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Wiko View 3 Pro im Test: Triple-Kamera und Foto-KI für unter 300

Wiko View 3 Pro im Test

Der Preiswettkampf im Einsteiger-Bereich des Smartphone-Markts spielt Käufern derzeit in die Hände. Denn die Konkurrenz ist so groß, dass die Hersteller trotz niedriger Kaufpreise zwischen 200 und 300 Euro viel Technik reinpacken und sich dabei immer wieder überbieten. Wer eine gute Triple-Kamera mit KI-Unterstützung möchte, braucht nicht mehr zum Huawei P30 lite für 370 Euro zu greifen. Hersteller Wiko zieht die Grenze jetzt bei 300 Euro. Außerdem verspricht er bei seinem neuen Top-Modell Wiko View 3 Pro einen sehr ausdauernden Akku und ein schnelles Arbeitstempo im Alltag. Gegenüber dem Vorgänger hat Wiko das Modell an vielen Stellen verbessert. Reicht das, um in diesem Preisbereich vorne mitzumischen? Bereits vor dem Marktstart Ende Mai hatten wir das Wiko View 3 Pro im Test und konnten uns einen Praxiseindruck der fertigen Hardware mit allerdings noch vorläufiger Software bilden.

Design: Französischer Chic, chinesische Qualität

Wiko ist einer der wenigen verbliebenden Smartphone-Hersteller aus Europa. Die Geräte gestaltet er an seinem Hauptsitz im französischen Marseille. Tatsächlich erfüllt die Optik des Wiko View 3 Pro im Test das nationale Klischee bildhübschen Designs. Unser Testexemplar kennzeichnet eine blaue Farbschicht unter der Glasrückseite, die ansprechend mit der orangenen Einfassung des Gehäuses und der Hauptkamera kontrastiert. Wiko nennt diese Farbvariante Anthracite Blue/Gold. Als weitere Option erscheint in Deutschland Deep Bleen – also eine Mischung aus Blau und Grün.

Vollständig mit einer Glasschicht bedeckt, ist das Wiko View 3 Pro im Test schön anzusehen. Allerdings nur, bis wir es berühren. Deutlich sichtbare Fingerabdrücke und Schlieren sind wie immer die Kehrseite dieser Materialwahl.

Die Design-Impulse stammen zwar aus Frankreich, hergestellt wird das Gerät wie die meisten Smartphones aber in China, woher auch der aktuelle Firmeneigentümer Tenno Mobile stammt. Dass die chinesische Fertigung selbst bei niedrigpreisigen Produkten längst für Qualität stehen kann, beweist auch dieses Modell. Es steht für eine Top-Verarbeitung ohne Knarzen, scharfe Kanten oder ungenaue Spaltmaße. Einziges generelles Konstruktionsmanko: Die Hauptkamera ragt relativ weit über das Gehäuse hinaus. Bei weichen Tischoberflächen besteht Kratzgefahr.

Eine IP-gemäße Gehäuseabdichtung gegen Wasser und Staub ist zu diesem Preis nicht zu erwarten. Besonders leicht ist das Smartphone mit 184 Gramm ebenfalls nicht. Für ein Gerät mit einer derart großen Displaydiagonale ist das Gewicht aber vertretbar. Außerdem ist das Smartphone mit 8,1 Millimeter an der dünnsten Stelle relativ schlank für diese Größe.

Display: Groß und scharf, aber nicht besonders hell

Satte 6,3 Zoll misst das Display in der Diagonale. Damit hat das Gerät richtig viel zu bieten. In dieser Preisklasse ist das noch selten zu finden. Wegen der langgezogenen Form lässt sich das Wiko View 3 Pro im Test aber trotzdem stabil halten und gut bedienen.

Trendgemäß setzt Wiko abgesehen von einem ausgeprägten Kinn auf sehr schmale Ränder. Die tropfenförmige Kerbe (Notch) am oberen Rand ist noch etwas kleiner als beim Vorgänger. Nur noch die Frontkamera platziert Wiko darin, während der Telefonlautsprecher in einen schmalen Schlitz zwischen Display und Rahmen gewandert ist. Deswegen wird die Front des Geräts fast vollständig von Display bedeckt, weswegen wir regelrecht ins Geschehen eintauchen können.

