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Dual-SIM im iPhone: So klappt es mit der eSIM

Dual-SIM und eSIM im iPhone Xs betreiben

Die Telekom machte mit der eSIM für die Apple Watch 3 den Anfang. Inzwischen bieten mit Vodafone und O2 auch die beiden anderen großen Mobilfunknetzbetreiber Tarife für die integrierte SIM-Karte an. Für den entsprechenden Motivationsschub hat Apples neue iPhone-Generation gesorgt. Denn mit dem iPhone XS, iPhone Xs Max und dem iPhone XR ermöglicht Apple erstmals die Dual-SIM-Funktion. Dadurch könnt ihr zwei Verträge in einem Telefon benutzen. Dabei lässt sich eine der beiden SIM-Karten allerdings nicht physisch auswechseln. Stattdessen liegt sie als „embedded SIM“, also eSIM, vor. Welche Vorteile euch das bietet und was ihr bei der Dual-SIM im iPhone beachten solltet, habe ich hier für euch zusammengetragen.

Dual-SIM: Vorteile in der Praxis

Gründe um zwei SIM-Karten zu verwenden, gibt es viele. So könnt ihr beispielsweise eine private und eine geschäftliche Telefonnummer in einem Gerät kombinieren. Oder ihr profitiert auf Reisen außerhalb der EU von den günstigeren Gebühren einer lokale SIM-Karte und seid trotzdem noch auf eurer bekannten Handynummer erreichbar. Das iPhone kann dennoch über beide Telefonnummern telefonieren und SMS schreiben. Mobile Daten lassen sich jedoch nur mit einer Karte versenden und empfangen.

Was steckt hinter der eSIM?

Zwei SIM-Karten rein und fertig? So einfach macht es Apple lediglich den Nutzern in China. Im Rest der Welt ist nur eine physische SIM-Karte im Nano-Format einsetzbar, während die zweite Chipkarte als eSIM fest im Handy verbaut ist. Die „embedded SIM“ müsst ihr nicht wechseln, wenn ihr einen neuen Anbieter oder eine neue Telefonnummer verwenden möchtet. Stattdessen bleibt die Karte erhalten und wird jedes Mal lediglich aus der Ferne auf elektronischem Weg mit einem sogenannten eSim-Profil beim jeweiligen Anbieter verknüpft. Dadurch erspart ihr euch das Warten auf die SIM-Karte bei einem neuen Vertrag und das „Herumfriemeln“ mit der kleinen Plastikkarte. Dabei ist das Einrichten einer eSim selbst nicht schwerer oder leichter als auf dem herkömmlichen Weg.

Bei welchem Anbieter ihr den passenden eSIM-Tarif findet

Inzwischen bieten hierzulande mit Telekom, Vodafone und O2 alle drei Netzbetreiber eSIM-Tarife an. Auch Reseller, die die Netze des Trios nutzen, aber eigene Konditionen festlegen, ermöglichen euch, eSIM-Profile zu nutzen. Aber deren Zahl ist noch klein. Derzeit (Dezember 2018) bieten lediglich Blau und Ay Yildiz diese Option an. Zudem vergeben alle Anbieter eSIM-Profile nur im Rahmen von Laufzeitverträgen. Als Prepaid-Kunden könnt ihr hingegen vorerst keine eSIM nutzen. Für O2, Blau und Ay Yildiz ist es wichtig, euer iPhone vor der Aktivierung der eSIM auf iOS 12.1.1 zu updaten, da es sonst zu Problemen kommen kann.

So richtet ihr die eSIM auf dem iPhone ein

Die einfachste Möglichkeit eine eSIM einzurichten, ist die Service-App eures Tarifanbieters. Darin lässt sich das eSIM-Profil aktivieren. Anschließend werden die Einstellungen automatisch in eurem iPhone hinterlegt. Wenn euch euer Anbieter alternativ einen QR-Code zugeschickt hat, erledigt ihr die Aktivierung in den iOS-Systemeinstellungen. Geht dazu in den Einstellungen auf den Punkt „Mobiles Netz“ und dann auf „Mobilfunktarif hinzufügen“. Schon öffnet sich die Kamera eures iPhones und ihr könnt den QR-Code scannen. Folgt den Anweisungen bis zum Ende. Fertig!

Eine eSIM im Ausland verwenden

Im Ausland lässt sich die eSIM genauso wie eine normale SIM-Karte verwenden. Generell gibt es bei der Benutzung keine Unterschiede zu einer klassischen SIM-Karte. Der Vorteil bei der Nutzung von einer eSIM ist jedoch, dass ihr den Schacht für die physische SIM-Karte frei habt und im Dual-SIM-Betrieb eine Chipkarte von einem lokalen Anbieter verwenden könnt. So spart ihr teilweise viel Geld für Roaming-Gebühren und seid trotzdem noch unter eurer bekannten Handynummer zu erreichen.

Dual-SIM im iPhone einrichten und nutzen

Bisher sind drei iPhone-Modelle Dual-SIM-tauglich: Das iPhone Xs, iPhone Xs Max und iPhone XR. Dabei akzeptiert das Trio neben der eSIM eine wechselbare NanoSIM-Karte. Wichtig: Es lassen sich zwar bis zu sechs eSIM-Profile auf einem iPhone speichern. Aber nur eines davon ist verwendbar.

Wenn ihr euch dafür entscheidet, zwei SIM-Karten im iPhone zu verwenden, bietet euch iOS Hilfestellungen, um Verwechslungen zu vermeiden. So erhaltet ihr nach dem Einrichten der zweiten SIM-Karte die Möglichkeit, Etiketten zu vergeben. Anhand dieser erkennt ihr stets, welche Karte das Telefon gerade verwendet.

Im nächsten Schritt wählt ihr aus, welche der beiden Karten standardmäßig für mobile Daten sowie ausgehende Anrufe und SMS zum Einsatz kommt. Die andere Karte bleibt dann trotzdem für eingehende Anrufe und SMS verfügbar. Solltet ihr euch gerade im Telefonat auf eurer Hauptkarte befinden, wenn jemand die andere Nummer anruft, antwortet dort die Mailbox. Dabei lassen sich alle anfangs festgelegten Einstellungen später unter dem Punkt „mobiles Netz“ beliebig ändern.

Welche Nummer gerade verwendet wird, ist relativ einfach ersichtlich. Denn beim Schreiben einer SMS oder Wählen einer Nummer entscheidet ihr euch mit einer Schaltfläche für die bevorzugte SIM-Karte. Außerdem könnt ihr in der Kontakte-App für jeden Gesprächspartner festlegen, mit welcher Nummer ihr ihn oder sie regulär anrufen wollt. Ferner blendet das iPhone-Display bei eingehenden Anrufen oben mittig ein, welche eurer beiden Nummern gerade kontaktiert wird.

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Apple Pay startet in Deutschland: Das müsst ihr wissen

Apple Pay Symbolbild

Knapp vier Jahre nach dem Start in den USA ist Apple Pay seit heute auch in Deutschland verfügbar. Konzernchef Tim Cook hat Deutschland-Launch bereits zuvor vage für das Jahresende angekündigt. Die tatsächliche Einführung kam heute Morgen überraschend. Bisher lässt sich Apple Pay nur auf einem Umweg in Deutschland nutzen. In diesem Artikel zeigen wir euch, wie ihr den mobilen Bezahldienst einrichtet und mit welchen Banken, Karten und Geräten er funktioniert.

Was muss man über den neuen Bezahldienst Apple Pay wissen?

Mit Apple Pay könnt ihr ganz einfach ohne Bargeld oder EC-Karte bezahlen. Hierfür müsst ihr lediglich ein iPhone ab der Version iPhone SE beziehungsweise iPhone 6 oder eine Apple Watch mit euch führen. Um Apple Pay nutzen zu können, benötigt ihr zudem eine Kreditkarte einer Bank, die mit Apple kooperiert.

Sofern die Technik des Kassensystems das kontaktlose Bezahlen per NFC-Funk (Near Field Communication) unterstützt, könnt ihr euer Gerät einfach an den Terminal der Kasse halten. Rund 475.000 Kassenterminals in Deutschland besitzen die erforderliche Technik. Außer im stationären Handel könnt ihr mit Apple Pay auch in Onlineshops oder Apps bezahlen.

Welche Banken und Karten unterstützen Apple Pay?

Folgende Banken unterstützen Apple Pay zum Start: Boon, Bunq, Comdirect, Deutsche Bank, Fidor Bank, Hanseatic Bank, Hypo Vereinsbank, N26 (ehemals Number 26), O2 Banking und VimPay.

In Zukunft kommen noch diese Banken hinzu: Consors Bank, Crosscard, DKB, Fleetmoney, ING (ehemals Ing DiBa), Revolut und Viabuy.

Ferner zu beachten ist, das nur Kreditkarten genutzt werden können. Hierbei ist es aber egal, ob es sich um eine Prepaid-Karte (im Voraus aufgeladen), Debit-Karte (wird direkt vom Konto abgebucht) oder Kredit-Karte (wird am Monatsende vom Konto abgebucht) Kreditkarte handelt. Maestro, Vpay und Girocards werden leider nicht unterstützt.

Apple Pay nicht unterstützte Karte
Noch werden längst nicht alle Karten unterstützt. Image by Timo Brauer

Auf welchen Geräten funktioniert Apple Pay?

Apple Pay funktioniert auf dem iPhone 6, 6s, SE, 7, 8, X, Xs, Xr und allen Plus– oder Max-Modellen. Außerdem werden alle Versionen und Varianten der Apple Watch unterstützt. Für Zahlungen im Internet oder in Apps funktioniert Apple Pay auch auf iPads und Macs.

Bei den iPads sind folgende Modelle dabei: iPad Air 2, iPad 5G (2017), iPad 6G (2018), iPad mini 3, iPad mini 4 und alle iPad Pros. Bei den Macs ist die Liste etwas übersichtlicher. Es werden lediglich die MacBook Pro Modelle mit Touchbar sowie das 2018er MacBook Air unterstützt. Allerdings lässt sich Apple Pay auch auf älteren Macs (ab 2012) verwenden, wenn ein unterstütztes iOS-Gerät sich in der Nähe befindet.

Wo kann ich mit Apple Pay bezahlen?

Bezahlen könnt ihr mit Apple Pay überall dort, wo kontaktloses Bezahlen mit Bankkarten möglich ist. In Deutschland ist das an beinahe jedem Kartenterminal der Fall. Somit könnt ihr in eigentlich jedem Geschäft, das Kartenzahlungen unterstützt, auch mit Apple Pay bezahlen. Bittet beim Bezahlen einfach um die Bezahlung per Karte und haltet euer iPhone an das Terminal statt eine Karte zu benutzen.

Wie richte ich Apple Pay ein?

Zum Einrichten von Apple Pay öffnet ihr auf dem iPhone die Wallet App (auf dem iPad die Einstellungen, für die Apple Watch die Watch-App und auf dem Mac die Systemeinstellungen jeweils unter dem Punkt „Wallet und Apple Pay“) und klickt auf „Karte hinzufügen“.

Anschließend wählt ihr den gewünschten Kartenanbieter. Dann werdet ihr aufgefordert, die Karte in die Kamera zu halten, damit Karteninhaber, Nummer und Ablaufdatum gelesen werden können. Dann bittet euch Apple Pay je nach Bank die CCD (dreistellige Nummer auf dem Unterschrift-Feld auf der Kartenrückseite) einzugeben oder einen Bestätigungscode per SMS, Mail oder App zu empfangen und einzugeben. Schon ist Apple Pay fertig eingerichtet.

Diese Schritte könnt ihr auch mit weiteren Karten wiederholen. Außerdem ist es möglich, in den Einstellungen unter dem Punkt „Wallet & Apple Pay“ festzulegen, welche Karte bevorzugt verwendet werden soll. Auf diese Weise lassen sich je nach Gerät 8 bis 12 Kreditkarten hinterlegen.

Wie zahle ich mit Apple Pay?

Mit Apple Pay in einem Geschäft zu bezahlen unterscheidet sich je nach verwendetem Gerät.

Mit Touch-ID (Fingerabdruck): Doppelklickt auf den Home Button und lasst euren Finger liegen, bis die Karte entsperrt wurde. Haltet nun das obere Ende des iPhones gegen das Kartenterminal bis auf dem Display „Fertig“ und ein Häkchen angezeigt wird.

Mit Face-ID (Gesichtsscan): Doppelklickt auf die Seitentaste und blickt auf euer iPhone, bis die Karte entsperrt wurde. Haltet nun das obere Ende des iPhones gegen das Kartenterminal bis auf dem Display „Fertig“ und ein Häkchen angezeigt wird.

Auf der Apple Watch: Doppelklickt auf die Seitentaste und haltet das Display der Apple Watch gegen das Kartenterminal bis ihr eine Bestätigung per Vibration erhaltet.

Zum Bezahlen benötigt euer Gerät übrigens keine funktionierende Internetverbindung. Außerdem fallen keine zusätzlichen Kosten an und es gibt seitens Apple keinen Mindestumsatz. Bei Beträgen über 25 Euro kann es sein, dass ihr eure Karten-PIN auf dem Bezahlterminal eingeben müsst. Alternativ fordert das System euch auf eine Unterschrift zu leisten.

Apple Pay bezahlen im Internet
Auch im Internet könnt ihr mit Apple Pay bezahlen. Image by Apple

Auch im Internet oder in Apps lässt sich Apple Pay verwenden. Wenn diese Möglichkeit verfügbar ist, seht ihr neben den üblichen Bezahlmethoden (Kreditkarte, PayPal etc.) auch einen schwarzen Apple-Pay-Button. Klickt ihr diesen an, öffnet sich ein Fenster in dem ihr eure Karte und Lieferadresse auswählen könnt. Zum Bestätigen der Zahlung legt ihr euren Finger auf den Home-Button oder drückt zwei Mal auf die Seitentaste.

Wie sicher ist Apple Pay?

Apple Pay ist sicherer als die Bezahlung per Karte, da auch bei Kleinstbeträgen eine Authentifizierung per Touch-ID oder Face-ID erfolgt. Dabei liegt der Bezahlung nicht die eigentliche Kreditkartennummer zugrunde, sondern ein sogenannter Token.

Die tatsächliche Kreditkartennummer speichert euer Gerät nicht, sondern nur eine Geräte-Account-Nummer, über welche das System beim Bezahlen eine Transaktionsnummer generiert. Diese sieht für das Bezahlterminal aus wie eine normale Kreditkartennummer und lässt keine Rückschlüsse auf eure eigentliche Kreditkartennummer zu.

Bei Zahlungen in Apps und im Internet wird eine Adresse, Mail und Telefonnummer übertragen. Welche das sein soll, kann in den Einstellungen unter „Wallet & Apple Pay“ eingestellt werden.

Dieser Artikel erschien zuerst am 2. August 2018 und wurde seitdem aktualisiert.


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Apple stellt iPhone Xs und iPhone Xs Max vor

iPhone Xs und iPhone Xs Max by Apple

Gestern (12. September 2018) hat Apple die neuesten iPhone Modelle vorgestellt – iPhone Xs und iPhone Xs Max. Bisher waren die iPhones mit Touch ID die beliebtesten auf dem Markt, sprich alles vom iPhone 5S bis iPhone 8 und iPhone 8 Plus. Mit dem iPhone X hat Apple zum ersten Mal Face ID vorgestellt. Für manche eine Revolution, für andere – beunruhigende News.

Gestern haben wir erfahren, dass Face ID die Zukunft des beliebten Smartphones darstellt. Sowohl iPhone Xs als auch iPhone Xs Max sind mit Face ID ausgestattet und verfügen über ein All-Screen OLED Multi-Touch Display. Im Vergleich: das iPhone 8 Plus dient dem User mit einem Widescreen LCD Multi-Touch Display. All-screen bedeutet, dass unten kein Platz mehr für einen Knopf ist – entsperren kann man das Handy schließlich mit Face ID.

Die größten Displays beim iPhone Xs und iPhone Xs Max

Apple geht in die Größe und stattet die neuen Modelle, Xs und Xs Max, mit den größten Super Retina HD Displays aus, genauso wie das iPhone X. Während das Display des iPhone 8 Plus 5,5 Zoll beträgt, geht es bei Xs bis 5,8 Zoll und bei Xs Max bis zu beeindruckenden 6,5 Zoll. Nur 3,2 Zoll weniger als das iPad.

Die fotografische Ausstattung

Genauso wie bei dem älteren Modell, haben wir bei den neuen iPhones eine duale 12-Megapixel Kamera mit Weitwinkel- und Teleobjektiv und den entsprechenden f/1.8 und f/2.4 Blenden. Xs und Xs Max verfügen über einen neuen Sensor, der schnelleren Autofokus ermöglicht. Weitere Verbesserungen am ISP, an der Neural Engine und verbesserte Algorithmen der Software bieten einen schönen Bokeh-Effekt bei Porträt-Fotos.

Die größeren Pixel, die bei Xs und Xs Max zu finden sind, verbessern die Qualität der Videoaufnahmen, auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Mit vier integrierten Mikrofonen ist es möglich, den Ton in Stereo aufzunehmen.

Apple iPhone Xs Max lifestyle by Apple

A12 Bionic und Neural Engine

Im Gegensatz zu iPhone X und iPhone 8 Plus, finden wir bei Xs und Xs Max einen neuen Chip – den intelligentesten und leistungsfähigsten Chip aller Zeiten, laut Apple. Durch die sechskern Fusions-Architektur mit zwei bis zu 15 Prozent schnelleren Performancekernen, bis zu 50 Prozent effizienteren Effizienzkernen, bis zu 50 Prozent schnellerem Vierkern-Grafikprozessor und mehr, bringt Apple die Leistung des Smartphones auf ein neues Level.

Was viele User erfreut, ist der verbesserte, schnellere Speichercontroller, der bis zu 512 Gigabyte iPhone-Speicher bereitstellt. Doch das bedeutet nicht, dass wir ab jetzt nur noch mit einem Ladekabel in der Tasche durch den Tag kommen. Zu all den verbesserten Fähigkeiten schafft es Apple, das iPhone Xs in eine 30 Minuten längere Akkulaufzeit auszustatten als das iPhone X, das iPhone Xs Max sogar in 90 Minuten längere Akkulaufzeit.

Die Neural Engine der nächsten Generation ermöglicht dem iPhone maschinelles Lernen in allen Bereichen der Nutzung. Dank des neuen 8-Kern-Designs kommt das iPhone auf bis zu fünf Billionen Berechnungen pro Sekunde, während der A11 Bionic im iPhone X gerade mal 600 Milliarden schafft. Das Machine-Learning System, Core ML der A12 Bionic Neural Engine, ist bis zu neunmal schneller als auf dem A11 Bionic und verbraucht dabei zehnmal weniger Energie.

Dual SIM und iOS 12

Apple führt zum ersten Mal die Möglichkeit ein, zwei SIM-Karten gleichzeitig zu verwenden. Dabei handelt es sich um eine nanoSIM (wie bisher auch) und einen digitalen eSIM. Durch eine Einstellung der primären und der sekundären Nummer, ist es auch erkennbar, welche Nummer kontaktiert wird. Das neue Modell in China wurde sogar mit zwei SIM-Slots ausgestattet, die Rücken an Rücken eingeführt werden können.

iPhone Xs und iPhone Xs Max kommen mit dem neuen Betriebssystem auf den Markt, iOS 12. Laut Pressemitteilung wird es für den User einfacher, Bilder wieder zu entdecken. Die Kommunikation mit Memoji und Animoji wird noch ausdrucksstärker und unterhaltsamer. Zum ersten Mal wird es einsehbar sein, wie viel Zeit man am Handy verbringt, denn iOS 12 zählt mit. Das wiederum kann mehr Kontrolle ins Leben eines Smartphone-Nutzers einführen. Neue Datenschutzfunktionen verhindern eine Nachverfolgung im Netz.

Preise und Verfügbarkeit

Apple durchbricht mit den neuen Modellen die 1.000 Euro Grenze. Das iPhone Xs fängt bei 1.149 Euro an und endet bei 1.549 Euro, das iPhone Xs Max bei 1.249 Euro bis 1.649 Euro. Die Modelle kommen in den drei gewohnten Farben: Silber, Space Grau und Gold.

Erhältlich sind die Modelle iPhone Xs und iPhone Xs Max ab Freitag (14. September 2018) in allen Apple Stores und bei autorisierten Händlern.


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Im Test: Samsung Gear Sport und Samsung Gear IconX (2018)

Samsung Gear Sport und Gear IconX (2018)

Auch wenn es draußen noch so heiß ist. Sport und Fitness bleiben für viele Menschen wichtig. Selbst im Urlaub wollen mindestens 20 Prozent der Urlauber nicht auf Smartwatch und Fitnesstracker verzichten, hat der Bitkom herausgefunden. Und Sportfunktionen sind nunmal die beliebtesten Eigenschaften der Computeruhren. Mit der Samsung Gear Sport und den passenden In-Ear-Kopfhörer Samsung Gear IconX (2018) haben wir zwei besonders gut aufeinander abgestimmte Fitness-Wearables getestet. Beispielsweise lassen sich Spotify-Playlisten auf der Uhr und den Kopfhörern abspeichern, sodass beim Jogging kein Smartphone und keine Internetverbindung nötig sind.

Beide Geräte kamen in hochwertigen Verpackungen an, die ein ähnliches Design haben. Gear Sport ist mit Gear IconX kompatibel und beides sorgt für ein einzigartiges Sporterlebnis mit den Lieblingsliedern, die dazu motivieren sich zu bewegen. Das farbenfrohe Duo hat mich überzeugt und dazu gebracht mehr Sport zu treiben. Hier die Details meines Tests im Zusammenspiel mit einem iPhone.

Samsung Gear Sport Blue

Die Samsung Gear Sport ist die Nachfolgerin der Gear 3, die wir neben der Apple Watch als die derzeit beste Smartwatch betrachten. Auch in der vierten Generation hat die Gear-Uhr ein rundes Display und ein Armband aus Silikon. Auf dem Markt sind zwei Farbvarianten des Bandes verfügbar: blau und schwarz. Die Uhr erweckt einen sportlichen Eindruck. Am Rande des Displays montierte der Hersteller eine drehbare Lünette, mit der man zwischen den Bildschirmen wechseln kann. Das Gerät ist in zwei Knöpfe ausgestattet, einmal „Zurück“ und einmal „Home“.

Kompatibilität mit iOS

Idealerweise verfügt man, neben der Gear Sport über ein Samsung-Smartphone, damit alle Funktionen einwandfrei mitmachen. Mit einem iPhone verläuft das ganze zwar etwas ruckeliger, dennoch funktioniert die Samsung-Uhr unter iOS grundsätzlich. Ein Samsung-Account ist erforderlich, um auf die Gear S App zuzugreifen und die Uhr mit dem iPhone zu verbinden. Anschließend ist es auch empfehlenswert, die Samsung Health App zu installieren, um die Aktivität, die Mahlzeiten, den Schlaf und das Gewicht im Überblick zu haben. Die Health-App von Samsung zählt zu den besten Sport-Apps der großen Android-Hersteller.

Kompatibilitätstabelle, Quelle: samsung.com

Technische Daten

Mit einem Super AMOLED-Display, das in der Diagonale 30,2 Millimetern misst, ist die Samsung Gear Sport groß genug, sodass man alles erkennen kann. Trotzdem sieht sie nicht klobig aus. Sie passt also sowohl auf einen männlichen sowie einen weiblichen Handgelenk.

In der Uhr befindet sich ein 1 GHz Dual-Core Prozessor und fünf Sensoren: Beschleunigungs-, Lage-, Puls- und Lichtsensor, sowie ein Barometer. Mit vier Gigabyte Gerätespeicher eignet sich die Uhr perfekt für Spotify-Playlists, die man im Offline-Modus über die kompatiblen Gear IconX EarPods hören kann.

Die Batterielaufzeit beträgt dabei bis zu sechs Tagen, abhängig von der Nutzungshäufigkeit. Das Gerät kann man innerhalb von zwei Stunden wieder komplett aufladen.

Apps und Notifications

Die Computeruhr ist eine prima Nachrichtenzentrale. Auf die Smartwatch werden Benachrichtigungen von Instagram, WhatsApp, Snapchat, Telegram, Kicker, Slack, Twitter, Facebook Messenger und vielen weiteren übertragen.

