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Die Ring Stick Up Cam – Sicherheit an jeder Hauswand

Einfach zu montieren und leicht in Betrieb zu nehmen, kommt die neue Stick Up Cam der Firma Ring daher. Wer sich eine komplizierte Verkabelung von Sicherheitskameras ersparen, aber dennoch sein Heim jederzeit in Sicherheit wissen möchte, der sollte die Stick Up Cam einmal genauer in Augenschein nehmen.

Die Stick Up Cam einfach überall befestigen

Die Montage der Stick Up Cam gestaltet sich dabei denkbar einfach. Mit dem mitgelieferten Montagewerkzeug wird der Sockel einfach angeschraubt und die Cam anschließend mit dem Internet verbunden. Die Kamera kann sowohl auf Außen-, als auch Innenflächen angebracht werden und widersteht laut Hersteller allen Witterungsbedingungen und Temperaturen von -20,5°C bis 48°C.

Um dabei die Stromversorgung über USB zu nutzen, darf die smarte Überwachungskamera maximal zwei Meter von einer Steckdose entfernt sein. Für weitere Distanzen bietet die Kamera auch einen Power over Ethernet-Adapter und kann so über ein normales LAN-Kabel mit Strom versorgt werden.

Mehr als eine Kamera

Die kalifornische Firma Ring, ist spezialisiert auf Smart Home Geräte. Klar also, dass die Stick Up Cam keineswegs nur eine schnöde Überwachungskamera ist. Registriert die smarte Kamera Bewegungen, erhaltet ihr sofort eine Benachrichtigung auf euer Handy, Tablet oder PC. Über die Ring App könnt ihr das Bild der Stick Up Cam live mitverfolgen und die Gegensprechfunktion der Cam benutzen, um so mit sich nähernden Personen zu sprechen. Das dürfte dem einen oder anderen potentiellen Einbrecher einen ordentlichen Schrecken einjagen.

Die Ring App ist sowohl für Android, iPhone und Mac, als auch für Windows erhältlich und bietet euch ein übersichtliches Bedienfeld, mit dem ihr eure Stick Up Cams im Überblick behalten und die Bewegungszonen, die die Kamera abdeckt, individuell anpassen könnt. So lässt sich die Registrierung von Bewegungen optimal gestalten und auf die wichtigsten Bereiche eures Zuhauses abstimmen.

Wer seine Hände allerdings gar nicht mehr benutzen möchte, kann seine Stick Up Cams auch mit Alexa-fähigen Geräten, wie zum Beispiel dem Echo Dot koppeln und so einfach Alexa fragen was zuhause vor sich geht.

Videos Aufnehmen und Zusammenschneiden

Die Stick Up Cam bietet von sich aus eine Livestream-Funktion, kann aber noch mehr. Kauft ihr euch die Kamera, erhaltet ihr automatisch ein 30-tägiges Probe-Abonnement des Dienstes Ring Protect. Mit diesem könnt ihr die Videos, die eure Stick Up Cam aufzeichnet, speichern und teilen. Das Ring Protect Basic-Abonnement kostet pro Gerät drei Euro im Monat. Für zehn Euro könnt ihr mit dem Ring Protect-Plus-Abonnement Videos von beliebig vielen Geräten aufzeichnen und teilen. Die reine Livestream-Funktion ist aber kostenlos.

Technische Details zur Stick Up Cam

Die Stick Up Cam kann neben der kabelgebundenen auch in einer akkubetriebenen Variante erworben werden. Diese ist, was die Positionierung angeht, noch flexibler, deckt aber mit 115° einen kleineren Bereich ab als die kabelgebundene Variante. Die wartet immerhin mit einem Blickwinkel von 150° auf. Ansonsten betragen die Abmessungen beider Varianten 9,70 cm x 5,99 cm x 5,99 cm und nehmen 1080p HD-Videos auf. Um die Streamingleistungen der praktischen Kamera zu nutzen, solltet ihr eine Uploadgeschwindigkeit von mindestens einem Mbit/s haben. Die Stick Up Cam ist in weiß und schwarz für 199 Euro erhältlich und fügt sich optisch in so ziemlich jede Einrichtung ein.

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Image Stick Up Cam by Ring Produktbilder

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Saugroboter Ecovacs Deebot 710 im Test: Auf Knopfdruck weg mit dem Dreck

Ecovacs Deebot 710 Test

Reinigungsroboter helfen in deutschen Haushalten immer öfter, den Boden von Staub und Schmutz zu befreien. Sogar in Coworking-Spaces drehen sie ihre Runden. Eine der aufstrebenden Marken für Saugroboter ist Ecovacs. Mit dem Modell Deebot 710 hat Ecovacs jetzt ein Mittelklasse-Modell auf den Markt gebracht, das mit einer besonders einfachen Bedienung die Einstiegshürde für Verbraucher weiter senken will. Nach dem Test des früheren Spitzenmodells Deebot R95 vor eineinhalb Jahren wollten wir wissen, auf welchem Stand die Technik sich mittlerweile befindet. Damals erschien uns die Bedienung und Selbständigkeit des Roboters nicht ausgereift. Der Ecovacs Deebot 710 soll alles besser können und sich sogar ganz einfach per Sprache steuern lassen. Das weckt Erwartungen. Erfüllt das 400-Euro-Modell diese in der Praxis?

Reinigung: Saubere Leistung

Smarte Funktionen schön und gut, aber ohne überzeugende Reinigungsleistung ist alles nichts. In dieser Kernkompetenz von Staubsaugern liefert der Ecovacs Deebot 710 souverän ab. Auf Hartböden betrachten wir die Reinigungsleistung als sehr gut. Und das selbst schon im Standard-Modus. Für den zuschaltbaren Max-Modus, der die Saugkraft verdoppelt, gibt es in unserem Praxistest keinen Anlass.

Für Teppiche ist der Deebot 710 ebenfalls geeignet. Allerdings erkennt dieses Ecovacs-Modell die Oberfläche nicht als solche und erhöht die Saugleistung nicht automatisch. Daher bleibt im Test dort mitunter etwas liegen und bedarf einer händischen Nachreinigung.

Für gewöhnlich genügt es, den Roboter im Automatik-Modus seine Bahnen fahren zu lassen. Dabei fährt er die Reinigungsfläche in der Regel systematisch ab. Nur selten säubert er aus nicht nachvollziehbaren Gründen Stellen doppelt oder lässt welche aus. Besonders verschmutzte Stellen kann er sich per Punktreinigung zur Brust nehmen. Entweder setzen wir ihn dazu per Hand an den Zielort oder navigieren ihn per Fernbedienung dorthin.