Wiko View 3 Pro im Test - Display
Das Display des Wiko View 3 Pro ist mit 6,3 Zoll sehr groß, aber trotz IPS-Panel nicht blickwinkelstabil und auch nur in mäßig beleuchteten Räumen gut abzulesen. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Wichtiger aber als die schiere Größe ist letztlich die Bildqualität. Hier macht sich der günstige Preis bemerkbar. Zwar verbaut Wiko ein LC-Display mit IPS-Panel, das aber die Möglichkeiten dieser Technologie nicht ausnutzt. Weder ist der Bildschirm besonders hell, noch bleibt die Helligkeit und Farbtreue beim Blick aus einem spitzen Winkel stabil.

An der Schärfe und Detailfülle haben wir aber nichts auszusetzen. Das Display löst zeitgemäß in Full-HD+ auf, während sich Wiko beim Vorgänger View 2 Pro noch auf HD beschränkte. Das ist ein deutlicher Schritt nach vorn! Video-Streaming bei YouTube, Amazon Prime Video und Netflix bereiten auf dem Display viel Spaß – vorausgesetzt, wir gucken darauf in einem nicht zu hell erleuchteten Raum.

Leistung: Schnell genug für 3D-Spiele

Statt eines Prozessors von Qualcomm setzt Wiko dieses Mal auf eine günstigere Komponente von Hersteller MediaTek. Das tut dem Tempo aber keinen Abbruch. Die acht Rechenkerne des MediaTek Helio P60 takten mit bis zu 2,0 GHz und sorgen selbst bei grafisch aufwendigen 3D-Spielen für eine flüssige Darstellung. Beim App-Start stellt PUBG Mobile genügend Rechenleistung fest, um die Grafik auf die mittlere Detailstufe zu schrauben, was uns bei einem Einsteiger-Gerät positiv überrascht.

In alltäglich gebrauchten Apps ist erwartungsgemäß ebenfalls eine flüssige Bedienung ohne Ruckeln gewährleistet. Dem Prozessor stehen 6 GB Arbeitsspeicher zur Seite, das ist sehr viel für diese Preisklasse und 2 GB mehr als im Vorgänger stecken. Das wirkt sich positiv aufs App-Management aus. Selbst wenn wir mehrere Anwendungen im Hintergrund geöffnet haben, bleiben sie das auch und werden nicht automatisch geschlossen, sodass wir sie wieder neu starten müssen.

Für Fotos, Videos und Apps bringt das Wiko View 3 Pro ebenfalls viel Platz mit. 128 GB sind intern verfügbar. Diese lassen sich mit einer Micro-SD-Karte um 256 GB erweitern.

Software: Pures Android 9 mit ein paar Extras

Direkt zum Marktstart liefert Wiko das View 3 Pro mit dem aktuellen Android 9 aus, was in dieser Preisklasse noch keine Selbstverständlichkeit ist. Dabei verzichtet der Hersteller auf eine eigene Oberfläche, belässt das Betriebssystem also fast so wie von Google geschaffen. Lediglich unter dem Menü-Eintrag „Wiko-Eigenschaften“ sind ein paar ergänzende Funktionen zu finden, mit denen Nutzer die Oberfläche und die Bedienung individualisieren können.

Den Startbildschirm den eigenen Vorlieben anzupassen, scheint Wiko-Nutzern offenbar wichtig zu sein. Zusätzlich bietet der Hersteller nämlich auch eine App an, mit der Nutzer aus Videos interaktive Wallpaper erstellen können. Die App steht in Kürze als fertige Version im Google Play Store bereit. Im Test funktioniert sie bereits problemlos.

Wiko Live Wallpaper
Wikos zuständiger App-Entwickler Christopher Ney demonstriert uns im Wiko-Hauptquartier in Marseille, wie die Live-Wallpaper funktionieren. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Obwohl es sich übrigens generell bei der Software auf unserem Testexemplar noch um keine finale Version handelt, sind uns keine Bugs begegnet.

Kamera: Praktisches Ultraweitwinkel und schönes Bokeh

Eines von Wikos Hauptverkaufsargumenten für das View 3 Pro ist die Triple-Kamera mit Künstlicher Intelligenz. Klingt an sich super, denn bei Huawei kostet diese Ausstattung mindestens 70 Euro mehr. Doch genau wie beim P30 lite handelt es sich auch beim Modell von Wiko nicht um eine „echte“ Dreifach-Optik.

Denn zum Fotografieren lassen sich nur zwei der drei Kameras auf der Rückseite verwenden. Zum einen die Standardweitwinkel-Kamera (12 MP, 27 mm, F2.0) und zum anderen die Ultraweitwinkel-Kamera (13 MP, 16 mm, F2.2). Der 5-MP-Sensor der dritten Kamera ist hingegen nur dafür zuständig, im Bokeh-Modus Abstandsinformationen zu messen und dadurch die künstliche Hintergrundunschärfe präziser zu setzen. Dafür schaltet sich die Kamera automatisch hinzu. Beeinflussen kann der Nutzer das nicht.

