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LG lässt sich Smartphone-Kamera mit 16 Objektiven patentieren

Vor rund zehn Jahren bot Sony Ericsson mit dem Cyber-shot S006 ein Handy mit einer Auflösung von 16 Megapixeln. Damals setzte man vor allem mit der Auflösung noch neue Maßstäbe. Mittlerweile ist der Megapixel-Kampf etwas ruhiger geworden. Dafür sieht man derzeit immer mehr zusätzliche Kameras in die neuen Geräte verbaut.

Die niederländische Technikseite LetsGoDigital hat ein neues Patent des südkoreanischen Herstellers LG entdeckt, das dem Wettkampf um die meisten Kameras auf eine neue Stufe heben könnte.

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Das aktuelle iPhone X besitzt eine Dual-Kamera, das Mate 20 Pro von Huawei sogar eine Leica-Triple-Kamera mit 40 MP-Sensor. Gerüchten zu Folge soll das Nokia 9 sogar mit einer Penta-Kamera, also mit fünf Linsen auf den Markt kommen. Das Design einer Schutzhülle für das Nokia 9 scheint diesen Leak zu bestätigen.

Nun wird es aber wahnwitzig. LG wurde am 20. November vom USPTO (United States Patent and Trademark Office) ein Patent für eine Smartphone-Kamera mit 16 Linsen erteilt. Diese sollen in einer 4×4-Matrix angeordnet sein und ganze neue Möglichkeiten der Fotografie eröffnen.

Wozu 16 Kameras?

Eine leichte Krümmung in der Matrixanordnung sorgt dafür, dass die verschiedenen Objektive das Motiv aus unterschiedlichen Perspektiven einfangen. Es müssen auch nicht immer alle Kameras genutzt werden. Man kann sich ein bestimmtes Objektiv für das Foto auswählen. Wer alle Linsen zugleich nutzt, kann allerdings aus einer Serie von Fotos das Beste auswählen.

Durch die Aufnahme mit mehreren Objektiven soll es zudem möglich sein, in der Bearbeitung einzelne Elemente des Bildes – beispielsweise den Kopf – in verschiedene Perspektiven zu drehen. Ein kleiner „Spiegel“, der mit der Kamera zusammenarbeitet, soll außerdem auch Selfies mit der 16-fach-Kamera ermöglichen.

Bislang nur ein Patent

Ob oder wann die Kamera tatsächlich von LG verbaut wird, lässt sich allerdings noch nicht abschätzen. Bislang handelt es sich „nur“ um ein Patent. Trotzdem könnte es dem Kampf um die Kamera-Hoheit eine weitere Dimension verleihen.

Im Artikel von Letsgodigital findet ihr übrigens auch das Patent als 34-seitiges PDF-Dokument verlinkt.


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Alexa – der smarte Lautsprecher wird zum hauseigenen Apotheker

Mit Alexa holen wir uns nicht nur einen smarten Sprachassistenten ins Wohnzimmer. Vielmehr könnte der intelligente Lautsprecher schon bald unsere persönliche Apothekerin sein. Egal ob Husten, Schnupfen, eine Grippe oder sogar psychische Probleme. Durch das neue Patent, was Amazon vor kurzem erhalten hat, kann Alexa künftig erkennen, ob sein Benutzer krank ist. Entsprechend würde der smarte Assistant dann darauf reagieren.

„Alexa, ich bin krank!“

Es ist einerseits faszinierend – andererseits auch beängstigend, was wir uns inzwischen in die eigenen vier Wände holen können. Das neue Patent auf die Technologie zur Stimmenanalyse ermöglicht es Alexa anhand der Stimmlage des Benutzers zu erkennen, ob dieser krank ist oder sich nicht gut fühlt. Dabei muss es sich nicht nur um Erkältungssymptome oder eine Grippe handeln. Alexa meldet sich auch zu Wort, wenn sie davon ausgeht, dass der Nutzer psychische Probleme haben könnte.

Bei einer Erkältung schlägt der smarte Lautsprecher dann beispielsweise vor, ein Mittel gegen die Erkältung zu bestellen und anschließend per Expressversand nach Hause schicken zu lassen. Dabei greift Alexa natürlich auf die Mittel im hauseigenen Markt zurück. Aber auch bei verschiedenen Emotionen wie etwa Freude, Angst, Trauer oder Wut wird Alexa hellhörig. Der Lautsprecher soll auch in Zukunft psychische Erkrankungen wie Depressionen erkennen können. Ist das Symptom erkannt, bekommt der Nutzer direkt passende Werbung für Mediakamente wie beispielsweise Hustenbonbons oder Nasenspray ausgespielt.

Ist das noch gesund?

Natürlich geht es hierbei nicht nur um das Wohl der Nutzer, sondern vielmehr auch um das Präsentieren von Werbung, zugeschnitten auf die Kunden. Dabei werden dann auch die Suchbegriffe aus dem Browserverlauf der Nutzer beachtet und ebenfalls für die zugeschnittene Werbung genutzt. Hierbei stellt sich die Frage, wie weit das alles noch gehen wird. Auch die Frage um den Datenschutz bleibt bisher unbeantwortet. Ob es wirklich so angenehm ist, bei jedem Huster direkt den Vorschlag zu bekommen, ob man nicht Hustenbonbons bestellen möchte, sei dahingestellt.

Wann und ob überhaupt dieses Patent zum Einsatz kommt und die Technologie der Stimmenanalyse in den Alexa-Geräten verbaut wird, ist zudem noch nicht geklärt.


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Eine staatliche Agentur für Sprunginnovationen soll das deutsche Trauma bewältigen

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Durch eine staatliche Agentur für Sprunginnovationen will die Bundesregierung aus der exzellenten Grundlagenforschung in Deutschland Impulse für die Volkswirtschaft ableiten. „Zahlreiche Erfindungen, die völliges Neuland eröffnen und ganze Märkte umkrempeln können, sind in Deutschland entstanden, scheitern jedoch häufig noch in der Anwendung. Die staatliche Agentur zielt darauf ab, aus diesen hochinnovativen Ideen aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft auch erfolgreiche Produkte, Dienstleistungen und Arbeitsplätze in Deutschland entstehen zu lassen“, so Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

Fahndungsauftrag

Die staatliche Agentur verfolgt einen personenzentrierten Ansatz. Sie setzt auf hochkompetente und kreative Innovationsprotagonisten, die zeitlich befristet in der Agentur tätig sind und besondere Handlungsfreiräume genießen. Sie können nach Angaben der Bundesregierung Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit Sprunginnovationspotential von der Idee möglichst bis hin zur Anwendung auswählen, steuern und – je nach Projektverlauf – beenden oder fortsetzen. Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen setzen die Vorhaben um. Geförderte Ideen werden über Ausgründungen, durch Unternehmen oder auch durch den Staat selbst, im Rahmen der öffentlichen Beschaffung verwertet und in den Markt eingeführt.

Die Mitarbeiter der Agentur sollen nach innovativen Ansätzen in der Wissenschaft fahnden und Erfinder ermuntern, ihre Ideen auch in der Praxis umzusetzen. Bis zum Ende der Legislaturperiode stellen Bundesforschungs- und Bundeswirtschaftsministerium dafür mindestens 151 Millionen Euro bereit. Für die gesamte Laufzeit der Agentur – zehn Jahre sind geplant – wird mit einem Mittelbedarf von rund einer Milliarde Euro gerechnet.

Das deutsche Trauma

„Dass der Bund nun eigens eine staatliche Agentur zur Förderung solcher Entwicklungsschritte gründet, hat auch mit einem deutschen Trauma zu tun, das in der Regierung seit Monaten immer wieder zitiert wird: die Geschichte des MP3-Players. Die Technik für dieses Gerät wurde schon in den achtziger Jahren in Deutschland entwickelt, von einer Gruppe von Forschern um Karlheinz Brandenburg am Fraunhofer-Institut in Erlangen und der dortigen Universität. Damit viel Geld verdient haben später allerdings nicht deutsche Unternehmen, sondern in erster Linie die asiatischen Elektronikkonzerne“, schreibt die FAZ. „Das dürfe nicht noch einmal passieren“, betont Bundesforschungsministerin Anja Karliczek.

