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IKEA und Sonos stellen Symfonisk vor

Ikea Symfonisk

Woran denkt ihr, wenn ihr einen Kamin seht? An eine Lampe, die gleichzeitig ein Lautsprecher ist natürlich! So ging es zumindest den Designern und Entwicklern bei Sonos und IKEA, die jetzt ihr erstes gemeinsames Projekt vorstellten – den smarten Lautsprecher Symfonisk.

Iina Vuorivirta, ihres Zeichens Designerin bei IKEA of Sweden meint: „Für die Idee, eine Leuchte mit einem Speaker zu kombinieren, haben wir uns von einem offenen Kamin inspirieren lassen – denn er verbreitet gleichzeitig Wärme und angenehme Klänge.“

Der nächste Step des Smart Homes

Die effiziente Nutzung von Platz und die Einfachheit der Bedienung, das sind zwei Grundsätze, die sich in den Firmen Sonos und IKEA finden lassen. Genau deswegen soll das neue Produkt nun guten Sound und eine angenehme Atmosphäre kombinieren. Laut IKEA sollen die neuen Symfonisk Lampen/Lautsprecher, wie alle anderen Geräte von Sonos, mit der Sonos-App steuerbar sein und sich mit anderen Sonos Lautsprechern verbinden lassen. Das gilt beispielsweise für den Sonos One, den wir in der ersten Generation getestet haben und der jetzt in der zweiten Generation erhältlich ist.

Darüber hinaus soll auch die Verwendung von Spotify, Apple Music und Amazon Music möglich sein. Amazons digitaler Assistent Alexa selbst findet noch keinen Platz in den Lautsprechern, jedoch können Produkte der Symfonisk-Reihe mit Amazon Echo verbunden werden. Somit könnt ihr die Lampen also doch mit dem digitalen Assistenten steuern.

Insgesamt zwei neue Produkte haben die Unternehmen vorgestellt. Eins davon ist eine Tischlampe mit integriertem Lautsprecher als Sockel. Dort lassen sich auch die Knöpfe zur Regulierung der Lautstärke und dem Wechseln zwischen Songs finden. Das andere neue Symfonisk Produkt kann entweder hochkant oder waagerecht als Regal an die Wand geschraubt werden, aber auch als Buchstütze oder ähnliches im Raum platziert werden.

Image by IKEA

Symfonisk ab August 2019 erhältlich

Das schwedische Möbelhaus betonte, man habe keine Kompromisse bei dem modernen Design der Lautsprecher gemacht, und gleichzeitig darauf geachtet, dass die gute Klangqualität von Sonos ebenfalls ihren Weg in die neuen Geräte findet. Verkaufsstart soll der August 2019 sein. Dann kostet das Lautsprecher-Regal 99,95 Euro und die Lampe circa 179 Euro.

Sonos-Lautsprecher bei Amazon (Provisonslink)


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Echo Dot 3 – größer, lauter, besser?

In der dritten Version hat Amazon seinem günstigsten Alexa-Speaker grundlegend überarbeitet. Ich habe den Echo Dot 3 für euch ausprobiert und mit seinem Vorgänger verglichen.

Stoff statt Klavierlack-Optik

Das Design des kleinen Lautsprechers wurde grundlegend überarbeitet. Statt glänzendem Plastik ist das Gerät nun von Stoff umgeben. Hier könnt ihr aus drei verschiedenen Farben (hellgrau, anthrazit oder sandstein) wählen. Lediglich die Oberseite ist weiterhin aus einem matten Plastik. Dadurch wirkt das Gerät deutlich wertiger als sein Vorgänger und ist resistenter gegen Kratzer und Schmutz.

Der von vielen Alexa-Geräten bekannte Lichtring ist etwas an die Kante des Gerätes gewandert, wodurch er sich auch aus weiterer Entfernung besser erkennen lässt. Außerdem ist der Echo Dot 3 ein gutes Stück größer, dicker und schwerer als sein Vorgänger. Dies macht sich auch positiv beim Klang bemerkbar.

