iPhone XR und iPhone 11 im Vergleich: Lohnt sich das Upgrade?

Die neuen iPhone-Modelle sind offiziell – Grund genug, sich Apples neue Player mal im Vergleich zu den Vorgängern anzusehen. Denn die Preise der neuen iPhones haben es mal wieder in sich. Ob sich ein Upgrade vom iPhone XR auf das iPhone 11 lohnt, zeigt der große iPhone-Vergleich. 

iPhone XR und iPhone im Vergleich: Design und Display

Viel hat sich in Sachen Design nicht getan: Das iPhone 11 kommt mit Glas an Vorder- und Rückseite und einem matten Aluminiumrahmen. Neue, softere Farben sind hier das stärkste Unterscheidungsmerkmal der beiden Apple-Smartphones. Sechs Farben stehen jeweils zur Verfügung, wobei Grün und Violett beim iPhone 11 die prägnantesten Neulinge in Apples Farbpalette sind. Frontal sticht noch immer die vor zwei Jahren erstmals vorgestellte Notch ins Auge, die Apple nun im dritten Produkt verbaut. Das iPhone 11 sowie das iPhone XR kommen mit Apples Liquid-Retina-Display, einem LC-Display mit 6,1 Zoll Bildschirmdiagonale. An der Auflösung hat sich ebenfalls nichts verändert: 1.792 x 828 Pixel bei einer Pixeldichte von 326 ppi belegen, dass beide iPhones ein identisches Display haben. 3D Touch war bereits beim iPhone XR Geschichte. Das zieht Apple beim iPhone 11 durch, denn statt 3D Touch können Nutzer mit App-Icons über Haptic Touch interagieren. Mit True Tone ist die dynamische Farb- und Helligkeitsanpassung bei beiden Smartphones an Bord. 

Das iPhone 11 wie das iPhone XR sind mit 194 Gramm außerdem gleich schwer. Die Maße von 150,9 mm (Höhe), 75,7 mm (Breite) und 8,3 mm (Tiefe) teilen die beiden Smartphones sich ebenfalls. Probleme mit vorhandenen Schutzhüllen dürften Umsteiger vom iPhone XR auf den Nachfolger dennoch haben, denn ein wichtiges Designmerkmal unterscheidet die Apple-Smartphones doch noch voneinander: die neue Dual-Kamera auf der Rückseite.

iPhone 11 und iPhone XR Unterschiede
Image by Apple

iPhone XR vs. iPhone 11: die Kamera

Das iPhone XR soll vorerst das letzte iPhone mit Einzellinse sein. Denn die neue iPhone-Reihe kommt mit Dual- und Triple-Kamera-Setup. Apple verbaut auf der Rückseite des iPhone 11 eine 12-Megapixel-Kamera mit Ultraweitwinkel- (f/2.4-Blende) und Weitwinkelobjektiv (f/1.8-Blende). Das iPhone XR kommt mit 12-Megapixel-Weitwinkel-Objektiv (f/1.8-Blende) aus und bietet im Vergleich ein eingeschränkteres Sichtfeld und keinen Nachtmodus. Beide Smartphone-Kameras kommen mit optischer Bildstabilisierung und einem 5-fach-Digitalzoom. Beim iPhone 11 kommt zudem ein zweifacher optischer Zoom zum Einsatz, der das herangeholte Motiv schärfer erscheinen lässt. Der True Tone-Blitz soll beim iPhone 11 zudem noch mal heller geworden sein. Einen Porträtmodus bieten beide Kameras – beim iPhone XR ist es jedoch nicht möglich, Tiere und Pflanzen mit verschwommenem Hintergrund abzulichten. Das hat Apple beim iPhone 11 geändert und somit können Haustierbesitzer und Pflanzenliebhaber nun ebenfalls Fotos mit Bokeh-Effekt aufnehmen. Hier bietet Apple zudem sechs statt drei „Portätlicht“-Modi an: Natürlich, Studio, Kontur, Bühne, Bühne Mono und High‑Key Mono. Das iPhone XR bietet nur die Modi Natürlich, Studio und Kontur.

