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Dota2 Weltmeister besiegt von der KI „Five“

Künstliche Intelligenz besiegt Dota2 Champions.

Das Online-Spiel Dota2 ist neben League of Legends eines der beliebtesten und komplexesten MOBA-Games unserer Zeit. Die jährlichen Championships sind mit über 25 Millionen US-Dollar Gewinn dotiert. Diesen riesigen Preis nahm im letzten Jahr, in der Saison August 2018, das Team OG mit nach Hause. Doch nun musste sich das Team in einem Freundschaftsspiel gegen einen Gegner beweisen, mit dem sie nicht gerechnet hatten: Einer künstlichen Intelligenz, die in einem best-of-three Match die Weltmeister in die Knie zwang.

OpenAI steckt hinter dem Projekt

Das Unternehmen OpenAI, über dessen KI wir bereits vor einiger Zeit berichteten, tüftelte in den vergangenen Monaten an einer künstlichen Intelligenz, der es möglich sein sollte, die komplexen Spielabläufe von Dota2 zu analysieren und daraufhin eigene Spielzüge zu erstellen. Heraus kam dabei dann die KI „Five“, die insgesamt das Äquivalent von 45.000 Jahren Dota-Erfahrung gespeichert hat. Die Forscher ließen die KI also Spiele mit einer Gesamtlaufzeit von 250 Jahren pro Tag simulieren und aus den Matches lernen.

Dafür musste Dota2 jedoch zunächst angepasst werden. Die KI lernte ganz zu Beginn mit einer sehr abgespeckten Version des Originaltitels und lernte über die Zeit immer mehr Komponenten, wie verschiedenste Attacken, Ausrüstungen und Champions in die Kalkulationen aufzunehmen. Trotzdem fand das Match von Five gegen OG letztendlich nicht unter den klassischen Bedingungen statt. Die Reaktionszeit von Five musste ein wenig heruntergeschraubt werden, das wäre ansonsten aufgrund der motorischen Fähigkeiten der Menschen dem Team OG gegenüber nicht fair gewesen. Außerdem musste die KI auf Items verzichten, die die Minions im Spiel kontrollieren. Dass eine KI besser micromanagen kann als jeder Mensch, sahen die Entwickler als gegeben und somit unfair an. Five konnte hingegen noch immer nicht mit allen Champions umgehen, weswegen nur eine geringe Anzahl Charaktere zur Auswahl standen.

Wie verlief das Spiel?

Wer sich selbst noch einmal die Matches ansehen möchte, der kann das hier tun. Zusammenfassend kann man aber sagen: Five hat seinen Zweck erfüllt. Auch wenn die künstliche Intelligenz im ersten Spiel gegen OG relativ lange brauchte, um ihre im Spiel gewonnenen Vorteile in einen handfesten Sieg zu verwandeln. Das zweite Spiel dauerte dann nicht einmal halb so lang und dieses Mal hatte OG wenig Chancen, gegen Five anzukommen. Bereits nach 15 Minuten standen die Five-Bots vor den Toren der OG Base und fünf Minuten später war das Match gewonnen.

Doch den Profis aus dem menschlichen Team fielen einige Schwächen der KI auf, die sie im Verlauf des Turnieres zu ihrem Vorteil nutzten. Five hat Schwierigkeiten damit, Gold zu farmen, was aber ein wichtiger Bestandteil ist, um im Spiel Items kaufen zu können. Stattdessen ist die KI zu sehr auf Spielzüge gegen die Gegner fokussiert. Darüber hinaus sind einige der Feinheiten des Spiels für den künstlichen Gegenspieler schwer zu verstehen. Five hat Schwierigkeiten mit unsichtbaren, sprich plötzlich auftauchenden Gegnern, umzugehen und kommt um Schilder, die von den Spielern aufgestellt werden, einfach nicht herum. Und damit treffen wir hier wieder auf die Grenzen der künstlichen Intelligenz. Sie mag 600 Menschenleben an Erfahrung im Dota2-spielen haben, aber sie kann nicht mit unvorhergesehenen Aktionen umgehen. Vor jedem Spielzug, den sie so noch nicht erlebt hat, bleibt die KI stecken.

Five für kurze Zeit für alle zugänglich

Für drei Tage konnten auch normale Spieler auf der ganzen Welt versuchen, gegen Five in einem Match zu bestehen. Dafür musste man sich allerdings vorher registrieren. Wer genug davon hat gegen die KI zu verlieren, dem sollte es auch möglich sein mit ihr zusammen zu spielen. Denn als Teamplayer eignet sich Five nach Angaben der Entwickler überraschend gut.


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Vampire: The Masquerade – Bloodlines 2 angekündigt

Obwohl sich die Verkaufszahlen damals unter den Erwartungen hielten, gilt Vampire: The Masquerade – Bloodlines heute noch als eines der besten Rollenspiele. 15 Jahre später kündigt Paradox nun den Nachfolger des Kultspiels an und versetzt Rollenspielfans in Aufregung. Vampire: The Masquerade – Bloodlines 2 soll bereits kommendes Jahr erscheinen. Damit bekommt Cyberpunk 2077 Konkurrenz. Wenn auch ohne Vampire, führt Cyberpunk derzeit deutlich den Hypezug kommender Rollenspiele an.

Die Vampire kommen zurück – Nach Seattle

Vampires: The Masquerade – Bloodlines 2 führt uns nach Seattle. Die Stadt ist in der Welt von World of Darkness seit jeher ein Hotspot für Vampire. Und da Vampire starken Einfluss in Seattle haben, spielt auch die Politik eine große Rolle. Jeder Vampir-Clan folgt einer eigenen Agenda und als freier Akteur müssen wir abwägen, welchem Clan wir unsere Unterstützung anbieten. Das hat auch für den eigenen Charakter Konsequenzen, da die Welt uns nach unseren Entscheidungen beurteilt.

Hier könnte es interessant werden, in wie fern der Charakter eine Spielfigur der Mächtigen ist oder ob wir selbst auch im Verlauf der Geschichte den ein oder anderen Faden selbst ziehen dürfen. Die düstere Spielwelt hat jedenfalls Potential für große Geschichten.

Wähle deine Pronomen

Interessante Ansätze bietet übrigens der Charaktereditor. So wird die Charaktererschaffung zweiteilig ablaufen. Das erste Mal dürfen wir unseren menschlichen Charakter festlegen, später dann die vampirspezifischen Merkmale.

Doch der größte Clou kommt an anderer Stelle: Neben unserer biologischen Erscheinung, können wir als Spieler auch Geschlechtspronomen auswählen, also wie unser Charakter angesprochen wird. Wir können also einen biologisch männlichen Charakter erstellen, der sich selbst jedoch mehr als Frau versteht und auch entsprechend angesprochen werden will. In vielen Settings wäre das etwas zu plakativ, aber in die Vampirwelt passt dieser Ansatz wunderbar rein.

Chris Avallone schreibt an Vampire: The Masquerade – Bloodlines 2 mit

Der 15 Jahre alte Vorgänger ist vielen vor allem für seine Story im Gedächtnis geblieben. Auch für Bloodlines 2 bemüht man sich sichtlich, an diesem Standard festzuhalten. Zumindest spricht eine Personalie dafür: Chris Avellone. Avellone ist bekannt dafür, ausgefeilte Charaktere zu erschaffen, die gerne mit gängigen Standards brechen. Unter anderem wirkte er in der Fallout-Reihe, Baldur’s Gate, Icewind Dale, Wasteland 2 und den jüngeren Rollenspiel-Erfolgen Divinity: Original Sin 2 und Pathfinder: Kingmaker mit. Gerade in Settings mit umfangreichem Hintergrund hat er sich bereits mehr als einmal bewiesen. Chris Avellone selbst, freut sich bereits auf das Projekt und hat sogar sein Profilbild auf Twitter angepasst.

Vampire: The Masquerade – Bloodlines entwickelte sich zum Kult

Der Vorgänger Bloodlines ist ein Phänomen für sich. Massive Bugprobleme sowie eine unglückliche Releasepolitik sorgten für schlechte Absatzzahlen, trotz an sich guter Bewertungen (Metascore: 80). Nur 72.000 Mal ging das Spiel in den ersten drei Monaten über die Theke. Das Entwicklerstudio Troika Games löste sich kurz danach auf und auch das Pen & Paper-Regelwerk Vampire: The Masquerade wurde kurz darauf zugunsten des neueren Vampire: The Requiem eingestellt.

Zu diesem Zeitpunkt konnte niemand erahnen, dass sich das Spiel trotzdem zum Kult entwickeln würde. Fans versorgen das Spiel noch immer mit Updates, um Bugs auszubügeln oder zeitgemäßere Effekte hinzuzufügen. Plattformen wie Steam oder GOG dürften auch geholfen haben, diese alte RPG-Perle an neuere Spielergenerationen heranzutragen. Paradox hat die Kraft der Community jedenfalls erkannt und kündigt für Vampire: The Masquerade – Bloodlines 2 bereits zu Release Modding-Tools an.

Was Fantasy-Autor Markus Heitz bei seinen Buchrecherchen zu Vampiren alles herausfand (Provisionslink)


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Stadia – Google kündigt Cloud Gaming-Dienst an

Auf der diesjährigen Game Developer Conference in San Francisco kündigte Google seine neue Cloud Gaming-Plattform Stadia an. Damit will Google unseren zukünftigen Zugang zu Videospielen verändern.

Videospiele für alle!

Laut Sundar Pichai, dem CEO von Google, schafft das Unternehmen mit Stadia eine Cloud Gaming-Plattform, die Spiele jedem zugänglich macht und Barrieren für die Spieler aufhebt. So soll es möglich sein, grafisch anspruchsvolle Spiele auf verschiedenen Endgeräten zu spielen, ohne dass diese eine sonderlich große Leistungsfähigkeit vorweisen müssen. Auf Fernsehern, Notebooks, Tablets, Desktop-PCs oder Smartphones können Nutzer dann Spiele wie Assassin’s Creed Odyssey mit einer Auflösung von bis zu 4K und mit 60 Bildern die Sekunde spielen. In der Zukunft will Goolge sogar Auflösungen bis zu 8K und 120 Bilder die Sekunde möglich machen.

Spiele werden schneller und einfacher zugänglich

Indem Google die benötigte Rechenleistung von den Geräten der Spieler auf ihre eigenen Rechenzentren verlegt, wollen sie die Zugänglichkeit von Spielen für die Nutzer erhöhen. User müssen keine Inhalte mehr herunterladen oder ein Spiel erst installieren. Sie können das Spiel ganz einfach starten und loslegen. In der Keynote zu Stadia zeigt Phil Harrison, Vice President und General Manager von Google Stadia, wie das Gaming-Erlebnis auf und zwischen den verschiedenen Endgeräten aussehen kann. Ein Spiel kann mit Stadia beispielsweise auf einem Smartphone begonnen und dann nahezu nahtlos auf einem anderen Gerät, wie dem heimischen Fernseher fortgesetzt werden.

Auch wird es die Möglichkeit geben, Spiele direkt aus einem YouTube-Video über einen Play-Button zu starten. Der Start des Spiels aus YouTube heraus soll dabei angeblich nicht länger als fünf Sekunden dauern. So will man mit Stadia den Weg zwischen der Begeisterung für ein Spiel und dem tatsächlichen Spielen verkürzen.

Auch gemeinsames Spielen wird unterstützt

Auch das gemeinsame Spielen soll mit Stadia im Splitscreen und online ruckelfrei möglich sein. Gerade im Bereich der Multiplayer-Spiele bietet Stadia den Spieleentwicklern eine echte Neuerung. In traditionellen Multiplayer-Titeln verbinden sich die einzelnen Spieler (Clients) selber mit den Servern des Spiels, wodurch einem Spiel durch die einzelnen Internetgeschwindigkeiten der Clients gewisse Grenzen gesetzt sind. Mit der Streaming-Plattform können jetzt sowohl der Client, als auch der Server in Stadias Infrastruktur ausgeführt werden. Der Weg vom Client zum Server ist damit berechenbar und das macht den Entwicklern das Leben deutlich einfacher.

Mehr Spaß für Entwickler

Generell versucht Google mit ihrem Game-Streaming-Dienst nicht nur Spielern etwas zu bieten. Auch Entwickler sollen von den neuen Möglichkeiten profitieren. Da die Spiele nicht mehr auf den Endgeräten der Gamer ausgeführt werden, müssen sich die Entwickler zum Beispiel nicht mehr so stark an Hardware-Begrenzungen halten und können ihre Werke eher nach ihren Vorstellungen entwickeln. Außerdem will Google mit Unity, Unreal, CryTec, Havok und diversen anderen Game-Engines und Tools zusammenarbeiten, um die Entwicklung für Spiele auf und in der Stadia-Plattform zu vereinfachen. Auch soll eine eigene KI bei der Spieleentwicklung unterstützen.

Ein eigener Stadia Controller

Neben der Plattform selbst kündigte Goolge den Stadia Controller an. Dieser ist direkt mit dem Rechenzentrum von Google verbunden, um die bestmöglichste Performance zu bieten. Google hat nach eigener Aussage extra mit Gamern gesprochen hat, um deren Wünsche zu erfahren und den Controller entsprechend zu gestalten. Optisch unterscheidet sich der Controller dabei nicht so stark von denen der PS4 oder der Xbox ONE. Er verfügt aber über einen eingebauten Button, mit dem Gameplay-Material in einer Auflösung von bis zu 4K gespeichert und direkt geteilt werden kann. Außerdem sind in den Controller eine Taste und ein Mikrofon zur Nutzung des Google Assistants eingebaut.

Wann wird Stadia veröffentlicht und was wird es kosten?

Stadia soll noch dieses Jahr in den USA, Kanada, Großbritannien und weiten Teilen Europas verfügbar sein. Was die Kosten anbelangt, lässt uns Google aber derzeit noch im Dunkeln.


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Fortnite – die Inkarnation des Hypes

Vielleicht sollte es mir mit meinen 19 Jahren zu denken geben, dass ich das Phänomen Fortnite einfach nicht verstehe. Während der Recherche zu diesem Artikel stolperte ich online über das ein oder andere „Ultimate Fortnite Fail Compilation“ Video, mit immerhin so um die vier bis sechs Millionen Aufrufe, das mich stocken ließ. Mich, die RPG-Spielerin, für die League of Legends im Bereich MOBA (Multiplayer-Online-Battle-Arena) das höchste der Gefühle war. Denn mir eröffnete sich in diesen Videos eine überdrehte, quietschebunte Welt voller absurder Tänze und ausgefallener Kostüme. Ach ja: gebaut und Gegner gekillt wird natürlich auch noch. Eigentlich sollte es mich wahrscheinlich gar nicht wundern, dass gerade in unseren schnelllebigen Zeiten besonders Kinder anfällig für diese, nun ja, „spezielle“ Art des Battle Royales sind.

Doch trotzdem wollte ich es jetzt genau wissen: Was macht Fortnite so „einzigartig“? Wie kommt es, dass gerade dieses Spiel sich einer so regen Beliebtheit erfreut, und das übrigens, wie ich herausfand, nicht nur bei pubertierenden Kindern?

Multimedial unterwegs

Zunächst einmal kann das Spiel Fortnite auf PC/Mac/Xbox/Playstation/iOS/ Android und der Nintendo Switch gespielt werden. Also eigentlich auf allen gängigen Computern, Konsolen und Smartphones. Das ist auch schon der erste Punkt, warum das Spiel bis heute circa 125 Millionen aktive Spieler weltweit verzeichnet. Wo auch immer du bist, was auch immer du gerade machst: Du kannst Fortnite spielen. Auf der Couch, vor dem Rechner oder in der Bahn. Das eignet sich besonders gut für die Generation Smartphone, die zu ihrem zehnten Geburtstag ein Handy geschenkt bekommen. Und dazu kommt noch, dass das Spiel komplett kostenlos ist. Außer im Xbox-Store. Hier muss man Xbox Live Gold hinlegen, also die interne Währung der Plattform, um das Spiel zu downloaden. Aber wie auch in anderen Spielen können Items, Kostüme und Waffen in einem zusätzlichen Shop mit Ingame-Geld erworben werden.

Klicks durch Content

Dieser „Grundsatz“ gilt im Internet schon seit längerem. Will man Aufmerksamkeit braucht man nicht nur guten Content, sondern auch möglichst viel davon. Und auch hier wurde ich von Epic Games, dem Herausgeber von Fortnite, leicht erschlagen. Allein im internen Shop für Kleidungsstücke, Waffen und andere Items tummeln sich hunderte und aberhunderte von gewöhnlichen, legendären, seltenen und besonderen Artikeln. Hier können Charaktermodelle, Emojis, Tänze und Ausrüstung noch und nöcher gegen echtes Geld eingetauscht werden. V-Bucks lautet der Name der Ingame-Währung, mit der die meisten der Artikel im Spiel gekauft werden können. Um die Währung zu erhalten, kann man im Spiel tägliche Quests abschließen, oder die V-Bucks eben kaufen. Dafür bietet der Shop mehrere Kaufoptionen, die von zehn Euro bis 100 Euro Echtgeld gehen. Allerdings müssen für einige Items auch besondere Missionen erfüllt, oder besondere Ränge und Abzeichen erreicht werden. Es wird also nie langweilig in der Fortnite Welt.

Das gilt allerdings nicht nur für die Items, die man sich im Shop kaufen kann, sondern auch für die Updates der Spiele. Auch wenn andere Entwicklerstudios wie Blizzard ebenfalls jährlich Updates für ihre beliebtesten Spiele raushauen, ist das nichts im Vergleich zu dem Hype, der sich online jedes Mal entfesselt, wenn eine neue Season Fortnite beginnt. Denn jede Season verspricht eine Veränderung der Spielwelt, neue Events und allgemein neue Items. Für Season acht zum Beispiel soll angeblich ein Wasserbiom auf der Map geplant sein. Zu dieser Vermutung passt zum Beispiel, dass es neue fischige Items und Skins im Shop gibt.

Und alle machen mit

Insbesondere interessant sind bei den Seasons jedoch nicht nur die Neuerungen im Spiel selbst, sondern vor allem die gewaltige Community, die auf diese Veränderungen reagiert. Fast schon wie ein zweites Zuhause wird in Echtzeit online über die Geschehnisse auf der Fortnite-Insel berichtet. Jede noch so kleinste Veränderung wird von den Spielern bemerkt, aufgegriffen und eifrig diskutiert. Inzwischen hat Fortnite sogar League of Legends vom Thron des Spiels mit den meisten Zuschauern auf Twitch gestoßen.