Klang – Ein Unterschied wie Tag und Nacht

Beim Klang muss sich der neue Echo Dot wirklich nicht verstecken. Während der alte Echo Dot maximal die Soundqualität eines Handys erreicht, macht es mit dem neuen Gerät wirklich Spaß, Musik zu hören. Der verbaute 41-mm-Lautsprecher (15-mm beim Vorgänger) liefert einen deutlich klareren und lauteren Klang als der Vorgänger.

Zwar kann man mit dem Gerät keine Party beschallen, aber für Musik beim Arbeiten oder Kochen kann man den neuen Echo Dot guten Gewissens empfehlen. Die maximale Lautstärke und Klangqualität ist mit einer guten Bluetooth-Box für 60-80 Euro zu vergleichen. Über eine Equalizer-Funktion in der Alexa-App lässt sich das Klangbild auch an euren Geschmack anpassen.

Spracherkennung mit Startschwierigkeiten

Zur Stimmerkennung hat der neue Echo Dot nur noch vier statt sieben Mikrofone wie beim Vorgänger verbaut. Im Test reagierte der neue Echo Dot manchmal etwas langsamer auf sein Aktivierungswort als der Vorgänger. Er verstand mich auch öfter falsch, zumindest war das mein Eindruck. Da die Stimmerkennung allerdings auf KI basiert und mit der Zeit besser wird, ist ein Vergleich zu einem Gerät, das schon über ein Jahr im Einsatz ist, vielleicht nicht ganz fair.

Anschlüsse

Wie beim Vorgänger verbaut Amazon weiterhin einen Klinkenanschluss, um den Echo Dot mit einer externen Musikanlage zu verbinden. Wer dies allerdings dauerhaft vorhat, sollte jedoch zum ebenfalls neu vorgestellten und günstigeren Echo Input greifen. Der Mikro-USB Anschluss zur Stromversorgung der letzten Generation wurde nur leider gegen einen proprietären Stecker eingetauscht. Schade, dass Amazon hier nicht auf USB-C setzt. Das 1,8 Meter lange Kabel ist fest mit dem Netzstecker verbunden und lässt sich nicht so einfach verlängern.

Multiroom für Einsteiger

Während der alte Echo Dot sich lediglich als Sprachassistent oder zum Verbinden mit einer externen Musikanlage eignet, macht es mit dem neuen Echo Dot wirklich Spaß Musik zu hören. Für einen Preis von 59 Euro ist er ein günstiger Einstieg in die Welt von Smart Home und Sprachassistenten. Das Gerät ist aber auch für diejenigen unter euch geeignet, die bereits andere Echo Geräte im Einsatz haben und weitere Zimmer per Multiroom mit Musik und einem smarten Assistenten versorgen möchten.

Echo bei Amazon kaufen (Provisionslink).


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Der neue Magenta Smart Speaker von Telekom: Eine Entwicklung voller Besonderheiten

Smart Speaker Magenta by Telekom

Auch die Telekom macht es: auf der IFA 2018 wurde der Lautsprecher von Telekom vorgestellt – der Magenta Smart Speaker. Der Sprecher bildet eine Konkurrenz für Google, Amazon und Apple.

Wer bisher keinen perfekten smarten Assistenten für sich gefunden hat, der kann sich auf den Speaker von Telekom freuen. Magenta erhielt eine weibliche Stimme, die dazu sehr natürlich klingt. Mit dem einfachen Signal „Hallo Magenta“ wird sie aktiviert. Die Antworten lernt sie noch, ist aber auf einem guten Weg zum würdigen Konkurrenten auf dem bisherigen Smart-Speaker-Markt.

Magenta Smart Speaker und seine Funktionen

Die Telekom arbeitet noch an den Sprachbefehl-Antworten. Wie jeder Lautsprecher muss auch Magenta erkennen können, wann sie nach dem Wetter gefragt wird. Egal ob der Nutzer „Wie ist das Wetter heute?“ fragt oder einen Spruch wie „Muss ich einen Schirm einstecken?“ in den Raum wirft. Die Wetterinformationen werden von Wetter Online geliefert.

