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Japan läutet 8K-Ära mit „2001: Odyssee im Weltraum“ ein

Die japanische Rundfunkgesellschaft NHK überträgt seit Anfang Dezember erstmals einen Sender in 8K über Satellit. Das Programm des Senders BS8K soll vor allem Musik und Kunst bieten, umfasst aber ebenfalls Dokumentationen und Dramen. In Kooperation mit der NASA sendet der Sender sogar 8K-Aufnahmen von der ISS.

Erster 8K-Film keine moderne Produktion

Als ersten Film in 8K wurde nicht etwa eine extra darauf ausgelegte Neuproduktion auserkoren, sondern den Klassiker 2001: Odyssee im Weltraum. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, die damals auf 35mm-Film produziert wurden, nahm man den Science Fiction-Klassiker auf 65mm auf.

Nach Angaben von BBC hat Warner Bros. für die Produktion die originalen Negative neu gescannt und dabei etwaige Störungen entfernt. Auch als zweiten 8K-Film bedient man sich bei Produktionen der 1960er: Im März plant der Sender die Ausstrahlung der Musicalverfilmung My Fair Lady mit Audrey Hepburn.

Neben der hohen Auflösung protzt der neue Sender auch mit 22.2 Multichannel Audio – ein Format, das die japanische Rundfunkgesellschaft selbst entwickelt hat.

Ein teurer Spaß

Der Sender dürfte vorerst aber eher ein erster Feldtest sein, um Erfahrungen zu sammeln. Erst langsam etablieren sich 4K-Fernseher auf dem Markt. 2017 lag der Anteil neu ausgelieferter 4K-Fernseher bei rund 33 Prozent.

Während 4K-Geräte langsam auf erschwingliche Preise fallen, lässt sich das von der nächsten Generation noch nicht behaupten. Ab 5.000 Euro fangen beispielsweise die Geräte von Samsung an. Damit die Auflösung auch wirklich zur Geltung kommt, benötigen die Fernseher außerdem auch entsprechend viel Platz.

Zu den eigentlichen Anschaffungskosten des Fernsehers kommt im Falle des Senders BS8K auch noch ein Receiver, der die hohe Auflösung erlaubt. Dieser schlägt nochmal mit umgerechnet gut 2.000 Euro zu Buche.

Schon vor zwei Jahren angekündigt

Der 8K-Start kam aber nicht völlig unvorbereitet. Bereits 2016 gab der Sender NHK im Rahmen der Olympischen Spiele 2016 bekannt, einen großflächigen Marktstart für Ende 2018 zu planen. Zuvor hatte man eine Testausstrahlung der Spiele 2016 als Testphase für hochauflösende Fernsehübertragung gestartet.

Die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio sollen direkt in 8K produziert werden. Die Olympischen Spiele sind ohnehin gerne ein Schaulaufen für neue Technologien. Bei der Eröffnung der Winterspiele 2018 in Südkorea faszinierten 1.218 Drohnen im spektakulären Formationsflug mit 3D-Figuren, die durch die Luft flogen. Das diente auch als Werbung für den kommenden Mobilfunkstandard 5G. Dieser ermöglichte nämlich erst die Choreographie derart vieler Drohnen. Leider verhinderte schlechtes Wetter die geplante Live-Inszenierung der Tech-Show. Stattdessen wurde die Aufzeichnung der Generalprobe gezeigt, bei der alles nach Plan gelaufen ist.

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State of Mind: Transhumanismus-Thriller als Videospiel

state of mind daedalic

Berlin, 2048. Journalist Richard Nolan erwacht im Krankenhaus und kann sich an nichts erinnern. Sein Kind und seine Frau sind spurlos verschwunden und die Stadt, grau und dunkel, ist voller Roboter und Drohnen. So fängt das Spiel State of Mind der Hamburger Entwickler Daedalic an. Doch das ist nicht die einzige Erzählebene. Es gibt noch einen spielbaren Charakter, Adam Newman. Er lebt in einer utopischen modernen Stadt, die den Namen CITY 5 trägt. Dort scheint die Sonne, dort leben Menschen in einer Symbiose mit den Robotern.

Was erwartet uns bei State of Mind?

Die Entwicklergruppe aus Hamburg ist kein Blockbuster-Unternehmen. Der Name Daedalic Entertainment ist keine Marke, die jeder Spieler kennt. Ein begrenztes Budget zwingt die Firma ihr Spiel möglichst einfach zu halten. Auf den Zocker wartet keine Grafik, die der von Konsolen-Blockbustern gleicht. Für die wählerischen unter euch kann das Spiel langweilig sein. Denn es ist nicht kompliziert, man stockt nicht bei den Aufgaben, es gibt keine Levels, die man stundenlang entziffern muss. Durch eine Reihe an Minispielen statt Rätseln, spielt es sich sehr fließend.

Doch State of Mind fordert den Spieler, regt zum Nachdenken an. Es zeigt ein mögliches Szenario, eine potentielle Realität, eine Dystopie und eine Utopie. Berlin gegen CITY 5. Im weiteren Spielverlauf werden die Beobachter unter den Spielern merken, dass auch an der Utopie nicht alles stimmt.

Man darf aber nicht vergessen, dass State of Mind ein Thema anspricht, das uns seit Jahren beschäftigt. Künstliche Intelligenz, Zukunft mit Androiden, die Angst als Mensch überflüssig zu werden. Allein durch die Themenwahl finde ich das Spiel einen Versuch wert.

Verglichen wird es mit „Detroit: Become Human“ von der Blockbuster-Konkurrenz. Doch genau die Vielfalt an verschiedenen Spielen zum scheinbar gleichen Thema ist das, was das Spielerlebnis so spannend macht. Laut Hersteller bietet State of Mind 20 Stunden Spieldauer. Eindrücke vom Spiel ergänzen wir in Kürze.

Das Videospiel ist zum Preis von rund 40 Euro für PC, Xbox One, Playstation 4 und Nintendo Switch bei Amazon erhältlich (Provisions-Link)


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Trägt Amazon seine Pakete bald mit Lieferdrohnen aus?

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Der E-Commerce-Gigant Amazon hat ein Patent für eine paketausliefernde Drohne veröffentlicht. Die äußerst interessanten Pläne des Unternehmens beschreiben dabei eine Paket-Drohne, welche menschliche Gestikulierung und Akustik erkennt und darauf reagiert. Die Beschreibung des Patents lässt darauf schließen, dass die Drohne die Paketauslieferung durch mehrere technische Features in Zukunft revolutionieren könnte. Wie genau das fertige Ergebnis allerdings aussehen soll, ließ Amazon zumindest teilweise noch offen.

Amazon und sein Patent

Amazon.com Inc. wurde 1994, ursprüglich als Online-Buchhandlung, von Jeff Bezos, dem aktuell reichsten Mann der Erde, in Washington gegründet. Der US-amerikanische, börsennotierte Online-Versandhändler gilt weltweit als einer der Marktführer des Internet-Handels. Mit einem Umsatz von 177,9 Milliarden (Stand 2017), einem Gewinn von 3 Milliarden (Stand 2017) und einer Marktkapitalisierung von 700 Milliarden US-Dollar (Stand 2018) wird der Konzern als dritt wertvollstes (Stand 2018) und eines der umsatzstärksten Unternehmen der Welt geführt. Durch das bereits im Juli 2016 angemeldete Patent plant Amazon damit eine weitere Vergrößerung und Ausbreitung der eigenen Firma. Bereits in der Vergangenheit präsentierte Amazon einige innovative Patente, weshalb die Umsetzung der Lieferdrohne noch in den Sternen steht.

Das soll die Paket-Drohne können

Durch die Fähigkeit zur Kommunikation mit Menschen soll die Paket-Drohne die Bestellungen spielend leicht und ohne großen Aufwand direkt an den Kunden ausliefern. Um diese Fähigkeiten zu realisieren, sind laut Amazon mehrere Komponenten wichtig. Eine wichtige Rolle spielen neben der Navigation auch Kommunikation und Gestenbestimmung. Wie dies genau funktionieren soll, wird im Patent allerdings ebenfalls bereits angedeutet. So plant der E-Commerce-Riese eine wahre Hightech-Ausstattung mit vielen speziellen Features. Für die Paket-Drohne sind daher unter anderem Lichtsensoren, Tiefensensor, Akustiksensor, sowie diverse Kameras für Gestik, Tiefenschärfe und Infrarot angedacht. Zudem soll die Drohne dazu fähig sein, ihre Geschwindigkeit anzupassen oder die Richtung bei Fehlleitung wieder zu ändern. Durch die Fähigkeit Gestik, Mimik und Akustik von Menschen wahrzunehmen, soll die Drohne genau ihr Ziel finden. So können zum Beispiel wegwischende oder heranwinkende Bewegungen als Signal für die falsche oder korrekte Auslieferung gewertet werden.

Die Zukunft von Amazon und der Paket-Drohne

Mit der Planung einer Lieferdrohne für Pakete strebt Amazon nun eine deutliche Erleichterung, wenn nicht sogar Neuerfindung der Paketauslieferungs-Branche an. In Cambridge, England gelang kürzlich die erste Drohnenauslieferung mit der „Amazon Prime Air“ in nur 13 Minuten – vielleicht der Anfang der Versand-Revolution. Dennoch ist dies nicht unbedingt Beweis dafür, dass die Paket-Drohne bereits in der Mache oder für die nächsten Jahre geplant ist. Wahrscheinlich ist die jetzige Präsentation des Patents und der Testflug als eine Ansage an die Konkurrenz zu verstehen, zumal zuletzt beispielsweise Walmart oder Samsung ebenfalls ähnliche Patente auf Drohnen veröffentlichten. Mit der DJI Spark ist sogar bereits eine funktions- und kommunikationsfähige Drohne im freien Handel erhältlich. Das größte Problem dürfte allerdings sowieso die Frage nach der zweifelsfreien Zuordnung des Besitzers sein. Einer Freigabe von den benötigten sensiblen Daten wird mit Sicherheit nicht jedermann offen gegenüber stehen. Dennoch darf man mehr als gespannt sein.


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Walmart patentiert sich Drohnen-Bienen für die Landwirtschaft

Josh - adobe stock com

Der US-amerikanische Einzelhandel-Riese Walmart hat bekanntgegeben, sechs verschiedene Patente für autonome Fluggeräte im Landwirtschaftssektor eingereicht zu haben. Unter den Anträgen befinden sich Pläne für Drohnen-Nutzung auf Nutzflächen. Besonders interessant ist dabei das Patent auf eine Roboter-Biene, welche die Landwirtschaft revolutionieren soll.

Walmart und seine Patente

Der erste Waltmart wurde 1962 von seinem Gründer Sam Walten in Rogers, Arkansas eröffnet. Heute ist das Unternehmen mit Sitz in Betonville, Arkansas weltweit tätig und beherrscht den Großteil des US-amerikanischen Marktes. Mit 500 Milliarden US-Dollar Umsatz und weltweit über 2,3 Millionen Mitarbeitern ist Walmart Stores Inc. sowohl der umsatzstärkste als auch mitarbeiterreichste Privatkonzern im Einzelhandel. Mit der Patentierung mehrerer Ideen will die Handelskette nun auch den landwirtschaftlichen Sektor erobern. Die vorliegenden Dokumente beschreiben verschiedene Roboter- und Drohnen-Systeme, mit denen die Verwendung von Nutzflächen revolutioniert werden soll. Eine große Rolle spielen dabei sogenannte Roboter-Bienen.

Was Walmart mit der Drohnen-Biene erreichen will

Die Roboter-Biene soll in diesem Fall als Drohne in der Landwirtschaft dienen. Nach Walmarts Idee soll das Robotersystem von einer festen Ladestation ausgehen und durch ein Netzwerk über die betroffenen Nutzstellen gesteuert werden. Die Drohnen-Biene kann die Felder auf Schädlinge und deren Auswirkungen untersuchen und bei Schädlingsbefall Alarm melden. Im Optimalfall soll sie sogar direkt Pestizide verspritzen können, um den Befall bei Bedarf sofort und vor allem gezielt zu bekämpfen. Doch die Überwachung ist nur ein Teil des Patents.

Ein weiteres Patent beschreibt die Roboter-Biene als Bestäubungs-Drohne. So soll die künstliche Biene, wie ihr natürliches Abbild, Pollen von Blüten entnehmen, um andere für die Landwirtschaft benötigte Blüten zu bestäuben. Zur Kontrolle soll anschließend eine zweite Drohne mit Sensoren überprüfen, ob die Bestäubung der Blüten erfolgreich war. Die Kommunikation soll dabei per Geräuschübertragung vonstatten gehen.

Nach eigenen Aussagen will Walmart mit dieser Methode auf den Rückgang natürlicher Bestäuber wie Bienen und anderen Insekten reagieren. Außerdem vermutet das Unternehmen in Zukunft eine immer weiter steigende Nachfrage nach Bio-Produkten mit möglichst wenig Pestiziden.

Zukunftsaussichten für Walmart und die Drohnen-Biene

In Bezug auf die zukünftige Entwicklung der Landwirtschaft bedeutet dies eine gravierende Veränderung des Sektors. Durch den Einsatz des Drohnensystems mit den Roboter-Bienen gehen für das Unternehmen viele Vorteile einher. Das gezielte Nutzen von Pestiziden wird nicht nur der stärker werdenden Forderung von Kunden nach ökologischer Landschaft nachgekommen. Walmart schützt nämlich außerdem zunehmend die Umwelt und reagiert, wenn auch durch Technologie, auf das Zurückgehen der Bienenpopulation.

Dennoch vermuten Experten auch andere Motive beim Einzelhandel-Giganten. Das System hilft dem Unternehmen, Kosten in der Zulieferungskette drastisch zu senken und wird von Fachleuten auch als Ansage an die Wettbewerber gesehen. Durch die Drohnen-Technik soll vor allem der Logistikriese Amazon, welcher den Bereich ebenfalls bereits auserkoren hat, Konkurrenz gemacht werden. Wie und wann genau die Nutzung der Drohnen-Bienen eingeführt werden kann, ist noch offen. Allerdings erzielten japanische Wissenschaftler 2017 bereits erste Erfolge auf dem Gebiet der robotischen Bestäubung. Man darf zumindest gespannt sein, ob Walmart durch seine Patente und Drohnen-Bienen die Revolution des Landwirtschafts-Sektor gelingt.


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  • FACEBOOK faz: Facebook spielt mit den Zeitungen Verstecken: Ganz still und leise hat Facebook jetzt einen zweiten Newsfeed eingeführt. Der „Explore Feed“ soll den Nutzern veröffentlichten Content von Seiten anzeigen und so klar getrennt vom Feed des Freundeskreises sein. Das Projekt startete Facebook zunächst in sechs Ländern, u.a. in der Slowakei. Vor allem dort trifft des die kleineren journalistischen Angebote in einer politisch heiklen Zeit besonders. Dort finden am 4. November Regionalwahlen statt und die Änderung des Feeds könnte dementsprechend die Meinungsbildung beeinflussen. Denn wer Traffic und Sichtbarkeit im Feed möchte, der müsse auch entsprechend zahlen. Ob das jetzt wirklich ein „Explore Feed“ oder doch mehr eine große Filterblase ist, bleibt abzusehen

  • DROHNEN wired: „Terroristen dürfen keinen Zugriff auf unsere Drohnen-Schwärme erhalten“: Der Staat erobert sich den Luftraum zurück! Seit Anfang des Monats gibt es im deutschen Luftraum wieder neue Regeln für Drohnen-Besitzer. Jetzt sind Plaketten vorgeschrieben und für manche Modelle sogar ein Führerschein. In den USA hingegen sind die Drohnen-Regularien etwas lockerer und dementsprechend entwickelt man sich schon hin zur vermehrten professionellen Nutzung der Flugfahrzeuge, etwa durch Lieferdienste. Der Vizepräsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik Wolfgang Rudischhauser sieht aber genau darin ein großes Sicherheitsproblem. So geht laut ihm eine terroristische Gefahr von autonomen Fahr- und Flugzeugen aus, die nicht unterschätzt werden und mit entsprechenden Regeln bedacht werden sollte.

  • AMAZON techcrunch: Amazon takes on office supply retailers with launch of Business Prime Shipping: Gestern verkündete Amazon für die US und Deutschland eine neue Sparte der Prime-Mitgliedschaften. Bereits seit Dezember 2016 war die Business-Plattform in Deutschland verfügbar, jetzt wird mit Business Prime Shipping auch die bereits bestehende Prime-Versandart auch für Amazon Business Accounts angeboten. Das soll Firmen ermöglichen, Bürobedarf in größeren Mengen zu bestellen. Amazon tritt damit, wie so oft, in direkte Konkurrenz mit dem Handel.

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  • GOOGLE welt: „Active Edge“ – Googles neue Smartphones sind zum Drücken: Nachdem Windows keine wirkliche Rolle mehr auf dem Smartphone-Markt hat, geht Google jetzt wieder in die Offensive gegen Apple- und Android-Geräte. Auf einer Präsentation wurden das Pixel 2 und Pixel 2 XL vorgestellt. Besonderes Feature ist der Drucksensor an beiden Geräten, mittels dessen der Google Assistant – der hauseigene künstliche Intelligenz – aufgerufen werden kann. Die sogenannte “Active Edge” Funktion geht laut Google auf eine Technologie per maschinellem Lernens zurück. Aber nicht nur in der Smartphone-Abteilung hat sich etwas getan, auch ein Update der VR Brille Daydream, ein neues Notebook und eine kleine Kamera namens „Google Clips“ wurden angekündigt.

  • NETFLIX handelsblatt: Teurere Abos hieven Netflix-Aktie auf Rekordhoch: Am gestrigen Donnerstag hat Netflix für einige seiner Streaming-Tarife den Preis – zum ersten Mal seit zwei Jahren – angehoben. Seit der Ankündigung dieser Änderung beim On-Demand-Anbieter ist dessen Aktie auf ein Rekordhoch gestiegen. Die Aktie des kalifornischen Unternehmens zählt zu den Top-Performern diesen Jahres und konnte seit der Preiserhöhung bereits einen Anstieg von über vier Prozent verbuchen. Dadurch sei Netflix in der Lage, die Position als klarer Weltmarktführer im Bereich Online-Video-Streaming auch bei zunehmender Konkurrenz zu verteidigen.