 

Ecovacs Deebot 710 Test
Auf Hartböden reinigt der Ecovacs Deebot 710 gut, auf Teppich weniger. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Als angenehm empfinden wir im Test die Arbeitslautstärke des Deebot 710. Sie liegt deutlich unter dem Pegel klassischer Bodenstaubsauger. Bedauerlich ist die relativ geringe Kapazität des einfach zu leerenden Behälters. Nach einer Putzfahrt in einer 90-Quadratmeter-Wohnung ist das Volumen von 520 Milliliter krachend voll.

Insgesamt entlastet der Ecovacs Deebot 710 die Putzroutine im Testhaushalt stark. Eben nur auf Teppichen und an sehr unzugänglichen Stellen wie dem Spalt hinter geöffneten Türen, ersetzt er den Einsatz eines herkömmlichen Staubsaugers nicht.

Hinderniserkennung: Kleiner Kerl kommt fast überall klar

Nicht mit Wänden und Möbeln zu kollidieren und sich nicht in der Einrichtung zu verheddern, ist bisher die größte Herausforderung von Reinigungsrobotern. Dass Menschen Staubsaugerroboter in Not zu Hilfe eilen müssen, kommt immer wieder vor.

Doch der Ecovacs Deebot 710 erledigt im Auto-Modus seinen Job tatsächlich überwiegend so selbständig, wie man es von einem Roboter erwarten würde. Dessen Sensorik und Software sind offenbar viel leistungsfähiger und viel besser aufeinander abgestimmt, als noch im Modell R95. Im vierwöchigen Test blieb der Deebot 710 nur einmal an einem Stuhlbein hilflos hängen – ein verkraftbarer Ausreißer. Normalerweise stoppt er sehr präzise vor Hindernissen und schlägt reaktionsschnell einen neuen Weg ein.

Weil der Staubsaugerroboter mit 8,1 Zentimetern vergleichsweise niedrig und mit 32,5 Durchmessern ausreichend klein ist, manövriert er sich sehr wendig durch den Testhaushalt. Unter Tischen, Sofas und Schränken reinigt er auf diese Weise sogar dort, wo die händische Saugroutine sich aus Bequemlichkeit oft zurückhält.

Ecovacs Deebot 710 Test
Der flache Saugroboter ist sehr wendig und kommt fast überall hin – und findet dort auch wieder heraus. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Nichtsdestotrotz empfiehlt es sich, Dekoration, freiliegende Kabel, Hausschuhe und andere kleinere Gegenstände beiseite zu räumen, um Stolperfallen vor der Putzfahrt des Ecovacs Deebot 710 zu reduzieren. Dies bedeutet in der Praxis aber auch nicht mehr Aufwand, als beim eigenhändigen Saugen anfällt, bei der eine freie Reinigungsfläche ja ebenfalls ein gründliches Ergebnis erleichtert.

Bedienung: Einfacher und flexibler geht es nicht

Eine einfache Handhabung ist ein Hauptverkaufsargument für den Deebot 710. Ecovacs verspricht hier nicht zu viel. Wie es die Produktbeschreibung nahelegt, ist der Ecovacs Deebot 710 in unserem Test tatsächlich ohne große Vorbereitung einsatzbereit. Nach einer Aufladung des Akkus genügt es, den Start-Knopf auf der Oberseite zu drücken und sofort zieht der Roboter eigenständig seine Bahnen. Eine beaufsichtigte Probefahrt zur Erstellung einer virtuellen Karte ist, anders als beim Deebot R95, nicht notwendig.

Alternativ sind Starten und Stoppen des Reinigungsvorgangs auch per Fernbedienung möglich, die zum Lieferumfang zählt. Zusätzlich bietet sie vier Richtungstasten, die praktisch sind, um den Ecovacs Deebot im Punkt-Modus zum Zielort zu navigieren. Bis Tasteneingabe und Bewegungsreaktion in eine flüssige Fahrt münden, vergeht etwas Eingewöhnungszeit. Danach klappt die Steuerung aber einwandfrei.

Ecovacs Deebot 710 Test
Der Saugroboter lässt sich prima per mitgelieferter Fernbedienung steuern. Daher kann das Smartphone ruhig zur Seite gelegt werden. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Eine App namens Ecovacs Home dient als weitere Alternative zum Starten und Stoppen der Putzfahrt. Außerdem können wir dort einen Zeitschaltplan für automatische Routinefahrten erstellen. Die App funkt den Roboter nicht direkt an, sondern greift dazu auf den WLAN-Router zu. Sollte dieser ein 5-Ghz-Teilnetz verwenden, muss es während der Einrichtung vorübergehend stillgelegt werden. Denn der Roboter versteht sich damit nicht. Im anschließenden Alltagsbetrieb sorgt ein aktiviertes 5-GHz-Netz aber für keine Störungen.

Per Sprache können wir den Roboter ebenfalls starten, stoppen und zur Ladestation zurückfahren lassen. Das funktioniert sowohl mit Amazon Alexa als auch Google Assistant. Ob wir dafür einen smarten Lautsprecher oder die entsprechenden Assistenz-Apps verwenden, ist unerheblich. Beides klappt in der Praxis sehr gut. Voraussetzung ist, dass wir unsere Amazon- und Google-Konten mit unserem Ecovacs-Konto verknüpfen.

Übrigens kann der Ecovacs Deebot 710 auch selbst sprechen. Wahlweise auf Englisch oder Deutsch, quittiert er Beginn und Ende eines Einsatzes oder ruft um Hilfe, wenn er sich verheddert hat. Dabei ist die Lautstärke der Sprachausgabe jedoch empfindlich laut und lässt sich nicht regulieren, sondern nur in der App abstellen.

Ecovacs Home: Schlanke und stabile App

Als smartes Gerät verfügt der Ecovacs Deebot 710 natürlich auch über eine eigene App, ist ja Ehrensache. Ecovacs Home ist für Android-Smartphones und iPhones erhältlich, aber nicht für die Bildschirme von Tablets angepasst. Die App funktioniert deutlich besser als diejenige, die wir einst mit dem Deebot R95 verwendet haben. Sie ist übersichtlich aufgebaut, reagiert schnell und läuft stabil.

Die App dient als Fernbedienung, Zeitschaltplaner, sowie als Anlaufstelle für ein Reinigungsprotokoll und eine Verschleißprognose. Außerdem schickt sie Push-Nachrichten aufs Smartphone, wenn die Reinigung beendet ist oder etwas schiefläuft. Ferner haben wir im Test die Firmware des Roboters mittels der App aktualisiert.

