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Marshall Tufton im Test: Kabelloser Lautsprecher für Zuhause

Auch im Jahr 2019 bauen die schwedischen Sound-Experten von Zound Industries ihr Portfolio der Marke Marshall besonders im Bluetooth-Bereich aus. Mit dem Marshall Tufton ist kürzlich ein echtes Schwergewicht erschienen. Für Outdooraktivitäten ist der Speaker mit 4,9 Kilogramm schon zu schwer. Doch für wen eignet sich der Lautsprecher eigentlich? Dem bin ich in den letzten Wochen nachgegangen.

Traditionelles Marshall-Design als Erkennungsmerkmal

Die Hersteller haben auch beim neuesten Modell das markante Marshall-Design übernommen. Das Holzgehäuse kommt mit einer Lederoptik daher, auf der Frontseite prangt großflächig der Markenschriftzug. Wie auch bei den Schwestermodellen dient ein Tragegurt zum unkomplizierten Transport. Traditionell ist die Verarbeitung auf höchstem Niveau – hier gibt es nichts zu meckern. Die Maße sind mit 23 x 16 x 35 Zentimeter für einen Bluetooth-Lautsprecher sehr opulent. Zudem bringt er, wie bereits geschrieben, eine große Masse mit.

Lautstärke, Tiefen sowie Höhen lassen sich über kopfseitige Drehregler steuern. Image by Jonas Haller

Wie die Schwestermodelle besitzt der Marshall Tufton auf der Oberseite drei Drehregler zum Steuern der Lautstärke sowie Tiefen und Höhen. Sie besitzen eine sehr angenehme Haptik und ein sehr gutes Feedback. Für die erste Inbetriebnahme ist besonders der kleine linke Knopf neben den Reglern von Bedeutung. Langes Drücken startet nämlich den Pairing-Vorgang mit dem Quellgerät.

Medienwiedergabe nur über Bluetooth und ohne Alexa

Die Verbindung mit dem Smartphone oder Tablet geschieht gewohnt schnell per Bluetooth 5.0. Eine zusätzliche Software wird zwar angeboten, ist aber nicht nötig. Es können sich zeitgleich sogar mehrere Nutzer und Geräte mit dem Speaker verbinden. Abspielen kann man dann selbstverständlich nur von einer Quelle. Soundtraditionalisten übertragen ihre Klänge per 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss.

Auf der Rückseiten finden sich der Netz- sowie der Klinkenanschluss. Image by Jonas Haller

Leider verzichtet Zound Industries auf die Integration eines WLAN-Moduls, über das sich der Lautsprecher selbst Audiodateien aus dem Netz streamt. Ein Abspielgerät ist also zwingend nötig. Somit fehlt natürlich auch eine Künstliche Intelligenz wie Amazon Alexa oder Google Assistant. Wirklich smart ist der Tufton also nicht. Allerdings lässt sich ein Sprach-Assistent auch selbst nachrüsten.

Sound vor allem bei Tiefen und Höhen stark

Bereits bei den ersten Tönen erkennt man: Dieser Speaker kann was. Mit insgesamt vier verbauten Lautsprechern bringt er einen vollen Klang zum Vorschein. Der Woofer leistet 40 Watt, die Tweeter 10 Watt. Zwei Full-Range-Verstärker bieten zudem 15 Watt. Der Marshall Tufton deckt damit einen Frequenzbereich von 40 bis 20.000 Hz ab. Zur Soundqualität lässt sich dann nur eines sagen: Wow. Besonders gefallen mir die kraftvollen tiefen und klaren hohen Frequenzen. Es ist eine wahre Wonne wobbernden Basslinien zu lauschen und die Klangfülle zu genießen. Einzig im mittleren Frequenzbereich gibt es Verbesserungspotential.

Die Lautsprecher auf der Rückseite sorgen für einen vollen Klang. Image by Jonas Haller

Integrierter Akku läuft bis zu 20 Stunden

Im neuen Marshall-Speaker steckt wie in den Schwestermodellen ein leistungsstarker Akku. Der Test offenbarte eine ausdauernde Laufleistung von knapp 20 Stunden. Das ist eine ganze Menge, wenn man die Leistung im Hinterkopf behält. Ein kompletter Ladevorgang dauert rund 2,5 Stunden. Innerhalb von 20 Minuten ist der Energiespender für vier Stunden Dauerbeschallung gerüstet.

Fazit Marshall Tufton: Sound-Schwergewicht mit fehlenden smarten Features

Zound Industries hat mit dem Marshall Tufton ein echtes Sound-Schwergewicht auf den Markt gebracht. Und das auf mehreren Ebenen: Er überzeugt nicht nur mit außergewöhnlicher Klangqualität, sondern auch mit einer hohen Masse. Die 4,9 Kilogramm unterbinden jegliche Outdooraktivitäten. Dafür ist der Speaker schlicht zu unkomfortabel und zu groß. Allerdings eignet er sich perfekt für WG- oder Geburtstagspartys. Dank der langen Akkulaufzeit muss nicht einmal eine Steckdose in unmittelbarer Nähe sein. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 399 Euro ist der Marshall Tufton zwar kein Schnäppchen, bietet allerdings eine Menge Qualität fürs Geld.

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Einmal Alexa reicht

Amazon verschafft seinen Echo-Besitzern immer wieder kleine Überraschungen. Nachdem Alexa erst kürzlich zum hauseigenen Apotheker befördert wurde, gibt es wieder eine Neuerung. Wer den smarten Sprachassistenten in sein Wohnzimmer hat einziehen lassen, der kennt das Problem, dass bei jedem Befehl der Name Alexa vorweg gesagt werden muss. Wenn man dem Sprachassistenten mehrere Befehle vermitteln möchte, kann das manchmal ganz schön nervig sein. Was allerdings in den USA schon länger verfügbar ist, soll nun auch auf unsere Geräte einziehen und die Erleichterung bringen.

Mehr Aufmerksamkeit bitte

Kürzlich hieß es noch „Alexa, bitte schalte das Radio an“ und kurz darauf „Alexa, mach bitte das Licht an“ und anschließend noch „Alexa, sag mir, wie das Wetter draußen ist“. Sprach man diese Befehle aus, kam man sich reichlich komisch vor. Damit ist aber nun Schluss. Dafür sorgt der langersehnte „Aufmerksamkeitsmodus“, der in den USA schon eine ganze Weile verfügbar ist. Diesen können Echo-Besitzer dann in den Geräteeinstellungen der App vornehmen. Dahinter steckt nichts anderes, als dass Alexa nicht mehr nur auf einen einzelnen Befehl hört, sondern aufmerksamer ist und Nutzer gleich mehrere Befehle hintereinander weg aufgeben können. Hierfür bleibt sie einfach noch weitere fünf Sekunden, nach eurem Befehl „wach“, um auf weitere eventuelle Aufforderungen oder Nachfragen von euch zu warten.