Samsung Gear Sport zählt eure Schritte und erkennt, wenn man länger unterwegs ist. Dies stuft sie dann als Spaziergang ein und somit als leichtes Workout. Das Tempo wird auch erkannt.

Sollte man einen Bürojob ausüben und länger als eine Stunde inaktiv bleiben, fragt die Smartwatch, ob man Torsodrehungen machen möchte. Fünf reichen, um die Aktivität auf dem richtigen Stand zu halten.

Eine Überraschung war für mich die Schlafbewertung. Ich empfehle es, die Uhr nachts oder wenigstens nachmittags beim Schlafen anzubehalten. Die Gear Sport verfolgt deinen Schlafrhythmus und schickt Feedback. Nach dem Aufwachen erscheint eine kurze Übersicht. Dort ist einsehbar, wie tief man geschlafen hat, die tatsächliche Schlafzeit, die Effizienz und die Anzahl der verbrannten Kalorien.

Samsung Gear Sport und Fitness

Nun aber zum Sport. Den meisten Spaß bringt die Fitnessübersicht. Wer gerne läuft, schwimmt oder Rad fährt, ist mit der Samsung Gear Sport bestens ausgestattet. Die Smartwatch ist wasserdicht, also muss man sich keine Sorgen machen, dass sie beim Schwimmen kaputt geht.

Ich habe das Gerät beim Joggen ausprobiert und bin mit der Leistung völlig zufrieden. Die Uhr teilt einem die durchgemachte Strecke mit, sowie die durchschnittliche Geschwindigkeit, die verbrannten Kalorien und den Puls. Die Gear Sport unterteilt dann die Leistung anhand des Pulses in der Abstufung mäßig über heftig bis Maximum.

Wer jedoch lieber ins Fitnessstudio geht und mit den Geräten trainiert, für den habe ich schlechte Neuigkeiten. Die Smartwatch ist für die Latzugmaschine, Beinpresse, Ab- und Adduktionsmaschine und alle sonstigen Geräte so gut wie nutzlos. Im Menü „Trainieren“ findet man bestimmte Übungen, die angeklickt werden müssen, um das Training zu starten. Eine Ausnahme ist die Rudermaschine, die als eine der Optionen erscheint. Natürlich hat Samsung die Gear Sport in eine Funktion ausgestattet, die sich „Anderes Workout“ nennt, doch außer Zeitmessung kann dir die Uhr hier nicht weiterhelfen.

Samsung Gear Sport
Samsung Gear Sport im Fitnessstudio. Image by Nina Brzeska

Doch nicht alles ist im Fitnessstudio verloren. Die Smartwatch ist in die Funktionen „Laufband“, „Stepper“, „Heimtrainer“ und „Ellipsenmaschine“ ausgestattet. So kannst du deine Ausdauer gezielt trainieren und überwachen. Die Gear Sport vermittelt am Ende, ähnlich wie beim Joggen, wie dein Training gelaufen ist und stuft die Anstrengung in mäßig, heftig und Maximum ein.

Perfektion sieht anders aus

Ein paar Kleinigkeiten, die mich an der Uhr stören: Sie sollte jedes Mal aufleuchten, wenn ich mein Handgelenk so drehe, als würde ich die Zeit kontrollieren wollen. Das tut sie leider nicht immer. Öfter will ich schnell die Zeit überprüfen, was mir durch die Fehlfunktion nicht gelingt. Dann muss ich die Lünette einmal drehen, um den Bildschirm anzuschalten.

Ein weiterer Aspekt ist das Versprechen, dass die Gear Sport erkennt, wenn man mit dem Auto unterwegs ist und keine Benachrichtigungen durchkommen lässt, um den Fahrer nicht abzulenken. Mehrfach jedoch habe ich die Vibration an meinem Gelenk gespürt, während ich am Steuer saß. Die Erklärung dafür liegt wahrscheinlich an meinem Fahrverhalten – ich besitze einen Wagen mit automatischem Getriebe und habe die rechte Hand öfter am Lenkrad als die linke. Da ich die Uhr am linken Handgelenk trage, ist es wahrscheinlich, dass der Mangel an Bewegung des linken Armes die Smartwatch glauben lässt, ich wäre nicht am Steuer des Fahrzeuges.

Samsung Gear IconX

Die kabellosen Kopfhörer Gear Icon X in der Modellgeneration 2018 sind nach dem Konzept von True Wireless konzipiert. Ebenso wie etwa die Jaybird Run oder die Apple Airpods verfügen sie wirklich über kein Verbindungskabel mehr. Auch über keines zwischen den beiden Lautsprechern. Bereits das erste Modell hat uns gefallen. Die Version von 2018 wurde minimal ergonomischer designt und verfügt über mehr Software-Funktionen.

Die Gear Icon X (2018) sind in den Farben Grau, Schwarz und Pink verfügbar. Ich habe sie in der letzteren Farbe erhalten. Die kleinen Stöpsel sind nicht größer als eine Traube und kommen mit einem Ladeetui der Größe eines Eis. In der Box befindet sich außerdem ein Aufladekabel mit einem USB-Anschluss und ein Tütchen mit verschiedenen Eartips und Wingtips (Größen: S, M, L). Auf den ersten Blick wirken die Kopfhörer wie normale Ohrstöpsel, worauf ich mehrmals angesprochen wurde.

Samsung Gear IconX 2018
Samsung Gear IconX 2018. Image by Nina Brzeska

Kompatibilität mit anderen Geräten

Zwar funktioniert Samsung Gear IconX (2018) als MP3-Player ohne zusätzliche Geräte, doch viele Nutzer beruhen heute auf der Musikauswahl von Streaming-Diensten wie Spotify oder Deezer. Dies macht es unmöglich, Lieder auf die Kopfhörer herunterzuladen, denn das Gerät sieht keine App-Installation vor. Wer aber noch über Lieder im MP3-Format verfügt, kann sich über 3,4 Gigabyte Speicher freuen.

Mit dem Smartphone verbindeen sich Gear IconX (2018) problemlos über Bluetooth. Genauso mit der Smartwatch. Wichtiger Tipp: Wer gerne Musik über die Gear Sport hören möchte, muss erst mal die Verbindung zwischen den Kopfhörern und dem Handy manuell trennen. Sonst sitzt man eine Stunde lang da und wundert sich warum nichts funktioniert.

Samsung Gear IconX 2018: das verbirgt sich dahinter

Über den Sound der Kopfhörer kann man sich echt nicht beschweren. Dafür, dass die IconX so klein sind, ist der Klang beeindruckend. Unterwegs hört man so gut wie nichts von der Außenwelt. Im Vergleich zu den Standard-Kopfhörern sind sie von sehr guter Qualität.

Wie bereits erwähnt, besitzen die Ohrhörer drei Sets an Aufsätzen in verschiedenen Größen, um sich perfekt ans Ohr anzupassen. Beim ersten Aufsetzen ist mir direkt aufgefallen, dass die bereits aufgesetzte Wingtips und Eartips in Größe M zu groß sind. Ich habe die S Aufsätze genommen und der Tragekomfort ist definitiv gestiegen. Doch trotzdem scheint es so, als wären meine Ohrmuscheln zu klein sogar für das kleinste Aufsatz-Set. Nach etwas mehr als einer Stunde drücken die Hörer gegen meine Ohren, sodass ich sie irgendwann weglegen muss. Ein großer Pluspunkt: es ist so gut wie unmöglich, dass die IconX während des Laufens rausfallen.

Eine hervorragende Funktion für alle Android-Nutzer ist der eingebaute Fitnesstracker. Wer Spaziergänge oder Joggen als sportliche Aktivität bevorzugt, kann sich freuen, dass das Gerät die Durchschnittsgeschwindigkeit, Distanz und den Kalorienverbrauch aufzeichnet. Diese Funktion bleibt leider für iOS-User aus, denn die erforderliche App „Samsung Gear“ ist nicht im App Store verfügbar.

Steuerung

Was die Gear IconX (2018) interessant macht, sind die Touchpads an beiden Hörern, die die Steuerung einfacher machen. Einmaliges Tippen bedeutet Pause/Wiedergabe. Mit zweimal tippen kommt man zum nächsten Lied, durch dreimal tippen – zum vorherigen. Einmal tippen und halten bedeutet Anruf ablehnen oder Menüoptionen vorlesen (hier wieder die eigeschränkte Kompatibilität mit iOS). Zweimal tippen und halten switcht zur nächsten Playlist, was für Streamingdienste nicht funktioniert. Um die Lautstärke zu erhöhen oder zu reduzieren muss man hoch- oder runterwischen.

Der Hersteller verspricht eine Akkulaufzeit von fünf Stunden beim Streamen der Musik vom anderen Gerät. Diese Laufzeit bezieht sich jedoch nicht auf die Hörer selbst, sondern auf die Laufzeit des Etuis. Das heißt: einmalig halten die Gear IconX maximal zwei Stunden. Das Etui kann den Ohrhörern eine Laufzeit von fünf Stunden insgesamt verleihen, bevor man wieder das Kabel anschließen muss, um das Etui aufzuladen.

Test-Fazit

Die Smartwatch Samsung Gear Sport hat mich dazu gebracht, wieder mehr Sport zu treiben. Sie ist der perfekte Begleiter für Einsteiger und Fortgeschrittene. Im Alltag kann sie schnell langweilig werden, da die Funktionen eingeschränkt sind (vor allem für iPhone-Nutzer). Für den nicht all zu niedrigen Preis von 350 Euro, den Samsung anbietet, würde es nicht schaden, die Funktionen zu perfektionieren.

Die Smartwatch von Samsung ist ein cooles Gadget für mehr Motivation beim Sport, das aber eine überschaubare Auswahl an Funktionen für den Büro-Alltag anbietet.

Die Samsung Gear IconX (2018) sind für meinen Geschmack mit einem Preis von 230 Euro zu teuer angesetzt. Kabellose Kopfhörer sind zwar eine nette Abwechslung zu den ewig verknoteten Kopfhörern mit Kabel, doch trotzdem nehme ich meine Standard-Kopfhörer überallhin mit. Wenn der Akku bei den IconX leer ist, greife ich zu meinen alten Hörern zurück. Für diejenigen, die sich das Leben ohne kabellosen Ohrhörer nicht mehr vorstellen können, sind die IconX aber keine schlechte Idee.

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Das bringt iOS 12: Mehr Achtsamkeit beim iPhone-Einsatz

iOS 12 Nicht stören beim Schlafen

Nach dem großem Facelift seines mobilen Betriebssystems im vergangenen Jahr aktualisiert Apple die neue Version iOS 12 nur moderat. Böse Zungen könnten behaupten, dass daran offenbar kaum noch etwas zu verbessern, kaum noch eine unwiderstehliche Funktion zu ergänzen ist, die Nutzer dazu verlocken könnte, ihr iPhone oder iPad nicht aus der Hand zu legen. Denn genau genommen gibt Apple Nutzern nun sogar offiziell die Erlaubnis und die Möglichkeit, das iPhone und iPad weniger zu verwenden als zuvor. Mit der neuen Version können Nutzer nämlich ihre Gerätenutzung genauer analysieren und sich dazu auffordern lassen, das Gerät beiseite zu legen.

Vorhandene Funktionen verbessert Apple im Detail. Beispielsweise erhält die Sprachassistentin Siri mehr Freiraum und reagiert auf Anweisungen, die Nutzer selbst festlegen. Konnten Nutzer bisher schon Bilder in der Fotos-App teilen, unterbreitet iOS 12 jetzt auch Vorschläge, welche Aufnahmen es sich lohnt zu verschicken. Außerdem funktioniert Augmented Reality auf dem iPhone und iPad jetzt auch in lokalen Multiplayer-Spielen. Ferner können Nutzer in iMessages und FaceTime Videonachrichten mit neuen 3D-animierten Masken aufpeppen, die ihren Gesichtern einen Comic-Look verleihen.

Die auf Apples Entwickler-Konferenz WWDC 2018 vorgestellte iOS-Version erscheint erst im September. Teilnehmer des Beta-Programms können sie bereits im Laufe des Monats ausprobieren, wenn sie sich hier registrieren und die Datei zu gegebener Zeit downloaden. Sie wird auf bis zu fünf Jahre alten iPhones und iPads laufen. Kompatibel sind alle Geräte, die auch iOS 11 unterstützt. Damit kommen beispielsweise auch noch das iPhone 5S und das iPad Air zum Zuge. Apple will das Betriebssystem so verschlankt haben, dass Apps selbst auf älteren Geräten bis zu doppelt so schnell starten.

iOS 12 mit Activity Reports, App Limits und neuen Nicht-stören-Funktionen

Ich blicke der Funktion schon mit Unbehagen entgegen und so manch andere Nutzer dürften sich vor dem Ergebnis ebenfalls fürchten. Denn in iOS 12 erhalten Nutzer mit der neuen Funktion „Screen Time“ detaillierten Einblick darüber, welche Apps und Webseiten sie wie häufig nutzen und wie oft sie ihr iPhone oder iPad in die Hand nehmen. Suchtähnliches Verhalten wird einem durch die täglichen und wöchentlichen Berichte dann deutlich vor Augen gehalten.

iOS 12 Screen Time
„Nur noch 5 Minuten!“ Mit Screen Time will Apple euch in iOS 12 für eine bewusstere Smartphone-Nutzung sensibilisieren. Image by Apple

Damit auf die Einsicht auch Konsequenzen folgen, weist die Funktion „App Limits“ Nutzer auf das Erreichen eines Zeitfensters hin. Ist die Zeit fast bzw. ganz abgelaufen, teilt iOS 12 dies mit. Der Nutzung selbst schiebt iOS 12 aber zunächst einmal keinen Riegel vor. Die Impulskontrolle müssen zumindest erwachsene Nutzer also weiterhin selbst im Griff behalten. Ihren Kindern können sie den Hahn jedoch auf Wunsch zudrehen.

Über die Familienfreigabe-Funktion von iCloud können Eltern den Nutzungsbericht vom iOS-Gerät ihres Nachwuchses auf dem eigenen anzeigen lassen und daraufhin die Nutzung von Apps oder App-Kategorien unterbinden. Darüber hinaus erlaubt Screen Time sogar, das iOS-Device zeitweise komplett zu sperren. Sollen bestimmte Anwendungen, wie etwa die Telefon-App, auch während dieser iPhone-Pause erreichbar sein, können Eltern dies per Filterfunktion zulassen.

iOS 12 Screen Time Activity Report
iOS 12 listet im Detail auf, welche Apps und wie lange ihr diese genutzt habt. Image by Apple

Ferner überarbeitet Apple die Funktion „Nicht stören“. Wer sein iPhone nachts nicht ausschaltet und schlaflos draufblickt, kann nun alle Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm unterdrücken lassen. Erst am Morgen tauchen sie dann wieder auf. Tagsüber lässt sich die Nicht-stören-Funktion nun auf Basis von Kalender- und Standortdaten automatisch beenden. Außerdem hilft Siri in iOS 12 beim Management der Benachrichtigungen, die auf dem Sperrbildschirm landen. Sie unterbreitet Vorschläge, welche Hinweise wichtig sind und welche nicht.

Apple Fotos: Leichter Fotos von und mit Freunden teilen

Die Bildverwaltungsapp Apple Fotos wird in iOS deutlich schlauer. Ähnlich wie Google Fotos analysiert sie die Aufnahmen und verschlagwortet sie automatisch. Dadurch können Nutzer ihre Bilder anhand von Begriffen durchsuchen, ohne sie vorher aufwendig mit Tags zu versehen. Auch weitere lohnenswerte Suchbegriffe schlägt die App vor.

Dank Gesichtserkennung und Standortdaten macht die App künftig auch Vorschläge, welche Bilder es sich lohnt zu teilen – und mit wem. Hat also eine Gruppe von Freunden mit dem iPhone einen gemeinsamen Anlass fotografiert, hilft iOS dabei, die Fotos so zu tauschen, dass am Ende alle Teilnehmer über die besten Fotos verfügen.

Siri Shortcuts: Eigene Siri-Kommandos erstellen

Wie alle Sprachassistenten benötigt auch Apples Siri klare Ansagen. Umschreibungen und indirekte Anspielungen versteht sie nur in Maßen, sodass Nutzer sich die Befehlssystematik merken müssen. In iOS 12 ermöglicht Apple Nutzern, ihre eigenen Siri-Aktionen zu erstellen und entsprechende Anweisungen zu formulieren. Siri Shortcuts heißt die Funktion und die gleichnamige App, mit der iOS-Anwender Siri künftig noch stärker in ihren persönlichen Alltag einbinden können. Gleichzeitig stellt Apple auch Entwicklern eine Schnittstelle zur Verfügung, sodass sie ihre Apps mit Siri-Aktionen ergänzen können, die Nutzer auf Wunsch für iOS freischalten.

ARKit 2: Lokale Multiplayer-Spiele in Augmented Reality

Seit iOS 11 können Entwickler viel leichter Anwendungen erstellen, die Augmented Reality nutzen. Die Software-Grundlage dafür, ARKit, wird in iOS 12 noch deutlich leistungsfähiger. Mit ARKit 2 lassen sich beispielsweise lokale Multiplayer-Spiele realisieren, in denen zwei Spieler mit separaten iOS-Geräten auf einer realen Fläche künstliche Objekte steuern, ohne dass die 3D-Darstellung asynchron läuft. Außerdem soll die Objekterkennung von ARKit 2 deutlich filigraner sein, sodass es möglich ist, ein reales Objekt virtuell auszubauen. Apple demonstrierte dies anhand der App Lego Creator.

ARKit 2 iOS 12 Lego
Anhand einer Lego-App zeigte Apple auf der WWDC 2018, wie ARKit 2 in iOS 12 künstliche Objekte und reale Welt besser vermischen kann. Image by Apple

Außerdem führt Apple einen Standard für Dateien mit AR-Inhalten ein: USDZ. Dieser wurde zusammen mit den Animationsspezialisten des Filmstudios Pixar entwickelt und soll dafür sorgen, dass AR-Inhalte leichter von App zu App geschickt werden können. Ähnlich wie ein Foto, soll sich dann auch eine 3D-Animation in eine E-Mail einfügen lassen. Geht es nach Apple, wird USDZ auch im Online-Handel zum Standard und ermöglicht, Produktvorschauen von einer Webseite in die Kamera-App von iOS zu ziehen und in realer Umgebung zu platzieren.

Memojis in iMessage und Gruppenchats in FaceTime

Nutzer des iPhone X können dank der speziellen Frontkamera jetzt schon Tiergesichter mit ihrer Mimik animieren. Animojis heißen die Einblendungen. In iOS 12 ergänzt Apple dies durch die Möglichkeit, das Gesicht des Nutzers als Comic-Variante darzustellen. Die Animationen hören auf den Namen Memoji. Damit kontert Apple die AR-Emojis in Samsungs Galaxy S9 und S9+, die wiederum eine Antwort auf Apples Animojis waren.

iOS 12 Memoji
Nach Animojis bringt Apple Memojis. Image by Apple

Memojis werden Nutzer nicht nur in iMessage einblenden können, sondern auch in der Videochat-Anwendung FaceTime. Diese wird erstmals auch Videokonferenzen führen können – sowohl ohne als auch mit Memoji-Filter. Auf Skype müssen FaceTime-Nutzer wegen der Gruppenfunktion also nicht mehr ausweichen.

Neben dem neuen iOS hat Apple auch neue Betriebssysteme für den Mac, für die Apple Watch und für Apple TV vorgestellt.

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20 Jahre iMac: Der Computer, der den Schreibtisch bunt färbte

Image by Lena Simonis and True Tech Talk Time [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

Überraschungen in letzter Minute waren ein Markenzeichen von Steve Jobs. Auch als er am 6. Mai 1998 im Flint Center Theater in Cupertino am Ende seiner Keynote den ersten iMac vom Typ G3 vorstellte, schlug die Nachricht ein wie eine Bombe. Jobs sagte damals: „Wir glauben, der iMac wird eine große Sache werden“. Und er hatte – wie wir inzwischen wohl alle wissen – absolut Recht damit.

Denn 20 Jahre iMac später ist klar: Der iMac sollte nicht nur die unrentable Consumer-Sparte von Apple wiederbeleben und damit das Unternehmen vor dem Ruin retten. Der iMac läutete den anhaltenden Siegeszug aller iGadgets und den Beginn einer Revolution im Produktdesign von Unterhaltungstechnik ein.

Internet-Computer mit Style-Faktor

„Die Rückseite dieses Dings sieht besser aus als die anderen Jungs von vorne“. So hatte sich Jobs ausgedrückt. Der iMac G3 hatte nichts mehr mit dem üblichen Kabelsalat der beigefarbenen Windows-Rechner zu tun. Mit seinem farbig-transparenten Polycarbonat-Gehäuse war der All-in-One-Desktoprechner tatsächlich ein echter Hingucker. Ein Objekt, das sich die Leute ins Wohnzimmer stellten, um damit ihre Individualität zu bekunden. „Er sieht aus wie von einem anderen Planeten, einem guten Planeten, einem Planeten mit besseren Designern“, präsentierte Steve Jobs sein erstes Produkt überhaupt, das das vielsagenden „i“ vor dem Produktnamen trug.

Der iMac G3 überzeugte aber nicht nur durch sein futuristisches Design, sondern vor allem mit dem benutzerfreundlichen Plug-and-Play-Konzept. Das neuen Betriebssystem OS X, dessen jüngster Ableger unter macOS High Sierra firmiert, und das kinderleichte Setup waren ein Durchbruch. Man musste nur den Stecker einstecken, die Maus an der Tatstatur anschließen (über das damals nur gering verbreitete USB-Kabel) und das 56-Kbps-Modem mit der Telefonleitung verbinden.

Nach ein paar Klicks konnten nun auch technisch weniger versierte Nutzer das ebenfalls noch neue Internet benutzen. Sie konnten digitale Fotos über die Infrarot-Schnittstelle kopieren oder über die Stereo-Lautsprecher an der Vorderseite Musik hören. Alles so, wie sich das Apples Designer wohl gedacht hatten, als sie den ersten stylischen Consumer-PC entwarfen, der aller Welt einen schnellen, einfachen und bezahlbaren Zugang zum Internet ermöglichen sollte.

Schon damals Kritik am Schnittstellen-Geiz

So entwickelte sich der iMac G3 fast über Nacht zu einem der kultigsten Geräte des vergangenen Jahrtausends. Aber natürlich gab es auch Kritiker. Wie beim Wegfall des SD-Karten-Slots beim MacBook Pro von 2016 war Apple auch damals seiner Zeit voraus. Die Umstellung auf USB gefiel langjährigen Mac-Usern ganz und gar nicht. Mit der neuen Schnittstelle waren andere Anschlüsse wie Serial-Ports, SCSI und das hauseigene ADB verschwunden und die alte Technikausstattung damit obsolet. Gamer und Power-User machten sich über die mangelnde Erweiterbarkeit und das fehlende Floppy-Laufwerk lustig, aber schaden tat Apple das nicht.

Erfolg verschaffte Apple ein Comeback

Der iMac G3 wandte sich nicht an Computerfreaks, sondern an den ganzen Rest der Menschheit, und der reagierte entsprechend positiv. Und zwar in Verkaufszahlen, die Apple seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Zweifelsohne rettete auch der iMac seine Erfinder damals vor der Pleite. Obwohl die Verbreitung von Mac im Vergleich zum PC im Jahr 1998 nur 1:32 betrug konnte Apple damit seine Gewinne von 1998 bis 1999 verdoppeln.

Zu verdanken hatte Apple seinen plötzlichen Erfolg dem Paradigmenwechsel bei Design und Produktpolitik, den Firmen-Gründer Steve Jobs bei seiner Rückkehr 1996 in Gang gesetzt hatte. Eine saubere und logische Produktfamilie fehlte bis dahin bei Apple. Jobs selbst beschrieb die Produktpolitik als verwirrend für den Verbraucher und zu teuer für Apple. Zu viele Modelle, die falsch bepreist waren und auf die falschen Märkte abzielten. Jobs brachte Klarheit in die Entwicklung und teilte von nun an den Computermarkt in zwei Bereiche ein: einen für Endverbraucher und einen für professionelle Anwender.

