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Streaming: Selbstzerstörung durch Überangebot und Fragmentierung?

Streaming ist das neue Fernsehen. Während das lineare Fernsehen sich immer schwerer tut, junge Zuschauer an sich zu binden, sind diese bereits am Bingewatchen der neuesten Serie. Die neuen Medien haben die Produktion von meist exklusiven Serien auf ein ganz neues Niveau gebracht. Diese müssen sich mittlerweile nicht einmal vor großen Filmproduktionen verstecken.

Der Erfolg von Netflix und Amazon Prime lockt nun auch immer mehr andere Medienriesen an. Disney Plus steht in den Startlöchern und auch Apple und Filmriese Warner haben bereits Pläne, ihr eigenes Streaming-Angebot zu starten.

Mehr Streaming-Dienste = besser?

Normalerweise lautet der Grundsatz „Konkurrenz belebt das Geschäft“. Bei Streaming-Diensten trifft das allerdings nur mit Einschränkungen zu. Natürlich gibt es dadurch einen stärkeren Kampf um das stärkste Angebot und den besten Preis. Im selben Atemzug beschneiden sich die Angebote jedoch auch gegenseitig. Wenn Disney-Produktionen nun exklusiv zum neuen Dienst wandern, brechen der Konkurrenz wichtige Marken weg. Auch Netflix und Amazon Prime werben seit langem schon mit Original-Serien, die man zumindest gestreamt nur beim jeweiligen Anbieter bekommt.

Exklusive Inhalte, damit man nicht durch die Konkurrenz ersetzbar wird. Serienjunkies kommen mittlerweile nicht umhin, entweder mehrere Dienste zu abonnieren oder alternativ Serien anderer Anbieter altmodisch zu kaufen. Die Bewegtbild-Studie von nextMedia.Hamburg zeigte kürzlich, dass die Deutschen Konsumenten meist nur einen Anbieter nutzen und die allgemeine Zahlbereitschaft für monatliche Streaming-Abos eher gering ausfällt.

Der boomende Markt – eine tickende Zeitbombe?

Streaming-Dienste sind derzeit auf dem besten Weg, dem linearen Fernsehen den Rang abzulaufen. Gerade deshalb kommen aber auch immer mehr Unternehmen hinzu, die einen Teil dieses immer größeren Kuchens abhaben wollen. Eigenproduktionen oder Exklusivrechte an bestimmten Filmen oder Serien beschneiden dafür aber immer mehr das Angebot des Einzelnen. Es wird immer mehr Inhalt produziert, aber wir können auf immer weniger davon zugreifen.

Ganz anders das Musik-Streaming. Das Angebot der führenden Anbieter (Spotify, Amazon Music Unlimited, Google Music, Apple Music) unterscheidet sich hier nur geringfügig voneinander. Der Nutzer entscheidet sich viel mehr, welches Unternehmen oder welche App er am liebsten mag und hat mit diesem einen Dienst dann ausgesorgt.

Um sich auf dem TV-Streaming-Markt abzuheben, bedarf es hingegen immer mehr Exklusivinhalte. Das sind zum Teil geradezu bombastische Produktionen, die mitunter großen Hollywood-Filmen in ihrer Opulenz in nichts nachstehen. Finanziert werden diese Serien durch die Einnahmen der Dienste. Ein Gewinn für Serienfreunde, die in den letzten Jahren bereits mit vielen großartigen Serien verwöhnt wurden. Doch was, wenn der Dienst nicht mehr genug Geld einbringt, um mit der Konkurrenz Schritt zu halten? Was, wenn der Zuschauer nicht mehr hinterher kommt, weil zu viele verheißungsvolle Produktionen von zu vielen Anbietern auf den Markt drängen? Ewig kann es nicht gut gehen.

Ein Weg aus dem Teufelskreis?

In der digitalen Welt ist es üblich geworden, dass selbst die großen Fische von einem noch größeren gefressen werden. Das kann auch dem Streaming-Markt drohen. Wenn die grünen Wiesen der neuen Fernsehwelt zusehendst abgegrast sind, könnte das große Fusionsgeschäft beginnen, die die Zahl der Anbieter wieder auf ein gesundes Maß schrumpft oder im schlimmsten Fall einen allesbeherrschenden Anbieter mit Marktmonopol hervorbringt.

Auch denkbar wäre ein Szenario, dass sich die Anbieter gegenüber der Konkurrenz öffnen und ihnen die Rechte an den Eigenproduktionen verkaufen. Womöglich entstehen sogar neue Produktionsfirmen, die sich zwar auf den Streaming-Markt spezialisiert haben, aber plattformunabhängig arbeiten. Allenfalls Exklusivrechte für die erste Woche würden etwa gesondert vergeben werden.

Der Streaming-Markt wird sich zwangsweise ändern. Ich befürchte jedoch, dass diese Änderungen erst stattfinden, wenn der Karren bereits gegen die Wand gefahren ist. Bis dahin müssen wir als Konsument damit leben, dass wir entweder Geld für mehrere Dienste ausgeben müssen oder einige gute Perlen an uns vorbeigehen. Oder wir stimmen uns mit Freuden ab und machen die neusten Serie zum sozialen Event. 


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Disney Plus mit allen Disney-Filmen

Streaming-Anbieter sind mittlerweile auch zur Konkurrenz für etablierte Giganten der Branche geworden. Disney hat die Zeichen erkannt und möchte mit Disney Plus einen eigenen Streaming-Dienst. Disney Plus soll noch dieses Jahr an den Start gehen und alle bislang erschienenen Disney-Filme enthalten.

Diese Inhalte bietet Disney Plus

Beim Inhalt des Streaming-Dienstes zieht Disney sämtliche Register. Laut Polygon möchte Disney-CEO Robert Iger das komplette Disney Film-Archiv anbieten. Die Walt Disney Company blickt dabei immerhin auf eine fast hundertjährige Geschichte in der Filmbranche zurück. So gehört unter anderem auch der Klassiker Schneewittchen und die sieben Zwerge aus dem Jahr 1937 zum Portfolio von Disney Plus. Gerade jene Klassiker waren immer wieder vergriffen, auch um den Wert durch die entstehende Nachfrage künstlich oben zu halten. Mit dem neuen Dienst gehört die mühsame Suche nach alten Klassikern der Vergangenheit an.

Mittlerweile gehören auch viele andere Studios zum Disney-Konzern. Mit Lucasfilm kaufte sich Disney 2012 das weltweit beliebte Star Wars Franchise. Seit 2009 gehört auch Marvel Studios zu Disney, die jährlich mehrere große Produktionen aus dem beliebten Superhelden-Universum in die Kinos bringen. Ob alle Filme auch schon direkt zu Start von Disney Plus zur Verfügung stehen, ist noch nicht klar. Neue Filme sollen zudem innerhalb eines Jahres nach Kinostart Teil des Streaming-Angebots werden.

Exklusiv bei Disney Plus

Der eigene Streaming-Dienst bedeutet für die etablierten Dienste allerdings, dass ihnen entsprechende Marken wegbrechen, da sie exklusiv bei Disney Plus laufen werden. Dazu gehört unter anderem auch die kommende Star Wars Real-Serie „The Mandalorian“ mit Game of Throne-Star Pedro Pascal in der Hauptrolle. Auch das Avengers-Universum erhält eine Serie um den verschlagenen Gott Loki– selbstverständlich wieder von Tom Hiddleston verkörpert.

Wie teuer wird Disney Plus?

Zur Preisstruktur gibt es bislang noch keine genauen Informationen. Bekannt ist lediglich eine Aussage vom Disney-Chef Robert Iger, dass der Preis niedriger sein könnte als der von Netflix. Dessen Angebot kostet derzeit von 7,99 Euro für das Basispaket bis hin zu 13,99 Euro im Premium-Abo. Letzteres bietet das Programm in Ultra-HD und auf bis zu vier Geräten gleichzeitig.

Wann geht Disney Plus an den Start?

Der Start von Disney Plus ist in den USA für Ende 2019 geplant. Da der Dienst erst danach über den großen Teich kommen soll, ist in Deutschland erst 2020 mit einem Release zu rechnen.

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Bewegtbild-Studie: Ein Streaming-Dienst reicht aus

Vor kurzem berichteten wir über das vermeintliche Ende des linearen Fernsehens. Wir bezogen uns dabei auf den ersten Teil der von nextMedia.Hamburg beauftragten Bewegtbildstudie. Die Studie zeichnet im Vorfeld des anstehenden NewTV-Kongresses in Hamburg schon ein erstes Bild über unser aller Medien-Nutzungsverhalten.

Soeben ist der zweite Teil der Studie erschienen. Dieser widmet sich vor allem den kostenpflichtigen Streaming-Diensten. Wie viel Geld sind wir bereit, für Streaming-Dienste auszugeben? Und wie hilfreich empfinden wir überhaupt die algorithmusbasierten Programmempfehlungen? Wir nennen euch wichtige Erkenntnisse aus der Bewegtbildstudie.

Wie viel ist uns das Streaming wert?

Mittlerweile haben sich Streamingdienste schon breit durchgesetzt. Das Wort netflixen hat es in der jüngeren Generation längst in die Alltagssprache neben „twittern“ und „googeln“ geschafft (mitunter sogar mit einer gewissen sexuellen Konnotation). Die bequeme Unterhaltungsform, Filme, Dokumentationen und vor allem zahlreiche Folgen einer der vielen gut gemachten Serien zu verschlingen, hat sich längst breit gemacht im deutschen Privatleben. Doch so verführerisch die schöne neue Welt der Digital-Dienste auch ist, sie kommen natürlich auch mit Kosten für ihre Nutzung daher. Wie viel Geld geben wir aus für Amazon Prime, Netflix und Co?

Für den Media Innovation Report gaben 46 Prozent der Befragten an, monatlich nicht mehr als fünf Euro für Streaming-Services ausgeben zu wollen. Immerhin 36 Prozent sind bereit, bis zu 15 Euro fürs Streaming zu berappen. Bis zu 25 Euro findet nur noch bei 13 Prozent der Befragten Zustimmung. Lediglich vier Prozent wären bereit bis zu 40 Euro zu zahlen.

Verglichen damit, dass einzelne Filme im Handel in der Regel mehr als fünf Euro kosten, eine neuere Serienstaffel meist sogar die 25 Euro übersteigt, erscheint die Zahlungsbereitschaft für die Nutzung einer schier unerschöpflichen Mediathek vergleichsweise gering. Auch wenn die gekauften Filme natürlich den Mehrwert bieten, immer im eigenen Besitz zu bleiben und nicht etwa wieder aus dem Angebot verschwinden.

Knapp die Hälfte der Befragten möchte nicht mehr als fünf Euro im Monat für Streaming-Services investieren. Image by nextMedia.Hamburg

Mehr als einer muss nicht sein

Netflix, Amazon Prime, DAZN, Crunchyroll und Maxdome. Es gibt zahlreiche Video-On-Demand-Anbieter, einige davon sind spezialisiert auf Sportarten und Zielgruppen. In den USA sind beispielsweise Spezial-Angebote der Wrestling-Liga WWE oder der bekannten Football-Liga NFL populär.  

In der Bewegtbildstudie gaben 59 Prozent der Befragten an, nur einen einzigen kostenpflichtigen Dienst zu nutzen. 32 Prozent nutzen zwei Streaming-Services. Nur acht Prozent können sich für drei Dienste erwärmen.  

Mehr als die Hälfte der Befragten nutzt nur einen einzigen Streaming-Dienst. Drei oder mehr sind dagegen Seltenheit. Image by nextMedia.Hamburg.

Programmempfehlungen sind hilfreich

Wer Netflix, Prime oder ähnliche Anbieter nutzt, kennt auch deren automatisierten Programmempfehlungen. Anhand der eigenen Vorlieben oder aktuellen Trends, bekommt man Vorschläge zu Filmen und Serien, die einen interessieren könnten. 59 Prozent der Befragten gaben an, diese Programmempfehlungen hilfreich zu finden – 13 Prozent davon sogar sehr hilfreich. Immerhin 35 Prozent finden diese Empfehlungen nicht hilfreich – zwölf Prozent sogar überhaupt nicht hilfreich.  

Auffällig ist, dass deutsche Streaming-Nutzer eine starke Abneigung gegen Werbung zeigen. Für mehr als ein Drittel kommt Werbung bei bezahlpflichtigen Streaming-Diensten nicht in Frage. Weitere 41 Prozent könnten sich Werbung nur bei einer Vergünstigung von mindestens 50 Prozent vorstellen. Bei einer Vergünstigung von nur zehn Prozent gaben 98 Prozent der Befragten an, dass sich ihre Haltung zur Werbung nicht ändern würden.

Die meisten Nutzer empfinden die Programmempfehlungen als hilfreich. Zwölf Prozent finden sie allerdings auch „gar nicht hilfreich“. Image by nextMedia.Hamburg

Am besten günstig und alles aus einer Hand

On-Demand-Dienste genossen lange Zeit ein Nischendasein. Die Zeiten sind vorbei! Deutsche Nutzer wollen die neuen Dienste nutzen. Am liebsten nicht von vielen verschiedenen Anbietern, sondern alles aus einer Hand. Preislich soll es unter fünf Euro und ohne Werbung bereitgestellt werden.  

Über die Studie

Bei der Bewegtbildstudie handelt es sich um eine online-repräsentative Studie von Statista, die im Auftrag von nextMedia-Hamburg zwischen dem 7. und 12. Januar 2019 durchgeführt wurde. Bei den Befragten handelt es sich um 1.000 Personen zwischen 18 und 65 Jahren, zu 50,4 Prozent männlich, zu 49,6 Prozent weiblich. Sie wurden nach Geschlecht, Alter und Bundesland quotiert.


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DVD als Rarität: Sammeln statt ausrangieren

Bei meinem rituellen Rundgang auf dem Flohmarkt, auf der Suche nach verborgenen Schätzen, machte ich unter allerlei Trödel eine ungewöhnliche Beobachtung, die kaum meiner Aufmerksamkeit entging. Es gab eine überdurchschnittliche Ansammlung an DVDs in den buntgewürfelten Reihen der Gebrauchtwarenhändler, die ungeduldig zum Kaufen einluden. Manches lag wertlos in Behältern herum, anderes wiederum war liebevoll in extra angefertigten Kisten aufgereiht und nach Buchstaben sortiert. Eifrig ergriff ich diese Gelegenheit und blätterte unauffällig wie ein hinterlistiger Schurke los. Jeder kennt die Situation. Sobald man etwas fixiert und auffällig begutachtet, stürzen andere Schurken herbei, um einem die Beute abzujagen. Diese Vorsichtsmaßnahme sollte sich nachträglich als Irrtum erweisen. Schnell verdrängte ich meine Umgebung und begab mich wie im Rausch und mit funkelndem Blick in die groteske Gefühlswelt des Konsums. Nachdem ich mich durch die Titel und Namen gelesen hatte, erkannte ich sofort den Wert dieser kostbaren Sammlung.

Raritäten

Unzählige Raritäten und Klassiker in den wildesten Formaten, Materialien und Ausführungen, befanden sich unter den DVDs. So etwa Platinum, Gold und Silber Versionen, neben Collector´s und Limited Editionen. Manche DVD-Schalen waren aufwendig aus Holz, Metall-, oder Aluminium hergestellt. Glücklich und ein wenig konspirativ, freute ich mich heimlich über meine Entdeckungen und fischte sogleich ein gutes Dutzend dieser Raritäten raus. Ich war wahrhaftig auf einen Schatz gestoßen. Sogleich überprüfte ich den Zustand und die Qualität der DVDs. Kurzerhand zupfte ich einen Schein und zahlte einen soliden Preis, der galaktisch unter dem Realwert lag. Meine Freude war groß und ich befand den Grund zu erfahren, weshalb denn jemand solch eine Sammlung veräußert. Folglich machte mich die Verkäuferin auf die Umbrüche in der digitalen Welt aufmerksam und sagte mir den Tod der DVD voraus. Diese Erkenntnis war mir wohl entgangen. Daher kam also die Gleichgültigkeit meiner Mitmenschen.

Eigentlich sollte ich nicht überrascht sein. Das Tempo mit der sich technische Produkte in den letzten Jahren entwickelt haben, ist nämlich beinahe surreal. In unregelmäßigen Abständen wird eine Innovation präsentiert. Die DVD ereilt nun ein ähnliches Schicksal wie die VHS. Nachdem die VHS aus den Regalen verbannt wurde, rückt nun ein weiteres mediales „Fossil“ in die vermessene Tradition dieser Kultur des Ausrangierens. Während meine Regalböden wöchentlich mit neuen DVD Käufen bestückt werden und vertikal wachsen, schrumpfen die DVD Abteilungen in den Kaufhäusern immer schneller. Stattdessen erobern Streaming-Dienste die Haushalte. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die DVD, sondern allgemein auf unser Konsumverhalten. Selbst das klassische Fernsehen muss die Konkurrenz aus dem Netz fürchten. Bereits drei von vier Internetnutzern ab 14 Jahren schaut sich über Internetportale Videostreams an. Einer Umfrage zufolge ersetzt das Videostreaming bereits bei jedem dritten Nutzer den bisherigen TV-Konsum. So auch die unzähligen illegalen Videoportale wie z.B. movie4k.to.

