Libratone Zipp und Zipp mini mit AirPlay 2: Mit neuen Updates getestet

Der Libratone Zipp sowie der Zipp mini sind schon ein paar Monate auf dem Markt, werden jedoch stetig mit Updates vom Hersteller versorgt. Nun hat der dänische Hersteller per Update AirPlay 2 ausgeliefert. Zeit, sich die beiden Lautsprecher einmal genauer anzusehen.

Libratone Zipp: Modern & Bunt

Der Sockel sowie die Oberseite der beiden Lautsprecher ist aus einem matt-weißem, nicht reflektierendem Material. Das Besondere ist hierbei der Nylonbezug, der sich mit einem Reißverschluss je nach Farbwunsch auswechseln lässt. So kann man beispielsweise bei einer Renovierung einfach für wenige Euro einen neuen Bezug für den Lautsprecher kaufen, damit er wieder perfekt zu seiner Umgebung passt.

Auf der Oberseite befindet sich ein touchsensitives Bedienfeld. Insgesamt wirkt der Lautsprecher durch seine wertigen Materialien sowie sein relativ hohes Gewicht von über einem Kilo sehr hochwertig. Der schicke Reißverschluss sowie die hochwertige Trageschlaufe aus echtem Leder lassen den Lautsprecher eher wie einen Einrichtungsgegenstand als wie ein Technikprodukt wirken.

Die edle Lederschlaufe macht den Lautsprecher noch mobiler.

Komplett vernetzt

Die beiden Lautsprecher beherrschen eigentlich jede gängige Verbindungsmöglichkeit, um Musik wiederzugeben. Neben einem klassischen Aux-Anschluss stehen Bluetooth mit aptX Support sowie Wlan zur Verfügung. Außerdem sind die Lautsprecher mit Spotify Connect und nun auch AirPlay 2 kompatibel. Über eine proprietäre Lösung lassen sich bis zu sechs der Lautsprecher verbinden und gemeinsam ansteuern. Alternativ kann man die Geräte auch mit AirPlay 2 verbinden. Hierbei lassen sich auch Geräte verschiedener Marken kombinieren, solange diese AirPlay 2 unterstützen.

Auch ohne Strom verbunden

Alle Funktionen der beiden Lautsprecher lassen sich für ungefähr zehn Stunden auch ohne Stecker über den integrierten Akku nutzen. Der einzige kleine Nachteil hierbei ist, dass die Lautsprecher mit einem proprietären Ladekabel mit Strom versorgt werden. Dieses ist fest mit dem Stecker verbunden. So muss man dann doch immer in der Nähe einer Steckdose sein, wenn der Lautsprecher aufgeladen werden soll. Hier hätte Libratone mittlerweile auf das gängige USB-C setzen können.

Mit Stromkabel und einem nicht ganz zeitgemäßen USB-Anschluss sind sowohl der Zipp als auch der Zipp Mini ausgestattet.

Guter Klang

Bereits beim ersten Einschalten war ich vom Klang begeistert. Beide Lautsprecher haben ein relativ neutrales Klangbild und bieten einen satten, aber nicht übertriebenen Bass. Auch die Lautstärke ist mehr als ausreichend, um ein komplettes Zimmer mit nur einem Lautsprecher zu beschallen. Durch die 360 Grad-Bauform wird der Sound in alle Richtungen abgegeben. Die Lautsprecher klingen daher also am besten, wenn sie nicht gerade in einer Ecke stehen. In der App lässt sich das Klangbild je nach Aufstellort oder Musikrichtung anpassen.

Leider ist kein manueller Equalizer vorhanden, sodass man auf den Equalizer seines Wiedergabegerätes zurückgreifen muss. Zipp und Zipp mini unterscheiden sich klanglich erstaunlich wenig. Lediglich der Bass ist beim größeren Modell minimal stärker.

Ein leichter Tipper auf das Touch-Feld oder in die App lässt das Singvögelchen des Lautsprechers aufleuchten.

Bedienung

Die Bedienung über das Touchfeld ist relativ simpel. Mit einer Wischbewegung lässt sich die Lautstärke verändern und per Klick auf das Libratone-Logo in der Mitte wird die Wiedergabe gestartet oder pausiert. Außerdem gibt es einen Vor- und einen Zurück-Button, einen Button, um mehrere Lautsprecher miteinander zu verbinden, sowie einen Button, um auf seine Favoriten zugreifen zu können. Diese Favoriten können in der Libratone App festgelegt werden. Dazu kann man bis zu fünf beliebige Internet-Radiosender oder Spotify bzw. Tital Playlisten auswählen, um diese auch ohne App abspielen zu können.

Bester Klang: Freistehend kann der Libratone Zipp 2 zeigen, was er kann.

Fazit

Klanglich liegen die beiden Lautsprecher etwa zwischen dem Sonos Play 1 und dem Apple HomePod. Durch das schickere Design im Vergleich zu dem Play 1 und der deutlich besseren Unterstützung von verschiedenen Wiedergabequellen im Vergleich zum HomePod konnten die beiden Lautsprecher mich überzeugen und sind seit ein paar Monaten bei mir zu Hause regelmäßig im Einsatz.

Für 250-300 Euro erhaltet ihr einen schicken Wlan-Lautsprecher mit vielen Verbindungsmöglichkeiten. Auch die Möglichkeit, den Lautsprecher durch den eingebauten Akku ins Nebenzimmer oder auf den Balkon mitzunehmen, überzeugt. Wenn ihr jedoch einen Lautsprecher primär für den mobilen Einsatz sucht, solltet ihr euch den Libratone One Click einmal ansehen.


Images by Timo Brauer


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