Wiko View 3 Pro im Test - Triple-Kamera
Eine Triple-Kamera ist bei Smartphones für unter 300 Euro noch selten. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Gerade bei Landschaftsaufnahmen ist der Wechsel zur Ultraweitwinkel-Kamera sehr praktisch. Wir kriegen dann einfach mehr aufs Bild. Allerdings sind dann auch die bei kleinen Smartphone-Optiken typischen Starken Verzeichnungen an den Rändern hinzunehmen. Das Hauptmotiv sollte daher möglichst mittig platziert werden.

Gute KI, durchwachsene App-Ausstattung

Die in der Kamera-Software enthaltene KI ist auf das Erkennen von Fotomotiven trainiert und passt Belichtung und Farblook automatisch an. An den Einblendungen erkennen wir, dass die Software die Motive recht treffsicher identifiziert. Motive wie Pflanzen und blauer Himmel – die Klassiker eben – hat sie gut drauf. Den Unterschied von Fotos mit und ohne KI-Veredelung können wir aber nicht beurteilen, weil sich die Funktion nicht abschalten lässt.

Einen positiven Eindruck hinterlässt auch der Bokeh-Modus des Wiko View 3 Pro im Test. Dies gilt sowohl für die Hauptkamera als auch für die Frontkamera, obwohl letzterer keine extra Aufnahmeeinheit dafür zur Verfügung steht. In beiden Fällen gelingt es der Software, die Unschärfemaske präzise zu setzen. Selbst mit den Übergängen am Haar kommt sie gut klar. Prima übrigens, dass sich der Bokeh-Effekt nicht nur bei Porträts, sondern auch bei anderen Objekten anwenden lässt.

Bei wenig Umgebungslicht hilft es, den Nachtmodus zu aktivieren – wobei es dafür nicht wortwörtlich Nacht sein muss. Dieser Modus sorgt mit einer Mehrfachbelichtung dafür, dass mehr Helligkeitsinformationen gespeichert werden. Dadurch entsteht ein scharfes Bild aus freier Hand, ohne dass die Automatik die ISO und damit das Rauschen stark erhöht. Die Ergebnisse sind ansprechend. Ohne direkten Vergleich fällt der Unterschied zum Nachtmodus in den teureren Spitzenmodellen etwa von Huawei nicht auf.

Weniger die Fotofreunde als eher die leidenschaftlichen Shopper und Wissbegierigen freuen sich darüber, dass Google Lens in der Kamera-App enthalten ist. Das ist ungewöhnlich für diese Preisklasse. Dabei handelt es sich um eine bildergestützte Internetsuche. Zu Abfotografierten Gegenständen findet die Software passende Gegenstücke in Online-Shops oder Zusatzinformationen im Web.

Darüber hinaus bietet die Kamera-App wenig Extra-Optionen. Beispielsweise vermissen wir einen Pro-Modus und damit auch die Möglichkeit in Raw zu fotografieren. Mit der eingebauten Kamera in Apps wie Lightroom CC können wir allerdings dann schon Bilder im Raw-Format DNG abspeichern. 

Bildqualität für den Preis auf hohem Niveau

Insgesamt geht die Bildqualität des Wiko View 3 Pro im Test absolut in Ordnung. Mitunter sehen die Bilder etwas blass aus, was sich in der Nachbearbeitung jedoch beheben lässt. Und manchmal neigt die Software zur Unterbelichtung, insbesondere bei Hochkontrastsituationen. Denkbar, dass die finale Software dieses Problem ausgleicht. Dennoch sind Belichtung, Schärfe, Detailfülle, Rauschverhalten und Farbwiedergabe für diesen Preis auf hohem Niveau. Eine Kostprobe vermittelt die von uns fotografierten Testbilder in der Galerie.

Akku: Zwei Tage sind möglich

Mit 4.000 mAh Kapazität geht Wiko zwar nicht an die Grenzen des Möglichen, denn beispielsweise das günstigere Gigaset GS280 bietet sogar 5.000 mAh. Dennoch ist der Akku im View 3 Pro überdurchschnittlich groß dimensioniert. Das brächte natürlich nur wenig, wenn die Energie schnell flöten geht. Doch dem ist nicht so. Wiko hat das Energie-Management zusammen mit der Firma SmartViser eigenen Angaben zufolge derart optimiert, dass der Akku ohne Aufladen zwei Tage durchhält. Welcher Nutzungsmix dieser Angabe zugrunde liegt, wissen wir nicht. Dennoch kommt sie unseren Erfahrungen nach hin. Bei geringer Nutzung haben wir mit dem Wiko View 3 Pro im Test tatsächlich zwei Tage ohne Steckdosen-Stop geschafft.

