Wie war’s auf der IT Konferenz der Akademie der Deutschen Medien?

Künstliche Intelligenz, Machine Learning, Change und Agilität –  all diese Themen sind unter anderem ausschlaggebend für eine moderne IT-Landschaft. Wie können speziell Verlage den steigenden Anforderungen des Marktes und der Kunden gerecht werden?  Die IT Konferenz – veranstaltet von der Akademie der Deutschen Medien – hatte sich diese Fragen für eine spannende Veranstaltung vorgenommen. Die Teilnehmer wurden mit fachkundigen Vorträgen von namhaften Experten (u.a. Prof. Alois C. Knoll von der TU München und Georg Noll von Heise Medien) inspiriert und in anregende Diskussionen verwickelt.

Astrid Neumann war für die Netzpiloten bei der IT Konferenz vorort und hat sich für einen Destination Check bei den Veranstaltern, Speakern und Teilnehmern umgehört, wie sie jeweils die Konferenz erlebt haben.


Veranstalter: Tina Findeiß, Leiterin Programm und Inhouse, Akademie der Deutschen Medien


Image by Tina Findeiß

Tina ist in der Akademie der Deutschen Medien zuständig für das offene und das firmeninterne Seminarprogramm und koordiniert hier mit ihrem Team rund 450 Veranstaltungen und 500 Speaker zu allen Themen rund um Medien, Marketing und Digitalisierung.

Was ist dein Gesamteindruck?

Eine Konferenz während eines WM-Spiels von Deutschland zu veranstalten ist natürlich ein gewisses Wagnis. Aber offensichtlich hat die Qualität des Programms überzeugt, denn: Wir sind mit der Teilnehmerzahl in diesem Jahr sehr zufrieden (und hatten am Ende nur wenige Fußballfans unter den Teilnehmern an das Spiel verloren).

Haben die Redner und Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Ja, auf jeden Fall. Die Referentenriege ist – und ich bin sicher, dass mein Blick als Veranstalter hier nicht getrübt ist – wirklich hervorragend, eine gute Kombination aus wissenschaftlicher Fundierung (u. a. durch den Vortrag von Alois C. Knoll von der TU München zum Thema Künstliche Intelligenz) und praxisorientierten Fallbeispielen aus Unternehmen, wie etwa der Vortrag von Georg Nold und Christine Kreye von Heise Medien, der ein IT-Implementierungsprojekt von allen Seiten beleuchtet hat.

Was ist dein persönliches Highlight?

Es ist grundsätzlich schwer, einen visionären und zukunftsgewandten Vortrag wie den von Sascha Wolter  (siehe nächstes Statement) mit einem sehr konkreten Anwendungs-Case aus der Verlagsbranche miteinander zu vergleichen. Ich finde, zu einer gut gemachten Konferenz gehört beides. Daher gab es für mich mehrere spannende Präsentationen. Mich begeistert im Moment persönlich das Thema Künstliche Intelligenz. Deshalb hat mir die Keynote von Prof. Alois C. Knoll von der TU München gefallen, der aus Forschungsperspektive und trotzdem sehr pragmatisch die aktuellen Entwicklungen und Chancen rund um KI aufgezeigt hat.

Wie würdest du die Teilnehmer einordnen?

Unsere IT-Konferenz hat ja einen besonderen Zuschnitt und richtet sich schwerpunktmäßig an Mitarbeiter aus Verlags- und Medienhäusern. Das spiegelt sich natürlich auch in der Teilnehmerschaft wider – eine bunte Mischung aus Verlagsgeschäftsführern, IT-Verantwortlichen, E-Business- und Digitalentscheidern, die allesamt in ihrem Alltag mit IT-Themen zu tun haben. Die Diskussion zwischen Teilnehmern und Referenten war eigentlich während der gesamten Konferenz – nach den Vorträgen und in den Pausen – sehr rege und ich denke, die Teilnehmer konnten alle gute Impulse mit nach Hause nehmen.

Wem würdest du die IT Konferenz empfehlen?

Anders als andere Anbieter hat unsere IT-Konferenz einen klaren Medienfokus. Daher ist die Konferenz für alle interessant, die in der Medien- oder Verlagsbranche arbeiten und mit IT- und Technologie-Themen zu tun haben. Und das sind, in Zeiten der Digitalisierung, eigentlich alle Entscheider und Teamleiter aus den Bereichen IT, E-Business, Digital Media und natürlich der Geschäftsführung.


Speaker: Sascha Wolter, Senior UX Consultant and Principle Technology Evangelist bei Cognigy


Image by Sascha Wolter

Sascha ist Experte für Planung und Umsetzung von geräteübergreifenden Anwendungen. Als solcher begeistert er sich für das Benutzererlebnis und erkundet verbesserte multimodale Interaktionsformen zwischen Mensch und Maschine – u. a. in Form von Konversation über Text (Chatbots) und Sprache auch als Alexa bekannt.

Was ist dein Gesamteindruck von der Konferenz heute?

Auf der IT Konferenz wurde nicht nur der aktuelle Forschungsstand erläutert, sondern auch die praktische Anwendung gezeigt. Man sieht hier genau die spannenden Möglichkeiten was Künstliche Intelligenz bieten kann, speziell im Zusammenhang mit Medien und Fachverlagen. Dieses Thema ist eine große Chance aber auch eine Herausforderung.

Was ist deine persönliche Motivation hier zu sprechen?

