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Netzpiloten @NKF Summit

Die Industrie 4.0 braucht den intensiven Austausch zwischen etablierten Unternehmen und Startups. Das ist das Markenzeichen der Transformationshelfer NKF Media. In Dresden geht der NKF Summit am 8. März in seine fünfte Runde. Wir Netzpiloten freuen uns, wieder als Medienpartner der inspirierenden Konferenz mit dabei zu sein, wenn erneut etablierte Corporates auf visionäre Startups treffen. Die diesjährige Ausgabe findet in der Gläsernen Manufaktur statt, die sich als „Center of Future Mobilty“ versteht. 

Welche Speaker werden da sein?

In einer Produktionsstätte von Volkswagen stattfindend, darf die Automobilindustrie auf dem NKF Summit nicht fehlen. Daher gehören Porsche Digital CEO Thilo Koslowski und Volkswagens Head of New Mobility and Innovations Marco Weiß zur Riege der spannenden Referenten. Auf Startup Seite steht zum Beispiel Lawrence Leuschner, Co-founder des Berliner eScooter-Sharing Anbieters Tier Mobility. Mit New Mobility beschäftigt sich auch Gunnar Floh, Gründer und Geschäftsführer von Wunder Mobility. Auf dem Investor-Panel spricht zudem Dr Tanja Emmerling vom High-Tech Gründerfonds, einem der aktivsten Seedinvestors in Europa.

Wer sonst noch als Speaker auf dem NKF Summit dabei ist, könnt ihr euch hier sehen.

Welche Themen und Formate erwarten euch?

Auf dem NKF Summit steht dieses Jahr die Industrie 4.0, New Mobility und das Internet of Things im Vordergrund. Zu den zahlreichen Programmpunkten gehören unter anderem:

  • Elektrische Mikro-Mobilität
  • Deutschland – zukunftsblinde Republik?
  • Industrielles Internet der Dinge

Teil des NKF Summit ist auch die Startup Expo, ein Ausstellungsbereich, in dem sich rund 50 Startups präsentieren. Hier gibt es unter anderem auch Speed-Networking Sessions.

Und sonst noch? – 25 % Netzpiloten-Rabatt!

Die Tickets für den NKF Summit könnt ihr direkt über die Website bestellen. Wer den NKF Summit als junges Startup besuchen will, kann auf Anfrage ein Startup-Ticket zum Sonderpreis von 190 Euro ergattern. Alle anderen profitieren von unserem Netzpiloten-Rabatt: 25 % mit diesem Code: NKF5-NETZPILOTEN. Wir freuen uns schon auf die inspirierende Konferenz in der Gläsernen Manufaktur.

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Netzpiloten @KI Summit

Der KI Summit Handelsblatt ist der führende und visionäre Treffpunkt für die Realisierung von KI in Unternehmen. Am 21. und 22. März findet er zum 2. Mal in München statt. Wir Netzpiloten sind als Medienpartner mit dabei und sind gespannt darauf, wie die Unternehmen den digitalen Umbruch mithilfe der KI-Technologie bewältigen.  Zu den zahlreichen internationalen Rednern gehört unter anderem Wanli Min, Vice President des chinesischen IT-Giganten Alibaba Cloud. Er wird über den Zusammenhang von KI und Cloud Computing reden. Wir freuen uns drauf!

Welche Speaker werden da sein?

Weitere Vortragende sind unter anderen Sebastian Matthes, der Head of Digital beim Handelsblatt. Er wird zusammen mit Prof. Dr. Johann Füller von der Universität Innsbruck, die Eröffnungsrede halten. Spannend wird es außerdem mit Prof. Sabina Jeschke, Vorstand Digitalisierung und Technik bei der Deutschen Bahn. Ihr Fokus liegt auf digitaler Mobilität und welche Rolle KI im Bahnnetzwerk spielen kann. Ihr Thema lautet „KI revolutioniert die Mobilität“. Weitere Impulse zu dem Thema KI wird Monica Epple liefern. Sie ist Head of Digital & Smart Analytics EMEA, bei Swiss Re Management und wird über das Thema „So entfesseln Sie das Potenzial von datengetriebenen Lösungen“ referieren. Sie gibt ebenfalls einen Einblick in KI gesteuerte Versicherungsformen und dem daraus erwachsenen Mehrwert für den Kunden.

Welche Themen und Formate erwarten dich?

  • Future Lounge
  • Business Matching
  • Umfangreiche PR- und Kommunikationsleistungen
  • Networking
  • Partnerangebote
  • Best Practices und Bench Marks

Und sonst noch?

Die zweitägige Veranstaltung bietet eine Menge Input mit vielseitigen Gästen und Themen, die spannende Beiträge und Diskussionen versprechen. Es besteht die Möglichkeit eine Expertise zu einem Thema im Handelsblatt Journal zu präsentieren, um die Reichweite seines Unternehmens zu vergrößern. Die nötigen Informationen darüber findet ihr hier. Für Startups besteht außerdem die einmalige Gelegenheit vergünstigte Tickets zu erwerben. Ganz nach unserem Geschmack Preise und Konditionen findet ihr hier.

 

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So helfen Umfragen Kunden und Unternehmen

Selbsterkenntnis ist ein guter Anfang für große oder kleine Veränderungen. Wer sich selbst und sein Tun reflektiert, hat die Chance, Fehler zu erkennen und sie auszubessern. Gilt das auch für komplexe Organisationen wie ein Wirtschaftsunternehmen? Wie können Firmen Selbstreflexion betreiben, um zu mehr Qualität, Effizienz und letztlich Erfolg zu gelangen? – Probates Mittel für die unternehmensbezogene Selbsterkenntnis sind von jeher Umfragen. Was vor Jahren noch aufwendige Papier-Prozesse waren, ist heutzutage durch die digitalen Hilfsmittel ein Kinderspiel. Jedes Unternehmen kann in wenigen Schritten seine Kunden und Partner erreichen und deren Grundhaltung, Zufriedenheitsgrad und Wünsche abfragen.

Sowohl für bereits etablierte Betriebe als auch für Startups ist das unmittelbare Feedback vom Kunden ein wichtiges Instrument innerhalb der Unternehmensleitung. Denn nur so können Produkte und Dienstleistungen verbessert werden. Besonders hilfreich dabei ist ein starkes Umfrage Tool. Es stellt die Grundlage für einen wichtigen Wettbewerbsfaktor dar. Feedback von Kunden ist ein Geschenk, das sinnvoll genutzt werden sollte. Immerhin erhalten Unternehmen auf diese Weise wertvolle Hinweise darüber, was sie gut machen und wo sie den Bedürfnissen ihrer Kunden noch besser gerecht werden können. Übrigens sind Kunden nicht der einzige Faktor, der zum Erfolg oder Nicht-Erfolg einer Marke beiträgt. Auch Mitarbeiter leisten natürlich einen entscheidenden Beitrag. Eine Mitarbeiterumfrage durchzuführen kann deswegen ebenso zu wichtigen Ergebnissen führen.

Wie kann ich Kunden an mein Unternehmen binden?

Was ist Kunden am wichtigsten? Nur wer die Antwort darauf kennt, kann entsprechend handeln. Mit der Zeit können sich Kundenwünsche ändern. Und auch innerhalb einzelner Alters- und Zielgruppen sind Unterschiede möglich. So achten Leute ohne Auto zum Beispiel besonders darauf, dass das Geschäft gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen ist. Workaholics hingegen lieben es, ihre Waren unkompliziert und von überall aus via Internet bestellen zu können. Sicherlich gibt es allgemeine Umfrageergebnisse dazu, was Kunden bei einem Unternehmen wichtig ist. Jedoch besitzt nicht jede Firma die gleiche Zielgruppe, so dass sich hier durchaus Unterschiede ergeben können. Deswegen ist es besser eigene, zielgerichtete und individuelle Umfragen durchzuführen.

Jeder einzelne Kunde ist wichtig für ein Produktions- oder Dienstleistungsunternehmen. Wie Befragungen zeigen, lässt sich eine einmal gefasste Meinung nicht mehr so schnell ändern. In Zeiten des Internets nutzen Kunden gerne die Möglichkeit, ihre Meinung über Online-Bewertungen kundzutun. Dies kann von Vorteil sein, wenn man Wert auf die Kundenzufriedenheit legt. Bei zu vielen unzufriedenen Kunden kann das Ganze aber auch schnell nach hinten losgehen, denn Kunden vertrauen Online-Bewertungen. Das hat unlängst die Forschungsplattform Nielsen offengelegt. Demnach vertrauen etwa zwei Drittel aller Kunden den Online-Meinungen. Umso wichtiger, dass diese positiv ausfallen.

Einsatzmöglichkeiten von Umfragen

Umfragen haben einen wichtigen Einfluss auf den unternehmerischen Erfolg. Idealerweise sollte Kundenfeedback regelmäßig eingeholt werden. Die Auswertung muss auf Routinen und Automatismen beruhen, so dass hier keine Unregelmäßigkeiten auftreten können. Überall dort, wo man mit Kunden und potentiellen Kunden in Kontakt kommt, sollte idealerweise das Feedbackmanagement eingesetzt werden. Dabei wird in drei unterschiedlichen Typen von Fragen unterschieden: Offene Fragen sind so angelegt, dass der Befragte in einem dafür vorgesehenen Feld eine freie Antwort eintragen kann. Diese Art der Umfrage ist eher kompliziert auszuwerten und wird deswegen selten bevorzugt. Hilfreicher sind geschlossene Fragen, bei denen der Befragte aus unterschiedlichen Antwortmöglichkeiten wählen kann. Wer möchte, kann auch festlegen, dass Mehrfachnennungen zugelassen sind. Der dritte Umfragetyp sind Beurteilungsfragen. Sie sind ideal, um Trends, Stimmungen, eine Zustimmung oder Ablehnung abzufragen. Befragten wird hierbei eine Matrix, ein Schieberegler oder eine Skala zur Verfügung gestellt.

Und nicht zu vergessen: Nicht nur an die Kunden denken! Auch Mitarbeiterbefragungen sind wichtig und können helfen, Probleme und Lösungsansätze zu erkennen. Schließlich sind zufriedene Mitarbeiter ebenso maßgeblich am Erfolg eines Unternehmens beteiligt wie zufriedene Kunden und Geschäftspartner.


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Netzpiloten @Servus KI!

Warum der Zukunft nicht einfach mal ein zünftiges „Servus!“ entgegenrufen! Wir sind dabei wenn am 28. September im schönen Nürnberg das Servus KI! Festival steigt. Alles dreht sich um das Trendthema „Künstliche Intelligenz“ – stark bezogen auf die Region. Veranstaltet von Deutschlands erste Akademie für digitale Transformation sind wir schon mal sehr gespannt, welche Impulse von diesem Herbsttag ausgehen werden. 

Was gibt es auf der Servus KI! zu entdecken?

Die Teilnehmer erwartet neben aufschlussreichen Vorträgen von Wissenschaftlern, Strategen oder Gründern auch viel Interaktives mit Paneldiskussionen, Workshops und sogar einer Erlebnisfläche mit sechs Ausstellern. Alles steht unter dem Motto „Verbinden, erleben, inspirieren“. Freut euch zum Beispiel auf den Vortrag der Gründerin von datanizing, Stephanie Fischer, den Innovationsmanager Daniel Betsche (Fiducia & GAD IT AG) und auch auf Prof. Dr. Ulf Pillkahn von der FOM University for Economy and Business.

Welche Themen erwarten euch?

  • Machine Learnig
  • Industrie 4.0
  • AI in the wild
  • KI trifft auf Altbewährtes, wie könnte die Zukunft aussehen?
  • Gesundheitsanalyse per KI
  • Risiken und Chancen von KI
  • selbstfahrende Autos
  • digitale Sprachassistenten 
  • künstliche und organische Intelligenz

Das wars noch nicht!

Wir wären ja nicht im freundlichen Frankenland, wenn es sich hier nicht bei angenehmster Atmosphäre (und Bier und Brotzeiten) bestens vernetzen ließe. Sichert euch jetzt die Tickets. Wir sehen uns in Nürnberg!

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Netzpiloten @Internet World Congress 2018

Dieser Kongress ist für alle, die Geld verdienen wollen in den digitalen Netzen! Wir Netzpiloten sind auch wieder mit dabei, wenn es am 9. und 10. Oktober in München beim Internet World Congress um die Trends, Strategien und Best Practices im digitalen Handel geht. Veranstaltet von der Neue Mediengesellschaft Ulm tagt die digitale Handelselite im Sheraton München Arabellapark.

Welche Speaker erwarten uns?

Wie immer teilen ausgesuchte Experten ihr Wissen mit allen Einsteigern und Profis unter den digitalen Machern im Publikum. Freut euch auf Marcus Casey (mit dem beeindruckenden Konzern-Titel: VP eCommerce & Customer Experience for Digital Services and Connected Car at BMW Group) oder den COO Europe von Groupon, Dominik Dreyer. Auch Managing Director Nina Pütz von eBay Germany ist eine spannende Referentin. Alle Vortragenden bieten sicherlich spannende Einblicke in Versand-Prozesse, Personalisierung und den Plattform-Handel. – Für alle Teilnehmer gilt es dann nur noch, sie rasch umzusetzen im eigenen Unternehmen ;)

Programm-Vielfalt garantiert!

Künstliche Intelligenz, Logistik, Mobile Shopping sind nur einige der Themen, mit denen sich der digitale Handel heutzutage auseinandersetzen muss. Neben neuen Lösungen für digitale Händler im Tagesgeschäft wie beispielsweise neue Shop-Software, Omnichannel-Strategien und erste KI-Anwendungen für den Online-Handel erwarten euch im vielseitigen Programm an den beiden Tagen noch folgende Schwerpunkte:

  • Bekanntheit, Nutzungsbereitschaft und Potenziale von Augmented Reality im Handel
  • Pro & Kontra Influencer Marketing (Diskussion)
  • Omnichannel-CRM: Wie erkennt man den Kunden in der Filiale? (Praxisbeispiel)
  • Customer Centricity als zentraler Erfolgsfaktor – alte und neue Wege zum Kunden

Und sonst noch?

 Wie auch im Vorjahr wird es on- und off-Stage garantiert wieder viele spannende Diskussionen geben und für angenehme Netzwerk-Events ist auf alle Fälle gesorgt! Tickets

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Netzpiloten @IoTcamp

Mit smarten Technologien und interaktiven Geschäftsmodellen das Leben der Menschheit einfacher gestalten – ein guter Ansatzpunkt über den ihr mehr auf dem IoTcamp erfahren könnt. Dafür versammeln sich alle Interessierten, Unternehmer und Gründer am 12. und 13. Oktober im innovativen  Space Shack Berlin.

Worum es genau geht? – Um die Vollvernetzung und um Künstliche Intelligenz im Zeichen des Internet of Things. Es geht um Fragen, die unsere Zukunft betreffen und unsere Realität. Zudem erfahrt ihr mehr über aktuelle Forschungen und Entwicklungsstände. Anlass genug, um sich das Barcamp – veranstaltet von der Cassini Consulting GmbH – nicht entgehen zu lassen.

Beim IoTcamp spontan die Themen mitbestimmen

Was ist eigentlich ein Barcamp? Bei dem aus der Bloggerszene entstanden völlig freien Format (wir lieben es!), werden weder die einzelnen Sessions noch die Sprecher vorher festgelegt. Und das macht das Ganze so spannend. Die Teilnehmer entscheiden erst am Morgen des Konferenztages, wie die Planung verläuft.

Es ist das erste Mal, dass das IoTcamp an zwei Tagen veranstaltet wird. Während wir also am 12. Oktober spannende Businessaspekte und Entwicklungen neuer Geschäftsmodelle kennenlernen, geht es dann am 13. Oktober über Entwicklungs- und Anwendungsfragen.

Um welche Themen wird es gehen?

  • Business-Modellentwicklung
  • IoT-Strategie
  • Success Stories
  • Industrial Internet of Things

Dabeisein ist alles!

Wer sich das spannende Barcamp und den sicherlich angeregten Austausch untereinander nicht entgehen lassen möchte, sollte also nicht lange zögern und sich die passenden Tickets sichern. Wir wünschen zwei tolle Tage!

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Netzpiloten @solutions.hamburg

„Digitalisierung ist Teamsport!“ – Wir finden, das ist ein super Motto unter dem in diesem Jahr die solutions.hamburg vom 12. bis zum 14. September stattfindet. Wir Netzpiloten sind gerne mit dabei wenn sich drei Tage lang in einer von Hamburgs besten Locations – der internationalen Kulturfabrik Kampnagel – alles um die große digitale Transformation dreht. Veranstaltet vom Silpion Team werden in verschiedenen Vortragsräumen und Hallen alle Digitalisierungsinteressierten jede Menge Wissenswertes, Trends, Strategien und Lösungsansätze für Unternehmen im digitalen Wandel erfahren.

Was die solutions.hamburg so spannend macht? Das ausgefeilte Programm! Die drei Kongresstage sind unterteilt in drei Themenbereiche, sodass jeder auf seine Kosten kommt. Erlebt den Mittwoch im Zeichen des Strategy Day. Lasst euch hier zeigen, wie digitale Schlüsseltechnologien auf strategischen Ebenen zu erfassen sind. Der Donnerstag widmet sich ganz dem Thema innovative Technologien und Lösungsansätze aus den Bereichen Künstliche Intelligenz oder Virtual Reality. Den Freitag verbringt ihr mit Themen rund um die Technologie. Blickt gemeinsam mit Experten in die Gegenwart und Zukunft und erlangt praktisches Wissen für eure Arbeit im Unternehmen.