Ecovacs Deebot 710 Ecovacs Home App
Mit der Hersteller-App lässt sich der Ecovacs Deebot 710 starten und stoppen, dessen Arbeitspensum überprüfen und eine Verschleißprognose einsehen. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Per Touchscreen den Roboter zur Punktreinigung zu navigieren, ist mit der App des Deebot 710 nicht möglich. Darüber hinaus können wir die Reinigungsfläche auch nicht virtuell begrenzen und Räume oder noch kleinere Bereiche von der Putzfahrt ausschließen. Dies geht nur ganz banal durch das Zusperren von Türen.

Insofern ist die App des Ecovacs Deebot 710 relativ schlank gestrickt und für den Regelbetrieb noch nicht einmal nötig. Stattdessen genügen die Tasten am Gerät und auf der Fernbedienung in der Praxis.

Ausdauernder Akku, einfache Wartung

Der eingebaute Lithium-Akku bietet mit 2.600 mAh so viel bzw. so wenig Kapazität wie ein Mittelklasse-Smartphone. Laut Ecovacs genügt die Energie für einen Einsatz von bis zu 110 Minuten, was sich mit unseren Praxiseindrücken deckt. Das ist eine deutlich längere Laufzeit als sie noch der Deebot R95 bot. Dennoch reicht sie nicht komplett, um die Nutzfläche einer 90-Quadratmeter-Wohnung in einem Rutsch zu reinigen. Zwar zieht sich der Roboter dann eigenständig auf die Ladestation zurück, setzt die Reinigung aber anschließend nicht automatisch fort. Hier wäre eine entsprechende Option in den Einstellungen wünschenswert.

Ecovacs Deebot 710 Test
Nach getaner Arbeit oder wenn der Akku fast leer ist, findet der Roboterstaubsauger allein zur Ladestation zurück. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Die Ladezeit ist mit einer Dauer von vier Stunden zwar recht lang, aber immerhin lässt sich der Ecovacs Deebot 710 auch mit nicht ganz vollem Akku einsetzen. Am Gerät ist der Restladestand allerdings nicht einsehbar – dies geht nur in der App. Sollte der Akku einmal das Zeitliche segnen, lässt er sich nicht eigenhändig wechseln. Andere Verschleißteile wie die Hauptbürste und die Seitenbürsten sind dagegen einfach auszutauschen.

Test-Fazit: Ecovacs Deebot 710 reinigt schlau – auch ohne App und Hilfe

Nach dem durchwachsenen Eindruck des Ecovacs-Modell Deebot R95, hat uns der Deebot 710 im Test positiv überrascht. Als smarte Haushaltshilfe ist er absolut empfehlenswert. Schließlich erledigt er seinen Reinigungsjob auf sehr hohem Niveau und braucht praktisch nie menschliche Rettung aus der Not. Die Bedienung ist so einfach, wie es der Hersteller verspricht. Weil dafür die App kaum benötigt wird, eignet sich der Ecovacs Deebot 710 besonders für Menschen, die ihr Smartphone auch gern einmal beiseitelegen.

Verglichen mit dem Deebot R95 hat Hersteller Ecovacs einen großen Sprung gemacht. Dessen gehobene Mittelklasse in Form des Deebot 710 ist heute leistungsfähiger und praktischer als die Oberklasse vor zwei Jahren. Geht es nach Ecovacs, ist die Zukunft des autonomen Staubsaugens aber noch viel rosiger. Im Laufe des Jahres soll ein Roboter erscheinen, der dank künstlicher Intelligenz kleine Objekte noch besser erkennen und im Bedarfsfall umfahren kann. Dadurch wird gewissenhaftes Aufräumen vor der Putzfahrt entbehrlich. Dieses Feature erscheint zur Premiere jedoch im teuren Oberklasse-Modell Ozmo 960 und dürfte erst später in die erschwingliche Mittelklasse der Roboterstaubsauger Einzug halten.

Der Ecovacs-Staubsaugerroboter bei Amazon (Provisionslink)


Images by Ecovacs; Berti Kolbow-Lehradt

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Smarte Heizkörperthermostate erklärt: Mehr Komfort, weniger Verbrauch – so geht‘s

Smarte Heizkörperthermostate mit Conrad Connect - das bringt's

Smarte Heizkörperthermostate kümmern sich um eine wohlige Wärme und sorgen gleichzeitig dafür, dass Bewohner „nicht für die Straße heizen“. Anders als herkömmliche Thermostatköpfe denken sie mit und regeln die Temperatur genau zur richtigen Zeit. Das erhöht den Komfort und senkt den Energieverbrauch. Wie sich auf intelligente Weise Wärme ins Smart Home bringen lässt, erklären wir zusammen mit Conrad Connect.

So funktioniert die intelligente Heizungssteuerung

„Anders als herkömmliche Modelle verfügen smarte Heizkörperthermostate über einen Elektromotor und sind mit dem Internet verbunden. Dadurch können sie die Wunschtemperatur aufs Grad Celsius genau regeln – und zwar auch per Fernsteuerung in und außerhalb des Hauses“, erklärt Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei Conrad Connect. Wer öfter einmal vergisst, die Heizung in den Sparmodus zu schicken, kann dies mit smarten Heizkörperthermostaten auch dann noch nachholen, wenn er das Haus bereits verlassen hat.

Allerdings müssen Bewohner noch nicht einmal selbst daran denken, die Heizung ein- und auszuschalten. Per sogenanntem Geofencing sorgen smarte Heizkörperthermostate für eine ortsbasierte Steuerung. Dabei lassen Bewohner per GPS und WLAN ihres Smartphones die Heizsteuerung wissen, ob sie sich im Smart Home aufhalten oder es verlassen haben. Darüber hinaus erkennen smarte Heizkörperthermostate abhängig vom Modell, ob Fenster oder Türen beispielsweise zum Lüften geöffnet sind. Sowohl bei der Fenster-Offen-Erkennung als auch beim Geofencing fährt die Heizung dann rechtzeitig herauf und herunter.

Wenn sie nicht gerade auf Ereignisse und manuelle Eingriffe reagiert, folgt die intelligente Steuerung festgelegten Zeitschaltplänen. Diese sind für einzelne Räume definierbar. Manche Heizungsteuerungen lassen dabei sogar die Wettervorhersage einfließen und fahren die Energie zurück, wenn die Sonne scheint. Das verringert den Energieverbrauch zusätzlich.

Einfache Installation und flexible Bedienung

„Wer von smarten Heizkörperthermostaten profitieren möchte, muss keinen Neubau hochziehen. Sie lassen sich einfach montieren und können so vorhandene Heizkörper modernisieren“, betont Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei Conrad Connect. Zur Montage genügt eine Rohrzange, mit der der alte Thermostatkopf abgeschraubt und der smarte Ersatz angeschraubt wird. Das gelingt selbst Laien. Um Funkchip und Elektromotor mit Energie zu versorgen, wird das Thermostat noch mit Batterien bestückt. Sie halten in der Regel sehr lange. Eine App im Smartphone sagt Bescheid, wenn es Zeit für einen Tausch ist.

