Klimawandel auf Netflix – eine Doku-Serie zum Nachdenken

Klimawandel – ein Thema welches in der heutigen Zeit eine große Aktualität erfährt und viele Menschen am liebsten totschweigen würden. Ganz nach dem Motto: “Ich rede nicht darüber also existiert es nicht!“

Die Polarkappen schmelzen, der Amazonas rund um Brasilien brennt. Vor solch akuten Geschehnissen können auch Klimagegner nicht mehr die Augen verschließen. Denn dieses Thema ist nicht nur zurzeit aktuell, sondern wird auch in näherer Zukunft nicht an Interesse verlieren.

Jedoch können viele Menschen mit dem Begriff des Klimawandels nichts anfangen, da sie die Verbindung zur Natur verloren haben. Klar, man weiß, dass die Erderwärmung etwas Schlechtes sein soll und dass dagegen vorgegangen werden muss. Aber was genau kann man sich denn darunter vorstellen? 

Der Klimawandel auf Netflix bringt dieses umrissene Thema nun visuell ins Gespräch.

Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte

Sowas hat sich auch Netflix gedacht, als der Streamingdienst-Anbieter die Serie in Auftrag gab. Diese dreht sich um den Klimawandel und dessen Auswirkungen. Mit Kommentaren im Originalton von David Attenborough, in der deutschen Variante übernimmt dies Christian Brückner.

Auch im Begleitbuch Unser Plan/DuMont redet Attenborough von den Folgen des Klimawandels. Die Bereitschaft zu Handeln – und zwar jetzt zu handeln – ist die Voraussetzung des Überlebens dieses Planeten.

Netflix kann nicht nur mit seinen lustigen Seiten überzeugen, sondern regt ebenso zum Nachdenken an.

Unter der Leitung von Alaistair Fothergill und Keith Scott, produzierte Silverback Films, in Zusammenarbeit mit WWF, nun eine der aufwendigsten Dokumentation unseres Planeten. Beide Regisseure waren ebebfalls  an den Produktionen zu Planet Erde, Eisige Welten und Unser blauer Planet beteiligt. Vier Jahre hat das Filmen gedauert, wobei einmalige Aufnahmen entstanden sind.

Innerhalb von acht Folgen soll nun auf die verheerenden Folgen des Klimawandels und der Umweltzerstörung hingewiesen werden. Jede Folge zeigt dabei einen anderen Teil des Planeten. Die ganze Serie über sieht man unglaubliche Aufnahmen, bei denen einem der Mund offen stehen bleibt. Die Zuschauer bekommen das Gefühl mitten im Ozean mit den Walen zu schwimmen oder mit den Wölfen auf Jagd zu gehen.

Von den Eiswelten, über den Dschungel, der Wüste bis hin zu den Wäldern dieser Erde sind alle Ökosysteme des Planeten in einer hochgestochenen, atemberaubenden Auflösung zu sehen. Untermauert wird das Ganze von einer Stimme, die immer wieder dem Zuhörer erklärt, dass diese Bilder bald nicht mehr so aussehen, sollte nichts unternommen werden.

Die Polarkappen werden schmelzen, wodurch der Meeresspiegel steigt. Der Dschungel gerodet und die Hochsee entweder leer gefischt oder mit Plastik verseucht wird.

Der Klimawandel tötet unseren Planeten

Netflix ruft mit wunderschönen Bildern der Natur und ihrer Bewohner dazu auf, diese Zerstörung zu verhindern. Ebenso wie die Zerstörung des Planeten zeigt der Film die erstaunliche Gabe und Kraft der Natur, sich zu regenerieren, sobald ihr Feind-Nr. 1, der Mensch, sich zurückzieht.

Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass die Auflösung und die Qualität der Bilder zwar unglaublich ist, jedoch nicht alle Szenen eine friedliche Idylle zeigen. Wie bei fast jeder Tierdoku zeigt auch diese die Seiten der Natur, bei der wir Menschen gerne wegschauen. Ein Eisbär, der kaum Essen für sein Baby bekommt, geschweige denn für sich selbst, da es der ansteigende Wasserspiegel den Robben erlaubt, weit genug weg zu tauchen. Ebenfalls eine Folge des Klimawandels. Für Menschen, welche nahe am Wasser gebaut sind, ist die Doku daher mit Vorsicht zu genießen.

Alles in allem ist diese Dokumentation des Klimawandels auf Netflix ein Muss für alle Natur- und Tierfans. Denn nicht nur die Zerstörung des Planeten liegt im Fokus. Der Zuschauer erhält auch lustige Fakten über das Tierreich, wie etwa die Paarungstänze einiger Vogelarten im Dschungel. Tolle Einblicke in die natürlichen Lebensräume der Bewohner unserer Erde werden garantiert.

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Image by Goodpics via Adobe Stock

Hannah Drews-von Ruckteschell

studiert derzeit mit großen Erwartungen Bibliotheks- und Informationsmanagement, wobei sie vor allem der letztere Teil interessiert. Die digitale Welt begeistert sie in erster Linie in ihrer Offenheit und Verknüpftheit.


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