Damit dieser Modus noch schneller auf eurem Gerät einzieht, müssen Nutzer ihr Gerät auf English US umstellen. Anschließend können die Nutzer dann den Aufmerksamkeitsmodus in der App aktivieren. Wenn daraufhin wieder die Einstellungen auf Deutsch umgestellt werden, bleibt die Aktivierung des Modus weiterhin bestehen.

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Echo Dot 3 – größer, lauter, besser?

In der dritten Version hat Amazon seinem günstigsten Alexa-Speaker grundlegend überarbeitet. Ich habe den Echo Dot 3 für euch ausprobiert und mit seinem Vorgänger verglichen.

Stoff statt Klavierlack-Optik

Das Design des kleinen Lautsprechers wurde grundlegend überarbeitet. Statt glänzendem Plastik ist das Gerät nun von Stoff umgeben. Hier könnt ihr aus drei verschiedenen Farben (hellgrau, anthrazit oder sandstein) wählen. Lediglich die Oberseite ist weiterhin aus einem matten Plastik. Dadurch wirkt das Gerät deutlich wertiger als sein Vorgänger und ist resistenter gegen Kratzer und Schmutz.

Der von vielen Alexa-Geräten bekannte Lichtring ist etwas an die Kante des Gerätes gewandert, wodurch er sich auch aus weiterer Entfernung besser erkennen lässt. Außerdem ist der Echo Dot 3 ein gutes Stück größer, dicker und schwerer als sein Vorgänger. Dies macht sich auch positiv beim Klang bemerkbar.

Klang – Ein Unterschied wie Tag und Nacht

Beim Klang muss sich der neue Echo Dot wirklich nicht verstecken. Während der alte Echo Dot maximal die Soundqualität eines Handys erreicht, macht es mit dem neuen Gerät wirklich Spaß, Musik zu hören. Der verbaute 41-mm-Lautsprecher (15-mm beim Vorgänger) liefert einen deutlich klareren und lauteren Klang als der Vorgänger.

Zwar kann man mit dem Gerät keine Party beschallen, aber für Musik beim Arbeiten oder Kochen kann man den neuen Echo Dot guten Gewissens empfehlen. Die maximale Lautstärke und Klangqualität ist mit einer guten Bluetooth-Box für 60-80 Euro zu vergleichen. Über eine Equalizer-Funktion in der Alexa-App lässt sich das Klangbild auch an euren Geschmack anpassen.

Spracherkennung mit Startschwierigkeiten

Zur Stimmerkennung hat der neue Echo Dot nur noch vier statt sieben Mikrofone wie beim Vorgänger verbaut. Im Test reagierte der neue Echo Dot manchmal etwas langsamer auf sein Aktivierungswort als der Vorgänger. Er verstand mich auch öfter falsch, zumindest war das mein Eindruck. Da die Stimmerkennung allerdings auf KI basiert und mit der Zeit besser wird, ist ein Vergleich zu einem Gerät, das schon über ein Jahr im Einsatz ist, vielleicht nicht ganz fair.

Anschlüsse

Wie beim Vorgänger verbaut Amazon weiterhin einen Klinkenanschluss, um den Echo Dot mit einer externen Musikanlage zu verbinden. Wer dies allerdings dauerhaft vorhat, sollte jedoch zum ebenfalls neu vorgestellten und günstigeren Echo Input greifen. Der Mikro-USB Anschluss zur Stromversorgung der letzten Generation wurde nur leider gegen einen proprietären Stecker eingetauscht. Schade, dass Amazon hier nicht auf USB-C setzt. Das 1,8 Meter lange Kabel ist fest mit dem Netzstecker verbunden und lässt sich nicht so einfach verlängern.

Multiroom für Einsteiger

Während der alte Echo Dot sich lediglich als Sprachassistent oder zum Verbinden mit einer externen Musikanlage eignet, macht es mit dem neuen Echo Dot wirklich Spaß Musik zu hören. Für einen Preis von 59 Euro ist er ein günstiger Einstieg in die Welt von Smart Home und Sprachassistenten. Das Gerät ist aber auch für diejenigen unter euch geeignet, die bereits andere Echo Geräte im Einsatz haben und weitere Zimmer per Multiroom mit Musik und einem smarten Assistenten versorgen möchten.

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Alexa – der smarte Lautsprecher wird zum hauseigenen Apotheker

Mit Alexa holen wir uns nicht nur einen smarten Sprachassistenten ins Wohnzimmer. Vielmehr könnte der intelligente Lautsprecher schon bald unsere persönliche Apothekerin sein. Egal ob Husten, Schnupfen, eine Grippe oder sogar psychische Probleme. Durch das neue Patent, was Amazon vor kurzem erhalten hat, kann Alexa künftig erkennen, ob sein Benutzer krank ist. Entsprechend würde der smarte Assistant dann darauf reagieren.

„Alexa, ich bin krank!“

Es ist einerseits faszinierend – andererseits auch beängstigend, was wir uns inzwischen in die eigenen vier Wände holen können. Das neue Patent auf die Technologie zur Stimmenanalyse ermöglicht es Alexa anhand der Stimmlage des Benutzers zu erkennen, ob dieser krank ist oder sich nicht gut fühlt. Dabei muss es sich nicht nur um Erkältungssymptome oder eine Grippe handeln. Alexa meldet sich auch zu Wort, wenn sie davon ausgeht, dass der Nutzer psychische Probleme haben könnte.

Bei einer Erkältung schlägt der smarte Lautsprecher dann beispielsweise vor, ein Mittel gegen die Erkältung zu bestellen und anschließend per Expressversand nach Hause schicken zu lassen. Dabei greift Alexa natürlich auf die Mittel im hauseigenen Markt zurück. Aber auch bei verschiedenen Emotionen wie etwa Freude, Angst, Trauer oder Wut wird Alexa hellhörig. Der Lautsprecher soll auch in Zukunft psychische Erkrankungen wie Depressionen erkennen können. Ist das Symptom erkannt, bekommt der Nutzer direkt passende Werbung für Mediakamente wie beispielsweise Hustenbonbons oder Nasenspray ausgespielt.

Ist das noch gesund?

Natürlich geht es hierbei nicht nur um das Wohl der Nutzer, sondern vielmehr auch um das Präsentieren von Werbung, zugeschnitten auf die Kunden. Dabei werden dann auch die Suchbegriffe aus dem Browserverlauf der Nutzer beachtet und ebenfalls für die zugeschnittene Werbung genutzt. Hierbei stellt sich die Frage, wie weit das alles noch gehen wird. Auch die Frage um den Datenschutz bleibt bisher unbeantwortet. Ob es wirklich so angenehm ist, bei jedem Huster direkt den Vorschlag zu bekommen, ob man nicht Hustenbonbons bestellen möchte, sei dahingestellt.

Wann und ob überhaupt dieses Patent zum Einsatz kommt und die Technologie der Stimmenanalyse in den Alexa-Geräten verbaut wird, ist zudem noch nicht geklärt.