Nur waren es nicht Firmen in Asien, die MP3 zur Entfaltung brachten, sondern Apple mit ihrem kongenialen Chef Steve Jobs. Und es waren nicht in erster Linie neue Erfindungen, die Jobs erfolgreich auf dem Markt etablierte. Es waren Kombinationen von bestehenden und neuen Technologien. Der Apple-Mitgründer entsprach dem innovativen Unternehmen, wie ihn der Ökonom Joseph Schumpeter in seinem Werk „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“ beschrieben hat – vor über 100 Jahren:

„Nur dann erfüllt er (der Unternehmer) die wesentliche Funktion eines solchen, wenn er neue Kombinationen realisiert, also vor allem, wenn er die Unternehmung gründet, aber auch, wenn er ihren Produktionsprozess ändert, ihr neue Märkte erschließt, in einen direkten Kampf mit Konkurrenten eintritt.“

Kombinatoriker müssen keine Erfinder sein

Innovatives Unternehmertum unterscheidet sich dabei deutlich vom Routineunternehmer, der auf überkommenen Grundlagen arbeitet und nie Neues schafft. Aus altbekannten Techniken wie W-LAN, MP3 und Bewegungssensoren schuf Apple neue Geräte mit Kultfaktor. Und auch das benutzerfreundliche Design ist keine Kreation aus Cupertino. Steve Jobs und seine Entwickler folgten konsequent dem Less-and-More-Diktum des legendären Industriedesigners Dieter Rams, der in den 1960er und 1970er Jahren bahnbrechende Produkte für die Braun AG schuf. Und was noch wichtiger für die Erfolgsstory von Apple ist: Jobs erzeugte neue Märkte. Der dynamische Unternehmer orientiert sich nicht primär an gegebener oder unmittelbarer Nachfrage des Konsumenten, sondern „er nötigt seine Produkte dem Markte auf“, so Schumpeter. Das ist Steve Jobs mit Produkten und Diensten für das mobile Internet und für den Tablet-Markt gelungen. Gelingt so etwas mit einer staatlich initiierten Agentur für Sprunginnovationen?

Verrückte Persönlichkeiten vonnöten

Dazu braucht man charismatische und ein wenig verrückte Persönlichkeiten, die Neues durchsetzen, intelligenter organisieren und sich vom Routinebetrieb abgrenzen. Es sind nicht nur Unternehmer, die das schaffen, sondern auch Beamte, wie der Generalpostmeister Heinrich von Stephan, der Ende des 19. Jahrhunderts unter Reichskanzler Otto von Bismarck aus Berlin ein Silicon Valley der Telekommunikation machte. Er erfand die Postkarte, gründete die Reichsdruckerei, das Postmuseum (heute: Museum für Kommunikation) sowie den Allgemeinen Postverein (1878 Weltpostverein). Dann forcierte er erst in Deutschland, und danach in der ganzen Welt den Aufbau der modernen Telegraphie. Stephan erkannte als einer der Ersten die politische und wirtschaftliche Relevanz des Telefons als Medium der Echtzeit-Kommunikation. So einen könnte die neue staatliche Agentur, die Anfang des nächsten Jahres ihre Arbeit aufnimmt, gut gebrauchen.

Propheten der Innovation brauchen wir nicht

Als Vorbild dient der Bundesregierung die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) in den USA. Als bekanntestes und erfolgreichstes Projekt kann das ARPANET angesehen werden, aus welchem das Internet hervorging. Welche Persönlichkeiten brauchen wir für Innovationen? brand eins-Autor Wolf Lotter hat auf der Kölner Fachmesse Zukunft Personal einige ins Spiel gebracht, die man möglichst meiden sollte.

Etwa Propheten, die es in Glaubensgemeinschaften, in der Dogmatik und in der Ideologie gibt. „Entweder Du machst mit oder Du landest in der Hölle. Ich bin gut und Du bist böse, hier ist mein Evangelium. Das sind die nicht sehr anschlussfähigen Damen und Herren, die in ihren Bubbles leben und den anderen die Welt erklären“, so Lotter.

innovate or die-Gelaber

Es sind Bühnenkünstler, die von Disruption und kreativer Zerstörung labern, aber Clayton M. Christensen oder Schumpeter nie im Original gelesen haben. Es sind alarmistische Lautsprecher, die vom Darwinismus schwadronieren, aber die Evolutionstheorie schlicht nicht verstehen. Als weiteren Vertreter der Innovationstypologie benennt Lotter den Eroberer. Er folgt dem Propheten auf dem Fuß und erklärt Innovationen zum Maß der Dinge. Religionskriege, ideologische Eroberungen aber auch die darwinistische Variante des „innovate or die“ sind sein Credo. „Wer sich nicht digitalisiert, ist von gestern und dessen Unternehmen wird sterben. Das sind die Sprüche, die wir kennen“, erläuterte Lotter auf der Keynote Arena der Zukunft Personal-Messe. Artificial Intelligence sofort einführen und zum Segen der Industrie erklären. Wer noch ein paar Fragen zur Sinnhaftigkeit hat, ist von vorgestern und hat nichts kapiert.

Fragen zur Intelligenz nicht erwünscht

Dass mit der Unterscheidung von natürlicher und künstlicher Intelligenz noch nicht alles geklärt ist, sei dahingestellt. Auch das Rätselraten von Biologen und Neurologen bei der Erklärung von natürlicher Intelligenz darf die KI-Verkäufer nicht stören. „Alles nur Marketing-Geschwurbel“, kritisiert Lotter.

„Selbst Erfinder werden uns wohl nicht mit volkswirtschaftlich relevanten Sprunginnovationen beglücken. Sie verbohren sich in ihrem Fach“, so Lotter. Ihre Metamorphose endet im Fachidiotentum.

Ich habe Patente, also bin ich?

Das systematische und planmäßige Erfinden in Konzernen produziert nach Auffassung von Lotter zuverlässig eine Vielzahl an Patenten und Rechten. Deren Wirksamkeit ist allerdings fraglich, lieber FDP-Bundestagsabgeordneter Thomas Sattelberger. Da helfen dann auch nicht Erbsenzählereien in irgendwelchen Studien zur KI-Forschung weiter. Lotter verweist auf die amerikanische Innovationsforscherin Rosabeth Moss Kanter. Sie bringt dieses Dilemma sehr schön auf den Punkt: Meistens folgen den großartigen Innovationsankündigungen mittelmäßige Ausführungen, die anämische Resultate nach sich ziehen. Irgendwann schlägt dann das Controlling zu. Moss Kanter nennt diese Vertreter „Innovations-Ersticker“. Welche Typologien sind besser?

Lotter nennt sie Erkenner und Ermöglicher. Also Persönlichkeiten, die Ideen aufsaugen, orchestrieren und kombinieren. Sie führen keinen Krieg gegen Talente, sie belohnen nicht Opportunismus, sondern Individualismus. Das Notiz-Amt ist gespannt, ob das die neue staatliche Agentur hinbekommt. Der Präsident der Fraunhofer Gesellschaft sieht übrigens mp3 als deutsche Erfolgsgeschichte. Das sollten Altmaier und Karliczek noch einmal jenseits der Lizenzgebühren, die Fraunhofer kassiert, mit Reimund Neugebauer ausdiskutieren.

 

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Trägt Amazon seine Pakete bald mit Lieferdrohnen aus?

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Der E-Commerce-Gigant Amazon hat ein Patent für eine paketausliefernde Drohne veröffentlicht. Die äußerst interessanten Pläne des Unternehmens beschreiben dabei eine Paket-Drohne, welche menschliche Gestikulierung und Akustik erkennt und darauf reagiert. Die Beschreibung des Patents lässt darauf schließen, dass die Drohne die Paketauslieferung durch mehrere technische Features in Zukunft revolutionieren könnte. Wie genau das fertige Ergebnis allerdings aussehen soll, ließ Amazon zumindest teilweise noch offen.

Amazon und sein Patent

Amazon.com Inc. wurde 1994, ursprüglich als Online-Buchhandlung, von Jeff Bezos, dem aktuell reichsten Mann der Erde, in Washington gegründet. Der US-amerikanische, börsennotierte Online-Versandhändler gilt weltweit als einer der Marktführer des Internet-Handels. Mit einem Umsatz von 177,9 Milliarden (Stand 2017), einem Gewinn von 3 Milliarden (Stand 2017) und einer Marktkapitalisierung von 700 Milliarden US-Dollar (Stand 2018) wird der Konzern als dritt wertvollstes (Stand 2018) und eines der umsatzstärksten Unternehmen der Welt geführt. Durch das bereits im Juli 2016 angemeldete Patent plant Amazon damit eine weitere Vergrößerung und Ausbreitung der eigenen Firma. Bereits in der Vergangenheit präsentierte Amazon einige innovative Patente, weshalb die Umsetzung der Lieferdrohne noch in den Sternen steht.

Das soll die Paket-Drohne können

Durch die Fähigkeit zur Kommunikation mit Menschen soll die Paket-Drohne die Bestellungen spielend leicht und ohne großen Aufwand direkt an den Kunden ausliefern. Um diese Fähigkeiten zu realisieren, sind laut Amazon mehrere Komponenten wichtig. Eine wichtige Rolle spielen neben der Navigation auch Kommunikation und Gestenbestimmung. Wie dies genau funktionieren soll, wird im Patent allerdings ebenfalls bereits angedeutet. So plant der E-Commerce-Riese eine wahre Hightech-Ausstattung mit vielen speziellen Features. Für die Paket-Drohne sind daher unter anderem Lichtsensoren, Tiefensensor, Akustiksensor, sowie diverse Kameras für Gestik, Tiefenschärfe und Infrarot angedacht. Zudem soll die Drohne dazu fähig sein, ihre Geschwindigkeit anzupassen oder die Richtung bei Fehlleitung wieder zu ändern. Durch die Fähigkeit Gestik, Mimik und Akustik von Menschen wahrzunehmen, soll die Drohne genau ihr Ziel finden. So können zum Beispiel wegwischende oder heranwinkende Bewegungen als Signal für die falsche oder korrekte Auslieferung gewertet werden.

