Amicella

KOLUMNEN

Kolumne: Miriam Pielhau

Daniel KuhnUber und der Kampf um die Akzeptanz der Innovation

Wer Innovation säht, wird Widerstand ernten. Das musste auch Uber feststellen. Wir haben nachgefragt, wie es derzeit um das Unternehmen steht. // von Daniel Kuhn

Taxi (Bild: That Hartford Guy [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Inzwischen ist Uber in über 40 Ländern vertreten – auch in Deutschland. Doch wie in vielen Teilen der Welt hat das Unternehmen auch hierzulande mit heftigem Widerstand, wie Klagen und Aktionstagen, der etablierten Taxiunternehmen zu kämpfen. Dabei könnte die gesamte Branche von der Innovation und dem Wettbewerb profitieren. Wir haben Patrick Studener, Senior International Launcher bei Uber in einem Interview gefragt, wie es um das innovative Unternehmen steht und wie es weitergeht.

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Dirk von GehlenDigital-Skepsis: Echter Rauch ist besser als doofes Internet

In seinem Weblog philosophiert Dirk von Gehlen über die in Deutschland vorherrschende Digital-Skepsis, die es sogar auf die Außenwerbungsflächen geschafft hat. // von Dirk von Gehlen.

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Deutschlands Außenwerbungsflächen werden gerade für eine groß angelegte Kampagne zum Lob des Echten, Wahren und Schönen genutzt. Und das findet sich – daran lassen die unterschiedlichen Motive keinen Zweifel – ausschließlich im Analogen. Es handelt sich um Anzeigen, die darauf hinweisen, dass in diesem modernen “Facebook” auch das Wort “Buch” (Facebook) steckt oder in dem englischen “Wireless” auch das verbindende deutsche “Wir” (Wireless). Ausgedrückt wird dies durch eine schöne Spielerei, die ich erst durchs Digitale (nämlich in Blogs) kennelernte: die Durchstreichung. Wortteile werden durchgestrichen, sie sind so les- und auf schnellst mögliche Art auf eine zweite Ebene übertragbar. Wenn man bei der Freundeszahl 364 die ersten zwei Ziffern streicht, wird die Botschaft schnell klar: In einer Freundschaft zählt nicht die Anzahl, sondern die Intensität. [Mehr]


Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 11. Juli

In unseren Lesetipps geht es heute um ein Interview mit Neelie Kroes, Zensur durch den an sich selbst glaubenden Riesen Google, Thilo Weichert sowie den Hack der Kommission für Jugendmedienschutz. Ergänzungen erwünscht.

  • NEELIE KROES IM INTERVIEW Luxemburger Wort: Roaminggebühren sollen bis Ende 2015 abgeschafft werden: Ein Interview mit EU-Kommissarin Neelie Kroes im Luxemburger Wort über das umfangreiche Gesetzespaket, mit dem die EU-Kommission den Telekommunikationsmarkt neu ordnen möchte. Ein Punkt wäre die noch in diesem Jahr mögliche Entscheidung der Abschaffung von Roaminggebühren.
  • ZENSUR PandoDaily: Even if you hate porn, Google’s ban on adult ads is nothing to celebrate: Pornographie und Werbung sind zwei Aspekte des Internets, die stets Beachtung finden und viel über das Internet einer Gesellschaft aussagen. Und die Sperrung von Porno-Werbung durch Google zeigt klar die Rolle von einzelnen Unternehmen und Lobbyorganisationen auf, die jegliche Inhalte sperren oder löschen, die ihnen nicht passen, selbst wenn sie legal sind. Und das ist mal ein wirkliches Problem, das wir mit Google & Co. haben.
  • GOOGLE Neunetz.com: Das Medienmärchen vom allmächtigen Google: Folgt man der deutschen Debatte über Google, könnte man den Eindruck gewinnen, der Konzern beherrsche jeden Markt, in den er geht und zerdrücke jeden Konkurrenten ohne Mühe. Google ist tatsächlich ein großer und mächtiger Digitalkonzern. Und Google ist auch der einzige Konzern, der die Hybris hat, sich alles zuzutrauen. Das heißt aber nicht, dass auch wir ihm alles zutrauen müssen.
  • DATENSCHUTZ Heise Online: Datenschützer Thilo Weichert nicht wiedergewählt: Das Theater um die Wiederwahl von Deutschlands wohl bekanntesten Landesdatenschützer ist um ein Kapitel reicher: für die Wiederwahl fehlte Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragtem Thilo Weichert gestern im Kieler Landtag genau die eine Stimme der Regierungsfraktionen, die die Mehrheit garantiert. Wiederholt werden kann die Wahl erst im September.
  • JUGENDMEDIENSCHUTZ Netzpolitik.org: BPjM-Leaker im Interview: Auf Netzpolitik.org führt Andre Meister ein Interview mit dem oder der anonymen Hacker/in der geheimen Internetfilterliste der Kommission für Jugendmedienschutz. Die Person prallt darin, dass der Hack einfacher gewesen sein soll als Hausaufgaben im ersten Semester eines Informatikstudiums. Über anonyme Interviews kann man unterschiedlich denken, aber die seriös wirkenden Antworten geben einen vermeintlichen guten Einblick in die Beweggründe der Person.