Mit dem Durchbruch des iMac hatten die Designer in Cupertino, allen voran Chef-Designer Jony Ive, zudem für alle Zukunft bewiesen, dass man Unterhaltungstechnik so gestalten kann, dass sie schön aussieht und gut arbeitet. Schließlich war der Erfolg des iMac wegweisend bei der weiteren Produktentwicklung von Apple. Das gilt natürlich für das kurz danach erschienene iBook G3. Außerdem gilt: Ohne den iMac wären die Errungenschaften des iPod oder des iPhone nicht denkbar gewesen. Auch wenn die Einnahmen mit dem iPhone aus dem Schatten der Mac-Sparte herausgetreten sind, sind Mac-Rechner immer noch eine wichtige Cash-Cow für Apple.

20 Jahre iMac: Die Evolution von Apples Komplettrechner

2002 folgte mit dem iMac G4 das erste große Redesign. Der All-In-One-Rechner verfügte nun über ein 15-Zoll-LCD, das auf einem verstellbaren Arm über einer kleinen Kugel angebracht war. Dieser Lampenfuß enthielt das Wesentliche des Computers. Als nächstes folgte 2004 der iMac G5, bei dem die Hauptplatine und das optische Laufwerk direkt hinter dem LCD-Panel montiert waren.

Im Januar 2006 stellte Apple den ersten Macintosh mit Intel-Prozessor vor. Dabei bot das Gerät etwa den gleichen Funktionsumfang wie sein Vorgänger, war laut Apple-Benchmarks aber zwei- bis dreimal schneller als der G5-iMac. Auch bot die neue Generation eine eingebaute Webcam iSight und eine mini-VGA-Schnittstelle.

Im August 2007 stellte Steve Jobs den ersten iMac in Aluminium- und Glas-Gehäuse vor. Der iMac dieses Modelljahres wird mit einem 20- oder 24-Zoll-Breitbildmonitor und der neuen, flachen USB-Tastatur in Aludesign ausgeliefert, die wegen ihres Designs und der hervorragenden Usability weit über Mac-Schreibtische hinaus verbreitet ist.

IMac Historie von G3 bis G5
Die Versionsgeschichte des iMac vom G3 bis zum G5. Images by Fernando Carmona, Masashige MOTOE and Bishonen from Wikimedia Commons

Macht seit zehn Jahren eine gute Figur: der iMac im Aluminiumbody

2009 folgte eine iMac-Generation, die einen komplett aus einem Stück Aluminium gefrästen „Unibody“ besaß. Dieses Design bestimmt das Aussehen der Apple-Rechner bis heute. Der neue iMac wird mit einer kabellosen Tastatur und der Magic Mouse ausgeliefert. Zu den weiteren Neuerungen dieser Version gehören unter anderem auch der SD-Kartenslot und eine leistungsstarke Quad-Core CPU.

Ab 2012 wird das Design immer dünner, das optische Laufwerk verschwindet und das Retina-Display kommt hinzu. Erst 2017 verändert Apple wieder etwas an den Anschlüssen. Ab sofort setzt man Thunderbolt 3 (USB-C) ein und holt die Mikrofonbuchse von der Rückseite nach vorne – viel zu bessern gibt es allerdings am Design des Kultrechners ohnehin nicht mehr.

Mit seinem stylischen All-in-One-Ansatz hat Apple die moderne Computerbauweise geprägt. Selbst Wettbewerber Microsoft gab irgendwann nach und präsentierte mit dem Surface Studio im Jahr 2016 eine vergleichbare Produktphilosophie. Microsofts Chef-Designer Ralf Groene, der für den Look der Surface-Reihe verantwortlich zeichnet, bezeichnet Apple-Koryphäe Jony Ive im Netzpiloten-Interview als große Inspiration.

One more thing: Ein Glückwunsch an den iMac

Happy Birthday iMac G3! Trotz deines stolzen Gewichts von 18 Kilogramm wird deinem unvergesslichen Röhrengehäuse mit dem lustigen Griff inzwischen nicht nur in den Designmuseen dieser Welt gehuldigt. Aber dort kann man Dich adoptieren – wie eine Seegurke im Zoo. Und Designer lassen dich auf einem Skateboard durch London rollen, weil du eine Ikone bist.

Du warst der erste deiner bunten, wohlgeformten Art auf dem grauen Tech-Planeten. Hier hast du Generationen von Nachfolgern diesen Hauch Kreativität hinterlassen, den Designer, Grafiker, Fotografen oder Filmemacher und so viele andere Anwender noch immer an Apple schätzen.

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Dieser Beitrag erschien zuerst auf Netzpiloten Apple.


Images by Lena Simonis, Fernando Carmona, Masashige MOTOE, Bishonen, Rama, Musée Bolo, True Tech Talk Time, via Wikimedia Commons


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WhatsApp Sprachnachrichten – Endlich auch im Hintergrund aktiv

oatawa - stock adobe com

Kennt ihr das? Ihr habt euren Freunden einiges mitzuteilen, aber keine Lust das Ganze mühselig abzutippen? Und auch ein Anruf passt ausgerechnet in diesem Moment nicht. Dafür gibt es bei WhatsApp ja Gott sei Dank die Sprachnachrichten-Funktion, die bisher noch nicht hundertprozentig ausgereift war.

Beim Abhören der Nachricht ist der Nutzer mehr oder weniger dazu gezwungen den Chatverlauf geöffnet zu haben. Bei kurzen, knappen Nachrichten eigentlich nicht weiter wild. Aber bei mehreren Minuten kann das schon mal nervig sein. Doch sobald man die App schließt, wird auch die Nachricht beendet. Das soll jetzt ein Ende haben.

Mit dem Update auf die Version 2.18.40 können Nutzer in Zukunft die App schließen, während sie eine Sprachnachricht hören und sich somit anderen Dingen auf ihrem Smartphone widmen. Die Nachricht läuft dann einfach im Hintergrund ungestört weiter.

Android-Nutzer müssen sich noch gedulden

So gut die neue Funktion auch klingt – Android-Nutzer müssen leider noch warten. Bisher ist die neue Sprachnachrichten-Funktion nur für iPhones verfügbar. Wann auf Android-Smartphones die Neuerung freigeschaltet ist, ist bisher noch unbekannt.

Allerdings gibt es auch positive Nachrichten für die Nutzer von Android-Smartphones. Schon seit einiger Zeit können Sprachnachrichten auf WhatsApp auch ohne dass der Finger auf dem Mikrofon gedrückt sein muss auf iPhones aufgenommen werden. Jetzt können auch Android-Nutzer auf diese Funktion zurückgreifen. Wer also freihändig eine Sprachnachricht aufnehmen möchte, muss lediglich das Mikrofon-Symbol mit einem Wisch nach oben schieben.


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  • UKW-RADIO Welt: Am Mittwoch droht das Aus für viele UKW-Sender: Ein Streit zwischen Sendernetzen und Betreibern von UKW-Antennen, könnte dazu führen, dass der Weg zur Arbeit im Auto in Zukunft ziemlich leise verlaufen wird. Am kommenden Mittwoch droht auf Grund der Streitereien zwischen den technischen Dienstleistern die Abschaltung des Sendebetriebs. Anstelle von Nachrichten und Musik würde man dann lediglich ein Rauschen hören. Der Media-Broadcast-Chef Wolfgang Breuer erklärte, dass dann bis zu zehn Millionen Hörer von der Abschaltung der UKW-Radiosender betroffen sein könnten. Die Gründe für die drohende Abschaltung sind unterschiedliche Vorstellungen von Preisen für die Nutzung von UKW-Antennen in Deutschland. Media Broadcast erklärte sich bereit die Verbreitung der Sender bis Ende Juni weiterzuführen, allerdings nur, wenn eine Beauftragung der Radiosender vorliegt. Wer sich bis Montagabend nicht gemeldet hat, wird dann am Mittwoch abgeschaltet.

  • FACEBOOK Heise: Facebook weiß nicht, welche Daten Cambridge Analytica besitzt: Welche Nutzerdaten liegen der umstrittenen Firma Cambridge Analytica eigentlich vor? Selbst Facebook kann dies nach eigenen Angaben nicht einmal genau beantworten. Laut Facebook könnten die Daten weltweit von bis zu 87 Millionen Nutzern betroffen sein. In Deutschland sind darunter knapp 310.000 Facebook-Nutzer. Hierzulande zeigen sich die Nutzer durch den Facebook-Datenskandal ziemlich verunsichert. Eine Umfrage des ARD-DeutschlandTrends zeigt beispielsweise, dass 61 Prozent der Internetnutzer große Sorge vor einem persönlichen Datenmissbrauch haben. Zudem ist laut der Umfrage das Vertrauen in die Plattform gering. Der Kartellamtspräsident Andreas Mundt ist der Meinung, dass Facebook seine Marktmacht bei der Datennutzung missbraucht hat.

  • AUTONOMES FAHREN ngin-mobility: Tech-Konzern ZF bringt selbstfahrenden Autos das Hören bei: Haben unsere Autos bald Ohren? Autonom fahrende Autos begeistern durch ihre Technik, aber da geht sogar noch mehr. Der Automobil-Konzern ZF möchte in einem Pilotprojekt den Autos nun das Hören beibringen. Hinter dieser Technik versteckt sich das Erkennen von Geräuschen wie beispielsweise dem Martinshorn eines Einsatzfahrzeuges. Mit einer Displayanzeige wird der Autofahrer hierbei auf das sich nähernde Fahrzeug aufmerksam gemacht und darüber hinaus darauf hingewiesen, aus welcher Richtung es kommt. Zudem erhält der Fahrer eine Empfehlung dafür, wie er sich im nächsten Schritt verhalten sollte. Unter dem Namen Sound.AI soll die Neuentwicklung des Unternehmens in Zukunft nicht nur diese, sondern alle Geräusche erkennen können.

  • IPHONE Focus: Apple-Pläne durchgesickert: iPhones sollen sich in Zukunft massiv verändern: Neues Konzept für Display und Bedienung – derzeit soll Apple an Neuerungen für die künftige iPhone-Generation arbeiten. Allem Anschein nach wird es ein neues Bedienkonzept geben und das Display könnte künftig gebogen sein. Hiermit möchte sich Apple mit seinen iPhones von anderen Smartphones auf dem Markt abheben. Laut einem Bericht soll die Gestensteuerung es erlauben, das Display ohne Berührung zu bedienen. Hierbei soll der Finger des Nutzers erkannt werden, auch wenn dieser den Display gar nicht berührt, sondern einfach nur darüber schwebt. Sollte es diese Funktion in Zukunft in der neuen iPhone-Generation geben, dann allerdings frühestens in zwei Jahren, ebenso wie die Curved Displays.

  • APPLE Chip: Neue Details zum nächsten Mac Pro: Er kommt nicht mehr in diesem Jahr: 2009 wurde Apples Mac Pro eingeführt aber seitdem nur minimal aktualisiert. Für Profis ist dieser durch die wenigen Erweiterungen und Aufrüstungen eher unbrauchbar geworden. Apple hat schon im vergangenen Jahr bekanntgegeben, dass es endlich einen Nachfolger geben wird. Doch hier wurden die Informationen zum Preis, Veröffentlichung oder andere Pläne eher vage gehalten. Zumindest hat Apple jetzt verraten, dass das neue Mac Pro nicht mehr in diesem, sondern im nächsten Jahr erscheinen wird. Mit weiteren Informationen geht der Tech-Riese nach wie vor sparsam um.

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  • AMAZON golem: Amazon Go: Sechs weitere kassenlose Supermärkte geplant: Können Aldi, Lidl und Co. bald einpacken? Es scheint manchmal so, je mehr News man zu dem kassenlosen Supermarkt Amazon Go des E-Commerce-Riesen hört. Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Online-Versandhändler auch in die analoge Verkaufswelt ging. Im Januar 2018 öffnete dann der erste Supermarkt ohne Bezahlen. Jetzt – knapp einen Monat später – sind bereits weitere sechs kassenlose Supermärkte geplant. Nach der ersten Filiale im Amazon-Sitz Seattle sind weitere dort und in Los Angeles geplant. Das Konzept scheint anzukommen! Allerdings kommt keine digitale Neuerung ohne Startschwierigkeiten aus. Bei Amazon Go kommt es so vor allem zu Anstehzeiten an den Kassen, aufgrund der Identifizierung des Kunden durch einen QR-Code.

  • TWITTER t3n: Twitter sperrt tausende verdächtige Konten und verschärft Regeln für Automatisierungen: Auf Twitter kommt es derzeit vermehrt zu verdächtigen Aktivitäten. Das Unternehmen reagierte und sperrte jetzt mehrere tausend Accounts auf einmal. Dies geschah um ihre Echtheit zu prüfen und Social Bots auszuschließen. Erst nach Angabe der Telefonnummer dürfen sie wieder aktiviert werden. Twitter stand zuletzt im Zuge der Russlandermittlungen von Sonderermittler Robert Mueller wegen seiner Sicherheitsstandards in der Kritik. Twitter will es Social Bots dadurch schwerer machen, die Trendthemen auf seiner Plattform zu manipulieren.

  • IPHONE heise: „iPhone-Thriller“ von Starregisseur Steven Soderbergh startet auf Berlinale: Die meisten von uns drehen auf ihrem Smartphone maximal ein kleines Urlaubsvideo mit einer Höchstdauer von ein paar Minuten. Der Gedanke einen ganzen Film auf den mobilen Geräten zu filmen wirkt ungewöhnlich. Im Zuge der Berlinale wurde in dieser Woche der Psychothriller “Unsane – Ausgeliefert” von Regisseur Steven Soderbergh präsentiert, der komplett mit einem iPhone in 4K gedreht wurde. Genau das hält der Regisseur für einen „Game Changer“ fürs Kino. Technisches Experiment oder eine tatsächliche Alternativen zu klassischem Equipment?

  • INSTACARD gruenderszene Das Imperium des 2012 von Apoorva Mehta gegründeten Lieferdienst-Giganten “Instacard” bröckelt. Schlechte Kunden- und Mitarbeiterbewertungen, Geldstrafen sowie Herausforderungen für die Zukunft – für das 2015 von “Forbes” als “vielversprechendste Firma Amerikas” ausgezeichnete Unternehmen könnte es trotz gutter Bilanzen besser laufen. Seit der Übernahme des wichtigen Kooperationspartner “Whole Food” durch E-Commerce-Riese “Amazon” steht die Firma vor schweren Verhandlungen über die zukünftige Geschäftsausrichtung des einstigen Startups. Hinzu kommen hohe Bußgelder wegen Steuerbetruges sowie Beschwerden von Arbeitnehmer- und Kundenseite aufgrund von Hungerlöhnen beziehungsweise fehlender Betriebsstruktur.

  • TELEKOM t-online: AVM stellt Fritzbox 7583 für Highspeed-Internet vor Es ist soweit – Eine neue Fritzbox, die Fritzbox 7583, wurde entwickelt. Die Firma AVM stellt das neue Router-Modell pünktlich auf der MWC in Barcelona vor. Sowohl für Provider mit Breitbandanschluss (Supervectoring), sowie diejenigen mit Glasfasernetzwerk (G.fast) ist das “Multitalent” zu haben. Dennoch werden Benutzer vorerst nicht das Privileg der Spitzensurfgeschwindigkeit haben. Das deutsche Netz wird weiterhin nicht mehr als die Hälfte der jetzt möglichen 600 Mbit/s beziehungsweise 3 Gbit/s unterstützen. Auch SPD und CDU streiten nach wie vor über den Ausbau der deutschen Netzversorgungen, weshalb der Empfang wohl weiter, mit wenigen Ausnahmen, vom Verteiler der jeweiligen Einzelhaushalte abhängen wird.

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    Quartz nutzt AR-Technik bei Apple: Artikel neu darstellen und verstehen

    Smartphone (adapted) (Image by janeb13 [CC0 Public Domain] via Pixabay)

    Unter all den aufstrebenden Technologien, die Apple im Blick hat, scheint CEO Tim Cook vor allem besonders von Augmented Reality begeistert zu sein. In Kürze werden viele Menschen „jeden Tag Erfahrungen mit Augmented Reality machen – das wird so normal werden, wie drei Mahlzeiten am Tag zu essen. Es wird ein wichtiger Teil von uns werden“, prognostiziert Cook bei einer Konferenz im vergangenen Jahr.

    Entwickler verschwenden keine Zeit, um zu versuchen, Cooks Vision Realität werden zu lassen. Neben der Einführung von iOS 11 aktualisiert Quartz seine iOS App, die Augmented Reality-Eigenschaften nutzt, um einige Artikel zu illustrieren. Zum Beispiel die Berichterstattung vom Absturz des Cassini-Raumschiffs, das mit einem 3D-Modell des Raumfahrzeugs verknüpft wurde, das die Nutzer untersuchen können, als wären sie physisch in demselben Raum.

    John Keefe, der Chef des Quartz Bot-Studios, sagt, dass Berichte wie diese das Potential von Augmented Reality veranschaulichen, das Nutzern Geschichten durch genauere Betrachtung von Objekten, die sie sonst nie gesehen hätten, näher bringt. „So wie wir Bilder, Emojis und Gifs nutzen können, um die Geschichten, die wir teilen, lebendig zu machen, können wir AR nutzen, um Menschen zu helfen, die Fakten in den Nachrichten besser zu verstehen“, sagt er und ergänzt, dass die Technologie auch genutzt werden könnte, um Geschichten mit 3D-Landschaften, Modellen von Wahrzeichen und historische Strukturen, oder sogar bestimmte Arten von Datenvisualisierungen zu illustrieren.

    Wenn du Menschen bei Berichterstattungen helfen möchtest, ein Objekt oder einen Raum zu erleben – egal ob groß oder klein, glauben wir, dass wir Menschen helfen können, etwas besser zu verstehen, wenn sie es selbst handhaben können.

    Die AR-Funktionen sind mit Hilfe von ARKit erstellt, der Augmented Reality-Funktion, die Apple im Juni angekündigt und für Entwickler veröffentlicht hat. Während telefonbasierte Augmented Reality nicht komplett neu ist, wird Apples Erschließung der Technologie auf Betriebssystem-Ebene die neue Technologie noch viel mehr Leuten näherbringen. Es gibt laut BMO Capital Markets momentan 700 Millionen iPhones, die weltweit genutzt werden. Google hat auch sein eigenes AR-Entwicklertool für Android-Entwickler veröffentlicht, das das Potential weiter vergrößert.

    Das Ausmaß der iOS- und Android-Userbases wird es für Entwickler, die bereits ARKit genutzt haben, um Demos wie etwa Virtual Pets, Essensbestellungen, Balkendiagramme und Fidget Spinner zu veranschaulichen, verlockender machen, AR-basierte Apps zu konstruieren.

    Wenn es um Journalismus geht, hat Augmented Reality bisher deutlich weniger Beachtung bekommen als ihre Schwestertechnologie Virtual Reality. Sie hat die Fantasie von Nachrichtenorganisationen wie etwa der New York Times, dem Guardian und USA Today so ziemlich aus dem Stand erobert. Die VR-Technologie wurde aber bisher aufgrund hoher Entwicklungskosten und der Unzugänglichkeit der Hardware zurückgehalten. Augmented Reality ist im Vergleich dazu schon für jeden mit einem Smartphone zugänglich.

    Viele nehmen an, dass Apples momentane Konzentration auf Smartphone-basierte AR ein Vorläufer für zukünftige Augmented-Reality-Brillen ist. Bloomberg hat zu Jahresbeginn berichtet, dass Apple bereits hunderte von Ingenieuren an verschiedenen AR-bezogenen Projekten arbeiten lässt, was suggeriert, dass das Unternehmen große Pläne mit dieser Technologie hat.

    Die Frage ist, ob Nachrichtenorganisationen für die Zukunft die sich Apple vorstellt, bereit sind. Manche wie etwa die New York Times, Story[X] und Quartz blicken schon voraus, aber viele andere werden wahrscheinlich auf der Strecke bleiben, wie Joshua Benton, der Herausgeber von Nieman Lab, aufzeigt: „Was einst die Aufgabe des iPhone war, wird jetzt Stück für Stück auf eine Gruppe kleiner und persönlicher Geräte aufgeteilt – die Apple Watch am Handgelenk, die AirPods im Ohr und die AR-Brillen, von denen es in den kommenden Jahren wohl auch ein Modell von Apple geben soll. Und mit der Zeit, wenn diese Geräte leistungsfähiger und miteinander verbunden sind, werden sie dafür sorgen, dass die zentrale Bedeutung des Smartphones immer mehr abnimmt.“

    Weiter fragt Benton: „Doch wieso ist das für die Nachrichtenherausgeber wichtig? Das ist ein weiterer Paradigmenwechsel, auf den sie nicht vorbereitet scheinen. Wenn die mobile Aufmerksamkeit von Nutzern sich immer weniger auf einen großen Bildschirm konzentriert, wie können die Produzenten von Nachrichten ihre Aufmerksamkeit erregen und ihnen das geben, was sie brauchen und eine Möglichkeit finden, dies zu monetarisieren?“

    Nachrichtenorganisationen werden aber wahrscheinlich froh sein, zu hören, dass die ARKit-Werkzeuge in bereits existierenden iOS-Apps recht unkompliziert zu erlernen und zu implementieren sind. „Es ist nicht unbedingt wie Drag&Drop, aber es kommt dem am Ende sehr nahe“, sagt Keefe. „Apple sorgt dafür, dass jeder AR nutzen kann. Aber sie machen es auch für Entwickler möglich, mit sehr einfachen Werkzeugen zu arbeiten“.

    Dieser Artikel erschien zuerst auf „NiemanLab“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


    Image (adapted) „Smartphone“ by janeb13 (CC0 Public Domain)


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    Nokia Body Cardio im Langzeittest: Smarte Waage mit einem Herz für eure Gesundheit

    Nokia-Body-Cardio-weiß-1140x500

    Smarte Waagen können nicht nur allerhand Körperdaten messen, sondern sie per App auch an euer iPhone schicken. Dort könnt ihr die Infos über eure Gesundheit über einen längeren Zeitraum vergleichen und Rückschlüsse ziehen. Die Nokia Body Cardio ist so eine smarte Waage. Sie basiert noch auf einer Entwicklung des von Nokia übernommenen Herstellers Withings und hebt sich aus der immer größeren Produktauswahl an smarten Waagen durch Daten zu Herz und Kreislauf ab. Mit einem Preis von rund 180 Euro gehört sie zu den teureren Produkten. In meinem mehrmonatigen Praxistest habe ich erlebt, dass Design, Hardware-Funktionen und App-Qualität diesen Preis rechtfertigen und die Nokia Body Cardio zu einer Kaufempfehlung machen.

    Das bietet euch die Nokia Body Cardio

    Äußerlich ist die Nokia Body Cardio eine Zierde im Bad eines jeden Designliebhabers. Mit seinem schlanken Aluminiumboden ohne Füße, der gestreiften Oberfläche und dem leicht milchigen Deckglas macht mein weißes Testexemplar einen edlen Eindruck.

    Im Innern der Waage messen vier Sensoren das Gewicht, die Körperzusammensetzung und Herzdaten. Daraus errechnet die Software euren Body-Mass-Index (BMI) sowie den prozentualen Anteil des Körperfetts und Wassers, der Muskel- und Knochenmasse. Neben der Herzfrequenz zeichnet die Waage außerdem die sogenannte Pulswellengeschwindigkeit auf. Dieser Wert ist ein Indikator dafür, wie gut das Blut durch den Körper fließt und inwiefern gegebenenfalls die Gefäße krankhaft verengt sein könnten. „Nice to have“: Wer Entscheidungshilfe bei der Kleiderwahl benötigt, kann sich auch die lokale Wettervorhersage anzeigen lassen.

    Update 23.1.18: In einer überraschenden Mail an alle Besitzer der Nokia Body Cardio teilte Nokia mit, dass die Messung der Pulswellengeschwindigkeit ab dem 24.1.2018 in der Waage und in der App abgeschaltet wird. Nokia begründet dass so: „Nach einer routinemäßigen Überprüfung sind wir zu dem Schluss gelangt, dass diese Funktion eventuell eine andere Art der behördlichen Zulassung erfordert.“ Weil es sich um ein zentrales Feature handelt, können Kunden die smarte Waage an Nokia zurückschicken und sich den Kaufpreis erstatten lassen. Weitere Infos dazu in diesen FAQ.

    Mal abgesehen von der Wetterlage sollen diese Werte euch ein besseres Verständnis für die eigene Fitness und Gesundheit vermitteln. Deshalb zeigt die Waage sie nicht nur auf dem gut ablesbaren Monochrom-Display an, sondern schickt sie per WLAN an die App des Herstellers. Auf eurem iPhone oder Android-Smartphone unterstützt euch die Software mit einer hilfreichen Einordnung, in welchem Normbereich sich euer Fitness- und Gesundheitsniveau. Nicht nur deswegen ist die App ein wesentlicher Bestandteil des ganzen Produkts.