Welche Speaker werden da sein?

Die solution.hamburg fährt rund 500 tolle Experten auf. Das macht sie ganz klar zu einem der größten Digitalisierungskongresse. Wir sind gespannt auf inspierende Vorträge wie etwa vom Wissenschaftsjournalisten und Autor Ranga Yogeshwar, der seine Keynote direkt am Mittwoch halten wird. Zudem wird uns Dr. Markus Durstewitz – Innovation Manager bei Airbus – etwas zum Thema Design Thinking erzählen. Spannend wird auch der Vortrag von Jenny Kornmacher, der Projektleiterin der Hamburg Kreativ Gesellschaft, die uns neue Impulse für die Industrie liefern wird. – Und wir freuen uns natürlich auf unseren Blogger-Freund Sascha Lobo!

Welche Formate und Themen erwarten dich?

  • Erfahrungsberichte, Impulsvorträge, Workshops und Netzwerkveranstaltungen
  • Zukunft Kundenkommunikation
  • KI Revolution
  • New Work & Digital Collaboration
  • Blockchain
  • AI in Brand Management
  • Mensch und Technik im Wandel

Und sonst noch?

Mit mehr als 5.000 Besuchern und mit über 400 Sessions, erwartet die Teilnehmer ein immenser Input. Haushaltet schön mit euren Kräften und wählt gut aus ;) Tickets gibt es hier! Wir seh’n uns auf Kampnagel!

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Netzpiloten @Campfire 2018

Journalismus ist lebenswichtig für unsere Gesellschaft! Deshalb finden wir es toll, dass es jetzt ein innovatives, offenes und charmantes Open-Air-Festival zu diesem Thema gibt. Auf dem Campfire 2018 vom 31. August bis 02. September in Düsseldorf wird Journalismus erfahrbar gemacht und viele Macher, Experten und Medien-Interessierte tauschen sich aus und lernen sich kennen.

Drei volle Tage geht es unter anderm um solche Fragen: Wie wird unsere Arbeit, unser Leben, die Kommunikation und die Gesundheitsindustrie in der Zukunft aussehen? Was passiert mit uns, wenn alle diese Bereiche, die uns umgeben von der Digitalisierung durchdrungen sind?

Auf dem Campfire soll die Zukunft des Journalismus beleuchtet werden. Hierbei sind nicht nur Experten oder Journalisten angesprochen, sondern auch Schüler und Studenten sind herzlich willkommen. Namhafte Speaker aus renommierten Unternehmen und Zeitungsverlagen wie beispielsweise Markus Feldenkirchen – Spiegel Journalist und Autor – oder Wiebke Möhring – Professorin für Print- und Onlinejournalismus – werden zudem ihr Expertenwissen auf zwei Hauptbühnen oder aber in mehreren Programmzelten an die Teilnehmer weitergeben.

Tiefere Einblicke in zahlreichen Workshops

Wer tiefer in die Thematik einsteigen möchte, für den bieten sich zahlreiche Workshops mit spannenden Themen an, wie unter anderem:

  • Über alle Grenzen hinweg – wie wir weltweite Themen recherchieren
  • Wie ihr Menschen für eine gemeinsame Aktion begeistert
  • Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen „Design Thinking“ und „Lean Startup“
  • So organisierst du ein Barcamp

Wir finden: Dabei sein lohnt sich auf jeden Fall! Freut euch auf 150 Programmpunkte in 15 Programmzelten, 10.000 tolle Besucher, zahlreiche Speaker und Experten und einen spannenden Austausch. Was das Wichtigste ist, ist natürlich auch die Möglichkeit sich untereinander zu vernetzen und drei lehrreiche und innovative Tage auf dem Festival Campfire 2018 zu verbringen. Und das Allerbeste: das Festival ist kostenlos!

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Netzpiloten @Online Marketing Konferenz

Ihr wollt Tickets für die spannende Online Marketing Konferenz gewinnen? Dann nehmt an unserem Gewinnspiel teil und sichert euch zwei Tickets. 


Wenn ihr mehr über die aktuellen Trends und Entwicklungen rund ums Online Marketing erfahren möchtet, dann ist das kein Problem! Denn die Online Marketing Konferenz öffnet am 27. September genau zu diesem Anlass ihre Tore.

Es ist bereits das siebte Mal, dass die Online Agentur web-netz in Verbundenheit mit der Leuphana Universität Lüneburg alle Interessierten und Begeisterten einlädt, um das Thema Online Marketing und Digitalisierung aus allen Blickwinkeln zu betrachten. Hierfür bietet die OMK alles Wissenswerte für den direkten Einsatz in den B2B- und B2C-Unternehmen.

Von der Online Marketing Konferenz das Beste mitnehmen

Von der OMK geht niemand mit leeren Händen (und Köpfen) in sein Unternehmen zurück. Dafür sorgen über 40 Top-Speaker aus unterschiedlichsten Bereichen, wie beispielsweise Social Media, Wirtschaft und Wissenschaft. Unter den Experten befinden sich Persönlichekteiten wie Dr. Nicolas Dierks – Spiegel Bestseller Autor und Philosoph – und die Bloggerinnen Louisa Dellert & Jil Zeletzki, die einiges zum Thema Influencer Marketing mitbringen.

Alle Teilnehmer erwartet ein großes Spektrum an Vorträgen, aus denen sie das Wichtigste für sich und ihr Unternehmen schöpfen können:

  • Social Media jenseits der Überschriften: Chancen erkennen und ethisch handeln
  • Google Assistant, Alexa & Co.: Wie sich die Welt der Suche verändert
  • Hype oder Game Changer – Wie nachhaltig ist Influencer Marketing wirklich?

Wissenswertes auch zwischen den Vorträgen

Nicht nur innerhalb der Vorträge können die Teilnehmer der OMK etwas lernen. Auch in den Pausen gibt es bei leckeren Snacks und Getränken einiges mit auf den Weg. Kontakte knüpfen, vernetzen und austauschen stehen ganz oben auf der Liste des vielfältigen Programms.

Wer diesen Tag voller Innovationen, Trends und Entwicklungen im Online Marketing nicht verpassen möchte, der sollte sich unbedingt die Tickets sichern oder bei unserem Ticket-Gewinnspiel mitmachen.

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Wie war’s auf der IT Konferenz der Akademie der Deutschen Medien?

Künstliche Intelligenz, Machine Learning, Change und Agilität –  all diese Themen sind unter anderem ausschlaggebend für eine moderne IT-Landschaft. Wie können speziell Verlage den steigenden Anforderungen des Marktes und der Kunden gerecht werden?  Die IT Konferenz – veranstaltet von der Akademie der Deutschen Medien – hatte sich diese Fragen für eine spannende Veranstaltung vorgenommen. Die Teilnehmer wurden mit fachkundigen Vorträgen von namhaften Experten (u.a. Prof. Alois C. Knoll von der TU München und Georg Noll von Heise Medien) inspiriert und in anregende Diskussionen verwickelt.

Astrid Neumann war für die Netzpiloten bei der IT Konferenz vorort und hat sich für einen Destination Check bei den Veranstaltern, Speakern und Teilnehmern umgehört, wie sie jeweils die Konferenz erlebt haben.


Veranstalter: Tina Findeiß, Leiterin Programm und Inhouse, Akademie der Deutschen Medien


Image by Tina Findeiß

Tina ist in der Akademie der Deutschen Medien zuständig für das offene und das firmeninterne Seminarprogramm und koordiniert hier mit ihrem Team rund 450 Veranstaltungen und 500 Speaker zu allen Themen rund um Medien, Marketing und Digitalisierung.

Was ist dein Gesamteindruck?

Eine Konferenz während eines WM-Spiels von Deutschland zu veranstalten ist natürlich ein gewisses Wagnis. Aber offensichtlich hat die Qualität des Programms überzeugt, denn: Wir sind mit der Teilnehmerzahl in diesem Jahr sehr zufrieden (und hatten am Ende nur wenige Fußballfans unter den Teilnehmern an das Spiel verloren).

Haben die Redner und Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Ja, auf jeden Fall. Die Referentenriege ist – und ich bin sicher, dass mein Blick als Veranstalter hier nicht getrübt ist – wirklich hervorragend, eine gute Kombination aus wissenschaftlicher Fundierung (u. a. durch den Vortrag von Alois C. Knoll von der TU München zum Thema Künstliche Intelligenz) und praxisorientierten Fallbeispielen aus Unternehmen, wie etwa der Vortrag von Georg Nold und Christine Kreye von Heise Medien, der ein IT-Implementierungsprojekt von allen Seiten beleuchtet hat.

Was ist dein persönliches Highlight?

Es ist grundsätzlich schwer, einen visionären und zukunftsgewandten Vortrag wie den von Sascha Wolter  (siehe nächstes Statement) mit einem sehr konkreten Anwendungs-Case aus der Verlagsbranche miteinander zu vergleichen. Ich finde, zu einer gut gemachten Konferenz gehört beides. Daher gab es für mich mehrere spannende Präsentationen. Mich begeistert im Moment persönlich das Thema Künstliche Intelligenz. Deshalb hat mir die Keynote von Prof. Alois C. Knoll von der TU München gefallen, der aus Forschungsperspektive und trotzdem sehr pragmatisch die aktuellen Entwicklungen und Chancen rund um KI aufgezeigt hat.

Wie würdest du die Teilnehmer einordnen?

Unsere IT-Konferenz hat ja einen besonderen Zuschnitt und richtet sich schwerpunktmäßig an Mitarbeiter aus Verlags- und Medienhäusern. Das spiegelt sich natürlich auch in der Teilnehmerschaft wider – eine bunte Mischung aus Verlagsgeschäftsführern, IT-Verantwortlichen, E-Business- und Digitalentscheidern, die allesamt in ihrem Alltag mit IT-Themen zu tun haben. Die Diskussion zwischen Teilnehmern und Referenten war eigentlich während der gesamten Konferenz – nach den Vorträgen und in den Pausen – sehr rege und ich denke, die Teilnehmer konnten alle gute Impulse mit nach Hause nehmen.

Wem würdest du die IT Konferenz empfehlen?

Anders als andere Anbieter hat unsere IT-Konferenz einen klaren Medienfokus. Daher ist die Konferenz für alle interessant, die in der Medien- oder Verlagsbranche arbeiten und mit IT- und Technologie-Themen zu tun haben. Und das sind, in Zeiten der Digitalisierung, eigentlich alle Entscheider und Teamleiter aus den Bereichen IT, E-Business, Digital Media und natürlich der Geschäftsführung.


Speaker: Sascha Wolter, Senior UX Consultant and Principle Technology Evangelist bei Cognigy


Image by Sascha Wolter

Sascha ist Experte für Planung und Umsetzung von geräteübergreifenden Anwendungen. Als solcher begeistert er sich für das Benutzererlebnis und erkundet verbesserte multimodale Interaktionsformen zwischen Mensch und Maschine – u. a. in Form von Konversation über Text (Chatbots) und Sprache auch als Alexa bekannt.

Was ist dein Gesamteindruck von der Konferenz heute?

Auf der IT Konferenz wurde nicht nur der aktuelle Forschungsstand erläutert, sondern auch die praktische Anwendung gezeigt. Man sieht hier genau die spannenden Möglichkeiten was Künstliche Intelligenz bieten kann, speziell im Zusammenhang mit Medien und Fachverlagen. Dieses Thema ist eine große Chance aber auch eine Herausforderung.

Was ist deine persönliche Motivation hier zu sprechen?

Die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine begeistert mich. Denn ich möchte den Menschen die neuen Möglichkeiten näherbringen. Gleichzeitig versuche ich aber auch diese Technologien zu entmystifizieren. Es ist mir wichtig, aufzuzeigen wie alles funktioniert und auch welches Potenzial dahintersteckt! Ich stelle mir immer die Frage, was macht das, was man tut, irgendwie besser und warum sollte es irgendjemand in der Welt haben bzw. nutzen wollen. Ich sehe mich als jemand, der als Sprachrohr zwischen Unternehmen, Entwicklern und Anwendern fungiert und die Interessen, vor allem die der Anwender, wiederum zurück in das eigene Unternehmen trägt, um das Produkt besser zu machen.

Haben die Speaker und Teilnehmer deine Erwartungen erfüllt?

Ich bin begeistert von der überaus hohen Qualität der Vorträge – die trotzdem auch für Teilnehmer ohne tiefe IT Kenntnisse klar verständlich waren. An den Fragen der Teilnehmer konnte ich erkennen, dass alle sehr interessiert an den vorgetragenen Themen waren.

Würdest du wiederkommen und wem würdest du die Konferenz empfehlen?

Ja, ich kann die Konferenz sehr empfehlen und würde auch selber gerne wieder hier sprechen. Die Vorträge haben eine sehr hohe Qualität und die Zielgruppe ist nicht nur interessant, sondern auch interessiert. Die Medienwirtschaft ist extrem wichtig als Multiplikator, also als Menschen, die sich mit Inhalten aktiv auseinandersetzen.


Besucherin: Sarah Dambacher, Account – & Partnermanagement bei UNISERV


Image by Sarah Dambacher

Was ist dein Gesamteindruck?

Ich habe einen sehr guten Eindruck, speziell die Unternehmensvorträge haben mir gut gefallen. Mir hilft das, besser zu verstehen, was unsere Kunden antreibt und wo ihre Problempunkte liegen.

Haben Redner und Teilnehmer deine Erwartung erfüllt?

Ja, bis jetzt wurden alle meine Erwartungen erfüllt. Die Agenda war sehr spannend und die Teilnehmer machen auch einen interessanten Eindruck.

Was war dein persönliches Highlight?

Mich persönlich hat der Vortrag von Heise Medien sehr angesprochen. Zu sehen, wie die internen Prozesse ablaufen und was notwendig war, um bis zu diesem Punkt zu gelangen, fand ich extrem aufschlussreich. Diese praxisnahe Darstellung war sehr hilfreich.

Hast du heute was Neues gelernt?

Etwas ganz Neues habe ich heute nicht gelernt, viele der angesprochenen Themen beschäftigen UNISERV schon seit Jahren. Aber es ist interessant zu sehen, wie potenzielle Kunden auf diese Themen blicken.

Würdest du wiederkommen und wem würdest du die IT Konferenz empfehlen?

Ja, ich würde auf jeden Fall wiederkommen. Empfehlen würde ich die Veranstaltung im Speziellen Leuten, die in der Verlags- und Medienbranche arbeiten. Ich finde die Konferenz sehr informativ und komme selbst auch nicht aus dem Verlagswesen, sondern arbeite für ein Unternehmen, das sich mit Datensicherung beschäftigt.


Besucherin: Mandy Best, IT Leitung IMS, Internationaler Medien Service


Image by Mandy Best

Was ist dein Gesamteindruck?

Ich fand die Konferenz extrem spannend, weil hier einerseits in die Zukunft geblickt wurde, andererseits aber auch der aktuelle Entwicklungsstand hinterfragt wurde. Wir als Händler für Bücher, Zeitschriften und Fachliteratur beschäftigen uns aktuell sehr stark mit dem Thema digitale Transformation. Viele Unternehmen stellen ihre kompletten Einkaufsprozesse digital um und somit passen auch wir uns deren veränderten Prozessen und Bedürfnissen an.

Haben Redner und Teilnehmer deine Erwartung erfüllt?

Die Redner haben meine Erwartungen mehr als erfüllt. Ich finde es sehr spannend zu sehen, wo die Reise hingeht und was alles möglich ist. Dies haben die Redner wunderbar veranschaulicht. Besonders toll fand ich den Kontrast zwischen den Praxisberichten und der Theorie. Es konnte klar identifiziert werden, dass die meisten Probleme in den Prozessen und den Stammdaten liegen und nicht in der IT.

Was war dein persönliches Highlight?

Mein persönliches Highlight war Prof. Knoll vom Lehrstuhl für Robotik an der TU in München. Er ist offen in den Vortrag gegangen und hat jeden Teilnehmer dort abgeholt, wo er stand. Er hat das „wo stehen wir aktuell“ und „wie sind wir dahin gekommen“ wunderbar verständlich abgebildet. Spannend war auch zu hören, dass schon 1959 damit begonnen wurde mit Künstlicher Intelligenz zu arbeiten.

Hast du heute was Neues gelernt?

Ja, ich habe einiges Neues gelernt. Ich lese viele Bücher zum Thema KI. Da wird die Thematik oft tendenziell negativ beleuchtet. Nach dem Motto, Computer werden den Menschen komplett ersetzen. Auf der heutigen Konferenz fand ich die Darstellung hingegen sehr positiv. Ich habe verstanden, dass wir KI-mäßig lange noch nicht so weit sind, wie uns die Werbung oder das Fernsehen weismachen will.

Würdest du wiederkommen und wem würdest du die IT Konferenz empfehlen?

Ich würde auf alle Fälle wiederkommen, und ich finde, dass alle ITler und Nicht-ITler aus Verlagen und Medien hier mindestens einmal gewesen sein sollten, um zu sehen und zu verstehen, was möglich ist und was nicht.