Smarte Thermostate lassen sich sehr flexibel bedienen. Wer es gerade wärmer oder kälter haben möchte als im Zeitschaltplan vorgesehen, kann die Wunschtemperatur über Apps oder mit Sprachbefehlen einstellen. Für den Signalaustausch zwischen den Thermostaten auf der einen Seite sowie den Bediengeräten wie Smartphones und smarte Lautsprecher auf der anderen Seite sorgt ein sogenanntes Gateway. Diese kleine Box verbinden Anwender mit ihrem WLAN-Router.

Smarte Heizung mit Smartphone steuern
Smarte Heizkörperthermostate lassen sich per Smartphone-App, Sprachsteuerung oder über Conrad Connect steuern. Image by Andrey Popov / stock.adobe.com

Natürlich lässt sich die gewünschte Temperatur auch weiterhin direkt am Thermostat festlegen. Denn trotz digitaler Aufrüstung verfügen alle Regler immer noch über Tasten oder einen Drehring.

Weniger Energieverbrauch: So viel Ersparnis ist drin

Geld sparen zu wollen, ist ein häufiger Grund, sich smarte Heizkörperthermostate anzuschaffen. Tatsächlich lassen sich der Energieverbrauch und damit die Nebenkosten senken. Eine Ersparnis von bis über 30 Prozent halten die Thermostat-Hersteller selbst für möglich. Doch dabei spielen viele Faktoren eine Rolle, etwa, wie häufig Bewohner ihr Smart Home verlassen oder das Fenster zum Lüften öffnen. Deshalb kann die Höhe der Ersparnis im Einzelfall stark abweichen. Außerdem sind in der Rechnung natürlich die Anschaffungskosten zu berücksichtigen. Diese fallen etwas höher aus als bei herkömmlichen Modellen, weil eben auch erheblich mehr Technik drinsteckt.

„Auf jeden Fall deutlich spürbar ist jedoch der Komfortgewinn. Die Heizung dank automatischer Abläufe nicht mehr selbst regulieren zu müssen, bedeutet für viele Verbraucher im Alltag ein deutliches Plus an Wohnqualität“, erläutert Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte von Conrad Connect. Darüber hinaus freut sich die Umwelt. Denn, wenn die Heizung weniger Energie verbraucht, gelangt auch weniger CO2 in die Luft. Dadurch leisten Verbraucher ihren persönlichen Beitrag dazu, wem Klimawandel entgegenzuwirken.

Die besten Heizkörperthermostate für das Smart Home finden

„Smarte Heizkörperthermostate unterscheiden sich bei den Funktionen, dem Design und natürlich im Preis. Ein genauer Vergleich lohnt sich“, rät Giorgi Jashiashvili. Schon rein optisch sind die Unterschiede groß. Reicht etwas Schlichtes oder soll Premium-Design die Heizkörper zieren? Und wenn auch gleich ein Display integriert ist, lässt sich die Temperatur ohne App und Web ablesen. Außerdem verstehen sich viele Lösungen nicht mit beiden, sondern mit jeweils einem der beiden großen Sprachdienste Google Assistant und Amazon Alexa.

Beim Einstieg in die smarte Heizungssteuerung muss ein Gateway für 50 bis 150 Euro her. Ein einzelnes Thermostat kostet dann zwischen 40 und 80 Euro. Abhängig vom Modell ist eine Fenster-Offen-Erkennung an Bord. Falls nicht, lässt sich diese über externe Tür- und Fensterkontaktsensoren nachrüsten.

Smarte Heizung mit Fenster-Offen-Erkennung.
Praktisch: Viele smarte Heizkörperthermostate erkennen offene Fenster und drosseln dann automatisch die Leistung. Falls Sensoren dafür nicht integriert sind, lassen sie sich per Conrad Connect verknüpfen. Image by Creativemarc / stock.adobe.com

Einfacher geht’s nicht: Einstellungen für die smarte Heizung per Mausklick

Nutzer von Conrad Connect brauchen sich nicht auf smarte Thermostate von einem Hersteller festzulegen. Stattdessen können sie verschiedene Lösungen kombinieren und gleichzeitig steuern. Darüber hinaus lassen sich auf der Plattform weitere Komponenten einbinden, zum Beispiel Sensoren für Raumluft, Fenster-Offen-Erkennung und Bewegungsmeldung.

Dies bietet nicht nur mehr Freiheit bei den Kombinationsmöglichkeiten sondern erleichtert auch die Bedienung. Denn anstatt jedes Thermostat in der jeweiligen Hersteller-App zu konfigurieren, können Nutzer Zeitschaltpläne und automatische Abläufe für sämtliche im Smart Home verbauten Heizkörperthermostate in einem Rutsch festlegen.

Und das Beste daran: Die fleißige Community von Conrad Connect hat bereits ganze Arbeit geleistet und automatische Abläufe für viele gängigen Geräte-Kombinationen und Szenarien erstellt. Diese können neue Nutzer in Form von gebrauchsfertigen Projekten mit einem Mausklick per Web-App einfach in ihr Profil importieren und sofort damit loslegen. Weitere Tipps bietet dieser Blog-Post zum smarten Heizen bei Conrad Connect.

So einfach geht Smart Living. Am besten gleich kostenlos ausprobieren!

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Welcher Alexa-Lautsprecher ist der richtige? Der große Vergleich

Amazon Echo Vergleich

Seit Amazon 2016 den ersten Alexa-Lautsprecher vorgestellt hat, hat sich einiges getan. Amazon bietet für verschiedenste Bedürfnisse mittlerweile fünf Modelle in der Echo-Serie an. Außerdem haben auch andere Hersteller wie Sonos die Sprachassistentin Alexa in ihre Lautsprecher integriert. In diesem Vergleich gebe ich euch einen Überblick, welcher Alexa-Lautsprecher für welches Einsatzszenario am besten geeignet ist.

Für Einsteiger: Echo Dot

Mit einem regulären Preis von rund 60 Euro ist der Echo Dot Amazons günstigster Alexa-Lautsprecher. Im Angebot bekommt man ihn oftmals noch deutlich günstiger. Wer erst einmal in das Thema digitale Assistenten hineinschnuppern möchte, ohne gleich viel Geld zu investieren, ist hier richtig. Da Alexa vollständig in der Cloud arbeitet, antwortet der kleine Lautsprecher im Vergleich genauso schnell und zuverlässig wie seine teureren Alternativen. Denn auf die eigenbaute Elektronik und Rechenleistung kommt es dabei nicht an.