    Nokia Health Mate: Eine App macht die Waage erst smart

    Zwar lässt sich die Waage streng genommen auch ohne App nutzen. Für eine Personalisierung der Messdaten ist die kostenlos für iOS und Android erhältliche App Nokia Health Mate dringend erforderlich.

    Zum Beispiel benötigt ihr die schicke und übersichtliche App zur Anpassung der Display-Inhalte und zur Verknüpfung mit einem persönlichen Profil im Webportal von Nokia Health. Dort hinterlegt ihr Alter und Größe, damit die App den BMI errechnen und eure Verfassung einordnen kann. Nach jedem Wiegen synchronisiert die Waage die neuen Daten mit eurem Profil.

    Lebt ihr nicht alleine, können Mitbewohner die smarte Waage ebenfalls nutzen. Dazu erstellt ihr bis zu sieben weitere Profile – ohne, dass diese Benutzer selbst einen Nokia-Account haben müssen.

    Nokia Health Mate App
    Mit der Nokia Health Mate App könnt ihr die Daten der Nokia Body Cardio auswerten. Image by Nokia

    Sehr praktisch: Die App weist die Messdaten so gut wie möglich automatisch dem richtigen Datensatz zu und orientiert sich dabei am Gewicht. Ich bringe deutlich mehr auf die Waage als meine Frau. Deshalb ist die Unterscheidung für die Body Cardio keine Herausforderung. Wiegen jedoch zwei Benutzer ähnlich viel – was bei meiner Frau und meiner Schwiegermutter zutrifft – bittet die App um eine manuelle Auswahl des Profils.

    Für einen möglichst vollständiges Bild könnt ihr die Daten der Waage mit weiteren Informationsquellen vernetzen. So funktioniert Health Mate nicht nur mit der Body Cardio, sondern ist der Sammelpunkt für alle ehemaligen Withings- und jetzigen Nokia-Gesundheitsprodukte wie Fitness-Tracker und Blutdruckmessgeräte. Außerdem könnt ihr die App mit Apple Health unter iOS oder Google Fit unter Android verbinden. Auf diese Weise kann ich auch die mit der Apple Watch zurückgelegten Schritte im Profil der Nokia-App einsehen.

    Darüber hinaus bietet die App Coaching-Programme, die jedoch nichts Smartes an sich haben, sondern wie von der Stange wirken. Und die enthaltene Erinnerungsfunktion erfüllt den gleichen Zweck wie ein Eintrag in einer beliebigen To-Do-App.

    Langzeiterfahrungen mit der Nokia Body Cardio

    Nach gut neumonatigem Einsatz ist die smarte Waage samt Gesundheits-App aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wie exakt die Waage misst, kann ich Rahmen meines Tests zwar nicht überprüfen. Aber die Werte lassen sich reproduzieren und wirken plausibel.

    Die Synchronisation der Messdaten mit der Software funktioniert reibungslos innerhalb weniger Sekunden. An der Stabilität von Waage und App ist nichts auszusetzen. Nur im Zuge der Umstellung von Withings auf Nokia und dem damit verbundenen Relaunch der App kam es im Herbst 2017 zu kleineren Nickligkeiten. So ließ sich ein Firmware-Update mittels der App nur nach einem etwas mühseligen Reset der Waage und einer Neuinstallation der App durchführen. Inzwischen läuft die App jedoch wieder schnell und rund.

    Mit der Energie des festverbauten Akkus weiß die smarte Waage erfreulich sparsam zu haushalten. Seit der Inbetriebnahme im Mai 2017 habe ich das Testgerät nur einmal per USB-Kabel mit neuer Energie betankt. Vollständig leer war der Akku zu dem Zeitpunkt noch nicht. Daher halte ich eine zwölfmonatige Akkulaufzeit, die der Hersteller angibt, für realistisch.

    Test-Fazit Nokia Body Cardio

    Smarte WLAN-Waagen, die ihren Mehrwert erst mithilfe von Apps ausspielen, sind komplexe und daher fehleranfällige Produkte. Die Body Cardio von Nokia Health (ehemals Withings) erweist sich vor diesem Hintergrund im Langzeittest in punkto Hardware wie in punkto Software als funktional, stabil und nützlich. Die Hardware misst zuverlässig und synchronisiert die Daten reibungslos mit der getesteten iOS-Version der App. Zwischenzeitliche Software-Probleme im Zuge des Herstellerwechsels sind behoben. Auch mit Apple Health arbeitet die Nokia-App prima zusammen.

    Die Aufbereitung und Einordnung der Messdaten in der Nokias App Health Mate ist eine sinnvolle Unterstützung für alle, die ihr Gewicht und ihre Gesundheit im Blick behalten möchten. Hingegen die Coaching-Funktion der App ist kaum der Rede wert. Den inneren Schweinehund zu überwinden, kann euch aber sowieso niemand abnehmen.

    Nokia Body Cardio
    Nokia Body Cardio ist als weiße oder schwarze Farbvariante erhältlich. Image by Nokia

    Unterm Strich ist die in Weiß oder Schwarz erhältliche Nokia Body Cardio für 180 Euro im Hersteller-Shop ein hochpreisiger aber auch hochwertiger Vertreter unter den smarten Waagen, dessen Kauf ich empfehlen kann. Den hohen Aufpreis gegenüber vergleichbaren Geräten rechtfertigt Nokia mit dem Messen von Herzfrequenz und Pulswellengeschwindigkeit. Wer diese Erkenntnisse nicht benötigt, kann zu einer Nokia-Waage ohne „Cardio“-Zusatz im Namen greifen und dadurch mindestens 100 Euro sparen.

    Update 23.1.2018: Obwohl mich wenige Tage nach meinem Test die News über die Deaktivierung der Messung der Pulswellengeschwindigkeit überrascht hat, ändert sich an meiner Einschätzung nur wenig. Ich halte die smarte Waage weiterhin für ein gutes Produkt. Allerdings schrumpft der Mehrwert gegenüber den preisgünstigeren Geschwistermodellen nochmals drastisch. Wer zum Beispiel einen Fitness-Tracker hat, der die Herzfrequenz misst, benötigt nicht zwingend eine Herzfrequenzmessung in der Nokia-Waage. In diesem Fall könnt ihr daher auch zu einem Modell greifen, dass 100 Euro weniger kostet.

    Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


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    CES 2018 für Apple-Fans: Die coolsten Gadgets für iOS, Mac und Homekit

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    Die Consumer Electronics Show in Las Vegas ist wie jedes Jahr eines der großen Highlights der Technikbranche. Apple ist zwar nicht auf der Messe vertreten, aber dank vielen neuen Zubehörs für iOS, Mac und HomeKit gibt es selbstverständlich auch für Apple-Fans eine Menge zu bestaunen. Die Netzpiloten sind für euch in Las Vegas dabei. Wir haben die interessantesten Neuheiten von der CES 2018 für euch im Überblick.

    Elgato Eve Button und Eve Room: Brückenlose HomeKit-Gadgets

    Smart Home bleibt im Jahr 2018 ein großes Thema. Ein Schwerpunkt liegt auf der Automatisierung von Szenarien. Der minimalistische Eve Button von HomeKit-Spezialist Elgato ermöglicht auf Knopfdruck das Einstellen von drei verschiedenen Szenen. Mit einem einfachen Drücken, einem doppelten oder einem längeren. So ist er auch für bereits bestehende HomeKit-Umgebungen geeignet und lässt sich über die App von Apple Home oder die separate Eve-App steuern. „Nicht jeder hat permanenten Siri– oder App-Zugriff, nicht überall sind sensorbasierte Automationen sinnvoll. Deshalb ist eine einfache und elegante manuelle Steuerung die ideale Ergänzung für das Connected Home“, sagt Adam Steinberg, Vice President für Customer Experience bei Elgato.

    Glücklicherweise ist eine Bridge oder eine Cloud dafür nicht notwendig. Der Eve Button wird von einem stabilen Aluminiumgehäuse eingefasst und von einer Batterie angetrieben. Die Knopfzelle soll dabei für eine lange Laufzeit ohne ständigen Wechsel sorgen. Preislich schlägt der Eve Button mit circa 50 Euro zu Buche und lässt sich hierzulande ab sofort vorbestellen.

    Elgato Eve Button CES 2018
    Eve Button. Image by Elgato

    Auch im Gepäck für die CES 2018 hatte Elgato die zweite Generation von Eve Room, dem Raumklimasensor. In Kooperation mit den Schweizern von Sensirion misst die Raumklima-Station nicht nur die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit, sondern auch den Gehalt von sogenannten „flüchtigen organischen Verbindungen“ (VOC). Das sind beispielsweise Dämpfe oder Gase, die sich auf die Luftqualität niederschlagen. Die Raumklima-Station bietet zudem ein E-Ink-Display und einen Akku, der über USB geladen wird. Die Auswertung der Daten erfolgt in der Eve-App. Auch hier ist keine Bridge zum Betrieb notwendig. Im März 2018 landet die zweite Generation von Eve Room für 100 Euro im Handel.

    Elgato Eve Room 2 CES 2018
    Eve Room 2. Image by Elgato

    Nanoleaf Remote: Knopflose Fernbedienung für Apple HomeKit

    „Minimalismus“ ist ein Wort, das auf die neue Smart-Home-Fernbedienung von Nanoleaf in allen Punkten zutrifft. Und das fängt schon beim Namen an, denn man hat sie ganz innovativ auf „Remote“ getauft. Zudem verzichtet der Hersteller vollständig auf Knöpfe. Stattdessen sollen die Eingaben des Bluetooth-Gadgets lediglich über Positionierung und Drehung erfolgen. Dafür macht das Dodekaeder mit 12 Seiten ganz schön was her und versteht sich sowohl mit HomeKit als auch mit dem versatilen Automatisierungs-Webservice IFTTT. Neben voreingestellten Szenarien lässt sich auch auf solche von der Community zurückgreifen. Als Veröffentlichungszeitraum für die Nanoleaf Remote ist das Frühjahr festgelegt, die unverbindliche Preisempfehlung beträgt rund 60 Euro.

    Nanoleaf Remote CES 2018
    Nanoleaf Remote. Image by Nanoleaf

    Insta360 Nano S: Verbesserte iPhone-Kamera für 360-Grad-Bilder

    Mit einer verbesserten Version seiner iPhone-Kamera für 360-Grad-Bilder wartet Insta360 auf. Die erste Insta360 Nano hatte uns im Test gut gefallen. Der Formfaktor der Nano S entspricht weiterhin dem Original-Modell. Daher schmiegt sie sich weiterhin passgenau ans iPhone an. Die neue Nano-Generation versteht sich auch mit dem iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X. Allerdings hat Insta360 das Innenleben aufgebohrt. Videos löst die Kamera jetzt in 4K statt 3K auf, Fotos zählen bis zu 20 statt 4,6 Megapixel. Neu ist auch eine Video-Chat-Funktion. Dafür gehört nun ein zusammenfaltbarer Standfuß zum Lieferumfang. Der Preis von 279 Euro fällt etwas höher aus als bei der Erstauflage, ist aber im Vergleich zu anderen 360-Grad-Kameras weiterhin moderat. Die Insta360 Nano S ist ab sofort erhältlich.

    Zurück zum Kabel: Alternative zum Apple Wired Keyboard von Matlas

    Apple hatte die kabelgebundene Version seiner Mac-Tastatur vor einer Weile aus dem Programm genommen. Der Zubehörhersteller Matlas stellte nun auf der CES 2018 das Matlas Wired Aluminium Keyboard vor, das sich optisch und funktional deutlich am Apple-Produkt orientiert. Look & Feel sollen genauso wie beim Vorbild sein. Mac-Funktionstasten sind natürlich an Bord. Zusätzlich stattet Matlas die Tastatur mit zwei USB-Ports auf, an die ihr eine kabelgebundene Maus und einen USB-Speichermedium anschließen könnt. Kompatibel ist das Schreibbrett mit dem Mac-Betriebssystem bis zurück zur Version 10.6.8 (Snow Leopard). Bei Macland.de ist die Tastatur für rund 75 Euro erhältlich.

    Matlas Wired Aluminium Keaybord CES 2018
    Matlas Wired Aluminium Keaybord. Image by Matlas

    Kingston Nucleum USB-Typ-C-Hub bietet sieben Anschlüsse fürs MacBook

    Spätestens seit dem 12-Zoll-MacBook von 2015 ist der Bedarf an USB-Hubs mit Typ-C-Anschluss stark gewachsen. Diesem will der Hersteller Kingston mit dem „Nucleum“ gerecht werden und präsentiert einen 7-in-1-Hub, der für alle möglichen Alltagsszenarien eines Arbeitsgerätes optimiert sein soll. So lassen sich zum Beispiel Mäuse und Tastaturen über das übliche USB-A anschließen, ein zweiter Monitor über HDMI v1.4, welches bis zu 4K-Auflösungen unterstützt, betreiben oder ein iPhone aufladen – teilweise sogar alles gleichzeitig.

    Dafür bietet der Hub einen USB-Typ-C-Anschluss zum Laden, einen zur Datenübertragung, den besagten HDMI-Port, einen microSD- und einen SD-Slot sowie zwei USB-A-Eingänge. Beim Design soll außerdem viel Wert darauf gelegt worden sein, wo die Anschlüsse platziert sind, sodass genügend Raum zwischen ihnen geboten wird. Auf die Waage bringt der Hub dabei unter 100 Gramm. Später im ersten Quartal dieses Jahr soll der Kingston Nucleum verfügbar sein, einen offiziellen Preis gibt es noch nicht. Einige Shop-Listungen lassen jedoch vermuten, dass er um die 85 Dollar kosten soll.

    Kingston Nucelum CES 2018
    Kingston Nucleum 7-in-1-USB-Hub. Image by Kingston

    Nokia Sleep: Alte Kissen in neuen Bezügen

    Schon vor einiger Zeit wurde der smarte, französische Hersteller Withings von Nokia aufgekauft. Daher schicken die Finnen auf der CES 2018 nun auch die ehemals als „Withings Aura“ bekannte Schlafmatte unter dem Namen „Nokia Sleep“ wieder ins Rennen. Dabei hat der Hersteller das Produkt abgespeckt: Der Lichtwecker ist entfallen, jetzt werden hauptsächlich Daten gesammelt, die sich per WLAN in die App einspeisen. Besonders interessant ist die Anbindung an IFTTT. Smarte Ausstattung vorausgesetzt, könnt ihr zum Beispiel das Licht automatisch ausschalten lassen, wenn ihr euch ins Bett legt, oder die Heizung einschalten, wenn ihr aufsteht. Im ersten Quartal dieses Jahr soll Nokia Sleep noch auf den Markt kommen. Mit 100 Euro liegt der Startpreis etwas niedriger als beim Originalprodukt Withings Aura.

    Nokia Sleep CES 2018
    Nokia Sleep. Image by Nokia

    DJI Osmo Mobile 2: Jetzt auch geschmeidig hochkant filmen

    Wer mit seinem Smartphone wackelfreie Videos aufnehmen will, kommt an einem sogenannten Gimbal kaum vorbei. Und dass vor allem die Kamera des iPhone inzwischen nicht nur für Hobby-Aufnahmen eignet, sollte weitläufig bekannt sein. Warum also teures Geld in eine Kamera investieren, wenn man mit einem Smartphone-Gimbal schon gute Ergebnisse erzielen kann? Einer der bekanntesten Vertreter ist hier der Osmo Mobile von DJI, der nun in die zweite Generation geht.

    Obwohl er mit 149 Euro deutlich günstiger als sein Vorgänger zum Marktstart wird, der noch 100 Euro teurer war, kann DJI Osmo Mobile 2 mit einem essentiellen Feature auftrumpfen: Er unterstützt auch Aufnahmen im Hochkantformat. Die Positionierung der Bedienknöpfe hat sich ansonsten etwas verändert, die Batterien sind nicht mehr herausnehmbar, dafür soll eine Ladung für eine Laufzeit von rund 15 Stunden ausreichen. Neben iPhones werden von dem Gadget natürlich auch Android-Smartphones unterstützt.

    DJI Osmo Mobile 2 CES 2018
    DJI Osmo Mobile 2. Image by DJI

    Colgate Smart Electronic Toothbrush E1: Zähneputzen mit ResearchKit

    Die Zahnhygiene-Firma Colgate hat mit der Smart Electronic Toothbrush E1 eine erste Bürste vorgestellt, die sich mit Apples offener Schnittstelle ResearchKit verbindet. Mit Echtzeitsensoren überwacht die Toothbrush E1 die 16 Zonen eines Mundes und überträgt die Daten via Bluetooth an ein iPhone oder iPad. Mittels App werden auch Hinweise gegeben, wie die Zähne am besten gesäubert werden. Vorerst startet das Gadget für smarte Zähneputzer diesen Monat exklusiv in Apple Stores der USA, kommt aber hoffentlich auch später den Sprung über den großen Teich schafft. Zwar hat Colgate damit die Zahnbürste nicht neu erfunden, die Konkurrenz hatte sich bislang aber noch nicht ans Apple ResearchKit getraut.

    Merge VR 6DoF: Nerf-Gun mit Smartphone-Aufsatz

    Aber warum muss es denn immer ein nützliches Gadget sein, wenn es auch einfach mal nur Spaß machen kann? Die 6DoF von Merge VR ist eine Next-Level-Nerf-Gun und handlicher als ihr Name. Auf die Plastik-Knarre wird das iPhone aufgesteckt und bietet dann virtuelle Ziele. Zwar vermarktet Merge VR das unter dem Schlagwort “Augmented Reality”, tatsächlich wird auf dem Display jedoch eine komplett virtuelle Welt dargestellt. Insgesamt sind an der 6DoF vier haptische Knöpfe angebracht: Ein Abzug zum Feuern, ein Optionen-Button am hinteren Ende und noch zwei weitere am vorderen Lauf. Interessenten müssen sich jedoch noch einige Zeit gedulden. Im Sommer kommt die Merge VR 6DoF in den USA auf den Markt, zum Weihnachtsgeschäft dann hoffentlich auch in Europa. Ein Preis wurde noch nicht genannt.

    Philips Hue Sync: Smarte Lichter passen sich Stimmung an

    Eigentlich ist die neue Anwendung von Philips für Filme, Serien und Spiele optimiert: Über diese sollen sich die vernetzten Glühbirnen dem jeweiligen Fall farblich anpassen. Dafür entwickelt Philips aktuell die App “Hue Sync”, die für Windows und macOS erscheinen soll. Auch beim Abspielen von Musik verändert sich die Beleuchtung und sorgt für die entsprechende Stimmung. Zunächst konzentriert sich Philips aber aufs Gaming und hat eine Partnerschaft mit Razer angekündigt.

    Neben Hue Sync verrät der Hersteller zudem, dass man an der dritten Generation der Hue App für Android und iOS arbeitet. Beide Applikationen sollen im zweiten Quartal dieses Jahr auf den Markt kommen, begleitet von den ersten Hue-Lampen für den Außeneinsatz.

    CES 2018 für Apple-Fans: Meist Evolution statt Revolution

    Ein wirkliches Killer-Gadget für Apple-Nutzer wurde auf der CES 2018 für Apple-Nutzer nicht vorgestellt. Stattdessen dominiert Produktpflege die Technik-Messe. So gibt es einen neuen DJI Osmo Mobile für Smartphone-Filmer und eine neue Iteration des Raumsensors Elgato Eve Room. Withings Aura heißt jetzt Nokia Sleep und wurde um das Feature des Lichtweckers beraubt, kann dafür aber mit anderen Smart-Home-Produkten kommunizieren. Lediglich die Fernbedienung Nanoleaf Remote scheint es so noch nicht gegeben zu haben und ist auch optisch eine Neuerung. Der zwölfseitige Würfel ermöglicht ganz ohne Knöpfe die Steuerung des vernetzten Heims, das dieses Jahr auch für die Apple-Welt ein großes Thema ist. Immerhin ist Merge VR ist eine gelungene Abwechslung im Smart-Home-Einerlei und zeigt auf, wie AR und VR die digitale Unterhaltung verändern.

    Mit Material von Berti Kolbow-Lehradt

    Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


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    FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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    • IPHONE zeit: Apple entschuldigt sich bei Kunden für gedrosselte Akkus: Unter Smartphone-Nutzern grenzt es schon als unausgesprochenen Fakt, dass die Apple-Geräte meist pünktlich zum Release einer neueren Version den Geist aufgeben. So passiert das auch bei älteren iPhones, deren Akkus laut irritierter Nutzer gefühlt auf einen Schlag langsamer wurden. Dafür hat sich Apple jetzt offiziell entschuldigt, vor allem auch aufgrund zahlreicher Klagen von wütenden Nutzern, die dem Konzern drohten. Als Entgegenkommen bietet Apple jetzt ein vergünstigtes Austauschen der Akkus an.

    • LIVESTREAM winfuture: Jeff Kaplan ‚trollt‘ Overwatch-Fans – zehn Stunden vor loderndem Kaminfeuer: Wenn einem gleichzeitig rund 40.000 Menschen beim Nichtstun zusehen, hat man es dann geschafft oder eher nicht? Der Game Director des beliebten Blizzard-Spiels Overwatch, Jeff Kaplan, hat genau das getan. An Heilig Abend hat er sich für rund zehn Stunden schweigend beim Nichtstun gefilmt. Sinnlose Werbeaktion oder geniales Trolling? Die Community ist sich uneinig. Fakt ist, dass Kaplan den Fans damit eine etwas andere Weihnachtsüberraschung geboten hat. Insgesamt sahen dem Game Director etwa 380.000 Twitch-Nutzer zu.

    • MOBILITY gruenderszene: Diese 4 Mobility-Trends werden 2018 durchstarten: Das Jahr 2017 neigt sich zu Ende und das neue Jahr steht vor der Tür. Auch in diesem Jahr wurden die Mobilität und die Automobilwirtschaft stark digitalisiert. Selbstfahrende Autos, Carsharing-Dienste etc. – was sind die größten Mobility-Trends 2018? Die Gründerszene hat ihre vier Einschätzungen auf den Punkt gebraucht und die Stichwörter sind: Bike-Sharing, Shuttles auf Abruf, Leasing und Logistik!

    • TECH-TRENDS horizont: Diese Tech-Unternehmen rocken das Jahr 2018: Welche Tech-Themen werden 2018 den Markt dominieren? Julian Riedlbauer, Partner und Leiter des deutschen GP Bullhound Büros, stellt für drei zentrale Thesen vor. Er erklärt, welche Tech-Unternehmen 2018 besonders prägen werden. Vor allem Spracherkennung, Blockchain und Augmented Reality sind Begriffe, auf die man in 2018 besonders achten sollte.

    • IT-SICHERHEIT sueddeutsche: Hacker entdeckt Sicherheitslücke an E-Tankstellen: Elektro-Autos werden immer beliebter – gleichzeitig gibt es aber überall dort, wo Geräte per Computer gesteuert werden, wie die elektronischen Ladestationen, eine potentielle Sicherheitslücke. Der IT-Sicherheitsforscher und Mitglied des Chaos Computer Clubs Mathias Dalheimer warnt vor solchen Sicherheitslücken. Kriminelle könnten auf fremde Kosten tanken. Hersteller wie BMW arbeiten beispielsweise bereits an sichereren Abrechnungssystemen, um solche Fälle zu umgehen.

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    iPhone & Co.: Mehr Akku für alle dauert nicht mehr lange

    Battery (adapted) (Image by 3dman_eu [CC0 Public Domain] via Pixabay)

    Es geht in jedem Jahr weiter mit den Veröffentlichungen von Apple – und natürlich auch mit dem Medienrummel. Es ist viel über das iPhone X, das Ende des Home-Buttons, die „Face ID“-Funktion, das drahtlose Aufladen und noch über vieles mehr geschrieben worden. Irgendwo auf der Liste der Neuerungen war eine verbesserte Akkulaufzeit, zumindest für das iPhone X. Dies wird Dank seines neuen, aufgemotzten A11-Bionik-Prozessors ermöglicht.

