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Weitere Details zu iOS 13 veröffentlicht

Insider aus dem Hause Apple geben erste Informationen zu iOS 13 bekannt.

Auf der diesjährigen Worldwide Developers Conference (WWDC) von Apple erwarten viele die Vorstellung der neuen Betriebssoftware iOS 13. Das Online Magazin 9to5mac.com hatte nun die Möglichkeit, mit einigen der Entwickler in Kontakt zu kommen und bereits erste handfeste Neuerungen für iPhone, iPad und Co öffentlich zu machen. Hier eine Zusammenfassung der voraussichtlichen Neuerungen im Nachfolger zu iOS 12.

iPad und Maus werden Freunde

Apple möchte mit dem neuen iOS 13 eine Funktion einführen, welche sich iPad Besitzer wohl schon lange gewünscht haben. In Zukunft soll die Magic Mouse von Apple, die bisher vor allem für iMacs gedacht war, per Bluetooth mit dem iPad gekoppelt werden können. Und dann soll sie wie jede andere Computermaus einsetzbar sein. Die Bedienung mit der Maus eignet sich perfekt für die neuen Multitasking-Optionen in iOS 13. Doch dazu später mehr. Damit soll das iPad noch leichter zu bedienen sein und gerade die neueren iPad Modelle stehen somit einem vollwertigen Laptop in nichts nach.Darüber hinaus soll das iPad in Zukunft auch als Zweit-Bildschirm für den Mac verwenden werden können.

Foto-Implementierung endlich direkt möglich

Gerade für viele Hobby- und Berufsphotographen ist es im Moment schwierig, effizient mit dem iPad zu arbeiten. Denn um Fotos in eine Bearbeitungs-App einzufügen, müssen diese zuvor in der Camera Roll des jeweiligen Gerätes gespeichert werden. Davor sind schon so einige Creator verzweifelt. Aber nun möchte Apple mit dem Update auf iOS 13 nachbessern. Es soll in Zukunft möglich sein, bei dem neuen iPad Pro über den USB-C Anschluss externe Speicherkarten anzudocken. Danach sollen Fotos direkt in Apps wie Adobe Lightroom CC oder Affinity Photo importiert werden können. Und das Zwischenspeichern fällt weg.

Verbesserte Multitasking-Optionen

Die Verwaltung von Apps, sowohl auf iPad als auch Mac, war bisher immer ein wenig umständlich. Anders als zum Beispiel bei Windows, ist die Benutzung mehrerer Anwendungen beim Mac auf zwei gleichzeitig verwendbare Apps beschränkt. Verwendet man das iPad ist Multitasking sogar noch schwieriger. Doch genau das möchte Apple mit dem Update auf iOS 13 ändern. Dann soll es möglich sein, Apps nach Belieben in ihrer Größe zu ziehen und zu verändern. Auch das Anpinnen von Apps soll dann kein Problem mehr sein. Wie das am Ende konkret aussehen könnte, zeigt ein bereits jetzt verfügbares Tool genannt „PanelKit“.

Darüber hinaus soll sich in der Bearbeitung und Verwaltung von Dokumenten einiges ändern. So soll man in Zukunft direkt in den Einstellungen des Apple-Geräts verschiedene Schriftarten auswählen können. Auch eine verbesserte mehrsprachige Unterstützung wird implementiert werden. Das soll das Arbeiten mit anderen Sprachen und Tastaturen erleichtern. Auch Siri lernt in iOS 13 wieder dazu und soll in Zukunft weniger anfällig für Fehlannahmen sein.

Apple Mail wird intelligenter

Benutzer der Mail-App auf dem iPhone, Mac oder iPad dürfen sich des Weiteren auf eine intelligentere Einordnung von E-Mails freuen. Ab iOS 13 sortiert das Postfach automatisch in Kategorien wie „Privat“, „Geschäftlich“, „Urlaub“, und so weiter. Außerdem kommt mit iOS 13 endlich ein voll ausgereifter Dark Mode auf das iPad und iPhone, der in den Einstellungen ausgewählt werden kann.

Kurz vor der offiziellen Bekanntgabe werden viele Details öffentlicht

In iOS 13 erwarten uns darüber hinaus viele kleinere Änderungen, die zu allgemein einfacherem Handling führen sollen. Sowohl das iPad als auch das iPhone soll durch das Update eine verbesserte Benutzeroberfläche aufweisen, die darüber hinaus die Rechenleistung unterstützen soll. Auch auf eine überarbeitete Health- und Erinnerungs-App dürfen wir uns freuen. In iOS 13 sollen Eltern selbst festlegen, wann ihre Kinder welche App benutzen und mit welchen Kontakten sie kommunizieren dürfen. Das alles wird über die Bildschirmzeit-Funktion gesteuert. Zudem soll im Nacht- bzw. Ruhemodus der Apple-Geräte auch auf Schlaf-Tracker zugegriffen werden können.

Voraussichtlich am 3. Juni wird Apple das Update erstmals der Öffentlichkeit vorstellen. Ab September 2019 können wir es dann auf unsere Geräte laden.

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Image by Yura Fresh / unsplash.com

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Apple Arcade: Abo-Service für Spiele auf iPhone, Mac und TV

Apple Arcade kommt auf iPad, iPhone, Mac und Apple TV

2019 wird das Jahr der Abo-Dienste für Spiele. Nach Google hat nun überraschend auch Apple eine entsprechende Plattform vorgestellt. Apple Arcade heißt das Angebot, das ab Herbst dieses Jahres für eine pauschale Abo-Gebühr unbegrenzten Zugang zu einer Spielesammlung in den App Stores von Apple ermöglichen soll.

100 Exklusiv-Spiele zum Start von Apple Arcade

Zum Start soll der Katalog über 100 unveröffentlichte Titel für Spieler jeden Alters umfassen. Dabei setzt Apple auf Exklusivität. Sämtliche Spiele sollen daher auf keiner anderen Plattform verfügbar sein. Zu den Highlights zählen Spiele wie Sonic Racing, Beyond a Steel Sky, Lego Brawls und Oceanhorn 2: Knights of the Lost Realm. Die komplette Liste nannte Apple aber noch nicht.

Große Studios sind ebenso wie Indie-Entwickler an Bord. Unter Vertrag hat Apple unter anderem Annapurna Interactive, Bossa Studios, Cartoon Network, Finji, Giant Squid, Klei Entertainment, Konami, Lego, Mistwalker Corporation, Sega, Snowman, ustwo Games. Außerdem seien selbstproduzierte Spiele von Game Designern wie Hironobu Sakaguchi, Ken Wong, Will Wright und anderen enthalten.

Apple will die Spiele für die Sammlung nicht nur auswählen, sondern sich auch den Entwicklungskosten beteiligen. Der Schwerpunkt liegt somit stark auf kleineren Produktionen, die zwar oft Kritiker begeistern, aber kein Massenpublikum erreichen.

Apple Arcade mit Flatrate-Modell und Offline-Nutzung

Wer Apple Arcade nutzen möchte, braucht ein Apple-Gerät. Das Spiele-Abo wird auf dem iPhone, iPad, dem Apple TV und Mac-Computern verfügbar sein. Wie viel Apple Arcade für Anwender kosten wird, verrät das Unternehmen noch nicht.

Fest steht, dass die Plattform wie bei Netflix per Flatrate nutzbar ist. Daher können Kunden so viele Spiele aus der Sammlung ausprobieren, wie sie wollen. Weder In-App-Käufe noch Werbung sollen den Dienst finanzieren.

Ähnlich wie beispielsweise Microsofts Spiele-Abo Xbox Gamepass baut Apple auf die Infrastruktur seiner App Stores auf. Abonnenten nutzen einfach die Download-Plattformen für iOS auf dem iPhone und iPad, für tvOS auf dem Apple TV und macOS für iMac und MacBook, um ein im Abo enthaltenes Spiel zu installieren.

Via Internet gleicht Apple Arcade alle Spielstände ab. Daher können Nutzer beispielsweise ein Spiel auf dem iPhone anfangen und auf dem Mac fortsetzen. Eine ständige Internetverbindung ist allerdings nicht nötig. Denn alle Spiele sollen sich auch offline ausführen lassen. Um einen reinen Dienst für Cloud Gaming wie bei Google Stadia, Antstream und Microsoft xCloud handelt es sich somit nicht. Weil dann aber die Rechenleistung mobiler Geräte ausreichen muss, ist nicht damit zu rechnen, dass auch richtig große AAA-Titel wie für Xbox und PlayStation 4 ihren Weg zu Apple Arcade finden werden.

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Images by Apple

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Apple Pay startet in Deutschland: Das müsst ihr wissen

Apple Pay Symbolbild

Knapp vier Jahre nach dem Start in den USA ist Apple Pay seit heute auch in Deutschland verfügbar. Konzernchef Tim Cook hat Deutschland-Launch bereits zuvor vage für das Jahresende angekündigt. Die tatsächliche Einführung kam heute Morgen überraschend. Bisher lässt sich Apple Pay nur auf einem Umweg in Deutschland nutzen. In diesem Artikel zeigen wir euch, wie ihr den mobilen Bezahldienst einrichtet und mit welchen Banken, Karten und Geräten er funktioniert.

Was muss man über den neuen Bezahldienst Apple Pay wissen?

Mit Apple Pay könnt ihr ganz einfach ohne Bargeld oder EC-Karte bezahlen. Hierfür müsst ihr lediglich ein iPhone ab der Version iPhone SE beziehungsweise iPhone 6 oder eine Apple Watch mit euch führen. Um Apple Pay nutzen zu können, benötigt ihr zudem eine Kreditkarte einer Bank, die mit Apple kooperiert.

Sofern die Technik des Kassensystems das kontaktlose Bezahlen per NFC-Funk (Near Field Communication) unterstützt, könnt ihr euer Gerät einfach an den Terminal der Kasse halten. Rund 475.000 Kassenterminals in Deutschland besitzen die erforderliche Technik. Außer im stationären Handel könnt ihr mit Apple Pay auch in Onlineshops oder Apps bezahlen.

Welche Banken und Karten unterstützen Apple Pay?

Folgende Banken unterstützen Apple Pay zum Start: Boon, Bunq, Comdirect, Deutsche Bank, Fidor Bank, Hanseatic Bank, Hypo Vereinsbank, N26 (ehemals Number 26), O2 Banking und VimPay.

In Zukunft kommen noch diese Banken hinzu: Consors Bank, Crosscard, DKB, Fleetmoney, ING (ehemals Ing DiBa), Revolut und Viabuy.

Ferner zu beachten ist, das nur Kreditkarten genutzt werden können. Hierbei ist es aber egal, ob es sich um eine Prepaid-Karte (im Voraus aufgeladen), Debit-Karte (wird direkt vom Konto abgebucht) oder Kredit-Karte (wird am Monatsende vom Konto abgebucht) Kreditkarte handelt. Maestro, Vpay und Girocards werden leider nicht unterstützt.

Apple Pay nicht unterstützte Karte
Noch werden längst nicht alle Karten unterstützt. Image by Timo Brauer

Auf welchen Geräten funktioniert Apple Pay?

Apple Pay funktioniert auf dem iPhone 6, 6s, SE, 7, 8, X, Xs, Xr und allen Plus– oder Max-Modellen. Außerdem werden alle Versionen und Varianten der Apple Watch unterstützt. Für Zahlungen im Internet oder in Apps funktioniert Apple Pay auch auf iPads und Macs.

Bei den iPads sind folgende Modelle dabei: iPad Air 2, iPad 5G (2017), iPad 6G (2018), iPad mini 3, iPad mini 4 und alle iPad Pros. Bei den Macs ist die Liste etwas übersichtlicher. Es werden lediglich die MacBook Pro Modelle mit Touchbar sowie das 2018er MacBook Air unterstützt. Allerdings lässt sich Apple Pay auch auf älteren Macs (ab 2012) verwenden, wenn ein unterstütztes iOS-Gerät sich in der Nähe befindet.

Wo kann ich mit Apple Pay bezahlen?

Bezahlen könnt ihr mit Apple Pay überall dort, wo kontaktloses Bezahlen mit Bankkarten möglich ist. In Deutschland ist das an beinahe jedem Kartenterminal der Fall. Somit könnt ihr in eigentlich jedem Geschäft, das Kartenzahlungen unterstützt, auch mit Apple Pay bezahlen. Bittet beim Bezahlen einfach um die Bezahlung per Karte und haltet euer iPhone an das Terminal statt eine Karte zu benutzen.

Wie richte ich Apple Pay ein?

Zum Einrichten von Apple Pay öffnet ihr auf dem iPhone die Wallet App (auf dem iPad die Einstellungen, für die Apple Watch die Watch-App und auf dem Mac die Systemeinstellungen jeweils unter dem Punkt „Wallet und Apple Pay“) und klickt auf „Karte hinzufügen“.

Anschließend wählt ihr den gewünschten Kartenanbieter. Dann werdet ihr aufgefordert, die Karte in die Kamera zu halten, damit Karteninhaber, Nummer und Ablaufdatum gelesen werden können. Dann bittet euch Apple Pay je nach Bank die CCD (dreistellige Nummer auf dem Unterschrift-Feld auf der Kartenrückseite) einzugeben oder einen Bestätigungscode per SMS, Mail oder App zu empfangen und einzugeben. Schon ist Apple Pay fertig eingerichtet.

Diese Schritte könnt ihr auch mit weiteren Karten wiederholen. Außerdem ist es möglich, in den Einstellungen unter dem Punkt „Wallet & Apple Pay“ festzulegen, welche Karte bevorzugt verwendet werden soll. Auf diese Weise lassen sich je nach Gerät 8 bis 12 Kreditkarten hinterlegen.

Wie zahle ich mit Apple Pay?

Mit Apple Pay in einem Geschäft zu bezahlen unterscheidet sich je nach verwendetem Gerät.

Mit Touch-ID (Fingerabdruck): Doppelklickt auf den Home Button und lasst euren Finger liegen, bis die Karte entsperrt wurde. Haltet nun das obere Ende des iPhones gegen das Kartenterminal bis auf dem Display „Fertig“ und ein Häkchen angezeigt wird.

Mit Face-ID (Gesichtsscan): Doppelklickt auf die Seitentaste und blickt auf euer iPhone, bis die Karte entsperrt wurde. Haltet nun das obere Ende des iPhones gegen das Kartenterminal bis auf dem Display „Fertig“ und ein Häkchen angezeigt wird.

Auf der Apple Watch: Doppelklickt auf die Seitentaste und haltet das Display der Apple Watch gegen das Kartenterminal bis ihr eine Bestätigung per Vibration erhaltet.

Zum Bezahlen benötigt euer Gerät übrigens keine funktionierende Internetverbindung. Außerdem fallen keine zusätzlichen Kosten an und es gibt seitens Apple keinen Mindestumsatz. Bei Beträgen über 25 Euro kann es sein, dass ihr eure Karten-PIN auf dem Bezahlterminal eingeben müsst. Alternativ fordert das System euch auf eine Unterschrift zu leisten.

Apple Pay bezahlen im Internet
Auch im Internet könnt ihr mit Apple Pay bezahlen. Image by Apple

Auch im Internet oder in Apps lässt sich Apple Pay verwenden. Wenn diese Möglichkeit verfügbar ist, seht ihr neben den üblichen Bezahlmethoden (Kreditkarte, PayPal etc.) auch einen schwarzen Apple-Pay-Button. Klickt ihr diesen an, öffnet sich ein Fenster in dem ihr eure Karte und Lieferadresse auswählen könnt. Zum Bestätigen der Zahlung legt ihr euren Finger auf den Home-Button oder drückt zwei Mal auf die Seitentaste.

Wie sicher ist Apple Pay?

Apple Pay ist sicherer als die Bezahlung per Karte, da auch bei Kleinstbeträgen eine Authentifizierung per Touch-ID oder Face-ID erfolgt. Dabei liegt der Bezahlung nicht die eigentliche Kreditkartennummer zugrunde, sondern ein sogenannter Token.

Die tatsächliche Kreditkartennummer speichert euer Gerät nicht, sondern nur eine Geräte-Account-Nummer, über welche das System beim Bezahlen eine Transaktionsnummer generiert. Diese sieht für das Bezahlterminal aus wie eine normale Kreditkartennummer und lässt keine Rückschlüsse auf eure eigentliche Kreditkartennummer zu.

Bei Zahlungen in Apps und im Internet wird eine Adresse, Mail und Telefonnummer übertragen. Welche das sein soll, kann in den Einstellungen unter „Wallet & Apple Pay“ eingestellt werden.

Dieser Artikel erschien zuerst am 2. August 2018 und wurde seitdem aktualisiert.


Images by Apple, Timo Brauer

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Luna Display macht das iPad zum Bildschirm für den Mac mini

Luna Display ist eine Hardware-Lösung, die euer iPad zu einem kabellosen Zweitbildschirm für euren Mac macht. Obwohl das allein schon praktisch ist, setzen die Entwickler des Luna Displays noch einen drauf. „Schaut was wir mit unserem iPad und Mac mini angestellt haben“, twittert deren Account und verweist auf eine Seite, auf der sie eine neue Nutzungsmöglichkeit ihres Produkts zeigen.

Vom Zweitbildschirm zum Hauptbildschirm

Als Apple jüngst ein überarbeitetes iPad Pro und einen neuen Mac mini angekündigt hat, fragten sich Astro HQ, ob sich die beiden Produkte nicht kombinieren lassen. Dafür benutzten sie ihre bereits vorhandene Hardware Luna-Display, die das iPad Pro und den Mac mini per WiFi zu einem gemeinsamen Arbeitsplatz verbinden. Das funktionierte sogar so gut, dass es sich laut Entwickler wie ein völlig neues Apple-Produkt anfühlt. Dazu benötigt ihr einen Mac mini, ein iPad und das Luna Display von Astro HQ.

Luna Display ist ein kleiner Stick, den du einfach in den MAC steckst. Dieser verbindet die Geräte schließlich über ein gemeinsames WiFi-Netzwerk. Durch die kostenlose App erkennt euer Mac die App automatisch als Zweitbildschirm an. Das gibt nicht nur mehr Arbeitsplatz, sondern lässt euch zudem die Touchsteuerung des iPads nutzen.

Um das iPad als primären Bildschirm für den Mac mini zu nutzen, hat Astro HQ eine Anleitung zur Verfügung gestellt. Zuvor muss der Mac mini allerdings an einen anderen Bildschirm angeschlossen werden, um die App überhaupt installieren zu können.

Neue Möglichkeiten

Mit einem iPad als Bildschirm eröffnen sich ganz neue Wege. Die Touchsteuerung und das große, aber mobile Display des iPad verbindet sich mit der Power des Mac. Der Übergang von Maus und Tastatur zu Apple Pencil und Touch-Interaktion ist nahtlos und die Verbindung funktioniert dank WiFi ganz ohne Kabel. Mit der ebenfalls von Astro HQ entwickelten App Astropad, könnt ihr das iPad sogar als Grafik Tablet für Photoshop, Lightroom oder Corel Painter nutzen.

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Image by Luna Display / Astro HQ

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Rundum neu: Apple stellt dritte Generation des iPad Pro vor

Bei der Keynote am vergangenen Dienstag hat Apple ein neues iPad Pro vorgestellt. Das Tablet ist nun einerseits mit 11-Zoll-Bildschirm, oder als großes iPad Pro in 12,9-Zoll erhältlich. Wie bereits zuvor beim iPhone XR ist nun auch im neuen iPad Pro ein Liquid-Retina-Display verbaut. Das hat Apple zudem an den Ecken abgerundet, um es dem Design des iPads anzupassen. Zudem verschwindet mit den neuen Modellen der Home-Button auch vom iPad. Das Tablet soll sich von allen Seiten aus gleich bequem bennutzen lassen. Außerdem wird das iPad Pro noch einmal dünner und misst inzwischen nur noch 5,9 Millimeter.

Das hat das iPad Pro technisch auf dem Kasten

Apple verspricht mit seinem neuen iPad Pro ein Gerät auf den Markt zu bringen, das die Kreativität und Produktivität seiner Benutzer optimal fördert. Dazu verbaut Apple im neuen iPad einen A12X Bionic-Chip, der das iPad Pro noch einmal um 35 Prozent schneller machen soll als seine Vorgänger. Zudem soll es nun möglich sein, komplizierte Aufgaben wie das Bearbeiten von 3D-Modellen dank des verbesserten Chips deutlich reibungsloser zu vollführen. Außerdem findet sich im iPad Pro die Neural Engine, die besonders für AR-Anwednungen geeignet ist. Ebenfalls ist das Entsperren mittels Face-ID mit dem neuen iPad Pro möglich. Der Hersteller gibt die Akkulaufzeit mit zehn Stunden in Benutzung an.

iPad Pro 2018
Das iPad Pro 2018 mit größerem Bildschirm. Image by Apple

Apple verbessert Zubehör

Damit man das iPad voll genießen kann, bietet Apple nun auch Verbesserungen für den Apple Pencil und das Smart Keyboard. Bei Berührung an den oberen Rand des iPads dockt sich der Apple Pencil automatisch an und lädt auf, solange er den Kontakt zum Gerät hält. Darüber hinaus hat Apple die Bedienung des Stiftes noch intuitiver gestaltet und auf Programme von Herstellern wie Adobe, Autodesk und Procreate angepasst.

Das Keyboard ist nun nicht nur eine Ergänzung, sondern auch Hülle für das iPad und wird direkt durch das iPad mit Strom versorgt. Eine weitere große Neuerung ist der Austausch des Lightning-Anschlusses durch einen USB-C-Anschluss, mit dem man das iPad ohne Probleme an externe Bildschirme anschließen kann. Über diesen speziellen Anschluss lässt sich außerdem ein iPhone direkt mit dem iPad verbinden und aufladen.

Das iPad Pro wird ab dem 7. November im Handel verfügbar sein. Preislich beginnt das 11-Zoll-Gerät bei 879,- Euro und das 12,9-Zoll Modell bei 1099,- Euro. Beide iPad Pro gibt es mit den Speicherkapazitäten von entweder 64 Gigabyte, 256 Gigabyte, 512 Gigaybte oder seit neustem mit einem Terabyte.