Jeder, der schon im Besitz von einem Magenta SmartHome ist, sollte sich so schnell es geht darum kümmern, die Hände auch an den Magenta Speaker legen zu können. Denn sie ist perfekt für diese Funktionen gemacht. Für die Entertain TV-Nutzer erleichtert sie auch die Auswahl des TV-Programms. Beim Suchen kann man einfach den gewünschten Titel aussprechen und sich somit das lästige Tippen ersparen.

Außerdem ist es möglich, mit dem Sprecher Anrufe anzunehmen und Telefongespräche durchzuführen. Für Festnetzanrufe ist allerdings ein Telekom-Anschluss erforderlich.

Für die Musik-Fans unter uns gibt es enttäuschende Neuigkeiten: Der Magenta Speaker kann Radiosender wiedergeben, aber Streaming-Dienste sind bisher, im Gegensatz zur Konkurrenz von Google, nicht verfügbar. Doch zu dem Thema werden bei der Telekom Gespräche geführt, ob und welche Dienste unterstützt werden sollten. Ich drücke die Daumen, dass Music On Demand bald einen Teil der Magenta Software bilden wird.

Was für viele User eine angenehme Abweichung vom Alltag sein könnte, ist eine Kooperation zwischen Telekom und Rewe. Es besteht die Möglichkeit Lebensmittel auf Zuruf zu bestellen oder sich Rezepte diktieren zu lassen.

Magenta Smart Sprecher by Telekom

Wen es abschreckt, dass Magenta noch lange nicht so „smart“ ist wie Alexa oder Google Assistant, der kann jetzt ausatmen. Die Telekom hat angekündigt, dass der Lautsprecher auch die Software von Alexa unterstützt. So kann man beide Assistentinnen zugleich nutzen.

Was macht den Magenta Smart Speaker besonders?

Telekom verspricht, dass die von Magenta gesammelten Daten nicht an den US-Servern abgespeichert werden. In der Tat sollen die Nutzer-Informationen innerhalb der Europäischen Union bleiben. Die Box zeichnet auch keine Gespräche auf und soll, laut Telekom, bis zu dem Aufruf „Hallo Magenta“ taub bleiben.

Bisher ist der Magenta Smart Speaker nicht auf dem Markt. Der Preis soll ungefähr 150 Euro betragen. Zurzeit sucht die Telekom noch einige Testnutzer. Voraussetzung ist ein Festnetzanschluss der Telekom mit laufendem Entertain TV. Die 1000 Kunden, die ausgewählt werden, erhalten den Speaker kostenlos. Hier könnt ihr euch anmelden.

Möglicherweise kommt der Speaker Ende des Jahres auf den Markt, so wie es ursprünglich geplant war. Doch Telekom entscheidet dann, ob der Magenta Smart Speaker reif genug ist, um die Wünsche der Nutzer vollständig erfüllen zu können. Und bevor das passiert, müssen wir uns noch gedulden.


Images by Telekom

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Disco in der Box: Der Bluetooth-Lautsprecher LG XBoom Go PK7 im Test

LG Xboom Go PK7

Let’s get the Party startet: Mit dickem Sound trumpft LG angesichts seines neuen Bluetooth-Lautsprechers XBoom Go PK7 für den Außeneinsatz auf. Bei der Sommerparty kann das größte der drei Modelle aus der XBoom-Reihe auch noch mit diversen Features punkten. Wir haben uns den LG XBoom Go PK7 mal genauer angesehen.

Verarbeitung und Design: XBoom Go PK7 – Die Boombox ist zurück

Nein, der XBoom Go PK7 stammt nicht aus “Zurück in die Zukunft”. Der Bluetooth-Lautsprecher sieht trotzdem ein wenig nach 80ies-Ghetto-Boombox oder wie ein massives Bauteil für ein Raumschiff aus.