    Apple sagt, dass das neue Gerät bis zu zwei Stunden länger halten wird als das iPhone 7. Dies könnte eine Netzsession von gut 14 Stunden bedeuten. Die Akkulaufzeit auf dem iPhone 8 scheint dagegen mit der seines Vorgängers vergleichbar zu sein. Das kabellose Aufladen – eine Entwicklung, zu der Apple erst spät dazustößt – macht bei der Akkuleistung keinen Unterschied.

    Verbesserungen an den Batterien sind bei neuen Smartphone-Modellen für Verbraucher enorm wichtig. Bei Samsung gab es hier viele wichtige Neuerungen, als sie im vergangenen Monat das Galaxy Note 8 auf den Markt brachten. Zwar wurde hier die Akkulaufzeit nicht wirklich verlängert, aber immerhin wurde dafür gesorgt, dass die Probleme des Vorgängermodells Note 7S, das gerne mal in Flammen aufging, umgangen werden konnten.

    Doch auch die besten Produkte sind nach Jahrzehnten in der Mobile-Computing-Revolution noch relativ begrenzt in Sachen Ladung und Akkuleistung. Auch die Geräte von Apple sind innerhalb der letzten zehn Jahre nur mäßig fortgeschritten.

    Bislang konzentrierten sich die Hersteller eher auf die Verbesserung der Batterietechnologie und packten immer mehr Energie auf immer weniger Raum. Das Galaxy Note 7S schreckte durch seine Entflammbarkeit eher ab. So lernten die Hersteller ihre Lektion, wenn es um die Frage ging, was schief gehen kann, wenn die Akku-Energie als Wärme freigesetzt wird. Die Hersteller bemühen sich auch um die Verbesserung anderer mobiler Hardware, die Energie verbraucht – einschließlich Display, WiFi, GPS und Zentraleinheit (CPU). Die verbesserten CPUs und OLED-Bildschirme der neuen iPhones machen sie beispielsweise batteriefreundlicher.

    Ein Bereich, der erstaunlich wenig Beachtung gefunden hat, ist jedoch der Energieverbrauch von Software. Um genau zu sen, geht es um die Energie, die von der CPU verbraucht wird, wenn sie eine bestimmte Software ausführt. Weder Samsung noch Apple schienen mit ihren neuesten Entwicklungen sonderlich große Schritte in diese Richtung zu machen. Dieses Thema könnte jedoch einen großen Unterschied in der Frage ausmachen, wie lange wir unsere Geräte in Zukunft aufladen müssen.

    Softwareentwicklung auf einem neuen Level

    Vor Jahrzehnten, als Computer noch tausendmal langsamer waren, haben die Entwickler den Code mit der Hand nahezu perfekt abgestimmt, um jedes bisschen Leistung aus der Maschine herauszuholen. Aber weil auch die Software immer komplizierter geworden ist – dank neuer Funktionen, verbesserter Benutzererfahrung und so weiter – ist dies nicht mehr möglich.

    Die Softwareentwicklung ist nun sehr weit von dem einfachen binären Code entfernt, den die CPU ausführt. Entwickler verlassen sich auch auf Sammlungen mit bereits vorhandenem Code, weil es zu lange dauern würde, jede Anweisung von Grund auf neu zu erstellen. Beide Änderungen verringern den Aufwand und beschleunigen die Entwicklungszeit erheblich. Aber der finale Code enthält oft Teile, die in einer bestimmten Anwendung redundant sind. Oder aber er könnte mit effizienteren, maßgeschneiderten Segmenten verbessert werden.

    Diese Nachteile versuchen die Entwickler oft dadurch abzumildern, dass sie ihren Code so schnell wie möglich durchlaufen lassen. Was allerdings in der Theorie den Energieverbrauch reduziert. In der Praxis funktioniert das aber nicht immer, da manche Anleitungen mehr Prozessorleistung verbrauchen als andere und den Nutzen letztlich neutralisieren können. Daraus folgt, dass der Energieverbrauch der Software im Laufe der Jahre deutlich gestiegen ist. Niemand kümmerte sich darum, da die meisten Programme auf Maschinen liefen, die mit Netzstrom betrieben wurden. Dies hat sich geändert, seit wir immer mehr mobile Geräte nutzen. Gleichzeitig nimmt die Besorgnis über den Zusammenhang zwischen Stromverbrauch und Klimawandel zu.

    Die KIs werden es schaffen

    Es gibt noch einen weiteren Grund, warum die Entwickler dieses Problem nur langsam angegangen sind. Der Energieverbrauch von jeder Software war sehr schwer zu messen. Das liegt daran, dass die Konfiguration jedes Geräts unterschiedlich ist. Der Energieverbrauch kann sich ändern, je nachdem, ob ein Programm schon einmal gelaufen ist oder ob andere Programme laufen.

    In letzter Zeit gibt es jedoch Fortschritte. Sie verwenden maschinelles Lernen, um den Energieverbrauch einzuschätzen, indem sie bestimmte Codezeilen oder Softwarekomponenten analysieren und Energiedaten aus anderen Programmen, die auf vielen anderen Geräten ausgeführt werden, referenzieren. Wird dies erfolgreich ausgeführt, könnte der Computer, den schweren Teil der Arbeit erledigen. Er soll nach alternativen Programmen suchen, die die Software leistungsfähiger machen.

    Willkommen beim suchebasiertem Software-Engineering. Es funktioniert so einfach wie das Auffinden von redundanten Codes oder die Feinabstimmung der Konfiguration. Es kann sich auch auf den bestehenden Quellcode erstrecken. Unsere eigene Arbeit hat sich sowohl mit der Auswahl alternativer Softwarekomponenten aus bestehenden Sammlungen als auch mit der Generierung neuer Code-Stückchen beschäftigt. Wir haben es sogar geschafft, mehrere hundert Fehler in Hadoop, einem sehr weit verbreiteten Software-Framework, zu finden und zu reparieren.

    Wir haben die Vision, dass diese suchebasierten Methoden zur Verbesserung der Energieeffizienz in die sogenannte „Compiler“-Phase integriert wird, wenn Computercodes, die von Menschen stammen, in Nullen und Einsen umgewandelt werden und die die Maschine versteht. Diese Suchvorgänge würden automatisch ablaufen und Entwickler müssten nicht an sie denken – ihr Code wäre sofort effizient.

    Eines ist klar: Es liegt noch ein langer Weg vor uns.

    Die Hauptschwierigkeit besteht darin, den Energieverbrauch der Software richtig einzuschätzen, insbesondere für viele verschiedene Geräte gleichzeitig. Aber das Potenzial der nächsten fünf Jahre macht uns neugierig. Wir konnten eine Reduzierung des CPU-Energieverbrauchs um 40 Prozent bis sogar 70 Prozent für eine Reihe spezifischer Aufgaben aufzeigen. Und es ist nicht unvorstellbar, dass dies eines Tages über die gesamte laufende Software repliziert werden kann.

    In Kombination mit besseren Batterien und mehr Verbesserungen der Hardware-Leistung, wie beispielsweise Bildschirmen, die keine zusätzliche Energiequelle benötigen, könnten wir von gravierenden Verbesserungen der Akkulaufzeit sprechen. Die führenden Hersteller sprechen in Zukunft vielleicht nicht mehr von einer schrittweisen Verbesserung der Akkulaufzeit. Sie könnte sich auch schon bald um viele Stunden und vielleicht sogar Tage erhöhen.

    Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


    Image (adapted) „Battery“ by 3dman_eu (CC0 Public Domain)


    The Conversation

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    Fit und entspannt mit dem iPhone: Die 5 besten Yoga-Apps

    YogaApps-HEADER-2zu1 Yoga-Apps iOS

    Wenn es draußen kühler wird und die Blätter sich gelb und rot verfärben, bis sie schließlich vom nächsten Windstoß auf den Boden getragen werden, wissen wir: es ist Herbst. So schön es auch anzusehen ist, werden wir in den kälteren und dunkleren Jahreszeiten oftmals müde und kraftlos. Um also beim nächsten Couch-Marathon nicht für immer in der Sofaritze zu verschwinden, müssen wir Körper und Geist wieder in Bewegung bringen. Dafür eignen sich Yoga-Apps hervorragend. Es verhilft zu neuer Energie, baut stress ab und wer weiß, vielleicht können sie uns auch noch zu einem knackigen Hintern verhelfen.

    Wie schlimm kann es also sein? Egal ob Anfänger oder Yoga-Meister: Eine kleine Hilfestellung kann uns allen nicht schaden und womöglich sogar motivieren. Aus diesem Grund möchte ich euch die meiner Meinung nach fünf besten Yoga-Apps für das iPhone vorstellen. Alle Yoga-Apps stehen zum kostenlosen Download zur Verfügung, sodass der innere Schweinehund zumindest kein preisliches Gegenargument hervorbringen kann.

    1. Asana Rebel

    Beginnen wir mit der Nummer 61 aus der App-Store Kategorie „Gesundheit und Fitness“: Asana Rebel.

    Diese Yoga-App aus Berlin bietet eine Vielzahl von Funktionen, die ihr erst sehen könnt, wenn ihr euch einen Account angelegt habt. Wahlweise könnt ihr euch per E-Mail oder Facebook anmelden. Zu Beginn wählt ihr euer Ziel aus, welches entweder „Fit werden“ oder „Gewicht verlieren“ ist. Auf dem Startbildschirm von Asana Rebel angekommen, könnt ihr eines aus fünf kostenlosen Workouts wählen. Diese bestehen aus einer guten Mischung an Übungen, die alle einen anderen Fokus besitzen und unterschiedlich lang sind. Zudem gibt es täglich kleinere Fünf-Minuten-Workouts, die ebenfalls kostenlos sind.

    Wollt ihr Zugriff auf alle Inhalte der App haben, müsst ihr den Premium-Zugriff aktivieren. Für Starter gibt es ein dreimonatiges Abonnement für 12,66 Euro pro Monat (ihr zahlt beim Checkout 37,99 Euro). Für eine zwölfmonatige Laufzeit kostet das Abo 4,92 Euro pro Monat (ihr zahlt beim Checkout 58,99 Euro). Wollt ihr für immer einen Premium-Zugriff haben und habt gerade 329,99 Euro übrig, gehört dieser euch.

    Die Workouts kommen als Video-Einheiten auf eurem iPhone daher. Die angenehm gesprochenen Anweisungen begleiten die Übung und erklären die gerade gezeigte Pose. Das Workout könnt ihr jederzeit pausieren und ihr habt sogar eine Auswahl an Musikstücken, die im Hintergrund gespielt werden. Während der Einheiten läuft auf eurem iPhone-Display ein Timer mit. So könnt ihr den zeitlichen Rahmen verfolgen. Die Übungssequenzen können außerdem heruntergeladen werden. Diese Funktion steht aber nur mit dem Premium-Zugriff zur Verfügung. Zudem bietet euer Profil bei Asana Rebel einen Kalender, in dem ihr festhalten könnt, wann und wie viele Workouts ihr gemacht habt und wie viele Kalorien ihr dabei verbrannt habt.

    Ein bisschen Übung schadet nie: Schwierig für Anfänger

    Trotz der guten Nutzbarkeit ohne Abonnement ist die Yoga-App von der Asana Yoga GmbH aus Berlin für Anfänger nur bedingt geeignet. Die einzelnen Posen werden zwar gezeigt und beschrieben, jedoch wird dabei nicht genug ins Detail gegangen. Ich habe zwar bereits etwas Übung, dennoch finde ich, dass gerade bei Anfängern mehr darauf geachtet und kommentiert werden sollte, welche Muskeln bei den einzelnen Übungen beachtet werden müssen. Zudem vermisse ich, dass die gesprochenen Anweisungen nicht auf mögliche Haltungsfehler hinweisen. Die Atmung wird ebenfalls etwas vernachlässigt. Der Timer ist zwar ganz nützlich, wenn es darauf ankommt, ich hätte mir aber gewünscht, dass man diesen ein- und ausblenden kann.

    Alles in allem ist Asana Rebel eine schöne und strukturierte App. Wenn man bereits etwas Übung besitzt oder andere Yoga-Apps bereits kennt, kann man mit den kostenlosen Workouts eine Menge erreichen. Will man aber das volle Potenzial der App nutzen, muss man den Premium-Zugang freischalten. Dieser kann sich aber durchaus lohnen und ist immer noch günstiger als ein Yoga-Kurs oder eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Asana Rebel stellt den dynamischen Yoga-Stil ganz klar in den Vordergrund – die Bezeichnung „Asana“ für „Körperhaltungen“ verrät dies bereits. Wem es beim Yoga also eher um die Meditation geht, für den ist die App eher ungeeignet.

    2. Daily Yoga

    Beim Stöbern durch die unterschiedlichen Yoga-Apps ist mir eine weitere Anwendung ins Auge gefallen: Daily Yoga. Ähnlich wie bei Asana Rebel müsst ihr für die Nutzung von Daily Yoga einen Account anlegen. Einige Workouts stehen euch auch hier kostenlos zur Verfügung. Für die volle Nutzung der App müsst ihr aber wieder einen Premium-Zugriff buchen. Im Gegensatz zu Asana Rebel gibt es bei Daily Yoga immerhin mehrere kostenlos nutzbare Übungssequenzen. Zudem ist der Premium-Zugriff bei Daily Yoga günstiger zu haben. Es gibt dabei zwei Optionen: Silber und Gold. Erstere ist bereits für 1,87 Euro pro Monat bei einjähriger Laufzeit zu haben.

    Damit schaltet ihr sieben Privilegien frei, wie beispielsweise die Nutzung aller Pro-Kurse, Werbefreiheit, das Deluxe-Music-Packet und die Möglichkeit, die App auf fünf Endgeräten gleichzeitig zu nutzen. Mit der Gold-Option, die ihr für 3,42 Euro pro Monat bei ebenfalls einjähriger Laufzeit haben könnt, schaltet ihr zwölf Privilegien frei. Zusätzlich bekommt ihr hier alle Workshops, einen auf euch abgestimmten Yoga-Plan, erweiterte Gesundheitsdaten und die Nutzung auf acht Endgeräten gleichzeitig.

    Daily-Yoga_-Erlerne-die-Yoga-Praxis-im-12-tägigen-Einsteigerkurs

    Auch Daily Yoga setzt wie andere Yoga-Apps auf Übungsvideos mit angenehmen Audio-Anweisungen und sanften Hintergrundklängen. Die Workouts könnt ihr jedoch nicht sofort abspielen, sondern ihr müsst sie vorher herunterladen. Diejenigen unter euch, die das chronische „Kein Speicherplatz“-Syndrom kennen, wird das sicherlich nicht sehr freuen. Nichtsdestotrotz gibt den Punkt „Download-Management“, unter dem ihr Übungen, die euch nicht gefallen oder ihr nicht mehr benötigt, löschen könnt.

    Es wirkt ein wenig so, als würden die Entwickler gerade erst die deutschsprachige Version einführen. Einige Inhalte findet ihr auf Deutsch, andere nur auf Englisch. Mich persönlich stört es nicht zwingend. Es sei aber trotzdem gesagt, denn nicht jeder möchte Yoga-Apps auf einer anderen Sprache nutzen.

    Schritt für Schritt mit Yoga-Apps besser werden – auch als Anfänger

    Ich kann Daily Yoga für Anfänger definitiv empfehlen, da die App auf eurem iPhone mit einem zwölftägigen kostenlosen Einstiegskurs daher kommt. Dabei werden Grundlagen Schritt für Schritt erklärt. Angefangen bei der richtigen Atmung über das richtige Sitzen bis hin zu flüssigen Bewegungsabläufen. Wenn man die Anweisungen genau beachtet, kann man ein gutes Gespür für die Yoga-Praxis entwickeln. Grundsätzlich sollte man jedoch, wenn man Yoga korrekt erlernen möchte, zumindest einmal eine richtige Yoga-Stunde besuchen.

    Daily Yoga ist also eine App, die euch ähnliche Funktionen wie andere Yoga-Apps, zum Beispiel Asana Rebel, bietet. Für Anfänger ist sie jedoch ein wenig besser geeignet, es gibt mehr kostenlose Inhalte und ist in der Premium-Version günstiger. Wen es nicht stört, dass einige Workouts auf Englisch sind (was sich vielleicht noch ändert), dem bietet Daily Yoga eine schöne App für die Yoga-Praxis.

    3. Down Dog

    Benannt nach der typischen Yoga-Pose ist Down Dog eine App, die neben anderen Yoga-Apps einen sehr schlichten und übersichtlichen Eindruck macht. Sie kommt ohne viel Schnick-Schnack daher und ist intuitiv bedienbar.

    Es werden verschiedene Kurse für fünf unterschiedliche Schwierigkeitsstufen angeboten, was mir sehr gut gefällt. Dabei könnt ihr entscheiden, wie lang die Übung sein soll. Das funktioniert so: Ihr wählt erst, ob ihr eine volle Übung, eine kurze Übung, einen kurzen Flow oder eine Entspannungsübung machen möchtet. Dann wählt ihr euer Level, ich habe es mal mit „Intermediate 2“ probiert, was gut gepasst hat, da ich seit circa zehn Monaten Yoga praktiziere. Zuletzt könnt ihr auswählen, wie lang die Übung sein soll und schon startet der Download. Die heruntergeladenen Übungen sind nachträglich löschbar, ähnlich wie bei Daily Yoga.

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    Die Übungen werden zwar als Video mit gesprochenen Anweisungen und Musik dargestellt, aber im Vergleich zu anderen Yoga-Apps besteht ein markanter Unterschied. Down Dog bietet eher eine Aneinanderreihung von Fotos der Yoga-Trainerin, die die gerade gewünschte Übung ausführt. Ich finde jedoch, dass es den Videos trotzdem an nichts fehlt, da die Audio-Anweisungen sehr deutlich sind. Der visuelle Part dient hier eher dem Zweck der Hilfestellung.

    Die Musik könnt ihr während der Übung beliebig verändern. Dafür skippt ihr einfach die Songs, bis euch einer gefällt. In den Einstellungen könnt ihr zuvor auch auswählen, aus welcher app-eigenen Playlist die Songs kommen sollen. Zudem könnt ihr euch den Namen der gerade gezeigten Pose auf Englisch oder in Sanskrit anzeigen lassen, oder eben nicht. Sobald ihr den Bildschirm berührt, pausiert die Übung und ihr könnt von dort aus zu der nächsten oder vorherigen Position gelangen, was mein Lieblingsfeature von Down Dog ist.

    Down Dog überzeugt mit viel kostenlosem Inhalt

    Trotz der Funktionalität und guten Übersichtlichkeit gehört Down Dog zu den Yoga-Apps, die sich eher für Fortgeschrittene eignen. Es gibt keine einführenden Workouts oder an die Posen heranführenden Sequenzen. Dafür werdet ihr unter dem Punkt „Pose Breakdowns“ auf den YouTube Channel von Adrienne Kimberley Yoga weitergeleitet, wo alle Posen als ausführliches Video vorhanden sind. Wen das als Anfänger nicht stört, kommt so ebenfalls Schritt für Schritt an die Yogaübungen heran.

    Alle beschriebenen Features – und das sind nicht wenige – sind kostenfrei. Es gibt auch bei Down Dog die Möglichkeit, eine Premiumversion zu buchen, jedoch konnte ich nicht herausfinden, wie viel mehr ihr dafür bekommt. Die Kosten dafür belaufen sich auf entweder 8,99 Euro pro Monat oder 56,99 Euro im Jahr.

    Einziges Manko: Die App gibt es nur auf Englisch. Wer das gut genug beherrscht, bekommt mit Down Dog eine funktionale und übersichtliche App. Die App bietet euch eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten, so dass ihr genau das aus der App holen könnt, was ihr braucht. Wer aber lieber mit klassischen Trainingsvideos Yoga macht, für den ist Down Dog nicht unbedingt das Richtige, da bei der Übung nur Fotos der Posen gezeigt werden.

    4. Gotta Yoga

    Die komplett deutschsprachige App Gotta Yoga punktet mit einem süßen Design im Comic-Stil und Übersichtlichkeit auf eurem iPhone. Hier wirkt viel Liebe zum Detail auf eure Sinne. Auch diese App bietet wieder Übungssequenzen in Form von Videos, mit denen ihr Yoga praktizieren könnt.

    Die App ähnelt im Aufbau den vorherigen, kann aber mit einigen netten Details punkten. Auch Gotta Yoga kann mit einer intuitiven Bedienung überzeugen. Während der Yoga-Sequenz könnt ihr die App durch Berührung auf dem Display pausieren. In diesem Zustand könnt ihr sehen, wann welcher Abschnitt der Übung kommt und, wenn nötig, vor- oder zurückspulen. Die Stimme, die euch anweist, ist sehr beruhigend und die harmonischen Klänge im Hintergrund lassen euch abschalten.

    Gotta-Yoga_-Hübsches-Design-und-übersichtliche-Nutzeroberfläche

    Leider könnt ihr kostenlos nur eine Übungsreihe nutzen, je nach dem, ob ihr zu Beginn angegeben habt, dass ihr Anfänger oder Fortgeschrittene seid. Das Abonnement, um den vollen Umfang der App nutzen zu können, beläuft sich auf 9,99 Euro pro Monat. Momentan gibt es einen 50 prozentigen Nachlass auf die Ein-Jahres-Version, die ihr euch statt 79,99 Euro für lediglich 39,99 Euro klicken könnt.

    Was mir bei Gotta Yoga als kleines Feature sehr gut gefällt, ist der Yoga-Baum. Zu Beginn seht ihr nur Wiese, doch sobald ihr mit der Yoga-Praxis loslegt, fängt ein kleiner Baum an zu wachsen. Der Gedanke dahinter ist wirklich sehr schön: Der Baum wächst mit euch.

    5. Yogaia

    Abschließend möchte ich euch die App Yogaia nicht vorenthalten. Die App unterscheidet sich ziemlich von den anderen vorgestellten Yoga-Apps. Denn diese englischsprachige App konzentriert sich vor allem auf Live-Sessions. So fühlt es sich schon fast an wie eine richtige Yoga-Stunde. Ihr könnt euch für die Kurse anmelden oder ihr seht euch Aufzeichnungen der vergangenen Übungen an. Dabei gibt es viele unterschiedliche Trainer, die euch durch die Übungen führen.

    Eine aufgenommene Sequenz ist kostenlos, für alle anderen Inhalte müsst ihr zahlen: 15 Euro pro Monat bei dreimonatiger Laufzeit oder zehn Euro pro Monat bei einjähriger Laufzeit. Yogaia ist von allen vorgestellten Yoga-Apps die einzige, bei der ich sagen würde, dass man die Zahlungsoption tatsächlich braucht, da ein einziges kostenloses Workout recht wenig ist. Doch dafür bekommt ihr Live-Sessions, bei denen ihr sogar eure Kamera einschalten könnt und somit Feedback vom Trainer erhaltet. Fast wie ein echter Kurs. Und trotzdem viel günstiger.

    Keep calm and Yoga on

    Nun liegt die Entscheidung bei euch: Probiert euch gerne durch die unterschiedlichen Yoga-Apps. Habt ihr einmal die passende Yoga-App für euer iPhone gefunden, dann nichts wie ran an die Yoga-Matten! Damit ihr endlich der Müdigkeit und Kraftlosigkeit trotzen könnt.

    Namaste.

    Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


    Screenshots / Teaser-Image by Jessica Julia Mrzik


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    Trick or Cheat: 5 Horror-Games zu Halloween 2017

    oxenfree_screen_6 (adapted) (Image by Night School Studio)

    Zugegebenermaßen bin ich ein richtiger Angsthase, was Horror-Games angeht. Anders als bei Horrorfilmen nimmt man in Horror-Games meist die Rolle einer Hauptfigur ein und erlebt die Geschehnisse durch die Augen dieser Figur. Das Hineinfühlen in den Raum einer virtuellen Welt wird dadurch viel immersiver, wie Medientheoretiker sagen würden. Gerade dieses Phänomen verstärkt ja den wohligen Schauer und macht Horror-Games erst interessant. Falls ihr noch nach ein wenig nervenaufreibender Unterhaltung während der schaurigsten Zeit des Jahres sucht, ist hier vielleicht der ein oder andere Mac- und iPhone-taugliche Spieletipp für euch dabei. Hier stelle ich euch fünf schaurige-schöne, atmosphärische – nicht immer, aber meistens – Horror-Games für die Hosentasche und Zuhause vor! Natürlich könnt ihr sie nicht nur an Halloween 2017, sondern auch an jedem anderen Tag spielen.