  • DROHNEN golem: Drohnen sollen Elektroautos aufladen: Bereits Mitte 2014 meldete Amazon ein Patent an, aber erst jetzt gaben die zuständigen Ämter ihren Zuspruch und trugen es ein. Die Idee ist, dass Drohnen Elektroautos teilweise wieder aufladen sollen. Die Fluggeräte sollen auf dem Autodach landen und über eine Dockingstation aufgeladen werden. Das Ganze soll sowohl im Stand als auch während der Fahrt möglich sein. Der Fahrer muss dabei jedoch nichts tun, das Fahrzeug soll ein selbstständiges Signal an Amazon schicken. Das Unternehmen will zukünftig unter dem Namen “Prime Air” ein Netzwerk an Flugdrohnen aufbauen.

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  • GESICHTSERKENNUNG heise: Face++: Das Gesicht als Universalschlüssel: Ein chinesisches Startup aus Peking hat ein Face-Scanning entwickelt. Demnach funktioniert Vieles in China jetzt nur noch via Gesichtserkennung. Ob der Zugang zum Bahnsteig, ins Büro oder aber zum Geld abheben, überall muss man nur sein Gesicht vor die Kamera halten. Das Unternehmen, das hinter diesem Konzept steckt wurde 2011 gegründet und heißt Megvii und scheint Erfolg zu haben, da sich das Gerücht, dass auch das neue iPhone 8 mit dieser Technik ausgestattet sein wird, hartnäckig hält. Können iPhone-Nutzer demnach ab jetzt ihren Bildschirm nur mit ihrem Gesicht entsperren? Es bleibt weiterhin spannend.

  • TWITTERgruenderszene: Ex-CIA-Agentin will Twitter kaufen und Trump verbannen: Er polarisiert und ist Meister des Twitters, Donald Trump. Wie man seine Tweets zukünftig stoppen könnte, möchte eine ehemalige CIA-Agentin zeigen. Sie will nämlich Twitter aufkaufen um somit Trumps Account schließen zu können. Die speziell dafür ins Leben gerufene Crowdfunding-Kampagne soll dies finanzieren. Sieben Tage wird sie noch genau laufen und als gewünschtes Ergebnis schließlich verhindern, dass weiterhin Journalisten beschimpft werden und sich der Konflikt mit Nordkorea weiterhin aufheizt.

  • GAMESCOM golem: Aufstand der Androiden: Für die Playstation 4 arbeitet das Entwicklerstudio Quantic Dream an dem Adventure-Thriller Detroid Become Human. Getestet wurden kleine Sequenzen bereits auf der Gamescom 2017. Unter anderem besteht das Spiel aus dem Android Markus, der wundersamerweise menschliche Gefühle entwickelt hat und von dem Wunsch nach Unabhängigkeit getrieben wird. Spannend ist, dass er außerdem die Fähigkeit besitzt diese Gefühle auch auf andere Androiden zu übertragen. Sein Gegner wird von dem wirklichen Androiden Connor gespielt, der Markus und seine Pläne unscharf machen soll. Durch die sehr emotionalen Bilder soll ein hautnahes und menschliches Spielgefühl entstehen. Wann genau das Spiel erhältlich sein wird, ist noch nicht genannt worden, dennoch ist sicher, dass es nicht nur allein für die Playstation 4 erscheinen wird.

  • DROHNEN wired: In Island startet der erste echte urbane Drohnenlieferdienst: In Island ist es jetzt soweit; der erste Drohnenlieferdienst startet. Vorerst dient diese Funktion Lieferdienst Restaurants und Geschäften bei Bestellungen. Aufgrund der Zeiteinsparung, die bei der Benutzung von Drohnen ermöglicht wird, erhoffen sich die Geschäftsführer eine Kosteneinsparung von 60 Prozent. Demnächst soll zudem auch nach Festlandeuropa und Südamerika expandiert werden, so das Unternehmen. In Gebieten wie Ruanda beispielsweise können mit den Drohnen bereits sogar Blutkonserven transportiert werden.

  • CHATBOT gruenderszene: Fünf Millionen Euro für Münchner Chatbot-Spezialist: WhatsBroadcast hilft Unternehmen besser mit ihren Kunden über Messenger zu kommunizieren, über 800 sind es seit der Gründung 2015 nach eigenen Angaben. Das Münchner Startup bekam jetzt wieder fünf Millionen Euro um seine Dienste weiterhin ausbauen zu können. Dass sich diese Investition lohnt, zeigen die derzeitigen Entwicklungen, denn WhatsApp, WeChat und Facebook Messenger ermöglichen den Unternehmen den direkten Kundenkontakt. Auch für Startups lohnt sich das Anbieten dieser Dienstleistung, da nach der Investmentmanagerin Tanja Emmerling vom HTGF der Messenger-Bereich in Zukunft ein Milliardenmarkt werden könnte.

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  • SAFETY CHECK sueddeutsche: Facebooks Safety Check – manchmal hilfreich, manchmal Panikmache: Die Schicherheitsabfrage von Facebook wurde bis jetzt nicht nur gelobt. Mit ihr können sich Nutzer auf Facebook in Sicherheit markieren sollte es in einer Region zu einem Anschlag oder einer anderweitigen Katastrophe kommen. Der Safety Check aktiviert sich, wenn ein Algorithmus in Posts oder Lokalmedien Keywords wie „Terror“ oder „Anschlag“ oder „Erdbeben“ erkennt. Nach den weitflächigen Bedrohungen in Barcelona war die Funktion sinnvoll, im Falschen Moment aktiviert, kann die Funktion aber auch eher für Panik als für Beruhigung sorgen.

  • BREITBAND golem: Breitbandausbau kommt nur schleppend voran: Milliardenförderungen wurden in den Breitbandausbau investiert, doch auf dem Land ist noch kaum ein Teil der Förderung angekommen. Bis 2018 sollten alle Deutschen Haushalte über mindestens einen Breitbandzugang verfügen. Momentan liegt die Quote bundesweit erst bei 75 Prozent, in manchen Regionen sogar noch weniger. Doch die Bundesregierung geht weiterhin von der Erfüllung des Ziels aus. Kritik erntet die Regierung mittlerweile nicht nur aus den Reihen der Lokalregierungen, sondern auch von Industrie und Handelskammern.

  • DROHNEN faz: Stören, abschießen und den Pilot verhaften: Drohnen warden immer beliebter, auch unter Privatpersonen. Durch ein GPS Signal erkennen manche Fluggeräte mittlerweile in welchen Zonen sie nicht fliegen darf und warnt die Nutzer, schwierig wird es bei Privatgelände von Firmen, bei denen es zu Industriespionage kommen kann. Aus diesem Grund hat sich ein großer Markt für Drohnen-Abwehr gebildet. Durch Funksignale und Erkennungssensoren soll die Drohne erkannt und dann durch ein so genanntes „Jamming“ das Signal zwischen Drohne und Fernbedienung verursacht werden. Dann könnten die Drohnen erfasst und abgeschossen werden. Die Sensortechnik soll sogar in der Lage sein den Standort des Piloten ausfindig zu machen.

  • BILDBEARBEITUNG google research blog: Making Visible Watermarks More Effective: Ein neuer Algorithmus von den Google Researchern ist nun in der Lage Wasserzeichen von Fotos zu entfernen. Viele Fotoanbieter im Internet nutzen Wasserzeichen um Internetnutzern den Zugang zu klaren Bildern zu verweigern, außer diese zahlen den genannten Preis. Die Forscher sagen, sie wollen mit der Vorstellung dieses Algorithmus keineswegs Fotoanbieter angreifen, sondern ihnen eine Sicherheitslücke aufzeigen.

  • GOOGLE wired: What Google’s Open Communication Culture Is Really Like: Die Arbeitswelt bei Google basiert auf einem bestimmten Modell – kommunikativ, offen, inspirierend Ideen zu verfolgen. Das zeichnet ein Bild ähnlich dem eines Universitätscampus. Regelmäßige Großmeetings, offene Mikrofone und Diskussionen. Das führt zu einer starken Einbeziehung der Mitarbeiter in das Unternehmen und schafft Loyalität. Doch mit zunehmender Größe des Unternehmens oder einer Angst vor immer gefährlicher werdenen Leaks wurden Veränderungen irgendwann unumgänglich, schreibt dieser Ex-Google Mitarbeiter.

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  • MOZILLA golem: Mozillas Send erlaubt einfachen Datentausch: Mit Send wagt Mozilla jetzt etwas Neues. Der Austausch von größeren Daten (bis zu ein GByte) sollte somit zukünftig kein Problem mehr sein. Momentan ist Send jedoch noch in der Testphase. Trotz der Funktion, dass die Daten nach einmaligem Herunterladen bzw. nach spätestens 24 Stunden gelöscht werden, gibt es noch Bedenken im Bereich des Datenschutzes, da die gelöschte Datei eventuell auch wiederhergestellt werden kann und somit an eine Drittperson weitergereicht werden könnte.

  • DIGITAL t3n: Digitales Zeitalter: So verschieben sich jetzt die Machtverhältnisse: Wo wollen und können deutsche Unternehmen mit ihrer Innovationsfähigkeit noch hin im Zeitalter von internationaler Konkurrenz wie China und Co.? Eine Frage, die sich mehr denn je gestellt wird. In Zusammenarbeit mit der TU München wurde daher eine Studie durchgeführt um wesentliche Hinderungsgründe aus zu arbeiten. „Das Streben nach Perfektion“ und die fehlende Risikobereitschaft seien unter anderem dafür verantwortlich, dass sich deutsche Unternehmen nicht in der Schnelligkeit entfalten wie ihre Konkurrenz.

  • APPLE horizont: Apple: Erste Details zu neuen Produkten: Apple hat in den letzten Tagen seine neu geplanten Artikel vorgestellt, unter ihnen auch die neue Apple Watch. Direkt in das Mobilfunknetz könnte sie dann auch ohne iPhone Kurznachrichten verschicken, Musik streamen und Anrufe machen. Genauere Informationen wie genau diese Funktion dann auch umgesetzt werden kann, gab es bisweilen noch nicht von Apple. Ein weiteres Produkt ist selbstverständlich das iPhone 8, mit 1.000 US-Dollar das wohl teuerste bis dato. Eine Innovation sei die Gesichtserkennung, die es dem Nutzer ermöglicht via eigenem Gesicht das Smartphone zu entsperren.

  • KLIMAWANDEL heise: Geo-Engineering: China betreibt eines der größten Forschungs-Programme weltweit: Der Klimawandel ist ein akutes Problem unserer Gesellschaft, was behoben bzw. Aufgehalten werden muss. China ist eines der Länder, dass sich diesem Problem annimmt und in Forschung für Maßnahmen gegen den Klimawandel investiert. Seit drei Jahren unterstützt China das weltweite Geo-Engineering-Forschungsprogramme, welches nach Lösungen und Strategien sucht. Diese Forschungsrichtung wirft jedoch auch unter anderem die Frage wieder auf, ob ein technischer Eingriff in das Klima Rettung oder eine erneute Herausforderung heißt.

  • AMAZON gruenderszene: Amazon will mobile Drohnen-Stationen für Züge und Lastwagen entwickeln: Der Plan, dass Waren zukünftig mit Drohnen verschickt werden sollen, hat Amazon schon etwas länger, doch jetzt stehen die Pläne, was ein Patent Amazons nun gezeigt hat. Damit das auch reibungslos funktioniert, gibt es jetzt sogar schon geplante Wartungsstationen für Drohnen, in denen beispielsweise ihre Batterien aufgeladen werden können oder sie gänzlich repariert werden. Extra Container sorgen für den nötigen Raum.

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Fünf Technologien, die unsere Zukunft gestalten könnten

Thought (adapted) image by TeroVesalainen [CC0] via pixabay)

Fliegende Lagerhallen, Roboter-Rezeptionisten, intelligente Toiletten… klingen solche Innovationen eher wie Science-Fiction oder wie ein Teil einer möglichen Realität? Die Technologie hat sich in einem so rasanten Tempo entwickelt, dass uns unsere Welt in naher Zukunft futuristischen Filmen à la Blade Runner ähnelt – mit intelligenten Robotern und jeder Menge neuer Technik.

Aber welche Technologie wird wirklich einen Unterschied machen? Basierend auf jüngsten Untersuchungen von aktuellen Trends sind hier fünf Innovationen, die wirklich unsere Zukunft gestalten könnten.

1. Intelligente Häuser

Viele typische Haushaltsgegenstände können sich bereits mit dem Internet verbinden und Daten zur Verfügung stellen. Aber einiges an der smarten Technik ist derzeit gar nicht so schlau, wie es auf dem ersten Blick scheint. Ein smartes Messgerät zeigt lediglich, wie Energie genutzt wird, während ein Smart-TV nichts weiter tut, als Fernsehen mit einem Internetanschluss zu kombinieren. Ebenso ermöglichen intelligente Beleuchtung, ferngesteuerte Türschlösser oder intelligente Heizungssteuerungen die Programmierung über ein mobiles Gerät, indem sie einfach die Steuerung von einem Gerät an der Wand in unsere Hände verlegen.

Aber die Technologie bewegt sich ziemlich schnell auf einen Punkt zu, wo sie die Daten und Verbindungen nutzen kann, um im Auftrag des Benutzers zu handeln. Aber um wirklich einen Unterschied zu machen, muss die Technik mehr in den Hintergrund rücken – man stelle sich eine Waschmaschine vor, die erkennt, welche Kleidung man in sie hineingelegt hat. Die Maschine wählt automatisch das richtige Programm aus oder warnt den Nutzer sogar, dass er etwas in sie hinein gelegt hat, die er gar nicht zusammen waschen sollte. Hier ist es wichtig, dass wir die alltäglichen Aktivitäten der Menschen, ihre Beweggründe und die Interaktionen mit intelligenten Objekten besser verstehen, um zu vermeiden, dass diese zu ungebetenen Gästen im Haus werden.

Solche Technologien könnten sogar zum Nutzen aller arbeiten. Die BBC berichtet beispielsweise, dass Energieversorger „die Kosten für jemanden reduzieren können, der es gestattet, dass seine Waschmaschine über das Internet eingeschaltet wird, um den günstigen Solarstrom an einem sonnigen Nachmittag optimal auszunutzen.“ Es gibt auch andere Beispiele. So könne man Gefrierschränke für wenige Minuten ausschalten, um den Verbrauch in Zeiten mit hoher Auslastung auszugleichen.

Das Hauptanliegen in diesem Bereich ist die Sicherheit. Mit dem Internet verbundene Geräte können gehackt werden – und tatsächlich passiert das auch. Erinnern wir uns einmal an den letzten Erpresserangriff. Unser Haus ist der Ort, an dem wir uns doch am sichersten fühlen sollten. Damit sie sich verbreiten, müssen diese Technologien es auch weiterhin aufrechterhalten.

2. Virtuelle Helferlein

Während Assistenten eine sehr wichtige Rolle in Unternehmen spielen, verbringen sie doch oft große Teile ihres Arbeitstages mit zeitraubenden, aber relativ trivialen Aufgaben, die automatisiert werden könnten. Betrachten wir einmal die Organisation eines „einfachen“ Meetings. Sie müssen die richtigen Teilnehmer finden – wahrscheinlich auch über die Geschäftsgrenzen hinaus. Wenn dies geschehen ist, müssen sie nur noch herausfinden, wann all diese Personen Zeit haben. Dies ist nicht gerade eine Wissenschaft.

Tools wie Doodle, die die Verfügbarkeit von Personen vergleichen, um die beste Zeit für ein Meeting herauszufinden, können dabei helfen. Aber diese Tools verlassen sich letztendlich auf diejenigen, die sich aktiv einbringen. Sie sind auch nur dann nützlich, wenn die richtigen Leute bereits kenntlich gemacht wurden.

Durch die Verwendung von Informationen über den Kontext (Tabellen von Organisationen, Standortbewusstsein von mobilen Geräten und Kalendern) wurde die Identifizierung der richtigen Personen und die richtige Zeit für ein gegebenes Ereignis zu einem technischen Optimierungsproblem, das von einem EU-finanzierten InContext-Projekt vor einem Jahrzehnt erforscht wurde. In diesem Stadium war die Technologie für das Sammeln von Kontextinformationen aber noch weit weniger fortgeschritten. Smartphones waren immer noch eine Seltenheit und Datengewinnung und Datenerarbeitung waren noch nicht so weit wie heute. Im Laufe der Jahre konnten wir aber auch Maschinen sehen, die weit mehr in der täglichen Planung innerhalb von Unternehmen übernahmen.

In der Tat kann die Rolle der virtuellen Assistenten weit über die Terminplanung und die Organisation von Terminkalendern hinausgehen – sie können Projektleitern helfen, das richtige Team zusammenzustellen und ihnen die richtigen Aufgaben zuzuordnen, damit jeder Job effizient durchgeführt wird.

Auf der Schattenseite greift ein Großteil der benötigten Kontextinformationen doch sehr in die Privatsphäre ein – aber dann ist da die jüngere Generation, die freudig jede Minute auf Twitter und Snapchat teilt und solche Bedenken können im Laufe der Zeit weniger bedeutend werden. Und wo sollen wir die Grenze ziehen? Akzeptieren wir den „Aufstieg der Maschinen“ vollständig und automatisieren so viel wie möglich? Oder sollen echte Menschen in ihren täglichen Aufgaben beibehalten und Roboter nur benutzt werden, um wirklich triviale Aufgaben zu erfüllen, die niemand anderes erledigen will? Diese Frage muss beantwortet werden – und zwar bald.

3. Ärzte mit künstlicher Intelligenz

Wir leben in aufregenden Zeiten – in der Medizin und bei der KI-Technik gibt es immer mehr Fortschritte, die die Zukunft der Gesundheitsversorgung rund um die Welt gestalten. Doch wie würden wir uns bei einer Diagnose von einer künstlichen Intelligenz fühlen? Eine private Firma namens Babylon Health ist bereits dabei, in fünf Londoner Stadtbezirken zu testen, wo die Beratung von einem Chatbot für Nicht-Notrufe unterstützt wird. Die künstliche Intelligenz wurde mit Massen an Patientendaten ausgebildet, um die Benutzer zu beraten, in die Notfallabteilung eines Krankenhauses zu gehen, eine Apotheke zu besuchen oder einfach zu Hause zu bleiben.