Der mit 32,0 x 16,7 x 15,2 Zentimetern etwas klotzig wirkende Korpus des PK7 besteht aus robustem Hartsilikon. An der Unterseite sind vier kleine Gummifüße angebracht, um ein Verrutschen der massiven Box zu verhindern. Die Front ist mit einem großformatigen Lochblech verdeckt, das die insgesamt vier Membrane des Speakers (zwei Hochtöner sowie zwei Tief-Mitteltöner) schützt. An den beiden Seiten des PK7 finden sich Passivmembrane aus festem Gummi, die für noch bessere Bass-Unterstützung sorgen.

LG xboom go PK7
Die Silikontasten sind wasserdicht.

Auf der oberen Seite des Lautsprechers sind die Funktionstasten aus mattem Gummimaterial angebracht. Auf der Rückseite warten hinter einer Klappe versteckt der Stromanschluss, ein Audioausgang, eine Reset-Taste und eine Taste, mit der sich noch eine weitere Bluetooth-Box koppeln lässt.

LG PK7
Der LG XBoom Go PK7 lässt sich gut koppeln.

Besonders auffällig sind beim PK7 die beiden länglichen Griffe, die an der vorderen Seite angebracht sind. Während der untere als Standfuß dient, kann man mit dem oberen Griff den Lautsprecher wie eine Boombox herumtragen. Ein paar Muckis muss man dafür aber schon mitbringen: Knapp drei Kilogramm bringt das dicke Soundmonster auf die Waage. Damit ist der LG PK7 wohl eher nicht für den schnellen Besuch im Park oder am Strand geeignet, sondern eher als Standgerät im Garten oder für den Balkon konzipiert.

LG xboom go PK7
Ordentlicher Brocken: Der LG XBoom Go PK7 kann auch als Hantel zweckentfremdet werden.

Special Feature: Lichtshow inklusive

Eine Besonderheit des LG XBoom Go PK7 dürfte die kleine Lichtshow sein, die der Lautsprecher passend zur Musik veranstaltet. Rund um die Membrane sind LEDs angebracht, die im Takt der Musik in allen Regenbogenfarben leuchten. Der XBoom Go PK7 lässt sich so auch als Party-Dekostück im Raum platzieren. Ein optisches Highlight und ein durchaus spaßiges Feature, das in Erinnerung an die erste Stereoanlage mit Lichteffekt melancholisch werden lässt.

Einzig die Unterscheidung zwischen dem im Handbuch angegebenen Mood-Licht und Multicolor-Licht gelang uns nicht. Eine Einstellung blinkt langsam, eine etwas zügiger, aber beide Varianten leuchteten immer im Takt. Wer es bunt mag, hat hier seine helle Freude.

Doch keine Angst: Auch wer kein Freund dieser auffälligen Design-Idee ist, kann beruhigt sein. Die Blinkshow lässt sich mit einem simplen Tastendruck ausschalten.

Sound mit Extras: Der LG XBoom Go PK7 toppt die Stereoanlage

Das Soundddesign ist mit angenehm ausgewogene Mitten und einem Bass, der ordentlich wummst, für den normalen Hausgebrauch sehr gut gelungen. Die alte Stereoanlage kann hier einpacken. Lediglich die Höhen sind in der normalen Einstellung ein klein wenig flach. Um bei Radiosendungen oder beim Serienschauen die Stimmen etwas nach vorne zu bringen, kann die Clear-Vocal-Funktion genutzt werden. Für noch mehr Bass steht die “Enhanced Bass”-Taste bereit. Tatsächlich sind diese beiden Funkrionen das, was die Box nochmal ordentlich aufwertet: Wer sich an den Klang mit den kleinen Extras gewöhnt hat, will sie gar nicht mehr ausschalten.

LG xboom go PK7
Doppelt hält besser: Der LG XBoom Go PK7 kommt im Doppelpack richtig gut an.

