LifeSmart Cololight im Test: Geheimtipp für smartes Stimmungslicht

Die Wohnung komplett mit smarter Beleuchtung auszustatten, ist oft gar nicht nötig. Mitunter reicht ein wohl platziertes Stimmungslicht für ein gemütliches Ambiente. Neben Tischlampen, beispielsweise von Philips Hue, kommen auch modulare Lichtplatten wie die von Nanoleaf in Frage. Beide Prinzipien vereint die modulare Tischlampe LifeSmart Cololight. Die sechseckigen LED-Bausteine lassen sich in kunstvollen Formen und Figuren auf einem Sockel montieren und als effektvoller Hingucker auf Tisch, Sideboard oder Regal platzieren. Sie beherrschen dynamische Lichtwechsel mit Kombinationen aus 16 Millionen Farben, die Nutzer per App und WLAN-Verbindung auswählen. Sprachbefehle von Alexa und Google versteht LifeSmart Cololight ebenfalls. Außerdem strapazieren die günstigen WLAN-Lichtbausteine das Budget nicht so sehr wie andere smarte Leuchtmittel. Klingt prima. Aber wie gut schlägt sich das Angebot in der Praxis? Wir hatten LifeSmart Cololight im Test.

LifeSmart als Newcomer in deutschen Smart Homes

Die chinesische Marke LifeSmart ist in ihrem Heimatmarkt eigenen Angaben zufolge eine große Nummer – aber hierzulande noch unbekannt. Bei gezielter Suche können wir LifeSmart Cololight zwar auf Amazon finden, doch die weitaus größere Auswahl an Sets bietet das auf Technik aus China spezialisierte Shopping-Portal Gearbest. Dieses hat uns auch das Testexemplar zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um ein Basis-Set mit Sockel, WLAN-Steuereinheit und sechs Lichtbausteinen (Provisionslink) mit je 19 Leuchtdioden unter einer milchfarbenen Kunststoffoberfläche. Rund 80 Euro kostet das Paket bei Gearbest. Jeder weiterer Lichtbaustein (Provisionslink) schlägt mit etwa 10 Euro zu Buche. Weil die WLAN-Lampen die CE-Kennzeichnung tragen, muss niemand befürchten, dass der Zoll den Direktimport aus China einbehält.

Schnell montiert und eingerichtet

Mithilfe der gedruckten Kurzanleitung auf Englisch ist LifeSmart Cololight im Test in wenigen Minuten betriebsbereit. Die Steuereinheit und die Lichtbausteine lassen sich mit Verbindungstücken schnell montieren und stabil auf dem Sockel fixieren – selbst in der exotischen Form eines Kaktus mit überhängendem Arm. Jeder Lichtbaustein ist aber auch ein Fliegenwicht, wiegt gerade mal 50 Gramm. Mit Maßen von 86 x 74.5 x 30,5 Millimetern passt ein Modul in einen Handteller. Vom 500 Gramm schweren Sockel sind die LED-Bausteine locker zu halten.

Praktisch: Weil die Steuereinheit direkt per WLAN mit dem Router funkt, brauchen wir keinen extra Hub installieren. Dabei sollte das Netzwerk die 2,4-Ghz-Frequenz verwenden, in ein WLAN mit 5 Ghz wählt sich Cololight dagegen nicht ein. Die WLAN-Verbindung zwischen Smartphone, Router und LED-Bausteinen stellen wir mit der App her, die für iOS oder Android verfügbar ist. Dann ist LifeSmart Cololight im Test auch schon einsatzfertig. Weil das mit der Steuereinheit fest verbundene USB-Kabel nur einen Meter kurz ist, sollte sich der Wunschstandort allerdings nicht zu weit weg von einer Energiequelle befinden. Bis zu 30 LED-Module lassen sich mit einem Netzteil versorgen.

Bedienung per Touch-Button, App, Alexa und Google Assistant

Mit einem Touch-Button auf der Rückseite der WLAN-Steuereinheit können wir LifeSmart Cololight im Test an- und ausschalten und durch einige Farbeffekte wechseln lassen. Doch weil der Sensorknopf ohne haptisches Feedback nur vage zu ertasten ist und die App ohnehin mehr Effekte zur Auswahl stellt, bevorzugen wir dafür ein iPhone oder Android-Smartphone.

