Welcher Saugroboter passt zu mir?

Ihr kennt es vielleicht auch. Man glaubt gerade erste den Staub gänzlich weggesaugt zu haben, da macht er es sich schon wieder auf dem Boden gemütlich. Zudem neigen Haustiere oder die eine Mähne gerne dazu, Haare zu hinterlassen und man greift resignierend erneut zum Staubsauger. Dabei geht es mit einem Saugroboter mittlerweile einfacher. Doch welcher Saugroboter passt zu mir?

Mittlerweile gibt es einige Hersteller, die regelmäßig neue Saugroboter auf den Markt bringen. Um so schwieriger, da genau den richtigen Sauger für sich zu finden. Darum helfen wir euch bei der Suche nach dem richtigen Gerät, indem wir euch die besten Geräte verschiedener Preisklassen vorstellen. Willkommen bei der Saugroboter Kaufberatung!

Für Einsteiger: Saugroboter unter 200 Euro kaufen

Welcher Saugroboter passt zu mir? Die Antwort hängt oft davon ab, wie viel ihr ausgeben wollt. Ihr seid noch unsicher, ob ein Saugroboter wirklich etwas für euch ist oder habt gerade kein all zu großes Budget für ein Neugerät? Dann haben wir ein paar günstige Einstiegsgeräte für euch parat. Bis zu 200 Euro ist zwar auch schon eine stolze Summe, für einen Saugroboter ist ein Preis unter dieser Marke allerdings schon sehr günstig.

Tesvor X500

Das Basismodell von Tesvor ist schon für unter 200 Euro erhältlich. Das ist natürlich trotzdem eine ganze Stange Geld – verglichen mit den Topmodellen jedoch ein Schnäppchen

Dafür bietet der Tesvor X500 bereits eine ganze Menge. Die Saugkraft ist mit 1.600 Pa nicht übermäßig stark, reicht jedoch vor allem auf Hartböden locker aus. Auf Teppichböden kommt der X500 da schon eher an seine Grenzen. Mit einer Lautstärke von 60 Dezibel ist der Tesvor X500 immerhin keine all zu große Geräuschbelastung. Durch sein 3-Filter-System gerät auch kaum Staub in die Abluft, was das Modell auch gut für Allergiker macht.

Auch sonst erfüllt der Tesvor X500 alle Anforderungen, die man an ein Einstiegsmodell stellen kann. Der Roboter erstellt eine Karte seines Reinigungsgebiets und mit der Software, die auch für teurere Modelle genutzt wird, können wir beispielsweise Verbotszonen festlegen. Seine relativ flache Bauweise (12 cm Höhe) lässt ihn auch unter viele Möbel kommen und seine Seitenbürsten widmen sich am Ende des Durchlaufs Rändern und Ecken.

Der Roboter ist gut verarbeitet, sieht für seinen Preis recht edel aus und lässt sich bei Bedarf auch mit einem Wassertank um eine Wischfunktion aufrüsten.

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eufy RoboVac 11S

Den eufy RoboVac 11S gibt es seit mittlerweile 3 Jahren. Vereinzelt merkt man es ihm auch an. Die Saugleistung von 1.300 Pa kann bei weitem nicht mit aktuelleren Modellen mithalten und eine Karte seines Einsatzbereichs zeichnet er auch nicht. Für all zu hohe Teppiche ist er RoboVac also nicht geeignet. Dafür macht er mit 55db aber auch nur wenig Krach.

Trotzdem ist der RoboVac 11S ein guter Saugroboter für den Einstieg. So bekommt man den Saugroboter unter 200 Euro und erhält damit ein sehr zuverlässiges Gerät.

Wie schon der zuvor vorgestellte Tesvor X500, verfügt auch der eufy RoboVac 11S über einen 600ml großen Behälter und filtert die Luft ebenfalls dreifach, ehe sie wieder ausgestoßen wird. Einen klaren Vorteil besitzt er allerdings, wenn es darum geht unter Möbel zu kriechen: Nur 7,2cm ist der Saugroboter groß.

Die etwas aufgemotzte Variante eufy RoboVac 11S Max mit 2.000 Pa Saugleistung hatten wir übrigens auch schon bei uns im Test. Dort musste sich der 11S Max im Vergleich dem allerdings doppelt so teuren Roborock S6 geschlagen geben.

