All posts under streaming

Antstream: Das Netflix für Retro-Games angespielt – jetzt mit Kickstarter-Kampagne

Antstream Test Double Dragon

Cloud-Gaming wird seit Jahren als nächster großer Computing-Trend diskutiert. 2019 könnte endlich der Durchbruch bevorstehen. Branchen-Giganten wie beispielsweise Apple, Microsoft, Google und Electronic Arts haben große Pläne und wollen PlayStation Now von Sony nacheifern. Die Idee dahinter leuchtet ein. Erledigt die meiste Rechenarbeit ein Cloud-Server, müssen sich Gamer so gut wie keine Gedanken mehr darum machen, ob ihr eigener Computer schnell genug ist. Einen anderen Ansatz verfolgt der Anbieter Antstream. Ihm geht es weniger darum, den Verzicht auf top-aktuelle Hardware zu ermöglichen, sondern den Zugang zu Spiele-Klassikern anzubieten, für die es heutzutage praktisch gar keine Hardware mehr gibt. Bis Ende März 2019 wollte das „Netflix für Retro-Games“ eigentlich an den Start gehen. Das hat es nicht geschafft. Stattdessen plant der Betreiber jetzt eine Early-Access-Phase ab Ende Mai. Über eine Kickstarker-Kampagne können sich Interessenten einen Zugang dazu sichern. Wir konnten den Streaming-Dienst bereits einem Test unterziehen.

Antstream bringt Games für Amiga und C64 zurück in die Zukunft

In den 1980er Jahren und frühen 1990er Jahren boten Computerspiele noch Klötzchenbilder und polyphonen Synthesizer-Sound statt 4K-Grafik und Dolby-Atmos-Raumklang. Trotzdem zogen sie viele Spielefans in ihren Bann und rufen bei ihnen auch heute noch begeisternde Erinnerungen an durchzockte Nächte wach. Über damalige Heimcomputer wie den Amiga und C64 verfügen aber nur noch Sammler und Technik-Museen.

Ob nun für Nostalgiker oder junge Spielergenerationen, die auf reduzierte Grafik stehen – Antstream will Retro-Games zurückbringen und auf gängiger Hardware lauffähig machen. Zum Marktstart sollen auf PC, Mac, Xbox One, Tablets und Smartphones anfänglich rund 400 Spiele verfügbar sein. Da Antstream sich die Rechte an über 2.000 Titeln gesichert hat, soll der zugängliche Katalog schnell wachsen. Hier ist der vorläufige Katalog einzusehen.

Für unseren Test konnten wir auf 64 Spiele über eine PC-Software auf einem Windows-Laptop vom Typ Razer Blade 2018 Basis zugreifen. Zur Auswahl standen dabei klassische Arcade-Games, in denen wir uns seitlich oder aus der Vogelperspektive durch Gegnerhorden schossen und prügelten. Puzzles, Plattformer und ein Rollerball-Titel komplettierten die kleine Auswahl an Test-Titeln.

Antstream Test Startscreen
Zum Marktstart will Antstream 400 Retro-Games anbieten. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

Das englischsprachige Menü ist übersichtlich aufgebaut. Wie von Diensten für Video-Streaming gewohnt, sind die Spiele nach Genres einsortiert. Sie lassen sich anhand von Kategorien wie „Amiga Games“, „Action Games“, „Fighting Games“ und mehr durchstöbern. Screenshots, eine Mini-Beschreibung und das Erscheinungsjahr informieren über jeden Titel. Der älteste davon stammt aus 1985, der jüngste von 1995.

Für mehr spielerische Motivation, baut Antstream Herausforderungen in die Titel ein. Deren Erreichen erhöht unsere Erfahrungspunkte, lässt uns Rangstufen hinaufsteigen und belohnt uns mit Trophäen. Über unser Vorankommen informiert uns ein Nutzerprofil. Vorgesehen ist, dass wir Leistungsdaten mit anderen Spielern teilen können, wenn wir uns mit ihnen beispielsweise über Facebook vernetzen.

So spielt sich das Netflix für Retro-Games

Für den Test vergnügten wir uns ein paar Stunden lang beispielsweise mit dem Rambo-Klon Ikari III und dem Prügler Double Dragon. Steuern konnten wir die Spiele wahlweise per Tastatur oder Gamepad. Für Mobilgeräte ist auch eine Touchbedienung vorgesehen, die wir mangels berührungsempfindlichen Displays aber nicht ausprobiert haben.

Weil der Dienst nur eine amerikanische Tastaturbelegung mit vertauschtem Y und Z anbietet, haben wir einen Xbox One Controller vorgezogen. Verzögerte Eingaben, ein berüchtigter Stolperstein beim Cloud-Gaming, haben wir nicht festgestellt. Stattdessen reagierten die gestreamten Spiele vorbildlich schnell auf unsere Tastenbefehle.

Generell hinterließ die Streaming-Qualität einen einwandfreien Eindruck auf uns. Beispielsweise starteten die Spiele sofort ohne nennenswerte Ladezeiten. Unterbrechungen von Bild und Ton oder störungsbedingte Grafik-Artefakte begegneten uns ebenfalls nicht. Dabei bot unsere Internet-Verbindung noch nicht einmal die von Antstream empfohlene Übertragungsqualität mit einem Ping von unter 15 ms. Vielmehr stand uns im Test nur eine mittelprächtige Latenz von 24 ms zur Verfügung.

Hingegen Down- und Upload-Geschwindigkeit spielen offenbar keine Rolle. Allerdings dürften die Grafik- und Sound-Pakete der Retro-Games zugegebenermaßen auch keine großen Anforderungen an die Bandbreite stellen. Antstream bietet die reine Lehre und hat offenbar keines der von uns getesteten Spiele technisch herausgeputzt. Selbst die früher üblichen Monitor-Formate von 4:3 und 1:1 bleiben unangetastet. Daher werden auf unserem Laptop-Display in 16:9 alle Spiele von dicken schwarzen Balken rechts und links eingefasst.

Antstream in Bildern

Test-Fazit: Antstream ist ein Spaß für Retro-Fans

Unser Test wurde uns als eine Art Werkstattbesuch angekündigt, da sich Anstream noch im Alpha-Status, also einer sehr frühen Entwicklungsphase befinde. Das ist aber wenige Monate vor dem angepeilten Marktstart wohl ein wenig tiefgestapelt. Tatsächlich macht der Streaming-Dienst für Retro-Games zumindest unter Windows bereits einen sehr fertigen Eindruck. Die Streaming-Qualität war in unserem Test auf einem aktuellen Gaming-Laptop makellos – trotz nicht idealer Internet-Bedingungen auf unserer Seite. Der Katalog bietet das typische Arcade-Erlebnis und dürfte Fans von Retro-Games viel Freude bereiten.

Wie viel Abonnenten für Antstream ausgeben müssen, steht noch nicht fest. Wir gehen allerdings von einer monatlichen Gebühr aus, die dem Netflix-Niveau entspricht. Genaueres will der Anbieter erst zum Marktstart bekanntgeben. Spätestens dann erfahren wir auch welche Anforderungen die Hardware und das Betriebssystem erfüllen soll. Ein Minimum an Rechenarbeit müssen Endgeräte trotz Cloud-Gaming schließlich trotzdem übernehmen – selbst bei Retro-Games. Wer direkt beim Start dabei sein möchte, kann sich hier per E-Mail benachrichtigen lassen.

Wer nicht so lange warten möchte, kann sich jetzt schon an der Kickstarter-Kampagne beteiligen und das Projekt mit einer Finanzspritze schneller ans Ziel bringen. Die Beitragsspanne reicht von einer moralischen Unterstützung in Höhe von 1 GBP, also etwa 1,20 Euro, bis hin zu 1.185 GBP (etwa 1.400 Euro). Für letztere Option verspricht Antstream nicht zur Early Access zum Spiele-Dienst, sondern auch fünf Abos auf Lebenszeit.

Video-Spiele, Gaming-Hardware und -Zubehör bei Amazon (Provisonslink)


Screenshots by Berti Kolbow-Lehradt

Weiterlesen »

Stream Radar – Film & Doku Tipps im April

Die Mediatheken sind voll! Darum haben wir die besten kostenlosen Dokus, Filme und Serien herausgesucht, die du im April streamen kannst. In diesem Monat bereisen wir ganz Europa: wir lernen neue Facetten vom Pariser Ghetto kennen, besuchen einen Erotikfilm-Dreh in Kopenhagen und helfen einem deutsch-dänisch-belgischen Ermittlerteam bei der Aufklärung einer Mordserie. Viel Spaß beim Streamen!

Venus – Nackte Wahrheiten

Die zwei dänischen Filmemacherinnen Lea Glob und Mette Carla Albrechtsen planen einen Erotikfilm und machen dazu einen offenen Casting-Call. Junge Frauen Mitte 30 sind aufgerufen, ganz offen über ihren Körper, ihre sexuellen Erfahrungen und Wünsche zu sprechen. Je weiter der Dreh voranschreitet, desto klarer wird ihnen, dass ihr Film aus diesen intimen Casting-Sessions entstehen wird.

Arte / Verfügbar bis 12.11. / Zur Doku

Mädchenbande

Marieme (Karidja Touré) wächst im Pariser Ghetto auf, wo prekäre soziale Verhältnisse und sexistische Hierarchien herrschen. Als sie sich einer Mädchengang anschließt, findet sie das erste Mal richtig Halt, Verständnis und Selbstbewusstsein. Aber nach einer Weile merkt sie, das sich auch diese Clique den Machos unterwerfen muss.

Arte / Verfügbar bis 30.04. / Zum Film

Resistance Fighters – Die globale Antibiotika-Krise

Jährlich sterben 700.000 Menschen durch multiresistente Keime – also Bakterien, die unempfindlich gegen Antibiotika sind. Die Resistance Fighters kämpfen dafür, dass wir noch lange etwas von der medizinischen Wunderwaffe haben. Die Doku begleitet Ärzte, Wissenschaftler, Patienten und Diplomaten.

Arte / Verfügbar bis 17.04. / Zur Doku

Rätselhafte Welt der Quanten

Quantenphysik? Klingt kompliziert. Die Doku gibt Einblicke in die alltägliche Bedeutung der Wissenschaft. Die Lastertechnologie zum Lesen von optischen Speichermedien wie CDs und DVDs würde ohne Quantenphysik zum Beispiel nicht existieren.

3sat / Verfügbar bis 28.03.2024 / Zur Doku

The Team (Staffel 1)

„The Team“ erzählt die Geschichte eines europäischen Ermittlerteams, das in Berlin, Kopenhagen und Antwerpen eine mysteriöse Mordserie aufzuklären hat. Mit dabei: Lars Mikkelsen, Jasmin Gerat, Veerle Baetens.

ZDF / Verfügbar bis 12.05. / Zur Serie

 

STREAM RADAR 03

Dead End (Staffel 1)

Eigentlich wollte die Forensikerin Emma (Antje Traue) nur den 75. Geburtstag ihres Vaters (Michael Gwisdek) feiern. Doch in ihrer verschlafenen Heimatstadt gibt es plötzlich einen Toten nach dem anderen. Und einige sind keines natürlichen Todes gestorben – so wie von Emmas Vater Peter, dem örtlichen Leichenbeschauer, irrtümlich festgestellt. Weil der immer schusseliger wird und Emma zu allem Überfluss menschliche Knochen in seinem Kühlschrank findet, ist sie nicht nur als Tochter, sondern auch als kompetente Kollegin gefragt.

ZDFneo / Verfügbar bis 08.06. / Zur Serie

Neukölln Unlimited

Die Geschwister Lial, Hassan und Maradona wachsen in Berlin Neukölln auf. Ihre Jugend ist von der Leidenschaft für Breakdance und Musik, sowie vom Kampf ihrer Familie für ihr Bleiberecht geprägt. Seit 16 Jahren leben sie schon ohne sicheren Aufenthaltsstatus in Deutschland. Die Doku zeigt, wie sich die jungen Neuköllner behaupten und wovon sie träumen.

bpb / Dauerhaft verfügbar / Zur Doku

Charité (Staffel 2)

Neue Leute, neues Kapitel: In der zweiten Staffel wird die Medizingeschichte von 1943 bis 1945 beleuchtet, die eine höchst politische, aber ebenso perfide gut organisierte ist. Mit Jannik Schümann, Mala Emde, Ulrich Noethen und Hans Löw.

Das Erste / Verfügbar bis 18.04. / Zur Serie

Epidemie Einsamkeit

Immer mehr Menschen vereinsamen – trotz Internet und Großstädten. Denn gerade wegen der Vernetzung sind wir nicht mehr länger darauf angewiesen Familie und Freunde in der unmittelbaren Umgebung zu haben. Und so nehmen wir Jobs am anderen Ende des Landes an und finden uns plötzlich in einer völlig fremden Umgebung wieder. Einsamkeit kann nachweislich Schlafstörungen verursachen und in die Depression führen. Wie soll man aus diesem Teufelskreis ausbrechen?

3sat / Verfügbar bis 15.02.2024 / Zur Doku

Die Berater der Reichen und Mächtigen – Die Macht der „Big Four“

Die vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften erwirtschaften nicht nur selber 130 Milliarden Euro im Jahr, sie prüfen auch die Bilanzen nahezu aller multinationalen Konzerne. Ganz nebenbei helfen sie beim Finden von Steuerschlupflöchern. In einer umfangreichen Recherche wollen Reporter von WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung herausfinden: Wie mächtig sind diese Beraterfirmen wirklich?

WDR / Dauerhaft verfügbar / Zur Doku

 

STREAM RADAR 02

Hard Sun (Staffel 1)

Nachdem die Londoner Polizisten Charlie (Jim Sturgess) und Elaine (Agyness Deyn) bei der Arbeit auf streng geheime Dokumente gestoßen sind, ändert sich mit einem Mal alles für die beiden. Denn nun werden sie vom Geheimdienst höchstpersönlich gejagt.

ZDF / Verfügbar bis 07.03. / Zur Serie

Blochin: Die Lebenden und die Toten

Blochin (Jürgen Vogel) heißt der Mann, der schon einmal für tot erklärt war und inzwischen gemeinsam mit Dominik Stötzner (Thomas Heinze) bei der Mordkommission 7 in Berlin arbeitet. Zwei Typen, die gegensätzlicher nicht sein könnten und dennoch zur Nähe gezwungen sind, da Blochin mit Dominiks Schwester angebandelt hat. Als ein neuer Fall ansteht, müssen die Ermittler mehr in Blochins krimineller Vergangenheit graben, als ihnen lieb ist.

ZDF / Verfügbar bis 07.04. / Zur Serie

Exit – Mein Weg aus dem Hass

Die norwegische Filmemacherin Karen Winther gehörte in ihrer Jugend erst einer linksextremen Gruppe an und war später sogar als Neonazi aktiv. Doch ihr gelang der Ausstieg aus dem extremistischen Milieu! Für ihre Dokumentation sprach sie mit Menschen überall auf der Welt, denen es ebenso gelungen ist ihre Radikalisierung hinter sich zu lassen – viele setzen sich heute zum Beispiel für Gewaltprävention ein.

Arte / Verfügbar bis 27.02. / Zur Doku

Das Märchen von der Inklusion

Inklusion ist, wenn jeder Mensch überall dabei sein kann – bei der Ausbildung, am Arbeitsplatz, beim Wohnen und in der Freizeit. Doch leider funktioniert der Alltag längst nicht so märchenhaft, wie man sich das wünschen würde. Das Radio-Bremen-Team begleitet z.B. die zehnjährige Nike mit Down-Syndrom, die in der Regelschule gehänselt wurde und nun wieder eine Förderschule besucht. Die Geschichten der Protagonisten zeigen, dass es längst kein Allheilmittel für Inklusion gibt und wir alle mehr dafür tun müssen.

Das Erste / Verfügbar bis 21.01.2020 / Zur Doku

Früher oder später

Wem gehört die Zukunft in Schönsee? Die Jungen verlassen das Dorf in der Oberpfalz und die Alten sterben. Wir lernen Ernst und Roswitha Schöfl kennen, die einen letzten Versuch unternehmen als Totengräber wenigstens davon zu profitieren. Der Höhepunkt der vier Kapitel (die sich an den Jahreszeiten orientieren), ist der Zuzug einer veganen Kommune, die das leere Hotel im Ort kauft.

BR / Verfügbar bis 28.02.2019 / Zur Doku-Reihe

 

STREAM RADAR 01

It’s a Free World

Drama von Ken Loach: Als die schlagfertige Angie (Kierston Wareing) ihren Job in einer Personalvermittlung verliert, gründet sie kurzerhand ihre eigene Agentur und steigt in das Geschäft mit Gastarbeitern aus Osteuropa ein. Zusammen mit ihrer Freundin Rose (Juliet Ellis) will sie den Einwanderern etwas zu tun geben – auch wenn sie dabei so manche Gesetze missachten.

Netzkino / Dauerhaft verfügbar / Zum Film

Labaule & Erben

Nach einer Idee von Harald Schmidt: Wolfram Labaule (Uwe Ochsenknecht) muss den Verlegerposten des elterlichen Zeitungsimperiums übernehmen, als sein Vater urplötzlich verstirbt. Völlig unvorbereitet muss er sich nun Vorwürfen über gefälschte Reportagen stellen, Intrigen im Haus abfedern und der allgemeinen Medienkrise trotzen. Mit dabei: Inka Friedrich, Irm Hermann, Lena Dörrie & Lukas Rüppel.

SWR / Verfügbar bis 27.06.2019 / Zur Miniserie

Eine Armlänge Welt

Dokumentarfilm von Susanne Bohlmann: Sven leidet am Usher-Syndrom, durch das er langsam seine Hör- und Sehsinne verliert. Seit 2010 ist er bereits vollkommen blind. Nur einen Traum möchte er sich unbedingt verwirklichen: einmal im Leben den 800km langen Jakobsweg zu laufen. Zusammen mit seiner Assistentin Taubblinden-Almuth macht er sich an die Planung, die allein zwei Jahre dauern soll. Auf dem Weg wechseln sich dann sieben Begleiterinnen dabei ab, sich um ihn zu kümmern.

ZDF/ Verfügbar bis 15.02.2019 / Zur Doku

Smart Cities – Nachhaltig leben in der Stadt

Schon heute lebt über die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten – bis 2050 werden noch einmal 2,5 Milliarden Menschen hinzu kommen. Dadurch nehmen nicht nur die Herausforderungen an Stadtplaner, Bürokratie und Verwaltung zu, sondern auch an die Lebensqualität selbst. Die Doku zeigt Positivbeispiele, wie diese Transformation gelingen kann.

ZDF / Verfügbar bis 17.11.2019 / Zu Doku

 

STREAM RADAR 12

Das Salz der Erde

Der Fotograf Sebastião Salgado hat auf allen Kontinenten die Spuren unserer sich wandelnden Welt und Menschheitsgeschichte dokumentiert. Der Film von Wim Wenders zeigt auf visuell höchst beeindruckende Weise das Leben und die Arbeit des Brasilianers.

SWR / Verfügbar bis 21.11.2019 / Zur Doku

Where to Invade Next

Was können die USA von anderen Ländern lernen? Michael Moore will es genau wissen und marschiert als Ein-Mann-Armee in Europa und Tunesien ein. Wo immer er seine US-Flagge in fremden Boden rammt, will er keine Territorien und Ölfelder erobern, sondern gute Ideen. Und zwar solche, mit denen Länder wie Deutschland, Frankreich und Italien gute Arbeits- und Lebensbedingungen für ihre Bürger geschaffen haben. Egal ob faire Löhne oder gesundes Schulessen, kostenlose Bildung oder menschenwürdige Gefängnisse: Michael Moore klaut alles, was er kriegen kann.

Arte / Verfügbar bis 09.02.2019 / Zur Doku

Die purpurnen Flüsse – Melodie des Todes (Staffel 1)

Vierteilige Krimi-Reihe in Spielfilmlänge: Kommissar Niémans (Olivier Marchal) und seine Kollegin Camille Delaunay (Erika Sainte) ermitteln in einem abgelegenen Kloster. Ein Mönch starb unter mysteriösen Umständen, und der Schlüssel zur Aufklärung liegt in seiner Handfläche.