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Oliver BerntDie digitalen Langfinger beim Datenklau

Die Cyber-Kriminalität ist unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Doch machen wir den Langfingern den Datenklau nicht viel zu einfach? // von Oliver Bernt.

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Die Vorstellung, dass die persönlichen Daten durchs Internet schwirren und jedem frei zur Verfügung stehen ist erschreckend. Aber leider auch nicht unüblich. Das Risiko, dass Kriminelle unsere Daten für dunkle Machenschaften missbrauchen, ist hoch wie nie zuvor. Um Herauszufinden, wie es um die eigenen Daten steht, hat das Hasso-Plattner-Instituts der Uni Potsdam ein Programm namens Identity Leak Checker kostenlos online zur Verfügung gestellt. [Mehr]


Gunnar SohnE-Books im Denknebel des Literaturbetriebs

Das E-Book wird bislang als schlechteres Buch angesehen – und trotzdem teurer verkauft. Und die neuen Schreibweisen der Netzzeit warten nicht auf den alten Literaturbetrieb. // von Gunnar Sohn.

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E-Books sind in Deutschland noch nicht der absolute Renner. Und wenn ich mir die Preispolitik für digitale Bücher hierzulande anschaue, wundert mich das überhaupt nicht. In der Regel liegt der Preis im Vergleich zur gedruckten Variante viel zu hoch. Das ist eine echte Barriere. Kleines Beispiel: „Meßmers Momente” von Martin Walser. Die Gebundene Ausgabe kostet 14,95 Euro und für die Kindle Edition muss ich 12,99 Euro berappen. [Mehr]


Anna-Maria LandgrafSharing ganz ohne Internet

Das Phänomen der Sharing Economy ist heute sehr verbreitet. Das Internet macht es leichter, Dinge untereinander auszuleihen und ersetzt das dafür nötige Vertrauen mit Kommentarfunktionen. Das Projekt Pumpipumpe baut auf diesen Sharing-Gedanken – jedoch analog. //von Anna Maria Landgraf

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An Stelle von Internetplattformen treten hier Sticker, bedruckt mit Backformen, Hammern oder Schlitten. Der Nutzer klebt sich diese Sticker ganz einfach auf den Briefkasten und zeigt damit seinen Nachbarn, dass er eine Gugelhopfform auszuleihen hat. Oder einen Gameboy. Oder beides.

Wir haben mit Lisa Schmidt, Hub-Managerin von Pumpipumpe in Hamburg, über das Projekt gesprochen, das 2012 von Lisa Ochsenbein, Sabine Hirsig und Ivan Mele ins Leben gerufen wurde. [Mehr]


Daniel KuhnSelbstfahrendes Auto: Selber fahren bald teurer als gefahren zu werden

Google und andere Konzerne forschen gerade an selbstfahrenden Autos, deren Nutzung in 7 Jahren bereits günstiger sein soll, als selber zu fahren.  // von Daniel Kuhn

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Dass wir bald in Autos durch die Gegend gefahren werden, ohne noch etwas selber machen zu müssen, steht außer Frage. Nur wann es soweit sein wird, darüber herrscht noch Unklarheit. Es gibt viele Gründe, die für und gegen ein Festhalten am klassischen selbst zu steuernden Automobil sprechen – eine neue Schätzung geht nun aber davon aus, dass die Kostenfrage schon in fünf bis sieben Jahren für die selbstfahrenden Autos ausgehen wird. Selber fahren wird zum Luxusgut. [Mehr]


Nico LummaVon Kartoffelsalat und Servern

In seiner Kolumne beschäftigt sich Nico Lumma mit dem Medienwandel und Kompetenzen die damit einhergehen. Nicht nur im Beruf, sondern auch in der Schule und Familie. Diesmal geht es um Crowdfunding. // von Nico Lumma

 Nico LummaDerzeit sammelt Zack Danger Brown auf Kickstarter Geld ein, um Kartoffelsalat zu machen. Unterstützer können bereits ab 1$ bei dieser Kickstarter Kampagne dabei sein und als Belohnung für ihren Einsatz wird nicht nur ihr Name auf der Website genannt werden, sondern auch laut bei der Herstellung des Kartoffelsalats aufgesagt. Mittlerweile haben mehr als 4600 Leute ihre Unterstützung gezeigt und somit wurde bislang mehr als $57.000 für Kartoffelsalat eingesammelt. Wohlgemerkt nicht für Kartoffelsalat, der danach verpackt und verschickt wird, sondern der einfach nur angemacht wird. Eine Spaßaktion. Aber eine Spaßaktion, die deutlich macht, wie sehr im Mainstream eine Plattform wie Kickstarter mittlerweile angekommen ist und es ermöglicht, dass derartiger Blödsinn funktioniert. Das erinnert sehr an die Phase, als eBay nicht mehr neu war und plötzlich Spaß-Auktionen stattfanden. [Mehr]


Anna-Maria LandgrafByliner und das Problem mit Langform-Journalismus im Netz

Das in 2011 gegründete Startup Byliner steckt in der Krise. Ist Langform-Journalismus online nicht tragbar? // von Anna Maria Landgraf

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Byliner bietet den Nutzern ein großes Archiv an Publikationen von renommierten Printmedien wie The New Yorker, The Atlantic oder Outside und zudem noch einen eigenen Pool an originalen Arbeiten von externen Autoren. Die Idee war es, lange journalistische Texte online verfügbar zu machen – gut oder schlecht? Das Scheitern des Unternehmens stellt das nun in Frage.

