KOLUMNEN

Kolumne

Jakob SteinschadenDer nächste Milliarden-Markt: Augmented und Virtual Reality

Heute rätselt die Welt noch darüber, ob Smartwatches sich am Konsumentenmarkt durchsetzen werden. Doch in die Laboren der Hightech-Giganten wird bereits die nächste Technologie-Disruption vorbereitet: die Brille. // von Jakob Steinschaden

Samsung VR Headset (Image: Nan Palmero [CC BY 2.0], via Flickr)

Man kann es sich heute noch gar nicht richtig vorstellen, aber die Tech-Giganten setzen bereits voll darauf: Virtual Reality und Augmented Reality. Noch entstehen die großen Hypes rund um die Präsentation neuer Smartphones (allen voran das iPhone) und Apps wie WhatsApp odr Tinder, die auf der Smartphone-Plattform wachsen. Doch wie eine Analyse der auf Consulting und M&A spezialisierten Firma Digi-Capital aus San Francisco aufzeigen will, soll der Markt für Virtual und Augmented Reality bis 2020 auf satte 150 Milliarden US-Dollar anwachsen.

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Daniel KuhnWird aus Android und Chrome OS ein Betriebssystem?

Offiziell hat Google immer Gerüchte dementiert, dass Android und Chrome OS verschmelzen, doch die Indizien sprechen eine andere Sprache. // von Daniel Kuhn

Android und Chrome OS von Google (Image: Sungmin Yun [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Gerüchte, dass aus dem Mobile OS Android und dem Cloud-zentrierten Betriebssystem Chrome OS eins wird, keimen schon seit Jahren regelmäßig auf. Doch genauso regelmäßig dementiert Google diese Gerüchte immer wieder. Allerdings unternimmt Google immer wieder Schritte, die an diesen Aussagen zweifeln lassen, wie etwa zuletzt das neue Arc-Welder-Tool, mit dem Entwickler ihre Android-Apps spielend leicht für Chrome anpassen können.

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Tobias Schwarz5 Lesetipps für den 7. April

In unseren Lesetipps geht es heute um Amazon, Disruption aus dem Silicon Valley, was Tidal für Streaming bedeutet, Vorratsdatenspeicherung und Medienkritik. Ergänzungen erwünscht.

  • AMAZON Monday Note: The Internet of Amazon Things: Während Facebook versucht das Internet zu werden, arbeitet Amazon daran, dass Internet der Dinge zu werden. Jean-Louis Gassée erklät in seinem Beitrag auf Mondaynote.com, wie Amazon sich als perspektivisch ausgerichteter Vordenker beweist, der den noch nicht festgelegten Bereich des Internet der Dinge für Konsumenten selber definieren möchte. Doch noch hadert auch Amazon mit den Vorstellungen der Kunden.

  • DISRUPTION Süddeutsche.de: Samstagsessay – Die Zerstörer: Zwei der führenden Wirtschaftsjournalisten der Süddeutschen Zeitung veruschen sich in einem Essay mit dem Thema Disruption auseinanderzusetzen. Der Text bringt wenig Neues zum Vorschein (“Alles wird schneller”, “Alles wird brutaler” und “Alles wird vernetzt”), ist aber ein schönes Beispiel dafür, wie der hiesige Journalismus über das Silicon Valley berichtet. Das “Allmachtsdenken” der “Zerstörer” ist eben immer noch ein Thema, mit dem man seine zahlenden Leser ängstigen kann.

  • STREAMING Meshed Society: Tidal means that artists finally acknowledge streaming as the future of music consumption: Mit Tidal haben US-amerikanische Musiker einen eigenen Streaming-Dienst gestartet, den Thomas Vorreyer in seinem Artikel auf Netzpiloten.de als wenig überzeugend beschrieb. Martin Weigert wertet den neuen Service perspektivisch als Zeichen dafür, dass sich Musiker an Streaming als Distributionskanal für Musik gewöhnt haben und in Zukunft stärker darauf setzen werden. Das setzt die Musiklabels unter Druck, denn am Ende muss auch mit Streaming Geld verdient werden.

  • VORRATSDATENSPEICHERUNG taz.de: Gabriel und die Vorratsdatenspeicherung: Der rechtspolitische Korrespondent der taz, Christian Rath, fasst die vergangenen Wochen der von Sigmar Gabriel begonnen Debatte um die Vorratsdatenspeicherung treffend zusammen: “Sobald der SPD-Chef etwas über die von ihm gepushte Vorratsdatenspeicherung sagt, kommt Unfug heraus.” Letzter Fehltritt war die Behauptung von Gabriel, dass die Mordserie der rechtextremistischen NSU-Terroristen mit einer Vorratsdatenspeicherung schneller hätte aufgeklärt werden können. Diese Aussage zeugt von grober Unkenntnis der NSU-Morde und einem nicht auf Fakten basierenden Populismus seitens Gabriel.