Die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine begeistert mich. Denn ich möchte den Menschen die neuen Möglichkeiten näherbringen. Gleichzeitig versuche ich aber auch diese Technologien zu entmystifizieren. Es ist mir wichtig, aufzuzeigen wie alles funktioniert und auch welches Potenzial dahintersteckt! Ich stelle mir immer die Frage, was macht das, was man tut, irgendwie besser und warum sollte es irgendjemand in der Welt haben bzw. nutzen wollen. Ich sehe mich als jemand, der als Sprachrohr zwischen Unternehmen, Entwicklern und Anwendern fungiert und die Interessen, vor allem die der Anwender, wiederum zurück in das eigene Unternehmen trägt, um das Produkt besser zu machen.

Haben die Speaker und Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Ich bin begeistert von der überaus hohen Qualität der Vorträge – die trotzdem auch für Teilnehmer ohne tiefe IT Kenntnisse klar verständlich waren. An den Fragen der Teilnehmer konnte ich erkennen, dass alle sehr interessiert an den vorgetragenen Themen waren.

Würdest du wiederkommen und wem würdest du die Konferenz empfehlen?

Ja, ich kann die Konferenz sehr empfehlen und würde auch selber gerne wieder hier sprechen. Die Vorträge haben eine sehr hohe Qualität und die Zielgruppe ist nicht nur interessant, sondern auch interessiert. Die Medienwirtschaft ist extrem wichtig als Multiplikator, also als Menschen, die sich mit Inhalten aktiv auseinandersetzen.


Besucherin: Sarah Dambacher, Account – & Partnermanagement bei UNISERV


Image by Sarah Dambacher

Was ist dein Gesamteindruck?

Ich habe einen sehr guten Eindruck, speziell die Unternehmensvorträge haben mir gut gefallen. Mir hilft das, besser zu verstehen, was unsere Kunden antreibt und wo ihre Problempunkte liegen.

Haben Redner und Teilnehmer deine Erwartung erfüllt?

Ja, bis jetzt wurden alle meine Erwartungen erfüllt. Die Agenda war sehr spannend und die Teilnehmer machen auch einen interessanten Eindruck.

Was war dein persönliches Highlight?

Mich persönlich hat der Vortrag von Heise Medien sehr angesprochen. Zu sehen, wie die internen Prozesse ablaufen und was notwendig war, um bis zu diesem Punkt zu gelangen, fand ich extrem aufschlussreich. Diese praxisnahe Darstellung war sehr hilfreich.

Hast du heute was Neues gelernt?

Etwas ganz Neues habe ich heute nicht gelernt, viele der angesprochenen Themen beschäftigen UNISERV schon seit Jahren. Aber es ist interessant zu sehen, wie potenzielle Kunden auf diese Themen blicken.

Würdest du wiederkommen und wem würdest du die IT Konferenz empfehlen?

Ja, ich würde auf jeden Fall wiederkommen. Empfehlen würde ich die Veranstaltung im Speziellen Leuten, die in der Verlags- und Medienbranche arbeiten. Ich finde die Konferenz sehr informativ und komme selbst auch nicht aus dem Verlagswesen, sondern arbeite für ein Unternehmen, das sich mit Datensicherung beschäftigt.


Besucherin: Mandy Best, IT Leitung IMS, Internationaler Medien Service


Image by Mandy Best

Was ist dein Gesamteindruck?

Ich fand die Konferenz extrem spannend, weil hier einerseits in die Zukunft geblickt wurde, andererseits aber auch der aktuelle Entwicklungsstand hinterfragt wurde. Wir als Händler für Bücher, Zeitschriften und Fachliteratur beschäftigen uns aktuell sehr stark mit dem Thema digitale Transformation. Viele Unternehmen stellen ihre kompletten Einkaufsprozesse digital um und somit passen auch wir uns deren veränderten Prozessen und Bedürfnissen an.

Haben Redner und Teilnehmer deine Erwartung erfüllt?

Die Redner haben meine Erwartungen mehr als erfüllt. Ich finde es sehr spannend zu sehen, wo die Reise hingeht und was alles möglich ist. Dies haben die Redner wunderbar veranschaulicht. Besonders toll fand ich den Kontrast zwischen den Praxisberichten und der Theorie. Es konnte klar identifiziert werden, dass die meisten Probleme in den Prozessen und den Stammdaten liegen und nicht in der IT.

Was war dein persönliches Highlight?

Mein persönliches Highlight war Prof. Knoll vom Lehrstuhl für Robotik an der TU in München. Er ist offen in den Vortrag gegangen und hat jeden Teilnehmer dort abgeholt, wo er stand. Er hat das „wo stehen wir aktuell“ und „wie sind wir dahin gekommen“ wunderbar verständlich abgebildet. Spannend war auch zu hören, dass schon 1959 damit begonnen wurde mit Künstlicher Intelligenz zu arbeiten.

Hast du heute was Neues gelernt?

Ja, ich habe einiges Neues gelernt. Ich lese viele Bücher zum Thema KI. Da wird die Thematik oft tendenziell negativ beleuchtet. Nach dem Motto, Computer werden den Menschen komplett ersetzen. Auf der heutigen Konferenz fand ich die Darstellung hingegen sehr positiv. Ich habe verstanden, dass wir KI-mäßig lange noch nicht so weit sind, wie uns die Werbung oder das Fernsehen weismachen will.

Würdest du wiederkommen und wem würdest du die IT Konferenz empfehlen?

Ich würde auf alle Fälle wiederkommen, und ich finde, dass alle ITler und Nicht-ITler aus Verlagen und Medien hier mindestens einmal gewesen sein sollten, um zu sehen und zu verstehen, was möglich ist und was nicht.


Teaserimage by Akademie der Deutschen Medien


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