In der einwandfrei auf deutsch übersetzten Cololight-App wählen wir aus verschiedenen Vorlagen für dynamische Farbwechsel und Vollfarben-Effekten. Sofern die WLAN-Module in Form bestimmter Figuren geschaltet sind, stehen auch darauf angepasste Szenen zur Verfügung. Dann sehen die Lichtmuster beispielsweise wie ein geschmückter Tannenbaum oder eine stilisierte Rosenblüte aus. Doch für diese Figuren haben wir nicht genügend Lichtbausteine. Ferner bestimmen wir in der App den Starteffekt beim Einschalten und die Leuchtstärke, welche sich stufenlos dimmen lässt.

Mit Amazon Alexa und Google Assistant lässt sich LifeSmart Cololight im Test auch per Sprache steuern. Doch auf mehr als Ein- und Ausschaltbefehle reagiert das smarte Licht nicht. Den Wechsel der Farbeffekte können wir nur in der App vornehmen.

Die Einbindung in die Systeme von Amazon und Google ist dennoch sehr nützlich. Dadurch können wir LifeSmart Cololight im Test nämlich in automatische Smart-Home-Abläufe integrieren. Ausprobiert haben wir das in der Google-Home-App als Teil unserer smarten Küchen-Routine. Sagen wir „Kochen beginnen“, starten die Cololight-Lichtbausteine gleichzeitig mit unserem Lieblingsradiosender und einem anderen Stimmungslicht, das wir über eine smarte Steckdose ansteuern.

Schön schrill: So leuchtet LifeSmart Cololight im Test

Um Romantik ins Wohnzimmer zaubern, ist LifeSmart Cololight jedenfalls ungeeignet. Dazu ist das Licht zu kühl und die Farbabstimmung zu grell bis neonhaft. Wer hingegen auf dem Dancefloor und beim Gaming die Fetzen fliegen lassen möchte, findet in den smarten LED-Bausteinen eine angemessen schrille Lichtuntermalung. Eine Geräuscherkennung innerhalb der App lässt LifeSmart Cololight auf Wunsch sogar im Rhythmus des Schlagzeugs leuchten. Am besten gefallen uns aber die voreingestellten Effekte mit dynamisch wechselnden Vollfarben. Die Farbverläufe mit Namen wie „80er-Party“, „Instagrammer“ und „Zirkus“ hingegen, erfordern eine ausgeprägte Vorliebe für Kitsch.

Fazit: Smarter und günstiger Paradiesvogel mit einfacher Handhabung

Die Auswahl für smarte Stimmungslichter mit WLAN- und App-Steuerung ist um eine empfehlenswerte Alternative reicher. Die Marke LifeSmart füllt mit dem Formfaktor von Cololight eine Lücke. Kompakte Lichtbausteine mit dynamischen Farbeffekten als Tischdeko, kennen wir von anderen Marken in dieser Form nicht. Hardware und Software sind leicht einzurichten und zu bedienen. Die Handhabung erleben wir somit komplett reibungslos. Die Einbindung in Alexa-Routinen und Google-Home-Abläufe sind weitere Pluspunkte.

In Bezug auf die Wirkung fürs Wohnambiente fällt LifeSmart Cololight im Test wegen seiner Kombinationsmöglichkeiten und der schrillen dynamischen Farbeffekte auf. Für eine dezente Hintergrundbeleuchtung sind die Leuchtdioden aber zu grell abgestimmt. Das Leuchtbaustein-System ist daher vor allem dann zu empfehlen, wenn Anwender es selbst als Blickfang in Szene setzen möchten. Angesichts des Gebotenen betrachten wir das Verhältnis zwischen Preis und Leistung als fair.

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Image by LifeSmart

Berti Kolbow-Lehradt

ist Freier Technikjournalist. Für die Netzpiloten sowie unsere Geschwisterseiten Netzpiloten Apple und Netzpiloten Android befasst er sich mit vielen Aspekten rund ums Digitale. Dazu gehören das Smart Home, die Fotografie, Smartphones, die Apple-Welt sowie weitere Bereiche der Consumer Electronics und IT. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.


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