Teaserimage by Akademie der Deutschen Medien

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Netzpiloten @DDV-Kongress

Alle diejenigen, die sich für Dialogmarketing interessieren, sollten sich den 26. September 2018 unbedingt freihalten. An diesem Tag findet an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management in Hamburg der 13. wissenschaftliche interdisziplinäre Kongress für Dialogmarketing statt. Bereits seit 2006 bietet der wissenschaftliche Kongress des DDV spannende Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse zum Dialogmarketing. Auch in diesem Jahr wird es daher viele hilfreiche Antworten auf die Frage geben, welchen Nutzen Marketingverantwortliche aus diesen Erkenntnissen mit nach Hause nehmen können.

Eine Vielfalt an Themen

An diesem Tag wird es eine breite Palette voller spannender Themen geben, die von Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen an alle Teilnehmer in angenehmer Atmosphäre weitergegeben werden. Erhaltet Einblicke in die aktuellen Forschungsthemen wie unter anderem:

  • Künstliche Intelligenz im Kundendialog
  • ROPO-Effekt bei Produkten der Unterhaltungselektronik
  • Connected Cars als Instrument des CRM
  • Dialog Excellence – Erfolgsbeitrag von Dialogmarketing für Unternehmen
  • Zur zielgrößenabhängigen Bestimmung der (Erfolgs-)Faktoren im Targeting

Ein Höhepunkt der Veranstaltung wird mit unter die Verleihung des Alfred Gerardi Gedächtnispreises sein, welcher an den Nachwuchs aus der Wissenschaft verliehen wird. Hier können sich Teilnehmer auf eine Kurzpräsentation der drei Preisträger freuen, bevor es dann in eine gemütliche Mittagspause übergeht.

Viele Möglichkeiten für die Teilnehmer

Neben den Vorträgen, bietet die Veranstaltung darüber hinaus einiges mehr. Nutzt die Chance euch untereinander und mit den Top-Referenten zu vernetzen. Knüpft Kontakte, sammelt Eindrücke und beteiligt euch an anregenden Diskussionen.

Wer Teil dieses Tages sein möchte, der kann sich hier schon einmal Anmelden und Tickets ergattern.

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Netzpiloten @EBSpreneurship

Es ist bereits das zehnte Mal, dass Investoren, Studenten, Unternehmer und die, die es noch werden wollen, auf dem EBS Campus im Reingau aufeinandertreffen. Denn vom 19. bis 20. Oktober findet erneut der EBSpreneurship statt.

Hierbei handelt es sich um den größten von Studenten organisierten Kongress mit dem diesjährigen Fokus auf das Zusammenspiel von Finanzen und Technik.

Highlights für Jedermann

Wie schon in den Vorjahren können Besucher sich auf ein vielfältiges Programm freuen. Dabei erwartet sie spannende Vorträge von namhaften Speakern wie unter anderem Peter Holzer – Autor des Buches “Mut braucht eine Stimme” – oder auch Rouven Dresselhaus von Cavalry Ventures.

Zudem können sich die Teilnehmer auf anregende Podiumsdiskussionen mit Experten und Referenten freuen, bei denen es um interessante Themen wie Künstliche Intelligenz oder auch um die Zukunft der Mobilität geht.

Besonders sinnvoll ist an den beiden Tagen außerdem die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen. Die Chancen stehen besonders gut sich seinen Praktikumsplatz zu ergattern oder gar andere Gründer mit ins Boot zu holen. Die Optionen scheinen an den beiden Tagen beinahe unbegrenzt.

Neben spannenden Workshops unter anderem zu den Themen Social Media oder Unternehmens- und Marktsimulationen können Teilnehmer hier ihr Wissen auffrischen und von den Besten lernen, um sich in Zukunft ein sicheres Standbein zu schaffen.

Diese beiden Tage sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, denn hier ergeben sich zahlreiche Chancen für Gründer, Investoren, Unternehmer und Studenten. Aber auch Interessierte, die erst noch den großen Schritt in die Gründerszene wagen wollen, sind auf dem Kongress herzlich willkommen. Seid dabei, wenn Wissen auf Innovation trifft und vernetzt euch untereinander!

Tickets ergattern und dabei sein!

Wenn ihr euch den EBSpreneurship nicht entgehen lassen wollt, dann könnt ihr euch schnell Studenten-, Early Bird-, oder Unternehmer-Tickets besorgen.

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“Mobile Recruiting” – mit einem Wisch zum Traumjob?

mohamed_hassan - pixabay

Anschreiben formulieren, Lebenslauf überarbeiten, Zeugnisse scannen und professionelles Bewerbungsbild erstellen lassen. Der Weg zu einer soliden Bewerbung, wenn auch online versendet, beinhaltet noch immer viele Schritte. Doch ist dieser Prozess überhaupt noch zeitgemäß? Die Bewerbung per Smartphone verspricht Abhilfe. Aber wie genau verändert „Mobile Recruiting“ den Bewerbungsprozess und welche Vor- und Nachteile entstehen dabei für Privatpersonen und für Firmen?

Kaum ein Unternehmen setzt heutzutage noch auf Printanzeigen, wenn es um die Rekrutierung von neuem Personal geht. Stellenanzeigen in verschiedenen Online-Portalen gehören längst zum guten Ton im Personalmanagement von Unternehmen aller Art, ob Mittelständler oder Großkonzern. Doch nicht nur der Stellenmarkt, sondern auch der Bewerbungsprozess selbst steht dabei im Wandel der Digitalisierung. So versprechen zahlreiche Apps, den Bewerbungsprozess zu erleichtern, indem sie umfassend auf diesen vorbereiten oder gar versuchen ihn komplett zu erneuern. Vereinfachte Bewertungssysteme oder mit Hilfe von Algorithmen optimierte Auswahlprozesse sollen dabei helfen, Job und Bewerberin oder Bewerber noch besser aufeinander abzustimmen. Besonders die typischen Wünsche der Generation Y, wie beispielsweise Flexibilität, Mobilität und schnelle Informationsbeschaffung, erhalten dabei die Möglichkeit, endlich auch bei der Jobsuche Berücksichtigung zu finden.

Bewerbung per App – it’s a match!

Laut einer Studie der Hochschule Rhein Main und der Jobbörse Jobware benötigen die Hälfte aller Befragten noch immer zwischen ein und drei Stunden für eine Bewerbung. Zeitersparnis, das höchste Gut der Generation Y, steht deshalb im Vordergrund jeder App. Jobportale wie Monster.de oder Stepstone.de werben daher mit Kurzbewerbungen, die versprechen die Bewerbung mit einem Klick zu versenden. Gleichzeitig bekommen Unternehmen standardisierte Bewerbungen, die einfacher vergleichbar sind.

Die App „TalentCube“ geht einen Schritt weiter. Mit Hilfe von selbstgedrehten Kurzvideos soll das klassische Bewerbungsgespräch künftig bequem mit dem Smartphone von zu Hause geführt werden. Unternehmen erhalten die Möglichkeit, die App mit job- oder persönlichkeitsbezogenen Fragen zu füttern. Die Bewerberinnen oder Bewerber beantworten diese Fragen dann mit Hilfe von kurzen Videos, die sie selbst mit der Frontkamera ihres Smartphones drehen. Der Clou: Dabei erhalten alle nur einen Take, um die Fragen zu beantworten, so wird die Situation eines klassischen Bewerbungsgesprächs simuliert und simultan die Spontanität getestet. Keine Anreisekosten, keine Wartezeit und trotzdem ein persönlicher Eindruck der Jobanwärter. Ein Gewinn an Zeit und Effizienz sowohl für Jobsuchende als auch für die Personalabteilung, so zumindest die Hersteller der App.

Beim „Robot Recruiting“ entscheidet der Algorithmus

Nicht nur der Bewerbungsprozess, sondern auch das Auswahlverfahren selbst wird zunehmend durch moderne Technik optimiert. Beim sogenannten „Robot Recruiting“ liest nicht die Personalabteilung, sondern der Computer den Lebenslauf der Jobinteressenten. Dabei entscheidet ein Algorithmus, wer für den Job geeignet ist. Unter dem Deckmantel der fairen Bewertung gleicht der Algorithmus dabei ab, ob die für den Job geforderten Eigenschaften erfüllt sind. Welche Eigenschaften gefragt sind, entscheidet die Person, die den Algorithmus programmiert. Hard-Skills wie Sprachkenntnisse oder Jahre an Berufserfahrung sind dabei für die meisten Algorithmen selbstverständlich einfacher auszulesen als Soft-Skills, wie beispielsweise Teamfähigkeit. Trotzdem könnte ein transparentes Bewertungssystem frei von menschlichen Vorurteilen für ein Plus an Fairness auf dem Arbeitsmarkt sorgen, wenn auch (unter Umständen) auf Kosten des Bauchgefühls, das bisher noch in den meisten Unternehmen darüber entscheidet, wer wirklich ins Team passt.

Damit sind Algorithmen in der Lage, nicht nur unter Personen auszuwählen, die sich aktiv für den Job beworben haben, sondern auch selbständig in verschiedenen Netzwerken nach passenden Kandidatinnen und Kandidaten zu suchen. Welche Seiten wurden geliked, worüber wird gepostet und vor allem: wer verfügt über ein ausreichend großes Netzwerk? Wer kennt die führenden Köpfe der Branche? Ist eine passende Kandidatin oder ein passender Kandidat gefunden, bewirbt sich das Unternehmen bei diesen. Damit dreht sich der klassische Bewerbungsprozess und Unternehmen buhlen aktiv um ihr zukünftiges Personal. Setzt sich diese Form des „Robot Recruitings“ durch, bedeutet das, dass sowohl Firmen als auch Privatpersonen, ob auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle oder nicht, darauf angewiesen sind, Präsenz auf Online-Plattformen zu zeigen. Laufen damit alle, die nicht bereit sind ihre Daten online preiszugeben Gefahr, auf dem Arbeitsmarkt abgehängt zu werden?

Risiken und Nebenwirkungen

Um die Vorteile der Digitalisierung im Bewerbungsprozess langfristig nutzen zu können, gilt es nach offenen Baustellen in der aktuellen Entwicklung zu suchen. Die Suche danach beginnt mit der Zielgruppe. Die Generation Y, die gerade erste Schritte auf dem Arbeitsmarkt unternimmt, bewegt sich gewohnt intuitiv und damit problemfrei in digitalen Gewässern. Sie ist gewöhnt an schnelle Bewertungssysteme und kurze Kommunikationswege. Damit liegt ein naheliegendes Problem auf der Hand: Andere Generationen sind gewohnt an alte Bewerbungsprozesse und sind weniger präsent auf den entsprechenden Plattformen. Diese Beobachtung geht Hand in Hand mit der, über die Art der Jobs, die auf den neuen digitalen Pfaden wandern. Scheinbar naturgegeben erscheinen Sektoren, die ihr täglich Brot auf die eine oder andere Weise durch oder mit Hilfe von medialen Prozessen verdienen, offener für neue digitale Entwicklungen. Eine Stelle in einer Redaktion oder einer Marketing Abteilung wird daher potentiell eher Gebrauch von den neuesten Bewerbungstools machen, als ein Ausbildungsplatz in einer Autowerkstatt.

Eine weitere Herausforderung bietet der Datenschutz. Was passiert mit sensiblen Bewerberdaten nach dem Bewerbungsverfahren und wie erkläre ich dem Algorithmus, dass ich nicht möchte, dass meine Daten in autonomen Headhuntings Berücksichtigung finden? Letztendlich birgt die mobile Bewerbung damit die Gefahr, die gläserne Bürgerin oder Bürger zum Optimum des Bewerbungsmarktes zu erheben. Privates und Berufliches vermischen sich unwiderruflich, wenn auf sozialen Netzwerken nur noch das geteilt wird, was dem zukünftigen Arbeitgeber oder der zukünftigen Arbeitgeberin potentiell gefallen könnte. Wird der Arbeitsplatz zudem beispielsweise auf dem eigenen Profil angegeben, stellt sich außerdem die Frage, ob auf der entsprechenden Plattform noch als Privatperson agiert wird, oder doch als Repräsentant des Unternehmens.

Letztendlich erscheinen besonders kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland noch immer im Dornröschenschlaf hinsichtlich der Akzeptanz neuer Techniken. An innovativen Ideen, die versprechen den Bewerbungsprozess einfacher, transparenter und damit letztendlich effektiver zu machen mangelt es jedenfalls nicht. Denn die Bewerbung per Smartphone bietet nach wie vor viel Potential. Neben der Zeitersparnis stellt vor allem die objektive Bewertung einen großen, potentiellen Vorteil des Mobile Recruitings dar. Ob zwischenmenschliche Prozesse und das Recht auf Privatsphäre dabei jedoch genügend berücksichtigt werden, bleibt abzuwarten.

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Warum Design Thinking mehr als nur ein Buzzwort ist

Wie können wir herausfinden, was Kunden wollen? – Design Thinking! Wie testen wir, was die beste Unternehmensstrategie ist? – Design Thinking! Wie bekommen wir neue Ideen für unsere Marke? – Design Thinking! Egal was man mit seinem Unternehmen erreichen möchte, die Antwort scheint stets Design Thinking zu sein. Was steckt hinter dem Buzzwort und liefert es wirklich immer die besten Ergebnisse für Unternehmen?

Vom Startup bis zum DAX-Konzern, wer heutzutage nicht auf Design Thinking setzt, hat offensichtlich einen der größten Trends der Arbeit 4.0 verpasst. Allein auf Google liefert der Begriff mehr als 17 Millionen Ergebnisse. Wer in der modernen Arbeitswelt lebt, kommt offensichtlich um Design Thinking nicht herum. Warum eigentlich?

Design Thinking hat tatsächlich die Art und Weise, wie Unternehmen an Problemstellungen herangehen, komplett revolutioniert. Das Konzept wurde ursprünglich vom IDEOU-Institut der Universität Stanford entwickelt und hat seitdem die gesamte Arbeitswelt im Sturm erobert.

Das IDEOU-Institut erhält mittlerweile sogar so viele Anfragen zu dem Thema, dass die Mitarbeiter eine Verschnaufspause brauchen. Auf Nachfrage der Netzpiloten etwa hieß es vom Presseteam: „Wir haben das Glück, viele Anfragen zum Thema zu bekommen. Jedoch wurden mit Anfragen zu Touren und Interviews überschwemmt. Deshalb haben wir entschieden, dass es für uns jetzt wichtig ist, uns auf unsere Lehre und unsere Studenten zu konzentrieren.”

Wenn man sich einmal anschaut, welche Wellen das Konzept geschlagen hat, ist das verständlich.

Der Weg ist das Ziel

Design Thinking entstand ursprünglich im Silicon Valley, um Ingenieuren das Thema „Produktdesign” näher zu bringen. Der zentrale Ansatz dabei ist, sich nicht lediglich auf bestehende Informationen zu berufen, die man in der Vergangenheit gesammelt hat, sondern den Kunden der Zukunft im Blick zu haben.

Beim Design Thinking geht genau so sehr um Lösungen, wie um den Weg dahin. Daher wird Design Thinking als Prozess zur Lösungsfindung beschrieben. Dabei handelt es sich aber nicht um einen gradlinigen Prozess – vom Problem zur Lösung – sondern vielmehr um einen Kreislauf.

Dieser erfolgt in mehreren Schritten. Je nach Design-Thinking-Schule sind das vier, fünf, sechs oder sogar sieben unterschiedliche Phasen. Dazu gehören:

    • Empathie mit den Nutzern
    • Definition der Nutzerwünsche und -probleme und der eigenen Einsichten
    • Ideenfindung: Hier werden bestehende Annahmen hinterfragt, um so innovative Lösungen zu erhalten
    • Prototyp: Lösungen entwickeln
    • Testen: Die Lösungen werden in der Praxis getestet

Danach beginnt der Prozess wieder von vorne.

Um wirklich innovative Lösungen zu erhalten, arbeiten Teams interdisziplinär und ein wenig nach der Chaos-Methode. Dazu gehören kreative Ansätze wie Mind-Mapping und spielerische Herangehensweisen wie das Basteln von Prototypen. Kurz gesagt, es darf und soll sogar bunt und verrückt sein. Denn lineares Schwarz-Weiß-Denken fühlt selten zu Innovation.

So hat Design Thinking als Methode zur kreativen Lösungsfindung mehrere Vorteile. Erstens bietet der Fokus auf den Kunden eine nutzerfreundlicheren Ansatz. Zweitens ist es durchaus hilfreich, verkrustete Prozesse in einem Unternehmen aufzubrechen und so Raum für neue, kreative Ideen zu schaffen. Drittens können so Lösungen ausprobiert und konstant verbessert werden, anstatt jahrelang an der perfekten Lösung zu arbeiten, die Nutzer am Ende möglicherweise gar nicht wollen oder brauchen. Auch Fehler können so viel schneller erkannt und behoben werden.