  • MEDIENKRITIK Columbia Journalism Review: “A failure that was avoidable”: Vergangenen November berichtete das US-Musikmagazin Rolling Stone über eine angebliche Vergewaltigung einer Frau durch sieben Männer im Haus einer Studentenverbindung an der Universität von Virginia. Der Artikel musste nun zurückgezogen werden, nachdem bereits vor wenigen Wochen eigene Fehler zugegeben wurden. Der jetzt veröffentlichte Untersuchungsbericht der Journalistenschule der Universität Columbia zeigt die vermeidbaren Fehler des Magazins auf.

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Annika KremerWieso Geheimdienste abgeschafft gehören

Die aktuellsten Enthüllungen über BND- und NSA-Überwachung zeigen einmal mehr: Geheimdienste sind im 21. Jahrhundert ein gefährlicher Anachronismus. // von Annika Kremer

Monitoring / Überwachung by Christian Schnettelker (CC BY 2.0) via Flickr

In den letzten Wochen waren wieder einmal mehrere Enthüllungen über die Überwachungs-Aktivitäten westlicher Geheimdienste in den Medien. Der BND, das GCHQ, die NSA, sie alle kooperieren bei der Überwachung unserer Telekommunikation. Allein die Details unterscheiden sich von Fall zu Fall – eines haben diese Fälle gemeinsam: sie zeigen die Drei-Buchstaben-Behörden als lernresistent, verlogen und demokratiefeindlich. Deswegen gehören sie abgeschafft. Das ist kein naives Wunschdenken, sondern unabdingbare Voraussetzung für eine zukunftsfähige Politik.

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Daniel KuhnTwitter muss das Rauschen in den Griff bekommen um zu überleben

Twitter wird nicht überleben, wenn es ein großes Problem nicht in den Griff bekommt: das Grundrauschen – behauptet ein früher Investor. // von Daniel Kuhn

Tombstone in Jewish cemetery (Bild: Jakub T. Jankiewicz [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Gary Vaynerchuck ist schon seit Jahren sehr umtriebig im Internet und gehörte zu einem der frühen Investoren in das damals noch junge Unternehmen Twitter. Auf dem Guardian Changing Media Summit hat Vaynerchuck allerdings eine kritische Zukunftsprognose für das Social Network verkündet. Das Social Network kämpft aus seiner Sicht mit einem Problem, das auch viele andere Social Networks betrifft, nämlich das Rauschen. Sollte Twitter das Problem allerdings nicht, wie etwa Facebook in den Griff kriegen, hat es kaum Überlebenschancen. [Mehr]


Gunnar SohnUnternehmertum in der Demografie-Falle

Die Überalterung der Gesellschaft hat die Unternehmen erreicht. Streams könnten Abhilfe schaffen. // von Gunnar Sohn

Former Intel CEO Gordon Moore in his cubicle by Intel Free Press (CC BY-SA 2.0) via Flickr

Wir debattieren seit Jahren aus guten Gründen über die Überalterung unserer Gesellschaft. Es geht dabei in erster Linie um die Finanzierung der Rentenversicherung über das Umlageverfahren, um die Kosten der Altenpflege, Fachkräftemangel, Probleme bei der Unternehmensnachfolge oder um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ein blinder Fleck im politischen Diskurs ist die alternde Unternehmerschaft in Deutschland, die sich nur über die Erfolge der Vergangenheit definiert. Klingt nicht gerade aufregend. Aber wir erleben gerade eine digitale, innovative und investive Spaltung der Wirtschaft. Alte Unternehmer leben von der Substanz, investieren kaum und verdrängen die Notwendigkeit von Erweiterungsinvestitionen sowie Innovationen. Das erklärt vielleicht auch die Aversionen der liebwertesten Chef-Gichtlinge gegen die Digitalisierung.

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Erik MeyerLivestreaming: Journalismus und Kampagnen in Echtzeit

Die neuen Möglichkeiten, die Livestreaming bietet, haben einen Hype ausgelöst. Aber verändern sie auch politische Kommunikation und Berichterstattung? // von Dr. Erik Meyer

Bürger Reporter (Bild: Piotr Drabik [CC BY 2.0], via Flickr)

Es begann mit der Einführung der iOS-App Meerkat beim diesjährigen Szene-Treff “South by Southwest” (SXSW), nun hat Periscope ebenfalls mit einer Anwendung für das mobile Livestreaming via Twitter nachgezogen. Obgleich die Video-Übertragung von Ereignissen mittels Smartphone kein neues Phänomen darstellt, wird von den aktuellen Anwendungen sowie speziellen Geräten ein Durchbruch erwartet, der auch Bürgerjournalismus und Kampagnenkommunikation betrifft. Experten gilt der individuell erstellte Livestream gar als Game Changer für den anstehenden Wahlkampf um die US-Präsidentschaft.