Dagegen ist die Vorgängerversion des iPads doch noch um einiges günstiger (Amazon-Provisionslink)


Images by Apple

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Microsoft Surface Go – die neue Alternative für den Alltag

rawpixel unsplash

Bisher war das iPad die populärste Innovation. Doch heute hat Microsoft das neue Tablet Microsoft Surface Go vorgestellt. Dies sollte die billigere Alternative zu den Apple-Produkten sein. Das Windows-Gerät mit einer 10-Zoll-Diagonalen kostet 450 Euro und ist bei allen autorisierten Microsoft Händlern ab dem 28. August erhältlich.

Im Inneren des Surface Go

Ob fürs Büro oder als Schreibgerät für die Uni, das Surface-Tablet eignet sich für beides. Die Tiefe des mobilen Computers beträgt 8,3 Millimeter. Es wiegt 522 Gramm, ist also nicht viel schwerer als das iPad (469 Gramm). Besonders lobenswert ist der Winkel der Halterung, die für die Surface-Reihe üblich ist. Bis zu einem Winkel von 165 Grad, lässt sich das Tablet in den Studio Modus bringen.

Die Akkulaufzeit soll bis zu 9 Stunden aushalten. Das iPad hält genauso lange. Zusätzlich zu dem Microsoft Surface Go kann man eine Tastatur, eine kabellose Mouse und einen Digitalstift Surface Pen separat erhalten. Dieses Zubehör macht das Gerät zu einem vollwertigen Rechner.

Der mobile Prozessor ist ein Intel Pentium Gold 4415Y. Er ist zwar schwacher als die Prozessoren bei den üblichen Laptops, reicht aber vollkommen für die Aktivitäten, für die er vorgesehen ist.

In der Ausstattung kann der Käufer zwischen 4 und 8 GB RAM Arbeitsspeicher wählen. Beim Speicher gibt es die 64 und die 128 GB Variante. Das Betriebssystem für Privatkunden ist Windows 10 Home im S Modus. Bei Unternehmenskunden ist das Tablet mit Windows 10 Pro ausgestattet, welches man auch in den S Modus umändern lässt.

Bisher wurde nur die WLAN-Version des Geräts vorgestellt, doch Microsoft wird die Surface Go Reihe auch um ein Modell mit einer LTE-Verbindung ergänzen. Dies erwartet uns noch im Laufe des Jahres.

Die 64 GB, 4 GB RAM Variante des Surface Go kostet 449 Euro, die 128 GB, 8 GB RAM dagegen 599 Euro. Zwar ist das Surface Go somit teurer als das neue iPad, doch es leistet so viel wie das iPad Pro.


Rawpixel / unsplash.com

 

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Das bringt iOS 12: Mehr Achtsamkeit beim iPhone-Einsatz

iOS 12 Nicht stören beim Schlafen

Nach dem großem Facelift seines mobilen Betriebssystems im vergangenen Jahr aktualisiert Apple die neue Version iOS 12 nur moderat. Böse Zungen könnten behaupten, dass daran offenbar kaum noch etwas zu verbessern, kaum noch eine unwiderstehliche Funktion zu ergänzen ist, die Nutzer dazu verlocken könnte, ihr iPhone oder iPad nicht aus der Hand zu legen. Denn genau genommen gibt Apple Nutzern nun sogar offiziell die Erlaubnis und die Möglichkeit, das iPhone und iPad weniger zu verwenden als zuvor. Mit der neuen Version können Nutzer nämlich ihre Gerätenutzung genauer analysieren und sich dazu auffordern lassen, das Gerät beiseite zu legen.

Vorhandene Funktionen verbessert Apple im Detail. Beispielsweise erhält die Sprachassistentin Siri mehr Freiraum und reagiert auf Anweisungen, die Nutzer selbst festlegen. Konnten Nutzer bisher schon Bilder in der Fotos-App teilen, unterbreitet iOS 12 jetzt auch Vorschläge, welche Aufnahmen es sich lohnt zu verschicken. Außerdem funktioniert Augmented Reality auf dem iPhone und iPad jetzt auch in lokalen Multiplayer-Spielen. Ferner können Nutzer in iMessages und FaceTime Videonachrichten mit neuen 3D-animierten Masken aufpeppen, die ihren Gesichtern einen Comic-Look verleihen.

Die auf Apples Entwickler-Konferenz WWDC 2018 vorgestellte iOS-Version erscheint erst im September. Teilnehmer des Beta-Programms können sie bereits im Laufe des Monats ausprobieren, wenn sie sich hier registrieren und die Datei zu gegebener Zeit downloaden. Sie wird auf bis zu fünf Jahre alten iPhones und iPads laufen. Kompatibel sind alle Geräte, die auch iOS 11 unterstützt. Damit kommen beispielsweise auch noch das iPhone 5S und das iPad Air zum Zuge. Apple will das Betriebssystem so verschlankt haben, dass Apps selbst auf älteren Geräten bis zu doppelt so schnell starten.

iOS 12 mit Activity Reports, App Limits und neuen Nicht-stören-Funktionen

Ich blicke der Funktion schon mit Unbehagen entgegen und so manch andere Nutzer dürften sich vor dem Ergebnis ebenfalls fürchten. Denn in iOS 12 erhalten Nutzer mit der neuen Funktion „Screen Time“ detaillierten Einblick darüber, welche Apps und Webseiten sie wie häufig nutzen und wie oft sie ihr iPhone oder iPad in die Hand nehmen. Suchtähnliches Verhalten wird einem durch die täglichen und wöchentlichen Berichte dann deutlich vor Augen gehalten.

iOS 12 Screen Time
„Nur noch 5 Minuten!“ Mit Screen Time will Apple euch in iOS 12 für eine bewusstere Smartphone-Nutzung sensibilisieren. Image by Apple

Damit auf die Einsicht auch Konsequenzen folgen, weist die Funktion „App Limits“ Nutzer auf das Erreichen eines Zeitfensters hin. Ist die Zeit fast bzw. ganz abgelaufen, teilt iOS 12 dies mit. Der Nutzung selbst schiebt iOS 12 aber zunächst einmal keinen Riegel vor. Die Impulskontrolle müssen zumindest erwachsene Nutzer also weiterhin selbst im Griff behalten. Ihren Kindern können sie den Hahn jedoch auf Wunsch zudrehen.

Über die Familienfreigabe-Funktion von iCloud können Eltern den Nutzungsbericht vom iOS-Gerät ihres Nachwuchses auf dem eigenen anzeigen lassen und daraufhin die Nutzung von Apps oder App-Kategorien unterbinden. Darüber hinaus erlaubt Screen Time sogar, das iOS-Device zeitweise komplett zu sperren. Sollen bestimmte Anwendungen, wie etwa die Telefon-App, auch während dieser iPhone-Pause erreichbar sein, können Eltern dies per Filterfunktion zulassen.

iOS 12 Screen Time Activity Report
iOS 12 listet im Detail auf, welche Apps und wie lange ihr diese genutzt habt. Image by Apple

Ferner überarbeitet Apple die Funktion „Nicht stören“. Wer sein iPhone nachts nicht ausschaltet und schlaflos draufblickt, kann nun alle Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm unterdrücken lassen. Erst am Morgen tauchen sie dann wieder auf. Tagsüber lässt sich die Nicht-stören-Funktion nun auf Basis von Kalender- und Standortdaten automatisch beenden. Außerdem hilft Siri in iOS 12 beim Management der Benachrichtigungen, die auf dem Sperrbildschirm landen. Sie unterbreitet Vorschläge, welche Hinweise wichtig sind und welche nicht.

Apple Fotos: Leichter Fotos von und mit Freunden teilen

Die Bildverwaltungsapp Apple Fotos wird in iOS deutlich schlauer. Ähnlich wie Google Fotos analysiert sie die Aufnahmen und verschlagwortet sie automatisch. Dadurch können Nutzer ihre Bilder anhand von Begriffen durchsuchen, ohne sie vorher aufwendig mit Tags zu versehen. Auch weitere lohnenswerte Suchbegriffe schlägt die App vor.

Dank Gesichtserkennung und Standortdaten macht die App künftig auch Vorschläge, welche Bilder es sich lohnt zu teilen – und mit wem. Hat also eine Gruppe von Freunden mit dem iPhone einen gemeinsamen Anlass fotografiert, hilft iOS dabei, die Fotos so zu tauschen, dass am Ende alle Teilnehmer über die besten Fotos verfügen.

Siri Shortcuts: Eigene Siri-Kommandos erstellen

Wie alle Sprachassistenten benötigt auch Apples Siri klare Ansagen. Umschreibungen und indirekte Anspielungen versteht sie nur in Maßen, sodass Nutzer sich die Befehlssystematik merken müssen. In iOS 12 ermöglicht Apple Nutzern, ihre eigenen Siri-Aktionen zu erstellen und entsprechende Anweisungen zu formulieren. Siri Shortcuts heißt die Funktion und die gleichnamige App, mit der iOS-Anwender Siri künftig noch stärker in ihren persönlichen Alltag einbinden können. Gleichzeitig stellt Apple auch Entwicklern eine Schnittstelle zur Verfügung, sodass sie ihre Apps mit Siri-Aktionen ergänzen können, die Nutzer auf Wunsch für iOS freischalten.

ARKit 2: Lokale Multiplayer-Spiele in Augmented Reality

Seit iOS 11 können Entwickler viel leichter Anwendungen erstellen, die Augmented Reality nutzen. Die Software-Grundlage dafür, ARKit, wird in iOS 12 noch deutlich leistungsfähiger. Mit ARKit 2 lassen sich beispielsweise lokale Multiplayer-Spiele realisieren, in denen zwei Spieler mit separaten iOS-Geräten auf einer realen Fläche künstliche Objekte steuern, ohne dass die 3D-Darstellung asynchron läuft. Außerdem soll die Objekterkennung von ARKit 2 deutlich filigraner sein, sodass es möglich ist, ein reales Objekt virtuell auszubauen. Apple demonstrierte dies anhand der App Lego Creator.

ARKit 2 iOS 12 Lego
Anhand einer Lego-App zeigte Apple auf der WWDC 2018, wie ARKit 2 in iOS 12 künstliche Objekte und reale Welt besser vermischen kann. Image by Apple

Außerdem führt Apple einen Standard für Dateien mit AR-Inhalten ein: USDZ. Dieser wurde zusammen mit den Animationsspezialisten des Filmstudios Pixar entwickelt und soll dafür sorgen, dass AR-Inhalte leichter von App zu App geschickt werden können. Ähnlich wie ein Foto, soll sich dann auch eine 3D-Animation in eine E-Mail einfügen lassen. Geht es nach Apple, wird USDZ auch im Online-Handel zum Standard und ermöglicht, Produktvorschauen von einer Webseite in die Kamera-App von iOS zu ziehen und in realer Umgebung zu platzieren.

Memojis in iMessage und Gruppenchats in FaceTime

Nutzer des iPhone X können dank der speziellen Frontkamera jetzt schon Tiergesichter mit ihrer Mimik animieren. Animojis heißen die Einblendungen. In iOS 12 ergänzt Apple dies durch die Möglichkeit, das Gesicht des Nutzers als Comic-Variante darzustellen. Die Animationen hören auf den Namen Memoji. Damit kontert Apple die AR-Emojis in Samsungs Galaxy S9 und S9+, die wiederum eine Antwort auf Apples Animojis waren.

iOS 12 Memoji
Nach Animojis bringt Apple Memojis. Image by Apple

Memojis werden Nutzer nicht nur in iMessage einblenden können, sondern auch in der Videochat-Anwendung FaceTime. Diese wird erstmals auch Videokonferenzen führen können – sowohl ohne als auch mit Memoji-Filter. Auf Skype müssen FaceTime-Nutzer wegen der Gruppenfunktion also nicht mehr ausweichen.

Neben dem neuen iOS hat Apple auch neue Betriebssysteme für den Mac, für die Apple Watch und für Apple TV vorgestellt.

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Foto-Updates von Adobe: Lightroom-Profile für Mac und Geometrie-Korrektur für iOS

Lightroom-Profile-Vergleich

Nutzer der Foto-Software von Adobe können ihre Bilder künftig etwas bequemer und präziser bearbeiten. So ergänzt eine Preset-Funktion den vor kurzem runderneuerten Raw-Entwickler und Bildverwalter Lightroom CC auf Mac- und Windows-Rechnern. Anhand dieser Lightroom-Profile nehmen Nutzer mit nur einem Mausklick eine Farbkorrektur vor. Außerdem erhält die iOS-Version von Lightroom CC einen Geometrie-Reiter, mithilfe dessen Nutzer verzerrte horizontale und vertikale Linien korrigieren können. Die Updates können alle Abonnenten eines kostenpflichtigen Creative-Cloud-Abos einspielen.

Lightroom-Profile erleichtern Raw-Entwicklung

Effekt-Filter sind bei Foto-Apps zwar gang und gäbe. Beispielsweise bei der Classic-Variante von Lightroom heißen sie Presets oder Vorlagen. Aber dem neuen Ableger dieser Programmfamilie namens Lightroom CC fehlte diese Funktion bislang. Jedoch im Rahmen der für das Frühjahr üblichen Update-Runde liefert Adobe dies nun nach. Einige Kreativ-Profile sind bereits ab Werk installiert, andere können von Drittanbietern ergänzt werden. Zum Start könnt ihr euch kostenlose Filter von Brian Matiash, Contrastly, DVLOP, Kevin Kubota, Matt Kloskowski, Nicolesy und RNI herunterladen.

Die neue Sammlung der Lightroom-Profile umfasst aber nicht nur künstlerische Looks. Stattdessen sollen sie im Kern Nutzern die Abstimmung der Farbwiedergabe bei Fotos erleichtern, die in Rohdatenformaten eingespielt werden. Wird das Bild nicht als JPG- oder TIF-Datei von der Kamera ausgegeben, bleibt viel Interpretationsspielraum bei der Darstellung. Mit verschiedenen Ein-Klick-Vorlagen können Fotografen die Farbgebung auf dem Monitor so nah wie möglich an die Anzeige im Sucher oder auf dem Display der Kamera anpassen. Die neuen Raw-Profile heißen Adobe Standard, Adobe Neutral, Adobe Farbe, Adobe Monochrom, Adobe Kräftig, Adobe Landschaft und Adobe Porträt.

Lightroom CC Profile
Raw-Profile erleichtern die Anpassung der Farbwiedergabe bei Rohdaten in Lightroom CC. Image by Adobe

In den Lightroom-CC-Versionen für Mac, Windows, iOS, Android und ChromeOS verfügen die Lightroom-Profile über einen eigenen Eintrag in der Bearbeitungsleiste. In Lightroom Classic CC sind die Profile in den Grundeinstellungen des Entwickeln-Moduls verfügbar. Wer Adobe Camera Raw im Zusammenspiel mit Photoshop CC nutzt, findet die Profile nun im Hauptbedienfeld.

Stürzende Linien in Lightroom CC für iOS korrigieren

Die mobile Lightroom-Version für iPhone und iPad erhält mit dem Frühjahrs-Update ebenfalls frische Funktionen nachgeschoben. Die wichtigste ist die Geometrie-Korrektur, die Desktop-Nutzer von Lightroom bereits sehr zu schätzen wissen. Insbesondere bei Aufnahmen mit Weitwinkel-Objektiven, wie sie bei Smartphones typisch sind, kommt es zu Verzeichnungen. Linien, die gerade sein sollten, wirken dann schief oder gekrümmt. Mit den automatischen Vorgaben und Reglern im Geometrie-Bereich könnt ihr diese fehlerhaften Abbildungen korrigieren. Vor allem bei Aufnahmen von Gebäuden wertet das die Bilder enorm auf. Mobile Lightroom-Nutzer mussten dafür bisher zusätzliche Apps wie SKRWT verwenden. Nun ist der Switch zwischen Programmfenstern nicht mehr nötig.

Lightroom CC für iOS Geometrie-Korrektur
Sehr hilfreiche Funktion, um stürzende Linien zu korrigieren: Der neue Geometrie-Bereich in Lightroom CC für iPhone und iPad. Image by Adobe

Außerdem können linkshändige iPad-Nutzer die Bearbeitungsleiste auf die von ihnen bevorzugte Seite einblenden. Ferner hat Adobe das Lightroom-Layout für den Bildschirm des iPhone X optimiert.

Das Update für die iOS-Version installiert ihr über den Apple App Store, die Desktop-Varianten lassen sich über die Creative-Cloud-Anwendung aktualisieren. Alle Details zu den Foto-Updates listet Adobe in diesem Blog-Post auf.

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Dieser Text erschien zuerst bei den Applepiloten


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • WINDOWS Chip: Erstes Update seit 20 Jahren: Microsoft renoviert wichtigen Teil von Windows: Kann man Windows 10 demnächst lediglich anhand der Augen bedienen? Eye Control nennt sich dieses Feature, welches Windows in einer Insider-Version von Windows 10 erneuert hat. Diese Funktion soll vor allem Menschen, die körperlich beeinträchtigt sind, dabei helfen, einen Computer zu bedienen. Außerdem soll es weitere Neuerungen geben, wie unter anderem das Design der Kommandozeile oder Anpassungen am Browser Edge.

  • E-COMMERCE t3n: 5 Tipps: Besser werben auf Google und Amazon: Heutzutage werden in der Amazon-Suche und in den Google-Product-Listings sämtliche Produkte angeboten. E-Commerce Marketer nutzen diese Plattform immer intensiver – was auch durchaus Sinn macht. Sobald der Kunde das gewünschte Produkt in der Suche der beiden Plattformen eingibt, ist seine Kaufbereitschaft ziemlich sicher. Wie aber kann man sich diese Art zu werben zunutze machen? Hier gibt es fünf wertvolle Tipps, wie man auf Amazon und Google werben kann.

  • APPLE Heise: iPhone per iCloud von Erpressern gesperrt: Was Sie tun können: Lösegeld bezahlen, um sein eigenes iPhone, iPad oder iPod touch wieder benutzen zu können? Kriminelle haben sich die iPhone Fernsperr- und Ortungsfunktion „Mein iPhone suchen“ zunutze gemacht, um die iPhone-Besitzer zu erpressen. Erst nach Zahlung eines geforderten Lösegeldes wollen die Erpresser wieder die Geräte freigeben. Selbst die Zwei-Faktor-Authentifizierung beugt dem Ganzen nicht vor. Eine eigene PIN für das iPhone ermöglicht jedoch dem Nutzer auch trotz Fernsperre das Gerät zu benutzen und die Code-Sperre aufzuheben.

  • FAKE NEWS Süddeutsche: Facebooks Lügendetektor: Jetzt ist auch Facebook mit von der Partie, wenn es darum geht, Fake News aufzudecken. Hierzu möchte das soziale Netzwerk eine selbstlernende Software einsetzen, die die Beiträge anhand von verschiedenen Kriterien überprüft und in bestimmten Fällen auch anschlägt. Zudem will Facebook externe Journalisten einsetzen, um das Ganze zu unterstützen. Diesen Vorgang testet das Netzwerk vorerst an kleinen Nutzergruppen in vier Ländern, unter anderem auch in Deutschland.

  • AMAZON ECHO Spiegel: Experte zeigt Lauschangriff mit Amazons Echo: Amazon Echo als Abhörgerät. Wie ein Sicherheitsexperte herausgefunden hat, können Hacker mit ein paar einfachen Hackerwerkzeugen den intelligenten Lautsprecher von Amazon in eine Wanze umwandeln. Diese können dann ganz einfach von außen auf das Mikrofon zugreifen und die Nutzer abhören. Der Sicherheitsexperte Mark Barnes hat sich das Verfahren genauer angesehen und erklärt, wie leicht es für ihn gewesen ist Amazon Echo zu manipulieren. Anfällig für diese Hackerangriffe sind vor allem die Geräte aus den Baujahren 2015 und 2016.

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HomeKit im Praxistest: Apples Smart Home wird endlich bewohnbar

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Seit zwei Jahren versucht Apple mit HomeKit einen Fuß ins vernetzte Heim zu bekommen. Nach langer Bauphase nimmt die Smart-Home-Plattform endlich brauchbare Konturen an. So kündigte Apple auf der WWDC 2017 an, die Anforderungen für die Entwickler zu lockern und die Einrichtung für Konsumenten zu erleichtern, wie 9to5Mac berichtet. Schon jetzt ist die Auswahl an Apple-kompatibler Haustechnik deutlich größer als noch zum Marktstart. Mittlerweile gibt es viele smarte Produkte, die auch dann in Frage kommen, wenn ihr – so wie ich – als Mieter keine baulichen Veränderungen an Haus und Wohnung vornehmen dürft. Welche Möglichkeiten und welchen Mehrwert bietet Smart Home mit Apple HomeKit inzwischen? Eine Bestandsaufnahme.

Das steckt dahinter: Apple HomeKit kurz erklärt

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HomeKit-Geräte lassen sich über das Kontrollzentrum des iPhone steuern. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

Kurzer Crashkurs für Einsteiger, die erstmals intensiver mit Smart Home á la Apple befassen. Mit HomeKit möchte Apple einen Standard etablieren, mit dem sich vernetzte Haustechnik bequem im Alltag bedienen lassen soll. Denn heutzutage lässt sich allerlei Haushaltseinrichtung per WLAN oder Bluetooth fernsteuern. Das gilt etwa für Lampen, Sicherheitskameras und Steckdosen, aber auch für Thermostate, Schlösser oder Türklingeln.

Doch lange Zeit war das nicht mehr als eine umständliche Spielerei, weil die Hersteller auf eigene Steuer-Apps und Funkprotokolle setzten. HomeKit schlägt eine Brücke und macht aus all diesen Insellösungen eine vernetzte Technik-Landschaft. So können Nutzer seit iOS 10 ihre HomeKit-fähigen Geräte zentral über Apples Home-App auf iPhone, iPad und Apple Watch steuern.

