Echo Dot 3 – größer, lauter, besser?

In der dritten Version hat Amazon seinem günstigsten Alexa-Speaker grundlegend überarbeitet. Ich habe den Echo Dot 3 für euch ausprobiert und mit seinem Vorgänger verglichen.

Stoff statt Klavierlack-Optik

Das Design des kleinen Lautsprechers wurde grundlegend überarbeitet. Statt glänzendem Plastik ist das Gerät nun von Stoff umgeben. Hier könnt ihr aus drei verschiedenen Farben (hellgrau, anthrazit oder sandstein) wählen. Lediglich die Oberseite ist weiterhin aus einem matten Plastik. Dadurch wirkt das Gerät deutlich wertiger als sein Vorgänger und ist resistenter gegen Kratzer und Schmutz.

Der von vielen Alexa-Geräten bekannte Lichtring ist etwas an die Kante des Gerätes gewandert, wodurch er sich auch aus weiterer Entfernung besser erkennen lässt. Außerdem ist der Echo Dot 3 ein gutes Stück größer, dicker und schwerer als sein Vorgänger. Dies macht sich auch positiv beim Klang bemerkbar.

Klang – Ein Unterschied wie Tag und Nacht

Beim Klang muss sich der neue Echo Dot wirklich nicht verstecken. Während der alte Echo Dot maximal die Soundqualität eines Handys erreicht, macht es mit dem neuen Gerät wirklich Spaß, Musik zu hören. Der verbaute 41-mm-Lautsprecher (15-mm beim Vorgänger) liefert einen deutlich klareren und lauteren Klang als der Vorgänger.

Zwar kann man mit dem Gerät keine Party beschallen, aber für Musik beim Arbeiten oder Kochen kann man den neuen Echo Dot guten Gewissens empfehlen. Die maximale Lautstärke und Klangqualität ist mit einer guten Bluetooth-Box für 60-80 Euro zu vergleichen. Über eine Equalizer-Funktion in der Alexa-App lässt sich das Klangbild auch an euren Geschmack anpassen.

Spracherkennung mit Startschwierigkeiten

Zur Stimmerkennung hat der neue Echo Dot nur noch vier statt sieben Mikrofone wie beim Vorgänger verbaut. Im Test reagierte der neue Echo Dot manchmal etwas langsamer auf sein Aktivierungswort als der Vorgänger. Er verstand mich auch öfter falsch, zumindest war das mein Eindruck. Da die Stimmerkennung allerdings auf KI basiert und mit der Zeit besser wird, ist ein Vergleich zu einem Gerät, das schon über ein Jahr im Einsatz ist, vielleicht nicht ganz fair.

Anschlüsse

Wie beim Vorgänger verbaut Amazon weiterhin einen Klinkenanschluss, um den Echo Dot mit einer externen Musikanlage zu verbinden. Wer dies allerdings dauerhaft vorhat, sollte jedoch zum ebenfalls neu vorgestellten und günstigeren Echo Input greifen. Der Mikro-USB Anschluss zur Stromversorgung der letzten Generation wurde nur leider gegen einen proprietären Stecker eingetauscht. Schade, dass Amazon hier nicht auf USB-C setzt. Das 1,8 Meter lange Kabel ist fest mit dem Netzstecker verbunden und lässt sich nicht so einfach verlängern.

Multiroom für Einsteiger

Während der alte Echo Dot sich lediglich als Sprachassistent oder zum Verbinden mit einer externen Musikanlage eignet, macht es mit dem neuen Echo Dot wirklich Spaß Musik zu hören. Für einen Preis von 59 Euro ist er ein günstiger Einstieg in die Welt von Smart Home und Sprachassistenten. Das Gerät ist aber auch für diejenigen unter euch geeignet, die bereits andere Echo Geräte im Einsatz haben und weitere Zimmer per Multiroom mit Musik und einem smarten Assistenten versorgen möchten.

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Images by Timo Brauer


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