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Daniel KuhnBurnbook – Wenn Cyber-Mobbing eine Plattform findet

Die App Burnbook versetzt derzeit amerikanische Eltern und Schulen in Aufruhr, denn sie bietet eine Plattform auf der anonym Cyber-Mobbing betrieben werden kann. // von Daniel Kuhn

into the blue (Bild: Arindam Bhattacharya [CC BY 2.0] via Flickr)

Wozu gibt es eine App wie Burnbook eigentlich? Diese Frage stellen sich in den USA derzeit viele Eltern und Schulmitarbeiter. Die App bietet eine anonyme Plattform, um sich in bestimmten Communities (sprich, Schulen) über einander auszutauschen. Dass diese Anonymität natürlich gerade unter Teenagern einer Einladung für Gemeinheiten aller Art gegen die Mitschüler gleich kommt, dürfte kaum überraschen. Inzwischen gab es auch schon Schließungen von Schulen aufgrund von Bombendrohungen – aber die moralische Verantwortung scheint niemand übernehmen zu wollen.

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Joe McNameeÜber Ausnahmen und Einschränkungen beim Urheberrecht

In der Debatte um ein neues Urheberrecht in der Europäischen Union zeigt sich, dass die Lobby der Autoren wieder einmal nur Panikmache betreibt. // von Joe McNamee

Copyright (Image: opensource.com [CC BY-SA 2.0], via Flickr)

Das Getöse rund um den nichtlegislativen Bericht des Europäischen Parlaments über das Urheberrecht innerhalb der Direktive der Informationsgesellschaft (auch bekannt als InfoSoc Directive und Directive 2001/29/EC) in Brüssel lässt einen taub werden. Ein Kommittee muss seine Änderungen noch einbringen, dann beträgt die Gesamtzahl der Änderungen bereits 759.

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Thomas VorreyerGezeitenwende: Tidal, der neue Streamingservice der Musik-Superstars

Warum es tatsächlich neue Ansätze beim Streaming braucht – unabhängig von Tidal. // von Thomas Vorreyer

Jay Z by Adam Glanzman (CC BY 2.0) via Flickr

Musik für alle? Der neue Streamingservice Tidal will genau das bieten. Noch dazu in bester Qualität. Mit großem Bohei brachten ihn seine Besitzer – Musik-Superstars wie Beyoncé, Madonna und Jay-Z – gestern Nacht an den Start. Begleitet von zahlreicher Kritik. Zu teuer sei das Angebot, zu reich seine Besitzer. Und überhaupt: Musik für alle? Die gibt es doch bereits auf anderen Plattformen – und zwar umsonst. Dass das Musik-Streaming dennoch dringenden Reformbedarf hat, wurde dabei unterschlagen. In Deutschland jedenfalls kann man Tidal schon seit Jahr nutzen.

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Jakob SteinschadenFacebook: Die vielen Baustellen des Social Networks

Gegen Google, Twitter und WeChat: Beim Versuch, sein Geschäftsmodell auf neue Beine zu stellen, kommt Mark Zuckerberg immer mehr anderen Internet-Firmen in die Quere. // von Jakob Steinschaden

Facebook Beachfront (Bild: mkhmarketing [CC BY 2.0] via Flickr)

Ok, dass Facebook wieder einmal die ganze Welt unterjochen will und eine App-Family und nicht mehr nur mehr “Big Blue” ist, haben wir nun zur Genüge gelesen. Was aber steckt nun genau hinter den 25 neuen Produkten und Funktionen, die Mark Zuckerberg und seine Führungsriege in San Francisco auf der f8-Konferenz präsentiert haben?

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Andrew ColarikDer ständige Kampf gegen Cyberkriminalität

Cyberkriminalität kostet die Weltwirtschaft schätzungsweise mehr als 400 Miliiarden US-Dollar jährlich, doch in Zukunft wird dieser Wert steigen. // von Nicholas Gilmour und Andrew Colarik

System Lock (Image: Yuri Samoilov [CC BY 2.0], via Flickr)

Am meisten gefährdet ist die Finanzindustrie, denn die hier befindlichen Vermögenswerte sind am einfachsten zu veräußern. Die weltweit vernetzten Bankengruppen halten große Ressourcen dafür bereit, ihre Informationsinfrastruktur zu stärken. Diese beinhaltet Personal und Dienstleistungen, bestimmte Vorgänge und physische Kontrollen. In einem aktuellen Gutachten von IT-Fachleuten aus dem finanziellen Sektor stellte sich heraus, dass sich “nur 16 Prozent vorbereitet fühlten, Angriffe gegen Benutzerkonten abzuwehren“.

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