In iOS ist sie besonders tief integriert. Dort ermöglicht sie auch im Kontrollzentrum den Zugriff auf die wichtigsten Funktionen, wenn ihr zweimal nach links wischt. Für den Apple TV gibt es keine eigene Home-App. Dennoch spielt die Set-Top-Box als Steuerzentrale eine wichtige Rolle, sofern ihr eure HomeKit-Geräte auch von unterwegs aus fernsteuern wollt. Dazu muss lediglich iCloud aktiviert sein. Natürlich stellt sich dabei die Frage nach der Sicherheit der Daten und deren Angreifbarkeit. Zum Glück gehört das Datensammeln an sich – anders als etwa bei Google – nicht zum Geschäftsmodell von Apple.

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Mittels Siri könnt HomeKit-Geräte per Sprachbefehl ein- oder ausschalten. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

Eine App-Bedienung ist übrigens nicht die einzige Option. Alternativ leitet Apples Sprachassistenz Siri eure Kommandos an die entsprechenden Geräte weiter. Wem es auf der Couch zu dunkel zum Lesen wird, der geht nicht mehr zum Lichtschalter, sondern bleibt sitzen und ruft in sein iPhone: „Siri, mach das Licht im Wohnzimmer an.“ Ähnlich wie Amazon und Google möchte Apple mit dem angekündigten HomePod bald auch einen Lautsprecher bieten, der Sprachkommandos entgegennimmt.

„Szenen“ helfen bei der Heimautomatisierung

Ein weiteres Feature: Weil sich die Geräte dank der gemeinsamen Plattform über die Hersteller-Grenzen hinweg verstehen, lässt sich eine respektable Heimautomatisierung realisieren. Mit der „Szenen“-Funktionen können Nutzer mehrere Geräte auf einmal ein- oder ausschalten. Beispielsweise aktiviert eine iPhone-Nutzerin in einem Werbeclip gleichzeitig die Jalousien und Kaffeemaschine, einfach, indem sie Siri einen „Guten Morgen“ wünscht.

Auch komplexere Automatisierungsroutinen sind möglich. In solchen Fällen lösen definierte Sensor-Werte vorgewählte Aktionen aus. Einen Ventilator automatisch anspringen zu lassen, wenn die Temperatur einen definierten Wert übersteigt, ist auf diese Weise ein Leichtes.

Diese Geräte verstehen sich mit HomeKit

Nach einem schleppenden Start in 2015 ist die Zahl mit der Home-App steuerbaren Geräte auf eine Größe gestiegen, die den Aufbau eines Smart-Home-Netzwerks aus HomeKit-Produkten sinnvoll macht. Apple zählt 17 Produktkategorien und 113 erhältliche oder angekündigte Produkte, die viele Einsatzzwecke abdecken (Stand Juni 2017). Leider ist davon hierzulande erst rund die Hälfte der Produkte erhältlich. Ob ein Gerät mit Apple Home kompatibel ist, verrät das „Works with HomeKit“-Logo auf der Verpackung.

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Anhand dieses Logos erkennt ihr, ob das Gerät mit Apples Smart-Home-Plattform zusammenarbeitet. Image by Berti Kolbow-Lehradt

In Sachen Beleuchtung verstehen sich zum Beispiel die Leuchtmittel und Lampen von Philips Hue ebenso mit Apple Home wie die LED-Panels von Nanoleaf Aurora. Der deutsche Hersteller Elgato bietet in seiner Connected-Home-Produktreihe Eve einen breiten Strauß vernetzter Sensoren und Steckdosen. Neben Elgato haben auch Honeywell, Tado und Netatmo HomeKit-taugliche Heizthermostate im Programm. Zudem misst Netatmo mit seinem Healthy Home Coach das Raumklima sowie den Lärmpegel und leitet diese Werte an die Home-App weiter.

Eine erste HomeKit-fähige Indoor-Überwachungskamera ist auch erhältlich: Die Omna 180 Cam von D-Link. Im Gegensatz dazu soll Logitechs gerade vorgestellte Sicherheitskamera Circle 2 soll erst in Kürze ein HomeKit-Update erhalten. Schade: Viele andere vielversprechend klingende Kategorien wie smarte Türschlösser und Ventilatoren sind vorerst nur den Nutzern von Apple Home in den USA vorbehalten.

Die kompakteste, aber keine vollständige Übersicht über hierzulande erhältliche HomeKit-Produkte bietet der deutsche Apple Store. Auch Apple-Händler Gravis ist in Sachen HomeKit gut sortiert. Eine erschöpfende HomeKit-Liste inklusive Preisvergleich ist bei Tink zu finden.

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Es gibt immer mehr passende Geräte für Apple HomeKit, zum Beispiel von Elgato, Philips, Netatmo und D-Link

HomeKit in der Praxis

Ein Praxistest mit aktueller Apple-Hardware auf jüngstem OS-Stand sowie einer Reihe von HomeKit-kompatiblen Geräten führt zu einem erfreulichen Ergebnis – allerdings mit Verbesserungspotenzial. Zum Einsatz kommen dabei Hue-Glühbirnen von Philips, außerdem die Klimasensoren Eve Room und Eve Weather sowie die Steckdose Eve Energy und der Bewegungsmelder Eve Motion von Elgato. Ferner habe ich die Überwachungskamera Omna 180 von D-Link und den Healthy Home Coach von Netatmo getestet. Die Test-Exemplare stellten mir die Hersteller sowie der Apple-Händler Gravis zur Verfügung.

Ihre Kernaufgabe als Bindeglied erfüllt die HomeKit-Plattform einwandfrei. Das getestete Zubehör lässt sich mühelos hinzufügen. Entweder gelingt das über die herstellereigene App oder – noch einfacher – über Apples Home-App. Im zweiten Fall liest die Kamera einen HomeKit-Code auf dem Produkt oder dessen Verpackung ein.

Anschließen im normalen Betrieb die jeweiligen Geräte per App ein- oder auszuschalten, klappt

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Per HomeKit-Code liest die Kamera das Gerät und bindet es in die Apple-Home-App ein. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

reibungslos. Auch die Szenen-Funktion, mit der ich mehrere Geräte auf einmal steuere, macht ihren Job einwandfrei. Nachdem ich meinen Apple TV als Steuerzentrale richtig konfiguriert habe, kann ich sogar aus der Ferne mit dem iPhone auf die vernetzten Geräte zugreifen. Noch einfacher als die App-Bedienung ist jedoch die Sprachfunktion.

Ich finde es einfach cool, mit einem „Hey Siri“-Zuruf das Licht zu bedienen oder die Temperatur abzufragen. Mein liebster Life-Hack bisher: Weil ich meinen nicht-smarten Standventilator mit der HomeKit-Steckdose Elgato Eve Energy verbunden habe, brauche ich ihn nicht mehr von Hand einzuschalten. Stattdessen kann ich per Sprachkommando einfach die Steckdose aktvieren, um mir kühle Luft um die Ohren pusten zu lassen.

Das darf noch besser werden

So gut die App- und Sprachsteuerung über Apple Home auch funktioniert – die App-Gestaltung selbst dürfte gern übersichtlicher und selbsterklärender sein. Ein großes Manko in Sachen Oberflächendesign ist die Kachel-Optik. In die Zeilen der kleinen Quadrate passt zu wenig Schrift, sodass sie viele Begriffe unvollständig anzeigen. Dadurch lässt sich zum Teil nur erraten, welche Geräte und Sensoren gerade gemeint sind. Möchte ich Sensorwerte abrufen, sind die herstellereigenen Apps mitunter übersichtlicher.

Auch den Assistenten für automatisierte Vorgänge finde ich nicht benutzerfreundlich genug. Er ist unter

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Was soll das bedeuten? Die Anleitung in im Automations-Menü ist zum Teil sehr kryptisch. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

dem Punkt „Automation“ unten rechts in der Menüleiste der Home-App zu finden. Darüber lassen sich ereignisbasierte Aktionen programmieren. Etwa, dass sich die mit dem Ventilator verbundene Steckdose startet, wenn die Raumtemperatur einen Schwellenwert übersteigt oder wenn die Omna 180 registriert, dass ich den Raum betrete.

Jedoch sind die Oberflächen-Elemente des Automationsmenüs zum Teil leider so kryptisch beschriftet, dass es mich mehrere Versuche kostet, die korrekte „If this, then that“-Regel zu erstellen. Intuitiv geht anders. Allerdings nervt diese Fummelei nicht allein in der Home-App von Apple, sondern auch in der Eve-App von Elgato, in der sich mittels HomeKit ebenfalls solche Routinen programmieren lassen. Das ist bedauerlich. Denn erst mit solchen Automationsregeln wird ein vernetztes Zuhause auch im Wortsinne zu einem Smart Home.

Fazit

Mit der HomeKit-Plattform macht Heimvernetzung richtig Spaß! Einrichtung und manuelle Bedienung per App oder Siri funktionieren einwandfrei. Wer bereits als Apple-Nutzer über ein iPhone oder ein iPad verfügt, findet leichten Zugang zum Thema Smart Home. Er braucht dann nur noch passende Haushaltstechnik, die mit dem HomeKit-Label versehen ist. Das Zubehörsortiment ist hierzulande noch klein, aber es wächst kontiniuerlich. Zudem genügt die Auswahl, um sich ein alltagstaugliches HomeKit-Szenario zusammenzustellen.

Nachbessern darf Apple gerne noch in bei der Oberfläche der Home-App und bei der Automatisierungsfunktion. Mehr Übersichtlichkeit und Verständlichkeit würden den Mehrwert der Plattform nochmals deutlich steigern. Beim derzeitigen Stand werden viele entnervt darauf verzichten, komplexere Routinen vorzuplanen. Insgesamt hat sich Apple HomeKit nach zweijähriger Reifezeit zu einer ordentlichem Plattform entwickelt, die das Smart-Home-Thema einen breitenwirksamen Schub geben dürfte.

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Apple Home-App. Image by Berti Kolbow-Lehradt

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Mehr als nur iPhone: Apples 4 wichtigste Zukunftsthemen der WWDC 2017

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Eingelullt vom anhaltenden Verkaufserfolg des iPhones hat sich Apple schon seit einer Weile bequem zurückgelehnt. Bei den großen Tech-Trends gaben zuletzt Google, Facebook, Amazon und Microsoft den Takt vor. Nun ist Apple offenbar aus seiner Duldungsstarre hochgeschreckt. Auf der viel beachteten Entwicklerkonferenz WWDC 2017 hat der Konzern jede Menge Neuerungen in Sachen Künstliche Intelligenz (KI), Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR), Mobile Computing sowie Heimvernetzung vorgestellt.

Apple erscheint damit spät zur Party und sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, in blindem Aktionismus lauter „Me too“-Produkte rauszufeuern. Doch die Neuerungen sind für meinen Geschmack klug und gezielt gewählt. Und angesichts der Sogwirkung von Apples Ökosystem und den Finanzreserven des Unternehmens könnte es Apple abermals gelingen, zum richtigen Zeitpunkt diffuse Trends reif für den Massenmarkt zu machen. Meine Einschätzung zu den Neuerungen der WWDC 2017.

Zukunftsthema 1 – HomePod und Siri: Künstliche Intelligenz, die gut klingt

Wie von der Gerüchteküche vor der WWDC 2017 erwartet, betritt jetzt auch Apple die Bühne der vernetzten Lautsprecher. Mit dem HomePod erscheint zum Jahresende ein Soundsystem, dass nicht nur auf Sprachbefehle reagiert, sondern auch gut klingen soll. Dabei legt Apple viel Wert auf hochwertigen Sound, der sich wie bei den populären Sonos-Lautsprechern auch noch automatisch an die Raumverhältnisse anpasst. Ganz im Gegensatz zu Amazon, dessen Echo-Lautsprecher Musikliebhaber bisher nicht überzeugt.

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Image by Apple

Gleichzeitig soll der HomePod nicht weniger smart als die Konkurrenz sein. In Verbindung mit Apples Sprachassistent Siri sowie einem Abo bei Apple Music können Nutzer dem Lautsprecher ihren Musikgeschmack beibringen, News und Sportergebnisse abfragen sowie vernetzte Heim- und Haushaltsgeräte steuern.

Mit 350 US-Dollar ruft Apple einen deutlich höheren Preis als die smarten Lautsprecher-Wettbewerber auf. Wenn der HomePod so gut klingt und so intelligent funktioniert, wie Apple verspricht, dürfte er jedoch eine Marktlücke schließen und viele Käufer finden. Während Amazon mit seiner KI namens Alexa durch Lizenzpartner auf Breitenwirkung setzt, könnte ein Verkaufserfolg von Apples Siri-Lautsprecher HomePod hingegen den Qualitätswettbewerb bei smarten Lautsprechern vorantreiben.

Siri lernt und lernt

Um von Apples Fortschritten bei Künstlicher Intelligenz zu profitieren, müssen viele Nutzer von Apple-Geräten keinen Eurocent ausgeben. Wenn im Herbst die neue Version von Apples mobilen Betriebssystem iOS 11 als kostenloses Update erscheint, sind auch diverse neue Fähigkeiten von Siri an Board. So soll Apples KI dank maschinellen Lernverfahren die Interessen der Nutzer automatisch immer besser verstehen und die Bedienung zum Beispiel in den Apple eigenen Programmen Safari, Mail und Nachrichten durch passende Vorschläge beschleunigen.

Insofern verfolgt Apple einen breiteren Ansatz als etwa Google, das KI-Technologie bisher vor allem im Foto-Bereich anwendet. Angesichts der großen Nutzerbasis von iOS dürfte Apples Vorstoß den Einsatz von Künstlicher Intelligenz stärker im Alltag einer breiten Masse verankern. Bewusst wahrnehmen wird diese das jedoch vermutlich nicht. Ob nun KI-Algorithmen oder andere Rechenoperationen zum gewünschten Ergebnis führen, dürfte den Nutzer herzlich egal sein.

Zukunftsthema 2 – Augmented oder Virtual Reality? Apple macht einfach beides

Mit dem Erfolg von Pokémon Go ist Augmented Reality schlagartig zu einem Hype-Thema geworden. Trotzdem ist die durch computergenierte Objekte erweiterte Realität bisher ein Nischenthema geblieben. Es gibt viel zu wenige AR-Apps und eine große, einheitliche Technologie-Plattform, die App-Entwicklern das Thema schmackhaft macht, fehlte bislang ebenfalls. Aus dem Nichts könnte Apple AR-Anwendungen nun massentauglich machen.

Mit der Entwicklersoftware namens ARKit sollen es Programmierer nun einfacher haben, AR-Apps fürs iPhone und iPad zu entwickeln. Den Präsentationen auf der WWDC 2017 nach zu urteilen, wird es dabei weiterhin vorrangig um Spiele und Möbel-Apps gehen.

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Image by Apple

Was die Art der Inhalte angeht, sind von Apple keine unwiderstehlich neuartigen Inspirationen zu erwarten. Der Zauber liegt vielmehr abermals in der großen Nutzerbasis von iOS. Das bestehende iPhone oder iPad ließe sich ganz einfach weiterhin nutzen, neue Hardware müsste niemand kaufen. Zumal bisher weit und breit keine sozial akzeptablen AR-Brillen verfügbar sind. Wer will schon den ganzen Tag mit einer Microsoft HoloLens herumlaufen. Und anders als bei Googles Project Tango müssten iOS-Entwickler ihre Apps auch nicht für dutzende verschiedene Smartphone-Modelle anpassen. Die Chancen für eine weitere Verbreitung von AR-Anwendungen auf iPhone und iPad stehen daher gut.

Virtual Reality kommt auf den Mac

Alles spricht dafür, dass Apple in Augmented Reality größeres Potenzial sieht als in Virtual Reality. Trotzdem setzt das Unternehmen nicht alles auf eine Karte. Während VR-Brillen bisher nur mit Windows-Rechnern und Spielekonsolen kompatibel waren, arbeitet das neue Mac-Betriebssystem macOS High Sierra ab Herbst mindestens auch mit einer HTC Vive zusammen. Zudem sollen überarbeitete Grafikschnittstellen und bessere Mac-Hardware die Programmierung von VR-Anwendungen erleichtern.

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Apples später VR-Vorstoß ist ein Schritt in die richtige Richtung und stärkt die generelle Bedeutung des Mac als Anwendungsplattform. Dennoch scheint mir die Prognose hier nicht so günstig wie bei AR. Die Anschaffungskosten für VR-fähige Macs und -Brillen bleiben hoch. Und viele Nutzer tauschen die langlebigen Mac-Rechner nur in größeren Intervallen aus. Den Mac als VR-Spielwiese mit großem App-Angebot kann ich mir daher frühestens mittelfristig vorstellen. Hier dürften Windows, Xbox und PlayStation weiterhin die Nase vorn behalten.

Zukunftsthema 3 – Das iPad Pro wird ein immer besserer mobiler Computer

Mit den Surface-Geräten hat Microsoft klug auf den „New Work“-Trend hin zu ortsunabhängigen Arbeiten und zur Vermischung von Arbeit und Freizeit aufgesattelt. Wie Microsoft mit Windows 10 ein Desktop-Betriebssystem in einen Tablet-Formfaktor integriert hat, ist schon clever. So lassen sich im Windows-Lager praktische 2-in-1 Geräte konzipieren, während Apple weiterhin noch zwischen MacBook und iPad trennt.

Das rechenstarke iPad Pro mit passendem Digitalstift Apple Pencil war eine sinnvolle Annäherung an aktuelle Nutzungsszenarien. Aber einen Desktop-Computer kann das Apple-Tablet trotz aller PR-Prosa nicht ersetzen. Das lag vor allem am mobilen Betriebssystem iOS, das seine Wurzeln in der minimalistischen Touch-Bedienung hat. Unter Windows alltägliche Arbeitsfunktionen gingen lange Zeit einfach nicht. Bisher. Mit iOS 11 reicht Apple diese Features endlich nach.

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Drag-and-Drop, ein Dateibrowser, ein individualisierbares App-Dock für häufig genutzte Apps – das sind für sich genommen sehr subtile Neuerungen, die das iPad Pro (nicht nur das neue mit 10,5-Zoll-Diagonale) zu einem einfach zu bedienenden Arbeits- und Kreativrechner machen. Diese Verbesserungen halte ich für bedeutender als die aufgebohrte Hardware, die Apple ebenfalls dem iPad Pro spendiert.

Wie sehr die speziellen Arbeitsfeatures in iOS 11 auf dem iPad Pro die eigene Produktivität in der Praxis wirklich steigern, wird ein Test zeigen müssen. Zumindest auf dem Papier ist die Entscheidung zwischen einem iPad Pro und einem Surface Pro wieder ein Stück ausgeglichener und damit schwieriger geworden.

Zukunftsthema 4 – Wieder ein wenig mehr Liebe für die Profis

Nicht alles, wo Pro draufsteht, macht einen Profi richtig glücklich. Der Ärger der Community über das leistungsmäßig nicht sehr imposante MacBook Pro 2016 war groß. Entwickler und Filmemacher mit sehr großem Hardware-Hunger stört auch, dass das Mac Pro seit 2013 nicht erneuert wurde. Endlich scheint Apple diese Kundengruppe erhört zu haben. Mit dem ab Jahresende erhältlichen iMac Pro präsentiert Apple einen sehr leistungsstarken und ausbaufähigen Rechner für High-End-Ansprüche, für den rund 5.000 US-Dollar fällig werden. Auch die iMacs ohne „Pro“-Namenszusatz werden gehörig aufgebohrt.

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Dass Apple sich endlich wieder nicht nur mehr auf die lukrative Mobil-Sparte konzentriert, betrachte ich als ein vielversprechendes Signal. Nach wie vor schätzen viele Anwender den Mac in erster Linie als stabile und verlässliche Plattform für produktives und kreatives Arbeiten. Würden diese enttäuscht zu Windows wechseln, könnte darunter die Beliebtheit der gesamten Apple Produktpalette leiden. Schließlich sind Macs eine starke Säule in Apples Ökosystem. Fällt diese weg, würde auch die Nutzung von iPhones und iPads weniger Mehrwert bieten. Schließlich ist die gute Verzahnung doch ein wichtiger Vorteil gegenüber anderen Betriebssystemen.

Fazit WWDC 2017: Apples Zukunft ist vernetzt, virtuell und künstlich intelligent

Auf der WWDC 2017 hat Apple richtig abgeliefert. In der inhaltlich vollgepackten Keynote hat das Unternehmen bewiesen, dass es doch noch kluge Ideen hat, wenn es einmal nicht um den größten Umsatzbringer, das iPhone geht.

Ein Konzept, wie Apple auf AR und VR zu setzen plant, war überfällig. Insbesondere die AR-Plattform ARKit könnte sich als Coup erweisen. Der vernetzte Lautsprecher HomePod klingt auf dem Papier unverschämt teuer, aber auch richtig vielversprechend. Die neuen KI-Funktionen wirken deutlich praxisrelevanter als das, was viele andere Software-Entwickler derzeit mit dem Buzzword KI verknüpfen. Dass Apple professionelle Kreativanwender nicht nur mit Tablets, sondern auch wieder mit hochgerüsteten iMacs ansprechen möchte, ist ebenfalls begrüßenswert. Mit den Neuerungen in iOS 11 und dem überarbeiteten iPad Pro scheint Apple auch im Bereich Mobile Computing sehr gut aufgestellt.

Keine einzelne Neuerung auf der WWDC 2017 ist im engeren Sinn revolutionär. Apple knüpft an Trends an, die andere aufgestellt haben. Verwerflich finde ich das nicht. Ein wesentlicher Faktor für Apples Beliebtheit, ist die Fähigkeit, ausgereifte und stabile Produkte zu liefern. Behutsame Produktpflege (über viele praktische Detailneuerungen bei macOS und iOS habe ich hier noch gar nicht geschrieben) ist vor diesem Hintergrund viel wichtiger als hastig aufgegriffene Hypes. Sinnvoll ins Ökosystem integriert, könnten gerade Augmented Reality und der HomePod echte Knaller werden. Dass Apple spät auf der Party erscheint, ist nicht schlimm. Hauptsache, es ist endlich von seinem iPhone-Rausch aufgewacht.

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Ode an Android: Wie ich zum Google-System kam und es lieben lernte

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„Google Android verdrängt Microsoft Windows bei den Web-Nutzungsstatistiken“. Diese Headline war in der vergangenen Woche bei allen großen Technikportalen zu lesen. Innerhalb von nicht einmal zehn Jahren hat es der Suchmaschinenriese geschafft, den Markt vollkommen auf den Kopf zu stellen. Auch ich habe das System in den letzten Jahren lieben gelernt. Meine Geschichte mit dem Android-System.