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Libratone Zipp und Zipp mini mit AirPlay 2: Mit neuen Updates getestet

Der Libratone Zipp sowie der Zipp mini sind schon ein paar Monate auf dem Markt, werden jedoch stetig mit Updates vom Hersteller versorgt. Nun hat der dänische Hersteller per Update AirPlay 2 ausgeliefert. Zeit, sich die beiden Lautsprecher einmal genauer anzusehen.

Libratone Zipp: Modern & Bunt

Der Sockel sowie die Oberseite der beiden Lautsprecher ist aus einem matt-weißem, nicht reflektierendem Material. Das Besondere ist hierbei der Nylonbezug, der sich mit einem Reißverschluss je nach Farbwunsch auswechseln lässt. So kann man beispielsweise bei einer Renovierung einfach für wenige Euro einen neuen Bezug für den Lautsprecher kaufen, damit er wieder perfekt zu seiner Umgebung passt.

Auf der Oberseite befindet sich ein touchsensitives Bedienfeld. Insgesamt wirkt der Lautsprecher durch seine wertigen Materialien sowie sein relativ hohes Gewicht von über einem Kilo sehr hochwertig. Der schicke Reißverschluss sowie die hochwertige Trageschlaufe aus echtem Leder lassen den Lautsprecher eher wie einen Einrichtungsgegenstand als wie ein Technikprodukt wirken.

Die edle Lederschlaufe macht den Lautsprecher noch mobiler.

Komplett vernetzt

Die beiden Lautsprecher beherrschen eigentlich jede gängige Verbindungsmöglichkeit, um Musik wiederzugeben. Neben einem klassischen Aux-Anschluss stehen Bluetooth mit aptX Support sowie Wlan zur Verfügung. Außerdem sind die Lautsprecher mit Spotify Connect und nun auch AirPlay 2 kompatibel. Über eine proprietäre Lösung lassen sich bis zu sechs der Lautsprecher verbinden und gemeinsam ansteuern. Alternativ kann man die Geräte auch mit AirPlay 2 verbinden. Hierbei lassen sich auch Geräte verschiedener Marken kombinieren, solange diese AirPlay 2 unterstützen.

Auch ohne Strom verbunden

Alle Funktionen der beiden Lautsprecher lassen sich für ungefähr zehn Stunden auch ohne Stecker über den integrierten Akku nutzen. Der einzige kleine Nachteil hierbei ist, dass die Lautsprecher mit einem proprietären Ladekabel mit Strom versorgt werden. Dieses ist fest mit dem Stecker verbunden. So muss man dann doch immer in der Nähe einer Steckdose sein, wenn der Lautsprecher aufgeladen werden soll. Hier hätte Libratone mittlerweile auf das gängige USB-C setzen können.

Mit Stromkabel und einem nicht ganz zeitgemäßen USB-Anschluss sind sowohl der Zipp als auch der Zipp Mini ausgestattet.

Guter Klang

Bereits beim ersten Einschalten war ich vom Klang begeistert. Beide Lautsprecher haben ein relativ neutrales Klangbild und bieten einen satten, aber nicht übertriebenen Bass. Auch die Lautstärke ist mehr als ausreichend, um ein komplettes Zimmer mit nur einem Lautsprecher zu beschallen. Durch die 360 Grad-Bauform wird der Sound in alle Richtungen abgegeben. Die Lautsprecher klingen daher also am besten, wenn sie nicht gerade in einer Ecke stehen. In der App lässt sich das Klangbild je nach Aufstellort oder Musikrichtung anpassen.

Leider ist kein manueller Equalizer vorhanden, sodass man auf den Equalizer seines Wiedergabegerätes zurückgreifen muss. Zipp und Zipp mini unterscheiden sich klanglich erstaunlich wenig. Lediglich der Bass ist beim größeren Modell minimal stärker.

Ein leichter Tipper auf das Touch-Feld oder in die App lässt das Singvögelchen des Lautsprechers aufleuchten.

Bedienung

Die Bedienung über das Touchfeld ist relativ simpel. Mit einer Wischbewegung lässt sich die Lautstärke verändern und per Klick auf das Libratone-Logo in der Mitte wird die Wiedergabe gestartet oder pausiert. Außerdem gibt es einen Vor- und einen Zurück-Button, einen Button, um mehrere Lautsprecher miteinander zu verbinden, sowie einen Button, um auf seine Favoriten zugreifen zu können. Diese Favoriten können in der Libratone App festgelegt werden. Dazu kann man bis zu fünf beliebige Internet-Radiosender oder Spotify bzw. Tital Playlisten auswählen, um diese auch ohne App abspielen zu können.

Bester Klang: Freistehend kann der Libratone Zipp 2 zeigen, was er kann.

Fazit

Klanglich liegen die beiden Lautsprecher etwa zwischen dem Sonos Play 1 und dem Apple HomePod. Durch das schickere Design im Vergleich zu dem Play 1 und der deutlich besseren Unterstützung von verschiedenen Wiedergabequellen im Vergleich zum HomePod konnten die beiden Lautsprecher mich überzeugen und sind seit ein paar Monaten bei mir zu Hause regelmäßig im Einsatz.

Für 250-300 Euro erhaltet ihr einen schicken Wlan-Lautsprecher mit vielen Verbindungsmöglichkeiten. Auch die Möglichkeit, den Lautsprecher durch den eingebauten Akku ins Nebenzimmer oder auf den Balkon mitzunehmen, überzeugt. Wenn ihr jedoch einen Lautsprecher primär für den mobilen Einsatz sucht, solltet ihr euch den Libratone One Click einmal ansehen.


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Der neue Magenta Smart Speaker von Telekom: Eine Entwicklung voller Besonderheiten

Smart Speaker Magenta by Telekom

Auch die Telekom macht es: auf der IFA 2018 wurde der Lautsprecher von Telekom vorgestellt – der Magenta Smart Speaker. Der Sprecher bildet eine Konkurrenz für Google, Amazon und Apple.

Wer bisher keinen perfekten smarten Assistenten für sich gefunden hat, der kann sich auf den Speaker von Telekom freuen. Magenta erhielt eine weibliche Stimme, die dazu sehr natürlich klingt. Mit dem einfachen Signal „Hallo Magenta“ wird sie aktiviert. Die Antworten lernt sie noch, ist aber auf einem guten Weg zum würdigen Konkurrenten auf dem bisherigen Smart-Speaker-Markt.

Magenta Smart Speaker und seine Funktionen

Die Telekom arbeitet noch an den Sprachbefehl-Antworten. Wie jeder Lautsprecher muss auch Magenta erkennen können, wann sie nach dem Wetter gefragt wird. Egal ob der Nutzer „Wie ist das Wetter heute?“ fragt oder einen Spruch wie „Muss ich einen Schirm einstecken?“ in den Raum wirft. Die Wetterinformationen werden von Wetter Online geliefert.