ZDF / Verfügbar bis 03.02.2019 / Zur Serie

Precious – Das Leben ist kostbar

Ausgezeichnet mit zwei Oscars: Die 16-jährige Claireece „Precious“ Jones (Gabourey Sidibe) ist schwarz, fettleibig, ungebildet – und bereits zum zweiten Mal schwanger von ihrem eigenen Vater. Ihre einzige Zuflucht sind Tagträume von Reichtum und Glamour. Doch um wirklich etwas zu ändern, müsste sie erst einmal anfangen lesen und schreiben zu lernen. Nur von ihrer Mutter (Mo’Nique) darf sie auf keine Hilfe hoffen.

Watchbox / Dauerhaft verfügbar / Zum Film

Only Lovers Left Alive

Adam (Tom Hiddleston) ist ein depressiver Vampir in Detroit, der die Ewigkeiten auf Erden nur mit viel guter Musik und Kunst aushält. Als ihn aber nicht mal das richtig aufmuntert, muss seine Geliebte Eve (Tilda Swinton) von ihrem Wohnort Tanger zu ihm reisen. Mit ihr findet Adam wieder sein Gleichgewicht. Das ist jedoch nicht von Dauer – denn plötzlich taucht Eves Schwester (Mia Wasikowska) auf und bringt alles extrem durcheinander.

3sat / Verfügbar bis 17.10.2019 / Zum Film

 

STREAM RADAR 11

Das Hohe Haus – Bewährungsprobe für den Bundestag

Vor genau einem Jahr – am 24. Oktober 2017 – trat der neu gewählte Bundestag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Erstmals mit vertreten: die AfD. Phoenix hat zu diesem Anlass einen Blick hinter die Kulissen der parlamentarischen Arbeit geworfen und zeigt, mit welchen Bewährungsproben die Demokratie dieser Tage zu kämpfen hat. Hat sich der Ton verändert? Wackeln etwa die Grundpfeiler unserer Republik? Unter dem gleichen Titel („Das Hohe Haus“) hat übrigens schon Roger Willemsen ein empfehlenswertes Buch über den Deutschen Bundestag geschrieben.

Phoenix/ Dauerhaft verfügbar / Zur Doku

Lammbock

Kai (Moritz Bleibtreu) und Stefan (Lucas Gregorowicz) bauen Marihuana an. Getarnt als Pizzalieferanten, verkaufen sie das Zeug, das sie auch selbst gern rauchen. Eigentlich läuft alles gut, aber Stefan beschleichen langsam Zweifel an seinem Lebensstil. Richtig schwierig wird alles aber erst, als Ungeziefer die Graspflanzen befällt. Jetzt brauchen sie Hilfe, die jedoch nicht leicht zu finden ist.

Tele5 / Verfügbar bis 05.11. / Zum Film

24 Hours – Two Sides of Crime (Staffel 1)

Die belgisch-deutsche Thriller-Serie beleuchtet eine Geiselnahme abwechselnd aus den Sichten innerhalb und außerhalb einer Bank. Drinnen sehen wir Geiselnehmer und Opfer, draußen Ermittler und Presse. Erst nach und nach setzt sich für den Zuschauer ein komplettes Bild der Ereignisse zusammen.

ZDF/ Verfügbar bis 17.05.2019/ Zur Serie

Ist es anstrengend, ein YouTube-Star zu sein?

Gesine Enwaldt ist 55 und kennt YouTube nur über ihre Kids. Doch sie weiß, dass Jugendliche heute davon träumen „YouTube-Star“ zu werden. Für das Recherche-Format STRG_F hat sie sich also gefragt, wie eigentlich die Arbeitsbedingungen für Leute wie Dagi Bee, LeFloid und Masha Sedgwick aussehen und wie anstrengend ihr Job wirklich ist.

STRG_F / Dauerhaft verfügbar / Zur Doku

Die Protokollantin (Staffel 1)

Freya (Iris Berben) hat vor elf Jahren ihre Tochter verloren, der Fall ist aber bis heute nicht richtig geklärt. Als der mutmaßliche Mörder aus dem Gefängnis entlassen werden soll und ihre Arbeit beim LKA Berlin ihr einen ganz ähnlichen Fall präsentiert, macht sich Freya selbst auf die Suche nach Antworten.

ZDF / Verfügbar bis 18.04.19 / Zur Serie


Foto-Credit: Arte, Lea Glob, Mette Carla Albrechtsen, Peripher

Weiterlesen »

Streaming: Selbstzerstörung durch Überangebot und Fragmentierung?

Streaming ist das neue Fernsehen. Während das lineare Fernsehen sich immer schwerer tut, junge Zuschauer an sich zu binden, sind diese bereits am Bingewatchen der neuesten Serie. Die neuen Medien haben die Produktion von meist exklusiven Serien auf ein ganz neues Niveau gebracht. Diese müssen sich mittlerweile nicht einmal vor großen Filmproduktionen verstecken.

Der Erfolg von Netflix und Amazon Prime lockt nun auch immer mehr andere Medienriesen an. Disney Plus steht in den Startlöchern und auch Apple und Filmriese Warner haben bereits Pläne, ihr eigenes Streaming-Angebot zu starten.

Mehr Streaming-Dienste = besser?

Normalerweise lautet der Grundsatz „Konkurrenz belebt das Geschäft“. Bei Streaming-Diensten trifft das allerdings nur mit Einschränkungen zu. Natürlich gibt es dadurch einen stärkeren Kampf um das stärkste Angebot und den besten Preis. Im selben Atemzug beschneiden sich die Angebote jedoch auch gegenseitig. Wenn Disney-Produktionen nun exklusiv zum neuen Dienst wandern, brechen der Konkurrenz wichtige Marken weg. Auch Netflix und Amazon Prime werben seit langem schon mit Original-Serien, die man zumindest gestreamt nur beim jeweiligen Anbieter bekommt.

Exklusive Inhalte, damit man nicht durch die Konkurrenz ersetzbar wird. Serienjunkies kommen mittlerweile nicht umhin, entweder mehrere Dienste zu abonnieren oder alternativ Serien anderer Anbieter altmodisch zu kaufen. Die Bewegtbild-Studie von nextMedia.Hamburg zeigte kürzlich, dass die Deutschen Konsumenten meist nur einen Anbieter nutzen und die allgemeine Zahlbereitschaft für monatliche Streaming-Abos eher gering ausfällt.

Der boomende Markt – eine tickende Zeitbombe?

Streaming-Dienste sind derzeit auf dem besten Weg, dem linearen Fernsehen den Rang abzulaufen. Gerade deshalb kommen aber auch immer mehr Unternehmen hinzu, die einen Teil dieses immer größeren Kuchens abhaben wollen. Eigenproduktionen oder Exklusivrechte an bestimmten Filmen oder Serien beschneiden dafür aber immer mehr das Angebot des Einzelnen. Es wird immer mehr Inhalt produziert, aber wir können auf immer weniger davon zugreifen.

Ganz anders das Musik-Streaming. Das Angebot der führenden Anbieter (Spotify, Amazon Music Unlimited, Google Music, Apple Music) unterscheidet sich hier nur geringfügig voneinander. Der Nutzer entscheidet sich viel mehr, welches Unternehmen oder welche App er am liebsten mag und hat mit diesem einen Dienst dann ausgesorgt.

Um sich auf dem TV-Streaming-Markt abzuheben, bedarf es hingegen immer mehr Exklusivinhalte. Das sind zum Teil geradezu bombastische Produktionen, die mitunter großen Hollywood-Filmen in ihrer Opulenz in nichts nachstehen. Finanziert werden diese Serien durch die Einnahmen der Dienste. Ein Gewinn für Serienfreunde, die in den letzten Jahren bereits mit vielen großartigen Serien verwöhnt wurden. Doch was, wenn der Dienst nicht mehr genug Geld einbringt, um mit der Konkurrenz Schritt zu halten? Was, wenn der Zuschauer nicht mehr hinterher kommt, weil zu viele verheißungsvolle Produktionen von zu vielen Anbietern auf den Markt drängen? Ewig kann es nicht gut gehen.

Ein Weg aus dem Teufelskreis?

In der digitalen Welt ist es üblich geworden, dass selbst die großen Fische von einem noch größeren gefressen werden. Das kann auch dem Streaming-Markt drohen. Wenn die grünen Wiesen der neuen Fernsehwelt zusehendst abgegrast sind, könnte das große Fusionsgeschäft beginnen, die die Zahl der Anbieter wieder auf ein gesundes Maß schrumpft oder im schlimmsten Fall einen allesbeherrschenden Anbieter mit Marktmonopol hervorbringt.

Auch denkbar wäre ein Szenario, dass sich die Anbieter gegenüber der Konkurrenz öffnen und ihnen die Rechte an den Eigenproduktionen verkaufen. Womöglich entstehen sogar neue Produktionsfirmen, die sich zwar auf den Streaming-Markt spezialisiert haben, aber plattformunabhängig arbeiten. Allenfalls Exklusivrechte für die erste Woche würden etwa gesondert vergeben werden.

Der Streaming-Markt wird sich zwangsweise ändern. Ich befürchte jedoch, dass diese Änderungen erst stattfinden, wenn der Karren bereits gegen die Wand gefahren ist. Bis dahin müssen wir als Konsument damit leben, dass wir entweder Geld für mehrere Dienste ausgeben müssen oder einige gute Perlen an uns vorbeigehen. Oder wir stimmen uns mit Freuden ab und machen die neusten Serie zum sozialen Event. 


Image by Romolo Tavani via stock.adobe.com

Weiterlesen »

AUDIO NOW – RTL Radio Deutschland schafft Plattform für hochwertigen Audio-Content

Am 21. März veröffentlicht RTL Radio Deutschland die Audio Plattform AUDIO NOW unter dem Claim „Hier hörst du alles“. Das Unternehmen will mit dem Audio-Dienst hochwertigen und ausgewählten Audio-Content von Radiosendern, Podcast-Produzenten und anderen Audio-Produzenten bündeln. Die kostenlose App wird es im Google Play Store und App Store zum Download geben.

Podcasts und Co. stehen klar im Vordergrund

Die Audio-Plattform hebt sich ganz klar von bisherigen Audio-Anbietern ab. Bei Spotify, iTunes und Co. steht die Musik im Fokus. Bei AUDIO NOW soll hingegen professioneller Audio-Content im Mittelpunkt stehen. Der Dienst wird dabei auch zur Heimat exklusiver Audio-Angebote der Bertelsmann Content Alliance.

Was könnte AUDIO NOW kosten?

Allerdings ist noch nicht klar, ob und wie der Dienst monetarisiert sein soll. TV NOW, der Video-Streaming-Dienst der Mediengruppe RTL Deutschland, kann zum Beispiel in eingeschränktem Maße kostenlos genutzt werden. Um allerdings erweiterte Funktionen nutzen zu können, kostet TV NOW 4,99 Euro im Monat. Wie eine Monetarisierung im Bereich Podcast und Audio-Content aussehen kann, zeigt bereits der Hörbuch-Anbieter Audible von Amazon. Wer den Dienst für 9,95 Euro abonniert, erhält Zugang zu allen von Audible selbst produzierten Audible Original Podcasts. Nutzer können aber auch ohne Abo einzelne Podcasts für einmalig 9,95 Euro abonnieren.

Ob AUDIO NOW überhaupt etwas kostet, oder wie sich der Dienst ansonsten finanziert steht allerdings noch nicht fest und bleibt abzuwarten.


Image by dekdoyjaidee / adobestock.com

Weiterlesen »

Bewegtbild-Studie: Ein Streaming-Dienst reicht aus

Vor kurzem berichteten wir über das vermeintliche Ende des linearen Fernsehens. Wir bezogen uns dabei auf den ersten Teil der von nextMedia.Hamburg beauftragten Bewegtbildstudie. Die Studie zeichnet im Vorfeld des anstehenden NewTV-Kongresses in Hamburg schon ein erstes Bild über unser aller Medien-Nutzungsverhalten.

Soeben ist der zweite Teil der Studie erschienen. Dieser widmet sich vor allem den kostenpflichtigen Streaming-Diensten. Wie viel Geld sind wir bereit, für Streaming-Dienste auszugeben? Und wie hilfreich empfinden wir überhaupt die algorithmusbasierten Programmempfehlungen? Wir nennen euch wichtige Erkenntnisse aus der Bewegtbildstudie.

Wie viel ist uns das Streaming wert?

Mittlerweile haben sich Streamingdienste schon breit durchgesetzt. Das Wort netflixen hat es in der jüngeren Generation längst in die Alltagssprache neben „twittern“ und „googeln“ geschafft (mitunter sogar mit einer gewissen sexuellen Konnotation). Die bequeme Unterhaltungsform, Filme, Dokumentationen und vor allem zahlreiche Folgen einer der vielen gut gemachten Serien zu verschlingen, hat sich längst breit gemacht im deutschen Privatleben. Doch so verführerisch die schöne neue Welt der Digital-Dienste auch ist, sie kommen natürlich auch mit Kosten für ihre Nutzung daher. Wie viel Geld geben wir aus für Amazon Prime, Netflix und Co?

Für den Media Innovation Report gaben 46 Prozent der Befragten an, monatlich nicht mehr als fünf Euro für Streaming-Services ausgeben zu wollen. Immerhin 36 Prozent sind bereit, bis zu 15 Euro fürs Streaming zu berappen. Bis zu 25 Euro findet nur noch bei 13 Prozent der Befragten Zustimmung. Lediglich vier Prozent wären bereit bis zu 40 Euro zu zahlen.

Verglichen damit, dass einzelne Filme im Handel in der Regel mehr als fünf Euro kosten, eine neuere Serienstaffel meist sogar die 25 Euro übersteigt, erscheint die Zahlungsbereitschaft für die Nutzung einer schier unerschöpflichen Mediathek vergleichsweise gering. Auch wenn die gekauften Filme natürlich den Mehrwert bieten, immer im eigenen Besitz zu bleiben und nicht etwa wieder aus dem Angebot verschwinden.

Knapp die Hälfte der Befragten möchte nicht mehr als fünf Euro im Monat für Streaming-Services investieren. Image by nextMedia.Hamburg

Mehr als einer muss nicht sein

Netflix, Amazon Prime, DAZN, Crunchyroll und Maxdome. Es gibt zahlreiche Video-On-Demand-Anbieter, einige davon sind spezialisiert auf Sportarten und Zielgruppen. In den USA sind beispielsweise Spezial-Angebote der Wrestling-Liga WWE oder der bekannten Football-Liga NFL populär.  

In der Bewegtbildstudie gaben 59 Prozent der Befragten an, nur einen einzigen kostenpflichtigen Dienst zu nutzen. 32 Prozent nutzen zwei Streaming-Services. Nur acht Prozent können sich für drei Dienste erwärmen.  

Mehr als die Hälfte der Befragten nutzt nur einen einzigen Streaming-Dienst. Drei oder mehr sind dagegen Seltenheit. Image by nextMedia.Hamburg.

Programmempfehlungen sind hilfreich

Wer Netflix, Prime oder ähnliche Anbieter nutzt, kennt auch deren automatisierten Programmempfehlungen. Anhand der eigenen Vorlieben oder aktuellen Trends, bekommt man Vorschläge zu Filmen und Serien, die einen interessieren könnten. 59 Prozent der Befragten gaben an, diese Programmempfehlungen hilfreich zu finden – 13 Prozent davon sogar sehr hilfreich. Immerhin 35 Prozent finden diese Empfehlungen nicht hilfreich – zwölf Prozent sogar überhaupt nicht hilfreich.  

Auffällig ist, dass deutsche Streaming-Nutzer eine starke Abneigung gegen Werbung zeigen. Für mehr als ein Drittel kommt Werbung bei bezahlpflichtigen Streaming-Diensten nicht in Frage. Weitere 41 Prozent könnten sich Werbung nur bei einer Vergünstigung von mindestens 50 Prozent vorstellen. Bei einer Vergünstigung von nur zehn Prozent gaben 98 Prozent der Befragten an, dass sich ihre Haltung zur Werbung nicht ändern würden.

Die meisten Nutzer empfinden die Programmempfehlungen als hilfreich. Zwölf Prozent finden sie allerdings auch „gar nicht hilfreich“. Image by nextMedia.Hamburg

Am besten günstig und alles aus einer Hand

On-Demand-Dienste genossen lange Zeit ein Nischendasein. Die Zeiten sind vorbei! Deutsche Nutzer wollen die neuen Dienste nutzen. Am liebsten nicht von vielen verschiedenen Anbietern, sondern alles aus einer Hand. Preislich soll es unter fünf Euro und ohne Werbung bereitgestellt werden.  

Über die Studie

Bei der Bewegtbildstudie handelt es sich um eine online-repräsentative Studie von Statista, die im Auftrag von nextMedia-Hamburg zwischen dem 7. und 12. Januar 2019 durchgeführt wurde. Bei den Befragten handelt es sich um 1.000 Personen zwischen 18 und 65 Jahren, zu 50,4 Prozent männlich, zu 49,6 Prozent weiblich. Sie wurden nach Geschlecht, Alter und Bundesland quotiert.


Image by nextMedia.Hamburg

Weiterlesen »

Packt den Walkman aus – die Kassette ist wieder da

Ich gebe es zu. Ich habe dem derzeitigen Kassetten-Hype niemals besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt. Als Schallplatten-Jüngerin war und bin ich fest davon überzeugt, dass auf Vinyl beinahe jedes Lied besser klingt. (Vorausgesetzt die Aufnahme im Studio war ordentlich und derjenige, der den Song auf Vinyl gepresst hat wusste, was er tut.) Trotzdem erwischte ich mich dabei, wie mich ein wohliges Gefühl der Nostalgie überkam, als ich mir das neue Album meiner Lieblingsband kaufte und dem „Exclusive Vinyl Bundle“ ebenfalls eine Kassette beigelegt war. Ich habe keinen Kassettenspieler mehr. Trotz dessen war es ein merkwürdig schönes Gefühl, diesen etwas in die Jahre gekommenen Tonträger wieder in den Fingern zu halten. Rückblenden in meine Kindheit zu alten Spongebob-Hörspielen und Bibi und Tina-Folgen inklusive.

Doch ich bin nicht die Einzige, die die Besonderheit der Kassette wiederentdeckt hat. Egal ob in Serien, in Filmen oder bei Neuerscheinungen in der Musik-Branche. Der Retro-Hype schreitet voran und mit ihm erwacht auch die Kassette zu neuem Leben.

Warum Kassette?

Darauf gibt es wohl keine rein rationale Antwort. Technisch gesehen steht die Kassette modernen CDs und vor allem Streaming Diensten in einiges nach. Maximal 90 Minuten Musik passen auf eine Seite der Kassette. Nach Benutzung muss man das Band manuell zurückspulen, es sei denn das Wiedergabegerät kann das selbst. Und das Wechseln von Songs, oder das Überspringen, ist deutlich komplizierter als bei anderen Tonträgern. Auch wenn die CD insgesamt nur 80 Minuten Musik speichern kann, rauscht und springt sie im Vergleich mit der Kassette nicht. Des Weiteren kann man hier Songs deutlich einfacher überspringen. Wenn es um die reine Praktikabilität geht, macht aber den heutigen Streaming Diensten keiner etwas vor. Millionen von Songs, von überall abspielbar, inklusive der Möglichkeit hunderte individuelle Playlists zu erstellen und diese mit Freunden zu teilen.

Aber um den „praktischen“ Nutzen geht es bei der Kassette auch eher weniger. Viel mehr hat der auflebende Hype etwas mit Nostalgie zu tun.

Totgesagte Technologien leben länger

Einige machen die Streaming-Plattform Netflix für das Wiederkehren der Kassette verantwortlich. In Serien wie „Stranger Things“ oder dem Film „Guardians of the Galaxy” wird die Kassette zum Kult-Objekt erhoben. Indirekt wird der Kassette also vorgeworfen, sie sei nur ein Mittel zum Zweck, um noch mehr Hype zu erschaffen und noch mehr Merchandise zu verkaufen. Aber das wäre zu kurz gedacht. So lässt sich zum Beispiel in Berlin beobachten, dass immer mehr Musikläden Kassetten wieder zunehmend in das Sortiment aufnehmen. Die Kassette sei auch nie ganz weg gewesen, wird hier argumentiert, sie lebe nur neu auf. Gleichzeitig beobachten die Betreiber der Musikgeschäfte das, was die Kassette auch auf längerfristige Sicht wieder stärker in den Mainstream holen könnte: Im digitalen Zeitalter gibt es immer mehr Menschen, die Musik wieder bewusster erleben wollen. Und dazu gehört eben auch, Tonträger wieder in der Hand zu haben. Ähnlich wie bei der Schallplatte sucht man nicht zwangsweise nach rauschfreier Perfektion, sondern nach dem individuellen Charakter der Musik. Somit ist die Kassette nicht einfach ein aufgewärmter „Werbegag“ großer Firmen, sondern sie hat ihren festen Platz in der Retro-Bewegung der Postmoderne gefunden.