Windows First: Ich bin ein Wechsler

Meine erstes, smartes Mobilgerät aus dem Jahre 2008 war weit entfernt vom heutigen Standard. Mit Windows Mobile 6.1 ausgestattet stellte das Simvalley XP-25 von Pearl für damalige Verhältnisse ein spannendes Einsteigergerät für den Markt der Pocket PCs dar.

Für die produktive Verwendung des 2,4 Zoll kleinen Displays war ein Eingabe-Stift nötig. Das zog öfters Blicke auf sich. Ein Prozessor mit 300 MHz-Taktung, 64 MB Arbeitsspeicher und 128 MB um bis zu 2 GB erweiterbarer Festspeicher waren damals für den Alltag genug. Vorinstalliert waren neben Media Player und Internet Explorer auch Microsoft Office mobile. Für den Schulalltag war ich damals perfekt ausgestattet.

Auch wenn Android und iOS so langsam Fahrt aufnahmen, blieb ich Windows aufgrund des vorhandenen Ökosystems treu und entschied mich Anfang 2011 für ein Gerät des Smartphone-Pioniers HTC. Das 7 Mozart kam dabei als eines der ersten Telefone mit dem runderneuerten Windows Phone 7 Betriebssystem daher.

Das Geek-Interesse war geweckt: Das Kacheldesign gefiel und auch die Performance war außerordentlich gut. Doch schon damals zeichnete sich ab, dass Microsoft den Sprung auf den Smartphone-Zug verpasst hatte. Etliche Apps waren für Windows Phone 7 nicht verfügbar und aufgrund fehlenden Multitaskings war das Konzept nicht wirklich smart. Updates behoben einen Teil der Fehler, doch das Betriebssystem hinkte der Konkurrenz von Apple und Google stets etwas hinterher.

Trotzdem kam für mich damals das iPhone, welches dem Smartphone so richtig zum Durchbruch verhalf, nicht infrage. Neben dem in sich geschlossenem Ökosystem schreckte mich als Zivi mit schmaler Geldbörse der saftige Aufpreis vom Kauf ab.

HTC hat Lust auf Android gemacht

Einen Vorteil brachte das HTC 7 Mozart auf jeden Fall: Das Gerät war eines der Auslöser, dass ich Ende 2011 begann für HTC Inside Artikel zu schreiben. Das brachte eine Menge Spaß und das Interesse an Entwicklungen in der mobilen Welt wuchs. Da war es nur eine Frage der Zeit bis ich in Kontakt mit dem Android-Betriebssystem kam.

Android ließ meine Liebe für Microsofts Mobilsystem Stück für Stück erkalten. Erste Testgeräte mit dem Android-OS trudelten ein und ich lernte die Vorzüge eines offenen Systems kennen und gewissermaßen auch lieben. Der wohl größte Vorteil und der Grund für den Systemwechsel war neben der App-Vielfalt der Funktionsreichtum des Systems, den man bei Microsofts Windows Phone 7 vergeblich suchte.

HTC One M7: Mein erstes Smartphone mit Android-System

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Das HTC One M7 war ein echter Handschmeichler. Image by HTC

Man möge es kaum glauben, aber das One M7 von HTC war im Jahre 2013 mein allererstes, eigenes Android-Telefon. Der taiwanische Hersteller schaffte es eines der bis dato schönsten Smartphones mit dem nerdigen Google-System auf die Beine zu stellen. Mit der grundlegend überarbeiteten, schlichten Nutzeroberfläche Sense UI ergatterte das Telefon einen Platz in den Herzen der Mobilfunk-Enthusiasten – auch bei mir. Features wie die klangvollen BoomSound-Stereolautsprecher und die lichtstarke Ultrapixelkamera stellten ein Novum in der Branche dar.

Der Einsatz im Alltag zeigte immer öfter die Vorteile des Google-OS dank breiter App-Verfügbarkeit und guter Performance auf. Die schnelle Entwicklung des Ökosystems sorgte zudem für eine immer bessere Produktivität. Wenngleich das Unternehmen aus Mountain View in den folgenden Monaten und Jahren den Datenschutz zunehmend mit Füßen trat, gewöhnte ich mich immer mehr an die Bequemlichkeiten von Maps, Drive, Notizen und Co. Auch Google Now schlich sich in meinen Alltag und ist für mich heute kaum noch wegzudenken. Einzige Nachteile zu Windows Phone: Damals wurden die Telefone aufgrund Dateifragmentierung mit der Zeit spürbar langsamer und Updates wurden erst nach Prüfung und Anpassung verzögert an die Endkonsumenten ausgeliefert.

HTC 10: Mein aktueller „Daily Driver“

Obwohl die rosigen Zeiten des taiwanischen Smartphone-Herstellers HTC längst vorbei sind, bin ich den schicken Geräten bis heute treu geblieben. Das 2016er-Flaggschiff HTC 10 sollte mein geliebtes One M7 nach drei Jahren reger Nutzung ablösen. Für das Gerät sprachen nicht zuletzt Display, Kamera, Akku und neueste Android-Software. Das Google-System hat sich in der Zwischenzeit derart entwickelt, dass Hersteller ihre eigenen Nutzeroberflächen immer stärker zurückfahren.

Auch ohne großartige Optimierungen lässt sich Android mittlerweile schön und schnell auf einem Mobiltelefon nutzen. Das wird auch am Wegfall von teilweise essentiellen HTC-Anwendungen wie Mail oder der Foto-Galerie deutlich. Dadurch verbessert sich auch das Zusammenspiel zwischen Hard- und Software, was wiederum der User-Experience zu Gute kommt.

Und Google schöpft daraus Selbstvertrauen: Mit den neuen Pixel-Phones beweist das Unternehmen Mut und zeigt auf, dass sich die ‚herkömmlichen‘ Elektronik-Hersteller in Zukunft warm anziehen müssen. Nicht zuletzt, weil Software-Aktualisierungen direkt und somit deutlich früher als bei Mitbewerbern ausgeliefert werden.

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Das HTC 10 gehört aktuell zu den besten Android-Phones. Image by HTC

Bei Tablets hat mich Android noch nicht überzeugt

Die Achillesferse des Android-Systems ist und bleibt allerdings der Tablet-Markt. Er wird auch im Jahre 2017 von Apple und den erfolgreichen iPads geprägt. Abgesehen von einer kurzen Odyssee mit dem HTC Flyer, hat mich der Softwaregigant auf diesem Gebiet noch nicht wirklich erreichen können.

Selbst hervorragende Geräte wie das Asus Zenpad 3S 10 lassen eine ausgereifte Tablet-Software vermissen. Das beginnt mit der Nutzeroberfläche und endet mit der miserablen Anpassung der Drittanbieter-Apps. Aktuell gibt es einfach kein einziges Gerät, was dem iPad auch nur annähernd das Wasser reichen kann. Google könnte hier noch eine Menge an Boden gut machen.

KI und digitale Assistenten lassen Smartphones alt aussehen

Und wo geht die Reise hin? In Zeiten von ‚Künstlicher Intelligenz‘ und vernetzten Heimassistenten ist die Zukunft das Smartphones, und damit auch des Android-Betriebssystems, ungewisser denn je. Die Entwicklung des Smartphones an sich dürfte langsam aber sicher ihren Zenit erreicht haben. Das zeigt die geringe Innovationsdichte der letzten Geräte-Generation.

Ein wichtiger Schwerpunkt dürfte in den kommenden Monaten und Jahren die Entwicklung neuer Interaktionsmöglichkeiten sein. Als Software-Lieferant ist Google hier gefragter denn je. Die Frage ist, ob Android dann noch eine Rolle spielen wird.

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Image (adapted) „Android“ by Scott Akerman (CC BY 2.0); Product-Images by HTC


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DXO One im Test: Diese iPhone-Kamera ist besser als deine iPhone-Kamera

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Klar, mit dem iPhone können tolle Bilder gelingen. Aber manchmal reicht es eben nicht, was Apples Mobiltelefon als Fotoapparat zu bieten hat. Mehr fotografischen Gestaltungsspielraum soll die zusätzliche Mini-Kamera namens DxO One aus dem iPhone herausholen. Ihr verbindet die Kamera per Lightning-Anschluss oder WLAN und steuert sie über das Smartphone-Display. Dank ihres vergleichsweise großen Sensors ist die Bildqualität der 500 Euro teuren DxO One der des iPhone überlegen. Vor einer Weile hatte ich die Kamera im Hands-on. Wie macht sie sich in der Praxis?

Warum die iPhone-Kamera manchmal nicht reicht

Zwar wirbt Apple mit den tollen Nacht-Fotos des iPhone. Aber die Leistung eines Smartphones bei schwachem Licht ist nun mal begrenzt. Die Mini-Kamera das französisch-amerikanischen Unternehmens DxO Labs bietet mehr Reserven. Der 1 Zoll in der Diagonale messende Sensor ist um mehr als doppelt so groß wie der des iPhone 7 (1/2,6 Zoll). Daher verursacht die DxO One schon bauartbedingt weniger Bildrauschen bei höheren ISO-Zahlen.

Wer Fotos gern mit mehr Dynamikumfang als Raw-Datei abspeichern möchte, muss zu einer der beiden jüngsten iPhone-Generationen greifen. Mit der DxO One können Besitzer älterer iPhones ebenfalls die Vorteile von Raw-Dateien nutzen. Auch der beliebte Unschärfeeffekt im Hintergrund gelingt mit der Mini-Kamera unabhängig vom gekoppelten Gerät und Datei-Format. Diesen vermag Apple nur im JPG-Modus mit der Dual-Kamera des iPhone 7 Plus zu leisten. Außerdem verzerrt die DxO One mit 32 Millimeter Brennweite Gesichter bei Porträtaufnahmen weniger als das 28-Millimeter-Weitwinkel der iPhone-Standardkamera.

Außerdem bietet die DxO One mit einer Auflösung von 20 Megapixeln mehr Potenzial für Ausschnittsvergrößerungen als das iPhone (8 bzw. 12 MP). Freunde von Langzeitbelichtungen freut, dass die DxO One mit F1.8 nicht nur eine lichtstarke Offenblende hat, sondern sich auch auf F5.9 abblenden lässt. Hingegen Geschmacksache ist es, dass die DxO One Bilder im klassischen DSLR-Seitenverhältnis von 3:2 statt wie beim iPhone in 16:9 abbildet.

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Die DxO One ist schön designt und passt bestens zum Look von Apple-Geräten. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Ein Schmuckstück für die Hosentasche

Was in ihr steckt, sieht man der DxO One von außen nicht an. Aber ein Hingucker ist Kamera auf jeden Fall. Das rechteckige Gehäuse aus Kunststoff und Aluminium ist so edel designt und hochwertig verarbeitet, wie Apple-Nutzer es erwarten. Stylische Akzente setzen die geschliffenen Kanten um Objektivdeckel und Auslöseknopf. Die Formsprache ist angenehm minimalistisch.

Mit 108 Gramm wiegt die DxO One zwar nur etwas weniger als ein iPhone 7 selbst (138 Gramm). Immerhin sind die Maße mit weniger als 7 x 5 x 3 Zentimetern gerade noch kompakt genug, um die Kamera einigermaßen diskret in der Hosentasche zu verstauen. Befestige ich die mitgelieferte Trageschlaufe, kann ich die DxO One auch an der Hand spazieren tragen – wie damals zu Zeiten von Kompaktkameras.

Standalone geht, als iPhone-Zubehör besser

Als eigenständiger Fotoapparat ohne Smartphone lässt sich die DxOne tatsächlich verwenden. Insofern passt der Vergleich mit der Kompaktkamera. Mit dem grobpixeligen, monochromen Kleinstdisplay auf der Rückseite kann ich das Motiv zur Not auch ohne Smartphone anvisieren. Dank eines eigenen Akkus, den ich via microUSB lade, ist die DxO One nicht auf die Energie des iPhone angewiesen. Mittels des microSD-Kartenschachts lassen sich Aufnahmen ohne Umweg mit dem Computer austauschen. Eine 8-GB-große Karte gehört sogar zum Lieferumfang.

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Der Lightning-Stecker ist etwas tricky. Toll: Der Hersteller packt auch eine microSD-Karte in den Lieferumfang. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Im Team mit einem Smartphone-Display macht die DxO One aber mehr Spaß. Für den gemeinsamen Einsatz mit einem iPhone (oder iPad) ab iOS 9 und mit Lightning-Anschluss hat der Hersteller die Kamera ja schließlich auch entwickelt. Um den eingeklappten Lightning-Stecker auszufahren und wieder einzuklappen, schiebe ich den Objektivdeckel ganz nach unten. Leider erklärt sich dieser wichtige Mechanismus nicht ohne einen Blick ins Handbuch. Einen intuitiveren Ansatz halte ich für wünschenswert.

Die Verbindung zwischen DxO One und iPhone ist zwar schon recht stabil, dennoch empfiehlt der Hersteller eine beidhändige Bedienung. Das Ensemble ist auch zu sperrig, um es nur in einer Hand zu halten. Habe ich die DxO One mit dem iPhone verbunden, startet die zuvor installierte, herstellereigene Kamera-App automatisch. Erst mit ihr kann ich auf alle Bedienmöglichkeiten der DxO One zugreifen.

Funktionsreiche Kamera-App

In der hervorragend durchdachten DxO-App in der Version 2.1 finde ich mich schnell zurecht. Ihr Layout ist fürs Querformat gestaltet. Auf der linken Seite der Live-Bildvorschau wechsele ich zwischen Foto- und Video-Modus. Zudem verändere ich dort Blende, Verschlusszeit, ISO, Belichtungskorrektur, Belichtungsmessung und Weißabgleich. Auf der rechten Seite entscheide ich mich mit dem Button unten für P, A, S, M oder einen szenenbezogenen Aufnahmemodus.

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Die gut durchdachte Kamera-App ist eine Freude! Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

Der Button rechts oben führt mich zu den Einstellungen. Dort kann ich viele Parameter zur Bildqualität und zu den Metadaten nach meinen Vorlieben konfigurieren. In dieser Hinsicht bietet die DxO One eine Optionsvielfalt, die auch Profis erfreuen dürfte. Zurück im Hauptbildschirm komme ich mit dem Thumbnail oben links in die Galerie. Dort kann ich die Fotoausbeute betrachten und an Nachrichten- sowie Social-Media-Apps weiterreichen.

DxO One per WLAN oder per Apple Watch fernsteuern

In vielen Situationen gelingen Fotos besser oder überhaupt erst, wenn der Fotograf die Kamera nicht direkt in der Hand hat. Mit der DxO One lässt sich das prima realisieren, denn ich kann sie auch per Funk fernsteuern.

Dazu rufe ich das Einstellungsmenü auf und verbinde die DxO One mit dem iPhone per WLAN. Entweder füge ich beide Geräte in ein bestehendes Drahtlosnetz ein oder stelle eine Direktverbindung zwischen ihnen her. Während der Einrichtung muss die DxO One per Lightning-Stecker mit dem iPhone kommunizieren. Danach kann ich sie abziehen.

Ohne spürbare Verzögerung konnte ich per WLAN Fotos auslösen oder die Videoaufnahme starten. Zwar hinkte die Übertragung des Live-Bildes bei schnellen Schwenks punktuell und minimal hinterher. Im fertigen Video ist davon aber nichts zu sehen.

DxO One
Die DxO One lässt sich per Apple Watch fernauslösen. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Alternativ kann ich den Fotoauslöser der DxO One auch mit einer Begleiter-App für die Apple Watch fernsteuern. Dafür muss die Kamera aber am iPhone stecken, per WLAN funktioniert das nicht. Weil auf dem kleineren Smartwatch-Display außer dem Auslöseknopf weder Live-Bildvorschau noch andere Optionen eingeblendet sind, lassen sich Bilder bei dieser Option jedoch nur „aus der Hüfte schießen“.

Fotografieren mit der DxO One in der Praxis

Mit der DxO One zu fotografieren ist eine Freude. Dank der vorbildlich gestalteten DxO-App kann ich die Belichtung viel schneller und intuitiver verändern als in der nativen iPhone-App oder in dem an sich auch recht guten Kamera-Modul von Lightroom.

Die DxO One fokussiert und knipst ebenso verzögerungsfrei wie das iPhone. Aber sie bietet darüber hinaus noch einen coolen Trick, den ich sonst nur von ausgewachsenen Systemkameras kenne. So kann ich mit dem halb gedrückten physischen Auslöser am Kameragehäuse ein Objekt fokussieren und dann trotzdem den Bildausschnitt verändern, ohne dass sich die Schärfeebene verschiebt.

Ein Segen für Fotos aus der Käfer- oder Vogelperspektive ist der beweglich gelagerte Sockel des Lightning-Steckers. Er lässt sich um 45 Grad nach oben und unten drehen, sodass ich auch noch das iPhone-Display betrachten kann, wenn ich die Blickrichtung der DxO One ändere. Im WLAN-Betrieb könnte ich die Kamera getrennt vom iPhone natürlich noch freier bewegen. Meistens bevorzuge ich aber den gekoppelten Modus, weil ich das System dann stabiler halte und weniger verwackle.

Hingegen ein No-Go ist für mich die lange Einschaltzeit. Selbst wenn die DxO One bereits gekoppelt ist, dauert es mindestens geschlagene fünf Sekunden vom Öffnen des Objektivdeckels bis zum automatischen Start der App. Da ist jede Schnappschuss-Gelegenheit längst vorbei. Den Sperrbildschirm des iPhones zu deaktivieren und die Kamera-App zu starten, gelingt mir schneller. Wenn es schnell gehen muss, nutze ich dann doch die interne Kamera, obwohl ich die DxO One dabei habe.

Ein weiteres Manko ist die Ergonomie im Standby. Dann liegt das sperrige Duo nicht besonders angenehm in der neben mir baumelnden Hand. Wünschenswert wäre, wenn DxO Labs die Kamera so geschmeidig an den iPhone-Body anpassen könnte, wie es bei der 360-Grad-Kamera Insta360 Nano gelungen ist.

Mit dieser Bildqualität kann das iPhone nicht mithalten

In punkto Bildqualität macht die DxO One eine erstklassige Figur. Schon die JPGs sind scharf und detailreich. Zudem bieten sie einen hohen Dynamikumfang, der viel Spielraum bei Lichtern und Schatten lässt. Die Abstimmung ist so gut, dass ich aus den Raw-Dateien im DNG-Format nicht viel mehr rausholen kann. Nur bei sehr hohen Empfindlichkeiten ist der Raw-Entwicklung der Vorzug zu geben.

DxO One
Der Raw-Vergleich zeigt, dass die DxO One wegen des größeren Sensors deutliche Vorteile beim Rauschverhalten hat. Images by Berti Kolbow-Lehradt

Gerade bei schlechtem Umgebungslicht spielt der 1 Zoll große Sensor seine Stärke aus und lässt das iPhone in punkto Bildrauschen und Detailreichtum hinter sich. Wegen der höheren Auflösung des Sensors der DxO One bleibt die Bildqualität selbst bei etwas größeren Ausschnitten dann noch passabel, wenn es bei iPhone-Fotos schon etwas pixelig wird.

Auch den Schärfeverlauf mag ich sehr. Anders als beim Software-Filter im iPhone 7 Plus handelt es sich um einen natürlichen optischen Effekt, der auch entsprechend authentischer wirkt. Allerdings ist ein Direktvergleich wegen der unterschiedlichen Brennweiten schwierig.

Mini-Manko: Für meinen Geschmack sind die Bilder etwas zu entsättigt und zu dunkel, wenn sie direkt aus der Kamera kommen. Daran ändert auch die „Mobile Smart Lighting“-Funktion wenig, die Schatten in verschiedenen Stärken aufhellt. Aber der Look lässt sich mit einer Bildbearbeitungsapp ja nach Belieben anpassen.

Testfotos aus der DxO One

Bilder übertragen und bearbeiten

Eine Bearbeitungsfunktion bringt die App von DxO Labs selbst nicht mit. Stattdessen kann ich mit einer beliebigen anderen App wie etwa Lightroom oder Snapseed im Fotos-Ordner des iPhone auf die Bilder zugreifen und diese bearbeiten.

JPGs lädt die Kamera automatisch aufs Smartphone oder Tablet. Hingegen die 25 MB großen Raw-Dateien muss ich händisch übertragen, was nur über eine versteckte Funktion gelingt. Dazu wechsle ich aus dem Aufnahmefenster der DxO-App in die Galerie, tippe das gewünschte Bild an, wische nach unten in die Exif-Ansicht und aktiviere den „Raw übertragen“-Knopf.

Per microSD-Karte oder microUSB-Kabel kann ich die Bilder natürlich auch auf den Mac spielen. Mit DxO Connect stellt der Hersteller eine kostenlos nutzbare aber sehr schmalbrüstige Transfer- und Editor-Software zur Verfügung. Eine kostenpflichtige aber deutlich mächtigere Alternative ist DxO Optics Pro. Sie lässt sich per Plug-in auch in macOS Fotos und in Lightroom einbinden.

Warum die DNG-Dateien der DxO One in meiner Lightroom-CC-Installation seltsame Störstreifen und andere Artefakte auf den Bildern anzeigt, ließ sich bisher nicht klären. Weil aber Camera Raw in Photoshop CC und die Lightroom-Installation eines Kollegen die Raw-Fotos einwandfrei darstellen, dürfte es sich um einen Einzelfall handeln.

Fazit

Viele Fotografen wünschen sich eine möglichst kompakte Kamera, die qualitativ hochwertige Bilder erlaubt und diese auch gleich ins Social Web verschicken kann. Die DxO One ist in diesem Sinne eine gelungene „Connected Camera“ fürs iPhone oder iPad. Ihre Möglichkeiten erweitern den Spielraum für anspruchsvolle Fotografie mit den Apple-Geräten erheblich. Die Bildleistung spielt in einer Liga klar oberhalb des iPhones. Auch die Bedienung der Mini-Kamera bietet erheblich mehr Optionen als die native iPhone-App und macht anspruchsvolle Fotografen glücklich.