Temporärer Wahnsinn

Es vergehen keine Tage ohne das eine neue Erfindung erfolgt, ein neues Ereignis die Medienlandschaft bewegt. Der Markt wird beherrscht von Wettbewerb und Innovation. Die hohe Volatilität nimmt dabei irrsinnige Ausmaße an und braust zwischen Fortschritt und temporärem Wahnsinn. Die Industrie ist jedenfalls anpassungsfähig. Sofort wird ein passendes Tool geliefert. Um Anteile und Reichweite zu generieren werden die Bedürfnisse einer neuen Zuschauergeneration gestillt. Insgesamt hat sich die kollektive Wahrnehmung mit der Zunahme von On-Demand Diensten verändert. Alles muss jederzeit abrufbar sein, die komplette Staffel am besten dazu. Mit weniger gibt man sich nicht zufrieden. Die Laufzeiten von der Kinopremiere bis zur Heimvideo-Veröffentlichung soll am besten auf ein Minimum verkürzt werden. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, brauchen wir natürlich mehr Zeit. Deshalb bin ich dafür, dass man den Tag auf flexible 26 Stunden erhöht und einen achten Wochentag einführt. Doch kehren wir wieder zur Realität zurück.

Video on Demand-Dienste

Streamingdienste oder Videoportale bedrohen nicht nur Speicherträger wie die DVD, sondern eben auch traditionelle Formate wie das TV oder Kino. Immer mehr Anbieter drängen auf den Markt, um den Thron des Erfolgs zu kosten. Netflix, Amazon Prime, Maxdome oder Sky sind mittlerweile eine ernste Konkurrenz zu klassischen Medien-Formaten. Die Dinge können sich dabei auch mal verwirren. Mittlerweile folgt der Markt nämlich einer überaus seltsamen Logik. Zwar gibt es einen Zuschauerschwund beim TV, andererseits gewinnt kurioserweise das TV-Format, insbesondere das Kabelfernsehen wieder zusehends an Attraktivität. Eine tragende Rolle spielen wunderlicherweise Serienproduktionen. Mittlerweile haben das auch die Privatsender begriffen. Der Aufwand mit der Serien heutzutage produziert werden, ähneln dabei immer mehr großen Kinoproduktionen und übertreffen diese meist durch eine epische Erzählweise. So findet auch eine Umdisponierung statt. Ein Serienstar geniesst mittlerweile genauso viel Ansehen wie ein Filmstar. Aber auch die Gagen machen Serienproduktionen attraktiver und locken mehr und mehr große Filmstars an.

Der Markt ist hart umkämpft, so viel ist klar. Die Macher sind sich über den stetigen Wandel bewusst und versuchen ihre Dienste an das Verhalten der Konsumenten anzupassen. Kehren wir uns ab von der Zählerei und widmen wir uns wieder den schönen Dingen zu. Ich kann mir vorstellen, dass uns die DVD noch eine Weile erhalten bleibt. Immerhin sieht eine DVD genauso repräsentabel aus wie eine VHS oder Schallplattensammlung. Kommerziell droht ihr definitv das Aus, als zukünftiges, kulturelles Gut hingegen gewinnt sie jedoch immer mehr Anhänger. Ob sie einen ähnlichen Kultstatus wie die Videokassette oder die Schallplatte erlangt, wird die Zeit zeigen.


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Tablet-Test: Das starke Samsung Galaxy Tab S4

Samsung Galaxy Tab S4 Test

Kinofeeling, atemberaubender Sound, mehr Produktivität und viele weitere neue Features verspricht Samsung mit dem Samsung Galaxy Tab S4, dem Nachfolger des Tab S3 (hier zum Test). Ich hatte die Möglichkeit, das neue Tablet mit dem Samsung Book Cover Keyboard und dem S Pen zu testen.

Das Tablet war für knapp zwei Wochen mein treuer Begleiter und hat meinen Alltag verschönert. Von morgens auf dem Weg in das Büro bis abends auf der Couch hat das Tab S4 überzeugt. Zu Beginn hatte ich als voreingenommene iOS-Nutzerin tatsächlich meine Zweifel. Ich war anfangs leicht überfordert, denn der klassische Homebutton fehlte mir bei der Bedienung schon ein wenig. Doch die Zweifel haben sich gelegt und ich habe mich schnell an das Android 8.1 Oreo-Betriebssystem gewöhnt.

Gesichtserkennung und Irisscanner

Nachdem ich das Tablet aus dem Karton herausholte, war ich direkt erstaunt, wie leicht es für seine Größe ist. Das Samsung Galaxy Tab S4 wiegt bei einer Displaygröße von 26,72 cm (10,5 Zoll) gerade mal 482 Gramm. Bei der Einrichtung konnte ich zwischen der Gesichtserkennung und dem Irisscanner wählen. Ich entschied mich für die Gesichtserkennung, die sogar bei schwacher Beleuchtung funktioniert. Bei der Benutzung des Irisscanners gab es zu Beginn leider leichte Komplikationen und meine Iris wurde nicht erkannt. Natürlich kann man sein Tablet auch zusätzlich mit einer PIN schützen.

Galaxy Tab S4 überzeugt durch modernes Design

Beim Samsung Galaxy Tab S4 fiel mir vor allem das Design positiv auf. Das Tablet ist auf der Vorder- und auf der Rückseite in Glas gefasst. Dazwischen befindet sich ein Rahmen aus Metall. Das Design wirkt sehr modern und klassisch. Zudem liegt das Tablet gut in den Händen.

Durch das Glas wirkt das Gerät meiner Meinung nach allerdings auch sehr zerbrechlich und zieht zudem schnell die Fingerabdrücke an. Das gibt einen kleinen Minuspunkt. Das Keyboard mit eingebauter Schutzhülle kam mir da also sehr gelegen. Gerade wenn man viel unterwegs ist und das Tablet in der Tasche verstaut, bietet eine Schutzhülle gute Sicherheit.

Kinofeeling und fesselnder Sound

Das Samsung Galaxy Tab S4 verfügt gleich über vier Lautsprecher mit Dolby Atmos-Technologie, die für einen hervorragenden und fesselnden Sound sorgen. Die Lautsprecher wurden von Akkustik-Experten von AKG entwickelt und liefern ein räumliches Klangbild. Als ich mir die Spotify-App runtergeladen hatte, testete ich direkt den Sound – und war beeindruckt. Das Klangbild passt sich automatisch an die Ausrichtung des Tablets an und auch die Lautstärke kann man überraschend hoch einstellen.

Auch für Serienliebhaber wie mich eignet sich das Samsung Galaxy Tab S4 hervorragend. Denn mit dem 10,5 Zoll große Super AMOLED-Display und einem Seitenverhältnis von 16:10, sowie einem besonders schlanken Rahmen sind alle Videos, Filme und Serien in einem gestochen scharfen Bild zu genießen. Ich verbrachte während des Testes eine Menge Zeit auf Netflix und war jedes Mal wieder begeistert von dem räumlichen Sound und der beeindruckenden Bildschirmauflösung.

Zeichnungen und Notizen erstellen mit dem S Pen

Der Samsung S Pen sticht vor allem durch seine feinen Gummispitze hervor. Zudem liegt er gut in der Hand und fühlt sich wie ein hochwertiger Kugelschreiber an. Mit seiner feinen Spitze von gerade mal 0,7 Millimetern Dicke lässt sich das Tablet einwandfrei bedienen. So kann man kreativ werden und ein paar nette Kunstwerke in der Pen.Up-App erstellen. Wenn man sich schnell etwas notieren möchte, aber keinen Zettel und Stift dabei hat, kann man ganz einfach seine Notizen mit dem S Pen im Modus namens Screen-Off-Memo erstellen.

S Pen Samsung Galaxy Tab S4
Das Samsung Galaxy Tab S4 verfügt über einen überarbeiteten S Pen. Image by Lina Schilling

Langer Videogenuss dank hoher Akkukapazität

Auch nach mehreren Stunden über knapp drei Tage verteilt auf Netflix, Instagram und mehreren Schreibeinheiten hat der Akku immer noch mitgespielt. Das Samsung Tab S4 hat eine Akkukapazität von 7.300 mAh und soll 16 Stunden andauernden Videogenuss ohne Pause ermöglichen. Ich war tatsächlich überrascht, wie lange ich das Tablet nutzen konnte, ohne es aufladen zu müssen. Als der Akku dann doch irgendwann mal leer wurde, war das Tab S4 innerhalb von knapp drei Stunden wieder voll aufgeladen. Auch der Speicher verfügt über eine große Kapazität und bietet viel Platz für Filme, Musik, Bilder und weitere Daten.

Mehr Produktivität mit Samsung DeX und dem Book Cover Keyboard

Mit Samsung DeX kann das Tab S4 sogar wie ein Desktop funktionieren. Wenn man das Tablet mit dem separat erhältlichen Samsung Book Cover verbindet, startet automatisch die Samsung DeX Funktion. Die Tastatur und das Tablet werden mit einem magnetischen POGO-Anschluss verbunden und es dauert nur paar Sekunden bis das Keyboard einsatzbereit ist.

Zunächst hatte ich ein paar Probleme mit der Bedienung der Tastatur, da sie im Gegensatz zu einer Standard-Tastatur doch recht klein ist. Doch je mehr mit dem Keyboard schrieb, desto mehr fand ich Gefallen daran. Für Vielschreiber und alle, die viel unterwegs sind, eignet sich das Tab S4 mit dem Keyboard also perfekt.

Mit dem Samsung DeX war das Arbeiten fast wie am PC möglich. Das Betriebssystem erinnert an Windows 10: Man kann mehrere Fenster und Anwendungen gleichzeitig öffnen, wie zum Beispiel Google Tabellen und Word.

Verbesserungsfähige Kamera

Die Rückkamera des Samsung Galaxy Tab S4 wartet mit 13 Megapixel auf und konnte nur ausreichend Leistung bringen, wenn die Lichtverhältnisse stimmten. Aber auch für schnelle Schnappschüsse im Sonnenschein ist die Kamera durchaus geeignet. Die Frontkamera überzeugte mich schon eher. Sie verfügt über acht Megapixel und macht ganz passable Bilder. Allerdings gehört der Komfort nicht zu den Lieblingsthemen von Samsung: Die Aufnahmen mit einem Tablet finde ich generell etwas umständlich und greife im Alltag dann doch lieber zu meinem iPhone.

Test-Fazit Samsung Galaxy Tab S4

Das Samsung Galaxy Tab S4 ist für alle, die häufig unterwegs sind und viel schreiben, der richtige Begleiter. Auch für Streaming-Junkies, die viel Wert auf Sound und Auflösung setzen, hat das Tab S4 viel zu bieten. Die separat erhältliche Tastatur lohnt sich und auch die DeX Funktion ist leicht zu bedienen. Allerdings ist das Konstrukt noch nicht  hundertprozentig ausgereift, denn einige Apps, wie beispielsweise Netflix, lassen sich nicht im Vollbildmodus öffnen.

Insgesamt hat mir das Tab S4 sehr gut gefallen und ich hab mich schnell an das Android Betriebssystem gewöhnt. Auch die Bedienung mit dem Keyboard und Samsung DeX haben meinen Alltag erleichtert.

Für knapp 700 Euro (und zusätzlich noch einmal 150 Euro für das separat erhältliche Book Cover Keyboard) ist das Samsung Galaxy Tab S4 nicht gerade günstig, aber hat für seinen Preis doch eine Menge zu bieten.

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  • WHATSAPP t3n.de: Neue WhatsApp-Funktion bringt endlich Ruhe in Gruppenchats: Jeder kennt die Masse an Informationsfluss, sobald man in mehr als einer WhatsApp-Gruppe Mitglied ist. Dem will WhatsApp ein Ende setzen. Mit der neuen Option kann der Administrator einer Gruppe manuell auswählen, welche Nutzer aktiv Nachrichten verschicken können. Dem Rest bleibt dann nichts mehr übrig, als stumm zuzusehen. Die Funktion ist bisher nur für Android-User verfügbar.

  • NETFLIX golem.de: Netflix bringt aktuell kein neues teureres Abo: In letzter Zeit sorgt Netflix für Verwirrung bei seinen Zuschauern. Bei vielen Nutzern erscheint die Möglichkeit, eine neue vierte Abo-Variante auszuwählen. Nämlich das Ultra-Abo mit HDR-Option für 17 Euro. Der Anbieter klärt auf und sagt es sei nur ein Test. Dieser soll bestätigen, dass Nutzer bereit wären noch mehr Geld für Videostreaming-Dienste bei Netflix zu zahlen. Der Streaminganbieter kommentierte die Frage einer möglichen Preisänderung nicht.

  • LG handy.de: Patent gewährt: LG plant faltbares Smartphone: LG wird mal wieder zu einem Gesprächsthema bei den Technik-Junkies. Grund dafür ist ein faltbares Handy, für welches das Unternehmen ein Patent erhalten hat. Das neue Smartphone soll über ein flexibles Full-Screen-Display verfügen. Das Gerät faltet sich nach innen, was unerwünschte Kratzer am Display verhindern würde. Der Hersteller möchte außerdem eine Fotokamera auf der Außenseite anbringen, damit man auch Bilder schießen kann, ohne das Handy vorher aufklappen zu müssen. Leider steht noch kein Datum fest, zu dem wir das revolutioäre Smartphone erwarten könnten.

  • FACEBOOK heise.de: Facebook sperrt US-Unabhängigkeitserklärung als Hate Speech: „Indian Savages“ wird von Facebook-Algorithmen als eine hassvolle Äußerung eingestuft. Aus dem Kontext gerissen: zu Recht. Nur leider taucht dieser Begriff auch in einem Teil der US-Gründungsurkunde auf, die die Tageszeitung The Vindicator im Vorfeld des Nationalfeiertages auf Facebook zitiert hat. Dieser Fehler wurde in der Zwischenzeit behoben. Facebook hat den Beitrag erneut freigegeben. Die Situation mag zwar frustrierend sein, aber man kann die Ironie nicht übersehen: Die Worte von Thomas Jefferson werden in den Staaten zensiert.

  • REVOLUTION welt.de: E-Reader-Trick bringt Werbespots auf fahrende LKW: Bewegte Bilder auf Fahrzeugen sind in Deutschland verboten. Doch das Start-Up-Unternehmen Road Ads hat es geschafft diese gesetzliche Hürde zu überwinden. Die Firma synchronisiert vier große E-Reader miteinander und setzt diese anschließend auf die Hecktüren von LKW-Fahrzeugen. Die Werbung ändert sich alle 30 Sekunden, was genau in die gesetzlichen Rahmen passt und keine Gefahr für Fahrende darstellt. Bis 2020 können wir also mit etwa 1.000 Lastwagen rechnen, die auf den deutschen Autobahnen rollen und digitale Unterhaltung mit sich tragen.

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Was ist neu auf Amazon und Netflix? – Streaming-Tipps für den Januar 2018

Browsing Netflix Streaming (adapted) (Image by Charles Deluvio [CC0 Public Domain] via Unsplash)

Neues Jahr, neuer Monat, neue Streaming-Titel! Zur besseren Übersicht fassen wir euch die sehenswertesten Titel zusammen, die im Januar 2018 über eure Bildschirme flimmern könnten.

Disney-Invasion auf Netflix

Beim Streaming-Dienst Netflix ist der Januar 2018 auffällig Disney-lastig. Mit dabei sind Klassiker der 90er und frühen 2000er wie Hercules und Lilo & Stitch, die jeweils schon ab dem 1. Januar starten. Die Monster Uni ist das Prequel zu Die Monster AG und ab dem 3. Januar zum Streamen verfügbar. Auch über die Neuauflage des Klassikers Das Dschungelbuch aus dem Jahr 2016 können sich Netflix-Nutzer ab dem 18. Januar freuen. Von der Kino-Leinwand direkt zum Streaminganbieter springt am 12. Januar zudem der Die Eiskönigin-Kurzfilm Olaf taut auf, der erst noch vor Disneys Coco im Kino lief. Damit kommen kleine und große Disney-Fans im Januar also voll auf ihre Kosten!

Serienhighlights bei Amazon Prime Video

Auf Amazon Prime Video wirds diesen Monat vor allem für Serien-Fans interessant. Allen voran steht das Amazon Original Mr. Robot, dessen 3. Staffel am 15.01 Premiere feiert. Die Serie handelt vom IT-Sicherheitsspezialisten Elliot, der unter einer Persönlichkeitsstörung leidet und für eine anarchistische Hackergruppe rekrutiert wird.

Science-Fiction-Fans, vor allen denjenigen, denen schon Black Mirror gefallen hat, sollten ab dem 12. Januar einen Blick auf Philip K. Dick’s Electric Dreams werfen. Die britische Anthologie-Serie basiert auf Kurzgeschichten von Science-Ficiton-Autor Philip K. Dick, dessen Geschichten auch schon Werke wie Blade Runner, Total Recall, Minority Report oder – ein weiteres Amazon Original – The Man in the High Castle inspirierten.

Mit der Horror-Serie The Exorcist holt sich Amazon Prime einen Fox-Serienerfolg ins Boot. Wie der Titel schon verrät, basiert die Serie auf dem Buch von William Peter Blatty mit dem gleichen Namen und stellt eine Fortsetzung zum Film aus dem Jahr 1973 dar. Ab dem 23. Januar zeigt Amazon die viel gelobte Horror-Serie in Deutschland.


Image (adapted) „Browsing Netflix“ by Charles Deluvio (CC0 Public Domain)

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80er in 8-Bit – Stranger Things: The Game

Stranger Things The Game (adapted) (Screenshot by Lisa Kneidl via Netflix & BonusXP)

Es war der Serien-Überraschungs-Hit im Jahr 2016. 80er-Retro-Charme, ein Synthesizer-Soundtrack und ein Setting das an einen Steven King Roman erinnert. Durch diese Erfolgsformel gelang dem Netflix-Original Stranger Things binnen kürzester Zeit der Kultstatus. Es dauert nicht lange, bis man die Bewohner der fiktiven US-Kleinstand Hawkins ins Herz schließt. Für jeden der nicht genug von Eleven, Mike, Dustin und Co. bekommt, gibt es jetzt das passende Smartphone Game.