Design Thinking bringt Unternehmen dazu divers und kreativ zu arbeiten

Warum gerade jetzt so viele Unternehmen Design Thinking in ihre Arbeit integrieren, erklärt Falk Uebernickel, Professor am Design Institut der Universität St. Gallen: „Früher waren Probleme kompliziert, heute sind sie komplex. Während man früher Fachexperten brauchte, um ein Problem zu lösen, muss das Team heute interdisziplinär sein, damit man die ganze Vielschichtigkeit eines Problems verstehen kann. In vielen Unternehmen wird dieser Gedanke der Interdisziplinarität und Agilität jedoch noch nicht gelebt. Design Thinking bringt Unternehmen dazu, Projekte bewusst in möglichst diversen Teams mit unterschiedlichsten Fähigkeiten zu erarbeiten.“

So erfolgreich die Methode für viele vielschichtige Probleme sein kann, so sehr ist das Konzept auch zum Buzzwort geworden. Auch Falk Uebernickel hat das beobachtet: „Der Grund dafür ist, dass oftmals zu viel in die Methode rein interpretiert wird. Das schadet sowohl Design Thinking, als auch den Unternehmen. Ich beobachte zum Beispiel, dass die Methode für jegliche Art von Problemstellungen herangezogen wird, obwohl sich manchmal mit einem klassischen V-Modell bessere Problemlösungswege erarbeiten ließen.“

Darüber hinaus hinterfragt Design Thinking oftmals die komplette Struktur einer Organisation. Darauf sind nicht immer alle Unternehmen vorbereitet, wenn sie die Methode einführen. Deshalb sollte Design Thinking nach Ansicht von Uebernickel stets von Experten begleitet werden.

Falk Übernickel – Image by Marinela Potor

Design Thinking kann mehr

Dann kann die Methode zu wirklich spannenden Ergebnissen führen. So hat das Institut für Design Thinking der Universität St. Gallen in seiner 15-jährigen Arbeit nicht nur mit Studenten, sondern auch mit Unternehmen zusammengearbeitet und dabei zum Beispiel bereits vor acht Jahren eine Kreditkarten-App entwickelt, als ein solches Konzept noch völlig futuristisch klang.

Eine weitere Erfolgsgeschichte war die Zusammenarbeit mit einem deutschen Pharmakonzern, wie Falk Uebernickel berichtet: „Wir haben eine App entwickelt, die Patienten mit Multipler Sklerose dabei hilft, ihre Übungen zum Erhalt der Muskelkraft mühelos in ihren Alltag zu integrieren. Aus einer Datenbank kombiniert die App ein Bewegungsprogramm für die Patienten, angepasst an den jeweiligen Schweregrad der Erkrankung.“

Solch erfolgreiche, kundennahe Produkte wären ohne Design Thinking sicherlich nicht entwickelt worden. Genau das macht die Methode für sämtliche Unternehmen, vom Startup bis zum Konzern so spannend. Auch wenn Design Thinking sicherlich keine Lösung für sämtliche Probleme in einem Unternehmen liefern kann und soll, ist es dennoch mehr als nur ein Buzzwort.

Dennoch stellt sich die Frage: Wenn jeder das Konzept nutzt, kann es wirklich noch innovativ sein? Ja – glaubt Falk Uebernickel. Richtig angewendet, kann Design Thinking seiner Meinung nach ein leistungsstarkes Werkzeug sein und Mitarbeiter innovativer machen: „Letztendlich geht es bei Design Thinking nicht darum, dass das Konzept innovativ ist. Jeder Mitarbeitende sollte Design Thinking verstehen, damit sich sein Potenzial zur Innovationsfähigkeit bestmöglich entfalten kann. Wenn Design Thinking als Methode seine Innovativität verliert, wir im Gegenzug jedoch die Innovativität eines jeden Mitarbeitenden hinzugewinnen, dann steht wahrer Innovation nichts im Weg.“


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Die Netzpiloten sind Partner des OMT in Wiesbaden

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Am 7. September 2018 findet in Wiesbaden wieder der OMT statt. Mit dabei sind erneut die unterschiedlichsten Köpfe aus der Branche für Online Marketing. Der Online Marketing Tag ist auch dieses Jahr wieder eines der Highlights in der Szene und bringt zahlreiche Akteure der Branche zum Austausch und Weiterbilden zusammen.

Was der OMT zu bieten hat

Wie schon 2017 hat der Online Marketing Tag einiges für seine Besucher zu bieten. Teilnehmer der Veranstaltung erleben einen Tag voll mit Inspiration, Input und Innovationen aus dem Online Marketing und diskutieren dabei die wichtigsten aktuellen Themen. Außerdem können die Gäste die Zeit auf dem OMT für Networking sowie persönlichen wie auch fachlichen Austausch nutzen. Durch die Zusammenführung diverser verschiedener Player des Online Marketings ist für jeden auf der Messe etwas mit dabei und geboten. Inhalte und Speaker sind dementsprechend erneut hochwertig besetzt, und der OMT bietet ein überragendes Gesamtpaket mit vielen Features und exklusiven Leistungen.

Das Programm des OMT

Auf dem Programm stehen wie gewohnt einige interessante Tagespunkte und Themen. Über den Tag verteilen sich zahlreiche Vorträge, Seminare und Podiums-Diskussionen rund um bedeutende Bereiche des Online Marketing wie beispielsweise SEO, Content Marketing, Affiliate, Tools und so weiter. Der OMT begrüßt dabei Unternehmer, Entscheider, Keyplayer, Experten und Macher, die sich mit dem E-Commerce beschäftigen. Im Anschluss an den prall gefüllten Konferenz-Tag wartet auf die Gäste die große Networking-Aftershow-Party zum idealen Ausklang des Tages.

Gäste und Speaker des OMT

Mit dabei sind natürlich auch in diesem Jahr wieder diverse großartige Speaker und Referenten, welche tiefe Einblicke und Eindrücke in Unternehmens-Strukturen geben. Gäste können sich daher auf  be- und anerkannte Köpfe der Online Marketing Branche freuen, welche allerdings noch nicht offiziell angekündigt sind. Letztes Jahr auf dem OMT 2017 begeisterten unter anderem folgende Speaker:

Lasst euch dieses großartige Event nicht entgehen und seid unbedingt mit dabei. Tickets könnt ihr nach wie vor im Online-Ticketshop erhalten. Bei weiteren Fragen und Anliegen wendet ihr euch hier an den Veranstalter.

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Ein Russischer Diplomat muss gehen, 700 US-Unternehmen bleiben

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In Dublin wird wieder an allen Ecken und Enden gebaut. Es gibt einerseits zu wenig Wohnungen und andererseits entsprechen viele Bürogebäude nicht mehr den Ansprüchen zahlungskräftiger Mieter. Gerade im Bereich der sogenannten „Silicon Docks“ am Hafen. Hierbei handelt es sich oft um US-Unternehmen, die ihren Mitbewerbern folgen und ihre Europazentralen nach Dublin verlegen. Unter all den dringend benötigten Wohnhäusern, die hochgemauert werden, sowie den imposanten Baukränen, die Arbeitsraum für Techies in die Höhe ziehen, war ein Bauzaun an der russischen Botschaft lange zu vernachlässigen.

Kaum jemand fragte sich, warum eine Botschaft in einem kleinen Land wie Irland 20 neue Diplomaten braucht. Dann kam der Giftanschlag von Salisbury und die koordinierte Reaktion des Westens in Form der Ausweisung zahlreicher Diplomaten. Irland hat nur einen Diplomaten zurück nach Moskau geschickt. Das Geschrei darüber, wie sich denn das neutrale Irland zum Erfüllungsgehilfen der Briten in einem neuen, kalten Krieg machen könnte, war aber unheimlich groß. Man konnte fast glauben, dass es James Bond wirklich gibt und dass sein treuer Helfer Q einen irischen Pass hat.

Der neue kalte Krieg

Also mal ganz langsam. Hier sind ein paar Zahlen: ein Russischer Diplomat musste – bis jetzt – gehen. Zwanzig Prozent der in Irland lebenden Arbeiter und Angestellten sind bei einem der 700 US-Unternehmen beschäftigt, die sich hier angesiedelt haben. Viele davon sind Tech-Firmen, die zweifelsohne ein Top-Ziel russischer Hacker darstellen. Die Präsenz dieser Unternehmen macht die strategischen ökonomischen und infrastrukturellen Interessen der USA auch zu Interessen Irlands. Ob es den lautstarken „Neutralisten“ nun gefällt oder nicht. Und dass Russland in seiner Botschaft im kleinen Irland Platz für 20 weitere Diplomaten schaffen will, klingt auf einmal nicht mehr ganz so merkwürdig, oder?

Mir muss aber nun niemand mit dem Argument kommen, dass nun, da der eine Diplomat ausgewiesen wurde und der Neubau für 20 weitere Diplomaten in diesem neuen kalten Krieg im wahrsten Sinne des Wortes auf Eis liegt, auf einmal wieder alles in Ordnung sei. Denn keiner weiss genau, was die verbliebenen Diplomaten so machen.

Pearl Harbour im irischen Mayo

Werden in der Botschaft Hackerangriffe auf US-Infrastruktur in Irland mit Hackern im heimatlichen Moskau koordiniert? Vielleicht. Haben es Hacker aber so oder so auf die oben beschriebenen US-Unternehmen abgesehen? Mit Sicherheit. Denn eins ist klar – die irischen Sicherheitsbehörden sind mit denen der USA nicht zu vergleichen. Das macht Irland zum leichten Angriffsziel.

Man kann durchaus einen Vergleich zu Hawaii ziehen, wo 1940 die Zentrale der US-Pazifik-Flotte angesiedelt war. Die Japaner flogen aufgrund dieser strategischen Wichtigkeit damals einen Überraschungsangriff auf Pearl Harbour. Killala ist kein Ort auf Hawaii, sondern ein Dorf in der irischen Grafschaft Mayo. In Killala kommt das superschnelle Glasfaser-Kabel zu Tage, das unter Wasser die USA mit Europa verbindet. Dass dieses Kabel die Kapazität für ein Drittel aller weltweit geführten Telefonate hat, sollte reichen, um die Wichtigkeit dieser Art von Infrastruktur zu unterstreichen.

Irland ist zu naiv im Umgang mit russischen Cyber-Attacken

Wem das zu sehr nach James Bond und seinem russischen Widersacher General Arkady Ourumov – in „Goldeneye“ vom deutschen Schauspieler Gottfried John verkörpert – klingt, dem sei entgegnet, dass Fiktion in Irland bereits zur Wirklichkeit geworden ist. Im vergangenen Jahr schickten russische Hacker Phishing-eMails unter anderem auch an Ingenieure beim irischen Elektrizitäts-Unternehmen ESB. Einer der betroffenen Kunden von ESB, die danach Opfer des Petya-Virus wurden, ist das US-Pharma-Unternehmen MSD, das hier 1.600 Mitarbeiter beschäftigt.

Dass der ehemalige Vize-Direktor des militärischen Sicherheitsdienstes Irlands jüngst in einem Interview Irland als „naiv“ im Umgang mit russischen Cyber-Attacken und als „höchst verwundbar“ bezeichnet hat, sollte politischen Entscheidern zu Denken geben. Alles redet von einem russischen Diplomaten, dessen Ausweisung allein schon die irische Neutralität in Frage stelle. Wir sollten aber eher von den 700 US-Unternehmen reden, die 20 Prozent der Erwerbstätigen in Irland beschäftigen. Die haben alle Trump im Ohr, der sie mit seiner Steuerreform zurück in die Heimat locken will. Wenn nur ein paar davon auch noch einen russischen Wurm in den Servern haben, dann könnte sich der Wind bald drehen. Da mag das Guinness auch noch so lecker, die Wiesen noch so grün und die Wellen noch so toll sein; Pub-Tourismus, Öko-Tourismus und Surf-Tourismus, Tourismus überhaupt, wird die Beschäftigung, die die 700 US-Unternehmen geschaffen haben, niemals ersetzen können.

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@ Native Advertising Konferenz

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Es geht in die dritte Runde! Die Native Advertising Konferenz öffnet am 19.04. bereits zum dritten Mal seine Pforten. Die Konferenz lädt Fachleute, Interessierte, Brancheninsider und Neueinsteiger herzlich ein. Informiert euch über die aktuellen Trends des Native Advertising, deren Entwicklungen und Perspektiven. Tauscht euch über eure Erfahrungen aus und erlebt einen ganzen Tag voller spannender Themen rund um Native Ads im Kino Cinenova im Kölner Stadtteil Ehrenfeld. Hier werden Speaker die Kinoleinwände nutzen, um allen Teilnehmern ihre Vorträge zu präsentieren. Alles, was die Teilnehmer dafür tun müssen, ist, sich in den gemütlichen Kinosesseln zurückzulehnen und die Native Advertising Konferenz genießen.

Spannende Vorträge erwarten euch

Lernt an diesem Tag alles Wissenswerte über aktuelle Studien, Trends, Strategien und innovativer Platzierung von Content in Form von spannenden Vorträgen in den Kinosälen und den Podiumsdiskussionen. Euch erwarten Vorträge wie unter anderem:

  • Evolution! Transformation! Revolution? Über den Wandel im Bereich der Premium-Vermarktung
  • Kongruent oder Komplementär? Eine Studie zum emotionalen und inhaltlichen Fit
  • Podiumsdiskussion: Verlage oder Agenturen – Wer macht die besten Inhalte für Native Advertising?
  • Für Native Advertising texten wie ein „richtiger Texter“
  • Podiumsdiskussion: Native Advertising der Zukunft

Lasst euch von namhaften Speakern wie beispielsweise Kim Robertz vom Ebner Verlag, Nina Kennedy von VICE Media oder Matthias Wesselmann von fischerAppelt interessante Einblicke und Cases in ihren Bereichen geben. Euch erwarten die unterschiedlichsten Eindrücke aus zahlreichen Unternehmen. Zudem liefern Fallbeispiele, Anleitungen, Erfolgsgeschichten, Neuigkeiten und Analysen viel Inspiration. Ein umfangreiches Programm bietet für jeden die Möglichkeit das Beste mit in sein Unternehmen zu nehmen, um dies direkt in den Projekten und Kampagnen zu integrieren.

Schnell zugreifen

Wer Native Advertising aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und ein Teil dieser informativen Konferenz sein möchte, der sollte sich hier unbedingt Tickets sichern. Ihr habt die Möglichkeit noch ein Early Bird-Ticket abzugreifen. Schnell sein lohnt sich, denn in diesem Jahr ist die Teilnehmeranzahl auf 250 Personen begrenzt. Also, ran an die Tickets!

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Die Netzpiloten sind Partner der Rise of AI

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Lust dabei zu sein? Wir verlosen dreimal je ein Ticket für die Rise of AI! Füllt einfach das Teilnahmeformular aus und gewinnt mit etwas Glück! Hier geht’s zu den Teilnahmebedingungen.


Seid bei der wichtigsten Konferenz, wenn es um Künstliche Intelligenz geht, dabei. Am 17. Mai findet die Rise of AI – The Golden Age of Artificial Intelligenz statt. In Berlin finden sich dazu alle TeilnehmerInnen ab 09.00 Uhr in der Französischen Straße zusammen.

Verstehen, lernen und verbessern. Auf der Konferenz können die Besucher alles Wissenswerte über Künstliche Intelligenz und dessen Anwendungen lernen. 40 weltbekannte Experten werden ihr Wissen zu den verschiedensten Themen teilen und die richtigen Antworten auf die vielen Fragen der Teilnehmer haben. Hierfür werden namhafte Speaker wie unter anderem Dr. Albert Wenger – Partner der Union Square Ventures – oder auch Thomas Jarzombek – Mitglied des Deutschen Bundestages – auf die Bühnen geholt.

Drei Bühnen für drei Themenschwerpunkte

Auf der Konferenz können die Besucher zwischen drei Bühnen wählen, zu dessen Schwerpunkten sie ihr Wissen bereichern möchten:

  • Die AI Future Stage bietet alles über die Hauptthemen zur Künstlichen Intelligenz. Hier können Besucher unter anderem etwas über die Risiken und Herausforderungen, über die Fortschritte im Jahr 2018 und über die KI Sicherheit erfahren.
  • Die Applied AI Stage steht für diejenigen bereit, die mehr aus dem Unternehmensalltag erfahren möchten. Konzerne werden hier KI-Anwendungen präsentieren, sowie Trends und innovative Ideen.
  • Auf der AI Startup Stage hingegen zeigen junge Nachwuchstalente ihre Ideen und KI-Anwendungen.

Aber auch der persönliche Austausch und das Networking mit anderen Teilnehmern, Besuchern und Experten sollen an diesem Tag nicht zu kurz kommen. Dafür stehen auch in diesem Jahr die beliebten AI Topic Tables bereit.

Erstmalig findet in diesem Jahr die AI Expo statt. Dahinter verbirgt sich eine Fachausstellung angewandter Künstlicher Intelligenz, bei dem sich die Teilnehmer auf mehr Aussteller, Vorträge und Speaker freuen können. Freut euch außerdem auf ein umfangreiches Programm, tollen Besuchern und spannenden Speakern. Zudem könnt ihr euch hier Tickets sichern und direkt 100 Euro sparen!

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Urlaub machen beim Arbeiten, arbeiten im Urlaub

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Work… was? Wer nach „Workation” im Internet sucht, landet höchstens beim Slang-Lexikon. Denn der Begriff, zusammengezogen aus den englischen Wörtern „work” (Arbeit) und „vacation” (Urlaub), ist noch relativ neu. Gemeint ist damit eine Kombination aus Arbeit und Urlaub. Hier tauscht meist das gesamte Team den drögen Bürotisch gegen einen Laptop am Strand. Willkommen in der Arbeitswelt der Millennials!

Es ist nicht verwunderlich, dass gerade diese Generation das neue Arbeitskonzept erfunden hat. Millennials sorgen sich um ihre Work-Life-Balance wie keine andere Generation vor ihnen. Sie erwarten von ihrem Job viel mehr als nur eine finanzielle Stütze. Sie wollen sich durch ihre Arbeit selbst verwirklichen. Die Welt verändern und dabei auch noch Spaß haben. Dass das alles wirklich möglich ist, zeigt das Konzept der Workation.