Die Zukunft von Amazon und der Paket-Drohne

Mit der Planung einer Lieferdrohne für Pakete strebt Amazon nun eine deutliche Erleichterung, wenn nicht sogar Neuerfindung der Paketauslieferungs-Branche an. In Cambridge, England gelang kürzlich die erste Drohnenauslieferung mit der „Amazon Prime Air“ in nur 13 Minuten – vielleicht der Anfang der Versand-Revolution. Dennoch ist dies nicht unbedingt Beweis dafür, dass die Paket-Drohne bereits in der Mache oder für die nächsten Jahre geplant ist. Wahrscheinlich ist die jetzige Präsentation des Patents und der Testflug als eine Ansage an die Konkurrenz zu verstehen, zumal zuletzt beispielsweise Walmart oder Samsung ebenfalls ähnliche Patente auf Drohnen veröffentlichten. Mit der DJI Spark ist sogar bereits eine funktions- und kommunikationsfähige Drohne im freien Handel erhältlich. Das größte Problem dürfte allerdings sowieso die Frage nach der zweifelsfreien Zuordnung des Besitzers sein. Einer Freigabe von den benötigten sensiblen Daten wird mit Sicherheit nicht jedermann offen gegenüber stehen. Dennoch darf man mehr als gespannt sein.


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  • WHATSAPP chip: WhatsApp: Mega-Feature wird vorbereitet – so aktivieren Sie es schon jetzt: Der Messenger-Dienst WhatsApp hat angekündigt auch in Zukunft weitere praktische Features für seine Nutzer zu aktivieren. Besonders im Fokus steht dabei ein neues Mega-Feature. Demnach plant WhatsApp mittels WhatsApp Payments, künftig Bankzahlungen und Überweisungen anhand der App zu tätigen. So soll es möglich sein Freunden nicht nur Geld zu überweisen, sondern sogar Rechnungen direkt zu bezahlen. Zu diesem Zweck baut der Dienst seinem Messenger nun einen QR-Code-Scanner ein. Durch diesen können ID und PIN eingegeben und der Geldtransfer in wenigen Sekunden abgeschlossen werden. In Indien feierte man bereits erste Erfolge. Die Ausbreitung von WhatsApp in neuen Geschäftssektoren ist dabei in erster Linie als eine Reaktion auf die wachsende Konkurrenz im Messenger-Geschäft zu verstehen.

  • APPLE t-online: Apple will eigene Chips entwickeln: Der US-amerikanische Technik-Riese Apple plant ab 2020 mit eigenen Prozessoren in seinen Notebooks. Damit bootet das Unternehmen die Firma Intel, den langjährigen Partner und Hersteller der aktuellen Chips, aus. Das iPhone und das iPad bekommen seit jeher eigens entwickelte Chips eingesetzt. Für seine Macs greift Apple hingegen seit etwa einem Jahrzehnt auf Intel-Prozessoren zurück. Über das nun angekündigte Vorhaben wurde allerdings schon länger spekuliert. Die Veröffentlichung sorgte zudem bereits für einen gewaltigen Einsturz der Intel-Aktie, was nach dem Abwärtstrend der letzten Jahre ein weiteres Tief für den Soft- und Hardware-Giganten zur Folge hat.

  • INTEL golem: Intel reicht Patent für Bitcoin-SoC ein: Der Soft- und Hardware-Hersteller Intel hat ein 2016 eingereichtes Patent veröffentlicht. Das Patent des Tech-Riesen beschreibt einen SoC-Bitcoin-Chip, welcher CPU-Kerne mit Bitcoin-Hardware-Beschleunigern verbinden kann. Dies soll in erster Linie eine bis zu 35-prozentige Minderung der Leistungsaufnahme beim Schürfen der Kryptowährung herbeiführen. Intel will die Bitcoin-Hardware demnach in allen möglichen Geräten, das heißt Desktop, Notebook, Smartphone, etc. verwenden. Mit Bitcoins hat das Unternehmen zudem schon in der Vergangenheit Schlagzeilen gemacht. Für den derzeitigen Marktführer der Branche in Sachen Kryptowährung agierte Intel bereits als Auftragsfertiger.

  • MYTAXI gruenderszene: Dieses Urteil bricht endlich den Taximarkt auf: Das Hamburger Startup MyTaxi hat vor dem Bundesgerichtshof ein Urteil durchgesetzt, welches die Taxi-Branche komplett umkrempelt. Nachdem dem zu Daimler gehörenden Unternehmen zweimal das Anbieten von zeitlich begrenzten Rabatten untersagt wurde, folgte jetzt in letzter Instanz der Rechtsspruch. Damit ist es MyTaxi in Zukunft erlaubt, über seine Plattform Taxis anzubieten und zudem Rabatte zu gewähren. Damit revolutioniert MyTaxi die Taxi-Szene, zumal diese bisher auf Tarifpflicht beruhte. Welche Folgen dies für die Branche haben wird, werden die nächsten Jahre zeigen. Auf jeden Fall ist mit gravierenden Veränderungen zu rechnen.

  • TESLA t3n: Elon Musk macht Produktion des Model 3 zur Chefsache und schläft in der Fabrik: Elon Musk reagiert auf die anhaltenden Produktionsschwierigkeiten des Autoherstellers Tesla. Der CEO des Unternehmens löst vorübergehend Doug Field, den bisherigen Chef der Enwicklungsabteilung, ab. Mit der Maßnahme gibt Elon Musk die Antwort auf den schon seit mehreren Wochen anhaltenden Abwärtstrend Teslas. Neben der trägen Produktion des Tesla Model 3, belastet die Firma auch der Rückruf von 120.000 Fahrzeugen, sowie der Autopiloten-Unfall eines Model X. Die Aktie der Automarke fiel in Folge dessen bereits um mehr als fünf Prozent. Als Konsequenz aus der schwierigen Phase Teslas kündigte Musk nun also an zur Not sogar in der Fabrik schlafen zu wollen.

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Walmart patentiert sich Drohnen-Bienen für die Landwirtschaft

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Der US-amerikanische Einzelhandel-Riese Walmart hat bekanntgegeben, sechs verschiedene Patente für autonome Fluggeräte im Landwirtschaftssektor eingereicht zu haben. Unter den Anträgen befinden sich Pläne für Drohnen-Nutzung auf Nutzflächen. Besonders interessant ist dabei das Patent auf eine Roboter-Biene, welche die Landwirtschaft revolutionieren soll.

Walmart und seine Patente

Der erste Waltmart wurde 1962 von seinem Gründer Sam Walten in Rogers, Arkansas eröffnet. Heute ist das Unternehmen mit Sitz in Betonville, Arkansas weltweit tätig und beherrscht den Großteil des US-amerikanischen Marktes. Mit 500 Milliarden US-Dollar Umsatz und weltweit über 2,3 Millionen Mitarbeitern ist Walmart Stores Inc. sowohl der umsatzstärkste als auch mitarbeiterreichste Privatkonzern im Einzelhandel. Mit der Patentierung mehrerer Ideen will die Handelskette nun auch den landwirtschaftlichen Sektor erobern. Die vorliegenden Dokumente beschreiben verschiedene Roboter- und Drohnen-Systeme, mit denen die Verwendung von Nutzflächen revolutioniert werden soll. Eine große Rolle spielen dabei sogenannte Roboter-Bienen.

Was Walmart mit der Drohnen-Biene erreichen will

Die Roboter-Biene soll in diesem Fall als Drohne in der Landwirtschaft dienen. Nach Walmarts Idee soll das Robotersystem von einer festen Ladestation ausgehen und durch ein Netzwerk über die betroffenen Nutzstellen gesteuert werden. Die Drohnen-Biene kann die Felder auf Schädlinge und deren Auswirkungen untersuchen und bei Schädlingsbefall Alarm melden. Im Optimalfall soll sie sogar direkt Pestizide verspritzen können, um den Befall bei Bedarf sofort und vor allem gezielt zu bekämpfen. Doch die Überwachung ist nur ein Teil des Patents.

Ein weiteres Patent beschreibt die Roboter-Biene als Bestäubungs-Drohne. So soll die künstliche Biene, wie ihr natürliches Abbild, Pollen von Blüten entnehmen, um andere für die Landwirtschaft benötigte Blüten zu bestäuben. Zur Kontrolle soll anschließend eine zweite Drohne mit Sensoren überprüfen, ob die Bestäubung der Blüten erfolgreich war. Die Kommunikation soll dabei per Geräuschübertragung vonstatten gehen.

Nach eigenen Aussagen will Walmart mit dieser Methode auf den Rückgang natürlicher Bestäuber wie Bienen und anderen Insekten reagieren. Außerdem vermutet das Unternehmen in Zukunft eine immer weiter steigende Nachfrage nach Bio-Produkten mit möglichst wenig Pestiziden.