Laut Laura Hazard Owen von Gigaom.com liegt das Problem bei den zu hohen Erwartungen auf User- und Autorenseite. Die Nutzer sind oft nicht bereit, Geld für Beiträge zu bezahlen – vor allem da es neben Byliner auch einige Seiten gibt, die ähnlichen Content teilweise kostenlos zur Verfügung stellen. Zwei Beispiele dafür sind Longreads und Pocket. Bei den Autoren wiederum ist die Enttäuschung groß, wenn nicht so viel Geld fließt wie erwartet. Tony Horwitz gehört zu der besagten Gruppe verärgerter Autoren. Auf New York Times Online beschrieb er seine negativen Erfahrungen mit Byliner detailliert. Aus seiner Sicht sei ein Grund, weshalb der Boom langsam verschwindet, der, dass die Menschen oft nicht bereit sind, Geld (auch wenn es nur kleine Beträge sind) für längere Geschichten zu zahlen:

“Online journalism pays little or nothing and demands round-the-clock feeds. Very few writers or outlets can chase long investigative stories. [...] One reason ‘Boom’ sank, I suspect, is that there aren’t many people willing to pay even $2.99 to read at length about a trek through the oil patch, no matter how much I sexed it up with cowboys and strippers.”

Die Krise ist real: Byliner galt sonst als Liebling der literarischen Startup Szene, heute ist an Stelle der anfänglichen Euphorie Ernüchterung gewichen. In den letzten Wochen verließen unter anderem CEO John Tayman sowie Co-Gründer Mark Bryant die Firma.


Teaser & Image by Guido van Nipsen (CC BY-SA 2.0)



Lars SobirajBND-Affäre: Nicht das Internet, das Vertrauen ist kaputt!

Die BND-Affäre im James Bond Stil ruft mehr Empörung aus, als es die Snowden-Dokumente getan haben. Kaputt ist aber das Vertrauen in unsere Politiker, nicht in das Internet// von Lars Sobiraj

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Ein mutmaßlicher Doppelagent wurde festgenommen, weil der BND-Mitarbeiter Dokumente des NSA-Ausschusses an die Amerikaner verkauft haben soll. Der 31-Jährige soll bereits seit Ende 2012 für die CIA tätig sein und hat sich den Amerikanern selbst angeboten. Bislang sind nach Medienangaben mindestens 25.000 Euro für seine Dienste geflossen. Der Mann fiel aber erst ein Jahr später auf, weil er sich per E-Mail auch den Russen angeboten hat. [Mehr]


Anna-Maria LandgrafMobile Payment hat es schwer in Deutschland

Mobile Payment ist weltweit im Kommen. In Deutschland schreitet die Entwicklung nur langsam voran. Zu viel Alleingang seitens der Anbieter, zu wenige Vorteile für die Nutzer. Sind wir noch nicht reif für diese Art von Bezahlsystem? // von Anna Maria Landgraf

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 Beim Thema Mobile Payment blickt kaum noch jemand durch: zu viele Anbieter, zu viele verschiedene Methoden, einfach kein einheitliches Bild. Die Marktakzeptanz ist hierzulande deutlich geringer als in anderen Staaten, was dazu führt, dass Anbieter Deutschland nicht als geeigneten Markt sehen und sich hier mit Innovationen eher zurück halten. Die Bürger sind verunsichert – kaum einer ist über die Möglichkeiten informiert und die Vorteile der vorhandenen Angebote überzeugen nur die wenigsten. [Mehr]


Jakob SteinschadenGoogle vs. Apple: Die Ausweitung der Kampfzonen

Unsere Autos, unser Zuhause, unsere Gesundheit: Die beiden Silicon-Valley-Riesen wollen mit ihren Geräten und Diensten in alle erdenklichen Lebensbereiche vordringen und liefern sich gerade einen erbitterten Zweikampf um die Geschäftsfelder der Zukunft. // von Jakob Steinschaden

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Heute lebt Apple vorrangig vom Verkauf von iPhones, und Google verdient seine Milliarden mit Suchmaschinen-Werbung. Doch beide IT-Konzerne arbeiten fieberhaft an ihrer eigenen Business-Zukunft, haben Heimautomation, Autos, den Gesundheitsbereich oder Home Entertainment als digitale Expansionsfelder definiert und scharen Partner um sich. Arbeit, Mobilität, Gesundheit, Unterhaltung, Eigenheim: Wenn die Pläne von Google und Apple aufgehen, dann wird man sich irgendwann einmal entscheiden müssen, in welcher Welt man leben will: In der von Apple oder in der von Google? [Mehr]


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