Streaming-Dienste Vergleich: Netflix, Amazon, Disney und Sky

2007 begann Netflix damit vom DVD-Versand auf Streaming umzusatteln. 13 Jahre später ist es für viele befremdlich, wenn sie überhaupt mal eine Disc einlegen müssen, um sich einen Film oder eine Serie anzuschauen. Es ist so herrlich einfach geworden. Titel auswählen, starten, irgendwann aufhören und später weiterschauen. Aber Netflix ist nicht mehr der einzige Streaming-Anbieter. Für euch machen wir darum den großen Streaming-Dienste Vergleich.

Es geht nicht darum, den besten Streaming-Dienst zu küren, sondern herauszufinden, welcher Dienst überhaupt für wen geeignet ist. Wir zeigen euch die vier größten Anbieter, welche Stärken und Schwächen sie haben, wie teuer sie sind und für wen sie besonders geeignet sind. Am Ende gibt es auch noch eine Schnellübersicht der Streaming-Anbieter.

Netflix

Das Video-Streaming wie wir es kennen wurde erstmals von Netflix eingeführt, auch wenn der Streaming-Gigant erst 2014, also sieben Jahre nach dem Beginn mit Streaming, auch in Deutschland Einzug erhielt. Trotzdem gehört Netflix bereits ebenso zum modernen Standard wie Google oder Facebook. Darum eröffnet Netflix auch unseren Streaming-Dienste Vergleich.

Das bietet Netflix

Das Angebot von Netflix ist riesig. Sowohl Film- als auch Serienfans steht eine gigantische Auswahl aktueller Titel und beliebter Klassiker zur Verfügung, darunter auch viele Eigenproduktionen. Allein 2020 möchte Netflix mehr als 17 Milliarden US-Dollar für neue Inhalte investieren. Zu den Eigenproduktionen gehören unter anderem Altered Carbon, Black Mirror, Narcos, Haus des Geldes, Chilling Adventures of Sabrina, Stranger Things und The Witcher.

Mittlerweile ist Netflix unter den großen Anbietern auch am stärksten im Anime-Bereich vertreten. Es wird nicht nur fleißig eingekauft, sondern auch selbst produziert. Unter anderem produziert Netflix die erfolgreiche Animeadaption zu The Seven Deadly Sins. Auch mit einer Serie zum Kartenspiel-Urgestein Magic: The Gathering bedient Netflix gezielt Nischen.

Netflix gilt allerdings im Streaming-Dienste Vergleich als der Anbieter, der am meisten auf die große Masse setzt. Viele Produktionen werden schon nach wenigen Staffeln wieder abgesägt und können nicht immer mit hoher Produktionsqualität punkten. Trotzdem schaffen es auch immer wieder hochwertige Serien, sich aus der Masse abzusetzen.

Verfügbarkeit & Bedienung von Netflix

Als einer der größten Anbieter gibt es Netflix quasi auf jedem Gerät. Egal ob Smart TV, Smartphone, Konsole oder PC – es gibt eine Netflix-App dafür.

Netflix‘ Stärke und Schwäche zugleich ist der pausenlose Drang, uns Inhalte vor die Nase zu setzen. Der Streaming-Dienst versucht unseren Geschmack zu verstehen und uns mit weiteren Filmen und Serien zu versorgen, die zu unserem Geschmack passen. Stöbert man durch die angebotenen Inhalte, spielt uns Netflix direkt Trailer oder Szenen aus dem ausgewählten Video vor – ob wir es wollen oder nicht.

Neue Staffeln veröffentlicht Netflix meist komplett. Für Binge-Watcher also besonders gut. Leider gibt es aber in den Genres und Untergenres keine Möglichkeit, sich Inhalte alphabetisch sortiert anzuschauen. Der Nutzer muss auf die vorgeschlagenen Inhalte vertrauen oder einen Titel über die Suche finden.

Abo-Modell & Preis von Netflix

Netflix setzt auf ein dreistufiges Abo-Modell, bei dem sich sowohl die Stream-Qualität als auch die Anzahl zeitgleich erlaubter Streams ändert. Bei allen drei Abos erhaltet ihr allerdings Zugriff auf das komplette Angebot.

  • Im Basis-Abo für 7,99 Euro streamt ihr nur in SD-Qualität und lediglich auf einem einzigen Gerät gleichzeitig.
  • Das Standard-Abo für 11,99 Euro erlaubt euch zwei parallele Streams in HD-Qualität.
  • Im Premium-Abo für 15,99 Euro dürft ihr auf vier Geräten zugleich in Ultra-HD-Qualität streamen.