Zukunftsaussichten für Walmart und die Drohnen-Biene

In Bezug auf die zukünftige Entwicklung der Landwirtschaft bedeutet dies eine gravierende Veränderung des Sektors. Durch den Einsatz des Drohnensystems mit den Roboter-Bienen gehen für das Unternehmen viele Vorteile einher. Das gezielte Nutzen von Pestiziden wird nicht nur der stärker werdenden Forderung von Kunden nach ökologischer Landschaft nachgekommen. Walmart schützt nämlich außerdem zunehmend die Umwelt und reagiert, wenn auch durch Technologie, auf das Zurückgehen der Bienenpopulation.

Dennoch vermuten Experten auch andere Motive beim Einzelhandel-Giganten. Das System hilft dem Unternehmen, Kosten in der Zulieferungskette drastisch zu senken und wird von Fachleuten auch als Ansage an die Wettbewerber gesehen. Durch die Drohnen-Technik soll vor allem der Logistikriese Amazon, welcher den Bereich ebenfalls bereits auserkoren hat, Konkurrenz gemacht werden. Wie und wann genau die Nutzung der Drohnen-Bienen eingeführt werden kann, ist noch offen. Allerdings erzielten japanische Wissenschaftler 2017 bereits erste Erfolge auf dem Gebiet der robotischen Bestäubung. Man darf zumindest gespannt sein, ob Walmart durch seine Patente und Drohnen-Bienen die Revolution des Landwirtschafts-Sektor gelingt.


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  • WHATSAPP Chip: WhatsApp immer besser: Diese Foto-Funktion gibt es endlich für Android: Foto-Fans können sich freuen, denn der Messenger WhatsApp möchte nun auch endlich auf angesagte Filter in der Foto-Funktion umsteigen. Bisher können Nutzer ihre Bilder lediglich zuschneiden oder mit einem Smiley aufbessern, was dennoch für die meisten als langweilig gilt. Die Anzahl der Nutzer, die Bilder direkt über den Messenger aufnehmen, gehen zudem immer weiter zurück. Daher möchte Whatsapp schon bald dem Trend mit angesagten Filtern für schönere Fotos ebenfalls nachgehen.

  • NINTENDO Heise: Klage gegen Nintendo: Switch-Controller sollen Patent verletzten: Gamevice verklagt Nintendo. Laut dem US-amerikanischen Hersteller von Gaming-Zubehör für Smartphone und Tablets, sollen die neuen Controller von Nintendo, die unter dem Namen „Nintendo Switch“ bekannt sind, zu sehr den Controllern einer Spielekonsole aus dem Jahr 2012 ähneln. Bislang war Nintendo mit seinen Controllern am Markt sehr erfolgreich. Gamevice aber fordert nun Schadensersatz und einen Verkaufsstopp.

  • APP Golem: Forscher finden über 4000 spionierende Android-Apps: Seit Anfang des Jahres soll ein Anbieter etwa 4.000 Apps auf den Markt gebracht haben, die teilweise auch über den Google Play-Store verbreitet wurden. Diese Apps können sowohl das Mikrofon am Smartphone aktivieren als auch Telefonate mitschneiden und SMS versenden. Die Sicherheitsfirma Lookout gab dieser Malware-Familie den Namen „Sonic Spy“. Die Gefahr bei diesen Apps besteht vor allem darin, dass beispielsweise teure Sondernummern angerufen und Log-Daten und Informationen über WLAN-Access-Points übertragen werden können.

  • HOMEOFFICE Zeit: Wer flexiblere Heimarbeit fordert, droht mit Schlafentzug: Ein Traum für viele Arbeitnehmer: Acht Stunden für die Arbeit, acht Stunden Freizeit und dazu noch acht Stunden Schlaf. Schlafforscher finden dies genau richtig, denn derzeit sieht der Arbeitsalltag für die meisten Arbeitnehmer ganz anders aus. Weniger Schlaf, lange Arbeitszeiten und eine ständige Erreichbarkeit. Wichtig wäre es hier einmal genauer darüber nachzudenken, die digitalen Möglichkeiten zu nutzen und Home Office zu einem wesentlicheren Bestandteil im Arbeitsalltag zu machen.

  • ANDROID T-Online: Kurz vor Start: Das kann Android 8.0: Jetzt dauert es nicht mehr lange, bis die finale Version des neuen Betriebssystems Android 8 veröffentlicht wird. Auch wenn der Name noch nicht bekannt ist – viele spekulieren, dass der Name Oreo, benannt nach der bekannten Keksmarke, sein wird – gibt es schon einige Details zu den neuen Funktionen des Betriebssystems. Nutzer können sich unter anderem über individuelle Benachrichtigungen, Bild-im-Bild-Videos oder über die stromsparende App-Bremse freuen.

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  • MP3 t3n: MP3 ist jetzt offiziell tot: Das Ende einer deutschen Erfolgsgeschichte: Es hat den iPod groß gemacht, und was vielen nicht bekannt ist – das Format MP3 ist eine deutsche Erfolgsgeschichte. Jetzt hat das Frauenhofer Institut die Einstellung des Formats angekündigt. Die Patente laufen aus. Das bedeutet nicht, dass es vom Markt verschwindet, sondern dass es nicht weiterentwickelt wird. Der Fokus liege nun auf anderen Medien. Zum Beispiel das AAC-Format sei dem Komprimierten MP3 Format deutlich überlegen. Apple nutzte beispielsweise bei seiner Einführung des iTunes-Stores das AAC-Format.

  • STREAMING golem: Root lässt Netflix-App aus dem Play Store verschwinden: Manche Nutzer von gerooteten Android-Geräten können die Streaming-App Netflix nicht mehr herunterladen. Das Unternehmen habe sich bewusst für diesen Schritt entschieden. Grund dafür ist, dass sich Netflix an Googles Widevine-DRM-System hält und nur noch auf von verifizierten Geräten kompatibel ist. Manche Root-Systeme können die App dennoch finden. Bis jetzt kann der Service noch problemfrei genutzt werden.

  • RANSOMWARE handelsblatt: So wappnen sich Nutzer gegen Cyber-Erpresser: Die Erpresser-Software „Wanna Cry“ beschäftigt die Digitale Welt. Die Erpressungs-Software richtete sich weltweit auf Rechnern ein und verschlüsselte Daten. Betroffen waren neben Privatnutzern auch Krankenhäuser und Großkonzernen wie der Deutschen Bahn. Experten analysieren die Spuren der Hacker und sprechen erste Theorien aus, dass der Angriff aus Nordkorea kommen könnte. Außerdem warnen sie vor erneuten Angriffen, die bis zum jetzigen Zeitpunkt ausblieben. Experten sprechen Tipps aus, wie man sich gegen einen Cyberangriff wappnen kann.

  • ZALANDO gruenderszene: Zalando liefert bald direkt zum Kunden – egal, wo der sich gerade befindet: Das Start-Up Parcify soll nun dafür sorgen, dass Pakete auf den Meter genau zum Kunden geliefert werden. Gemeinsam mit dem Online-Versandhaus Zalando wird der Service nun in Belgien getestet. Um an dem Lieferungssystem teilzunehmen muss man sich die Parcify-App herunterladen und per GPS orten lassen. Wenn sich der Kunde zu einem festgelegten Zeitpunkt im Liefergebiet des Unternehmens aufhält, kann die Sendung auch in einem öffentlichen Ort angenommen werden. Wann und ob der Service auch in Deutschland angeboten wird, ist noch nicht bekannt.

  • AUTONOMES FAHREN new york times: Lyft and Waymo Reach Deal to Collaborate on Self-Driving Cars: Der Google-Schwesterkonzern Waymo, ehemals das Google Self-Driving Project, und der Fahrdienstvermittler Lyft sind eine Allianz eingegangen um die Entwicklung für autonomes Fahren voranzutreiben. Gemeinsam wollen sie die Vormachtstellung auf dem US-Markt festigen. Waymo möchte nun gemeinsam mit Lyft die entwickelte Technik in der Praxis testen. Die Vereinbarung zwischen Waymo und Lyft ist ebenfalls strategisch gegen den Konkurrenten Uber gerichtet, welcher angeblich vertrauliche Technologiedaten von Google-Entwicklern gestohlen habe.

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  • BND heise: Der BND spioniert am größten Internetknoten der Welt: In Deutschland liegt der wohl größte Internetknoten der Welt. Schon vor zwei Jahren lag die Kapazität der Internet-Drehscheibe De-Cix bei 12 TBit/s, auch wenn in der Regel nur rund 3,5 TBit/s übertragen wurden. Der Bundesnachrichtendienst BND hat versucht, an diesem Punkt Daten abzugreifen, um sie auszuwerten. In der Nähe von De-Six liegt ein Rechenzentrum der Telekom. Dort hat der BND zunächst das Verfahren erprobt, um Zugriff auf den Knoten zu erhalten. Dort werden sowohl innnerdeutsche, als auch sogenannte „Mischdaten“ übertragen, also Daten deutscher und ausländischer Bürger. Die Gesetzeslage ist unklar, da die Richtlinien aus einer Zeit vor der paketvermittelten Netzkommunikation stammen und nichts zum „Mischverkehr“ sagen.