80er in 8-Bit

Im Oktober 2017 erschien die lang erwartete 2. Staffel der beliebten Serie Stranger Things. Um die – über ein Jahr lang andauernde – Wartezeit zwischen den Staffeln zu überbrücken, brachte Netflix zusammen mit dem Studio BonusXP, Inc. eine passende App.

Das Gameplay ist relativ einfach, man bewegt seine Spielfigur simpel per Tapping auf den Bildschirm fort. Gleiches gilt für das Interagieren mit Gegenständen, anderen Charakteren oder Kampfsituationen. Kleine Rätsel und die aus der Serie bekannten Charaktere werten das Spiel auf. Denn obwohl das Spiel recht simpel gehalten ist und relativ kurzweilig ist, macht es großen Spaß, sich im 8-Bit Hawkins zu bewegen.

Kostenlos und werbefrei

Was mir besonders gefällt ist, dass die App komplett kostenlos ist, aber gleichzeitig auch nicht auf nervige In-Game Werbung zurückgreift. Das ist oft ein böses Omen für ein schlechtes Spiel. Bei Stranger Things ist das aber nicht der Fall, es ist komplett kosten- und werbefrei, aber macht gleichzeitig großen Spaß und bietet viel Raum für Interaktion. So hat jeder Charakter eine passende Fähigkeit für die jeweilige Situation. Die Jäger und Sammler unter den Spielern kommen aber durch die Sammelobjekte auch auf ihre Kosten.

Wenn ihr also nach dem Binge-Watching doch wieder Sehnsucht nach Hawkins und deren charismatischen Bewohnern rund um Eleven, Chief Hopper und Co. habt, dann holt euch Stranger Things: The Game kostenlos für iOS und Android. Notwendig dafür sind minimal die Versionen iOS 9.0 und Android 4.4.


Screenshots by Lisa Kneidl


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  • NETZNEUTRALITÄT t3n: USA schaffen Netzneutralität ab: Auch die massiven Proteste haben nichts genützt, jetzt ist es beschlossene Sache: die Netzneutralität in den USA ist Geschichte. Mit drei zu zwei Stimmen hat die Federal Communications Commission der USA das Aus der Netzneutralität beschlossen. Erst 2015 wurden unter der Obama Regierung strikte Regeln für die Durchsetzung der Netzneutralität eingeführt. US-amerikanische Internet-Nutzer bangen jetzt um das freie Internet. Bereits Anfang des Jahres wurde der Schritt vom FCC-Vorsitzenden Ajit Pai – für das Amt von Donald Trump persönlich vorgeschlagen – angekündigt. Netzneutralität-Befürwörter fürchten jetzt ein Zwei-Klassen-Internet, die Gegner sehen allerdings keine Gefahr um ein freies Internet.

  • APPLE t-online: Apple kauft Musikerkennungs-App Shazam: Ihr mögt einen Song, wisst aber nicht wie er heißt – da kommt die App Shazam ins Spiel. Sie kann auf Knopfdruck erkennen, welcher Song zu hören ist. Mit der Musikerkennungs-App ist dem Konzern Apple jetzt eine wertvolle Übernahme gelungen. Rund 400 Millionen Dollar soll Apple für Shazam laut der Financial Times auf den Tisch gelegt haben. Das soll sich lohnen, denn durch die App verspricht sich Apple einen besseren Einblick auf den Musikgeschmack der User zu erlangen. Das macht Geschmacks orientiertes Marketing einfacher. Apple verspricht gemeinsame Pläne für die Zukunft und die hauseigene KI Siri greift bereits auf den Dienst zurück, wenn man sie nach einem Song fragt.

  • NETZDG handelsblatt: Angriff auf das Anti-Hass-Gesetz: Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz – kurz NetzDG – ist umstritten. Die Fraktionen der Linken, FDP und der AfD arbeiten derzeit deswegen an eigenen Gesetzentwürfen, um am NetzDG zu rütteln. Das Gesetz soll gegen Hass-Kommentare in sozialen Medien schützen. Nicht überraschend also, dass die AfD dies torpedieren möchte. Das NetzDG war erstmals zum 1. Oktober in Kraft getreten. Es verpflichtet Online-Netzwerke strafbare Inhalte umfassender zu bearbeiten und sie schneller zu löschen.

  • GOOGLE zeit: Danach haben die Deutschen 2017 gegoogelt: Das Ende des Jahres nähert sich mit schnellen Schritten und da bleiben diverse Jahresrückblicke auch nicht fern. Der global am häufigsten gegoogelte Suchbegriff war Hurrikan Irma. Was haben die deutschen im Jahr 2017 am häufigsten in die Suchmaschine eingetippt? Ganz vorne bei den beliebtesten Suchanfragen sind dabei der G20-Gipfel, Bitcoin, die Bundestagswahl und die erst am 1. Dezember stattgefundene WM-Auslosung. Im vergangenen Jahr waren EM 2016 und Pokémon Go die Suchbegriffe des Jahres.

  • NETFLIX welt: Dieser Deal ist eine Kampfansage an Netflix: Der Deal ist durch und das Timing könnte nicht besser sein! Der Unterhaltungskonzern Disney hat jetzt angekündigt große Teile des Medienkonzerns 21st Century Fox zu übernehmen. Der Mega-Deal beschert dem Konzern hinter der Maus nicht nur die Rechte an den X-Men, die durch Fox bisher aus dem Marvel-Filmuniversum ferngehalten wurden, sondern auch an Serien wie den Simpsons oder Modern Family. Vor allem kann der Schritt aber als indirekte Kampfansage an Netflix und Co. angesehen werden. Erstkürzlich verkündigte Disney die Pläne eines eigenen Streaming-Dienstes. Mit den diversen, nun eigenen Lizenzen würde der dann ernsthafte Konkurrenz für andere Anbieter darstellen.

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  • WLAN Chip: Experten warnen: Sicherer WLAN-Standard vollständig geknackt: Böse Überraschung für Nutzer der Verschlüsselungsmethode WPA2: Jahrelang galt, wer sein WLAN mit WPA2 verschlüsselt hatte, musste sich keine Sorgen um Angriffe machen. Sicherheistforscher haben nun jedoch gravierende Sichrheitslücken im Protokoll gefunden. Unter anderem sollen die gefundenen Lücken erlauben, das Netzwerk zu entschlüsseln und mitzuschneiden. Nur eine zusätzliche Verschlüsselung, kann das Abhören aller Inhalte über das WLAN verhindern. Auch scheint eine Manipulation des Traffics durch die Lücken möglich zu sein, jedoch nur wenn sich der Angreifer in unmittelberer Reichweite des Netzwerks befindet. Doch auch wenn das Ausmaß der Sicherheitslücken noch unklar ist, so können nach den ersten Mitteilungen des US-Certs praktisch alle Router, Notebooks, Smartphones und andere Geräte betroffen sein, die WLAN unterstützen.

  • MICROSOFT zeitonline: Supreme Court entscheidet über die Zukunft der Cloud: Microsoft stellt sich gegen die US-Regierung: Diese möchte auf im Ausland gespeicherte Daten zugreifen, sofern diese Anbieter wie Microsoft nutzen. Das Unternehmen hatte 2013 einen Durchsuchungsbefehl der US-Regierung für das E-Mail-Konto eines mutmaßlichen Drogendealers bekommen, weigerte sich jedoch, die E-Mails herauszugeben, da diese auf einem Server in Irland gespeichert waren. Microsoft war der Meinung, der Untersuchungsbefehl der USA ist in einem anderen Land nicht gültig. Die US-Regierung stützte sich mit dem „Electronic Communications Privacy Act“ (ECAP) von 1986 auf ihr Recht, verlor jedoch nach jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen gegen Microsoft. Der Supreme Court fällt nun ein Urteil zu solchen Sachverhalten, voraussichtlich bis Sommer 2018.

  • NETFLIX t3n: Attacke auf Netflix: Die Milliarden-Schlacht um die Streaming-Krone: Die Jagd nach dem nächsten Streaming-Hit hat begonnen: Vor nicht einmal fünf Jahren hat Netflix mit „House of Cards“ seinen ersten großen Serienhit gelandet. Damit wurde auch klar, dass TV-Unterhaltung nun keinen Kabelanbieter oder dicke Senderpakete mehr braucht – das Streaming war angekommen. Und das Geschäft mit Online-Videodiensten boomt immer noch: Netflix größter Streaming-Rivale ist derzeit Amazon und auch Google mischt neuerdrings beim Online-Streaming mit. Diese Umstände entfachten eine regelrechte Ausgabenschlacht um den nächsten Streaming-Megahit: Netflix möchste in diesem Jahr sechs Milliarden Dollar in exclusive Inhalte stecken, Amazon nach Schätzungen 4,5 Milliarden Dollar, YouTube erhöht ebenfalls seinen Einsatz und Disney eröffnet offiziell die Kriegskasse mit seinem Streaming-Service für den Sportsender ESP, der für 2018 geplant ist.

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iPhone 8 Plus im Test: Spaß im Glas

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10 Jahre nach dem ersten iPhone will Apple sich mit dem iPhone X nicht nur auf ein radikal überarbeitetes Jubiläumsmodell beschränken. Zusätzlich betreibt das Tech-Unternehmen vorsichtige Modellpflege und präsentiert mit dem iPhone 8 Plus eine geringfügige Aktualisierung des Vorjahres-Flaggschiffs. Ein Gehäuse aus Glas, mehr Porträtfilter für die Dual-Kamera und kabelloses Aufladen sind die wesentlichsten Neuerungen beim iPhone 8 Plus. Ob das für eine Kaufempfehlung genügt, habe ich im Praxistest geprüft.

Altes Design im neuen Glasgehäuse

Bei der Formsprache des Gehäuses hat Apple im Vergleich zum iPhone 7 Plus praktisch nichts geändert. Formfaktor und Tastenanordnung sind identisch. Der Klinkenanschluss kehrt ebenfalls nicht zurück.

Das iPhone 8 Plus ist lediglich in jeder Dimension um ein paar zehntel Millimeter gewachsen und außerdem 14 Gramm schwerer. Das können Auge und Hand aber nur bei akribischem Vergleichen der beiden Modelle wahrnehmen. Zudem sind die physischen Änderungen so minimal, dass sogar vorhandene Hüllen der Vorgänger-Generation weiterhin passen.

Verarbeitung und Optik sind auf Spitzenniveau. Nur der etwas breite Rahmen ums Display ist in Zeiten des Fullscreen-Designs wie beim Galaxy Note 8 oder LG V30 etwas aus der Mode gefallen. Mit dem angekündigten iPhone X hat Apple ja immerhin schon den Paradigmenwechsel eingeläutet.

Die auffälligste Design-Neuerung beim iPhone 8 Plus besteht in dem auf der Rückseite verwendeten Material. So kommt erstmals seit dem iPhone 4 wieder eine Deckschicht aus Glas zum Einsatz. Dies ist weniger eine ästhetische Entscheidung, als vielmehr dem Ziel geschuldet, das Gerät kabellos aufladen zu können. Bei nicht-leitfähigem Glas ist das viel leichter zu realisieren.

Das gläserne Kleid wirkt genauso homogen und gefällig, fühlt sich aber kühler und glatter an als die Aluminium-Oberfläche des Vorgängers. Mit welcher Art Glasverbund Apple das Gerät vor Kratzern und Stößen schützt, nennt das Unternehmen nicht. Bekannt ist nur, dass das iPhone 8 Plus für mehr Stabilität durch eine Unterkonstruktion aus Stahl verstärkt und von einem Aluminiumrahmen eingefasst wird. Ungeachtet des neuen Materialmixes ist auch das iPhone 8 Plus gemäß IP67-Standard gegen Staub und Flüssigkeiten geschützt.

iPhone 8 Plus
Die Farbvariante „Space-Grau“ tendiert eher ins Weiße. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Überraschend finde ich die Farbgebung. Die Rückseite meines „space-grauen“ Testexemplars ist nur sehr dezent als grau zu erkennen und tendiert stark ins Weiße. Für die Sichtbarkeit von Fettfingern ist das von Vorteil. Schlieren fallen dadurch weniger schnell auf.

Noch helleres und kontrastreicheres Display

Beim Display setzt Apple unverändert auf ein IPS-Panel mit Full-HD-Auflösung, was bei einer Diagonalen von 5,5 Zoll nicht Spitze ist, aber dennoch für eine einwandfrei scharfe und detailreiche Darstellung sorgt. Obwohl Leuchtkraft, Kontrastumfang und Farbwiedergabe mich schon beim iPhone 7 Plus begeistert haben, gelingt es Apple beim Nachfolger in punkto Bildqualität neue Maßstäbe zu setzen. Das Display des iPhone 8 Plus wirkt abermals einen Tick heller und kontrastreicher.

iPhone 8 Plus
Image by Berti Kolbow-Lehradt

Nicht zwingend für eine bessere, aber für eine natürlichere Darstellung sorgt der neue Weißabgleich namens True Tone. Nach dem iPad Pro 10.5 erhalten auch das iPhone 8 und iPhone 8 Plus dieses Feature. Es sorgt mittels eines Vierkanal-Umgebungslichtsensors dafür, dass sich die Farbtemperatur des Displays automatisch an die Farbtemperatur der Beleuchtung anpasst. Sitzt ihr unter einer warmweißen Lampe, wird auch das Display etwas wärmer, sprich etwas gelblicher gestellt. Hingegen bei neutralweißem Tageslicht wird der Blauanteil der Hintergrundbeleuchtung verstärkt, sodass das Display kühler wirkt.

Ich empfinde True Tone als ungewohnt, bin aber gespannt, ob das Feature auf Dauer tatsächlich so viel augenfreundlicher ist, wie Apple in Aussicht stellt. In jedem Fall gilt: Wollt ihr Fotos mit möglichst exakter Farbwiedergabe bearbeiten, ist True Tone nicht empfehlenswert. Daher könnt ihr das Feature auch unter Einstellungen / Anzeige & Helligkeit deaktivieren.

Mäusekino: HDR bietet einen kleinen Vorteil

Apple bereitet sein Ökosystem Zug um Zug auf Heimkino in 4K und HDR vor. Sendungen in 4K-Auflösung kann das iPhone 8 Plus zwar nicht darstellen, dafür aber in High Dynamic Range (HDR). Diese Hochkontrastbilder beinhalten mehr Farbnuancen und mehr Helligkeitsunterschiede. Sehr helle Bildbestandteile wirken noch strahlender, Farben realistischer und brillanter.

Neben Apples hauseigenem iTunes Store hat jetzt auch Netflix HDR-Inhalte für iOS-Geräte freigegeben. Dazu zählt auch das iPhone 8 Plus. Testweise habe ich mir Folgen der neuen Serie „Star Trek: Discovery“ angeguckt. Sie liegt im HDR-Format Dolby Vision vor. Im Vergleich zu einem iPhone 7 Plus wirkt die Bildqualität tatsächlich etwas brillanter.

Aber der Mehrwert ist sehr subtil und keinesfalls so überragend wie auf einem HDR-fähigen Fernseher. Dies habe ich auch schon beim Test des Galaxy Tab S3 so empfunden. Der Grund: Mobilgeräte können derzeit einfach nicht so hell leuchten wie große TV-Bildschirme. Insofern bereitet das Display des iPhone 8 Plus zwar große Freude. Aber der Vorteil gegenüber dem Vorgängermodell ist zu klein, um kaufentscheidend zu sein.

Zwei iPhone-Lautsprecher drehen auf

Zu einem guten Filmvergnügen gehört natürlich auch der Sound. Laut Apple wurden die in der Unterseite integrierten Stereo-Lautsprecher in der neuen iPhone-Generation überarbeitet. Demnach seien sie 25 Prozent lauter und würden tiefere Bässe liefern. Im direkten Vergleich mit einem iPhone 7 Plus kann ich das bestätigen. Die Lautsprecher im iPhone 8 Plus liefern mehr Bassvolumen und sind präsenter. Mehr als bei Filmen wirkt sich das bei Musik aus. Tatsächlich macht es mir noch etwas mehr Spaß, meine Apple-Music-Sammlung mit dem neuen Modell zu erleben.

iPhone 8 Plus
Die verbesserten Stereo-Lautsprecher sind toll. Und Touch ID im Home-Button funktioniert ebenfalls gut. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Smartphone-Kamera mit dem gewissen Plus

Den Titel der „besten Smartphone-Kamera“ musste das iPhone 8 Plus im Bildqualitätsbarometer DxO-Mark zwar rasch wieder an das Google Pixel 2 abtreten. Dennoch ist die Güte der Kameraleistung im mobilen Bereich über jeden Zweifel erhaben. Schärfe, Kontrast und Farbtreue sind eine Freude. Starke Belichtungsunterschiede zwischen sehr hellen und sehr dunklen Bildbereichen meistert die JPG-Engine des iPhone 8 Plus dank automatischer HDR-Funktion sehr gut. Qualitative Unterschiede zwischen dem aktuellen und vorherigen iPhone-Modell sind mit bloßem Auge schwer zu erkennen. Sie sind aber im messbaren Bereich vorhanden, wie eben zum Beispiel der DxO-Mark nahelegt.

iPhone 8 Plus
Image by Berti Kolbow-Lehradt

Die Foto-Hardware ist unverändert leistungsstark geblieben. Das iPhone 8 Plus bietet eine Dual-Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv mit 28 Millimetern Brennweite und f/1.8-Blende sowie ein Objektiv mit normaler bis leichter Telebrennweite von 56 Millimetern und f/2.8-Blende. Der Bildsensor löst mit 12 Megapixeln auf. Fotos und Videos schützt ein optischer Bildstabilisator vor Verwacklern.