Image by Tobias Tullius / unsplash.com

Weiterlesen »

Project xCloud – Microsoft kündigt Streaming-Dienst für Spiele an

Bereits auf der E3 hat Microsoft angekündigt, neue Wege im Gaming zu gehen. Im Konsolenvergleich mit Sony weit abgeschlagen, soll ein Streaming-Dienst die entstandene Lücke schließen. Eine Art Netflix für Spiele, bei dem man für einen überschaubaren Monatsbeitrag Zugriff auf eine große Bibliothek an Spielen erhält.

In ihrem offiziellen Blog wird Microsoft nun konkret. „Project xCloud“ heißt das neue Projekt, das Spiele auf eine Stufe mit Musik und Filmen bringen soll. Gaming auf Abruf, zu jeder Zeit und auf jedem Gerät. Entsprechend laufen die Spiele auf den Microsoft-eigenen Servern und der Nutzer braucht lediglich ein Gerät zum Empfangen des Bildes. Zudem werden Eingabegeräte oder ein touchfähiger Bildschirm für die Steuerung benötigt.

Öffentliche Tests in 2019

„Die Skalierung und der Ausbau von Project xCloud ist eine mehrjährige Reise für uns. Wir werden 2019 mit öffentlichen Test beginnen, um mit unterschiedlichen Größen und Standorten lernen und dimensionieren zu können“, heißt es im Blog. Als Ziel habe man, Entwicklern eine Plattform zu geben, ihre Spiele hunderten Millionen neuer Spieler über verschiedenste Geräte hinweg zur Verfügung zu stellen. Entwicklern wird es außerdem möglichst einfach gemacht, ihre Spiele auf den Streaming-Dienst zu bekommen.

Eigenes Overlay für Touch-Eingaben

Touchsteuerung von Project xCloud | Bild: Microsoft

Bereits jetzt testet Microsoft intern das neue Streamingprojekt. Die Tests laufen dabei auf verschiedenen Mobilgeräten (Smartphones, Tablets) mit einem angeschlossenen Xbox-Controller oder per Touchsteuerung.

Da die Steuerung der meisten Spiele die Nutzung vieler Tasten, Knöpfe, Sticks und Trigger einschließt, arbeitet Microsoft an einem neuen, spielorientierten Overlay für Touchsteuerung. Das Overlay soll unterschiedliche Geräte unterstützen und dabei möglichst wenig Platz einnehmen. Auch anderen Anforderungen ist sich das Unternehmen bewusst.

Der Herausforderung gewachsen

Für die Herausforderungen einen Streamingdienstes sieht sich Microsoft dank ihrer Cloud-Computing-Plattform Azure bestens gewappnet. Die Azure-Dienste sind in 140 Ländern verfügbar und mit Rechenzentren in 54 Azure-Regionen ist eine starke Infrastruktur vorhanden. Außerdem lässt Microsoft für Project xCloud seine Erfahrung aus dem Konsolenbereich einfließen. Daher stattet Microsoft seine Rechenzentren mit neuen Blades aus, welche die Leistung mehrerer Xbox Ones in sich vereinen.

Project xCloud soll nicht nur Spiele-Streaming in 4G ermöglichen, sondern auch bereit für die schnelleren 5G-Netzwerke sein, sobald der Standard weltweit eingeführt wird. Aktuelle Tests laufen bei einer Übertragungsrate von 10 Megabits pro Sekunde. Allerdings will Microsoft auch bei niedrigeren Bitraten eine hochwertige Spielerfahrung gewährleisten. Das soll zum Beispiel durch Fortschritte in der Netzwerkstruktur und der Videokodierung erreicht werden.

 


Image by Microsoft

Weiterlesen »

Der neue Magenta Smart Speaker von Telekom: Eine Entwicklung voller Besonderheiten

Smart Speaker Magenta by Telekom

Auch die Telekom macht es: auf der IFA 2018 wurde der Lautsprecher von Telekom vorgestellt – der Magenta Smart Speaker. Der Sprecher bildet eine Konkurrenz für Google, Amazon und Apple.

Wer bisher keinen perfekten smarten Assistenten für sich gefunden hat, der kann sich auf den Speaker von Telekom freuen. Magenta erhielt eine weibliche Stimme, die dazu sehr natürlich klingt. Mit dem einfachen Signal „Hallo Magenta“ wird sie aktiviert. Die Antworten lernt sie noch, ist aber auf einem guten Weg zum würdigen Konkurrenten auf dem bisherigen Smart-Speaker-Markt.

Magenta Smart Speaker und seine Funktionen

Die Telekom arbeitet noch an den Sprachbefehl-Antworten. Wie jeder Lautsprecher muss auch Magenta erkennen können, wann sie nach dem Wetter gefragt wird. Egal ob der Nutzer „Wie ist das Wetter heute?“ fragt oder einen Spruch wie „Muss ich einen Schirm einstecken?“ in den Raum wirft. Die Wetterinformationen werden von Wetter Online geliefert.

Jeder, der schon im Besitz von einem Magenta SmartHome ist, sollte sich so schnell es geht darum kümmern, die Hände auch an den Magenta Speaker legen zu können. Denn sie ist perfekt für diese Funktionen gemacht. Für die Entertain TV-Nutzer erleichtert sie auch die Auswahl des TV-Programms. Beim Suchen kann man einfach den gewünschten Titel aussprechen und sich somit das lästige Tippen ersparen.

Außerdem ist es möglich, mit dem Sprecher Anrufe anzunehmen und Telefongespräche durchzuführen. Für Festnetzanrufe ist allerdings ein Telekom-Anschluss erforderlich.

Für die Musik-Fans unter uns gibt es enttäuschende Neuigkeiten: Der Magenta Speaker kann Radiosender wiedergeben, aber Streaming-Dienste sind bisher, im Gegensatz zur Konkurrenz von Google, nicht verfügbar. Doch zu dem Thema werden bei der Telekom Gespräche geführt, ob und welche Dienste unterstützt werden sollten. Ich drücke die Daumen, dass Music On Demand bald einen Teil der Magenta Software bilden wird.

Was für viele User eine angenehme Abweichung vom Alltag sein könnte, ist eine Kooperation zwischen Telekom und Rewe. Es besteht die Möglichkeit Lebensmittel auf Zuruf zu bestellen oder sich Rezepte diktieren zu lassen.

Magenta Smart Sprecher by Telekom

Wen es abschreckt, dass Magenta noch lange nicht so „smart“ ist wie Alexa oder Google Assistant, der kann jetzt ausatmen. Die Telekom hat angekündigt, dass der Lautsprecher auch die Software von Alexa unterstützt. So kann man beide Assistentinnen zugleich nutzen.

Was macht den Magenta Smart Speaker besonders?

Telekom verspricht, dass die von Magenta gesammelten Daten nicht an den US-Servern abgespeichert werden. In der Tat sollen die Nutzer-Informationen innerhalb der Europäischen Union bleiben. Die Box zeichnet auch keine Gespräche auf und soll, laut Telekom, bis zu dem Aufruf „Hallo Magenta“ taub bleiben.

Bisher ist der Magenta Smart Speaker nicht auf dem Markt. Der Preis soll ungefähr 150 Euro betragen. Zurzeit sucht die Telekom noch einige Testnutzer. Voraussetzung ist ein Festnetzanschluss der Telekom mit laufendem Entertain TV. Die 1000 Kunden, die ausgewählt werden, erhalten den Speaker kostenlos. Hier könnt ihr euch anmelden.

Möglicherweise kommt der Speaker Ende des Jahres auf den Markt, so wie es ursprünglich geplant war. Doch Telekom entscheidet dann, ob der Magenta Smart Speaker reif genug ist, um die Wünsche der Nutzer vollständig erfüllen zu können. Und bevor das passiert, müssen wir uns noch gedulden.


Images by Telekom

Weiterlesen »

5 Highlights aus den Mediatheken!

20180801 Mediathekentipps KW 31

In den kostenlosen Mediatheken warten unzählige tolle Filme, Serien-Episoden und Dokumentarstücke auf ihre Entdeckung. Hier ist meine Auswahl für den August: ein Road-Movie von Fatih Akin, eine Krimi-Serie über Amnesie und drei Dokumentationen. Viel Spaß beim Streamen!

Digital Africa – Ein Kontinent erfindet sich neu

Es heißt, dass der afrikanische Kontinent eine Stufe der Digitalisierung einfach übersprungen hat: Von Kenia bis Ghana arbeiten unzählige Startups daran mobile Technologien überall im Land verfügbar zu machen. Die Arte-Doku zeigt, wie das Bezahlen mit dem Smartphone in die entlegensten Dörfer vordringt, Drohnen über Erntefeldern kreisen und welchen Mehrwert die Blockchain-Technologie für das Gesundheitswesen darstellt.

Arte / Verfügbar bis 29.08.: Zur Doku

Michael Jackson’s Journey from Motown to Off the Wall

Regisseur Spike Lee beleuchtet in seiner Doku die jungen Zwanziger der Pop-Legende. Damals konnte sich Michael Jackson über seine ersten Chart-Erfolge als Solo-Künstler freuen, wonach seine Karriere so richtig abhob. Den internationalen Durchbruch bescherte ihm schließlich 1979 sein Album „Off the Wall“ – dem bis dahin weltweit erfolgreichsten Album eines schwarzen Künstlers.

3sat / Verfügbar bis 16.10.: Zur Doku

Tschick

Erst sieht es so aus, als würde Außenseiter Maik (Tristan Göbel) die Sommerferien allein zuhause verbringen. Doch dann kreuzt sein Mitschüler Tschick (Anand Batbileg) auf und überredet ihn, zusammen eine Reise ohne Karte und Kompass durch die ostdeutsche Provinz zu starten. Ein chaotischer und nicht ganz ungefährlicher Roadtrip beginnt.

WDR/ Verfügbar bis 04.08.: Zum Film

Tabula Rasa (Staffel 1)

Seit einem Autounfall leidet Mie (Veerle Baetens) unter Amnesie und ist ohne ihr Notizbuch verloren. Doch nun muss sie sich um jeden Preis erinnern: Ein Mann ist verschwunden und Inspektor Wolkers (Gene Bervoets) ist überzeugt: Mie ist die letzte, die ihn womöglich lebend gesehen hat.

ZDF / Verfügbar bis 05.01.2019: Zur Serie

Das Notfall-Dilemma – Moralisch richtige Entscheidungen sind nicht programmierbar

Wie reagieren Menschen, wenn um sie das Chaos ausbricht? Wen soll man retten, wenn man sich in Bruchteilen von Sekunden zwischen zwei Menschen entscheiden muss? Notfälle, Unfälle und Unglücke passieren immer wieder – und nun versuchen wir Menschen diese Entscheidungsfähigkeit auch in selbstfahrende Autos zu implementieren. Doch nach welchen Kriterien hat das stattzufinden?

ZDF / Verfügbar bis 2023: Zur Doku


Image Arte, Sony Legacy Recordings

Weiterlesen »

5 Highlights aus den Mediatheken!

In den kostenlosen Mediatheken und Streaming-Plattformen warten unzählige tolle Filme, Serien-Episoden und Dokumentarstücke auf ihre Entdeckung. Hier ist meine Auswahl für Juli: zwei Dramen, zwei Dokus und ein ganzes Themen-Dossier. Viel Spaß beim Streamen!

Laurence Anyways

Drama von Xavier Dolan: Als Laurence (Melvil Poupaud) seiner Freundin Fred (Suzanne Clément) gesteht, dass er von nun an eine Frau sein möchte, stellt das ihre Liebe auf die Probe. Doch die zwei können nicht ohneeinander. Zusammen kämpfen sie gegen Widerstände, Vorurteile und Zweifel, aber immer wieder auch gegeneinander.

Arte / Verfügbar bis 30.09.: Zum Film

Mai 68 – Was bleibt 50 Jahre nach der Revolte? bei Arte

Dieser Tage gehen wir gegen Rechts oder für die Seenotrettung auf die Straße. Vor 50 Jahren haben Studenten für das Ende der kapitalistischen Ausbeutung, Unterdrückung und Entfremdung demonstriert. In dem Arte-Dossier „Mai 68“ beleuchten gleich mehrere Dokus, wie es zu der 68er-Bewegung kam und was von ihren Zielen übrig blieb.

Arte / Verfügbar bis 20.07. oder länger: Zu den Dokus

Der Tintenfisch und der Wal

Familiendrama von Noah Baumbach: Zwischen Joan (Laura Linney) und Bernard (Jeff Daniels) funkt es nicht mehr. Also lassen sich die beiden Autoren scheiden. Am härtesten trifft das ihre Söhne Walt (Jesse Eisenberg) und Frank (Owen Kline), die sich von der Situation überrumpelt und im Alltag ziemlich allein gelassen fühlen. Mit einem Mal fangen alle vier an sich immer komischer zu verhalten.

Watchbox / Dauerhaft verfügbar: Zum Film

Hinter den Kulissen: Das Phantasialand

Das Phantasialand ist einer der ältesten Freizeitparks in Europa und hält neun Weltrekorde für seine Fahrgeschäfte. Es betreibt die bestbesuchte Dinner Show Deutschlands und hat den größten chinesischen Gebäudekomplex außerhalb Asiens. Als Märchenpark vor gut 50 Jahren gestartet, muss sich der Park immer wieder neu erfinden, um im harten Konkurrenzkampf der Freizeitparks ganz vorne zu bleiben.

WDR / Verfügbar bis 29.06.2019: Zur Doku

Wie Free-to-Play-Games euch das Geld aus der Tasche ziehen

Überall sieht man Banner für Gratisgame wie Clash of Clans & Co. – sie versprechen schnelle Unterhaltung und auch ein bisschen Nervenkitzel. Doch was passiert, wenn man wirklich in den Pixelwelten vorankommen möchte? Der Spielfortschritt geht schnell richtig ins Geld. STRG_F-Reporter Johannes Edelhoff hat sich die Tricks der Spieleindustrie angeschaut und selbst zwei Monate exzessiv gezockt.

STRG_F / Dauerhaft verfügbar


Image NFP marketing & distribution*, Arte

Weiterlesen »

Was ist neu auf Amazon und Netflix? – Streaming-Tipps für den Januar 2018

Browsing Netflix Streaming (adapted) (Image by Charles Deluvio [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Neues Jahr, neuer Monat, neue Streaming-Titel! Zur besseren Übersicht fassen wir euch die sehenswertesten Titel zusammen, die im Januar 2018 über eure Bildschirme flimmern könnten.

Disney-Invasion auf Netflix

Beim Streaming-Dienst Netflix ist der Januar 2018 auffällig Disney-lastig. Mit dabei sind Klassiker der 90er und frühen 2000er wie Hercules und Lilo & Stitch, die jeweils schon ab dem 1. Januar starten. Die Monster Uni ist das Prequel zu Die Monster AG und ab dem 3. Januar zum Streamen verfügbar. Auch über die Neuauflage des Klassikers Das Dschungelbuch aus dem Jahr 2016 können sich Netflix-Nutzer ab dem 18. Januar freuen. Von der Kino-Leinwand direkt zum Streaminganbieter springt am 12. Januar zudem der Die Eiskönigin-Kurzfilm Olaf taut auf, der erst noch vor Disneys Coco im Kino lief. Damit kommen kleine und große Disney-Fans im Januar also voll auf ihre Kosten!

Serienhighlights bei Amazon Prime Video

Auf Amazon Prime Video wirds diesen Monat vor allem für Serien-Fans interessant. Allen voran steht das Amazon Original Mr. Robot, dessen 3. Staffel am 15.01 Premiere feiert. Die Serie handelt vom IT-Sicherheitsspezialisten Elliot, der unter einer Persönlichkeitsstörung leidet und für eine anarchistische Hackergruppe rekrutiert wird.

Science-Fiction-Fans, vor allen denjenigen, denen schon Black Mirror gefallen hat, sollten ab dem 12. Januar einen Blick auf Philip K. Dick’s Electric Dreams werfen. Die britische Anthologie-Serie basiert auf Kurzgeschichten von Science-Ficiton-Autor Philip K. Dick, dessen Geschichten auch schon Werke wie Blade Runner, Total Recall, Minority Report oder – ein weiteres Amazon Original – The Man in the High Castle inspirierten.

Mit der Horror-Serie The Exorcist holt sich Amazon Prime einen Fox-Serienerfolg ins Boot. Wie der Titel schon verrät, basiert die Serie auf dem Buch von William Peter Blatty mit dem gleichen Namen und stellt eine Fortsetzung zum Film aus dem Jahr 1973 dar. Ab dem 23. Januar zeigt Amazon die viel gelobte Horror-Serie in Deutschland.


Image (adapted) „Browsing Netflix“ by Charles Deluvio (CC0 Public Domain)

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me

  • WLAN Chip: Experten warnen: Sicherer WLAN-Standard vollständig geknackt: Böse Überraschung für Nutzer der Verschlüsselungsmethode WPA2: Jahrelang galt, wer sein WLAN mit WPA2 verschlüsselt hatte, musste sich keine Sorgen um Angriffe machen. Sicherheistforscher haben nun jedoch gravierende Sichrheitslücken im Protokoll gefunden. Unter anderem sollen die gefundenen Lücken erlauben, das Netzwerk zu entschlüsseln und mitzuschneiden. Nur eine zusätzliche Verschlüsselung, kann das Abhören aller Inhalte über das WLAN verhindern. Auch scheint eine Manipulation des Traffics durch die Lücken möglich zu sein, jedoch nur wenn sich der Angreifer in unmittelberer Reichweite des Netzwerks befindet. Doch auch wenn das Ausmaß der Sicherheitslücken noch unklar ist, so können nach den ersten Mitteilungen des US-Certs praktisch alle Router, Notebooks, Smartphones und andere Geräte betroffen sein, die WLAN unterstützen.

  • MICROSOFT zeitonline: Supreme Court entscheidet über die Zukunft der Cloud: Microsoft stellt sich gegen die US-Regierung: Diese möchte auf im Ausland gespeicherte Daten zugreifen, sofern diese Anbieter wie Microsoft nutzen. Das Unternehmen hatte 2013 einen Durchsuchungsbefehl der US-Regierung für das E-Mail-Konto eines mutmaßlichen Drogendealers bekommen, weigerte sich jedoch, die E-Mails herauszugeben, da diese auf einem Server in Irland gespeichert waren. Microsoft war der Meinung, der Untersuchungsbefehl der USA ist in einem anderen Land nicht gültig. Die US-Regierung stützte sich mit dem „Electronic Communications Privacy Act“ (ECAP) von 1986 auf ihr Recht, verlor jedoch nach jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen gegen Microsoft. Der Supreme Court fällt nun ein Urteil zu solchen Sachverhalten, voraussichtlich bis Sommer 2018.

  • NETFLIX t3n: Attacke auf Netflix: Die Milliarden-Schlacht um die Streaming-Krone: Die Jagd nach dem nächsten Streaming-Hit hat begonnen: Vor nicht einmal fünf Jahren hat Netflix mit „House of Cards“ seinen ersten großen Serienhit gelandet. Damit wurde auch klar, dass TV-Unterhaltung nun keinen Kabelanbieter oder dicke Senderpakete mehr braucht – das Streaming war angekommen. Und das Geschäft mit Online-Videodiensten boomt immer noch: Netflix größter Streaming-Rivale ist derzeit Amazon und auch Google mischt neuerdrings beim Online-Streaming mit. Diese Umstände entfachten eine regelrechte Ausgabenschlacht um den nächsten Streaming-Megahit: Netflix möchste in diesem Jahr sechs Milliarden Dollar in exclusive Inhalte stecken, Amazon nach Schätzungen 4,5 Milliarden Dollar, YouTube erhöht ebenfalls seinen Einsatz und Disney eröffnet offiziell die Kriegskasse mit seinem Streaming-Service für den Sportsender ESP, der für 2018 geplant ist.