Man mag über Epic Games und Fortnite denken was man möchte, aber Community-Pflege können sie: Auf der Website von Fortnite gibt es immer wieder Kreativwettbewerbe, Ausschreibungen und Präsentationen der Kreationen der Spieler. Einige der Wettbewerbe sind mit bis zu 100.000 US-Dollar dotiert. Was Spiele wie League of Legends mit zahlreichen Sponsoren machen, stampfen die Entwickler von Fortnite mühelos selbst aus dem Boden. Bei einer Community von 125 Millionen aktiven Spielern ist das aber vielleicht auch kein Wunder. Tänze aus Fortnite, wie der Floss Dance, werden zum weltweiten Phänomen, Streamer zu Ikonen und Musiker wie DJ Marshmallow legen in Fornite auf.

Ja, richtig gehört. Auch das gab es erst kürzlich in Fortnite. Ein virtuelles Konzert eines echten DJs, im Spiel. Hunderte Spieler fanden sich auf verschiedensten Server zusammen und ließen die Hüften ihrer Charaktere schwingen. Das Ganze sieht dann so aus:

Fortnite, der Hype unserer Zeit?

Es gibt gefühlt keinen Aspekt des Spielerlebens, den Fortnite nicht abdeckt. Community-Wettbewerbe, Charaktergestaltung, Konzerte, Events, Pop-Kulturelle Anspielungen. Epic Games macht das so selbstverständlich wie kein andere Spieleentwickler. In Fornite verschwimmen die Grenzen der realen Welt mit der der Online-Welt. Zudem ist das Spiel immer erreichbar, immer spielbar und dabei für Einsteiger nicht allzu schwer zu erlernen. Egal wo du herkommst, egal was du sonst zockst, Fortnite garantiert dir sofortigen Spielspaß und bietet jedem der möchte ein virtuelles Zuhause. Dabei springt das Spiel genau auf die Schnelllebigkeit und das „einfach mal kopflos Spaß haben“-an, dass so viele sich zu wünschen scheinen.

Ich war und bin zugegebenermaßen noch immer überfordert mit der schieren Masse an Content, die es täglich zu diesem Phänomen gibt und präferiere weiterhin das ruhige Questen in Azeroth. Aber inzwischen ist Fortnite nun mal ein weltweites Erlebnis. Und auch wenn es Gerüchte gibt, das Spiel Apex Legends würde Fortnite den Rang ablaufen, dürfen sich die Fans des Spiels wohl noch eine Weile in der bunten Online-Welt vergnügen. Und natürlich auch weitertanzen.


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Die Arcade Virtual Reality Lounge bietet fantastische 3D-Welten

Virtual Reality hat ein ganz neues Gamingerlebnis zu uns gebracht. Die Möglichkeit, via VR-Brillen in den eigenen vier Wänden in die 3D-Spielwelten zu tauchen, hat das das Gaming, so wie wir es kennen, wohl endgültig revolutioniert. Etwa zeitgleich schossen diverse VR-Zentren und VR-Arenen aus dem Boden. Für – teilweise nicht wenig – Geld kann man sich mit Freunden in großen Zimmern aufhalten und VR-Welten erkunden. Gerade mit Freunden macht das einen Riesenspaß. In der Arcade Virtual Reality Lounge in Kassel wird dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt.

VR-Vergnügen in Gruppen

In der Arcade Virtual Reality Lounge können VR-Fans sich mit Gruppen so richtig austoben. Ausgestattet mit Rucksack und Laserwaffen, bietet die 130m² große Fläche ein einzigartiges Spielvergnügen. Genau wie in kleineren VR-Zentren, können Begleiter das Geschehen auf den Monitoren verfolgen. Für Spieler wirkt das Ganze aber noch um einiges echter.

Die große Spielfläche ist eigentlich für das bloße Auge ziemlich leer und dunkel, bedeutet aber für die Spieler ein Wahnsinns Spielerlebnis. Der hallenähnliche Kellerraum in einem Kasseler Hinterhofgebäude verwandelt sich beim Aufsetzen der VR-Brillen unter anderem in ein Raumschiff. Verschiedene Spielstationen ermöglichen den Spielern entweder in Gruppen anzutreten oder Wettkämpfe auszutragen, gegen Zombies zu kämpfen oder einen virtuellen Jahrmarkt zu besuchen.

Wer und was steckt dahinter?

Hinter der Arcade Virtual Reality Lounge verbergen sich Dariusz Kaleta, Kai Schiek und Hüseyin Uzun. Das Startup findet seinen Ursprung 2017 in Bad Hersfeld und zog kurze Zeit später, als sie merkten, dass vor Ort der Kundenmarkt nicht groß genug war, in die Nähe des Kasseler Bahnhofs.

Hier erleben Spieler einen 130 m² Free Walkeinen der ersten aus ganz Deutschland. Möglich macht das freie Bewegen der Rucksack-PC, den ihr auf dem Rücken bei euch tragt. Ein spezielles Kamerasystem überträgt die Bewegungen des Spielers, sodass ihr euch in Echtzeit bewegen könnt. Die Laufwege sind besonders gestaltet, wodurch die VR-Welt unendlich erweitert wird. Zusätzlich erhaltet ihr einen Controller zum Spiel. Selbst das Gewicht des Controllers und das haptische Feedback vermitteln euch ein unglaublich echtes Gefühl beim Spielen.

In der VR Lounge steht vor allem das Miteinander im Vordergrund. Bei gemütlichem Ambiente und kalten Getränken können Spieler die gesamte Lounge buchen und bis zu vier Stunden in VR-Welten abtauchen.

Im Tower Tag geht es um Wettkämpfe. Kämpft gegen Freunde oder Fremde im Turniermodus, in Gruppen wie zwei gegen zwei oder drei gegen drei. Ziel ist es hier, von einer Plattform auf die nächste zu kommen und Gegner abzuschießen. Neben Shooter-Fans werden auch e-Sport-Begeisterte hier auf ihre Kosten kommen, wobei ihr eine Mannschaft bildet und an Turnieren teilnehmt.

Einfach mal in andere Welten abtauchen

Wer sich unbedingt diesem Spieleerlebnis hingeben möchte, der kann das natürlich zu verschiedenen Anlässen tun. Bestens geeignet sind hierfür Junggesellenabschiede, Geburtstage oder auch Betriebsausflüge. Allerdings lohnt es sich auch einfach mal so vorbeizuschauen und sich dort ein paar erlebnisreiche Stunden zu bescheren. Hierfür bietet die Arena in Kassel verschiedene Preise und Buchungspakete an.

Auch in Mönchengladbach und in Hofheim könnt ihr Virtual Reality und spannende 3D-Welten erleben, müsst hier allerdings auf den Free Walk verzichten.


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My Time at Portia im Test: Harvest Moon in der Werkstatt

Am 12. September startete die Kickstarter-Finanzierung von My Time at Portia. Bereits zuvor gab es auf Steam eine frühe Demo-Version, in der sich Spieler einen ersten Eindruck vom Spiel verschaffen konnten. Die 146.697 Dollar reichten, um das Spiel zu finanzieren, und sogar ein paar zusätzliche Features freizuschalten.

Das kleine Entwicklerstudio Pathea Games aus China ist übrigens nicht völlig neu im Geschäft. Zuvor entwickelten sie das Open World Sandbox-Spiel Planet Explorers. Dieses musste jedoch auch einige Kritik einstecken, weil es zwar eine tolle Grundlage bot, für viele jedoch praktisch nie fertig entwickelt wurde. Konnte Pathea Games bei My Time at Portia das Spiel besser zum Abschluss bringen?

Handwerk statt Landwirtschaft

Doch worum geht es denn eigentlich in My Time at Portia? Am einfachsten lässt sich der Indie-Titel mit Harvest Moon vergleichen. Der große Unterschied: Statt einer eigenen Farm, bauen wir unsere eigene Werkstatt auf. Das Ganze spielt in einer postapokalyptischen, aber doch recht farbenfrohen Welt, in der viele technische Errungenschaften verloren gegangen sind.

Fast schon klischeehaft, startet das Spiel mit unserer Ankunft in der freien Handelsstadt Portia, in der wir die heruntergekommene Werkstatt unseres Vaters wieder aufbauen sollen. Dieser zieht derweil auf der Suche nach Abenteuer durch die Welt. Glücklicherweise ist Presley, der Handelsbeauftragte der örtlichen Handelsgilde, ein guter Freund unseres alten Herren und hilft uns bei den ersten Schritten. Ebenso hat unser Vater einige Anleitungen hinterlassen, mit denen wir unsere ersten Aufträge bewältigen sollen.

Es beginnt ziemlich einfach. Wir sammeln Rohstoffe vorerst vom Boden auf, einige Zweige und Steine, und bauen daraus unser erstes, primitives Werkzeug. Das ermöglicht uns nicht nur den Abbau von Steinvorkommen und Bäumen, sondern dient zugleich als erster Test, um unsere Handwerkskünste zu beweisen. Haben wir auch noch einen ersten Schmelzofen gebaut, werden wir offiziell als Baumeister anerkannt und dürfen unserer Werkstatt darüber hinaus einen Namen geben.

Das haben wir gebaut

Fortan werden wir alle Hände voll zu tun haben, Dinge zu bauen. Dafür gibt es unter anderem das Auftragsbrett der Handelsgilde. Dort dürfen wir täglich einen Auftrag nehmen, der uns nicht nur Geld, sondern auch den Bewohnern ein wenig näher bringt. Einige Bewohner sind allerdings auch Konkurrenten von uns, da wir nicht die einzige Werkstatt betreiben.

Für jeden Auftrag gibt es neben Geld auch eine Anzahl Rufpunkte. Bis Quartalsende sollte man auf der Rangliste der Handelsgilde mehr Punkte haben als die Konkurrenz, da je nach Platzierung ein paar Belohnungen für euch rausspringen. Snooker-Fans werden sich übrigens über die Namensgebung der anderen Handwerker amüsieren.

Neben den generischen Aufträgen vom schwarzen Brett, gibt es übrigens auch zahlreiche Aufträge aus der Geschichte heraus. Einige stehen für sich und drehen sich um unsere Mitbürger, andere treiben die Hauptstory voran, in der ihr helft, Portia zu einer florierenden Handelsstadt zu machen. Nicht selten steht ihr dabei auch in Konkurrenz mit eurem Erzrivalen Higgins.

Diese Quests sind oft größere Bauprojekte, die teils mehrstufig aufgebaut sind. Dafür bekommen wir meist spezielle Baupläne für unsere Fertigungsstation. Diese Aufträge bringen nicht nur mehr Geld und Rufpunkte, sondern erweitern auch Stück für Stück die Welt. Als ersten großen Auftrag sollen wir eine Brücke zu einer kleinen Insel bauen. Anschließend können wir auf der Insel ein paar zusätzliche Ressourcen abbauen. Außerdem gibt es dort noch eine ominöse Höhle.

Nach und nach hinterlassen wir ziemlich große Fußabdrücke in der farbenfrohen Postapokalypse. Kaum ein Spiel schafft es so schön, die eigenen Errungenschaften vor Augen zu führen. Mit Fortschreiten des Spiels sehen wir überall in der Welt verteilt die Werke, die wir selbst erschaffen haben. Und verdammt, es fühlt sich besser als irgendwelche aufploppenden Achievements an.

Unser Privatleben

Doch wo ist jetzt die Verbindung zu Harvest Moon, wenn wir doch Basteln anstatt die Felder zu bestellen? Zwar können wir tatsächlich auch diverse Pflanzen anbauen, doch ist es eher die Gesamterfahrung, die an die kultige Landwirtschaftssimulation erinnert. Die Jahreszeiten bestehen auch hier aus je vier Wochen und der Tag vergeht ähnlich schnell. Außerdem kann man sich mit jedem Bewohner der Stadt anfreunden oder gar eine romantische Beziehung beginnen.

Nicht nur mit Aufträgen, sondern auch mit gelegentlichen Geschenken kann man so nach und nach in der Gunst der Bewohner steigen, die einem mit der Zeit richtig ans Herz wachsen. Ein Blick in die My Time at Portia-Wiki ist da nicht schlecht, um zu schauen, womit man den Bewohnern die größte Freude machen kann. Außerdem stehen dort auch die Geburtstage, die man sonst erst ab einer gewissen Freundschaftsstufe im spielinternen Kalender angezeigt bekommt. Ein Geschenk zum Geburtstag gibt besonders viele Beziehungspunkte.

Viel zu tun in My Time at Portia

Wie der geistige Bruder, leidet aber auch My Time at Portia unter repetitiven Tätigkeiten, wenn es um Handwerk und die Pflege sozialer Kontakte geht, auch wenn man für Dates auch ein paar gemeinsame Aktivitäten zur Verfügung hat. Hier kommt dem Spiel zu Gute, dass es eine sehr breite Palette an Tätigkeiten bietet.

Um die Materialien zu sammeln, ziehen wir durch die Welt oder steigen mit der Spitzhacke in alte Ruinen ab, um dort diverse Erze abzubauen. Vergraben sind aber nicht nur Metalle, sondern auch Relikte aus „alter Zeit“, die wir wieder zusammensetzen können, wenn wir alle Teile zusammen haben. Außerdem gibt es auch noch Dungeons, in denen wir die Spitzhacke für das Schwert eintauschen und fiesen Monstern eins über die Rübe ziehen.

Auch innerhalb der Welt gibt es viele absurde Kreaturen zu sehen, darunter bunte Lamas und „Herr Marienkäfer“ – zugegeben, das englische „Mr Ladybug“ funktioniert als Wortwitz deutlich besser. Diese geben uns übrigens auch wichtige Zutaten fürs Handwerk. Da der Spaß an diesen Tätigkeiten sich irgendwann abnutzt und immer mehr Materialien gebraucht werden, gibt einen das Spiel später genug Möglichkeiten, automatisiert an Ressourcen zu gelangen.

Damit der Handwerker-Alltag nicht zu eintönig wird, hat My Time at Portia viele Minispiele versteckt. Außerdem finden in jeder Jahreszeit diverse Events statt, bei denen ihr auch zusätzliche Kleidungsstücke und Dekorationen erspielen könnt. Da muss gelegentlich auch schonmal das Haus oder das Grundstück vergrößert werden, um alle Möbel, Werkbänke und Dekorationen unter zu bekommen.

Fazit: Meine Zeit in Portia

Ich kann stolz sagen, dass ich Spieler der ersten Stunde bin. Bereits vor der Kickstarter-Finanzierung spielte ich die Demo und war skeptisch. Damals gab es noch wenig zu tun und die Technik hatte noch deutliche Macken. Doch so wie sich dem Spieler nach und nach die Welt entfaltet, fügte Pathea Games immer wieder neue Inhalte hinzu und ging dabei vorbildlich auf Spielerfeedback ein. Vor allem die Quality of Life-Verbesserungen am Truhen-Management haben wahre Wunder gewirkt.

Zwar sind viele Mechaniken Genre-typisch flach und repetitiv, doch das Gesamtbild ist am Ende stimmig und es gibt immer etwas zu tun. Die Storyquests sind einer der größten Vorteile gegenüber Harvest Moon und Stardew Valley und lassen uns die Charaktere richtig ans Herz wachsen. My Time at Portia findet außerdem das richtige Tempo, die Welt Stück für Stück zu öffnen und neue Charaktere einzuführen.

Meine Zeit in Portia war auf keinen Fall verschwendet. Ich muss mich nur umschauen und sehe in allen Himmelsrichtungen große und kleine Bauwerke, die durch meiner eigenen Arbeit entstanden sind – wobei die Werkstatt mittlerweile über eine automatisierte Fabrik verfügt. Mit den Einwohnern bin ich schon längst per du und Portia ist mittlerweile eine ernstzunehmende Handels-Stadt geworden. Da ich bald nicht mehr alleine wohne, sollte ich aber vielleicht noch mein Haus etwas vergrößern.

Ich habe das umstrittene Planet Explorers zugegeben nicht gespielt, aber mit My Time at Portia ist Pathea Games ein großartiges Spiel gelungen, das nun zurecht endlich seinen Release feiert. Konsolenspieler müssen sich allerdings noch gedulden. Für PS4, Xbox One und Switch erscheint das Spiel erst später im Frühjahr.


Image by Pathea Games

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WoW Update verspricht massig neuen Content

Legends never die! Auf wenige Online-Rollenspiele trifft das wohl so sehr zu, wie auf World Of Warcraft, das bereits seit 2004 Millionen Spieler begeistert. Am 14. August erschien mit Battle For Azeroth die siebte Erweiterung des MMORPGs. Mit dieser Erweiterung stellte uns Blizzard nicht nur neue Völker, wie die Leerenelfen auf Seiten der Allianz, oder die Nachtgeborenen auf Seiten der Horde vor, sondern bot den Fans auch viele neue Schlachtfelder, auf denen die alten Fehden zwischen Allianz und Horde ausgetragen werden konnten. Am 12. Dezember erweitert das WoW-Entwicklerteam mit dem Patch 8.1 mit Titel „Wogen der Rache“ (auf Englisch: „Tides of Vengeance“) das Online-Spiel noch einmal um einige spannende Features und verwöhnt uns wieder mit einer Riege an neuem Content.

Neue Schlachtfelder für den epischen Kampf

Eine große Neuerung ist, dass die gegnerische Fraktion nun gezielt Angriffe auf die Gebiete der eigenen Fraktion durchführen kann, sodass man selbst in niedrigeren Leveln bereits an der Schlacht für Azeroth indirekt teilnehmen kann. Ihr bekommt bei einem Angriff eine Reihe von Quests, die ihr abschließen müsst, um den Angriff abzuwehren. Im PVP-Modus könnt ihr hier auch gegen echte Mitspieler kämpfen. Außerdem wird die Geschichte der Schlacht für Azeroth fortgeführt. In einem neuen großen Raid, der „Schlacht um Dazar’alor“, darf wieder um das Schicksal der Online-Welt gebuhlt werden. Allgemein gibt es viele neue Quests, die euch in diesem Patch erwarten, wie zum Beispiel Story-Missionen zu dem Schicksal Saurfangs und Tyrandes Rache, nach der Vernichtung des Weltenbaumes Teldrassil.

Ein großer Raid mit neun Bossen erwartet euch in der „Belagerung von Zuldazar“. Hier hat sich Bizzard etwas Besonderes ausgedacht: Allianz und Horde starten an unterschiedlichen Orten des Raids und können nach Beendung des Schlachtzugs sehen, wo sich die andere Fraktion aufhält. Ein weiterer kleinere Raid, genannt „Schmelztiegel der Stürme“, wird dem Patch ebenfalls beigefügt sein. Auch im Norden Kalimodors ist in „Wogen der Rache“ wieder einiges los. Die Nachtelfen versuchen in der Schlacht um die Dunkelküste ihre geliebte Heimat endgültig von den Verlassenen der Horde zu befreien. Damit einher gehen neue Gegner und aktualisierte Quests rund um die Dunkelküste.