Ein weiteres Top-Extra ist die Möglichkeit, zwei PK7-Boxen miteinander koppeln zu können. Das geht ganz einfach, indem man die beiden angeschalteten Boxen mit der Spezialtaste im hinteren Relais verbindet. Die Boxen suchen und finden sich problemlos gegenseitig und der Hörer kann einen ausgewogenen Stereosound genießen. Wir hatten im Test zwei Geräte vor Ort, die Kopplung funktionierte problemlos und ohne Anleitung – nur die doppelte Lichtshow war irgendwann ein wenig zuviel des Guten. Schlau gelöst war hier die Steuerung: Regelt man an einem XBoom Go PK7 beispielsweise die Lautstärke, zog die andere Box zeitgleich mit. Auch die Spezialtasten ließen sich so bequem bedienen.

Für das angenehme Klangbild ist die britische Firma Meridian zuständig, die erstmals mit LG zusammenarbeitete. Eine Kooperation mit Zukunft, wie wir finden.

Handling: Das fast komplette Soundpaket

Nutzt man den PK7 wie jeden anderen mobilen Bluetooth-Lautsprecher, also mit Akkuunterstützung, kann der kleine Powerkasten ganze 30 Watt Leistung bringen. Für die Wohnung ist das absolut ausreichend, für die ausgedehnte Party in größeren Räumen darf es dann doch etwas mehr sein. LG hat hier weitergedacht und setzt auf den Stromanschluss: Nicht nur eine unendliche Laufzeit, sondern auch ganze zehn Watt mehr bringt die Dauerstromversorgung an der Steckdose. Im Batteriebetrieb hält der XBoom Go PK7 anständige 12 Stunden bei mittlerer Lautstärke durch. Der Lautsprecher ist spritzwassergeschützt und übersteht einem kurzen Schauer problemlos.

LG xboom go PK7
Kraftpaket mit Köpfchen: Der LG XBoom Go PK7 ist nicht klein und handlich – will er aber auch nicht sein.

Auch lässt sich der PK7 mit dem Smartphone völlig ohne Mätzchen verbinden und ist schnell einsatzbereit. Auch die Kopplung mit den jeweiligen Sprachassistenten funktioniert reibungslos.

Absolut zufriedenstellend ist hingegen die Reichweite des Bluetooth-Speakers: Gute 15 Meter Wegstrecke zwischen Gerät und Smartphone macht der PK7 locker mit, so dass das Smartphone nicht direkt neben der Box liegen muss, um zu funktionieren. Auch die Verbindung des PK7 mit Windows 10 auf dem Laptop klappt völlig problemlos – davon kann so manch anderes Gerät sich eine Scheibe abschneiden.

LG XBoom Go PK7: Brüllwürfel mit kleinen Schönheitsfehlern

Allerdings muss sich der PK7 auch ein paar Minuspunkte gefallen lassen. Die Funktionstasten auf der Oberseite sind zwar gut zu erreichen, fühlen sich jedoch billig verarbeitet an und haben einen schwachen Druckpunkt. Die Silikontasten erfüllen zwar die Standards, die den PK7 wasserdicht machen. Der optische Eindruck und das Anfassgefühl könnten aber bei hochwertigerer Produktion besser ausfallen.

Die Aufteilung, bei der die die Lichtshow sowie das Mikrofon für die Freisprechanlage sich eine Taste teilen müssen, ist unsinnig. Erst bei einiger Herumprobiererei wird klar, wie viel Druck man für eine 2-in-1-Lösung wählen muss. Kurz: Eine weitere Taste hätte hier nicht geschadet – und Platz wäre im Korpus des PK7 auf jeden Fall genug gewesen.

Bei der Lautstärkeregelung selbst wäre für die volle Punktzahl auch ein wenig mehr Feinarbeit nötig: Gerade für die Zimmerlautstärke sind die unterschiedlichen Lautstärkestufen etwas zu grob eingestellt – ein Tipper auf die Lautstärkewippe am Smartphone oder auf den Volume-Tasten am Gerät und aus „gut hörbar“ wird plötzlich „enorm laut“. Um den lieben Frieden mit den Nachbarn zu wahren, muss man sich hier ein wenig am Riemen reißen.