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • INTERNET Täglich zweieinhalb Stunden Internet: Internetnutzer in Deutschland verbringen durchschnittlich zweieinhalb Stunden pro Tag mit dem Medium. Zu diesem Schluss kommt eine Onlinestudie von ARD und ZDF (PDF). Dabei bestehen Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen. Männer nutzen das Internet der Studie zufolge im Durchschnitt drei Stunden am Tag, Frauen etwa zwei Stunden. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es viereinhalb Stunden. Die über 70-Jährigen verbringen durchschnittlich immerhin noch eine halbe Stunde pro Tag im Internet. Die Daten geben auch Aufschluss darüber, wie die Zeit zugebracht wird. Demnach wird täglich im Durchschnitt etwa eine Dreiviertelstunde für die Mediennutzung aufgewendet. Rund eine Stunde entfällt auf die persönliche Kommunikation. Noch etwas mehr Raum nimmt zeitlich aber die „sonstige Internetnutzung“ ein, die laut Studie etwa Spielen und Onlineeinkäufe beinhaltet.

  • FORSCHUNG Die Haut als Sensor: Mäuse-Hautzellen zeigen Glukose-Spiegel: Forscher um Xiaoyang Wu an der University of Chicago haben Hautzellen von Mäusen genetisch so verändert, dass sie mit optischen Signalen auf Glukose reagieren, und sie wieder auf die Tiere transplantiert. Dadurch ließ sich mit einem Mikroskop genau feststellen, wie hoch der Glukose-Spiegel in ihrem Blut ist. Das Konzept könnte eine nicht-invasive Hilfe für Diabetiker sein. Laut Wu wäre sogar denkbar, die genetisch veränderten Zellen auch gleich die benötigten Medikamente produzieren zu lassen. Das berichtet Technology Review online in „Die Haut als Sensor“. Für ihre biologische Erfindung entnahmen Wu und sein Team den Mäusen zunächst Stammzellen, die für die Herstellung neuer Haut zuständig sind. Als Nächstes fügten sie in diese Zellen mit Hilfe der Gen-Editiermethode CRISPR ein Gen von E. Coli-Bakterien ein, dessen Produkt ein Protein ist, das an Zucker-Molekülen haften bleibt. Hinzu kam DNA, die zwei fluoreszierende Moleküle produziert. Wenn das E. Coli-Protein an Zucker haftet und seine Form verändert, werden die fluoreszierenden Moleküle näher zusammen gebracht oder weiter voneinander entfernt. Dadurch entsteht ein Signal, das Wus Team unter dem Mikroskop beobachten konnte.

  • PORNHUB golem: Machine-Learning-System ordnet Videos Pornodarstellern zu: Von Pornos lernen, heißt siegen lernen. Oder so ähnlich. Die Onlineplattform für pornografische Inhalte Pornhub will einen Machine-Learning-Algorithmus zur Katalogisierung seiner Videodatenbank verwenden. Die erste Betaversion ist bereits im Einsatz. Es sollen mehr als 10.000 Pornostars automatisch erkannt werden. Das System soll parallel zu bereits vorhandenen Mechanismen wie dem Taggen der Videos durch die Community laufen. Für die Bilderkennung von Darstellern nutzt Pornhub sowohl offizielle Referenzbilder als auch Videomaterial und trainiert anhand dieser Daten ein Machine-Learning-Modell. Dieses läuft dann über die gesamte Online-Datenbank und taggt Pornodarsteller nach ihrem Namen beziehungsweise Künstlernamen. Nutzer sollen die vergebenen Tags positiv oder negativ bewerten können. Dadurch erkennt das Modell dessen Korrektheit und stellt sich entsprechend darauf ein.

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • TELEKOM t3n: Bundesnetzagentur untersagt Teile des Stream-On-Tarifs der Telekom: Der umstrittene Streamingdienst von Telekom – StreamOn – wurde jetzt von der Bundesnetzagentur geprüft und einige Details davon untersagt. Der Tarif ermöglicht es bestimmte Dienste wie Netflix oder Spotify nicht aufs Datenvolumen anrechnen zu lassen. Das Verbot geht auf die Kritik zurück, dass das Angebot nicht europaweit verfügbar ist. Entsprechende Aktivisten werfen der Telekom also eine Verletzung der Netzneutralität vor, die Roamingfreiheit wird also verletzt. Neben der Telekom ist auch Vodafone seit Ende September mit einem solchen Tarif auf dem Markt. Nach aktueller Aussage der Telekom teile man die Auffassung der Behörde aber nicht. Die Bundesnetzagentur hat hier ebenfalls eine Prüfung angekündigt.

  • SAMSUNG curved: Galaxy S9 soll im Februar vorgestellt werden: Das neue Modell der beliebten Samsung Galaxy Reihe – das Galaxy S9 – soll Gerüchten zufolge im Februar 2018 vorgestellt werden. Dieser Meinung ist zumindest der rusissche Redakteur Eldar Murtazin auf Twitter, der auch schätzt, dass das Smartphone mit dem Snapdragon 845 ausgestattet werden wird, dem Nachfolger-Chipsatz des Snapdragon 835. Mit einer Präsentation im Februar 2018 würde Samsung nach dem Galaxy Note 7 Akku-Disaster 2016 und der verspäteten Veröffentlichung des Galaxy S8 2017 wieder zum gewohnten Zeitplan von Präsentationen im Frühjahr zurückkehren. Eine Veröffentlichung während des nächsten Mobile World Congress scheint also wahrscheinlich.

  • GOOGLE t3n: Auch Google findet massenhaft Politik-Anzeigen aus Russland: Nicht nur Facebook sei zum US-Wahlkampf im Auftrag Russlands für Anzeigensysteme genutzt worden sein, auch Google-Dienste wären laut eines Zeitungsberichts der Washington Post von ähnlichen Anzeigen mit Falschinformationen betroffen gewesen. Der Konzern habe Hinweise auf entsprechende Werbung zum Beispiel bei Google-Tochter YouTube und beim E-Mail-Dienst Gmail entdeckt. Facebook hatte im September Stellung zu den Inhalten genommen und wird sich, ebenso wie Twitter, zum 1. November nochmals vor dem US-Kongress zu dem Thema äußern. Google hat sich bisher noch nicht zum Thema geäußert und ob der Konzern ebenfalls an der Anhörung teilnehmen wird, bleibt offen.

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • WHATSAPP Chip: WhatsApp kündigt neues Geschäftsmodell an: App bald nicht mehr für alle kostenlos: Der Messenger WhatsApp möchte zukünftig Firmen-Profile einführen: Mit der neuen Funktion möchte der Messenger die Kommunikation für Unternehmen vereinfachen und hat sich somit offiziell aus Business-Plattform ausgesprochen. Doch dieser Service soll vor allem für große Unternehmen nicht auf Dauer kostenlos bleiben.

  • YOUTUBE MacTechNews: YouTube-mp3: Musikindustrie bewirkt Ende des Streaming-Rippers: Dem YouTube-Streaming wird in Zukunft ein Riegel vorgeschoben – nach einer Klage namhafter Musikilabels, unter andrem Warner Bros und Sony Music, wird die Webpräsenz der Internetseite YouTube-mp3.org ein Ende haben. Der Vorwurf richtete sich vor allem auf die Verletzung von Urheberrechten und der Nichtbeachtung der Kopierschutzrechte von YouTube.

  • GOOGLE STREET VIEW GoogleWatchBlog: Streetview: Google kündigt verbesserte Kameras und Technologien zur Gebäude-Erkennung an: Seit gut acht Jahren ist die Technologie zum Schießen der Fotos für Google Street View die gleiche – das soll sich nun ändern. Zum zehnten Geburtstag des Online-Dienstes hat Google ein großes Update angekündigt, mit einer deutlich verbesserten Kamera-Technologie. Die Kameras sind nicht nur in ihrer Anzahl deutlich weniger, sondern versprechen auch eine bessere Bildqualität, die für die Informationssammlung von großem Vorteil ist.

  • VERBRAUCHERZENTRALE Heise: Smart Home: Verbraucherschützer fordern Recht auf analoges Wohnen: Der Bundesverband der Verbraucherzentrale hat sich im Zuge der zunehmenden Zahl vernetzter Heimgeräte für mehr Sicherheit im dialogen Zuhause ausgesprochen. Das vom vzbv verfasste Hintergrundpapier Smart Home fordert die Prüfung gesetzlicher Rahmen für Smart-Home-Produkte. Dies umfasst unter anderem Haftungsfragen und auch Datenschutzgesetze.

  • EY-STUDIE t3n: Mehr Analoges wagen: Studie rät von unreflektierter Nutzung digitaler Tools ab: Dass digitale Kommunikation nicht nur von Vorteil ist, lässt sich anhand von Studien beweisen. Nach einer aktuellen Umfrage der Beratungsfirma EY führt die fortschreitende Digitalisierung zunehmend zu Stress am Arbeitsplatz. Somit werden analoge Kommunikationsformen in Zukunft an Bedeutung gewinnen, da auch Fach- und Führunskräfte diese als sehr hilfreich eingestufen.

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • WAHL googlewatchblog: Google Trends & 2Q17: Google startet neues Trends-Portal zur Bundestagswahl 2017: Welche Suchanfragen machen die Deutschen em häufigsten zur Bundestagswahl? Welche Partei ist online am beliebtesten? Wo liegen ihre Interessen? Google hat ein Trendportal redaktionell aufgearbeitet und stellt nun diese Daten zur Verfügung. Erst kurz davor hatte Google angekündigt, dass Politiker zur Bundestagswahl selbstverfasste Politikerinformationen in den Suchergebnissen anzeigen lassen können. In einem andren Portal zeigt Google auch an, mit welchen Suchbegriffen die Spitzenkandidaten verknüpft sind. Damit kann die Suchmaschine zu einem aktiven Wahl-Werkzeug werden.

  • GAMING heise: Studie: Computerspiele könnten die Gedächtnisbildung beeinflussen: Eine kanadische Studie hat nun den Einfluss von Videospielen auf die Gehirnentwicklung haben. Ergebnisse sind unter anderem, dass Spiele weder einen rein negativen oder rein positiven Einfluss haben. Die Veränderungen hängen davon ab, welche Art von Lernen die Spieler bevorzugen. Die Forscher sind zuversichtlich, dass sie mit den Ergebnissen, die sie aus dieser Studie gewonnen haben, weitere Phänomene erklären zu können.

  • WATCH zeit: Reality TV statt Hochglanzdrama: Facebook ist jetzt auch im Fernsehmarkt. Denn das Netzwerk finanziert mit „Watch“ nun eigene Fernsehinhalte. Über Facebook Watch sollen Mitglieder von Facebook demnächst exklusive Serien und Filme streamen können – direkt aus der App. Der Service soll kostenlos sein. Die Videos in Facebook Watch sind momentan noch empfehlungen von abbonierten Freunden, soll allerdings um ein breites Angebot erweitert werden. Gemessen werden die Empfehlungen an der Anzahl der Reaktionen, beispielsweise des Lach-Smileys. In einem Blogeintrag stellen Produzenten des Dienstes auch Livestream Möglichkeiten und ständige Kontaktaufnahme mit den Videomachern in Aussicht.

  • UBER handelsblatt: Großaktionär verklagt Ex-Chef Kalanick: Angesichts fallender Bewertungen am Kapitalmarkt verklagt Benchmark Capital, einer der größten Investoren des Fahrdienstvermittlers Uber, das Unternehmen und seinen früheren Vorstandschef Travis Kalanick. Die Vorwürfe seien Betrug, Verletzung der Sorgfaltspflicht und Vertragsmissbrauch. Der Investor fordert aufgrund der vielen Skandale und Ereignisse innerhalb von Uber Schadensersatzzahlungen. Uber hatte zuletzt große Einschnitte in den gehandelten Bewertungen hinnehmen müssen, so dass Benchmark Capital mit 20 Prozent Stimmrecht anhand ihrer Aktien ein sehr wichtiger Investor für die Zukunft von Uber ist.

  • SNAPCHAT spiegel: Snap-Aktie stürzt ab: War der Weg an die Börse doch nicht das Richtige? Snapchats Mutterfirma Snap Inc. Enttäuscht auch mit dem zweiten Quartalsbericht an der Wall Street. Trotz wachsender Nutzerzahlen konnte das Unternehmen keine hohen Umsätze verzeichnen. Der Verlust stieg drastisch von 116 Milliarden auf 443 Milliarden US-Dollar. Diesen Verlust konnte auch der um 150 Prozent gestiegene Umsatz nicht ausgleichen. Der Grund für die fallenden Zahlen sind Konkurrenzdienste wie Instagram, die einst einzigartige Funktionen von Snapchat kopieren.

Weiterlesen »

9 Sommer-Apps und 1 Tipp für einen smarten Urlaub

Sommer-Apps-2017 (Image by Timo Brauer)

Sommerzeit ist Urlaubszeit und auch im Urlaub möchten sicher nur die wenigsten von euch auf dem Smartphone verzichten. Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom nehmen 9 von 10 Smartphone-Nutzer ihr Gerät mit in den Urlaub. Damit euer iPhone zum idealen Reisebegleiter wird, benötigt ihr die richtigen Sommer-Apps. Welche Apps das sind, habe ich für euch zusammengefasst.

Sommer-Apps für die Navigation

  1. Routenplanung: Meine erste Sommer-App HERE WeGo ist eine kostenlose Navigationssoftware, die sich komplett ohne Internet nutzen lässt. In den Einstellungen der App lassen sich Karten einzelner Regionen oder kompletter Länder herunterladen. Auch für die Navigation wird kein Internet benötigt. Euch stehen verschiedene Fortbewegungsmittel (Auto, Zug, Fahrrad, Gehen) zur Verfügung.
  2. Reiseführer ohne Internet: Mit citymaps2go erhaltet ihr einen Reiseführer und eine Stadtkarte, mit der ihr alle Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Bars in eurer Umgebung finden könnt. Die App zeigt euch die Öffnungszeiten, Kontaktmöglichkeiten und die Verfügbarkeit von WLAN, sowie, wenn vorhanden, den Wikipedia-Artikel der Location an. Auch in dieser App könnt ihr einzelne Städte oder Regionen herunterladen, um diese ohne Internet zu verwenden. Allerdings ist nur die erste Karte kostenfrei, danach müsst ihr per In-App-Kauf weitere Downloads erwerben.
    Google Trips
    Sightseeing mit Google Trips. Screenshots by Timo Brauer
  3. Reiseführer mit Internet: Auch die App Google Trips bietet euch eine Stadtkarte mit Sehenswürdigkeiten, Cafés und Museen an und kann euch besonders empfehlenswerte Orte anzeigen und Eintrittskarten kaufen. Im Gegensatz zu citymaps2go funktioniert Google Trips aber nicht vollständig ohne Internet. Zwar lassen sich einzelne „Touren“ mit beliebig vielen Orten erstellen und herunterladen, doch für Reservierungen und das Suchen von Orten Städte und Natur erkunden benötigt ihr eine Netzverbindung.
  4. Wandern und BikenKomoot bietet euch Vorschläge für Wander- und Radtouren und zeigt die Länge, Streckenbeschaffenheit und die benötigten Konditionen an. Ihr habe auch die Möglichkeit eigene Touren zu erstellen, sowie eure zurückgelegten Touren aufzuzeichnen.

Sommer-Apps für Sprache und Währung

  1. Übersetzung mit Internet: Um die Verständigung in einem anderen Land zu vereinfachen, benötigt ihr eine Übersetzer-App. Die bekannteste App ist sicherlich Google Übersetzer, diese hat zwar auch die Möglichkeit einzelne Sprachen herunterzuladen, bietet dann aber nur eingeschränkte Funktionen.
  2. Übersetzung ohne Internet: Der Bing Translator hingegen bietet auch ohne Internetverbindung die Möglichkeit, Fotos von dem zu übersetzenden Text (zum Beispiel einer Speisekarte) zu machen und diesen dann zu übersetzen. Auch gesprochene Sätze lassen sich aufnehmen und übersetzen.
    Bing Translator für iOS
    Bing Translator. Image by Timo Brauer
  3. Währungen umrechnen: Für den Fall, dass ihr in ein Land mit einer anderen Währung reist und nicht immer im Kopf die Preise umrechnen wollt, benötigt ihr einen Währungsrechner. Ich empfehle euch die App ClevCalc. Sie bietet neben dem Umrechnen von allen Währungen der Welt noch viele weitere Funktionen, wie einen Weltzeitrechner oder einen Treibstoffkostenrechner.

Sommer-App für tolle Fotos

  1. HDR-Bilder aufnehmen: iPhones sind ja bereits für ihre guten Kameras bekannt, doch mit der App Hydra gelingen euch noch bessere Fotos und Videos. Sie verfügt über einen Low-Light-Modus für schlechte Lichtverhältnisse, sowie einen HDR-Modus für Videos, um bei schwierigen Lichtverhältnissen bessere Videos aufnehmen zu können. Außerdem bietet die App die Möglichkeit Fotos mit einer Auflösung von 32 Megapixeln zu machen. Dazu werden viele Aufnahmen hintereinander aufgenommen und zu einem Bild zusammengefasst. Dadurch eignet sich diese Funktion aber nur für sich nicht bewegende Objekte. (Drei Tipps zu Nachtaufnahmen mit dem iPhone.)
    Hydra für iOS
    Multishot-Bild mit 32 MB Größe in der App Hydra. Image by Timo Brauer.

Sommer-App für ganz liebe Urlaubsgrüße

  1. Postkarte 2.0: Mit der App MyPostcard könnt ihr individuelle Postkarten mit euren selbst aufgenommenen Urlaubsbildern verschicken. Dabei könnt ihr entweder Fotos eurer Fotobibliothek oder von eurem Instagram-Account verwenden. Auf Wunsch erstellt die App auch eine Collage aus mehreren Bildern. Dann müsst ihr nur noch ein Design festlegen und einen maximal 450 Zeichen langen Urlaubsgruß verfassen. Die Adresse des Empfängers kann aus den Kontakten importiert werden. Anschließend wird die Postkarte gedruckt und verschickt. Dieser Service kostet pro Postkarte 1,99 Euro. Bezahlen könnt ihr per PayPal, Kreditkarte oder In-App-Kauf.

Ein Tipp für Video-Begeisterte

Um auch für Regentage genug Unterhaltung dabei zu haben, dürfen natürlich auch Video-Streaming-Apps nicht fehlen. Ob ihr jetzt MaxdomeNetflixAmazon Video oder einen anderen Dienst benutzt, liegt dabei natürlich an euch. Dank der neuen Roaming-Verordnung der EU ist es nun sogar möglich, das in Deutschland gebuchte Datenvolumen ohne Zusatzkosten in ganz Europa zu verwenden. Das ist praktisch, sofern ihr mit eurer Mobilverbindung statt mit WLAN streamen wollt.

Beachtet aber: wenn ihr in ein anderes Land reist, könnt ihr eventuell nicht auf den Streamingdienst eurer Wahl zugreifen. Netflix besitzt zum Beispiel in anderen Ländern ein anderes Angebot an Filmen. Maxdome lässt sich außerhalb von Deutschland gar nicht benutzen. Abhilfe schafft hier die Download-Funktion, diese ist bist auf Sky-Ticket bei allen großen Anbietern verfügbar.

Habe ich was vergessen? Was sind eure liebsten Sommer-Apps?


Image & Screenshots by Timo Brauer


Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • G20 golem: Hinweisportal der Polizei Hamburg hat rechtliche Probleme: Zur Nachbereitung der Proteste gegen den G20-Gipfel hat die Polizei Hamburg ein Hinweisportal für Bürger eingerichtet. Dort können Fotos und Videos hochgeladen werden, die Hinweise auf Straftäter der Protestnächte zu geben. Die zusätzlichen personenbezogenen Angaben unterliegen nach dem Telemediengesetz dem Datenschutz. Das Hinweisportal ist jedoch standardmäßig nicht verschlüsselt. Aus rechtlicher Sicht ergeben sich dadurch rechtliche Probleme. Die Vertraulichkeit der Datenübertragung im Klartext ist stark gefährdet. Ebenfalls kann bei einer unverschlüsselten Datenübertragung nicht sichergestellt werden, dass die Aufnahmen authentisch und unmanipuliert sind.