Systemverbesserungen für eine bessere Spielerfahrung

Mit dem neuen Patch ermöglicht es Blizzard euch, den erworbenen Ruf bei einer Fraktion gleich bei all euren Charakteren innezuhaben. Erreicht ihr den Fortschritt „erreicht bei Fraktion X einen ehrwürdigen Ruf“, wird dieser ebenfalls accountweit übertragen. Zudem gibt es mit Jorundall und Havenswood nun zwei neue Inseln zu erkunden. Spieler, die ihre Charaktere auf das Maximallevel 120 gebracht haben, können eine Reihe von Quests abschließen, in denen sie besondere Rüstungen erhalten. Die sogenannten „Traditionsrüstungen“ sind zum ersten Mal auch für Zwerge und Blutelfen zu haben. 

Wieder hat sich Blizzard nicht lumpen lassen, was neue Items und Modell-Veränderungen angeht. So gibt es zum Beispiel veränderte Charaktermodelle für die Druidenform Moonkin und die Wasserform der Trolle. Auch das Aussehen vieler Gegner wurde modernisiert. Mit dem neuen Patch 8.1 wurde die Erfahrung, die man braucht, um das nächste Level zu erreichen noch einmal herabgesetzt, um das Leveln allgemein zu vereinfachen. In dem neuen Patch erwarten euch außerdem viele neue Reittiere, Rüstungsgegenstände und Waffen. Mit dem Patch „Wogen der Rache“ kann also auch wieder zur allseits beliebten Item-Jagd aufgerufen werden!

Alle Details zu dem Patch findet ihr in diesem ausführlichen Bericht von WOWHEAD.


Image by Blizzard.com

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Games-Förderung: Bundeshaushalt macht 50 Millionen locker

„Ein historischer Meilenstein für die #Games Förderung in Deutschland“, twitterte Jens Zimmermann digitalpolitischer Sprecher der SPD. Grund für die Freude machte der Haushaltsausschuss des Bundestages. Dieser hat im Rahmen der Games-Förderung die 50 Millionen Euro gewährt, die im Frühjahr bei der Vorstellung des Fonds veranschlagt wurden.

Bis zuletzt stand die Games-Förderung noch auf der Kippe. Obwohl der Koalitionsvertrag eine Stärkung des Games-Standortes Deutschland vorsieht, fand sich der Posten bis zur abschließenden „Bereinigungssitzung“ des Haushaltsausschusses nicht im Etat des Verkehrsministeriums. Das Verkehrsministerium kümmert sich unter anderem auch um die digitale Infrastruktur Deutschlands.

Alle sollen profitieren

Bislang hinkte Deutschland in der Gamingförderung vielen wichtigen Industrienationen hinterher. In Nachbarländern wie Polen und Frankreich gibt es bereits Förderungen. Die französische Regierung beschloss eine Förderung bereits 2003. 2014 hatte sich Frankreich zur zweitstärksten Kraft für Videospiele entwickelt.

Nun sollen auch deutsche Entwickler gefördert werden. Dabei soll die Größe des Entwicklers keine Rolle spielen. Der Deutsche Games Fonds (DGF) schließt dabei eine wichtige Lücke des Fördersystems als dritte Säule. Die ersten beiden Säulen sind zum einen die Förderung durch den Deutschen Computerspielpreis, zum anderen eine allgemeine Gründerförderung auf Länderebene. Die neue Förderung bietet einen Topf, aus dem es so lange Zuschüsse gibt, bis er leer ist.

Die Entwicklung eines Prototyps bezuschusst die Förderung mit 50 Prozent der Entwicklungskosten bis maximal 400.000 Euro. Der Prototyp muss allerdings innerhalb eines Jahres fertiggestellt werden und Gesamtkosten von mindestens 30.000 Euro betragen.

Die Produktion wird ab Gesamtkosten von 100.000 bis zwei Millionen Euro ebenfalls mit 50 Prozent bezuschusst. Ab acht Millionen Euro beträgt der Zuschuss 25 Prozent. Dazwischen verringert sich der Anteil linear.

Kulturtest für Spiele

Ganz ohne Bedingung ist die Förderung trotzdem nicn. Der Kriterienkatalog vergibt Punkte, wenn wichtige Mitglieder des Kreativteams ihren Wohnsitz in Deutschland haben oder das Setting einen Bezug zu deutscher Kultur hat. Auch eine deutsche Sprachausgabe oder besondere Innovationen belohnt der Katalog mit Punkten. Förderfähig sind Spiele, die 17 von insgesamt 32 möglichen Punkten erreichen. Die Förderung folgt unabhängig der USK-Freigabe, solange das Spiel nicht gegen deutsches Recht verstößt.

Den kompletten Kulturtest könnt ihr im offiziellen PDF zum Modell des Deutschen Games-Fonds einsehen.


Image: game – Verband der deutschen Games-Branche

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RimWorld im Test – Schiffbruch am Rand der Galaxie

Kaleun, Freckles und Lubov waren unter lauten Sirenen und dem Geräusch berstenden Metalls aus ihrem Kryoschlaf erwacht. So gerade schafften sie es in ihre Rettungskapseln, als das Raumschiff auch schon auseinanderbricht. Sie landen auf einer Ihnen unbekannten Welt am Rande der Galaxie. Die Umgebung scheint reich an Flora und Fauna. Weitab der Heimat und unwissend, wie gefährlich der Planet ist, müssen die drei Schiffbrüchigen sich einen sicheren Ort erbauen. Das ist der Plot des Indie-Spiels RimWorld. Unsere Eindrücke im Test.

Ein zusammengewürfelter Haufen

Bereits zu Beginn des Spiels legen wir ein Szenario fest. Das Standardszenario sind die besagten drei unglücklichen Seelen, die sich mittels einer Rettungskapsel gerade noch auf den Planeten retten können. Ebenso kann man aber auch als Stamm starten, der anfangs nur mit primitiven Mitteln überleben muss. Auch ein reicher Abenteurer ist möglich, der zwar alleine, dafür technisch deutlich besser ausgestattet ist. Sagen einem die angebotenen Szenarien nicht zu, kann man aber auch selbst die Rahmenbedingungen festlegen, unter denen man ums Überleben kämpfen darf.

Unsere Kolonisten oder Stammesmitglieder werden vom Spiel dann zufällig generiert. Jeder Kolonist hat Werte auf verschiedene Fähigkeiten. Diese werden beeinflusst durch eine Vielzahl an Eigenschaften und Lebensgeschichten.

Für den ersten Kolonisten achte ich auf überwiegend positive Eigenschaften. Lubov ist zum Beispiel eine Kurzschläferin und regeneriert damit schneller ihre Energie. Außerdem ist sie ein Vielfraß. Sie wird zwar mehr essen als andere, ist dafür aber auch eine umso bessere Köchin. Ihre stark neurotische Art könnte später aber einigen Ärger verursachen.

Eine KI, die uns ärgert

Die drei Kolonisten bauen sich also eine neue Existenz auf. Während Freckles erst einmal etwas Holz hackt, kümmert sich Lobov darum, erste Kartoffeln anzupflanzen. Der gemeinsame Schlafsaal wird bald von den ersten eigenen Zimmern mit richtigen Betten ersetzt. Während ein Lager für Nahrung und eine Küche geplant wird, baut Kaleun schon erste Verteidigungsanlagen aus Holzwänden und Sandsäcken. Auch Schlagfallen werden aufgestellt.

Der erste Angriff lässt nicht lange auf sich warten. Ein wildgewordenes Eichhörnchen greift die Kolonisten an, wird aber von Freckles mit einem gezielten Schuss niedergestreckt. Kurze Zeit später tritt Lobov in eine der ungünstig aufgestellten Schlagfallen und verletzt sich. Als einzige ausgebildete Medizinerin muss sie sich so gut es geht selbst zusammenflicken.

Bereits vor Spielstart haben wir uns für einen Schwierigkeitsgrad und eine Geschichtenerzähler-KI entschieden. Diese bieten verschiedensten Ereignisse, die uns immer wieder aus der Routine rausreißen. Cassandra Klassik versorgt den Spieler sehr ausgeglichen mit Ereignissen, die in ihrer Schwierigkeit dafür stetig ansteigen. Phoebe Chillout ist ähnlich wie Cassandra, lässt aber zwischen den Ereignissen mehr Zeit zum Durchschnaufen.

Zu diesen Ereignissen gehören Angriffe durch Stämme, Piraten oder mechanoide Wesen. Auch wilde Tiere wie das Eichhörnchen können den Spieler angreifen. Klingt lustig? Dann hast du wohl noch nicht erlebt, wie eine Horde brutaler Chinchillas deine ganze Kolonie auslöscht. Wer jetzt übrigens denkt, Phoebe Chillout klingt am einfachsten, der irrt. Da ihre Angriffe genau so heftig ausfallen wie Cassandras, kann es dich gewaltig überrumpeln – der letzte Test der Verteidigungsanlagen ist schließlich schon etwas länger her. Außerdem liefern uns die häufigeren Angriffe unter Cassandra mehr Waffen, die man erst später selbst herstellt.

Bevor es losgeht, wählt man die drei (un-)glücklichen Kolonisten aus, mit denen man bruchlanden kann. | Image by Stefan Reismann

Unvorhersehbare Ereignisse

Mein denkwürdigstes Ereignis war ein Angriff durch gnadenlos überlegene Mechanoide. Meine Kolonisten habe ich in den hintersten Raum gebrach. Ich war gedanklich schon beim Neustart, als ein Rudel menschenfressender Warge ebenfalls angriff. Womit mich die Zufalls-KI eigentlich hat ärgern wollen, entpuppte sich plötzlich als wahrer Glücksfall, als es zum Kampf zwischen beiden Angreifern kam. Die Überreste konnten selbst meine schwach bewaffneten Kolonisten alleine bewältigen.

Es gibt allerdings auch positivere Ereignisse. Wanderer, die unserer Kolonie beitreten wollen, Kapseln mit Fracht oder Handelskarawanen. Auch Naturkatastrophen, Hitzewellen oder Sonneneruptionen können auftauchen. Bei letzterem spielen die technischen Geräte verrückt – Vor allem für die Kühlung der Lebensmittel oder automatisierte Verteidigungsanlagen keine schöne Angelegenheit.

Schwieriger Einstieg

Für Einsteiger kann RimWorld anfangs überwältigend wirken. Es gibt vieles, auf das man achten muss und das Spiel kann einem nicht alle Feinheiten erklären. Die Komplexität ist hoch, wenn auch weit von seinem geistigen Vorfahren Dwarf Fortress entfernt. Der Entwickler Tynan Sylvester hat von vorn herein klargestellt, das Spiel zugänglich halten zu wollen. RimWorld trifft daher eine sehr gute Balance zwischen Komplexität und Zugänglichkeit, die das Spiel auch für Genre-Neulinge attraktiv macht.

Grafikpuristen könnten sich allerdings von der recht simplen Darstellung abschrecken lassen. Wer jedoch offen genug ist und sich ohnehin bei Indie-Spielen wohlfühlt, wird schnell dem Charme der Grafik erliegen. Wem das Design der Figuren vertraut vorkommt: RimWorld hat sich beim Art Style vom ebenfalls sehr erfolgreichen Prison Architect inspirieren lassen. Zusammen mit dem an Firefly erinnernden Soundtrack mit Western-Einflüssen strahlt das Spiel somit trotz aller Brutalitäten etwas sehr Entspanntes aus.

Erfolgreich abgewehrt – Na gut, es war auch nur ein Eichhörnchen. | Image by Stefan Reismann

Scheitern gehört dazu

Hat man die Grafik lieben gelernt und das Spielprinzip erst einmal verstanden, entwickelt sich die ungeheure Sogwirkung. Die Verteidigungsanlagen werden immer weiter optimiert, Ressourcen müssen mit der Zeit aus der Tiefe gebohrt und die Nahrungsversorgung möglichst ausfallsicher am Leben gehalten werden. Hinzu kommen Expeditionen um Aufträge auf der Weltkarte zu erfüllen. Dazu gehören unter anderem Angriffe auf Banditenlager, die nicht gerade wehrlos sind. Bis dahin ist aber schon die eine oder andere Kolonie zugrunde gegangen. Eine gewisse Frustrationsresistenz ist bei RimWorld nicht verkehrt. Dafür sind die Umstände, unter denen eine Kolonie untergeht, oftmals die denkwürdigsten Ereignisse

Erst kürzlich ging mir eine Kolonie wieder fast verloren, als mein pyromanischer Kolonist auf die glorreiche Idee kam, ausgerechnet in der Waffenkammer herumzuzündeln. Die Treibstoffvorräte explodierten und ließen das gesamte Gebäude in Flammen aufgehen. Um das Gebäude kontrolliert zu löschen, musste ich erst einige Wände einreißen, damit die Hitze entweichen kann. Erst dann konnte der Löschtrupp rein, um den Flammen im innern Herr zu werden. Mein bewusstloser Feuerteufel konnte genau so wenig gerettet werden wie die Waffen und wertvollen Baumaterialien.

Ein vages Ziel

Das große Ziel des Spiels ist es, seine Kolonisten mit einem Raumschiff wieder zurück in die Heimat zu bringen. Das können wir wahlweise in mühevoller Arbeit selbst bauen, oder dem Signal zu einem Raumschiff folgen. Eine lange und womöglich verlustreiche Reise zum Raumschiff stünde bevor. Während die Startsequenz eingeleitet wird, müssen wir uns sogar noch einer Welle von Angriffen entgegenstellen, ehe wir endlich in heimatliche Gefilde zurückkehren können.

Im Großen und Ganzen bleibt das Spiel aber eine Sandbox, in der wir tun und lassen können, was wir wollen. Der größte Spaß steckt ohnehin darin, seine Kolonie aufzubauen und zu sehen, ob sie den Gefahren gewachsen ist oder nicht.

Menschliche Abgründe

Anki ist untröstlich. Ihr Ehemann ist jüngst bei einem Angriff ums Leben gekommen und sie tut sich schwer diesen Umstand zu akzeptieren. Die Trauer übermannt sie und führt zu einem mentalen Zusammenbruch. Zielstrebig geht sie zum Grab ihres Geliebten und buddelt seine nicht mehr ganz frischen Überreste aus. Sie schleppt ihn in die Kantine und setzt ihn neben sich auf einen Stuhl. Erst nach einer Weile realisiert sie, was sie da eigentlich getan hat. Ein befreundeter Kolonist bringt den Toten wieder unter die Erde, während Anki sich vom Schock erholt.

Immer wieder kommt es im Spiel zu kuriosen Momenten, bedingt durch die Stimmung oder die nicht immer ganz einfachen Charakterzüge der Kolonisten. Politisch korrekt ist RimWorld dabei selten. Charaktere können männerfeindlich, drogenabhängig, gewalttätig oder einfach nur hässlich sein – was das Zusammenleben mit den anderen Kolonisten furchtbar erschwert. Auch hat jeder Kolonist einen Hintergrund aus Kindheit und Erwachsenenalter, der maßgeblich dazu beiträgt, was ein Kolonist gut kann und welchen Arbeiten er sich sogar verweigert.

Konnten wir bei der Charaktererstellung den Zufallsgenerator so oft bemühen, bis wir zufrieden waren, müssen wir bei zugereisten Kolonisten mit den vorhandenen Eigenschaften zurechtkommen. Alternativ können wir einen unerwünschten Bewohner aus unserer Kolonie verbannen.

Im späteren Verlauf fällt die Kolonie auch mal größer aus | Image by Stefan Reismann

Nicht ohne Makel

So groß die Sogwirkung des Spiels auch ist, ein paar Makel bringt das Spiel aus der Early Access-Phase noch mit. Die Übersetzung des Spiels ist noch immer nicht in allen Bereichen perfekt. Vor allem die automatisch generierten Beschreibungen der Kunstwerke, die die Erlebnisse der Kolonisten schildern, bringen sehr kuriose Stilblüten hervor. Auch wäre es schön gewesen, wenn man für den Anbau von Pflanzen entsprechendes Saatgut benötigt, anstatt sie aus dem Nichts heraus aussäen kann.

Die Weltkarte wurde zwar über die Early Access-Phase stets weiter ausgebaut, doch ein paar mehr Interaktionsmöglichkeiten mit anderen Siedlungen hätten dem Spiel gut getan. Die Karte in Form einer Weltkugel weiß aber zu gefallen. Vor allem die Benennungen der Landstriche, Meere und Gebirge sind immer wieder für ein Schmunzeln gut. 

Ein Paradies für Modder

Auch wenn es im Test eher um den Ist-Zustand des Spiels gehen sollte, darf man bei Spielen wie RimWorld die Community nicht außer Acht lassen. Was viele Spieler selbst nach hunderten Stunden begeistert weiterspielen lässt, sind tausende Modifikationen, mit denen man jeden Aspekt des Spiels verändern kann. Ein neues Psychologiesystem, erweiterte Waffensysteme, H.P. Lovecraft als Geschichtenerzähler-KI, neue Möbel oder ein System, mit dem man Gäste aus anderen Siedlungen gut bewirten muss, sorgen für immer frischen Spielspaß.

Möchtet ihr das Maximum für euer Spielerlebnis rausholen, solltet ihr unbedingt einen Blick in den Steam-Workshop oder in das Forum des Entwicklers werfen. Ich empfehle vorher jedoch ein Spiel ohne Mods. Danach seht ihr am besten, wohin ihr euer Spiel modifizieren wollt.

Test-Fazit RimWorld

Wer auch nur halbwegs etwas mit dem Simulations-Genre anfangen kann, sollte sich das Spiel nicht entgehen lassen. Der Erfolg von RimWorld kommt nicht von ungefähr. Bereits vor Release ging die Kolonie-Simulation bei Steam mehr als eine Million Mal über die digitale Theke. Auch ich begleite das Spiel schon seit mehr als zwei Jahren durch den Early Access und sah das Spiel nach und nach wachsen. Langweilig ist mir auch nach weit über 100 Stunden nicht geworden.

RimWorld ist nicht das komplexeste Spiel seiner Art, findet aber eine ausgesprochen gute Balance zwischen Anspruch und Zugänglichkeit.


Images by Stefan Reismann
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YouTube Gaming wird abgeschafft – und bleibt trotzdem erhalten

2015 erst startete „YouTube Gaming“ – eine neue Internetseite des Videoportals, speziell auf den großen Markt der Gaming-Videos zugeschnitten. Damit wollte YouTube dem auf Livestreaming konzentrierten Konkurrenten Twitch den Kampf ansagen. Der Internetriese Amazon hatte den Streamingdienst erst ein Jahr zuvor übernommen.

Nun, drei Jahre später, verkündet YouTube, seinen Gaming-Ableger März 2019 zu schließen. Dem Spielesektor den Rücken kehren will YouTube aber keinesfalls. Die YouTube Gaming-Features werden bis zur Abschaltung in die Hauptseite integriert. Grund für diese Entscheidung seien Rückmeldungen der Nutzer, die von der Trennung der beiden Seiten irritiert waren oder nicht einmal von der Existenz einer eigenen Gaming-Seite wussten.