    Oxenfree – das Stranger Things der Horror-Games

    Mit Oxenfree geht es erstmal sachte los, denn das Game ist eigentlich mehr Mystery als Horror. Die schräge Stimmung und die unerklärlichen Ereignisse im Spiel haben mir beim Zocken im Dunkeln dann aber schon das ein oder andere Mal einen kalten Schauer über den Rücken gejagt. Das Spiel beginnt mit einer Gruppe Teenager, die sich mit einer Fähre zum Feiern auf eine kleine Insel begibt. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Alex, die stets bemüht ist zwischen den Freunden zu schlichten, denn schon zu Beginn gibt es Spannungen. Teenie-Zoff allein ist schon der Stoff, aus dem Albträume gemacht sind. Als es aber auf der Insel nach und nach zu mysteriösen Zwischenfällen kommt, läuft alles aus dem Ruder. Schon nach kurzer Zeit ist nichts und niemand mehr so wie es scheint und man sieht sich mit verschiedenen Zeitlinien, Dimensionen und Versionen seiner Freunde und seiner selbst konfrontiert. Es braucht nicht immer Splatter oder Jumpscares, um den Spielern das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Oxenfree schafft es auf seine Weise eine einzigartige Stimmung aufzubauen – sei es subtiler Psychohorror, wie ein alternatives Spiegelbild von Alex oder der großartig schaurige Synthesizer-Soundtrack!

    Der Indie-Titel stammt vom US-Entwickler Night School Studio und wurde 2016 zunächst für PC und aktuelle Konsolen und im Laufe des Jahres 2017 auch für iOS und Android veröffentlicht. Das Grafik-Adventure war 2016 für die LA Times das Stranger Things der Videospielwelt und so fühlt es sich auch an.

    Limbo – alles will dich töten!

    Limbo ist ähnlich wie Oxenfree ein Sidescroller. Es wurde vom dänischen Indie-Entwickler Playdead entwickelt und 2010 von Microsoft herausgegeben. Bei dem 2D-Sidescroller spielt man einen namenlosen Jungen, der sich auf der Suche nach seiner Schwester durch einen angsteinflößenden Wald begeben muss. Begegnungen mit Menschen und Tieren hat man nur vereinzelt, eines haben sie aber alle gemeinsam – alle wollen dich töten! Wegen seines hohen Schwierigkeitsgrades ist das Spiel regelrecht zum Haare raufen. Man kann gar nicht aufzählen, auf wie viele Weisen man an ein und derselben Stelle im Spiel sterben kann. Der schwarz-weiß Look und die schiere Tristesse schaffen es aber, eine unverwechselbare Atmosphäre herzustellen. Da kann man gerne darüber hinwegsehen, dass man diverse Male in Folge an derselben Stelle gestorben ist.

    Limbo (Image by Playdead)
    Image by Playdead.

    Limbo ist für iOS, Android, PC und aktuelle gängige Konsolen erschienen erschienen.

    Gone Home und das Spiel mit der Erwartung

    Gone Home ist ein Walking Simulator aus dem Jahr 2013. Entwickelt wurde das Game von The Fullbright Company, allen voran vom leitenden Entwickler Steve Gaynor. Ich wiederhole mich, aber mit der Atmosphäre steht und fällt ein Game dieser Genrezugehörigkeit. Gone Home spielt mit der Erwartung des Spielers. Und zwar mit den Tropes vorhergegangener Spiele aus dem Genre der Horror-Games und den möglichen Jumpscares, die man auf Schritt und Tritt erwartet. Aber zunächst mal zur Synopsis. In Gone Home schlüpft man in die Rolle – und Ego-Perspektive – von Kaitlin Greenbriar, die am 7. Juni 1995 nach einem Auslandsjahr zurück nach Hause kehrt. Soweit so gut, aber dann geht es direkt mit den ersten Horror/Mystery-Klischees weiter. Es herrscht ein verheerendes Unwetter, Kaitlin findet ihr Zuhause komplett verlassen vor und stößt dabei nur auf eine Reihe verwirrender Briefe ihrer Schwester. Im richtigen Kontext kann selbst das eigene Zuhause zu einem angsteinflößenden Ort werden.

    Gone Home (Image by The Fullbright Company)
    Image by The Fullbright Company.

    Gone Home ist erhältlich für Microsoft Windows, macOS, Linux, Xbox One und PlayStation 4.

    Five Night’s at Freddy’s – sie wollen doch nur spielen…

    Five Night’s at Freddy’s muss man eigentlich kaum mehr erwähnen. Das Game, das 2014 erschienen ist, wurde im Alleingang von Scott Cawthon entwickelt und mauserte sich binnen kürzester Zeit zum Kult-Titel. Ein Let’s Player nach dem anderen versuchte sich an dem Horror-Titel und verhalf dem Spiel zu außergewöhnlicher Bekanntheit. Schauplatz des Horror-Games ist eine Pizzeria, in der ihr als Hauptcharakter einen neuen Job als Nachtwächter beginnt. Erstmal ein leichter Job, schließlich müsst ihr einfach nur die animatronischen Figuren bewachen – oder etwa nicht? Diese verselbstständigen sich nachts nämlich und ab da beginnt für euch ein Kampf um Elektrizität und vor allem euer Leben!

    Five Night’s at Freddy’s ist erhältlich für Microsoft Windows, Android, iOS und Windows Phone.

    SOMA – auf dem Meeresgrund hört dich niemand schreien

    SOMA entführt seine Spieler ähnlich wie die Bioshock-Reihe tief unter die Meeresoberfläche. Das Survival-Horror-Game ist 2015 erschienen und von Frictional Games entwickelt worden. Wer also die Atmosphäre der Unterwasserstadt Rapture in Bioshock 1 und 2 mochte, wird auch in SOMAs verlassener Forschungsstation auf seine Kosten kommen. Dabei schlüpft man in die Rolle des Simon Jarrett, eines Kanadiers, der nach einem Autounfall unter gesundheitlichen Problemen leidet. Deswegen entscheidet er sich experimentellen neurologischen Untersuchungen zu unterziehen. Wie es nicht anders kommen kann, geht das Experiment schief und Simon erwacht im Jahr 2103 auf dem Meeresgrund. Wie es dazu gekommen ist, wieso er – scheinbar – alleine ist und was es mit der dystopisch-schaurigen Forschungsstation auf sich hat, heißt es herauszufinden. SOMA könnt ihr auf der PlayStation 4, Microsoft Windows, macOS und Linux spielen.

    Ihr interessiert euch eher für starke Geschichten, bei denen ihr viel beeinflussen könnt? Dann probiert doch mal unsere Tipps aus dem Interactive-Fiction-Genre!

    Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.de.


    Images by Night School Studio, Playdead & The Fullbright Company


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    Lob der Kopie: Google innoviert die Kopien der anderen

    Google (adapted) (Image by Neon Tommy [CC BY-SA 2.0] via Flickr

    Man kann über Google und deren Dienste und Geräte viel sagen, aber nahezu immer zeigt sich, dass sie „radikal hilfreich“ designt sind, wie es Google CEO Sundar Pichai auf der Produktpräsentation Anfang Oktober treffend formulierte. Ich verstehe seit über zwölf Jahren nicht, wie man nicht Gmail nutzen kann, sondern stattdessen lieber andere E-Mail-Dienste nutzt. Ähnlich geht es mir bei Smartphones. Mir haben auch die Nexus-Smartphones stets besser gefallen als die der Konkurrenz. Auch mit dem Pixel von Google ist es zum Glück nicht anders.

    Das Google Pixel ist wahrscheinlich das bessere iPhone. Nahezu alle zuletzt vorgestellten Produkte waren Kopien von bereits existierenden Geräten. Google Home ist quasi Amazon Echo, Google Chromecast ist Apple TV, Google Clips ist an sich eine GoPro, das Google Pixelbook ein Microsoft Surfacebook. Und das Google Pixel ist eben ein besseres iPhone. Dies gilt auch für die neuesten Geräte der Serie. Auch das Google Pixel 2 ist dem iPhone 8 überlegen. Und das liegt vor allem an der Software und etwas weniger an der Technik.

    Austauschbare Hardware

    Erst in der Bedienung sind die Unterschiede spürbar. Vom Design und den technischen Fakten sind kaum Unterschiede zwischen einem Google Pixel 2, einem Samsung Galaxy S8, dem Essential Phone von Android-Mitgründer Andy Rubin oder Apples iPhone X wahrnehmbar. Das sind alles teure Smartphones, die sich sehr ähneln. Eine Revolution hat es im Smartphone-Bereich seitdem allerersten iPhone nicht mehr gegeben. Die Hardware wird auch dadurch zweitrangig und austauschbar.

    Sehr gute Hardware zu produzieren, kostet. Dieselbe Qualität preiswert und dann auch noch konkurrenzfähig anzubieten, ist nicht möglich. Google kam mit dem Pixel sehr spät auf einen Markt, der in Prinzip nur von Samsung und Apple dominiert wurde. Darüber, wie gut sich das Pixel wirklich verkauft hat, schweigt Google sich bisher aus. Analysten gehen davon aus, dass es nur rund eine Million verkaufte Geräte gab – für den Smartphone-Markt ist diese Bilanz leider nicht sehr beeindruckend, für Google aber momentan zumindest noch zweitrangig, denn sie punkten vor allem beim Thema Software.

    Google ist KI wichtiger

    Dass sich Google mit dem Thema Künstliche Intelligenz beschäftigt, überrascht nicht. Gerade eine Suchmaschine profitiert davon, dass Datenmengen auch verstanden werden, um genutzt zu werden. Künstliche Intelligenz ist ein Feature, dass Google in nahezu jedem Geschäftsbereich nutzen kann. Interessanterweise geschieht dies auch im Hardware-Bereich, denn damit unterscheidet sich Google deutlich vom Konkurrenten Apple. Google Assistant, Google Photos und auch die Google Pixel Buds sind den Originalen von Apple deutlich überlegen.

    Siri steht zu Google Assistant wie der Neandertaler zum Homo Sapiens. Ähnlich verhält es sich mit den Foto-Diensten der beiden Firmen; Google führt hier mit Abstand. Die Google Pixel Buds verdeutlichen aber, wie viel innovativer (wenn schon nicht originärer) Google sich von Apples AirPods unterscheidet. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz ermöglicht Google beispielsweise, dass man den Google Translator live im Gespräch nutzen kann, ähnlich dem ins Ohr zu steckende Universalübersetzer der Ferengi aus Star Trek Deep Space Nine.

    Apple fehlt die Innovation

    Apple war zwar mit den AirPods ein Pionierstreich gelungen, aber auch nach einem Jahr zeigt sich, dass das Unternehmen keine Ambitionen hat, wie diese zuhörenden Mini-Computer wirklich genutzt werden können. Google setzt hier als Zweiter den Maßstab für die Zukunft. Google hält bei der Hardware zwar mit – leider mittlerweile auch im Preis – schafft es aber, sich durch seine Kompetenzen aus anderen Geschäftsfeldern, vor allem durch Künstliche Intelligenz, von der nur Hardware produzierenden Konkurrenz abzusetzen.


    Image (adapted) „Google“ by Neon Tommy (CC BY-SA 2.0)


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    • MESSENGER Welt: Nutzung von Messengern im Job „massiv problematisch“: Die meisten nutzen mittlerweile sämtliche Messenger wie WhatsApp, den Facebook Messenger und Co. Auch im Berufsleben hat sich die Art miteinander zu kommunizieren etabliert und sogar werden schon teilweise Emails durch Messenger ersetzt. Allerdings ist das nicht immer so hilfreich, wie man womöglich denken mag. Viele Nutzer sprechen dadurch berufliche Termine und andere wichtige Dinge ab, aber auch andere nutzen sie gleichzeitig für private Absprachen und Zwecke. Die Nutzung sehen Experten eher als problematisch, weil Nutzer gegen Datenschutzrichtlinien verstoßen könnten. Es könnte sein, dass Unternehmen künftig eigene Richtlinien zur Nutzung von Messengern einführen.

    • IPHONE ZDNet: Bericht: Apple untersucht Akkus aufgeplatzter iPhone 8 Plus: Aufgeblähte Akkus beim iPhone 8 Plus? Hoffentlich sind es nur zwei Einzelfälle, die bisher gemeldet wurden. In beiden Fällen haben die Besitzer berichtet, dass der Akku sich so stark aufgebläht habe, dass sich sogar das festverklebte Display vom Rahmen gelöst hatte. Einer der beiden Käufer habe sein iPhone schon beschädigt im Karton vorgefunden. Apple untersucht derzeit die Vorfälle. Schon im vergangenen Jahr gab es immer wieder Meldungen von Samsung Galaxy Note 7-Besitzern, die über überhitzte Akkus geklagt haben. Der Herstellungsfehler hatte in Einzelfällen sogar für Brände und Personenschäden gesorgt. Bleibt zu hoffen, dass es bei Apple durch überhitzte Akkus nicht erneut zu solchen Vorfällen wie beim Samsung Galaxy Note 7 kommt.

    • ZTE Golem: ZTE soll faltbares Smartphone mit zwei Displays planen: Ob es in Deutschland dieses Smartphone geben wird, ist noch unbekannt, aber dennoch ist es ziemlich interessant zu sehen, wie sich Smartphones weiterentwickeln. Auch wenn das Prinzip nicht ganz neu ist, plant der chinesische Hersteller ZTE ein Smartphone mit zwei Displays. Unter dem Namen Axon M soll es sich anhand eines Scharniers aufklappen lassen und zugleich so zu nutzen sein, wie ein Tablet. Der Bildschirm hat dann eine Größe von 6,8 Zoll. Auch die Ränder sollen so schmal gehalten sein, dass diese beim Aufklappen kaum auffallen dürften. Auf jedem Bildschirm können dann beispielsweise unterschiedliche Apps gestartet und genutzt werden. Am 17. Oktober will ZTE auf einer Pressekonferenz seine neuen Smartphones vorstellen – vielleicht befindet sich darunter auch schon das neue faltbare Axon M.

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    • FACE ID sueddeutsche: Gesichtserkennung und Privatsphäre sind kein Widerspruch – sagt Apple: Erst vor etwa zwei Wochen wurde das neue Flagschiff von Apple auf der alljährlichen Keynote vorgestellt – das iPhone X. Das neue Smartphone wird per Face ID das Gesicht des Nutzers scannen und soll als Sicherheitsmechanismus und für Transkationen dienen. Aber wie sieht es mit der Privatsphäre bei diesem Feature aus und wo landen die darauf bezogenen persönlichen Daten? Erstens ist das Feature optional und zweitens hat Apple jetzt eine detaillierte Anleitung zur neuen biometrischen Technologie – aka Face ID – veröffentlicht, die genau erklärt, wie der Konzern das Gesicht scannt.

    • SMARTBENCH wired: Diese Londoner Parkbänke laden Handy-Akkus auf: Statt auf die Vernetzung von Fahrzeugen oder autonome Autos setzt der Konzern Ford jetzt auf Fußgänger in London. Dort wurden jetzt erstmals smarte Parkbänke aufgestellt, die die Passanten mit kostenlosem WLAN und Strom versorgen soll. Der Autohersteller hat zusammen mit dem Unternehmen Strawberry Energy jetzt 20 smarte Parkbänke in London aufgestellt. Die Bänke sind mit einem Solarpanel ausgestattet und laden Geräteakkus sowohl kabelgebunden via USB als auch drahtlos auf.

    • 5G golem: Hamburger Hafen und Venedig testen das Giganetz: Die Stadt Hamburg hat jetzt eine große Chance in Sachen Digitalisierung gesehen und genutzt. Am Hamburger Hafen soll bald, wie zuvor schon in Venedig, ein 5G Giganetz ausgebaut werden. Das Netz soll zunächst getestet werden und die Testphase dazu wird bis voraussichtlich Juni 2019 weiterlaufen. Wie auch Venedig ist auch der Hamburger Hafen ein Touristenmagnet, deswegen die Entscheidung für diesen Standort. Die EU-Kommission stellt für beide Standorte um die 7,7 Millionen Euro bereit. 5G soll Daten um ein Vielfaches schneller transportieren als LTE. Der Mobilfunkstandard sei eine Alternative zum Glasfasernetz, „die uns erlaubt, auch kritische Anwendungen per Funk anzubinden – wie beispielsweise die Steuerung einer Schleuse“, berichtet der Chef der Hafenbehörde HPA Jens Meier.

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    • BUNDESTAGSWAHL golem: Ein Hoffnungsschimmer für die Netzpolitik: Die Bundestagswahl ist vorbei und die Verhandlungen um mögliche Koalitionen sind im Gange. Nachdem die Debatte vor allem durch die Flüchtlingspolitik dominiert ist, bleibt es abzuwarten, wie es für die Netzpolitik weitergehen könnte. Da eine Jamaika-Koalition aber derzeit am wahrscheinlichsten ist – also CDU, FDP und die Grünen – besteht noch Hoffnung für Interessen rund um die Netzpolitik. Die Digitalisierung hat sich die FDP beispielsweise zum Schwerpunkt ihres Wahlkampfes gemacht. So wollen beide Parteien den Bundesanteil von 14,5 Prozent an der Deutschen Telekom verkaufen, um mit dem geschätzten Erlös von 10 Milliarden Euro den Ausbau des Glasfasernetzes zu finanzieren.

    • GOOGLE googlewatchblog: Überraschung bei Siri: Apple schmeißt Bing vom iPhone und verwendet ab sofort wieder Google: Überraschung bei Apple – die Suchmaschine Bing fliegt von den Smartphones und macht wieder Platz für Google, das schon auf dem ersten iPhone vorhanden war. 2013 musste die größte Suchmaschine erstmals dem Äquivalent von Microsoft weichen. Google wird also ab sofort die Standard-Suchmaschine auf Apple-Geräten, also auch Suchanfragen über Siri werden nun von Google bearbeitet. Damit stammen alle Fakten, Antworten, Suchergebnisse und natürlich auch die möglichen Werbeanzeigen wieder von Google, und nicht mehr von Microsoft. Eine Entscheidung, die vor allem auch mit Geld zu tun hat – erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Google Apple drei Milliarden Dollar pro Jahr zahlt um die Standard-Suchmaschine auf dem iPhone zu bleiben.

    • INTERNET sueddeutsche: Das schnellste Unterseekabel der Welt ist verlegt: Microsoft und Facebook haben die Dinge in die eigenen Hände genommen und bauen das Internet unter dem Atlantik jetzt selbst. Das neue Kabel Marea soll die Zukunft sein. In einem Gemeinschafstunternehmen haben das Softwareunternehmen und das soziale Netzwerk jetzt mit dem spanischen Netzwerkspezialisten Telxius das bisher leistungsfähigste Seekabel verlegt. Das neue Kabel verbindet das spanische Bilbao mit Virginia Beach in den USA und verläuft damit auf einer bislang ungenutzten Route. Das Projekt soll ab Oktober den regulären Betrieb aufnehmen.

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    • IPHONE X t3n: Samsung reagiert auf iPhone X mit faltbarem Smartphone – 2018: Gestern erst fand die Keynote zum neuen Apple-Smartphone – dem iPhone X – statt. Da der Markt der smarten Mobiltelefone nicht schläft, gibt es jetzt schon dir Antwort von Samsung. Denn für das nächste Jahr will der südkoreanische Hersteller, genau genommen der Mobile-Chef DJ Koh, ein Smartphone der Note-Serie mit faltbarem Display auf den Markt bringen. Bisherigen Gerüchten zufolge plant Samsung unter dem Codenamen „Project Valley“ die Veröffentlichung zweier Modelle frühestens 2018.

    • WLAN heise: EU-Parlament stimmt für kostenloses WLAN an öffentlichen Orten: Überall unbegrenztes und kostenloses WLAN ist noch ein eher utopischer Gedanke für die digitalisierte Gesellschaft. Die EU will diese Vision jetzt aber mit einem millionenschweren Programm fördern. Bis zu 8.000 kostenlose Hotspots sind an öffentlichen Orten wie Bibliotheken, Krankenhäusern oder ähnlichem angedacht. Das Projekt nennt sich WiFi4EU und soll mit rund 120 Millionen Euro unterstützt werden. Die Gemeinden und öffentlichen Einrichtungen sollen sich über ein Online-Portal für Internet-Gutscheine bewerben können, mit denen die Anfangskosten gedeckt werden sollen.

    • DMEXCO horizont: Das war der erste Dmexco-Tag: Gestern und heute trifft sich die Branche des digitalen Marketings wieder in der Kölnmesse zum größten deutschen Branchen-Event des Jahres – der dmexco! HORIZONT-Chefredakteur Volker Schütz fasst einige Höhepunkte von Tag 1 zusammen und kommt zum vorläufigen Fazit, dass sich die digitale Transformation irgendwo zwischen „digitaler Besoffenheit und neuem Realismus“ befindet. Zumindest um das Buzzword „Transformation“ scheint man am 1. Konferenztag kaum herumzukommen.

    • KI wired: Warum zur Hölle wollen Forscher homosexuelle Menschen am Gesicht erkennen?: Oftmals hört man von diversen US-Studien, die einfach nur lächerlich oder unnötig wirken. Diese neueste Studie setzt dem Fass jetzt aber die Krone auf. Michal Kosinski und Yilun Wang von der Stanford University hatten eine Studie vorgestellt, bei der sie mehr als 130.000 Portraits von einer Dating-Website von einer Software für Gesichtserkennung hatten analysieren lassen. Diese KI soll dann angeblich mit 83-prozentiger Wahrscheinlichkeit erkannt haben, ob die abgelichtete Person homosexuell ist. WIRED-Kolumnist bringt auch unsere Gedanken dazu auf den Punkt: Warum zur Hölle fertigt jemand so eine Studie überhaupt erst an?

    • TESLA golem: Teslas „Autopilot“ trug zu tödlichem Unfall bei: Autonome Fahrzeuge sind die Zukunft, dass früher oder später aber etwas passieren würde, ist fast traurige Gewissheit. Im letzten Jahr führte eine Fahrt mit dem Tesla-Autopiloten zum Tod des Fahrers. Das National Transport Safety Board – kurz NTSB, also die US-Behörde für transportsicherheit – ist nun zum Schluss gekommen, dass der Tesla zumindest eine Teilschuld trägt. Für die Unfallermittler vom NTSB war der tödliche Crash ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

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    • KÜNSTLICHE INTELLIGENZ sueddeutsche: Vom Computer geoutet: Es gibt ja immer wieder Situationen im Internet, in denen das Hirn nicht mehr ganz mit dem Auge mitkommt. Da liest man etwas nur so halb, und wenn der Artikel, um den es geht, schon fast wieder am oberen Bildschirmrand verschwunden ist, stellen sich Fragen nach der Tragweite. „Deep neural networks are more accurate than humans at detecting sexual orientation from facial images“ lautete so eine Überschrift vor Kurzem auf dem Open-Source-Wissenschaftsportal „osf.io“. Eine künstliche Intelligenz, so die Autoren der Studie, sei also präziser darin, die sexuellen Neigungen von Menschen zu erkennen als deren Artgenossen. Die Software könne anhand eines Porträts in 81 Prozent der Fälle richtig einschätzen, ob ein Mann homosexuell ist oder nicht. Bei Frauen liege die Trefferquote immerhin noch bei 74 Prozent. Wenn mehrere Bilder der gleichen Person analysiert werden, steigen diese Zahlen sogar noch um ein Zehntel. Damit wäre der Rechner gegenüber einer menschlichen Kontrollgruppe, der die gleichen Fotos vorgelegt wurden um beinahe 40 Prozent präziser. Geoutet vom Computer.

    • GOOGLE googleblog: Ein Feed, der zu euch passt:Wir alle haben Gemeinsamkeiten, doch keiner von uns hat haargenau die gleichen Leidenschaften, Interessen und Ziele. Wir halten uns auf unterschiedliche Weise über Dinge auf dem Laufenden – über Social Media, Apps oder Gespräche mit Freunden. Es ist jedoch schwierig, einen Ort zu finden, an dem man immer die neuesten Informationen zu dem findet, was einem wirklich am Herzen liegt. Das ändert sich nun. Ab heute starten wir einen neuen Feed in der Google App. Dieser macht es euch einfacher als je zuvor, euch über die Themen, die euch wichtig sind, zu informieren – ohne, dass ihr jedes Mal einen passenden Suchbegriff eingeben müsst. Ganz gleich, ob ihr ein Tiernarr seid, gerne Nietzsche lest, Sportfanatiker seid, auf Hiphop steht oder euer eigenes Bier brauen möchtet: Euer Feed sollte zu euren ganz persönlichen Vorlieben und Interessen passen.