Lediglich bei der Soundqualität müsst ihr Abstriche machen. Zwar genügt der verbaute 41-Millimeter-Lautsprecher, um sich mit Alexa verständlich zu unterhalten oder Musik am Schreibtisch zu hören. Aber er eignet sich nur bedingt, um damit raumfüllend Musik wiederzugeben. Wegen des niedrigen Preises kommt der Echo Dot allerdings als Inventar für das ganze Haus infrage. Per Multiroom-Funktion lässt sich so auch ein Podcast oder Musik weiterhören, wenn ihr euch in einen anderen Raum begebt. Meinen vollständigen Testbericht vom Echo Dot findet ihr hier.

Amazon Echo Dot Alexa-Lautsprecher-Vergleich
Der kleinste und unauffälligste Alexa-Lautsprecher: Der Amazon Echo Dot. Image by Amazon

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Der Klassiker: Echo

Der „normale“ Echo eignet sich für viele Einsatzzwecke. Er hat zwar dieselben Funktionen wie der kleinere Echo Dot, verfügt im Vergleich aber über einen deutlich besseren Lautsprecher (63-Millimeter-Woofer und 16-Millimeter-Hochtonlautsprecher). Damit kann er ungefähr so laut aufspielen wie eine gehobene Bluetooth-Box. Einen Raum zu beschallen, ist daher damit ein Leichtes. Dennoch ersetzt der „normale“ Amazon Echo keine hochwertige Stereo-Musikanlage. Vielmehr eignet sich der Alexa-Lautsprecher perfekt als Küchenradio oder im Schlafzimmer für Podcasts sowie Hörbücher zum Einschlafen. Den „normalen“ Echo bekommt ihr für einen Preis von 100 Euro. Zum ausführlichen Netzpiloten-Test des Amazon Echo geht es hier entlang.

Im Vergleich die goldene Mitte: Das Standard-Modell Amazon Echo. Image by Timo Brauer

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Für Musikfans: Echo Plus

Mit einem 76-Millimeter-Woofer und einem 20-Millimeter-Hochtonlautsprecher ist der Echo Plus im Vergleich Amazons Alexa-Lautsprecher mit dem besten Klang und dem höchsten Lautstärkepegel. Klanglich ist er zwischen einem Sonos One (zum Netzpiloten-Test) und einem Sonos Play 3 einzuordnen. Damit ist durchaus in der Lage, als Musikanlage zu dienen. Dieser Alexa-Lautsprecher eignet sich für alle, die viel Musik hören möchten, oder ihn mit ihrem Fernseher verbinden wollen. Über einen Klinkenstecker-Eingang lassen sich auch Geräte wie ein Schallplattenspieler mit dem Echo Plus verbinden.

Amazon Echo Plus
Der Amazon Echo Plus hat mehr Wumms als das normale Modell und bietet Vorteile für die Smart-Home-Steuerung. Image by Amazon

Außerdem verfügt der Echo Plus über eine ZigBee-Basis. Somit lassen sich Geräte wie Lampen von Phillips Hue oder Ikea Tradfri oder andere Smart-Home-Geräte ohne zusätzliche Hardware (Bridge oder Hub) einbinden und steuern. Gerade wenn ihr Geräte verschiedener Hersteller kombinieren möchtet, ist diese Möglichkeit praktisch, da sich dann alle Geräte in einer App steuern lassen. Einen vollständigen Testbericht zum Echo Plus findet ihr hier. Preislich liegt der Echo Plus bei 150 Euro.

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Alexa zum Nachrüsten: Echo Input

Mit dem Echo Input könnt ihr jedes Gerät mit einem Klinkenstecker Alexa-fähig machen. Das Gerät eignet sich für alle, die bereits Lautsprecher (zum Beispiel eine Stereoanlage) besitzen und über diese Alexa benutzen möchten. Der Echo Input verfügt über keine eigenen Boxen, sondern wird per Klinkenstecker mit einer vorhandenen Musikanlage verbunden und bringt so alle Alexa-Features wie Multiroom oder Spotify Connect auf eure Lautsprecher. Mit einem Preis von 40 Euro ist das Gadget relativ günstig.

Amazon Echo Input
Der Amazon Echo Input verbindet Alexa mit beliebigen nicht-smarten Lautsprechern. Dabei lässt er sich sehr unauffällig platzieren. Image by Amazon

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Der Entertainer: Echo Show

Der Echo Show ist mit einem Preis von 230 Euro der teuerste Echo in diesem Vergleich. Dafür erhaltet ihr aber auch einen 10 Zoll großen Touchscreen, auf dem ihr Videos schauen, Rezepte lesen oder eure Smart-Home-Geräte steuern könnt. Dieser Alexa-Lautsprecher eignet sich besonders in der Küche, wo ihr beim Kochen Rezepte anzeigen oder euch die Wartezeit mit Video-Streaming überbrücken könnt. Wird das Gerät nicht benutzt, zeigt Alexa euch ein Hintergrundbild eurer Wahl, neue Schlagzeilen und die aktuelle Temperatur. Mit der eingebauten Kamera erkennt das Gerät, wenn ihr den Raum betretet und schaltet das Display automatisch an.

Amazon Echo Show
Der Amazon Echo Show ist ein smarter Alexa-Lautsprecher mit 10 Zoll großem Display. Image by Timo Brauer

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Der Video-Wecker: Echo Spot

Der Echo Spot ist ein Nachttisch-Wecker mit einem kleinen, runden Display, das standardmäßig eine Uhr anzeigt. Ähnlich wie auf dem Echo Show, könnt ihr auf dem Touchscreen auch Videos schauen oder eure Smart-Home-Geräte steuern. Die verbauten Lautsprecher haben im Vergleich jedoch von allen Echo-Geräten die geringste Klangqualität und eignen sich daher nur zum gelegentlichen Hören von Musik. Um euch morgens mit Podcasts oder Radio zu wecken, und auch im Dunklen die Uhrzeit ablesen zu können, ist das Gerät aber gut geeignet. Zu kaufen gibt es den Echo Spot für 130 Euro.

Amazon Echo Spot
Ideal für den Nachttisch: der Echo Spot. Image by Amazon

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Fürs Heimkino: Sonos Beam

Mit der Soundbar Sonos Beam kommen Heimkino-Freunde auf ihre Kosten. Alexa ist direkt an Bord, muss nicht über einen Echo-Lautsprecher gekoppelt werden. Praktisch: Mittels eines Sprachbefehls könnt ihr ohne Fernbedienung TV und Soundbar gleichzeitig anschalten. Das ist eine Besonderheit, die sich Sonos aber auch kräftig bezahlen lässt. Mit 449 Euro ist die Soundbar definitiv kein Schnäppchen, bietet aber einen tollen Klang bei gesprochenen Inhalten sowie Musik. Allerdings stehen auf Nicht-Amazon-Produkten nicht alle Alexa-Features wie Sprachanrufe und Multiroom-Klang zur Verfügung.