Hingegen die lange Einschaltzeit bekommt der Hersteller hoffentlich mit einem kommenden Update in den Griff. Wünschenswert wäre es zudem, dass sich die DxO in einer etwaigen künftigen Generation im gekoppelten Zustand noch etwas angenehmer in einer Hand transportieren ließe. Außerdem dürfte das Ensemble aus DxO One und iPhone generell gern etwas weniger sperrig und mehr aus einem Guss wirken. Begeistert wäre ich auch, wenn DxO Labs künftig noch Aufstecklinsen für Telebrennweiten veröffentlichen würde. Das gibt das kleine aber wachsende Zubehörsortiment noch nicht her.

Unter dem Strich ist die DxO One ein mächtiges Foto-Zubehör für iPhone-Fotografen. Als unauffällige Reportage-Kamera eignet sie sich hervorragend. Allerdings ist der Preis von rund 500 Euro im Hersteller-Shop an der Schmerzgrenze angesetzt.

DxO One
Stativadapter, Gegenlichtblende und Filteradapter bietet DxO Labs bereits an. Aufstecklinsen wie bei Zeiss wären auch toll. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


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Backup-Strategien: So bleiben eure Daten unter macOS und iOS sicher

Backup-Mac-Time-Machine-Applepiloten

Es ist die absolute Horror-Story: Man arbeitet an einem wichtigen Dokument, schreibt die Bachelor-Arbeit oder sucht nach den Urlaubsfotos von letztem Jahr – und die Daten sind weg. Es gibt mehrere Möglichkeiten, eure Daten auf MacBook, iMac, iPhone und iPad zu sichern. Ich stelle euch Vor- und Nachteile verschiedener Backup-Strategien vor.

Einmal gesichert ist gar nicht gesichert

Wusstet ihr, dass eine Festplatte im laufenden Betrieb durchschnittlich nur fünf Jahre hält? Nicht viel besser sieht es mit gebrannten CDs aus, sie halten etwa fünf bis zehn Jahre. Was also könnt ihr tun, um eure Daten verlässlich zu sichern?

Voll und ganz fahrlässig ist es, Daten nur auf einem einzigen Datenträger zu haben. Mindestens ein zweiter muss her. Das Motto: Einmal gesichert ist gar nicht gesichert. Es bringt aber auch nichts, Laptop und Backup-Festplatte im gleichen Raum aufzubewahren, wenn bei einem Feuer beides zu Siliziumbrei verschmilzt. Gleiches gilt für eine zusätzlich in den Rechner eingebaute Platte. Deshalb ist die goldene Regel: Mindestens zwei Backups an mindestens zwei räumlich getrennten Orten.

Dabei gilt: Eure Backup-Strategien sollte zwar sicher, aber gleichzeitig so einfach wie möglich sein. Denn: Je mehr Aufwand ihr mit der Datensicherung habt, desto wahrscheinlicher ist es, dass ihr sie nicht regelmäßig genug durchzieht.

macOS-Variante 1: Time Capsule und andere externe Festplatten

Backup-Strategien Apple Time Capsule
Die Rückseite der Apple Airport Time Capsule. Image by Apple

Die Standardvariante ist eine externe Festplatte als Backup-Medium. Die gibt es in unzähligen Ausführungen und Preisklassen. Am günstigsten und schnellsten sind 3,5-Zoll-Festplatten. Etwas handlicher, aber minimal langsamer sind die kleineren 2,5-Zoll-Festplatten ohne eigenes Netzteil. Noch praktischer sind Festplatten mit Funkübertragung wie die Time Capsule von Apple, die allerdings mehr als dreimal so viel kostet. Das aktuelle Modell kostet in der kleineren Variante mit 2 TB bei Apple 329 Euro.

Eine wichtige Rolle spielt die Backup-Software. Im Idealfall nimmt sie automatisch Backups vor, sodass ihr nicht immer an eine Datensicherung denken müsst. Apple-Nutzern nimmt das die in macOS integrierte Lösung Time Machine ab. Sie arbeitet inkrementell. Das heißt: Bei jedem Sicherungsvorgang wird nur das gesichert, was sich seit dem letzten Mal verändert hat. Das ist genauso sicher und spart sowohl Zeit als auch Speicherplatz. Ist alles eingerichtet, startet das Backup automatisch, sofern die Festplatte angeschlossen ist und das MacBook oder der iMac am Strom hängt.

Ob ihr Time Machine nun mit einer Time Capsule oder einer anderen Festplatte nutzt – von folgenden Vorteilen profitiert ihr immer: Die Einrichtung ist selbsterklärend. Zudem macht die optional wählbare Verschlüsselung das Backup für potenzielle Datendiebe unbrauchbar. Zudem bleiben die Daten unter eurer Kontrolle. Allerdings muss man aktiv etwas dafür tun: Die Festplatte kaufen, einrichten und dann immer wieder anschließen. Auch die räumliche Trennung erfordert etwas Disziplin.

macOS-Variante 2: Ab in die Cloud damit

Heutzutage ein immer beliebterer Aspekt im Rahmen von Backup-Strategien ist es, Daten virtuell zu sichern: Über Cloud-Anbieter wie iCloud Drive, Dropbox oder OneDrive. Der Vorteil: Die Sicherung funktioniert vollautomatisch, solange die Dateien im richtigen Ordner liegen und noch Online-Speicherplatz frei ist. Arbeitet man direkt in einem synchronisierten Ordner, werden Dateien bei jedem Speichern sofort hochgeladen.

Zum Anfixen bietet praktisch jeder Anbieter ein wenig Gratis-Speicherplatz an. Bei Apples iCloud sind das etwa 5 GB. Für ein größeres Backup reicht das natürlich nicht. Wollt ihr mehr Speicher, zahlt ihr im Abo. Für 50 GB im Monat nimmt Apple 0,99 Euro, für 2 TB nimmt das Unternehmen 19,99 Euro. Das ist im Vergleich moderat. Mit der Funktion iCloud Drive könnt ihr die Daten, die in eurem Dokumente- und Schreibtisch-Ordner des Macs auch unterwegs mitnehmen.

Backup-Strategien iCloud Drive
Mit iCloud Drive könnt ihr Dokumente und den Schreibtisch des Macs sichern. Image by Apple

Eine automatische Spiegelung der kompletten Festplatte wie etwa Time Machine nimmt aber keiner der bekannten Cloud-Anbieter vor. Wollt ihr ein inkrementelles Auto-Backup, schaut euch mal Mozy Home oder Backblaze an. Mit monatlich 5 US-Dollar für unbegrenzten Speicherplatz ist Backblaze extrem günstig.

Praktisch alle Cloud-Dienste haben ein Web-Interface mit einem Account, den es mit Zugangsdaten zu schützen gilt. Wie leicht etwas schiefgehen kann, zeigen etliche Skandale, bei denen die Accounts prominenter User kompromittiert wurden. Kommt das vor, ist oft ein zu schwaches Passwort schuld. Nutzt ihr die von Apple angebotene Zwei-Faktor-Authentifizierung, ist iCloud so sicher, wie eine Cloud nur sein kann.

Das hilft aber nichts, wenn ihr ein Passwort wählt, das Hacker leicht herausfinden können. Auf Seiten wie How secure is my Password könnt ihr herausfinden, wie sicher ein Passwort ist. Aus taktischen Gründen ist es klüger, lieber ein ähnliches und nicht genau euer eigenes Passwort auszuprobieren. Wichtig ist auch, für verschiedene Dienste verschiedene Passwörter zu verwenden.

Nehmt ein willkürliches und möglichst kompliziertes Passwort mit Eselsbrücke. Ein Beispiel: Aus dem Satz „Das ist eins der 500 geilsten Passwörter überhaupt!“ wird „Di1d500gPü!“. Groß- und Kleinbuchstaben: Check. Zahlen: Check. Sonderzeichen: Check. Über zehn Zeichen: Check. Wirklich sicher? Nicht mehr, seit es in diesem Artikel steht, also überlegt euch lieber ein eigenes.

macOS-Variante 3: Mit einer privaten Cloud behaltet ihr die Kontrolle

Ihr solltet noch einen anderen Aspekt in euren Backup-Strategien berücksichtigen. Und zwar den Ort, an dem die Daten gespeichert werden. Die Server aller oben genannten Dienste stehen in den USA. Dort gilt ein vergleichsweise schwacher Datenschutz.

Wollt ihr wirklich sichergehen, auf welchen Festplatten eure Daten landen, aber nicht auf die Vorteile der Cloud verzichten, bleibt ein Mittelweg. Legt euch eine private Cloud dazu!

Bei einer solchen Lösung richtet ihr euch einen eigenen Server ein und greift darauf von überall über ein verschlüsseltes Web-Interface zu (an das sichere Passwort denken!).

Backup-Strategien Lima Ultra
Mit dem Netzwerk-Speicher LIma Ultra baut ihr eure eigene Cloud auf. Image by Lima Technology

Sehr flexible Möglichkeiten bietet aber auch viel Aufwand erfordert der Dienst OwnCloud, den ich bereits als mobile Version vorgestellt habe. Eine standardisierte und intuitivere Lösung ist Lima. Den privaten Cloud-Speicher Lima Ultra haben wir hier getestet.

Backup-Strategien für iOS: So sichert ihr euer iPhone und iPad

OwnCloud und Lima helfen euch auch weiter, wenn ihr die Daten eures iPhones oder iPads sichern wollt. Per iCloud könnt ihr das alternativ auch mit Apples Bordmitteln erledigen.

Backup-Strategien OwnCloud
Bei Owncloud hostet ihr eure Backups auf eurem eigenen Server. Screenshot by Anton Knoblach

Sofern in den Einstellungen aktiviert, sichert Apples Speicherdienst viele eurer Daten in der Cloud. Das ist einerseits extrem praktisch: Sobald euer eben geschossenes Foto hochgeladen ist, könnte das iPhone im schlimmsten Fall auch geklaut werden, die Daten wären noch da. Allerdings ist hier die Frage noch relevanter, ob ihr das möchtet. Bei vielen Bildern ist es egal, wer sie sieht – bei manchen jedoch nicht.

Überlegt euch deshalb gut, wie ihr euer Smartphone konfiguriert und geht lieber vom schlimmsten Fall aus: Was wäre, wenn all eure iCloud-Fotos veröffentlicht würden? Jede Antwort außer „kein Problem“ wäre ein Grund, die Sache zu überdenken.

Wer all seine Fotos oder gar ein vollständiges Backup seines iPhones oder iPads in iCloud speichern möchte, kommt an einem kostenpflichtigen Abo zu oben genannten Preise nicht vorbei.

Völlig kostenlos hingegen könnt ihr ein Backup mit iTunes realisieren. Ihr könnt euren Mac so einstellen, dass er stets das neueste Backup zieht, sobald das iDevice per Kabel oder WLAN verbunden ist.

Egal für welche der Backup-Strategien ihr euch entscheidet: In allen Fällen solltet ihr beachten, dass auch die Geräte selbst gut geschützt sind. iOS-Geräte lassen sich zusätzlich so einstellen, dass alle Daten nach zehn erfolglosen Zugriffsversuchen gelöscht werden. Das solltet ihr natürlich nur machen, wenn der Datensatz auch noch woanders gesichert ist.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Images & Screenshots by Anton Knoblach; Apple; Lima Technology


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10 Jahre Apple TV: Vom iTunes-Adapter zur vollwertigen Entertainment-Konsole

apple-tv (adapted) (Image by ToomaCZ [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Nicht nur das iPhone feiert dieses Jahr ein 10-jähriges Jubiläum. Auch der Apple TV wird ebenso alt. Der Apple TV wurde als Fernseher erwartet, war tatsächlich eine verwunderliche Set-Top-Box und hat heute starke Konkurrenz bekommen. Ich blicke auf 10 Jahre Heimvideo-Geschichte mit dem kleinen Kasten zurück.

Set-Top-Box statt Fernseher: Die Anfänge

„Es ist auf deinem Computer, es ist auf deinem iPod und jetzt ist es auf dem TV,“ hieß es im ersten Werbespot für Apple TV. Vor 10 Jahren hat Steve Jobs auf der Macwold im Früjahr 2007 die erste Generation von Apples Interpretation einer Set-Top-Box vorgestellt.

Vorher brodelte die Gerüchteküche nicht nur unter den Apple-Fans. Man munkelte, Apple wolle mit „iTV“ das Wohnzimmer erobern, wie vorher den Markt für MP3-Player mit dem iPod. Zunächst war nicht klar, ob Apple nicht gleich einen kompletten Fernseher konstruieren würde. Die Idee wurde jedoch zugunsten eines reinen Abspielgeräts verworfen.

Es war noch mutig und ungewöhnlich, dass Apple in die TV-Box keinen der damals noch sehr weit verbreiteten DVD-Player einbaute. Aber Jobs und die Apple-Ingenieure bewiesen wieder einmal visionäre Weitsicht. Sie trugen dem Umstand Rechnung, dass jeder Haushalt sowieso schon Geräte zum Abspielen von CDs und auch DVDs hatte. Was jedoch fehlte, war die direkte Verbindung zu iTunes und damit der kompletten Mediensammlung vom Mac.

Bei der Vorab-Präsentation sollte „iTV“ noch ein reiner WLAN-Empfänger werden, tatsächlich war die erste Generation Apple TV eine Art Multimedia-Festplatte oder großer iPod für den Fernseher. Nur ohne Display natürlich, dafür aber mit zunächst 40 und später 160 GB Platz für Musik, Fotos und Filmen. Auch vom Produktnamen „iTV“ ließ Apple kurz vor Toresschluss ab, um möglichen Ärger mit einem ähnlich benannten britischen Fernsehsender aus dem Weg zu gehen.

Apple TV
Sehr klobig – der erste Apple TV. Image by Apple

Ein TV-Zuspieler mit Internet-Anschluss

Im Vergleich zur heutigen Version wirkt der erste Apple TV klobig, war nicht nur optisch dem Vorbild Mac mini ähnlich, sondern fast genau so groß und das Gerät wurde im Betrieb so heiß, dass man Eier drauf braten konnte. Dennoch funktioniert er bis heute prächtig. Die Medien ließen sich per WLAN oder Ethernet über iTunes auf den Apple TV synchronisieren, um dann von dort auf den TV zu gelangen. Beim Betriebssystem baute Apple auf die solide Basis der Computer-Software Mac OS X.

Seltsam war, dass der Apple TV nie irgendwelche Tasten zum Ein- oder Ausschalten hatte. Bis heute kann das Gerät nur per Fernbedienung in einen Ruhemodus versetzt werden.

Auch war der Apple TV nie ein Festplattenrecorder, was damals noch bei anderen Herstellern hoch im Kurs stand. Stattdessen konzentrierte sich Apple voll auf Inhalte aus dem Internet und dem iTunes Store. In weiteren Betriebssystem-Updates lernte der Apple TV Video-Clips von YouTube und Kinotrailer von der Quicktime-Website abzuspielen. Später kam der Einkauf bei iTunes dazu, zunächst mit Musik, Musikvideos und dann Filmen.

Apple TV 3. Image by Wadzifox

Mehr Auswahl und Rechenpower für Generation Zwei und Drei

Mit der zweiten Generation des Apple TV im Jahr 2010 konnten HD-Filme angeschaut sowie Fotos und Musik direkt vom Rechner gestreamt werden. Per AirPlay konnten Filme und Musik auch direkt von iPhone oder iPad über Apple TV unkompliziert auf den Fernseher kommen. Die dritte Generation war eigentlich in erster Linie ein Upgrade: Mehr Hauptspeicher und ein Apple A5 Prozessor ermöglichten Filme in Full-HD.

Apple TV 4 wird mit Apps zur Entertainment-Konsole

Ein echter Quantensprung war die vierte Generation, die im Herbst 2015 vorgestellt wurde und auch die aktuelle Version ist. Die Form des Apple TV erinnert zwar noch an den Vorgänger, ist nur etwas kompakter aber höher geworden. Tim Cook stellte die Neuauflage nicht mehr als Hobby, sondern vollmundig als nichts Anderes als die „Zukunft des Fernsehens“ vor.

Apple TV 4
Apple TV 4. Image by Apple

Um dies zu erreichen machen Siri und die verbesserte Remote-Fernbedienung per Spracheingabe beziehungsweise Touch-Pad das Navigieren und Suchen von Inhalten bequemer als zuvor. Zudem spendierte Apple dem Gerät erstmals ein eigenes Betriebssystem namens tvOS sowie einen App Store.

Die Inhalte von TV-Sendern, Sport- und Streaming-Anbietern aus der ganzen Welt sollen nur noch per App auf den neuen Apple TV kommen. In Sachen Musik bringt der hauseigene Streaming-Dienst Apple Music große Streaming-Auswahl mit.

Aber es dreht sich nicht alles um Unterhaltung: Bei den Apps locken auf dem Apple TV auch alle möglichen Apps vom Aquarium-Bildschirmschoner bis zum Fitness-Trainer, die im App Store gekauft oder kostenlos geladen werden können. Weiterhin bleibt der Apple TV eine prima Lösung, um Inhalte vom iPhone oder iPad an ein TV-Gerät zu streamen.

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Der Apple TV 4 hat einen eigenen App Store. Image by Stefan von Gagern

Der will doch nur spielen

Des Weiteren will der Apple TV 4 auch eine Spielkonsole sein. Eigentlich ein logischer Schritt. Der TV ist die fast natürliche Umgebung für Spiele: Großer Bildschirm, fetter Heimkino-Sound. Eigentlich müssten die beliebten iOS-Spiele im Wohnzimmer noch mehr Spaß machen. Doch die Steuerung und das Spiele-Angebot bieten durchwachsene Ergebnisse.

Die Fernbedienung des Apple TV reagiert nicht nur auf Knopfeingaben, sondern auch auf Drehungen. Damit bietet sie bei Bowling- und Tennis-Spielen einen Fuchtel-Faktor, wie man ihn von der Konsole Nintendo Wii kennt. Im App Store finden sich dafür eigens entwickelte Titel, die oft Klone von Spielen für die Nintendo-Konsole sind.

Leider funktioniert das neue Steuerungskonzept nicht bei allen Genres. Hakelig wird es bei Rennspielen, wo die Fernbedienung in Querausrichtung Fahrzeuge steuert. Entweder wird mit dem Touch-Pad per virtuellem Steuerkreuz oder durch Kippen der Fernbedienung gelenkt. Das klappt mal besser und mal schlechter – jedenfalls ist ein optionaler mit Bluetooth betriebener Game-Controller eine gute Investition. Sonst ist Frust durch zu häufiges Landen in der Bande vorprogrammiert.

Zwar sehen die meisten Spiele für den Apple TV grundsätzlich gut aus und machen auf dem großen Bildschirm Spaß. Doch können sie nicht in Sachen Grafikdetails, Umfang und flüssiger Performance mit der Konsolenklasse Playstation 4 und Xbox One mithalten. Besonders deutlich wird das dort, wo sich direkte Vergleichsmöglichkeiten ergeben. Das ist bei Titeln wie Skylanders und Guitar Hero der Fall. An ihnen erkenne ich, dass die Apple-TV-Versionen optisch hinterherhinken.

Apple TV 4
Spiele, die sich wie der Nintendo Wii per Gesten steuern lassen, sind eine Besonderheit des Apple TV mit seiner Siri Remote Fernbedienung. Image by Stefan von Gagern

Jüngst hat Apple den Entwicklern zugestanden, auch Spiele, die größere Downloads ermöglichen, in den App Store für tvOS zu bringen. Bislang war die Größe auf ein paar Gigabytes gedeckelt, was die Veröffentlichung von komplexen Titeln einschränkte. Dies nährt die Hoffnung, dass bald nun auch AAA-Titel das Spieleerlebnis am Apple TV aufwerten könnten.

Starke Konkurrenz trübt die Aussichten

Der Apple TV hat sich als Pionier gegen Geräte wie Festplattenrekorder und DVD-Player durchgesetzt. Und das trotz der Fragezeichen, die eine Box ohne Knöpfe und Medieneinschub anfangs aufwarf.

Dennoch sieht die nahe Zukunft nicht sehr rosig aus. Bei der Präsentation der letzten Quartalszahlen bestätigte Apples Finanzchef sinkende Verkäufe von Jahr zu Jahr seit dem Start der vierten Generation. Kein Wunder, denn mit Produkten wie Amazons Fire TV oder Googles Chromecast gibt es günstige und starke Konkurrenz.

Tim Cook gibt sich aber längst nicht geschlagen und will mit Video-Eigenproduktionen den Apple TV attraktiver machen. Worum es sich dabei genau handelt, ist noch unklar. Aber eins ist sicher: Für Cupertino ist der Apple TV längst kein Hobby mehr, Apple hat ihn fest auf seiner Rechnung. Die Zeit des Apple TV ist noch nicht vorbei. Ich freue mich auf weitere Jahre mit der kleinen Box.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Image (adapted) „Apple TV“ by ToomaCZ (CC0 Public Domain)


 

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • SAMSUNG heise: Galaxy S8 und S8+: Mehr Display und Desktop-Modus: Samsung hat am Mittwoch die aktuelle Version der Highend-Smartphones Galaxy S8 und S8+ vorgestellt. Dass die Displays von Handy-Generation zu Handy-Generation immer größer werden, ist nichts Neues. Doch Samsung hat es beim Galaxy S8 und S8+ geschafft, große Bildschirme in vergleichsweise kompakte Gehäuse zu bauen. Um das zu ermöglichen, sind alle Knöpfe von den Vorderseiten zugunsten der Anzeige verschwunden. Die seitlichen Display-Ränder sind leicht nach hinten gebogen. Dadurch wirkt der Display-Rand noch dünner – Samsung nennt dies „Edge“. Bis zum 19. April kann man die Geräte in Samsungs Onlineshop vorbestellen. Ab dem 28. April werden sie ausgeliefert und auch in anderen Geschäften erhältlich sein.