    • STARTUP gruenderszene: Worauf Gründer bei Acqui-Hires achten müssen: Acquisition und Hiring in einem Vorgang, also ein sogenanntes Acqui-Hire, ist die gezielte Übernahme von Mitarbeitern eines Startups, um diese im eigenen Unternehmen anzustellen. Das ist an sich nicht neu. Doch da technisches Know-how für die Digitalisierung größerer Unternehmen immer wichtiger wird, rückt der einzelne Mitarbeiter als wesentlicher Faktor in den Vordergrund – und damit auch Acqui-Hires.

    • APPLE heise: Apple-Event: iOS-11-Leak soll Hinweis auf iPhone X geben: Am Dienstag stellt Apple neue iPhones vor, und die Gerüchteküche brodelt vorab wieder mächtig. Jetzt haben einige Nutzer bereits den angeblichen finalen OS 11 GM (Golden Master) in die Hand bekommen. Darin finden sich der Mac-News-Seite 9to5Mac zufolge allerlei Hinweise auf die neuen iPhones und auf eine neue Apple Watch. Demnach soll sich das neue iPhone wie vermutet per Gesichtserkennung entsperren lassen, der neuen Firmware zufolge heißt das Feature wie erwartet „Face ID“. Ein Tutorial-Video fordert den Nutzer dazu auf, seinen Kopf vor dem Smartphone in alle Richtungen zu drehen.

    • RE:PUBLICA wdr.de: #rpDUB: Die Highlights der re:publica in Dublin: Leere Sessel? So würde es auf der re:publica in Berlin nie aussehen. Doch auch die zweite Ausgabe der Konferenz in Dublin ist eine völlig andere Hausnummer als die Mutterkonferenz. Oder wie re:publica-Chef Andreas Gebhard es zur Closing Session in Dublin formuliert hat: „Menschen erzählen mir, dass sie an dieser Veranstaltung schätzen, dass es privater ist, dass es kleiner ist. Das stimmt. Es ist eben ein leicht anderes Format.“

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    • IPHONE t3n: iPhone defekt: Geleaktes Dokument zeigt, was für Apple ein Garantiefall ist – und was nicht : An kaum einem anderen Gerät entstehen Schäden so schnell wie an einem Smartphone. Für viele Apple-Nutzer wäre es daher erleichternd zu wissen, ob ihr Iphone zu dem Zeitpunkt eines Defekts noch als Garantiefall angesehen wird. Ein an den Businessinsider geleaktes Dokument für Support-Mitarbeiter schafft hierfür Abhilfe: Demnach teilt Apple die Iphone- Schäden in drei Kategorien ein, je nachdem, wie Reparatur-berechtigt sie sind. So werden Haarrisse und Pixelschäden anstandslos behoben, während Schäden, die eindeutig durch den Nutzer verursacht wurden, nicht übernommen werden.

    • JODEL Gründerszene: Jodel-Nutzer sollen Spitzenpolitikern ihre Fragen stellen : Der Gründer der Social-App Jodel, Alessio Borgmeyer, ist der Meinung, dass die bisherigen Wahlkampfveranstaltungen wenig aufschlussreich waren- und möchte in dem Zuge selbst zu mehr politischer Diskussion beitragen. Für die Woche ab dem 11. September soll über Jodel eine Live-Fragerunde gestartet werden, durch die die Nutzer bekannten Politikern Fragen stellen können. Dabei gilt: Die Community stimmt selbst ab, welche Fragen gestellt werden. Durch die Standortfunktion der App können Nutzer jedoch nur Politiker ihres eigenen Wahlkreises befragen.

    • GOOGLE MAPS Chip: Nie mehr Parkplatz-Ärger! Google Maps hat jetzt ein tolles Feature: Stadtbewohner dürfen sich freuen: Seit neuestem kann Google Maps nicht nur mit präzisen Verkehrsangaben bei den Autofahrern punkten, sondern kann durch eine neue Funktion sogar die voraussichtliche Parkplatz-Situation am Zielort vorhersagen. Die Parksituation wird dabei in verschiedenen Varianten eingestuft: von „Einfach“ zu „Normal“ bis „Schwierig“. Bisher war die App seit Anfang des Jahres nur für ausgewählte US-Metropolen freigeschaltet, ab sofort kann man sie jedoch in fünf Deutschen Städten nutzen.

    • URHEBERRECHT Heise: YouTube und Google bei Urheberrechtsverstößen zur Herausgabe von Nutzerdaten verpflichtet: Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat in einem Urteil entschieden, dass die Internetanbieter YouTube und Google bei Urheberrechtsverstößen dazu verpflichtet sind,  die E-Mail-Adressen ihrer Nutzer herauszugeben. Ein deutscher Filmverwerter hatte im Jahr 2013 gegen die beiden Internetanbieter Klage eingereicht, da Filme von drei verschiedenen Nutzern auf YouTube aufgetaucht sind und eine hohe Abrufzahl erreicht hatten. Das OLG Frankfurt hat nun entschieden, dass das Urteil für E-Mail-Adressen gilt, nicht jedoch für Telefonnummern und IP-Adressen.

    • HUAWEI Focus: Huawei bringt künstliche Intelligenz in sein nächstes Smartphone: Der Chef von Huawai, Richard Yu, kündigte auf der IFA eine neue Chip- Entwicklung für ihr nächstes Smartphone an: „Kirin 970“ soll es heißen und mit einer Recheneinheit für neuronale Netzwerke ausgestattet sein. Damit möchte das Unternehmen eine viel natürlichere Kommunikation mit dem Nutzer erreichen und so in Zukunft Innovationsführer auf dem Smartphone-Markt werden.

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    • TV-DUELL merkur: TV-Duell im Netz: „Ich wünsch mir Claus Strunz als Kanzler“: Twitter ist sicherlich eines der beste sozialen Medien, um in einem regelrehcten Bewusstseinsstrom seine Meinung kund zu tun. So blieb selbstverständlich das gestrige TV-Duell zwischen den Kanzlerkandidaten Angela Merkel und Martin Schulz nicht unkommentiert. Schon eine Stunde vor Beginn der Übertragung zählt #tvduell schon zu den deutschen Trending Topics. Beim vermeintlichen Höhenpunkt des Wahlkampfes blieben aber genau diese aus, zahlreiche Themen seien zu kurz gekommen. Einige Reaktionen aus dem Netz lassen den Abend noch einmal Revue passieren.

    • CARSHARING t3n: Der Digitalchef von VW prophezeit das Ende des Carsharings: In größeren deutschen Städten teilt man sich schon lämngere Zeit die Autos per App. Carsharing gehört laut dem Chief-Digital-Officer von Volkswagen, Johann Jungwirth, jedoch nicht zur digitalen Zukunft und Transformation. Sein Fokus: Telematik und das vernetzte Fahrzeug.  Stattdessen sehe er einen Paradigmenwechsel im Bereich Autonomes Fahren und was schon in naher Zukunft marktfähig sein soll. Denn genau diese Transformation soll Carsharing obsolet machen.

    • MICROSOFT heise: Windows Mixed Reality: Warum Microsoft seine VR-Brillen „Mixed Reality“ nennt: Der Virtual Reality-Markt wird derzeit überlaufen wie fast kein anderer. Klar, dass sich mancher Hersteller deswegen auch von der Konkurrenz abheben will. Microsoft bietet mit seinen VR-Brillen nämlich sogenannte „Windows Mixed Reality“ Brillen an. Nach der Definition von Greg Sullivan, Director of Communcations for Mixed Reality bei Microsoft, ist Mixed Reality ein Spektrum – zurzeit befinden sich auf der einen Seite reine AR-Produkte, auf der anderen Seite sind es VR-Geräte wie die Windows-Headsets.  Im Gespräch mit Heise CT verrät Greg Sullivan Details zur Software und zum Tracking.

    • IFA zeit: IFA mausert sich zur Smartphone-Messe: Halbzeit bei der Internationalen Funkmesse – noch bis Mittwoch kann die IFA 2017 in Berlin, eine der größten Elektronikmessen Deutschlands, besucht werden. Gerade das Smartphone scheint nun beispielsweise immer mehr im Fokus zu bestehen bezoehungsweise scheint die IFA eine bedeutsamere Plattform für die Smartphone-Schau zu werden. Am 12. September wird voraussichtlich das neue iPhone präsentiert und die aktuellen Samsung Modelle wurden vor Wochen präsentiert, trotzdem kann man in diesem IFA-Jahr nicht nur neue Mittelklasse-Smartphones sehen, die sich an ein weniger zahlungskräftiges Publikum richten, sondern auch frische Spitzenmodelle. 

    • WLAN welt: Mesh-Netze bringen das Heim-WLAN in jede Ecke: Viele WLAN-Nutzer haben das Problem, dass ihr Haus nicht ausreichend von ihrem Funknetzwerk abedeckt ist -steht der Rooter im Erdgeschoss, bleibt das WLAN im 1. Stock oft schlechter. Eine neue Technik namens Mesh-WLAN soll jetzt den Internetempfang verbessern. Sie soll ein großes Problem gängiger WLAN-Repeater beheben. Mesh-WLAN soll ein Funknetz sein, dass quasi aus mehreren Knoten besteht und über jeden dieser Knoten einen Zugangspunkt zum Netzwerkk bietet. Die einzelnen Zugangspunkte spannen dann ein vermaschtes Netz in der Wohnung auf und steuern den Datenverkehr der verbundenen Geräte.

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    • TWITTER zeit: Twitter bleibt im Iran formell verboten: Was in unserem Alltag für den Großteil regulärer und selbstverständlicher Bestandteil ist, wird im Iran schon schwieriger. Dort sind soziale Medien verboten. So auch der Kurznachrichten-Dienst Twitter. Den Dienst und andere Netzwerke nutzen laut einer Studie mehr als die Hälfte aller Iraner, obwohl sie verboten sind. Selbst hochrangige Offizielle, wie Präsident Hassan Ruhani, nutzen den Dienst, verboten soll er aber trotzdem bleiben. Daran hält die Justiz weiterhint fest.

    • BUNDESTAGSWAHL welt: Google zeigt, was Deutsche zur Bundestagswahl suchen: Schulz oder Merkel – in etwas mehr als einem Monat müssen sich die wahlberechtigten vor den Wahlurnen genau dieser Frage stellen. Wie in so vielen Belangen informiert sich der digitale Wähler im Netz und über Suchmaschinen. Auf der Website 2q17 präsentiert Google jetzt sein neues Datenprojekt zur Bundestagswahl in Deutschland. Dort zeigt der Konzern, was die Deutschen zur Wahl im September interessiert und wonach sie suchen.

    • HACKER heise: Erpressung von HBO: Hacker veröffentlichen mehr Material: Bereits seit einigen Wochen darf sich einer der größten TV-Sender der USA, der Bezahlsender HBO, mit Hackern herumschlagen. Rund 1,5 Terabyte Daten wurden kopiert und so schaffte es auch die damals aktuelle Folge der Erfolgsserie „Game of Thrones“ noch vor dem offiziellen Start ins Netz. Die Hacker, die sich auch als „White Hat“ bezeichnen, drohten aktuell mit der Veröffnetlichung weiteren Materials. Dieses Mal soll sich aber kein Material der beliebten HBO-Serie „Game of Thrones“ unter den Veröffentlichungen befinden. Sie hatten eine unbekannte Summe in Bitcoins verlangt, die innerhalb einiger Tage gezahlt werden sollte. 

    • E-COMMERCE t3n: Lieferservice: Discounter Aldi greift Amazon Fresh auf US-Markt an: Amazon ist nicht immer der erste Konzern, der bestimmte Dienste anbietet, aber mausert sich oft zum Platzhirsch. So scheint dies auch der Fall beim Konzept Amazon Fresh, einem Lieferservice, der frische Lebensmittel bringt. In Deutschland verzichtet Aldi bisher auf einen Bringdienst für Lebensmittel. In den USA startet der deutsche Discounter dagegen einen solchen Lieferservice und macht Amazon Fresh damit ganz klar Konkurrenz.

    • APPLE golem: Telekom bietet iPhone-8-Reservierung an: Alle Jahre wieder scharen sich die Apple-Jünger im September um die App-Stores, in der Hoffnung eines der heiß ersehnten Smartphones zu ergattern. Traditionsgemäß werden dann die neuen Modelle vorgestellt. Die Telekom verspricht, Kunden per SMS oder E-Mail zu informieren, wenn die Geräte angekündigt wurden. Wer dann bestellt und das elektronische Ticket vorzeigt, soll das gewünschte Gerät früher bekommen als andere Kunden. 

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    • WINDOWS Chip: Erstes Update seit 20 Jahren: Microsoft renoviert wichtigen Teil von Windows: Kann man Windows 10 demnächst lediglich anhand der Augen bedienen? Eye Control nennt sich dieses Feature, welches Windows in einer Insider-Version von Windows 10 erneuert hat. Diese Funktion soll vor allem Menschen, die körperlich beeinträchtigt sind, dabei helfen, einen Computer zu bedienen. Außerdem soll es weitere Neuerungen geben, wie unter anderem das Design der Kommandozeile oder Anpassungen am Browser Edge.

    • E-COMMERCE t3n: 5 Tipps: Besser werben auf Google und Amazon: Heutzutage werden in der Amazon-Suche und in den Google-Product-Listings sämtliche Produkte angeboten. E-Commerce Marketer nutzen diese Plattform immer intensiver – was auch durchaus Sinn macht. Sobald der Kunde das gewünschte Produkt in der Suche der beiden Plattformen eingibt, ist seine Kaufbereitschaft ziemlich sicher. Wie aber kann man sich diese Art zu werben zunutze machen? Hier gibt es fünf wertvolle Tipps, wie man auf Amazon und Google werben kann.

    • APPLE Heise: iPhone per iCloud von Erpressern gesperrt: Was Sie tun können: Lösegeld bezahlen, um sein eigenes iPhone, iPad oder iPod touch wieder benutzen zu können? Kriminelle haben sich die iPhone Fernsperr- und Ortungsfunktion „Mein iPhone suchen“ zunutze gemacht, um die iPhone-Besitzer zu erpressen. Erst nach Zahlung eines geforderten Lösegeldes wollen die Erpresser wieder die Geräte freigeben. Selbst die Zwei-Faktor-Authentifizierung beugt dem Ganzen nicht vor. Eine eigene PIN für das iPhone ermöglicht jedoch dem Nutzer auch trotz Fernsperre das Gerät zu benutzen und die Code-Sperre aufzuheben.

    • FAKE NEWS Süddeutsche: Facebooks Lügendetektor: Jetzt ist auch Facebook mit von der Partie, wenn es darum geht, Fake News aufzudecken. Hierzu möchte das soziale Netzwerk eine selbstlernende Software einsetzen, die die Beiträge anhand von verschiedenen Kriterien überprüft und in bestimmten Fällen auch anschlägt. Zudem will Facebook externe Journalisten einsetzen, um das Ganze zu unterstützen. Diesen Vorgang testet das Netzwerk vorerst an kleinen Nutzergruppen in vier Ländern, unter anderem auch in Deutschland.

    • AMAZON ECHO Spiegel: Experte zeigt Lauschangriff mit Amazons Echo: Amazon Echo als Abhörgerät. Wie ein Sicherheitsexperte herausgefunden hat, können Hacker mit ein paar einfachen Hackerwerkzeugen den intelligenten Lautsprecher von Amazon in eine Wanze umwandeln. Diese können dann ganz einfach von außen auf das Mikrofon zugreifen und die Nutzer abhören. Der Sicherheitsexperte Mark Barnes hat sich das Verfahren genauer angesehen und erklärt, wie leicht es für ihn gewesen ist Amazon Echo zu manipulieren. Anfällig für diese Hackerangriffe sind vor allem die Geräte aus den Baujahren 2015 und 2016.

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    FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

    Follow me
    • DATENSCHUTZ netzpolitik: Ortstermin am Südkreuz: Die automatische Gesichtserkennung beginnt: Rund 300 Teilnehmer hatten sich dazu freiwillig im Vorfeld bereitgestellt, gestern startete die Aktion nun offiziell. Am Bahnhof Südkreuz in Berlin werden die Gesichter der Freiwilligen in einem Testlauf aufgezeichnet und ausgewertet. Grund der Aktion ist, dass neue Technologien zur Erkennung und Auswertung von biometrischen Gesichtsdaten getestet werden sollen. Laut einem Sprecher schienen die Teilnehmer jedoch nicht sonderlich bevölkerungsrepräsentativ ausgewählt worden zu sein.

    • IPHONE wired: Wie ein Entwickler zufällig über das neue iPhone stolperte: Für gewöhnlich hat ma frühestens zur offiziellen Keynote von Apple mit Neuigkeiten zu neuer Hardware zu rechnen. Dem Apple Entwickler Guilherme Rambo sind aber jetzt schon Details zum neuen iPhone 8 vor die Füße gefallen. In der von Apple veröffentlichten Firmware zum HomePod seien also detaillierte Aufzeichnungen zum neuen Smartphone, auch iPhone Pro genannt, vorhanden. Der größte Apple-Leak seit Jahren kommt also von Apple selbst!

    • BITCOIN businessinsider: Bitcoin splits in 2: Der Dienstagmorgen war die Deadline für Entscheider bei Bitcoin zu einer gemeinsamen Lösung einer vereinten Kryptowährung zu kommen. Diese Lösung wurde jedoch nicht gefunden und die digitale Währung hat sich nun offiziell zweigeteilt in Bitcoin und Bitcoin cash. Die Trennung ist das Resultat eines zweijährigen Streits über die Zukunft von Bitcoin. Für Bitcoinbesitzer heißt das erstmal, dass sie in den gleichen Betrag, über den sie bereits verfügen auch in Bitcoin cash geschenkt bekommen. Alles weitere bleibt abzuwarten.

    • INTERNET welt: Putin verschärft die Internetzensur in Russland: Die Staatliche Zensur des Internets schreitet in Russland weiterhin voran. Wladimir Putin verbietet nun die Nutzung von VPN-Diensten, Proxyservern und anyonymen Messengern. Solche Dienste wurden von russischen Nutzern oft genutzt, um die Zensur zu umgehen. Zum 1. November tritt das Verbot in Kraft und soll offiziell dazu dienen den Zugang zu „extremistischen Inhalten“ zu unterbinden. Ebenfalls müssen ab Januar 2018 sämtliche genutzten Messenger-Dienste mit einer Telefonnummer verknüpft sein, um eine eindeutige Identifizierung der Nutzer sicherzustellen.

    • SMARTPHONE t3n: Smartphone-Licht bei Nacht: So heftig wird dein Schlaf wirklich beeinflusst: Man checkt nochmal schnell seine Social Media Kanäle vor dem Schlafen oder hört einen Podcast zum Einschlafen – viele haben wahrscheinlich nachts das Smartphone neben sich liegen. Ein Forscherteam hat jetzt aber nachgewiesen, dass der Effekt des Blaulichts auf den gesunden Schlaf enorm ist. Das vor allem von LEDs, aber auch von der Sonne, ausgehende Blaulicht wirke sich laut des US-amerikanischen Studienteams also merklich auf die Schlafqualität aus. Wer aber vor dem Schlafen gehen trotzdem nicht aufs Smartphone verzichten kann, für den gibt es technische Helfer.

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    Beliebte Sprachassistentin: So hilft euch Siri im Alltag

    Siri-Logo (Image by Apple)

    Sprachassistenten werden beliebter, wie eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt. Demnach möchte jeder vierte Deutsche einen smarten Assistenten nutzen, um Smart-Home-Produkte zu steuern. Ebenfalls beliebt ist mit 14 Prozent das Abrufen von Verkehrsnachrichten und knapp dahinter mit 13 Prozent ist der Anteil der Befragten, die sich E-Mails und Kurznachrichten vorlesen lassen. Der Rest entfällt auf das Erfahren von Sportnachrichten per Stimme, das Bestellen von Waren im Internet und das Musikhören über den Lautsprecher. Auch, wenn Google mit Google Home und Amazon mit Alexa nachgelegt haben, so bleibt Apple‘s Siri bisher das ausgereifteste Produkt.

    Seit der Einführung im Herbst 2011 hat Apple seine Sprachassistentin Siri fortlaufend verbessert. Inzwischen hat sich der virtuelle Assistent fest in das Nutzungsverhalten der Besitzer von iPhone, iPad, Apple TV und Apple Watch integriert. Viele möchten ihn nicht mehr missen. Nachdem mit der neusten iOS-Version 10 inzwischen auch die Interaktion zwischen Siri und Apps von Drittanbietern klappt, hat sich Siris Mehrwert mit vielen neuen Funktionen noch mal gesteigert. Schaut mal, was Siri alles für euch tun kann!

    Eure persönliche Sprachassistenz einrichten

    In den Einstellungen auf iPhone und iPad könnt ihr Siri aktivieren und an eure Bedürfnisse anpassen. Ihr könnt Siri beibringen, euch beim Namen zu nennen, indem ihr eure Kontaktinformationen zuweist. Spricht sie euren Namen falsch aus, könnt ihr sie verbessern. Außerdem reagiert sie auf das Kommando „Hey Siri“, das auch ohne Drücken des Home-Buttons funktioniert. In den Einstellungen könnt ihr zudem zwischen einer männlichen und einer weiblichen Stimme wählen.

    Siri versteht sich auch mit anderen Apps gut

    Zu Beginn verstand sich Siri nur mit Apples eigenen Apps. Seit iOS 10 kann sie auch mit anderen Apps zusammenarbeiten. Zum Beispiel kann man sich mit ihrer Hilfe ein Taxi über die App MyTaxi rufen. Auch WhatsApp-Nachrichten kann Apples Sprachassistentin inzwischen verschicken. Und wenn man das möchte, und alles richtig konfiguriert hat, erledigt sie sogar Überweisungen. Möglich ist dies über die Banking-App Azimo. Sagt Siri dazu: „Überweise meinem Bruder 20 Euro“. So eine Kooperation funktioniert auch mit Pinterest, sodass ihr Siri nach Inspiration suchen lassen könnt. Im Test konnte Siri allerdings nur die App öffnen.

    In Verbindung bleiben

    Siri kann euch helfen, Kontakt zu Familie, Freunden, Kollegen und anderen Bekannten aufzunehmen. Beispielsweise könnt ihr Siri jemanden für euch anrufen lassen. Dazu müsst ihr nicht nicht zwangsläufig den Namen nennen, unter dem derjenige im Adressbuch steht. Siri kann sich inzwischen das Verhältnis merken, in dem ihr zu jemandem steht. Dazu müsst ihr einen entsprechenden Eintrag im Adressbuch hinterlassen. Es stehen etliche Verwandtschaftsgrade sowie hierarchische Ebenen im beruflichen Kontext zur Verfügung. Außerdem lassen sich sogar eigene Verhältnisse hinzufügen. So ist es möglich Siri zu sagen, „Ruf Schatz an“.

    Mit Siri den Alltag organisieren

    Siri kann für euch Ereignisse im Kalender erstellen oder euch an Dinge erinnern. Wenn gewünscht, erfolgen diese Erinnerungen nicht nur zu einer festgelegten Uhrzeit, sondern auch, wenn ihr einen bestimmten Standort erreicht. Ihr könnt Siri also sagen: „Erinnere mich daran, sobald ich das Haus verlassen habe.“ Siri kennt euren Kalender und gibt euch gerne eine Auskunft, wann der nächste Termin ist, ob ihr am Nachmittag noch Zeit für einen neuen Termin habt und warnt euch auch, wenn ihr dabei seid, Terminsalat zu machen.