Dass das iPhone 8 Plus seinen Vorgänger in Sachen Kamera übertrumpft, liegt an der besseren internen Verarbeitung der Bilder. Dafür sorgen ein neuer Bildsignalprozessor und der neue Hauptprozessor A11 Bionic. Sie verbessern durch eine ausgeklügelte Gesichtserkennung und Tiefenkartierung die Berechnung des Bokeh-Effekts im Porträtmodus. Dies ist die wohl bedeutendste Eigenschaft von Apples Dual-Kamera.

Porträtmodus super, Porträtlicht noch verbesserungswürdig

Die Kamera-Software schafft es, Tiefeninformationen so zu verarbeiten, dass sie ein Hauptmotiv durch einen unscharfen Hintergrund künstlerisch betont. Dies setzt eigentlich Kameras mit viel größerem Bildsensor voraus. Im Vergleich zum iPhone 7 Plus, gelingt dem neuen Modell bei Porträts ein noch realistischer Übergang zwischen Schärfe und Unschärfe.

Hingegen durchwachsen ist mein Eindruck von der neuen Funktion namens Porträtlicht, die Apple im Beta-Status in die Kamera-App integriert hat. Sie ergänzt den Bokeh-Effekt um die Simulation von vier verschiedenen Lichtsettings, wie sie typisch für Studioaufnahmen sind. Die Berechnung ist aber noch verbesserungswürdig, weil die Effekte zum Teil sehr künstlich wirken.

Bestmögliche Ergebnisse setzen meinen Erfahrungen zufolge ein paar Bedingungen voraus. Beispielsweise wirken die Lichtfilter am besten in Innenräumen mit Lichtquellen, die für Seitenlicht sorgen und damit das Gesicht schon ein Stück weit konturieren. Außerdem solltet ihr keinen zu großen Bildausschnitt wählen. Denn der Softwarefilter wird nur auf das Gesicht angewendet, nicht auf die Kleidung oder den Rest des Oberkörpers. Nutzt ihr die Porträtlicht-Modi für ein Halbporträt bei diffusem Licht draußen, wirkt das Gesicht wie falsch reinmontiert.

Testbilder vom Porträtmodus mit und ohne Porträtlicht

Genug Rechenleistung für die Augmented Reality

Leistungsmäßig gehört das iPhone 7 Plus mit seinem A10-Fusion-Prozessor ein Jahr nach der Veröffentlichung noch längst nicht zum alten Eisen. Dennoch legt Apple erwartungsgemäß beim aktuellen Modell eine Schippe drauf. So soll der A11 Bionic 25 Prozent schneller rechnen. Die im Prozessor integrierte Grafikeinheit sei gar um 30 Prozent leistungsstärker. Der Arbeitsspeicher beträgt weiterhin 3 GB. In der Praxis erkenne ich aber keinen Unterschied.

Beispielsweise laufen für Augmented Reality designte Spiele wie The Machines, AR Dragon, HoloGrid: Monster Battle AR oder My Country auf dem iPhone 8 Plus dem Augenschein nach genauso flüssig wie auf dem Vorgänger-iPhone. Dabei sind das mit die anspruchsvollsten Anwendungen, die man dem Gerät zum Rechnen geben kann. Hier zeigt sich, dass die gelungene Darstellung von Augmented Reality keine Frage der Hardware, sondern auf die Integration der Software-Schnittstelle ARKit in iOS 11 zurückzuführen ist. Und das läuft ja auch auf dem iPhone 7 Plus.

iPhone 8 Plus
Augmented Reality wie hier beim Spiel „The Machines“ macht auf dem iPhone 8 Plus Spaß, funktioniert aber auf dem iPhone 7 Plus genauso gut, weil AR ein generelles Feature von iOS 11 ist. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Unterm Strich ist das iPhone 8 Plus daher erwartungsgemäß ein sehr rechenstarkes Smartphone, das selbst grafisch aufwendige Apps mühelos bewältigt. Alltagsaufgaben sind ohnehin keine Herausforderung. Die Spiele und Produktivanwendungen, die das Spitzen-Smartphone an seine Grenzen bringen könnten, müssen erst noch erscheinen.

Das kabellose iPhone: Akku laden ohne Strippen

Obwohl der Akku im iPhone 8 Plus minimal kleiner (2.800 mAh) als im iPhone 7 Plus (2.910 mAh) ist, wirkte sich dies im Test nicht negativ aus. Eine Akkuladung brachte mich trotzdem mindestens von Nacht zu Nacht, zumal ich ohnehin dazu neige, bei jeder Gelegenheit das Gerät zwischenzeitlich aufzuladen.

Glücklicherweise wird es bei der aktuellen Generation bequemer, das iPhone mit neuer Energie zu versorgen. Denn endlich unterstützen auch die Apple-Smartphones das kabellose Laden. So reize ich die Möglichkeiten meiner Ikea-Schreibtischlampe endlich aus. Diese hat eine induktive Ladefläche mit dem weit verbreiteten Qi-Standard integriert, den auch das iPhone 8 Plus unterstützt. Apple macht hier also ausnahmsweise keinen Alleingang.

iPhone 8 Plus
Zum Lieferumfang des iPhone 8 Plus gehört nur das Standard-Netzteil. Ein Schnelllade-Netzteil müsst ihr ebenso dazu kaufen wie eine induktive Ladestation. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Wenn das Laden besonders schnell gehen soll, braucht ihr aber doch eine Kabelverbindung. Denn das iPhone 8 Plus unterstützt den Schnelllade-Standard Quick Charge. Dadurch kann es in 30 Minuten 50 Prozent seiner Ladekapazität erreichen. Das geht aber nur mit einer kabelgebundenen Aufladung. Außerdem setzt dieser Vorgang zusätzliches Zubehör voraus, das bei Apple direkt mindestens 88 Euro kostet. Mit dem im Lieferumfang enthaltenen Netzteil geht das nicht (siehe Fußnote 12 auf der Produktvergleichsseite).

Stolzer Preis für ein gutes Ökosystem

Beim Preis des iPhones hat Apple schon immer ins höchste Regal gegriffen. Angesichts der Debatte um die Teuerung bei Premium-Smartphones sei aber darauf hingewiesen, dass das iPhone 8 Plus nicht nennenswert mehr kostet als sein Vorgänger. Schließlich ist die Einstiegsversion mit 64 GB ist mit einem Preis von 909 Euro auf dem gleichen Niveau wie das iPhone 7 Plus (899 Euro). Die Variante mit 256 GB (1.079 Euro) ist hingegen sogar 40 Euro günstiger als das Modell aus dem Vorjahr. Dennoch bleiben das natürlich stolze Preise, die sich nicht allein durch den Nutzwert der Hardware rechtfertigen lassen. Das perfekt aufeinander abgestimmte Ökosystem von Apple sowie vier bis sechs Jahre garantierter iOS-Updates relativieren dies jedoch.

Fazit: iPhone 8 Plus ist sinnvolle Modellpflege

Das iPhone 8 Plus ist ein grandioses Apple-Smartphone, das die beliebte Vorgänger-Generation zurückhaltend aber sinnvoll aktualisiert. Denn schick und gut verarbeitet ist es wie eh und je. Außerdem befriedigen Display und Kamera höchste Ansprüche. Die Rechenleistung ist ebenfalls über jeden Zweifel erhaben. Zusammen mit iOS 11 ist das iPhone 8 Plus deshalb ein richtig gutes Paket.

Allerdings ist der Mehrwert zum Vorjahresmodell so gering wie bei kaum einem Generationsprung zuvor. Ob Kamera, Display oder Lautsprecher. Das iPhone 8 Plus ist in vielen Bereichen minimal besser, aber eben nicht entscheidend. Beispielsweise ist der Porträtlicht-Effekt in dieser Form nur Spielerei. Die Fähigkeit HDR-Videos abzuspielen, ist ebenfalls kein Must-have. Hingegen den True-Tone-Weißabgleich mag vielleicht so mancher als angenehm empfinden. Aber die wichtigste neue Eigenschafte ist die Möglichkeit des kabellosen Ladens. Ein Upgrade vom iPhone 7 Plus dürfte das aber nur für wenige Bestandsnutzer rechtfertigen.

iPhone 8 Plus
Image by Berti Kolbow-Lehradt

Sie sollten ihre Vorfreude stattdessen auf das wahre Innovationsprodukt von Apple konzentrieren: das iPhone X. Dies kann schließlich all das, was das iPhone 8 Plus bietet und noch mehr. Denn darüber hinaus bietet es ein zeitgemäßes, randloses Display, einen Bokeh-Effekt auch in der Frontkamera sowie die Gesichtserkennungstechnologie Face ID. Nur wer die Design-Formsprache seit den iPhones von 2014 nicht missen möchte, und das neue Design des iPhone X zu gewagt findet, sollte schon jetzt beim iPhone 8 Plus zuschlagen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


Images by Berti Kolbow-Lehradt, Britta Lehradt


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  • GOOGLE welt: „Active Edge“ – Googles neue Smartphones sind zum Drücken: Nachdem Windows keine wirkliche Rolle mehr auf dem Smartphone-Markt hat, geht Google jetzt wieder in die Offensive gegen Apple- und Android-Geräte. Auf einer Präsentation wurden das Pixel 2 und Pixel 2 XL vorgestellt. Besonderes Feature ist der Drucksensor an beiden Geräten, mittels dessen der Google Assistant – der hauseigene künstliche Intelligenz – aufgerufen werden kann. Die sogenannte “Active Edge” Funktion geht laut Google auf eine Technologie per maschinellem Lernens zurück. Aber nicht nur in der Smartphone-Abteilung hat sich etwas getan, auch ein Update der VR Brille Daydream, ein neues Notebook und eine kleine Kamera namens „Google Clips“ wurden angekündigt.

  • NETFLIX handelsblatt: Teurere Abos hieven Netflix-Aktie auf Rekordhoch: Am gestrigen Donnerstag hat Netflix für einige seiner Streaming-Tarife den Preis – zum ersten Mal seit zwei Jahren – angehoben. Seit der Ankündigung dieser Änderung beim On-Demand-Anbieter ist dessen Aktie auf ein Rekordhoch gestiegen. Die Aktie des kalifornischen Unternehmens zählt zu den Top-Performern diesen Jahres und konnte seit der Preiserhöhung bereits einen Anstieg von über vier Prozent verbuchen. Dadurch sei Netflix in der Lage, die Position als klarer Weltmarktführer im Bereich Online-Video-Streaming auch bei zunehmender Konkurrenz zu verteidigen.

  • DROHNEN golem: Drohnen sollen Elektroautos aufladen: Bereits Mitte 2014 meldete Amazon ein Patent an, aber erst jetzt gaben die zuständigen Ämter ihren Zuspruch und trugen es ein. Die Idee ist, dass Drohnen Elektroautos teilweise wieder aufladen sollen. Die Fluggeräte sollen auf dem Autodach landen und über eine Dockingstation aufgeladen werden. Das Ganze soll sowohl im Stand als auch während der Fahrt möglich sein. Der Fahrer muss dabei jedoch nichts tun, das Fahrzeug soll ein selbstständiges Signal an Amazon schicken. Das Unternehmen will zukünftig unter dem Namen “Prime Air” ein Netzwerk an Flugdrohnen aufbauen.

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  • FISKER golem: Fisker-Elektroauto soll in 9 Minuten Strom für 200 km laden: Wie zu erwarten bekommt Tesla jetzt Konkurrenz. Im Januar soll auf der CES 2018 ein neues Elektro-Auto von Fisker vorgeführt werden, welches insgesamt um die 640 Kilometer schafft. Durch eine Graphen-Batterietechnik soll es dem Auto möglich sein in nur 20 Minuten auf 200 Km aufgeladen zu sein. Eine autonome Fahrtechnik sei laut dem Hersteller auch schon geplant, stecke jedoch derzeit noch in der Entwicklung. Das Modell ist zukünftig ab 130.000 US-Dollar zu haben, wer sich jetzt schon ein Modell reservieren möchte, zahlt 2000 US-Dollar als Anzahlung. Gute Neuigkeiten für alle, die noch warten können: Ein kostengünstigeres Modell für 34.000 US-Dollar soll 2020 folgen.

  • ROBOTIK heise: Robotik- und KI- Experten warnen vor autonomem Kriegsgerät: Damit KI und Robotik in Zukunft nicht für autonome Kriegsgeräte missbraucht werden, wollten sich eine zusammengestellte Expertengruppe, in der auch Tesla-Chef Elon Musk sitzt, zum Montag das erste Mal treffen, welches jedoch bedauerlicherweise nicht stattfand. Dennoch sind ihre gemeinsamen Bedenken bezüglich Künstlicher Intelligenz als Waffe nicht ganz unbegründet, so könnte diese nämlich zukünftig in den Händen von Terroristen einen großen Schaden anrichten. Dass Elon Musk Mitglied der neuen Expertengruppe angehört, ist nicht weiter verwunderlich, da er schon vor einiger Zweit begann auf die Gefahren durch den Missbrauch von KI aufmerksam zu machen.

  • ADIDAS t3n: Automatisierte Sneaker-Fabrik: Adidas startet Serienfertigung eines Schuhs aus dem 3D-Drucker: Das Adidas zukunftsorientiert ist, zeigt die Marke indem sie mit dem Silicon-Valley-Startup Carbon jetzt an Schuhen aus dem 3D-Drucker arbeitet. Schon dieses Jahr werde die ersten 5.000 Serienmodelle geliefert, wenn es nach Plan läuft. Doch ist nicht nur die Produktionstechnik zukunftsweisend, auch die Mitarbeit bei der Verarbeitung der Schuhe, da die knapp 160 Mitarbeiter nun auch mit Robotern des deutschen Herstellers Kuka zusammenarbeiten. Durch diese neue Technologie wird es Adidas nicht nur möglich sein seinen Kunden individuellere Ware liefern zu können, sondern das auch schneller. Die übliche Produktionsdauer von über einem Jahr würde sich auf eine Woche verkürzen. Ein Preis wurde für dieses Produkt bis dato noch nicht genannt.

  • APPLE wired: Kommt Apple Pay schon im September nach Deutschland?: Einige Gerüchte, dass der mobile Zahldienst Apple Pay bereits im September rauskommt, stützen sich auf die Informationen, dass die Zusammenarbeit mit den Direktbanken bereits abgeschlossen werden konnte. Praktisch wäre dies für das Unternehmen schon, da auch demnächst das iPhone 8 herauskommt und mit diesem bzw. einer Apple Watch bezahlt werden kann. Doch die Gerüchte bleiben fraglich, denn bei der Bekanntgabe welche neuen Länder einen Apple Pay-Start bekommen könnten, war Deutschland noch nicht genannt worden.

  • NETFLIX N24: Netflix weiß schon genau, was Sie sehen wollen: Man hat sich öfter eine Komödie angeschaut und bei Action-Filmen nach zwei Minuten abgebrochen? All das kann der Streaming-Anbieter für seine Recherche nutzen, um so seinem Kunden spezifische Film- und Serienvorschläge zu machen. Doch Netflix-Manager Todd Yellin ist sich auch bewusst, dass es so einfach nicht ist. Würde man dieser Analyse stur folgen, würde dem Kunden keine Abwechslung mehr geboten, sein Horizont nicht erweitert werden. Zudem sei es wichtig für das Unternehmen attraktiv und abwechslungsreich zu bleiben, da auch die Konkurrenz wie Amazon schon längst Daten nutzen könnten um wiederum ihre Kunden an sie zu binden. Der Wettstreit der Streaming-Anbieter hat also schon längst begonnen.

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Länderregeln: Das ‚Splinternet‘ ist vielleicht die Zukunft des Internets

Studie (adapted) (image by varunkul01 [CC09 via pixabay)

Die beiden Magazine “The Economist” und “WIRED” sind wegen des “Splinternet” besorgt. Die britische Forschungsorganisation NESTA denkt, dass es das World Wide Web, so wie wir es kennen, zerbrechen könnte. Was aber steckt hinter der Idee mit dem seltsamen Namen? Das Konzept dahinter ist, dass die Erfahrungen der Nutzer aus verschiedenen Ländern, beispielsweise in der Türkei und Australien, sich deutlich unterscheiden.

Reisende, vor allem in China, werden dieses Phänomen kennen. Dank der strikten Kontrolle der Regierung, müssen sie dir Suchmaschine Baidu benutzen und können nicht auf Facebook oder Nachrichtenseiten, wie beispielsweise den „Economist“ oder die New York Times, zugreifen.

Wir beobachten einen zunehmenden Splinternet-Effekt durch regional geblockte Inhalte. Auch müssen sich Firme an unterschiedliche und oftmals widersprüchliche länderspezifische Praktiken, Regeln und Gerichtsentscheidungen halte.

Diese Art von Spannungen ist besonders bei Firmen wie Google, Facebook und Twitter erkennbar. Diese Plattformen werden in fast jedem Land benutzt. Die einzelnen Regierungen bestehen immer stärker darauf, dass sich die Firmen an lokale Gesetze und kulturelle Normen halten, wenn es um Fragen wie den Zugang oder die Inhalte geht.

Das Internet war nie wirklich offen

Die Idee des Internets als unabhängige, globale und unkontrollierte Plattform war schon immer eher eine Idealvorstellung. Selbst am Höhepunkt, der Techno-Futuristischen Rhetorik über das Potential des Internets nationale Grenzen zu übersteigen, gab es immer Ausnahmen.

Die Kommunistische Partei in China verstand schon am Anfang, dass das Internet nur eine neue Medienform war. Und Medienkontrolle war ein Kernpunkt für die nationale Souveränität und deren Autorität. Aber das Splinternet verweist auf eine stärkere Tendenz Gesetze und Regulierungsbefugnisse innerhalb territorialer Zuständigkeiten einzusetzen, um digitale Aktivitäten einzuschränken.