Das Unternehmen behauptet, dass es bald in der Lage sein wird, ein System zu entwickeln, das Ärzte und Krankenschwestern bei der Diagnose übertreffen könnte. In Ländern, in denen es einen Mangel an medizinischem Personal gibt, könnte dies die Gesundheitsversorgung erheblich verbessern, so dass die Ärzte, die vor Ort sind, sich auf die Behandlung konzentrieren können, statt zu viel Zeit für eine Diagnose zu opfern. Dies könnte maßgeblich die klinische Rolle und Arbeitsabläufe von medizinischem Personal bestimmen.

Andererseits können IBM Watson, die CloudMedx-Plattform und die Deep Genomics-Technologie den Klinikern Einblicke in die Daten der Patienten und vorhandene Behandlungen geben, ihnen helfen fachkundigere Entscheidungen zu treffen und sogar bei der Entwicklung neuer Behandlungen zur Seite stehen.

Die wachsende Anzahl an mobilen Apps und Self-Trackern wie Fitbit, Jawbone Up und Withings könnte nun die Erfassung von Patientenverhalten, Behandlungsstatus und Aktivitäten erleichtern. Es ist durchaus vorstellbar, dass bald auch unsere Toiletten intelligenter werden und dazu genutzt werden, den Urin und den Kot der Menschen zu untersuchen, um dann eine Echtzeit-Risikobewertung für bestimmte Krankheiten zu liefern.

Um jedoch eine weit verbreitete Einführung der KI-Technologie im Gesundheitswesen zu ermöglichen, müssen viele berechtigte Bedenken angesprochen werden. Schon jetzt wurden Punkte wie Benutzerfreundlichkeit, Gesundheitskompetenz, Datenschutz, Sicherheit, inhaltliche Qualität und Vertrauensfragen mit vielen dieser Anwendungen gemeldet.

Außerdem werden die klinischen Richtlinien zu selten eingehalten. Ethische Bedenken und nicht übereinstimmende Erwartungen hinsichtlich der Erhebung, Kommunikation, Nutzung und Speicherung der Daten des Patienten kommen als Kritikpunkte zusätzlich hinzu. Darüber hinaus müssen die Grenzen der Technik deutlich gemacht werden, um Fehlinterpretationen zu vermeiden, die den Patienten möglicherweise schaden könnten.

Wenn KI-Systeme diese Herausforderungen angehen und sich auf das Verständnis und die Verbesserung der vorhandenen Pflegepraktiken und der Arzt-Patienten-Beziehung konzentrieren können, dann können wir erwarten, dass zunehmend erfolgreiche Berichte von datengesteuerten Gesundheitsinitiativen entstehen.

4. Pflegeroboter

Werden wir Roboter haben, die uns die Haustüren öffnen? Vielleicht ja. Werden sie in den meisten Häusern vorhanden sein? Selbst, wenn sie preiswert sind – wahrscheinlich wird das nie passieren. Was die erfolgreichen, intelligenten Technologien von den erfolglosen unterscheidet, ist, wie nützlich sie sind. Und wie nützlich sie sind, hängt vom Kontext ab. Für die meisten Menschen ist es wahrscheinlich nicht so nützlich, dass ein Roboter die Tür für sie öffnet. Doch man stelle sich vor, wie hilfreich eine Roboter-Empfangsdame an Orten sein könnte, wo Personalmangel herrscht, wie beispielsweise in Pflegeheimen für ältere Menschen.

KI-Roboter, die beispielsweise über eine Sprach- und Gesichtserkennung verfügen, können mit den Besuchern interagieren, um zu prüfen, wen sie besuchen möchten und ob ihnen der Zugang zum Pflegeheim gestattet ist. Nach der Überprüfung können Roboter mit Leitalgorithmen den Besucher zu der Person führen, die sie besuchen möchten. Dies könnte es den Mitarbeitern ermöglichen, mehr Zeit mit den älteren Menschen zu verbringen und ihren Lebensstandard dadurch zu verbessern.

Die KI benötigt aber noch eine weitere Fortentwicklung, um selbständig zu arbeiten. Immerhin: Die jüngsten Ergebnisse sind positiv. Die DeepFace-Software von Facebook war in der Lage, Gesichter mit 97,25 Prozent Genauigkeit zuzuordnen, als diese mit einer Standard-Datenbank von Forschern benutzt wurde, um das Problem der uneingeschränkten Gesichtserkennung zu studieren. Die Software basiert auf Deep Learning (maschinellem Lernen), einem künstlichen neuronalen Netzwerk, das aus Millionen von neuronalen Verbindungen besteht, die automatisch in der Lage sind, Wissen aus Daten zu beschaffen.

5. Fliegende Lagerhallen und selbstfahrende Autos

Selbstfahrende Autos sind wohl eine der erstaunlichsten Technologien, die derzeit untersucht werden. Trotz der Tatsache, dass sie Fehler machen können, können sie tatsächlich sicherer sein als menschliche Fahrer. Dies liegt zum Teil daran, dass sie eine Vielzahl von Sensoren verwenden können, um Daten über ihre Umwelt zu sammeln, einschließlich 360-Grad-Ansichten rund um das Auto.

Darüber hinaus könnten sie potenziell miteinander kommunizieren, um so Unfälle und Staus zu vermeiden. Neben der Bereicherung für die breite Öffentlichkeit sind selbstfahrende Autos wahrscheinlich auch für die Lieferfirmen sehr nützlich. Sie können Kosten sparen und schneller und effizienter liefern.

Man muss hier noch eine Menge weiterentwickeln, um den weitverbreiteten Einsatz solcher Fahrzeuge zu ermöglichen. Hierbei geht es nicht nur darum, dass sie besser lernen sollen, sich selbständig auf belebten Straßen zu bewegen, sondern auch darum, einen ordnungsgemäßen rechtlichen Rahmen zu schaffen. Trotzdem nehmen die Fahrzeughersteller schon jetzt an ein Rennen gegen die Zeit teil, um zu sehen, wer als Erster ein selbstfahrendes Auto für die Massen produzieren kann. Man nimmt an, dass das erste voll autonome Auto bereits im nächsten Jahrzehnt verfügbar sein könnte.

Es ist unwahrscheinlich, dass dieser Fortschritt bei selbstfahrenden Autos oder Lastwagen aufhören wird. Amazon hat vor Kurzem ein Patent für fliegende Lagerhäuser eingereicht, die Orte erreichen können, bei denen die Nachfrage nach bestimmten Produkten sehr wahrscheinlich boomen wird. Die fliegenden Lager würden dann autonome Drohnen für Lieferungen aussenden. Es ist nicht bekannt, ob Amazon bei der Entwicklung solcher Projekte wirklich vorankommen wird, aber Tests mit autonomen Drohnen wurden bereits erfolgreich durchgeführt.

Dank der Technologie ist die Zukunft bereits hier – wir müssen nur ernsthaft darüber nachdenken, wie diese am besten geformt werden kann.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Thought“ by TeroVesalainen (CC0 Public Domain)


The Conversation

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  • BITCOIN t3n: Bitcoin knackt 2.000 Dollar: Darum boomt die Kryptowährung jetzt: Nach dem ersten Allzeithoch Anfang Mai folgt jetzt der Nächste Meilenstein. Die Kryptowährung Bitcoin steigert erneut seinen wert. Seit Beginn des Jahres zieht das Unternehmen viele internationale Investoren an. Wenn der Wert von Bitcoin weiterhin steigt, könnte die Währung demnächst doppelt so viel Wert haben wie eine Feinunze Gold. In Japan ist Bitcoin seit Anfang Mai ein offizielles Zahlungsverfahren. Eine weitere Erklärung des Aufschwungs kann auch das Wissen über die Funktionsweise sein, welches bei Investoren zu vertrauen führt.

  • WINDOWS heise: Windows 10 S: Nur Apps, aber kein Linux: Windows 10 soll demnächst um eine Schüler und Studenten Version erweitert werden, welche nur die Installation von Apps aus dem Microsoft Store erlaubt und deutlich bessere Administrationsfunktionen aufweisen soll. Allerdings sollen unter anderem Linux-Distributionen oder andere Kommandozeilen Zugänge nicht auf Windows S laufen. Grund dafür sei, dass sich die Schülervaritante an ein nicht technikaffines Publikum wende. Wen diese Grundlage stört, muss sein Windows S auf Windows 10 Pro umwandeln.

  • Protest wired: Twitter and Tear Gas: How Social Media changed Protest Forever: Der Wandel der Protestorganisation begann 2011 mit dem Arabischen Frühling, der es schaffte sich über Soziale Medien wie Twitter zu organisieren. Proteste heutzutage haben durch die Vernetzung durch das Internet deutliche Unterschiede zu Protesten der Vergangenheit, und zeigen spannende Veränderungen auf. Zeynep Tufekci schreibt über Vor- und Nachteile des Protests mit Sozialen Medien.

  • ALEXA golem: Amazon verbietet fast alle Werbung in Alexa-Skills: Ein neues Start-Up plante die Einbindung von Werbebotschaften durch die Voice Funktion des Amazon Assistenten Echo. Burger King hatte vor Kurzem für Nachrichten gesorgt, nachdem ein Werbespot einen Befehl für sprachgesteuerte Geräte wie Alexa Echo oder Google Home beinhaltete. Amazon selbst sieht allerdings keine Notwendigkeit, Skills-Entwicklern generell die Möglichkeit von Werbeeinnahmen zu erlauben und hat nun die Richtlinien für die Zulassung zu dieser Funktion gestrafft. Strenge Regeln gibt es besonders für Alexa Skills mit Bestellmöglichkeiten.

  • DROHNEN handelsblatt: Schöne neue Pharma-Welt: Amazon erwägte bereits einen Einstieg in die Pharmaindustrie, durch Drohnenlieferung von verschreibungspflichtigen Medikamenten. Diese Neuerung wäre eine Veränderung besonders für Apotheken und weitere Ketten. Eine weitere Neuerung in der Pharmaindustrie könnten Forschungen im Bereich der Sensorenüberwachung an. Diese Sensoren würden Ähnlich wie Kontrollleuchten im Auto Patienten niedrigen Blutzucker oder Blutdruck melden.

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  • GOOGLE computerbase: Google AutoDraw: Intelligentes Web-Tool optimiert krakelige Skizzen: Autocorrect für Zeichnungen? Es wirkt eher wie ein verspäteter Aprilscherz, aber Google hat jetzt mit AutoDraw ein intelligentes Web-Tool für die gescheiterten Künstler unter uns gelaunched. Mittels Machine Learning soll AutoDraw die Objekte erkennen, die der Nutzer gekritzelt hat un schlägt daraufhin Cliparts von professionellen Künstlern vor. Noch ist diese Motiv-Datenbank eher geringfügig bestückt, soll aber erweitert werden und per Machine Learning wird AutoDraw selbst vage Zeichnungen auch schneller und einfacher erkennen können.

  • PRIME NOW handelsblatt: Amazon wird zur Hoffnung für Einzelhändler: Frische Lebensmittel innerhalb einer Stunde geliefert bekommen – Amazon Prime Now arbeitet jetzt mit lokalen Geschäften in Berlin zusammen und könnte eine neue Hoffnung für den stationären Handel darstellen. Mitglieder des Amazon-Abodienstes Prime Now können sich die per App bestellten Waren in einem bestimmten Zeitfenster von zwei Stunden oder innerhalb von einer Stunde nach Hause liefern lassen. Für die Lieferung innerhalb einer Stunde muss allerdings ein Aufpreis bezahlt werden.

  • TECH wired: Kommen bald biegsame Datenspeicher aus dem Drucker?: Den Möglichkeiten sind quasi keine Grenzen gesetzt – flexible elektronische Bauteile für Elektrogeräte sind stark im Kommen und ermöglichen ganz neue Wearables und Smartphones. Sechs Studenten aus dem amerikanischen Durham haben es mit einem speziellen Drucker geschafft Nanopartikel auf eine Oberfläche zu drucken und so einen flexible Speicher zu erstellen. Mit dieser Technologie ist ein Einsatz auf beispielsweise Plastikfolien oder Papier möglich.

  • LAN-PARTY heise: “Cyber Days”: Bundeswehr sucht IT-Spezialisten: Eine etwas andere LAN-Party – die Bundeswehr sucht jetzt mittels der “Cyber Days” nach IT-Spezialisten. Vom 18. bis 21. April sucht die Bundeswehr an vier Standorten nach Nachwuchs für ihre digitalen Streitkräfte. Jeweils 30 Teilnehmer pro Standort haben die Chance einen Einblick in das Leben am Bundeswehrstützpunkt zu erhalten und anschließender LAN-Party. Die „Cyber Days“ sind Teil des „Projekts Digitale Kräfte“, mit dem die Bundeswehr IT-Spezialisten sucht.

  • DROHNEN zeit: Ihre Drohne benötigt nun eine Anschrift: Sie sind weiterhin beliebt wie eh und je und in Deutschland schwirren derzeit 500.000 von ihnen durch die Luft – jetzt ändert sich aber etwas. Ab sofort gilt die neue Drohnenverordnung – das heißt die Multikopter benötigen jetzt Kontaktdaten. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatten den Entwurf vorgelegt, um für mehr Sicherheit zu sorgen, aber auch neue Chancen für diese Technologie zu eröffnen. Bis Oktober sollten sich private und gewerbliche Besitzer noch mit den Vorgaben auseinander setzen, dann werden die Richtlinien nochmal verschärft.

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Metadata: Apples vorauseilender Gehorsam gegen die Drohnen-Info-App

Drohne (adapted) (Image by Win_Photography [CC BY 2.0] via flickr)

Apple weigert sich Berichten zufolge, die App “Metadata”, die in kritischer Weise über den Drohnenkrieg der USA berichtet, in seinem App Store zuzulassen. Zur Begrüßung hieß es, einige Nutzer empfänden die App als „anstößig“. Dagegen werden zum Beispiel Spiele, in denen mit Drohnen Ziele erledigt werden müssen, problemlos zugelassen. In Wirklichkeit dürfte Apples Weigerung also vielmehr ein (weiterer) Versuch des IT-Giganten sein, es sich nicht mit den Mächtigen zu verscherzen, um weiterhin ungestört Geschäfte machen zu können. Apple könnte (und sollte) hier deutlich mehr Rückgrat beweisen.

Informationen über den Drohnenkrieg vermitteln

Das Ziel der von Josh Begley entwickelten App „Metadata“ ist es, kritisch, aber sachlich über den Drohnenkrieg und seine Opfer zu berichten. Die Verantwortlichen hinter Metadata sammeln und überprüfen Berichte über Drohnen-Angriffe. Kann verifiziert werden, dass es einen solchen Angriff gegeben hat und dieser Opfer gefordert hat, wird eine entsprechende Nachricht an die Nutzerinnen und Nutzer der App geschickt. Daneben bietet die App einige zusätzliche informative Features, insbesondere eine Landkarte, auf der die Position der Drohnen-Angriffe einsehbar ist.

Der Name „Metadata“ kommt übrigens von der Tatsache, dass anhand solcher Metadaten – also Kommunikations- und Bewegungsinformationen, die nichts mit den eigentlichen Inhalten der Kommunikation zu tun haben – mitunter Drohnenangriffe durchgeführt werden, egal, wie unzureichend die Datenbasis in einigen Fällen sein mag. Schon vor einer Weile hatte ein damaliger NSA-Offizieller eingeräumt: „Wir töten Menschen basierend auf Metadaten.

Metadata: Zu anstößig für den App Store?

Metadata existiert mittlerweile schon fünf Jahre (zunächst war die App unter dem Titel „Drone+“ erhältlich). Genau so lange weigert sich Apple, die App in seinem App Store zuzulassen. Immer wieder versuchte das Entwicklerteam, seine App im App Store unterzubringen, und immer wieder wurde diese von Apple entfernt. Insgesamt 13 Mal hat Apple Metadata mittlerweile aus seinem App Store verbannt. Die Begründungen lauteten etwa, die Software enthalte „überaus anstößige oder geschmacklose Inhalte“, sei “nicht hilfreich” und “nicht unterhaltsam”.

Das klingt schon an und für sich nicht wie eine besonders tragfähige Begründung für die Entfernung der App. Es wird noch weniger überzeugend, wenn man sich vor Augen führt, dass Kriegsspiele wie „Drone: Shadow Strike“, in dem die Spielerinnen und Spieler selbst eine Drohne steuern und damit Ziele vernichten müssen – und das mit dem reißerischen Text „Drone: Shadow Strike ist das phänomenalste militärische Kriegsspiel mit einer packenden Mischung aus Strategie, rasanten Kämpfen und realistischer Action! Steuern Sie die besten Drohnen der Welt mit einem Arsenal an Waffen und lassen Sie es Feuer regnen!“ beworben wird – nach wie vor im App Store verfügbar sind und offenbar keinen Anstoß erregen. Zudem sind bei Metadata keinerlei möglicherweise anstößigen, grausamen oder jugendgefährdenden Bilder oder Videos eingebunden. Es werden lediglich Zahlen und Fakten in sehr schlichter und sachlicher Textform präsentiert.

Apples Konkurrent Google, seinerseits Anbieter des Mobil-Betriebssystems Android, hat bei Metadata übrigens keine entsprechenden Probleme. In Googles Play Store ist die App problemlos herunterzuladen und das war auch durchgängig so.

Apple macht die Regeln

Technisch gesehen hat Apple die Möglichkeit, missliebige Apps effektiv zu unterdrücken. iOS-Geräte akzeptieren standardmäßig nur Apps, die aus Apples offizieller Software-Quelle stammen. Vom Sicherheits-Standpunkt aus gesehen ergibt das auch durchaus Sinn, da es ein recht effektives Aussortieren von Schadsoftware oder betrügerischen Inhalten ermöglicht. Es schafft allerdings auch exzellente Möglichkeiten für eine Zensur – der Betreiber der Infrastruktur kann jede Software prüfen und gegebenenfalls entfernen, wie es ja bei Metadata auch immer wieder geschehen ist.

