Zweite Generation des iPhone SE – das ist das neue Budget iPhone

Was waren das für Zeiten, als ein iPhone nicht zwangsläufig dem Wert eines Kleinwagens entsprach. Wer sich die aktuellsten Geräte aus dem Hause Apple zulegt, gibt immerhin gut und gerne Mal zwischen 800 und 1.650 Euro aus. Natürlich gibt es aber auch immer die Möglichkeit, sich eines der älteren Modelle zuzulegen oder ein gebrauchtes Gerät zu kaufen. Mit dem iPhone SE zeigte Apple 2016, wie ein günstiges iPhone aussehen kann. Im Design des iPhone 5 und auf dem technischen Stand des iPhone 6s ging das Gerät damals für 489 Euro über den Ladentisch. Gerüchte um einen Nachfolger zu dem ersten Einsteiger-iPhone brodeln schon seit einer Weile. Lange Zeit hieß es sogar, Apple würde das neue iPhone SE am 03. April dieses Jahres präsentieren. Nun hat die Veröffentlichung doch ein wenig auf sich warten lassen. Aber seit gestern steht fest: Ab dem 17. April kann das neue iPhone SE vorbestellt werden.

iPhone SE der zweiten Generation

Über den neuen Namen des Budget iPhones wurde lange skepuliert. Noch vor einigen Tagen dachte man das neue iPhone SE würde iPhone SE 2020 heißen. Apple selbst bezeichnet das neue Modell allerdings nur als „iPhone SE der zweiten Generation“.

Den voraussichtlichen Preis für das iPhone SE erfuhren wir bereits Ende letzten Jahres. Apple-Spezialist Ming-Chi Kuo gab damals den Preis für das nächste iPhone bekannt, das mit 399 Dollarn exakt so viel kosten würde, wie das erste iPhone SE. Auch die Seite fastcompany.de bestätigte diese Gerüchte nun, gibt aber keine genaue Quelle an. Die Quelle dieser Behauptung wird nur als „nahe der iPhone Lieferkette“ angegeben. Aber auch von Seiten des online Magazines 9to5mac wird von einem Startpreis von 399 US-Dollar ausgegangen. Dieser hat sich auch bestätigt. Allerdings müssen wir in Europa 479 Euro für das neue iPhone SE hinlegen. Für die beiden größeren Speicherkapazitäten, sprich 128 GB und 256 GB, zahlt ihr 529 beziehungsweise 649 Euro.

Technische Spezifikationen (fast) wie beim iPhone 8

Wie bereits zuvor vermutet, übernimmt das iPhone SE der zweiten Generation das Design vom iPhone 8. Aber im Gegensatz zum älteren Modell, wird ein Bionic A13-Prozessor verbaut sein, welcher im Moment in den Flaggschiffen iPhone 11 und iPhone 11 Pro verwendet wird. Der Chip ermöglicht zum Beispiel die Nutzung von Augmented Reality und Apple Arcade.  Außerdem ist auch ein Qi-Charger verbaut, welcher kabelloses Laden ermöglicht. Frühere Gerüchte, dass es zwar einen Home Botton aber kein Touch-ID gibt, sind nicht bestätigt. Mit dem neuen iPhone SE ist die Entsperrung per Fingerabdruck möglich, jedoch sind keine Sensoren für Face-ID verbaut. Da das iPhone SE direkt dem iPhone 8 Design entspricht, erwartet euch ein 4,7 Zoll Retina Display. Allerdings kursieren seit geraumer Zeit ebenfalls Gerüchte um ein iPhone SE Plus. So soll in dem Code für das kommende Betriebssystem iOS 14 auch ein Hinweis auf ein zusätzliches iPhone SE mit einer Bildschirmgröße von 5,5 Zoll gefunden worden sein, schreibt t3n mit Bezug auf eine Quelle von 9to5mac. Bisher hat Apple hierzu noch keine neuen Angaben gemacht.