Auch die Selfiekamera ist im iPhone 11 überarbeitet worden: Statt 7 Megapixel TrueDepth-Kamera mit 1080p Videoaufnahme, kommt beim Nachfolgemodell eine 12-Megapixel-TrueDepth-Kamera mit 4K Videofunktion und bis zu 60 fps zum Einsatz. Die Blende beziffert Apple in beiden Modellen mit einer Größe von f/2.2. Beide Smartphones bieten zudem neben der Selfiekamera Sensoren für Face ID, Apples Entsperrmethode. 

iPhone XR vs. iPhone 11
Image by Apple

iPhone-Vergleich: Akku, Speicher und Prozessor

Im Inneren werden die Unterschiede zwischen dem iPhone XR und iPhone 11 erst richtig deutlich. Der neue Apple A13 Bionic sorgt für mehr Power bei niedrigerem Energieverbrauch. Das hat zur Folge, dass das iPhone 11 im Vergleich zum iPhone XR eine ganze Stunde länger durchhalten soll. Beim Vorgänger des iPhone 11 werkelt noch der A12 Bionic, der die Akkulaufzeit im Vergleich zum iPhone 8 Plus bereits um satte 1,5 Stunden verbessern konnte. In Sachen künstlicher Intelligenz soll das iPhone 11 dank Neural Engine der dritten Generation für ein smartes Energiemanagement sorgen und greift auch innerhalb der Kamerasoftware für bessere Bildergebnisse. Ein weiterer Unterschied ist die IP-Zertifizierung. Denn während das iPhone XR dank IP67 Tauchgänge von bis zu einem Meter (30 Minuten) aushält, ist das iPhone 11 mit IP68 bis zu 2 Meter (30 Minuten) wassergeschützt. 

Das iPhone XR ist lediglich in den Speichergrößen 64 GB und 128 GB verfügbar, während Apple beim iPhone 11 mit 256 GB noch eine größere Variante anbietet. Überraschend ist, dass beide Smartphones über den Mobilfunkstandard LTE verfügen. Mit 5G beschäftigt sich Apple im Jahr 2019 anscheinend noch nicht. 

iPhone XR und iPhone 11: der Preis – lohnt sich das Upgrade?

Das iPhone XR kostet auf Apples Webseite 699 Euro (64 GB) beziehungsweise 749 Euro mit 128 GB Speicherplatz. Das iPhone 11 kommt zu einem Preis von 799 Euro für 64 GB, 849 Euro für 128 GB und 969 Euro für 256 GB in die Läden. Wer das iPhone XR nutzt und sich überlegt, auf das neue iPhone 11 umzusteigen, sollte sich fragen, ob ein etwas größerer Akku und eine Dual-Kamera die Unkosten rechtfertigen. Der Umstieg vom A12 Bionic zum A13 Bionic wird sich im Alltag kaum bis gar nicht bemerkbar machen. Neue Farben und eine bessere IP-Zertifizierung sind ebenfalls Verbesserungen, die Umsteiger erhalten können. Vielleicht ist es für den ein oder anderen ein Anreiz, dass Apple im Rahmen des Austauschprogramms deftige Rabatte auf das neue iPhone 11 bietet: Wer sein einwandfrei gepflegtes iPhone XR eintauscht, kann sparen. Beispielrechnung: Apple gibt 290 Euro Rabatt, wenn das iPhone XR mit 128 GB beim Kauf eingetauscht wird. Auf Apples Webseite könnt ihr ausrechnen, wie viel Geld ihr beim Kauf mit Eintausch eines Altgeräts einspart.

Alle aktuellen Apple-Neuheiten findet ihr in der großen Übersicht zur Apple Keynote 2019.


Teaser Image by Apple

Julia Froolyks

ist Technikjournalistin und leidenschaftlicher Fan von Marktneuheiten. Neben Mobilfunk und Smartphones hegt sie eine innige Beziehungen zu Datenschutz und Cyber Security. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.


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