Jeder, der schon im Besitz von einem Magenta SmartHome ist, sollte sich so schnell es geht darum kümmern, die Hände auch an den Magenta Speaker legen zu können. Denn sie ist perfekt für diese Funktionen gemacht. Für die Entertain TV-Nutzer erleichtert sie auch die Auswahl des TV-Programms. Beim Suchen kann man einfach den gewünschten Titel aussprechen und sich somit das lästige Tippen ersparen.

Außerdem ist es möglich, mit dem Sprecher Anrufe anzunehmen und Telefongespräche durchzuführen. Für Festnetzanrufe ist allerdings ein Telekom-Anschluss erforderlich.

Für die Musik-Fans unter uns gibt es enttäuschende Neuigkeiten: Der Magenta Speaker kann Radiosender wiedergeben, aber Streaming-Dienste sind bisher, im Gegensatz zur Konkurrenz von Google, nicht verfügbar. Doch zu dem Thema werden bei der Telekom Gespräche geführt, ob und welche Dienste unterstützt werden sollten. Ich drücke die Daumen, dass Music On Demand bald einen Teil der Magenta Software bilden wird.

Was für viele User eine angenehme Abweichung vom Alltag sein könnte, ist eine Kooperation zwischen Telekom und Rewe. Es besteht die Möglichkeit Lebensmittel auf Zuruf zu bestellen oder sich Rezepte diktieren zu lassen.

Magenta Smart Sprecher by Telekom

Wen es abschreckt, dass Magenta noch lange nicht so „smart“ ist wie Alexa oder Google Assistant, der kann jetzt ausatmen. Die Telekom hat angekündigt, dass der Lautsprecher auch die Software von Alexa unterstützt. So kann man beide Assistentinnen zugleich nutzen.

Was macht den Magenta Smart Speaker besonders?

Telekom verspricht, dass die von Magenta gesammelten Daten nicht an den US-Servern abgespeichert werden. In der Tat sollen die Nutzer-Informationen innerhalb der Europäischen Union bleiben. Die Box zeichnet auch keine Gespräche auf und soll, laut Telekom, bis zu dem Aufruf „Hallo Magenta“ taub bleiben.

Bisher ist der Magenta Smart Speaker nicht auf dem Markt. Der Preis soll ungefähr 150 Euro betragen. Zurzeit sucht die Telekom noch einige Testnutzer. Voraussetzung ist ein Festnetzanschluss der Telekom mit laufendem Entertain TV. Die 1000 Kunden, die ausgewählt werden, erhalten den Speaker kostenlos. Hier könnt ihr euch anmelden.

Möglicherweise kommt der Speaker Ende des Jahres auf den Markt, so wie es ursprünglich geplant war. Doch Telekom entscheidet dann, ob der Magenta Smart Speaker reif genug ist, um die Wünsche der Nutzer vollständig erfüllen zu können. Und bevor das passiert, müssen wir uns noch gedulden.


Images by Telekom

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Alle Vögel sind schon da – Der Libratone One Click Bluetooth Speaker im Test

Libratone One Click

Nach langem Warten ist es endlich soweit: Der Frühling ist da und so mancher Stubenhocker verlagert sein Wohnzimmer kurzerhand nach draußen. Ob Balkon, Garten oder doch der Park um die Ecke – die Musik muss mit. Dazu passt die neue Generation der Bluetooth-Speaker, die nicht nur mit Klang und Design, sondern auch ein paar Extras für den Draußenbereich aufwarten. Die dänische Firma Libratone präsentiert mit dem One Click in dieser Sommersaison einen schnieken Lautsprecher, der auf jeder Gartenparty etwas hermacht. Mit 30 Watt und einem integrierten 3-Zoll-Tieftöner, einem 1-Zoll-Hochtöner und einem passiven Treiber hat der Libratone One Click schon ganz ordentlich Wumms. Libratone wirbt mit „360 Grad Sound“, wenn der Lautsprecher stehend oder hängend aufgebaut ist. Der Test zeigt, ob das Singvögelchen mehr kann als nur gut aussehen.

Design: Eine 1 mit Sternchen

Der Libratone One Click macht schon beim Auspacken etwas her. Auf den ersten Blick ist der Bluetooth-Speaker vor allem eines: Schlicht und elegant. Für Tasten oder offensichtliche Eingänge muss man bei diesem Modell schon etwas genauer hinschauen. Lediglich ein Silikonstreifen, auf dem der Firmenname aufgebracht ist, verdeckt den Auflade-Anschluss für Micro-USB und einen 3,5-mm-Klinken-Eingang. Hier kann auch ein Kopfhörer als Antennenverstärker angeschlossen werden, so dient der Libratone One Click ganz klassisch als tragbares Mittelwellen-Radio.

Auf der vorderen Seite wird der Libratone One Click mittels eines schicken Touch-Feldes bedient, auf dem das Firmenlogo mit dem Vogel zu sehen ist. Designtechnisch ist das so gut gelöst, dass ich das Feld zunächst für pure Verzierung gehalten habe. Mit den Maßen von 12 x 4 x 20 Zentimetern ist der Lautsprecherkorpus etwa so groß wie ein durchschnittliches Taschenbuch, allerdings wiegt er mit knapp 900 Gramm etwas mehr – das Gewicht liegt jedoch absolut im Rahmen.

Libratone One Click
Libratone One Click. Image by Anne Jerratsch

Apropos Rahmen: Der Libratone One Click wird von einem etwa vier Zentimeter breiten Silikonrahmen mit Bumpern umfasst. Der dicht gewebte Stoffüberzug im gleichen Farbton auf der Vorder- sowie Rückseite des Speakers sorgt für einen hochwertigen Eindruck, außerdem soll dieser für Staub- und Spritzwasserschutz mit IPX4-Zertifizierung sorgen.

Pass! Mich! An! – Vielseitiger Einsatz für den Libratone One Click

Der Libratone One Click zeichnet sich trotz des schlichten Designs durch seine Vielseitigkeit aus. Den Silikonrahmen des Outdoor-Lautsprechers kann man abnehmen und die einzelnen Elemente austauschen. Hierfür benötigt man etwas Geschick, denn der dicke Rahmen sitzt recht fest auf dem Korpus. Angst, etwas kaputtzumachen, muss man allerdings nicht haben, denn auch hinter der Verschalung ist der Speaker robust konzipiert.

Innerhalb des Rahmens befinden sich an fünf strategischen Stellen austauschbare Bits, die man durch einen einzelnen kürzeren Henkel mit verschließbarer Funktion oder Ösen mit Aufhängevorrichtung ersetzen kann, durch die eine längere Schlaufe passt. Alle Teile sind aus farbigem Silikon, allerdings wirken die Extrabits bei aller Hochwertigkeit der Box selbst etwas billig – insbesondere die Schlaufe rutscht gern mal aus der Öse, da sie aus recht dünnem Gummi besteht. Hier wäre ein höherwertiges Material wie Leder oder wenigstens eine Stoffummantelung angebracht gewesen, wie sie Libratone bereits beim Aufladekabel mitliefert. In der Silikon-Ausführung wirkt das Ganze leider ein wenig wie eine Abwandlung einer Duschgelflasche mit Einhänge-Halterung.