Einen Anfang stellten Edward Snowdens Enthüllungen imJahr 2013 dar. Die Dokumente, die er veröffentlichte, legten nahe, dass die NSA mit ihrem Überwachungsprogramm PRISM Informationen der Benutzer weltweit von Google, Facebook, Apple und Yahoo sammelte. In Ländern wie Brasilien, wo die Kommunikation zwischen Spitzenpolitiker abgefangen wurde, beschleunigte diese die Entwicklung von nationalen Internetkontrollen. Brasiliens “Marco Civil da Internet law” verpflichtetweltumspannende Firmen, sich an brasilianische Datenschutzgesetze zu halten.

Ist das schlecht?

Bis jetzt bestand ein großer Teil der Anziehung des Internets daraus, dass es durch den Inhalt der Benutzer und deren Präferenzen angetrieben wurde und nicht durch Regierungen. Aber die Leute werden immer Aufmerksamer in Hinblick auf Volksverhetzung, gezielten Missbrauch, Extremismus, Fake News und anderen unangemessenen Aspekten der Online Kultur. Frauen, Menschen mit anderen Hautfarben und bestimmte Religionen werden überdurchschnittlich oft im Internet angegriffen.

Akademiker wie Tarleton Gillespie und Prominente wie Stephen Fry sind Teil einer wachsenden Ablehnung von typischen Antworten der Plattformbetreiber: Dass diese nur Technologiefirmen und -Vermittler sind und sich deswegen nicht in die Meinungsäußerung einmischen können.

Ein Bericht des britischen House of Commons über Hassverbrechen und die gewalttätigen Folgen gibt an: Es gibt eine Vielzahl von Beweisen, dass diese Plattformen benutzt werden um Hass, Missbrauch und Extremismus zu verbreiten. Dieser Trend wächst weiterhin mit einer alarmierenden Rate, aber wird nicht kontrolliert. Und selbst dort, wo es illegal ist, wird es größtenteils nicht überwacht.

 

Wenn wir sagen, dass Volksverhetzung online überwacht werden sollte, kommen zwei offensichtliche Fragen auf: Wer würde es tun – und auf welcher Grundlage? Aktuell werden Inhalte auf den größten Plattformen von den Firmen selbst überwacht. Die „Facebook Files“ des „Guardian“ zeigen den Umfang und die Grenzen einer solchen Moderation auf. Wir werden vielleicht sehen, dass Regierungen immer mehr bereit dazu sind einzuschreiten und so die Benutzer Erfahrungen weiter fragmentieren werden.

Faires Spiel für alle

Es gibt weitere aktuelle Sorgen im Splinternet. Eine ist die Frage der Gleichheit zwischen Technologie Firmen und traditionellen Medien. Marken wie Google, Apple, Facebook, Microsoft, Netflix und Amazon verdrängen traditionelle Mediengiganten. Und trotzdem sind Film, Fernsehen, Zeitungen und Magazine immer noch stärkerer länderspezifischen Regeln und öffentlicher Überwachung ausgesetzt.

So muss das australische Netzwerk für Fernsehwerbung sich in Hinblick auf Material und jugendfreie Inhalte immer noch an ortsspezifische Regulierungenn halten . Allerdings gelten diese nicht für YouTube oder Netflix, obwohl immer mehr Zuschauer und Werber zu diesen Anbietern wechseln. Es wird immer offensichtlicher für Mediengesetzgeber, dass bereits bestehende Regelungen nutzlos sind – es sei denn, sie weiten sich auch auf den Onlinebereich aus.

In Australien versuchte die “Convergence Review” dies bereits 2012 anzusprechen. Diese empfahl, dass Medienregulierungen auf “Content Service Enterprises” angewandt werden sollten welche eine bestimmte Größe erreichen, anstatt die Regeln auf einer spezifischen inhaltstragenden Plattform aufzubauen.

Brauchen wir überhaupt ein Splinternet?

Wir werden uns auf ein Splinternet zubewegen – es sei denn, wir schaffen es, dass neue globale Regeln geschaffen werden können. Diese müssen die Vorteile der Offenheit und den Wunsch kombinieren, dass Onlineplattformen im Interesse der Öffentlichkeit handeln. Trotzdem riskieren wir den Verlust der nahtlosen Onlinekommunikation, wenn Plattformbetreiber sich durch ein Dickicht komplexe nationaler Gesetze und Regelungen kämpfen müssen.

Der Druck, hierfür möglichst bald eine passende Lösung zu finden, liegt nicht nur bei den Regierungen und Regulierern, sondern auch bei den Plattformen selbst. Deren Legitimität in den Augen der Benutzer ist, um es mit den Worten von Mark Carney, dem Vorstand der Bank of England zu sagen, eine “social licence to operate”. Obwohl Google, Facebook, Apple, Amazon, Netflix und andere weltweit arbeiten, sollten sie sich im Klaren sein, dass die Öffentlichkeit von ihnen erwartet, eine Macht für die soziale Vorsorge vor Ort zu sein.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Studie“ by varunkul01 (CC0 Public Domain)


The Conversation

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  • SMARTPHONE netzwelt: Studie: Legt das Smartphone besser nicht auf den Tisch!: Das Smartphone einfach mal nicht auf den Tisch, sonders woanders hinlegen. Das kann auch auf der Arbeit besonders sinnvoll sein, wie eine Studie jetzt bewiesen hat. Die Gehirnleistung wird stark beeinträchtigt, sobald sich das Smartphone direkt auf dem Tisch befindet, was Forscher der Universität Texas in Austin jetzt herausgefunden haben und dabei reicht schon die bloße Präsenz des Geräts. Einer der Gründe ist vor allem, dass wir ständig den Drang unterdrücken, immer wieder auf eingehende Nachrichten zu achten. Also besser mal das Smartphone auf der Arbeit beiseitelegen.

  • AMAZON Handelsblatt: Drogeriekette macht bei Amazon Prime mit: Eine Kooperation zwischen Amazon und Rossmann in Berlin – in diesem Sinne soll der Online-Händler ein ganzes Einzelhandelssegment, den Drogeriebereich, abdecken. Wie soll das Ganze funktionieren? Prime-Kunden können dann etwa 5.000 Artikel bestellen, die sie innerhalb weniger Stunden nach Hause geliefert bekommen. Unter dieser Auswahl befinden sich aber nicht nur Drogerieprodukte, sondern auch Lebensmittel und Babyprodukte.

  • NETFLIX WELT: Disney kündigt Netflix – und setzt auf eigenen Streaming-Dienst: Disneys erster eigener Stramingdienst – Disney hat die Partnerschaft mit Netflix gekündigt. Ab dem Jahr 2019 sollen keine Neuveröffentlichungen mehr von Disney auf dem Streamingportal ausgestrahlt werden. Vielmehr plant der US-Unterhaltungsriese ein eigenes Streamingangebot mit eigenen Inhalten auf den Markt zu bringen. Nachdem Disney dies angekündigt hatte, rutschten die Netflix-Aktien um fünf Prozent ab.

  • SMARTPHONE Heise: Essential Phone findet Investoren und startet Serienfertigung: Die Firma von Andy Rubin, dem Erfinder von Android, ist es gelungen genügend Investoren zu finden, um sein erstes Smartphone, dem Essential Phone, fertigen zu lassen. Hierbei handelt es sich um ein Android-Gerät mit einem 5,7-Zoll-Bildschirm und einem Titangehäuse. Der Preis in den USA soll etwa bei 700 US-Dollar liegen. Eigentlich hätte das Smartphone schon im Juni im Handel verfügbar sein sollen, doch konnte diese Frist nicht eingehalten werden. In der kommenden Woche soll ein neuer Termin bekannt gegeben werden.

  • GOOGLE GoogleWatchBlog: Better Ads: Google will das Web von aufdringlicher Werbung befreien und zeigt die größten Probleme: Um aufdringliche Werbung herauszufiltern, möchte Google im Chrome Browser einen Adblocker integrieren. Das Ganze soll in etwa fünf Monaten geschehen. Zudem möchte Google den Webmastern dabei helfen, die Werbung „akzeptabel“ umzugestalten. Zu diesem Thema hat Google jetzt eine Statistik veröffentlicht, die die Probleme aufzeigt, die durch sogenannte Adblocker entstehen.

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  • KI heise: „Das größte Risiko für unsere Zivilisation“: Elon Musk warnt erneut vor KI: Ohne die richtigen Gesetze sei die KI eine Bedrohung für die Zivilisation, dessen ist sich Elon Musk sicher und trägt seine Bedenken vor Gouverneuren der USA vor. Denn der Zeitpunkt, an dem die KI alles besser könne als der Mensch, werde kommen. Zurzeit seien die Bedenken zu wenig ernst genommen worden, doch Vorsorge ist besser als Nachsorge. Die Angst, dass sich bei einer Einmischung in die Wirtschaft wichtige Unternehmen aus der USA absetzen würden, wiegelt Musk ab, denn nach ihm würden die Vorgaben allen helfen, auch den Wirtschaftsriesen.

  • PAYPAL golem: Mit Paypal tanken: Die Tankstelle Shell arbeitet jetzt mit Paypal zusammen, sodass mobiles Zahlen via Smartphone für Kunden möglich wird. Die ersten Tankstellen mit diesem neuen Service sollen in Hamburg und Berlin starten, bis Ende 2017 soll dies jedoch auch deutschlandweit gehen. Bereits im Februar 2017 stellte Jaguar diesen Dienst für seine Kunden bereit, das aber nur in Großbritannien. So konnten Kunden ohne Kreditkarte einfach und schnell mit der Shell-App über den Bildschirm ihres Fahrzeuges die gewünschte Literanzahl Benzin bestellen. p>

  • APPLE wired: Warum Apple die Fitnessdaten seiner Mitarbeiter überwacht: Apple hat auf seinem Firmengelände in Cupertino ein eingenes Fitnesslabor entworfen, indem Angestellte Sport treiben dürfen. Nebenbei werden jedoch Daten über ihre Leistungen gemessen. Eine kleine Einschränkung bei dieser Vermessung gibt es derzeit noch im Bereich des Schwimmens, da es der Software nicht möglich ist die Schwimmarten wie Kraulen oder Brustschwimmen auseinanderzuhalten. Derzeit arbeitet Apple an der watchOS 4, sodass die Apple Watch direkt mit den Fitnessgeräten verbunden werden kann.

  • NETFLIX horizont: Starkes Wachstum bei Netflix: Netflix ist auf der Überholspur. Der Gewinn, der sich durch den Streamingdienst machen ließ, erhöhte sich um ein knappes Drittel und die Aktie stieg am Montag auf neun Prozent. Somit können die finanziell eher aufwendigeren Eigenproduktionen wie “The Crown” weiterhin gerechtfertigt werden. Auch global ist Netflix nach wie vor erfolgreich, über 4 Millionen neue Kunden konnte Netflix kurz zuvor noch gewinnen. Eine Leistung, mit der niemand gerechnet hätte.

  • ALEXA curved: HTC U11: Alexa erscheint in Kürze für die deutsche Version: Mit dem HTC U11 ist es jetzt erstmals in Deutschland möglich auch ohne Berührung auf Alexa zugreifen zu können, selbst im Sleep-Modus kann Alexa zukünftig Befehle ausführen. Was mit Alexa alles möglich ist? Rund 12.000 verschiedene Fähigkeiten besitzt sie, darunter das Abspielen von Musik, das Verwalten von Einkaufslisten, oder aber die Vorhersage des Wetters.

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  • G20 golem: Hinweisportal der Polizei Hamburg hat rechtliche Probleme: Zur Nachbereitung der Proteste gegen den G20-Gipfel hat die Polizei Hamburg ein Hinweisportal für Bürger eingerichtet. Dort können Fotos und Videos hochgeladen werden, die Hinweise auf Straftäter der Protestnächte zu geben. Die zusätzlichen personenbezogenen Angaben unterliegen nach dem Telemediengesetz dem Datenschutz. Das Hinweisportal ist jedoch standardmäßig nicht verschlüsselt. Aus rechtlicher Sicht ergeben sich dadurch rechtliche Probleme. Die Vertraulichkeit der Datenübertragung im Klartext ist stark gefährdet. Ebenfalls kann bei einer unverschlüsselten Datenübertragung nicht sichergestellt werden, dass die Aufnahmen authentisch und unmanipuliert sind.

  • TASTATUR sueddeutsche: Das große ß sucht ein Zuhause: Vergangene Woche hat der Rat der deutschen Rechtschreibung beschlossen, dass ein großes ‘ß’ eingeführt warden soll. Nun wird eine Lösung für deutsche Tastaturen gesucht. Momentan kann man das große ß auf Windows-Rechnern mit der Tastenkombination Alt Gr, Shift und ß-Taste erreichen, wenn die Schriftart es schon eingeführt hat. Für Mac Nutzer oder Smartphone-User gibt es noch keine mögliche Tastenkombination. Eine mögliche Lösung bereitet das Deutsche Institut für Normen nun mit der DIN-Norm 2137 vor. Ein Vorschlag: Das große ß wird wie das €-Zeichen über einen Alt Gr-Befehl erreichbar sein.

  • SMARTPHONES curved: Forscher arbeiten an Smartphone-Steuerung durch Gesichtsgesten: Das Frauenhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung arbeitet momentan an einer möglichen Smartphone-Steuerung durch Gesichtsgesten. Bei der Methode soll über einen speziellen Ohrstöpsel bestimmte Gesichtsgesten erkannt und erfasst werden, wie zum Beispiel Nicken, Lächeln oder Augenzwinkern. Gesteuert werden sollen zum beispiel die Wiedergabe von Musik oder das Annehmen eines Anrufs. Gleichzeitig können die EarFieldSensing –Ohrstöpsel auch Daten zum Tageszustand des Trägers liefern. Sie können Müdigkeit anzeigen und somit zum Beispiel Autofahrer vor Erschöpfung warnen.

  • KONSUM horizont: Junge Konsumenten kehren von Netflix und Co. zum TV zurück – aus Bequemlichkeit: Eine neue Studie der Hochschule Fresenius und des Marktforschungsinsituts YouGov hat herausgefunden, dass junge Konsumenten immer öfter zu traditionellem Fernsehen zurückkehren. Der Grund sei, dass viele Nutzer die Entscheidung, welchen Film oder Serie zu schauen auf Dauer zu anstrengend sei. Stattdessen lassen sie viele Nutzer lieber von linearem Fernsehen „berieseln“. Gleichzeitig sei die Bereitschaft für Musikstreaming-Dienste zu zahlen. Diese Zahlen zeigen, dass der Digitale Wandel sich nicht so schnell fortsetzt, wie es vielerseits erwartet wurde.

  • STREETVIEW googlewatchblog: Nach über 10 Jahren: Google Streetview kommt endlich nach Österreich: Es hat über zehn Jahre gedauert, dass Google StreetView nach Österreich kommt. Google hatte überraschend angekündigt Österreich nun doch in das Kartensystem aufzunehmen. Jedoch müssen neue Aufnahmen gemacht werden, da die bereits erstellten Karten mit einem Alter von 7 Jahren, nicht mehr dem neusten Stand entsprechen. Ab dem 19. Juli sollen die Fahrzeuge in den Österreichischen Großstädten beginnen. Einige Auflagen der Aufnahmen sind, dass jeder Nutzer Unkenntlichmachung von Fahrzeugen oder Wohnhäusern beantragen kann, keine Videoaufnahmen gemacht werden, sondern nur Bilder, die zu 360°-Panoramas zusammengesetzt werden und die Fahrzeuge offensichtlich als Google Fahrzeuge erkennbar sind.

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  • MP3 t3n: MP3 ist jetzt offiziell tot: Das Ende einer deutschen Erfolgsgeschichte: Es hat den iPod groß gemacht, und was vielen nicht bekannt ist – das Format MP3 ist eine deutsche Erfolgsgeschichte. Jetzt hat das Frauenhofer Institut die Einstellung des Formats angekündigt. Die Patente laufen aus. Das bedeutet nicht, dass es vom Markt verschwindet, sondern dass es nicht weiterentwickelt wird. Der Fokus liege nun auf anderen Medien. Zum Beispiel das AAC-Format sei dem Komprimierten MP3 Format deutlich überlegen. Apple nutzte beispielsweise bei seiner Einführung des iTunes-Stores das AAC-Format.

  • STREAMING golem: Root lässt Netflix-App aus dem Play Store verschwinden: Manche Nutzer von gerooteten Android-Geräten können die Streaming-App Netflix nicht mehr herunterladen. Das Unternehmen habe sich bewusst für diesen Schritt entschieden. Grund dafür ist, dass sich Netflix an Googles Widevine-DRM-System hält und nur noch auf von verifizierten Geräten kompatibel ist. Manche Root-Systeme können die App dennoch finden. Bis jetzt kann der Service noch problemfrei genutzt werden.

  • RANSOMWARE handelsblatt: So wappnen sich Nutzer gegen Cyber-Erpresser: Die Erpresser-Software „Wanna Cry“ beschäftigt die Digitale Welt. Die Erpressungs-Software richtete sich weltweit auf Rechnern ein und verschlüsselte Daten. Betroffen waren neben Privatnutzern auch Krankenhäuser und Großkonzernen wie der Deutschen Bahn. Experten analysieren die Spuren der Hacker und sprechen erste Theorien aus, dass der Angriff aus Nordkorea kommen könnte. Außerdem warnen sie vor erneuten Angriffen, die bis zum jetzigen Zeitpunkt ausblieben. Experten sprechen Tipps aus, wie man sich gegen einen Cyberangriff wappnen kann.