Gegenüber Techcrunch äußerte sich Ryan Wyatt, Director of Gaming Content, wie folgt:

„We have 200 million people that are logged in, watching gaming content every single day. And the majority of them, quite frankly, are just not using the YouTube Gaming app for their gaming experiences.“

Mit 200 Millionen eingeloggten Besuchern, die täglich Gaming Content schauen, sei man sehr zufrieden. Der größte Teil schaut sich die Videos aber nach wie vor über die normale YouTube -Seite an.

Wie geht es weiter?

Wenn im ersten Quartal 2019 der Stecker gezogen wird, müsst ihr trotzdem auf nichts verzichten. Bereits jetzt ist die neue Themenseite über „Mehr von YouTube“ auf der Startseite oder direkt über die neue Seite erreichbar.

Hier könnt ihr gewohnt Spiele auswählen und habt die aktuellen Top-Livestreams sofort im Blick. Ebenso abonniert ihr nicht nur einzelne Kanäle, sondern bei Bedarf auch ganze Spiele. YouTube spendiert euch sogar eine Gaming-bezogene Trendseite. Auch für kleinere Kanäle gibt es Grund zur Freude: „On the Rise“ nennt sich ein neues Programm, das Gaming-Kanäle hervorheben soll, die gerade auf dem Vormarsch sind. 

Die Features werden Schritt für Schritt in die neue Themenseite implementiert. Damit findet ein flüssiger Übergang von der alten in die neue Welt statt, ehe YouTube Gaming im März 2019 vom Netz genommen wird. Ob die neue Themenseite besser angenommen wird, wird sich dann zeigen.


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Netzpiloten @Bizplay

Gamification wird schon seit vielen Jahren als Wundermittel gefeiert, um in komplexen und manchmal auch eintönigen Prozess-Umgebungen zielführende Vereinfachung und Motivation zu schaffen. In Karlsruhe gibt es bereits seit 2012 einen ganzen Kongress zu diesem Thema: Bizplay. Dieses Jahr am 18. Oktober unter dem Motto „play moves everything“. Wir Netzpiloten sind zum ersten Mal dabei und sind gespannt auf die Talks und Workshops und vielleicht doch das ein oder andere Spiel ;)

Welche Speaker werden da sein?

Wir sind gespannt auf Amir Adamov, CEO von White Raven, der eine Einführung geben wird zu Augmented Reality. Bryce Bladon, der Mit-Entwickler der berühmten Cryptokitties wird naheliegenderweise einen Vortrag über Blockchain Games halten. Die Politikwissenschaftlerin und Sinologin Katika Kühnreich wird in ihrem Vortrag die Gefahren von Social Credit Systemen näher beleuchten.

Um welche Themen wird es gehen?

  • Games in Verbindung mit Sport
  • Artificial Intelligence im Alltag
  • Workshop zum Thema Fake News
  • Games als Weiterbildungstool in Unternehmen

Und sonst noch?

Neben den vielen Insights gibt es natürlich auch genug Gelegenheit zum spielerischen Networking. Hier gibt es Tickets für die Bizplay. Gründer, Schüler, Studenten, Arbeitslose und Menschen mit Behinderung erhalten Rabatt.

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Ran an die Konsole – Gründe, die fürs Gaming sprechen

Gaming

Bist du ein Gaming-Fan und zockst gerne? Manchmal stundenlang am Stück oder auch nur gelegentlich? Ganz egal, was du bist – Vorurteile gegen Zocker gibt es viele. Aber neben den vielen Gründen, die gegen das Gedaddel an der Konsole, dem PC oder sogar dem Smartphone sprechen, sollte man diese schöne Nebensache aus einer anderen Perspektive betrachten und sich die Gründe anschauen, die für das Zocken sprechen.

Only4gamers.de hat dies gemacht und sich mit den Punkten auseinandergesetzt, die dafür sprechen, einfach mal ein paar Stunden vor der Konsole zu sitzen. In einer ansprechenden Infografik gibt es viele interessante Aspekte. Wir stellen dir einmal die wichtigsten vor.

Interessante Argumente für stundenlanges Zocken

Du bist entscheidungsfreudiger! Wenn du gerne Action-Games daddelst, dann entscheidest du dich um bis zu 25 Prozent schneller, als diejenigen, die einen großen Bogen um die Flimmerkiste machen. Zudem bist du auch noch schneller im Denken und bekommst eine schnellere Situationsanalyse zustande.

Du bist kreativer! Wenn es darum geht seine Kreativität in Tests unter Beweis zu stellen, dann sind Zocker um bis zu 23 Prozent besser darin. Zu diesen Tests zählen beispielsweise gemalte Bilder oder geschriebene Geschichten.

Du hast eine bessere Aufmerksamkeitsspanne! Durch das Zocken fällt es dir leichter, länger aufmerksam zu sein. Zudem fällt es dir weniger schwer, deine Aufmerksamkeit selektiv zu steuern. Das bedeutet, dass du gut darin bist Wichtiges von unwichtigem zu trennen.

Du hast eine bessere Sehkraft! Dass Zocken schlecht für die Augen ist, muss nicht unbedingt stimmen. Im Gegenteil: Durch Action-Games kannst du deine Sehkraft schärfen und somit bestimmten Augenkrankheiten aus dem Weg gehen.

Du bist glücklich! Laut der Infografik haben Games eine ganz besondere Stärke: Sie können Depressionen beseitigen und zudem dein allgemeines Wohlbefinden verbessern. Also ran an die Konsole und lächle!

In Probleme lösen bist du ziemlich gut! Es gibt ein Problem – du löst es. Durch Rollenspiele, Strategie- oder Rätselspiele wird deine Fähigkeit zur Problemlösung verbessert.

Gaming tut also dem Körper und der Seele gut

Es ist erstaunlich, was für einen guten Einfluss Gaming eigentlich auf den Menschen haben kann. Wer sich einmal die ganzen 19 Argumente fürs Gaming anschauen möchte, der sollte sich unbedingt die komplette Infografik von only4gamers anschauen! Hier findet ihr auch eine Übersicht über die Studien zum Thema und den Quellen. Frohes Zocken!

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Image Sabri Tuzcu / Unsplash.com

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State of Mind: Transhumanismus-Thriller als Videospiel

state of mind daedalic

Berlin, 2048. Journalist Richard Nolan erwacht im Krankenhaus und kann sich an nichts erinnern. Sein Kind und seine Frau sind spurlos verschwunden und die Stadt, grau und dunkel, ist voller Roboter und Drohnen. So fängt das Spiel State of Mind der Hamburger Entwickler Daedalic an. Doch das ist nicht die einzige Erzählebene. Es gibt noch einen spielbaren Charakter, Adam Newman. Er lebt in einer utopischen modernen Stadt, die den Namen CITY 5 trägt. Dort scheint die Sonne, dort leben Menschen in einer Symbiose mit den Robotern.

Was erwartet uns bei State of Mind?

Die Entwicklergruppe aus Hamburg ist kein Blockbuster-Unternehmen. Der Name Daedalic Entertainment ist keine Marke, die jeder Spieler kennt. Ein begrenztes Budget zwingt die Firma ihr Spiel möglichst einfach zu halten. Auf den Zocker wartet keine Grafik, die der von Konsolen-Blockbustern gleicht. Für die wählerischen unter euch kann das Spiel langweilig sein. Denn es ist nicht kompliziert, man stockt nicht bei den Aufgaben, es gibt keine Levels, die man stundenlang entziffern muss. Durch eine Reihe an Minispielen statt Rätseln, spielt es sich sehr fließend.

Doch State of Mind fordert den Spieler, regt zum Nachdenken an. Es zeigt ein mögliches Szenario, eine potentielle Realität, eine Dystopie und eine Utopie. Berlin gegen CITY 5. Im weiteren Spielverlauf werden die Beobachter unter den Spielern merken, dass auch an der Utopie nicht alles stimmt.

Man darf aber nicht vergessen, dass State of Mind ein Thema anspricht, das uns seit Jahren beschäftigt. Künstliche Intelligenz, Zukunft mit Androiden, die Angst als Mensch überflüssig zu werden. Allein durch die Themenwahl finde ich das Spiel einen Versuch wert.

Verglichen wird es mit „Detroit: Become Human“ von der Blockbuster-Konkurrenz. Doch genau die Vielfalt an verschiedenen Spielen zum scheinbar gleichen Thema ist das, was das Spielerlebnis so spannend macht. Laut Hersteller bietet State of Mind 20 Stunden Spieldauer. Eindrücke vom Spiel ergänzen wir in Kürze.

Das Videospiel ist zum Preis von rund 40 Euro für PC, Xbox One, Playstation 4 und Nintendo Switch bei Amazon erhältlich (Provisions-Link)


Image by Daedalic.com

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Bethesda, EA, Sony & Co.: Bisherige E3 2018 Highlights und die kommenden Konferenzen

E3 2018 Symbolbild REDPIXEL - stock adobe com

Alle Jahre wieder trifft sich die Videospiel-Welt zum Gaming-Mekka. Seit 1995 findet die Electronic Entertainment Expo – kurz E3 – in Los Angeles – außer zweier kleinen Abstecher in Atlanta – statt. Die Publisher konnten die Haupt-Show der E3 2018 beinahe gar nicht erwarten und so regnete es schon im Vorfeld Ankündigungen und Teaser-Trailer, wie beispielsweise den ominösen Ankündigungs-Stream zu Fallout 76. Bevor die Messe aber am 12. Juni beginnt regnet es erstmal Teaser und Trailer auf der Konferenz-Bühne. Let the games begin!

EA und die kürzeste Wartezeit ever!

Ein neuer FIFA-Teil ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Die Infos zu FIFA 19 waren deshalb absehbar und wenig berauschend. Auch zu Battlefield V gab es im Vorfeld schon Informationen.

Was tatsächlich niemand ahnen konnte war die Ankündigung von Unravel Two. Schon 2016 begeisterte das kleine Faden-Wesen Yarni die Spieler, eine Fortsetzung des Indie-Abenteuers war also absehbar. Die Überraschung dabei: das Game wurde im gleichen Moment direkt veröffentlicht. Unravel Two ist also ab sofort für PC, Playstation 4 und Xbox One verfügbar. Neu ist ein optionaler Koop-Modus!

EA will auch in Zukunft weiterhin ihre Star Wars Lizenz nutzen. Trotz des holprigen Starts von Star Wars: Battlefront 2 hat der Publisher noch Hoffnung und große Pläne für das Spiel – geplant sind zukünftige Inhalte zur Clone Wars Ära. Auch ein neuer Titel namens Star Wars Jedi: Fallen Order wurde angekündigt, der zwischen den Episoden 3 und 4 spielen wird. Ein Release sei aber erst für das vierte Quartal 2019 geplant.

Weitere Titel der Show waren beispielsweise Sea of Solitude, ein Adventure des Berliner Studios Jo-Mei Games, das zeigt, welche Monster aus Menschen in Einsamkeit werden können, sowie der Online-Shooter Anthem aus dem Hause BioWare, welches am 22. Februar 2019 erscheinen soll.

Bethesda – erstes neues Franchise in 25 Jahren

Der neue Online-Titel Fallout 76 war ohne Frage einer der Stars des Bethesda-Streams, aber durch die Ankündigung im Vorfeld keine große Überraschung. Der Fallout-Ableger kommt noch 2018, genauer gesagt am 14. November.

Beinahe vergessen konnte man den Teaser zu Starfield – dem ersten neuen Bethesda Franchise in 25 Jahren. Denn dieser wurde quasi in einem Nebensatz erwähnt und mit der Ankündigung eines Ablegers zu einem der erfolgreichsten Bethesda-Reihen regelrecht überrannt: The Elder Scrolls 6. 

Gleichzeitig hat sich der Publisher auch ein wenig selbst auf den Arm genommen und angedeutet, auf welchen Plattformen Skyrim in einer „Very Special Edition“ eigentlich noch ausgeschlachtet werden könnt. Aber seht selbst:

Außerdem wurde der kostenlose Titel Fallout Shelter für alle Plattformen und The Elder Scrolls – Blades als erster mobiler Ableger der beliebten Reihe angekündigt.

Die größten Pressekonferenzen der E3 2018 auf einen Blick

Wenn sich Sony, Nintendo, EA und Co. gegenseitig das Mikrofon auf der Bühne der E3 2018 in die Hand drücken, schaut die Gaming-Welt gespannt zu. Hier fassen wir euch nochmal die wichtigsten Pressekonferenzen der größten Publisher zusammen und wo ihr sie nachholen könnt!

Montag, 11. Juni, 19 Uhr: SQUARE ENIX

Hier freuen sich Fans vor allem auf Infos zum langersehnten Kingdom Hearts 3, dem 3. Teil der „Tomb Raider“ Reboot-Reihe Shadow of the Tomb Raider sowie zum Remake des Klassikers Final Fantasy 7.

Den Square Enix Stream könnt ihr hier verfolgen.

Montag, 11. Juni, 22 Uhr: UBISOFT

Nachdem die „Assassins Creed“-Reihe von Ubisoft schon häufig dafür in Kritik geraten ist neue Teile zu inflationär im Jahrestakt auf den Markt zu werfen, gibt es nur ein Jahr nach Assassin’s Creed: Origins womöglich noch in diesem Jahr einen neuen Ableger. Das Ganze trägt dann den Titel Assassin’s Creed: Odyssey und wird in Griechenland spielen und mit ziemlicher Sicherheit hierzulande pünktlich zur Gamescom anspielbar sein.

Weitere Titel auf der Ubisoft Agenda sind u.a. Beyond Good and Evil 2, Skull & Bones und Tom Clancy’s The Division 2

Den Ubisoft Stream könnt ihr hier verfolgen:

Live-Video von Ubisoft auf www.twitch.tv ansehen

Dienstag, 12. Juni, 0 Uhr: PC GAMER

Im Vordergrund dieser Präsentation stehen – auf der sonst sehr konsolen-lastigen Veranstaltung – die PC-Spiele im Mittelpunkt. In diese Stream wird es demnach Infos Jurassic World Evolution, Psychonauts 2 und Shadow of the Tomb Raider geben.

Die PC Gaming Show könnt ihr hier verfolgen.

Dienstag, 12. Juni, 3 Uhr: SONY

Sony hat auf der E3 2018 gleich zwei heißbegehrte Games im Gepäck. The Last of Us: Part 2 ist die langersehnte Fortsetzung des Blockbusters aus dem Jahr 2013 und Death Stranding mit „The Walking Dead“-Star Norman Reedus als neues Projekt von „Metal Gear Solid“-Schöpfer Hideo Kojima.

Den Sony Stream könnt ihr hier verfolgen.

Dienstag, 12. Juni, 18 Uhr: NINTENDO

Bestätigte Titel für die Nintendo Pressekonferenz sind ein neuer Teil der Super Smash Bros Reihe und Pokemon Let’s Go Pikachu und Evoli, die bereits im Vorfeld der E3 2018 angekündigt wurden. Letztere Titel werden auf der E3 2018 spielbar sein und Fans können mit weiteren Infos rechnen. Es werden zudem Infos zu Metroid Prime 4 und jeweils neuen Ablegern der Fire Emblem und Paper Mario Reihen erwartet.

Den Nintendo Stream könnt ihr hier verfolgen.

Live-Video von Nintendo auf www.twitch.tv ansehen/center>
E3-Neuheiten bei Amazon (Provisions-Link)


Image by REDPIXEL / stock.adobe.com

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • iOS 12 t3n: iOS 12: Apple will, dass ihr eure iPhones weniger nutzt: Ab Montag findet in San José, Kalifornien die Worldwide Developers Conference 2018 statt. Apple soll auf dem Event wohl in einer Keynote iOS 12 ankündigen. Mit dem Software-Update sollen iPhone-Nutzer dazu angehalten werden, ihre Smartphone-Nutzung besser unter Kontrolle zu halten. Das neue Feature wird sich darum drehen nicht mehr Zeit am Smartphone zu verbringen, sondern weniger und gezielter. Am Montag wird in der Keynote bekannt gegeben, welche Features bis zum Release noch erwartet werden können.

  • GAMES welt: Dürfen Androiden aus Notwehr Menschen töten?: Mit „Detroit: Become Human“ wurde jetzt das neuste Spiel des Entwicklers Quantic Dream veröffentlicht. In dem düsteren Setting des Spiels sind Androiden die Sklaven der Menschen – sie müssen die schweren und unangenehmen Arbeiten der Menschen verrichten. Das dystopische Game wirft fragen über die Zukunft von künstlichen Intelligenzen auf und trifft den Zeitgeist. Die ganze Review zum Game könnt ihr bei Welt.de nachlesen.

  • ARBEIT politik-digital: Mit dem Turing-Bus durch die Arbeitswelten der Zukunft: Alan Turing war einer der einflussreichsten Theoretiker der frühen Computerentwicklung und Informatik. Die Gesellschaft für Informatik e.V. hat ihr mobiles, digitales Bildungsprojekt nach dem Urvater des Computers benannt – der Turing-Bus. Das Bildungsangebot reist unter dem Motto „Arbeitswelten der Zukunft“ zu Schulen, Jugendclubs und lokalen Institutionen in kleine und mittelgroße Städte in Deutschland. Heute, am 1. Juni, wird die zweite Station Rangsdorf angesteuert.

  • DIGITALISIERUNG gründerszene: Warum die Hypo-Vereinsbank ihre Digital-Pläne zurückdreht: Die Hypovereinsbank stellt Innovationsprojekte ein. Einst wurde beispielsweise der Einstieg beim Finleap-Startup Moneymap hoch angepriesen. Diese Beteiligung wurde jetzt allerdings verkauft. Damit hat die HVB binnen kurzer Zeit ihre beiden offenbar einzigen direkten Fintech-Beteiligungen abgestoßen. Wie kann es sein, dass sich eine der wichtigsten deutschen Banken aus ihren Fintech-Beteiligungen zurückzieht – während die übrige Branche, darunter inzwischen auch die Deutsche Bank, in die entgegengesetzte Richtung steuert?

  • KI handelsblatt: Merkel will Deutschland für KI-Forscher flexibler machen: Viele Forscher im Bereich der Künstlichen Intelligenz verlassen Deutschland. Die Kanzlerin möchte den Trend aufhalten. In einer Diskussionsrunde mit dem portugiesischen Ministerpräsidenten Antonio Costa äußerte sich die Kanzlerin, dass Deutschland in Sachen Digitalisierung und Zukunftstechnologien flexibler und wettbewerbsfähiger werden soll.

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Barrierefreies Gaming: Xbox stellt Adaptive Controller vor

Xbox Adaptive Controller (Image by Microsoft)

Zum Controller oder der Maus zu greifen um eine Runde mit seinem aktuellen Lieblings-Game zu verbringen, ist für die meisten Gamer Alltag. Lebt man jedoch als Mensch mit einer Behinderung, gestaltet sich das gar nicht so leicht. Wie sieht barrierefreies Zocken aus?