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Die Mittelklasse: Saugroboter für maximal 400 Euro

Die Mittelklasse ist perfekt für euch, wenn ihr gute Leistung haben möchtet, aber auf einige Komfortfunktionen der Top-Modelle verzichten könnt. Die hier vorgestellten Geräte sind zuverlässige Haushaltshilfen, die sich oft nicht wirklich hinter deutlich teureren Modellen verstecken müssen. Ihr fragt euch, „Welcher Saugroboter pass zu mir?“ Mit der Mittelklasse könnt ihr wenig falsch machen.

Tesvor S6 Turbo

Der Zusatz „Turbo“ beim Tesvor S6 Turbo ist Programm. Es handelt sich nämlich um eine stärkere Version des Tesvor S6. Statt ohnehin schon üppige 2.600 Pa, glänzt die Turbo-Variante mit bis zu 4.000 Pa Saugleistung. Damit eignet sich der Saugroboter sogar für anspruchsvollere Teppiche. Das hat uns auch selbst im Test des Tesvor S6 Turbo begeistert.

So viel Leistung sorgt allerdings auch für einigen Krach. Im Max-Modus wird der Saugroboter mit 73db ziemlich laut. Es gibt allerdings auch noch den Standard-Modus mit 65db und einen Leise-Modus mit 61db. Das ist nicht flüsterleise, aber man kann auch mal nebenbei telefonieren. Im Optimalfall saugt der Roboter ohnehin, wenn er nicht stört. Dieser Saugroboter passt zu mir, wenn ich zwar viel Power möchte, diese zum Wohl meiner Ohren aber auch runterschrauben kann.

Besonders praktisch ist außerdem auch die Wischfunktion des Saugroboters. Dafür wird der Saugroboter mit einem anderen Behälter ausgerüstet, der auch über einen Wassertank verfügt. Ein kleiner Staubbehälter ist trotzdem integriert, sodass der Helfer beim Wischen trotzdem auch saugen kann und den Dreck nicht einfach verwischt. 

Abstriche gibt es beim Überwinden höherer Kanten oder gelegentliche Unzuverlässigkeiten bei der Erstellung der Karten. Ist die Karte erstmal richtig erstellt und mit Verbotszonen ausgestattet, arbeitet der Tesvor S6 Turbo aber zuverlässig und hält dank seines großen Akkus bis zu 150 Minuten durch.

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Yeedi 2 Hybrid

Auch den Yeedi 2 Hybrid haben wir euch bereits genauer vorgestellt. Preislich befindet sich dieser mit aktuell knapp unter 300 Euro direkt im Mittelfeld der von uns deklarierten Mittelklasse und zählt damit insgesamt trotzdem du den günstigeren Vertretern. Dafür bietet er schon ein sehr üppiges Gesamtpaket.

Die Saugleistung ist mit 2.500 Pa absolut im grünen Bereich. Sogar in der High-End-Klasse haben die Saugroboter nicht viel mehr Leistung unter der Haube. Dazu kommt der üppige 5.200 mAh-Akku, der euch eine 200 Minuten Saugvergnügen mit nur einer Ladung verspricht. So lange hält kein anderer der hier vorgestellten Geräte durch.

Natürlich muss bei einem eher günstigen Preis auch auf einiges verzichtet werden. Zwar verfügt der Yeedi 2 Hybrid über eine Kamera, nicht jedoch über eine Abtastung per Laser. Auch ist die Kamera nach oben ausgerichtet und kann so keine Hindernisse erkennen. Hier stellt der Yeedi 2 Hybrid sich oft etwas unbeholfener an, als die meist teurere Konkurrenz. Dafür ist er mit seinen niedrigen Bauweise von 7,7 cm ideal, um auch unter Möbel zu kriechen.

Für Hartböden eignet sich der Yeedi 2 Hybrid außerdem sehr gut, da er nicht nur saugen, sondern auch wischen kann. Teppiche erkennt der Saugroboter dabei zwar nicht automatisch, aber über Verbotszonen in der allgemein sehr umfangreichen App, könnt ihr das Wischen in Räumen mit Teppich selbst sehr einfach verbieten.

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High-End Saugroboter: Beste Technik hat ihren Preis

Kommen wir zur Kategorie für die autonomen Saugenthusiasten. Die hier vorgestellten Geräte sind die Top-Modelle der Hersteller, bei Smartphones ganz gerne als „Flaggschiff“ bezeichnet.