    Siri macht Musik, erklärt euch Bücher

    Siri hat den Rhythmus im Blut. Sie kann für euch Lieder spielen und anhalten, ein Lied vor- oder zurückspulen. Außerdem kann die Sprachassistenz ähnliche Lieder suchen, wenn euch gefällt, was ihr gerade hört. Ich mag besonders die Funktion „Spiele das beliebteste Lied aus dem Jahr XY„. Voraussetzung dafür ist, dass ihr Apple Music aktiviert habt. Aber auch mit Filmen und Büchern kennt sich Siri aus. Wo und wann welcher Film in der Nähe läuft verrät sie euch ebenso gerne wie sie Bücher aus dem iBooks-Store zu eurer Mediathek hinzufügt. Eine weitere hilfreiche Funktion finde ich, dass Siri im Internet nach Zusammenfassungen von Büchern oder Filmen suchen kann. Sagt dazu einfach: „Worum geht es in …?“

    Unterwegs

    Auch, wenn ihr gerade nicht Zuhause seid, könnt ihr euch mithilfe von ein paar Sprachkommandos das Leben leichter machen. Siri kennt zum Beispiel immer den kürzesten Weg. Wo in der Nähe ein gemütliches Café oder ein beliebtes Restaurant sind, weiß sie ebenfalls. Auch, wenn ihr nur eure Bedürfnisse nennt, kann die Assistentin euch unterstützen. Eine gescheite Antwort erhaltet ihr zum Beispiel auf dieses Sätze:

    • Ich brauche eine Aspirin.
    • „Wo kann ich mir die Haare schneiden lassen?“
    • Ich muss bald tanken.
    • Ich brauche einen guten Elektriker.

    Im Auto

    Praktisch ist auch die Nutzung von Sprachbefehlen im Auto. Ihr wisst ja, dass es verboten ist, während der Fahrt das Handy ans Ohr zu halten, eine Nachricht zu tippen oder zu lesen. Dies könnt ihr Siri erledigen lassen. Sie arbeitet außerdem mit Apple’s CarPlay zusammen, einer abgespeckten Version von iOS, die sich in die Betriebssysteme einiger Autohersteller integrieren lässt. Hier findet ihr eine Auflistung der Hersteller und Modelle, bei denen das möglich ist. Die Digitalassistentin kann dann während ihr fahrt Anrufe annehmen und tätigen, Nachrichten vorlesen, verfassen und verschicken.

    Das Lexikon aus der Cloud

    Apples Sprachassistentin hilft euch bei vielen kleinen Fragen des Alltags. Hier ein paar Anregungen.

    • Wie viel sind 7 Prozent Trinkgeld auf 85 Euro?
    • Wie hoch ist der Mount Everest?“
    • Wie viel ist ein Viertel von 128?“
    • Wie viel ist 1 Euro in US-Dollar
    • Wie hat der HSV zuletzt gespielt?“
    • Zeige mir Bilder von Tim Cook.“
    • Wie viel Tage noch bis Weihnachten?“
    • Wie steht der DAX?“

    Spaß muss sein

    Zu guter Letzt noch ein paar unterhaltsame Frotzeleien, die ihr mit eurem virtuellen Assistenten austauschen könnt, wenn euch gerade langweilig ist.

    • Wirf einen Würfel.
    • Wie macht ein Fuchs?“
    • Kannst du auch Dirty Talk?“
    • Was ist besser? iPhone oder ein Samsung Handy?“
    • Warum vibrierst du?“
    • Was ist Null geteilt durch Null?“
    • Wann wird die Welt untergehen?“
    • Wie viele Mitarbeiter von Apple benötigt man, um eine Glühbirne zu wechseln?“

    Image by Apple

    Dieser Artikel erschien zuerst bei Applepiloten


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    Raw-Fotos für Einsteiger: So fotografiert ihr auf dem iPhone wie ein Profi

    Apple (adapted) (Image by Life of Pix [CC0 Public Domain] via Pexels)

    Für viele Nutzer ist das iPhone inzwischen der meist genutzte Fotoapparat. Die klassische Kamera bleibt häufig zuhause, weil ein Smartphone viel leichter zu tragen und schneller gezückt ist. Doch deshalb müsst ihr nicht unnötig Bildqualität verschenken! Statt Fotos standardmäßig in JPEG-Format abzuspeichern, lohnt es sich, auf Apples Mobiltelefon das sogenannte Rohdatenformat zu verwenden, auch kürzer als Raw bezeichnet. Das bedeutet praktisch keinen Mehraufwand, bedarf aber einer Zusatz-App. Wie genau könnt ihr Raw-Fotos nutzen und was genau bringen sie eigentlich?

    So aktiviert ihr Raw-Fotos auf dem iPhone

    Von Raw haben Foto-Enthusiasten sicher zumindest schon einmal gehört, oder sogar damit schon einmal auf der digitalen Spiegelreflex- oder Systemkamera fotografiert. Dass viele aktuelle Smartphones auch Raw-Fotos aufnehmen, abspeichern und bearbeiten können, wissen hingegen eher wenige. Bei Android ist der Raw-Modus schon etwas länger, nämlich ab Version 5 (Lollipop), freigeschaltet. Apple hat erst bei iOS 10 nachgelegt und das Rohdatenformat integriert. Voraussetzung ist ein iPhone mit 12-Megapixel-Sensor. Infrage kommen also das iPhone 6S, 6S Plus, SE, 7 und 7 Plus.

    Leider lässt sich das Rohdatenformat nur über einen kleinen Umweg verwenden. Ihr braucht nämlich eine zusätzliche Kamera-App, die in Raw abspeichern kann. Dies geht zum Beispiel mit den kostenpflichtigen Apps ProCamera oder ACDSee Pro. Mit Lightroom gibt es auch eine Gratis-Alternative, für die ihr euch lediglich einen kostenlosen Adobe-Account zulegen müsst. Es genügt dabei, jeweils einen Modus zu aktivieren, der „Professionell“ oder ähnlich heißt.

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    Wenn ihr in Lightroom den Modus auf Professionell schaltet (rechts), fotografiert ihr automatisch im Raw-Format DNG (links). Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

    Die Standard-Kamera-App des iPhone speichert hingegen nur JPEG-Dateien. Habt ihr mit anderen Apps jedoch erst einmal Raw-Fotos aufgenommen, könnt ihr diese auch mit Apples vorinstallierter Fotos-App bearbeiten. Doch warum lohnt es sich überhaupt ein anderes als das im Internet so populäre JPEG-Format zu benutzen?

    JPEG verschlimmbessert Bilder oft – Raw nicht

    Der Grund ist simpel: JPEG wurde vor allem gemacht, um Platz zu sparen. Zu diesem Zweck werden JPEG-Dateien komprimiert. Bei Raw landet das Foto hingegen direkt vom Kamerasensor auf dem Speicherchip. Anders als beim JPEG-Bild bleibt die Datei nahezu unangetastet, quasi wie ein Negativ. Nicht umsonst heißt das auf Smartphones geläufige Raw-Format DNG („Digital Negative“).

    Hingegen bei JPEGs greifen die Algorithmen der Smartphone-Kamera massiv ins Bild ein. Die Software schärft das Bild automatisch nach und rechnet störendes Signalrauschen heraus. Dieser kosmetische Einsatz soll zu gebrauchsfertigen Fotos direkt aus der Kamera führen. Doch nicht immer sorgt dies für eine Verbesserung. Oft gehen dabei in dunklen oder hellen Bildbereichen Details verloren. Ihr seht dann nur knallweiße oder tiefschwarze Flächen, wo eigentlich noch Struktur und Zeichnung sein sollte. Viele dieser Effekte sind fest ins Bild eingerechnet und lassen sich nicht rückgängig machen. Insofern ist der Fotograf sehr abhängig davon, wie die Smartphone-Software ein JPEG-Bild abliefert.

    Im Gegensatz dazu fängt das Rohdatenformat DNG die höchstmögliche Bildqualität ein. Statt sehr dunkle und sehr helle Bildinformationen aus Platzgründen zu reduzieren, bleibt ein viel größerer Dynamikumfang mit mehr Kontraststufen erhalten. Zudem bleiben Raw-Fotos von Artefakten verschont, die oft entstehen, wenn die JPEG-Algorithmen bestimmte Bildfehler schön rechnen wollen.

    Mehr Qualitätsreserven beim Nachbearbeiten

    Ein Hauptgrund, warum Foto-Enthusiasten auf den Raw-Modus setzen, sind die Qualitätsreserven, die ihnen das Rohdatenformat beim Nachbearbeiten in Foto-Apps bietet. Bei Szenen mit schwierigen Lichtsituationen ist es deshalb möglich, bestimmte Details „zurückzuholen“, die beim JPEG einfach nicht sichtbar wären.

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    Screenshot by Stefan Gagern

    In hellen Bereichen wie Wolken könnt ihr die sogenannten Spitzlichter reduzieren, um wieder Zeichnung zu sehen, die Wolken halt so bauchig und flauschig aussehen lassen. In dunklen Teilen des Bildes könnt ihr die Schatten aufhellen, sodass Gräser oder Fassadenstrukturen wieder erkennbar sind. Mit Lightroom für iOS macht ihr dies, indem ihr ein Bild in der Einzelansicht öffnet und das „Licht“-Icon aktiviert. Dort könnt ihr an den jeweiligen Reglern die Lichter und Tiefen verändern.

    Auch der Weißabgleich lässt sich bei der Nachbearbeitung relativ gut korrigieren. Das ist praktisch, wenn ihr in Innenräumen fotografiert habt, wo viel Kunstlicht die Szenerie beleuchtet hat. Den Weißabgleich und andere Farbkorrekturen könnt ihr über das „Farbe“-Icon in Lightroom für iOS verändern. Auch bei Landschaftsfotos lohnt es sich übrigens, mit dem Weißabgleich zu experimentieren. Dies kann den Charakter eines Himmels völlig verändern und interessanter wirken lassen kann.

    Beruhigend: Selbst wenn ihr noch so viel am Bild ändert – das Originalbild bleibt bei Raw-Fotos immer unberührt. Beispielsweise in Lightroom werden Bearbeitungen stets als zusätzliche Metadaten gesichert. Die Rückkehr zum Ausgangszustand des Bildes ist daher immer möglich.

    Noch mehr Qualität durch Raw-HDR

    Im Frühjahr 2017 erschien ein Update für Lightroom, das einen Raw-HDR-Modus hinzufügte. Dieser ist ab Version 2.7 für iOS und Version 2.3 für Android in der App enthalten (Lightroom für Android stellen wir hier ausführlich vor). Mit dem Raw-HDR-Modus könnt ihr Aufnahmen machen, die einen so großen Dynamikbereich abbilden, wie es lange Zeit nur mit klassischen DSLR- oder spiegellosen Systemkameras möglich war. Den Raw-HDR-Modus aktiviert ihr im Kamera-Modul von Lightroom mit dem Dropdown-Menü links vom Aufnahmeknopf.

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    Im Raw-HDR-Modus könnt von unbewegten Motiven Bilder mit großem Dynamikumfang machen. Screenshot by Stefan von Gagern

    Der neue HDR-Modus scannt automatisch die Szenerie um den korrekten Belichtungsbereich zu ermitteln. Dann nimmt die App drei DNG-Dateien auf. Diese werden automatisch ausgerichtet, zusammengeführt und per Tone-Mapping-Verfahren aufeinander abgestimmt. Das Ergebnis sind Bilder, die auch ohne nachträgliche Bearbeitung viel realitätsnäher aussehen, weil sie mehr Details in den dunklen und hellen Stellen bewahren. Allerdings lohnt sich die HDR-Aufnahme nur bei unbewegten Motiven, da bei der Zusammenrechnung sonst geisterhafte Schlieren entstehen würden.

    Raw-Dateien brauchen mehr Platz

    Neben allen Vorzügen gibt es bei Raw-Fotos auch einen Haken: Die Rohdaten und das Plus an Qualität brauchen mehr Platz. Eine Raw-Datei ist gerne mal über 20 Megabyte groß, während JPEGs in hoher Auflösung zum Beispiel im Bereich um die 6 Megabyte liegen. Bei HDR ist der Speicherbedarf noch höher: Jede HDR-Raw-Aufnahme besteht aus drei einzelnen Raw-Bildern, sodass der benötigte Platz entsprechend dreimal größer ist.

    Wer also viele Raw-Dateien aufnimmt, sollte ein iPhone mit großem Speicherplatz wählen und den Fotoordner regelmäßig von Nieten befreien. Alternativ könnt ihr auch eine Erweiterung um einen externen Flashspeicher mit Lightning-Connector in Erwägung ziehen. Der Speicheraspekt ist im Vergleich zu den Vorteilen allerdings zu vernachlässigen. Unter dem Strich habt ihr mit Raw-Dateien insgesamt sehr viel mehr Möglichkeiten kreativ zu werden als bei der Nutzung von JPEG.

    Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


    Image (adapted) „Apple“ by Life of Pix (CC0 Public Domain)
    Screenshots by Stefan von Gagern & Berti Kolbow-Lehradt


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    HomeKit im Praxistest: Apples Smart Home wird endlich bewohnbar

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    Seit zwei Jahren versucht Apple mit HomeKit einen Fuß ins vernetzte Heim zu bekommen. Nach langer Bauphase nimmt die Smart-Home-Plattform endlich brauchbare Konturen an. So kündigte Apple auf der WWDC 2017 an, die Anforderungen für die Entwickler zu lockern und die Einrichtung für Konsumenten zu erleichtern, wie 9to5Mac berichtet. Schon jetzt ist die Auswahl an Apple-kompatibler Haustechnik deutlich größer als noch zum Marktstart. Mittlerweile gibt es viele smarte Produkte, die auch dann in Frage kommen, wenn ihr – so wie ich – als Mieter keine baulichen Veränderungen an Haus und Wohnung vornehmen dürft. Welche Möglichkeiten und welchen Mehrwert bietet Smart Home mit Apple HomeKit inzwischen? Eine Bestandsaufnahme.

    Das steckt dahinter: Apple HomeKit kurz erklärt

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    HomeKit-Geräte lassen sich über das Kontrollzentrum des iPhone steuern. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

    Kurzer Crashkurs für Einsteiger, die erstmals intensiver mit Smart Home á la Apple befassen. Mit HomeKit möchte Apple einen Standard etablieren, mit dem sich vernetzte Haustechnik bequem im Alltag bedienen lassen soll. Denn heutzutage lässt sich allerlei Haushaltseinrichtung per WLAN oder Bluetooth fernsteuern. Das gilt etwa für Lampen, Sicherheitskameras und Steckdosen, aber auch für Thermostate, Schlösser oder Türklingeln.

    Doch lange Zeit war das nicht mehr als eine umständliche Spielerei, weil die Hersteller auf eigene Steuer-Apps und Funkprotokolle setzten. HomeKit schlägt eine Brücke und macht aus all diesen Insellösungen eine vernetzte Technik-Landschaft. So können Nutzer seit iOS 10 ihre HomeKit-fähigen Geräte zentral über Apples Home-App auf iPhone, iPad und Apple Watch steuern.

    In iOS ist sie besonders tief integriert. Dort ermöglicht sie auch im Kontrollzentrum den Zugriff auf die wichtigsten Funktionen, wenn ihr zweimal nach links wischt. Für den Apple TV gibt es keine eigene Home-App. Dennoch spielt die Set-Top-Box als Steuerzentrale eine wichtige Rolle, sofern ihr eure HomeKit-Geräte auch von unterwegs aus fernsteuern wollt. Dazu muss lediglich iCloud aktiviert sein. Natürlich stellt sich dabei die Frage nach der Sicherheit der Daten und deren Angreifbarkeit. Zum Glück gehört das Datensammeln an sich – anders als etwa bei Google – nicht zum Geschäftsmodell von Apple.

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    Mittels Siri könnt HomeKit-Geräte per Sprachbefehl ein- oder ausschalten. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

    Eine App-Bedienung ist übrigens nicht die einzige Option. Alternativ leitet Apples Sprachassistenz Siri eure Kommandos an die entsprechenden Geräte weiter. Wem es auf der Couch zu dunkel zum Lesen wird, der geht nicht mehr zum Lichtschalter, sondern bleibt sitzen und ruft in sein iPhone: „Siri, mach das Licht im Wohnzimmer an.“ Ähnlich wie Amazon und Google möchte Apple mit dem angekündigten HomePod bald auch einen Lautsprecher bieten, der Sprachkommandos entgegennimmt.

    „Szenen“ helfen bei der Heimautomatisierung

    Ein weiteres Feature: Weil sich die Geräte dank der gemeinsamen Plattform über die Hersteller-Grenzen hinweg verstehen, lässt sich eine respektable Heimautomatisierung realisieren. Mit der „Szenen“-Funktionen können Nutzer mehrere Geräte auf einmal ein- oder ausschalten. Beispielsweise aktiviert eine iPhone-Nutzerin in einem Werbeclip gleichzeitig die Jalousien und Kaffeemaschine, einfach, indem sie Siri einen „Guten Morgen“ wünscht.

    Auch komplexere Automatisierungsroutinen sind möglich. In solchen Fällen lösen definierte Sensor-Werte vorgewählte Aktionen aus. Einen Ventilator automatisch anspringen zu lassen, wenn die Temperatur einen definierten Wert übersteigt, ist auf diese Weise ein Leichtes.

    Diese Geräte verstehen sich mit HomeKit

    Nach einem schleppenden Start in 2015 ist die Zahl mit der Home-App steuerbaren Geräte auf eine Größe gestiegen, die den Aufbau eines Smart-Home-Netzwerks aus HomeKit-Produkten sinnvoll macht. Apple zählt 17 Produktkategorien und 113 erhältliche oder angekündigte Produkte, die viele Einsatzzwecke abdecken (Stand Juni 2017). Leider ist davon hierzulande erst rund die Hälfte der Produkte erhältlich. Ob ein Gerät mit Apple Home kompatibel ist, verrät das „Works with HomeKit“-Logo auf der Verpackung.

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    Anhand dieses Logos erkennt ihr, ob das Gerät mit Apples Smart-Home-Plattform zusammenarbeitet. Image by Berti Kolbow-Lehradt

    In Sachen Beleuchtung verstehen sich zum Beispiel die Leuchtmittel und Lampen von Philips Hue ebenso mit Apple Home wie die LED-Panels von Nanoleaf Aurora. Der deutsche Hersteller Elgato bietet in seiner Connected-Home-Produktreihe Eve einen breiten Strauß vernetzter Sensoren und Steckdosen. Neben Elgato haben auch Honeywell, Tado und Netatmo HomeKit-taugliche Heizthermostate im Programm. Zudem misst Netatmo mit seinem Healthy Home Coach das Raumklima sowie den Lärmpegel und leitet diese Werte an die Home-App weiter.

    Eine erste HomeKit-fähige Indoor-Überwachungskamera ist auch erhältlich: Die Omna 180 Cam von D-Link. Im Gegensatz dazu soll Logitechs gerade vorgestellte Sicherheitskamera Circle 2 soll erst in Kürze ein HomeKit-Update erhalten. Schade: Viele andere vielversprechend klingende Kategorien wie smarte Türschlösser und Ventilatoren sind vorerst nur den Nutzern von Apple Home in den USA vorbehalten.

    Die kompakteste, aber keine vollständige Übersicht über hierzulande erhältliche HomeKit-Produkte bietet der deutsche Apple Store. Auch Apple-Händler Gravis ist in Sachen HomeKit gut sortiert. Eine erschöpfende HomeKit-Liste inklusive Preisvergleich ist bei Tink zu finden.

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    Es gibt immer mehr passende Geräte für Apple HomeKit, zum Beispiel von Elgato, Philips, Netatmo und D-Link

    HomeKit in der Praxis

    Ein Praxistest mit aktueller Apple-Hardware auf jüngstem OS-Stand sowie einer Reihe von HomeKit-kompatiblen Geräten führt zu einem erfreulichen Ergebnis – allerdings mit Verbesserungspotenzial. Zum Einsatz kommen dabei Hue-Glühbirnen von Philips, außerdem die Klimasensoren Eve Room und Eve Weather sowie die Steckdose Eve Energy und der Bewegungsmelder Eve Motion von Elgato. Ferner habe ich die Überwachungskamera Omna 180 von D-Link und den Healthy Home Coach von Netatmo getestet. Die Test-Exemplare stellten mir die Hersteller sowie der Apple-Händler Gravis zur Verfügung.

    Ihre Kernaufgabe als Bindeglied erfüllt die HomeKit-Plattform einwandfrei. Das getestete Zubehör lässt sich mühelos hinzufügen. Entweder gelingt das über die herstellereigene App oder – noch einfacher – über Apples Home-App. Im zweiten Fall liest die Kamera einen HomeKit-Code auf dem Produkt oder dessen Verpackung ein.

    Anschließen im normalen Betrieb die jeweiligen Geräte per App ein- oder auszuschalten, klappt

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    Per HomeKit-Code liest die Kamera das Gerät und bindet es in die Apple-Home-App ein. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

    reibungslos. Auch die Szenen-Funktion, mit der ich mehrere Geräte auf einmal steuere, macht ihren Job einwandfrei. Nachdem ich meinen Apple TV als Steuerzentrale richtig konfiguriert habe, kann ich sogar aus der Ferne mit dem iPhone auf die vernetzten Geräte zugreifen. Noch einfacher als die App-Bedienung ist jedoch die Sprachfunktion.

    Ich finde es einfach cool, mit einem „Hey Siri“-Zuruf das Licht zu bedienen oder die Temperatur abzufragen. Mein liebster Life-Hack bisher: Weil ich meinen nicht-smarten Standventilator mit der HomeKit-Steckdose Elgato Eve Energy verbunden habe, brauche ich ihn nicht mehr von Hand einzuschalten. Stattdessen kann ich per Sprachkommando einfach die Steckdose aktvieren, um mir kühle Luft um die Ohren pusten zu lassen.

    Das darf noch besser werden

    So gut die App- und Sprachsteuerung über Apple Home auch funktioniert – die App-Gestaltung selbst dürfte gern übersichtlicher und selbsterklärender sein. Ein großes Manko in Sachen Oberflächendesign ist die Kachel-Optik. In die Zeilen der kleinen Quadrate passt zu wenig Schrift, sodass sie viele Begriffe unvollständig anzeigen. Dadurch lässt sich zum Teil nur erraten, welche Geräte und Sensoren gerade gemeint sind. Möchte ich Sensorwerte abrufen, sind die herstellereigenen Apps mitunter übersichtlicher.

    Auch den Assistenten für automatisierte Vorgänge finde ich nicht benutzerfreundlich genug. Er ist unter

    Screenshot-Apple_Home-iPhone-3-e1497964381999-300x209
    Was soll das bedeuten? Die Anleitung in im Automations-Menü ist zum Teil sehr kryptisch. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

    dem Punkt „Automation“ unten rechts in der Menüleiste der Home-App zu finden. Darüber lassen sich ereignisbasierte Aktionen programmieren. Etwa, dass sich die mit dem Ventilator verbundene Steckdose startet, wenn die Raumtemperatur einen Schwellenwert übersteigt oder wenn die Omna 180 registriert, dass ich den Raum betrete.

    Jedoch sind die Oberflächen-Elemente des Automationsmenüs zum Teil leider so kryptisch beschriftet, dass es mich mehrere Versuche kostet, die korrekte „If this, then that“-Regel zu erstellen. Intuitiv geht anders. Allerdings nervt diese Fummelei nicht allein in der Home-App von Apple, sondern auch in der Eve-App von Elgato, in der sich mittels HomeKit ebenfalls solche Routinen programmieren lassen. Das ist bedauerlich. Denn erst mit solchen Automationsregeln wird ein vernetztes Zuhause auch im Wortsinne zu einem Smart Home.

    Fazit

    Mit der HomeKit-Plattform macht Heimvernetzung richtig Spaß! Einrichtung und manuelle Bedienung per App oder Siri funktionieren einwandfrei. Wer bereits als Apple-Nutzer über ein iPhone oder ein iPad verfügt, findet leichten Zugang zum Thema Smart Home. Er braucht dann nur noch passende Haushaltstechnik, die mit dem HomeKit-Label versehen ist. Das Zubehörsortiment ist hierzulande noch klein, aber es wächst kontiniuerlich. Zudem genügt die Auswahl, um sich ein alltagstaugliches HomeKit-Szenario zusammenzustellen.

    Nachbessern darf Apple gerne noch in bei der Oberfläche der Home-App und bei der Automatisierungsfunktion. Mehr Übersichtlichkeit und Verständlichkeit würden den Mehrwert der Plattform nochmals deutlich steigern. Beim derzeitigen Stand werden viele entnervt darauf verzichten, komplexere Routinen vorzuplanen. Insgesamt hat sich Apple HomeKit nach zweijähriger Reifezeit zu einer ordentlichem Plattform entwickelt, die das Smart-Home-Thema einen breitenwirksamen Schub geben dürfte.

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    Apple Home-App. Image by Berti Kolbow-Lehradt

    Dieser Artikel erschien zuerst bei Applepiloten


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