  • INDUSTRIALISIERUNG t3n: Merkel eröffnet Hannover Messe: „Apokalyptische Thesen“ nicht erfüllt: In Hannover hat am Sonntag zum nun 70. Mal die Hannover Messe begonnen. Die Messe, die sich mit Neuerungen der Industrie befasst, wurde am Abend von Bundeskanzelerin Angela Merkel eröffnet. Das Thema ist dieses Jahr erneut die vernetzte Industrie, bei der Roboter eine zunehmende Rolle spielen werden. Laut Merkel seien die „apokalypthischen These“, die Roboter würde die Menschen verdrängen, nicht eingetroffen. Zur Hannover Messe werden rund 200.000 Besuchen und 6.500 Aussteller erwartet.

  • APPLE golem: Patentverwerter klagt gegen Apple und Mobilfunkanbieter: Der bekannte Patentverwerter Cellular Communications Equipment (CCE) klagt derzeit wegen angeblichen Patentmissbrauch. Neben Apple sind auch Mobilfunkanbieter wie AT&T, T-Mobile und Verizon angeklagt, da sie die Geräte von Apple vertreiben. Die vier Patente beziehen sich auf verschiedene Mobilfunktechniken, darunter etwa, schnell einen Notruf absetzen zu können. Diese Patente wurden zwischen 1997 und 2010 von Nokia angemeldet. CCE klagt häufiger im Auftrag des finnischen Unternehmens. Im Jahr 2011 gab es eine Einigung zwischen Apple und Nokia, nachdem die beiden Firmen einen jahrelangen Rechtsstreit geführt hatten. Apple selbst hatte im Dezember eine Kartellrechtsklage gegen Nokia eingereicht.

  • MEDIEN Netzpolitik.org: EU-Richtlinie wird Video-Anbieter zwingen, legale Videos zu löschen: Auf EU-Ebene wird derzeit die Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste überarbeitet. Vor knapp einem Jahr hat EU-Kommissar Günther Oettinger seinen Vorschlag für eine Änderung der Richtlinie vorgelegt. Jetzt ist das Parlament am Zug. Berichterstatter sind die beiden deutschen Abgeordneten Sabine Verheyen (Christdemokraten) und Petra Kammerevert (Sozialdemokraten). Am Dienstag wird der federführende Kulturausschuss des Europaparlaments seinen Bericht zur Richtlinie in erster Lesung beschließen.

  • ADBLOCK Zeit: Blockst du mich, block ich dich: Im Internet findet ein Wettrüsten statt. Auf der einen Seite stehen die Betreiber von kommerziellen Websites und ihre Werbepartner. Auf der anderen Seite stehen Start-ups, besorgte Nutzer und Datenschützer. Und zwischendrin: Entwickler, Forscher und Unternehmen wie Google, Apple und Facebook, die vermitteln wollen. Es geht um Ad-Blocker und Anti-Ad-Blocker zur Gegenwehr. Nachdem es Ad-Blocker, also Browser-Erweiterungen, die Werbeelemente auf Websites ausblenden, schon lange gibt, schlägt die Werbebranche zurück. Sie setzt vermehrt Technik ein, die entweder Werbung gezielt verschleiert oder die Ad-Blocker erkennen und blockieren soll – nur wer den Ad-Blocker deaktiviert, kann dann die Inhalte der Website lesen. Die Nutzer und Entwickler der Blocker versuchen ihrerseits wiederum, diese Mechanismen auszutricksen.

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  • APPLE t3n: Nokia verklagt Apple in Deutschland und den USA: Nachdem Nokia und Apple ihren letzten Patentstreit 2011 abgelegt haben, hat Nokia nun in München, Düsseldorf, Mannheim und Texas gegen den Smartphone-Hersteller erneut geklagt. Apple wird vorgeworfen, 32 Patente von Nokia verletzt zu haben. Die Patente betreffen unter anderem Displays, User Interface, Software und Video-Technologien. Nokia erklärt, dass man lange versucht habe, mit Apple zu verhandeln, bevor rechtliche Schritte eingeleitet wurden. Apple hingegen teilte mit, dass man für Lizenzzahlungen bereit sei, jedoch nur zu einem fairen Preis.

  • GOOGLE googlewatchblog: Google hat im vergangenen Jahr 3,6 Milliarden Dollar gespart: Es ist kein Geheimnis, dass fast alle großen internationalen Konzerne versuchen, jedes Steuerschlupfloch zu nutzen. Das wohl bekannteste und meist diskutierte ist das sogenannte „Double Irish“ und „Dutch Sandwich“. Auch Googles Muttergesellschaft Alphabet nutzt nun dieses Schlupfloch seit Jahren und spart dabei Unmengen an Geld. Welches Ausmaß dies mittlerweile angenommen hat, zeigt jetzt ein neuer Finanzbericht. Allein im Jahr 2015 soll Google/Alphabet laut des Berichts einen Betrag von 3,6 Milliarden Dollar an Steuern eingespart haben, indem das Geld durch mehrere Länder geschleust wurde.

  • AUTONOMES FAHREN heise: Führerlose Züge im Fernverkehr: Nachdem bereits Dutzende vollautomatische Bahnen im Nahverkehr unterwegs sind, sollte man meinen, dass es bis zu den ersten führerlosen Loks im Fernverkehr nicht mehr lange dauern kann. Das ist allerdings nur begrenzt der Fall. Denn der Fernverkehr hat – anders als der Nahverkehr – nicht seine eigenen geschützten Trassen, sondern ein offenes Streckennetz für Züge aller Art. Dabei müssen einige wichtige Aspekte wie Zugsteuerung, Sensoren, Signale, Datenübertragung und auch der rechtliche Rahmen reibungslos zusammenarbeiten.

  • TRACKING datenschutzbeauftragter: Neues Tracking System Icarus für Tiere könnte auch Menschen verfolgen: Im Rahmen des Projekts Icaurs, das von dem Max-Planck-Institut für Ornithologie ins Leben gerufen wurde, werden ab Sommer 2017 verschiedene Wildtiere mit Peilsendern ausgetattet, um ihre Wanderbewegungen nachvollziehen zu können. Dazu wurden besonders kleine und leichte Sender entwickelt, deren Daten direkt an die Raumstation ISS gesendet werden, statt sie über auf der Welt verteilte Handynetze laufen zu lassen, wie es in diesem Bereich üblich ist. Denkbar – und technisch umsetzbar – wäre es daher möglicherweise auch, Menschen oder die von ihnen mitgeführten Geräte wie z.B. Smartphones mit ähnlichen Sendern auszustatten. Damit könnten dann auch umfassende Profile der Wanderbewegungen von Menschen erstellt und so ihr Verhalten nachvollzogen werden.

  • FACEBOOK golem: Facebook überträgt nun auch Audiostreams: Facebook überträgt ab sofort auch Streams ohne Video – also nur den Ton. Vorerst testet Facebook nur mit ausgewählten Partnern die neue Funktion. Gedacht ist das etwa für klassische Podcasts, Hörbücher und Formate in der Art von Radio. Entsprechend wird Audio mit BBC World Service, dem Hörbuchverlag von Harper Collins und einigen Autoren ausprobiert. Wann das Ganze für die Allgemeinheit verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt – irgendwann 2017 soll es so weit sein. Die neue Möglichkeit ist auch praktisch für Streamer, die aus Orten mit schlechter Onlineverbindung senden, weil die Datenmenge ohne Videodateien oder ohne ein eingebettetes Standbild niedriger ist.