Legal, aber unethisch

Wohlgemerkt: es handelt sich bei der Entfernung von Metadata aus dem App Store keineswegs um ein juristisches Problem. Als Betreiber des Stores hat Apple Hausrecht und kann somit größtenteils seine eigenen Regeln bei der Auswahl der Inhalte machen – ebenso, wie beispielsweise der Türsteher einer Disco Personen wegen nicht zum Etablissement passender, ansonsten aber vollkommen unproblematischer, Kleidung wegschicken kann.

Ethisch allerdings ist das Verhalten Apples höchst fragwürdig. Eine App, deren Ziel es ist, über ein wichtiges und in den traditionellen Medien mitunter vernachlässigtes Thema zu informieren, wird mit fadenscheinigen Begründungen abgelehnt. Das erweckt deutlich und wohl kaum zu Unrecht den Anschein, dass Apple schlichtweg keine Kontroverse riskieren und sich nicht mit den Mächtigen anlegen möchte. Derartige Verhaltensweisen hat der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino schon mehrfach an den Tag gelegt, als er beispielsweise auf Druck der chinesischen Regierung die App der New York Times aus der chinesischen Version des App Store verbannte. Angesichts dieser Tatsache ist es alles Andere als unwahrscheinlich, dass gegenüber der Regierung der USA, wo Apple seinen Firmensitz hat, erst recht vorauseilender Gehorsam an den Tag gelegt wird. Apple will schlichtweg seine Geschäfte nicht durch Kontroversen und möglichen politischen Druck gefährden.

Angesichts der Wichtigkeit des Themas sollte Apple eindeutig mehr Rückgrat und Prinzipientreue zeigen. Es ist an den Nutzerinnen und Nutzern, dies einzufordern – auch mit der Drohung, notfalls Konsequenzen zu ziehen und auf einen anderen Anbieter mobiler Geräte auszuweichen. Nur massiver Druck von Seiten der Nutzergemeinde könnte Apple zum Umdenken bewegen, denn diese haben ein ausgezeichnetes Argument auf ihrer Seite: ihr Geld, ihre Loyalität und die Möglichkeit, Apple beide zukünftig vorzuenthalten. Ein Konzern, der sich dermaßen willfährig an Zensur zugunsten der Mächtigen beteiligt, muss auch auf diesem Wege an seine gesellschaftliche Verantwortung erinnert werden.


Image (adapted) „Drohne“ by Win_Photography (CC BY 2.0)


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CeBIT 2017: Das kann 5G, das Mobilfunknetz der Zukunft

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Seit mittlerweile 2011 ist LTE, das wir landläufig auch als 4G bezeichnen, verfügbar. Inzwischen wird es seit rund drei Jahren von nahezu allen Mobilgeräten unterstützt. Daher ist das für die Ingenieure Grund genug an ein Upgrade zu denken. Mit 5G soll ab 2020 die nächste Evolutionsstufe des mobilen Internets an den Start gehen. Dann soll sie Anwendungen wie hochauflösende VR-Spiele, autonomes Fahren und andere Connected Devices auf ein neues Level heben. Profitieren werden wir Endkonsumenten auch von einer noch nie da gewesenen Netz-Performance von Smartphone, Tablets und Co. Ich verrate euch die wichtigsten Eckdaten zu den Plänen der Netzbetreiber.

5G bringt mehr Speed und geringere Latenz

Die Internationale Fernmeldeunion (ITU) hat im Entwurf IMT-2020 die Anforderung für die ersten 5G-Systeme festgelegt. Sie sollen im Laufe des Jahres 2020 erscheinen. Demnach sollen dem Endgerät und damit dem Nutzer eine maximale Bandbreiten 20 Gbit/s im Download und 10 GBit/s im Upload zur Verfügung stehen. Minimal kommen 100 MBit/s im Downstream und 50 MBit/s im Upstream beim Kunden an. Zum Vergleich: Beim aktuellen Netzstandard LTE(-Advanced) beträgt die maximale Download-Bitrate 300 Mbit/s bis 4 GBit/s. Die Uploadrate liegt bei maximal 1 GBit/s.

Viel wichtiger für Anwendungen wie das autonome Fahren sind allerdings die Latenzzeiten, also die Verzögerung zwischen Eingabe und Reaktion. Diese soll sich für Smartphone- und Tabletnutzer im Bereich von lediglich 4 Millisekunden bewegen. Um sogenannte Ultra-Reliable and Low Latency Communications (URLLC) bei selbstfahrenden Autos zu gewährleisten, wird eine Reaktionszeit von maximal einer Millisekunde angestrebt.

Gleichzeitig unterstützt der Netzstandard 5G bis zu eine Million Geräte pro Quadratkilometer. Das entspricht einer rund 1000fach höheren Kapazität als mit 4G. Auch Cellroaming wird in Zukunft deutlich flüssiger und schneller vonstatten gehen. Das dürfte eine bessere Datenübertragung ermöglichen, wenn man – zum Beispiel als Bahnfahrer von Mobilfunkzelle zu Mobilfunkzelle springt. Nicht zu vernachlässigen ist zudem die verringerte Energieaufnahme: Mobilfunkanbieter rechnen mit 90 Prozent weniger Stromverbrauch je Mobildienst.

Telekom und Vodafone pushen Internet der Dinge

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Telekom zeigt auf der CeBIT die Möglichkeiten des 5G-Netzes mithilfe eines Roboters. Foto by Berti Kolbow-Lehradt

Auf der gerade stattfindenden Branchenmesse CeBIT in Hannover zeigt der Mobilfunkanbieter Telekom bereits einige Anwendungsfelder für das 5G-Netz. Es wird zuerst in der Industrie und an Flughäfen zum Einsatz kommen. Ein aufgebauter Industrieroboter demonstriert unter anderem die stabilen Reaktionszeiten von exakt acht Millisekunden.

Auch Vodafone zeigt ein Showcase zur Mensch-Maschine-Interaktion, das gemeinsam mit der TU Dresden entwickelt wurde. Der schnelle humanoide Roboter Pepper reagiert – ähnlich des menschlichen Nervensystems – in Echtzeit. Damit ist er rund tausendmal schneller als aktuelle Modelle. Das Konzept soll etwa bei der Bergung von Erbeben- oder Lawinenopfern zum Einsatz kommen.

5G ist für Privatkunden Zukunftsmusik – und könnte teuer werden

Wer sich nun auf erste Gadgets freut, der muss leider enttäuscht werden. Denn nachdem Ende des Jahres die Rahmenbedingungen feststehen sollen, folgt danach die Entwicklung von geeigneter Hard- und Software. Dabei stehen nicht nur passende Empfangs- und Verarbeitungsgeräte, sondern auch Sender im Fokus der Ingenieure. Wie auch beim 4G-Ausbau sind in erster Linie Industrie und öffentliche Einrichtungen an Ergebnissen interessiert. Deshalb dürften Blüten zunächst in den Maschinenhallen und Stadtzentren dieser Welt zu finden sein. Auch Fahrzeuge und der Straßenverkehr im Allgemeinen werden vom neuen Netzstandard zuerst profitieren.

Erst in der nächsten Ausbaustufe werden Kunden auch direkt 5G-Produkte für Anwendungen in der Augmented Reality oder Virtual Reality vorfinden. Denn dank der Rahmenbedingungen sollen sie für eine komplett neue Nutzererfahrung sorgen. Auch die Drohnentechnik wird sich durch das neue Mobilfunknetz rasant weiterentwickeln. Wie sich die neuen Geräte preislich von aktuellen Produkten unterscheiden werden, lässt sich momentan schwer abschätzen. Fakt ist, dass die Entwicklung und der Ausbau des 5G-Standards und der zugehörigen Glasfaser-Infrastruktur deutliche Kosten nach sich ziehen wird.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


Teaser Image by Vodafone, Image Robot by Berti Kolbow-Lehradt


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Vom Spielzeug zum Kulturphänomen: Der Weg der Drohnen

drone (adapted) (Image by Unsplash [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Von den vielen Technologien, die unsere Fantasie in den letzten fünf Jahren angeregt hat, gab es wenige, an die so hohe Erwartungen gestellt wurden, wie an Drohnen. Diese Hightech-Flugmaschinen haben einen neuen kulturellen Zeitvertreib geschaffen, der Hobby-Enthusiasmus und die simple menschliche Neugier am Himmel vereinigt.

Im Jahr 2015 wurde die Firma DJI, der größte kommerzielle Drohnenentwicklicker, auf einen Wert von über 10 Milliarden US-Dollar geschätzt, während Medienkonzerne wie Facebook und Google im Hintergrund Drohnenhersteller aufgekauft haben, um ihre Ansprüche zu erweitern, auch die letzten Menschen zu erreichen, die noch nicht im Internet sind. Dies soll geschehen, indem sie Drohnen für extreme Höhen nutzen, um Daten mithilfe von Laserstrahlen zu senden, was auch den abgelegeneren Regionen eine Möglichkeit gibt, online zu gehen.

Wie sehen die nun aber großen fünf Anwendungsbereiche aus, die die Vermehrung von Drohnen in diesem Zeitraum erklären und die einen wichtigen Beiträge für unsere Gesellschaft darstellen?

Liefern

Das Großartige an Drohnen ist, dass sie klein, schnell und agil sind, sich selbst steuern und Dinge transportieren können. Seit dem ersten Patent auf Drohnen-Zustellungssysteme von Amazon im April 2015 sind neue Entwürfe und Anwendungen entstanden. So gab es unter anderem Bestrebungen, einen luftschiffartigen Drohnenträger zu bauen, der in der Lage sein wird, eine Flotte von Drohnen direkt vom Himmel zum Einsatz zu bringen. In der Zwischenzeit haben Firmen wie Flirtey die Erlaubnis bekommen, mit Drohnen kommerzielle Zustellungen für Lieferservices von Pizza über Wasserflaschen, Notfallessen bis hin zu Erste-Hilfe-Sets aufzubauen.

Andere Lieferideen wären beispielsweise Rettungsdrohnen, Blutversorgungsdrohnen und Defibrillator-Drohnen – bei diesen Prototypen wäre sowohl Erfolg als auch die unbedingte Nützlichkeit unumstritten.

Filmen

Im Jahr 2015 fand in New York das weltweit erste Drohnen-Filmfestival statt, kurz darauf fanden Festivals dieser Art auf der ganzen Welt statt. Im selben Jahr wurde der Drones for Good-Preis in Dubai ins Leben gerufen, der jährlich eine Million US-Dollar an Entwickler ausbezahlt, die die besten Drohnen-Anwendungen an den Start bringen. Die Finalisten erstreckten sich von Drohnen, die entwickelt wurden, um Biodiversität zu kartographieren, bis hin zu einer Rettungsdrohne, die weltweit den ersten Platz belegte.

Der preisgekrönte Filmemacher Liam Young drehte mit „In the Robot Skies“ den ersten Film, der ausschließlich aus Drohnenaufnahmen besteht. Die Künstler setzen sogar 360-Grad-Kameras auf Drohnen, um Virtual-Reality-Perspektiven zu erzeugen, wie im Fall des preisgekrönten „In the Eyes of the Animal“ des Marshmallow Laser Feast, wobei man Drohnen, LiDAR-Scans und Virtual Reality benutzte, um eine komplett neue Perspektive auf die Welt zu bieten.

Drohnen-Rennen

Die Vereinigten Arabischen Emirate gründeten das welterste „Grand Prix Krone Racing“-Event, bei dem Luke Banister, ein Teenager aus Großbritannien, im Jahr 2016 die Spiele bei der Eröffnungsveranstaltung und damit ein Preisgeld von 250.000 US-Dollar gewann. Seitdem sind weltweit eine ganze Community von Drohnen-Rennen entstanden. Das erste professionelle Rennen wird 2017 in der o2-Arena in Großbritannien stattfinden.

Erhaltung

Drohnen haben außerdem die besondere Fähigkeit, Teile unserer Umwelt zu erkunden, die man nicht ganz so einfach einsehen kann. Die Geräte wurden von Umweltforschern dazu genutzt, die Natur auf eine Weise zu verstehen, wie es zuvor nie möglich war. Der Primatenforscher Serge Wich hat zum Beispiel Affen von oben beobachtet, indem er verschiedene Drohnensysteme einsetzte. Neil Entwistle von der School of Environment and Life Sciences an der Salford University hat Überschwemmungsmuster in Großbritannien kartographiert, um herauszufinden, wie wir uns gegen Unwetterkatastrophen schützen können.

Journalismus

Auch Journalistsen haben bei der Nutzung von Drohnen recht schnell reagiert. Das Knight News Foundation-Projekt entwickelt eine Anleitung für Drohnen-Journalismus, die Reportern helfen soll, ethisch und sicher zu fliegen. In Ländern, in denen strenge Medienkontrollen herrschen, haben Drohnen einen besonderen Wert, um Orte zu erreichen, die zum Sperrgebiet erklärt wurden. So wurde beispielsweise in der Türkei angeblich die Drohne eines Aktivisten, der versuchte, Bilder von Demonstrationen in Istanbul zu machen, von der Polizei abgeschossen.

Hype?

Unter all diesen bemerkenswerten Anwendungsbereichen gibt es einen großen Hype, wenn es darum geht, wohin Drohnen uns führen können. Viele Ideen werden gerade noch entwickelt. Die Regeln ändern sich fortlaufend, die Freiheit, fliegen zu können, wird in vielen Ländern eingegrenzt, wie beispielsweise in Spanien und es bleibt weiterhin im Gespräch, wie Sicherheit und Haftungsumfang am besten geregelt werden können.

Des Weiteren ist es wichtig, ein Auge darauf zu haben, wie sich die Verbindungen von Militär- und Verbrauchersektor überschneiden – und zwar sowohl ökonomisch als auch politisch.

Es gibt bereits eine Gegenbewegung gegen eine Welt, in der wir von Drohnen umgeben sind, wie beim Projekt No Fly Zone, bei dem US-Bürger versuchen, den Luftraum um ihre Häuser vor dem Eindringen von Drohnen zu schützen. Außerdem haben wir ein enormens Design-Problem, wenn es darum geht, wie eine Autobahn im Himmel tatsächlich aussehen könnte.

Eine Sache ist jedoch klar: das Kapital, um diese Anwendungen auf lange Zeit zu fördern, ist vorhanden und es gibt kein Anzeichen dafür, dass die Anzahl der Drohnen-Anwendungen schrumpfen könnte. Also können wir in Zukunft eine große Veränderung erwarten.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-NC-SA 3.0 US. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „drone“ by Unsplash (CC0 Public Domain)


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  • AV t3n: Sicherheitsrisiko Antivirus-Software: Selbst populäre Apps hebeln HTTPS aus: Ein Team aus Sicherheitsforschern von Google, Mozilla, Cloudflare und zahlreichen Universitäten hat eine umfangreiche Studie mit dem Thema „Der Einfluss von HTTPS-Überwachung auf die Sicherheit“ veröffentlicht. In dieser wird untersucht, in welchem Umfang HTTPS-Interception erfolgt und wie diese sich auf die Sicherheit auswirkt. Im Laufe der Studie haben die Forscher populäre Antivirus-Software getestet. 13 der 29 untersuchten Anwendungen haben sich dabei in die verschlüsselten Verbindungen eingeklinkt und ein neues Root-Zertifikat installiert. Darüber hinaus konnten die Forscher bei diversen Anwendungen, die eigentlich einen Schutzauftrag haben, teils massive Sicherheitsprobleme nachweisen.< p>

  • GOOGLE-KI Zeit: Google Brain erschafft Porträts aus ein paar Pixeln: Google Brain lässt wieder einmal künstliche Intelligenzen (KI) halluzinieren. Dieses Mal geht es nicht darum, fantastische Kreaturen in Bildern zu erkennen, wo keine sind. Sondern darum, realistische Details in Bilder hineinzuinterpretieren, wo es keine gibt. Aus bloß acht mal acht Pixeln machen die Forscher der KI-Abteilung im Mutterkonzern Alphabet zum Teil erstaunlich echt wirkende Bilder, selbst von menschlichen Gesichtern. Wie erstaunlich, zeigen diese Beispiele:

  • INTERNET Welt: Laser-Drohnen sollen abgelegenen Orten Internet bringen: Hinter dem Drohnenprojekt Aquila steckt der Tech-Konzern Facebook, dessen Chef mit seiner Initiative Internet.org Menschen in ärmeren Ländern und abgelegenen Regionen ans Netz anschließen möchte. Insgesamt vier Milliarden Menschen seien bislang ohne Internetzugang, predigt Mark Zuckerberg. Für seinen Plan benötigt er Drohnen wie Aquila, die eines Tages mit Solarantrieb für eine längere Zeit in der Luft bleiben sollen – und so die Leute aus der Luft mit Internet versorgen. Zuckerberg ist mit diesem Plan nicht allein: Firmen wie Google, SpaceX oder One Web tüfteln ebenfalls seit einigen Jahren an Ballons, Drohnen und Satelliten zur Internetversorgung. Für ihr Vorhaben sind die Unternehmen vor allem auf Lasertechnik angewiesen, die die Daten auf die Erde übertragen soll.

  • ANDROID heise: Android Wear 2.0 und neue Smartwatches veröffentlicht: Nachdem es um Android Wear in den letzten Monaten eher ruhig war, hat Google jetzt die Version 2.0 des Smartwatch-Betriebssystems und auch gleich zwei neue Uhren von LG veröffentlicht. Grundsätzlich wird Android Wear 2.0 einen neuen Look und ein auf die kleinen Uhren-Displays besser zugeschnittenes Bedienkonzept mitbringen: Die Krone der Uhren bekommt eine Funktion ähnlich wie bei der Apple Watch; sie ruft den App Drawer auf. Ebenfalls mit an Bord ist der von den Pixel-Smartphones bekannte Google Assistant, der eine umfangreiche Sprachsteuerung bietet. Auch die Abhängigkeit vom gekoppelten Smartphone verringert sich: Diverse Apps können direkt auf den Uhren installiert werden und funktionieren dank der WLAN- oder LTE-Schnittstellen ohne Smartphone.