Sonos Beam weiß Alexa Fernseher
Keine Fernbedienung nötig: Per Sprachbefehl mit Amazons Alexa schalten Nutzer den Fernseher und den Klangriegel Sonos Beam gleichzeitig an. Image by Sonos

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Alexa für unterwegs: Ultimate Ears Blast und Megablast

Neben Amazons Echo-Modellen gibt es auch Alexa-Lautsprecher von anderen Herstellern. Besonders interessant sind die Bluetooth-Boxen Blast und Megablast von Ultimate Ears. Mit diesen habt ihr die Möglichkeit Alexa auch unterwegs (WLAN-Verbindung vorausgesetzt) zu nutzen. Wie bei allen Nicht-Amazon-Produkten müsst ihr hier allerdings auf Features wie Sprachanrufe und Multiroom verzichten. Der kleinere Blast kostet etwa 100 Euro, für den größeren Megablast werden rund 200 Euro fällig.

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Die tragbaren Lautsprecher Blast und MegaBlast von Ultimate Ears unterstützen ebenfalls Alexa. Image by Jonas Haller

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Fazit: Alexa-Lautsprecher im Vergleich

Als Alexa Anfang 2017 in Deutschland auf den Markt kam, gab es nur zwei Lautsprecher zur Auswahl. In den vergangenen zwei Jahren hat Amazon sein Echo-Sortiment stark vergrößert und bietet für beinahe jeden Einsatzzweck Alexa-Lautsprecher an. Durch das Alexa-Voice-Kit ist es auch anderen Herstellern wie Ultimate Ears oder Sonos möglich, Alexa in ihren Geräten zu verbauen. Leider müssen diese jedoch auf einige Features verzichten. 2019 wird Amazon noch weitere neue Echo-Geräte vorstellen und mit Produkten wie dem Echo Auto zusätzliche Einsatzszenarien erschließen.

Alle Alexa-Geräte bei Amazon (Provisionslink)


Images by Amazon, Jonas Haller, Timo Brauer, Sonos

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Echo Plus 2: Amazons größter Alexa-Lautsprecher im Test

Amazon Echo Plus 2 hellgrau

Amazon hat den Echo Plus, seinen größten und lautesten Echo-Lautsprecher, in der zweiten Version grundlegend überarbeitet. Dabei hat der Hersteller dem 150 Euro teuren Gerät auch neue Funktionen verpasst. Aus diesem Grund habe ich den Echo Plus 2 für euch einem Test unterzogen.

Mehr Stoff und weniger Plastik für einen wohnlicheren Look

Direkt beim Auspacken fällt auf, dass Amazon das Design des Lautsprechers stark verändert hat. Der Echo Plus 2 ist nun deutlich breiter und niedriger. Außerdem ist der von vielen Alexa-Geräten bekannte Lichtring etwas an die Kante des Gerätes gewandert, wodurch er sich auch aus weiterer Entfernung besser erkennen lässt.

Und während die Oberfläche des Originals rundherum aus glattem Plastik bestand, ist dies jetzt nur noch bei der Oberseite der Fall. Hingegen der Großteil des Gehäuses ist mit einem Stoffmantel bekleidet. In diesem Punkt könnt ihr aus drei verschiedenen Farben wählen. Sandstein, Hellgrau und Anthrazit heißen die Alternativen.

Durch das neue Design wirkt der Echo Plus 2 deutlich weniger technisch und fügt sich besser in die Umgebung ein. Darüber hinaus ist das Gehäuse dank des Stoffüberzugs resistenter gegen Kratzer und Schmutz.

Besserer Klang durch größeren Lautsprecher

Auch den Klang hat Amazon bei der zweiten Version des Echo Plus verbessert. Die erste Generation unterschied sich klangmäßig nicht vom Standard-Modell Echo. Nun hat Amazon der zweiten Plus-Variante einen 76-Millimeter-Lautsprecher (statt 63 Millimeter Durchmesser beim Vorgänger) verpasst, welcher einen deutlich satteren Klang mit gutem Bass liefert. Schon bei ungefähr einem Drittel der maximal möglichen Lautstärke kann ich locker einen größeren Raum beschallen.

Selbst wenn ich den Echo Plus 2 im Test etwas lauter drehe, übersteuert der Lautsprecher nicht. Stattdessen bleibt die Klangqualität auf einem hohen Niveau. Leider hat Amazon auf die drehbare Oberseite zum Verstellen der Lautstärke verzichtet und setzt nun auf Tasten zur Bedienung.

Amazon Echo Plus 2 Oberseite
Die Lautstärke lässt sich nicht mehr durch Drehen der Oberseite, sondern nun durch klassische Tasten verstellen. Image by Timo Brauer

Klanglich liegt der Echo Plus 2 meiner Meinung nach etwas über dem Sonos Play 1 aber unter einem Apple HomePod. Audiophile Menschen werden weiterhin auf eine „richtige“ Musikanlage setzen, aber für die meisten dürfte die Klangqualität mehr als genügen. Für noch besseren Klang könnt ihr zudem zwei Echo Plus 2 zu einer Stereo-Gruppe zusammenfügen. Über eine Equalizer-Funktion in der Alexa-App lässt sich das Klangbild ferner noch an euren Geschmack anpassen.

Klinkenanschluss bleibt und kann mehr

Wie beim Vorgänger verbaut Amazon weiterhin einen Klinkenanschluss, um den Echo Plus 2 mit einer externen Musikanlage zu verbinden. In der neuen Version lässt sich dieser jedoch auch als Audio-Eingang verwenden, um beispielsweise einen Plattenspieler zu verbinden und dessen Ton über den Echo Plus 2 auszugeben. Zur Stromversorgung ist ein proprietärer Stecker mit einem 18-Watt-Netzteil verbaut.

Amazon Echo Plus 2 Anschlüsse
Der Klinkenanschluss ist jetzt auch ein Audio-Eingang. Plattenspieler anzuschließen ist somit kein Problem. Image by Timo Brauer

„Alexa, wie ist die Temperatur im Wohnzimmer?“

Gänzlich neu in einem Echo-Lautsprecher ist der integrierte Temperatursensor. Mit diesem lässt sich per Alexa-Sprachbefehl oder via Blick in die App die aktuelle Temperatur abfragen. Dies ermöglicht außerdem, die Temperatur als Auslöser oder Zielwert in die Alexa-Routinen einzubinden. So lässt sich beispielsweise automatisch die Heizung steuern, wenn eine bestimmte Temperatur über- oder unterschritten wird.