Xbox stellt barrierefreien Controller vor

In Vorbereitung auf eines der größten Gaming-Events des Jahres, der E3 in LA, häufen sich die Ankündigungen. Vor allem neue Controller-Modelle erregen Aufsehen, denn neue Games und Engines gibt es in regelmäßigen Abständen. Hardware-Neuerungen sind da eher seltener. Nach einem Twitter-Leak musste Microsoft nun nachziehen. Zum Global Accessibility Awareness Day wurden offiziell Informationen zu ihrem neuen Xbox Adaptive Controller bekannt gegeben, dem ersten barrierefreien Controller für die Xbox One und Windows 10. 

Das Ziel Microsofts mit dem neuen Controller ist es, Gaming für so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen. Der Controller wird mit zwei großen Buttons und einem Steuerkreuz daherkommen. Das Key-Feature sind allerdings die Ports – ganze 19 AUX-Ausgänge – mit welchen je nach Bedürfnissen verschiedenste Erweiterungen von Drittherstellern an den Controller angeschlossen werden können. Auf der E3 will Microsoft weitere Infos über den Xbox Adaptive Controller bekanntgeben. Ein Verkaufsstart ist noch für 2018 geplant.

Gaming für jedermann

Der Xbox Adaptive Controller ist aber lange nicht der erste oder einzige barrierefreie Gaming-Controller. Kleinere Hersteller und Organisationen arbeiten schon lange daran, Gaming für Menschen mit Beeinträchtigungen zugänglicher zu machen. Der Quadstick-Controller beispielsweise ist ein Joystick, den man mit dem Mund bedient und der mit der PS3, PS4 und der Nintendo Switch kompatibel ist. Warfighter Engaged hat es sich zur Aufgabe gemacht, individuelle barrierefreie Controller für Kriegsveteranen herzustellen. Genauso wie SpecialEffect, einer Organisation aus Großbritannien, die an der Entwicklung des Xbox Adaptive Controllers beteiligt war. 

An vielen Fronten wird daran gearbeitet, die Gaming Accessability zu fördern. Der Xbox Adaptive Controller wird hoffentlich einen großen Beitrag dazu leisten, das Nischenthema der Barrierefreiheit beim Gaming auch in den Mainstream zu holen. 


Image by Microsoft

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Harry Potter: Hogwarts Mystery – alles was du wissen musst!

Harry Potter Hogwarts Mystery - Screenshot by Lisa Kneidl (7)

Wenn du als jugendlicher Harry Potter-Fan vergeblich auf deinen Hogwarts-Brief gewartet hast, dann solltest du jetzt herhören. Ab sofort kannst du in dem Mobile-Game Harry Potter: Hogwarts Mystery in die Welt von J.K. Rowlings Zauberlehrling eintauchen. 

Hogwarts erwartet dich!

Harry Potter: Hogwarts Mystery trägt zwar den Namen des berühmtesten Zauberlehrlings der Welt, allerdings wird dieser im Spiel nicht vorkommen. In einem Monolog verrät der Hogwarts-Schulleiter Dumbledore, dass der junge Harry nach dem Angriff durch Lord Voldemort in Sicherheit ist. Er ist zum Zeitpunkt der Spielgeschehnisse also noch ein Kleinkind. Das Game ist ein Roll-Playing Game – kurz RPG. Somit erstellen Spieler darin ihre eigenen Charaktere, mit denen sie die Zauberer-Schule Hogwarts erkunden können. Vom goldenen Trio Harry, Ron und Hermine fehlt zwar jede Spur, aber trotzdem darfst du dich über ein Wiedersehen mit alten Bekannten freuen, wie Rubeus Hagrid, Severus Snape oder Minerva McGonagall. Umso besser: die tatsächlichen Schauspieler aus den Filmen Michael Gambon, Maggie Smith und Warwick Davis leihen ihren ikonischen Rollen Dumbledore, McGonagall und Flitwick in Hogwarts Mystery ihre Stimmen. 

Harry Potter Hogwarts Mystery - Screenshot by Lisa Kneidl (4)
Der Brief, den sich beinahe jeder mit elf gewünscht hatte.

Das Game stammt aus dem Hause der Entwickler Jam City und wird herausgegeben durch Portkey Games. Letztere sind das hauseigene Gaming-Label von Warner Bros. Interactive Entertainment, das sich komplett auf Gaming-Inhalte rund um die Zauberer-Welt aus der Feder von J.K. Rowling drehen soll. Im folgenden erkläre ich dir Schritt für Schritt wie das Game funktioniert!

1. Charaktererstellung

Harry Potter Hogwarts Mystery - Screenshot by Lisa KneidlHogwarts Mystery ist ein Rollenspiel, das bedeutet, dass du dir zuerst einen Avatar nach Belieben zusammenstellen kannst. Zur Auswahl hast du einen männlichen oder weiblichen Avatar und ein kleines Angebot an Frisuren, Gesichtsformen, Haarfarben etc. Wer mit den begrenzten Möglichkeiten nicht zufrieden ist, muss einfach etwas abwarten und Ressourcen sammeln. Im späteren Verlauf des Spiels können noch allerhand Frisuren, Outfits etc. mithilfe von Münzen oder Edelsteinen freigeschaltet werden!

2. Account mit Facebook verbindenHarry Potter Hogwarts Mystery - Screenshot by Lisa Kneidl (15)

Es mag wie eine Option aussehen, die du sonst auch eher ignorieren könntest, allerdings empfehle ich dir deinen Hogwarts Mystery Spielstand mit deinem Facebook-Konto zu verknüpfen. Nur die Verknüpfung ermöglicht es, das Spiel exakt zu speichern. Fehlt diese Verknüpfung wirst du an den letzten automatischen Speicherpunkt zurückgeworfen.

3. Ab in die Winkelgasse

Die Winkelgasse fungiert als Tutorial für das Spiel. Nachdem du deinen Hogwarts-Brief erhalten hast, streifst du durch die Einkaufsstraße, um alle nötigen Schulutensilien zu besorgen. Gleichzeitig lernst du durch den NPC Rowan etwas über den Plot des Spiels. Das namensgebende “Hogwarts Mystery” scheint wohl etwas mit dem verschwundenen Bruder deines Avatars zu tun zu haben. Was genau es damit auf sich hat, gilt es herauszufinden.

4. Wähle dein Haus und erkunde Hogwarts

Nach einem kurzen Aufenthalt in der Winkelgasse geht es auch schon gleich nach Hogwarts! Kurz nach einer Begrüßung durch Professor McGonagall darfst du auch prompt dein Hogwarts-Haus aussuchen. Hier hätte ich mir einen Test ähnlich wie bei Pottermore gewünscht, denn dort entscheiden einzig und allein die Antworten auf obskure Fragen, ob man in Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw oder Slytherin einsortiert wird. Als frischgebackener Gryffindor – in meinem Fall – bist du dann auch endlich bereit für den Unterricht in Hogwarts. Das Spiel ist durch die sieben Hogwarts-Schuljahre mit je zehn Kapiteln aufgeteilt, in denen es gilt, das Mysterium um den verschollenen Bruder aufzudecken – und natürlich den Zauberer-Unterricht zu besuchen.

5. Ressourcen und Attribute im Spiel

Im Game stehen dem Spieler drei verschiedene Ressourcen zur Verfügung: Energie, Münzen und Edelsteine. Energie – in Form von blauen Blitzen – brauchst du, um Handlungen auszuführen, sie lädt sich allerdings nach einigen Minuten auch automatisch wieder auf. Falls dir die Energie knapp wird, kannst du dir mit Edelsteinen mehr Energie kaufen. Edelsteine erhältst du wiederum durch Levelaufstiege und kannst sie dann anschließend für neues Zubehör ausgeben. Münzen verdienst du dir durch das Lösen von Aufgaben. Sie werden ebenfalls für Zubehör benötigt, können aber auch neue Aufgaben freischalten. Auch In-App-Käufe sind möglich, aber nicht notwendig, um das Spiel zu bestreiten. Du kannst beispielsweise mehr Energie für deinen Charakter kaufen, um Aufgaben gleich erledigen zu können und nicht auf den Cooldown warten zu müssen. 

Attributpunkte kannst du dir durch Interaktionen in Dialogen verdienen. Es gibt die drei Attribute Tapferkeit, Empathie und Wissen. Es ist zu empfehlen, die drei Attribute immer auf einem ungefähr gleichen Level zu halten. Hast du bei einem Attribut zu wenig Punkte, hast du eventuell nicht die Möglichkeit später bestimmte Antwort-Möglichkeiten auszuwählen.

Fazit

Harry Potter: Hogwarts Mystery ist ein liebevoll gestaltetes Spiel, das vor allem für all diejenigen gedacht ist, die heute noch auf ihren Hogwarts-Brief warten. Nur kommen gelegentlich kleine Übersetzungsfehler vor. Zudem muss die App hin und wieder neu gestartet werden und alles in allem ist es ein eher seichteres Spiel. Dennoch ein schönes und Nostalgie-geladenes Wiedersehen mit den Schauplätzen und Charakteren des Harry-Potter-Universums. 

Harry Potter: Hogwarts Mystery ist ab sofort kostenlos für iOS und Android verfügbar.

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Screenshots by Lisa Kneidl

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Amazons Alexa wird mit Echo Buttons zur Minispielkonsole

Echo Buttons (Image via Amazon)

Besser später als nie – in Deutschland sind nun die Buttons für Alexa-Lautsprecher erhältlich. Aber was genau können die kleinen Buzzer-ähnlichen Gadgets und wofür sind sie gut?

Mit den kleinen Buttons wird Alexa zur Spielkonsole. Schon im September wurden diese von Amazon vorgestellt aber erst jetzt haben sie es auf den deutschen Markt geschafft. Nutzer erhalten sie im Doppelpack für etwa 20 Euro und können Alexa damit in einen kleinen Quizmaster verwandeln. Hier haben Nutzer die Möglichkeit zwischen Geschicklichkeits- und Quizspielen zu wählen. Unter den Spielen befinden sich kompatible Alexa Skills wie unter anderem Schüttelwort, Bandit Buttons und Alien Decoder.

Wie benutzt man die bunten Buttons?

Nutzer können sich mit bis zu vier Buttons mit einem Echo vernetzen. Hierbei sind die Devices Echo (1. und 2. Generation), Echo Dot, Echo Show, Echo Spot oder Echo Plus für die neuen Gadgets geeignet. Das Ganze geht ganz einfach via Bluetooth-Verbindung. Alexa stellt während der Spiele eine Frage und die bunten Buzzer werden dafür genutzt, um zu antworten. Hierbei sind die einzelnen Games unterschiedlich gestaltet. Die Buttons leuchten und können in den Spielen verschiedene Spielzüge ausführen. Wer wissen möchte, welche Spiele zur Verfügung stehen und welche man mit den kleinen Buttons spielen kann, der kann Alexa natürlich einfach fragen„Alexa, welche Spiele kann ich mit Echo Buttons spielen?“ Zudem bietet Amazon eine ganze Reihe an Alexa Skills auf der Homepage an.

Die Buttons stellen das erste Gadget für Amazon Alexa dar. Hiernach ist noch eine ganze Reihe an Zubehör zu erwarten. Mit den nächsten Gadgets sollen die smarten Lautsprecher nach und nach erweitert werden. Allerdings sind die weiteren Gadgets noch nicht weiter bekannt.

Wer also beim nächsten Spieleabend mit Freunden oder der Familie einmal was Neues ausprobieren möchte, der hat mit den kleinen Buttons sicherlich seinen Spaß.

Einen Amazon Echo bei Amazon aussuchen (Provisionslink)


Echo Buttons / Amazon Presse

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Süße Mädchen, freche Jungs – YouTube-Stars und die gute alte Stereotypfalle

Lippenstift (adapted) (Image by kaboompics [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Wir leben in einer Zeit, in der man YouTube-Star als einen seriösen Vollzeitjob ansehen kann. Und zwar so sehr, dass eine aktuelle Studie herausfand, dass 34% der jungen Menschen als Traumjob genau dies angeben. Zu den berühmten YouTube Prominenten zählt auch Felix Arvid Ulf Kjellberg, besser bekannt unter seinem Onlinepseudonym PewDiePie. Er ist ein schwedischer Komiker und Videoproduzent.

PewDiePie, der mittlerweile über 57 Millionen Abonnenten hat, fand sich in letzter Zeit in den Schlagzeilen wieder, weil er sich gegenüber dem Vorwurf der rassistischen Beleidigung verteidigen musste. Dann gibt es da noch die süße Zoella, die im richtigen Leben auf den Namen Zoe Sugg hört. Sie ist von Beruf Beauty-Bloggerin. Ihre lebhaft-freche Begrüßung „Hey Leute“, ihr Mops, ihre Make-up-Tips und ihre bevorzugte Farbpalette in Rosegold hat ihr bei Teenagern auf der ganzen Welt einiges an Bekanntheit eingebracht. Und diese Popularität hat sie dazu gebracht, drei Bücher herauszubringen und eine eigene Make-Up Linie bei Superdrug zu veröffentlichen. Ihr Name taucht als Pointe in Fernsehkomödien wie der Peep Show und bei den Gilmore Girls auf. Sie ist voll im Trend.

Diese zwei YouTuber haben viele Gemeinsamkeiten. Sie haben sich „vom Tellerwäscher bis zum Millionär“ hochgearbeitet – und beide haben ihr eigenes erfolgreiches Geschäft vom Schlafzimmer aus aufgebaut. Pewdiepie konzentrierte sich auf seinen Games-Kanal, nachdem er im Jahr 2011 sein Studium abgebrochen hat. Gerüchte besagen, dass er sich zunächst mit dem Verkauf von Hot Dogs finanzieren musste. Zoella hat ihren Beautyblog während eines langweiligen Praktikums gestartet.

Beide werden als Beispiele dafür hochgehalten, wie Plattformen wie YouTube neue Wege zum Ruhm für werdende Medienunternehmer geschaffen hat. Und da sich die nächste Generation immer öfter in der Nähe einer Tastatur befindet, wurde der Bedarf für eine Reihe an Vlogging-Akademien wie beispielsweise die Tubers Academy in Exeter geschaffen, um jungen Menschen zu helfen, ihre #YouTubeGoals durchzusetzen.

Auch wenn diese neuen Jungunternehmer große Wellen in der Internetwelt schlagen, scheint es so, dass es in diesem Medienwunderland dieselbe gläserne Decke und Gehaltsunterschiede zu geben scheint wie anderswo auch.

Frauen nach oben?

Auf diese Weise manifestieren viele YouTube-Vlogs in Großbritannien dieselben stereotypen Geschlechterrollen und Thematiken, die schon lange in der restlichen Medienwelt existieren. Zoella ist eine Frau und eine Beauty-Vloggerin – sie ist niedlich und harmlos und tritt ohne jegliche Kontroverse und Skandale auf. PewDiePie ist ein Mann, der für seine Games und Comedy-Videos aus den völlig falschen Gründen in den Schlagzeilen stand. Ganz ähnlich bauen die meisten beliebten männlichen Vlogger eine ebenso diverse Reichweite an Videoinhalten über Wissenschaft, Komik, Animation und Vlogs über „Streiche“ auf.

Für die bessere Analyse dieser Entwicklungen benutzte ich SocialBlade, um die 30 meistabonnierten YouTube Kanäle in Großbritannien zu identifizieren. PewDiePie ist in dieser Liste nicht dabei. Zwar lebt er in Brighton, hat aber in seinem Channel eingetragen, dass er in den USA wohnhaft sei.

Ich fand heraus, dass lediglich sechs dieser 30 Kanäle von Frauen betrieben werden. Vier Vloggerinnen unter ihnen sind jedoch noch Kinder. Also werden von den 30 meistabonnierten Vlogs Großbritanniens nur zwei von erwachsenen Frauen betrieben. Tatsächlich werden sie sogar von derselben Person betrieben, es ist nämlich der erste und der zweite YouTube-Kanal von der bereits erwähnten Zoella. Die Vloggerin hat ihren einsamen Spitzenplatz im Ranking anerkannt. Zum Blogossphere-Magazin im Jahr 2016 sagte sie: „Wenn es um weibliche YouTuber in Großbritannien geht, stehe ich definitiv im Mittelpunkt.“ Die zweitbeliebteste Frau nach Zoella ist eine andere Beauty-Vloggerin, die sich mit ihr denselben Manager teilt. Ihr Name ist Tanya Burr und sie hat 3,7 Millionen beautyinteressierte Youtube-Fans für sich gewinnen können. Das entspricht etwa einem Drittel der Abonnenten, die Zoella folgen.

Geschlechtsspezifischer Lohnunterschied

Natürlich kann im YouTuber-Dasein für die großen Stars auch viel Geld stecken – ein aktueller Bericht besagt, dass Zoella durchschnittlich mehr als 50.000 britische Pfund im Monat verdient. Trotz dieser hohen Umsatzzahlen argumentiert Brooke Erin Duffy in ihrem neuen Buch, das die Arbeitsumgebung von Influencern untersucht, dass nur acht Prozent von Mode-, Beauty- und Lifestylebloggern genug Geld verdienen, um davon tatsächlich leben zu können. Das bedeutet, dass die meisten Beauty-Vloggerinnen ihr Einkommen wahrscheinlich mit einem Teilzeitjob aufstocken müssen, um über die Runden zu kommen.

Auf der anderen Seite haben es männliche YouTuber weitaus leichter, einen Kanal zu leiten, mit dem sie Millionen an Klicks generieren. Game-Channels sind schnell zusammengestellt, man kann hier auch recht schnell viele Inhalte kreieren. Diese Inhalte werden von YouTubes Algorithmen bevorzugt behandelt. Mit diesen Inhalten können ebenso lukrative Sponsorings an Land gezogen werden. Der britische Vlogger Olajide William Olatunji, auch bekannt als KSI, arbeitet mit Kellogs und Puma zusammen. Minecraft Vlogger Dan Middleton (Dan TDM) hat eigene Actionfiguren mit dem Namen Tube Heroes herausgebracht.

Ganz spezifisch auf YouTube bezogen hält Google die Einkommen im „Partnerprogramm“ ganz absichtlich geheim – also von den YouTubern, die mit ihren Videos Geld generieren. Aber Schätzungen zeigen, dass es nicht viel ist – hier wird nur etwa zwischen einem britischen Pfund bis zu vier britische Pfund pro tausend Klicks generiert. Wenn diese Ungleichheit die Top-Vlogger beeinträchtigt, sind es die paar wenigen, die hier professionell arbeiten und davon auch leben können.

Für weibliche Vlogger scheint es nicht so leicht zu sein, einen Channel nach oben zu bringen, der sich nicht mit Beautythemen beschäftigt. Und wenn sie es doch versuchen, wird es oft als Nische angesehen. Ein Beispiel ist Book Tube, ein Genre mit hauptsächlich (ebenso hauptsächlich weiblichen) Vloggern, die sich mit Themen rund um Literatur beschäftigen. Aber sogar die meisten beliebten BookTubers haben Vollzeitjobs – das bedeutet, dass der Großteil der Arbeit ohne Bezahlung gemacht wird.