  • DATENSCHUTZ WIRED: Trump wird zur Gefahr für die Daten der EU-Bürger: Nach dem Senat hat auch das Repräsentantenhaus ein Verbot der Telekom-Aufsicht FCC gekippt, das noch unter Obama verabschiedet worden war. Unterschreibt Donald Trump diese Entscheidung beseitigt er damit eine Grundfeste des US-amerikanischen Datenschutzes. Internetprovider wie Verizon oder AT&T können dann ohne Zustimmung ihrer Kunden private Daten sammeln und verkaufen. Dazu gehören die Browser-History, heruntergeladene Apps, Ortsdaten und Sozialversicherungsnummern. Auch müssen sich die Unternehmen in Zukunft weniger stark gegen Hacker-Angriffe wappnen, was die Daten ihrer User zusätzlich gefährdet. Schon Ende Januar sorgte aber ein Erlass von Trump aber für Aufregung gesorgt, der auch ganz direkt die EU angeht. Darin nimmt der Präsident gezielt Nicht-US-Bürger vom Datenschutz aus.

  • GOOGLE golem: Kalender-App fürs iPad erweitert: Bisher gab es von Google nur eine für das iPhone optimierte Version des Google-Kalenders. Mit dem neusten Update kommt nun auch eine für das iPad angepasste Variante. Der Vorteil: es können mehr Daten parallel angezeigt und verschieden umfangreiche Ansichten eingestellt werden. Darüber hinaus kann der Kalender automatisch Termine aus Gmail erkennen, z. B. Flug- und Hotelbuchungen oder Einladungen. Für die Zukunft ist zudem noch ein Heute-Widget für die Mitteilungszentrale geplant.

  • ANDROID t3n: Android O: Das ändert sich mit der neuen Version für Entwickler: Seit dem 21. März 2017 steht Android O, die nächste Version von Googles Mobile-Betriebssystem, als Vorschauversion für Entwickler zum Download bereit. Diese werden eine Reihe von Änderungen beachten müssen, wenn sie Apps für die nächste Android-Version entwickeln möchten. Eine davon betrifft die Benachrichtigungen: Sie werden ab Android O in Kanälen organisiert. Ein Benachrichtigungskanal entspricht dabei einer Kategorie von Nachrichten aus einer bestimmten App. Darüber könnte eine Chat-App beispielsweise Benachrichtigungen zu zwei unterschiedlichen Kommunikationsverläufen ausspielen. Der Nutzer wiederum kann dann für jeden einzelnen davon festlegen, ob und wie er darüber informiert werden möchte.

  • ONLINESHOP Welt: Dürfen Online-Händler Kunden Hausverbot erteilen?: Manch einer bestellt immer wieder im großen Maßstab Ware bei Versandhäusern wie Amazon und schicken die Artikel dann kurz vor Ablauf der Frist zurück. Das legt den Schluss nahe, die Ware wird lediglich zurückgeschickt, um Kosten zu sparen. Tanya Stariradeff, Rechtsanwältin und Beraterin bei Trusted Shops, gibt Auskunft darüber, was Online-Händler tun können, wenn Kunden die Geduld der Verkäufer überstrapazieren. Prinzipiell könne der Inhaber eines Ladengeschäfts demnach frei darüber entscheiden, wem er Eintritt in seine Geschäftsräume gewährt. Es ereignete sich allerdings schon ein vergleichbarer Fall, in dem dem Betreiber eines Internetforums eine Art „virtuelles“ Hausrecht zugesprochen wurde, sofern er das Eigentum an der Hardware hat, auf der Beiträge der Nutzer gespeichert werden.

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Test: Apple AirPods klotzen mit smarter Technik, geizen mit Bass

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Um Apples groß angekündigte kabellose Kopfhörer AirPods herrschte lange Zeit viel Lärm um nichts. Erst mit monatelanger Verspätung kamen die Kopfhörer auf den Markt. Und auch zum Erscheinen dieses Artikels müssen Online-Käufer sich noch gedulden, bis sie das 180 Euro teure Lauscherpaar in den Händen halten. Die Wartezeit im Apple Store beträgt sechs Wochen. Mir lag inzwischen bereits ein Test-Exemplar vor. Vor meinem geistigen Ohr erklang die Frage: Lohnen sich Kaufpreis und Wartezeit? Am liebsten möchte ich mit einem Sprachbefehl antworten: „Siri, sag’ mal Apple, die AirPods sind nicht schlecht, da geht aber noch mehr.“

Warum Apple einen Bluetooth-Kopfhörer bringt

Die Auswahl an kabellosen Kopfhörern mit Bluetooth ist groß. Auch Apples Tochterfirma Beats mischt in diesem Bereich mit. Warum bringt Apple dann unter eigener Marke ein eigenes Modell heraus? Das lässt sich nur mit einem Blick auf die aktuelle iPhone-Generation 7 (Plus) verstehen (hier zu Test). Sie verzichtet auf einen Klinkenstecker. Ist der Lightning-Port fürs Aufladen belegt, kann das iPhone nur noch mit Funkkopfhörern kommunizieren. Die AirPods sollen als Referenz dafür herhalten, wie sich Apple smarte, kabellose Kopfhörer von heute vorstellt.

Das Design: Ein Griff ins Klo

Die Formsprache schauen sich andere Hersteller aber bitte gefälligst nicht ab. Die weißen Kopfhörer sehen einem Mundstück für eine Elektro-Zahnbürste täuschend ähnlich. Und die im Lieferumfang enthaltene weiße Transportbox mit den abgerundeten Ecken mutet wie ein Spender für Zahnseide an. Das Transportgehäuse lässt sich ja außer Sichtweite in der Hosentasche verstauen, aber diese Kopfhörer empfinde ich in der Öffentlichkeit als ästhetisch total indiskutabel. Beim Praxistest in der U-Bahn habe ich mich geradezu geniert.

Apple AirPods Toothbrush
Image by Berti Kolbow-Lehradt

Gut vernetzt im Apple-Ökosystem

Immerhin erfüllt das Verlängerungsstück der Ohrknöpfe einen höheren Zweck. Sie bieten Platz für die ganzen Chips, Mikros und andere Sensoren, die in den AirPods stecken. Diese Technik-Innereien ermöglichen ein paar ziemlich clevere Funktionen.

Apple hebt besonders den selbst entwickelten W1-Chip hervor. Damit lassen sich die AirPods in meinem Praxistest mit einem iPhone 6 so einfach und schnell verbinden, wie zuvor mit keinem anderen Bluetooth-Kopfhörer. Einfach Bluetooth auf dem iPhone aktivieren, die AirPods in die Nähe des iPhones halten und – zack – bestätigt ein eingeblendetes Fenster die erfolgreiche Kontaktaufnahme.

iMac Apple AirPods
Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

Ist dieses Pairing mit einem Apple-Gerät einmal vollzogen, kann ich die AirPods sogar an meinem iPad und iMac oder meiner Apple Watch verwenden – ohne weitere Einrichtung. Die Einstellungen wurden einfach automatisch per iCloud übernommen. Etwa im Bluetooth-Menü des iMac tauchen die AirPods dann bereits auf. Wähle ich sie aus, ist die Verbindung umgehend hergestellt.

Ob ich die AirPods im Ohr trage, erkennt ein Infrarotsensor. Entferne ich die Kopfhörer, unterbricht die Musik selbständig. Praktisch!

Sprachsteuerung per Siri nicht zu Ende gedacht

Die smarte Sensorik ist auch deshalb so wichtig, weil es keine physischen Bedienelemente an den Kopfhörern selbst gibt. Bei der Musiksteuerung kommt Apples Sprachassistentin Siri eine große Rolle zu. Habe ich mir bei Siri Gehör verschafft, stellt sie für mich auf Wunsch die Musik lauter und leiser oder ruft bestimmte Titel und Playlisten auf. Das klappt zuverlässig. Siris Dienstantritt gelingt jedoch nicht immer. Ein Doppeltipp auf die AirPods soll sie eigentlich aktivieren, führt aber in meinem Test nur in etwa der Hälfte der Fälle zum Erfolg.

Daher betrachte ich die Sprachsteuerung der AirPods als unausgereiftes Konzept. Selbst wenn Siri in neun Fällen reagiert und nur im zehnten nicht, wäre sie der Zuverlässigkeit einer physischen Fernbedienung an der Ohrmuschel immer noch unterlegen.

Außerdem ist es natürlich eine groteske Vorstellung, in der U-Bahn oder anderen öffentlichen Räumen die AirPods per Sprache zu steuern. Stattdessen dürften die meisten Nutzer das iPhone aus der Tasche holen und die Aktion am Gerät selbst vornehmen. Besteht keine Internetverbindung, müssen sie das sogar. Denn als cloud-basierter Dienst benötigt Siri auch für die Musiksteuerung Zugriff auf Apples Sprachserver. Sorry Apple, diese Idee ist in Sachen Usability nicht zu Ende gedacht.

AirPods sitzen gut, geizen mit Bass, schirmen nicht ab

Bei der Passgenauigkeit geht Apples „Keep it simple“-Credo immerhin auf. Die AirPods gibt es in genau einer Größe, Silikonaufsätze für den maßgefertigten Einsatz im Ohr sind nicht vorgesehen. Dennoch sitzen die Knöpfe stabil in meinen Ohren. Dem Vernehmen nach ist das bei der Mehrheit der Träger der Fall.

Apple AirPods
Image by Berti Kolbow-Lehradt

Dass Apple auf eine klassische In-Ear-Bauweise mit tiefer Verankerung im Gehörgang verzichtet, hat aber auch gravierende Nachteile. Die AirPods schirmen so gut wie gar nicht ab. Weder halten Umgebungsgeräusche fern, noch schützen sie meine Sitznachbarn davor, durch meine Musik belästigt zu werden.

Angesichts dieses Formfaktors überrascht es auch nicht, dass die AirPods sehr bass-arm klingen. Gerade bei den kleinen Treibern von In-Ears hängen Bassintensität und die Position im Gehörgang eng zusammen.

In anderen klanglichen Teildisziplinen überzeugen die AirPods. Sie machen auf mich einen sehr detailreichen, räumlichen Eindruck. Die Bluetooth-Verbindung hatte auf naher Distanz in meinem Testzeitraum keinen einzigen Aussetzer. Weil die AirPods dabei aber eben so unfassbar dünn klingen, ist das nur ein schwacher Trost.

Das perfekte Telefonie-Headset

Die einwandfreie Detailwiedergabe in den Mitten und Höhen kommt den AirPods beim Einsatz als Telefonie-Headset zugute. Zudem filtern die integrierten Richtmikrofone störende Umgebungsgeräusche souverän heraus. Ich kann mich an keinen Bluetooth-Kopfhörer mit besserer Sprachqualität erinnern. Auch meine Gegenüber verstanden mich einwandfrei, so, als säße ich am Hörer eines Festnetztelefons.

Akkulaufzeit nur mit Transportbox brauchbar

In den kleinen Knöpfen ist natürlich nicht viel Platz für einen Akku. Und all die smarten Funktionen zehren auch noch vom knappen Energievorrat. Mit bis zu fünf Stunden Laufzeit bis zur nächsten Aufladung sind die AirPods daher akkumäßig etwas kurzatmig aufgestellt.

Apple AirPods
Image by Berti Kolbow-Lehradt

Nur in Kombination mit der Transportbox ist die Akkulaufzeit praxistauglich. Sie beinhaltet einen eigenen Akku, der die AirPods bis zu vier Mal aufladen können soll, ehe sie selbst per Lightning-Kabel neue Energie tanken muss. Rund 24 Stunden maximale Akkulaufzeit sind ein gehobener Wert. In meinem Praxistest kam ich mit dieser Größenordnung prima über die Runden, ohne überraschend mit leeren Kopfhörern dazustehen.

Fazit: AirPods als Technologie-Demo für Apple-Fans

Unterm Strich bietet Apple mit den AirPods einen viel versprechenden Ausblick darauf, wohin die Reise bei smarten Kopfhörern geht. Das Pionier-Produkt teilt jedoch das Schicksal vieler anderer Modelle der ersten Generation. Für den Einsatz im Alltag einer breiten Masse taugen sie nicht. Das ungewöhnliche Design mit seinem Zahnhygiene-Flair ist sozial kaum akzeptabel, die Sprachbedienung ist nicht ausgereift, der bass-arme Klang ist nicht standesgemäß in dieser Preiskategorie.

Die einfache Vernetzung mit Apple-Geräten ist hingegen prima gelungen. Und als Telefonie-Headset machen die AirPods eine Top-Figur. Dies allein reicht aber nicht für eine Kaufempfehlung. Zur Anschaffung der AirPods ist nur Apple-Fans zu raten, die sich ihr Exemplar einer historisch bedeutsamen Technologie-Demo sichern wollen.


Images by Berti Kolbow-Lehradt


Dieser Text erschien zuerst bei den Applepiloten.

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Einfach besser Musik machen mit GarageBand: Großes iOS-Update 2.2 ausprobiert

Image (adapted) GarageBand by Apple

Apple hat seiner Heimstudio-Software GarageBand auch dieses Jahr ein großes Update spendiert. Als GarageBand-Veteran und Homerecording-Fan habe ich das umfangreiche Update für iPad und iPhone auf Version 2.2 mit ein paar Probeaufnahmen ausprobiert.

Producer-Paradies im Apple-Ökosystem

Apples Einsteiger-Software für Musikproduktion, GarageBand, kenne und nutze ich seit der ersten Version. Damals lief sie nur auf dem Mac, inzwischen längst auch unter iOS. Die einfache Bedienung ist auf beiden Systemen geblieben. Obwohl ich normalerweise in jedem Lebensbereich gerne viel Technik einsetze, halte ich das Aufnehmen von Musik gerne so simpel wie möglich: Am liebsten würde ich immer noch mit einem guten alten Vierspurband meine Songideen aufnehmen, weil ich mich so gut auf die Musikidee selbst konzentrieren kann, statt mich tief in Effekt- und Soundeinstellungen zu vergraben.

GarageBand machte genau das seit der ersten Version möglich. Vorher gab es nur Logic, was mich beim ersten Anlauf mit seinem riesigen Mischpult und Spuren mit komplexen Send/Return-Effektschleifen glatt überforderte. Bei GarageBand hingegen fühlte ich mich sofort wohl wie mit dem alten Vierspurband.

Mit dem iPad schaffte GarageBand in leicht vereinfachter Variante den Sprung aufs Mobilgerät. Später auch aufs iPhone, was ich gerne zum Aufnehmen von Demos, also dem Festhalten einer spontanen Songidee nutze. Vergangenes Jahr kam dafür noch die neue, geniale App Musikmemos dazu, wie auch ein Update für GarageBand, das mit LiveLoops vor allem Elektronik-Musikern und Einsteigern eine neue Variante und Einstiegsmöglichkeit in die Musikproduktion bot.

GarageBand ist auf allen in den vergangenen Jahren neu gekauften Macs, iPhones und iPads vorinstalliert und wird somit kostenlos mitgeliefert. Das gilt zum Beispiel für alle iOS-Geräten die ab September 2013 gekauft wurden. Wer es nicht auf seinem Gerät findet oder kostenlos nachladen kann, kann die mobile Version im App Store für 4,99 Euro kaufen.

GarageBand lernt von Logic Pro X

Interessant ist, dass Apple im Laufe Jahre viel von GarageBand in das Profitool Logic Pro X übernommen hat. Es gibt einen Einsteiger-Modus, der aussieht wie die Oberfläche von GarageBand. Damit habe ich den Sprung in Logic Pro X geschafft und nutze beim finalen Aufnehmen und Mix meistens jetzt den „großen Bruder“. Widerum hat Apple beim jüngsten Update für GarageBand in der Version 2.2 ein paar Funktionen für ambitionierte Anwender von Logic Pro X übernommen.

Image (adapted) keyboard-GarageBand by Apple
Beim Keyboard steht jetzt der Alchemy-Synthesizer zur Verfügung. Screenshot by Stefan von Gagern

Zu den wichtigsten Transfers gehört Alchemy. Der Synthesizer ist nach dem Update auf die neueste Version nicht mehr nur auf dem Mac, sondern auch unterwegs in iOS dabei. Er steht unten im Spuren-Modus bereit, sobald Sie das Keyboard-Instrument auswählen.

Image (adapted) alchemy-GarageBand by Apple
Mit Alchemy spielen Nutzer von GarageBand auf dem Keyboard auch dann gut, wenn sie nicht wirklich Keyboard spielen zu können. Screenshot by Stefan von Gagern.

Mit Alchemy lassen sich schell und unkompliziert starke Synthie-Sounds einstellen und ebenso leicht direkt auf die Spur aufnehmen. Über 150 Patches aus verschiedenen Kategorien wie Bass, Leads und Sound Effects lassen in Qualität und Quantität für alle möglichen Stilrichtungen von EDM bis Rock keine Wünsche offen.

Image (adapted) akkordstrips-GarageBand by Apple
Bei Alchemy lassen sich Akkord-Strips einblenden. Screenshot by Stefan von Gagern

Um sie zu nutzen, müssen Anwender noch nicht einmal Keyboard spielen können. Die von den Smart-Instrumenten bekannten Akkord-Strips können sie jetzt in einem so genialen Keyboard wie Alchemy einblenden. Einfach gewünschte Akkorde antippen, fertig. Wer automatisiert spielen möchte, kann „Autoplay“ einschalten. Beim Abspielen können Nutzer mit dem Transform-Pad zwischen acht Sounds wählen. Durch Streichen auf dem Touchscreen können sie zudem Effekte auf die Sounds anwenden – ähnlich wie mit den Live Loops in GarageBand.

Leichter Musik aufnehmen

Image (adapted) instrumente-GarageBand by Apple
Die Verwendung der Instrumente in GarageBand ist in Version 2.2 einfacher geworden. Screenshot by Stefan von Gagern

Auch die anderen Instrumente in GarageBand sind zugänglicher geworden. Zum Beispiel stehen beim Gitarrenamp die Sounds schon eingeteilt in „Clean“, „Verzerrt“ oder „Bass“ bereit – so wie ein Gitarrist die Idee für eine Spur schon im Kopf hat. Mit einem Tipp darauf erhält man einen Grundsound aus der Kategorie und die Aufnahme kann starten. Mit „Mehr Sounds“ öffnet sich ein Browser zum gezielteren Einstellen und Durchblättern der Sounds. Das macht das schnelle Einspielen einer Idee viel besser möglich, da ich mich nicht mehr lange mit dem Drehen der Knöpfe an den virtuellen Amps und Bodeneffekten in GarageBand aufhalten muss.

audiorecorder-GarageBand (adapted) (Screenshot by Stefan von Gagern)
Endlich wie ein Roboter klingen. Spaßige Sound-Effekte im neuen GarageBand machen es möglich. Screenshot by Stefan von Gagern

Der Audio-Recorder hat jetzt spaßige Audio-Effekte von Roboterstimmen bis Autotune-Stimmverfremdern an Bord. Antippen reicht und los geht die Aufnahme mit dem internen Mikrofon. Wer einen Kopfhörer anschließt, kann die Aufnahme über einen Monitor verfolgen. Die Effekte machen Spaß und könnten auch Kinder motivieren mit GarageBand aufzunehmen. Die Aufnahme selbst wird durch visuelles Einzählen – auf dem Bildschirm erscheint „1, 2, 3, 4“ – einfacher. So werden „Fehlstarts“ oder zu spätes Einsetzen verhindert.

Endlich Multi-Take

In der neuen Version 2.2 kommt ein Feature in GarageBand, das viele Nutzer schon lange vermisst haben und das bisher nur in Logic zu finden war. Bisher mussten sich GarageBand-Nutzer zum Beispiel bei einem Gitarrensolo immer nach der Aufnahme entscheiden, ob man noch einen Anlauf wagt und damit die bisherige Version löscht oder ob man dies mit Tricks umgeht, wie zum Beispiel die Spur zu duplizieren.

multitake-GarageBand (adapted) (Screenshot by Stefan von Gagern)
Mehrere Takes hintereinander aufzunehmen, geht in GarageBand 2.2 nun ganz einfach. Screenshot by Stefan von Gagern

Mit Multi-Take-Recording wird es einfacher: Jetzt können Nutzer einfach mehrere Durchläufe aufnehmen und zwischen den „Takes“, wie es in der Studiosprache heißt, einfach wechseln. Die Funktion ist per Voreinstellung deaktiviert. In den Spureinstellungen können Nutzer Multi-Take-Aufnahme für eine Spur, und damit im ganzen Song, einschalten. Zwischen den Aufnahmen können sie wechseln, indem sie auf der Spur „Takes“ im Kontextmenü antippen.

Profis freuen sich zudem über erweiterte Plug-Ins und Equalizer für jede Spur wie Noise Gate und Kompressor, sowie Master-Effekte wie Echo und Hall. Damit wird ein schneller Mix auf dem Mobilgerät einfacher und besser als zuvor.

Fazit: Applaus für dieses Update

Der Alchemy-Synthesizer ist der Synthie, den man sich schon lange in GarageBand für iOS gewünscht hat. Sounds in dieser Qualität und Bandbreite gab es bisher nur in Synthies von Drittherstellern. Erfreulich ist, dass der Synthie so einfach zu bedienen ist, dass auch Einsteiger damit schnell starke Sounds zaubern können. Der zweite große Fortschritt ist Multi-Take-Recording, bei dem viele Nutzer bislang mit Desktop-Workstations wie Logic Pro X Vorlieb nehmen mussten. Besonders erfreulich ist, dass GarageBand mit den Neuerungen seinem einfachen Bedienprinzip nicht nur treu geblieben ist, sondern gleichzeitig neue Attraktionen für Einsteiger zu bieten hat.

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Gamifiziertes Radfahren im Wohnzimmer: Virtuelles Training mit Zwift

Zwift Setup

Bock auf Indoor-Cycling, aber ihr braucht etwas mehr Motivation? Die Software Zwift für Mac und iOS macht daraus ein Multiplayer-Spiel in einer Online-Community. Als großer Radfahr-Fan habe ich das ausprobiert.

Der Winter ist im Allgemeinen eine schlechte Jahreszeit für Ausdauersportler, insbesondere für Radfahrer. Bei Minustemperaturen sinkt meist auch die Motivation auf den Gefrierpunkt und schafft man es doch einmal, den inneren Schweinehund zu überwinden und zum Training die Wärme des Heimes zu verlassen, geht meist mehr Zeit fürs An- und Ausziehen der mehrlagigen Funktionskleidung drauf als für die eigentliche Trainingsfahrt.