Wie auch der Vorgänger verfügt der Echo Plus 2 über einen eingebauten ZigBee-Hub, mit dem sich Smart-Home-Geräte aus Serien wie Phillips Hue oder Ikea Tradfri ohne zusätzliches Gateway einbinden und steuern lassen. Gerade wenn ihr Produkte verschiedener Hersteller kombinieren möchtet, ist diese Möglichkeit praktisch, da sich dann alle Geräte in einer App steuern lassen. Jedoch lassen sich über ZigBee keine Softwareaktualisierungen der verbundenen Geräte durchführen.

Test-Fazit Echo Plus 2: Starkes Upgrade für Musikfans und Smart-Home-Nutzer

Während in der ersten Generation des Echo Plus noch dieselben Boxen verbaut waren wie im „normalen“ Echo, hat Amazon bei der zweiten Generation gehörig nachgelegt. Klares Test-Ergebnis: Klanglich ist der Echo Plus 2 nun dem Standard-Modell Echo 2 deutlich überlegen. Er kann daher auch ein größeres Zimmer problemlos beschallen. Smart-Home-Nutzer freuen sich darüber hinaus über den eingebauten ZigBee-Hub und den Temperatursensor, welcher die Alexa-Routinen um zusätzliche Möglichkeiten erweitert.

Den zweiten Echo Plus bei Amazon bestellen (Provisionslink)


Images by Amazon, Timo Brauer

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Smart Home ganz einfach: WLAN-Steckdosen als smarter Geheimtipp

WLAN-Steckdose Smartphone

Nix mit teuer und kompliziert. Wer sein Zuhause zu einem Smart Home aufrüsten möchte, braucht keine kostspieligen und aufwendig einzurichtenden Gadgets. Es geht auch günstig und einfach. Ein Geheimtipp für den Einstieg sind smarte Zwischenstecker. Mit ihnen lässt sich auch ältere Technik via WLAN per App oder Sprache bedienen. Zusammen mit der IoT-Plattform Conrad Connect stellen wir vor, was mit WLAN-Steckdosen alles möglich ist und wie Einsteiger das richtige Modell für sich finden.

Das steckt hinter smarten Steckdosen

Von außen sehen smarte Steckdosen wie ganz normale Zwischenstecker aus. Das Geheimnis steckt im Innern. Dort befindet sich, was alten Lampen oder Lautsprechern fehlt – ein Funkchip. Dadurch nehmen die kleinen Kästchen Kontakt mit einem WLAN oder einem anderen gängigen Funknetz auf. Meist erhalten sie ihre Steuersignale über Funkstandards wie Z-Wave oder ZigBee. Als Vermittler dient dabei dann ein WLAN-Router. Daher ist häufig pauschal von WLAN-Steckdosen die Rede. Seltener kommen Bluetooth oder DECT zum Einsatz.

Egal, auf welche Art sie funken: In der Folge können Nutzer über den Zwischenstecker praktisch jedes kabelgebundene Gerät per Smartphone-App und Sprachsteuerung bedienen oder in komplexe Automationsszenarien einbinden. Wegen dieser Fähigkeiten werden die Kästchen auch als intelligente Steckdose, Smart-Home-Steckdose oder Smart Plug bezeichnet. „Licht, Musik, Wärme, gute Luft und mehr – man sieht smarten Steckdosen gar nicht an, wie viel Wohnkomfort in ihnen steckt. Sie sind die vielleicht am meisten unterschätzte Komponente für den Einstieg ins Smart Home und ein Paradebeispiel dafür, wie einfach der Weg zum intelligenten Wohnen ist“, sagt Giorgi Jashiashvili, Technik-Experte bei Conrad Connect.

Praktisch: WLAN-Steckdosen lassen sich sehr flexibel bedienen

Moderne Funkmodelle lassen sich im Unterschied zu herkömmlichen Steckdosen mit Zeitschaltuhr viel flexibler fernsteuern. So können Nutzer nahezu alle intelligenten Steckdosen per Smartphone-App oder Sprachbefehl von Amazon Alexa und Google Assistant ein- und ausschalten. Mit der Lösung Unified Inbox von Conrad Connect genügt sogar eine Nachricht von WhatsApp oder Viber, um WLAN-Steckdosen zu bedienen. Einige Modelle bieten auch eine physische Taste, mit der sich der Stromkreislauf direkt an der WLAN-Steckdose schließen oder trennen lässt. Eine Fernbedienung zum Anfassen gibt es manchmal als Zubehör.

So findet ihr die beste WLAN-Steckdose für euch

Smarte Steckdosen kosten zwischen 15 und 50 Euro sind damit auch bei einem kleinen Budget erschwinglich. „Die Auswahl von WLAN-Steckdosen ist groß, hochwertig und deckt viele Einsatzszenarios und Nutzerinteressen ab. Nutzer sollten daher darauf achten, das passende Angebot für sich zu wählen“, erklärt Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect.

Conrad Connect Service Marketplace Fresh Compare
WLAN-Steckdosen mit Zusatzfunktionen ermöglichen eine intelligente Analyse des Stromverbrauchs. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Beispielsweise weicht die Bedienung voneinander ab. So lassen sich die meisten smarten Steckdosen zwar per App steuern, aber nicht alle per Sprache. Und wenn doch, dann entweder von Google Home oder Amazon Alexa. Ein weiteres Kriterium ist der Einsatzort. Soll die WLAN-Steckdose auch auf dem Balkon oder im Garten ihren Dienst verrichten können, ist sie am besten nach IP44 wetterfest. Entscheidend ist ebenfalls der Funktionsumfang. Beispielsweise messen manche Steckdosen auch den Stromverbrauch. Aus diesen Daten lassen sich mit Stromanalyse-Diensten wie Fresh Energy, wertvolle Erkenntnisse ziehen.

Weitere Tipps für die Wahl der WLAN-Steckdose und konkrete Modelle stellt Conrad Connect in seinem Blog vor.

Das lässt sich in Conrad Connect mit WLAN-Steckdosen alles „smart machen“

„Ältere Steh- oder Tischlampen, in die sich keine smarten Leuchtmittel einsetzen lassen, sind beliebte Einsatzorte für WLAN-Steckdosen“, nennt Giorgi Jashiashvili von Conrad Connect Beispiele. Denn in vielen Haushalten befindet sich eine entsprechende Leuchte. Sie sind leicht zugänglich und die intelligente Steckdose somit einfach einzusetzen. Perfekt, um die Vorteile solch einer smarten Lösung einmal auszuprobieren.