Auch ist im Langzeittest das Gewicht durchaus ein Thema. Der LG XBoom Go PK7 ist für den schnellen Musikgenuss  einfach zu schwer und zu unhandlich, selbst wenn man ihn nur von einer Zimmerecke in die nächste tragen möchte. Der Lautsprecher braucht seinen festen Platz im Raum, statt immer mit dabei zu sein. Auch spricht dafür das Stromkonzept – den kompletten Sound bekommt man eben nur mit Stromanschluss. Dass diese Idee dem Konzept der Bluetooth-Lautsprecher etwas zuwider läuft, stört LG offenbar nicht. Mobil ist man mit dem Gerät also nicht sonderlich – dafür kann die olle Stereoanlage in den Keller.

Test-Fazit LG XBoom Go PK7

Mit dem LG XBoom Go PK7 bekommt ihr viel Sound und einiges an robustem Material geboten. Für den schnellen Musiksnack unterwegs ist der schwere Bluetooth-Lautsprecher allerdings nicht geeignet. Soll er jedoch den DJ auf eurer Party ersetzen, leistet er durchaus gute Dienste. Der Sound ist in der Grundeinstellung in Ordnung, mit den Extratasten sogar auffallend gut. Die Lightshow ist ein nettes Zusatz-Feature, dass man allerdings nicht dringend braucht.

LG empfiehlt Händlern als Preis 220 Euro. Teilweise ist er jedoch schon deutlich günstiger zu haben, bei Amazon derzeit für 150 Euro (Provisions-Link). Für eine kleinere, mobile Unterwegs-Box empfehlen wir den iRoar Go von Creative. Ihn gibt es schon für 12o Euro (Provisions-Link).


Images by Anne Jerratsch

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Sonos Beam: Soundbar schaltet mit Alexa den Fernseher an

Sonos Beam schwarz

Geht es nach Sonos, hat ein Fernbedienungschaos auf dem Wohnzimmertisch nichts mehr zu suchen. Nicht einmal eine Universalfernbedienung sollen TV-Zuschauer mehr brauchen. Denn der Lautsprecherhersteller hat einen neuen Soundbar angekündigt, der den Sprachdienst Amazon Alexa unterstützt. Statt einen Fernbedienungsbarren in die Hand zu nehmen, können Nutzer ihre Heimkinolandschaft also mit dem Zuruf „Alexa, schalte den Fernseher ein“ aktivieren. Neben dem 450 Euro teuren Soundbar kündigte Sonos zudem Software-Updates an, die ausgewählte erhältliche Lautsprecher um AirPlay 2 und Sprachbefehle von Apples Dienst Siri ergänzen. Ebenso wie Sonos Beam werden die neuen Funktionen Mitte Juli ausgeliefert.

Sonos Beam versteht Alexa-Befehle

Sonos ist nicht der erste, aber der populärste Hersteller eines Klangriegels, der sich mit Alexa steuern lässt. Der neue Soundbar namens Sonos Beam kommt wie andere Sonos-Lautsprecher ohne Fernbedienung aus und wird rein per App oder eben jetzt auch per Sprachbefehl gesteuert. Damit Alexa den TV ansteuern kann, muss er CEC-Funktionen unterstützen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass ein HDMI-ARC-Slot am TV frei ist und der Sonos-Klangriegel damit verbunden wird. Dass Sonos HDMI verbaut, ist ein Novum, aber unumgänglich für diese Funktion. Mit einem optischen Kabel lässt sie sich nicht realisieren.

HDMI-ARC und CEC sind bei Flachbildfernsehern seit Jahren gängig, sodass es keine Kompatibilitätsprobleme geben sollte. Wie einfach oder komplex die Sprachbedienung jedoch ausfällt, wenn weitere Zuspieler, wie etwa ein Receiver für IPTV oder eine Spielekonsole eingebunden sind, muss die Praxis zeigen. Wer Sonos Beam weiterhin per Fernbedienung steuern will, kann das dennoch tun. Steuerfunktionen auf eine Universalfernbedienung, wie zum Beispiel von Logitech, zu legen, ist kein Problem.

