Alexa – der smarte Lautsprecher wird zum hauseigenen Apotheker

Mit Alexa holen wir uns nicht nur einen smarten Sprachassistenten ins Wohnzimmer. Vielmehr könnte der intelligente Lautsprecher schon bald unsere persönliche Apothekerin sein. Egal ob Husten, Schnupfen, eine Grippe oder sogar psychische Probleme. Durch das neue Patent, was Amazon vor kurzem erhalten hat, kann Alexa künftig erkennen, ob sein Benutzer krank ist. Entsprechend würde der smarte Assistant dann darauf reagieren.

„Alexa, ich bin krank!“

Es ist einerseits faszinierend – andererseits auch beängstigend, was wir uns inzwischen in die eigenen vier Wände holen können. Das neue Patent auf die Technologie zur Stimmenanalyse ermöglicht es Alexa anhand der Stimmlage des Benutzers zu erkennen, ob dieser krank ist oder sich nicht gut fühlt. Dabei muss es sich nicht nur um Erkältungssymptome oder eine Grippe handeln. Alexa meldet sich auch zu Wort, wenn sie davon ausgeht, dass der Nutzer psychische Probleme haben könnte.

Bei einer Erkältung schlägt der smarte Lautsprecher dann beispielsweise vor, ein Mittel gegen die Erkältung zu bestellen und anschließend per Expressversand nach Hause schicken zu lassen. Dabei greift Alexa natürlich auf die Mittel im hauseigenen Markt zurück. Aber auch bei verschiedenen Emotionen wie etwa Freude, Angst, Trauer oder Wut wird Alexa hellhörig. Der Lautsprecher soll auch in Zukunft psychische Erkrankungen wie Depressionen erkennen können. Ist das Symptom erkannt, bekommt der Nutzer direkt passende Werbung für Mediakamente wie beispielsweise Hustenbonbons oder Nasenspray ausgespielt.

Ist das noch gesund?

Natürlich geht es hierbei nicht nur um das Wohl der Nutzer, sondern vielmehr auch um das Präsentieren von Werbung, zugeschnitten auf die Kunden. Dabei werden dann auch die Suchbegriffe aus dem Browserverlauf der Nutzer beachtet und ebenfalls für die zugeschnittene Werbung genutzt. Hierbei stellt sich die Frage, wie weit das alles noch gehen wird. Auch die Frage um den Datenschutz bleibt bisher unbeantwortet. Ob es wirklich so angenehm ist, bei jedem Huster direkt den Vorschlag zu bekommen, ob man nicht Hustenbonbons bestellen möchte, sei dahingestellt.

Wann und ob überhaupt dieses Patent zum Einsatz kommt und die Technologie der Stimmenanalyse in den Alexa-Geräten verbaut wird, ist zudem noch nicht geklärt.


Image agnieszka_marcinska via stock.adobe.com


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