Warum das Homeoffice nicht an den Strand verlegen?

Denn mit der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt, können immer mehr Aufgaben vom Computer aus online erledigt werden. Damit sind nicht nur Freelancer und digitale Nomaden gemeint, die grundsätzlich ihre Arbeit über das Internet erledigen. Auch in klassischen Unternehmen ist die ständige Anwesenheit am Arbeitsplatz kein Muss mehr. Meetings können per Videochat abgehalten, Briefings über E-Mail und Cloudtechnologien verteilt werden. Auch der Kundenservice läuft vielerorts auf Social-Media-Kanälen. Warum also nicht das Homeoffice noch einen Schritt weiter denken? Das Büro am Wohnzimmertisch oder im Nachbarscafé mit einem Coworking-Space in Thailand austauschen?

Was zunächst nach einer billigen Ausrede klingt, um vom Chef einen zweiten Jahresurlaub zu bekommen, hat in der Praxis viele Vorteile für das Team, die Kunden und das Unternehmen. Zum einen führt eine Workation das Team näher zusammen. Logisch: Wenn die Mitarbeiter nicht mehr um Punkt 17 Uhr getrennte Wege gehen, schweißt das zusammen. Vielmehr teilen sie sich beispielsweise während ihres Arbeitsurlaubs ein Zimmer oder navigieren gemeinsam durch eine fremde Stadt. Oder sie gehen nach Feierabend alle miteinander an der Strandbar chillen. Hierdurch entsteht ein ganz anderes Teamgefühl. Das Miteinander wird intensiver, man lernt sich intensiver kennen und – so die Theorie – arbeitet damit auch besser zusammen.

Studien belegen: Arbeiten in der Sonne macht Mitarbeiter produktiver

Darüber hinaus bietet ein neues Arbeitsumfeld auch völlig neue Inspiration. Das liegt eigentlich auf der Hand. Neues Land, neue Umgebung, neue Menschen, neue Kultur. All das regt die Kreativität auch im Arbeitsumfeld zwangsläufig an. Neue Ideen für den Job können da förmlich sprudeln. Unternehmen versprechen sich deshalb von einer Workation nicht nur besseren Teamgeist, sondern auch neue Impulse für das eigene Business. Nach einer Studie von Inc Magazine arbeiten Angestellte sogar produktiver, wenn das Arbeitsumfeld mehr Flexibilität zulässt.

Ein weiterer Pluspunkt ist das Networking. Denn die meisten Unternehmen wählen international beliebte Coworking-Spaces als Büros für ihre Workation. Hier hat das Team die Chance, neue Kontakte aus aller Welt zu knüpfen und so ein neues Netzwerk zu bilden, was vom heimischen Büro aus gar nicht möglich wäre.

Ach so, und da wäre auch noch der Faktor „Sonne”. Eine wissenschaftliche Untersuchung unter 444 Angestellten hat gezeigt, dass Sonne bei der Arbeit für glücklichere, entspanntere und ausgeglichenere Mitarbeiter sorgt.

Was, wenn nicht jeder zur Workation möchte?

Die Argumente klangen auch für Jenny so überzeugend, dass sie als Head of People & Culture beim Interior-Design-Startup 99chairs gemeinsam mit ihrem Kollegen Michael gleich eine Präsentation für das Unternehmen ausarbeitete. Tenor: Das Team von 99chairs sollte unbedingt während des grauen Berliner Winters seine Koffer packen und auf in die gemeinsame Workation starten. Gerade in einem Unternehmen, dass eine neue Art von Büro verkauft, bietet sich so ein Eigenexperiment schließlich an.

Einige Wochen später sitzt Jenny im Coworking-Space Greenpoint in Kapstadt. Sie kann während des WhatsApp-Gesprächs mit den Netzpiloten gar nicht aufhören, von der Sonne, dem Strand und der tollen Landschaft in Südafrika zu schwärmen. Einen Monat ist das Team schon hier, die Workation ist bis Ende Februar angesetzt. Sie glaubt, dass die Entscheidung zur Workation die richtige war. „Es gab natürlich auch viele kritische Fragen zur Workation-Idee. Zum Beispiel die Frage nach der Effizienz oder dem Kundenservice”, erzählt sie im Gespräch. „Es wollten auch nicht alle Kollegen mit. Manche wollten nicht die vollen zwei Monate aus Berlin weg.” Wenn man bedenkt, dass so manch einer möglicherweise die Familie zwei volle Monate allein zurücklassen müsste, ist das absolut nachvollziehbar.

Für all das hat das Team letztendlich Lösungen gefunden. Wer nicht mitwollte, hält derzeit im Berliner Büro die Stellung. Wem zwei Monate zu lang erschienen, konnte den Aufenthalt beliebig verkürzen. Wer lieber in einem Einzelzimmer wohnt, konnte dies tun, erklärt Jenny. „Es ist natürlich verständlich, dass am Anfang viele Fragen und auch Ängste da sind. Wir machen dies ja zum allerersten Mal. Wir fanden aber auch, dass die Workation eine tolle Chance für das Team sein könnte und haben deshalb gesagt, dass wir es lieber probieren wollen, statt aus Angst abzusagen.”

„Überrascht, wie produktiv wir arbeiten“

Insgesamt haben sich 25 von 60 Mitarbeiter dazu entschieden, nach Südafrika zu fliegen. Flug und Unterkunft mussten sie selbst bezahlen, den Coworking-Space zahlt das Unternehmen.

Bisher mit vorwiegend positiven Ergebnissen, sagt Jenny. „Wir waren sehr überrascht, wie produktiv wir arbeiten. Dadurch, dass wir hier nicht das typische Büroumfeld um uns und damit weniger Ablenkung haben, gehen wir ganz gezielt an die Arbeit und sind am Abend erstaunt, wie viel wir geschafft haben.” Sie findet ebenfalls, dass die Zusammenarbeit im Team sich stark gebessert hat.

Tafelberg; Image by 99chairs
Auf dem Tafelberg; Image by 99chairs

Die Theorie zu den Vorteilen einer Workation scheint sich bei 99chairs also in der Praxis zu bestätigen. Was ist aber mit den zurückgebliebenen Mitarbeitern? Schmollen die im nasskalten Berlin, während es sich das halbe Team in der südafrikanischen Sonne gutgehen lässt? Genau das war anfangs auch die Befürchtung von Jenny. „Wir wollten am Anfang bei unseren Videokonferenzen gar nicht so viel von Kapstadt und all unseren Erlebnissen erzählen, um den heimischen Kollegen nicht vor den Kopf zu stoßen. Dann haben die Kollegen in Deutschland aber gemerkt, dass sie sich ausgeschlossen fühlten, und zu wenig von uns und unserer Zeit hier mitbekommen und sie gerne mehr an unserer Workation teilhaben möchten.”

Also hat das Team kurzerhand eine Officekamera im Coworking-Space in Kapstadt aufgestellt und so winkt man sich während des Arbeitstages über 13.000 Kilometer Entfernung virtuell zu und bleibt stets in Kontakt. „Wir haben einfach gemerkt, dass gerade auf die Distanz hin die visuelle Kommunikation extrem wichtig ist und wirklich sein muss.” So sind sie auch auf die etwas ungewöhnliche Idee eines Tele-Wine-Wednesdays gekommen. Nach Feierabend sitzten die Mitarbeiter im Berlin mit einem Glas Wein im Büro, während die Workationer in Kapstadt das gleiche tun – und so gemütlich beim Weinchen miteinander plauschen.

Wenn der Chef plötzlich eine Badehose trägt

So toll das alles klingt, so kommen einem doch auch Zweifel auf, ob das wirklich alles so hervorragend läuft, wie alle behaupten. Was ist, wenn der Kollege-Zimmergenosse einem tierisch auf den Keks geht? Auf Abstand gehen ist auf einer Workation schließlich nicht so gut möglich. Und wie ist das eigentlich mit dem Respekt, wenn der Chef plötzlich in der Badehose vor den Mitarbeitern steht? Jenny lacht: „Wir haben unsere Gründer schon öfter in Badehosen gesehen! Wir waren ja schon vor dieser Workation auf gemeinsamen Trips in Prag, Frankreich oder Spanien. Das ist also kein Problem. Uns sind ohnehin flache Hierarchien wichtig, sodass der gegenseitige Respekt nicht verloren geht, nur weil man gemeinsam Kajak fährt.”

Workout; Image by 99chairs
Workout; Image by 99chairs

Tatsächlich kamen die Zweifel an dem Sinn und Zweck der Workation für das 99chairs-Team aus einer ganz anderen Richtung. In Südafrika angekommen, wurde ihnen erst klar, dass im Land Wasserknappheit herrschte. Nun hatten sie also erst einen nicht gerade klimafreundlichen Flug hinter sich. Angekommen stellten sie nun auch noch fest, dass sie knappe Ressourcen verbrauchten. Kurzzeitig überlegte das Team sogar deswegen, die Workation wieder abzubrechen. Doch nach einiger Recherche beschlossen sie, aus der Not eine Tugend zu machen. Die Mitarbeiter bekamen Tipps zum Wassersparen. Das Team fand ebenfalls eine Webseite, mit der jeder, der wollte, für den Klimaschutz spenden konnte. Auch wenn sie Ausflüge machen, achten sie darauf, dass sie faire oder ökologisch verantwortliche Touranbieter wählen. Sicherlich sei das aber in Zukunft ein Aspekt, auf den man stärker achten werde, sagt Jenny.

Einige Fragen sind noch zu klären

Offen ist, ob es denn zu einer weiteren Workation bei 99chairs kommen sollte. Denn so viel Spaß das Team auch hat, sobald alle wieder zurück in Deutschland sind, soll ausgewertet werden, ob die Workation wirklich so positiv gelaufen ist, wie erwartet. Wurden die Kunden nicht vernachlässigt? Ist das Arbeitspensum gleich geblieben? Sind tatsächlich neue, kreative Impulse dazugekommen? „Das alles kann man natürlich jetzt noch nicht sagen”, gibt Jenny zu. „Wir sehen dies erstmal als Pilotprojekt an und schauen dann im Anschluss, ob und wie wir das wieder machen.”

Das ist auch der Grund, weshalb sie sich auch erstmal lieber auf die nahe Zukunft konzentriert. In den nächsten Tagen hat das Workation-Team schließlich viel vor. Wandern, Museumsbesuche, Restaurants ausprobieren, ein Besuch im Open-Air-Kino und ein Angus & Julia Stone Konzert stehen auf dem Programm.

Workation entwickelt sich zum eigenen Geschäftsfeld

Doie vielfältigen Aktivitäten haben die Mitarbeiter von 99chairs übrigens komplett selbst zusammengestellt – von der Buchung der Unterkunft bis hin zum Tagesausflug. Das ist die eine Möglichkeit, eine Workation zu organisieren. Das Konzept wird derzeit aber gerade in der jungen internationalen Startup-Szene so beliebt, dass es auch immer mehr professionelle Anbieter gibt, die spezielle Workation-Pakete für Freelancer und Unternehmen anbieten.

Surf Office mit Sitz in Lissabon und auf den Kanarischen Inseln kombiniert zum Beispiel das Urlaubsfeeling am Strand mit Coworking, Workation und – wie der Name schon sagt – Surfen. Nomad House wiederum legt den Fokus auf nicht nur sonniges und entspanntes, sondern vor allem auf konzentriertes und zielstrebiges Arbeiten für Startups. Das Workation-Angebot von Refuga möchte Unternehmen mit thematischen Programmen, wie Frauen-Workations oder einem Ökofarmprogramm in Italien anlocken.

Es haben sich auch schon einige Hotspots für Workations herausgebildet, die nicht überraschend auch einige der Lieblingsaufenthaltsorte von digitalen Nomaden sind. Dazu gehören Chiang Mai in Thailand, Medellín in Kolumbien sowie Ubud auf Bali oder auch Lissabon.

Noch ist dies sicherlich ein Nischenmarkt. Aber es ist sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis auch größere Unternehmen die Vorteile des Konzepts erkennen und auf den Workation-Wagen aufspringen.


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Kontext Mensch: datengetriebenes Marketing braucht neue Perspektiven

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Marketiers in nahezu allen deutschen Unternehmen müssen oder wollen neuerdings „datengetrieben“ unterwegs sein und „alle stürzen sich auf die Marketingtechnologie“, wie Pascal Lauscher, Inhaber und Lead Brand Strategy Consultant von Lauscherconsulting so treffend formuliert. Der Münchner Unternehmer berät namhafte Kunden wie Siemens oder Microsoft und wird beim Big Data Marketing Day am 22. Februar 2018 in München darüber berichten, wie Marketiers Daten nutzen können, um kreativer und wirkungsvoller zu kommunizieren.

Meist können sie nämlich schon froh sein, wenn wenigstens eine unternehmensweite Daten-Strategie existiert und schon jemand ein Daten-Audit gemacht hat. Von ihnen wird nun vor allem erwartet, dass sie Metriken und Conversion-Rates im Auge behalten, dass sie Zielgruppendaten, Kundenfeedbacks und Kaufverhalten auswerten, um das Angebot zu optimieren. Doch oft führt selbst das klassische Vorgehen nicht zum gewünschten Ergebnis, wie Pascal Lauscher weiß: „Das datengetriebene Marketing befasst sich sehr stark damit, Menschen schlauer und besser wissen zu lassen, dass es zum Beispiel ein Produkt gibt. Aber das reicht noch nicht. Die Frage ist: Wie bringe ich Menschen dazu, etwas zu tun?“

Also auch tatsächlich etwas zu kaufen, sich zu registrieren, zu sharen, zu liken, oder zu klicken. Lauschers Antwort ist so einfach wie überzeugend: „Ich muss die Menschen verführen, mit meiner Marke zu interagieren. Und dass mache ich mit Kreativität, denn mit Argumenten kann man nicht verführen.“

Daten müssen besser interpretiert werden

Wenn es um Handlungsmotivation geht, liefern Daten allerdings keine Insights. Dennoch steckt ein Teil der Antwort auch in den Daten, vor allem wenn man sie so zu interpretieren weiß, dass der Mensch dahinter wirklich besser sichtbar wird: „Dazu muss man sich hinsetzen, am besten im Team, und die Daten anschauen, drehen, wenden, diskutieren“, so Lauscher. Leider passiere das noch immer sehr selten und man bleibe gerne beim Offensichtlichen. „Doch wenn ich die Daten in den Kontext Mensch stelle, kann ich die Person hinter den Daten entdecken und sie mit all ihren Emotionen, Wertvorstellungen, Ängsten und Träumen adressieren. Der Mensch, den wir auch Kunde nennen, steckt ja da irgendwo hinter den Daten“, fügt er hinzu.

Beim Big Data Marketing Day wird Lauscher dazu sein 4D-Modell vorstellen. Dieses kann bei der Interpretation als Orientierung dienen, indem Marketiers nacheinander jede der vier Perspektiven auf die Daten einnehmen.

4d Modell von Pascal Lauscher (Image by Pascal Lauscher)
4D-Modell von Pascal Lauscher; Image by Pascal Lauscher

Zudem wird er fünf goldene Regeln vorstellen, mit denen Unternehmen ihre Kunden erreichen.

Eine davon verrät uns Pascal Lauscher schon vorab: „Eine meiner Regeln besagt: Wenn man nicht weiter weiß, universelle Motivatoren bedenken. Es gibt universelle Motivatoren, die jeder von uns kennt und die immer funktionieren. Die muss man nicht neu erfinden – sie sind schon in der menschlichen Psyche verankert. Limitation zum Beispiel (sechs Leute interessieren sich auch für dieses Hotel, nur noch drei Zimmer frei). Oder Neugier (25 alltägliche Dinge, von denen Du nicht wusstest, wozu sie gut sind. Nummer vier hätte ich nie erwartet…). Diese Motivatoren lassen sich auf jeden Fall immer abarbeiten und man ist schon ein Stück weiter in Sachen wirksames Marketing. Am besten verknüpft man diese Motivatoren allerdings in einer Kreativitätstechnik mit den Daten. Ich zeige im Vortrag, wie man das macht und wie man damit haufenweise kreative Ideen für Content generieren kann.“

„There are a lot of great technicians in advertising. And unfortunately, they talk the best game. They know all the rules … but there’s one little rub. They forget that advertising is persuasion, and persuasion is not a science, but an art. Advertising is the art of persuasion.“ – William Bernbach

Wichtig sind die Menschen hinter den Daten

Statt sich also im datengetriebenen Marketing immer stärker den predictive Algorithmen, den Tools und Prozessen zu unterwerfen und damit viel mehr Potential zu verschenken als wir es ahnen, sollten wir lernen, die Menschen hinter den Daten zu erkennen und sie auf kreative Weise zu begeistern. Mit den richtigen Methoden ist das durchaus möglich und als Resultat wird unser Marketing freier und gleichzeitig wirkungsvoller.