Netflix bietet lediglich ein Monats-Abo. Ein günstigeres Jahresabo ist bislang nicht verfügbar.

Kann man Netflix kostenlos ausprobieren?

Ja, für Netflix gibt es einen kostenlosen Monat, für den ihr jedes Abo-Modell auswählen könnt. Denkt aber daran, dass das Abo nach Ablauf der 30 Tage kostenpflichtig verlängert wird. Beendet also rechtzeitig euer Abo oder wechselt rechtzeitig auf die Abo-Stufe, auf der ihr den Dienst weiter nutzen möchtet.

Für wen eignet sich Netflix?

Bei Netflix gehört ein Vertrauen in den Algorithmus dazu, der einem Inhalte vorschlägt, die entweder zu meinem Geschmack oder dem ausgewählten Genre passen. Die Inhalte dürften vor allem Teenager und junge Erwachsene ansprechen. Auch für Anime-Fans spricht unser Streaming-Dienste Vergleich eine eindeutige Empfehlung aus.

Zwar hat Netflix die Preise für das Standard- und Premium-Abo 2019 etwas angezogen, aber dafür findet eigentlich jeder etwas in der großen Angebotsvielfalt. Das Premium-Abo eignet sich durch die bis zu vier zeitgleichen Streams auch gut zum Account-Sharing. Offiziell ist das nur innerhalb des gleichen Haushalts erlaubt – unabhängig ob Familie oder WG. Wer sichergehen möchte, sollte sich an diese Beschränkung zum Account-Sharing halten.

Amazon Prime Video

Der zweite große Riese im Streaming-Dienst Vergleich ist Amazon Prime Video, der aus dem von Amazon 2011 übernommenen Online-DVD-Verleih Lovefilm entstanden ist. Mit dem größten Onlineshop weltweit im Rücken, konnte sich der mit dem Premium-Service Amazon Prime verbundene Streaming-Dienst schnell neben Netflix etablieren und besitzt in Deutschland (Stand März 2020) sogar einen leicht größeren Marktanteil.

Das bietet Amazon Prime Video

Im Vergleich zu seinen Mitbewerbern ist Amazon Prime Video ein Sonderling, da es eigentlich nur ein Teil der sogenannten Prime-Mitgliedschaft von Amazon ist. Neben dem Streaming-Angebot profitieren Nutzer unter anderem von kostenlosen Premiumversand bei Bestellungen im Shop und können auf die Inhalte von Prime Music und Prime Reading zugreifen, einem stark eingeschränkten Angebot der separaten E-Book-Flatrate Kindle Unlimited. Enthalten ist ebenso die Twitch Prime-Mitgliedschaft und unbegrenzter Foto-Speicherplatz im Amazon Drive.

Doch auch als reiner Streaming-Dienst überzeugt Amazon Prime Video auf ganzer Linie. Eine große Auswahl beliebter Serien und Filme deckt alle Genres ab und bietet sowohl Erwachsenen, als auch Kindern fast grenzenlose Unterhaltung. Rein von der Masse bietet Netflix aber einen etwas größeren Umfang.

Amazon setzt ebenfalls auf viele Eigenproduktionen, die oft einen etwas wertigeren Eindruck vermitteln. So überzeugte die neue Staffel der Science Fiction-Serie The Expanse nach Übernahme durch Amazon mit einer noch höheren Produktionsqualität und etwas raueren Charme durch den Umstieg vom Fernsehsender zum reinen Streaming-Angebot. Mit den neuen Serien Star Trek: Picard und Carnival Row, zeigt Amazon Prime Video einen starken Willen, die Game of Thrones-Lücke zu füllen und hat sich allein die Lizenz für die 2021 erscheinende Herr der Ringe-Serie satte 250 Millionen US-Dollar kosten lassen.

Gelegentlich hat Amazon Prime Video allerdings seltsame Lizenzen. So war Scrubs – Die Anfänger bereits mehrfach Teil von Prime Video, aber immer nur für wenige Monate. Etwas nervig, wenn man mitten in einer Serie ist und plötzlich nicht mehr weiterschauen kann.