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • APPLE golem: Apple will Diebe mit iPhone-Technik überführen: Apple möchte bald den Fingerabdrucksensor in seinen Geräten nutzen, um Diebe zu überführen, die diese Geräte gestohlen haben. Zu diesem Prinzip hat Apple nun einen Patentantrag gestellt. Apple und andere Smartphone-Hersteller arbeiten schon lange daran Diebstähle zu verhindern. Auch die iOS-Funktion „Mein iPhone suchen“ trägt dazu bei, sein Gerät aus der Ferne zu lokalisieren und die Inhalte zu löschen. Bei dem neuen Patent würde der Touch-ID-Sensor den Fingerabdruck des Diebes nicht nur einlesen, sondern auch weitergeben. Aber auch die Kamera und das Mikrofon sollen zur Ermittlung des Diebes genutzt werden.
  • ANDROID heise: Android N ist da: Google verteilt Android 7.0 Nougat: Google hat die nächste Android-Version veröffentlicht und für die hauseigenen Geräte bereitgestellt. Die anderen Hersteller werden ein paar Monate für die Veröffentlichung ihrer Updates benötigen. Android 7.0 beinhaltet unter anderem einen Mehrfenster-Modus und verbesserte Benachrichtigungen mit der Möglichkeit zum direkten Antworten. Außerdem gibt es 72 neue Emojis und einen verbesserten Standby-Modus zum Stromsparen.
  • FACEBOOK faz: Facebook tauscht Redakteure gegen Roboter: Facebook tauscht die Redakteure der Trending Topics gegen Roboter ein. Das Soziale Netzwerk wird sich zukünftig stärker auf einen Algorithmus und weniger auf Personen verlassen. Es wird keine kurze Beschreibung des Trending Topics mehr in der rechten Facebook-Spalte geben. Dort wird nur noch stehen, um welches Thema es sich handelt und wie viele Nutzer darüber diskutieren. Vor einigen Monaten bekam der Konzern Vorwürfe, dass die Auswahl der Trend-Themen manipulativ sei, dadurch wirkt die Änderung wie eine nachträgliche Antwort.
  • SPOTIFY macnotes: Apple Music: Neuer Streit mit Spotify: Der Streit zwischen Apple Music und Spotify spitzt sich zu. Spotify benachteiligt nun bewusst Künstler, die exklusive Deals mit Apple haben. Die Acts der Musiker sind nicht in Playlists zu finden und werden bei der Suche weiter nach unten gereiht. Dieses Vorgehen soll schon seit längerer Zeit stattfinden, aber die Verdrängung mancher Künstler hat sich in den letzten Wochen verstärkt.
  • TWITTER t3n: Twitter: MTV Video-Music-Awards mit eigenem Sticker-Set: Twitter hat Sticker für die MTV Video-Music-Awards veröffentlicht. Diese fanden gestern in New York statt und es gab ein eigenes Sticker-Set dazu. Die Promoted Stickers sind das neue Marketing-Instrument von Twitter. Vor kurzem wurde bekannt, dass das Unternehmen dafür mindestens 500.000 US-Dollar verlangt.
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5 Lesetipps für den 18. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die Markteinführung von Googles Smartphone Project Ara, neue Canon-Printer zum Ausdrucken von Instagram Bildern, einen Patentantrag von Apple, vereinfachte Zwei-Faktor-Authentifizierung und ein Interview mit Frank Thelen. Ergänzungen erwünscht.

  • PROJECT ARA Mashable: Google delays its modular smartphone until 2016: Eigentlich sollte das modulare Smartphone Project Ara von Google dieses Jahr eingeführt werden, doch der Konzern muss den Termin für die Veröffentlichung wieder verschieben. Google spricht momentan davon, dass der Verkaufsstart irgendwann im nächsten Jahr stattfinden wird und die ersten Project-Ara-Smartphones doch nicht in Puerto Rico verkauft werden. Also hat die Suche nach einem Testmarkt nochmal von neuem begonnen – momentan wird nach einer Region innerhalb der USA gesucht, das ist alles, was bisher bekannt ist. Wann das Smartphone nun wirklich erscheint, liegt wohl in den Sternen.

  • CANON CNET: Three new Canon inkjets print Instagram pics directly from feed, comments included: Für diejenigen, die ihre Bilder von sozialen Diensten wie Instagram gerne direkt ausdrucken möchten, hat Canon neue Drucker geschaffen, mit denen dies möglich ist. Wenn man einfach mal durch ein paar Instagram-Bilder guckt und sich denkt “Das Bild würde ich mir gerne in meinem Zimmer aufhängen, oder in ein Fotoalbum kleben“, muss nicht mehr großartig einen Screenshot machen, alles zurecht schneiden und dann an einen Drucker anschließen. Das ist nicht nur bei Instagram möglich, sondern auch beispielweise bei Facebook, Twitter oder Dropbox.

  • PATENTANTRAG Golem.de: Edge: Apple will iPhone mit gewölbtem Display patentieren: Wie vor kurzem bekannt wurde, hat Apple im April 2015, kurz nachdem das Samsung Galaxy S6 Edge einen Monat davor vorgestellt wurde, einen Patentantrag eingereicht, der ein iPhone mit gewölbtem Glas beschreibt. Apple will dies jedoch anders nutzen, als Samsung: Der Konzern will den gewölbten Teil des Displays gar nicht zeigen, die Abrundung soll von außen nicht zu sehen sein. Das Gehäuse soll eckig sein, am Rand des Displays werden Symbole wie die Lautstärkeregelung eingeblendet und wie über einen normalen Touch-Screen bedient. Auch der Homebutton soll als ein virtueller Knopf auf der Displayoberfläche dienen, der, je nachdem, wie das iPhone gehalten wird, sogar mitwandert.

  • SOUND-PROOF t3n: Zwei-Faktor-Authentifizierung könnte deutlich einfacher werden: Forscher wollen Umgebungsgeräusche statt PINs verwenden: Schweizer Forscher haben sich überlegt, wie sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, bei der normalerweise zusätzlich zu einem Passwort noch eine PIN eingegeben werden muss, vereinfachen können – ihre Lösung: Beim Einloggen zeichnen der Rechner und das Smartphone die Umgebungsgeräusche auf, woraufhin im Anschluss beide Aufnahmen abgeglichen werden. Damit soll sichergestellt werden, dass sich beide Geräte tatsächlich an dem gleichen Ort befinden. Doch auch dieses System mit dem Namen “Sound-Proof” hat seine Schwächen – beispielsweise wenn sich ein Angreifer in der Nähe befindet, der sich somit ganz einfach Zugriff auf die Nutzerkonten verschaffen kann. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte aber wohl einfach bei der PIN bleiben.

  • INTERVIEW BASIC thinking: Interview mit “Die Höhle der Löwen”-Investor Frank Thelen: “Gründen ist ein arschharter Trip”: Frank Thelen, der vor der Sendung “Die Höhle der Löwen” für Investments in Wunderlist, Scanbot oder myTaxi bekannt wurde, erzählt im Interview mit BASIC thinking von seinem persönlichen Scheitern, wie hart es eigentlich ist, ein Unternehmen zu gründen und was hinter den Kameras der VOX-Serie stattfindet. Außerdem redet er über die “Gründer-DNA” – wer sollte ein Unternehmen gründen oder wer lieber nicht, was sollte man dabei beachten und riskieren?

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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Wie Google gegen Spoiler im Netz vorgeht

Wie Google Spoilern den Kampf ansagt

Der „Spoiler-Alarm“ hat es längst in den allgemeinen Sprachgebrauch geschafft. Nun hat Google ein Patent angemeldet, um Spoiler vorzeitig zu erkennen.

Wie Google Spoilern den Kampf ansagt

Für Serien-Fans ist es mehr als ärgerlich, wenn sie den Fortgang ihrer Lieblingsserie schon kennen, bevor sie sie selbst angeschaut haben. In Zeiten öffentlichen Diskurses von Fernseh- und Streaming-Produktionen über Facebook und Twitter läuft man aber immer häufiger Gefahr, die neusten Entwicklungen nebenher aufzuschnappen. Google arbeitet an diesem Problem – auch wenn die Umsetzung nicht sehr realistisch scheint.

„Achtung, Spoiler!“

Es sind harte Zeiten für „Grey’s Anatomy“-Fans. Wurde doch gerade erst in einem Interview vorab bekannt, dass Hauptdarsteller Patrick Dempsey alias Dr. Derek Shepherd in der neuen elften Staffel bei einem Autounfall seinen Serientod stirbt und aus der Serie ausscheidet. Der Aufschrei in den sozialen Netzwerken darüber war so groß, dass auch viele Medien darüber berichteten.

So war das Aus des Schauspielers etwa am Freitagabend in der WDR-Jugendwelle 1LIVE Thema. Die Moderatorin kündigte es mit einem „Achtung, Spoiler!“ an, die andere Moderatorin verließ für die Dauer des Gesprächs den Raum. Auch viele Online-Medien weisen vor ihren Berichten darauf hin, dass hier etwas verraten wird, was man möglicherweise noch gar nicht wissen will: Der klassische Spoiler eben.

Google denkt weiter

„Spoiler-Alarm, ‚Grey’s Anatomy‘-Fans!“ überschreibt die Berliner Zeitung beispielsweise ihren Artikel „Das Aus für Dr. Derek Shepherd„. Wie sinnvoll es ist, den Spoiler-Alarm mit dem Spoiler in eine Überschrift zu packen – das sei mal dahingestellt. Die Abendzeitung München macht das schon cleverer und zumindest mit einem Fragezeichen: „Spoiler-Alarm: Patrick Dempsey – stirbt McDreamy?

Der Spoiler-Alarm hat die sozialen Netzwerke also längst verlassen und ist im täglichen Sprachgebrauch und in den Medien angekommen. Für Serienfans ist das eine gute Nachricht, zumindest haben sie so die Chance, einer nervigen Vorab-Info noch gerade so zu entgehen. Google geht aber noch einen Schritt weiter und möchte Spoiler am liebsten ganz von all jenen fernhalten, die in der entsprechenden Serie noch nicht so weit sind.

