Trägt Amazon seine Pakete bald mit Lieferdrohnen aus?

Der E-Commerce-Gigant Amazon hat ein Patent für eine paketausliefernde Drohne veröffentlicht. Die äußerst interessanten Pläne des Unternehmens beschreiben dabei eine Paket-Drohne, welche menschliche Gestikulierung und Akustik erkennt und darauf reagiert. Die Beschreibung des Patents lässt darauf schließen, dass die Drohne die Paketauslieferung durch mehrere technische Features in Zukunft revolutionieren könnte. Wie genau das fertige Ergebnis allerdings aussehen soll, ließ Amazon zumindest teilweise noch offen.

Amazon und sein Patent

Amazon.com Inc. wurde 1994, ursprüglich als Online-Buchhandlung, von Jeff Bezos, dem aktuell reichsten Mann der Erde, in Washington gegründet. Der US-amerikanische, börsennotierte Online-Versandhändler gilt weltweit als einer der Marktführer des Internet-Handels. Mit einem Umsatz von 177,9 Milliarden (Stand 2017), einem Gewinn von 3 Milliarden (Stand 2017) und einer Marktkapitalisierung von 700 Milliarden US-Dollar (Stand 2018) wird der Konzern als dritt wertvollstes (Stand 2018) und eines der umsatzstärksten Unternehmen der Welt geführt. Durch das bereits im Juli 2016 angemeldete Patent plant Amazon damit eine weitere Vergrößerung und Ausbreitung der eigenen Firma. Bereits in der Vergangenheit präsentierte Amazon einige innovative Patente, weshalb die Umsetzung der Lieferdrohne noch in den Sternen steht.

Das soll die Paket-Drohne können

Durch die Fähigkeit zur Kommunikation mit Menschen soll die Paket-Drohne die Bestellungen spielend leicht und ohne großen Aufwand direkt an den Kunden ausliefern. Um diese Fähigkeiten zu realisieren, sind laut Amazon mehrere Komponenten wichtig. Eine wichtige Rolle spielen neben der Navigation auch Kommunikation und Gestenbestimmung. Wie dies genau funktionieren soll, wird im Patent allerdings ebenfalls bereits angedeutet. So plant der E-Commerce-Riese eine wahre Hightech-Ausstattung mit vielen speziellen Features. Für die Paket-Drohne sind daher unter anderem Lichtsensoren, Tiefensensor, Akustiksensor, sowie diverse Kameras für Gestik, Tiefenschärfe und Infrarot angedacht. Zudem soll die Drohne dazu fähig sein, ihre Geschwindigkeit anzupassen oder die Richtung bei Fehlleitung wieder zu ändern. Durch die Fähigkeit Gestik, Mimik und Akustik von Menschen wahrzunehmen, soll die Drohne genau ihr Ziel finden. So können zum Beispiel wegwischende oder heranwinkende Bewegungen als Signal für die falsche oder korrekte Auslieferung gewertet werden.

Die Zukunft von Amazon und der Paket-Drohne

Mit der Planung einer Lieferdrohne für Pakete strebt Amazon nun eine deutliche Erleichterung, wenn nicht sogar Neuerfindung der Paketauslieferungs-Branche an. In Cambridge, England gelang kürzlich die erste Drohnenauslieferung mit der „Amazon Prime Air“ in nur 13 Minuten – vielleicht der Anfang der Versand-Revolution. Dennoch ist dies nicht unbedingt Beweis dafür, dass die Paket-Drohne bereits in der Mache oder für die nächsten Jahre geplant ist. Wahrscheinlich ist die jetzige Präsentation des Patents und der Testflug als eine Ansage an die Konkurrenz zu verstehen, zumal zuletzt beispielsweise Walmart oder Samsung ebenfalls ähnliche Patente auf Drohnen veröffentlichten. Mit der DJI Spark ist sogar bereits eine funktions- und kommunikationsfähige Drohne im freien Handel erhältlich. Das größte Problem dürfte allerdings sowieso die Frage nach der zweifelsfreien Zuordnung des Besitzers sein. Einer Freigabe von den benötigten sensiblen Daten wird mit Sicherheit nicht jedermann offen gegenüber stehen. Dennoch darf man mehr als gespannt sein.


mopic / adobe.stock.com


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Tim Hölger

Tim Hölger

Sein Traumberuf ist Sportkommentator für Fußball, Football, WWE, oder Darts. Als großer HSV-Fan widmet er den Großteil seiner Freizeit Sportmedien von Apps, über Youtube-Kanäle, bis hin zu Zeitungen. Interessiert sich zudem für Musik, Videospiele sowie Spiele-Apps.

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