Apple-Patent 8.280.465 – Ende des Adapterchaos?

Ein Funkadapter soll Apples Produkte mit dem Zubehör verbinden. Ist das das Ende des teuren Adapterchaos?

Apple bittet richtig zur Kasse wenn es um die zahlreichen Kabel-Adapter der hauseigenen Produkte geht. Mit einem jetzt zugesprochenen Patent, das eine Funkverbindung zwischen iPods, iPhones und iPads mit den jeweiligen Zubehören sicherstellen soll, könnte sich das ändern. Ob Apple damit wirklich einen Kurswechsel vornehmen wird, bleibt fraglich.

Das Apple-Patent 8.280.465 beschreibt wie ein Funkadapter zwischen dem Endgerät und dem Zubehör einen Kontakt herstellen soll. Der Adapter setzt WLAN und Bluetooth um und bietet einen Rückkanal für Steuerbefehle vom Zubehör zum mobilen Gerät sowie ein Authentifizierungsmodul. Angeschlossen wird der Adapter entweder am Endgerät oder am Zubehör. Somit stell Apple gleich mehrere Anschlussvarianten zur Verfügung. Das Authentifizierungsmodul stellt indes sicher, dass nur zertifizierte Gadgets mit einander verbunden werden.

 

Dieser Funkadapter könnte das Problem alter und neuer Dockinganschlüsse sowie inkompatibel gewordenen Zubehör ein für alle Mal lösen können. Jüngstes Negativ-Beispiel für Apples teures Adapterchaos ist mit dem neuen Lightning-Anschluss des iPhone 5 vor einigen Wochen aufgetreten. Um den vorher genutzten 30-Pin- mit dem aktuellen 8-Pin-Dock-Connector zu verbinden, ist der Apple-Nutzer angehalten sich einen Adapter für 29 Euro zu kaufen. Oder eben komplett neues Zubehör. Geplant sind außerdem separate Adapter für HDMI- und VGA-Anschlüsse. Apple macht mit solchen Releases ein gutes Geschäft.

Von daher bleibt abzuwarten, ob das Unternehmen sich entscheiden wird, kommende Produkte mit diesem tollen Feature auszustatten.


 


Andreas Weck

schreibt seit 2011 für die Netzpiloten und war von 2012 bis 2013 Projektleiter des Online-Magazins. Zur Zeit ist er Redakteur beim t3n-Magazin und war zuletzt als Silicon-Valley-Korrespondent in den USA tätig.


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