  • TASTATUR sueddeutsche: Das große ß sucht ein Zuhause: Vergangene Woche hat der Rat der deutschen Rechtschreibung beschlossen, dass ein großes ‘ß’ eingeführt warden soll. Nun wird eine Lösung für deutsche Tastaturen gesucht. Momentan kann man das große ß auf Windows-Rechnern mit der Tastenkombination Alt Gr, Shift und ß-Taste erreichen, wenn die Schriftart es schon eingeführt hat. Für Mac Nutzer oder Smartphone-User gibt es noch keine mögliche Tastenkombination. Eine mögliche Lösung bereitet das Deutsche Institut für Normen nun mit der DIN-Norm 2137 vor. Ein Vorschlag: Das große ß wird wie das €-Zeichen über einen Alt Gr-Befehl erreichbar sein.

  • SMARTPHONES curved: Forscher arbeiten an Smartphone-Steuerung durch Gesichtsgesten: Das Frauenhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung arbeitet momentan an einer möglichen Smartphone-Steuerung durch Gesichtsgesten. Bei der Methode soll über einen speziellen Ohrstöpsel bestimmte Gesichtsgesten erkannt und erfasst werden, wie zum Beispiel Nicken, Lächeln oder Augenzwinkern. Gesteuert werden sollen zum beispiel die Wiedergabe von Musik oder das Annehmen eines Anrufs. Gleichzeitig können die EarFieldSensing –Ohrstöpsel auch Daten zum Tageszustand des Trägers liefern. Sie können Müdigkeit anzeigen und somit zum Beispiel Autofahrer vor Erschöpfung warnen.

  • KONSUM horizont: Junge Konsumenten kehren von Netflix und Co. zum TV zurück – aus Bequemlichkeit: Eine neue Studie der Hochschule Fresenius und des Marktforschungsinsituts YouGov hat herausgefunden, dass junge Konsumenten immer öfter zu traditionellem Fernsehen zurückkehren. Der Grund sei, dass viele Nutzer die Entscheidung, welchen Film oder Serie zu schauen auf Dauer zu anstrengend sei. Stattdessen lassen sie viele Nutzer lieber von linearem Fernsehen „berieseln“. Gleichzeitig sei die Bereitschaft für Musikstreaming-Dienste zu zahlen. Diese Zahlen zeigen, dass der Digitale Wandel sich nicht so schnell fortsetzt, wie es vielerseits erwartet wurde.

  • STREETVIEW googlewatchblog: Nach über 10 Jahren: Google Streetview kommt endlich nach Österreich: Es hat über zehn Jahre gedauert, dass Google StreetView nach Österreich kommt. Google hatte überraschend angekündigt Österreich nun doch in das Kartensystem aufzunehmen. Jedoch müssen neue Aufnahmen gemacht werden, da die bereits erstellten Karten mit einem Alter von 7 Jahren, nicht mehr dem neusten Stand entsprechen. Ab dem 19. Juli sollen die Fahrzeuge in den Österreichischen Großstädten beginnen. Einige Auflagen der Aufnahmen sind, dass jeder Nutzer Unkenntlichmachung von Fahrzeugen oder Wohnhäusern beantragen kann, keine Videoaufnahmen gemacht werden, sondern nur Bilder, die zu 360°-Panoramas zusammengesetzt werden und die Fahrzeuge offensichtlich als Google Fahrzeuge erkennbar sind.

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • FACEBOOK wired: Gerichtsurteil: Mit dem Tod erlischt auch der Facebook-Zugang: Am gestrigen Tag wurde bereits über den Fall vor dem Berliner Kammergericht berichtet, bei dem die Eltern einer Tochter auf deren Facebook-Profil zugreifen wollten, um eventuell aus Chatverläufen oder Ähnlichem Gründe für den Tod des Mädchens zu erschließen. 2012 wurde die 15-jährige von einer U-Bahn erfasst, die genauen Umstände bleiben bis heute rätselhaft. Das Gericht beschloss jetzt jedoch erneut in zweiter Instanz, dass Profile weiterhin nicht für Außenstehende zugänglich gemacht werden.

  • COVFEFE welt: Clinton zieht Trumps „covfefe“ gnadenlos durch den Kakao: Es scheint kaum ein Tag zu vergehen, an dem der 45. US-Präsident Donald Trump keine fragwürdige Bemerkung äußert oder sonderbares Verhalten an den Tag legt. So verfiel das Internet – vor allen Dingen Twitter – gestern in einen regelrechten Aufruhr, als Trump sich in einem Tweet mit “covfefe” verschrieb. Eigentlich erstmal nichts weltbewegendes, aber binnen kürzester Zeit häuften sich Reaktionen und Häme, so auch von Ex-Konkurrentin Hillary Clinton.

  • STREAMING curved: iTunes könnte Filme zeitgleich zum Kinostart zeigen: Anbieter von Video-on-Demand-Diensten wie Amazon, Google, Apple und Netflix stehen in ständiger Konkurrenz und Rennen miteinander, nicht nur wer welche Inhalte anbietet, sondern wer sich auch zuerst anbieten kann. Der Mitbegründer von Napster, Sean Parker, ist aktuell damit beschäftigt, Filmstudios von seinem neuen Unternehmen „Screening Room“ zu überzeugen. Die Idee ist es, Kinofilme, die so auch aktuell noch dort gezeigt werden, gegen eine entsprechend hohe Gebühr On-Demand bereit zu stellen. Dem Bericht zufolge laufen die Verhandlungen aber recht zäh.

  • NOKIA3310 spiegel: Endlich mal wieder „Snake“ spielen: Das Nokia 3310 ist Kult. Das Mobiltelefon aus den Nullerjahren ist ein wahrer Klassiker und vielen noch ein Begriff. Jetzt wurde der Handyklassiker neu aufgelegt und war in Großbritannien auch direkt ausverkauft. Mit gerade einmal 16 Megabyte – ja, Mega, nicht Giga – hat das Handy zwar 16-mal so viel Speicherplatz wie das Original damals, aber ob der Retrofaktor über die praktischen Abstriche hinwegtrösten kann ist fraglich. Die Kollegen von Spiegel haben das Nokia 3310 direkt auf Herz und Nieren getestet.

  • WEBVIDEOPREIS rp-online: Der Kampf um die Zuschauer: Wenn aus einer Szene eine Branche wird. Am heutigen Abend wird in Düsseldorf der bereits 7. Webvideopreis verliehen. Moderiert wird die Veranstaltung von Barbara Schöneberger und ehrt Content-Creator und Influencer von Video-Plattformen wie Youtube. Der nach Angaben des Veranstalters größte Social-Media-Award verstärkt den Branchen-Status des ehemals eher als “Szene” bezeichneten Mediums. Die schnelllebige Welt der Webvideos stecke jedoch derzeit in einer Krise – Grund dafür: der Youtube-Algorithmus.

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • MP3 t3n: MP3 ist jetzt offiziell tot: Das Ende einer deutschen Erfolgsgeschichte: Es hat den iPod groß gemacht, und was vielen nicht bekannt ist – das Format MP3 ist eine deutsche Erfolgsgeschichte. Jetzt hat das Frauenhofer Institut die Einstellung des Formats angekündigt. Die Patente laufen aus. Das bedeutet nicht, dass es vom Markt verschwindet, sondern dass es nicht weiterentwickelt wird. Der Fokus liege nun auf anderen Medien. Zum Beispiel das AAC-Format sei dem Komprimierten MP3 Format deutlich überlegen. Apple nutzte beispielsweise bei seiner Einführung des iTunes-Stores das AAC-Format.

  • STREAMING golem: Root lässt Netflix-App aus dem Play Store verschwinden: Manche Nutzer von gerooteten Android-Geräten können die Streaming-App Netflix nicht mehr herunterladen. Das Unternehmen habe sich bewusst für diesen Schritt entschieden. Grund dafür ist, dass sich Netflix an Googles Widevine-DRM-System hält und nur noch auf von verifizierten Geräten kompatibel ist. Manche Root-Systeme können die App dennoch finden. Bis jetzt kann der Service noch problemfrei genutzt werden.

  • RANSOMWARE handelsblatt: So wappnen sich Nutzer gegen Cyber-Erpresser: Die Erpresser-Software „Wanna Cry“ beschäftigt die Digitale Welt. Die Erpressungs-Software richtete sich weltweit auf Rechnern ein und verschlüsselte Daten. Betroffen waren neben Privatnutzern auch Krankenhäuser und Großkonzernen wie der Deutschen Bahn. Experten analysieren die Spuren der Hacker und sprechen erste Theorien aus, dass der Angriff aus Nordkorea kommen könnte. Außerdem warnen sie vor erneuten Angriffen, die bis zum jetzigen Zeitpunkt ausblieben. Experten sprechen Tipps aus, wie man sich gegen einen Cyberangriff wappnen kann.

  • ZALANDO gruenderszene: Zalando liefert bald direkt zum Kunden – egal, wo der sich gerade befindet: Das Start-Up Parcify soll nun dafür sorgen, dass Pakete auf den Meter genau zum Kunden geliefert werden. Gemeinsam mit dem Online-Versandhaus Zalando wird der Service nun in Belgien getestet. Um an dem Lieferungssystem teilzunehmen muss man sich die Parcify-App herunterladen und per GPS orten lassen. Wenn sich der Kunde zu einem festgelegten Zeitpunkt im Liefergebiet des Unternehmens aufhält, kann die Sendung auch in einem öffentlichen Ort angenommen werden. Wann und ob der Service auch in Deutschland angeboten wird, ist noch nicht bekannt.

  • AUTONOMES FAHREN new york times: Lyft and Waymo Reach Deal to Collaborate on Self-Driving Cars: Der Google-Schwesterkonzern Waymo, ehemals das Google Self-Driving Project, und der Fahrdienstvermittler Lyft sind eine Allianz eingegangen um die Entwicklung für autonomes Fahren voranzutreiben. Gemeinsam wollen sie die Vormachtstellung auf dem US-Markt festigen. Waymo möchte nun gemeinsam mit Lyft die entwickelte Technik in der Praxis testen. Die Vereinbarung zwischen Waymo und Lyft ist ebenfalls strategisch gegen den Konkurrenten Uber gerichtet, welcher angeblich vertrauliche Technologiedaten von Google-Entwicklern gestohlen habe.

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • E-BAN sueddeutsche: Laptop-Verbot auf USA-Flügen zeichnet sich ab: Reisende in die USA dürfen wahrscheinlich in Zukunft ihren Laptop nicht mehr im Handgepäck mitführen. Das Verbot für Elektronikgeräte betraf zuvor nur eine zehn Flüghäfen in Nah Ost, soll jedoch auch auf Europäische Flughäfen ausgeweitet werden, so die Sicherheitsbehörden der Vereinigten Staaten. Die folgenden Sicherheitskontrollen können nicht nur zu erheblichen Verspätungen führen, sondern auch einem Buchungsrückgang für Fluggesellschaften. Derzeit ist noch unklar wann genau der E-Ban eintritt, es müssen noch viele Fragen geklärt werden.

  • FACEBOOK golem: Facebook geht gegen Ad-Schleudern vor: Beiträge von Webseiten, die mit minimalem Inhalt und viel Werbung, sollen demnächst durch einen neuen Algorithmus aus dem Newsfeed der Nutzer herausgefiltert und weniger angezeigt werden. Einige Beispielseiten wurden in eine künstliche Intelligenz eingespeist und diese soll ähnliche Webseiten identifizieren und filtern. Für Contentproduzenten, die Wert auf Inhalte legen könnte das einen Zuwachs von Lesern bedeutet, da ihre Posts deutlich häufiger angezeigt werden sollen.

  • POWERPOINT t3n: Powerpoint kann Präsentationen jetzt in Echtzeit übersetzen: Ab sofort keine Sprachbarrieren mehr bei Powerpoint Präsentationen. Microsoft stellte auf der Entwicklerkonferenz Build eine neue Funktion für das Präsentationsprogramm vor, mit der Folien in Echtzeit übersetzt werden können. Die Übersetzungen sollen als Untertitel angezeigt werden. Bis jetzt kann die Erweiterung insgesamt zehn Sprachen verstehen, unter anderem auch Deutsch. Die Funktion soll nicht nur Übersetzungsschwierigkeiten beheben, sondern auch für Hörgeschädigte eine Erleichterung sein.

  • STREAMING welt: Amazon veranstaltet künftig exklusive Konzerte: Wo sind die Grenzen für die Angebote des Internetriesen aus Seattle? Nach Tablets, E-Readern, Smart-Homes und Streaming will Amazon zukünftig auch Konzerte über seinen Prime Service übertragen. Die Konzerte sollen eine begrenzte Zuschauerzahl haben, um eine Exklusivität zu garantieren. Andere Streaming Services wie Netzflix haben ebenfalls damit begonnen Shows von Stand-Up Comedians über ihre Plattform zu übertragen, Apple veranstaltet ebenfalls seit Jahren das Apple Music Festival – Live gestreamt für Nutzer. Ob Amazon in diesem Markt sein nächstes Standbein findet, wird sich zeigen.

  • UBER spiegel online: EU-Generalanwalt ergreift Partei für Taxibetriebe: In den USA ist der Fahrdienstvermittler Uber schon etabliert, in Europa hat sich der EU-Generalanwalt nun für die Taxi-Betriebe ausgesprochen. Da die App dem Verkehrssektor zuzuordnen sei, stehe es den Staaten frei, die Tätigkeit der Firma zu reglementieren, erklärte der zuständige Generalanwalt. Das Unternehmen selbst sieht sich als reiner Online-Vermittlungsdienst, und wollte sich somit den Regelungen für Taxi-Unternehmen entziehen. Das Urteil des EuGH folgt.

Weiterlesen »

Teuer vs. günstig: Welches Amazon Fire Tablet ist besser?

Amazon Fire Tablet Größenvergleich

Stapelweise Literatur, Serien-Streaming oder neuerdings auch Supermarkt im Netz: Derzeit gibt es kaum eine Branche, in die der Internetriese Amazon nicht hineinwächst. Und er produziert auch eigene Geräte für seine Plattform. Nachdem ich bereits den Kindle-E-Reader ausführlich getestet habe, war ich neugierig, ob die Amazon Fire Tablets des Online-Händlers halten, was sie versprechen. Zum Vergleich habe ich aus Amazons Produktreihe die günstige Tablet-Variante und das Top-Tablet Fire HD 10 genauer unter die Lupe genommen. Bei beiden handelt es sich eigentlich um Android-Tablets, die mit einer speziellen Oberfläche von Amazon angepasst sind.

Das Schnäppchen: Amazon Fire Tablet

Dieses Tablet ist das günstigste aus der Tablet-Reihe von Amazon Fire – und eben einen genaueren Blick wert. Der erste Eindruck war ziemlich gut. Das Tablet kommt mit seinem farbigen Design stylisch daher. Mit seinen 7 Zoll wirkt es klein und kompakt. Die Auflösung von 1024 x 600 Bildpunkten mit einer Pixeldichte von 171 ppi empfinde ich für das kleine Gerät mehr als ausreichend. Allerdings liegt es mit 313 Gramm etwas schwer und klobig in der Hand. Mit einer Tiefe von 10,6 mm ist es auch ganz schön dick geraten. Durch das stabile Kunststoffgehäuse ist es nicht so schmutzempfindlich wie das hochwertigere Amazon Fire Tablet HD 10. Somit passt es perfekt als kleiner Begleiter in die Tasche und kann unterwegs bestens genutzt werden.

FIRE TABLET (2)
Image by Jennifer Eilitz

Das Amazon-Tablet ist auf dem Gerät mit eigenen Apps und Funktionen wie beispielsweise „Amazon-Angebote“ oder auch den „Amazon-Shop“ vertreten, um den Nutzer in den eigenen Amazon-Kosmos zu locken.

Bei dem Versuch, das Tablet benutzerdefiniert für mich einzurichten, gibt es die ersten Stolpersteine. Die vielen Apps aus dem Google Play Store kann ich nämlich nicht benutzen. Ab Werk ist nur Amazons hauseigener App-Store installiert. Sein Angebot ist viel kleiner. Schade!

Schwächen bei Akku und WLAN

Die Akkulaufzeit konnte mich nicht beeindrucken, da sich der Akku bei intensiver Nutzung schnell entlädt. Amazon vermerkt hier eine Laufzeit von etwa sieben Stunden – und somit eine ganze Stunde weniger als beim Fire HD 10. Mir kommt das ziemlich kurz vor – schließlich halten moderne Netbooks locker doppelt so lange durch.

Fire Tablet Startmenü
Image by Jennifer Eilitz

Die Kameraauflösung ist höchstens mittelmäßig. Eine VGA-Frontkamera und eine rückseitige Kamera mit gerade mal zwei Megapixeln sorgen für einen gewissen Retrofaktor, denn die Bilder sehen aus, als wären sie zu einer Zeit geschossen worden, als Fotohandys gerade frisch auf den Markt kamen. Für den geringen Kaufpreis überrascht mich die Qualität jedoch nicht.

Musikhören auf dem Gerät klappt besser, der Klang selbst ist deutlich und klar. Leider hat Amazon hier beim Design nicht so gut aufgepasst. Die Lautsprecher sind unten auf der Rückseite angebracht – sobald das Tablet hingelegt wird, dringt der Klang nur noch gedämpft nach außen. Es gibt noch weitere Mankos: Die Musik, die ich über die Prime-Musik-App abgespielt habe, bricht immer wieder ab, da die WLAN-Verbindung unterbricht und neu gesucht werden muss.

Das Lesen auf diesem Gerät war schon angenehmer als das ständige WLAN-Gesuche, das Gerät liegt auch nach längerer Zeit gut in der Hand. Durch die sogenannte Blue-Shade-Funktion ist das Lesen auch am Abend sogar augenschonend. Zusammen ergibt dies also ein allgemeines „befriedigend“ mit leichten Abzügen in der B-Note. Wer diesen kleinen Begleiter für Reisen, unterwegs und fürs Sofa erstehen möchte, muss immerhin nicht allzu tief in die Tasche greifen. Das Low-Budget-Tablet gibt es in verschiedenen Farben ab ca. 60 Euro.

Das Elegante: Fire Tablet HD 10

Fire HD 10 Tablet Startmenü
Image by Jennifer Eilitz

Trotz seiner Displaygröße von ganzen 10,1 Zoll liegt das schlanke Tablet mit einer Randbreite von gerade einmal 7,7 mm angenehm in der Hand. Ein Leichtgewicht ist es mit seinen 432 Gramm allerdings nicht. Die Auflösung mit über einer Million Pixeln (1280 x 800 Bildpunkte ergeben eine Pixeldichte 149 ppi) hat mir auf den ersten Blick besonders zugesagt. Sie stellt die Bilder und Hintergründe auf dem Tablet klar dar.

Allerdings zieht das Gerät im Gebrauch auch Fingerabdrücke magisch an, sodass es sich empfehlen würde, eine passende Hülle gleich mitzubestellen. Die günstige Variante mit ihrer Kunststoffverkleidung hat sich hier als robuster erwiesen.

Die Akkulaufzeit empfand ich bei diesem Gerät mit mehr als acht Stunden als durchaus langlebiger. Die rückseitige Kamera ist hier mit seinen fünf Megapixeln um einiges besser als sein Billigkonkurrent. Bei der Frontkamera handelt es sich hier genau wie bei der kostengünstigeren Variante um eine VGA-Kamera – nicht gerade der neueste Standard. Vielleicht lassen wir beim nächsten Mal die Kameras einfach weg.

(zum Vergrößern einfach auf die Bilder klicken)

Lesen: nein. Streaming und Daten sichern: ja, bitte!

Wie verhält sich das Amazon Fire Tablet im Alltagsgebrauch? Es taugt ganz sicher nicht zum regelmäßigen Lesen – ein starker Spiegeleffekt stört den Genuss zumindest bei Tageslicht. Außerdem ist es für gemütliche Daddel-Sessions auf der Couch einfach zu groß und zu unhandlich geraten.

Als schicker, externer Datenspeicher macht es hingegen eine enorm gute Figur, denn mit einer microSD-Karte kann man es um bis zu 200 GB Speicherplatz erweitern. Alternativ kann auch der von Amazon angebotene unbegrenzte Cloud-Speicherplatz genutzt werden. Wer das Tablet zum Streamen von Filmen oder Musik nutzt, den erwartet ein wirklich guter Klang. Pluspunkt: Das Gerät lässt sich schön laut stellen, der Ton ist klar und gut verständlich.