  • AR chip: IKEAs smarter Küchentisch: So sieht die Zukunft aus: IKEA entwirft frei nach dem Motto „Die besten Partys finden immer in der Küche statt“ in Zusammenarbeit mit Ideo den Küchentisch der Zukunft. Durch Augmented Reality unterstützt, werden Sie durch jedes noch so aufwendige Rezept begleitet. Das Konzept-Video dazu sieht atemberaubend aus. Die AR-Technik unterstützt Sie auch beim Backen und Kochen, denn der smarte Tisch kann die Zutaten-Menge abmessen. Zudem bietet ein verbautes Induktionskochfeld verschiedene Zonen – damit ist von Frittieren bis Blanchieren alles möglich. Dabei werden Temperatur und Kochzeit direkt auf Topf und Pfanne projiziert. Doch das Induktionsfeld kann noch mehr: Mit der richtigen Ladetechnologie lädt es sogar mobile Geräte wie Smartphone.

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  • DROHNEN heise: Kennzeichen und Kenntnisnachweis: Neue Pflichten für Drohnenpiloten kommen: Fast 400.000 von ihnen sind laut Schätzungen derzeit in Deutschland im Umlauf, kommerzielle Modelle schließt das nicht mit ein. Die Tendenz ist stark steigend, Drohnen werden immer beliebter und verbreiteter. Das Bundeskabinett hat jetzt am Mittwoch unter Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) neue Regeln für Drohnen für mehr Sicherheit und Privatsphäre beschlossen. Zuerst muss der Bundesrat diesen aber noch zustimmen.

  • BILD horizont: “Focus Online hat systematisch von uns geklaut”: Der „Bild.de“-Chefredakteur Julian Reichelt hat das jetzt in einem Interview am Rande des Deutschen Medienkongresses in Frankfurt verlauten lassen. „Bild“ hat beim Landgericht Köln eine wettbewerbs- und urheberrechtliche Klage gegen „Focus Online“ eingereicht, wie Axel Springer am Dienstag mitteilte. Den Betrug könne man auch nachweisen, so sollen Inhalte systematisch kopiert und wiederverwertet werden. Einen Überblick zu allen Beiträgen zum #DMK17 der Kollegen von HORIZONT gibt es hier.

  • SATELLITEN golem: Galileo gehen die Uhren aus: Eigentlich soll das europäische Navigationssystem Galileo dem amerikanischen GPS Konkurrenz machen, derzeit macht es aber eher Probleme. Die Galileo-Satelliten sind jeweils mit vier Atomuhren ausgestattet, von denen jetzt zehn ausgefallen sind. Nach einem gestrigen Live-Stream sollen derzeit nur noch neun Uhren betroffen sein. Insgesamt sind 18 Galileo-Satelliten im All, das heißt, das System hat 72 der Atomuhren im All. Die Ursache für die Ausfälle sei bisher nicht bekannt.

  • APPLE giga: iPhone 8 angeblich mit integrierter Gesten- und Gesichtserkennung: Neues Jahr, neues iPhone! Kaum ist das iPhone 7 heraus, schon gehen die Spekulationen für den Nachfolger los. Der Analyst Timothy Arcuri gab jetzt bekannt, was er für das iPhone 8 prognostiziert. So soll es über eine Gesten- und Gesichtserkennung dank eines Lasers verfügen. Auch das kabellose Laden ist auf der Feature-Liste des Analysten zu finden. Mehr zu Prognosen des Analysten findet sich auf AppleInsider.

  • ROAMING netzpolitik: Im Sommer fallen die Roaming-Gebühren. Doch zu welchem Preis?: Das Handy muss mittlerweile überall hin mit, selbstverständlich auch in den Urlaub. Roaming-Gebühren waren dabei immer ein Dorn im Auge der Smartphone-User, die auch im Ausland immer vernetzt und erreichbar sein wollen. Im September und Oktober letzten Jahres wurde ein EU-Kommisionsentwurf zur Abschaffung der Roaming-Gebühren vorgestellt und konkretisiert. Jetzt wurde bekannt gegeben, das Mitte Juni dieses Jahres die Europäische Union den Entwurf durschsetzen will und die leidigen Gebühren so endgültig abgeschafft haben will.

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  • ADOBE golem: Adobe entwickelt Sprachsteuerung für Bildbearbeitung: „Wie wäre es, wenn Sie einen intelligenten Assistenten bei der Bildbearbeitung hätten?“, fragt Adobe und liefert auch gleich die Antwort in Form eines kleinen YouTube-Videos. Dort sehen wir einen Bildbearbeiter, der einfache Aufgaben mündlich ans Programm delegiert. Noch hat Adobe keine Software veröffentlicht, mit der eine sprachgesteuerte Bildbearbeitung möglich ist. Es ist jedoch gut vorstellbar, dass auch komplexere Änderungen möglich wären.

  • ALPHABET gruenderszene: Alphabet gibt das Drohnen-Projekt Titan auf: Mit der Umwandlung von Google zu Alphabet sind viele Investitionen in andere Geschäftsfelder von Alphabet übernommen oder auch nur notdürftig integriert worden. Jetzt scheint es ein großes Aufräumen zu geben, denn wie Alphabet mittlerweile bestätigt hat, wurde die nächste Abteilung geschlossen: Das Start-Up Titan Aerospace hat den Betrieb und die Entwickler der Drohnen eingestellt.

  • INSTAGRAM t3n: Instagram Stories starten mit Video-Ads: Instagram hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie in den nächsten Wochen für Instagram-Business-Tools auch Insights starten. Instagram-Profile, die in ein Business-Profil umgewandelt wurden, bekommen damit mehr Einblicke in den Erfolg ihrer Stories. Außerdem bekommen Werbetreibende bald die Möglichkeit, Werbung in Stories zu schalten. 

  • APPLE heise: Apple verliert wichtigen Mac-Produktdesigner angeblich an Tesla: Apple hat offenbar einen weiteren wichtigen Mitarbeiter verloren: Der für die Mac-Entwicklung zuständige Senior Director of Design, Matt Casebolt, arbeitet inzwischen für Tesla als Entwicklungschef für „Schließelemente und Mechanismen“. Der Wechsel sei bereits im Dezember erfolgt. Casebolt hat dem Bericht zufolge zuletzt die Entwicklung des neuen MacBook Pro mit Touch Bar geleitet und war zuvor am neu eingeführten Mac Pro beteiligt. 

  • GOOGLE googlewatchblog: Android Wear 2.0 und die Google-Smartwatches kommen Anfang Februar: Vor knapp drei Jahren hat Google bei dem damaligen Wearable-Trend mitgemacht und hat das Smartwatch-Betriebssystem Android Wear vorgestellt. Nun wurde mit der Version 2.0 der Nachfolger angekündigt. Laut einer E-Mail an Wear-Entwickler wird das neue Betriebssystem Anfang Februar vorgestellt und zur Verfügung stehen. 

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  • DROHNEN golem: Apple will mit Drohnen seine Karten verbessern: Apple will laut einem Bericht von Bloomberg künftig Drohnen über Städte fliegen und Straßen vermessen lassen, um Apple Maps genauer und aktueller zu machen. Dazu baue Apple eine entsprechende Abteilung in Seattle auf. Seattle ist auch der Sitz Amazons, wo mit Prime Air ebenfalls im Bereich Drohnen geforscht wird. Einige Teammitglieder sollen dem Bericht zufolge bereits zu Apple gewechselt sein.

  • NSA wikileaks: Materialien zum 1. Bundestags/Untersuchungsausschusses, NSAUA: Gestern, am 1. Dezember veröffentlichte Wikileaks über 90gb Dokumente, die Aufschluss über die Arbeit des 1. Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages zu den Überwachungstätigkeiten des deutschen Geheimdienstes BND und seiner Zusammenarbeit mit der amerikanischen NSA sowie dessen privat-wirtschaftlichen Auftragnehmern geben. Die Dokumente stammen aus verschiedenen Bundesbehörden, nicht nur dem BND und dem Bundesamt für Verfassungsschutz, und gingen dem Untersuchungsausschuss im vergangenen Jahr im Rahmen von Anfragen der Ausschussmitglieder an die Dienste zu.

  • DIGITALCHARTA golem: Operation am offenen Herzen der europäischen Demokratie: Am Kern der europäischen Demokratie basteln sie seit gut einem Jahr herum: Mitarbeiter der Zeit-Stiftung und eine ausgewählte Gruppe von Politikern, Wissenschaftlern und Publizisten um Sascha Lobo, Frank Rieger (CCC), EU-Parlamentspräsident Martin Schulz und Parlamentsmitglied Jan Philipp Albrecht. Jetzt liegt er vor, der Entwurf für eine Digitalcharta, mit der die Grundrechte der Menschen in der EU fürs Digitale fit gemacht werden sollen. Die im Rahmen dieses Entwurfes vorgeschlagenen Artikel sollen die bestehenden Grundrechte, auf denen alle anderen Gesetze in der Europäischen Union aufsetzen, erweitern.

  • APPLE t3n: Sparc für den Mac ist da: Ein sehr beliebter iOS-Mail-Client hat eine große Schwester bekommen: Spark ist jetzt auch auf dem Mac zu Hause. Spark ist mit dem Konzept auf den iOS-Markt gekommen, Nutzern direkt beim ersten Blick in die Inbox eine Orientierung zu geben. Mails werden nach Newslettern, Notifications oder persönlich geschriebenen gruppiert. Diese und mehr Funktionen kommen damit jetzt auch in die ebenso kostenlose Mac-App. Nachdem Readdle, die Macher von Spark, einen Mac-Client schon lange angekündigt hatten und er vor kurzer Zeit in die Beta ging, ist er jetzt auch im Mac-App-Store erhältlich. Spark bietet alle grundlegenden Funktionen, die Nutzer von einem E-Mail-Client erwarten.

  • MOZILLA heise: Sicherheitsupdates: Zero-Day-Lücke in Firefox und Tor-Browser geschlossen: Mozilla und das Tor-Projekt haben ihre Webbrowser abgesichert. Die Entwickler haben in den ab sofort verfügbaren Versionen Firefox 50.0.2, Firefox ESR 45.5.1 und Tor Browser 6.0.7 eine als kritisch eingestufte Schwachstelle geschlossen. Offensichtlich klafft diese auch in Mozillas Mail-Client Thunderbird – die Ausgabe 45.5.1 soll abgesichert sein. Neben dem Schließen der Lücke haben die Entwickler des Tor Browsers auch die aktuelle Version von NoScript (2.9.5.2) integriert. Die Alpha- und speziell gehärteten Versionen des Webbrowsers für das Tor Netzwerk enthalten das Sicherheitsupdate zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.

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  • MOBILE-PAYMENT zeit: Das Smartphonegeld kommt: Für einen kurzen Moment machte Apple auf seiner Website neugierig auf Apple Pay in Deutschland. Den Dienst zum bargeldlosen Bezahlen gibt es in den USA schon länger und auch in Frankreich und der Schweiz kann man seit kurzem mit dem Smartphone bezahlen. Grund dafür könnte die Bargeldliebe der Deutschen sein, so wird noch mehr als die Hälfte der Einkäufe im Einzelhandel bar bezahlt. Trotzdem wollen deutsche Banken das Konzept ab Anfang 2017 anbieten und zunächst auf Android-Systemen testen.

  • AMAZON golem: Amazon verhandelt Übernahme für 1 Milliarde US-Dollar: Amazon.com wählt die Flucht nach vorne und will Konkurrenten aufkaufen. Der Online-Handels-Riese stehe so zurzeit in Verhandlungen um Souq.com für eine Milliarde US-Dollar aufzukaufen. Das Unternehmen ist eine Handlesplattform der Vereinigten Arabischen Emirate, Ägyptens und Saudi Arabiens. Zunächst sollten nur 30 Prozent der Firma zur Verhandlung stehen, aber Amazon plant nun die Übernahme. Das Unternehmen würde sich so einen beachtlichen Fußabdruck auf dem e-Commerce Markt des nahen Ostens verschaffen. Die Verhandlungen laufen noch.

  • UBER welt: Deutsche Taxi-Branche sagt Uber den Kampf an: Deutsche Taxi-Unternehmen arbeiten jetzt an einer Taxi-Sharing App. Diese soll Anfang 2017 in die App-Stores kommen und damit dem Platzhirsch auf dem Markt, dem US-Unternehmen Uber, Konkurrenz machen. Kunden sollen so zwischen normalen Taxen und einem Sammeltaxi wählen können, welches dann selbstverständlich günstiger wäre. Zunächst soll das Vorhaben in Hamburg starten, wo sofort mit 600 Taxen begonnen warden könnte. Das alles soll eine Antwort auf die weitgreifenden Uber-Expansionen sein und laut den verantwortlichen als fairen Wettbewerb für Bewegung im Markt sorgen.

  • VIRTUAL COMMERCE t3n: Nicht immer nur die Großen: Virtual-Commerce-Lösungen für kleine Händler: Virtual Reality ist schon lange nicht mehr nur das Steckenpferd der Gaming-Industrie und soll nun auch für kleine Unternehmen funktionieren. Ein kleiner Weinladen und ein Concept Store haben ihren Shop virtuell nachgebaut, um ein Virtual-Commerce-Erlebnis zu bieten. Dazu wurde der Laden ähnlich wie bei Google Street View, hochauflösend fotografiert und durchdigitalisiert. Eine solche Laden-Digitalisierung soll dann schon nach rund zwei Wochen realisierbar sein.Virtual Commerce soll eine Lösung für kleineHändler sein, sich von der Masse abzuheben und das Gefühl des Ladengeschäfts auch online übermitteln zu können.

  • DROHNEN digitaltrends: This humongous beast of an anti-drone gun isn’t quite as nasty as it looks: Drohnen-Hobbypiloten scheinen derzeit aus dem Boden zu sprießen. Doch nicht jeder davon ist auch immer mit den Richtlinien und Gesetzen vertraut. Besonders für Flughäfen, wichtige Einrichtungen und Gefängnisse stellen die “unmanned aerial vehicles” kurz UAV ein wahres Problem dar. Die australische Firme DroneShield hat deswegen jetzt die sogenannte DroneGun entwickelt, die auf den ersten Blick verheerender aussieht als sie ist und die UAVs mit einem Signal zur Landung zwingt. So sollen die Übeltäter also besser überführt werden, weil di Drohnen so auch nicht beschädigt werden. Die DroneGun soll nun auch international vermarktet werden.

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Filmen und Fotografieren mit Drohnen: Was Einsteiger beachten sollten

drone-image-by-unsplash-via-pixabay-[CC0 Public Domain]

Dank Smartphone-Apps und Videobrillen erstellen selbst Einsteiger in wenigen Minuten Luftaufnahmen mit Drohnen. Unser Selbsttest hat das eindrucksvoll gezeigt. Doch das Fliegen von Drohnen ist komplexer als nur eine App mit Fingergesten zu bedienen. Wir haben mit Joseph Metz vom Drohnenbranchen-Portal U-ROB darüber gesprochen, was Einsteiger vor dem Kauf und während des Flugs beachten sollten.

Hallo Herr Metz, Sie leiten Schulungen für Drohnenpiloten. Warum ist es keine gute Idee einfach so loszulegen?

Es reicht nicht, nur den Automatik-Modus zu beherrschen. Dank GPS fliegen Drohnen automatisch stabil und verhindern Fehlbedienungen. Ein Problem haben unerfahrene Piloten dann, wenn doch ein Hilfssystem ausfällt und eine manuelle Steuerung nötig ist. Das führt oft zur Bruchlandung. Weil die Automatik in 99,9 Prozent aller Fälle funktioniert, wiegen sich die Anwender in trügerischer Sicherheit. Es ist heutzutage üblich, dass man neue Technik intuitiv ausprobiert. In anderen Bereichen funktioniert das ja auch so. Aber Drohen sind kein Spielzeug, sondern Flugobjekte, die erheblichen Schaden anrichten können.

Was sind typische Anfängerfehler?

Waren die ersten Flugversuche erfolgreich, verlassen sich viele Neupiloten auf die Flugautomatik und konzentrieren sich stattdessen auf den Monitor mit dem Kamerabild. Dabei bemerken sie dann vor lauter Begeisterung zu spät, wenn die Drohne in einen Baum rauscht.

In anderen Fällen wissen Einsteiger nicht, dass der Kompass-Sensor durch die Karosserie von parkenden Autos, Gullideckel, Mobilfunkmasten oder Bewehrungsstahl in Mauern leicht gestört werden kann. Das bringt dann die Schwebeflug-Automatik durcheinander. Möchte dann jemand einen Image-Film von einem Firmengebäude filmen oder als Handwerker das Dach inspizieren, besteht Absturzgefahr. Können Piloten Störfaktoren vorab einschätzen und wissen sie, wie man manuell fliegt, gibt es kein Problem.

Ist es möglich, sich auch ohne Schulung autodidaktisch schlau zu machen?

Wenn Sie wollen, können sie sich tagelang im Web tiefgehendes Wissen über Luftrecht, technische Grundlagen und Störfaktoren anlesen. Wer nur gerade so das Geld für einen Drohnenkauf zusammenbekommen hat und sich keinen Workshop leisten möchte, soll sich lieber dort informieren, als völlig unbedarft loszufliegen. Viele Foren bieten auch durchaus wertvolle Tipps. Aber wie so oft sind sie gleichzeitig auch voll von technischen und rechtlichen Fehlinformationen, die lange Zeit oder nie richtiggestellt werden. Gefährliches Halbwissen eben. Fast täglich stoße ich darauf.

Welche Quellen empfehlen Sie fürs Selbststudium?

Mit einer kurzen Suche findet man bei YouTube diverse Kanäle, die Hardware vorstellen. Beim Abwägen von Kaufentscheidungen sind sie hilfreich. Viele der mir bekannten Betreiber leisten sich aber Schnitzer im Luftrecht. Rechtlich sauber und verbindlich ist eine Broschüre des Bundesverkehrsministeriums.

Welche luftrechtlichen Grundsätze sollten Anfänger beherzigen?

Generell dürfen Drohnen nur tagsüber, also von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang aufsteigen. Langzeitbelichtungen in der Nacht sehen zwar toll aus, sind aber illegal. Fliegt die Drohne außerhalb eines Modellflugplatzes? Dann bitte nur unter 5 Kilo Abfluggewicht. Aber das trifft auf die meisten handelsüblichen Produkte zu.

Bei gewerblichen Einsätzen ist eine Flughöhe von bis zu 100 Metern erlaubt, per Sondergenehmigung geht es auch höher hinaus. Für Freizeitpiloten ist der Luftraum sogar in bis zu 760 Metern Höhe unkontrolliert. Das ist aber nur ein theoretischer Wert. Denn Drohnenpiloten sind verpflichtet, nur in Sichtweite zu manövrieren. Sie müssen Lage und Flugrichtung eindeutig erkennen können. In der Praxis gelingt das mit kleinen, handelsüblichen Drohnen niemanden jenseits von 100 Metern Entfernung.