Wiko View 3 Pro im Test -  SmartViser
Im Wiko-Hauptsitz im Marseille prüft die Software von SmartViser Tag und Nacht, wie lange der Akku in den Handys durchhält. Die versprochenen zwei Tage kommen hin, zeigt unser Praxistest.

Damit der Akku danach schnell wieder frische Energie erhält, lässt er sich mit dem Schnellladeverfahren Fast-Charging Pump Express wieder auftanken.

Sicherheit: Face Unlock ist praktischer als der Fingerabdruck

Statt mit PIN und Muster lässt sich das Wiko View 3 Pro im Test auch per Fingerabdruck oder Gesichtsprofil entsperren.

Der Fingerabdruckscanner ist klassisch auf der Rückseite platziert und lässt sich dort an sich gut treffen. Allerdings reagiert er für unseren Geschmack etwas langsam und zeigt sich oft widerspenstig. Wir müssen schon ein gewisses Gefühl entwickeln, um den Finger genau so zu platzieren, dass der Sensor das Profil prüfen kann. Möglicherweise arbeitet der Sensor mit finaler Software nach dem Marktstart besser.

Wiko View 3 Pro im Test - Fingerabdruckscanner
Der Fingerabdruckscanner hat uns im Test nicht gefallen. Er könnte aber noch besser werden, wenn die finale Software auf dem Gerät verfügbar ist. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Als praktischer erweist sich beim Wiko View 3 Pro im Test das Entsperren per Face Unlock. Diese Einstellung ist bei unserem Testexemplar übrigens nicht in der Rubrik „Sicherheit“, sondern unter den „Wiko-Eigenschaften“ zu finden. Anders als etwa beim iPhone X startet der Entsperr-Vorgang nicht automatisch. Stattdessen müssen wir erst stets die Powertaste drücken, um das Display aus dem Standby zu wecken. Dann erkennt das Smartphone unser Gesicht und entsperrt die Oberfläche super schnell – zum Teil wirklich schneller als per Fingerabdruck.

Obwohl beim Face Unlock nur ein 2D-Scan zum Einsatz kommt, der als unsicher gilt, konnten wir Kamera zumindest mit einem Selfie auf einem anderen Handy-Display nicht austricksen.

Konnektivität und Sound: Sinnvolle Modernisierung

Im Vergleich zum View 2 Pro hat Wiko beim Nachfolger die physischen Anschlüsse und die Funkverbindungen sinnvoll modernisiert.

Beispielsweise funkt das Gerät im WLAN nicht mehr nur mit 2,4 GHz, sondern jetzt auch mit 5 GHz. Wenn ihr euch bei Routern mit bereits vielen verbundenen Geräten anmeldet, ist das von Vorteil. Denn so kommen sich die Funkkanäle nicht in die Quere. Und statt mit dem überholten Micro-USB tauscht das Wiko View 3 Pro im Test nun Daten per USB-C-Kabel aus.

Beibehalten hat Wiko den Hybrid-Slot, der entweder einer Micro-SD-Karte oder einer zweiten SIM-Karte Platz bietet. Ebenfalls ist wie gehabt ein Klinkenstecker verfügbar.

Wer aber seine Kopfhörer nicht per Kabel – oder per Bluetooth – anschließen möchte, kann Musik und Podcasts natürlich auch über einen Lautsprecher hören. Dessen Sound ist klar und bei Bedarf auch sehr laut. Allerdings ist die Klangbühne nicht sehr breit. Von Stereo-Klang keine Spur. Wir können die Richtung, aus der die Geräusche kommen, sehr klar verorten.

Fazit zum Wiko View 3 Pro im Test: Geheimtipp im gehobenen Einsteiger-Bereich 

Wiko schnürt mit dem View 3 Pro ein großzügiges Paket in der Einsteiger-Klasse. Für das Smartphone sprechen ein bildhübsches Design, ein schön großes und scharfes Display, die für diese Preisklasse gute Kamera, aktuelle Software ohne Schnick-Schnack, ein starker Akku und eine moderne Anschlussausstattung. Negativ aufgefallen sind uns beim Wiko View 3 Pro im Test hingegen die geringe Spitzenhelligkeit des Displays, der langsame Fingerabdruckscanner und die enge Klangbühne des Mono-Lautsprechers. Doch diese Makel sind angesichts des Preises zu verschmerzen.