„Alex versaut alles“

Zumindest hat der Konzern jetzt ein Patent angemeldet, dass das Filtern von Spoilern möglich machen soll. Die Idee: Über Daten, die beispielsweise Nutzer von Streaming-Diensten wie Netflix freigeben, indem sie ihr Facebook-Konto verknüpfen, wird jedem Nutzer ein „Viewing Progress“ zugewiesen.

In einer Skizze ist etwa die Rede von Alex, der bereits bei Episode 25 ist und die Serie zuende geschaut hat. Sein Freund Bob ist erst bei Episode 10, Jane bei Episode 14. Die Google-Technik soll nun also erkennen, wenn Alex etwas zu der Serie spoilert und alle Freunde, die diese Serie ebenfalls schauen, aber noch nicht so weit sind, darauf hinweisen.

Eine Skizze von Googles Patent gegen Spoiler.

Nutzer sollen Spoiler auch selbst kennzeichnen

Ein Posting von Alex könnte so also nach ein paar Zeichen abbrechen und mit dem Hinweis „Content may include a spoiler. Do you want to read it now?“ vor einem möglichen Spoiler warnen. Der Nutzer kann dann selbst entscheiden, ob er die Nachricht weiterlesen möchte oder nicht. Die Idee hat zumindest Potenzial, aber es gibt einige offene Fragen, die noch beantwortet werden müssen.

Zum einen, wie Google die Technik in andere soziale Netzwerke integrieren möchte. Bei Google+ wäre das kein Problem, aber wie will man Facebook und Twitter dazu bringen, Google Zugriff auf die Daten zu geben? Das wird wohl kaum funktionieren. Realistischer ist eine Funktion, die ebenfalls in dem Patent erwähnt wird: Nutzer sollen selbst markieren können, ob es sich bei einem Posting um einen Spoiler handelt.

Das wäre zwar auch etwas, was Facebook & Co. niemals von Google integrieren würden. Aber es wäre eine Funktion, die trotz Patent leicht nachzuahmen wäre. Die Frage hier ist nur, ob Spoiler für die sozialen Netzwerke interessant und relevant genug sind, um ihnen eine eigene Funktion zu widmen.

Zahlen gibt es zwar keine dazu, aber aus eigener Erfahrung: Die ersten drei Tage nach dem Start der dritten Staffel von „House of Cards“ habe ich Twitter und Facebook ganz bewusst gemieden. Wenn es genügend anderen auch so geht, wären das vielleicht tatsächlich Argumente für entsprechende Funktionen.

Integration in Facebook eher unrealistisch

Denn klar ist auch: Serien haben in Zeiten von Netflix und Co. einen ganz neuen Stellenwert bekommen, zumindest im öffentlichen Diskurs. Das fängt bei deutschen Produktionen wie dem „Tatort“ an, der auf Twitter jeden Sonntagabend rege diskutiert wird und das hört eben bei Premium-Produktionen wie „House of Cards“ auf.

Ob nun Professor Boerne, Frank Underwood oder Dr. Sheperd: Spoiler sind für Fans ärgerlich. Und es wäre eine tolle Funktion für sie, Spoiler vermeiden zu können – ob nun automatisch über das neue Google-Patent oder manuell per Voreinstellung. Ob es aber wirklich realistisch ist, dass wir solche Funktionen schon bald bei Facebook und Co. sehen?

Eher nicht.

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Der Tesla-Schachzug: Gegen Patenttrolle, fürs eigene Ökosystem

Elon Musk, Tesla Factory, Fremont (CA, USA) (adapted) (Image by Maurizio Pesce [CC BY 2.0] via Flickr)

Tesla-Firmengründer Elon Musk bietet Autoherstellern einen Nichtangriffspakt an, um die Elektromobilität weltweit voranzutreiben. „All Our Patent Are Belong To You„: Tesla-Motors-Gründer Elon Musk hat vergangene Woche mit der Ankündigung, dass andere Tesla-Technologie einfach nachbauen dürfen, wieder einmal für Aufsehen gesorgt. Was aber steckt hinter der medientauglichen PR-Meldung, und welche Ziele verfolgt der Elektroautohersteller wirklich mit diesem gefinkelten Schachzug?

Eigentlich galt Tesla immer als eher verschlossenes Unternehmen der Sorte Apple. Das von PayPal-Millionär Elon Musk (für den Verkauf an eBay bekam er 180 Millionen Dollar) gegründete Elektroauto-Unternehmen hat nun offenbar eine Kehrtwende eingelegt. „All Our Patent Are Belong To You„, schrieb Musk kürzlich in dem offiziellen Firmen-Blog in Anlehnung an das nerdige Internet-Meme, dem sich schon die Anonymous-Hacker bedienten. „Tesla will not initiate patent lawsuits against anyone who, in good faith, wants to use our technology.“ Anstatt die eigenen Patente als „Lotterielose“ in Gerichtsprozessen gegen all jene einzusetzen, die Teslas Technologien nachbauen, wolle man fortan anderen Autoherstellern erleichtern, ebenfalls mit Elektromotoren angetriebene Vehikel zu bauen.

Tesla allein schafft´s nicht

Musk, der sich selbst gerne als großer Innovator präsentiert (er baut auch Raumschiffe bei SpaceX und will den Hyperloop in Kalifornien als neuartiges Transportmittel einrichten), will so die Automobilindustrie in Richtung emissionsloser Antriebe bringen. Weniger als ein Prozent der Gesamtverkäufe von Neuwägen würden derzeit Elektroautos sein, und das bei 100 Millionen neuen PKWs weltweit und einer Gesamtflotte von zwei Milliarden Autos. „It is impossible for Tesla to build electric cars fast enough to address the carbon crisis”, so Musk. “By the same token, it means the market is enormous. Our true competition is not the small trickle of non-Tesla electric cars being produced, but rather the enormous flood of gasoline cars pouring out of the world’s factories every day.“

Das System E-Auto kriegt dadurch einen starken Schub„, sagte Ferdinand Dudenhöffer, Chef des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen gegenüber der dpa. Andere Hersteller könnten nun die ausdauernden Akkus und hohen Reichweiten von Tesla, die ihren Elektroautos bisher fehlen, für sich verwenden, ohne fürchten zu müssen, dass sie von Tesla verklagt werden.

Patente sind von Natur aus offen

Nun ist es aber nicht so, dass Musk die Tesla-Patente im Sinne von Open Source offen gelegt hat. Patente sind von Natur aus offen, und jeder kann sie nachlesen – insofern hinkt der Vergleich. Tesla hält einige hundert Patente, die man sich einfach hier ansehen kann – vom Vehicle charge connector bis zum Battery pack venting system. Musks Ankündigung bedeutet eher, dass er keine anderen Autofirmen verklagen will, die sich dieser Patente „in guter Absicht“ bedienen. Sollte ein Unternehmen so dreist sein und einfach 1:1 ein komplettes Tesla-Auto nachbauen, hat Musk immer noch Markenrechte, Firmengeheimnisse etc. in der Hand, um zu klagen. Experten gehen deswegen aus, dass sich andere Autohersteller vorher trotzdem rechtlich absichern werden, bevor sie Tesla-Patente einsetzen. Außerdem kann Tesla seine Patente immer noch defensiv einsetzen: Wird man von anderen Firmen für die Verletzung ihrer Patente geklagt, kann Musk mit Gegenklagen kontern und eine Vergleich anstreben.

Der von Innovation getriebene Musk setzt aber, natürlich im Stil des Silicon Valley, trotzdem ein wichtiges Zeichen: Er will Patenttrollen (also Firmen, die andere Firmen auf Teufel komm raus verklagen) das Wasser abgraben. Patenttrollerei ist ein großes Problem und gilt als innovationshemmend. Eine Studie von Catherine Tucker an der MIT Sloan School Of Management kam zum Ergebnis, dass Risikokapitalgeber in den letzten fünf Jahren 22 Milliarden Dollar in Start-ups gesteckt hätten, wenn sie keine Angst vor Patent-Trollen gehabt hätten. Eine zweite Studie an der Boston University kam 2011 gar zu dem Schluss, dass Patent-Trolle Innovatoren seit dem Jahr 1990 gar 500 Milliarden Dollar gekostet hätten – also im Schnitt 83 Milliarden Dollar pro Jahr. Welche Zahl nun auch stimmt: Patenttrolle kosten der Wirtschaft offenbar viel Geld.

Google und Twitter als Vorbild

Dass Tesla nun auf Open Source macht, ist im Silicon Valley nichts Neues. Google hat Cloud-Patente frei nutzbar gemacht („Open Patent Non-Assertion Pledge„), Twitter verspricht seinen Entwicklern in einem „Innovator’s Patent Agreement“ (IPA), die von ihnen entwickelten, patentierten Technologien nur defensiv und nicht offensiv für Patentklagen einzusetzen. Der Grundgedanke bei Tesla, Google oder Twitter: Sie wollen die Ökosysteme stärken, von denen sie selbst leben. Tesla etwa könnte langfristig davon profitieren, wenn andere Autohersteller die eigenen Supercharger-Tankstellen nachbauen, weil dann die eigenen Wägen eine für sie wertvolle Infrastruktur bekommen. Heute betreibt Tesla weltweit nur etwa 120 Supercharger (vier in Deutschland, zwei in Österreich), dem gegenüber stehen Millionen Sprit-Tankstellen. Außerdem will Musk die „Gigafactory“ bauen und bis 2020 Akkus für 500.000 Elektroautos produzieren. Da kommt es ihm gerade recht, wenn die Autoindustrie mit Hilfe seiner Patente auf Elektro umsattelt – denn ihnen ist er ein paar Jahre in der Entwicklung voraus und kann ihnen diese Batterien im B2B-Geschäft verkaufen.