Es wird klar, dass, ungeachtet des demokratischen Anreizes neuer Medienplattformen wie YouTube, noch immer veraltete, starre Geschlechtsrollen bestehen. Diese zementieren das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern immer weiter. Es hat sich also noch nicht viel geändert. In Frauenmagazinen dreht sich noch immer alles um Schönheit und Mode, während es bei Männermagazinen um Technologie, Spiele und Musik geht.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Lippenstift“ by kaboompics [CC0 Public Domain]


The Conversation

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Zwischen Konsolen, Cosplayern und der Kanzlerin – die Gamescom 2017!

Gamescom 2017 (adapted) (Image by Sergey Galyonkin [CC BY-SA 2.0] via Flickr

Zwischen Konsolen, Cosplayern und der Kanzlerin hat vom 22. bis 26. August 2017 die nunmehr 9. Gamescom in Köln stattgefunden. Auf über 200.000 Quadratmetern öffnete die Messe unter dem diesjährigen Motto “The Heart of Gaming” ihre Tore für einen neuen Besucherrekord von über 350.000 Menschen. Meine Reise begann für viele andere Fachbesucher schon am Montag vor dem ersten Messetag. Meinen noch „jungfräulichen“ Füßen grauste es bereits vor den 123.124 Schritten, die sie in den nächsten fünf Tagen auf der Gamescom 2017 laufen würden.

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Merkel lobt die Videospielbranche als kulturell wertvoll. Image by Lisa Kneidl.

Bereits an ihrem ersten Tag sollte die Gamescom 2017 bereits historisch sein, denn zum ersten Mal eröffnet ein deutsches Regierungsoberhaupt die Messe. Gegen 13 Uhr trifft Angela Merkel in der Messe ein, eröffnet die Messe offiziell und begibt sich nach der obligatorischen Pressekonferenz sogar auf einen offiziellen Rundgang. Neben üblichen politischen Floskeln – Frau Merkel hatte es irgendwie geschafft, im Kontext von Videospielen auch Schiller zu zitieren – und der Ermahnung zu mehr Medienkompetenz wurde aber auch beschlossen, dass Videospiele nun doch Kulturgut seien. Da dachten wir noch, das Internet wäre doch Neuland.

Gamescom 2017: Meine Presse-Premiere

Zwar bin ich seit 2012 begeisterte Privatbesucherin der Gamescom, aber erst in diesem Jahr konnte ich die “heiligen Hallen” erstmals auch mit meiner Akkreditierung um den Hals betreten. Der Consumer-Bereich ist trotz Fachbesuchertag dennoch bereits gut gefüllt, aber im Vergleich zu den folgenden 4 Tagen eine brachliegende Landschaft. Nachdem ich mir einen Überblick über die altbekannten Hallen verschafft hatte – Ubisoft, Blizzard und Co. platzieren sich meist in der gleicher Formation an den üblichen Stellen – war ich gespannt auf den Business-Bereich.

Wo der Consumer-Bereich mit Farben, Figuren und allgemeiner Reizüberflutung klotzt, hält sich der Business-Bereich eher zurück. In meiner bisherigen journalistischen Laufbahn habe  ich schon ein paar Tech-Messen mitgemacht und muss die Gamescom für ihren Elan und das tolle Feeling loben. Das Lob war allerdings auf den Consumer-Bereich bezogen. Der Business-Bereich enttäuschte mich dementsprechend ein wenig. Es lockten die immergleichen steril-weißen Messestände mit Keksen und Kaffee, die Spiele wurden in kleinen, versteckten Räumen hinter verschlossener Tür vorgestellt – alles top secret eben.  Business und professionelles Networking ist wichtig, aber es ist nicht meine Welt – zumindest nicht auf der Gamescom.

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Der Blizzard-Hit Overwatch ist auch auf der diesjährigen Gamescom ein Besuchermagnet. Image by Lisa Kneidl.

Der Reiz war für mich anderswo: Die Messe lebt von ihren extravaganten Ständen, den lauten Shows und den vielen tollen Cosplays. Würde alles exakt so wie im Business-Bereich ablaufen, hätte die Messe sicher keinen derartigen Erfolg. Bleibt nur die Frage, wieso die Messe den Consumern dann den Messe-Sonntag genommen hat und stattdessen einen Werktag mehr ins Programm genommen hat.

The Hype is real, or is it?

Vermeintliche Sensationen hatte die Gamescom einige, mit Neuankündigungen und Weltpremieren hält sich die Messe aber zurück. Dafür gibt es ja noch die circa zwei Monate vorher stattfindende E3 in Kalifornien. Blizzard hat sogar eine eigene Convention, für die sie sich die richtigen großen Happen aufheben. Maximal das neue Anno 1800 vom französischen Entwickler Ubisoft durfte in Köln jetzt Premiere feiern.

Auch Virtual Reality ist nach wie vor ein großes Thema, auch auf der Gamescom 2017 kam man kaum daran vorbei. Bei fast jedem zweiten Stand musste man in Deckung gehen, um nicht von den ausladenden Gesten eines temporär blinden VR-Spielers erschlagen zu werden. Eigentlich hatte VR seinen Durchbruch bereits, dennoch scheint es noch fast nur ein Messe-Gimmick zu sein. In den wenigsten Wohnzimmern die ich kenne liegt bereits eine VR-Brille.

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Maximale Immersion: Ein Fallout-Cosplayer beim Fallout-VR spielen. Image by Lisa Kneidl.

Außerdem regnet es Triple-A-Fortsetzungen: Far Cry 5, Assassins Creed: Origins, Call of Duty XYZ, Star Wars: Battlefront 2, Destiny 2, Uncharted: The Lost Legacy und wie sie nicht alle heißen. Davon wirkten nur die wenigsten wirklich innovativ. Weitaus mehr Spaß hatte ich dabei mit neuen, eigenständigen Titeln wie dem Open-World-Action-RPG Biomutant von THQ Nordic oder Detroit: Become Human vom Entwickler Quantic Dream, die schon Spieleblockbuster wie Heavy Rain herausbrachten.

Mehr Indie braucht das Land!

Zu meinen persönlichen Highlights zählt in jedem Jahr der Indie Arena Booth. Die Idee stammt vom Entwickler Oliver Eberlei und das Ganze wird heute vordergründig von dem Hamburger Entwicklerstudio THREAKS auf die Beine gestellt. Was im Jahr 2013 noch gerade mal bescheidene 40 Quadratmeter Fläche umfasste, hat sich bis zum Jahr 2017 geradezu exponentiell vergrößert und nimmt nun mit über 1.000 Quadratmetern etwa ein Viertel einer Gamescom-Halle ein. Hier präsentieren internationale und unabhängige Entwicklerstudios ihre Titel – eine Möglichkeit, die sie anderweitig oder alleine auf der Messe mit den entsprechend hohen Standpreisen nicht hätten.Bleibt nur die Frage, ob das nun noch Indie ist.

Wem die zum Teil bis zu sechs Stunden Wartezeit an den Triple A-Titeln in den anderen Hallen zu anstrengend sind, ist auf der Gamescom 2017 in der Indie-Arena bestens aufgehoben. Kurze Wartezeiten, clevere und charmante Spiele und ausgedehnte Gespräche mit den erklärfreudigen Entwicklern wirken um einiges ansprechender als stundenlanges Warten für wenige Minuten immergleiche Balllerei!

Gamescom_Indie Arena Booth
Ein kleiner Teil des Indie Arena Booth. Image by Lisa Kneidl.

Mein persönlicher Favorit: Rite of Ilk, ein Co-op Titel aus dem niederländischen Hause der Turtleneck Studios, der bei den Indie Arena Booth Awards auch direkt doppelt ausgezeichnet wurde. Nach einem kurzen Plausch mit dem Game-Designer Jori Kamp entpuppte sich das Game als Notlösung und Ersatz für das Abschlussprojekt des Entwicklerteams. Das Gameplay erinnert stark an den Videospiel-Klassiker Ico – die beiden Spielfiguren sind das gesamte Spiel hinweg mit einem Seil verbunden. Das stellt die Spieler vor einige Schwierigkeiten, bietet aber manchmal auch eine genial Lösung für Probleme in dem Puzzle-Plattformer.

 

Mehr als 80 Entwickler-Teams aus 26 Ländern waren in diesem Jahr vertreten – und der Trend nimmt nicht ab! Ein paar sehenswerte Stellvertreter aus der deutschen Indie Szene sind “Orwell” von Osmotic Games, “The Inner World” von Studio Fizbin und “All I Have Is Time” von THREAKS.

“The Heart of Gaming” lässt Gamer-Herzen höher schlagen

Immer gern gesehen sind auf der Gamescom zudem die Cosplayer, also kostümierte Fans, die in liebevoller Handarbeit ihre Verkleidungen herstellen, um so einen fiktiven Charakter nachzustellen. Umso erfreulicher ist es dabei, dass auch die Gaming-Branche langsam Wind von dieser Subkultur bekommt und sie fürs Marketing entdeckt. Langsam aber sicher lösen die kostümierten Fans die sogenannten “Booth Babes” an den großen Ständen ab. Eine Win-Win-Situation für beide Parteien: Cosplayer erhalten die verdiente Anerkennung für Ihre Arbeit und Publisher erhalten für Marketing begeisterte und zum Produkt informierte Werbe-Models.

Auch wenn gerade von den großen Entwicklern meiner Meinung nach die Innovationen ausblieben, ist die Gamescom ein Erlebnis, das ich Jahr für Jahr nicht missen möchte. Ich gehe schon lange nicht mehr nur für die Spiele zur Gamescom. Ich gehe für das Feeling, die Leute, darunter vor allem auch die Rocket Beans, die dieses Jahr erstmals die offizielle TV-Berichterstattung der Messe übernommen haben – kurz: Für das Gesamterlebnis. Fünf geballte Tage mit Hunderttausenden gut gelaunten Nerds an einem Fleck – die Gamescom 2017 war das Woodstock der Nerds!


Header (adapted) „Gamescom 2017“ by Sergey Galyonkin (CC BY-SA 2.0)
Images by Lisa Kneidl


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Computerspiele: Ein Kulturgut des 21. Jahrhunderts

Computerspiel (adapted) (Image by Cello Armstrong via AdobeStock)

Auf der Spielemesse GamesCom gab es neben Spiele-Neuigkeiten und Entertainment auch netzpolitische Aussagen rund um die Gaming-Welt. Eine der interessanten Entwicklungen: Videospiele wurden erstmals vor großem Publikum durch Politiker als Kulturgut anerkannt. Es wird Zeit, dass dies endlich erkannt wird, denn viele Spiele sind weder ein stumpfer Zeitvertreib noch eine Nischen-Beschäftigung für Nerds, sondern erzählen spannende und inspirierende Geschichten.

Besucherrekord bei der GamesCom 2017

Ende August fand in Köln die Spielemesse GamesCom statt. Sie stand dieses Jahr unter dem Motto „The Heart of Gaming“. Auf der Messe kamen natürlich vor allem die Freundinnen und Freunde der aktuellen Videospiel-Titel, ebenso wie eSport-Interessierte, Cosplay-Begeisterte und andere Fans digitaler Unterhaltung auf ihre Kosten. Daneben gaben sich natürlich auch Vertreterinnen und Vertreter der Industrie und der Fachmedien ein Stelldichein, um sich über neue Produkte auszutauschen. Insgesamt besuchten über 350.000 Menschen die Veranstaltung – ein neuer Rekord.

Wahlkampf auf der GamesCom

Neben ihrer Funktion als Anlaufpunkt für die Branche zog die GamesCom natürlich auch Politikerinnen und Politiker an. Das ist bei Messen einer gewissen Größe und Relevanz nicht ungewöhnlich, zumal in einem Wahlkampf-Jahr wie diesem. Dem trug die GamesCom sogar mit einer eigens eingerichteten „Wahlkampfarena“ Rechnung. Dort fanden sich am Mittwoch, den 23.08., einige hochrangige Politikerinnen und Politiker ein, um über Spiele zu diskutieren. Die Parteien des aktuellen Bundestages schickten ihre Generalsekretäre oder Bundesgeschäftsführer. Anwesend waren Peter Tauber (CDU), Hubertus Heil (SPD), Matthias Höhn (Die Linke) und Michael Kellner (Die Grünen) sowie Nicola Beer für die FDP.

Computerspiele als Kulturgut anerkannt

Eine der interessantesten Aussagen der Podiumsdiskussion: Computerspiele sind auch in den Augen der Politik endlich Kulturgut. Dieses soll zukünftig, neben dem bereits existierenden Deutschen Computerspielpreis unter der Schirmherrschaft von Alexander Dobrindt (CSU), weitere politische Förderung erhalten.

Vor allem sieht die Politik die Computerspiele natürlich als zu fördernden Wirtschaftsfaktor. Gerade in Köln hat sich schon seit Jahren eine richtiggehende Gaming-Industrie angesiedelt. Von Spieleentwicklern über den Veranstalter einer eSport-Liga und zugehörige Clans bis hin zu Fachmedien bietet die Rhein-Metropole alles rund um Computerspiele. Das kann die Politik kaum ignorieren. Daneben dürfte natürlich auch der Versuch, in der Gunst der jüngeren Generation der Wählerinnen und Wähler zu steigen, eine Rolle bei den Aussagen der Politikerinnen und Politiker spielen. Nach eigenen Angaben spielen mittlerweile 42 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen irgendeine Form von Computerspielen. Das ist eine zu wichtige Zielgruppe, um sie zu ignorieren oder vor den Kopf zu stoßen. Die Motive der Politik dürften also zumindest teilweise opportunistisch sein. Dennoch ist die Anerkennung von Computerspielen als Kulturgut ein erfreuliches Signal.

Von der Schmuddelecke in die Öffentlichkeit

Die Anerkennung von Videospielen als Kulturgut kommt nach langen Jahren, in denen Spielerinnen und Spieler von Konservativen in die Schmuddelecke gedrängt wurden. Computerspiele würden Amokläufe fördern, hieß es da beispielsweise, auch wenn dieser Zusammenhang von keiner seriösen wissenschaftlichen Studie untermauert werden konnte. Auch andere abwertende Klischees über Gamer wurden gerne verbreitet. Zockerinnen und Zocker seien sozial isoliert, hielten nicht viel von Hygiene und seien schulisch und beruflich eher weniger erfolgreich, wurde gerne suggeriert.

Von dieser Situation haben wir uns – zum Glück – ein gutes Stück entfernt. Immer mehr Menschen spielen elektronische Spiele, sei es auf ihrem Computer oder auf ihrem Mobilgerät. Die Zeiten, in denen Spielerinnen und Spieler angesichts von durch die Politik unterbundenen eSport-Events in „Gamer-Demos“ für ihr Hobby auf die Straße gehen mussten, scheinen jedenfalls endgültig vorbei zu sein.

Es scheint, als folgten Computerspiele einem ähnlichen Muster, wie es viele neue Formen der Unterhaltung zunächst durchliefen. Auch Romane galten schließlich erst als verdummend und gefährlich – das ist zwar lange her, sagt aber viel über den konservativen Reflex aus, unbekannte Phänomene der Unterhaltungskultur erst einmal ohne große Betrachtung zu verdammen, bevor sie irgendwann als legitimer Teil des kulturellen Kanons anerkannt werden. Auch viele Musik-Genres, von Rock’n’Roll über Beat bis hin zu Heavy Metal, durchliefen eine ähnliche Entwicklung.

Computerspiele: Inspiriert und inspirierend

Die Anerkennung von Computerspielen als fördernswertes Kulturgut ist längst überfällig. Vieles, das sich in diesem Bereich entwickelt hat, ist erwachsen, professionell und anspruchsvoll. So ist der eSport längst eine etablierte Disziplin des sportlichen Wettkampfs. Wer anzweifelt, dass Computerspielen „echter Sport“ ist, sei an anerkannte Sportarten wie Schach und Bogenschießen erinnert, die ebenfalls keine körperlichen Extremleistungen, wohl aber Konzentration, Taktik und spezifische, in langer Übung erworbene Fähigkeiten fordern. Die Szene hat alles, was dazu gehört: Teams und Manager, Sponsoren, eine Fangemeinde mit entsprechenden Ritualen und eine teilweise hochprofessionelle mediale Berichterstattung.

Schon lange gibt das Genre der Computerspiele eine Vielfalt großartiger Geschichten her, egal, ob diese nun in einem epischen Rollenspiel, den Cutscenes eines Strategiespiels oder in Form eines textbasierten „Choose your own Adventure“-Titels auf dem Smartphone daher kommen.

Auch der künstlerische Anspruch vieler Spielegrafiken ist erheblich und bietet viel Raum zur Entfaltung, gerade im Fantasy- und Science-Fiction-Bereich. Was hier erdacht und in jahrelanger Arbeit digital umgesetzt wird, braucht sich oft vor keiner traditionellen Kunstform zu verstecken.

Ein ebenfalls beachtenswertes Phänomen sind sogenannte „Serious Games“. Diese greifen aktuelle, gesellschaftlich relevante Themen auf und regen so die Spielerinnen und Spieler zum Nachdenken beispielsweise über Krieg, Krankheiten oder soziale Missstände an. So tragen sie zur Bildung der Menschen, vielleicht sogar zum Entwickeln von Empathie bei.

Daneben sind Spiele, vor allem für junge Menschen, auch schlichtweg ein Thema, über das sie sich austauschen und soziale Kontakte knüpfen können. Fernab vom Klischee des einsamen Zockers zuhause im Keller wird heute vielfach in Gruppen gespielt, egal, ob mit- oder gegeneinander. Und spätestens Augmented Reality Games wie „Project Ingress“ und „Pokemon Go“ stellen den sozialen Aspekt und das Treffen mit anderen Menschen, ebenso wie den sportlichen Wettkampf zwischen verschiedenen Spielerparteien, klar in den Vordergrund.

Angesichts all dieser Phänomene sollte klar sein, dass Computerspiele eine Anerkennung als Teil unserer Kultur längst verdient haben. Es ist erfreulich, dass die Politik das endlich, wenn auch nur widerwillig und sicher nicht ohne Hintergedanken, anerkennt.


Image (adapted) „Computerspiel“ by Cello Armstrong/stock.adobe.com


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • VIRTUAL REALITY t3n: HTC soll über Verkauf der Virtual-Reality-Sparte nachdenken: Auch an der diesjährigen Gamescom war Virtual Reality an gefühlt jedem zweiten Stand vertreten und gar nicht mehr aus der Gamesbranche wegzudenken. Einer der größten Player auf dem VR-Markt, HTC, steht jetzt womöglich kurz davor, seine VR-Sparte zu verkaufen. HTC stellt mit der Vive eines der aktuell bekanntesten VR-Headsets her. Sogar ein Verkauf des kompletten Unternehmens soll in Erwägung gezogen werden.