Verfügbarkeit & Bedienung von Amazon Prime Video

Auch Amazon Prime Video ist für fast alle Geräte vom Smartphone bis zur Konsole verfügbar. Zwischenzeitlich unterstützte Google Chromecast nach einem Streit zwischen den Onlinegiganten kein Amazon Prime Video. Mittlerweile hat sich der Streit jedoch geklärt und somit steht dem Streaming über Chromecast nichts mehr im Weg.

Vom Aufbau unterscheidet sich Amazon Prime Video wenig von Netflix. Auch hier gibt es die Empfehlungen entsprechend eigener Interessen oder jeweiliger Genres in horizontal durchscrollbaren Listen. Prime Video ist dabei weniger aggressiv was das automatische Abspielen von Inhalten angeht. Dafür gibt es öfter eine Werbung für andere Amazon-Serien vor dem Abspielen einer Folge, bzw. eines Filmes. Das kann mal auf interessante Serien hinweisen, aber halt auch stören.

Auch bei Amazon Prime Video müssen wir uns vorwiegend darauf verlassen, dass uns schon die richtigen Empfehlungen an die Hand gegeben werden, die sich in verschiedenen Kategorien auch gerne wiederholen. Komplettlisten zum durchstöbern gibt es auch hier nicht. Neue Folgen von Exklusivserien veröffentlicht Amazon Prime Video oft im wöchentlichen Rhythmus.

Prime Video bewirbt außerdem auch teilweise Serien, die nicht Teil von Prime Video sind. Dafür lassen sich diese Titel bequem in der App abspielen, sobald man sie gekauft hat.

Abo-Modell & Preis von Amazon Prime Video

Für Amazon Prime Video gibt es keine Staffelung. Dafür könnt ihr Amazon Prime wahlweise für monatlich 7,99 Euro oder jährlich 69 Euro (5,75 Euro pro Monat) abonnieren. Dafür erhaltet ihr HD-Qualität und falls vorhanden sogar 4K-Qualität.

Ihr könnt Amazon Prime auf beliebig vielen Geräten nutzen, allerdings nur auf zwei Geräten zugleich. Die Verbindung mit dem Onlinehandel sorgt vermutlich von selbst dafür, dass nicht all zu viele ihren Account mit Bekannten teilen. Entsprechend gibt es nur ein Profil pro Account.

Kann man Amazon Prime Video kostenlos ausprobieren?

Ja, für Amazon Prime gibt es einen Probemonat (Provisionslink), in dem ihr den Dienst kostenlos testen könnt. Denkt aber daran, dass das Abo kostenpflichtig weiterläuft, wenn ihr nicht rechtzeitig kündigt.

Besonders gut zum testen eignet sich der Zeitraum um den Amazon Prime Day (vermutlich am 13. Juli). Am Prime Day können sich Primemitglieder – auch mit Probemonat – auf zahlreiche Schnäppchen freuen.

Für wen eignet sich Amazon Prime Video?

Für alle regelmäßigen Amazon-Kunden ist Prime Video fast schon ein No-Brainer. Wer regelmäßig bestellt, kann die Abokosten allein durch Bestellvorteile teilweise oder vollständig wieder ausgleichen. Auch ohne die sonstigen Vorteile stehen hier Preis und Leistung in einem außerordentlich guten Verhältnis.

Das Programm ist recht gut gemischt und bietet auch für Kinder überraschend viele Inhalte. Mit Serien wie Picard, The Expanse, Carnival Row, The Man in the High Castle oder Herr der Ringe, produziert Amazon Prime Video aktuell vor allem starke Originalserien für Fantasy- und Science Fiction-Fans.

Disney Plus

Walt Disney hat sich in den letzten Jahren zum größten Mediengiganten entwickelt. Unter anderem kaufte man sich mit Pixar, Lucasfilm und den Marvel Studios starke Lizenzen hinzu. Mit diesem Portfolio in der Hinterhand startete Disney 2019 das eigene Streaming-Angebot Disney Plus, das im März 2020 auch in Deutschland startete. Disney Plus ist somit der jüngste Vertreter in unserem Streaming-Dienste Vergleich.

Was bietet Disney Plus?

Die Stärken von Disney Plus liegen eindeutig im starken Fokus auf Kindertauglichkeit. Alle Inhalte unterliegen der Altersfreigabe FSK12. Damit fallen natürlich auch interessante Marken wie Deadpool weg, die viele Erwachsene Zuschauer angezogen hätten. Das bedeutet aber nicht, dass es nichts für die „Großen“ gibt. Denn wie wir schon in unserem Test beschrieben haben, gibt es fast noch eine stärkere Waffe von Disney Plus: Die Nostalgie.