Wenn der Markt für Elektroautos so wächst, wie es sich Musk vorstellt, dann ist er auch bei neuer Konkurrenz bestens positioniert: mit einem Premiumauto, das in der Liga von Mercedes und BMW mitspielt und dessen Image, Design und nobles Interieur um viel Geld an die wohlhabende Kundschaft verkauft werden kann.


Image (adapted) „Elon Musk, Tesla Factory, Fremont (CA, USA)“ by Maurizio Pesce (CC BY 2.0)


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5 Lesetipps für den 12. Juni

In den Lesetipps geht es um die Fußball-WM auf Twitter, Patenttrolle schaden Startups, Verbraucherschutz im Netz, Reputationsmanagement und wie Jurassic Park das Medium Film digitalisierte. Ergänzungen erwünscht.

  • #WM2014 Hyperland: Das sind die besten Twitter-Quellen zur Fußball-Weltmeisterschaft: Heute Abend beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 mit dem Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Brasilien und Kroatien. Die Echtzeitinfos dazu gibt’s im Netz. Tobias Wagner stellt im ZDF-Blog Hyperland die interessantesten Twitter-Accounts vor.
  • PATENTE Ars Technica: New study suggests patent trolls really are killing startups: Eine neue Studie hat sich mit den Auswirkungen von Patenttrollen in den USA auseinandergesetzt und die Zahlen sind erschreckend: fast 22 Milliarden US-Dollar wurden dadurch vernichtet und viele Startups kaputt gemacht. Die von Obama mal versprochene Reform des Patentwesen wird jetzt schmerzlich vermisst, aber weltweit bräuchte es eine Neuordnung unseres Umgang mit „geistigem Eigentum“, denn in einer digitalen Informationsgesellschaft können wir uns nicht mehr auf Gesetze aus der Industriellen Revolution verlassen.
  • VERBRAUCHERSCHUTZ Golem: Regierung will Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vorschreiben: Eigentlich keines der drei Ministerien, die an der Digitalen Agenda „federführend“ mitarbeiten, scheint das Verbraucherschutzministerium doch das aktivste zu sein, wenn es um digitale Themen geht. Auf Golem schreibt Friedhelm Greis über die geplanten Initiativen zu Datenschutz und Sicherheit. Auch Qualitätsansprüche bei Softwareprodukten und Googles Marktmacht sollen geprüft werden.
  • REPUTATIONSMANAGEMENT Süddeutsche.de: Bewertungen im Internet – Netz der Lügner: Das neue Superhandy, die Digitalkamera, sind sie wirklich so gut, wie die Werbung verspricht? Foren und Kommentare könnten helfen – doch sie sind unterwandert von Lohnschreibern. Früher konnten Verbraucherschützer die falschen Kommentare noch entlarven, mittlerweile ist das fast unmöglich. Robert Gast hat sich für die Süddeutsche Zeitung mit einem ehemaligen Schreiber für Reputationsmanagement unterhalten.
  • JURASSIC PARK CNET: How the digital dinos of ‚Jurassic Park‘ changed everything: Auf CNET schreibt Rusty Blazenhoff einen schönen Reminder, dass die Digitalisierung des Kinos gerade einmal 20 Jahre her ist. 1993 revolutionierte Steven Spielberg mit Jurassic Park das Kino, denn die Dinosaurier waren alles andere als die sich bisher ruckartig bewegenden Stop-Motion-Dinos der 60er Jahre, sondern eine Mischung aus Robotern und digitaler Überarbeitung. Die von der Oscar-Academy produzierte Dokumentation erklärt in 9 Minuten die Bedeutung des Films.

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Google Patent erklärt die Lesegeschwindigkeit zum Rankingfaktor

Google versucht seine Rankingkriterien schon länger „menschlicher“ zu gestalten. Ein neues Patent könnte den Algorithmus erweitern.

Das United States Patent 8271865, welches Google zugesprochen wurde soll den Suchmaschinen-Algorithmus um einen weiteren menschlichen Faktor ergänzen. Das Patent sieht vor, dass die Geschwindigkeit, mit der ein Text gelesen werden kann, gemessen und analysiert wird. Ob die Methode Anwendung finden wird, steht jedoch noch aus.

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Apple-Patent 8.280.465 – Ende des Adapterchaos?

Ein Funkadapter soll Apples Produkte mit dem Zubehör verbinden. Ist das das Ende des teuren Adapterchaos?

Apple bittet richtig zur Kasse wenn es um die zahlreichen Kabel-Adapter der hauseigenen Produkte geht. Mit einem jetzt zugesprochenen Patent, das eine Funkverbindung zwischen iPods, iPhones und iPads mit den jeweiligen Zubehören sicherstellen soll, könnte sich das ändern. Ob Apple damit wirklich einen Kurswechsel vornehmen wird, bleibt fraglich.

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Apple vs. Samsung – Von den Dingen, die die Welt braucht…

Es war ein Paukenschlag Freitagnacht. Das kalifornische Gericht hat Apple Recht gegeben und Samsung dastehen lassen wie einen Idioten. Gewohnheiten und Vorgehensweisen, die lange vor Apples iPhone in Gebrauch waren, sind nun quasi zu Erfindungen und Ideen von Steve Jobs und Konsorten mutiert. Das Patentrecht hat einmal mehr gezeigt, dass nicht jeder gleich ist vor Gericht. Oder ist es doch so? Steve Jobs hat viel gelernt von Bill Gates: Man muss nicht der Erste sein, der etwas erfindet und umsetzt, man muss nur der Erste sein, anderen vorzuwerfen etwas kopiert zu haben.

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Google hat 17.000 Patente im Patronengurt

Seit gestern ist es fast amtlich: Das amerikanische Justizministerium scheint nichts gegen den Google/Motorola-Deal einzuwenden. Damit haben Page und Brin nun Motorola und eben dessen 17.000 Patente, denn Motorola besitzt wesentliche Patente, die tief im Kern der mobilen Gegenwart und Zukunft liegen (Basistechnologien für 3G und 4G). Als Microsoft und Apple den Patentkrieg gegen Android mit den Nortel-Patenten einläuteten, war man im Google-Lager immer bemüht, auf die Fragwürdigkeit solcher Patentstreitigkeiten hinzuweisen. Fair use, war das meistgenannten Stichwort. Es wird interessant zu sehen, ob und wie Google nun seine Patentmacht fair gegenüber all den anderen Playern im mobilen Kommunikationsmarkt ausspielt.

Als Google mitteilte, dass sie einfach dieselbe Patentstrategie weiterfahren wird, die auch schon Motorola nutzte, war klar, dass es weiterhin Verfahren gegen Apple geben würde, die in bestimmten Ländern den Verkauf von iPhones erschweren, wenn nicht verhindern werden…

Im Alltag der Web-Gemeinde wird jedoch eine andere Tatsache vielleicht schneller bemerkbar werden, nämlich die, dass Google nun auch weiterhin den Videocodec H.264 torpedieren wird via Microsoft. Zu diesem Codec hatte Google einst das eigene Format WebM als Konkurrent entwickelt. Die Begründung damals war, man müsste eine Alternative zu H.264 haben, falls irgendjemand (Motorola ?) mit seinen Patenten dem neuen Codec H.264 gefährlich werden würde. So hat Google schon früh vorhergesehen, dass es sich gegen Google in der Zukunft wappnen musste. Klingt spooky? Schlimmer als das. Am Patentwesen soll der Wahn genesen. So ein Verhalten hat ja schon Apple an den Android-Kunden Samsung und HTC statuiert. Mal sehen, ob Google jetzt mit gleicher Münze zurückzahlt. Mehr hier

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Der mobile Stellungskrieg

Im umkämpften Markt des mobilen Zugangs zum Web entwickelt sich alles zu einem statischen Stellungskrieg. Apple und Google positionieren sich in den Schützengräben mit einer Artillerie an Patenten. Aktuell hat Google leichte Vorteile, denn Apple hatte zusammen mit Microsoft und einigen anderen Firmen neulich noch 4,5 Milliarden Dollar für läppische 6000 Patente hingelegt, von denen einige auch das mobile Web betreffen. Google bekam 17.000 Patente, die fast alle im mobilen Bereich einsetzbar sind. Zusätzlich läuft das Geschäft mit Milestone und Defy nicht rosig, aber beide Smartphones haben ihre Fans…

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