Das Shoppen und Stöbern in den Shops empfand ich ebenfalls als sehr angenehm, da der Shop genauso aufgebaut ist wie die Desktop-Version. Den Nutzer erwartet hier keine große Überraschung. Auch hier bekommen vor allem Amazon Prime-Nutzer erneut eine Menge geboten: Zahlreiche kostenlose Apps und Spiele sind freigeschaltet, zusätzlich lockt Amazon mit besonderen Angeboten, dem Amazon-Shop und regelmäßige Hinweise auf dem Startbildschirm für die neuesten Aktionen.

Fazit: Auch dieses Amazon Fire Tablet bleibt eindeutig Zweitgerät – als netter Zeitvertreib beim Streaming und als Back-up-Hilfe macht es wirklich Spaß. Für etwa 199,00 Euro kann man das Tablet bestellen.

Die Amazon Fire Tablet-Funktionen

Amazon ist überall: Die Amazon-Apps springen dem Nutzer ständig ins Auge. Für das Amazon Fire Tablet lohnt es sich definitiv, ein Prime-Mitgliedsabo abzuschließen, denn nur so lässt sich das Rundum-Sorglos-Paket wirklich genießen. Für Nichtabonnenten macht die Nutzung deutlich weniger Spaß – eine subtilere Vermarktung der eigenen Apps und Services wäre hier eleganter gewesen.

  • Unbegrenzt, aber nicht für immer: Amazon Drive

Wer viele Daten hat, muss auch viel Speicherplatz zur Verfügung haben – eine Platzerweiterung gibt es unbegrenzt in der Cloud von Amazon-Drive. Die Übertragungsrate ist angenehm schnell, so macht Backuppen zumindest ein bisschen Spaß. Amazon bietet hier eine dreimonatige, kostenlose Probemitgliedschaft an. Nach Ablauf der Zeit lässt Amazon sich die Nutzung der Cloud ganze 70 Euro im Jahr kosten. 

  • Ein flüssiges Prime-Erlebnis: Streaming ohne Ende

Amazon Prime Nutzer können sich entspannt zurücklehnen und Filme und Serien ohne Ende schauen. Hier eignet sich die Videofunktion ganz besonders gut, da Filme und Serien wie auf dem Fernseher geschaut werden können – und zwar geräteübergreifend. Die Streaming-Funktion eignet sich daher ideal zum Reisen oder für eine kurze Serienfolge abends im Bett. Besonders clever: Filme und Serien können auch offline auf den Geräten gespeichert werden. Der Download ist einfach zu handhaben. Dem Nutzer werden je nach Qualität des Videos verschiedene Speichervarianten empfohlen. Der Download dauert nur wenige Minuten und im Anschluss findet man den Film oder die Serie im übersichtlich gestalteten Download-Ordner der Video-App. 

  • Unendlich lesen wie auf dem Kindle

Die Fire Tablets sorgen für mehr Ordnung im Elektroregal. Sie verfügen über die gleichen Funktionen wie der herkömmliche Kindle-E-Reader, und die werden immer smarter. Dass Amazon sich Gedanken über das beste Leseerlebnis macht, merkt man: Die Seitenzahl, Positionsangabe oder aber auch die Minutenangabe für das verbleibende Kapitel kann je nach Bedarf angezeigt werden. Der Nutzer kann auch hier die Buchstabengröße, Zeilenabstand sowie die Schriftart und den Rand nach eigener Vorliebe einstellen. Die Geräte können außerdem die persönliche Nutzerbibliothek anzeigen, sodass man seine Bücher auch auf dem E-Reader lesen kann. Prime-Mitglieder können einmal monatlich ein Buch kostenfrei leihen. Will man diesen Service nutzen, um das Abo aber einen Bogen machen, kann man sich auch bei Kindle Unlimited anmelden.

Die Tablets verfügen zwar nicht über augenschonende Displays, mit der „Blue Shade“ -Funktion werden die Augen aber gerade vor dem Schlafen gehen um einiges entspannter. Die Funktion minimiert das blaue Licht, was uns am Einschlafen hindert und ein entspanntes Lesen ermöglicht, ohne die Augen zu belasten. Blue-Shade ist nicht nur zum Lesen geeignet, sondern auch für andere Funktionen wie Apps oder Spiele.

  • The Game is on: Spiele auf dem Tablet

Im App-Store gibt es zahlreiche Spiele und Apps, die sich der Nutzer herunterladen kann. Ob „Social Media“-Apps oder bekannte Games – mit einer Auswahl von über 500.000 Apps und Spiele lässt sich Amazon nicht lumpen. Auf jedem der beiden Geräte funktionierte das auch wirklich gut. Die Spielegrafik hat eher auf dem HD 10-Tablet überzeugt, für ein gemütliches Daddeln auf dem Sofa hingegen erwies sich das kleinere Amazon Fire Tablet als Gewinner.

  • Musikstreaming bei Amazon: Log dich ein

Bei Amazon gibt es nicht nur Serien und Filme, auch die Musikauswahl ist groß. Der Nutzer kann unter zwei Millionen Songs auswählen und seine eigenen Playlists zusammenstellen. Das ist weniger als bei den anderen großen Anbieter wie Spotify oder Apple Music, aber es reicht. Zudem laden verschiedene Playlists zum Stöbern und Streamen ein. Hierfür braucht der Nutzer jedoch ein neues Konto bei Amazon Music-Unlimited. Als Prime-Kunde zahlt man 7,99 Euro für den Zugang – alle Externen müssen 9,99 Euro über den virtuellen Musiktresen reichen.

Die Bedienung der Amazon-Music-App war einfach und unkompliziert und ähnlich aufgebaut wie bei den Konkurrenzdiensten Spotify oder Deezer. Und auch hier punktet die Offline-Variante: Alben, Songs oder Playlists können auf das Gerät heruntergeladen und offline wiedergegeben werden.

Fazit: Prime-Nutzer haben es besser

Die beiden Tablets passen ideal in die Zeit, denn sie sind schnell, leistungsstark und für den reinen Medienkonsum ausgelegt. Auf beiden Geräten lässt es sich angenehm und ruckelfrei Filme und Serien schauen, Musik hören, Spiele spielen und im Internet surfen. Wer ein Tablet genau dafür nutzen und nur hin und wieder mal ein Buch darauf lesen möchte, ist hier mit der günstigeren Variante gut beraten.

Der Elefant im Raum ist bei allen Funktionen die Dauerpräsenz von Amazon Prime. Dabei muss man nicht zwingend Prime-Kunde werden, um dieses Tablet zu nutzen, denn alle Funktionen – wie beispielsweise der Browserzugang bei Netflix – laufen problemlos. Dennoch bietet sich eine Mitgliedschaft an, um von den zahlreichen Vorteilen profitieren zu können. Die Apps, der Shop und die Angebote richten sich nun einmal am ehesten an Amazon Kunden.

Zum reinen Arbeiten finde ich die Tablets nicht brauchbar, es sei denn, man nutzt die von Amazon angebotene Cloud, um seine Daten dort abzulegen. Zudem lasen sich nicht alle frei verfügbaren Apps außerhalb des Amazon-Shops installieren.

Das Amazon Fire HD 10 kommt mit seinem gepfefferten Kaufpreis von 200 Euro etwas übertrieben daher, da es sich von den Möglichkeiten her kaum vom günstigeren Produkt unterscheidet. Für den Alltag reicht die günstige Variante, trotz weniger Speicherplatz, einer mittelmäßigen Akkulaufzeit, einem nicht ganz so hochwertigen Display und einer wirklich unterirdisch miesen Kamera dennoch aus. Die Basisfunktionen sind dem teureren Modell sehr ähnlich und alle Amazon-internen Service-Apps sind auf beiden Geräten nutzbar. Daher empfiehlt sich das Gerät am ehesten auf Reisen und für den Pendler-Alltag.


Images by Jennifer Eilitz


Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • FACEBOOK businessinsider: Facebook wants to launch its big attack on TV next month – here’s what we know Facebook hat schon vor einer Weile angekündigt den Streaming-Platzhirschen Amazon Prime und Netflix Konkurrenz machen zu wollen. Im Juni soll nun das Projekt rund um eigens produzierte Serieninhalte starten. Derzeit sind rund zwei Dutzend Serien geplant. Facebook will damit einen weiteren Schritt in die Richtung gehen, um mehr Kontrolle über den Kontent auf der eigenen Plattform zu haben. Für den Angriff auf TV und Streaming-Konkurrenz hat sich Facebook im Dezember den Collegehumor-Mitgründer Ricky Van Veen an Bord geholt, der seitdem als strategischer Kreativdirektor fungiert.

  • APP spiegel: Wie Tellonym mit Mobbing kämpft Die Anonymität im Netz ist einer der größten Katalysatoren für Cyber-Mobbing und ein stets ernstzunehmendes Problem. Mit jedem Aufkommen von neuen Plattformen zur sozialen Interaktion, gibt es auch neue Möglichkeiten Hassbotschaften zu verbreiten. Die App „Tellonym“ gibt den Nutzern die Möglichkeit anonyme Nachrichten zu verschicken. Schon die Frage-und-Antwort-Plattform Ask.fm stand vor Jahren in der Kritik eine ideale Cybermobbing-Plattform zu sein. Auch Tellonym hat solches Potential, behauptet aber aktiv dagegen vorzugehen.

  • RE:PUBLICA zeit: Mit den Trollen tanzen: Die re:publica, die Konferenz rund um soziale Medien und die digitale Gesellschaft, steht in den Startlöchern! Rund 8.000 Menschen diskutieren ab heute bis Mittwoch über Digitalisierung und was sie mit uns macht. Die erste re:publica fand 2007 in der Kalkscheune neben dem Friedrichstadtpalast statt. Der Mann, an dem sich die Netzgemeinde in diesem Jahr inhaltlich abarbeiten wird, ist Donald Trump.

  • MESSAGING heise: Datenschutzbeauftragter warnt vor WhatsApp & Co. An Schulen: Messaging-Dienste wie WhatsApp, der Facebook Messenger, Telegram und Co. gehören zum Alltag dazu, so natürlich auch zu dem von deutschen Schülern. Der Datenschutzbeauftragte von Rheinland-Pfalz, Dieter Kugelmann, weist darauf hin, dass WhatsApp zu schulischen Zwecken tabu ist. Manch ein Lehrer sage, in einer WhatsApp-Gruppe könne er am einfachsten Hausaufgaben verteilen. Kugelmann sieht darin aber ein Risiko. Nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Hamburg darf Facebook weiter keine Daten deutscher Nutzer von WhatsApp nutzen.

  • STROMNETZAUSBAU heise: Stromnetzausbau: weiter Rückstand bei Autobahnen: Jahrelang ging es beim Stromnetzausbau kaum voran. Jetzt nimmt der Ausbau langsam Fahrt auf. Die Bundesnetzagentur hofft, mit Erdkabeln langwierige juristische Streitigkeiten zu vermeiden. Der für die Energiewende dringend nötige Stromnetzausbau kommt nach jahrelangen Verzögerungen langsam in Gang. Es bleibt aber dabei, dass die drei großen neuen Nord-Süd-Stromautobahnen zur Versorgung Bayerns und Baden-Württembergs bis zur Abschaltung der letzten deutschen Atomkraftwerke 2022 noch nicht fertig sein werden.

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • STREAMING sueddeutsche: Warum Streaming-Fans jetzt aufpassen müssen: Wenn es nach dem Europäischen Gerichtshof geht, soll das, zuvor eher als rechtliche Grauzone angesehene, Streaming von urheberrechtlichen Inhalten auf dubiosen Seiten nun gegen das Recht verstoßen. Wer sich zuvor also auf nicht wirklich legale Alternativen zu Netflix und Amazon Prime verlassen hat, könnte es jetzt schwieriger haben. Für Fans von Seiten wie kinox.to oder movie4k.to bedeutet das: Die Chance, abgemahnt zu werden, ist gestiegen – zuvor wurden eher die Seitenbetreiber belangt, weniger deren Nutzer.

  • STARTUP welt: Mit drei Wörtern jeden Ort auf der Welt finden: Mit drei Wörtern um die Welt – die Idee des Startups “What3words” ist es jeden Fleck Erde mit einer Drei-Wort-Kombi zu versehen. Dazu wurde der Planet in 57 Billionen drei Mal drei Meter große Quadrate eingeteilt, welchen eine einzigartige Wortkombination zugeteilt wurde. Zunächst ein kurioses Konzept, aber vor allem für Logistik-Unternehmen ein interessanter Ansatz. Nicht zuletzt die Deutsche Bahn investiert jetzt auch in das Konzept.

  • ECHO faz: Nun will Amazon auch ins Schlafzimmer: Amazon übt jetzt auch seinen Schlafzimmerblick und nimmt Einzug in die Schlafzimmer. Eine neue Version des Amazon Echo – Amazons Smart Home Device mit dem integrierten Assistenzsystem “Alexa” – soll jetzt als Helfer in Modefragen fungieren. “Echo Look” ist als eine Art digitaler Spiegel konzipiert – mit einer integrierten Kamera und mehreren LED-Lampen kann er auf Zuruf Fotos und Videos aufnehmen. Nutzer können sich vor das Gerät stellen wie vor einen Spiegel und die Fotos oder Videos dann hinterher auf ihrem Smartphone begutachten.

  • FUNK heise: Bundestag gibt grünes Licht für einheitliche Ladegeräte – Funkabschottung befürchtet: Es gibt eine neue EU-Richtlinie für alle elektrischen oder elektronischen Geräte, die über Funk kommunizieren oder Funkortung betreiben. Im Juni 2017 soll sie in Kraft treten und somit ein mögliches EU-weites Verkaufsverbot von für Geräte mit Funkverbindung. Dieses möglicherweise schon in wenigen Wochen in Kraft tretende Verbot betrifft Navigationsgeräte, Smartphones, WLAN-Router und internetgesteuerte Haushaltsgeräte oder Industriemaschinen.

  • GAMING zeit: “Portal Knights” ist Spiel des Jahres: Am Mittwochabend wurde in Berlin der Deutsche Videospielpreis verliehen, einer der renommiertesten Preise in der Branche, aufrgrund der hohen Dotierung der Auszeichnungen. Bestes deutsches Spiel – ausgezeichnet mit 110.000 Euro – wurde das Abenteuerspiel “Portal Knights” des Frankfurter Entwicklerstudios Keen Games. Zum neunten Mal wurden von einer Jury aus 50 Experten der Spielebranche sowie Vertretern der Politik und Unterhaltung die besten Entwicklungen aus der deutschen Gamer-Szene gekürt.

Weiterlesen »

10 Jahre Apple TV: Vom iTunes-Adapter zur vollwertigen Entertainment-Konsole

apple-tv (adapted) (Image by ToomaCZ [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Nicht nur das iPhone feiert dieses Jahr ein 10-jähriges Jubiläum. Auch der Apple TV wird ebenso alt. Der Apple TV wurde als Fernseher erwartet, war tatsächlich eine verwunderliche Set-Top-Box und hat heute starke Konkurrenz bekommen. Ich blicke auf 10 Jahre Heimvideo-Geschichte mit dem kleinen Kasten zurück.

Set-Top-Box statt Fernseher: Die Anfänge

„Es ist auf deinem Computer, es ist auf deinem iPod und jetzt ist es auf dem TV,“ hieß es im ersten Werbespot für Apple TV. Vor 10 Jahren hat Steve Jobs auf der Macwold im Früjahr 2007 die erste Generation von Apples Interpretation einer Set-Top-Box vorgestellt.

Vorher brodelte die Gerüchteküche nicht nur unter den Apple-Fans. Man munkelte, Apple wolle mit „iTV“ das Wohnzimmer erobern, wie vorher den Markt für MP3-Player mit dem iPod. Zunächst war nicht klar, ob Apple nicht gleich einen kompletten Fernseher konstruieren würde. Die Idee wurde jedoch zugunsten eines reinen Abspielgeräts verworfen.

Es war noch mutig und ungewöhnlich, dass Apple in die TV-Box keinen der damals noch sehr weit verbreiteten DVD-Player einbaute. Aber Jobs und die Apple-Ingenieure bewiesen wieder einmal visionäre Weitsicht. Sie trugen dem Umstand Rechnung, dass jeder Haushalt sowieso schon Geräte zum Abspielen von CDs und auch DVDs hatte. Was jedoch fehlte, war die direkte Verbindung zu iTunes und damit der kompletten Mediensammlung vom Mac.

Bei der Vorab-Präsentation sollte „iTV“ noch ein reiner WLAN-Empfänger werden, tatsächlich war die erste Generation Apple TV eine Art Multimedia-Festplatte oder großer iPod für den Fernseher. Nur ohne Display natürlich, dafür aber mit zunächst 40 und später 160 GB Platz für Musik, Fotos und Filmen. Auch vom Produktnamen „iTV“ ließ Apple kurz vor Toresschluss ab, um möglichen Ärger mit einem ähnlich benannten britischen Fernsehsender aus dem Weg zu gehen.

Apple TV
Sehr klobig – der erste Apple TV. Image by Apple

Ein TV-Zuspieler mit Internet-Anschluss

Im Vergleich zur heutigen Version wirkt der erste Apple TV klobig, war nicht nur optisch dem Vorbild Mac mini ähnlich, sondern fast genau so groß und das Gerät wurde im Betrieb so heiß, dass man Eier drauf braten konnte. Dennoch funktioniert er bis heute prächtig. Die Medien ließen sich per WLAN oder Ethernet über iTunes auf den Apple TV synchronisieren, um dann von dort auf den TV zu gelangen. Beim Betriebssystem baute Apple auf die solide Basis der Computer-Software Mac OS X.

Seltsam war, dass der Apple TV nie irgendwelche Tasten zum Ein- oder Ausschalten hatte. Bis heute kann das Gerät nur per Fernbedienung in einen Ruhemodus versetzt werden.

Auch war der Apple TV nie ein Festplattenrecorder, was damals noch bei anderen Herstellern hoch im Kurs stand. Stattdessen konzentrierte sich Apple voll auf Inhalte aus dem Internet und dem iTunes Store. In weiteren Betriebssystem-Updates lernte der Apple TV Video-Clips von YouTube und Kinotrailer von der Quicktime-Website abzuspielen. Später kam der Einkauf bei iTunes dazu, zunächst mit Musik, Musikvideos und dann Filmen.

Apple TV 3. Image by Wadzifox

Mehr Auswahl und Rechenpower für Generation Zwei und Drei

Mit der zweiten Generation des Apple TV im Jahr 2010 konnten HD-Filme angeschaut sowie Fotos und Musik direkt vom Rechner gestreamt werden. Per AirPlay konnten Filme und Musik auch direkt von iPhone oder iPad über Apple TV unkompliziert auf den Fernseher kommen. Die dritte Generation war eigentlich in erster Linie ein Upgrade: Mehr Hauptspeicher und ein Apple A5 Prozessor ermöglichten Filme in Full-HD.

Apple TV 4 wird mit Apps zur Entertainment-Konsole

Ein echter Quantensprung war die vierte Generation, die im Herbst 2015 vorgestellt wurde und auch die aktuelle Version ist. Die Form des Apple TV erinnert zwar noch an den Vorgänger, ist nur etwas kompakter aber höher geworden. Tim Cook stellte die Neuauflage nicht mehr als Hobby, sondern vollmundig als nichts Anderes als die „Zukunft des Fernsehens“ vor.

Apple TV 4
Apple TV 4. Image by Apple

Um dies zu erreichen machen Siri und die verbesserte Remote-Fernbedienung per Spracheingabe beziehungsweise Touch-Pad das Navigieren und Suchen von Inhalten bequemer als zuvor. Zudem spendierte Apple dem Gerät erstmals ein eigenes Betriebssystem namens tvOS sowie einen App Store.

Die Inhalte von TV-Sendern, Sport- und Streaming-Anbietern aus der ganzen Welt sollen nur noch per App auf den neuen Apple TV kommen. In Sachen Musik bringt der hauseigene Streaming-Dienst Apple Music große Streaming-Auswahl mit.