Wer Drohnen kommerziell einsetzt, also etwa für gewerbliche Filmaufnahmen, braucht eine Aufstiegserlaubnis. Wo es die gibt, hängt vom Bundesland ab. Hier helfen die Broschüre des Bundesverkehrsministeriums und meine Themenseite auf U-ROB weiter.

Brauche ich auch als gelegentlicher Freizeitpilot eine Haftpflichtversicherung?

Einen Versicherungsschutz brauchen Drohnenpiloten immer! Ob privater oder gewerblicher Einsatz – das spielt keine Rolle. Kommt es hart auf hart, sind Schäden oft viel kostspieliger als bei einem Autounfall mit Blechschaden. Das möchte niemand aus eigener Tasche zahlen! Viele der vorhandenen Versicherungspolicen regulieren Schäden durch Modellflüge nur eingeschränkt oder gar nicht. Dies sollte man erfragen und im Zweifelsfall eine Zusatzversicherung abschließen. Für private Zwecke kostet eine Police zwischen 30 und 50 Euro im Jahr, gewerbliche Piloten zahlen nochmals 100 Euro drauf.

Wo sollte ich lieber nicht fliegen?

Es gibt generelle Flugverbotszonen, zum Beispiel rund um Flughäfen und -plätze, Militärstützpunkten und Kernkraftwerken. Als Faustregel gilt ein Abstand von 1,5 Kilometern. Selbst in einem größeren Abstand etwa zu einem Verkehrsflugplatz kann die Flughöhe auf 30 oder 50 Meter begrenzt sein. Rechtlich verbindlich sind Karten auf der Webseite der Deutschen Flugsicherung. Zusätzlich gibt es kurzzeitige Flugverbotszonen, die in diesen Karten nicht verzeichnet sind. Zum Beispiel wurde beim Obama-Besuch 2016 der Luftraum in einem Radius von 55 Kilometern um Hannover gesperrt. Einige Drohnenpiloten wussten das nicht und wurden festgenommen. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Stolperfallen. Fast keiner weiß, dass er etwa nicht über den Rhein fliegen darf, weil es sich um eine Bundeswasserstraße handelt.

Wie vorsichtig muss ich rund um fremde Privatgrundstücke sein?

Schwieriges Thema, das ist eine rechtliche Grauzone. Es ist nicht definiert, in welcher Höhe ein Grundstückseigentümer Überflüge oder Flüge in der Nähe dulden muss. Liegt ein kommerzieller Film- oder Fotoauftrag in der Nachbarschaft vor, sind Drohnenflüge legitim. Ein grundsätzliches Verbot oder eine Genehmigungspflicht gibt es nicht. Aber: Fühlt sich ein Anwohner durch Lärm oder in seiner Privatsphäre gestört fühlt, gewichten Gerichte dessen Persönlichkeitsrecht mitunter höher. Allein um des lieben Friedens willen sollten Piloten daher vor dem Drohnenstart das Gespräch suchen. Spätestens anhand solcher Beispiele erkennt man, wie komplex das Luftrecht ist – auch für Freizeitpiloten.

Ist Fliegen doch nicht so einfach, wie es die Werbeaussagen von Drohnenherstellern á la „Anyone can fly“ suggerieren?

Solche Werbeaussagen zeichnen nicht das ganze Bild. Natürlich kann jeder dank Hilfssystemen innerhalb weniger Minuten abheben. Schon aus Eigeninteresse speichern die Hersteller auch Flugverbotszonen in das Kartenmaterial der Drohnen. Das geschieht aber manchmal halbherzig. Mir ist ein Modell bekannt, mit dem man praktisch bis auf die Landebahn eines großen deutschen Flughafens vordringen konnte, bevor die Sperre griff. Nur wer sich als Pilot selbst mit dem Luftrecht auskennt, geht auf Nummer sicher und macht sich im Zweifel nicht strafbar.

Worauf sollten Einsteiger beim Drohnenkauf achten?

Zuallererst sollten sie nicht am falschen Ende sparen. Empfehlenswerte Freizeitmodelle gibt es ab 300 Euro, Profi-Drohnen ab rund 1000 Euro. Die Hardware-Daten sind häufig ebenbürtig, daher fällt die Wahl oft auf das scheinbar preiswertere Angebot. Hundert Euro Ersparnis sind aber ein schwacher Trost, wenn fehlerhafte Software zu Abstürzen führen kann. Ich habe selbst schon bei einer Drohne eines führenden Herstellers erlebt, dass sie beim Wechsel von Automatik zu manueller Steuerung eine falsche GPS-Position annahm und mit Vollgas in die falsche Richtung flog. Viele Produkte stecken voller Kinderkrankheiten. Einsteiger legen sie dann schnell unglücklich beiseite.

Wie kann ich als Käufer schlecht programmierte Drohnen erkennen?

Das kann man auf dem Papier nicht ablesen. Gerade für Einsteiger ist es tatsächlich noch schwer, diesen jungen Markt zu Überblicken. Verlässliche Referenzlösungen gibt es nicht. Die Online-Shops quellen über vor billigen Nachbauten. Auch die Infrastruktur für Beratung, Handel und Service ist erst im Aufbau. Modellbauhändler und Elektronikmärkte haben in der Regel noch zu wenig Know-how. Eine eigene Webrecherche auf einschlägigen Testseiten ist unverzichtbar. Im Idealfall finden Interessierte bereits einen spezialisierten Händler oder erfahrenen Drohnenpiloten in der Region, die Testflüge ermöglichen.

Kann die Drohnenfliegerei vor diesem Hintergrund überhaupt ein massentaugliches Thema werden?

Zivile Drohnen sind ja schon ein Milliardenmarkt. Den notwendigen Sprung in der technologischen Entwicklung haben wir hinter uns. Wir sind jetzt in einer Phase von inkrementellen Innovationen. Alles wird noch ausgereifter. Ich gehe auch davon aus, dass die Zahl der Hobbyflieger nicht mehr stark wachsen wird. Es ist ein Thema für gewerbliche Anwender, die heutzutage für Luftaufnahmen oder Spezialmessungen für die Anschaffung der Drohne nur noch ein Zehntel dessen ausgeben müssen, was vor ein paar Jahren anfiel.

Für wen lohnen sich Kameradrohnen?

Dachdecker und andere Handwerker sind eine sehr große Zielgruppe. Mit Drohnen können sie Dächer prüfen, ohne auf einer Leiter hochzuklettern. Landvermesser, Inspekteure von Brücken und Hochspannnungsleitungen sowie Landwirte sind eine kleine, aber wachsende Kundschaft. Bildjournalisten sehen Kameradrohnen natürlich auch immer öfter als Arbeitswerkzeug, weil sie keine Cessna-Piloten mehr beauftragen müssen.

Was muss ich als Journalist oder Blogger investieren, um fit in der Drohnenfliegerei zu werden?

Rund 2.500 Euro sind eine übliche Größenordnung für die Erstausrüstung inklusive Zubehör. Etwa 20 bis 25 Flugstunden Trainingspensum sollte man mindestens einplanen. Dann hat man genügend Grundroutine, um einfache Aufträge zu absolvieren. Richtig gute Filmaufnahmen setzen aber viel mehr Übung und Know-how voraus. Das ist ein Thema für sich.

Danke für das Gespräch.

Über den Experten

Speaker Sebastian Kluth
Joseph Metz

 


Joseph Metz schult Drohnenpiloten, vertreibt und repariert Drohnen und informiert rund um das Thema auf seiner Webseite U-ROB. Das Thema fasziniert ihn seit 13 Jahren. Sein Quereinsteiger-Werdegang ist typisch. Der Hobby-Modellflieger und gelernte Industrieelektroniker montierte 2003 erstmals Digitalkameras an Modellflugzeuge. Diese Form der Luftfotografie professionalisierte er weiter und gründete 2005 sein erstes Unternehmen. 2011 stieg er mit der Height-Tech GmbH in die Produktion von Industriedrohnen ein, beide Unternehmen wurden 2014 an die SPECTAIR GROUP verkauft. Anschließend gründete er die U-ROB GmbH in Bielefeld als Schulungs- und Beratungsunternehmen für professionelle Anwender.


Image: „Drone“ by Unsplash (CC0 Public Domain)
Images by Joseph Metz


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  • FIREFOX focus: Mozilla verbannt Erweiterung „Web of Trust“ aus Firefox: Mozilla hat kein Vertrauen in seine Browsererweiterung „Web of Trust“. Demnach wurde das Add-On jetzt aus dem Firefox-Browser entfernt. Grund dafür waren Vorwürfe der Verletzung des Datenschutzes. Die Browsererweiterung soll mit den durch das NDR aufgedeckten Leaks von Nutzerdaten zusammenhängen. Das Add-On bleibt bis auf weiteres entfernt, bis der Hersteller die Defizite korrigiere.

  • FACEBOOK süddeutsche: Leak zeigt mutmaßliche Betreiber der größten deutschen Hetzseite: Alles andere als anonym. Ein Leak auf Facebook offenbarte die Verantwortlichen hinter der Hetzseite „Anonymous.Kollektiv“. Über zwei Millionen Menschen gefiel die Seite, die gegen den Islam hetzte und Verschwörungstheorien verbreitete, mittlerweile jedoch gelöscht wurde. Die Seitenbetreiber haben laut dem Leak direkte Verbindung zur Compact Magazin GmbH und der AfD.

  • AMAZON digitaltrends: Amazon wants police officers to have a tiny „assistant drone“ on their shoulder: Nachdem der Online-Versandhändler Amazon Drohnen bereits für Versandzwecke nutzen möchte, plant das Unternehmen jetzt auch ganz ungewöhnliche Wege mit unbemannten Luftfahrzeugen einzuschlagen. Ingenieure des Unternehmens arbeiteten an einem Patent für ein Sprachgesteuertes und mit einer Kamera versehenes UAV (unmanned aerial vehicle), welches jetzt vom United States Patent and Trademark Office genehmigt wurde. Die Drohnen sollen zur Unterstützung von Polizeibeamten unter anderem im Straßenverkehr eingesetzt werden.

  • IMZY zeit: Hereinspaziert, liebe Menschen: Netiquette, also die inoffiziellen Verhaltensregeln im Netz, ist vielen Internet-Nutzern wohl noch ein Fremdwort. Mobbing und Hatespeech sind in vielen Kommentar-Bereichen leider an der Tagesordnung. Ein freundliches Miteinander im Netz, das ist das Ziel des Netzwerks Imzy. Das Projekt ist derzeit in der Beta-Phase und soll der Plattform „reddit“ ähneln, allerdings mit weitaus positiveren Unterhaltungen. Das Entwickler-Team hat gerade acht Millionen US-Dollar Risikokapital eingenommen und das Projekt ist damit auf einem guten Weg.

  • IPHONE spiegel: Profi-Fotos mit dem iPhone knipsen: Profi-verdächtige Fotos in Rohform sind jetzt auch mit iPhone möglich. Nach dem Update auf iOS 10 ist es den Nutzern möglich hochdetaillierte Aufnahmen im RAW-Format aufzunehmen. Das dem JPEG weitaus überlegendere Format erzeugt Rohdaten-Bilder, die dann wie bei der klassischen Fotografie weiter bearbeitet werden können. Notwendig sind dafür aber ein relativ neues Smartphone-Modell sowie eine Drittanbieter-App. Auch an Speicherplatz sollte es auf dem Gerät nicht fehlen, RAW-Dateien sind weitaus größer als vergleichsweise JPEGs.

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Warum Drohnen in Zukunft zur Gefahr werden könnten

Drone (Image by Harald_Landsrath[CC0Public Domain] via Pixabay)

Drohnen werden aufgrund ihrer tollen Luftaufnahmen immer beliebter. Sie bieten eine neue Perspektive,  mit der man hinter Zäune schauen und die Welt von oben betrachten kann. Zudem werden sie technisch immer ausgefeilter und durch die sinkenden Preise auch für durchschnittliche Verbraucher interessant. Außerdem werden sie für viele praktische Einsätze wie zur Paketzustellung oder zur Inspektion von Brücken genutzt. Doch neben den vielen positiven Aspekten muss man sich auch über ihre Gefahren bewusst sein. Sie werden nämlich auch häufig unsachgemäß genutzt oder sogar missbraucht, vor allem in der Nähe von Flughäfen kann ihre Verwendung sehr gefährlich werden.

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Christian Caballero findet die Kennezeichnungspflicht für Drohnen sinnvoll.(Image by Christian Caballero)

Christian Caballero ist Geschäftsführer der Caballero & Hesselbarth Consulting GmbH. Seine Leidenschaft sind Entrepreneurship und Innovationen im Bereich unbemannte Luftfahrt. Vor seinem Studium zum Sicherheitsmanagement war er Offizier bei der Bundeswehr. Dort erlangte er durch seine internationale Ausbildung Spezialwissen aus den verschiedensten Bereichen der Luftfahrt.

Caballero weiß, dass ein gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr schwerwiegende Folgen haben kann und sich dessen nur wenige Nutzer bewusst sind. „Ein Gefährdungspotential geht dennoch vom Gerät selbst und vom Nutzer aus. Betrachten wir es sachlich, können die Propeller eines ,Multikopters‘ verheerende Verletzungen hervorrufen.“, sagt er.

Auch deutsche Sicherheitsbehörden betrachten Drohnen mit Skepsis, da sie für terroristische Angriffe verwendet werden könnten. Laut einem Sprecher des Bundeskriminalamtes (BKA) reichen denkbare Szenarien, die von Drohnen ausgeführt werden können, von Störungen von Veranstaltungen über Ausspähungen bis hin zu möglichen terroristischen Anschlägen, zu denen auch Großveranstaltungen gehören können. Das BKA verfügt bereits über eine Stelle, die den Markt für Drohnenabwehrsysteme beobachtet und Erkenntnisse über das Aufspüren und Abwehren der Länder und des Bundes bündelt.

Drohnen können ohne Probleme mit explosivem Material, giftigen Gasen oder nuklearen, chemischen und biologischen Stoffen ausgestattet werden. Es gab in Deutschland bisher zwar noch keine Terrorangriffe mit Drohnen, aber das BKA hält Großveranstaltungen jeglicher Art für ein wahrscheinliches Ziel. Auch Caballero geht davon aus, dass eine Drohne in Deutschland missbräuchlich für einen Anschlag genutzt werden kann. Jedoch lässt sich seiner Meinung nach die Eintrittswahrscheinlichkeit für einen solchen Fall in Deutschland schwer ermitteln. Sie korreliere jedoch mit der stetig wachsenden terroristischen Bedrohung in unserem Land.

Um dem missbräuchlichen Gebrauch von Drohnen entgegenzuwirken, werden zurzeit viele Drohnen-Abwehrmaßnahmen getestet. Laut Caballero ist die Vision einiger Entwickler ein umfassendes  „Geofencing“ und diese trifft als virtueller Zaun die Sicherheitsbedürfnisse einiger außenstehender Parteien. „Weiterhin wird an einem neuen ,Air-Traffic-Management-System‘ gearbeitet, um den Luftverkehr auch in den unteren Höhen kontrollieren oder besser gesagt leiten zu können.“, erklärt Caballero.

Aufgrund der vielen Zwischenfälle mit Drohnen möchte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) die Nutzung nun strenger regeln. Deshalb müssen zukünftig alle Geräte ab 250 Gramm mit einem Kennzeichen ausgestattet werden, auf dem der Name und die Adresse des Eigentümers stehen. Dadurch sollen die Eigentümer bei Missbrauch oder Unfällen identifiziert werden können.

Christian Caballero findet diese Kennzeichnungspflicht sehr sinnvoll. Er fügt hinzu, dass auf dem Markt und unter den tragenden Verbänden dieser Branche große Einigkeit bestehe, dass es auch eine Ausbildung für die Nutzer geben soll. Seiner Meinung nach sollte es für die Integration in den zivilen Luftraum vor allem Aufklärungsarbeit und präventive Maßnahmen geben, sodass Nutzer eine Art Luftfahrtbewusstsein entwickeln und sich umfänglich mit den Regeln und Pflichten vertraut machen.

Eine andere Abwehrmaßnahme ist das Fangen von Drohnen mithilfe von Greifvögeln. In den Niederlanden wird dies bereits von dem Projekt „Guards from Above“ ausprobiert. Der Vorteil an der Maßnahme ist, dass die Drohne sofort außer Gefecht ist, sicher von dem Adler entfernt wird und nicht unkontrolliert vom Himmel stürzt.

Drone interception (Imagy via Guard From Above- Maarten van der Voorde)
Drone interception (Image via Guard From Above- Maarten van der Voorde)

Der tierische Instinkt von Greifvögeln ist einzigartig, sie können mühelos schnelle Beute überwältigen. „Die Greifvögel haben Schuppen auf ihren Krallen, die sie auf natürliche Weise vor den Bissen ihrer Opfer schützen. Es besteht also keine Gefahr beim Fangen von COTS Drohnen (Commercial off-the-shelf drones).“, erklärt Sjoerd Hoogendoorn, CEO und Gründer des Projekts. Für das Fangen von besonders großen und professionellen Drohnen sucht das Unternehmen bereits nach einer zusätzlichen Möglichkeit, die Vögel zu beschützen. Inzwischen wurden hunderte Drohnen während der Trainingseinheiten gefangen. Dabei wurde kein einziger Vogel verletzt – einige Drohnen aber durchaus.  

Die Vögel werden jeden Tag von Experten trainiert. Bis ein Vogel eine Drohne erfolgreich fängt, vergeht im Schnitt ein Jahr. Dies sei aber von Vogel zu Vogel unterschiedlich, so Hoogendoorn. Er führt aus, dass man die Vögel nicht dazu zwingen kann, Drohnen zu fangen. Wenn sie keinen Spaß daran hätten, würden sie es nicht machen. Wird eine Drohne erfolgreich gefangen, werden die Vögel mit Futter belohnt.

