Ring Door View Cam: Der smarte Türspion aus der Cloud jetzt erhältlich

Smarte Videotürklingeln sind eine junge, aber an Bedeutung gewinnende Produktkategorie im Bereich Smart Home. Schließlich sind sie eine praktische Alternative zur Videogegensprechanlage an der Haustür des Eigenheims. Wer aber in einer Wohnung lebt, hat nicht so viel davon. Denn an der Eingangstür eines Mietshauses kann ja nicht jeder Technik anbringen, wie er möchte. Hersteller Ring, eine Tochter von Amazon, will diese Lücke schließen. Abhilfe schaffen soll die Ring Door View Cam. Dabei handelt es sich um einen Türspion inklusive Klingel und Webcam. Damit wissen auch Mieter einer Wohnung immer, was vor ihrer Tür passiert. Bereits auf der CES 2019 hat Ring den smarten Türspion gezeigt. Ab sofort ist er in Deutschland erhältlich. Zuvor hat der Hersteller ihn einem kleinen Kreis von Journalisten in Europa vorgestellt. Ich habe ihn mir während einer Präsentation in Hamburg angeschaut.

Das kann die Ring Door View Cam

Die Ring Door View Cam findet dort Platz, wo sich normalerweise der Türspion befindet. Die integrierte Kamera zeichnet ein 1080p-Video auf, wenn ein Besucher den ebenfalls enthaltenen Klingelknopf drückt. Außerdem registriert die Door View Cam, wenn jemand an der Tür klopft statt klingelt. Ferner sind ein Mikro und ein Lautsprecher eingebaut, sodass die Ring Door View Cam als Gegensprechanlage nutzbar ist.

Für Energie sorgt ein integrierter Akku, der sich austauschen lässt. Selbst wenn dieser alle ist, bleibt die analoge Türspionfunktion nutzbar. Dazu ist eine Glasoptik enthalten. Die Ring Door View Cam einzubauen, soll eine Sache von Minuten sein. In Wände oder Türen zu bohren ist demnach nicht nötig dafür. Wird die Ring Door View Cam entfernt, hinterlässt sie laut Hersteller keine bleibenden Spuren. Zum Einrichten einfach vorhandenen Türspion herausschrauben, Front- und Rückteil der smarten Videoklingel befestigen, Webcam ins heimische WLAN einbinden, fertig. 

Ring Door View Cam Rückseite
Die Ring Door View Cam funktioniert dank einer integrierten Glasoptik wie ein normaler Türspion. Wegen des integrierten Akkus für die Kamera ist er aber etwas größer als die herkömmlichen analogen Modelle. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Anschließend ist der Videostream per App fürs Smartphone oder Tablet einsehbar. Um diesen aufzurufen, genügt alternativ ein Alexa-Befehl. Weil Ring weiß, wie wichtig insbesondere deutschen Verbrauchern die Privatsphäre ist, lässt sich per App ein Teil des Kamerasichtfeldes schwärzen. Dann soll nur noch sichtbar sein, was direkt vor der Haustür passiert. Wer einen Alexa-Lautsprecher verwendet, kann das Live-Bild mit einem Sprachbefehl wie „Alexa, zeige mir die Haustür“ auf einem Display eines Echo Show, Echo Spot oder Fire-Tablets aufrufen. Über diese Geräte können Nutzer dann auch per Mikro und Lautsprecher der Door View Cam mit Besuchern sprechen.

Das kostet der smarte Türspion von Ring

Die Ring Door View Cam ist ab sofort für 199 Euro erhältlich und reiht sich damit in das Preisspektrum der vergleichbaren Türklingeln und Videokameras von Ring ein. Hinzu kommt bei Bedarf ein Abo für Cloud-Speicher namens Ring Protect Plan. Damit lassen sich Videos 30 Tage lang sichern und nachträglich anschauen. Nutzt ihr das Abo für 30 Euro pro Jahr aufwärts nicht, könnt ihr euch nur in den Live-Stream einklinken, Videos aber nicht speichern und später prüfen.

Der smarte Türspion von Ring bei Amazon (Provisionslink)


Images by Berti Kolbow-Lehradt

Berti Kolbow-Lehradt

ist Freier Technikjournalist. Für die Netzpiloten befasst er sich mit vielen Aspekten rund ums Digitale. Dazu gehören das Smart Home, die Fotografie, Smartphones, die Apple-Welt sowie weitere Bereiche der Consumer Electronics und IT. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.


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