Sonos Beam weiß Alexa Fernseher
Keine Fernbedienung nötig: Per Sprachbefehl mit Amazons Alexa schalten Nutzer den Fernseher und den Klangriegel Sonos Beam gleichzeitig an. Image by Sonos

Neben der Gerätesteuerung können Nutzer von Sonos Beam den Sprachdienst Alexa natürlich auch in anderen Fragen konsultieren. Wenn es nur um den Wissensschatz von Alexa an sich geht, können Nutzer alternativ jedoch auch einfach zum kleineren Lautsprecher Sonos One greifen.

Ausbaufähig zum Surround-System

Abgesehen von den smarten Funktionen soll Sonos Beam auch über einen hochwertigen Klang verfügen. Für ein besseres Hörverstehen von Dialogen hellt das Lautsprechersystem die Stimmen auf. Für eine ansprechende musikalische Klangwiedergabe sind diverse Woofer und Hochtöner verbaut. Wegen der gleichzeitig kompakten Bauweise wird Sonos Beam aber nicht so laut und breit aufspielen können wie das Sounddeck Playbase und der andere Soundbar im Sortiment, der Playbar. Im Vergleich dazu hat Sonos Beam eine geringere Anzahl an einzelnen Lautsprechern und soll für maximal mittelgroße Räume geeignet sein. Allerdings ist der neue Klangriegel auch 300 Euro günstiger als die beiden anderen TV-Systeme von Sonos.

Weil Sonos Beam aber, wie alle anderen Speaker des Herstellers, Teil eines Systems ist, können Nutzer den Klangriegel mit zwei Sonos One zu einem Surround-System erweitern und auf diese Weise für eine breitere Klangbühne sorgen. Ein separater Subwoofer lässt sich ebenfalls kabellos verbinden.

AirPlay 2 und Siri erleichtern Bedienung von Sonos One, Play 5 und Playbase

Neben neuer Hardware hat Sonos auch Software-Updates angekündigt, die Sonos-Nutzern mehr Steuermöglichkeiten eröffnen. Mit AirPlay 2 müssen Nutzer von Sonos-Lautsprechern nicht mehr frickelige Bastellösungen oder Adapter nutzen. Selbst der Umweg über die Sonos-App ist nicht mehr nötig. Wie bei einem Bluetooth-Lautsprecher können Nutzer in die Apple-Music-App auf dem iPhone oder iPad gehen und einfach einen kompatiblen Sonos-Lautsprecher aktivieren. Wie andere Sonos-Speaker auch, unterstützt Sonos Beam aber nicht nur Apple Music, sondern insgesamt rund 80 Musikdienste. AirPlay 2 wird auf Sonos Beam, Sonos One, der zweiten Generation von Sonos Play 5 und der Playbase laufen. Künftige Produkte werden AirPlay 2 ebenfalls unterstützen.

Darüber hinaus kann Sonos noch mehr Gebrauch von Siri machen. So können Nutzer während des Betriebs per Siri-Befehl einen Lautsprecher zu den bereits spielenden Lautsprechern hinzufügen. Dieses Feature soll im Juli per Update verfügbar sein.

Sonos AirPlay 2 iPhone Apple Music
Wenn im Juli ein Update mit AirPlay 2 erscheint, können Nutzer Apple Music direkt über einen Sonos-Lautsprecher abspielen, ohne zuvor in die Sonos-App gehen zu müssen. Image by Sonos

Weiter warten auf Google Assistant

Was digitale Assistenten angeht, zeigt sich Sonos außerordentlich sprachbegabt. Neben Alexa will der Anbieter auch Google Assistant integrieren. Eine entsprechende Ankündigung gab es bereits vor einem Dreiviertel Jahr, die den Start auf Anfang 2018 datierte. Bei der Vorstellung von Sonos Beam und den Software-Updates gab sich Sonos diesbezüglich allerdings einsilbig und sprach lediglich weiterhin von einer baldigen Verfügbarkeit.