Insgesamt setzt Wiko mit dieser Produktausrichtung starke Impulse im Bereich für unter 300 Euro. Allerdings ist die Konkurrenz in diesem Regal eng beieinander. Von der Ausstattung her vergleichbar ist das ZTE Blade V10 mit Triple-Kamera aber weniger Speicher zum gleichen Preis. Demgegenüber sind das Huawei Mate 20 lite und das Honor 8X kaum schlechter ausgestattet, aber dafür günstiger zu haben. Das Honor 8X bietet mit 6,5 Zoll sogar noch einen größere Displaydiagonale.

Zum Preis von 299 Euro ist das Wiko View 3 Pro ab heute vorbestellbar und ab dem 27. Mai 2019 erhältlich. Käufer können zwischen den Farbvarianten Anthracite Blue/Gold und Deep Bleen wählen.

Das View 3 ohne Pro als günstigere Alternative

Wer nicht ganz soviel Budget hat, für den hat Wiko noch ein Modellpaket mit etwas weniger Ausstattung geschnürt. Das Display ist minimal kleiner (6,26 Zoll), der Prozessor etwas schwächer und im Gerät stecken nur halb so viel Nutzerdatenspeicher und RAM drin. Dennoch teilt sich das Modell viele Stärken mit dem Pro-Modell. Dazu zählen die Ausstattung mit Triple-Kamera, Android 9, 4.000-mAh-Akku sowie Face Unlock und Fingerabdrucksensor. Wann und zu welchem Preis das Wiko View 3 erscheint, hat der Hersteller noch nicht veröffentlicht.

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Samsung Galaxy M20 im Flashsale: Das ist die neue Einsteiger-Klasse

Für Fans der Samsung J-Reihe gab es vor einiger Zeit die Hiobsbotschaft: Der südkoreanische Technik-Riese stampft die Einsteiger-Smartphone-Serie ein. Doch das ist kein Grund, in Zukunft auf neue Samsung-Modelle der günstigsten Preisklasse zu verzichten. Denn nun kommt die Ablösung – in Form des Samsung Galaxy M20. Mit der M-Serie stellt der Hersteller seine neue Einsteiger-Klasse vor und bringt sie nun erstmals nach Deutschland. Jedoch gilt es hier, aufmerksam und schnell zu sein. Warum, zeigen wir euch hier. Zusätzlich erklären wir die neue Aufstellung der verschiedenen Modell-Klassen des südkoreanischen Herstellers.

Galaxy M20 startet in Deutschland: Viel Display für kleines Geld

Für besonders preisbewusste Smartphone-Nutzer hatte Samsung Anfang des Jahres ein neues Blatt in der Hinterhand – mit der neuen M-Serie. Nachdem klar wurde, dass die Einsteiger-Klasse Galaxy J eingestellt werden soll, musste eine neues, günstiges Modell-Angebot her, um besonders im asiatischen Raum konkurrenzfähig zu bleiben. Deswegen starteten vor knapp zwei Monaten das Samsung Galaxy M10 und Galaxy M20 in Indien. Nun kommt letzteres Modell auch hierzulande an.

Mit dem Samsung Galaxy M20 bietet euch der südkoreanische Smartphone-Riese ein Infinity-V-Display in der Einsteiger-Klasse. Das 6,3 Zoll große FullHD+-Display erstreckt sich fast über die gesamte Front des Smartphones. Lediglich die tropfenförmige Notch und ein schmaler unterer Rand unterbrechen das „randlose“ Erlebnis. Die kleine Aussparung am oberen Display-Rand, die „Notch“ genannt wird, beherbergt die 8-Megapixel-Kamera des Galaxy M20. Rückseitig verbaut Samsung eine Dual-Kamera in seiner neuen Einsteiger-Klasse. Mit an Bord ist hier ein Hauptsensor, der mit 8 Megapixel und einer f/1.9-Blende knipst. Unterstützt wird dieser von einem 5-Megapixel-Weitwinkelobjektiv. 