App oder nicht App? Bedienung leicht gemacht

Der Libratone One Click ist auch beim Thema Funktionen bewusst schlicht gehalten. Schaltet man den Speaker ein, zirpt und blinkt der Bluetooth-Lautsprecher sanft und auf zeigt so seine Bereitschaft an. Mittels des Touch-Feldes wird der Speaker mit dem Smartphone gekoppelt und die Funktionen Play, Pause sowie Lautstärke und der nächste Track kann mit einem sanften Streicheln des runden Buttons angewählt werden. Leider hat sich Libratone keine Kombination überlegt, um einen Track zurückzuspringen. Ein kurzes Tippen auf den On/Off-Button zeigt den Ladestand des Akkus an.

Will man den Libratone One Click genauer steuern, hilft die Libratone-App für Android und iOS weiter, die auch den genauen Batteriestand des Bluetooth-Speaker verrät oder sich mit Streaming-Konten von Tidal, Spotify oder dem präferierten Internetradio verbinden möchte. Auch verschiedene Soundeinstellungen sind per App umstellbar. Man kann beispielsweise zwischen Voreinstellungen wie Rock, Live oder Easy Listening wählen. Leider ermöglicht die App keine feineren Einstellungen für Mitten, Höhen oder Bässe. Auch das Lautstärkerad taucht in der App noch einmal auf und lässt sich hier etwas besser und genauer bedienen als am Gerät selbst.

Libratone bietet zudem die Möglichkeit, mehrere Speaker der Marke zusammenzuschließen. Wie das funktioniert, wird in der App Schritt für Schritt erklärt. Die kostenfreie App macht allgemein einen recht aufgeräumten und durchdachten Eindruck – das kann nicht jeder Hersteller von sich behaupten.

Zwei weitere Extras habe ich bei meinem Test eher zufällig herausgefunden: Google Play bietet von sich aus an, eine Smart Lock-Funktion für das Telefon und den angeschlossenen Speaker einzurichten. Das Smartphone bleibt dann entsperrt, wenn der Speaker genutzt wird – vor allem, wenn bei Youtuber mal wieder die Autoplay-Funktion streikt, kann das praktisch sein. Auch lassen sich mit dem Libratone One Click mehr als nur ein einziges Smartphone gleichzeitig verbinden, was den Soundspaß noch einmal erweitern dürfte.

Ohren auf: Was kann der Libratone One Click?

Der schicke Lautsprecher dürfte sich mit einem ordentlichen Klangbett auf jeder kleineren Gartenparty ganz gut schlagen, wenn man ein paar kleine Einschränkungen hinnimmt. Der Hersteller wirbt mit 360-Grad-Sound, also rundum gleichbleibender Soundabdeckung. Das kann allein wegen des verhältnismäßig breiten Silikonrahmens nicht garantiert werden. Hält man den Speaker direkt vors Ohr, ist hier eine deutliches „Soundloch“ zu hören. Zudem scheint der Libratone je nach Entfernung von der Quelle Probleme mit dem Bluetooth-Signal zu haben, denn die Lautstärke der abgespielten Tracks schwankt ab und an merklich.

Auch befindet sich der Hochtonlautsprecher auf der Geräterückseite, sodass beim Soundtest einige basslastige Songs deutlich dumpfer klingen, wenn der Speaker zur Wand ausgerichtet ist. Der Mitten- und Tieftonlautsprecher befindet sich dafür auf der Vorderseite, hier kommt der Sound klar und knackig aus der Box. Mit zunehmender Entfernung zum Gerät fällt die unterschiedliche Soundausrichtung nicht mehr so sehr auf.

Hat man die Möglichkeit, einen Raum freier zu beschallen, indem man den Speaker beispielsweise aufhängt, dürfte das Soundkonzept jedoch den meisten Ansprüchen genügen. Der Speaker klingt allerdings allgemein sehr mittenlastig. Soundfreaks kommen hier allgemein nicht ganz auf ihre Kosten. Die Bässe könnten kräftiger sein und auch die Höhen hätten noch ein paar mehr Spitzen vertragen können. Für die schlanke Bauweise des One Click ist das Ergebnis aber durchaus zufriedenstellend.

Der Akku des Libratone One Click hält außerdem erfreulich lange durch. Bis zu 12 Stunden (bei halb aufgedrehtem Sound, was etwa Zimmerlautstärke entspricht) macht der Speaker mit, bis er zirpend nach einer frischen Dosis Energie verlangt. Das ist schon etwas mehr als so mancher kostspieligere Speaker an Akkupower aufbringen kann. Sollte der Saft doch einmal früher als gewünscht ausgehen, kann der Libratone One Click mit einem handelsüblichen Micro-USB-Kabel wieder aufgeladen werden.

Libratone One Click für draußen? Outdoor muss man können

Kein Test ohne einen Wermutstropfen – das gilt auch für den Libratone One Click. Das fängt schon bei den kleinen, aber wichtigen Details wie der Alltagstauglichkeit an. Zwar scheint der Zweck des Speakers für den Außenbereich gedacht zu sein. Aber eine Umverpackung wie beispielsweise ein simpler Beutel für den sicheren Transport ins Grüne sucht man leider auch bei diesem Modell vergebens. Dabei wäre diese Dreingabe wohl kaum mit Mehrkosten verbunden gewesen. Auch lag der Pckung zwar ein USB-Kabel bei, aber keine Verbindugn für die Steckdose. Hier muss man auf das eigene Handyladegerät zurückgreifen oder sich einen Adapter besorgen. Eindrücke wie diese schmälern die Freude an der Nutzung etwas.

Auch stellt sich die Frage, für welche Outdoor-Situationen der Libratone One Click überhaupt konzipiert worden ist. Der Speaker selbst steht dank des breiteren Bodens relativ stabil aufrecht. Aber legt man ihn auf eine der schmaleren Seiten, kippt er schnell mal um. Der Rahmen selbst verhindert zwar ein Wegrutschen auf geradem Untergrund. Doch ein paar Schienen oder Füße hätten dem Modell gut getan.

Zudem zieht das breite Silikonband sehr leicht eine feine Staubschicht an. Diese lässt sich zwar leicht abwischen. Aber trotzdem hat man bei der Nutzung außerhalb der eigenen vier Wände Sorge, der edle Stoffüberzug könnte Schaden nehmen oder zumindest Flecken abbekommen.