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Routine-Unternehmer sind Moralzehrer

The Boss (adapted) (Image by Hunters Race [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Joseph Schumpeter war ein großer Sozialwissenschaftler und ist es immer noch in dem Sinn, dass seine Persönlichkeit und seine Arbeiten weiter wirken, schreibt Heinz D. Kurz in seinem Opus „Joseph Alois Schumpeter – Ein Sozialökonom zwischen Marx und Walras“. Vor allem über seine Bücher und Aufsätze, die als Referenzwerke und als Quellen von Ideen nicht an Anziehungskraft verloren haben. „Seinen Namen führen mehrere Gesellschaften in ihrer Bezeichnung, darunter die International Joseph A. Schumpeter Society, die Wiener Schumpeter Gesellschaft und die Grazer Schumpeter Gesellschaft.“

Schumpeter: Der VWL-Star in Bonn

Eine Bonner Gesellschaft sucht man vergeblich, obwohl Bonn eine wichtige Station im Wissenschaftsleben von Schumpeter repräsentierte. Er war vor der Bonner Zeit privat insolvent, als Geschäftsmann und Politiker gescheitert. Durch Freunde, Gönner und Weggefährten wie Arthur Spiethoff, der Professor in Bonn war, kommt er wieder auf die Beine. Spiethoff gelingt es, Schumpeter im Oktober 1925 auf den Lehrstuhl für wirtschaftliche Staatswissenschaft zu holen. „Schumpeter wird deutscher Staatsbürger. Spiethoff, Schüler von Schmoller, aber aufgeklärter Historizist, ersucht Schumpeter, alles zu lehren, was dieser wolle, nur nicht Theorie. Schumpeter hält sich anfangs an die Vorgabe. Er hat großen Erfolg bei den Studierenden, die von nah und fern nach Bonn strömen. Wie kaum ein anderer zieht er die Hörer in seinen Bann. Einem seiner Schüler, Erich Schneider, zufolge sei es alleine Schumpeter zu verdanken, dass sich Bonn in wenigen Jahren zu einem ‚Mekka‘ der Volkswirtschaftslehre entwickelt habe“, so Kurz.

Macht und die Kaste der Manager

Schumpeter schöpft in dieser Lebensphase neuen Mut und veröffentlicht binnen kurzer Zeit mehrere einflußreiche Aufsätze. Dazu zählt die 1928 im Economic Journal veröffentlichte Abhandlung „The Instability of Capitalism“. In ihm beschreibt er die dem Kapitalismus seiner Ansicht nach innewohnenden selbstzerstörerischen und diesen letztlich transzendierenden Kräfte, und nimmt damit eine Hauptidee seines knapp anderthalb Jahrzehnte später veröffentlichten Buches Capitalism, Socialism and Democracy (1942) vorweg. „Schumpeter trägt in seinem Aufsatz dem Umstand Rechnung, dass es die von ihm verherrlichte Gestalt des ‚Unternehmers‘ immer seltener gibt. An die Stelle des Wettbewerbs-Kapitalismus sei der in Trusts vermachtete Kapitalismus getreten. Dieser ist gekennzeichnet durch eine Trennung von Eigentum und Kontrolle sowie die wachsende Bedeutung der neu entstehenden Kaste der Manager“, erläutert Kurz.

Niedergang der Mannigfaltigkeit

Die Aufsteiger-und Absteigertypen in einer vertrusteten Gesellschaft seien völlig andere als in einer Konkurrenzgesellschaft und der Unterschied überträgt sich schnell auf Motive, Stimuli und Lebensstile, führt Schumpeter aus. Es wirkt sich negativ für die ökonomische Wohlfahrt aus. Oder in den Worten von Wilhelm Röpke, der zu den Architekten der Sozialen Markwirtschaft gehörte: Es leidet die Mannigfaltigkeit – nachzulesen im Buch „Wilhelm Röpke – Wissenschaftler und Homo politicus zwischen Marburg, Exil und Nachkriegszeit“, erschienen im Metropolis-Verlag. In Märkten, die von ungesunden Machtstrukturen dominiert werden, leiden mittelständische Unternehmen und die Kundschaft.

Wohin das beispielsweise auf dem Entsorgungsmarkt führt, dokumentiert ein Schreiben des Milchindustrieverbandes, das Anfang des Jahres veröffentlicht wurde. Es geht um Verträge, um die Pflichten des Gesetzgebers beim Verpackungsrecycling über Gelbe Tonnen und Säcke zu erfüllen. „Schon jetzt betrifft die Handelslizenzierung rund 50 Prozent des Marktes. Sie stellt keinen Ausnahmetatbestand mehr dar und stellt den Markt für die Verpackungsentsorgung vor umfangreiche wettbewerbliche Probleme, da im Rahmen der Handelslizenzierung nur einige wenige Handelsunternehmen die Verpackungsentsorgung nachfragen und dies auch nur bei einigen wenigen Dualen Systemen. Regelmäßig erfolgt die Handelslizenzierung derzeit zu überhöhten Preisen.“ Klingt nicht spektakulär.

Am Beispiel des Kunststoffverwertung sind das aber enorme Beträge. Da werden 1.296 Euro pro Tonne als Entsorgungspreis verlangt. Ein entsprechender Vertrag wurde dem Notiz-Amt aus der Konsumgüterindustrie zugespielt. Der Marktpreis durch technologische Innovationen liegt aber mittlerweile beim Plastikrecycling unter 600 Euro. Wie kann es sein, dass ein Handelskonzern von seinen Lieferanten mehr als doppelt so viel verlangt? Was passiert mit den rund 700 Euro pro Tonne, die in der Kasse des beauftragten Dualen Systems landen? Der Gesetzgeber fürchtet wohl Kickback-Absprachen zu Gunsten der fünf Handelsgiganten und will das ab 2019 durch das Verpackungsgesetz unterbinden. Siehe auch den NRWision-TV-Beitrag

Das Märchen vom ehrbaren Kaufmann

Das Bild des ehrbaren Kaufmanns ist wohl nur eine Chimäre, genauso wie die Segnungen der unsichtbaren Hand,  führen Professor Lutz Becker und Amit Ray in einem Beitrag für das Fachbuch „CSR und Marketing“ aus. Wenn sich ökonomisch, ökologische und soziale Dysfunktionalitäten ergeben, stellt sich die Frage nach den Regulativen.

Solche Moralzehrer findet man vor allem bei den Routineunternehmen, bei den Platzhirschen, bei den verkrusteten Konzernen sowie bei jenen Protagonisten, die sich über Kartelle organisieren und absichern. Atypisch-verantwortungsvolle Unternehmer findet man vor allem bei neuen Akteuren, die sich von alten Routinen, Absprachen und Ritualen abgrenzen. Es sind Unternehmer, die Anstand und Gemeinwohl als mindestens genauso wichtig erachten, wie Gewinn und Verlust. „Unternehmer, die mit den Regeln des Marktes, die sie unanständig finden, brechen – wie etwa Viva con Agua, eine sich als Social Business verstehende Mineralwassermarke, die sich der Sicherung der Trinkwasserversorgung in den so genannten Entwicklungsländern verschrieben hat“, schreiben Becker und Ray.

Routineunternehmer lieben die Wahrung des Status quo und nutzen Situationen, um Vorteile zu erschleichen. Diese Logik zwingt den Gesetzgeber dauerhaft zum Nachziehen. Ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die Handlungsethik auf der Strecke bleibt. Neue Schumpeter-Unternehmer braucht das Land.


Image (adapted) „The Boss“ by Hunters Race (CC0 Public Domain)


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Die Netzpiloten sind Partner der LEARNTEC

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Die digitalen Lerntrends live erleben – auf der LEARNTEC, der Leitmesse für digitale Bildung, können Besucher genau das tun. Der Startschuss fällt am 30. Januar in Karlsruhe und endet am 01. Februar 2018.

Auf dieser Messe erwartet die Teilnehmer neben Themen zu Mobile Learning, Gamification, Lern-Nuggets oder auch Virtual Reality alles rund um das E-Learning. Dieses Thema wird besonders in Unternehmensprozessen, Schulen und Hochschulen immer bedeutsamer. Auf der Learntec soll es um die zunehmende Bedeutung von E-Learning auf 16.000 qm, mit rund 280 Ausstellern aus 14 Nationen gehen.

Ein vielseitiges Programm

Hierfür stehen Bildungsexperten und Entscheider aus allen Wirtschaftsbranchen und öffentliche Träger bereit, um in Kombination von Fachmesse und Kongress ihr Wissen zu teilen. Den Besuchern stehen die verschiedensten Programme zur Auswahl.

    • Das Rahmenprogramm mit Workshops, dem IHK-Tag und dem Medienkompetenz-Tag.
    • Das Messeprogramm mit unter anderem spannenden Fragen wie „Was macht Lernen mit digitalen Medien wirksam?“ von Gabriele Irle und Prof. Dr. Johannes Moskaliuk vom Leibniz-Institut für Wissensmedien.
    • Das Kongressprogramm mit interessanten Vorträgen wie unter anderem „Impulsvortrag: Arbeitswelten der Zukunft: Lernen im Zeitalter von Industrie 4.0“ von Bernd Dworschak vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation.

Die Messe erstreckt sich über drei Tage. Sie bietet für Unternehmen, Schulen und Hochschulen mit Sicherheit die passenden Antworten auf die vielen spannenden Fragen. Also nicht lange warten und ran an die Tickets!

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Handwerk 4.0: Die digitalen Klempner kommen

Workbench and Tools (adapted) (Image by Jeff Sheldon [CC0 Public Domain] via Unsplash) Handwerk 4.0

Die beste Autowerkstatt online finden? Den Fahrradreparaturdienst per Twitter anheuern? Klimaanlage im Netz planen? Die Digitalisierung der Handwerksbranche, auch Handwerk 4.0 genannt, läuft in Deutschland auf Hochtouren.

Handwerk 4.0 – was ist das eigentlich?

Angelehnt an das Prinzip der Industrie 4.0, heißt dies, dass Abläufe und Arbeitsprozesse im Handwerk zunehmend digitalisiert werden. Sprich: Was vorher Menschen erledigt haben, übernimmt nun ein Computer, beziehungsweise eine Software und irgendwann wahrscheinlich ein Roboter. Die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz definiert den Begriff folgendermaßen:

„Handwerk 4.0 beschreibt Betriebsstrukturen, Arbeitsprozessabläufe, Produkte und Dienstleistungen von Handwerksbetrieben, die in einem bisher noch nicht dagewesenen Maß digital vernetzt, adaptiv wissensbasiert und aus Kundensicht höchst intelligent in Erscheinung treten.“

Ganz klar, die Handwerksbranche ist im Wandel. Das hat auch die Politik erkannt, und sieht offensichtlich Handelsbedarf. So hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie als Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ das Kompetenzzentrum „Digitales Handwerk” ins Leben gerufen. Von Infoveranstaltungen über Webinare bis hin zu Lehrvideos. Hier können traditionelle Handwerksbetriebe wie Dachdecker oder Bäckereien Informationen rund um die Digitalisierung ihres Fachfelds bekommen.

Auch ein Blick auf die Branchenpublikation handwerksblatt.de bestätigt, dass Handwerksbetriebe sich zunehmend digitalisieren. Viele Veröffentlichungen widmen sich explizit dem digitalen Wandel der Branche. Neben einer ganzen Serie „Handwerk 4.0” werden zum Beispiel regelmäßig Artikel mit Titeln wie „Cyberangriffe auf Handwerksbetriebe” oder „Online-Shops lohnen sich auch für Handwerker” veröffentlicht.

Der starke Fokus auf die Digitalisierung des Handwerks ist jedoch keine Einbahnstraße. Sie ist auch eine Antwort auf verändertes – digitales – Kundenverhalten. Nach einer Umfrage der Gelbe Seiten Marketinggesellschaft läuft beispielsweise das Suchen und Finden von Diensten, auch von Handwerkern, zunehmend im Internet ab. Demnach:

  • recherchieren 80 Prozent der 18 bis 39-Jährigen im Web
  • suchen 42 Prozent der Deutschen nach Handwerkern zuerst online statt Bekannte zu fragen
  • werden 25 Prozent aller Anfragen ab 2020 online gestellt

Startups stürmen die Handwerksbranche

Gerade junge Gründer sind sich darüber im Klaren, dass die nächste Welle von Kunden die Digital Natives sind. Und die suchen, wie diese Zahlen belegen, nicht mehr im Telefonbuch nach einem Klempner. Das Handwerk 4.0 ist für diese Kunden keine Entwicklung. Es ist bereits die grundsätzliche Erwartungshaltung an die Branche.

Bastian Scherbeck, Andreas Schmidt und Peter Pawlitzek gründeten zum Beispiel ihr Startup Livecycle, weil ihnen der Service bei Fahrradreparaturen gelinde gesagt, „unterirdisch” erschien, wie sie im Interview verrieten. Der Kunde sei bisher kaum ernst genommen worden. „Wenn dein Fahrrad kaputt ist, musst du es selbst in die Werkstatt bringen und dann auch noch lange auf die Reparatur warten. Wenn das dein Haupttransportmittel ist, ist das eigentlich nicht akzeptabel“, sagt Bastian Scherbeck.

Bei Livecycle drehen die Gründer daher das Prinzip um: Die Handwerker kommen zum Kunden und reparieren das Fahrrad vor Ort. Alles von der Terminvereinbarung über die Preisfrage wird vorab online geregelt. Schneller, zeitsparender, billiger ist auch das Motto von Caroobi. Das Berliner Startup bringt auf einer Online-Plattform Autowerkstätten mit Autobesitzern zusammen. User geben hier ein, welche Reparaturen sie benötigen und können anschließend verschiedene Angebote online vergleichen – und direkt über die Webseite buchen. Damit wollten sie Autoreparaturen übersichtlicher, transparenter, flexibler und einfacher gestalten, sagen die Gründer.

Ein Wandel der klassischen Handwerksdienste

So machen gerade viele klassische Handwerksdienste wie das Bodenhandwerk, Malerbetriebe oder Dachdecker eine digitale Wandlung durch, oft angetrieben durch junge Gründer.

Robin Lanzer ist einer dieser Gründer. Der gelernte Farben- und Lackentwickler mit BWL-Studium arbeitet seit 17 Jahren im Handwerk. Mit seinem Startup Jeez will er den lästigen Baumarkt-Besuch überflüssig machen. Seine Idee ist dabei ähnlich wie der Ansatz von Livecycle. Wenn es für Kunden zu umständlich ist zum Baumarkt zu gehen, kommt eben der Baumarkt zum Kunden. Statt also selbst stundenlang von einer Abteilung zur anderen zu rennen, Farben, Bodenbeläge, Regale und Nägel zu suchen, kommen die Experten von Jeez zu den Kunden in die Wohnung. Die Beratung findet in den eigenen vier Wänden statt. Auch hier wird der Service im Netz gebucht, sodass Kunden so wenig Zeit und Nerven wie möglich verlieren.

Das ist ebenfalls der Ansatz von Stegimondo. Das Startup mit Sitz in Berlin positioniert sich selbst wiederum als „Der Online Dachdecker“ und wirbt mit Attributen wie Schnelligkeit, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit um seine Dienste.

All diese Beispiele zeigen: Das Handwerk 4.0 ist keine Zukunftsvision, es ist bereits Realität. Einige Brancheninsider sind daher der Meinung, dass traditionelle Handwerksbetriebe nur zwei Optionen haben: Voll in die Digitalisierung einsteigen – oder untergehen.


Image (adapted) „Workbench and Tools“ by Jeff Sheldon (CC0 Public Domain)

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Netzpiloten sind Partner der WebSuccess

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Gewinnt für die WebSuccess Online-Marketing Messe für mittelständische Unternehmen, am 15. März 2018 in Köln, ein Ticket und seid Teil dieses spannenden Events. Teilnahmebedingungen.


Am 15. März 2018 dreht sich wieder alles um Online-Marketing für den Mittelstand. Auf der Marketing-Messe WebSuccess in Köln können Teilnehmer sich voll und ganz auf das Thema Erfolg in ihren Unternehmen konzentrieren, denn genau darum geht es auf dieser Messe.

Online-Marketing ist ein Thema, was auch für mittelständische Unternehmen überaus wichtig ist. Die Konkurrenz schläft nicht und auch nicht in Sachen Online-Marketing. Wichtig ist es daher mit all den neuen Möglichkeiten Schritt zu halten und das Beste aus seinem Unternehmen herauszuholen.

Für jeden Unternehmer genau das Richtige

Auf der WebSuccess geht es mit einem vielseitigen Programm genau darum. Mit zahlreichen Workshops und praxisorientierten Fallstudien, ist für jeden das Richtige dabei, um das neu gewonnene Wissen mit ins Unternehmen zu bringen. Zudem werden spannende Speaker wie unter anderem Sarah Braun – Sales Enabler bei Google Deutschland – aus ihren Erfahrungen berichten.

Außerdem gibt es auf der Messe hilfreiche Antworten auf Fragen wie:

  • … mithilfe von SEO und SEA mehr potenzielle Kunden über den eigenen Webauftritt generiert werden können.
  • … soziale Medien, Video- oder E-Mail-Marketing erfolgreich für Werbung sowie die Unternehmens- und Kundenkommunikation eingesetzt werden können.
  • … unter anderem Web Analytics-Tools zur effektiven Marketing-Analyse, -Steuerung und Erfolgskontrolle genutzt werden können.

Wer Teil dieser spannenden Messe sein möchte, der sollte sich unbedingt Tickets sichern.

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Die Netzpiloten sind Partner der Software Defined Enterprise 2017

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Die Software Defined Enterprise 2017 am 20. und 21. November nimmt sich der Notwendigkeit an, von der heutzutage nahezu jedes Unternemen betroffen ist: Wie kann man neue Technologien und die Dynamik der mobilen Verfügbarkeit gezielt für Kosteneffizienz und Kosteneinsparung nutzen?