Kamera nur bedingt verbessert

Im Endeffekt übernimmt das iPhone SE der zweiten Generation auch die One-Lense-Kamera des iPhone 8. Durch den A13-Bionic Chip wird aber die Nutzung vom beliebten Portrait-Modus, sowie Smart HDR, verschiedene Beleuchtungsoptionen und Weißabgleich in der Bearbeitung möglich. Ab Werk ist im iPhone SE iOS 13 installiert. Somit profitiert ihr auch auf dem Einsteiger-Smartphone von aktuellen True-Tone und Darkmode Anpassungen.

Speicher und Farbauswahl

Wie bereits erwähnt, ist das neue iPhone SE mit 64, 128 und 256 GB internem Speicher verfügbar. Außerdem gibt es das neue Gerät in den Farben weiß, schwarz und PRODUCT (red) zu kaufen. Aktuell bereiten sich diverse Händler auf den Verkauf von iPhone SE 2020 Hüllen vor. Wie zu jedem Apple Smartphone stellt der Hersteller selbst natürlich auch einige Hüllen zum Kauf zur Verfügung. Bisher ist bekannt, dass es schwarze und weiße Silikon-Hüllen, sowie rote, schwarze und blaue Lederhüllen von Apple geben wird.

Wieso wieder ein billiges iPhone?

Mit der gestrigen Ankündigung hat das Warten auf ein neues iPhone SE endlich ein Ende. Mit einem iPhone, das weniger als 500 Eure kostet, hat Apple den Markt wieder für Kunden geöffnet, die aktuelle iPhone Technologie nutzen wollen, ohne den vollen Preis zu zahlen.

Diese Kunden, die sich ansonsten im Low-Budget-Segment bei anderen Herstellern umgesehen hätten, sind mit dem Kauf des neuen Budget iPhones nicht nur Nutzer der Hardware. Da Apples Services sehr stark mit deren Geräten verknüpft sind, hätte Apple so wieder eine Möglichkeit, eine breitere Masse an Usern an die eigenen digitalen Services zu binden und diesen Bereich ihres Geschäfts zu stärken. Denn wie fastcompany.de schreibt, würde die Gewinnmarge eines preisgünstigen iPhones bei 53% liegen. Allerdings betont Jason Snell von MacWorld, dass die Marge von Apples digitalen Diensten bei 64,4% läge. Gleichzeitig könnte ein preisgünstiges iPhone die nur sehr langsam wachsenden iPhone-Verkäufe wieder ankurbeln und so auch diesem Geschäftsbereich unter die Arme greifen.

Vorbestellung und Verfügbarkeit

Ab dem 17. April um 14:00 Uhr kann das iPhone SE mit einem Startpreis von 479 Euro vorbestellt werden. Alle Einnahmen des Gerätes in der Farbe PRODUCT (red) gehen an Organistationen, die sich gegen die Verbreitung des COVID-19 Virus einsetzen. Trotz gewisser Verzögerungen bei der Produktion, ebenfalls ausgelöst durch das Virus, soll Apple für mindestens ein halbes Jahr an Bestellungen des iPhone SE vorgesorgt haben.

Der Versand der neuen Geräte soll dann bereits ab dem 24. April weltweit erfolgen. Wem die Modelle ab iPhone X zu groß oder einfach zu teuer waren, der wird sich über das handlichere iPhone SE der zweiten Generation im iPhone 8-Look freuen.


Image by Apple

Moritz Stoll

kann ALLES... solange er googlen kann. Hat außerdem Medieninformatik studiert, ist als Redakteur fester Bestandteil der Netzpiloten-Redaktion, macht den Netzpiloten-Podcast Tech und Trara und arbeitet nebenbei als freiberuflicher Programmierer. Die Digitale Welt ist für ihn ein Ort voller Möglichkeiten und spannender Technologien, um damit Neues zu erschaffen, ganz viel auszuprobieren und sich in den vielen Ideen manchmal auch etwas zu verheddern.


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