Aber es dreht sich nicht alles um Unterhaltung: Bei den Apps locken auf dem Apple TV auch alle möglichen Apps vom Aquarium-Bildschirmschoner bis zum Fitness-Trainer, die im App Store gekauft oder kostenlos geladen werden können. Weiterhin bleibt der Apple TV eine prima Lösung, um Inhalte vom iPhone oder iPad an ein TV-Gerät zu streamen.

apps_AppleTV
Der Apple TV 4 hat einen eigenen App Store. Image by Stefan von Gagern

Der will doch nur spielen

Des Weiteren will der Apple TV 4 auch eine Spielkonsole sein. Eigentlich ein logischer Schritt. Der TV ist die fast natürliche Umgebung für Spiele: Großer Bildschirm, fetter Heimkino-Sound. Eigentlich müssten die beliebten iOS-Spiele im Wohnzimmer noch mehr Spaß machen. Doch die Steuerung und das Spiele-Angebot bieten durchwachsene Ergebnisse.

Die Fernbedienung des Apple TV reagiert nicht nur auf Knopfeingaben, sondern auch auf Drehungen. Damit bietet sie bei Bowling- und Tennis-Spielen einen Fuchtel-Faktor, wie man ihn von der Konsole Nintendo Wii kennt. Im App Store finden sich dafür eigens entwickelte Titel, die oft Klone von Spielen für die Nintendo-Konsole sind.

Leider funktioniert das neue Steuerungskonzept nicht bei allen Genres. Hakelig wird es bei Rennspielen, wo die Fernbedienung in Querausrichtung Fahrzeuge steuert. Entweder wird mit dem Touch-Pad per virtuellem Steuerkreuz oder durch Kippen der Fernbedienung gelenkt. Das klappt mal besser und mal schlechter – jedenfalls ist ein optionaler mit Bluetooth betriebener Game-Controller eine gute Investition. Sonst ist Frust durch zu häufiges Landen in der Bande vorprogrammiert.

Zwar sehen die meisten Spiele für den Apple TV grundsätzlich gut aus und machen auf dem großen Bildschirm Spaß. Doch können sie nicht in Sachen Grafikdetails, Umfang und flüssiger Performance mit der Konsolenklasse Playstation 4 und Xbox One mithalten. Besonders deutlich wird das dort, wo sich direkte Vergleichsmöglichkeiten ergeben. Das ist bei Titeln wie Skylanders und Guitar Hero der Fall. An ihnen erkenne ich, dass die Apple-TV-Versionen optisch hinterherhinken.

Apple TV 4
Spiele, die sich wie der Nintendo Wii per Gesten steuern lassen, sind eine Besonderheit des Apple TV mit seiner Siri Remote Fernbedienung. Image by Stefan von Gagern

Jüngst hat Apple den Entwicklern zugestanden, auch Spiele, die größere Downloads ermöglichen, in den App Store für tvOS zu bringen. Bislang war die Größe auf ein paar Gigabytes gedeckelt, was die Veröffentlichung von komplexen Titeln einschränkte. Dies nährt die Hoffnung, dass bald nun auch AAA-Titel das Spieleerlebnis am Apple TV aufwerten könnten.

Starke Konkurrenz trübt die Aussichten

Der Apple TV hat sich als Pionier gegen Geräte wie Festplattenrekorder und DVD-Player durchgesetzt. Und das trotz der Fragezeichen, die eine Box ohne Knöpfe und Medieneinschub anfangs aufwarf.

Dennoch sieht die nahe Zukunft nicht sehr rosig aus. Bei der Präsentation der letzten Quartalszahlen bestätigte Apples Finanzchef sinkende Verkäufe von Jahr zu Jahr seit dem Start der vierten Generation. Kein Wunder, denn mit Produkten wie Amazons Fire TV oder Googles Chromecast gibt es günstige und starke Konkurrenz.

Tim Cook gibt sich aber längst nicht geschlagen und will mit Video-Eigenproduktionen den Apple TV attraktiver machen. Worum es sich dabei genau handelt, ist noch unklar. Aber eins ist sicher: Für Cupertino ist der Apple TV längst kein Hobby mehr, Apple hat ihn fest auf seiner Rechnung. Die Zeit des Apple TV ist noch nicht vorbei. Ich freue mich auf weitere Jahre mit der kleinen Box.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Image (adapted) „Apple TV“ by ToomaCZ (CC0 Public Domain)


 

Weiterlesen »

Zattoo, Magine und Waipu.tv: Drei Apps für TV-Streaming im Check

Teaser-TV-Angebote-AP

Wer heutzutage TV-Sendungen schauen will, braucht dafür nicht zwingend ein Fernsehgerät mit TV-Anschluss. Die einfachste Möglichkeit ist über die heimische Internetverbindung auf einen der zahlreichen Streaming-Angebote zurückzugreifen. Doch welcher Dienst bietet das ansprechendste Paket und die beste Android-App? Wir bringen Licht in den Dschungel des TV-Streaming und haben mit Zattoo, Magine und Waipu.tv die drei spannendsten Angebote ausprobiert.

Zattoo: Schweizer TV-Streaming-Primus

Seit mittlerweile zehn Jahren ist der Schweizer Streamingdienst Zattoo auf dem Markt vertreten. Er zählt damit zu den Pionieren in diesem Segment und ist dementsprechend der meistgenutzte Service. In der kostenlosen Variante kann der Nutzer alle öffentlich-rechtlichen Programme empfangen, ARD, ZDF, Kika und Arte sogar in HD. Auch einige wenige private Sender wie Viva oder Welt der Wunder sowie internationale Programm wie CNN oder France 24 sind inkludiert. Zudem gibt’s eine On-Demand-Funktion, die Inhalte für einige Tage nach der TV-Ausstrahlung bereitstellt. Darunter zählen die ProSieben-Gruppe (Pro7, Sat1, Kabeleins) sowie BBC, Spiegel TV oder auch NZZ. Dank Netzkino werden auch einige, wenn auch unterirdisch schlechte Filme angeboten. Der Nachteil des Geizes: Vor jedem Aufruf werden ausgedehnte, nervige Werbeclips eingeblendet.

Zattoo-Screenshots-AP
Zattoo bietet einen praktischen EPG. Screenshot by Jonas Haller

Wer öfter auf Smartphone, Tablet oder PC fernsieht, der sollte sich also das Premium-Paket Zattoo HiQ genauer anschauen. Neben dem Wegfall der diensteigenen Werbung spendieren die Schweizer zudem Privatsender wie Pro7, Sat, RTL oder n-tv. 30 Sender sind zudem in HD verfügbar. Zudem gibt’s eine Restart-Funktion, über die eine laufende Sendung von Beginn angeschaut werden kann. Mit Recall wird zudem eine erweiterte On-Demand-Funktion freigeschaltet, die Sendungen bis 7 Tage nach Ausstrahlungen verfügbar macht. Doch was kostet das? Ein Tages-Pass schlägt mit 1,59 Euro zu Buche, ein Monat kostet 9,99 Euro. Wer sich ein Jahr an den Schweizer Dienst binden will, kann zusätzlich sparen und bezahlt 99,99 Euro.

Für Android-Nutzer ist im Google Play Store eine entsprechende App hinterlegt. Sie zeichnet sich durch eine übersichtliche Menüführung sowie kurze Ladezeiten aus. Ein Elektronischer Programm-Guide hilft bei der Orientierung und zeigt die aktuellen Sendungsinformationen an. In den Einstellungen kann zudem die Download-Bitrate für WLAN- und Mobilfunkzugriff gesetzt werden. Ein spannendes Feature vor allem für Nutzer mit begrenztem Datenvolumen. Um besonders effektiv werben zu können, integrieren die Schweizer Software-Entwickler unter anderem Google Analytics oder auch eine Adjust Nutzungsanalyse. Hier empfiehlt sich die Deaktivierung über die Optionen. Per Chromecast kann das TV-Streaming auch auf den Fernseher übertragen werden.

Magine: Schwedischer Individualist

Seit März 2013 ist der schwedische Mitbewerber Magine auf dem Markt. Gegenüber dem Schweizer Service Zattoo gibt es auf dem ersten Blick nur wenige Unterschiede: Alle öffentlich-rechtlichen Programme sowie ausgewählte Privatsender wie Nickelodeon, Viva oder Comedy Central sind bereits in der kostenlosen Variante verfügbar. Jedoch werden ARD und ZDF lediglich in SD-Qualität ausgestrahlt. Dafür verzichten die Schweden selbst in der kostenlosen Variante auf jegliche Art von Werbung und bieten für die kostenlosen Sender eine Art Mediathek mit Catchup.

Magine-Screenshots-AP
Die Android-App von Magine bietet einen übersichtlichen Aufbau. Screenshots by Jonas Haller

Wer auch auf Privatsender wie Pro7, Sat1 oder RTL nicht verzichten möchte, greift am besten zum Basic-Paket. Es beinhaltet zudem die Sender ARD und ZDF in HD. Für insgesamt 40 Sender müssen 6,99 Euro pro Monat berappt werden – drei Euro weniger als beim Schweizer Konkurrenten. Zudem hat der Dienst ein Paket mit etlichen Pay-TV-Sendern wie Universal, Sony Channel oder AXN im Angebot. Die Aufstockung auf 76 Sender kostet insgesamt 11,99 Euro pro Monat. Zusätzlich bietet Magine interessenbasierte Pakete an. darunter zählen Film & Serie (u.a. TNT Film, Sports TV, Sat1 Emotions), Original English (u.a. Cartoon Network, Boomerang, E! Entertainment) oder auch Sport & Action (u.a. Sportdigital, Auto Motor & Sport, Fuel TV). Die Preise liegen bei monatlichen 2,99 Euro bzw. 3,99 Euro. Pluspunkt: Statt drei gleichzeitig streamenden Geräten bei Zattoo können bis zu fünf Geräte auf den Dienst zugreifen.

Wie auch beim Schweizer Vorbild steht eine schicke Android-App im Play Store kostenlos bereit. Durch den Wegfall des Werbeintros kann schnell auf die verschiedenen TV-Sender zugegriffen werden. Auch ein Elektronischer Programm-Guide (EPG) ist mit an Bord. Der Videostream läuft leider nur im Landscape-Modus, wodurch beim Anschauen nicht gleichzeitig im EPG gestöbert werden kann. Wie auch bei Zattoo könnt ihr in den Einstellungen den Datenhunger der Anwendung drosseln. Zudem unterstützt Magine das Streaming auf den Google Chromecast, ebenso wie Zattoo.

Waipu.tv: Deutscher Schnellstreamer

Der jüngste und ein technisch besonders ambitionierter Streaming-Anbieter ist Waipu.tv, der vom Münchner Netzspezialisten Exaring AG betrieben wird. Das Besondere ist dabei die im Hintergrund arbeitende Infrastruktur. Das Unternehmen betreibt für das TV-Streaming ein eigenes Glasfasernetz, das für eine geringe Latenz und ein schnelles Umschalten zwischen den Kanälen sorgen soll und in der Praxis auch tut. Dafür ist allerdings eine Kooperation mit den jeweiligen Internetanbietern notwendig. Im Test funktionierte die Übertragung beispielsweise im weit verbreiteten Universitätsnetz Eduroam nicht.

Waipu-Screenshots-AP
Der Senderwechsel funktioniert bei Waipu unglaublich schnell. Screenshots by Jonas Haller

Wie bei den anderen Angeboten können mit einem kostenlosen Konto die öffentlich rechtlichen Programme in SD-Qualität geschaut werden. Zusätzlich sind Privatsender wie Eurosport, Deluxe Music oder die Nachrichtensender Deutsche Welle, CNN und Euronews verfügbar. Weitere Privatsender sind im Comfort-Paket verfügbar, das mit monatlich 4,99 Euro zu Buche schlägt und auch dementsprechend kündbar ist. Die 59 Sender flimmern in Standard-Qualität über das Mobilgerät, eine HD-Option kostet einen Euro zusätzlich. Im Comfort-Paket sind neben dem Pausieren von Sendungen auch 10 Stunden Aufnahmespeicher enthalten. Wie in alten VHS-Zeiten kann das TV-Programm also auch definiert aufgezeichnet werden. Wem das nicht reicht, der kann auf das Perfect-Paket zugreifen. Der Aufnahmespeicher erhöht sich auf 50 Stunden und zudem ist eine Mobiloption fürs TV-Streaming im Mobilfunknetz enthalten. Der Preis steigt dann allerdings auf 14,99 Euro pro Monat.

Anders als Magine und Zattoo funktioniert Waipu ausschließlich auf Mobilgeräten. Dementsprechend bietet die im Play Store verfügbare App ein ansprechendes Design und eine sehr gute Performance. Innerhalb von wenigen Sekunden ist der Stream geladen und durch einfaches Wischen nach rechts oder links schnell gewechselt. Über einen Reiter im unteren Bereich stehen zudem ein EPG, TV-Tipps, der Aufnahmespeicher sowie das Nutzerkonto zur Verfügung. Wie bei Zattoo und Magine ermöglicht Google Chromecast die Wiedergabe auf einem TV-Gerät. Seit letzter Woche wird zudem Amazons Fire TV unterstützt.

Fazit: TV-Streaming ist flexibel und kostengünstig

Dank des immer besseren Netzausbaus stellt das Fernsehen per Streaming eine ernst zu nehmende Konkurrenz zu Satellit, IPTV und Co dar. Die drei Anbieter Zattoo, Magine und Waipu.tv zeichnen sich besonders durch ihre Flexibilität und den niedrigen Preisen aus. Zudem sind sie unabhängig von Internetanschluss und Telefon buchbar, Zusatzhardware wird nicht benötigt. Auch die Verbindungsqualität war bei den getesteten Angeboten sehr gut – es kam nur zu Stoßzeiten zu vereinzelten Abbrüchen.

Zattoo HiQ bietet die meisten Sender (90 Programme), Magine den geringsten Preis (6,99 Euro) und Waipu.tv die beste Performance und zusätzlichen Aufnahmespeicher. Alles in allem sind die Unterschiede beim TV-Streaming so marginal, dass es vor allem eine Philosophiefrage ist, ob man nun auf Zattoo, Magine oder Waipu.tv zurückgreift.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


Teaser Image by Jonas Haller, Screenshots by Jonas Haller


Weiterlesen »

Wie Telekom mit der StreamOn-Funktion die Netzneutralität gefährdet

Telekom-StreamOn-Teaser-AP

Mobilfunkverträge mit inklusivem Datenvolumen sind hierzulande ja ein leidiges Thema. Während Anbieter in Nachbarstaaten wie Finnland mit Dutzenden Gigabytes um sich werfen, erhält der Otto Normalverbraucher in Deutschland nur ein mickriges Inklusiv-Volumen. Bei Verwendung von Streamingplattformen wie Spotify oder YouTube ist das schnell aufgebraucht. Abhilfe soll beim größten deutschen Mobilfunkanbieter Telekom die neue Option „StreamOn“ schaffen. Doch was gut gemeint ist, könnte den Streaming-Wettbewerb womöglich spürbar verzerren.

StreamOn: Streamingdienste vom Inklusivvolumen ausgenommen

Streaming ist der Trend der letzten Jahre. Songs und Videos müssen nicht mehr auf dem kostenbaren Speicher des mobilen Endgeräts gespeichert, sondern können unterwegs „on-the-fly“ von den Webservern abgerufen werden. Gerade das kostet allerdings eine Menge Bandbreite, die bei den meisten Verträgen rar ist. Der Netzanbieter Telekom hat diese Entwicklung erkannt und bietet ab 19. April eine neue Option mit dem Namen StreamOn an.

Dabei ist der Name Programm: Der Nutzer kann Musik hören und Videos schauen, ohne dass das im Tarif enthaltene Highspeed-Datenvolumen belastet wird. Die Telekom selbst gibt sich selbstbewusst und Unternehmenssprecher Niek Jan van Damme tönt: „Mit StreamOn werden wir den deutschen Mobilfunkmarkt revolutionieren. Das neue Angebot ist ein weiterer Schritt auf dem Weg, unseren Mobilfunkkunden auch unterwegs eine uneingeschränkte Nutzung von Audio- und Videoinhalten im besten Mobilfunknetz zu bieten.

20151221-spotify-partymodus
Spotify ist zum Marktstart von StreamOn noch nicht enthalten. (Image by Jonas Haller)

Doch uneingeschränkt gilt nicht ganz: Für die Aufnahme in die Liste der ausgewählten Dienste müssen die Anbieter Telekom-Partner sein oder werden. Zum Start werden im Audiosegment lediglich Apple Music, Amazon Music Unlimited, JUKE, Napster sowie radioplayer.de unterstützt. Verhandlungen mit Spotify laufen nach Unternehmensangaben, eine Einigung wurde aber noch nicht erzielt. Soundcloud oder Google Play Music wurden gar nicht angefragt. Auch im Videobereich sind zwar die Big Player wie YouTube, Netflix, Amazon Prime Video, Sky Go oder das ZDF an Bord, allerdings fehlen Dienste wie Google Play Filme, Vimeo oder die ARD. Letzteres Angebot steht lediglich über den Telekom-eigenen Service EntertainTV live zur Verfügung.

Selektierung von Seiten der Telekom

Das Dilemma der kostenlos hinzubuchbaren Option ist die Willkürlichkeit des größten deutschen Netzbetreibers. Schlussendlich entscheidet er, welche Streaming-Dienste es wert sind, für StreamOn freigeschalten zu werden. Zwar verspricht Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden Telekom Deutschland GmbH, dass keine Einschränkungen vorliegen und jeder Anbieter von legalen Audio- und Video-Inhalten Partner werden kann, allerdings müssen die Streaming-Unternehmen erst auf die Telekom zugehen. Und das ist die falsche Vorgehensweise. Der Mobilfunkanbieter bevorteilt einmal mehr die großen Content-Lieferanten und beschneidet etwaige Mitbewerber in ihrer Konkurrenzfähigkeit.

Fazit: Entweder alle oder keine

Auf dem ersten Blick ist StreamOn eine echte Revolution für den Mobilfunkmarkt. Gerade große Datenmengen bleiben von der Anrechnung an das Datenvolumen verschont. Der zweite Blick offenbart allerdings vielmehr einen Rückschritt – vor allem in Sachen Netzneutralität. Kooperierende Streaming-Anbieter werden durch die Funktion in ihrer Wettbewerbsfähigkeit bevorteilt. Der Mobilfunkbetreiber sollte nicht die Schlüsselrolle spielen, warum ein Kunde genau diesen Streaming-Dienst nutzt. An die Telekom gilt deswegen der Appell: entweder alle oder keine. Entweder, man spendiert den Kunden echte Flatrates oder bleibt weiterhin im alten System der engen Datenvolumina.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


Image by Telekom


Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • SMART-TV zeit: Traue keinem Fernsehsignal: Experten sind sich seit Jahren einig, dass Smart-TVs zu den attraktivsten Zielen für Hacker gehören, um in den vernetzten Haushalt einzudringen. Auf einer Konferenz am Montag stellte der israelische Sicherheitsforscher Amihai Neiderman gleich 40 Schwachstellen und sogenannte Zero Days, also unentdeckte Lücken, in Samsungs Betriebssystem Tizen vor. Das System spielt in Sachen „Internet of Things“ eine wichtige Rolle, ist aber in der Sicherheistforschung tatsächlich im Vergleich zu Android oder iOs weniger präsent.

  • SMARTPHONE golem: Smartphone-Synchronisation mit dem Flugzeug-IFE: Noch bis morgen findet in Hamburg die Aircraft Interiors Expo statt, einer führenden Messe für Airlines und Ausstatter. Panasonic Avionics hat am ersten Messetag nun seine nächste Unterhaltungsplattform für Flugzeuge vorgestellt – Next. Das neue Inflight Entertainment System (IFE) soll auf das Android-System aufbauen. So soll das eigene Smartphone mit dem IFE synchronisiert und so auch Vielflieger erkannt werden. Mit Next synchronisierte Wearables sollen beispielsweise eine Dehydrierung des Gastes erkennen und den Steward darüber benachrichtigen.

  • SPOTIFY heise: Musikstreaming bei Spotify: Neue Alben künftig zum Teil nur in der Premium-Version: Spotify ist einer der führenden Musik-Streaming Anbieter. Streaming ist eine Erscheinung, die der Musikbranche beinahe das Genick gebrochen hat. Jetzt hat Spotify dem Druck der Musikbranche nachgegeben und einen Deal mit Universal Music abgeschlossen. Demnach sollen neu veröffentlichte Alben für zwei Wochen nur für Abo-Kunden zugänglich sein, während in der kostenlosen Version einige Single-Auskopplungen verfügbar sein sollen. Die langfristige Vereinbarung mit Universal Music ist ein Meilenstein für Spotify, der auch den Weg für einen Börsengang des Musikdienstes ebnen könnte.