Ein Aspekt, der bei der zunehmenden Nutzung von Drohnen ebenfalls sehr wichtig ist, ist der Schutz der Privatsphäre. Fakt ist, dass diese Geräte den Benutzern Einblicke ermöglichen, die man sonst nicht so einfach bekommt. Daher scheint es schon fast eine logische Schlussfolgerung, dass es immer mehr Drohnen geben wird, so Caballero. Derzeit würden in Deutschland etwa 400.000 Drohnen genutzt und nach Angaben des Instituts für unbemannte Systeme (IuS) werden es bis 2020 vermutlich noch mal 2 Millionen sein.

Caballero ist überzeugt, dass diese Problematik auch Auswirkungen auf unsere Privatsphäre haben wird: „Die Nutzer müssen den Begriff ,Privatgrundstück‘ einfach nur respektieren und diese Bereiche meiden oder sich für dort eine Genehmigung erteilen lassen. Der grundsätzliche Überflug über ein Grundstück ist nicht verboten, jedoch kann dies schnell zu einer Irritation führen, da für den Nutzer nicht klar ist, was die Kamera gerade anschaut“. Denn schließlich, fasst Caballero zusammen, will sich niemand einer fremden Beobachtung ausgesetzt wissen. Neugierige sollten sich über die Geldstrafen für diese Handlungen bewusst sein. Man darf gespannt sein, wie sich die Haltung hierzu in Zukunft entwickelt.


Image „Drone“ by Harald_Landsrath (CC0 Public Domain)


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App-heben mit der iPhone-Drohne: Ghostdrone 2.0 von Ehang im Test

Wenn selbst Action-Cam-Anbieter GoPro mit einer Drohne im Handel landet, heißt das nur eins: Multicopter stehen vor dem Durchbruch im Massenmarkt. Immer mehr Anbieter lassen immer mehr Modelle steigen. Nicht nur für Profis, auch für Konsumenten. Vor allem eine einfache Steuerung soll helfen, die Einstiegshürde zu überwinden. Bei der Ghostdrone 2.0 reichen Touch- und Wischgesten auf dem iPhone und ein Kopfnicken mit einer Videobrille, um mit der vierrotorigen Drohne von Anbieter Ehang durchzustarten. Ist das wirklich so einfach? Als totaler Drohnen-Anfänger habe ich einen Probeflug mit dem Luftgefährt gewagt und mich zudem schlau gemacht, was Einsteiger rechtlich beachten sollten. Noch nie war der Magazin-Titel „Applepiloten“ daher so wörtlich zu nehmen wie bei diesem Test.

Wer braucht eigentlich die Ehang-Drohne?

Aufnahmen aus der Luft sind der wesentliche Einsatzzweck von Multicoptern. Bildjournalisten, Unterhaltungsfilmcrews, Landvermesser oder Bauinspekteure setzen darauf. Im Freizeitbereich sind die Fluggeräte vor allem unter Modellflug-Enthusiasten präsent. Aber auch immer mehr ambitionierte Foto- und Filmbegeisterte entdecken das Genre für sich. Für sie bringen Hersteller wie Ehang gebrauchsfertige Sets aus Copter und Kamera in den Handel. Ehang kommt aus China und tritt gegen die Platzhirsche DJI und Yuneec aus gleichem Lande an. Die Ghostdrone 2.0 ist mit 989 Euro Listenpreis eher im mittleren Preissegment angesiedelt. Der Herausforderer will in Deutschland durchstarten, indem er es der breiten Masse besonders einfach macht. Dazu gehört eine einjährige Vollkasko-Garantie. Geht das Gerät kaputt, weil sich der Pilot zu ungeschickt angestellt hat, repariert oder ersetzt Ehang trotzdem. Damit lässt der Anbieter keinen Zweifel an sein Vertrauen darin, dass eigentlich gar nichts schiefgehen könne. Ihr Werbespruch lautet: „Anyone can fly“.ghostdrone2weissapplepiloten3-1024x683

Vor dem Start

Tatsächlich ist der Multicopter schnell flugbereit gemacht. Akkus der Drohne und der Videobrille aufladen, Ehang Play aus Apples App Store installieren, Propeller handfest anschrauben, einschalten, App koppeln, Anweisungen auf dem Bildschirm folgen – und losfliegen. Vorher die Tutorials im Web oder bei YouTube zu verinnerlichen, kann nicht schaden. Und dann bitte noch einmal kurz innehalten und sich daran erinnern, dass man erwachsen ist: Keine leichtsinnigen Moves! Selbst wenn ihr im Innenraum die benötigte GPS-Verbindung herstellen könnt – ein Teststart im Wohnzimmer ist keine gute Idee. Die Ghostdrone steigt nämlich automatisch zehn Meter hoch. Auch „einfach mal so ausprobieren“ im dicht bebauten Innenhof ist nicht empfehlenswert. Zentimetergenau kontrollieren lässt sich kein Multicopter.

Wo darf ich eigentlich Multicopter fliegen?

Die Auswahl des Fluggeländes erfordert mehr Grips als die Drohne in Betrieb zu nehmen. Multicopter und das deutsche Flugrecht – es ist kompliziert! Um es einfach zu formulieren: Sucht euch eine große freie Fläche abseits von hohen Bäumen, Strommasten, Gebäuden und ähnlichen Hindernissen. Informiert euch im Web über generelle Flugverbotszonen. Über Menschengruppen, fremde Schrebergärten und Privatgrundstücke zu fliegen, ist ebenfalls tabu. Die Ghostdrone wiegt mit rund 1,2 Kilogramm weit unter der Schwellengrenze von fünf Kilogramm. Außerdem gehe ich davon aus, dass euer Einsatzzweck nicht gewerblich ist und ihr unter 100 Metern Flughöhe bleibt. Häkchen bei diesen drei Aspekten bedeutet: Ihr braucht keine behördliche Aufstiegsgenehmigung. Wer sich intensiver mit dem Multicopterfliegen, gar kommerziell, befassen möchte, kann sich zum Beispiel hier und hier bei Workshops fit machen lassen. Eine verständliche Orientierung für Einsteiger bietet die Stiftung Warentest.

Die Drohne mit dem gewissen Touch: App geht der Flug!

Wenn die Propeller hochfrequent rotieren und das Gras sich in deren Fahrtwind bewegt, kriege ich plötzlich einen Heidenrespekt. Mit einem Spielzeug hantiere ich da gerade definitiv nicht herum. Zum Glück könnte die Bedienung tatsächlich einfacher nicht sein. In die Tasten und Joysticks eines ehang_play_bkl_applepiloten2-169x300physischen Controllers muss ich mich nicht einfuchsen. Damit liefert Ehang die Ghostdrone 2.0 gar nicht erst aus. Flugkommandos gebe ich im „Touch-to-Go-Modus“ per Fingerbedienung im Interface der iOS-App. Die Ansicht ähnelt einer Navi-App wie Google Maps. Zum Starten drücke und wische ich einmal. Um die Drohne zu navigieren, tippe ich zweimal auf einen beliebigen Punkt der eingeblendeten Karte und sie fliegt dorthin. Dies alles quittiert die Ehang-App mit einer akustischen Sprachausgabe auf Deutsch. Nicht perfekt lokalisiert, aber verständlich genug. Nach drei Touren dieser Art schaltet die App den „Avatar“-Modus frei. Dann kann ich den Multicopter manuell fliegen. Dazu halte ich das iPhone flach vor mir. Neige ich es zu einer Seite, folgt die Drohne am Himmel dem Signal des Bewegungssensors. Drehe ich mich oder das iPhone um meine Körperachse, fliegt auch der Multicopter nach links oder rechts. Das klappt auf Anhieb, aber für einen flüssigen Flug brauche ich definitiv mehr Übung.

Was ist das für 1 Video-Steuerung?

Sobald sie abhebt, zeichnet die Kamera der Ghostdrone automatisch ein Video in 4K-UHD (3840 x 2160 Pixel) auf einer microSD-Karte auf. In der App kann ich die Aufnahme händisch unterbrechen oder fortsetzen und auch Einzelfotos in einer Auflösung von 16 Megapixel schießen. Das Kamerabild lässt sich live in der Videobrille kontrollieren. Es wird leider per analogem Funk in völlig unzeitgemäß niedriger VGA-Auflösung übertragen. Die Älteren unter uns erinnern sich noch an derartig aufgelöste Röhrenfernseher. Auf der IFA erklärte mir Ehang-Geschäftsführer Matthias Hagedorn, dass die Videobrille in einer der nächsten Generationen höher aufgelöst werden soll. Cool: Neige oder hebe ich den Kopf mit der Videobrille vor den Augen, senkt oder hebt sich auch die Ghostdrone-Kamera. Seitlich schwenken kann ich sie aber nicht. Das wiederum geht nur über einen Regler in der App. Und diese Trennung ist völlig unverständlich. Brille und App gleichzeitig bedienen darf ich nämlich gar nicht. Der Gesetzgeber verlangt, dass Piloten ihre Drohne nie aus den Augen verlieren. Daher muss also ein Video-Operator mit der Brille einem iPhone-Piloten Schwenkanweisungen geben. Wie soll das in der Praxis bitte vernünftig gehen?berti_ehang_ghostdrone2_applepiloten-3-1024x768 Hoffentlich bessert Ehang hier nach und verbaut eine komplette Kopfsteuerung in der idealerweise höher aufgelösten Videobrille. Eine interessante Alternative haben gerade Epson und DJI mit der Drohnen-Steuerung per Augmented-Reality-Brille vorgestellt. In der jetzigen Lösung kann Ehang aber nicht auf die Videobrille verzichten. Sie ist ein zentrales Bindeglied und leitet die WLAN-Signale vom iPhone per Funk an die Ghostdrone weiter.

Der 30-Minuten-Spaß

Stundenlang über malerischen Landschaften schweben – das geht derzeit mit noch keinem Multicopter. Wie bei vergleichbaren Geräten auch, ist der Akku der Ghostdrone nach weniger als einer halben Stunde leer. Die App fordert mich rechtzeitig zum Landen auf. Beruhigend: Ohne meine Reaktion würde sie letztlich selbsttätig zum Ausgangspunkt zurückkehren. Das täte sie übrigens auch, wenn die Funkverbindung abbräche.

Videos lieber von der Speicherkarte laden

Hat man keinen Ersatzakku dabei, währt das Flugerlebnis an sich also recht kurz. Für Filmer beginnt erst hinterher die richtige Arbeit, wenn es ans Sichten und Bearbeiten der Videoaufnahmen geht. Ich kann Foto, aber kein Video. Von daher ist mein ungeschnittenes Erstlingswerk so langweilig, dass es vielleicht doch schon wieder Kunst sein könnte.

Die Aufnahmen kommen auf zwei Weisen von der Kamera herunter. Über die Ehang-App kann ich per WLAN darauf zugreifen, aufs iPhone laden und gleich auf den Apple TV streamen. Aber Moment mal, wieso ist das Video denn so pixelig? Aha, weil bei diesem Verfahren nur ein niedrig aufgelöstes Vorschauvideo übertragen wird. Die „große“ UHD-Version kann ich nur per Speicherkarte auf den Mac ziehen.

Fazit

Eine Drohne mit dem iPhone steuern? Mein erster Einsatz als „Applepilot“ war aufregend und faszinierend zugleich. Die Steuerung ist so einfach, wie Hersteller Ehang es verspricht.berti_ehang_ghostdrone2_applepiloten-5-300x225 Trotzdem wurde mir bewusst, dass die Drohne kein Spielzeug ist und ich große Verantwortung übernehme, wenn ich sie im öffentlichen Raum verwende. Jederzeit aufmerksam zu sein, ist unerlässlich. Flüssige Flugmanöver und gleichzeitig noch schöne Videoaufnahmen machen – das ist anspruchsvoll. Die Videobrille ist ein nettes Gimmick. Wegen der geringen Auflösung und der eingeschränkten Bewegungssteuerung macht sie nur begrenzt Freude. Die Kamera über die Videobrille und die App zu bedienen, ist umständlich gelöst. Wer großen Wert aufs Filmen legt, wird sich mehr Präzision wünschen. Ich bin gespannt, inwiefern es der Ehang Ghostdrone 2.0 gelingen wird, ihre Nische zu finden. Für die Masse der Konsumenten dürften der immer noch sehr hohe Kaufpreis und die kurze Akkulaufzeit große Hürden sein. Und Videoprofis dürften sich sicher präzisere und flexiblere Lösungen wünschen. Um erste Erfahrungen zu sammeln, ist die Ehang Ghostdrone 2.0 für Multicopter-Einsteiger jedoch eine gute Wahl.


Dieser Artikel erschien zuerst auf „Applepiloten“ unter CC BY-ND 4.0.


Images & Video by Berti Kolbow-Lehradt


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  • WHATSAPP faz: Whatsapp kriegt Post vom Anwalt: Wer in seinem Smartphone Geheimnisse verbirgt, sollte sich mit der jüngsten Kontroverse im Datenschutzrecht beschäftigen. Denn sonst könnte die schöne Bekanntschaft vom Wochenende plötzlich gut sichtbar mit Profil-Foto auf Facebook vorgeschlagen werden. Das kann praktisch sein oder die Ehe zerrütten – je nach Konstellation. Möglich macht diese Funktion der Datenaustausch der beiden Dienste: Facebook erhält Handynummern von Whatsapp. Jetzt haben Verbraucherschützer diese Praxis abgemahnt.
  • DROHNEN wired: Auf Amsterdams Kanälen fahren bald Drohnenboote: Während andere Städte und Regionen autonome Autos testen, schaut man in Amsterdam aufs Wasser. Knapp ein Viertel der niederländischen Metropole ist von Kanälen bedeckt und auf diesen sollen ab 2017 selbstfahrende Boote getestet werden. Das auf fünf Jahre angelegte Forschungsprojekt Roboat ist eine Kooperation des Amsterdam Institute for Advanced Metropolitan Solutions (AMS), der TU Delft und der Uni Wageningen mit dem US-amerikanischen Massachusetts Institute of Technology (MIT). Es hat ein Budget von 25 Millionen Euro.
  • MARKT wuv: „Junge Menschen sind nicht unbedingt kreativer“: Eine steile These geistert durch das Silicon Valley. Formuliert hat sie Sun-Gründer und Investor Vinod Koshla: Menschen mit 45 hören auf, über Neues nachzudenken. Die wahren Innovationen kämen von Leuten unter 45 Jahren. Er scheint den Agenturen aus der Seele zu sprechen, die ja gern auf besonders junges Personal setzen. Ist Kreativität tatsächlich eine Frage des Alters? W&V Online hat dazu Stephan Sonnenburg von der Karlshochschule in Karlsruhe befragt. Er forscht zu dem Thema und ist 45 Jahre alt.
  • MOBILITÄT gruenderszene: „2025 wird es in amerikanischen Städten kaum noch private Autos geben“: Es gibt einfach viel zu viele Autos. Und all diesen Autos überlassen wir viel zu viel Platz in unseren Städten. Das ist der Ausgangsgedanke der Überlegungen von John Zimmer, der die Fahrvermittlung Lyft mitgegründet hat. Zimmer liebt Autos. Seit seiner Jugend. Aber er schreibt in seinem Beitrag zur automobilen Zukunft auf Medium, dass wir unsere Umgebung in Autolandschaften verwandelt und damit zerstört haben. Obwohl das durchschnittliche Auto nur vier Prozent der Zeit bewegt wird.
  • DATENSCHUTZ golem: US-Amerikanerin verklagt smarten Vibratorhersteller: Weil der smarte Vibrator We-Vibe Rave ohne Genehmigung persönliche Informationen der Nutzer gesammelt hat, verklagt eine US-Amerikanerin den Hersteller Standard Innovation. Das Gerät kann nur vollumfänglich genutzt werden, wenn Nutzer es per Bluetooth mit einem Android oder iPhone verbinden und die vom Hersteller entwickelte App nutzen. Der WE-Vibe ermöglicht darüber die Fernsteuerung des Vibrators, per Freigabe über die „Connect Lover“-Funktion kann auch der Partner eingeladen werden, das Gerät zu steuern. Die Klägerin beschwert sich konkret darüber, dass die Apps vertrauliche Daten an den Hersteller hochladen, ohne die Kunden darauf hinzuweisen.
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  • TWITTER TNW: Twitter finally sets date to grow beyond its 140 character limit: Ist das 140 Zeichenlimit, welches Twitter als Microblog charakterisiert, nun wirklich bald Geschichte? Wohl kaum! Spekuliert wird jedoch über weitere Änderungen, die für Nutzer zu einer verbesserten Ausnutzung der begrenzten Zeichen führen sollen. Bereits Anfang des Jahres gab es Gerüchte darüber, dass man den Zeichen-Stopp entfernt. Ab 19. September soll es nun Änderungen am Grundsystem geben. Erwähnungen wie etwa @Netzpiloten sollen zukünftig nicht mehr in die 140 Zeichen eingerechnet werden.
  • TESLA heise online: Tesla macht Radar wichtiger für Fahrassistenten „Autopilot“: Vier Monate nach dem ersten tödlichen Unfall mit seinem Fahrassistenz-System „Autopilot“ kündigt Tesla eine neue verbesserte Version der Software an. In Zukunft soll ein Radar-Sensor die Daten für eine Entscheidung über Weiterfahren oder Bremsen statt einer Kamera liefern. „Neben einem Dutzend kleinerer Veränderungen wird das Radar-Bild in den Mittelpunkt rücken“, erklärt Tesla Chef Elon Musk. Der Radar, welcher zunächst nur als Zusatz zur Erkennung der Umgebung per Kameras gedacht war, wird somit zentraler Sensor des Systems.
  • DROHNEN Welt: Drohnen werden zum Risiko für unseren Alltag: Der Versicherungskonzern Allianz befürchtet durch den Einsatz von Drohnen großes Schadenspotenzial. Große Unternehmen wie Google, Amazon, Airbus und DHL haben bereits Testflüge der künstlichen Vögel angekündigt. Laut einer Studie der Allianz-Industrieversicherungsgruppe AGCS zufolge steht der Drohnenmarkt vor einem starken Wachstum. Bereits in diesem Jahr sollen 1,6 Millionen Hobbydrohnen sowie 600.000 kommerzielle Drohnen zur Verfügung stehen. Die AGCS fordert daher Standards einzuführen sowie die Registrierung von Drohnen, da die Liste an Drohnenzwischenfällen bereits stetig wächst.
  • HP Golem : HP kauft Samsungs Drucker-Sparte für 1 Milliarde US-Dollar: HP will es nun wissen und plant die Fotokopierbranche, in der es seit Jahrzehnten keine Innovation mehr gegeben hat, aufzumischen. Dafür kaufte HP nun für 1,05 Milliarden US-Dollar die Drucker-Sparte von Samsung auf. Geplant ist die veralteten Produkte durch Multifunktionsgeräte zu ersetzen. HP kauft somit 6.500 Samsung Druckerpatente. Außerdem wechseln 6.000 Samsung-Beschäftigte, darunter 1.500 Entwickler und Ingenieure zu HP. Hauptumsatzquelle der Branche stellen Druckertinte und Toner dar, wobei der Absatz stark rückläufig ist.
  • VIDEOWERBUNG Horizont: Neun von zehn fordern bessere Online-Videowerbung: Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Vanson Bourne zufolge sind neun von zehn Verbrauchern der Meinung, dass sich am aktuellen Zustand von Online-Videowerbung etwas ändern muss. Befragt wurden von April bis Mai insgesamt 4.000 Konsumenten von Online-Videoinhalten im Alter über 18 Jahren in Deutschland, Frankreich und UK. Als häufigster Kritikpunkt an Online-Videowerbung wurden mangelnde Relevanz, zu großes Volumen und schlechte Darstellung genannt. Mark Blair, Vice President EMEA von Brightcove sagt: „Wir sind davon überzeugt, dass die Kunden jedes Recht haben, defekte, nervige und intrusive Werbung zu meiden. Andererseits haben aber auch die Unternehmen das Recht, die Inhalte, deren Produktion viel Geld kostet, zu monetarisieren und zu promoten.“
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  • IPHONE 7 Horizont: Das ist das neue Apple Smartphone: Gestern wurde das neue iPhone 7 in San Francisco präsentiert. Die schon seit Monaten kursierenden Gerüchte, um die neue Generation des Smartphones bestätigen sich. Apple eliminiert den klassischen Kopfhöreranschluss. Wer seine Kopfhörer in Zukunft nutzen will schließt diese bequem beim Lightning-Anschluss an oder holt sich für den stolzen Preis von 179 Euro die neuen Apple Airpods. Ein Highlight ist auch der nun integrierte Bildstabilisator. Das iPhone 7 Plus verfügt sogar über eine doppelte Kamera mit zwei verschiedenen Objektiven und zwei 12-Megapixel-Sensoren. Außerdem sind beide Modelle der neuen Generation des iPhones wasser- und staubdicht.
  • PLAYSTATION Spiegel Online: Neue Playstation 4 Pro erscheint schon im November: Nicht nur Apple präsentierte gestern frische Produkte, sondern auch Sony enthüllte zwei Playstation-Modelle in New York. Die Playstation 4 Pro verfügt über ausgereiftere Hardware als ihr Vorgänger und punktet damit vor allem mit einer aufgewerteten Spielegrafik. Das Pro-Modell soll Spiele in 4K rendern und die Bildausgabe für HDTVs und VR verbessern. Sie soll 399 Euro kosten und am 10. November erscheinen. Ihr dünnerer Kollege, die Playstation Slim 4 kommt dann für hundert Euro weniger am 15. November in die Läden.
  • DAIMLER Golem: Vision Van: Automatisiertes Ladesystem belädt die Drohnen: Den von Daimler entwickelten Transporter, zum Ausliefern von Paketen, kann man durchaus als innovativ und effizient bezeichnen. Er ist mit zwei Drohnen ausgestattet, die automatisch beladen werden. Während der Paketbote wie gewohnt seinen Wegen nachgeht, sollen die Drohnen parallel weitere Lieferungen zum Kunden transportieren. Entwickelt wurde der Elektro-Van, mit seinen zwei Landeplätzen am Dach, von Mercedes Benz Van, der Lieferwagensparte von Daimler und dem kalifornischen Copter-Hersteller Matternet.
  • VERBRAUCHERSCHUTZ heise online: Verbraucherschützer wettern gegen Mogelpackung bei Roaming-Gebühren: Die Initiative der EU-Kommission, die Aufschläge für Mobilkommunikation in anderen Mitgliedsstaaten für maximal 90 Tage jährlich zu streichen, geht deutschen und europäischen Verbraucherschützern gehörig gegen den Strich. Klaus Müller, Vorstand des Bundesverbands der Verbraucherzentralen sagt: „Der Wegfall der Roaming-Gebühren für nur 90 Tage entspricht weder der Realität noch dem Alltag eines Verbrauchers mit Blick auf Urlaub und berufsbedingte Aufenthalte im EU-Ausland“.
  • MARKT Handelsblatt: Beim Gehalt sind die Digitalen König: Die digitale Transformation schreitet mit großen Schritten voran. Kaum eine Branche bleibt mehr vor diesem Wandel unberührt. Aus diesem Grund ist Personal mit herausragendem Know-how über die digitale Welt äußerst gefragt. Einer Gehaltsstudie der Personalberatung Cribb zufolge führen Top-Manager im Bereich Digitalisierung in Unternehmen die Gehaltslisten an. Sie verdienen im Schnitt 249.839 Euro im Jahr und damit mehr als so manch ein Geschäftsführer.
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Mit Möwen zur Drohnenroute