Disney öffnet nämlich seine große Schatzkiste an seltenen Klassikern, die bis hin zu Steamboat Willie und Schneewittchen reicht. Filme die als DVD bewusst knapp und damit hoch im Preis gehalten wurden, sind jetzt plötzlich nur einen Klick entfernt. Wer sich darauf einlässt, erlebt eine Reise in die eigene Kindheit oder holt moderne Disney-Klassiker nach, die man sich noch nicht angeschaut hat.

Disney Plus startet mit einem relativ großen Angebot, hat aber trotzdem eine klare Schwachstelle: Original Content. Während Netflix und Amazon Prime Video bereits viele Exklusivserien abgeschlossen haben, fängt Disney damit erst an. Die Star Wars-Serie The Mandalorian hat dabei aber durchaus Potential, mit seiner fast filmreifen Qualität und eigenwilligen Charakterriege über Jahre zu unterhalten. Falls euch Star Wars-Serien interessieren, findet ihr hier die besten Star Wars-Serien. Auch etwa die Neuverfilmung von Susi und Strolch oder einige interessante Doku-Formate oder Serien-Auskopplungen aus beliebten Filmen sind zumindest ein guter Anfang. Bei neuen Original-Serien veröffentlicht Disney die Folgen einzeln im wöchentlichen Rhythmus.

Unangenehm für Streaming-Fans bei anderen Anbietern: Nach und nach laufen bei denen die Disney-Lizenzen aus. Damit verschwinden nach und nach einige gute Filme und Serien aus dem Programm von Netflix und Co.

Richtig stark dagegen ist das Angebot von Extras. Auf Disney Plus dürfen wir nämlich weitgehend auf das Bonusmaterial zugreifen, dass sonst bislang meist exklusiv den DVDs und Blu-Rays vorbehalten war. Da spielt Disney seine Stärke aus, selbst alle Rechte an den Inhalten zu besitzen.

Verfügbarkeit & Bedienung von Disney Plus

Wie die beiden etablierten Marktführer im Streaming-Dienst Vergleich, ist auch Disney Plus zum Start auf nahezu allen Geräten verfügbar.

Auf den ersten Blick unterscheidet sich die Oberfläche von Disney Plus nicht sonderlich von Netflix und Amazon Prime Video. Auf der Startseite habt ihr ähnliche Empfehlungen zum horizontalen Durchstöbern, wie man es von der Konkurrenz gewohnt ist. Allerdings sind auch die größten Marken von Disney Plus, wie etwa Star Wars oder Marvel direkt mit einem Klick erreichbar.

Die einzelnen Kategorieseiten punkten mit einem großen Vorteil für die Nutzung an größeren Bildschirmen: Eine alphabetische Auflistung in Kacheln, die sich in beide Dimensionen erstrecken. Man sieht einfach mehr Inhalte zugleich. Mobil bleibt es weiterhin bei empfohlenen Inhalten nach Kategorie. Gelegentlich ist die alphabetische Auflistung jedoch irreführend, da die Titel nach ihren Originaltiteln sortiert sind. Der Animationsfilm Vaiana findet sich somit nicht am Ende, sondern unter dem Buchstaben „M“ – im Original heißt der Film nämlich Moana.

Abo-Modell & Preis von Disney Plus

Beim Abo-Modell hält es Disney Plus sehr ähnlich zu Amazon Prime Video. Für 6,99 Euro im Monat oder 69,99 Euro im Jahr (~5,83 Euro pro Monat) könnt ihr den Dienst abonnieren. Alle Inhalte sind in HD, teils in 4K UHD-Qualität verfügbar und ihr dürft auf bis zu vier Geräten zugleich streamen. Eine klare Kampfansage an die Konkurrenz. Ob Disney langfristig in diesem Preissektor bleibt, muss sich allerdings noch zeigen.

Beim Account-Sharing ist Disney Plus sogar relativ offen außerhalb des eigenen Haushalts. Allerdings hält sich auch Disney Plus vor trotzdem einzugreifen, wenn der Traffic von zu vielen verschiedenen Orten kommt. Trotzdem eine überraschend offene Haltung für einen Konzern, der sonst eher für strenge Auflagen bekannt ist.