Das läuft und läuft: Mega-Akku in der Einsteiger-Klasse

Unter der Haube wird das Samsung Galaxy M20 vom Exynos 7904 angetrieben. Dabei handelt es sich um einen Octa-Core-Prozessor der einfachen Mittelklasse und stellt eine Abwandlung des Exynos 7889 dar. Dem Chipsatz stehen zudem 4 GB RAM zur Verfügung. Der interne Speicher hingegen kommt ab Werk mit 64 GB für eure Bilder und andere Dateien. Zusätzlich habt ihr aber auch die Möglichkeit, den Speicher des Galaxy M20 per Micro-SD-Karte auf bis zu 512 GB zu erweitern. Doch das eigentliche Highlight – neben dem Infinity-V-Display – zeigt sich in puncto Akku. Ganze 5.000 mAh Kapazität bringt die Batterie des Einsteiger-Smartphones mit sich. Das macht den Akku zu einem der leistungsstärksten, die Samsung je eingesetzt hat. Geladen wird er dank Schnellladefunktion über die USB-Typ-C-Schnittstelle recht zügig.

Samsung Galaxy M20 in Ocean Blue mit Infinity-V-Display.
Mit Infinity-V-Display dank Notch-Design: Das Galaxy M20 von Samsung.

Flashsale-Aktionen: Galaxy M20 exklusiv bei Amazon und Samsung erhältlich

Sollte das neue Samsung Galaxy M20 genau das Smartphone sein, das ihr sucht, könnt ihr das Einsteiger-Modell zur UVP von 229 Euro in den Farben Charcoal Black und Ocean Blue ab sofort ergattern. Doch hier gilt es, aufmerksam zu sein. Denn das Smartphone ist einerseits exklusiv bei Amazon als auch in Samsungs Onlineshop erhältlich, doch es gibt eine zeitliche Eingrenzung. So startete heute um 10 Uhr der erste von drei Flashsales, der 24 Stunden anhält. Danach ist das Samsung Galaxy M20 erst wieder am 25. März sowie nochmal am 1. April ab 10 Uhr für 24 Stunden im Flashsale bei den genannten Anbietern erhältlich. Eine dauernde Marktverfügbarkeit ist bislang unklar. Hier wird Samsung wohl zunächst die verkauften Stückzahlen der jeweiligen Flashsales beobachten.

Galaxy A, Galaxy M, Galaxy J? Samsungs-Serien kurz erklärt

Für dieses Jahr hat sich Samsung, was seine einzelnen Smartphone-Reihen angeht neu aufgestellt. Doch für die Nutzer kann es manchmal schwierig sein, im Dschungel der Modell-Bezeichnungen den Überblick zu behalten. Deswegen schaffen bringen wir hier ein wenig Licht ins Dunkle. 

Wie bereits erwähnt, löst die neue Samsung Galaxy M-Serie, beginnend hierzulande mit dem Galaxy M20, die vorherige preisgünstigste J-Klasse ab. Somit handelt es sich weiterhin um die Einsteiger-Kategorie von Samsung-Smartphones. Doch auch mit der A-Serie bedient Samsung Kunden, die sich für günstigere Modelle interessieren. Dennoch muss man die A-Serie klar von der neuen M-Reihe trennen. Während die Galaxy M-Smartphones die unterste Preiskategorie abdecken, ist die A-Serie von Samsung in der Mittelklasse angesiedelt. Demnach kommen hier auch einige abgespeckte High-End-Merkmale zum kleineren Preis zum Einsatz. So hat das aktuellste Modell Galaxy A50 bereits eine Triple-Kamera mit an Bord. Die oberste Klasse bedienen dann die Flaggschiff-Serien, wie beispielsweise die aktuellsten Galaxy S10-Modelle oder das Stift-Phablet Galaxy Note 9.

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Gigaset GS185: Comeback für ein Smartphone „made in Germany“

Gigaset GS185 Metal Cognac

Die Zeiten, als Siemens Handys in Deutschland fertigte, sind lange vorbei. Der aus Siemens hervorgegangene Hersteller Gigaset will diese Tradition jetzt wieder aufleben lassen. Mit dem Gigaset GS185 stellt das Unternehmen derzeit ein Smartphone im Werk im nordrhein-westfälischen Bocholt her. Das ist eines von einst zwei Werken, aus dem früher Siemens-Handys stammten. Für 179 Euro soll es ab Anfang Juli in den weltmännisch betitelten Farben Midnight Blue und Cognac Blue im Handel erscheinen.

Das Gigaset GS185 soll für das Unternehmen der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Produkten mit dem Siegel „made in Germany“ sein und dem Newcomer im Wettbewerb um Smartphone-Kunden einen psychologischen Vorteil bieten. Technisch ist das neue Gerät genauso wie die beiden anderen Modelle GS180 und GS100, die Gigaset heute vorgestellt hat, jedoch wenig aufregend und in der Einstiegsklasse einzuordnen. Wie das GS185 hergestellt wird, konnten wir während eines Werksbesuchs in Bocholt mit eigenen Augen erleben. Ausführlich getestet haben wir das Gerät inzwischen auch. 