  • ZALANDO gruenderszene: Zalando liefert bald direkt zum Kunden – egal, wo der sich gerade befindet: Das Start-Up Parcify soll nun dafür sorgen, dass Pakete auf den Meter genau zum Kunden geliefert werden. Gemeinsam mit dem Online-Versandhaus Zalando wird der Service nun in Belgien getestet. Um an dem Lieferungssystem teilzunehmen muss man sich die Parcify-App herunterladen und per GPS orten lassen. Wenn sich der Kunde zu einem festgelegten Zeitpunkt im Liefergebiet des Unternehmens aufhält, kann die Sendung auch in einem öffentlichen Ort angenommen werden. Wann und ob der Service auch in Deutschland angeboten wird, ist noch nicht bekannt.

  • AUTONOMES FAHREN new york times: Lyft and Waymo Reach Deal to Collaborate on Self-Driving Cars: Der Google-Schwesterkonzern Waymo, ehemals das Google Self-Driving Project, und der Fahrdienstvermittler Lyft sind eine Allianz eingegangen um die Entwicklung für autonomes Fahren voranzutreiben. Gemeinsam wollen sie die Vormachtstellung auf dem US-Markt festigen. Waymo möchte nun gemeinsam mit Lyft die entwickelte Technik in der Praxis testen. Die Vereinbarung zwischen Waymo und Lyft ist ebenfalls strategisch gegen den Konkurrenten Uber gerichtet, welcher angeblich vertrauliche Technologiedaten von Google-Entwicklern gestohlen habe.

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  • E-BAN sueddeutsche: Laptop-Verbot auf USA-Flügen zeichnet sich ab: Reisende in die USA dürfen wahrscheinlich in Zukunft ihren Laptop nicht mehr im Handgepäck mitführen. Das Verbot für Elektronikgeräte betraf zuvor nur eine zehn Flüghäfen in Nah Ost, soll jedoch auch auf Europäische Flughäfen ausgeweitet werden, so die Sicherheitsbehörden der Vereinigten Staaten. Die folgenden Sicherheitskontrollen können nicht nur zu erheblichen Verspätungen führen, sondern auch einem Buchungsrückgang für Fluggesellschaften. Derzeit ist noch unklar wann genau der E-Ban eintritt, es müssen noch viele Fragen geklärt werden.

  • FACEBOOK golem: Facebook geht gegen Ad-Schleudern vor: Beiträge von Webseiten, die mit minimalem Inhalt und viel Werbung, sollen demnächst durch einen neuen Algorithmus aus dem Newsfeed der Nutzer herausgefiltert und weniger angezeigt werden. Einige Beispielseiten wurden in eine künstliche Intelligenz eingespeist und diese soll ähnliche Webseiten identifizieren und filtern. Für Contentproduzenten, die Wert auf Inhalte legen könnte das einen Zuwachs von Lesern bedeutet, da ihre Posts deutlich häufiger angezeigt werden sollen.

  • POWERPOINT t3n: Powerpoint kann Präsentationen jetzt in Echtzeit übersetzen: Ab sofort keine Sprachbarrieren mehr bei Powerpoint Präsentationen. Microsoft stellte auf der Entwicklerkonferenz Build eine neue Funktion für das Präsentationsprogramm vor, mit der Folien in Echtzeit übersetzt werden können. Die Übersetzungen sollen als Untertitel angezeigt werden. Bis jetzt kann die Erweiterung insgesamt zehn Sprachen verstehen, unter anderem auch Deutsch. Die Funktion soll nicht nur Übersetzungsschwierigkeiten beheben, sondern auch für Hörgeschädigte eine Erleichterung sein.

  • STREAMING welt: Amazon veranstaltet künftig exklusive Konzerte: Wo sind die Grenzen für die Angebote des Internetriesen aus Seattle? Nach Tablets, E-Readern, Smart-Homes und Streaming will Amazon zukünftig auch Konzerte über seinen Prime Service übertragen. Die Konzerte sollen eine begrenzte Zuschauerzahl haben, um eine Exklusivität zu garantieren. Andere Streaming Services wie Netzflix haben ebenfalls damit begonnen Shows von Stand-Up Comedians über ihre Plattform zu übertragen, Apple veranstaltet ebenfalls seit Jahren das Apple Music Festival – Live gestreamt für Nutzer. Ob Amazon in diesem Markt sein nächstes Standbein findet, wird sich zeigen.

  • UBER spiegel online: EU-Generalanwalt ergreift Partei für Taxibetriebe: In den USA ist der Fahrdienstvermittler Uber schon etabliert, in Europa hat sich der EU-Generalanwalt nun für die Taxi-Betriebe ausgesprochen. Da die App dem Verkehrssektor zuzuordnen sei, stehe es den Staaten frei, die Tätigkeit der Firma zu reglementieren, erklärte der zuständige Generalanwalt. Das Unternehmen selbst sieht sich als reiner Online-Vermittlungsdienst, und wollte sich somit den Regelungen für Taxi-Unternehmen entziehen. Das Urteil des EuGH folgt.

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  • FACEBOOK businessinsider: Facebook wants to launch its big attack on TV next month – here’s what we know Facebook hat schon vor einer Weile angekündigt den Streaming-Platzhirschen Amazon Prime und Netflix Konkurrenz machen zu wollen. Im Juni soll nun das Projekt rund um eigens produzierte Serieninhalte starten. Derzeit sind rund zwei Dutzend Serien geplant. Facebook will damit einen weiteren Schritt in die Richtung gehen, um mehr Kontrolle über den Kontent auf der eigenen Plattform zu haben. Für den Angriff auf TV und Streaming-Konkurrenz hat sich Facebook im Dezember den Collegehumor-Mitgründer Ricky Van Veen an Bord geholt, der seitdem als strategischer Kreativdirektor fungiert.

  • APP spiegel: Wie Tellonym mit Mobbing kämpft Die Anonymität im Netz ist einer der größten Katalysatoren für Cyber-Mobbing und ein stets ernstzunehmendes Problem. Mit jedem Aufkommen von neuen Plattformen zur sozialen Interaktion, gibt es auch neue Möglichkeiten Hassbotschaften zu verbreiten. Die App „Tellonym“ gibt den Nutzern die Möglichkeit anonyme Nachrichten zu verschicken. Schon die Frage-und-Antwort-Plattform Ask.fm stand vor Jahren in der Kritik eine ideale Cybermobbing-Plattform zu sein. Auch Tellonym hat solches Potential, behauptet aber aktiv dagegen vorzugehen.

  • RE:PUBLICA zeit: Mit den Trollen tanzen: Die re:publica, die Konferenz rund um soziale Medien und die digitale Gesellschaft, steht in den Startlöchern! Rund 8.000 Menschen diskutieren ab heute bis Mittwoch über Digitalisierung und was sie mit uns macht. Die erste re:publica fand 2007 in der Kalkscheune neben dem Friedrichstadtpalast statt. Der Mann, an dem sich die Netzgemeinde in diesem Jahr inhaltlich abarbeiten wird, ist Donald Trump.

  • MESSAGING heise: Datenschutzbeauftragter warnt vor WhatsApp & Co. An Schulen: Messaging-Dienste wie WhatsApp, der Facebook Messenger, Telegram und Co. gehören zum Alltag dazu, so natürlich auch zu dem von deutschen Schülern. Der Datenschutzbeauftragte von Rheinland-Pfalz, Dieter Kugelmann, weist darauf hin, dass WhatsApp zu schulischen Zwecken tabu ist. Manch ein Lehrer sage, in einer WhatsApp-Gruppe könne er am einfachsten Hausaufgaben verteilen. Kugelmann sieht darin aber ein Risiko. Nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Hamburg darf Facebook weiter keine Daten deutscher Nutzer von WhatsApp nutzen.

  • STROMNETZAUSBAU heise: Stromnetzausbau: weiter Rückstand bei Autobahnen: Jahrelang ging es beim Stromnetzausbau kaum voran. Jetzt nimmt der Ausbau langsam Fahrt auf. Die Bundesnetzagentur hofft, mit Erdkabeln langwierige juristische Streitigkeiten zu vermeiden. Der für die Energiewende dringend nötige Stromnetzausbau kommt nach jahrelangen Verzögerungen langsam in Gang. Es bleibt aber dabei, dass die drei großen neuen Nord-Süd-Stromautobahnen zur Versorgung Bayerns und Baden-Württembergs bis zur Abschaltung der letzten deutschen Atomkraftwerke 2022 noch nicht fertig sein werden.

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  • STREAMING sueddeutsche: Warum Streaming-Fans jetzt aufpassen müssen: Wenn es nach dem Europäischen Gerichtshof geht, soll das, zuvor eher als rechtliche Grauzone angesehene, Streaming von urheberrechtlichen Inhalten auf dubiosen Seiten nun gegen das Recht verstoßen. Wer sich zuvor also auf nicht wirklich legale Alternativen zu Netflix und Amazon Prime verlassen hat, könnte es jetzt schwieriger haben. Für Fans von Seiten wie kinox.to oder movie4k.to bedeutet das: Die Chance, abgemahnt zu werden, ist gestiegen – zuvor wurden eher die Seitenbetreiber belangt, weniger deren Nutzer.

  • STARTUP welt: Mit drei Wörtern jeden Ort auf der Welt finden: Mit drei Wörtern um die Welt – die Idee des Startups “What3words” ist es jeden Fleck Erde mit einer Drei-Wort-Kombi zu versehen. Dazu wurde der Planet in 57 Billionen drei Mal drei Meter große Quadrate eingeteilt, welchen eine einzigartige Wortkombination zugeteilt wurde. Zunächst ein kurioses Konzept, aber vor allem für Logistik-Unternehmen ein interessanter Ansatz. Nicht zuletzt die Deutsche Bahn investiert jetzt auch in das Konzept.

  • ECHO faz: Nun will Amazon auch ins Schlafzimmer: Amazon übt jetzt auch seinen Schlafzimmerblick und nimmt Einzug in die Schlafzimmer. Eine neue Version des Amazon Echo – Amazons Smart Home Device mit dem integrierten Assistenzsystem “Alexa” – soll jetzt als Helfer in Modefragen fungieren. “Echo Look” ist als eine Art digitaler Spiegel konzipiert – mit einer integrierten Kamera und mehreren LED-Lampen kann er auf Zuruf Fotos und Videos aufnehmen. Nutzer können sich vor das Gerät stellen wie vor einen Spiegel und die Fotos oder Videos dann hinterher auf ihrem Smartphone begutachten.

  • FUNK heise: Bundestag gibt grünes Licht für einheitliche Ladegeräte – Funkabschottung befürchtet: Es gibt eine neue EU-Richtlinie für alle elektrischen oder elektronischen Geräte, die über Funk kommunizieren oder Funkortung betreiben. Im Juni 2017 soll sie in Kraft treten und somit ein mögliches EU-weites Verkaufsverbot von für Geräte mit Funkverbindung. Dieses möglicherweise schon in wenigen Wochen in Kraft tretende Verbot betrifft Navigationsgeräte, Smartphones, WLAN-Router und internetgesteuerte Haushaltsgeräte oder Industriemaschinen.

  • GAMING zeit: “Portal Knights” ist Spiel des Jahres: Am Mittwochabend wurde in Berlin der Deutsche Videospielpreis verliehen, einer der renommiertesten Preise in der Branche, aufrgrund der hohen Dotierung der Auszeichnungen. Bestes deutsches Spiel – ausgezeichnet mit 110.000 Euro – wurde das Abenteuerspiel “Portal Knights” des Frankfurter Entwicklerstudios Keen Games. Zum neunten Mal wurden von einer Jury aus 50 Experten der Spielebranche sowie Vertretern der Politik und Unterhaltung die besten Entwicklungen aus der deutschen Gamer-Szene gekürt.

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Wie Telekom mit der StreamOn-Funktion die Netzneutralität gefährdet

Telekom-StreamOn-Teaser-AP

Mobilfunkverträge mit inklusivem Datenvolumen sind hierzulande ja ein leidiges Thema. Während Anbieter in Nachbarstaaten wie Finnland mit Dutzenden Gigabytes um sich werfen, erhält der Otto Normalverbraucher in Deutschland nur ein mickriges Inklusiv-Volumen. Bei Verwendung von Streamingplattformen wie Spotify oder YouTube ist das schnell aufgebraucht. Abhilfe soll beim größten deutschen Mobilfunkanbieter Telekom die neue Option „StreamOn“ schaffen. Doch was gut gemeint ist, könnte den Streaming-Wettbewerb womöglich spürbar verzerren.

StreamOn: Streamingdienste vom Inklusivvolumen ausgenommen

Streaming ist der Trend der letzten Jahre. Songs und Videos müssen nicht mehr auf dem kostenbaren Speicher des mobilen Endgeräts gespeichert, sondern können unterwegs „on-the-fly“ von den Webservern abgerufen werden. Gerade das kostet allerdings eine Menge Bandbreite, die bei den meisten Verträgen rar ist. Der Netzanbieter Telekom hat diese Entwicklung erkannt und bietet ab 19. April eine neue Option mit dem Namen StreamOn an.

Dabei ist der Name Programm: Der Nutzer kann Musik hören und Videos schauen, ohne dass das im Tarif enthaltene Highspeed-Datenvolumen belastet wird. Die Telekom selbst gibt sich selbstbewusst und Unternehmenssprecher Niek Jan van Damme tönt: „Mit StreamOn werden wir den deutschen Mobilfunkmarkt revolutionieren. Das neue Angebot ist ein weiterer Schritt auf dem Weg, unseren Mobilfunkkunden auch unterwegs eine uneingeschränkte Nutzung von Audio- und Videoinhalten im besten Mobilfunknetz zu bieten.

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Spotify ist zum Marktstart von StreamOn noch nicht enthalten. (Image by Jonas Haller)

Doch uneingeschränkt gilt nicht ganz: Für die Aufnahme in die Liste der ausgewählten Dienste müssen die Anbieter Telekom-Partner sein oder werden. Zum Start werden im Audiosegment lediglich Apple Music, Amazon Music Unlimited, JUKE, Napster sowie radioplayer.de unterstützt. Verhandlungen mit Spotify laufen nach Unternehmensangaben, eine Einigung wurde aber noch nicht erzielt. Soundcloud oder Google Play Music wurden gar nicht angefragt. Auch im Videobereich sind zwar die Big Player wie YouTube, Netflix, Amazon Prime Video, Sky Go oder das ZDF an Bord, allerdings fehlen Dienste wie Google Play Filme, Vimeo oder die ARD. Letzteres Angebot steht lediglich über den Telekom-eigenen Service EntertainTV live zur Verfügung.

Selektierung von Seiten der Telekom

Das Dilemma der kostenlos hinzubuchbaren Option ist die Willkürlichkeit des größten deutschen Netzbetreibers. Schlussendlich entscheidet er, welche Streaming-Dienste es wert sind, für StreamOn freigeschalten zu werden. Zwar verspricht Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden Telekom Deutschland GmbH, dass keine Einschränkungen vorliegen und jeder Anbieter von legalen Audio- und Video-Inhalten Partner werden kann, allerdings müssen die Streaming-Unternehmen erst auf die Telekom zugehen. Und das ist die falsche Vorgehensweise. Der Mobilfunkanbieter bevorteilt einmal mehr die großen Content-Lieferanten und beschneidet etwaige Mitbewerber in ihrer Konkurrenzfähigkeit.

Fazit: Entweder alle oder keine

Auf dem ersten Blick ist StreamOn eine echte Revolution für den Mobilfunkmarkt. Gerade große Datenmengen bleiben von der Anrechnung an das Datenvolumen verschont. Der zweite Blick offenbart allerdings vielmehr einen Rückschritt – vor allem in Sachen Netzneutralität. Kooperierende Streaming-Anbieter werden durch die Funktion in ihrer Wettbewerbsfähigkeit bevorteilt. Der Mobilfunkbetreiber sollte nicht die Schlüsselrolle spielen, warum ein Kunde genau diesen Streaming-Dienst nutzt. An die Telekom gilt deswegen der Appell: entweder alle oder keine. Entweder, man spendiert den Kunden echte Flatrates oder bleibt weiterhin im alten System der engen Datenvolumina.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


Image by Telekom


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  • MIPTV horizont: Die 4 großen Trends bei der Serienproduktion: Fernsehen wie im Kino. Serien tun sich im deutschen Fernsehen schwer, aber das dürfte nicht mehr lange so bleiben. Der derzeitige Gründergeist, der angestachelt durch viele neue TV-Sender und Plattformen wie Netflix und Amazon durch die Produktionslandschaft wabert, nimmt immer mehr Raum ein. Wie ideenreich es insbesondere in der europäischen Produktionslandschaft zugeht, zeigt sich beispielhaft in diesen Tagen in Cannes. Auf der von Reed Midem organisierten MIPTV gewähren die Produzenten und Sender Schulterblicke in ambitionierte Projekte. Bei den MIP Drama Screenings wird klar: Tolle Geschichten gibt es überall und die Produktionswerte werden immer höher.

  • HACKER sueddeutsche: Kaum ein Hacker will zum BND Neulich hat der Bundesnachrichtendienst neue Mitarbeiter gesucht, aber nicht irgendwelche. „Sherlock Holmes im Cyberspace“, so war der Job umschrieben. Die Online-Stellenausschreibung hatte die Form eines Codes, den man knacken musste. Wie viele Bewerber das kleine Spiel mitgemacht haben, ist unklar. Groß war aber der Spott, den die Anzeige auslöste in den Blogs just jener Hacker, auf deren Bewerbungen der Geheimdienst dringend angewiesen wäre. In den USA – um den Vergleich aufzumachen – treten Spymasters wie der ehemalige NSA-Chef Keith Alexander schon mal auf Hacker-Kongressen auf. Sie werben für sich als Arbeitgeber, sie greifen auch tief ins Portemonnaie, um die Stars der Szene zu rekrutieren. In Deutschland wäre das unvorstellbar, hier beschimpfen die Hacker im Chaos Computer Club die Geheimdienste eher als „Stasi 2.0″, und wenn ein Geheimdienstchef auf ihrem jährlichen Kongress auftauchen würde, ginge sein Vortrag vermutlich in Buhrufen unter.