seagull (image by dyangerous [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Möwen sind vielen Stadtbewohnern verhasst. Vom Stibitzen von Sandwiches bis zum Aufreißen von Müllsäcken – seit Jahren werden sie als deutlich schlimmer empfunden als die traditionell unbeliebten Tauben oder Ratten. Die in den Städten lebenden Möwen sind durchaus interessant, denn tatsächlich ist es so, dass die Populationen von Silber- und Heringsmöwen in ländlichen Gebieten zurückgehen, während sie in urbanen Gegenden deutlich steigen.

Es gibt viele verschiedene Gründe dafür, darunter der einfache Zugang zu Nistmöglichkeiten und Nahrung sowie eine erlernte Gewöhnung an den Menschen. Jedoch gehen wir in unserer kürzlich veröffentlichten Studie zusätzlich von der Möglichkeit aus, dass auch ein gewisser Flugkomfort die Innenstädte zu einem attraktiven Anziehungspunkt für diese Vögel macht.

Turbulente Lüfte

Als Landtier kann es für die Menschen schwierig sein, sich vorzustellen, wie es wohl sein mag, sich in einem Medium zu bewegen, das selbst auch bewegt ist. Wenn man alleine in einem Schwimmbecken schwimmt, fühlt es sich leichter an, durch das Wasser zu gleiten, da es von keinem anderen Schwimmer aufgewühlt wurde. Und dabei handelt es sich lediglich um eine Turbulenz im Kleinformat: Man stelle sich vor, wie es sich anfühlt, im Meer zu schwimmen, wo einen die Strömungen zurückziehen können, wenn man versucht, zurück an die Küste zu gelangen. Jetzt kann man ansatzweise verstehen, wie es sich anfühlt, ein Vogel zu sein.

Man stelle sich nun vor, man müsste jeden Tag durch das Meer schwimmen, um zur Arbeit zu kommen. Mal werden einem die Strömungen zugutekommen, mal werden sie gegen einen arbeiten. Dies und die Bewegtheit des Wassers wird einen großen Einfluss darauf haben, wie sehr man sich anstrengen muss. Muss man das jeden Tag machen, würde man ziemlich gut darin werden, den Seegang und die Strömungsrichtung vorauszusehen. Flugfähige Tiere haben mit alldem täglich zu tun: die Luft ist so gut wie nie unbewegt und wirkt sich nachhaltig auf das Flugverhalten aus.

In unserer Studie untersuchten wir, wie Möwen die durch Gebäude generierte aufsteigende Luft ausnutzen, um ohne Flügelschlagen fliegen zu können. An unserem Forschungsstandort Swansea, einem Küstenort, fanden wir heraus, dass die Möwen tatsächlich ihre Flugwege in bestimmten Windsituationen verändern, um von Aufwinden profitieren zu können, die rund um eine Reihe von an der Bucht gelegenen Hotels auftreten.

Diese energiesparenden Strategien sind bereits bei Vögeln bestätigt, die große jährliche Wanderungen unternehmen, jedoch sind sie bei Vögeln, die täglich umherziehen, deutlich weniger erforscht.

Möwen tracken

Um mehr über die Flugwege der Möwen herauszufinden, setzten wir laserbetriebene Ferngläser zur Entfernungsmessung ein, mit denen wir die Flugbahnen der Vögel, die auf der von den Hotelgebäuden aufsteigenden Luft schwebten, einzufangen versuchten. Wir ergänzten dies mit einem vereinfachten Computermodell davon, wie die Luft sich zwischen den an der Küste gelegenen Hotels bewegte, und den Flugcharakteristiken der Möwen selbst. Unsere Ergebnisse legten nahe, dass die Möwen möglicherweise eine Strategie anwenden, mit Hilfe derer sie angesichts seitlicher Windböen eine erhöhte Kontrolle über ihr Flugverhalten erlangen.

Dies zeigt, dass menschgemachte Strukturen – selbst solche, die nur aus ein paar mehrstöckigen Hotels bestehen – durch veränderte Luftströmungen die Flugwege von Vögeln verändern können.  Tatsächlich ist es wahrscheinlich, urbane Gegenden generell mit günstigen Flugbedingungen zu assoziieren, denn die Gebäude bieten bei einer Reihe von unterschiedlichen Wetterbedingungen reichlich Auftrieb.

Nichtsdestotrotz ist das Erlangen von günstigen Flugbedingungen durch die urbanen Luftströmungen nicht ganz ohne Risiko. Gegenden mit schwierig zu händelnden Untergründen, wie eben diese in urbanen Räumen, produzieren sehr komplexe Luftströmungen. Um dies zu berücksichtigen, bildeten wir die genauen Positionen der Möwen in Relation zu den Luftströmungen rund um die Hotels ab, um zu ermitteln, ob sich diese ändern, wenn die Windstärke zunimmt.

Vorausfliegen

Diese interessanten Flugstrategien helfen uns nicht nur dabei, das Leben der Möwen zu verstehen, sondern könnten sich ebenfalls als äußerst nützlich herausstellen, wenn es um das Planen der Flugwege von unbemannten Fluggeräten (kurz: UAV, engl.:  unmanned aerial vehicle) oder von Drohnen in urbanen Landschaften geht.

Unsere Ergebnisse zeigen, dass Luftströmungen selbst rund um sehr kleine Vorrichtungen erhebliche Auswirkungen auf den Energiebedarf und die Flugkontrolle von Vögeln und Drohnen bedeuten können. Wir waren uns sehr wohl darüber bewusst, dass hier – und in der künftigen Forschung – Biologie- und Maschinenbau-Forscher viel voneinander profitieren können.

Kleinformatige UAVs mit fixierten Flügeln – wie beispielsweise die gängigen Flugzeugtypen – sind von Böen und Turbulenzen deutlich mehr betroffen als größere Fluggeräte, denn die Windgeschwindigkeit ist vergleichbar mit ihrer Luftgeschwindigkeit. Das Fliegen in niedrigen Höhen, in den hochkomplexen Strömungsfeldern von urbanen Umgebungen und in nächster Nähe zum Boden und Gebäuden, ist eine wichtige Herausforderung, für die die meisten autonomen Flugsteuerungssysteme schlicht noch nicht gemacht sind. Zu untersuchen, wie Vögel von geringer Größe und wenig Gewicht diese Herausforderungen meistern, kann dabei helfen, das Planen von UAV-Flugsteuerungssystemen und die Entwicklung von Flugkontrollsystemen für diese Umgebungen voranzutreiben.

Wenn Sie also das nächste Mal angesichts von durch die Innenstadt fliegenden Möwen übellaunig sind und schützend Ihr Eis beim Spaziergang an der Strandpromenade abschirmen, halten Sie einen Moment inne, um die komplexen Entscheidungen, die diese gefiederten Piloten Sekunde für Sekunde treffen, zu wertschätzen, denn sie reagieren auf die sich kontinuierlich verändernden Luftbedingungen in einer Art und Weise, von der Ingenieure, zumindest heutzutage, nur träumen können.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image „seagull“ by dyangerous (CC0 Public Domain)


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  • DAIMLER Handelsblatt: Daimler bastelt weiter an seinem Mobilitätsangebot: Das Daimler nicht nur Autos verkauft ist bekannt. Nun fusioniert das Unternehmen seine Taxi-Tochter Mytaxi mit der britischen Taxi-App Hailo. Unter dem Namen „mytaxi“ entsteht somit das europaweit größte Taxi-Netzwerk, welches zukünftig in 50 Städten in neun Ländern vertreten ist. Finanziert wird die Zusammenführung durch den reinen Austausch von Firmenanteilen.

  • WIKILEAKS t3n: Warum die Türkei-E-Mails von Wikileaks Millionen Bürger gefährden: Der türkischen Akademikerin Zeynep Tufekci zufolge, schaden die von Wikileaks veröffentlichten E-Mails NICHT der türkischen Erdo?an-Partei AKP, sondern den Bürgern. Public wurden die E-Mails in der Woche des Militär-Putschversuches in der Türkei. Die besagten E-Mails sollen aber nicht nur von Mitgliedern der Erdo?an-Partei AKP stammen, sondern von einer Google-Gruppe und zum Teil private Daten von türkischen Bürgern beinhalten.

  • AMAZON PRIME AIR Golem: Lieferdrohnen könnten in Großbritannien bald starten: In Großbritannien werden zukünftig Drohnen am Himmel zu erblicken sein. Die Civil Aviation Authority (CAA) genehmigte nun Amazon Testflüge mit Drohnen im urbanen als auch ländlichen Gebiet durchzuführen. Unter anderem sind Flüge ohne Sichtkontakt zum Piloten geplant. Die Drohnen sollen in der Lage sein Hindernisse selbstständig zu erkennen und diesen auszuweichen.

  • TWITTER Twitter Blog: Periscope Neuheiten: Periscope Tweet Embeds, Replay Highlights und Live Autoplay auf Android: Ohne Umwege ans Ziel! Endlich ist es möglich Periscope Übertragungen einfach per embedded Tweet auf Webseiten und Blogs einzubinden und abzuspielen. User müssen dabei nicht auf Twitter oder Periscope umgeleitet werden. Dies führt dazu, dass ein breiteres Publikum erreicht werden kann und der Online-Content einer Seite aufgewertet wird. Um nichts zu verpassen, bietet ein weiteres Features namens „Highlights“ automatisch kurze Trailer der Periscope Livestreams von beispielsweise anderen Accounts an.

  • GOOGLE STREET VIEW GoogleWatchBlog: Google StreetView-Update: Satellitenmodus, verbesserte Oberfläche & zukünftige Face Blur-Funktion: Nach langen Warten rollt Google nun ein Update für die StreetView-App für Android aus. Dieses bringt Verbesserungen sowie Neuerungen mit sich. Wie bei der App Maps von Apple ist es nun auch mit der StreetView-App möglich zwischen der Karten- und Satellitenansicht zu wählen. Auch an der Oberfläche des Designs hat Google gearbeitet und einige Icons ausgetauscht. Zukünftig soll es auch eine Blur-Funktion für Gesichter geben, welche aber aktuell nicht verfügbar ist.

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  • DARKNET sueddeutsche: Das verbirgt sich hinter dem Darknet: In den letzten Tagen ist ein bestimmtes Wort immer wieder zu hören, wenn es um den Amoklauf in München geht – „Darknet“. Eine Art digitaler Schwarzmarkt. Auf diese Internetseiten kommt man nicht ohne eine bestimmte technische Ausrüstung. Bestimmte Software-Systeme müssen installiert sein, die die IP-Adresse verstecken und so für Anonymität im Netz sorgen. Der Schütze aus München kam so an seine Glock 17. Wie können Ermittler gegen diese Schattenwelt ankämpfen?
  • STARTUPS gruenderszene: Bund spendiert weitere 10 Milliarden Euro für Startups: Deutschland hat das Zeug dazu, um in der digitalen Weltwirtschaft ganz vorne mit dabei zu sein. Was momentan noch fehlt, sind Eigenschaften wie Mut und die Euphorie, die man seit Jahren im kalifornischen Silicon Valley begutachten kann. Damit innovative Ideen nicht auf Grund der Angst des Scheiterns im Keim erstickt werden, will das Bundesfinanzministerium nun einen Fonds für Gründer einrichten, der mit günstigen Kredit-Konditionen überzeugen soll. Finanzminister Schäuble stellt 10 Milliarden Euro in Aussicht.
  • AMAZON reuters: Amazon gets permission from UK to explore drone deliveries: Der amerikanische Online-Versandhändler Amazon ist mit der britischen Regierung eine Partnerschaft eingegangen. Konkret geht es um Versand durch kleinere Drohnen. Mit dieser Partnerschaft hofft Amazon die neue Versandmöglichkeit schneller benutzten zu können. Amazon soll geplant haben, dass bereits im nächsten Jahr die ersten Pakete offiziell von einer Drohne zu Kunden innerhalb des Vereinigten Königreiches gebracht werden sollen.
  • TWITTER recode: Twitter’s new video ad actually explains what Twitter is for: Was macht man eigentlich mit Twitter? Viele Menschen sind verwirrt, wenn sie über Twitter diskutieren. Einigen ist unklar, für was die Plattform gut ist. Vor allem in Deutschland hat Twitter es schwer, seitdem der große Konkurrent Facebook da ist. Der Konzern hat nun eine neue Video-Werbung erstellt, die klar stellen soll, wofür Twitter existiert.
  • US-WAHLKAMPF mashable: Bernie Sanders hits Donald Trump with sick bern on Twitter: Bernie Sanders war die große Hoffnung der jungen amerikanischen Bevölkerung, um den Schuldenwahnsinn für Studienzeiten zu beenden und die Kluft zwischen Arm und Reich wieder zu stabilisieren. Vor ein paar Wochen wurde klar, dass wohl Hillary Clinton auf Seiten der Demokraten das Rennen machen wird. Auch wenn er unterschiedliche politische Meinungen vertritt, so mahnte Sanders für Einigkeit bei den Demokraten und die Unterstützung von Hillary Clinton, damit Donald J. Trump auf keinen Fall Präsident wird. Dieser versuchte auf Twitter die Demokraten zu spalten. Sanders und Clinton reagierten souverän.
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