelligenz nutzt, um nach von der Kamera erfassten Inhalten suchen zu können. Für die Bildsuche mit QLens knipst das Q Stylus ein Foto und findet passende oder ähnliche Bilder von Lebensmitteln, Mode oder Prominenten auf Pinterest oder Amazon, und bietet die Möglichkeit, das Gesehene direkt zu kaufen. Über QR-Codes stellt QLens dem Nutzer detaillierte Informationen zu Sehenswürdigkeiten wie Gebäuden und anderen Bauwerken zur Verfügung. Künstliche Intelligenz ist bei LG derzeit ein großes Thema, wie beispielsweise auch der smarte Lautsprecher LG WK7 demonstriert.

DTS:X-Sound für 3D-Klangerlebnis

Das LG Q Stylus bietet zudem die gleiche Technologie wie die V- und G-Serie von LG für 3D-Surround-Sound beim Hören mit Kopfhörern. Außerdem bietet das Smartphone einen USB Type-C-Anschluss, Schnellladung, Wasser- und Staubschutz nach IP68 sowie Stoßsicherheit gemäß MIL-STD 810G. Der Smart Rear Key Fingerabdrucksensor dient auch als Auslöser für die Selfie-Kamera.

In Deutschland können Verbraucher das LG Q Stylus ab Anfang September zu einem Preis von 449 Euro erwerben.

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Image by LG Electronics

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