5 Best Cases für innovatives KI-Storytelling

Im privaten Umfeld gewöhnen wir uns bereits nach und nach an die digitale Media-Intelligenz von Sprachassistenten wie Alexa, Siri und Google Assistant. Es stehen weltweit aber schon viele weitere smarte Medienanwendungen bereit, die über kurz oder lang in unserem persönlichen Medienkonsum eine Rolle spielen können. Die künstliche Intelligenz nimmt Einfluss aufs Geschichtenerzählen. In einem Best Cases Report der Medieninitative nextMedia.Hamburg in Kooperation mit dem InnoLab der Hamburg Media School werden zehn spannende Beispiele zum Thema Artificial Storytelling porträtiert. Hier sind die ersten fünf davon:

1. Sheldon County – Ein individueller Podcast

Podcasts erfreuen sich derzeit großer Beliebtheit. PhD-Student James Ryan hat die Vision, individuelle Podcasts für jeden Hörer zu erstellen. „Sheldon County“ heißt sein KI-basierter Podcast, der nach dem KI-Pionier Sheldon Klein benannt ist. Auf Grundlage einer beliebigen Zahl wird ein eigener exklusiver Podcast im Universum von Sheldon County generiert.

Handlungsstränge, Personen, Charakterzüge und Beziehungen werden aus einer Datenbank zu einer Geschichte zusammengefügt. Anschließend liest ein Sprachsynthesizer den Text und speichert ihn als Podcast. 2019 soll Sheldon County als Betaversion erscheinen. Bis dahin gibt es aber bereits die ersten Folgen auf Soundcloud zu hören.

2. KI-Autoren schreiben Bücher

Nicht nur Podcasts, auch ganze Bücher möchte man mit Hilfe von Artificial Storytelling erschaffen. Zack Thoutt, begeisterter Game of Thrones-Anhänger, konnte das lange Warten auf den nächsten Band nicht mehr aushalten. Er fütterte ein rekurrentes, neuronales Netz mit den bereits erschienenen fünf Bänden. Entstanden sind fünf Kapitel, die zwar nicht gerade ein Meisterwerk sind, aber durchaus zeigen in welche Richtung es gehen kann.

Der Japaner Hitoshi Matsubara trat mit seinem von einer KI erschaffenen Werk „The Day a Computer writes a Novel“ an einem Wettbewerb an. Er kam damit sogar in die zweite Runde des „Nikkei Hoshi Shinichi Literary Award“.

3. Fußball als 3D-Hologramm

Konstantinos Rematas und seine Kollegen von der University of Washington sehen die Zukunft des Fußballs in 3D-Hologrammen. Das 3D Hologramm entsteht dank AR-Technologie direkt auf dem Tisch. Als Grundlage dienten 12.000 Spielermodelle aus dem Computerspiel FIFA von EA Sports.

In Zukunft wollen sie die Technologie aber so weit ausbauen, dass auch Live-Spiele als Augmented Reality-Erlebnis Wirklichkeit werden. 3D-Hologramme funktioniert so derzeit aber nur in Verbindung mit der HoloLens von Microsoft.

4. ANGELINA – Neue Möglichkeiten im Game-Design

Künstliche Intelligenzen werden in der Spieleentwicklung eher für kleine Aufgaben genutzt. Die KI ANGELINA (Akronym für „A Novel Game-Evolving Labrat I’ve Named Angelina“) entwickelt hingegen komplette Spiele samt Spielregeln und Umgebungen.

Die Spiele gestaltet Angelina beispielsweise auf Basis von Fotos. Charaktere orientieren sich an News von Webseiten oder Social Media-Plattformen. KIs wie Angelina sollen laut Entwickler Michael Cook trotzdem eher eine unterstützende Rolle in der Programmierung einnehmen, anstatt den Menschen zu ersetzen.

5. Dreamwriter – Journalismus aus der Dose

Tencent heißt der chinesische Social Media-Riese, die mittlerweile genau so umsatzstark ist wie Facebook. Deren AI Dreamwriter ist in der Lage, selbstständig journalistische Texte zu schreiben. Die Rede von Zach Seward, Executive Editor bei Quartz wurde bei der Media Summit 2017 bereits aufbereitet und veröffentlicht, bevor Seward die Bühne verlassen hatte.

Neugierig auf fünf weitere zukunftsweisende Anwendungen?

Die kompletten 10 Cases stehen bei nextMedia.Hamburg zum kostenlosen Download bereit!

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der Medieninitative nextMedia.Hamburg und dem InnoLab der Hamburg Media School.


Image by peshkova via stock.adobe.com

 


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