Für viele Radsportler ist deshalb seit jeher das Training auf einem Rollentrainer im wohltemperierten Wohnzimmer oder Keller die bessere Option in der kalten Jahreszeit. Bei längeren Einheiten ist dies allerdings selbst mit spezifischen Trainingsprogrammen oder -videos nur eine Aktivität für Menschen mit einem leichten Hang zum Masochismus. Auf der Stelle vor sich hin zu strampeln ist einfach todlangweilig und weil im Gegensatz zum „echten“ Radfahren im Freien kaum die Sitzposition verändert wird, stellen sich auch recht schnell Rückenschmerzen und Beschwerden in anderen Körperregionen ein.

Die moderne Technik kann allerdings, wie so oft, Abhilfe schaffen. Seit einigen Jahren schon gibt es sogenannte Smarttrainer, die automatisch den Widerstand beim Training auf der Rolle justieren können und sich per Smartphone oder Computer kontrollieren lassen. Die mitgelieferten Apps oder Programme waren aber meist recht einfach und gingen über die Bereitstellung von Streckenvideos oder Trainingsprogrammen kaum hinaus. Die Software Zwift, die in der Radsportwelt immer populärer wird, hievt die Technologie nun aber auf ein ganz neues Level.

Was ist Zwift?

Vereinfacht ausgedrückt ist Zwift ein 3D-Multiplayer-Online-Videospiel, das sich anstatt mit Joystick oder Game Controller mit einem Smarttrainer steuern lässt. Dieser misst die Power, die der Radler aufs Pedal bringt, in Watt und berechnet dann unter Einbeziehung einer Vielzahl von Faktoren, wie zum Beispiel Fahrergewicht und -größe sowie Straßenneigung und Umweltfaktoren in der 3D-Welt, die Geschwindigkeit, mit der sich Rad und Fahrer im Spiel bewegen.

Und natürlich ist man auf den Straßen der Zwift-Welt nicht alleine. Zu jeglicher Tag- und Nachtzeit tummeln sich dort Radler aus aller Herren (und Damen) Länder. Es wird in Rennen gegeneinander angetreten oder man verabredet sich einfach zu einer lockeren Trainingsfahrt in der Gruppe. Wer eher keine Lust auf Gesellschaft hat, kann auch alleine nach vorgegeben Trainingsplänen trainieren oder versuchen, die Bestzeiten auf vordefinierten Streckensegmenten zu knacken.

Wie in jedem guten Spiel wird die Motivation weiter durch sogenannte „Achievements“ gesteigert, die man zum Beispiel durch abgespulte Distanzen oder erfolgreich absolvierte Workouts freischalten kann. So gibt es zum Beispiel exklusive Trikot-Designs oder immer besseres Rad-Material für den Avatar. Gefahren wird bisher in drei verschiedenen Szenarien: Auf der fiktiven Südseeinsel Watopia, in der Londoner Innenstadt, vorbei an vielen bekannten Sehenswürdigkeiten der britischen Hauptstadt, und auf einem Kurs in Richmond, Virginia, wo 2015 die Radweltmeisterschaften stattgefunden haben.

In der Praxis: Problemloser Aufbau und Ersteinrichtung

Soviel zur Theorie. Ich habe den Praxis-Selbstversuch gewagt und mir einen Zwift-kompatiblen Smarttrainer zugelegt: den Elite Rampa. Darauf lässt sich das Hinterrad eines Rennrades oder Mountainbikes einspannen und die auf der Rolle generierte Wattzahl wird per Bluetooth-Verbindung, oder dem im Fitnessbereich weit verbreiteten „ANT+“-Protokoll an PC, Mac oder iOS Geräte gesendet. Installation und Einrichtung verliefen unproblematisch und sollten für jeden, der ein Ikea-Regal zusammenschrauben kann und im Alltag Digitaltechnologie nutzt, einfach zu bewältigen sein.

Installation Zwift
Bevor es losgehen kann, mu?ssen Trainer, Sensoren und Computer beziehungsweise iOS-Gera?t gekoppelt werden. Image by Zwift

Nach Aufbau des Trainers und Einspannen des Rades muss die Zwift-App für Mac oder für iOS aus dem App Store installiert werden. Nach dem Start erscheint dann ein „Pairing“-Bildschirm, auf dem alle verfügbaren Geräte mit Zwift verbunden werden können. Theoretisch kann Zwift auch mit einem althergebrachten „dummen“ Trainer und einem kabellosen Geschwindigkeitssensor genutzt werden. Die Messwerte sind aber weniger präzise als beim Smarttrainer und der Rollwiderstand kann nicht automatisch angepasst werde. Das „Gameplay“ ist also weit weniger realistisch. Zusätzlich zum Smarttrainer können auch noch weitere Sensoren, zum Beispiel für den Puls oder die Trittfrequenz, genutzt werden, diese sind aber nicht zwingend notwendig.

Avatar Zwift
Der Avatar kann individuell ausgestattet werden. Image by Zwift

Sind Trainer und Sensoren gekoppelt, kann auch schon fast in die Pedale getreten werden. Auf dem Startbildschirm muss nur noch ausgewählt werden, ob man einfach alleine seine Runden drehen, mit einem Fahrer, der schon unterwegs ist, gemeinsam in die Pedale treten, ein spezifisches Workout absolvieren oder an einer organisierten Ausfahrt beziehungsweise einem Rennen teilnehmen will. Klickt man dann auf den „Ride“-Button, steht der Avatar schon auf der Straße bereit und wird durch einen kräftigen Tritt ins Pedal in Bewegung gesetzt.

Schöne Grafik und realistisches Fahrgefühl erhöhen die Motivation

Das Fahrgefühl hängt natürlich zu einem nicht unerheblichen Teil vom eingesetzten Smarttrainer ab. Auf meinem Elite Rampa wird jede Beschleunigung oder Verlangsamung des Trittes unmittelbar umgesetzt und Steigungen machen sich in einem stufenlos ansteigenden Tretwiderstand bemerkbar. Im Durchschnitt bin ich in der virtuellen Welt ungefähr zwei bis drei Stundenkilometer schneller unterwegs als im echten Leben, was eigentlich unerheblich ist. Der Schmerz in der Beinmuskulatur ist bei entsprechender Anstrengung jedenfalls höchst authentisch und der Schweiss fliesst mangels Fahrtwind in Strömen. Handtücher und ein leistungsstarker Ventilator sind daher unverzichtbares Zubehör.

Mit entsprechender Hardware ist die 3D-Grafik in Zwift sehr ansprechend und die virtuellen Landschaften sind toll gestaltet, vor allem die Vulkanlandschaft auf Watopia ist ein echtes Highlight. Da macht sogar einfaches Umherfahren schon Spass. Das eigentliche Highlight aber sind die strukturierten Workouts und Gruppenfahrten im Peloton. Mit Ersteren kann man das Training genau an individuelle Bedürfnisse anpassen und mit nur einer relativ kurzen Session auf der Rolle eine deutlich zeitintensivere Trainingseinheit auf der Straße ersetzen.

Training Zwift
Eine Vielzahl Daten zum eigenen Training und zu anderen Fahrern ist sta?ndig sichtbar. Image by Zwift

Bei den Gruppenfahrten, vor allem den Rennen, kommt dann der kompetitive Gedanke mit ins Spiel. Mir ist es in meiner nur wenige Wochen alten Zwift-Karriere schon mehrfach passiert, dass ich mich mich nahe dem Maximal-Puls während eines Rennens krampfhaft am virtuellen Hinterrad eines Fahrers im Vorderfeld festklammere und mich dann eine Stunde später schweißüberströmt und dem Kollaps nahe vom Rad falte. Dieses Level an Motivation ist, wenn man alleine trainiert, mit anderen Trainingsmethoden schwer zu erreichen.

Fazit

Ich bin seit früher Jugend passionierter Radfahrer und habe über die Jahre hinweg zahlreiche Innovationen im Material- und Technikbereich miterlebt. Aber trotz Karbon-Leichtbaukomponenten, aerodynamischen Laufrädern und elektronischen Schaltungen bin ich mir ziemlich sicher, dass Zwift die Neuerung sein wird, die mittel- und langfristig die größte Auswirkung auf mein Leistungsvermögen haben wird. Der Grund dafür ist einfach: Zwifts einzigartige Mischung aus Videospiel und Fitnessprogramm macht einfach viel mehr Spaß als alleine im Wohnzimmer oder Fitnessstudio zu strampeln. So hat man dann auch die Motivation, sich auch nach einem langen Arbeitstag oder wenn man es sich schon vor dem Fernseher gemütlich gemacht hatte, noch einmal für eine kurze Session aufs Rad zu setzen.

Workout Zwift
Im Workout-Modus kann nach strukturierten Trainingpla?nen trainiert werden. Image by Zwift

Zwift ist immer noch relativ neu und noch nicht ganz frei von Kinderkrankheiten. Die Trainerkalibrierung hat noch Verbesserungspotenzial und in einschlägigen Foren findet man immer wieder Berichte zu Verbindungsproblemen zwischen den Geräten. Zwift stellt jedoch regelmäßig Updates zur Verfügung und man kann davon ausgehen, dass sowohl Performance als auch Features der Software ständig weiter verbessert werden. Auch Erweiterungen der bestehenden Strecken sind in naher Zukunft zu erwarten.

Zwift kann umsonst sieben Tage getestet werden, danach werden 10,50 Euro im Monat fällig. Ein kompatibler Smarttrainer ist ab rund 400 Euro zu haben. Das Zwift-Training ist also nicht ganz billig. Wenn man das System, wie ich, mehrmals in der Woche nutzt, sind die Kosten aber schnell amortisiert. Das macht Zwift zu einem leistungsstarken und erschwinglichen Fitnesstool, an dem nicht nur passionierte Radfahrer sondern auch solche Nutzer, die sich einfach nur fit halten wollen, eine Menge Freude haben können.

Mehr Infos findet ihr auf der Hersteller-Webseite von Zwift. Die Software für Mac gibt es hier, die für iOS hier.

Dieser Text erschien zuerst auf unserer Schwesterseite Applepiloten.


Video und Images by Zwift


 

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Läuft bei ihm: Super Mario Run für iOS im Test

Nintendos Superstar liefert sein Debüt auf dem iPhone ab: Entsprechensmr-level-applepilotend hoch sind die Erwartungen der Fangemeinde und die Bedeutung für Nintendo. Ich kenne und spiele Mario seit seinem ersten Auftritt auf dem NES und habe die iPhone-App neugierig getestet.

Es gibt rund 500.000 Games im App Store, viele davon sehr erfolgreich. Aber keines hat vor seinem Start dermaßen für Furore gesorgt wie dieses: Super Mario Run. Als Mario im September erstmals bei der Apple Keynote auf dem Bildschirm erschien, brandete Applaus auf. Mario-Erfinder und Nintendo-Legende Shigeru Miyamoto übernahm höchstpersönlich die Demonstration. Bis das Spiel endlich im Store zum Download bereit stand, dauerte es Monate – man konnte sich nach der Keynote nur per E-Mali benachrichtigen lassen, wann es so weit sein würde. Der normale App-Käufer mag sich bei all dem Brimborium fragen: Warum eigentlich diese Aufregung?

Offizielles Gaming-Debüt auf dem Smartphone

Für Nintendo bedeutet Super Mario Run viel, sogar sehr viel. Die Nintendo-Charaktere wie Mario sind die erfolgreichsten der Videospiel-Geschichte. Bisher gab es sie nur exklusiv auf Nintendo-Systemen, wie zuletzt dem Nintendo 3DS und der Wii U. Seitdem Smartphones aber immer mehr den traditionellen Spielkonsolen das Wasser abgraben, rückt Nintendo von der eisernen Strategie ab, selbst entwickelte Spiele nur für hauseigene Hardware zu produzieren. Für viele Nintendo-Puristen ist dies immer noch ein schwer fassbarer Schritt.

In Form des sozialen Netzwerks Miitomo hatte Nintendo bereits vor einer Weile Tuchfühlung mit dem App-Geschäft aufgenommen. Pokémon Go war daraufhin im Herbst 2016 der erste Vorstoß in den Bereich der Smartphone-Spiele. Allerdings handelte es sich um keine „reinrassige“ Nintendo-Eigenentwicklung, sondern um ein Lizenzprodukt des Studios Niantic.

Super Mario Run stellt also eine Premiere da. Und was für eine. Mit dem Segen von Miyamoto rollt das iPhone-Spiel den roten Teppich für den ureigensten Nintendo-Charakter aus, das Kronjuwel des Unternehmens: Mario. Entsprechend hoch ist die Spannung, wie gut der Klempner mobil hüpft und dabei Münzen für die Spieler einfährt – und für Nintendo.

Super Mario Run erscheint zunächst exklusiv für iOS, später sollen aber Android-Smartphones und Tablets folgen – nur einen genauen Termin wollte Nintendo dafür noch nicht nennen.

Fulminanter Start in die neue Zukunft

smr-level2-applepilotenAus der Vogelperspektive betrachtet, geht es für den angeschlagenen Nintendo-Konzern ums Ganze. Den Start von Super Mario Run begleitet die Frage, ob das Unternehmen mit dem App-Geschäft in eine neue Zukunft starten kann. Das wäre ein zweites Standbein neben der ausklingenden Konsole 3DS, der schon fast abgeschriebenen Wii U und der im Frühjahr als neue Hoffnung erwarteten Konsole Nintendo Switch, die gleichzeitig mobil und stationär die Spieler begeistern will. Der mobile Verkaufsstart ist schonmal geglückt: Laut dem Analysten App Annie soll Super Mario Run allein zwischen dem Launch am 15. Dezember und dem 17. Dezember rund 37 Millionen mal heruntergeladen worden sein. Schon am ersten Tag sorgte das Spiel für vier Millionen US-Dollar Umsatz.

Super Mario Run erzeugt „Muss spielen“-Reflex

Entsprechend aufgeregt war auch ich, als ich die lang ersehnte Mail-Benachrichtigung endlich erhielt. Super Mario habe ich schon auf dem Ur-Gameboy, dem NES, dem Super Nintendo bis hin zu den letzten Versionen auf Wii und Wii U gespielt. Als Fan war es für mich keine Frage, dass ich dieses Spiel haben muss. Erstaunt hat mich der schnelle Download, der aber nur einen kleinen Teil des Spiels enthält. Ein Tutorial hilft bei der Einführung in die Steuerung – für mich ist diese das große Fragezeichen und Hauptkriterium, ob Mario auf dem iPhone Spaß machen wird.

Echtes Jump’n’Run statt Endless Runner

Super Mario Run wurde für die Einhand-Bedienung im Hochformsmr-blase_rettung-applepilotenat konzipiert. Es handelt sich also nicht um eine Konvertierung eines 3DS-Titels, bei dem dann das Steuerkreuz der Konsole und die Knöpfe auf dem Bildschirm simuliert werden. Mario läuft hier automatisch und hüpft auch selbständig über kleinere Gegner und Hindernisse. Der Daumen auf dem Touchscreen lässt ihn springen – je länger, desto höher. Ich war, ehrlich gesagt, anfangs skeptisch bezüglich des Steuerungskonzepts und habe ein stark vereinfachtes Mario-Game in Form eines Vertreters des „Endless Runners“-Genres á la „Flappy Bird“ befürchtet. Tatsächlich entpuppt sich Super Mario Run schon nach den ersten Leveln stattdessen als waschechtes Jump’n’Run, in dem gutes Timing und präzise Sprünge gefragt sind.

Intuitive Steuerung mit vielen Finessen

Bei der Steuerung hat Nintendo wirklich hervorragende Arbeit geleistet: Sie ist anfangs sehr intuitiv und wirkt simpel, hat tatsächlich aber viele Finessen: Mario kann kurz und lange springen, sich an Wänden hoch hangeln, Doppelsprünge, Sprünge unterbrechen und sich an Gegnern abfedern. Treu nach dem Prinzip „leicht zu lernen, schwer zu meistern“ gibt es für Profis reichlich Möglichkeiten tiefer einzusteigen.

Die Steuerung motiviert zum erneuten Spielen und Meistern der Levels. Sie fühlt sich so präzise an, dass ich mit der Zeit sogar vergesse, nicht mit einem Controller, sondern nur mit dem Daumen zu steuern. An kniffligen Stellen im Spiel haben die Entwickler Pausen-Blöcke eingebaut, an denen Mario innehält, bis ihn der Spieler wieder losschickt.

Im Zusammenspiel fühlt sich alles einfach genau richtig an. Die typismr-welten-applepilotensche Nintendo-Perfektion bei einem Jump’n’Run macht die Klasse des Spiels und den Spaß aus. Die Level werden mit jeder Welt etwas fordernder, aber nie zum Frust wie in Flappy Bird. Eine Luftblase rettet Mario ein paar Mal, bevor er wirklich ein Leben verliert und mindert den Schwierigkeitsgrad – wird aber nie zu leicht, wie Super Mario 3D World auf der Wii U, wo man nach ein paar verlorenen Leben unverwundbar durch schwierige Levels durchmarschieren konnte.

Die Kritik ist überwiegend unbegründet

In den ersten Tagen gab es aber auch Kritik: Ein Streitpunkt ist der Preis. Nach drei kostenlosen Leveln wird für die Nutzung der Vollversion eine Bezahlung fällig. Mit 9,99 Euro tischt sie für eine App einen recht happigen Preis auf, bemängelt so mancher. Meine Meinung dazu ist eine andere: Erstens liefert Nintendo hier keine lieblose Zweitverwertung, sondern ein eigens für Mobilgeräte runderneuertes Spiel ab – mit dem erwarteten Feinschliff. Zweitens bin ich froh, dass der Spieler nicht in einem als Free-to-Play getarnten Dauerbezahltitel ständig zur Kasse gebeten wird, indem er per In-App-Kauf mit echtem Geld virtuelle Münzen und Juwelen nachbestellen muss.

Der zweite Kritikpunkt ist der Umfang, den man mager finden kann. Es stimmt: Geübte Spieler kommen zügig durch die 24 Level. Aber erstens bieten sie eine Menge Abwechslung und Spielspaß und zweitens laden sie immer wieder dazu ein, neue Routen und Hüpftechniken auszuprobieren, um alle Sondermünzen zu finden oder seine Levelzeit zu verbessern. Zudem gibt es mit „Toad Rally“ und „Königreich“ noch zwei Spielmodi, in der man gegen Kontrahenten antreten, beziehungsweise seine eigene Spielwelt gestalten kann.

Einzig beim dritten Kritikpunkt am Spiel stimme ich zu: Mit dem vermutlich als Kopierschutz ersonnenen Online-Zwang hat sich Nintendo keinen Gefallen gesmr-level_geschafft-applepilotentan. Online-Funktionen sind in der Regel nützlich, aber letztlich sollte man ein so mobiles Spiel wie dieses auch in der Bahn und Gegenden spielen können, wo das Netz nicht schnell genug oder gar nicht vorhanden ist. Bleibt zu hoffen, dass die Entwickler auf die Verärgerung reagieren und den permanenten Online-Zwang aufheben.

Fazit: Fahne ganz oben!

Marios Debüt auf dem Smartphone ist gelungen! Zwar kommt Kennern jüngerer Titel auf der Wii U und dem 3DS das Leveldesign bekannt vor. In gewisser Weise vereint das iOS-Spiel nämlich die besten Elemente der Serie. Dennoch ist die Steuerung so innovativ wie gelungen und es finden sich genug neue Spielelemente, sodass Super Mario Run als erster echter Spiele-Ausflug Nintendos ins App-Geschäft Akzente setzt. Dem Spielspaß können die kleinen Minuspunkte wie der Online-Zwang und der gehobene Preis keinen Abbruch tun. Wenn Nintendo das Niveau hält, freue ich mich auf weitere Umsetzungen fürs Smartphone und Tablet.


Image by Nintendo. Screenshots by Stefan von Gagern


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • APPLE t3n: 7 neue Funktionen von iOS 10: Nachdem das iPhone 7 vorgestellt wurde, ist nun das neue Betriebssystem iOS 10 rausgekommen. Das Update gibt es für alle Geräte ab iPhone 5, iPad mini 2, iPads der 4. Generation und iPod Touch der 6. Generation. 7 neue Funktionen wie z.B. die Intelligente Tastatur, man kann ab sofort mit einer einzigen Tastatur in mehren Sprachen schreiben, ohne ständig diese wechseln zu müssen, hält das neue Update bereit.
  • CHINA Welt: Wirtschaft in China stabilisiert sich wieder: Chinas Wirtschaft scheint wieder zulegen zu können. In China wächst vor allem die Nachfrage nach Autos stark. Außerdem gab es noch 1,13 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze im August. Der Sprecher Sheng Laiyun sehe „positive Veränderungen und viele Lichtblicke“, besonders in der Realwirtschaft, bei der Vorlage der Wirtschaftsdaten für den Einzelmonat August.
  • ADBLOCKER Trending Topics: „Adblocker werden den Markt verändern, weil sie zeigen, dass die Big-Data-Geschäftsmodelle nicht funktionieren“: 100 Millionen Nutzer soll Adblock Plus laut Angaben des Herstellers haben. Weltweit setzt der irischen Firma PageFair zufolge jeder fünfte Smartphonenutzer auf einen Werbeblocker. Bereits 2013 wurde bekannt, dass sich Google und Amazon mit Eyeo arrangierten und sich von der Werbeblockade freikauften. In Brüssel braut sich derzeit ein Gewitter zusammen, das die Geschäftsmodelle der großen Silicon-Valley-Riesen massiv infrage stellt.
  • UBER heise online: Schweiz lockert Regeln für Taxis wegen Konkurrenz mit Uber & Co.: Gestern stimmte in der Schweiz der Nationalrat mit deutlicher Mehrheit für eine Lockerung der strengen Vorschriften für Taxifahrer. Taxifahrer befänden sich im Nachteil gegenüber des Fahrdienstes Uber. Der Schweizer Nationalrat will gleiche Ausgangsbedingungen für den Wettbewerb zwischen Taxifahrern und Fahrdiensten wie Uber. Aktuell unterliegen Taxifahrer speziellen Vorschriften, beispielsweise einer Bewilligung für berufsmäßige Personentransporte, einer Fahrtenschreiberpflicht oder speziell geregelten Arbeitszeiten.
  • IOS Süddeutsche Zeitung: Rückkehr des „Ziegelsteins“: iPhone-Nutzer berichten von Update-Problemen Kaum ist iOS 10 rausgekommen, da gibt es schon Probleme. Viele Nutzer berichten von Update Problemen wie z.B. dass das Wlan-Update auf iOS 10 iPhone und iPad im Wartungsmodus einfriert. Das Problem lässt sich nur durch eine Wiederherstellung reaktivieren.
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Der Verkauf von Abos über Apple wird für Herausgeber einfacher

Tablet (Image by niekverlaan (CC0_Public Domain) via Pixabay)

Vor einigen Tagen wurden bei der jährlichen WWDC-Konferenz Softwareneuheiten vorgestellt. Wir konnten einen Einblick in die Vorhaben erlangen, der für Herausgeber von großem Interesse sein wird.