Ihr müsst euch bewusst sein, dass ihr für die letzten Prozente Leistung deutlich mehr zahlen müsst. Das ist der Nachteil, wenn man die aktuelle Spitzenklasse genießen möchte. Für ihre Kernaufgabe täten es günstigere Saugroboter sicherlich auch. Auf die Frage „Welcher Saugroboter passt zu mir?“ sind diese Geräte die Antwort, wenn ihr vor allem auch an Komfortfunktionen interessiert seid.

iRobot Roomba i7+

Roomba ist gewissermaßen das iPhone unter den Saugrobotern. Der Name steht einfach für Qualität. Dieser Saugroboter passt zu mir, wenn ich eine Marke möchte, die für Zuverlässigkeit steht.

Der Roomba i7+ ist aktuell das Premium-Modell von iRobot. Die Saugleistung ist dabei aber gar nicht das große Verkaufsargument. Diese ist nicht wirklich besser, als es gute Mittelklasse-Modelle hin bekommen. Der Fokus liegt mehr auf Komfort-Features.

Besonders zu erwähnen ist hier die automatische Absaugstation. Der Roomba i7+ hat an sich nur ein Fassungsvermögen von 0,4 Litern, kann sich aber selbstständig an einer Absaugstation leeren, die gut das 30-fache fassen kann. Die Station ist mit ihren 50 Zentimetern Höhe allerdings auch ein bisschen auffälliger und der Absaugvorgang macht für wenige Sekunden etwas mehr Lärm als der Roomba selbst.

Wie es sich für ein Premiummodell gehört, wirkt die Verarbeitung sehr wertig und auch die App lässt mit seiner intelligenten Kartierung, dabei bis zu 10 speicherbaren Karten und ausgereifter Sprachsteuerung kaum noch Wünsche offen. Auch Kanten von fast 2 Zentimeter überwindet der Saugroboter noch und bewältigt auch sonst sehr zuverlässig Hindernisse. Die Akkuleistung wirkt mit rund 75 Minuten nicht so gut wie bei anderen Modellen, doch dafür ist er recht flink unterwegs. Wischen kann der Roomba i7+ leider nicht, dafür jedoch mit dem hauseigenen Wischroboter iRobot Braava jet m6 zusammenarbeiten.

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Roborock S6 MaxV 

Auch die Xiaomi-Tochter Roborock ist mittlerweile aus den smarten Wohnungen nicht mehr wegzudenken. Das gilt nicht nur für die Mittelklasse, sondern auch für die High-End-Geräte. Dazu gehört auch der Roborock S6 MaxV, den wir selbst bereits im Test hatten. Auch hier handelt es sich wieder um eine erweiterte Version – in diesem Fall vom Modells S6.

Der größte Unterschied zum normalen S6 ist die Doppelkamera des Roborock S6 MaxV. Zusammen mit der KI „Reactive-AI“ erkennt der clevere Saugroboter Gegenstände. Diese werden nicht nur zuverlässig umfahren, sondern auch im Saugbericht – wahlweise auch mit Bild – dokumentiert. Die Daten werden lediglich lokal auf dem Gerät gespeichert und verarbeitet und sollten damit kein Sicherheitsrisiko darstellen.

Die Saugleistung kommt mit 2.600 Pa nicht an einen Tesvor S6 Turbo heran, ist aber mehr als ausreichend bei einer Geräuschbelastung von bis zu 71db. Alltägliche Hindernisse wie Kabel behindern den S6 MaxV kaum bei seiner Arbeit. Auch wischen kann der Roborock S6 MaxV. Ein neues Pumpsystem sorgt dabei für eine gleichmäßige Feuchtigkeit des Wischtuchs. 

Auch die App begeistert beim Roborock S6 MaxV. Dass tadellose Karten erstellt werden ist bei der Preisklasse Pflicht. Sie dokumentiert aber auch wie bereits beschrieben erkannte Hindernisse und fährt besonders schmutzige Bereiche mehrfach ab. Auch Saugleistung und Wasserabgabe an den Wischmopp lässt sich einfach steuern. Besonders praktisch ist außerdem die Möglichkeit den Roboter zu einem bestimmten Bereich zu rufen, wenn einem beispielsweise irgendwas krümeliges runtergefallen ist und man einfach schnelle Hilfe benötigt. Das Gesamtpaket aus Leistung und Komfort stimmt hier einfach.

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Image by Proxima Studio via Adobe Stock

Stefan Reismann

Das Internet ist sein Zuhause, die Gaming-Welt sein Wohnzimmer. Der Multifunktions-Nerd machte eine Ausbildung zum Programmierer, entdeckte dann aber vor allem die inhaltliche Seite für sich. Nun schreibt er für die Netzpiloten und betreibt nebenher einen Let's Play-Kanal, auf dem reichlich gedaddelt wird.


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