Das Erbe der Siemens-Handys

Siemens hatte sich 2005 aus dem Handy-Geschäft zurückgezogen, weil sich die Mobiltelefone nicht mehr so gut verkauften und die Konkurrenz technisch davoneilte. Zwischenzeitlich führte die taiwanesische Firma BenQ die Handy-Fertigung fort, verhob sich damit aber spektakulär und ließ bei der Schließung der deutschen Produktion Ende 2006 einen Scherbenhaufen zurück. Die Handy-Produktion am Standort Kamp-Lintforth machte dicht und ließ tausende Mitarbeiter ohne Arbeitsplatz zurück. Bocholt überlebte, weil dort weiterhin Gigaset-Festnetztelefone das Werk verließen.

Die Marke Gigaset wurde Firmenname und steht unter neuem Eigentümer seit dem Jahr 2015 auch wieder auf Android-Smartphones. Branchenüblich wurden die Smartphones bis dato jedoch in Asien hergestellt. Das nun erfolgende Comeback für Mobiltelefone und die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Bocholt hat also auch eine emotionale Komponente.

Roboter machen erschwingliche Produktion am Standort Deutschland möglich

Mehr als um Nostalgie geht es für Gigaset aber natürlich um Kaufmännisches. Produziert Gigaset hier und nicht in Fernost, kann es besser planen, schneller liefern und Großkunden mehr Varianten bieten. Ökologisch ist es natürlich auch sinnvoll, wenn Güter nicht mehr so weit transportiert werden müssen. Zudem ist der Werbeeffekt von Produkten „made in Germany“ gewichtig.

Und was ist mit den Produktionskosten? Dass die Lohnkosten in Asien günstiger sind als hierzulande, kann natürlich auch Gigaset nicht ignorieren. Daher geht die Firma einen anderen Weg und setzt auf eine neue Generation von Fertigungsrobotern. Sie übernehmen viele Aufgaben von Menschen, sodass die Anzahl der Arbeitskräfte in Bocholt überschaubar bleibt. 24 Menschen wird die Smartphone-Fertigung beschäftigen.

Gigaset Bocholt Smartphone Fertigung
Bei der Smartphone-Fertigung in Bocholt unterstützt Robotertechnik menschliche Arbeitskräfte, damit die Kosten niedrig bleiben können. Image by Gigaset

Die Fertigungsstrecke ist mit einer Kapazität von bis zu 6.000 Geräten pro Woche zudem vergleichsweise klein, weil Gigaset nur eines von derzeit fünf Smartphone-Modellen in Deutschland fertigt. Das andere Quartett kommt wie gehabt von Fertigungspartnern aus Asien. Dazu zählen neben den beiden neuen Geräten das GS270 und das GS370.

Selbst das GS185 entsteht nicht komplett in Bocholt. Viele Komponenten werden aus Asien angeliefert, weil sie dort entwickelt und gefertigt werden. Schließlich ist Asien längst nicht nur eine Werkbank, sondern auch ein Technologiestandort. Diese Strukturen kann Gigaset als kleiner Player in der Smartphone-Branche nicht mal eben umwerfen.

Abgesehen davon ist das Investitionsrisiko auch deshalb überschaubar, weil Gigaset sich mit dem technologisch durchschnittlichen Smartphone-Modell GS185 in bekanntes Terrain wagt und keine neuen Produktionsverfahren aus dem Boden stampfen muss.

Deutsche Hausmannskost: Gigaset GS185 mit solider Durchschnittstechnik

Vor diesem Hintergrund bietet das GS185 nicht mehr und nicht weniger als die biederen Leistungsdaten eines Einsteiger-Smartphones. So ist das Display mit einer Diagonale von 5,5 Zoll zwar schön groß und dank des trendigen Seitenverhältnisses von 18:9 auch angenehm kompakt in der Hand zu halten. Mit der Auflösung von 1.440 x 720 Pixeln (HD+) bleibt Gigaset aber am unteren Ende. Weil es sich um ein IPS-Display handelt, ist damit zu rechnen, dass es auch keine Grauschleier bildet, wenn man es von der Seite betrachtet.