Die merklichen Schwankungen beim Sound, wenn man sich in unmittelbarer Nähe des Gerätes befindet, sind zwar ein vergleichsweise kleiner Posten, aber dennoch ärgerlich. Hier stellt sich die Frage, wieso Libratone überhaupt mit Rundum-Sound wirbt. Stattdessen hätte das Unternehmen auch einfach mit der durchaus guten Soundqualität und Akkulaufzeit seines Speakers punkten können. Das verfälscht den Eindruck leider ein wenig.

Test-Fazit: Noch nicht ganz flügge

Der Libratone One Click macht optisch und soundtechnisch einiges her. Mit seiner geringen Größe und dem akzeptablen Gewicht sowie der absolut ausreichenden Akkulaufzeit dürfte er sich bei spontanen Parties im Freien gut schlagen. Auch die Ausstattung mit Schlaufen und Henkel ist eine nette Idee, hätte aber qualitativ ein Upgrade im Material vertragen können. Für ein Outdoor-Erlebnis fehlen noch ein paar durchdachte und ausgereifte Konzepte. Der Stoffbezug ist zwar recht hübsch, aber dennoch eher ungeeignet für echte Draußen-Action. Als Designer-Objekt für die Wohnung dürfte der Libratone One Click durchaus taugen.

Der Libratone One Click ist in den Farben Cloudy Grey, Graphite Grey, Cerise Pink und Caribbean Green erhältlich. Der Lautsprecher kostet derzeit zwischen 150 und 170 Euro.

Der Libratone-Lautsprecher bei Amazon (Provisions-Link)


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Ultimate Ears MegaBlast und Blast im Test: Auf Tour mit Amazon Alexa

Ultimate Ears MegaBlast Teaser

Digitale Sprachassistenten sind aktuell der große Trend. So wundert es kaum, dass der Soundspezialist Ultimate Ears seine neuen Bluetooth-Speaker mit Amazon Alexa ausstattet. Während viele Konkurrenzprodukte einen Netzanschluss benötigen, kommen Ultimate Ears MegaBlast und Blast mit einem integrierten Akku daher. Nachdem ich auf der IFA im letzten Jahr einen ersten Blick auf die Lautsprecher werfen konnte, folgte nun der mehrwöchige Test. Lohnt sich die Neuanschaffung?

Blast überzeugt durch kompakte Maße, MegaBlast durch Power-Sound

Der kleine der beiden smarten Speaker hört auf den Namen Blast. Er beerbt den Ultimate Ears Boom und eignet sich besonders für alle, die oft Outdoor unterwegs sind. Mit einer Höhe von 19 Zentimeter, einem Durchmesser von 6,8 Zentimeter und einer Masse von 640 Gramm ist er kompakt und portabel. Unter dem Gewebe stecken zwei aktive Hochtöner mit 35 Millimeter Durchmesser und zwei passive Tieftöner mit 81 x 39 Millimeter Größe. Sie bieten nahezu 360-Grad-Klang. Wer auf fetten Sound steht, ist beim Ultimate Ears MegaBlast an der richtigen Adresse.

Mit seiner Höhe von 23,7 Zentimeter, einem Durchmesser von 8,8 Zentimeter und einem Gewicht von 1,2 Kilogramm besitzt er stattliche Maße. Für unterwegs eignet sich das Exemplar also nur bedingt. Zumindest sollte zu einem großen Rucksack gegriffen werden. Gleich sechs Lautsprecher verbaut der Hersteller: Zwei 25 Millimeter Hochtöner, zwei 55 Millimeter Mitteltöner sowie zwei passive Tieftöner mit 85 x 50 Millimeter. Damit lassen sich dann ohne Probleme die Nachbarn nachhaltig verärgern.

Auf der Unterseite von Ultimate Ears Blast und MegaBlast befindet sich eine Öse zum Aufhängen. Image by Jonas Haller

Blast und MegaBlast bieten nicht alle Funktionen der Vorgänger

Wie auch seine Vorgänger lassen sich die Lautsprecher per Bluetooth mit dem Smartphone oder Tablet verbinden. Das funktionierte im Test fix und ohne Probleme. Die Reichweite beträgt dann bis zu 45 Meter. Wer das volle Potential ausschöpfen möchte, sollte allerdings zusätzlich die Ultimate Ears App installieren. Dann lassen sich der Ultimate Ears MegaBlast und Blast mit dem WLAN-Netz verbinden. Dafür ist die Eingabe des Passworts nötig, WPS wird nicht unterstützt. Wer mehrere Geräte einbinden will, muss müßig ebenso oft das Kennwort eingeben. Ärgerlich: Die PartyUp-Funktion, über die zwei oder mehr Speaker zu einem Surround-System verschmelzen, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht verfügbar. Auch ein Equalizer zum Anpassen der Audioausgabe fehlt leider. Überhaupt ist die neue App zum aktuellen Zeitpunkt recht rudimentär: Viel mehr als die Deaktivierung des Mikrofons und das Prüfen der Statusdaten ist zurzeit nicht möglich.

Der Funktionsumfang der Companion-App ist sehr übersichtlich. Screenshots by Jonas Haller

Alexa und Amazon Music an Bord, Spotify fehlt auch nicht mehr

Ist der smarte Lautsprecher verbunden, lässt sich auf Dienste wie TuneIn Radio oder Amazon Music zugreifen. Außerdem gibt’s drei Monate Amazon Music Unlimited umsonst. Für die Registrierung wird dann allerdings ein Abo fällig. Fans des schwedischen Streaming-Dienstes Spotify schauen in die sprichwörtliche Röhre – er wird zum jetzigen Zeitpunkt nicht unterstützt. schauen seit Mai 2018 nicht mehr in die Röhre. MegaBlast und Blast unterstützen nun als erste Ultimate-Ears-Lautsprecher Spotify Connect. Über WLAN lassen sich die Speaker mit Hilfe der Spotify-App auf dem Smartphone ansteuern. Eine Kopplung über Bluetooth ist mit Spotify Connect nicht nötig. Getestet haben wir das Feature nicht (Update, 11. Mai 2018).

Wer Amazon Music oder Webradio nutzt, sollte unbedingt einen Funktionstest durchführen. Im Test kam es in Verbindung mit Speedport-Routern der Telekom zu nervigen Aussetzern und Bufferzeiten. Ein Funktionstest mit einem TP-Link-Router verlief positiv.

Wie bereits erwähnt, befindet sich die Amazon-KI Alexa an Bord der beiden Lautsprecher. Per Mikrofon werden Sprachbefehle aufgenommen und verarbeitet. Während Echo und Co. durch fast schon erschreckende Hellhörigkeit punkten, setzen Blast und MegaBlast mit mehreren Metern Entfernung Sprachbefehle nur noch spärlich um. Außerdem dauert die Verarbeitung recht lang. Per Alexa-App lassen sich zusätzliche Anwendungen, sogenannte Skills, auf den Sprachassistenten installieren. Für die smarten Features ist zwingend eine WLAN-Verbindung erforderlich. Beim gemütlichen Grillabend im Park muss also das Smartphone als Hotspot herhalten.