  • HYBRID golem: James Bond fährt bald Hybrid: Das Kultfahrzeug des fiktiven, britischen Geheimagenten soll es in Zukunft in “umweltfreundlich” geben. Die Luxusmarke Aston Martin, die James Bond seit jeher den Dienstwagen bereitstellt, plant eine Zukunft als Hybridhersteller. Ab ca. 2025 sollen ausschließlich Hybridfahrzeuge angeboten werden und auch ein reines Elektroauto sei in Planung. Der Unternehmenschef Andy Palmer teilte der Financial Times zudem seine Prognose mit, dass 2030 schon 25 Prozent der verkauften Fahrzeuge Elektroautos seien sollen.

  • SEXISMUS sueddeutsche: Sexismus im Algorithmus: Wenn eine Bilderkennungssoftware das Bild einer Küche automatisch mit dem Wort “Frau” assoziiert, ist das nicht gerade erfreulich. Dem Informatiker Vicente Ordóñez ist kürzlich ein derart sonderbares Verhalten an der Bilderkennungssoftware aufgefallen, die er gerade entwickelt. Die Bilder von unterschiedlichen Aktivitäten werden dabei geschlechtsspezifisch gewertet. Einkaufen und Kochen wird Frauen zugeordnet, Schießen oder Trainieren dagegen Männern. Zwei IT-Professoren der Universität von Massachusetts, wollen sich mit der Software „Themis“ nun des Problems annehmen.

  • TV horizont: Pro Sieben Sat 1 hält trotz schwachem TV-Markt an Jahreszielen fest: Video on Demand-Dienste schwächen nach und nach den TV-Markt. Auch einem der größten Netzwerke, Pro Sieben Sat 1, macht dieser Wandel zu schaffen. Der Münchner Medienkonzern berichtete, dass sich die Werbeeinnahmen des dritten Quartals unter den Erwartungen entwickeln. Pro Sieben Sat 1 will nun die Konzernstruktur unter die Lupe nehmen, um sich besser auf den Wandel der Medienlandschaft auszurichten.

  • GAMESCOM ign: Gamescom 2017: Das waren die Highlights der IGN-Redaktion: Eine Woche ist bereits wieder seit dem Start der Gamescom 2017 in Köln vergangen und langsam aber sicher einigen sich die Redaktionen auf ihre Tops und Flops der dort vorgestellten Spieletitel. Die IGN-Redaktion hat sich die üblichen Verdächtigen wie Battlefield oder Need for Speed angesehen. Aber auch unbekanntere Titel wie das Playstation VR-Game Moss haben das Interesse der Redaktion geweckt. Zudem lässt die Hardware der präsentierten Xbox One X auf die wohl stärkste Konsole aller Zeiten hoffen.

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  • GAMESCOM Handelsblatt: Gaming wird zum Breitensport: Was für Themen sind auf der Gamescom in diesem Jahr besonders wichtig? Nachdem gestern die Bundeskanzlerin Angela Merkel die Gamescom eröffnete, dreht sich alles um das Social Gaming oder aber auch um E-Sports. Dennoch gibt es viele weitere Trends, die vor allem die Gamer derzeit begleiten. Spannende Virtual Reality-Welten warten auf die Besucher, sowie die ewig lebende Spielkonsole Nintendo. Aber in diesem Jahr spielt auch die Politik eine wichtige Rolle, da sich hier unter anderem die Frage stellt, ob man sich künftig auf eine finanzielle Förderung in der Gaming-Branche freuen kann oder nicht.

  • ANDROID 8 Welt: Google veröffentlicht Android 8 Oreo: Die meisten haben es schon vermutet: Das neue Betriebssystem Android 8 wurde nach dem berühmten Oreo Keks benannt. Nutzer können sich auf einige Neuerungen freuen. Für jede App können Benachrichtigungen jetzt individuell gesteuert werden. Zudem können Bild-in-Bild-Videos auf dem Smartphone abgespielt werden. Hier kann der Nutzer beispielsweise während eines Videochats zur gleichen Zeit ein anderes Video auf seinem Display aufrufen. Auch der Stromverbrauch lässt sich im neuen Update gut in den Griff bekommen, da Nutzer auf eine stromsparende App-Bremse zugreifen können.

  • PASSWORT Golem: Angriffe auf Microsoft-Konten um 300 Prozent gestiegen: Der IT-Sicherheitsbericht von Microsoft zeigt auf, dass Angriffe auf Microsoft-Nutzerkonten im ersten Halbjahr 2017 um 300 Prozent gestiegen sind im Gegensatz zum Vorjahr. Ein Grund dafür sei unter anderem die schlechte Wahl von Passwörtern. Oftmals sind diese unsicher und zu einfach gewählt. Zudem sind viele veröffentlichte Passwörter durch Hacks im Netz verfügbar. Microsoft empfiehlt seinen Nutzern daher Passwörter zu benutzen, die eine angemessene Länge aufweisen und am besten nur einmal genutzt werden. Außerdem zeigt der IT-Sicherheitsbericht die steigende Zahl von Loginversuchen, die von bösartig eingestuften IP-Adressen ausgehen.

  • ALDI Mobilegeeks: ALDI life wird jetzt auch zur Gaming-Plattform, startet am 22. August: Wie passen Gaming und Aldi zusammen? Seit gestern sogar ziemlich gut, denn Aldi vertreibt auf seiner Online-Plattform „ALDI life“ jetzt auch Games. Vorher gab es für die Nutzer eine Flatrate des Partners Napster, bei der sie eine Vielfalt an Songs und Hörbücher hören oder auch günstig E-Books erwerben konnten. In der Zusammenarbeit mit dem Partner Medion gibt es hier jetzt auch Spiele für sämtliche Spielkonsolen, wie beispielsweise die PlayStation, Xbox oder für aber auch für den PC. Wer sich hier ein Spiel kauft, erhält dabei einen Online-Code, mit dem das Spiel auf der jeweiligen Konsole oder auf dem PC aktiviert werden kann.

  • WHATSAPP Netzwelt: WhatsApp: So nutzt ihr die neue Status-Funktion unter iOS und Android: Auf WhatsApp gibt es mittlerweile immer mehr Funktionen für die Nutzer, um den Messenger-Dienst stets interessant zu halten. Hier kann ein eigener Status anhand von Bildern oder kurzen Videos mitgeteilt oder auch die Datenschutzeinstellungen beliebig angepasst werden. Und mit dem neuen Update kommen auch wieder neue Funktionen. Nutzer finden schon bald farbenfrohere Status-Updates, bei denen neben dem Schriftstil auch die Hintergrundfarbe geändert werden kann. Für die neuen Funktionen gibt es hier eine genaue Anleitung.

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Tag der Videospiele: Welche Games uns bewegen

TenTooMany (adapted) (Image by Joel Stubston [CC BY SA 2.5], via Wikimedia Commons) Tag der Videospiele

Hoch die Tastaturen, dieses Wochenende wird eskaliert, Gamer! Der 8. Juli wird als ‚Tag der Videospiele‘ gefeiert. Wer diesen Tag ins Leben gerufen hat, und warum, ist unklar. Dennoch spricht nichts dagegen, diesen Tag mit einer gepflegten Partie [hier bitte euer Lieblingsspiel einsetzen] zu begehen.

Tag der Videospiele – warum ist Gaming relevant?

Ob auf dem Computer, einer Konsole oder gar Smartphone und Tablet – Videospiele sind weit verbreitet und inzwischen ein popkulturelles Phänomen. Immer mehr Realverfilmungen basieren darauf. Cosplay-Conventions, auf denen sich Menschen als Spielfiguren verkleiden, werden zum Mainstream. Und viele Menschen finden sogar Spaß an Videospielen, ohne sie selbst zu spielen, wie die hohen Zuschauerzahlen von Let’s-Play-Videos bei YouTube zeigen. Videospiele sind ein großes Business, Forschungsgegenstand der Wissenschaft und immer mal wieder ein Sündenbock für kulturpessimistische Politiker.

Vor allem aber sind Videospiele für viele Menschen ein Teil ihrer Biographie geworden. Viele erinnern sich gern an ihre ersten Gaming-Erfahrungen oder großartige Spielemomente, die lange zurückliegen. Auch die Redaktion von Netzpiloten, Applepiloten und Androidpiloten zockt immer mal wieder gern und leidenschaftlich. Den Tag der Videospiele nehmen wir zum Anlass, euch zu verraten, welche Games uns begeistern oder prägen.

BioShock – Wunderschön hässliches Spielesetting zum Eintauchen

Lisa Kneidl, Redakteurin: Videospiele spiele ich schon mein Leben lang, aber erst „BioShock“ hat mich im Jahr 2007 zu einer leidenschaftlichen Gamerin gemacht. In das wunderbare Storytelling dieser Mischform aus Egoshooter, Rollenspiel und Survival-Horror habe ich mich damals verliebt.

Atmosphäre wird in „BioShock“ großgeschrieben. Sie ist mitunter so nervenzerfetzend spannend, dass ich den ersten Teil nur bei Tageslicht spielen konnte. Er entführt den Spieler in die wunderschön zerstörte Unterwasserstadt Rapture in den Sechziger Jahren. Hier finden die Bewohner eine Zuflucht vor den Nachkriegswirren und wollen eine freie Gesellschaft aufbauen. Zu fröhlichen Swing-Titeln aus herrlich verzerrten Jukeboxen durch klaustrophobische Tunnel zu wandern, mit der Befürchtung, hinter jeder Ecke auf einen genetisch manipulierten Bewohner Raptures oder gar einem der berühmt-berüchtigten Big Daddies zu treffen, hat mich unvergleichlich gegruselt und fasziniert.

Das Setting der „BioShock“-Spielereihe hat mich derart in seinen Bann gezogen, dass die Spielfigur Elizabeth zu einer meiner Lieblingsrollen in meinem anderen Hobby – dem Cosplay – geworden ist.

Mario Kart: Double Dash!! – Zocken und zoffen wie Bruder und Schwester

Melina Mork, Praktikantin: Aufgewachsen mit einem großen, technikaffinen Bruder, wurde ich früh mit Videospielen sozialisiert. Zum einen, weil ich unbedingt zuschauen wollte, zum anderen, weil mein Bruder eine Gegnerin brauchte, gegen die er immer und immer wieder gewinnen konnte.

Das Spiel, das mich am längsten in dieser Hinsicht begleitet hat ist „Mario Kart: Double Dash!!“ für den Nintendo GameCube. Ich kann nicht aufzählen, wie oft ich mit meinem Bruder oder meinen Freunden die Strecken und Pokale gefahren bin und wie oft ich verloren habe. Aber es gibt kein schöneres Gefühl, als den Gegner auf den letzten Metern zu überholen, mit Items zu treffen oder auf dem Regenbogen-Boulevard nicht in den Abgrund zu stürzen. Und für mich persönlich war das schönste Erlebnis, meinen Bruder kürzlich zum ersten Mal zu besiegen – nach zehn Jahren Anlauf. Ich bin überzeugt: Ist man nach einer ausgiebigen „Mario-Kart“-Partie noch befreundet, wird die Freundschaft alles überstehen.

„Mario Kart: Double Dash!!“ und die Konsole Nintendo GameCube sind nur noch gebraucht zu haben, werden aber noch begeistert gespielt.

Tomb Raider: Rätselraten mit der taffen Amazone

Jonas Haller, Autor: Am liebsten spiele ich Games mit starken Geschichten. Adventure-Games sind deshalb meine Lieblingskategorie. Sie fesseln mich und lassen mich in eine andere Welt abtauchen. Mein persönlicher Favorit ist die „Tomb Raider“-Reihe – sowohl die Klassiker als auch die beiden Next-Gen-Neuauflagen.

Auch wenn die Stories rund um die taffe Lara Croft sehr linear sind, gefällt mir das Entdecken der liebevoll und detailliert modellierten Inselwelt sowie das Bewältigen kleiner Aufgaben und Rätsel. Kampfszenen sind nicht nur ein unüberlegtes Geballere, sondern bieten einen spannenden Strategie-Faktor. Auch deshalb kann man die Spiele gern ein zweites Mal durchzocken. Es zeigen sich immer wieder neue Lösungsmöglichkeiten. Ich hoffe, dass es in der Spielereihe noch die ein oder andere Fortsetzung geben wird.

Der aktuellste Titel, „Rise of Tomb Raider“, ist für PC, Xbox One und PlayStation 4 erhältlich.

Minecraft: Unendliche Möglichkeiten

Julia Froolyks, Autorin: „Was ist das Ziel des Spiels?“ – diese Frage höre ich öfter, wenn es um mein Lieblingsspiel „Minecraft“ geht. Darauf gibt es eigentlich keine richtige Antwort. Denn das Open-World-Spiel hat kein Ende im engeren Sinn. Die Spieler können hier in einer offenen Welt ale möglichen Objekte aus würfelartigen 3D-Blöcken konstruieren. Zudem können Spieler die Welt erkunden, Ressourcen sammeln und gegen Monster kämpfen – allerdings ist das kein Muss. Genau das ist das Schöne an „Minecraft“: Jeder Spieler erlebt die Welt auf seine eigene, individuelle Art.

Ich verbringe meine Zeit im Spiel am liebsten im Bergbau und besorge wertvolle Edelsteine, die andere Spieler zu Gebrauchsgegenständen verarbeiten können. Diese eintönige Aufgabe hat auf mich fast schon eine meditative Wirkung. Eine Multiplayer-Funktionen erlaubt das Zusammenspiel mit anderen Spielern. Sich für das Spiel zu verabreden und „ingame“ zu treffen, ist für mich und viele andere Menschen ein großer Spaßfaktor. Zudem ist das Spiel so komplex, dass ich mich auch außerhalb des Spiels über neue Funktionen informiere und mit anderen darüber diskutiere. „Minecraft“ ist also virtuell und in der Realität ein Spiel, das verbindet. Diese soziale Komponente und die Tatsache, dass kein Spielziel das Handeln einengt, machen „Minecraft“ zu etwas Besonderem.

„Minecraft“ ist für alle gängigen Plattformen erhältlich.

Grim Fandango: Komm mit ins Land der Toten!

Anne Jerratsch, Redakteurin: „Gehe zu, öffne Schublade, benutze seltsam aussehendes Objekt“ – die Spiele von Lucas Arts gelten bis heute als absolute Klassiker der Point-and-Click-Adventures. Die abgedrehten Stories und der einzigartige, oft anarchische Humor sind mittlerweile zu echten Internet-Memes geworden. Der neben dem Piratenklassiker „Monkey Island“ etwas vergessene mexikanische Noir-Thriller „Grim Fandango“ ist hierbei mein Favorit.

Hier schlüpft der Spieler in die Rolle von Manuel Calavera. Er ist bereits tot, muss aber als Reiseberater schuften, um sich sein Ticket ins Jenseits zu verdienen. Dabei trifft er die aufregende, aber ebenso tote Mercedes und kommt einem Korruptionskomplott auf die Spur. Der Humor ist hier mindestens so schwarz wie die Lungen der Beteiligten. Das Setting knüpft an die mexikanische Tradition des Día de los Muertos an und die liebevoll gestalteten Kulissen erinnern an Kinoklassiker wie Casablanca. Mehr als einmal bin ich zu einem früheren Spielstand zurückgekehrt, um durch die Gassen von Rubacava zu streunern oder in der Blue Casket-Bar abzuhängen. Als besonderes Bonbon wird das Spiel mit einem mitreißenden Soundtrack aus Blues und Jazz unterlegt, der jede Party aufmotzen kann.

Die Remastered-Version von Grim Fandango ist für PC, Mac, PlayStation 4 sowie für iOS und Android erhältlich

Game of Thrones: Ein „Spiel-Film“ für das iPad

Berti Kolbow-Lehradt, Redakteur: Ich spiele inzwischen überwiegend auf dem iPad. Die hochwertigen, mobilen Titel muss ich zwar mit der Lupe suchen, aber es gibt sie. Allen voran schätze ich die fantastisch erzählten „Interactive Fiction“-Spiele von Telltale, insbesondere „Game of Thrones“, das ich derzeit wieder durchspiele.

Die erzählerische Dichte fesselt mich mindestens so wie die Serien-Vorlage. Die innere Zerrissenheit der von mir gespielten Protagonisten bei manchen Entscheidungen geht mir manchmal bis ins Mark. Zwar ist mein Einfluss auf den Ausgang nicht so groß wie der Hersteller das suggeriert, trotzdem fühle ich mich hineingezogen in das Geschehen. Insofern macht mir die Mischung aus interaktivem Spiel und filmischer Erzählung nicht nur riesigen Spaß. Game of Thrones für iOS ist für mich auch ein Leuchtturm dafür, wie Storytelling in Lizenz-Videospielen heute sein sollte und dafür, dass die Qualität von Mobile Games dem Erlebnis von PC- und Konsolentiteln das Wasser reichen kann.

Game of Thrones ist neben iOS für alle gängigen Plattformen erhältlich.

Was zockt ihr am Tag der Videospiele? Was sind eure Lieblingsspiele und warum? Und welche Erinnerungen verbindet ihr mit ihnen? Erzählt es uns in den Kommentaren!


Image (adapted) Ten Too Many by Joel Stubston (CC BY SA 2.5)


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  • SMARTPHONEt3n: Smartphones machen dumm und unkonzentriert, auch wenn man sie gar nicht nutzt: Eine Studie mit rund 800 Smartphone-Nutzern der Universität Texas hat herausgefunden, dass die Anwesenheit eines Smartphones die Denk- und Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt. Durch einige Computerbasierte Tests wurden diese Faktoren untersucht. Beispielsweise schnitten Nutzer am schlechtesten ab, die ihr Smartphone auf dem Tisch liegen hatten, am besten diejenigen, die es im Nebenraum liegen hatten. Die Anwesenheit des Smartphones verhindert konzentration, da sich das Gehirn darauf konzentrieren muss, nicht auf das Smartphone zu gucken.

  • APPS sueddeutsche: Stiftung Warentest: „Pokémon Go“ oder „Candy Crush“ sind nichts für Kinder: Stiftung Warentest und jugendschutz.net haben in einem aktuellen Test 50 Handyspiele auf Kinder- und Jugendschutz und Datenschutz untersucht. Viele der Apps, beispielsweise „Candy Crush“ oder „Pokémon Go“ wurden von den Testern als bedenklich eingestuft. Grund dafür sind zu aufdringliche Werben oder Aufforderungen zu In-App-Käufen. Einen ausreichenden Datenschutz bieten nur vier der in der Studie getesteten Apps. Stiftung Warentest empfiehlt Eltern mit ihren Kindern mitzuspielen um sie über Gefahren aufklären zu können, nicht altersgerechte Apps mit einer Kindersicherung zu sperren und während die Kinder spielen alle Internetdienste auszuschalten, da so Chatfunktionen oder Werbung unterbunden werden kann.