Gigaset GS185 Midnight Blue
Das Gigaset GS185 ist zum Preis von 179 Euro ein durchschnittliches Einsteigergerät. Image by Gigaset

Aufgespielt hat Gigaset das aktuelle Android 8.1, ein Update auf Android P ist angesichts der Preisklasse ausgeschlossen. Unter der Haube rechnet der Mittelklasse-Prozessor Snapdragon 425 von Qualcomm, womit Gigaset erstmals nicht zum Zulieferer Mediatek greift. Dem Prozessor zur Seite stehen 2 GB Arbeitsspeicher. Diese Ausstattung ist stark genug für Alltagsaufgaben, aber nicht für aufwendige Spiele oder App-Multitasking geeignet. Zum Speichern von Apps, Musik und anderen Dateien stehen nur 16 GB zur Verfügung, was Nutzer schnell veranlassen dürfte, den Speicher um bis zu 256 GB durch eine Micro-SD-Karte zu erweitern.

In der Kamera-Abteilung lösen die Einheiten vorne und hinten jeweils mit 13 Megapixel auf, wobei die Hauptkamera noch einen Phasenautofokus für schnelleres Scharfstellen an Bord hat. Über 4G-LTE lassen sich die Bilder schnell im Social Web teilen. Ein schlankes Metallgehäuse kann Gigaset zu diesem Preis nicht realisieren. Das Chassis aus Kunststoff ist mit 8,8 Millimetern Dicke eher gut genährt.

Praktisch ist der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite, weil er nicht nur das Display entsperren, sondern auch andere Funktionen steuern kann. Aus der Masse heraus sticht das Gigaset GS185 aber vor allem durch den starken Akku. Mit 4.000 mAh bietet er eine größere Kapazität als vergleichbare Smartphones. Weil das Gigaset GS185 zudem über einen Micro-USB-Anschluss mit On-The-Go-Technik verfügt, kann das Smartphone in der Rolle einer Powerbank andere Geräte aufladen.

Gigaset GS100 und Gigaset GS180: Budget-Modelle für Teenager

Parallel zum „deutschen“ Smartphone hat Gigaset zwei weitere Einsteigergeräte angekündigt. Das Gigaset GS180 für 149 Euro ist eine verbesserte Version des GS170 und GS160. Neu ist ein noch günstigeres Einstiegsmodell für 119 Euro – das Gigaset GS100. Beide liegen in punkto Preis und Leistung unter dem GS185. Sie richten sich an Jugendliche mit begrenztem Budget.

Gigaset GS180 Champagne
Das Gigaset GS180 hat im Vergleich zum GS185 einen kleineren Akku und ein kleineres Display. Image by Gigaset

Das GS180 bietet ein 5 Zoll großes HD-Display (1.280 x 720 Pixel) und ein klassisches Seitenverhältnis von 16:9. Das 5,5-Zoll-Display im günstigeren GS100 ist mit 18:9 länglicher und löst auf größerer Fläche nominell etwas höher auf (1.440 x 720 Pixel, HD+). In beiden Fällen handelt es sich um blickwinkelstabile IPS-Displays.

Beide Geräte rechnen mit einem vierkernigen Mediatek-Prozessor, der mit bis zu 1,3 Ghz taktet. Dem GS180 stehen zudem 2 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung, dem GS100 nur die Hälfte davon. Für Mailen, Surfen und Social Media ist das ok. LTE-Internet unterstützen beide Geräte.

Beim GS180 löst die Hauptkamera mit 13 Megapixeln auf und schärft mit schnellem Phasenautofokus, die Selfie-Kamera knipst mit 8 MP. Weil das GS180 über einen Fingerabdrucksensor mit Multifunktion verfügt, lässt sich die Kamera über dessen Sensorpad auslösen. Im GS100 sind die Kameras mit 8 und 5 MP aufgelöst.

Gigaset GS100 Lemon Green
Für 119 Euro bietet das Gigaset GS100 nur einfachste Ausstattung aber bunte Gehäusefarben. Image by Gigaset

Das Duo ist jeweils mit 16 GB Nutzerdatenspeicher ausgestattet, der sich per Micro-SD-Karte um 128 GB erweitern lässt. Mit 3.000 mAh ist der Akku beider Geräte kleiner als beim Gigaset GS185, lässt sich aber wechseln. Das teurere Modell GS180 soll über einen für diese Preisklasse überdurchschnittlich lauten und verzerrungsfreien Lautsprecher verfügen.

Die beiden Kunststoffgehäuse sind mit 9 Millimetern in der Tiefe relativ wuchtig, dafür aber schick anzusehen. Das GS180 kommt in den Farbvarianten Silver Grey und Champagne, das GS100 erscheint im Vergleich dazu als bunteres Trio in Graphite Grey, Cobalt Blue und Lemon Green. Beide Geräte starten im Juni in den Handel.

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