Auf der Oberseite des Ultimate Ears MegaBlast befindet sich eine schmale LED, die unter anderem Alexas Aktivitäten signalisiert. Image by Jonas Haller

Blast und MegaBlast bieten beeindruckende Akkulaufzeit

Unterwegs geht den beiden Kollegen so schnell nicht der Saft aus. Über die genaue Akkukapazität schweigt sich der Hersteller zwar aus, allerdings sind die Laufzeiten beeindruckend. Der kleine Blast kommt auf eine Betriebszeit von bis zu 12 Stunden. Einen noch besseren Wert erreicht der MegaBlast: Bis zu 16 Stunden lässt sich (theoretisch) die nächste Party beschallen. Geladen wird per altmodischem microUSB-Anschluss. Aufgrund der rechteckigen Aussparung lässt sich für den Ladevorgang nur das beigelegte Kabel verwenden. Wer die Speaker in den eigenen vier Wänden per Steckdose nutzen will, kann auf die optionale „PowerUp“-Ladestation zurückgreifen. Über einen speziellen, einschraubbaren Adapter auf der Geräteunterseite wird der Lautsprecher mit Strom versorgt. Es genügt, das Gadget auf die Kontaktfläche zu stellen. Das Einstecken eines Kabels entfällt.

Optional lässt sich für 40 Euro eine Ladestation ordern. Image by Jonas Haller

Fazit Ultimate Ears MegaBlast und Blast: Laute Stimmungsmacher mit Kinderkrankheiten

Beim ersten Ausprobieren im Rahmen der IFA in Berlin war ich von den beiden neuen Modellen begeistert. Lieferten sie doch den gewohnt guten Klang der Ultimate Ears Familie, gepaart mit den smarten Features eines Sprachassistenten. Im Laufe des Praxistests in den letzten Wochen flaute die Euphorie ab. Die Mobilität, Lautstärke und Akkulaufzeit ist in der Branche zwar weiterhin ungeschlagen. Allerdings zeigten sich auch Negativpunkte. Da ist zuerst die Klangqualität zu nennen. Sie ist zwar auf einem sehr hohen Niveau, hat sich jedoch rein subjektiv im Vergleich zu den Vorgänger-Speakern Boom und MegaBoom nicht verbessert. Einen App-Equalizer sucht man aktuell vergebens. Außerdem fehlen Features wie „PartyUp“, über das mehrere Geräte zu einem System verbunden werden können.

Laut Hersteller sollen beide Funktionen allerdings schon bald nachgeliefert werden. Die Integration von Amazon Alexa ist auf dem ersten Blick eine coole Sache. In der Praxis bietet die smarte Funktion auch einen echten Mehrwert. Allerdings ist unterwegs zwingend ein WLAN-Hotspot nötig. Die Mikrofone sind weniger sensibel als bei Amazon Echo und Co. Zudem treten in Verbindung mit bestimmten Routern Probleme beim Buffern von Streamingdaten auf. Fast schon blamabel ist, dass der größte Streaming-Dienst Spotify aktuell nicht unterstützt wird.

Im oberen Bereich lässt sich die Lautstärke regeln. Image by Jonas Haller

Mit 229 Euro für den Ultimate Ears Blast und 299 Euro für den Ultimate Ears MegaBlast ruft die Logitech-Marke 30 Euro mehr auf als für die Vorgängermodelle ohne Web-Anbindung. Der Mehrpreis lohnt sich vor allem für Amazon-Kunden und all jene, die auch unterwegs nicht auf Alexa verzichten können. Mit 40 Euro ist auch die optionale Ladestation „PowerUp“ nicht unbedingt ein Schnäppchen. Wer auf die smarte Sprachassistentin verzichten kann, für den sind Ultimate Ears Boom und MegaBoom die besseren Alternativen. Zumal die Shops gerade mit satten Rabatten locken.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Netzpiloten Android.

MegaBlast bei Amazon (Provisions-Link)
Blast bei Amazon (Provisions-Link)


Images by Jonas Haller


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • POST Tagesspiegel: Post testet Begleit-Roboter für Briefträger: Immer mehr Menschen bestellen am liebsten bequem von Zuhause bei sämtlichen Online-Shops und lassen sich die Ware direkt vor die eigene Haustür liefern. Daher testet die nordhessische Kleinstadt Bad Hersfeld derzeit sechs Wochen lang den sogenannten Postbot. Hinter diesem versteckt sich ein vierrädriger Roboter mit einer Höhe von 1,50 Meter, der dem Postboten hinterherfährt und so 150 Kilo Briefe und Pakete transportiert. Eingebaute Sensoren sorgen dafür, dass der Postbot die Beine des Zustellers erkennt und ihm somit in Schrittgeschwindigkeit folgen kann. Die Angst dahinter, dass der Postbot Arbeitsplätze wegnehmen könnte, ist allerdings unbegründet. Der Roboter ist vielmehr ein Helfer, der die Arbeit der Zusteller und Postboten, die die Post zu Fuß austragen müssen, erleichtern soll.

  • WHATSAPP Welt: WhatsApp bekommt eigene Emojis und so sehen sie aus: Emojis sind aus unseren Chats gar nicht mehr wegzudenken. Das Unicode-Konsortium entscheidet darüber, welche Emojis verfügbar sind, doch kann sich das Design je nach Plattform, Betriebssystem und Hersteller leicht unterscheiden. Bisher hat man auf Whatsapp die Emojis von Apple vorgefunden – auch auf Android-Geräten. Allerdings gibt es derzeit eine Betaversion des Messengers, auf der es nun von Whatsapp entworfene Emoticons geben wird. Bisher sind die Unterschiede kaum erkennbar und erst beim zweiten Mal hinsehen, werden diese teilweise sichtbar. Leicht abgeänderte Frisuren oder Kleidungen von Personen oder andere Farben deuten auf eine Veränderung hin. Dazu können Nutzer sich allerdings auf ganz neue Emojis wie Fantasy-Figuren freuen. Unklar ist jedoch, wann das neue Design bei Whatsapp zu finden sein wird.

  • GOOGLE Chip: Angriff auf Amazon: Google bringt smarten Lautsprecher zum Schleuderpreis: Google setzt mit seinen smarten Lautsprechern jetzt auch auf einen guten Klang. Beim neuen vernetzten Lautsprecher Google Home Max wurden daher zwei Tieftöner, Hochtöner und empfindliche Mikrofone im Inneren verbaut, damit Sprachbefehle auch bei lauter Musik deutlich verstanden werden können. Zudem soll der neue Lautsprecher die beste Tonabstimmung ermitteln können. Hier kann das Gerät seine Position und Umgebung besser einschätzen und somit den Ton entsprechend anpassen. Schon ab Dezember soll der smarte Lautsprecher für etwa 400 US-Dollar – vorerst in den USA – auf den Markt kommen.