Der neue Sonos-Klangriegel bei Amazon (Provisions-Link)


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • ARBEITSRECHT sueddeutsche: Darf der Arbeitgeber die Tastatur überwachen?: Im Fall eines Webentwicklers wird nun vor dem Bundesarbeitsgericht verhandelt. Der Arbeitgeber hatte zuvor dem Arbeitnehmer nachweisen können, dass er auf der Arbeit ein Computerspiel programmiert hatte, weil alle Internetsuchen und Systemnutzungen aufgezeichnet und gespeichert wurden. Ist die Überwachung von diesen Daten durch den Arbeitgeber rechtens? Angekündigt wurde erst nur, dass die Internetsuchen gespeichert würden, nicht aber die Tastaturanschläge. Der Arbeitgeber argummentiert mit seinem Recht auf entsprechende Kontrollen, da Dienstcomputer nicht für Privates genutzt werden dürfen.

  • FLASH t3n: Gut so! Adobe gibt Beerdigungstermin für Flash bekannt: Nur noch bis 2020 soll das Browser-Plugin von Adobe auf dem Markt verteilt werden. Schon 2015 hat Adobe angekündigt an einer HTML-5 Alternative zu arbeiten. Vorausgegangen sind einige Sicherheitslücken. Apple habe auf seinen Geräten, in Bezug auf Nutzererfahrung, Akku und Sicherheit, den Flash Player nie unterstützt. Durch die Popularität der Geräte hat so auch der Player an Popularität verloren. Auch Browser haben Flash langsam ein Ende bereitet, indem sie den player nur starten, wenn er aktiv vom Nutzer angeschaltet wird.

  • DATENSCHUTZ spiegel: Europäischer Gerichtshof kippt geplantes Abkommen mit Kanada: Das Gesetz zum Austausch von Fluggastdaten wurde nun vom Europäischen Gerichtshof gestoppt. Mehrere in dem Abkommen genannte Bedingungen seien nicht mit Europäischen Grundrechten vereinbar. Das Abkommen sah vor Fluggastdaten, mitunter Name, Adresse oder weiteres, an andere Länder wie zum Beispiel Kanada weiterzugeben. Diese Daten könnten daraufhin bis zu fünd Jahre gespeichert werden. Der Gerichtshof kritisierte, dass dadurch das Grundrecht auf Achtung des Privatlebens eingeschränkt würde.

  • BILDUNG netzpolitik: Chaos macht Schule: Wie Hacker sich die Digitalbildung wünschen: Technik und Digitales wird in Gesellschaft und Arbeitsmarkt immer wichtiger. Deswegen fordert die Initiative „Chaos macht Schule“ mehr Aus- und Fortbildungen und Open Source als Bildungsstandard. Ziel der dezentralen Bildungsinitiative ist es, die Medienkompetenz und das Technikverständnis von Kindern und Jugendlichen zu stärken, ihren Spaß am Gerät zu fördern und über Risiken aufzuklären. Die Initiative ist der Meinung Kinder sollten die Technik, die sie täglich nutzen auch verstehen können.

  • FACEBOOK the verge: Facebook’s rumored smart speaker would be DOA: Facebook auch noch? Ein Report einer Digitalzeitung in den USA berichtete darüber, dass eine Forschungsgruppe an einem Smarten Lautsprecher arbeiten soll. Nachdem Konkurrenten Google und Amazon erfolgreich die ersten Sprachassistenten auf dem Markt etabliert werden gibt es gegenüber dem Vorhaben von Facebook einige Skepsis. Facebook hat einige Trends nicht erfolgreich umsetzen können, wie zum Beispiel das HTC First in 2013. Ein Grund könnte sein: Obwohl Nutzer Facebook gerne benutzen, haben sie kein Vertrauen in das Unternehmen. Und Ohne Nutzer könnte auch dieses Vorhaben von Facebook scheitern.

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