Auf die gleiche Weise lassen sich Luftbefeuchter, elektrische Heizkörper oder Kaffeemaschinen „smart machen“. Morgens schlaftrunken die Küche betreten und der Kaffee ist schon fertig? Mit WLAN-Steckdosen ist das ein Leichtes.

Idealerweise muss kein Nutzer mehr aktiv das Smart Home bedienen. Im besten Fall weiß es selbst, was zu tun ist. Dazu lassen sich WLAN-Steckdosen mit einem kostenlosen Nutzerkonto bei Conrad Connect in festgelegte Zeitschaltpläne oder sensorgesteuerte Aktionen einbinden.

WLAN-Steckdosen und Kaffeemaschine vernetzen mit Conrad Connect
Schöner aufstehen: Per WLAN-Steckdose den Kaffee aufbrühen und gleich genießen können, wenn man in die Küche kommt. Image by Izabela Magier / Adobe Stock

Wer einen Smart Plug mit weiteren gängigen Komponenten wie einen Sensor fürs Raumklima oder einen Bewegungssensor kombiniert, kann auf einfachem Weg eine Automation einrichten. Dann könnte die smarte Steckdose beispielsweise einen Raumbefeuchter aktivieren, sobald die Sensoren trockene Luft und die Anwesenheit des Bewohners bemerken. Im Regel-Editor stellen sich angemeldete Nutzer bei Conrad Connect diese in wenigen Schritten selbst zusammen oder sie übernehmen bereits gebrauchsfertige Projekte aus der Community.

So einfach geht Smart Living. Am besten gleich kostenlos ausprobieren!


Images by Daisy Daisy / Izabela Magier / Adobe Stock, Berti Kolbow-Lehradt

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Echo Buttons im Test: Spieleabend und Smart Home mit Alexa

Amazon Echo Buttons Test Collage

Die Echo Buttons sind kleine Buzzer, die sich mit smarten Lautsprechern vom Typ Amazon Echo verbinden und über den Sprachassistenten Alexa bedienen lassen. Die Knöpfe taugen zum einen für interaktive Quiz-Spiele. Zum anderen lassen sich mit ihnen neuerdings auch Smart-Home-Geräte steuern. Zu diesem Zweck habe ich die Echo Buttons in meiner Wohnung in Betrieb genommen und einem ausführlichen Test unterzogen. Lohnt sich der Kauf dieser Gadgets?

Im Test schnell und einfach eingerichtet

Die Echo Buttons kommen im Zweierpack. Jeder ist vier Zentimeter hoch und hat einen Durchmesser von 7,5 Zentimetern. Auf der Oberseite befindet sich die einzige, buzzerartige Taste des Gadgets. Die Einrichtung ist relativ einfach: im Lieferumfang befindliche Batterien einlegen und Alexa bitten nach Echo Buttons zu suchen. Infrage kommen Lautsprecher wie der große Amazon Echo aber auch der kleine Echo Dot.

Nun bittet Alexa euch den Button für zehn Sekunden zu drücken, bis das Licht orange leuchtet und schon ist die Verbindung hergestellt. Die verbaute LED ist ziemlich hell und lässt den Button in bunten Farben leuchten. Nun habt ihr zwei Möglichkeiten die Buttons zu nutzen: zum Spielen oder um Smart-Home-Routinen zu starten.

Spieleabend 2.0

Wenn ihr mit Alexa und den Echo Buttons spielen wollt, könnt ihr aus über 30 Spielen wählen. Alle verfügbaren Spiele sind gratis und lassen sich als Alexa Skill installieren. Mein Favorit im Test war der Klassiker „Trivial Pursuit“, der dem Original ziemlich ähnelt.

Um zu spielen, bittet man Alexa Trivial Pursuit zu starten. Daraufhin fragt sie, wie viele Spieler mitspielen wollen. Jeder Spieler benötigt einen Button und wird aufgefordert, diesen einmal zu drücken, um das Spiel zu starten. Nun liest Alexa Fragen aus den bekannten Kategorien von Trivial Pursuit vor und die Buttons leuchten in den entsprechenden Farben. Wer die Antwort auf eine Frage weiß, drückt seinen Button und kann Alexa anschließend die Antwort nennen.

Echo Buttons Alexa Skill Trivial Pursuit
Auf dem Echo Show den Alexa Skill Trivial Pursuit herunterladen und mit den Echo Buttons verknüpfen – dann läuft der Spieleabend 2.0. Image by Timo Brauer

Bereits nach der ersten Runde hat man das Spielprinzip verstanden und wer Trivial Pursuit noch als Brettspiel kennt, muss sich nicht viel umgewöhnen. Insgesamt sind die Spiele mit den Echo Buttons kurzweilig und ein lustiger Zeitvertreib mit mehreren Leuten.

Per Knopfdruck zum Smart Home

Wenn ihr Smart-Home-Geräte mit eurer Alexa steuert, oder sogar schon Routinen in der Alexa-App eingerichtet habt, so könnt ihr diese mit den Echo Buttons ausführen. Legt dazu einfach, falls noch nicht geschehen, eine Routine in der Alexa-App an und wählt bei der Option „wenn folgendes passiert“ „Echo Button“. Dann fordert die App euch auf, den gewünschten Button zu drücken und ihr könnt auswählen, was auf Knopfdruck passieren soll.

Da die Buttons relativ robust sind, stehen euch hierbei viele Einsatzszenarien offen. Ich habe beispielsweise einen Button neben meiner Wohnungstür auf dem Boden platziert. Dadurch kann ich mit einem Fuß beim Verlassen der Wohnung alle Lichter ausschalten und die Heizung runterdrehen.

Echo Buttons Alexa App Routine
In der Alexa-App lässt sich sehr schnell und einfach eine Routine mit den Echo Buttons verknüpfen. Image by Timo Brauer

Aber auch ohne ein smartes Zuhause, lassen sich die Echo Buttons in Routinen einsetzen. So könnt ihr auch Musik abspielen lassen, einen Podcast oder Nachrichten starten oder Alexa einen Wecker stellen lassen.

Test-Fazit: Amazon Echo Buttons als praktische Ergänzung im Alexa-Zuhause

Die Echo Buttons sind dank des großen Spieleangebotes ein unterhaltsames Gadget für alte und junge Spielefreunde. Durch die neue Möglichkeit mit den Buttons auch Routinen und Smart-Home-Geräte zu steuern, sind sie außerdem für Smart-Home-Nutzer einen Blick wert. Einrichtung und Bedienung sind einfach, der Nutzen im Alltag ist groß. Für einen Preis von rund 20 Euro im Doppelpack kann man nicht viel falsch machen.

Alle Echo-Geräte bei Amazon (Provisionslink)


Images by Timo Brauer

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