Kann man Disney Plus kostenlos ausprobieren?

Ja, Disney Plus kann man kostenlos ausprobieren, aber lediglich für 7 Tage. Während der Testphase habt ihr Zugriff auf alle Disney Plus-Inhalte. Seid euch allerdings bewusst, dass sich Disney Plus nach Ablauf der Probezeit kostenpflichtig verlängert, wenn ihr den Dienst vorher nicht gekündigt habt.

Für wen eignet sich Disney Plus?

Vor allem für Familien eignet sich Disney Plus besonders gut. Im Streaming-Dienste Vergleich hat Disney das größte Angebot für Kinder. Außerdem sorgt die selbstauferlegte FSK12-Grenze dafür, dass auch keine Inhalte verfügbar sind, die für Kinder vollkommen ungeeignet sind. Doch gerade in der ersten Zeit dürften viele Eltern sogar noch mehr Spaß am Angebot haben. Vor allem die älteren Filme und Serien laden zu einer Reise in die eigene Kindheit ein und können eine regelrechte Sogwirkung entwickeln.

Weniger geeignet ist Disney Plus für alle, die Filme und Serien mit Horror, blutiger Action oder viel nackter Haut suchen. Dafür ist man bei anderen Streaming-Diensten besser aufgehoben. Auch bietet Disney bislang noch wenige Originalinhalte. Mit seinem günstigen Preis fällt Disney Plus aber auch neben bereits abonnierten Streaming-Diensten finanziell nicht zu stark ins Gewicht.

Sky Ticket

Mit Sky Ticket gibt es sogar einen deutschen Bewerber im Streaming-Dienste Vergleich. Sky hat seine Wurzeln im klassischen Pay-TV und setzt mittlerweile auch auf Online-Streaming. Sky hat verschiedene Angebote, wir konzentrieren uns aber nur auf das Sky Ticket, das sich am besten mit der Konkurrenz vergleichen lässt.

Was bietet Sky Ticket?

Im Gegensatz zu den anderen Anbietern im Streaming-Dienste Vergleich gibt es keine große Gesamtbibliothek bei Sky Ticket, sondern verschiedene Tickets mit unterschiedlichem Thema, die einzeln abonniert werden können. Das Entertainment-Paket ist das Serien-Angebot von Sky Ticket. Die Auswahl ist im Vergleich zu anderen Anbietern eher klein, dafür aber sehr hochwertig. Das Entertainment Paket umfasst unter anderem HBO-Serien, die oft parallel zum US-Start laufen. Auch Sky Ticket hat einige Eigenproduktionen wie Babylon Berlin oder Das Boot oder die Dramedy-Serie Patrick Melrose mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle.

Das Cinema-Paket hingegen bietet eine umfangreiche Auswahl an Filmen. Von aktuellen Blockbustern über Comedy-Klassiker bis hin zu alten Western-Streifen oder Paukerfilmen, findet der Cineast eine sehr breite Auswahl. Im Kids-Paket finden auch die jungen Streaming-Fans, was ihnen gefällt. Darunter sind neuere Serien wie Nella die Ritterprinzessin, aber auch Klassiker wie Heidi, Wickie und Scooby Doo. Eltern finden also auch einiges zum Mitschauen.

Vielen bekannt dürfte außerdem das Sport-Ticket sein. Gerade im Fußball besitzt Sky viele exklusive Übertragungsrechte in der 1. und 2. Bundesliga und der Champions League. Aber auch andere Sportarten finden sich sich im Sport-Ticket. Viele Inhalte, darunter auch die Einzelspiele der Bundesliga, sind leider nur um teureren Supersport Ticket enthalten. Neben dem On-demand-Programm beinhalten die Pakete auch Zugriff auf mehrere TV-Sender.

Verfügbarkeit & Bedienung von Sky Ticket

Auch Sky Ticket bietet natürlich für alle gängigen Geräte eine App. Allerdings lassen sich nicht mit jedem Gerät auch die TV-Sender schauen. Etwas unpraktisch ist die Notwendigkeit, auch am PC eine Anwendung installieren zu müssen, deren einziger Zweck eigentlich das Abspielen der Videos ist. Auswählen muss man die Videos auf der Seite, abgespielt werden sie dann in der App – um zu gewährleisten, dass keine Aufzeichnungen gemacht werden. Das Programm an sich lässt sich relativ angenehm durchstöbern. Für die jeweiligen Unterkategorien bekommen wir nämlich das komplette Programm angezeigt. Zwar nicht alphabetisch sortiert, aber wie bei Disney Plus als Kacheln, die beide Dimensionen ausnutzen. Ideal also, wenn man auf einem großen Bildschirm schaut.