  • HASSKOMMENTARE heise: Zeitschriftenverleger kritisieren Gesetz gegen Hasskommentare im Netz: Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) hat das geplante Gesetz gegen Hasskommentare im Internet kritisiert. „Das läuft auf die staatliche Einsetzung privater Meinungspolizei hinaus“, sagte der VDZ-Präsident Stephan Holthoff-Pförtner in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Und das Ergebnis ist die Gefährdung der Meinungsfreiheit.“ Nach dem Gesetzentwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) sollen Internetplattformen unter Androhung einer Geldbuße von bis zu 50 Millionen Euro alle strafrechtswidrigen Äußerungen entfernen.

  • MARKT golem: Deutschland kann seinen IT-Fachkräftemangel selbst lösen: In wohl keiner anderen Branche wird schon so lange und ausdauernd über den Fachkräftemangel lamentiert wie in der IT. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag betrachtet die Suche nach Fachkräften als eines der größten Probleme für IT-Firmen im Jahr 2017. Firmen beklagen die langen Zeiträume vom Schalten der Stellenanzeige bis zur Einstellung eines geeigneten Kandidaten. Laut einer Studie von Ende 2016 sind bundesweit rund 51.000 Stellen im IT- und Telekommunikationsbereich unbesetzt. Lösungsansätze kommen inmitten der Jammerei viel zu kurz. Dabei liegen sie auf der Hand: Wir müssen mehr und besser ausbilden – und mehr Frauen für einen Job in der Branche interessieren!

  • 1. APRIL horizont: Das sind die witzigsten Markenauftritte zum 1. April: Immer mehr Marken nutzen den 1. April, um mit – mehr oder weniger – witzigen Aktionen für Reichweite und Schmunzler bei der Zielgruppe zu sorgen. Der Trend geht sogar schon soweit, dass viele Werbungtreibende bereits in den Tagen vor dem „April Fool’s Day“ mit Scherzen um die Ecke kommen. HORIZONT Online hat sich alle angeschaut und zeigt die gelungensten Markenaktionen.

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Wie Netflix den TV-Markt revolutioniert hat

Netflix VHS (adapted) (Image by karat [CC BY 2.0] via flickr)

Die erste Revolution: Die Sehgewohnheiten

Viele Fans hätten sich diese Option wohl gerne für das Ende der US-Sitcom „How I Met Your Mother“ gewünscht: Gerüchten zufolge experimentiert der Streaminganbieter Netflix mit der Interaktivität von Handlungsverläufen. Die Zuschauer sollen die volle Kontrolle erhalten und entscheiden können, wie die Serie auf dem eigenen Bildschirm weitergehen soll – ein Happy End auf Knopfdruck. Wie viel an den Gerüchten dran ist, lässt sich nur schwer beurteilen, doch sie unterstreichen die Rolle von Netflix als disruptive Kraft im Mediensektor. Seitdem der Video-on-demand-Anbieter (VoD), der 1997 noch als Online-DVD-Verleih startete, vor ziemlich genau zehn Jahren sein Streaming-Angebot auf den Markt warf, hat sich die TV-Branche extrem gewandelt.

Netflix war der erste Anbieter, der alle Episoden eigenproduzierter Serien auf einen Schlag zur Verfügung gestellt hat – ganz im Gegensatz zur gewohnten wöchentlichen TV-Ausstrahlung. Auch das „Binge Watching“, also das Schauen zahlreicher Folgen am Stück, geht letztlich auf den Streaminganbieter aus Los Gatos in Kalifornien zurück. Die Amerikaner bieten vor allem auch sicheres und ruckelfreies Streaming und schaffen es, mit den eigenen Algorithmen recht treffsicher den Geschmack der einzelnen Zuschauer vorherzusagen.

Netflix‘ Erfolg basiert demnach auch auf seiner Rolle als Technikunternehmen: „Ihre Stärke ist, dass sie ein wirklich gutes Produkt haben“, so formulierte es Media-Analyst Michael Nathanson im vergangenen Jahr gegenüber der New York Times. Hinten über fällt gerne die Tatsache, dass Netflix natürlich eine Menge Daten von seinen Nutzern sammelt: Wann bricht man eine Serie ab? Wann pausiert man die aktuelle Folge? Ab welchem Zeitpunkt wird man „süchtig“ nach einer Produktion? Alles wertvolle Kundendaten für das Unternehmen.

Die zweite Revolution: Der globale Anspruch

Insgesamt kann Netflix auf 93,8 Millionen Abonnenten verweisen und peilt für dieses Quartal die 100-Millionen-Marke an. Das Wachstum des Streaminganbieters ist immer noch immens: innerhalb des letzten Jahres legte die Zahl der Kunden um ein Viertel zu, die Umsätze stiegen um 40 Prozent. Dabei denkt die Unternehmensführung konsequent global: in jedem Land der Welt solle es möglichst dasselbe Angebot geben – und das setzt die klassischen Akteure der Branche mächtig unter Druck. Dieses Vorgehen entspricht nicht mehr dem alten Geschäftsmodell der Studios und Sender, die ihre Lizenzen teuer in andere Länder verkaufen. Und noch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil hat Netflix gegenüber klassischen Sendern: im Vergleich zu US-Kabelanbietern, die zunehmend an Zuspruch verlieren, zahlen Kunden nur knapp die Hälfte pro geschauter Stunde.

Netflix hat sich durch seine globale Reichweite – fast die Hälfte der Netflix-Kunden stammt mittlerweile aus dem Ausland – im Rechtepoker in eine deutlich bessere Verhandlungsposition katapultiert. Doch gegen die Windmühlen der Studios hilft selbst das manchmal nicht, sodass Eigenproduktionen konzeptueller Mittelpunkt des Anbieters sind.

Die dritte Revolution: Die Inhalte

Unter anderem mithilfe gezielter Reboots alter Serien trifft Netflix den Nerv der Millenials: im vergangenen Jahr legte man sehr erfolgreich „Full House“ und „Gilmore Girls“ neu auf. Mit den eigenen Ideen erregt Netflix vor allem seit 2013 globale Aufmerksamkeit. Die Veröffentlichung von „House of Cards“ war einer der Game Changer in der Branche und der erste Schritt in Netflix‘ Positionierung als ernstzunehmender Konkurrent im Produktionsbereich. In diesem Jahr will der Anbieter sechs Milliarden Dollar für Inhalte ausgeben und langfristig sicherstellen, dass die Hälfte der auf der eigenen Seite gestreamten Inhalte Eigenproduktionen sind.

Die Masse an neu auf den Markt geworfenen Netflix-Serien ist für den einzelnen Zuschauer natürlich nicht zu bewältigen, doch das ist auch nicht das Ziel des Unternehmens. Der große Vorteil des eigenen Geschäftsmodells, so Programmchef Ted Sarandos, sei die Möglichkeit, Serien und Shows zu produzieren, die es im klassischen TV nicht gegeben hätte. Massentaugliche Serien entstehen bei Netflix selten, vor allem die Nische wird bedient. Auch klassische Branchen-Messgrößen wie die Einschaltquote verlieren im Video-on-Demand-Bereich zunehmend ihre Bedeutung – eine Serie muss nicht sofort bei der Veröffentlichung ein Zuschauermagnet sein.

Das bietet natürlich auch für die Kreativen hinter der Kamera neue Chancen. Nicht nur Einkäufe bekommen durch Netflix neuen Schub („Breaking Bad“-Schöpfer Vince Gilligan berichtet, dass die Bereitstellung auf Netflix die Zuschauerzahlen erst richtig in die Höhe getrieben hat, nachdem die AMC-Serie trotz toller Kritiken noch kein Quotenhit war), auch ungewöhnliche Ideen haben bei Netflix die Chance auf Verwirklichung. Und das ganz ohne Quotendruck, schließlich werden die Streaming-Zahlen selbst vor den Machern einer Serie geheim gehalten.

Die vierte Revolution?

Doch trotz der vielen Erfolge, die Netflix in den vergangenen Jahren feierte, prophezeien nicht alle dem Anbieter eine goldene Zukunft. Börsenanalysten gehen davon aus, dass der Höhenflug des Anbieters an der Wall Street nicht ewig andauern wird – in den vergangenen zwölf Monaten stieg der Aktienwert immerhin um über 40 Prozent.

Diese Einschätzung rührt vor allem daher, dass die klassischen TV-Anbieter mittlerweile verstanden haben, welche Gefahr für sie von Netflix ausgeht und steuern mit eigenen Angeboten dagegen. Anfangs nahm man die neue Konkurrenz noch nicht ernst, doch inzwischen setzt beispielsweise auch Sky Deutschland zunehmend auf selbstproduzierte Inhalte (das prestigeträchtigste Projekt ist derzeit die für 2018 angekündigte Serien-Fortsetzung von „Das Boot“).  Schon lange haben sich Disney, 21st Century Fox und Comcast für den gemeinsamen US-Dienst “Hulu” zusammengeschlossen – seit vergangenem Jahr schaltet der Streaminganbieter der drei größten Medienunternehmen in den USA mit zwei großen selbstproduzierten Dramen (u.a. von J.J. Abrams) einen Gang höher.

Auch die BBC und HBO scheinen sich der Veröffentlichungsstrategie von Netflix anschließen zu wollen. Und nicht zu vergessen Amazon Prime Video, der derzeit größte direkte Konkurrent – mit dem Vorteil eines riesigen Unternehmens im Rücken. Netflix‘ entscheidender Vorteil aus den Anfangsjahren ist inzwischen verschwunden: das Unternehmen hat nicht mehr den ganzen Markt für sich allein, sondern muss sich immer mehr mit ernstzunehmenden Konkurrenten herumschlagen.

Netflix bleibt im Moment der Platzhirsch auf dem Streaming-Markt und beeindruckt mit Innovationen und starkem Wachstum. Doch wie lange können die Kalifornier noch auf der Welle des Erfolgs reiten? Aber egal, in welche Richtung sich der VoD-Anbieter entwickelt: der Wandel der TV-Branche ist bereits in vollem Gange – und die Interaktivität von Handlungsverläufen ist vielleicht nicht die letzte von Netflix angestoßene Revolution.


Image (adapted) „Netflix VHS“ by karat (CC BY 2.0)


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  • AUTONOMES FAHREN heise: Autonomes Fahren mit Sedric: Volkswagen zeigt erstes Konzept für autonomes Auto: „Shaping the Future“ stand auf der Einladung zum VW-Vorabend zum Genfer Autosalons, vom vom 9. bis 19. März. Die soll tatsächlich regelrecht würfelförmig sein, so sieht Sedric zumindest aus. Das neue „SElf-DRIving Car“ (daher der Name), das der Konzern jetzt anlässlich des anstehenden Autosalons vorgestellt hat, soll also die Zukunft des autonomen Fahrens gestalten und VW vielleicht auch weiter aus der Diesel-Affäre ziehen. Viele Details verriet der Konzern noch nicht, nur, dass Sedric elektrisch unterwegs sein, ohne Kabel geladen wird und per Knopfdruck angefordert werden kann.

    NINTENDO SWITCH zeit: Spaßpaket mit Schönheitsfehlern: Am Freitag wurde die Gamingwelt um eine neue Konsole erweitert. Mit der Nintendo Switch vereint der Hersteller stationäres und mobiles Gaming in einem Gerät. Nach einem ersten Zocker-Wochenende gibt es nun erste Gedanken und Urteile zur neuen Konsole. Der neue „The Legend of Zelda“-Teil „Breath oft he Wild“ ist dabei ein garantierter Blockbuster, hier verkauft aber eher die Software die Hardware, weitere große Titel für die Konsole bleiben erst noch aus.

  • SOUND engadget: Hands on: Das ist die Sonos Playbase: Für den April hat Lautsprecher-Hersteller Sonos jetzt ein neues, kompaktes Soundsystem vorgestellt. Die Playbase ist dabei vor allem eine geeignete Lösung für Film- und Musikfans ohne viel Platz, denn sie kann direkt unter dem Fernseher aufgestellt werden. Mittels der Trueplay-App wird zusätzlich der Raum soundoptimiert. Mit dem Fernseher wird sie mit Hilfe eines optischen Kabels verbunden, für alle anderen Einsatzgebiete – also das Streamen von Musik und die Kommunikation mit weiteren Sonos-Lautsprechern – kommt WiFi zum Einsatz.

  • NETFLIX t3n: Entscheide selbst, wie der Film endet: Netflix arbeitet an interaktiven Handlungsverläufen: Die Grenze zwischen filmischen und spielerischem Medium scheinen immer mehr zu verwischen. Filmische Spiele sind nichts neuer, aber wie sieht es mit gamifizierten Serien und Filmen aus? Der US-Streaming-Anbieter Netflix soll jetzt an einer Technologie arbeiten, die es dem Zuschauer ermöglicht per Knopfdruck den Handlugnsverlauf der jeweiligen Serie oder Films zu beeinflussen. Vorerst sei das Ganze ein Experiment seitens Netflix, so ermöglicht es den Filme- und Serienmachern aber ungeahnte Storytelling-Möglichkeiten. Bleibt nur die Frage: Will das der Zuschauer überhaupt?

  • FACEBOOK sueddeutsche: Facebook versucht, suizidgefährdete Nutzer zu erkennen: Eine neue Woche – ein neues, weltverbesserndes Facebook-Feature? Jetzt soll es eine künstliche Intelligenz geben, die Nachrichten und Status-Einträge der Nutzer, die auf suizidale Absichten anspielen, erkennen soll. Facebook kontaktiert die Nutzer daraufhin und gibt ihnen Tipps und empfiehlt Beratungsstellen. Das Konzept ist aber keineswegs neu. Schon die App Koko ist ein digitaler Seelsorger, der seit einiger Zeit fest in den bei Jugendlichen beliebten Messenger-Apps wie beispielsweise Telegramm oder Kik verankert ist.

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  • JOURNALISMUS medienpolitik: „Journalismus braucht Zeit für Recherche“: „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass das Spiel mit der Aufmerksamkeitsspirale zum Kalkül der Terroristen gehört. Sie wollen Angst und Schrecken verbreiten, Menschen einschüchtern und unseren ‘way of life‘ dadurch zerstören. Medien, die unter dem Druck von Wettbewerb und Geschwindigkeit alle Distanz aufgeben, machen das Geschäft der Terroristen“, analysiert Peter Frey in einer Reflektion der Terroranschläge 2016 und der Berichterstattung der Medien. „Wir dürfen uns von der schrillen Stimmungsmache einer Minderheit nicht so sehr treiben lassen“, so der ZDF-Chefredakteur weiter. Die große Mehrheit schätze und vertraue dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, aber es gelinge einer kleinen Gruppe von Leuten, via Social Media und politisch verstärkt durch Rechtspopulisten das Klima insgesamt zu vergiften.

  • POLITIK heise: Wie das Silicon Valley auf Trumps Einreiseverbot reagiert: Nach Trumps Einreiseverbot für Bürger von sieben mehrheitlich muslimischen Staaten haben sich Vertreter der Tech-Konzerne aus dem Silicon Valley an die Spitze der Proteste gestellt. Netflix-CEO Reed Hastings bezeichnete Trumps Entscheidung als „so unamerikanisch, dass es uns alle schmerzt.“ Manager von Slack, Box, Twitter und weiteren Firmen äußerten sich ähnlich deutlich – nachdem zuvor einige andere wie Mark Zuckerberg, Satya Nadella und Tim Cook den US-Präsidenten nur vorsichtig kritisiert hatten.

  • DIGITALISIERUNG t3n: Digitale Transformation: Unternehmen im Drift-Modus: Wenn es um die digitale Transformation von Unternehmen und Organisationen geht, lautet eine der häufigsten Management-Aussagen: „Digitale Transformation ja, aber wir müssen die Menschen mitnehmen.“ Erstens: Im „Müssen“ klingt viel Fremdbestimmung an – statt Gestaltungswille. Und zweitens: Ein „Aber“ ist immer eine Relativierung des zuvor Gesagten. Passender erscheint mir daher ein „Und“. Verändert man die Interpunktion noch leicht, dann wird aus dem Satz: „Digitalisierung? Ja, und wir wollen die Menschen mitnehmen.“ Was dieses Vorhaben mit Querbeschleunigung zu tun hat, möchte ich hier ausführen.

  • WHATSAPP sueddeutsche: Deutsche Verbraucherschützer verklagen Whatsapp wegen Datenweitergabe: Deutsche Verbraucherschützer ziehen in ihrem Streit mit Whatsapp vor Gericht. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) verklagt Whatsapp, weil das Unternehmen angekündigt hatte, Nutzerdaten an den Mutterkonzern Facebook weiterzugeben. Im August änderte Whatsapp seine Datenschutzbestimmungen. Das Unternehmen räumte sich damit das Recht ein, Daten von Verbrauchern mit Facebook zu teilen. Betroffen sind etwa Telefonnummern von Whatsapp-Nutzern, aber auch Informationen darüber, wie häufig diese den Messenger verwenden. Die Verbraucherschützer halten diese Änderung für rechtswidrig und haben deshalb Klage vor dem Landgericht Berlin eingereicht.

  • NOKIA golem: Neues Nokia-Handy kommt für 40 Euro nach Deutschland: Das finnische Unternehmen HMD Global vertreibt das Handy Nokia 150 auch in Deutschland. Das Mobiltelefon ist bei Mobilcom-Debitel für 40 Euro erhältlich. Der Preis liegt etwas höher als die bei der Präsentation im Dezember 2016 angekündigten 26 US-Dollar, was unter anderem am Wechselkurs, an Steuern und Gema-Abgaben liegen dürfte.