  • CYBERANGRIFFE handelsblatt: Cyberangriffe treiben Kosten langfristig nach oben: Nach der erneuten Cyberattacke, die auch in Deutschland einige Unternehmen befallen hat, schätzen Versicherer nun ein, dass die Kosten für Firmen drastisch ansteigen können. Es müssen mehr Gelder und langfristige Kosten eingeplant werden. Vielen fehle ein Verständnis der Konsequenzen der Cyberangriffe, sagte Lloyds-Chefin Inga Beale. Konsequenzen seien beispielsweise Abgang von Kunden und fallende Aktienkurse.

  • FACEBOOK techcrunch: Facebook now has 2 billion monthly users… and responsibility: Der US-Konzern Facebook jagt einen Rekord nach dem anderen. Facebook zählt mittlerweile 2 Milliarden monatliche Nutzer. Dreizehn Jahre nach Gründung von Facebook und nur 5 Jahre nach dem ersten Meilenstein kann Facebook dieses Wachstum verkünden. Gründe für den Anstieg der Nutzerzahlen ist die immer schneller werdende Innovation und Entwicklung im Technikbereich, der die Menschen miteinander über soziale Netzwerke wie Facebook vernetzt. Doch mit Wachsender Nutzerzahl werden nun auch Bedenken laut, dass sich Facebook mehr seiner Verantwortung bewusst werden solle.

  • FESTNETZ faz: Wozu noch Festnetz?:
    Brauchen wir das Festnetz überhaupt noch in Zeiten von Smartphones, wo doch alles schneller, mobiler und moderner geht? Kommunikation via Festnetz und generelles Telefonieren wird heutzutage sogar als leicht aufdringlich gesehen, viel diskreter hingegen eine kurze Nachricht per Whats-App. Doch das Festnetz bietet auch Vorteile, unabhängig vom Akku und Empfang, eine gute Akkustik und nicht wegzudenken, das Familientelefon. Die Traumkombination aus beiden bietet derzeit das Home Talk füs iPhone und Android.

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  • AMAZON heise: Amazon Prime Reading: Prime-Mitglieder bekommen Lesestoff: Eine Amazon Prime Mitgliedschaft ermöglicht seinen Mitgliedern seit längerer Zeit schon schnellen Versand oder das Streaming von Filmen- und Serieninhalten. Jetzt kommen auch Leseratten in den Genuss einer Leseflatrate. Ohne weitere Zusatzkosten – außer der Prime-Mitgliedschaft – können nun hunderte E-Books, E-Magazine und Comics gelesen werden. Ein Amazon E-Reader ist nicht notwendig, lesen geht auch per Leseapp auf dem Smartphone und ist auf iOs und Android verfügbar.

  • ÜBERWACHUNG br: „Staatstrojaner“ passiert den Bundestag: Gestern hat die schwarz-rote Koalition im Bundestag das „Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens“ verabschiedet – und das beinhaltet auch den Einsatz sogenannter Staatstrojaner. Künftig müssen also auch Hehler, Drogendealer und Steuersünder damit rechnen, dass Strafverfolger eine digitale Wanze auf ihrem Handy platzieren. Das war bislang nur bei schwersten Straftaten wie zum Beispiel terroristischen Anschlägen oder deren Vorbereitung erlaubt.

  • YOUTUBE techcrunch: YouTube chops 360 video in half with new VR180 format: Die Video-Plattform Youtube hat jetzt ein neues Videoformat vorgestellt – aus 360 wird 180 Grad! Das 360-Grad-Videoformat wird zwar nicht vernachlässigt, wird aber laut Youtube von VR-Videogestaltern nicht zum vollsten Potential genutzt. Produktions- und Hardwareprobleme seien ein Grund, wieso viele Videoschöpfer noch eher von VR abgeschreckt sind. Außerdem würden sich die Filmschaffenden meist eher auf den 180 Grad-Bereich direkt vor ihnen beschränken. Die Videos werden für mobile Headsets wie Cardboard oder Daydream bereitgestellt und werden auch Livestreaming unterstützen.

  • SNAPCHAT t3n: Snap Maps: Wie Snapchat sich Instagram vom Leib halten will: In der Welt der Social-Media-Apps ist es wohl ein Kampf der Titanen – Snapchat und Instagram liefern sich schon seit einiger Zeit einen heftigen Schlagabtausch. Die zu Facebook zugehörige Bilder-Plattform Instagram kopiert schon seit einiger Zeit schamlos Funktionen des Konkurrenten des Snap-Konzerns, wie die Story- oder Filterfunktion – und verbucht deutlich mehr Nutzer. Die fast schon „letzte Instanz“ für Snapchat soll jetzt eine Location-Sharing-Funktion namens „Snap Maps“ werden und das Teilen des eigenen Standorts mit Freunden für spontane Treffen zu ermöglichen oder besondere Events in der Nähe zu entdecken.

  • STEAM chip: Steam Summer Sale 2017 gestartet: Mit diesen Tipps gibt’s die besten Schnäppchen: Seit gestern 19 Uhr ist der halbjährliche Gamer-Shopping-Wahnsinn wieder in vollem Gange. Beim Steam Summer Sale werden bis zum 5. Juli wieder allerhand Schnäppchen-Games angeboten und die Spiele-Bibliotheken bis zum Zerbersten mit Titeln gefüllt, die man eh nie spielen wird. Zu den besten Angebotstiteln zählen „The Witcher 3: Wild Hunt“ oder der Unterwasser-Indie-Titel „Abzu“.

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  • CEBIT spiegel: Virtual Reality auf der Cebit: Der 1000-Euro-Handschuh: Endspurt auf der CeBit! Virtual Reality ist mittlerweile in der Tech-Welt angekommen und vor allem die dazugehörigen Brillen sind nichts neues mehr. Auf dem Event in Hannover wurden jetzt neue Controller und Sensoren vorgestellt, die auf neue Wege mit der Technologie arbeiten. Wann VR endlich ihren Durchbruch habe ist ein wiederkehrendes Thema auf der Cebit. HTC Vive will beispielsweise mit dem Sense Glove überzeugen, einem VR-Handschuh.

  • GOOGLE businessinsider: Google hat ein altes Produkt wiederbelebt und diesmal scheint die Zeit dafür reif zu sein: Jetzt ist es offiziell, die Navigations-App Google Maps wird jetzt um ein Live-Tracking-Feature erweitert, mit dem sich Kontakte auf Wunsch verfolgen können. Vorbei die Zeiten, wo man behaupten konnte, dass man den Bus verpasst hat, obwohl man erst noch zuhause in der Dusche hängt. Datenschutz-Bedenken erstmal beiseite fragt man sich allerdings auch, wieso der Konzern diese Idee noch nicht früher hatte. Tatsächlich gab es das Projekt unter dem Namen „Latitude“ bereits 2009.

  • INTERNET zeit: Ironiefrei das Internet sicherer machen: Microsofts Chefjurist Brad Smith schlägt eine Digitale Genfer Konvention vor und will damit das Internet zu einem sichereren Ort machen. Smith wirbt seit einigen Wochen für deine Idee der Digitalen Genfer Konvention und ist quasi auf diplomatischer Mission unter anderem in Davos, San Francisco oder nach Berlin unterwegs. Auf einer Veranstaltung der Princeton Universität in Berlin appelliert er an Staatet, sich zu verpflichten, wenigstens in Friedenszeiten keine zivilen Einrichtungen und Personen zu hacken und IT-Sicherheitslücken offen zulegen, statt sie zu horten oder gar zu verkaufen.

  • ANDROID heise: Android O ausprobiert: Das ist neu, das wird anders: Mit Android O will Google jetzt die neue Version seines Betriebssystems auf den Markt bringen. Die erste Entwicklerversion wurde jetzt ohne Vorankündigung freigegeben. Zu den neuen Features soll beispielsweise auch eine verlängerte Akkulaufzeit zählen, denn laut Angaben von Google soll Android O Hintergrundprozesse von Apps einschränken. Außerdem soll es ein verbessertes Erinnerungsfeature geben und die Bild-in-Bild-Funktion soll ausgebaut werden.

  • SUPER MARIO RUN t3n: Super Mario Run ist jetzt auch für Android verfügbar: Nachdem Nintendo den Videospiel-Klassiker Super Mario als Smartphone-Version “Super Mario Run” bereits für iOs-Geräte veröffentlichte, können jetzt auch Android-User den Klemptner endlich über den Smartphonescreen hüpfen lassen. Gestern wurde die App einen Tag früher als gedacht im Google Play Store veröffentlicht. Wie für iOs wird es das Spiel auf Android nur als Testversion kostenlos geben, die Vollversion muss nach wie vor gekauft werden. Nintendo erhofft sich, mit der Android-Version erheblich mehr Umsatz machen zu können, da das Android-Betriebssystem auf knapp 80 Prozent der Smartphones läuft.

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  • AUTONOMES FAHREN heise: Autonomes Fahren mit Sedric: Volkswagen zeigt erstes Konzept für autonomes Auto: „Shaping the Future“ stand auf der Einladung zum VW-Vorabend zum Genfer Autosalons, vom vom 9. bis 19. März. Die soll tatsächlich regelrecht würfelförmig sein, so sieht Sedric zumindest aus. Das neue „SElf-DRIving Car“ (daher der Name), das der Konzern jetzt anlässlich des anstehenden Autosalons vorgestellt hat, soll also die Zukunft des autonomen Fahrens gestalten und VW vielleicht auch weiter aus der Diesel-Affäre ziehen. Viele Details verriet der Konzern noch nicht, nur, dass Sedric elektrisch unterwegs sein, ohne Kabel geladen wird und per Knopfdruck angefordert werden kann.

    NINTENDO SWITCH zeit: Spaßpaket mit Schönheitsfehlern: Am Freitag wurde die Gamingwelt um eine neue Konsole erweitert. Mit der Nintendo Switch vereint der Hersteller stationäres und mobiles Gaming in einem Gerät. Nach einem ersten Zocker-Wochenende gibt es nun erste Gedanken und Urteile zur neuen Konsole. Der neue „The Legend of Zelda“-Teil „Breath oft he Wild“ ist dabei ein garantierter Blockbuster, hier verkauft aber eher die Software die Hardware, weitere große Titel für die Konsole bleiben erst noch aus.

  • SOUND engadget: Hands on: Das ist die Sonos Playbase: Für den April hat Lautsprecher-Hersteller Sonos jetzt ein neues, kompaktes Soundsystem vorgestellt. Die Playbase ist dabei vor allem eine geeignete Lösung für Film- und Musikfans ohne viel Platz, denn sie kann direkt unter dem Fernseher aufgestellt werden. Mittels der Trueplay-App wird zusätzlich der Raum soundoptimiert. Mit dem Fernseher wird sie mit Hilfe eines optischen Kabels verbunden, für alle anderen Einsatzgebiete – also das Streamen von Musik und die Kommunikation mit weiteren Sonos-Lautsprechern – kommt WiFi zum Einsatz.

  • NETFLIX t3n: Entscheide selbst, wie der Film endet: Netflix arbeitet an interaktiven Handlungsverläufen: Die Grenze zwischen filmischen und spielerischem Medium scheinen immer mehr zu verwischen. Filmische Spiele sind nichts neuer, aber wie sieht es mit gamifizierten Serien und Filmen aus? Der US-Streaming-Anbieter Netflix soll jetzt an einer Technologie arbeiten, die es dem Zuschauer ermöglicht per Knopfdruck den Handlugnsverlauf der jeweiligen Serie oder Films zu beeinflussen. Vorerst sei das Ganze ein Experiment seitens Netflix, so ermöglicht es den Filme- und Serienmachern aber ungeahnte Storytelling-Möglichkeiten. Bleibt nur die Frage: Will das der Zuschauer überhaupt?

  • FACEBOOK sueddeutsche: Facebook versucht, suizidgefährdete Nutzer zu erkennen: Eine neue Woche – ein neues, weltverbesserndes Facebook-Feature? Jetzt soll es eine künstliche Intelligenz geben, die Nachrichten und Status-Einträge der Nutzer, die auf suizidale Absichten anspielen, erkennen soll. Facebook kontaktiert die Nutzer daraufhin und gibt ihnen Tipps und empfiehlt Beratungsstellen. Das Konzept ist aber keineswegs neu. Schon die App Koko ist ein digitaler Seelsorger, der seit einiger Zeit fest in den bei Jugendlichen beliebten Messenger-Apps wie beispielsweise Telegramm oder Kik verankert ist.

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  • GAMES heise: Marktzahlen: Werbung ist wichtiger für Spiele als Reviews: Auf der Game Developers Conference wurden von dem Marktforschungs-Institut EEDAR die neuesten Statistiken der Spiele-Branche veröffentlicht. Während mobil vor allem Casual-Spiele genutzt werden, legen die aktuellen Konsolen den Fokus auf Actionspiele und Shooter für Männer. Gute Wertungen in Spiele-Reviews sind zwar nach wie vor wichtig für den Verkauf, sie haben aber weniger Einfluss als eine Erhöhung des Marketing-Budgets. 

  • OCULUS computerbase: Oculus Rift, Touch und Sensor ab sofort günstiger: Oculus Rift, die Controller Oculus Touch und der zusätzliche Sensor für das experimentelle 360-Grad-Setup mit drei Kameras sind nun günstiger auf dem Markt verfügbar. Die VR-Brille Rift fällt von 699 auf 589 Euro, Touch von 199 auf 119 Euro und ein Sensor von 79 auf 69 Euro. Mit der Preissenkung dürfte Oculus VR versuchen, konkurrenzfähiger zu werden. Analysten zufolge hat sich Oculus Rift nur etwa 240.000 Mal verkauft. Das HTC Vive kommt auf geschätzte 420.000 Verkäufe.
  • SNAPCHAT derstandard: Snapchat wird mit 24 Milliarden Dollar bewertet: Eine Snapchat- Aktie wird an der Börse 17 US-Dollar kosten, was über dem angekündigten Sprektrum von 14 bis 16 US-Dollar liegt. Der Ausgabepreis von 17 Dollar ergibt eine Bewertung des Unternehmens von annähernd 24 Milliarden US-Dollar. Damit gelingt Snapchat der größte Börsengang seit 2014. Angesichts der Tatsache, dass Snapchat noch nie Gewinn geschrieben hat und sich der Zustrom neuer Nutzer zuletzt geschmälert hat, verblüfft die hohe Firmenbewertung.
  • GOOGLE googlewatchblog: Google gibt Santa Tracker 2016 als Open-Source frei: Der Google Santa Tracker  ist in jedem Jahr eine große Tech-Demo, in der die Entwickler alles geben, was sie haben. In den vergangenen Jahren hatte Google den Santa Tracker erst in der Sommerzeit als Open-Source freigegeben – aber in diesem Jahr wollte man wohl doch nicht ganz so lange warten und hat diesen schon jetzt Online gestellt. Der Sourcecode kann bei GitHub eingesehen und heruntergeladen werden und steht auch zum Experimentieren zur Verfügung.

  • TECHNOLOGIE golem: Biolite Campstove 2 macht aus Feuer Strom: Biolite bietet seit Jahren tragbare Herd- und Feuerstellen an, die Wärme und Strom erzeugen. Der neue Campstove 2 zeigt an, wie viel Energie umgewandelt und im Akku gespeichert wird. Dadurch können auch USB-Geräte abseits von Steckdosen aufgeladen werden. Der Campstove 2 von Biolite nutzt ein kleines Holzfeuer, um Strom zu gewinnen und zeigt dabei mehr Energiedaten an als ein früheres Modell. 

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  • Whatsapp t3n: Whatsapp: Neue Funktion soll Tracking von Gruppenkontakten in Echtzeit ermöglichen: Praktische Funktion oder schon beängstigendes Feature? Schon Facebook hat seit kurzer Zeit ein neues Standort-Feature, das den Nutzern erlaubt sich lokal in Echtzeit mit Kontakten zu verknüpfen. Jetzt führt auch Whatsapp eine ähnliche Funktion ein. Sowohl in der Android- (Version 2.16.399) als auch der iOS-Beta-Version (Version 2.17.3.28) des Messengers konnte eine Funktion entdeckt werden, mit der Gruppenmitgliedern eines Chats der Standort in Echtzeit mitgeteilt werden kann. Die Funktion ist allerdings standardmäßig deaktiviert und muss durch die Gruppenteilnehmer aktiviert werden.

  • DNA gizmodo: First Genetic Results From Scott Kelly’s Year In Space Reveal DNA Mysteries: Ein One-Way-Ticket zum Mars klingt für viele angesichts der derzeitigen politischen Situationen erstaunlich verlockend. Die Zwillingsbrüder Scott und Mark Kelly haben sich für die NASA exakt solchen Tests unterzogen und wie ein Leben im Weltraum sich auf den Körper auswirken wird. Scott verbrachte zuletzt 340 Tage am Stück im Weltraum und erste Ergebnisse zu den Auswirkungen auf den menschlichen Körper wurden jetzt bekannt gegeben. Ein vollständiger Bericht der Ergebnisse wird wohl aber erst in ein oder zwei Jahren vorliegen.

  • GAMERGATE giga: Das sind side FBI-Akten aus der Gamergate-Affäre: Die Spielebranche war vor gut zwei Jahren in hegen Aufruhr versetzt. Das #Gamergate löste eine regelrechte Hexenjagd gegen weibliche Gamer aus, allen voran im Kreuzfeuer war Medienkritikerin Anita Sarkeesian. Jetzt hat das FBI die Akten veröffentlicht, die aus insgesamt 173 Seiten mit E-Mails, Artikeln und internen Memos besteht. Allerdings wurden die Untersuchungen des FBI ohne Anklage eingestellt.

  • DATENSCHUTZ netzpolitik: Drohender Datenschutz-Abbau: Bundesinnenministerium plant massive Abweichungen von europäischen Standards: Datenschutz scheint, wie wohl auch das Internet an sich, für das Bundesinnenministerium immer noch Neuland zu sein. Ein Einwurf eines neuen Datenschutzgesetzes, der in Kürze beschlossen werden soll, wurde jetzt harsch kritisiert. So sollen Vorstellungen umgesetzt werden, die auf eruopäischer Ebene nicht kompatibel sind. Heute soll das Bundeskabinett voraussichtlich den Entwurf für eine Datenschutzreform verabschieden. Das Datenschutzanpassungs- und Umsetzungsgesetz (DSAnpUG-EU) soll eigentlich nur Dinge regeln, die durch die im Frühjahr verabschiedete und ab Mai 2018 anzuwendende EU-Datenschutzgrundverordnung notwendig wurden.

  • FAKE NEWS digiday: The BBC is using “slow news” to fight fake news: Fake News sind in aller Munde, doch wie geht man gegen sie vor? Die BBC hat innerhalb ihres “Newsrooms” jetzt extra “lie-debunking-unit” eingesetzt. Das Team wird anhand des Traffics der Leser und deren Engagement mit dem Content wissen, wie sie ihre Arbeit fokussieren müssen. Der BBC News Redaktionsleiter James Angus betonte aber die Konzentration auf Qualität über Quantität bei dieser Maßnahme, ausgewählter Content soll ausreichend überprüft werden.

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