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Amazon Echo bringt die KI nach Hause – und das früher als gedacht

Amazon_Echo (adapted) (Image by Scott Lewis [CC BY 2.0] via Flickr)

Was soll all die Aufregung um den sprachgesteuerten Hauslautsprecher, den Amazon Ende September in Deutschland und Großbritannien veröffentlicht hat? Das Gerät ist in den USA seit über einem Jahr erhältlich und hat sich als absoluter Hit herausgestellt. Die Verkaufszahlen wurden auf 1,6 bis 3 Millionen Einheiten geschätzt. Allerdings widersprechen diese Zahlen dem Einfluss, den solch ein Gerät, das mit künstlicher Intelligenz arbeitet, auf das moderne Zuhause schon in naher Zukunft haben könnte. Echo erlaubt es nicht nur, unsere Musik per Sprachsteuerung auszuwählen, dies ist nur die erste von vielen verschiedenen Smart-Home-Anwendungsmöglichkeiten, die weit über einfache Aufgaben wie das bloße Steuern von Musik oder Beleuchtung hinausgehen. Es nutzt einen Assistenten mit künstlicher Intelligenz namens Alexa, der es Nutzern ermöglicht, auf Informationen und Dienstleistungen aus dem Internet zuzugreifen und persönliche Organisationstools zu nutzen. So können Sie beispielsweise eine Pizza bestellen oder ein Taxi rufen, das Wetter oder Termine in Ihrem Kalender abfragen – alles nur durch eine Anfrage an Alexa. Somit ist es Apples Siri recht ähnlich, macht aber, was Mikrofon und KI Technologie anbelangt, demgegenüber deutlichere Fortschritt. Im Hinblick auf die Spracherkennung und Anfragenausführung arbeitet es treffsicherer als vergleichbare Geräte. Dies gilt für alle Bereiche in Ihrem Zuhause, wo das Gerät Sie hören kann.

Ich habe nun das vergangene Jahr mit Amazon Echo gelebt, nachdem ich es aus den USA über eBay importiert hatte. Es ist ein erstaunliches Werkzeug, das man selbst erlebt haben muss, um zu begreifen, warum es das Potenzial hat, den Gedanken vom intelligenten Assistenten für jedes Zuhause erfolgreich zu machen. Daher überrascht es nicht, dass selbst Amazons CEO Jeff Bezos sagte, es werde möglicherweise der vierte Amazon-Hauptservice, gleich nach der Verkaufsstelle, dem Cloud-Speicher und den Mobilgeräten. Viele von uns haben sich bereits an mangelhafte Spracherkennungssysteme und fehleranfällige Benutzung unserer Smartphones gewöhnt. Allerdings hat Amazon bereits zwölf Monate vor der Konkurrenz damit begonnen, ein Hochpräzisionsmikrophon und eine verfeinerte Spracherkennung zu entwickeln. Dadurch hat das Unternehmen gegenüber anderen einen deutlichen Vorsprung erhalten. Der Unterschied zu anderen KIs ist, dass Alexa statt einer einzelnen Software 300 ihrer eigenen Apps nutzt (die Amazon „skills“, also Fähigkeiten, nennt), um das Gerät mit entsprechenden Fähigkeiten auszustatten. All dies schafft ein System, das besser integriert und höher entwickelt ist und gleichzeitig ein Minimum an Einrichtung bzw. Konfiguration erfordert. Das ist eine durchaus signifikante Entwicklung im Aufkommen des vernetzten Zuhauses, die auf uns zukommt, während wir von der Epoche der PCs und mobilen Geräte zusteuern auf die Epoche des Internets der Dinge. Eine Epoche, in der Computerchips sich in beinah allen Geräten des täglichen Lebens finden lassen, die wir benutzen. Echo ist wohl das erste erfolgreiche System, dem es gelungen ist, diese Lücke zu schließen. Sein Spracherkennungsservice verknüpft, zusammen mit der Sensorik, Ihr Zuhause mit einer Lieferkette des Amazon Markts, die viele, wenn nicht sogar alle Ihrer Bedürfnisse bedient. Es ist vielleicht noch etwas früh für ein solches Gerät, aber es wirft dennoch die Frage auf, wie andere Geschäfte, Banken und Entertainmentunternehmen eventuell auf diese Technologie reagieren müssen, da es im Endeffekt einen Zwischenhändler zwischen Ihnen und den Kunden platziert. Anstatt zu einem Direktanbieter zu gehen, erledigen Sie eine Bestellung nun über Amazon mit Echo. Die IT-Industrie nennt das einen Aggregator oder eine Service-Broker-Plattform. Dies ist das allseits angestrebte, mythische Ziel vieler Tech-Unternehmen, die der Dienstleister aller erhältlichen Dienste werden wollen.

Was spricht dagegen?

Das Feedback der frühen Anwender von Echo aus den USA war solide. Nach meiner Erfahrung entfällt das Argument, das Gerät habe keinen Bildschirm, was die Interaktion erschweren würde, wenn man das Gerät einfach nutzt. Die Sprachinteraktion wirkt natürlich und wenn es wirklich ein Problem mit dem System gibt, liegt das eher daran, dass man erst den Umfang der Fähigkeiten des Systems verinnerlichen sollte, als sie direkt zum Laufen bringen zu wollen. Ein Gerät, das ständig auf Spracheingaben wartet (und das Unternehmen ist um die Klarstellung bemüht, dass anderweitige Konversationen nicht aufgezeichnet werden), wirft zweifelsohne die Frage nach der Privatsphäre auf, genauso wie es all unsere anderen verknüpften Geräte tun. Echo und Alexa arbeiten mit den entsprechenden Sicherheitsprotokollen, die viele Leute bereits nutzen, wenn sie online einkaufen oder den Cloud-Dienst von Amazon nutzen. Wie privat diese Systeme allerdings wirklich sind und welche Missbrauchsrisiken sie bergen, muss untersucht werden, sobald Amazon oder andere Smart-Home-Unternehmen damit einen Zugang nicht nur zu unseren Bankdaten, sondern auch zu unseren privaten Gesprächen erhält. Echo repräsentiert eine neue Art von Schnittstelle, die zusammen mit bahnbrechenden Konzepten im Bereich der virtuellen Realität Dienstleistungen im Hinblick auf Sprachsteuerung vorantreibt, die den innovativen Umgang mit Computern schon 2017 und den darauffolgenden Jahren prägen wird. Google hat in den USA bereits Google Home ein ganzes Jahr später auf den Markt gebracht und auch andere Unternehmen arbeiten momentan an ähnlichen Ansätzen. Das erstaunliche daran ist, dass dies eine Zukunftsvision darstellt, die viel eher als derzeit angenommen eintrifft. Wir sind zwar noch weit von allgemein künstlicher Intelligenz entfernt, mit Maschinen, die wie Menschen denken und handeln – aber die Tage von Tastatur und Maus sind gezählt. Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Amazon_Echo“ by Scott Lewis (CC BY 2.0)


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