Eine Sache dürften sich ebenso die Konkurrenten gerne von Sky Ticket abschauen: Auch ohne aktives Abo können wir uns anschauen, welche Serien, Filme oder Sportevents im jeweiligen Ticket enthalten sind. Diese Möglichkeit, vorab zu stöbern, lassen die internationalen Spitzenreiter aus irgendeinem Grund vermissen. Neue Folgen von Eigenproduktionen veröffentlicht Sky direkt als komplette Staffel. Andere Serien, beispielsweise von HBO, laufen oft zeitgleich zur internationalen Premiere. Dadurch hatte Sky Ticket unter anderem starken Zulauf durch Game of Thrones.

Abo-Modell & Preis von Sky Ticket

Für 9,99 Euro haben Nutzer Zugriff auf das Programm ihres jeweiligen Tickets in SD und HD. Seit Ende 2019 erlaubt Sky Ticket außerdem 2 parallele Streams. Das Entertainment und Cinema-Paket gibt es auch zusammen für 14,99 Euro im Monat.

Es gibt außerdem noch das Supersport Ticket für 29,99 Euro im Monat, bzw. 19,99 Euro im Jahresabo.

Kann man Sky Ticket kostenlos ausprobieren?

Nein, Sky Ticket lässt sich nicht kostenlos testen. Allerdings gibt es fast ständig Aktionspreise, bei denen die ersten Monate besonders günstig sind. Anschließend läuft das Abo zum normalen Monatspreis weiter – also rechtzeitig kündigen, wenn ihr den Dienst nicht weiter nutzen möchtet.

Für wen eignet sich Sky Ticket?

Durch die verschiedenen Schwerpunkte der Tickets eignet sich Sky Ticket vor allem für Enthusiasten der jeweiligen Bereiche. Die Preise sind im Vergleich zur Konkurrenz recht hoch für das Angebot, dafür bekommt der Nutzer aber auch eine höhere inhaltliche Qualität. Daher sehe ich hier vor allem etwas anspruchsvollere Liebhaber als Zielgruppe. Für Fußball ist Sky Ticket in Deutschland nahezu konkurrenzlos und lässt sich das auch einiges kosten. Sehr zum Unmut vieler Fans, für die es trotzdem kaum einen Weg um das Supersport Ticket vorbei gibt.

Streaming-Dienste Vergleich in Kurzform

  Netflix (Basis / Standard/ Premium) Amazon Prime Video Disney Plus Sky Ticket
Preis monatlic

7,99€ / 11,99€ / 15,99€

7,99€ 6,99€ 9,99€
Preis jährlich 69,00€ 69,99€ – 
Zeitgleiche Streams 1 / 2 / 4 2 4 2
Auflösung SD / HD / UHD UHD UHD HD
Besonderheiten große Anime-Auswahl weitere Prime-Vorteile sehr kindertauglich mehrere inhaltlich Pakete
Kostenlos testen? 30 Tage (Provisionslink) 30 Tage 7 Tage nein

Probiert die Streaming-Dienste selbst aus

Auch wenn der Streaming-Dienste Vergleich euch ein ungefähres Bild der verschiedenen Anbieter vermittelt, geht nichts über den eigenen Eindruck. Jeder Anbieter hat einen anderem Programm-Fokus und auch wenn sich der generelle Aufbau vor allem bei den internationalen Anbietern sehr ähnelt, gibt es doch kleine Unterschiede. Nutzt darum die Möglichkeit, die Streaming-Dienste auszuprobieren. Aber denkt auch daran, dass sich die Probemonate kostenpflichtig verlängern, wenn ihr nicht kündigt. 


Screenshots by Stefan Reismann Titelbild by tynyuk via stock.adobe.com

Stefan Reismann

Das Internet ist sein Zuhause, die Gaming-Welt sein Wohnzimmer. Der Multifunktions-Nerd machte eine Ausbildung zum Programmierer, entdeckte dann aber vor allem die inhaltliche Seite für sich. Nun schreibt er für die Netzpiloten und betreibt nebenher einen Let's Play-Kanal, auf dem reichlich gedaddelt wird.


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