Die Herausforderung liegt vor allem darin, Konzepte zu entwickeln, die sowohl der zunehmenden Flexibilität als auch den Anforderungen an Verfügbarkeit, Automatisierung und Sicherheit gerecht werden. Deswegen bietet das Networkingevent Software Defined Enterprise vor allem engagierten, hochrangigen Führunskräften aus der IT Branche die Möglichkeit, sich mit mehr als 150 Kollegen zusammenzufinden, sich zu vernetzen und die besten Ergebnisse mit ihnen und Visualisierunsexperten sowie IT-Strategen zu teilen.

Zu den Hauptthemen des Events gelten:

  • Trends & Perspektiven bei Desktop-, Server-, Storage- & Netzwerkvirtualisierung
  • SDe und IT-Sicherheit
  • Web – Cloud – Mobilität
  • Flexibilisierung und Automatisierung von Netzwerkinfrastrukturen
  • ROI von SDe-Projekten

Unter den Speakern werden unter anderem Marc Votteler, President der Global Technology Services der Schaeffler Gruppe, und Stephan Schilling, Global Architect bei AXA Technology Services, vor Ort sein.

Hier findet ihr weitere Informationen sowie die Tickets. Wir wünschen allen Teilnehmern viel Spaß!

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Die Netzpiloten sind Partner des Medienforum Mittweida

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Schon bald beginnt das Medienforum Mittweida. Am 20. und 21. November findet der größte von Studenten organisierte Medienfachkongress Europas statt. Anders als bei den meisten Veranstaltung lernen hier aber nicht nur die Teilnehmer etwas von den Referenten, sondern vielmehr steht an diesen beiden Tagen der Austausch zwischen allen Beteiligten im Fokus.

Die Teilnehmer erwartet ein umfangreiches Programm. Neben Keynotes von internationalen Referenten wie Friederike Schiller der Hyperbole Medien GmbH oder Thomas Bärsch, Reporter beim ZDF, und vielen spannenden Talks, gibt es auch einige Workshops wie unter anderem:

  • Erlebe unkonventionelles Marketing
  • Megatrends im Eventmanagement
  • Erlerne journalistische Gesprächsführung
  • Zielgruppenansprache auf Facebook
  • Produziere deinen eigenen Podcast!

Ein Blick hinter die Kulissen beim Medienforum

Zudem können sich die Teilnehmer auf weitere Referenten aus der ganzen Welt freuen, die aus den unterschiedlichen Medienbereichen ihre Unternehmen präsentieren und geben spannende Einblicke hinter die Kulissen von 3D-Animation und Werbeerstellung. Außerdem stellen sie ihren Arbeitsalltag vor und geben neben vielem anderem auch Marketingtricks.

Gerade für Medienmacher gibt es die Recruiting Lounge. Hier können sich Studierende mit Medienvertretern in einer Art Speed-Dating untereinander austauschen und vernetzen. Wer also dieses Event nicht verpassen möchte, sollte sich diese beiden Tage unbedingt merken.

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Diese Unternehmen heben E-Learning auf die nächste Stufe

E-Learning (adapted) (Image by coyot [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Von Online-Sprachkursen über Onlineseminare für Mitarbeiter bis hin zum Salsakurs auf YouTube: E-Learning ist ein Trend, der längst zum Mainstream geworden ist. Auch wenn sich darüber streiten lässt, ob nun das Beauty-Tutorial auf YouTube pädagogisch wertvoll ist, gibt es auch in Deutschland mittlerweile einige Startups, aber auch etablierte Unternehmen, die das E-Learning auf die nächste – professionelle – Stufe gehoben haben.

Mehr als ein Beauty-Tutorial auf YouTube

Learnity ist eines dieser Startups, ein Online-Marktplatz für eine Vielzahl von Lerninhalten. Dazu gehören zum Beispiel Kurse für Schüler, wie etwa Stochastik für die Oberstufe oder einem Audioguide zu verschiedenen Textsorten. Nutzer finden auf Learnity aber auch Universitätsinhalte oder Fortbildungen für den beruflichen Alltag, wie etwa ein Kurs zur Buchhaltung. Die meisten Kurse basieren auf Videos. Einige Inhalte – vor allem im Bereich „Schule” – sind gratis, andere wiederum, wie etwa ein Juravorbereitungskurs für das Staatsexamen, kosten rund 40 Euro als Flatrate-Angebot.

Das Eppendorfer Unternehmen hinter Learnity, die Education Gateway GmbH, will dabei mehr sein als eine Sammlung von beliebigen Lernvideos. So betont Geschäftsführer Christian Sellmann, dass die Inhalte auf learnity.com struktuierter sind als beispielsweise YouTube-Videos, einem Lehrplan folgen und sich nicht allein auf Videos oder Audios beschränken, sondern mit Begleitmaterialien für die Lernenden gepaart werden. Die Inhalte werden dabei meist von Professoren, Lehrern oder Experten erstellt, und kommen offensichtlich bei Nutzern gut an. Gymnasialschüler loben beispielsweise, dass sie mit den Inhalten der Webseite im eigenen Tempo lernen können, die Inhalte zum Wiederholen auf dem Smartphone speichern können und ihnen die Visualisierung von Lernstoff dabei hilft, sich die Informationen besser zu merken.

E-Learning ist individueller und günstiger

Tatsächlich kann das Lernen im Netz viele Vorteile haben. Nutzer können die Inhalte in ihrem Tempo abrufen, beliebig oft wiederholen und so viel individueller lernen als etwa im Frontalunterricht. Hinzu kommt, dass User die Inhalte unabhängig von Zeit und Ort abrufen können, was es zum Beispiel auch Berufstätigen ermöglicht, sich neben dem Job weiterzubilden. Hinzu kommt, dass Onlinekurse – einmal erstellt – kostengünstiger sind. Lehrende müssen nicht jedes Mal an einem Ort physisch anwesend sein, die Materialien müssen nicht immer und immer wieder ausgedruckt werden und auch Lernende zahlen für Onlinekurse weniger.

Tina Seufert, Professorin am Instititut für Psychologie und Pädagogik der Universität Ulm, glaubt, dass auch Hochschulen vom E-Learning weitaus mehr profitieren könnten als sie es bisher tun: „Warum sollte ich nicht – weltweit oder von mir aus auch nur bundesweit – die Vorlesung ,Einführung in die Chemie für Studienanfänger? in ein, zwei oder fünf Varianten multimedial und mediendidaktisch von den besten Leuten mit den besten Mitteln umsetzen lassen und dann allen zur Verfügung stellen?”, sagt sie in einem Interview mit der Wirtschaftswoche.

Ganz klar: Wenn die E-Learning-Inhalte gut aufbereitet, nutzerfreundlich und mediendidaktisch strukturiert sind, können sie für Lernende sehr wertvoll sein. Das sind natürlich viele „Wenns”. Denn es reicht nicht, dass der Vortragende charismatisch ist, die Inhalte müssen technisch für Nutzer einfach zu erfassen sein und darüber hinaus auch professionell erstellt worden sein, damit User tatsächlich gewisse Lernziele erreichen. Darüber hinaus ist es mit dem E-Learning ein wenig wie mit dem Arbeiten im Homeoffice. Je flexibler die Zeiteinteilung, desto mehr Selbstdisziplin müssen Nutzer mitbringen. So hat schließlich nicht jeder die Motivation, nach Feierabend noch Spanischvokabeln zu pauken oder sich eine Vorlesung zum Thema „Elektronische Bauelemente und Schaltungen” anzuhören.

E-Learning-Angebot wird differenzierter

Doch auch hier denkt die neue Generation der E-Learning Unternehmen weiter. Viele haben begriffen, dass einige Nutzer ein begrenztes Zeitbudget haben. So hat Dee Dammers, professioneller Gitarrist, Gitarrenlehrer und Gründer hinter gitarre-lernen-online seine Lerninhalte genau daran angepasst. Dammer verspricht Nutzern, dass sie mit einem Einsatz von lediglich drei Mal zehn Minuten pro Woche, jede Woche ein neues Lied lernen können. „Das funktioniert in der Mittagspause im Büro, zuhause vor dem Zähneputzen oder gemütlich am Wochenende“, erklärt er seinen Schülern auf seiner Plattform. 19 Euro kostet das Gitarren-Paket im Monatsabo und beinhaltet über 50 Videos, mehr als 150 PDF-Dateien und Hunderte von Audios. All das kommt noch mit einer Erfolgsgarantie: Sollte man als Schüler nicht die vorgegebenen Ziele erreichen, erhält man bis zu 30 Tage nach der Anmeldung sein Geld zurück.

Beispiele wie Learnity oder gitarre-lernen-online zeigen, dass sich die E-Learning-Angebote in Deutschland immer weiter professionalisieren und differenzieren, um sich so besser an individuelle Nutzerbedürfnisse anzupassen.

Dieser Trend lässt sich auch für das E-Learning in Unternehmen beobachten. Die Arbeitswelt ändert sich rasant durch die Digitalisierung und Unternehmen können nur dann mithalten, wenn sie ihre Mitarbeiter regelmäßig weiterbilden. Onlinekurse sind für viele Betriebe eine ideale Lösung, da sie sich viel flexibler in den Arbeitsalltag integrieren lassen als etwa eine Fortbildung am Wochenende. Ein weiterer Vorteil der Onlinekurse ist, dass sich die Inhalte viel individueller an die jeweiligen Mitarbeiterbedürfnisse anpassen lassen, was sowohl für die Mitarbeiter als auch für das Unternehmen letztlich viel mehr bringt als ein Massenkurs.

Mehr Onlinekurse in Unternehmen

Dahingehend scheint sich auch das Angebot für Unternehmen zu entwickeln. So bietet beispielsweise Springer Medizin ein hochspezialisiertes Fortbildungsportal im Nezt für Ärzte. Der Pharmakonzern Pfizer wiederum hat ein eigenes E-Learning-Portal speziell für seine Mitarbeiter herausgearbeitet. Dahinter steckt natürlich nicht nur ein humanitärer Gedanke. Eine Forsa-Studie zum E-Learning in deutschen Unternehmen hat gezeigt, dass Personaler Weiterbildung nicht nur deshalb schätzen, weil sie ihre Mitarbeiter besser qualifizieren können. Darüber hinaus sagten 70% der Personaler, dass auch das Image des Arbeitgebers davon profitiert, wenn ein Unternehmen Fortbildungsmöglichkeiten anbietet.

Das wird sich in Zukunft wohl noch verstärken. So zeigt eine gemeinsame Studie des Digitalverband Bitkom und dem Projekt FLIP, dass die Anzahl der Onlinekurse in Unternehmen in Zukunft noch weiter steigen wird. In einer Befragung unter Unternehmen kam heraus, dass 82% der Unternehmen glauben, dass digitale Selbstlernprogramme an Bedeutung gewinnen werden.

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Screenshot Grafik Onlinekurse Unternehmen (Quelle: Flip-Projekt)

E-Learning ein Millionenmarkt

Selbstverständlich profitieren nicht nur Unternehmen und Mitarbeiter vom E-Learning-Angebot, sondern auch die Anbieter selbst. Denn E-Learning ist ein sehr lukrativer Markt ist. So hat Bitkom ermittelt, dass der Umsatz der E-Learning-Unternehmen im Jahr 2014 um gut 13 Prozent, auf 582 Millionen Euro angestiegen ist.

Doch auch wenn der Anteil der E-Learning-Angebote für Privatpersonen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen weiter steigt und sich wahrscheinlich weiter verbessern und spezialisieren wird, in einem sind sich Experten einig: Den persönlichen Unterricht wird E-Learning zwar ergänzen, nicht aber völlig ersetzen können.


Image (adapted) „E-Learning“ by coyot [CC0 Public Domain]


 

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Bad News, Everyone: Chatbots ohne Emotionen übernehmen den Kundenservice

Headset (adapted) (Image by ronaldo [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Es ist heutzutage nicht einfach, einen echten Menschen ans Telefon zu kriegen. Nahezu jedes Mal, wenn man seine Bank, seinen Arzt oder irgendeinen anderen Service anrufen muss, wird man höchstwahrscheinlich von einem vollautomatischen Service begrüßt. Dieser wurde scheinbar nur dafür gemacht, um uns davon abzuhalten, mit jemanden zu sprechen, der tatsächlich für das Unternehmen arbeitet. Und dank der auf dem Vormarsch befindlichen Chatbots dürfte das bald noch schlimmer werden.

Chatbots sind Programme, die sich künstlicher Intelligenz bedienen. Sie werden häufig in Apps oder Nachrichtenservices eingesetzt. Die Bots sind darauf ausgerichtet, die Fragen von Leuten im Gesprächsstil zu beantworten, anstatt sie nur in die Richtung der korrekten Antwort zu leiten, wie es eine Suchmaschine tut. Unternehmen wie Uber, Lufthansa und Pizza Express nutzen sie bereits, um die Anfragen von Kunden entgegen- und Buchungen anzunehmen – und für noch vieles mehr.

Sie haben das Potential, einige Aspekte des Kundenservices zu verbessern und sind sicherlich einfacher zu nutzen als automatisierte Telefonsysteme, die schon Schwierigkeiten haben, einfache Angaben zu verstehen. Doch sie sind trotzdem ein weiteres Hindernis, das Kunden von einem realen Menschen trennt, der in der Lage ist, schwierigere Fragen zu beantworten und, ganz wichtig, das Mitgefühl und Entgegenkommen zeigt, das elementar für einen guten Kundenservice ist. Es kann gut sein, dass Chatbots dies sowohl Kunden als auch Unternehmen auf die harte Tour herausfinden lassen werden.

Den Kundenservice, oder zumindest einen Teil davon, zu automatisieren, ist für viele Unternehmen ein verlockender Gedanke. Nicht nur sind die menschlichen Mitarbeiter den Unannehmlichkeiten des Jobs weniger ausgesetzt – es kann auch dabei behilflich sein, viele gängige oder triviale Probleme herauszufiltern, bevor die kostspielige Arbeitszeit eines Menschen dafür geopfert wird. Dies könnte Unternehmen dabei unterstützen Kosten zu sparen. Gleichzeitig werden diejenigen Kunden zufriedengestellt, die lediglich eine einfache Lösung für Standardprobleme benötigen.

Doch menschliche Angestellte durch künstliche zu ersetzen, ist nicht ganz so einfach. Zunächst einmal ist die Sprache mit all ihren Variationen und Fehlern – und obwohl es mittlerweile wirklich beeindruckende Fortschritte im automatischen Sprachverstehen und Übersetzen gibt, bleibt dies eine schwierige Angelegenheit. Vollautomatische Vertreter sind immer noch deutlich weniger kompetent und sprachbewusst. Bei manchen Problemen wäre es daher schwierig, wenn nicht unmöglich, diese zu kommunizieren.

Gut, aber nicht gut genug

Talent ist die Fähigkeit, gute Leistung abzuliefern. Können ist die Fähigkeit, eine ungewöhnlich schwierige Situation zu lösen. Die Ausnahme zu beherrschen, ist eine Kunst, und bei gutem Kundenservice geht es oft um die ungewöhnlichen oder unerwarteten Fälle, die auch noch potentiell verärgerte Kunden mit sich bringen. Während Chatbots überzeugende Antworten auf simple Fragen geben können, ist künstliche Intelligenz dennoch noch nicht schlau genug, mit seltenen und außergewöhnlichen Fällen umgehen zu können.

Unternehmen mögen dies zu Anfang nicht als ein Problem sehen, da Chatbots eine neue Möglichkeit darstellen, um Kunden zu sortieren, deren Anliegen einen gewissen Extraaufwand mit sich bringt. Nur diejenigen Kunden, deren Anliegen den Bot irritieren, werden zu einem menschlichen Angestellten weitergeleitet. Doch die Kommunikation mit einem verwirrten Computer kann schnell als ein frustrierender Vorgang wahrgenommen werden, und kann dazu führen, dass sich der Kunde noch mehr über den Service ärgert als zuvor. Auf lange Sicht könnte er schließlich dazu ermuntert werden, anderswo Geschäfte zu machen – besonders, wenn es schwer ist, zur Problemlösung endlich an einen menschlichen Vertreter weitergeleitet zu werden, sollte der Bot nicht in der Lage sein, zu helfen.

Eine Erfahrung dieser Art habe ich selber gemacht, als ich nach einem Zugausfall versuchte, ein Taxi zu ergattern. Als ich den einzigen lokalen Anbieter, von dem ich die Nummer hatte, anrief, wurde ich zu einem vollautomatischen Service weitergeleitet, der absolut nicht in der Lage war, den Abholort zur verstehen, obwohl ich schon alle Variationen des Namens und der Aussprache probiert hatte, die mir eingefallen waren.

Durch eine glückliche Fügung wurde ich irgendwie zu einem menschlichen Gesprächspartner durchgestellt. Doch bevor ich mein Anliegen vortragen konnte, hieß es: „Ich stelle Sie an das Buchungssystem durch“ – und der Teufelskreis begann von vorn. Die traurige Geschichte endete mit einem sehr langen Fußmarsch, dem glücklichen Aufgelesenwerden durch ein Taxi in einer ansonsten weitgehend menschenleeren Gegend, und dem Schwur, dieses Taxiunternehmen zu meiden, wo nur möglich.