In einem der seltenen Vorgespräche zur WWDC-Konferenz mit Phil Schiller, dem stellvertretenden Leiter der Abteilung für internationales Marketing bei Apple, verkündete dieser, dass Apple in absehbarer Zeit das Finanzausgleichmodell für Apps verändern wird. Während die bekannte 70/30-Aufteilung weiterhin bestehen bleiben wird, werden Entwickler, die einen Langzeitabonnenten für länger als ein Jahr halten können, nur noch 15 Prozent ihrer Einnahmen an Apple abführen müssen. Die Möglichkeit zum Verkauf von Abonnements wird zudem allen Entwicklern und nicht nur ausgewählten Apps zur Verfügung stehen. Schiller äußert sich dazu mit den Worten: „Jetzt werden wir alle Kategorien öffnen und diese Öffnung schließt auch Spiele ein. Diese stellen eine immens große Kategorie dar.“

Der erste Teil davon stellt den wichtigsten Aspekt für Nachrichtenherausgeber dar: Als die Firma Apple verkündete, dass sie im Jahr 2011 zahlungspflichtige Abonnements einführen wolle, wurde dies mit großer Spannung von einigen Nachrichtenunternehmen erwartet. Diese sahen diese Möglichkeit als einen Weg dafür, die regulären Vertriebserlöse aus ihrem Print-Geschäft auf die digitale Ebene zu übertragen. Im Zusammenspiel mit der Herausgabe des iPads ein Jahr zuvor wirkte dies als Ansporn zu großen Bemühungen durch große Unternehmen (Beispielsweise bei „The Daily“: möge das Projekt in Frieden ruhen) bis hin zu Startups von Einzelunternehmern (wie beispielsweise The Magazine: Möge es in Frieden ruhen). Wie das „Ruhe in Frieden“ bereits andeutet, distanzierten sich die Verleger nach einiger Zeit aus zahlreichen Gründen von der Idee. Zu ihnen gehörten beispielsweise: Unvollständige Nutzerdaten, Schwierigkeiten bei der Akquise neuer Abonnenten oder dem Festhalten an Konzepten wie dem nicht mehr bespielten „Newsstand“-Ordner auf dem Start-Bildschirm.

Während Newsstand mittlerweile Vergangenheit ist, besteht doch weiterhin eine Beschwerde: Apple hat von allen Umsätzen aus Abonnements 30 Prozent abgezogen – dies war einigen App-Herausgebern zu hoch.

Die Verkündung Schillers bedeutet daher, dass dieser Abzug nur innerhalb des ersten Jahres eines Abonnements bestehen wird und danach dann auf 15 Prozent sinken solle. Wenn Sie einem Kunden für ein monatliches Abonnement über iOS 9,99 US-Dollar berechnen, wird Ihr Umsatz im zweiten Jahr um 21 Prozent ansteigen (von 82,92 US-Dollar auf 101,90 US-Dollar). John Gruber fügt hinzu, dass diese Veränderung in einem Sinne auch rückwirkend greifen wird: Bestehende Apps, die bereits ein Jahr dabei sind, werden von der 85/15-Aufteilung in wenigen Tagen und nicht erst in einem Jahr profitieren.

Und noch weitere interessante Fakten dazu:

  • Von nun an kann man in den verschiedenen Vertriebsländern angepasste Werbung schalten. Somit könnte beispielsweise die New York Times Lesern in Indien weniger – oder auch mehr – berechnen als Lesern in den USA.

  • Sie werden „die Möglichkeit bekommen, bestehende Abonnenten den gleichen und neuen Abonnenten einen höheren Preis zu berechnen.“

  • Erneuerungsphasen können ab nun nicht nur monatlich oder jährlich, sondern auch alle zwei, drei oder sechs Monate durchgeführt werden.

  • Es ist zudem ab jetzt auch einfacher, mehrschichtige Abonnements innerhalb einer einzelnen App anzubieten. (Auch wenn das schon zuvor möglich war; die Times bietet in ihrer aktuellen App beispielsweise mit dem digitalen Abonnement für 15 US-Dollar im Monat und dem Times Insider für 25 US-Dollar im Monat diese beiden Optionen an.) Von einer Form zur anderen zu wechseln wird für Nutzer problemlos möglich sein.

Ein weiterer wichtiger und nennenswerter Punkt: Sie können die Entscheidung treffen, den Preis für ein Abonnement für einen bestehenden Kunden anzuheben. Dieser Kunde wird dann eine Benachrichtigung über die Tarifänderung erhalten und die Möglichkeit haben, die Preiserhöhung anzunehmen. Wenn er diese nicht annimmt, endet das Abonnement. Diese Möglichkeit in Anspruch zu nehmen, sollten Sie also sorgsam bedenken.

Ironischerweise erweist sich der Teil der Neuregelungen, die am wenigsten über eine direkte Verbindung zu Herausgebern verfügen, als besonders negativ für diese. Abonnements waren zuvor nur für bestimmte Arten von Apps verfügbar (Nachrichten, Cloud-Services, Dating-Apps sowie Audio-/ Video-Streaming-Apps wie Spotify oder Netflix). Jetzt werden sie für alle Apps erhältlich sein. Die Absicht dahinter ist, dass Entwicklern die Möglichkeit gegeben werden soll, beständigere Umsatzmodelle für komplexe Apps entwickeln zu können – und das, ohne zuvor einen hohen Preis dafür verlangen zu müssen. (Denken Sie an dieser Stelle an Ihre Adobe Creative Suite oder Ihre Microsoft Office-Apps, die heute über ein jährlich zu zahlendes Abonnement bezahlt werden. Vor gerade einmal fünf Jahren hätten Sie sie in Form eines einmalig zu zahlenden Paketes erwerben müssen.)

Diese neue Verfügbarkeit bedeutet, dass viele weitere Apps mit hoher Wahrscheinlichkeit ihre Abonnements kostenpflichtig gestalten werden – dazu gehören auch Produktivitäts-Apps für Geräte wie beispielsweise den iPad Pro und für zahlreiche Spiele. In dieser Umgebung stelle ich mir die Frage, ob Konsumenten eine Nachrichten-App nicht vielmehr als einfach eine weitere monatliche Rechnung sehen und diese dann im Wettbewerb steht mit Candy Crush PRO 3.11 für Arbeitsgruppen oder Two Dots Elite.

Die Vorhersagen sind eindeutig:

Das sind jedoch nur Vermutungen meinerseits. Apple hat versucht, seinen Hauptumsatz von fast ausschließlich einmaligen, kostenaufwändigen Anschaffungen (wie ein neues iPhone!) zu wiederholen, regelmäßigen Zahlungen zu verschieben (wie den Apple Music! iCloud-Speicher!). Es ist also sinnvoll, wenn Entwickler einen ähnlichen Weg einschlagen sollen. Nachrichten-Apps waren schon immer an Abonnements gekoppelt (da Herausgeber Nachrichten auf einer täglichen Basis veröffentlichen; Spielentwickler können hingegen langfristig von einer sich mehrheitlich nicht verändernden App profitieren). Aber die Abo-Party wird zunehmend belebter werden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “Nieman Journalism Lab” unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image Tablet by niekverlaan (CC0_Public Domain)


 

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Soeben gelandet – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • ÜBERWACHUNG Süddeutsche: Bundestrojaner scheitert an Whatsapp und Macs : Der neue Bundestrojaner, der deutschen Ermittlern die Möglichkeit geben soll Smartphones und Computer zu überwachen, ist anscheinend unbrauchbar. Mehrere Kriminalbeamte halten das umstrittene Programm aktuell für unnütz. Unter anderem scheitert die Software an dem Messenger „Whatsapp“, der vor kurzem alle Nutzerchats mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung versah. Daher nutzt der Bundestrojaner auch bei vielen Smartphones nichts.
  • TABLET Welt: Für wen sich das neue iPad Pro lohnt: Ende März stellte Apple das iPad Pro in kleinerer Version vor. Und es ist nicht nur im Hause Apple aktuell das beste Tablet, auch auf dem Markt scheint es einsam an der Spitze zu stehen. Mit mehreren exklusiven Funktionen sticht die kleine Version ihren großen Bruder aus. Öfter kommt die Frage auf, ob Tablets den Laptop in den Ruhestand versetzen werden. Bisher konnte diese Frage meist sehr schnell mit „nein“ beantwortet werden. Das lag unter anderem an den unterschiedlichen Betriebssystemen. Wie schlägt sich das kleine iPad Pro?
  • FACEBOOK faz: Privates auf Facebook? Muss nicht sein: Wer seinen Newsfeed durch klickt, der wird in den meisten Fällen eher auf Nachrichten oder Unterhaltungsvideos treffen, als auf persönliche Einträge. Das Mittagessen in Form eines Fotos mit seinen Facebook-Freunden zu teilen ist wohl aus der Mode. Diesen Mangel an persönlichen Einträgen versucht Facebook mit verschiedensten Ideen zu korrigieren. So zum Beispiel Erinnerungen an vergangene Momente, die die Nutzer vielleicht mal wieder posten möchten. Ist das ein Hilferuf des Social-Media-Riesen?
  • START-UP techcrunch: Lady Gaga’s startup Backplane burns out and sells assets: Das Start-up „Backplane“ wurde 2011 gegründet und von Lady Gaga finanziert. Fünf Jahre später ist Schluss und die finanziellen Ressourcen sind aufgebraucht. Es sollte ein Social Network für Brands werden, das sogar Google als Investor anlockte. Nun verkaufte das Start-up die Assests an Investoren, die das Portal aus der Asche auferstehen lassen wollen. Der Name wurde schon in „Place“ geändert.
  • NETFLIX heise: Videostreaming-Dienst Netflix buhlt um Aufmerksamkeit für Eigenproduktionen: Netflix wird in Paris eine Großveranstaltung stattfinden lassen. Hintergrund sind die Eigenproduktionen des Streaming-Dienstes, in die Netflix jedes Jahr hunderte Millionen steckt. Präsentieren werden unter anderem Schauspieler wie Ashton Kutcher und Kevin Spacey. Auch in Deutschland plant Netflix eine Großveranstaltung, die viele Journalisten anlocken soll.

Image chalabala / 123RF Lizenzfreie Bilder


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5 Lesetipps für den 4. Januar

In unseren heutigen Lesetipps geht es um Virtual Reality 2016, Hoverboards, Vorsätze von Mark Zuckerberg, Preiserhöhung beim iPhone und Kraftwerke in Deutschland. Ergänzungen erwünscht.

  • VIRTUAL REALITY Wie Virtual Reality unser Leben verändern könnte: Digitalbrillen sind Vermittler in eine andere Welt, können uns an Orte bringen, die wir in der Realität vielleicht nie sehen werden. Virtual Reality heißt das Stichwort für das Jahr 2016. Bereits im alten Jahr haben sie viele Hersteller mit der Produktion der Brillen beschäftigt, die Technik steht aber dennoch in den Startlöchern. Mit VR könnte nicht nur die Spielbranche komplett aufgemischt werden, sondern auch alltägliche Dinge im Job könnten anders abgehalten werden als zuvor. Ein Meeting nicht wie zuvor im Büro sondern im virtuellen Raum, das wäre mal was anderes und würde einiges einfacher machen. Wir werden sehen, was 2016 bringt.

  • HOVERBOARDS California cracks down on hoverboards with new safety restrictions: Von den beliebten und kultigen Hoverboards hat man 2015 ja leider viel Negatives gehört. Zahlreiche Brandunfälle durch unzureichende Akkus verursachten einen bitteren Beigeschmack. In Kalifornien wurden nun neue Sicherheitsregeln aufgeführt. Bei Verletzung der Regeln wird eine Geldstrafe von $250 fällig. Das Gesetz trat zum Jahresbeginn in Kraft und beinhaltet Regeln wie das Tragen eines Helms oder die Mindestaltersgrenze von 16 Jahren für die Benutzung der Hoverboards.

  • MARK ZUCKERBERG Butler statt Bücher: Das ist Mark Zuckerbergs Neujahrsvorsatz für 2016: Mark Zuckerberg stellt wie auch im letzten Jahr seine Pläne für 2016 öffentlich auf Facebook vor. In diesem Jahr hat er sich zum Ziel gesetzt, einen Artificial-Intelligence-Butler für den Eigengebrauch zu bauen. Als Vorbild nennt er Jarvis von Iron Man. Mit simpler Technologie und dem Studieren von bisherigen Errungenschaften auf diesem Gebiet will Zuckerberg seinen Butler beispielsweise für die Wärme- und Lichtregelung des Hauses und die automatische Erkennung von Freunden einsetzen.

  • IPHONE iPhone und iPad: Apple hebt Preise an – wegen Gema-Gebühren: Ab dem neuen Jahr gibt es eine Erhöhung der Preise von iPads und iPhones in Deutschland. Grund dafür ist eine Vereinbarung mit der ZPÜ (Zentralstelle für private Überspielrechte) über eine Urheberrechtsabgabe. Auf andere Geräte wie Computer, Drucker und USB-Sticks gab es diesen Aufschlag bereits, der beispielsweise für den Download von Liedern usw. aufgrund der Gema-Gebühren gilt. Der Anstieg ist mit rund fünf Euro zwar nicht so gravierend, aber bei Apple zahlt die Pauschale fast ausschließlich der Kunde.Wie das bei anderen Smartphone-Herstellern geregelt wird, steht noch nicht fest.

  • QUECKSILBERAUSSTOß Bedenklicher Quecksilber-Ausstoß deutscher Kraftwerke: Grenzwertiger Ausstoß von Quecksilber bei deutschen Kohlekraftwerken. Hätten wir hier in Deutschland die Richtlinien für den Quecksilber-Ausstoß wie es in den USA der Fall ist, müssten alle 50 Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. Eine Studie des Ökopol lies das verlauten. Oliver Krischner, Vizefraktionschef bei den Grünen, fordert für Deutschland ebenfalls strengere Grenzwerte. Für den BDI sind aber die Emissionswerten der USA nicht auf die in Deutschland übertragbar.

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5 Lesetipps für den 31. August

In unseren Lesetipps geht es heute um den Deal von Netflix und Epix, Neuerungen bei YouTube, die Frauenquote bei Twitter, eine neue iPad-App und negative Kommentare in den sozialen Netzwerken. Ergänzungen erwünscht.

  • NETFLIX B2C: Netflix Ends Epix Deal, Says Goodbye To Hunger Games And Transformers: Netflix wird den Deal mit Epix, der nächsten Monat ausläuft, nicht verlängern. Also, wer darauf gewartet hat, Filme mit Transformers: Age of Extinction, The Hunger Games: Catching Fire, oder World War Z zu sehen, bleibt leider leer aus. Der Kanal Epix, ein Joint Venture aus MGM, Lionsgate und Paramount Pictures wird den eigenen Service bei dem Konkurrenten Hulu anbieten, während Netflix eigenen Content erschaffen will.

  • YOUTUBE iafrica.com: YouTube to get paywall soon?: Bei YouTube wird es demnächst eine große Veränderung geben: Es wird eine Bezahlfunktion geben, mit der User werbefreie Videos sehen können. Außerdem wird es eine Offline-Funktion und Premium Content geben. Die Videoplattform wird auch den Dienst Music Key weiter ausbauen, der jetzt schon seit einiger Zeit in der Beta-Phase ist und der eher mit gemischten Reaktionen angenommen wurde.

  • FRAUENQUOTE The Verge: Twitter sets public goals for increasing diversity in its workforce: Twitter möchte mehr Diversität am Arbeitsplatz schaffen. Dazu möchte der Konzern mehr Frauen, auch in höheren Positionen, einstellen will. “Wir möchten, dass der Aufbau unseres Unternehmens die riesige Bandbreite der Personen, die Twitter nutzen, wiederspiegelt”, so Janet Van Huysse, die Vize-Präsidentin im Bereich Diversität und Einbindung. Letztes Jahr gab Twitter bekannt, dass 70 Prozent der Beschäftigten und 79 Prozent der Führungspersonen Männer sind.

  • APP Mashable: iPad app reveals the hidden waves of Wi-Fi and cell signals flowing around us: Wer kennt es nicht: Man sucht mal wieder nach einem WLAN-Signal, wäre es nicht aber interessant zu sehen, wie diese Signale von Hotspots in der Nähe um einen “herumschwirren”? Genau das soll eine App zeigen: Richard Vijgen hat die App Architecture of Radio erschaffen, die zusätzlich zu den Wi-Fi-Signalen auch noch Signale von Mobilfunkmasten und Beobachtungssatelliten darstellen soll. Bisher ist die App noch nicht auf dem Markt, soll aber für iOS im Dezember und für Android Anfang 2016 erscheinen.

  • KOMMENTARE ZEIT ONLINE: Facebook: Melden, anzeigen, anprangern: Momentan sind die sozialen Netze voll mit rassistischen oder pöbelnden Kommentaren. Hiergegen können aber nicht nur die Betreiber und Behörden vorgehen, auch die Nutzer sollten das tun. Bundesjustizminister Heiko Maas hat deshalb die Europazentrale von Facebook um ein Gespräch gebeten, ginge es nach ihm solle das soziale Netzwerk in Zukunft aktiver und auch viel schneller gegen diese Inhalte und Kommentare vorgehen – doch auch die User sollten zum Beispiel solche Kommentare melden.

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Apples Preisproblematik in Russland

Apple Store in Russia (Bild via yablyk.com)

Mit der Währungsentwicklung in Russland haben zahlreiche Firmen große Probleme. Die Inflation entwertet ihre Produkte, gerade Apple passt das nicht. // von Philipp Biel

Apple Store in Russia

Währungsschwankungen von fast 80 Prozent (von 50 auf 90 Rubel pro Euro) innerhalb von drei Monaten müssen Online- und Offlinehändler in Russland derzeit schweren Herzens hinnehmen. Ein Dorn im Auge der Händler, deren Produkte über Nacht an Wert verlieren, und eine Freude für die Bevölkerung, die sich nun im Kaufrausch befindet. Schuld sind die westlichen Sanktionen und die niedrigen Rohölpreise, sie schwächen die russische Wirtschaft und bringen dadurch nun auch internationale Konzerne in die Bredouille. Was sollen Firmen wie Apple & Co. nun machen?

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iOS 8: Wie 5 Medien ihre Apps für Apples neues OS aktualisierten

ABC, AP, Breaking News, The Guardian und The New York Times haben alle ihre Apps aktualisiert (oder neue vorgestellt), um von den neuen Funktionen in iOS 8 zu profitieren. // von Joseph Lichterman

iOS 8 auf dem iPhone

Während iPhone-Nutzer fieberhaft Apps und Fotos von ihren Handys löschen, um Platz für das Update auf iOS 8 zu schaffen, nehmen auch viele Medien Apples neues Betriebssystem  für das iPhone und iPad als Gelegenheit, um neue oder aktualisierte Apps zu veröffentlichen, die sich die neuen Funktionen zunutze machen. Weiterlesen »

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Google Now: Update der Google-Suche für iOS

Seit dem iPhone 4S ist Siri, der Sprachassistent für iOS erhältlich und sorgt neben Hilfestellung auch immer wieder für Belustigung. Googles Idee eines Smartphone-Assistenten, Google Now kommt zwar deutlich weniger humoristisch daher, ist nun aber auch offiziell für iPhone und iPad erhältlich.

googlenowios

Zusammen mit der Veröffentlichung von Android 4.1 hat Google auch seine eigene Vorstellung eines persönlichen Assistenten für Smartphones und Tablets unter dem Namen Google Now vorgestellt. Dieser funktioniert grundlegend anders als Apples Siri, da das Nutzungsverhalten viel stärker analysiert wird und Informationen oder Hilfestellung nicht nur auf Anfrage präsentiert werden. Bisher war Google Now ausschließlich Android-Geräten vorbehalten – vor ein paar Wochen sind aber bereits erste Anzeichen aufgetaucht, dass Google auch an einer iOS-Umsetzung arbeitet. Diese ist heute nun mit dem Update der Google-Suche auf Version 3.0 von Apple freigegeben worden und im iTunes-Store gelandet.

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Katzenbilder nun auch am PC: Instagram führt den Web-Feed ein

Katzenbilder nun auch am PC: Instagram führt den Web-Feed ein

Instagram-CEO Kevin Systrom möchte seinen Dienst nun auch auf dem PC anbieten. Ganz zur Freude der Tablet- und iPad-Nutzer!

Katzenbilder nun auch am PC: Instagram führt den Web-Feed ein

Eine Milliarde Dollar hat Facebook im April 2012 für den Foto-Dienst Instagram auf den Tisch gelegt – ein Unternehmen mit vielen Nutzern, einem Dutzend Mitarbeiter und quasi keinen Einnahmen. Inzwischen hat Instagram rund 90 Millionen aktive Nutzer auf iOS- und Android-Geräten, lässt von diesen etwa 40 Millionen Bilder (nicht nur von Mittagessen und süßen Kätzchen) pro Tag hochladen und darf sich über 8.500 Likes und 10.000 Kommentare pro Sekunde (!) freuen. Weiterlesen »

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