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  • NINTENDO netzwelt: Nintendo Switch: Liveticker zum Event aus Tokio: Jetzt ist es offiziell. Die Nintendo Switch, der neueste Streich des japanischen Hertsellers, die mobiles und stationäres Gaming verbinden soll, kommt am 3. März 2017! Um 5 Uhr deutscher Zeit wurde die Konsole heute nun in Tokio erstmals enthüllt. Die wichtigsten Informationen zur Switch, erste Spieleankündigungen und mehr erfährt man im offiziellen Nintendo-Stream. Die Kollegen von Netzwelt haben dazu einen Liveticker mit allen wichtigen Informationen bereitgestellt.

  • KI golem: HTCs intelligente Smartphones hören immer zu: Eine dauerhafte Bespitzelung durch das eigene Smartphone – eigentlich eine Vorstellung, die nicht allzu verlockend klingen dürfte. Der Elektronik-Hersteller schlägt jetzt aber genau diese Richtung ein und setzt bei den nun neu vorgestellten Smartphone-Modellen auf künstliche Intelligenz. Die Kollegen von Golem haben das U Ultra und das U Play auf Herz und Nieren getestet.

  • KRYONIK heise: Kryonik: Die Hoffnung auf ein zweites Leben nach dem Eis:Es hört sich immer noch mehr nach Science Fiction an, doch die erfolgreiche Kryokonservierung, sprich das Einfrieren von Gewebe oder gar ganzen Leichen, ist in der Gegenwart angekommen, mehr noch feiert sie sogar 50-jähriges Jubiläum! Derzeit warten rund 2.000 Menschen weltweit auf eine Kryokonservierung, eine britische 14-jährige beispielsweise ist krebskrank und hat kürzlich gerichtlich durchgesetzt, dass ihr Körper eingefroren werden darf.

  • AMAZON t3n: Exklusiv: Amazon zeigt, wie Roboter und Menschen zukünftig zusammenarbeiten werden: Wenn Asimov nur wüsste! Bei der Amazon-Logistik herrscht jetzt harmonische Koexistenz zwischen Mensch und Maschine. Die hauseigenen Roboter aus der Schmiede „Amazon Robotics“ sollen helfen die Paketflut des E-Commerce-Großhändlers zu bewältigen. In weltweit über 20 von insgesamt über 350 Logistikzentren setzt Amazon bisher schon großflächig auf Roboter, um den Betrieb in diesen Verteilzentren effizienter zu gestalten.

  • APPLE digitaltrends: Apple may debut its own original TV shows by the end of 2017: Wenn es nach Apple geht können Kollegen wie Netflix oder Amazon Prime wohl bald Platz machen, denn der Konzern plant für das Jahresende die Produktion eigener Serieninhalte. Der Konzern versucht immer mit den Trends zu gehen, sofern er sie nicht gerade selbst setzt, so ist es auch nicht verwunderlich, dass er Wind davon bekommen hat, dass vor allem auch mit Kontent Geld gemacht werden kann. Es bleibt abzusehen, was Apple da abliefern wird, definitiv wird aber Schwung in die Streaming-Welt gebracht.

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  • DIGITALISIERUNG politik-digital: Digitale Grundrechte für alle – Veröffentlichung einer EU-Digitalcharta: Die digitale Politik hat akute Probleme und diese sollen heute in mehreren deutschen Tageszeitungen angesprochen werden. 27 Initiatoren aus der digitalen deutschen Gesellschafft haben es sich zur Aufgabe gemacht, mittels einer Digitalcharta auf Probleme in der EU-Netzpolitik hinzuweisen. Zentrale Themen sind Datensicherheit und informationelle Selbstbestimmung des Einzelnen, aber auch Richtlinien künstlicher Intelligenz sowie der Umgang mit Hassreden im Internet. Die Digitalcharta kann hier abgerufen werden.

  • DATENSCHUTZ sueddeutsche: Hunderttausende Kontonummern von Mitfahrgelegenheit.de-Kunden gestohlen: Auf unseren Smartphones tragen wir eine Vielzahl sensible Daten mit uns herum, Datenschutz ist hier essentiell. Die Mitfahr-App Mitfahrgelegenheit.de gibt es zwar seit etwa Anfang des Jahres nicht mehr, aber ehemalige Nutzer hatten jetzt trotzdem ein böses Erwachen. Rund 15 % der Nutzer von Mitfahrgelegenheit.de und Mitfahrzentrale.de wurden jetzt Opfer eines Datendiebstahls. In Umlauf gekommen sind dadurch mehrere Hunderausend Kontonummern, sowie E-Mail-Adressen oder Handynummern. Das Unternehmen hinter der App hat für Betroffene eine kostenlose Hotline eingerichtet.

  • NETFLIX heise: Netflix führt Download-Funktion für Offline-Wiedergabe ein: Netflix ist der wohl beliebteste Anbieter für Online-Streaming-Dienste, nur blöd, dass es noch nicht ansatzweise für jeden Nutzer möglich ist, einwandfrei mobil zu streamen. Daher soll die neue Download-Funktion der App Abhilfe verschaffen. Ausgewählte Serien und Filme können auf iOs- und Android-Geräte heruntergeladen und dann ohne Internetverbindung angesehen werden. Für die Funktion wird die aktuelle Version der App, sowie einiges an Speicherplatz benötigt. Eine Liste der zum Download verfügbaren Titel ist in der App vorhanden.

  • STUDIVZ t3n: Ach, das gibt’s noch? StudiVZ wird mal wieder verkauft: Was gab’s nochmal vor Facebook? Wir wissen, dass es schwer ist, sich an eine Zeit vor dem Social-Media-Übervater zu erinnern, aber da war ja noch StudiVZ! Das 2005 gegründete Netzwerk konnte zu Spitzenzeiten rund 16 Millionen Nutzer auf sich vereinen, was nach einer ersten Übernahme 2007 bereits 85 Millionen Euro einbrachte. Mit dem radikalen Aufstieg Facebooks ging das Netzwerk 2012 wieder in den Verkauf. Fast forward zu heute: Im Januar soll StudiVZ für nunmehr nur noch 10 Millionen verkauft werden. Lohnen soll sich der Kauf nach eigener Aussage des Käufers MEG trotzdem, denn StudiVZ und Schwester-Netzwerk MeinVZ können heute noch 10 Millionen registrierte Nutzer verbuchen.

  • TRUMP welt: Wer Donald Trump nicht mag, braucht diese App: Die, richtig gelesen, sogenannte “Anti-Trump-Organisation” hat jetzt eine App entwickelt, die zu einem Trump-Boykott des designierten Präsidenten aufruft. Rund 250 Firmen, Marken, Produkte oder Organisationen, die in irgendeiner Form mit dem Trump-Kosmos zu tun haben sind in der App aufgelistet. Laut eigener Aussage der Entwickler soll die App den Unternehmer an seiner sensibelsten Stelle treffen: dem Portemonnaie. Ein erster Blick auf die Liste last diese auch als rigoros erscheinen, selbst Unternehmen oder Vereine sind aufgelistet, die selbst gar keine Trump-Produkte führen, sondern sich „nur“ als Fan ausgesprochen haben. Anti-Trump-Einstellung schön und gut, unproblematisch ist eine solche Liste für den “kleinen Mann” im Einzelhandel einer der aufgeführten Unternehmen aber nicht.

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  • IT-SICHERHEIT zeit: Innenministerium sucht freiwillige Feuerwehr: Das Bundesinnenministerium und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) suchen Unternehmen, die sich an der Konzeption einer Cyberwehr freiwillig beteiligen und ihre IT-Fachleute kostenlos zur Verfügung stellen. Das Innenministerium will mit diesem Konzept eine bessere Sicherheitsinfrastruktur gewährleisten, um schneller auf digitale Angriffe reagieren zu können. Orientiert wird sich dabei an dem Konzept der freiwilligen Feuerwehr.
  • CYBERCRIME heise: Festnahmen nach Razzia bei Mitgliedern eines Untergrundforums: Lange hatten Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Mitglieder eines Underground-Forums ermittelt und nun 20 Wohnungen in acht Bundesländern durchsucht. Sichergestellt werden konnten illegal erworbene Produkte sowie Rauschgift. Konzentriert hatten sich die Ermittler auf ein Underground-Forum, das kriminelle Dienstleistungen anbietet. Da es sich um eine Art Grauzone handelt, werden solche Foren auch häufig als „Greynet“ bezeichnet.
  • TROJANER t-online: Banking-Trojaner hat es auf deutsche Nutzer abgesehen: Seit einiger Zeit treibt der Banking-Trojaner „Dridex“ besonders auf deutschen Computern sein Unwesen. Mehr als die Hälfte der PCs in Unternehmen sollen bereits infiziert sein. Virenforscher haben herausgefunden, dass der Trojaner Spam-Mails mit präparierten Word- oder PDF-Anhängen versendet. Sobald der Anhang geöffnet wird, lädt er die Schadsoftware aus dem Internet auf den Windows-PC herunter. Sobald der Nutzer eine Banking-Seite aufruft, wird ihm beispielsweise ein falsches Formular der Bank untergeschoben, sodass der Virus die Zugangsdaten des Users ohne dessen Wissen erhält. Gefährdet sind vor allem Nutzer von älteren Office-Versionen. Vor dem Virus kann man sich jedoch schützen, indem man die Makro-Funktion, die Dridex nutzt, deaktiviert.
  • DISNEY stern: Kauft Disney bald Netflix?: Vielleicht ist es bald soweit und Disney kauft Netflix? Man weiß es noch nicht genau, aber beide Unternehmen würden davon profitieren – wäre da nicht der Preis. Der Wert von Netflix wird derzeit auf 40 bis 45 Milliarden Dollar geschätzt, und bei einer Übernahme würden noch einige Aufschläge warten. Wenn Disney Netflix kauft, würde Disney auf einen Schlag 80 Millionen Abonnenten aus der ganzen Welt gewinnen und sich auch jede Menge Know-how einverleiben. Noch weiß man aber nicht ob dies Realität wird.
  • MARKT Gründerszene: eDarling kauft französische Dating-Seite: Das Berliner Unternehmen Affinitas hat die Dating-Plattform Attractive World übernommen, für einen zweistelligen Millionenbetrag. Mittlerweile arbeiten bei Affinitas laut Webseite 250 Menschen, das Unternehmen ist in mehr als 25 Ländern aktiv. Durch den Kauf der Dating-Plattform Attractive World wächst das Unternehmen immer mehr.
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Screen Radar: Hass auf Serien hilft der Quote

Watching a blank screen (adapted) (Image by Kenneth Lu [CC BY 2.0] via flickr)

Für die Netzpiloten stellt Arthur Avenue Kino-Neustarts vor und bespricht die wichtigsten Film-Themen. Dieses Mal mit einer aufschlussreichen Studie über unser Sehverhalten von Serien, einem iPhone-Film über Hollywoods Straßenstrich und einem außergewöhnlichen Zombie-Trailer.

Neu im Kino„Tangerine L.A.“
„Atomic Falafel“
Thema der WocheJe größer der Groll, desto länger das Bingen
Streaming-Perlen„Love Steaks“ auf Netflix
„American Hustle“ auf Amazon Prime
Neues aus der FilmweltBock auf Lommbock
Neue Spiele auf der Leinwand
Darauf freuen wir uns„The Girl With All The Gifts“

Neu im Kino

Muss man sehen: „Tangerine L.A.“ beleuchtet Los Angeles‘ Transgenderszene mit einem losen Mundwerk, gesättigten Farben und ungeschönten Bildern. In der Komödie kommt die stürmische Transe Sin-Dee Rella (Kitana Kiki Rodriguez) frisch aus dem Knast und erfährt, dass ihr Freund-Schrägstrich-Zuhälter sie mit einer echten Frau betrogen hat. Mit Beweisstück im Schlepptau soll der Mistkerl zur Rede gestellt werden! Regisseur Sean Baker („Starlet“) liebt es in seinen Filmen, liebevoll Figuren zu beleuchten, die vom kulturellen Mainstream an den Rand gedrängt werden. Hinzu kommt, dass der gesamte Film nur mit einem iPhone aufgenommen wurde und somit besondere Guerilla-Momente bereithält.

Kann man sich sparen: „Atomic Falafel“ ist die Art Satire, die Kopfschmerzen beim Zuschauen verursacht. Es wird mit weltpolitischen Konflikten und obskuren Charakteren nur so um sich geschmissen, ohne auch nur irgendetwas zu erklären. Auf einem israelischen Armee-Stützpunkt planen ranghohe Militärs einen Nuklear-Angriff gegen den Iran – aber nur, um diesem zuvorzukommen. Und ein UN-Atominspektor verliebt sich in die örtliche Falafel-Verkäuferin und schließlich wollen sie zusammen den drohenden Atomkrieg verhindern. Klingt absurd, ist es auch.

Thema der Woche

Je größer der Groll, desto länger das Bingen: Man könnte meinen, dass man seine Lebenszeit vor allem mit schönen Dingen verbringen will – gute Serien zu schauen, zum Beispiel. In der Regel weiß man auch ziemlich schnell, ob einen die Geschichte bei Laune hält und man die nächsten Stunden (und Tage) mit den Charakteren aus Scranton, Springfield, Sunnydale oder Stars Hollow verbringen möchte. Nicht selten werden ganze Staffeln am Stück geschaut – einfach, weil man es kann. Bisher dachten wir allerdings, dass man das vor allem aus Neugierde und Spaß an der Freude tut. Doch laut einer neuen Studie des Unternehmens Canvs gilt vor allem Hass als einer der größten Beweggründe, warum wir bei Serien dranbleiben.

Zu diesem Ergebnis ist die auf Emotionen spezialisierte Plattform gekommen, als sie die Zuschauerreaktionen auf Twitter mit den Einschaltquoten von ganzen 431 Serien und 5.700 Episoden miteinander verglichen haben. Je mehr Leute also nach einer Folge in 140 Zeichen abgelästert und ihrem Frust Luft gemacht haben, desto mehr haben in der nächsten Woche eingeschalten. Positive Gefühle wie Spaß und Liebe können da insbesondere bei Dramen und Reality-Formen nicht mithalten. Aus eigener Erfahrung können wir dem zustimmen! Schließlich steigert so ein richtig fieser Bösewicht oder eine ungewöhnliche Plot-Entwicklung nicht nur die Aufmerksamkeit beim Schauen, sondern vor allem das Interesse am Verlauf der Serie.

Streaming-Perlen

„Love Steaks“ auf Netflix: In der deutschen Tragikomödie kommen sich die aufmüpfige Lara (Lana Cooper) und der zurückhaltende Clemens (Franz Rogowski) langsam näher. Beide arbeiten im selben Ostsee-Hotel und machen einen Spaß nach dem nächsten. Das Besondere: Der Film verzichtet komplett auf festgelegte Dialoge und wurde mit echten Angestellten des Luxus-Ressorts umgesetzt. Dadurch wirkt der Blick in den Tagesrhythmus eines Hotelbetriebs umso authentischer.

„American Hustle“ auf Amazon Prime: Das für zehn Oscars nominierte Krimi-Drama von David O. Russell erzählt vom Lügen und belogen werden. Im New York der 70er-Jahre treffen ein Toupet-tragender Christian Bale, eine chamäleonartige Amy Adams, der überdrehte Lockenkopf Bradley Cooper sowie die pöbelnde Dumpfbackenblondine Jennifer Lawrence aufeinander. Ein Film, der einfach nur rundum genial ist!

Neues aus der Filmwelt

Bock auf Lommbock: Stinknormale Casting-Aufrufe sind so 2015. Die Fortsetzung zur Kiffer-Komödie „Lammbock“ (2001) mit Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz weicht daher für die Komparsen-Suche auf Instagram und Twitter aus. Unter dem Hashtag #BockAufLommbock werden 25 Fans gesucht, die Lust haben, in Würzburg für die Kino-Produktion vor der Kamera zu stehen. Für die Teilnahme musst du lediglich ein nettes Video von dir auf der Plattform deines Vertrauens hochladen. Zwei Glückliche können sich außerdem über ein Casting für geheime Special-Rollen qualifizieren. Neue Spiele auf der Leinwand: Jetzt ist es raus! Zwei weitere Spiele-Adaptionen werden als Filme umgesetzt. Produzent Lawrence Kasanoff („Beowulf“) verspricht mit „Tetris“ (2018) nicht viel weniger als eine große Science-Fiction-Überraschung. Die Handlung soll dem Motto „Ordnung ins Chaos bringen“ folgen. Noch ein Jahr länger müssen wir dagegen auf den ersten „Minecraft“-Spielfilm warten, der 2019 im Kino anlaufen soll. Auf dem Regiestuhl wird „It’s Always Sunny In Philadelphia“-Autor Rob McElhenney Platz nehmen. So lange uns kein zweites „Battleship“ (2012) alias Schiffe versenken erwartet, sind wir schon zufrieden.

Darauf freuen wir uns

„The Girl With All The Gifts“: Der Plot kommt uns bekannt vor. Erst lässt ein geheimnisvoller Parasit alle Menschen zu fleischfressenden Zombies mutieren, dann nimmt eine kleine Gruppe mutig den Kampf gegen die Untoten auf. Nicht jedoch so in der Romanverfilmung von „Die Berufene“ des Bestseller-Autors M. R. Carey. In einer Militärbasis werden Zombie-Kinder untersucht, die zwar großen Hunger auf Menschen verspüren, aber noch denken und fühlen können. Die ungewöhnliche Suche nach einem Heilmittel wurde von Filmemacher Colm McCarthy („Peaky Blinders“) in Szene gesetzt. Wir finden: Der beste Trailer der Woche!


Image (adapted) „Watching a blank screen“ by Kenneth Lu (CC BY 2.0


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