Vollautomatische Systeme mögen in der Lage sein, gängige Probleme zu lösen. Doch sie können sich noch nicht auf außergewöhnliche Umstände einstellen oder gar erkennen, dass die Anpassungsfähigkeit einer menschlichen Interaktion vonnöten ist. Und aus Kundensicht geht das Problem noch weiter: Einige Situationen erfordern nicht bloß menschliches Verständnis und Problemlösefähigkeit, sondern auch eine Spur Mitgefühl und Empathie.

Ein Chatbot kann so programmiert sein, einen bestimmten Gesprächsstil anzunehmen, doch dieser wird sich in unerwarteten oder schwierigen Zusammenhängen dennoch seltsam fehl am Platz anhören. Zum heutigen Zeitpunkt gibt es keinen praktizierbaren Fahrplan in der Forschung im Bereich künstlicher Intelligenz, wie man etwas implementieren könnte, das menschlichem Mitgefühl überzeugend nahekommt.

Neben der tatsächlichen Lösung ihres Problems benötigen verärgerte Kunden manchmal vielmehr ein paar nette Worte und die Möglichkeit, sich bei jemandem auszusprechen, der bereitwillig zuhört. Und häufig beruht guter Kundenservice auf Gesten des Entgegenkommens, die nach Ermessen eines individuellen Angestellten ausfallen, der eher dem eigenen Mitgefühl als einem festen Regelwerk folgt.

Aufgrund der starken Kontextabhängigkeit der Situation ist es für die künstliche Intelligenz sehr schwer, dies nachzubilden. Meiner Meinung nach ist Kontextverständnis noch immer eines der extrem schwer fassbaren und ungelösten Probleme der künstlichen Intelligenz – und wird es auch noch für eine ganze Zeit bleiben.

Davon abgesehen werden Chatbots und andere Kundendienste, die auf künstliche Intelligenz zurückgreifen, aufgrund des kostensparenden Versprechens und anderer Vorteile, die Automatisierung mit sich bringt, in den kommenden Jahren drastisch auf dem Vormarsch sein. Das wahrscheinliche Ergebnis ist ein umso technokratischerer Umgang mit Problemen und weniger Flexibilität. Schlimmer noch: Sollte der Algorithmus deutlich verfeinert werden, wird der Prozess der Entscheidungsfindung immer intransparenter und lässt immer weniger Raum für die mildernde menschliche Intervention.

Wenn wir das verhindern wollen, müssen wir uns bewusst werden, dass der Weg zur Hilfe nicht mit guten Vorsätzen gepflastert ist, sondern darin liegt, zu verstehen, wie eingeschränkt die künstliche Intelligenz ist, wenn es um das Verstehen von Kontexten, Ausnahmefällen und menschlichen Umständen geht.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Headset“ by ronaldo (CC0 Public Domain)


The Conversation

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Willkommen im Coworking Space der Zukunft: Zu Besuch im Epicenter Stockholm

Epicenter (Image by Epicenter)

„Willkommen im Epicenter, dem Büro der Zukunft!“ Mit einem breiten Lachen begrüßt Patrick Mesterton neue Besucher in Schwedens angesagtestem Coworking Space mitten in Stockholm. Man merkt, dass er eigentlich noch hinzufügen möchte: „Willkommen im besten Coworking Space der Welt!“ Als einer der drei Gründer des Epicenters ist Patrick Mesterton sichtlich stolz auf das, was er und seine Mitstreiter in zwei Jahren auf die Beine gestellt haben.

Transformation, Erneuerung, Zukunft

Schwedens erstes „Digital House of Innovation“ nennen sie ihren Coworking-Space. Tatsächlich verwandelten die Gründer, inspiriert vom Silicon Valley, in kürzester Zeit ein marodes Bankgebäude in einem ehemaligen Rotlichtviertel in einen modernen Hub für Startups, führende Tech-Firmen sowie Freelancer und digitale Nomaden aus aller Welt. Transformation, Erneuerung und Zukunft sind die Grundpfeiler der Epicenter-Philosophie und sollen so dazu beitragen, dass Schweden zur „Kreativhauptstadt der Welt“ wird.

Innenhof (Image by Marinela Potor)
Innenhof des Epicenters (Credit by Marinela Potor)

„Als wir das Epicenter im Januar 2015 eröffnet haben, waren wir innerhalb von zwei Wochen komplett ausgebucht“, erzählt Patrick Mesterton beim Netzpiloten-Besuch vor Ort. Und das will schon etwas heißen. Immerhin erstreckt sich das Epicenter auf rund 30.000 Quadratmeter und bietet Büroräume auf einer Fläche von 12.000 Quadratmeter. Aktuell hat das Epicenter mehr als 3.000 Mitglieder. Denn Miete zahlt hier keiner, die Räume werden über Mitgliedschaftsraten verrechnet. Es gibt von offenen Lounges bis zu 3.000 Quadratmeter großen Privatbüros viele verschiedene Arbeitsmöglichkeiten. Im Prinzip ist dabei jeder, der hier von seinem Laptop aus arbeiten möchte, willkommen.

Nun ja, fast jeder. Denn für Unternehmen ist es mittlerweile schwierig geworden, im heiß umschwärmten Epicenter noch Büroräume zu bekommen. Das liegt auch ein wenig daran, dass es für Unternehmen einfach als „cool“ gilt, hier ein Büro zu haben – und als Wettbewerbsvorteil beim heißen Kampf um die klügsten Köpfe gesehen wird. So müssen Mitglieder sich tatsächlich bewerben – und vom Epicenter angenommen werden.

„So wollen wir sicherstellen, dass wir wirklich nur den besten Mix aus Startups und etablierten Konzernen unter einem Dach haben. Denn es bringt ja nichts, wenn du nur Gründer in einem Coworking Space hast, die zwar tolle Ideen haben, aber sich finanziell nicht helfen können. Oder nur große Konzerne, denen die frischen Ideen ausgehen“, erklärt Patrick Mesterton den Bewerbungsprozess.

Das Rezept scheint aufzugehen, im Epicenter sitzen Unternehmen wie Spotify, Google und Microsoft, aber auch junge Startups wie das Smart-Lock-Unternehmen Glue oder Zoundio, eine Gitarrenapp, die auf künstlicher Intelligenz basiert, oder auch Splay, Schwedens größtes YouTube-Netzwerk.

Motto (Image by Marinela Potor)
Motto (Credit by Marinela Potor)

Innovation an jeder Ecke

Doch es sind nicht nur die Unternehmen, die für das kreative Ambiente sorgen. Es ist auch die Aufmachung des Coworking Spaces, die an jeder Ecke beinahe aufdringlich „Innovation“ schreit. Der 24-Stunden-Zugang zum Space oder die schicken Tablets, die als Türschilder dienen, sind dabei noch das Langweiligste, was man hier sieht.

So steht im großen Innenhof des Epicenters eine von Samsung entwickelte ADHS-Box, in der Coworker selbst erleben können, wie Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung die Welt erleben. „Eine Störung, die übrigens sehr viele Gründer haben“, sagt Patrick Mesterton und meint das ganz ernst. Dann gibt es auch noch Telepräsenz-Roboter, mit denen Anrufe entgegengenommen werden können und ein robotischer Automat verkauft Smoothies auf Bestellung.

Seit Kurzem können Nutzer mit unter der Haut implantierten RFID-Chips Türen öffnen und Getränkeautomaten bedienen.

Biochip (Image by Marinela Potor)
Patrick Mesterton ordert ein Getränk per Chipimplantat: Credit by Marinela Potor

Menschen, die zu Cyborgs werden? Im Epicenter liegt das, was viele als Biohacker-Spinnerei abtun, voll im Trend. So kommen viele Epicenter-Mitglieder begeistert zu den regelmäßigen „Chip n‘ Beer After Work“ Sessisons.

Gesunde Körpern und rege Geister

Es ist aber nicht nur die Technologie, die für neue Ideen bei den Coworkern sorgen soll. Das Epicenter scheint eine ausgeprägte „mens sana in corpore sano“ Mentalität zu haben. Tatsächlich sehen alle Coworker hier erstaunlich fit und gesund aus. Das mag eben auch an den vielfältigen Gesundheits-, Fitness- und Sportangeboten liegen.

Es gibt Yoga-Klassen, Massageexperten, ein Fitnessstudio und das – selbstredend gesundheitsbewusste – Restaurant im Coworking-Space wird von Jens Dolk geleitet, einem der bekanntesten kulinarischen Experten des Landes, der sich aktuell stark gegen die Verschwendung von Essen einsetzt.

Die Epicenter-Gründer sind mit jeder Erneuerung stets bemüht, dem futuristischen Ansatz ihres Coworking Spaces treu zu bleiben. So wird gerade in der „Orangerie“ ein weiteres Restaurant gebaut, zu dem auch Nicht-Mitglieder Zutritt bekommen sollen.

Dahinter steckt aber mehr als lediglich eine neue Einnahmequelle, erklärt Mesterton. „Diese Gäste können unseren Coworkern und Unternehmen sozusagen als Quelle für Konsumerforschung nutzen.“ Marketingforschung an lebenden Laborratten sozusagen. Wer sich Chipimplantate unter die Haut stechen lässt und Biohacker-Frühstücke schmeißt, findet das natürlich gar nicht seltsam.

Der Erfolg spricht fürs Epicenter. Bereits im kommenden Jahr möchten die Gründer expandieren. Im September 2018 soll das nächste Epicenter in Helsinki eröffnet werden.


Image „Epicenter“ by Epicenter


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Alten Vorständen und Aufsichtsräten fehlt die digitale Expertise – Plädoyer für Nerds in der Chefetage

Teamwork in the workplace (adapted) (Image by Štefan Štefan?ík [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Unternehmerisches Denken und Digitalkompetenz werden häufig als die zentralen Schlüsselfähigkeiten für die Meisterung der Herausforderungen im digitalen Zeitalter genannt. Grund genug für das Forscherteam von Julian Kawohl, Professor für Strategisches Management an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, einmal genauer hinzusehen, inwieweit deutsche Vorstände in DAX- und MDAX-Konzerne hierfür entsprechende Erfahrungen mitbringen. Das Ergebnis ist niederschmetternd. „Die Befunde haben uns in ihrer Radikalität erstaunt. Nur 25 Prozent der untersuchten 411 Lebensläufe kann unternehmerische Erfahrungen vorweisen und acht Prozent verfügen über Digitalerfahrungen“, so Kawohl im Netzpiloten-Interview.

Auch das Durchschnittsalter der Vorstände spricht nicht für frische Geister in den größeren Unternehmen. Es liegt bei knapp 53 Jahren. „Volkswagen hat den ältesten Vorstand. Der geht auf die 60 zu“, kommentiert der Wissenschaftler. Hier liegt vielleicht eine Ursache für das rückwärtsgewandte Dieselniveau der Wolfsburger Top-Manager. Interessant sind die Indikatoren für die relativ austauscharme Luft auf den obersten Etagen der Konzern-Führungsriegen in Deutschland.

Wer im Kamin hochfährt, bleibt im alten Trott

„Wer klassische Konzernkarrieren macht und den Kamin hochfährt, kann kaum Außenerfahrungen sammeln im digitalen Kontext oder im Umfeld von Startups. Auch die unternehmerische Expertise bleibt auf der Strecke“, so Kawohl. Er selbst hat bei AXA erlebt, wie Vorstandsberufungen ablaufen. Da werden klassische Headhunter beauftragt, die dieses Geschäft schon seit Jahrzehnten erledigen. Es sind immer die üblichen Adressen. Die bekommen ein Profil und schauen in ihrem alten Netzwerk nach geeigneten Kandidaten. Manchmal sind es auch Seilschaften, die von ehemaligen Unternehmenschefs organisiert werden. Das Suchfeld sei so ausgeprägt, den alten Kreislauf der Deutschland AG in Betrieb zu halten, weiß Kawohl: „Unter solchen Bedingungen kann wenig Neues von außen kommen.“

Juristen und Controller in Aufsichtsräten Teil des Kreisverkehrs der Deutschland AG

Zudem erschwert die Zusammensetzung der Aufsichtsräte die Findung von digitalen Talenten. In diesen Gremien sitzen ehemalige Vorstände, Juristen, Controller, institutionelle Anleger oder irgendwelche milliardenschweren Investoren. Sie sind Teil des alten Kreisverkehrs und eher an geschlossenen Formationen interessiert. „Die kulturellen Unterschiede zwischen denjenigen Nachwuchskräften, die man dringend braucht und den alten Tankern, die transformiert werden müssen, sind doch sehr groß. Da hilft dann auch die Gründung von Labs oder der Kauf von Startups nicht weiter“, erläutert Kawohl gegenüber den Netzpiloten.

Axel Springer: 90 Prozent der Top-Manager ausgewechselt

Wie sich das in der radikalen Form ändern lässt, belegt das Beispiel des Axel Springer Verlages: „Die erwirtschaften mittlerweile deutlich mehr als die Hälfte des Umsatzes und des Gewinns über digitale Themen. Das Medienunternehmen ist durch einen extrem schmerzhaften Prozess gegangen. In zehn Jahren wurden 90 Prozent des Top-Managements ausgetauscht“, so Kawohl. Für Daimler wäre das wohl etwas zu sportlich. Aber prinzipiell muss es eine Verjüngung des Vorstandsteams und eine Mischung der Struktur in der obersten Führungsetage geben.

Empfehlungen für Konzerne

Folgende Vorschläge macht die Studie der HTW-Berlin: Aufbau von Senior-Junior-Vorstandstandems zur gegenseitigen Befruchtung; Vermehrte Job-Rotation und Einsatz der Vorstandskandidaten in Digitalbereichen und ?internen Startups; Gezielte Übernahme von Startups inklusive deren Gründerteam und Einsatz in ?Topmanagement-Positionen im Mutterkonzern ?- gelingt nur bei einem Kulturwandel.

Dazu kommen Rekrutierung des Topmanagements auch für klassische Business-Ressorts von außen in der ?Start-up-Szene; Schaffung eines Umfelds, das es Talenten aus der Digitalszene und ehemaligen Unternehmern ?ermöglicht, in das Topmanagement etablierter Unternehmen aufzusteigen; Besetzung des Aufsichtsrats und hier insbesondere des Nominierungsausschusses durch ?Personen mit Entrepreneurship- und Digitalerfahrung; Schaffung von externen Beiräten zum Coaching von Aufsichtsrat und Vorstand für die ?Vorstandsnachfolgeplanung.

„Insbesondere aus Sicht der Investoren ist es wichtig, dass Unternehmensvorstände nicht nur über das theoretische Wissen verfügen, den digitalen Wandel zu gestalten. Konkret bedeutet dies, dass Investoren bereit sind, einen höheren Preis zu zahlen für ein Unternehmen, das mit der digitalen Transformation konfrontiert wird, wenn es von einem Vorstand geleitet wird, der diese strategischen Herausforderungen auch durch seine Persönlichkeit verkörpert“, betont Kawohl.

Digitalisierung reicht nicht aus

Dabei darf die reine Digitalisierung nicht mit der digitalen Transformation verwechselt werden. Darauf verweist der CIO-Kurator Stefan Pfeiffer: „Digitale Technologien haben wir auch schon zu Zeiten von SAP- und PeopleSoft-Einführungen und auch vorher genutzt, um Prozesse zu automatisieren.“ 

Es sei eben nicht damit getan, „nur“ in neue und bessere Technologien zu investieren, um die Organisation auf Effizienz zu trimmen. Dieser Denkansatz dominiert in vielen Unternehmen. Wahre digitale Transformation erfordere einen fundamentalen Wandel, wie Leute arbeiten und welche Angebote man Kunden mache. Bestehende IT Systeme – die viel zitierten Legacy-Systeme – seien oft eher eine Bürde denn eine Hilfe, schreibt Pfeiffer.

Auch das spricht für die Rekrutierung von neuen Führungskräften, die Erfahrungen bei der Etablierung von digitalen Geschäftsmodellen haben.

Digitale Weiterbildung in Eco-Systemen

Einen weiteren Weg skizzierte eine Expertenrunde des Bundesverbandes der Unternehmensberatungen (BDU) auf der Kölner Fachmesse Zukunft Personal. Kenntnisse in Data Science, Künstlicher Intelligenz, Internet der Dinge, Umbau der Wertschöpfungsketten, digitale Veredelung von Diensten und Produkten sollten fester Bestandteil der beruflichen Weiterbildung sein. Allerdings nicht mit Silo-Denken: „Am Ende sucht die Wirtschaft funktionsübergreifend die gleichen Profile und Skills und in der digitalen Transformation laufen die Entwicklungen zu schnell, um sie selbst auszubilden“, sagt Yvonne Balzer Direktorin und Mitglied der Geschäftsleitung von Kienbaum. Die Eco-Systeme werden unternehmensübergreifende Themen noch mehr zusammenbringen und die Funktionsgrenzen in den Unternehmen gnadenlos aufweichen, so die Prognose der Talkrunde. Der Trend sollte auch bei der Gewinnung von digitalen Talenten zur Share Economy gehen.

Mit geschlossenen Zirkeln und Kaminkarrieren werden sich die DAX- und MDAX-Konzerne schwer tun, die Vorstände zu Super-Nerds zu verwandeln. Das Notiz-Amt empfiehlt den Personalexperten die Zusammenarbeit mit dem Chaos Computer Club. Die Vorgestern-Headhunter sollten in den verdienten Ruhestand verabschiedet werden. Wer weitere Infos zur Studie von Professor Kawohl bekommen möchte, kann sich direkt an das Notiz-Amt wenden.


Image (adapted) Teamwork in the workplace by Štefan Štefan?ík (CC0 Public Domain)


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