  • YIK YAK theverge: Square is in talks to buy the Yik Yak team: Die Messaging App Yik Yak steht vor dem Aus. Yik Yak war einst eine beliebte, anonyme Messaging-App für Studenten, doch der Hype ist mittlerweile vorbei. 2014 wurde das Startup gegründet und hat ein Risikokapital von 73,5 Millionen US-Dollar eingesammelt. Nach dem Höhenflug musste das Unternehmen allerdings bereits 60 Prozent der Mitarbeiter entlassen und ist jetzt im Gespräch von Payment-Anbieter Square aufgekauft zu werden.

  • IPHONE spiegelonline: iPhone 6 Plus bei Aldi – Das Schein-Schnäppchen: Ein iPhone zum “Billig”-Preis und ohne Vertragsbindung gibt es jetzt bald bei Aldi. Das Premium-Smartphone von Apple wird in der kommenden Woche erstmals in den Filialen des Discounters zu kaufen sein – allerdings nicht in der neuesten Version. Das iPhone 6 Plus war das erste Smartphone von Apple im XL-Format und wird jetzt be idem Discounter zu einem vergünstigten Preis angeboten. Der Schnäppchen-Schein trügt allerdings – das Modell ist veraltet und bei Aldi nur mit der Minimalausstattung verfügbar.

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • DEUTSCHE BANK MOBILE PAY: Deutsche Bank startet Bezahlen per Smartphone – Apple Pay lässt weiter warten: Ab dieser Woche können Deutsche Bank-Kunden mit ihrer Banking-App auch bezahlen. Kunden mit Android-Smartphone sollen ihre Mastercard-Kreditkarte in die Deutsche Bank App integrieren können und dann per Smartphone bezahlen. Die Funktion groß auszurollen, traut sich die Bank offenbar noch nicht: Vorerst sollen nur 300.000 von acht Millionen Kunden den Service nutzen können, wie das Handelsblatt berichtet.

  • TOR golem: Tor-Entwickler experimentieren mit Rust: Die Entwickler des Browsers Tor, der als sicherer als andere Browser gilt, denken darüber nach, die Sprache des Programms zu wechseln. Die Sprache, die bisher zum Einsatz kommt, ist C. „Ein kleiner Fehler in C könnte echte Konsequenzen für echte Menschen haben“, sagte allerdings Entwicklerin Isis Aora Lovecruft auf Twitter. Beim einem Treffen letzte Woche wurde diskutiert, ob statt C nun die Sprache Rust Einzug halten soll. Sie soll bald für erste Tests genutzt werden.

  • SMARTHOME heise: Versteckte Mikrofone in euren Haushaltsgeräten: Alles wird smart: Überwachungskameras, Heizungsthermostate und Schaltsteckdosen kommunizieren munter über das Internet mit ihren Herstellern und verwandeln die Router-Firewall in einen Schweizer Käse. Was genau die IoT- und Smart-Home-Geräte tun, erfahren die Kunden jedoch nicht. In Ausgabe 8/2017 hat das c’t magazin am Beispiel etlicher Geräte aus dem Fundus der Mitarbeiter untersucht, wie es um die Sicherheit von IoT- und Smart-Home-Geräten bestellt ist, ob die Privatsphäre gewahrt bleibt und welche Möglichkeiten der Kunde hat, Gefahren zu erkennen und zu vermeiden.

  • TELEKOM Welt: Gratis-Streaming beim Telekom Mobilfunk: Niek Jan van Damme, Deutschland-Chef der Telekom, hat angekündigt, dass für Nutzer, die den Magenta-Mobil-Tarif L gebucht haben, künftig Video- und Musikstreaming „kostenlos“ sein werden. Damit gemeint ist, dass sich das Datenvolumen nicht mehr dadurch verringert, dass Musik oder Videos gestreamt werden. Laut van Damme haben viele Nutzer „Angst davor, ihr Datenvolumen zu verbrauchen“. Ihnen wolle man mit der neuen Option die Angst nehmen. Hingegen anders lautender Vermutungen, dieses Angebot würde die Netzneutralität gefährden, sagte der Telekom-Chef: „Wir verletzen hier keine Netzneutralitätsregeln, weil wir alle Interessenten und Partner gleich behandeln“.

  • YAHOO kurier.at: Aus AOL und Yahoo soll Oath werden: Das US-Internetunternehmen Yahoo soll nach seiner Übernahme durch den US-Telekommunikationsriesen Verizon offenbar mit der Verizon-Tochter AOL zu einer Einheit verschmelzen, die offenbar den Namen Oath tragen soll. „TakeTheOath“ schrieb AOL-Chef Tim Armstrong am Montag im Kurzmitteilungsdienst Twitter und machte damit ein Wortspiel, das sowohl „Nimm Oath“ als auch „Leiste den Eid“ bedeutet. Den geplanten Zusammenschluss nannte Armstrong ein „nicht zu bremsendes Team“.

Weiterlesen »

OldTV, NewTV und irgendwas dazwischen – Budi von den Rocketbeans im Interview

Daniel Budi Budiman (Image by Lisa Kneidl)

Am 21.03. fand der 9. newTV Kongress in Hamburg statt. Rund 200 Besucher haben sich zum Austausch rund um OldTV vs. NewTV unter dem Leitthema „Business Innovation on Screen“ getroffen. Zu den Highlights zählten internationale Speaker wie Chris Mead von Twitch mit seiner Keynote über die Online-Streaming-Plattform und deren Creator-First-Mentalität, Raquel Bubar von der New York Times (einer Expertin für Branded Content und Native Advertising) oder Cyrus Saihan (BBC) mit seinem Vortrag über VR und 360°.

OMR2017
Daniel „Budi“ Budiman beim Panel „Experten treffen Jugendliche“ auf dem newTV Kongress. Image by Lisa Kneidl

Daniel „Budi“ Budiman war als Panel-Moderator zu Gast, um einen Dialog mit Jugendlichen zum Thema Medienkompetenz zu starten. Budi, als Moderator aus Giga Games und Game One bekannt, ist Co-Gründer und Head of Strategy von Rocket Beans Entertainment, die am 15. Januar 2015 mit dem ersten 24-Stunden-Sender auf Twitch online gegangen sind und mit nunmehr rund 90 Mitarbeitern und mittlerweile auf YouTube rund um die Uhr Gaming- und Unterhaltungscontent streamen. Bei Rocketbeans TV schalten zu Spitzenzeiten rund 50.000 Zuschauer live ein – Erfolg, der für sich spricht und mit dem vor knapp zwei Jahren nicht jeder gerechnet hätte. Wir haben Budi im Vorfeld seines Panels zum Interview getroffen und mal nachgefragt, was für ihn oldTV, newTV und das ist, was Rocketbeans TV so dazwischen macht.

Lisa Kneidl: Du bist ja hier für das Panel „Experten treffen Jugendliche“. Worum wird es da genau gehen?

Daniel Budiman: Ich treffe vier Jugendliche im Alter von 11 bis 13 und die müssen mir heute ganz dringend erklären, wie ich mich als junges Elternteil auf die Zukunft vorbereiten muss. Was ist cool, was ist nicht cool, was finden sie selber cool, das ihre Eltern vielleicht zulassen oder nicht zulassen. Das Thema des Generationswandels, diese gesamte Medienlandschaft organisiert sich komplett neu. Es werden neue Regeln gesucht, aufgestellt, zerworfen, wiederaufgebaut, dann fällt es wieder in sich zusammen und es kommen plötzlich ganz viele neue Akteure auf den Markt. Durch neue Technologien, aber eben auch durch tatsächlich die Demographie, durch die Generation.

Ich bin Jahrgang 83, das bedeutet, mein technisches Verständnis ist ein grundlegend anderes als das von älteren Generationen. Als junger Vater beschäftigte ich mich sehr deutlich mit der Materie, also Internet, Streaming, Apps, Gaming – alles was Technologie bedeutet. Und wie sieht das morgen eigentlich aus? Und was müsste ich in der Theorie verstehen, damit meine Jungs gewappnet sind. Gewappnet im Sinne von ‚was bedeutet Datenschutz, was bedeutet generell Medienkonsum, was ist dieses ominöse Medienkompetenzthema wovon eigentlich alle reden?‘. Alles was man tun kann, um der Situation eigentlich Herr zu werden, ist, Gespräche zuzulassen und nicht in Regeln zu unterwerfen, die vielleicht auch nicht mehr funktionieren können. Ein reines Verbot von Technologie ist etwas sehr Schädliches für die junge Generation. Aber ein ‚ach tu doch was du willst‘ ist genauso schädlich.

Es ist ein individuelles Thema und so oder so müssen wir darüber sprechen. Ich hoffe da wirklich auch einen Dialog schaffen zu können, der für alle Beteiligten einen Mehrwert bietet. Nämlich einfach mal den Start eines Dialoges, eines sich Öffnens, eines Generationswandels und nicht aus Angst Regeln aufbauen, sondern aus Respekt vor der Geschwindigkeit eher den Dialog fördern.

Was ist „newTV“ für dich?

NewTV ist die Art und Weise, wie man konsumiert und nicht was man konsumiert. Die Verbreitung eines Inhaltes, eines Films, einer Serie, was auch immer, ist eigentlich vollkommen irrelevant. Das hat sich jetzt gezeigt durch Internet, YouTube, Twitch, Beam, Facebook. Alle haben komplett unterschiedliche Parameter und Marktwährungen, aber der Content kann auf alle Seiten bespielt werden.

NewTV bedeutet für mich ein plattformunabhängiges Produzieren, verbreiten und konsumieren von Inhalten und kein Endprodukt, sondern einen Prozess. Das ist eine Bewegung, die rein durch diesen unglaublich schnellen technologischen Wandel hervorgerufen wird. Sachen die produziert werden, sollen zu jedem Zeitpunkt auch konsumierbar sein. Aber die Art und Weise der Produktion verändert sich rapide. Es wird nicht mehr als Endprodukt produziert, sondern als etwas Fortlaufendes und Nachhaltiges. Nachhaltig bedeutet, sich ernsthaft mit einem Thema oder einem Video oder einem Format längerfristig zu beschäftigten. Wenn die Konsumenten aber die Kommunikationsart, zum Beispiel Social Media oder über andere Kanäle oder Kommentarfunktionen, einfach selber noch nicht kennen, oder so wie es vielleicht mal am Anfang des Internets war, dann passiert so etwas, was wir heutzutage unter Populismus verstehen. Schnelle Meinungen werden sehr schnell rausgepackt.

Das alles fällt für mich unter newTV, weil wie lange dauert das Konsumverhalten, welche Informationen werden wie verstanden und wie wird das gespiegelt und zurückgegeben. Ein Ende der Diskussion gibt es gar nicht. Es geht den meisten Leuten immer nur darum, sozusagen gewisse Standpunkte im Prozess weiterzuentwickeln oder einen Punkt zu überprüfen. Aber das ist in der heutigen Diskussion so gut wie nicht machbar.

Wie schätzt du da die Grenzen zum klassischen Fernsehen ein? Und hat das eine Medium dem anderen gegenüber Vorteile?

Der einzige große Unterschied der Fernsehlandschaft oder der TV-Branche zum newTV ist das Alter der Beteiligten, sowohl senderseitig, auftraggeberseitig, auftragnehmerseitig inklusive aller Stationen, wie da Geld verdient wird, sprich durch den Rundfunkstaatsvertrag oder das duale System in Deutschland. Das ist alles für mich die klassische TV-Welt. Und newTV ist im Prinzip alles, was nicht mehr in dieses klassische Bild reinpasst. Wenn es tatsächlich eine Definition gibt, ist es das Budget.

OldTV ist ein gesamter Bereich, plattformunabhängig, der über größere Budgets verfügt, wo alle Akteure, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, der gesamte Markt insgesamt einen anderen technologischen Hintergrund bearbeitet haben, eventuell dadurch einfach insgesamt mehr Geld verdient haben und auf diesen Pötten sitzen. NewTV wiederum bespielt eine andere Zielgruppe in Gänze. Eine Zielgruppe, die andere Produkte oder Prozesse versteht. Es wird anders Geld verdient. Und der Hybrid daraus bestimmt gerade den Markt. Und da passiert jeden Tag etwas Neues.

Du kommst aus der Gaming-Sparte, hat Gaming noch einen Platz im Old TV?

Gaming ist unfassbar weitreichend. Gaming hat immer eine Relevanz und ist so vielfältig, dass es jede Zielgruppe auch tangieren kann und vielleicht sogar sollte, weil es eine verspielte Art und Weise ist, Technologie zu verstehen, komplexe Systeme irgendwie zu zulassen. Es geht nur um die Bereitschaft sich darauf einzulassen. Das sind nicht immer nur um die oberflächlichen Themen, ist es gewalttätig oder nicht oder dauert das jetzt 80 Stunden oder verliere ich meine Hygiene, wenn ich zu viel zocke, das ist alles alter Scheißkäse. Es gibt für jeden, egal wie alt und egal wo, digitale Spiele, die Sinn machen für diese Person. Und deswegen schließe ich da nichts aus.

Die Frage ist eher, wollen Senderverantwortliche dieses Format wagen? Wir haben mit Game One sehr lange ein Format bei einem Privatsender gehabt. Aktuell gibt es kein Fernsehformat. Warum? Weil die Alternative über die digitalen Kanäle zu gehen einfach aktuell sinnvoller erscheint, weil der Markt es halt hergibt. Warum? Weil die meisten Leute, die Gaming-affin sind, ohnehin Interaktion-komplexere Systeme gewohnt sind. Das heißt, diese reine Passivität hat nur eine kulturelle Bewandtnis. Wenn du sozusagen einer anderen passiveren Zielgruppe Gaming verständlich machen willst, dann kann es das tatsächlich nur aus einem kulturellen Aspekt heraus. Dokus, Magazine, wie auch immer, in diese Richtung muss es gehen. Ich hoffe, dass sich Senderverantwortliche weiterhin so öffnen, wie ich das Gefühl habe, dass sie es in den 11 Jahren mehr gemacht haben und mehr Leute zulassen, die sich gut mit diesem Thema auskennen, weil das ein kulturelles Thema ist. Ob das passieren wird, keine Ahnung. Also ich glaube ja.

Ist Fernsehen also gar nicht mehr das Non-Plus-Ultra für das Medium als Plattform?

Fernsehen ist halt einfach Gewohnheitssache, weil es früher gewisse Sachen noch nicht gab. Die Kommunikationsart und Geschwindigkeit war eine andere als heutzutage. Deswegen kann ich auch nachvollziehen, wenn ältere Generationen romantisch, teils verklärt, teils aber auch berechtigt sagen ‚früher hat man sich noch richtig unterhalten und nicht auf das Smartphone geguckt‘. Da saß man noch vor dem Fernseher und hat zusammen „Wetten, Dass…?“ geguckt und sich unterhalten und gelacht. Das sind immer so Pro-Argumente aus älteren Tagen.

Heutzutage kann man das ähnlich machen, aber parallel auch noch aktiv sein, beispielsweise über Twitch, YouTube, Discord, Teamspeak und ähnliches und zusammen Spiele spielen. Das sind neue Formen und es bespielt trotzdem genau dieses Lagerfeuerding, wovon viele Leute immer noch romantisch oder teilweise verklärt reden. Eine gemeinschaftliche Nutzung von einer Medienform, die man selbst gestaltet. Du kannst Einfluss darauf nehmen und das ist der Mehrwert.

Wie ordnest du Rocketbeans TV da ein?

Rocket Beans ist wie ein Virus. Und die Fernsehwelt und der Markt ist wie ein Antibiotikum. Also ein gezüchtetes Präparat um sozusagen Viren zurück zu halten. „Viren“ klingt negativ, ich meine das ein bisschen positiver. Wir entwickeln uns in irgendeiner sehr absurden Art und Weise logisch weiter. Wir wollen sozusagen überprüfen, welche Grenzen es gibt und was müsste es tun, damit wir uns weiter ausbreiten, weiterleben können, uns finanzieren können. Aber wir sollen selber neue Regelsysteme überprüfen. Für uns und für unsere Art und Weise, wie wir aufgewachsen sind, wie unsere aktuelle Analyse des Marktes ist oder der Szene, wenn man so möchte, gibt es unter unseren Aspekten noch nicht die Regeln, die uns Spaß machen. Alte Regeln befolgen und es dabei belassen, ist nicht mehr möglich. Alle sind im Aufbruch, alle wollen verstehen was geht und das ist für mich Rocket Beans.

Wir sammeln gerade und vereinen unterschiedliche Generationen. Wir haben unglaublichen Spieltrieb und wollen versuchen, neue Ideen in lustigen, anderen Fassungen, auch teilweise mit alten Handwerken, zu kombinieren. Wir stehen im Prinzip zwischen old und newTV und kombinieren das. Wir sind ein Sender, aber eigentlich sind wir mehr als ein Sender. Wir sind eigentlich kein Sender, weil wir eigentlich nur Videospiele spielen – oder nicht nur. Wir machen Bundesligaformat, ohne irgendwie die Bundesliga anzupeilen. Aber wir mögen das Thema, wir wollen da rein und wir wollen gemeinsam, auch mit der Community versuchen, ob da nicht mehr geht, ob das nicht sinnvoll ist und wollen uns dabei parallel ausbilden. Wir wollen verstehen, wollen die Zeit haben, wollen auch dafür bezahlt werden, so frei wie möglich diese neuen Regelsysteme so agil wie möglich immer wieder für uns neu zu definieren. Das ist Rocket Beans für mich.

Wie schafft ihr bei RBTV den Spagat zwischen alter Fernsehschule und Anarcho-Internetfernsehen?

Anarcho gab es ja immer, auch im Fernsehen. Viva war Anarcho wie nichts Anderes, das war so geil damals in meiner Jugend. Ich sage ja, ich bin ein medienverbranntes Kind. Und ja, wir haben ein gewisses Handwerk verstanden. Aber das Anarchische, was uns trägt ist eigentlich nichts Anderes, als zu raffen, was eigentlich möglich ist. Wir wollen einfach auch die Grenzen spüren und feststellen, um uns innerhalb dessen auch weiterentwickeln zu können. Und wenn es dann Zeit ist, Grenzen zu durchbrechen, dann wollen wir es machen. Und das was Rocket Beans gemacht hat vor zweieinhalb Jahren, war das dümmste der Welt. Wirtschaftlich gesehen würde das niemand machen und zum Glück sind wir so schlau oder beziehungsweise nicht so schlau, dass wir es trotzdem einfach gemacht haben.

Als ihr mit RBTV gestartet seid, war es das Ziel, 3 Monate zu überleben. Was ist heute das Ziel?

Die nächsten 15 Jahre überleben. Nach zweieinhalb Jahren können wir sagen, dass sich bei Rocket Beans unglaublich viel getan hat. Wir verstehen so langsam, was wir tun müsen. Wir haben das früher mehr aus dem Bauch heraus gesagt, dass wir was Nachhaltiges bauen wollen, jetzt verstehen wir, was das bedeutet. Wir verstehen grob, dass wir wirklich auch Geld verdienen wollen. Wir wollen, dass es den Leuten gut geht, wir wollen selber einfach ein richtig gutes neues modernes Fundament bauen. Von dort aus soll die Reise weitergehen und wir wollen bestenfalls – zurück zur Virusanalogie – gerne mehr Leute von so einem Spieltrieb anstecken. Das ist auch nichts Neues für den Markt, aber wir versuchen das auf einer Art persönlichen Ebene zu machen. Wir wollen den Markt besser deuten können, wir wollen sinnvoll, logisch und vor allem nachhaltig irgendwie weiter nach vorne schreiten.

Unser Ziel ist ganz deutlich, wir wollen es nachhaltig aufbauen, wir wollen, dass es bleibt, dieses Ding, was wir da haben, wir versuchen gerade, Grenzen zu durchbrechen. Es gibt keine Definition für mich, was Rocket Beans angeht, es ist halt ein Hybrid. Aber ich wünsche mir, dass es etwas Rigides wird, was Nachhaltiges, was man eventuell dann auch noch weitergeben kann an andere Medienunternehmungen oder kleine Unternehmen.

Schlusswort: Was ist Rocketbeans TV für dich in drei Worten?

Liebe fürs Spiel.

Die ungekürzte Version haben wir auf unseren Sound-Cloud-Account gepackt. Viel Spaß!


Images by Lisa Kneidl


Weiterlesen »